CeraCon GmbH
Talstraße 2, 97990 Weikersheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Falk Röhrle seit 19.2.2026 | Prokura |
Andreas Kreissl seit 8.11.2006 | Geschäftsführer |
Frank Dr. Kukla seit 8.11.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 6 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CeraCon GmbHWeikersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtGeschäftsgrundlage und UnternehmensstrukturDie CeraCon GmbH mit Sitz in Weikersheim wurde im Jahr 2000 als Engineering- und Maschinenbauunternehmen gegründet. Heute betreibt das Unternehmen mit derzeit rund 190 Mitarbeitern zwei Geschäftsbereiche an zwei Standorten.Den Kernbereich bildet der Vertrieb, die Konstruktion und die Herstellung von standardisierten und kundenspezifischen Anlagen. Der Bereich "Sealing systems" umfasst das Verarbeiten und Aufbringen geschäumter Dichtungen direkt am abzudichtenden Bauteil sowie die Entwicklung und Produktion der dafür notwendigen Kleb- und Dichtstoffe. Zum Bereich "Thermal systems" zählt das Wärmebehandeln und Puffern von Bauteilen in horizontaler und vertikaler Bauweise. Zudem werden im Lohnauftrag Kundenbauteile im eigenen Anlagenpark in Groß- und Kleinserien mit Dichtschaum versehen. Im Bereich Sealing ist CeraCon praktisch der einzige Komplettanbieter für 1-K-Systeme. CeraCon begleitet die internationalen Kunden durch Bemusterungen in der Anwendungstechnik, im Herstellen von Dichtungen in der Lohnfertigung - insbesondere im Rahmen von Anlaufkurven der Großserienkunden - bis hin zur Planung und Errichtung inklusiv der Inbetriebnahme von kompletten Maschinen und Anlagen für die Verarbeitung von 1-K-Polyurethanen. Der Service für vorbeugende Wartung und Instandhaltung - auch im Notfall - sowie die Ersatzteillieferung runden das Paket ab. Die Zielbranchen der zwei Geschäftsfelder sind im Bereich der Automobilindustrie und deren Zulieferer, der Elektrik- und Elektronikindustrie, der weißen Ware sowie der Medizintechnik zu finden. Das Unternehmen tätigte im Berichtsjahr ca. 36 % der Umsatzerlöse mit direktem Auslandsbezug. Tatsächlich ist die Internationalität höher, da das Unternehmen oft an deutsche Töchter weltumspannender Konzerne liefert und die Maschinen innerhalb des Konzerns später ins Ausland verlagert werden. Branchenspezifische RahmenbedingungenDas Info-Institut, München schreibt in seiner Herbstprognose 2022: "Nach einem kräftigen Jahresauftakt kühlt sich die deutsche Wirtschaft seit dem Sommer ab. Das Verarbeitende Gewerbe erfuhr im Sommer ebenfalls einen Dämpfer. Zum einen behindern anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten die Produktion. Zum anderen leidet die Nachfrage unter den hohen Preisen und der globalen Konjunkturabschwächung. Die rückläufigen Auftragseingänge dürften jedoch zu keinem nennenswerten Einbruch in der Produktion geführt haben, da die Auftragsbücher der Unternehmen immer noch weit überdurchschnittlich gut gefüllt sind. Wohl auch deshalb verschlechterte sich das Geschäftsklima in der Industrie und den industrienahen Dienstleistungsbereichen in den vergangenen Monaten nur geringfügig."Der Transformationsprozess in der Automotive-Industrie, dem Hauptabnehmer unserer Produkte und Leistungen, setzte sich auch im Berichtszeitraum fort. Der DIHK veröffentlicht dazu am 2.11.2022: "Der Umbruch in der Autoindustrie verschärft sich. Zu den Herausforderungen zählen nicht nur die sprunghaft gestiegenen Energiepreise, die 95 Prozent aller Betriebe im Kraftfahrzeugbau als ihr größtes Geschäftsrisiko nennen. Hinzu kommen eine zunehmend schwächelnde Inlandsnachfrage, fehlende Zukunftsperspektiven für den Verbrennungsmotor in Europa sowie sich verschärfende Finanzierungsprobleme." Der VDA hält in seinem Jahresbericht 2022 fest: "Das Zusammenkommen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine trifft die deutsche Automobilindustrie inmitten einer beispiellosen Transformation. Es ist ein Wandel, der bereits ohne die aktuellen Krisen großen Druck auf unsere Branche ausübt. Doch die deutsche Automobilindustrie ist Heimat hochinnovativer Unternehmen, die dieser schwierigen Lage gewachsen sind. Von den global aufgestellten Herstellern über den weltweit einmaligen Mittelstand bis hin zu den unzähligen kreativen Start-ups, alle Unternehmen in unserer Industrie leisten Großes." Gemäß der Entscheidung der CeraCon im Jahr 2020 die Mega-Trends des "Grünen Umbaus" und den Wandel im Energiesektor im Rahmen des "Green Deals" der EU wie e-Mobilität, Erneuerbare Energien, Brennstoffzellen und Energiesparen zu nutzen, sind diese Sektoren neben der allgemeinen Wirtschaftslage für die weitere Entwicklung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Die IHK Stuttgart hält in ihrem Außenwirtschaftsbericht vom Juli 2023 fest: "Die globale Zeitenwende zu einer grünen Industriepolitik ist in vollem Gange. Die größten Volkswirtschaften der Welt investieren massiv in saubere Technologien. Alle eint dabei der Wille, mehr im Kampf gegen die Klimakrise zu tun. Gleichzeitig soll der eigene Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft gemacht werden." Geschäftsverlauf - Umsatz und ErgebnisDas Geschäftsjahr war geprägt von einer positiven Entwicklung im Auftragseingang und einigen herausfordernden Clusterprojekten mit neuen Lösungen, die zu signifikanten Sonderaufwendungen führten. Dadurch konnte das Planergebnis nicht erreicht werden.Abgekoppelt von der Lage im VDMA und gestützt durch die vorher beschriebene Innovationskraft der Autoindustrie profitierte die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der CeraCon, so dass sich der Auftragseingang vom Beginn des Wirtschaftsjahres an über Plan entwickelte. Umsatz und Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022/23 lagen deutlich über dem Vorjahr und nahezu im Plan. Der Umsatz konnte im Wirtschaftsjahr 22/23 um 4,9 Mio. € (+30,6 %) auf 21,1 Mio. € gesteigert werden. Ähnliches gilt für die Gesamtleistung, die um 4,8 Mio. € zunahm. Der Umsatzanstieg ist überproportional auf den Geschäftsbereich Sealing Systems zurückzuführen. Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs (ohne Service und Ersatzteile) beträgt nun 32,6 % nach 28,0 % im Vorjahr. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde im zweiten Halbjahr erkennbar, dass es Probleme bei der Herstellung einiger großer Neu- und Sonderprojekte (Clusterprojekte) gibt und die betriebliche Leistung das Planniveau verfehlen wird. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr ist ganz wesentlich auf diese Projekte zurückzuführen. Erneut wurden nur für die Lohnfertigung einige Vorrichtungen als Eigenleistungen aktiviert werden. Entwicklungsleistungen für die Umsetzung einiger Clusterprojekte mit hohem Wiederholpotential wurden im vollen Umfang in den Kosten verkraftet. Der hohe Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende untermauert die Richtigkeit dieser Vorleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 178 T€ (Vj 1.262 T€) und waren von keinem nennenswerten Einzelfall beeinflusst. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Coronahilfen enthalten. Die Materialaufwandsquote mit 41,5 % (Vj 35,4 %) der Gesamtleistung lag deutlich über Planniveau, da einerseits kräftige Verteuerungen bei Vormaterialien und Bezugskosten zu verzeichnen waren und Leiharbeiter für die Projektumsetzung benötigt wurden. Die oben angesprochenen Clusterprojekte trugen ebenfalls zum überproportionalen Anstieg der Materialaufwendungen bei. Insgesamt entwickelte sich unser Rohergebnis von 12,3 Mio. € im Vorjahr auf 13,0 Mio. €. Der Personalkostenanteil an der Gesamtleistung verringerte sich auf 42,3 % (Vj 48,3 %) und lag damit voll im Plan. Absolut gesehen stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um knapp unter 1,0 Mio. €, was auf allgemeine Tariferhöhungen und den gestiegenen Personalstamm zurückzuführen ist. Zusätzlich wurde im vergangenen Geschäftsjahr Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden durch äußerst vorsichtige Ausgabenpolitik auf 3.166T€ (Vj. 2.815 T€) beschränkt, wobei der relative Anteil sich auf 14,3 % (Vj 16,4 %) verringerte. Die Abschreibungen in Höhe von rd. 634 T€ (Vj 668 T€) lagen leicht unter Vorjahresniveau. Dies alles führte zu einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von - 818 T€ (Vj + 10 T€), einem Betriebsergebnis von -51 T€ (Vj 577 T€) und einem EBITDA vor Sondereffekten von 744 (Vj 283 T€) und einer darauf bezogenen EBITDA-Quote von 3,4 % (Vj 17 %). InvestitionenDie wie in den Vorjahren zurückhaltende Investitionspolitik - unter der Abschreibung liegende Quote - wurde im Geschäftsjahr fortgesetzt. Es wurden 326 T€ (Vj 186 T€) investiert. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr um 19,8 % von 10,5 Mio. € auf 12,5 Mio. € und lag damit unter der Steigerungsrate der Gesamtleistung von 27,7 %. Die kurzfristigen Aktiva erhöhten sich um 31,1 % auf 10,2 Mio. €, während das langfristige Anlagevermögen um 13,0 % auf 2,3 Mio. € zurückging. Nennenswerte Veränderungen innerhalb des kurzfristigen Umlaufvermögens sind die Erhöhung der Vorräte vor Absetzung von erhaltenen Anzahlungen um 21,2 % auf 6,4 Mio. € und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 79,6 % auf 4,8 Mio. €. Dies spiegelt einerseits die gestiegene Leistung und andererseits die aufgrund der Lieferkettengefährdung mit dem Finanzpartnern abgestimmte Vorratshaltung sowie den starken Umsatz zum Geschäftsjahresende wider. Die Erhöhung der Vorräte wurde hierbei überwiegend über die Anforderung von Anzahlungszahlungen unserer Kunden finanziert. Die langfristigen Aktiva sanken um 13 % insbesondere durch die Abschreibungen bei den Entwicklungsprojekten (um 202 T€). Das ausgewiesene Eigenkapital sank um 817 T€ auf 873 T€ (Vj 1.690 T€). Zusammen mit den langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten stiller Gesellschaften beträgt die Summe des wirtschaftlichen Eigenkapitals 2.361 T€ (Vj. T€ 2.690). Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals beträgt 18,8 % (Vj. 25,7 %). Da sich im dritten Quartal des Wirtschaftsjahres abzeichnete, dass das Planergebnis wegen der vorher genannten Sonderaufwendungen für die Clusterprojekte nicht erreicht werden konnte, wurde mit den Banken über die Verlängerung des Sanierungszeitraumes gesprochen. Als erster Schritt wurde im März 23 zunächst eine Stillhaltevereinbarung befristet bis zum 30.6.2023 mit den Finanzpartnern abgeschlossen und parallel dazu mit der Unternehmensberatung MPower eine Aktualisierung des Sanierungsgutachtens erarbeitet, das am 16.5.23 dem Bankenkreis erläutert wurde. Aufgrund der positiven Fortführungsprognose des Gutachtens wurde am 17. Juli 23 schließlich mit den Hausbanken ein Nachtrag zur Sanierungsvereinbarung vom 22.7.2020 unterzeichnet, der einerseits die Finanzierung bis zum 31.12.2025 sichert und anderseits zum Teil neu strukturiert wurde. Die im September 2020 mit den Hausbanken abgeschlossene Sanierungsfinanzierung über insgesamt 8.450 T€ mit einer Laufzeit bis 31.12.2023 wurde im September 2023 bis zum 31.12.2025 verlängert. Der in dem Finanzierungsrahmen enthaltene Sanierungskredit in Höhe von 950 T€ soll dabei bis zum 30.06.2025 getilgt werden. Aus dem Free Cashflow überschüssiges Guthaben können in Form von Sondertilgungen auf das Umschuldungsdarlehen genutzt werden. Weiterhin stellen uns die Banken einen Avalrahmen in Höhe von 1.300 T€ zur Verfügung, der durch ein Aval-Limit einer Versicherungsgesellschaft in Höhe von 2.000 T€ ergänzt wird. Zusätzlich konnte im Geschäftsjahr eine weitere Versicherungsgesellschaft gewonnen werden, die einen weiteren Avalrahmen in Höhe von 1.000 T€ zur Verfügung stellt. Für die oben genannten Kredite gibt es planmäßige Tilgungsvereinbarungen. Die Verzinsung der neuen Kredite und Kontokorrentlinien ist variabel und beträgt zurzeit zwischen 6,0 % und 11,0 % p.a. Wir waren trotz der angesprochenen Herausforderungen im Berichtsjahr in der Lage, unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete unsere Gesellschaft einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -662 T€ nach 154 T€ im Vorjahr. MitarbeiterAm 30.06.2023 lag die Zahl der Beschäftigten der CeraCon GmbH bei 188 (Vj 177), dies sind 6,2% mehr als im Vorjahr. Die Gesamtleistung je Anwesenheitsstunde konnte von 76 € im Vorjahr auf 94 € gesteigert werden. Dies entspricht einer Leistungssteigerung von 23,7% im Vergleich zum Vorjahr. Im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir eine weitere Steigerung dieser Kennziffer zur Messung der Gesamtleistung.Ende Oktober 2022 hat sich Erich A. Krämer aus der Geschäftsführung zurückgezogen und unterstützt die CeraCon GmbH seitdem beratend, um bis zum geplanten Ruhestand einen Wissenstransfer sicherzustellen. Anfang Juni 2023 wurden die Bereichsleiter aus den Bereichen Technik und Vertrieb sowie aus dem kaufmännischen Bereich zu Prokuristen der CeraCon GmbH berufen. Mit diesem Schritt setzt die Geschäftsführung ein Zeichen, um diese Leitungspositionen langfristig zu sichern und die Handlungsfähigkeit der Bereichsleiterebene weiter zu stärken. Schon seit dem 1. Juli 2022 wurde die Unternehmensorganisation auf diese Veränderungen vorbereitet und weiterentwickelt: Operative Aufgaben aus den verschiedenen internen Unternehmensbereichen, die vorher noch von der Geschäftsführung selbst durchgeführt wurden, werden seitdem durch die neu eingeführte Bereichsleitung übernommen. Durch die Umverteilung der Aufgaben ist eine klare Verantwortlichkeit gewährleistet und die CeraCon GmbH für das anstehende Wachstum gerüstet. Die Gesellschafter Dr. Frank Kukla und Andreas S. Kreissl verbleiben in der Geschäftsführung und werden das Unternehmen zusammen mit den Bereichsleitern weiterführen. Forschung und EntwicklungAls Sondermaschinenhersteller in der Nische bieten wir keine Lösungen von der Stange an. Um unserem Leitsatz "CeraCon - exceeding the standards" gerecht zu werden, legen wir ein hohes Augenmerk auf Forschung und Entwicklung. Nur so können wir uns vom Wettbewerb absetzen und unseren Kunden optimale Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ihre Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen. Um bei aller Individualität unserer Anlagen dennoch Skalenvorteile in Einkauf und Fertigung zu erzielen und schnell auf Wünsche unserer Kunden reagieren zu können, entwickeln wir standardisierte Teilkomponenten in Modulen und verbessern unsere Verfahrenstechnik immer weiter. Die inzwischen erzielten Resultate aus den Entwicklungsprojekten der Vorjahre erschließen CeraCon neue Ansätze für das Service- und Ersatzteilgeschäft mit höheren Deckungsbeiträgen als im reinen Anlagenverkauf. Im Geschäftsjahr 2022/23 belief sich der gesamte Aufwand für Forschung und Entwicklung auf ca. EUR 0,6 Mio., die vollständig im Aufwand gebucht wurden. Der hohe Anteil an Projekten für zukunftsweisenden Technologien wie Brennstoffzelle, e-Mobilität, Leistungselektronik etc. im aktuellen Auftragsbestand von 15,1 Mio. € unterstreicht die gute Positionierung von CeraCon. Chancen- und RisikoberichtCeraCon hat in den letzten Jahren gezielt an der Verbreiterung der Abnehmerbranchen gearbeitet. So konnte der Anteil der Automotive Branche von früher 70 % am Umsatz auf aktuell 51 % gesenkt werden. Im Gegenzug wurde die Elektronikbranche erheblich ausgebaut, die jetzt einen Anteil von 26 % hat.Der Automotive-Sektor ist geprägt vom Transformationsprozess - weg von Verbrennungsmotoren und hin zu e-Mobilität - und schwächelnder Nachfrage. Daher investiert die Automotive-Branche in dieser Situation vorsichtiger und realisiert i. d. R. nur solche Vorhaben, die den Transformationsprozess unterstützen und damit die Zukunft sichern. Genau für diese nachhaltige Nachfrage hat CeraCon entsprechende Lösungen in seinem Portfolio. Die Erzeugung erneuerbarer Energie und der Ausbau der E-Mobilität sind nur mit entsprechenden Halbleitern und den dazugehörigen Elektroniken möglich. Auf diese Anwendungen hat CeraCon seit 2020 sein Angebot ausgerichtet. Die jüngsten Erfolge schlagen sich im hohen Anteil am Auftragsbestand und auftragsnahen Projekten nieder. Im ursprünglichen Sanierungsgutachten und dessen Aktualisierung wurden in Zusammenarbeit mit einer renommierten Beratungsgesellschaft und den finanzierenden Banken zahlreiche Maßnahmen zur Sanierung festgelegt, deren Umsetzung Grundlage für die weitere Finanzierung waren. Viele Maßnahmen haben wir umgesetzt. Teilweise führten die Maßnahmen zunächst zu Aufwendungen, die sich in Folgeperioden positiv bemerkbar machen werden. Beispielsweise haben wir im Berichtsjahr die zweite Führungsebene sowie Fachkräfte in Konstruktion und Technik weiter verstärkt sowie den Projektprozess neu organisiert. Dadurch werden sich voraussichtlich Fehleinschätzungen deutlich verringern und deutliche Vorteile im Betriebsablauf in den Folgejahren ergeben. Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen grundsätzlich einem allgemeinen Ausfallrisiko. Sich abzeichnende Risiken wurden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Wir erwarten, wie auch in der Vergangenheit, keine nennenswerten Forderungsausfälle. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes waren die am Stichtag bestehenden Forderungen zum Großteil beglichen. Unsere Gesellschaft unterliegt einem grundsätzlichen Gewährleistungsrisiko. Dem begegnen wir dadurch, dass wir uns zur größtmöglichen Qualität unserer Arbeit verpflichtet haben. Wir verfügen über langjährige Erfahrung als Lieferant der Elektronik- und Automobilzuliefer-Industrie und sind zertifiziert nach ISO 9001:2015. Dem dennoch nie auszuschließenden verbleibenden Restrisiko sind wir durch angemessene Rückstellungen begegnet. Wir sind im Anlagenbau tätig. Unsere Umsätze bestehen daher zu einem großen Teil aus großen Einzelaufträgen, bei denen die Gewinnrealisierung erst mit Abnahme der Maschinen eintritt. Sollten sich einzelne Abnahmen durch Faktoren, die wir nicht zu vertreten haben, in spätere Perioden verschieben, kann dies gleichwohl unser Ergebnis spürbar negativ beeinflussen. Bei diesen Effekten handelt es sich nur um Ergebnisverschiebungen in spätere Perioden. Gleichwohl hängen an der Abnahme auch Zahlungsziele unserer Kunden, so dass sich auch Liquiditätsverschiebungen ergeben können. Unsere Projekte im Sondermaschinenbau sind grundsätzlich herausfordernd, so dass sich im Zeitraum der Auftragsabwicklung Risiken offenbaren können, die bei Auftragsannahme nicht erkannt waren und die ebenfalls unser Ergebnis belasten können. Aus den Erfahrungen mit den im Geschäftsverlauf 2022/23 aufgetretenen Problemen bei den in der Kommentierung des Geschäftsverlaufs genannten Clusterprojekten haben wir die nötigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, die eine bessere Risikovorsorge ermöglichen. Zudem haben die Erfahrungen aus den genannten Projekten auch zu einem gestiegenen Erfahrungsschatz geführt, der in zukünftigen Projekten gewinnbringend angewendet werden kann. Die aktuelle Situation auf den Beschaffungsmärkten ist immer noch von Preiserhöhungen und oftmals niedriger Verfügbarkeit bei fast allen elektrischen Vormaterialien geprägt. Hinzu kommt ein Anstieg der Transportkosten. Da wir häufig durch Nominierungsverträge an feste Verkaufspreise gebunden sind, die auch durch Preisgleitklauseln die ansteigenden Beschaffungskosten nicht vollständig abdecken können, könnte dies unsere Materialaufwandsquote negativ beeinflussen. Die immer noch niedrige Verfügbarkeit von elektrischen Baugruppen kann zu Verzögerungen im Produktionsverlauf führen und so unsere Liquidität belasten. Unsere Kunden, insbesondere in der Automobilindustrie, könnten durch die schwere Verfügbarkeit insbesondere im Halbleiterbereich gezwungen sein, ihre Produktion zu verlangsamen oder zu verschieben. Dies kann insbesondere für Folgeaufträge zur Erweiterung der Produktion nach SOP-Verschiebungen bedeuten, so dass unsere Aufträge sich ins spätere Geschäftsjahr verschieben könnten. Dies könnte unsere Entwicklung beeinträchtigen. Ein wesentlicher Teil unseres Umlaufvermögens ist durch kurzfristige, variabel verzinsliche Geldmarktdarlehen und Kontokorrentkredite finanziert. Die Finanzierung unterliegt somit einem Zinsänderungsrisiko, das das Unternehmensergebnis belasten könnte. Der vereinbarte Kreditrahmen erscheint aus heutiger Sicht ausreichend, unser Geschäft bis Mitte/Ende 2025 zu sichern, da er auf den "worst case" des aktualisierten Sanierungsgutachtens abgestellt wurde. Die in der Planung verwendeten Szenarien wurden die derzeitigen bzw. weiterhin absehbaren relevanten Rahmenbedingungen berücksichtigt. Darüberhinausgehende volkswirtschaftliche Verwerfungen, wie z.B. extreme Auswirkungen eines nochmals eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Verschärfung des Ukrainekriegs und der Energiekrise, eventuelle negative Auswirkungen aus den kriegerischen Handlungen in Israel oder ein nochmaliger Ausbruch der Covid-19-Pandemie sind in der Planung nicht berücksichtigt. Sollten sich entgegen unserer mehrstufigen Planungen zusätzliche ungeplante Liquiditätsbelastungen durch exogene Faktoren beeinträchtigt werden, wären erhebliche Liquiditätsrisiken zu erwarten, die durch die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bestehende Finanzierung nicht abgedeckt sein könnten. Dies würde unsere Entwicklung beeinträchtigen oder sogar den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die räumliche Lage unserer Gesellschaft kann ein Risiko für unser zukünftiges Wachstum bedeuten. Wir bieten höchst interessante und herausfordernde Arbeitsplätze. Um unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen, bieten wir flexible Arbeitszeitgestaltung, mobiles Arbeiten, ein gutes, kollegiales Arbeitsumfeld und umfangreiche Sozialleistungen. Zusätzlich bauen wir ein Netz von strategischen Partnern auf, um Arbeitsspitzen abzufangen. Des Vertriebserfolge in der Akquisition seit 2022 unterstreichen die Richtigkeit der Fokussierung, die 2020 beschlossen wurde. Daher erwarten wir trotz unsicherem Umfeld eine nachhaltige Nachfrage nach unseren Leistungen. Chancenseitig erwarten wir insbesondere im Bereich Thermal systems, dass unsere in den Vorjahren geleisteten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowohl umsatzseitig als auch auf der Kostenseite Vorteile bringen und das Ergebnis der Gesellschaft positiv beeinflussen werden. Ähnliches gilt für unsere neue, selbst entwickelte 1-K-Technologie im Bereich Sealing systems. Wir sind in unseren Marktsegmenten gut positioniert und schauen verhalten optimistisch in die Zukunft. Prognose der GeschäftsentwicklungCeraCon - exceeding the standards oder "Wir fangen da an, wo andere aufhören."Gemäß der von uns im Jahr 2020 aktualisierten Strategie wollen wir uns ganz bewusst fokussieren und mit intelligenter Kombination von standardisierten Modulsystemen unseren Kunden individuelle Lösungen anbieten. Wenn der Kunde "von der Stange" kaufen kann, dann kann er immer ein Wettbewerbsprodukt mit einem billigeren Preis finden. Sobald er aber besondere individuelle Anforderungen hat, die entsprechende angepasste Anlagen benötigen, wenn er also den Standard verlässt, dann kann sich CeraCon mit seinen Maschinen und Anlagen gut positionieren. Damit wollen wir uns einerseits dem im unteren Segment und mittlerem Segment immer stärker werdenden Wettbewerb (vor allem aus Mittel- und Osteuropa sowie Asien) entziehen und andererseits dem Fachkräftemangel begegnen, in dem wir unsere guten aus- und fortgebildeten Mitarbeiter konzentriert einsetzen. Dies sichert langfristig die Ertragskraft und die Unabhängigkeit von CeraCon. Die Durchsetzung dieser Strategie wird unterstützt durch ein im letzten Geschäftsjahr deutlich angewachsenes Projektvolumen (Vertriebspipeline). Das höhere Anfragevolumen ermöglich uns, selektiver im Vertriebsprozess vorzugehen. Wir gehen weiterhin von einem konstant hohen Projektvolumen aus, da der Investitionsbedarf bei Projekten in den Branchen E-Mobilität, autonomes Fahren und alternative Energiegewinnung ungetrübt und weiter anwachsend ist. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen hinsichtlich Portfolioangebot, Innovationen, Vertriebs- und Marketing haben wir einerseits die internen Prozesse verschlankt und auf den Leistungsprozess ausgerichtet und andererseits unsere Marktposition gestärkt. Der aktuelle Status der Maßnahmen macht das deutlich und wird vom Banken-Lenkungsausschuss positiv anerkannt. Der derzeit hohe Auftragsbestand und die Ausweitung der Vertriebspipeline in den letzten 12 Monaten um 55 % auf jetzt 76,5 Mio. € erleichtert uns die Vorauswahl von Aufträgen insbesondere unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und hilft uns Altlasten aus der Zeit der schwachen Nachfrage zu überwinden. CeraCon ist in den Zukunftstechnologien bestens positioniert. Durch diese gewonnenen Pilot- bzw. Clusterprojekte können wir mit Folgeaufträgen in der Triade rechnen. Um auch räumlich mit dem geplanten Wachstum Schritt zu halten, haben wir in unmittelbarer räumlicher Nähe zu unserem Hauptsitz eine neue Immobilie angemietet, und so die Produktionsfläche- und Lagerflächen noch einmal um rund 1/3 erweitert. Wir sind für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut aufgestellt und erwarten ein positives Wachstum von CeraCon. Der vereinbarte Kreditrahmen und der Beteiligungsfonds erscheint aus heutiger Sicht ausreichend, unser Geschäft bis Mitte 2024 zu sichern, da er auf den "worst case" des aktualisierten Sanierungsgutachtens abgestellt wurde. Der derzeitige Auftragsbestand von 15,1 Mio. € (Vj 13,2 Mio. €) für reinen Neumaschinenumsatz erreicht bereits jetzt fast den geplanten Maschinenumsatz im Geschäftsjahr 2023/24 und das hohe Neuprojektvolumen stimmen uns zuversichtlich, die Kernziele für 2023/24 zu erreichen und gestärkt ins Folgejahr zu starten. CeraCon erwartet im gerade zu Ende gegangenen ersten Quartal 2023/24 ein EBITDA auf Planniveau. In Verbindung mit dem hohen Auftragsbestand gehen wir davon aus, den Management Case weiter aufrecht erhalten zu können. Der mit der Unternehmensberatung abgestimmte und dem Bankenkreis vorgestellte Plan für 2023/24, weist im Management Case-Szenario ein positives EBITDA zwischen 1,7 und 2,4 Mio. € T€ aus.
Weikersheim, den 27. Oktober 2023 gez. Dr. Frank Kukla, Geschäftsführer gez. Andreas S. Kreissl, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie CeraCon GmbH hat ihren Sitz in Weikersheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 680741 eingetragen. 2. Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse größerer Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden oder deren Änderung nachfolgend erläutert. Die ausgewiesenen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beziehen sich auf im Geschäftsjahr 2017/18 abgeschlossene Entwicklungsprojekte. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr der Fertigstellung wurden die Abschreibungen monatsgenau vorgenommen (pro rata temporis). Die Nutzungsdauer der fertigen Entwicklungen wird mit zehn Jahren geschätzt. Die im Berichtsjahr getätigten Entwicklungsleistungen betreffen Projekte mit nicht vergleichbaren Nutzungsbereichen und Funktionen. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde nicht in Anspruch genommen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer zwischen einem und acht Jahren unterstellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung werden die Abschreibungen monatsgenau vorgenommen (pro rata temporis). Das steuerrechtliche Wahlrecht, geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr ihres Zugangs vollständig abzuschreiben, wird in den jeweiligen steuerrechtlichen Grenzen auch handelsrechtlich ausgeübt, soweit dies nicht zu unzutreffenden Ergebnissen führt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die grundsätzlich dem Nennwert entsprechen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung erfolgt zu gewogenen Einstandspreisen, wenn nicht niedrigere Stichtagspreise vorliegen. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vom Wahlrecht der Berücksichtigung weiterer Gemeinkosten gem. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB in angemessenem Umfang wird Gebrauch gemacht, während Fremdkapitalzinsen nicht in die Bewertung mit einbezogen werden. Von dem Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird Gebrauch gemacht. Ihr Ansatz erfolgt zum Nennwert. Insgesamt wurden EUR 2.172.832,31 (Vj. EUR 1.202.670,34) erhaltene Anzahlungen abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände und der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert ausgewiesen, falls keine Wertberichtigung vorgenommen werden musste. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit langfristiger Rückstellungen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Bewertung der latenten Steuern liegt ein pauschaler Steuersatz von 30,00% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde. 4. Erläuterungen zur Bilanz4.1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt. 4.2. Sonstige VermögensgegenständeInnerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 70.955,50 (Vj. EUR 0,00) ausgewiesen. 4.3. EigenkapitalIm Bilanzverlust zum 30.06.2023 ist ein Verlustvortrag in Höhe des Bilanzverlustes des Vorjahres enthalten. Im September 2021 wurde zusammen mit dem Beteiligungsfonds Baden-Württemberg eine Rekapitalisierungsmaßnahme in Höhe von EUR 2,5 Mio. abgeschlossen, welche zur Stärkung des Eigenkapitals um diesen Betrag geführt hat. Hierzu wurde ein separater Posten im Eigenkapital gebildet. 4.4. VerbindlichkeitenIn den Gesamtverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit EUR 7.200.000,00 (Vj. EUR 5.050.000,00) enthalten. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 60.303,46 (Vj. EUR 0,00). Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit EUR 116.624,84 (Vj. EUR 76.531,43) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 340,12 (Vj. EUR 1.814,07) in den Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen EUR 7.284.690,05 (Vj. EUR 4.133.818,10). Hiervon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 4.845.000,00 (Vj. EUR 2.150.000,00). Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Sicherungsübereignung des Inventars, des Warenlagers, Globalzession aller Forderungen gegen Kunden und persönliche Bürgschaften von Gesellschaftern sowie Mithaftung assoziierter Unternehmen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche (ggf. verlängerte) Eigentumsvorbehalte gesichert. 4.5. Passive latente SteuernPassive latente Steuern wurden im Geschäftsjahr für den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gebildet. Die zum Bilanzstichtag vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern maximal bis zur Höhe der passiven latenten Steuern angesetzt, so dass sich im Berichtsjahr ein saldierter Ausweis aus aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 0,00 ergibt. Die Salden der latenten Steuern entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
4.6. HaftungsverhältnisseEs bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus Bürgschaften für Verbindlichkeiten Dritter in Höhe von EUR 5.900.000,00. Diese entfallen auf ein nahestehendes Unternehmen und betreffen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der langfristig angemieteten Gewerbeimmobilie in Weikersheim. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus den oben genannten Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als sehr gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 4.7. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft hat ihre wesentlichen Produktions- und Verwaltungsgebäude von Dritten angemietet. Die Jahresmiete beträgt zusammen TEUR 597. Die Gesellschaft kann sich den resultierenden Zahlungsverpflichtungen bis auf weiteres rechtlich oder faktisch nicht entziehen. Darüber hinaus resultieren aus Leasingverträgen bis auf weiteres jährliche Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von rund TEUR 290. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung5.1. PersonalaufwandVon den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen EUR 277.400,67 (Vj. TEUR 293) auf Altersversorgung. Die über das Kurzarbeitergeld erstatteten Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 261,57 (Vj. TEUR 38) wurden mit sozialen Aufwendungen verrechnet. 5.2. Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 59,00 (Vj. EUR 73,00) enthalten. 5.3. Aufwand aus TeilgewinnabführungsvertragDer Aufwand aus Teilgewinnabführungsverträgen bezieht sich auf die Vergütung für die Überlassung der stillen Vermögenseinlage im Eigenkapital. 6. Sonstige Angaben und Erläuterungen6.1. Anzahl der Arbeitnehmer
6.2. Organe der GesellschaftDie Geschäftsführung der Gesellschaft oblag im Berichtsjahr: Erich A. Krämer (Technik und Entwicklung Thermal systems) (bis 30.11.2022) Dr. Frank Kukla (Technik und Entwicklung Sealing systems) Andreas S. Kreissl (Vertrieb, Marketing und Finanzen) 6.3. Organbezüge und ErgebnisverwendungBezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 6.4. Ausschüttungsgesperrte BeträgeFolgende Beträge sind zum Abschlussstichtag gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die Ausschüttung gesperrt.
6.5. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas aufgeschlüsselte Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB auf schriftliche Anforderung übermittelt. 6.6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagNach dem Stichtag wurden unsere Darlehensverträge unter Anpassung der Konditionen verlängert. Mit einem stillen Gesellschafter wurde ebenfalls eine Verlängerung des Engagements vereinbart. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres liegen darüber hinaus nicht vor. 6.7. ErgebnisverwendungsvorschlagDer ausgewiesene Jahresfehlbetrag wird, wie in der Verlängerung der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt, zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Weikersheim, den 27. Oktober 2023 gez. Dr. Frank Kukla, Geschäftsführer gez. Andreas S. Kreissl, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.01.2024 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von dem von uns beauftragten Wirtschaftsprüfer der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CeraCon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CeraCon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CeraCon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, den 13. November 2023 PKF
Issing Faulhaber Wozar Altenbeck Treuhand Verwaltungs
GmbH
gez. Jochen Reichert, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und Lageberichts zum 30. Juni 2023 in einer von der von uns bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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