Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 631798
Eingetragen
30.10.2000
Branche
Ingenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Planung, Konstruktion, Simulation und Consulting in Computer Aided Design für Schweißvorrichtungen und Schweißanlagen, Pressweißvorrichtungen, Lasertechnik, Handling, Fördertechnik, Verkettungen, Montagetechnik, Montagevorrichtungen und Sondermaschinen, sowie die Entwicklung von Komponenten für alternative Antriebstechnologien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Schramm
seit 3.11.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schulz Group GmbH
Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schulz Engineering GmbH

Ravensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SCHULZ ENGINEERING GMBH, RAVENSBURG

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Schulz Engineering GmbH ist einer der in Deutschland führenden Ingenieurdienstleister im Bereich Planung, Konstruktion und Simulation komplexer Produktionsanlagen und Sondermaschinen. Als Spezialist im Karosserie-Rohbau und der Batteriemontagetechnik ist das Unternehmen vorwiegend für die Automobilindustrie, mitunter aber auch für den Nutzfahrzeugbau, sowie die Automobilzulieferindustrie tätig. Neben dem Anlagenbau für Fahrwerke und Achsanlagen liegt der Schwerpunkt der Gesellschaft auf hochautomatisierten Montage-, Klebe- und Schweißanlagen für den Karosseriebau sowie Komplettlösungen für mechanische Produktindustrialisierungsprozesse. Zu unseren Kunden zählen alle großen Namen der Automobilindustrie, zahlreiche namhafte Anlagenbauer sowie kleinere mittelständische Unternehmen. Neben dem Stammsitz in Ravensburg unterhält die Gesellschaft Niederlassungen in Jena und Völklingen. Die Schulz Engineering GmbH ist, als 100% Tochter der Schulz Group GmbH, Teil der Unternehmensgruppe Schulz Group.

Ziele und Strategien

Aufgrund der Auswirkungen der Transformation in der Automobilbranche (eingebrochenes Projektvolumen, Sparmaßnahmen der OEMs, etc.), der massiven wirtschaftlichen Folgen von Corona (Lieferengpässe, Projektstopps, weitere Sparmaßnahmen, Kurzarbeit, etc.), aber auch den Einflüssen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine (Rohstoffknappheit, Rohstoffpreise, Inflation, Sanktionen, Zinsentwicklung, etc.) sah sich die Schulz Engineering GmbH gezwungen, zwischen 2020 und 2022 massive und einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen. Diese Restrukturierungsmaßnahmen zeigten in 2023 Wirkung, so dass wir, sowohl im Karosserierohbau als auch in diversen anderen Projekten und Kunden, über das ganze Jahr volle Auftragsbücher hatten.

Um auch weiterhin Auslastung und Stabilität gewährleisten zu können und zukünftig wieder Wachstum generieren zu können, wird sowohl an der Effizienzoptimierung bei der Umsetzung von Karosserie-Rohbau-Projekten, als auch an der Diversifikation des Dienstleistungs- und Kundenportfolios fortlaufend gearbeitet. Sehr erfreulich ist, dass sich die in den letzten Jahren aufgebauten und vielversprechenden Ansätze weiterentwickeln.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 ein Wachstum von rund 3,9 % und damit eine leichte Steigerung zum Vorjahr (3,0 %). Diese Entwicklung war in allen drei großen Regionen (Europa, USA und China) zu beobachten.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt. Die deutsche Wirtschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 leider nur eine negative Wachstumsrate von ca. 0,3 % verzeichnen.

Die leicht sinkende Inflation führt zu einem sehr langsam wachsenden Welthandel.

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr sowie im Schlussquartal 2023 um 5,2 % (J/J) gewachsen. Staatliche Stimuli haben wesentlich zur Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr beigetragen. Die anhaltende Immobilienkrise und eine schrumpfende Bevölkerung trüben aber den Ausblick.

Die oben beschriebenen Entwicklungen waren auch auf dem globalen Pkw-Markt zu beobachten. Das weltweite Marktvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 % auf ca. 75,7 Mio. Fahrzeuge. Dies machte sich auf allen Märkten bemerkbar. Die Rückläufigkeit in Europa und Nordamerika aus den Vorjahren wandelte sich in ein Wachstum.

Seit Jahresbeginn 2023 kannte der Pkw-Absatz in der EU nur eine Richtung - aufwärts. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg in Westeuropa um ca. 13,9 % auf 10,547 Mio. Fahrzeuge und lag somit deutlich unter dem schwächeren Vorjahresniveau. In der EU wurden insgesamt 10.547.716 Autos erstmals in den Verkehr gebracht. Der Zuwachs gegenüber 2022 beträgt 13,9 Prozent. Gesamteuropa kommt auf 12.847.481 Pkw-Neuzulassungen und liegt so um 13,7 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Diese Entwicklung war auf nahezu allen großen Pkw-Einzelmärkten zu beobachten. Frankreich 11,7 %, Italien 18,9 % und Spanien 16,7 % lagen über dem jeweiligen Vorjahreswert. Ebenso war im britischen Markt eine Steigerung von 17,9 % zu verzeichnen. Mit insgesamt 1.903.054 Neuzulassungen stellt Großbritannien den zweitgrößten Markt in Europa.

Knapp über dem Niveau des Vorjahres lag hingegen der deutsche Markt. Mit 2,84 Mio. neuzugelassenen Pkw konnte ein Wachstum von ca. 7,3 % und somit eine ähnliche Tendenz zum Vorjahr verzeichnet werden. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 Prozent zu, waren mit -51,5 Prozent rückläufig.

Auf weiter steigendem Niveau bewegten sich sowohl die inländische Pkw-Produktion wie auch der Pkw-Export. Die Inlandsproduktion stieg um rund 18 % leicht auf 4,1 Mio. Fahrzeuge und die Exporte betrugen rund 3,1 Mio. Pkw und damit ein Plus von 17 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2023 rund 786 000 Pkw, die ausschließlich mit Elektromotor betrieben werden, im Wert von 36,0 Milliarden Euro exportiert. Damit hatte rund jeder vierte aus Deutschland exportierte Neuwagen einen reinen Elektroantrieb.

Auch der US-amerikanische Markt konnte ein Plus von 12 % verzeichnen und bewegt sich 2023 somit bei einem Marktvolumen von 15,5 Mio. Fahrzeugen.

Auf dem weltweit größten Automobilmarkt China ist wie erwartet das Wachstum weiter vorangeschritten. im Vorjahr gewachsen. Mit insgesamt 21,7 Mio. Fahrzeugen übertraf das Nachfragevolumen den Vorjahreswert. Besonders bei Elektroautos macht die chinesische Konkurrenz ausländischen Herstellern zu schaffen. Der chinesische Marktführer und Elektroautobauer überholte mit seinem starken Wachstum im vierten Quartal auch global den bisherigen Elektroautoprimus .

Geschäftsentwicklung

Mit einer Gesamtleistung von TEUR 10.293 konnte das Ergebnis des Vorjahres um TEUR 1.210 übertroffen und somit ein stärkeres Geschäftsjahr (ca. 13,3 %) verzeichnet werden.

Durch eine hohe Reputation bei unseren Bestandskunden als auch forcierte Vertriebsaktivitäten konnten Ende 2022 und Anfang 2023 neue Aufträge gewonnen werden, welche uns über das ganze Jahr permanente Auslastung garantierten. Auch wenn die kalkulatorischen Projektbudgets nach wie vor nicht auf dem Vor-Krisen-Niveau liegen, haben wir es durch konsequente Einbindung von externen Lieferanten und einer effizienteren Projektabwicklung geschafft, unsere Verluste aus den Vorjahren massiv nach unten zu schrauben.

Durch weitere Optimierungen in der Projektabwicklung, als auch der Hoffnung auf eine weitere Konsolidierung im Kerngeschäft sieht die Geschäftsleitung gute Chancen, der gleichbleibend schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation zu begegnen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren 84 Mitarbeiter beschäftigt, die sich unterteilen in 71 Mitarbeiter in Vollzeit- und 11 Mitarbeiter in Teilzeitanstellung und 2 Aushilfen.

Die Geschäftsleitung setzte sich aus den zwei Geschäftsführern Herrn Rolf Schramm und Herrn Florian Geisler zusammen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ereignet.

Lage

Ertragslage

Trotz eines negativen Ergebnisses nach Steuern in Höhe von TEUR -309 konnte ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis (TEUR -1.293) erreicht werden. Und somit der Trend aus den Jahren 2021 und 2022 beibehalten werden.

Im Bereich der realisierten Umsatzerlöse konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut ein Anstieg auf insgesamt TEUR 12.096 (ca. +29 %) verzeichnet werden. Diese Steigerung wurde unter anderem durch einen um TEUR 2.712 deutlich höheren Bestandsabbau realisiert. Dadurch ergab sich im Berichtsjahr eine um TEUR 1.210 verbesserte Gesamtleistung in Höhe von insgesamt TEUR 10.293 ergab.

Die oben beschriebene Verbesserung des Ergebnisses konnte auch durch eine deutliche Reduzierung im Bereich des Personalaufwands erreicht werden. Hier lag der Wert mit insgesamt TEUR 6.359 um TEUR 451 (ca. -7 %) unter dem Vorjahreswert. Dieser deutlich reduzierte Personalaufwand ist das Ergebnis der im Berichtsjahr weitergeführten Restrukturierung des Unternehmens.

Bei den Fremdleistungen kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Steigerung um ca. 92 % auf insgesamt TEUR 1.958.

Zu einem minimalen Rückgang kam es hingegen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese lagen mit insgesamt TEUR 2.096 um TEUR 289 unter dem Vorjahreswert.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen kam es erneut zu einem Rückgang um ca. -55 % auf insgesamt TEUR 170. Diese begründeten sich hauptsächlich durch den Wegfall der Kurzarbeit sowie der fehlenden Investitionszulagen bei der Neubeschaffung von PKW ab 2023.

Im Bereich der Abschreibungen kam es im Gegensatz zum Finanzergebnisses zu einer Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen lagen hierbei mit insgesamt TEUR 18 um ca. TEUR 6 unter dem Wert des Vorjahres, während sich das Finanzergebnis mit einem Verlust von insgesamt TEUR 204 im Vergleich zum Vorjahr um weitere TEUR 100 verschlechterte. Grund für diesen Anstieg ist die seit Beginn 2023 veränderte Zinssituation. Die zu erheblichen Mehrkosten führt.

Finanzlage

Aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen wird weiterhin ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.714 per 31.12.2023 ausgewiesen.

Relevante Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen weiterhin nicht, die gruppeninternen Finanzierungsverbindlichkeiten (inkl. aktivierter Zinsen) im Rahmen des Cash Managements im Laufe des Berichtsjahres um TEUR 710 auf TEUR 5.093 vermindert werden.

Die Schulz Engineering GmbH stellt somit weiterhin einen der Finanzierungsnehmer innerhalb des Cash Managements der gesamten Schulz Group dar.

Neue Leasingverpflichtungen wurden für IT-Ausrüstung mehrheitlich für Ersatzinvestitionen dergestalt vorgenommen, dass sich aus diesen Leasingverpflichtungen keine nennenswerten materiellen Mehrbelastungen für die Liquidität des Unternehmens ergeben. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt.

Zu einer Erhöhung kam es im Bereich der Rückstellungen. Diese veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19 auf insgesamt TEUR 304.

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen verringerten sich die Gesamtverbindlichkeiten im Berichtszeitraum um TEUR 761 (ca. 12 %) auf insgesamt TEUR 5.335.

Die Gesellschaft ist in das Cash Management und Cash Pooling der Schulz Group eingebunden. Die für den Betrieb erforderlichen Finanzmittel werden dadurch ausschließlich durch die Schulz Group bereitgestellt. Auf die Zusammenarbeit mit externen Finanzinstituten kann das Unternehmen daher verzichten. Dadurch konnte die Finanzierungssicherheit des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährleistet werden und auf dieses Modell wird die Geschäftsleitung auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 zurückgreifen.

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber Geschäftspartnern und Lieferanten wurden stets durch termingerechte Zahlung unter Ausnutzung der gebotenen Zahlungsziele, mitunter auch unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen, erfüllt.

Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug per 31.12.2023 ca. 0,5 % und ist damit weiterhin unwesentlich.

Grundsätzlich wird auch weiterhin insbesondere im Bereich der IT-Ausrüstung eine Cash Flow-schonende Leasing-Strategie verfolgt.

Neben einer erneuten Reduzierung der Vorräte an unfertigen Erzeugnissen / Leistungen stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Berichtsjahr um TEUR 770 auf insgesamt TEUR 1.824.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Bewertung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Umsetzung der Unternehmensstrategie liegt der Fokus insbesondere auf den nachfolgenden Kennzahlen:

Umsatz und Gesamtleistung:

Wie oben beschrieben, kam es im Bereich der realisierten Umsatzerlöse zu einer Steigerung um TEUR 2.711 (ca. +29 %) im Vergleich zum Vorjahr. In Verbindung mit einem deutlich erhöhten Bestandsabbau kam es im Bereich der Gesamtleistung zu einer Steigerung um ca. 13 % auf insgesamt TEUR 10.293.

Ergebnis nach Steuern:

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen im Berichtsjahr betrug das Ergebnis nach Steuern per 31.12.2023 TEUR -309 (TEUR -1.293).

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung und zur Lage der Gesellschaft

Die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft schätzt die Geschäftsleitung als nicht zufriedenstellend, derzeit aber nicht existenzbedrohend ein. Aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzten / begonnenen Maßnahmen sieht die Geschäftsleitung die allgemeine Geschäftsentwicklung als durchaus vielversprechend an.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Durch die beschriebenen effizienzsteigernden Maßnahmen und die weiter forcierte Diversifikation in neue Geschäftsfelder und Kunden will sich das Unternehmen gut und möglichst profitabel für die Zukunft aufstellen.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Umsätze und Gesamtleistung 2024 leicht über den Vorjahr liegt und das Gesamtergebnis leicht positiv ausfallen wird.

Risikobericht

Das Unternehmen ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Hierfür wurde sowohl auf Ebene der Einzelgesellschaft als auch auf Ebene der gesamten Schulz Group ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement für das Erkennen wesentlicher Risiken installiert. Wesentliche Bestandteile hiervon sind kontinuierlich auf Monatsbasis erstellte Berichte zur Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage unter Einbeziehung von Soll-Ist-Analysen sowie detaillierte Liquiditätsplanungen. Die Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt und zunehmend durch IT-Systeme unterstützt, um das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Durch das, bereits in 2016 eingeführte ERP-System "SAP-Bussines ByDesign" kann die qualitative und quantitative Optimierung des ganzheitlichen Controllings sichergestellt werden.

Die ambitionierten CO 2 - Vorgaben der EU-Kommission und der damit verbundene Zwang nach sauberer Antriebstechnik führt zu einer Vielzahl von neuen Fahrzeugprojekten und erfordert eine verstärkten Variantenvielfalt im Fahrzeugbau. Diesen Anforderungen gerecht zu werden ist mit einem erheblichen Aufwand im Karosseriebau verbunden. Gleichzeitig ist mit zunehmendem Konkurrenz- und Preisdruck aus China und USA zu rechnen. So hat beispielsweise der Volkswagenkonzern in China große und wichtige Marktanteile an BYD verloren und mit einem spürbaren Absatzdefizit zu kämpfen.

Aufgrund der aktuellen Finanzierungsstruktur des Unternehmens und insbesondere durch die Einbindung in das Cash Management der Schulz Group sind zum Berichtszeitpunkt keine existentiellen Liquiditätsrisiken erkennbar. Allerdings bleibt die genaue Betrachtung der Liquiditätsentwicklung ein wesentlicher Punkt im Rahmen der Unternehmenssteuerung.

Allgemeine Risiken gehen auch von den Finanzmärkten aus, vor allem aufgrund der anhaltend angespannten Verschuldungssituation vieler Länder und dem - immer noch hohem Zinsniveau.

Auch die weitreichenden politischen Krisen, insbesondere der derzeitigen Kriege in der Ukraine oder auch Israel können sich nach wie vor auf das Umfeld des Unternehmens auswirken. Auch eine Verschärfung des schwelenden Konflikts zwischen China und Taiwan stellt ein erhebliches Risiko für die gesamte Automobilindustrie dar.

In Bezug auf die Finanzierungskosten ist für 2024 mit einem gleichbleibend hohem Zinsniveau zu rechnen. Jedoch ist durch die Einbindung in die Gesamtfinanzierung der Schulz Group der Zugriff auf weiterhin ausreichende Mittel gesichert.

Alle der Geschäftsleitung bekannten operativen Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

Chancenbericht

Längerfristig gesehen kündigen sich im Automobilumfeld eine Vielzahl von neuen Fahrzeugen mit einer zunehmenden Antriebsvielfalt an - vom klassischen Verbrenner zu Gas-, Hybrid-, Elektro- und Wasserstoffantrieben. Trotz eines zunehmenden Aufwandes im Karosseriebau werden sich auch hier Chancen ergeben.

Darüber hinaus ist die Schulz Engineering GmbH immer tiefer im Bereich der Montageplanung für neue Antriebskonzepte involviert. Des Weiteren sieht die Geschäftsleitung gute Chancen, in andere Bereiche der Fabrik- und Produktionsplanung weiter einzutauchen und das Dienstleistungs- und Produktportfolio weiter zu festigen und ggf. sogar noch zu erweitern.

 

Ravensburg, den 30. August 2024

gez. Rolf Schramm

gez. Florian Geisler

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

SCHULZ ENGINEERING GMBH, RAVENSBURG

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 20.722,00 31.261,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.038,00 12.054,00
II. Sachanlagen 10.684,00 19.207,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.902.660,10 4.934.908,66
I. Vorräte 2.069.366,07 3.872.144,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.824.249,24 1.054.537,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.044,79 8.227,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.004,80 14.203,40
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.714.170,73 1.401.086,69
5.639.557,63 6.381.459,75

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Verlustvortrag -1.701.086,69 -404.834,17
III. Jahresfehlbetrag -313.084,04 -1.296.252,52
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.714.170,73 1.401.086,69
B. RÜCKSTELLUNGEN 304.079,33 285.292,58
C. VERBINDLICHKEITEN 5.335.478,30 6.096.167,17
5.639.557,63 6.381.459,75

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.368.530,61 8.030.242,44
2. Personalaufwand -6.359.268,71 -6.810.456,67
a) Löhne und Gehälter -5.130.679,39 -5.469.718,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.228.589,32 -1.340.738,65
3. Abschreibungen -18.034,98 -23.732,36
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.034,98 -23.732,36
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.096.115,59 -2.385.208,26
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.361,96 117,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -213.802,36 -104.142,24
7. Ergebnis nach Steuern -309.329,07 -1.293.179,76
8. Sonstige Steuern -3.754,97 -3.072,76
9. Jahresfehlbetrag -313.084,04 -1.296.252,52

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SCHULZ ENGINEERING GMBH, RAVENSBURG

Allgemeine Hinweise

Die Firma Schulz Engineering GmbH hat ihren Sitz in Ravensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm HRB 631798.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde bei den immateriellen Vermögensgegenständen mit 3 Jahren, bei der Büroausstattung zwischen 10 - 13 Jahren und bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 - 15 Jahren angesetzt.

In einem Wirtschaftsjahr angeschaffte oder hergestellte geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend den Regelungen nach § 6 Abs. 2 bzw. Abs. 2a EStG angesetzt. Dabei werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte beinhalten unfertige Leistungen. Sie werden zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 von Hundert der Nettokundenforderungen eingestellt worden.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern mit EUR 524.574,15 (Vj. EUR 61,94) enthalten.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4.841,63 (Vj EUR 175,41) enthalten.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag von EUR 1.970,00 (Vj. EUR 1.970,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2022 aufgrund des Ausweises eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von EUR 1.714.170,73 bilanziell überschuldet. Nach Ansicht der Geschäftsführung steht dieser Feststellung eine Fortführung des Unternehmens jedoch nicht entgegen, da die Zahlungsfähigkeit durch die Einbindung in das Cash Management der Gesellschafterin gesichert ist.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit EUR 5.155.881,76 (Vj. EUR 5.764.637,46) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 74.201,52 (Vj. EUR 95.138,92) enthalten.

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Verbindlichkeiten insgesamt Restlaufzeit
EUR bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (9.753,85) (9.753,85) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (178.550,37) (178.550,37) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (5.803.975,21) (803.975,21) (5.000.000,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten (103.887,74) (169.051,28) (0,00) (0,00)
(Summen Vorjahr) (6.096.167,17) (1.096.167,17) (5.000.000,00) (0,00)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 63.241,17 (Vj. EUR 77.929,14) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 9.686,45 (Vj. EUR 10.363,48) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Für Rahmenkreditverträge von TEUR 6.000 und für Avalkreditrahmen von TEUR 2.500 zu Gunsten der Firma Schulz Group GmbH in Ravensburg besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung gemeinschaftlich neben den weiteren Unternehmen der Gruppe.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.202, davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr TEUR 749.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erstattungen aus Kurzarbeitergeld in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 120.042,26) enthalten.

Personalaufwand

In den Löhnen und Gehältern sind Aufwendungen im Zuge der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 99.121,50) enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung von Herrn Dipl.-Ingenieur Rolf Schramm und Herrn Florian Geisler, Dipl.-Ingenieur (FH) geführt. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf die Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte Vollzeit 67
Angestellte Teilzeit 13
Auszubildende und Praktikanten (0)
80

Die Auszubildenden sind nur nachrichtlich genannt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den

Verlustvortrag EUR 1.701.086,69
Jahresfehlbetrag EUR ./.313.084,04
Bilanzverlust EUR 2.014.170,73

Bilanzverlust entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ravensburg, den 30. August 2024

gez. Rolf Schramm

gez. Florian Geisler

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schulz Engineering GmbH, Ravensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schulz Engineering GmbH, Ravensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schulz Engineering GmbH, Ravensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Friedrichshafen, 30. August 2024

ETL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Frank, Wirtschaftsprüfer

gez. Traub, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschaftersammlung am 29. November 2024 festgestellt

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