Enterprise Investing GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arnulf Johannes Julian Erbe seit 13.6.2025 | Prokura |
Niels Rähse seit 23.6.2021 | Prokura |
Rüdiger Sander seit 23.6.2021 | Prokura |
Gunnar Siemon seit 26.2.2019 | Geschäftsführer |
Johannes Rohlmann seit 26.2.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siemon GmbHIbbenbürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Lagebericht 2023/2024I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Vermögens- und Finanzlage c) finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren d) Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unsere Gesellschaft, die Siemon GmbH (kurz: Autohaus SIEMON), ist im Handel mit Neuwagen der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda und Hyundai, sowie Jungwagen, Jahreswagen und Gebrauchtwagen aller Marken tätig. Neben unserer Hauptniederlassung in Ibbenbüren werden 5 weitere Niederlassungen betrieben. An unseren Standorten führen wir einen Werkstattservice für die Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda, Hyundai und Audi durch. In der hauseigenen Karosseriemanufaktur setzen wir Fahrzeuge nach Herstellervorgaben instand. 2. Forschung und Entwicklung Als Handelsunternehmen sind wir nicht im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. Im Vordergrund steht die laufende Optimierung sämtlicher Prozesse in unseren Tätigkeitsfeldern. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Kalenderjahr 2023 von einer leichten Rezession geprägt (preisbereinigtes BIP -0,3 ?% gegenüber Vorjahr), bedingt durch hohe Energie- und Verbraucherpreise sowie eine sinkende Konsum- und Investitionsneigung im privaten und gewerblichen Bereich. Dieses verhaltene konjunkturelle Umfeld setzte sich auch 2024 fort. Die Inflationsrate hat sich gegenüber den Vorjahren wieder reduziert und lag 2024 bei +2,2 %. Zum Jahresende stieg die Inflationsrate jedoch wieder an. Die Zinsentwicklung verharrte auf historisch hohem Niveau, was insbesondere investitionsintensive Branchen belastete. Dennoch zeigte sich der deutsche Automobilmarkt robust: Nach einem deutlichen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen um +7,3 ?% auf 2,84 ?Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023 stagnierte das Zulassungsvolumen 2024 mit rund 2,82 ?Mio. Neuwagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Antriebsstruktur verschob sich dabei merklich: Während Hybridfahrzeuge deutlich zulegten, brachen die Neuzulassungen reiner Elektro-Pkw infolge gekürzter Förderprämien um 27 ?% ein. Ungeachtet dessen blieb die von uns vertretene Marke koda stärkste Importmarke, und Volkswagen konnte seinen Marktanteil 2024 mit 19,1 ?% leicht ausbauen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und die weitgehende Überwindung früherer Lieferengpässe prägten im Berichtszeitraum das Branchenumfeld maßgeblich. Das Werkstattgeschäft bleibt auf dem gegenüber den Vorjahren gesteigerten Niveau weiterhin gut. Neben den herkömmlichen Wartungs- und Verschleißreparaturen, erfordern moderne Elektrofahrzeuge komplexe Arbeiten rund um technische Defekte, Rückruf-Aktionen und Software-Problemen. Diese Arbeitsfelder werden die Auslastung der Werkstätten langfristig sichern. 2. Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund der branchenbezogenen Rahmenbedingungen verlief der Geschäftsverlauf der Siemon GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 sehr dynamisch. Die Gesellschaft erzielte mit 123,75 Mio. EUR Umsatzerlösen einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 88,94 Mio. EUR), was einer Steigerung von rund 39 % entspricht. Diese außergewöhnliche Umsatzentwicklung resultierte vor allem aus dem Abbau der im Vorjahr noch bestehenden Lieferrestriktionen und einer anhaltend starken Nachfrage in nahezu allen Geschäftsbereichen. Insbesondere der Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen konnte deutlich ausgeweitet werden, begünstigt durch verbesserte Fahrzeugverfügbarkeiten und attraktive Modellpaletten. Auch das Werkstatt- und Servicegeschäft entwickelte sich auf hohem Niveau stabil weiter. Insgesamt konnten die vereinbarten Vertriebs- und Serviceziele erneut gut erreicht bzw. übertroffen werden. Trotz des starken Umsatzwachstums trübten sich die Ergebniskennzahlen im Berichtsjahr etwas ein. Die gestiegenen Beschaffungs- und Finanzierungskosten führten zu einem Rückgang der Ertragsmargen. Angesichts der soliden Kapitalausstattung und breiten Aufstellung der Gesellschaft wird die wirtschaftliche Lage der Siemon GmbH jedoch weiterhin als stabil und zufriedenstellend beurteilt. Das Unternehmen verfügt über eine gesunde Eigenkapitalbasis und eine starke Marktposition in mehreren Marken, sodass die Gesamtlage trotz Ergebnisrückgang als tragfähig einzustufen ist. 3. Lage a) Ertragslage Die Ertragsentwicklung war im Geschäftsjahr 2023/2024 durch einen starken Wachstumseffekt und zugleich durch Margendruck gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse stiegen, wie erwähnt, um 39 % auf 123,75 Mio. EUR. Dem stand ein überproportionaler Anstieg des Materialaufwands auf 104,37 Mio. EUR gegenüber (Vorjahr 70,77 Mio. EUR), wodurch sich die Rohgewinnmarge infolge veränderter Produkt- und Modellmixes deutlich verringerte. Der Personalaufwand erhöhte sich moderat um 8,8 % auf 10,91 Mio. EUR (Vorjahr 10,02 Mio. EUR). Darin spiegeln sich tarifbedingte Gehaltsanpassungen und gezielte Personalverstärkungen wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Zuge allgemeiner Preissteigerungen ebenfalls zu (u. a. höhere Raum- und Energiekosten, Marketingaufwendungen). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte trotz des deutlich gestiegenen Umsatzvolumens nicht an das Vorjahr anknüpfen. Insbesondere der Finanzaufwand belastete das Jahresergebnis deutlich: Die Zinsaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr auf 0,43 Mio. EUR und haben sich damit fast verdreifacht (Vorjahr 0,16 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist vor allem auf das stark gestiegene Marktzinsniveau sowie den erhöhten Kreditbedarf zur Warenfinanzierung zurückzuführen. Infolge des gesunkenen Ergebnisses verringerte sich auch der Steueraufwand auf 0,41 Mio. EUR (Vorjahr 0,68 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss 2023/2024 beträgt 0,76 Mio. EUR und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,43 Mio. EUR. Dies entspricht einer Nettoumsatzrendite von rund 0,6 % (Vorjahr 1,6 %). Der ausgewiesene Bilanzgewinn zum 30.06.2024 beträgt 6,582 Mio. EUR (Vorjahr 5,823 Mio. EUR), da der Jahresüberschuss vollständig im Unternehmen verblieb und auf neue Rechnung vorgetragen wurde. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30.06.2024 um rund 11,6 % auf 34,567 Mio. EUR. Auf der Aktivseite ist diese Ausweitung vor allem dem Umlaufvermögen geschuldet. So wuchsen die Vorräte (vornehmlich Fahrzeugbestände) auf 23,11 Mio. EUR an (Vorjahr 21,25 Mio. EUR). Nach Verrechnung erhaltener Kundenanzahlungen ergibt sich ein Vorratsbestand von 22,33 Mio. EUR (Vorjahr 20,67 Mio. EUR). Dieser Bestandsaufbau spiegelt die verbesserte Lieferfähigkeit wider und dient der optimalen Marktabdeckung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens ebenfalls deutlich auf insgesamt 7,36 Mio. EUR (Vorjahr 5,83 Mio. EUR). Dem stand ein geringer Liquiditätsbestand von 0,06 Mio. EUR gegenüber (Vorjahr 0,14 Mio. EUR), da überschüssige Zahlungsmittel gezielt in das Umlaufvermögen (Warenlager) investiert wurden. Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital durch Gewinnthesaurierung weiter gestärkt. Bei einem unveränderten Stammkapital von 1,0 Mio. EUR und Kapitalrücklagen von 1,0 Mio. EUR erhöhte sich der Bilanzgewinn auf 6,582 Mio. EUR, sodass sich zum Stichtag ein Eigenkapital von insgesamt 8,582 Mio. EUR ergibt. Die Eigenkapitalquote liegt mit etwa 24,8 % in etwa auf Vorjahresniveau (25,2 %) und spiegelt die nach wie vor solide Kapitalausstattung der Gesellschaft wider. Die Fremdfinanzierung stieg im Zuge der Bilanzverlängerung planmäßig an: Insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich auf 19,705 Mio. EUR (Vorjahr 16,275 Mio. EUR). Diese Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der höheren Lagerfinanzierung und der Zwischenfinanzierung von Investitionen. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich hingegen auf 3,97 Mio. EUR (Vorjahr 5,03 Mio. EUR) und lagen damit niedriger als im Vorjahr, was unter anderem auf abgebaute Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die Liquiditätslage der Siemon GmbH ist weiterhin als gesichert anzusehen. Trotz des geringen Bestands an liquiden Mitteln zum Abschlussstichtag standen der Gesellschaft während des gesamten Jahres ausreichende Kreditlinien und liquide Mittel zur Verfügung, um allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Aufgrund der stabilen Finanz- und Ertragslage sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum Geschäftsjahresende 2024 als geordnet und weiterhin solide angesehen. c) finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator bleibt im Autohaus Siemon neben den Umsatzerlösen der Jahresüberschuss. Die Prognosen des Lageberichtes des Vorjahres konnten wir nur zum Teil erfüllen. So konnten wir die Erwartungen der überdurchschnittlich gestiegenen Umsatzerlöse erfüllen, den prognostizierten Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau konnten wir jedoch nicht halten. Ursächlich hierfür waren vor allem die gestiegenen Beschaffungs- und Finanzierungskosten. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir deutlich steigende Umsatzerlöse und einen Jahresüberschuss, der leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 ausfallen wird. Für 2025/2026 erwarten wir moderat steigende Umsatzerlöse und einen leicht höheren Jahresüberschuss gegenüber dem Jahr 2024/2025. Die seit Jahren vom Management und ertragsverantwortlichen Mitarbeitern genutzte Balanced-Score-Card wurde kontinuierlich weiterentwickelt und gemäß den Vorstellungen unserer hauseigenen Anforderungen angepasst. Auf dieser Basis werden strategische und ökonomische Ausrichtungen und Entwicklungen analysiert, besprochen und Handlungen abgestimmt. d) Gesamtaussage Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Berichtsjahr 2023/2024 weiterhin von einer schwachen Konjunktur, hoher Inflation und einem anhaltend hohen Zinsniveau geprägt. Diese Faktoren belasteten sowohl die Investitions- als auch die Konsumneigung privater und gewerblicher Kunden. Trotz dieses anspruchsvollen Umfelds konnte sich der Automobilmarkt insgesamt stabil entwickeln. Während das Neuwagengeschäft stagnierte, sorgte eine lebhafte Nachfrage nach Gebraucht- und Hybridfahrzeugen für eine gewisse Marktbelebung. Vor diesem Hintergrund erzielten wir im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 123,75 Mio. EUR Umsatz ein neues Rekordergebnis. Die Umsatzsteigerung um rund 39 % gegenüber dem Vorjahr dokumentiert die hohe Markt- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die vollständige Auflösung früherer Lieferrestriktionen, ein attraktives Modellangebot und eine konsequente Marktbearbeitung zurückzuführen. Der Umsatzanstieg wurde von nahezu allen Geschäftsbereichen getragen. Das Service- und Werkstattgeschäft entwickelte sich weiterhin auf hohem Niveau und trug stabil zum Gesamterfolg bei. Trotz des außergewöhnlich starken Umsatzwachstums war die Ertragslage im Berichtsjahr rückläufig. Gestiegene Material- und Finanzierungskosten sowie das hohe Zinsniveau führten zu einem Rückgang der Nettoumsatzrendite auf 0,6 %. Die Gesellschaft blieb dennoch profitabel und konnte die Eigenkapitalbasis weiter stärken. Die Finanzlage ist geordnet, die Liquiditätssituation gesichert. Das Unternehmen verfügt über eine solide Eigenkapitalquote von rund 25 %, wodurch die Siemon GmbH auch künftig über eine belastbare Grundlage zur Bewältigung von Marktschwankungen verfügt. Auch in unserem Unternehmen erforderten die sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schnelle Anpassungen im Vertriebs- und Beschaffungssystem sowie bei den handwerklichen Dienstleistungen. Die sich immer weiter verbessernde Auslastung im After-Sales-Bereich führt zu Kostenverbesserungen und lassen gleichzeitig zu unseren Gunsten Preisgestaltungen zu, die einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Insgesamt kann das Geschäftsjahr 2023/2024 als erfolgreich bewertet werden. Die Gesellschaft hat ihre Marktposition in einem schwierigen Umfeld weiter gefestigt, ihre Ertragskraft bewahrt und die strategischen Grundlagen für weiteres Wachstum geschaffen. Mit der konsequenten Ausrichtung auf Elektromobilität, Digitalisierung und die Erweiterung des Vertriebsnetzes - insbesondere durch den neuen Standort Wiesmoor - ist die Siemon GmbH gut positioniert, um auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich an einer künftigen Markterholung zu partizipieren. III. Prognosebericht Gegenwärtig ist das wirtschaftliche Umfeld von Unsicherheiten geprägt. Für das Jahr 2025 rechnen viele Experten dennoch mit einer zumindest leichten konjunkturellen Stabilisierung in Deutschland. Die Automobilbranche dürfte sich auf hohem Niveau seitwärts bewegen: Branchenverbände prognostizieren für 2025 einen in etwa stabilen Neuwagenabsatz von rund 2,8 bis 2,85 Mio. Pkw in Deutschland. Diese Erwartung basiert auf der Annahme, dass sich insbesondere der Markt für Elektrofahrzeuge nach dem Förderstopp wieder belebt. Erste Impulse wurden durch Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge im Betriebsvermögen sowie die Anhebung der Grenze des Bruttolistenpreises für die 0,25 %-Versteuerung für Firmen-Elektrofahrzeuge ab Juli 2025 gesetzt. Im Gebrauchtwagengeschäft wird aus heutiger Sicht mit einer weiteren Belebung gerechnet. Für 2025 prognostiziert der Branchenverband ZDK rund 6,8 Mio. Pkw-Besitzumschreibungen, was abermals über dem Niveau von 2024 liegen würde. Hintergrund sind die hohen Neufahrzeugpreise und Finanzierungskosten, die viele Privatkunden auf junge Gebrauchte ausweichen lassen. Vor diesem Hintergrund konnte die Siemon GmbH auch im Geschäftsjahr 2024/2025 erneut den Umsatz um ca. 13 Mio. EUR auf ca. 137 Mio. EUR vor allem durch einen weiterhin hohen PKW-Absatz steigern, und damit im Vergleich zur Branchenentwicklung mit einem Umsatzanstieg von neuerlich mehr als 10 %, den bereits außergewöhnlichen Umsatzsprung des Vorjahres noch einmal wiederholen. Die Ertragslage wird durch anhaltend hohe Investitionen in eine moderne Autohausinfrastruktur sowie dem wieder deutlich zunehmenden Margendruck im PKW-Neuwagengeschäft geprägt und kann das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Hervorzuheben ist, dass am 26. Juli 2025 die neue Betriebsstätte in Wiesmoor (Ostfriesland) offiziell eröffnet wurde. Durch die Übernahme und Modernisierung eines bestehenden Autohauses wurde dieser Standort zu einem hochmodernen Gebrauchtwagenzentrum ausgebaut. Im Gegensatz zu unseren anderen Niederlassungen konzentriert sich Wiesmoor ausschließlich auf den Handel mit geprüften Gebrauchtwagen und erweitert unser Vertriebsnetz erstmals in den nordwestdeutschen Raum. Die ersten Wochen nach Inbetriebnahme verliefen erfolgreich; es konnte bereits eine rege Kundennachfrage verzeichnet werden. Mit dem neuen Standort erschließen wir zusätzliche Absatzpotenziale im Gebrauchtwagensegment und stärken unsere Präsenz in einer neuen Region, was langfristig zur Diversifikation unseres Geschäfts beiträgt. Des Weiteren beobachten wir die Marktentwicklungen seit dem Stichtag genau. Bis Herbst 2025 zeigen sich einige positive Branchentrends: So lagen die Pkw-Neuzulassungen im September 2025 um rund 13 % über dem Vorjahresmonat. Besonders die Marken des Volkswagen-Konzerns verzeichneten zweistellige Zuwächse, was auf eine Erholung der Nachfrage hindeutet. Insbesondere im Elektrofahrzeugsegment wird nach dem Einbruch Anfang 2024 nun wieder ein Aufwärtstrend sichtbar. Eine wachsende Modellvielfalt, eine verbesserte Ladeinfrastruktur und die bereits erwähnten Förderungsmöglichkeiten von betrieblich genutzten Elektrofahrzeugen tragen dazu bei, dass der Anteil reiner Elektro-Pkw im Spätsommer 2025 wieder auf etwa 19 % gestiegen ist. Diese Branchentrends bestätigen unsere strategische Ausrichtung auf Elektromobilität und den Gebrauchtwagenhandel: Eine wieder anziehende Nachfrage nach E-Modellen kommt unserem breiten Angebot entgegen, während gleichzeitig der lebhafte Gebrauchtwagenmarkt unsere Investition in Wiesmoor rechtfertigt. Wir gehen von in etwa stabilen Absatzzahlen in unseren Neuwagensegmenten und einer weiteren guten Auslastung im Servicebereich auch im laufenden Geschäftsjahr 2025/2026 aus. Das Geschäft mit Gewerbe- und Großkunden erweist sich als verlässliche Stütze und soll weiter ausgebaut werden. Parallel dazu investieren wir gezielt in den Anlauf des neuen Standortes Wiesmoor und in die Fortführung unserer Digitalisierungsprojekte, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen. Diese Zukunftsinvestitionen sowie das weiterhin hohe Zinsniveau werden im laufenden Jahr allerdings auf das Ergebnis drücken. Aus heutiger Sicht rechnen wir daher damit, dass der Jahresüberschuss 2024/2025 moderat unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 liegen wird. Diese Ergebnisabschwächung wird bewusst in Kauf genommen, um die Marktposition der Gesellschaft nachhaltig zu stärken und Wachstumspotenziale vorzubereiten. Mittel- bis langfristig sehen wir unser Unternehmen sehr gut aufgestellt, um von einer Markterholung überproportional zu profitieren. Ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 erwarten wir - bei leichtem Branchenwachstum und Entlastungen auf der Kostenseite (insbesondere nachlassende Finanzierungskosten) - wieder an die Ertragsdynamik früherer Jahre anknüpfen zu können. Die solide Finanz- und Eigenkapitalbasis der Siemon GmbH bildet dabei ein starkes Fundament, um künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern und die positive Unternehmensentwicklung fortzuschreiben. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Die Siemon GmbH ist vielfältigen Risiken ausgesetzt, die jedoch durch umsichtiges Management beherrscht werden. Neben allgemeinen konjunkturellen Risiken (etwa einer möglichen weiteren Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit oder anhaltend hoher Inflationsraten) bestehen branchenspezifische Herausforderungen aus dem tiefgreifenden Wandel der Automobilindustrie. Die beschleunigte Umstellung auf Elektromobilität, Digitalisierung und veränderte Kundenpräferenzen erfordern kontinuierliche Anpassungen. Kurzfristige regulatorische Entscheidungen im Rahmen der Klimaschutzpolitik (z. B. strengere Emissionsgrenzwerte oder Fördermaßnahmen) können die Planbarkeit erschweren. Zudem könnten neue Vertriebsmodelle der Hersteller (Stichwort: Agenturmodell im Neuwagenvertrieb) perspektivisch die Margensituation der Vertragshändler beeinflussen. Des Weiteren sehen wir Risiken in einem nachhaltig hohen Zinsniveau, das sowohl die Absatzfinanzierung für Kunden verteuert als auch unsere eigenen Finanzierungskosten erhöht. Ein weiterhin angespannter Fachkräftemarkt und steigende Personalaufwendungen stellen ebenfalls ein Risiko dar, da sie die Kostenbasis erhöhen und die Kapazität im Service begrenzen können. Dank unserer attraktiven Arbeitgebermarke und intensiver Ausbildungstätigkeit konnten wir dem Fachkräftemangel bislang gut begegnen; dennoch behalten wir diese Herausforderung im Blick. Speziell im Autohandel sind Restwertrisiken aus Rückkaufverpflichtungen (Leasing) zu nennen. Solche Risiken werden bei uns durch konservative Kalkulationen und die Nutzung der Herstellergarantie-Systeme für Restwerte weitgehend minimiert. Aktuell sind keine ungewöhnlichen rechtlichen Streitigkeiten anhängig; etwaige rechtliche Risiken bewegen sich im üblichen Rahmen und haben keine wesentlichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Insgesamt bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. 2. Chancenbericht Den Risiken stehen zahlreiche Chancen gegenüber. Die Siemon GmbH ist als Mehrmarken-Autohaus (Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge, koda, Hyundai) breit diversifiziert aufgestellt und kann von Marktverschiebungen profitieren. So bietet die zunehmende Verbreitung der Elektromobilität weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial: Durch unser breites Angebot an Elektrofahrzeugen und Investitionen in Ladeinfrastruktur haben wir uns frühzeitig als kompetenter Anbieter positioniert. Auch im Bereich hocheffizienter Verbrenner- und Hybridmodelle bedienen wir die Nachfrage umfassend. Unsere früh etablierte Online-Vertriebsschiene verschafft uns Zugang zu neuen Kundensegmenten - unabhängig von Standort und Öffnungszeiten. Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung interner Prozesse wird zudem die Effizienz steigern und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Hier investieren wir kontinuierlich in IT-Infrastruktur und innovative Lösungen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Im After-Sales-Geschäft ergeben sich weitere Chancen: Die technisch anspruchsvolle Wartung und Reparatur insbesondere von Elektrofahrzeugen führt zu einer höheren Werkstattauslastung pro Fahrzeug und eröffnet zusätzliche Ertragspotenziale. Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter und erweiterten Serviceangebote (inkl. Audi-Service) versetzen uns in die Lage, diese wachsende Nachfrage langfristig zu bedienen. Aktuelle Markttrends bieten zudem Chancen im Gebrauchtwagensegment: Bei knapper werdenden Budgets vieler Kunden steigt die Nachfrage nach hochwertigen Gebrauchtwagen - hier sind wir mit unserem neuen, auf Gebrauchtwagen spezialisierten Standort in Wiesmoor optimal aufgestellt. Nicht zuletzt dürfte eine mittelfristige Entspannung der Zinssituation - erste Anzeichen für eine Trendwende sind erkennbar - unsere Finanzierungskosten senken und die Kaufbereitschaft der Kunden wieder erhöhen. Insgesamt sehen wir die Gesellschaft durch ihre solide Kapitalbasis und strategischen Weichenstellungen in einer guten Position, um die sich bietenden Chancen zu nutzen und langfristig weiteres Wachstum zu generieren. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind derzeit in unserem Unternehmen keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen langfristige Bankkredite regionaler Geschäftsbanken, Kredite automobiler Finanzdienstleister sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Inkasso- und Mahnbereich wurde in den Prozess der Buchhaltung integriert und wird weiterhin vollumfänglich hausintern geleistet. Hierbei wurde die Abwicklung so verbessert, dass zeitnahe Mahnläufe möglich wurden und die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Forderungen reduziert werden konnten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt unser Unternehmen eine konservative Finanzpolitik ohne Ausfallrisiken. Derivative Finanzinstrumente finden in unserer Gesellschaft keine Verwendung. Zur Absicherung gegen Liquiditätsreserven und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden die Finanzströme nach einer permanenten Liquiditätsplanung gesteuert, die fortlaufend den aktuellen Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Das Autohaus SIEMON unterhält im Berichtsjahr 6 Standorte. Neben dem Hauptsitz in Ibbenbüren gibt es Niederlassungen in Lengerich, Warendorf, Emsdetten, Münster und Salzbergen (sowie Wiesmoor ab dem 26. Juli 2025).
Ibbenbüren, 4. November 2025 gez. Dipl.-Betriebswirt Gunnar Siemon BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Siemon GmbH hat ihren Sitz in Ibbenbüren. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter HR B 12295 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Gesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang vorgenommen werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Die Vermögensgegenstände wurden nach der linearen und degressiven Methode abgeschrieben. Die degressive Abschreibung wurde im Wesentlichen bei (Vorführ-)Fahrzeugen angewendet, weil diese bei diesen Vermögensgegenständen dem tatsächlichen Wertverlauf entspricht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 € wurden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen wegen der vorübergehenden oder dauerhaften Wertminderung, angesetzt. Die Vorräte wurden unter Beachtung der Bewertungsgrundsätze des strengen Niederstwertprinzips gem. § 255 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt. Zum Ansatz der niedrigeren Zeitwerte wurden bei den Neu- und Gebrauchtwagen sowie bei den Ersatzteilen und Zubehör übliche Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertungssystematik der Neufahrzeuge wurde gegenüber dem Vorjahr dahingehen verändert, dass im Vorjahr Abwertungen für Standzeiten und Aufbereitung je Fahrzeug individuell vorgenommen wurden und im Geschäftsjahr eine pauschale Abwertung auf den Wert der Neufahrzeuge durchgeführt wurde. Es wird von dem Bilanzierungswahlrecht gem. § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und der Betrag der erhaltenen Anzahlungen in der Bilanz offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Zusätzlich wurden Einzelwertberichtigungen in angemessener Höhe gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Der Ansatz der Kassenbestände und Bankguthaben erfolgte zu Nennwerten. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. IV. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB dargestellt. Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB für die Beteiligung an der Firma comuniverse GmbH wurde gemäß § 286 Abs. 3 HGB verzichtet, weil es für die Darstellung der Lage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Gesellschaft stimmt mit dem gezeichneten Kapital der Bilanz überein. Der Bilanzgewinn in Höhe von 6.581,9 T€ ergibt sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 5.823,1 T€ (Vorjahr: 4.397,1 T€) und dem Jahresüberschuss in Höhe von 758,8 T€. Die Kapitalrücklage wurde in unveränderter Höhe von 1.000,0 T€ fortgeführt. Rückstellungen Für unbestimmte Verbindlichkeiten wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 1.037,0 T€ beinhalten Rückstellungen für Gewährleistungen über 605,0 T€ und Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 291,5 T€. Der verbleibende Betrag über 140,5 T€ entfällt auf übrige Rückstellungsgründe. Die Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen wurden nach dem Kenntnisstand im Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung in ausreichender Höhe passiviert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen passiviert. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB und § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB ergeben sich wie folgt:
Im Verbindlichkeitenspiegel sind zusätzlich die in der Bilanz auf der Aktivseite offen von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen enthalten. Für die finanzierenden Kreditinstitute wurden Raumsicherungsübertragungen der Gegenstände des Vorratsvermögens (Kfz und Inventar) an fünf Standorten sowie die Abtretung der Verkaufsforderungen vereinbart. Zusätzlich bestehen weitere Sicherungsübereignungen für die Fahrzeuge, die von den Kreditinstituten der Automobilhersteller finanziert wurden. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Für ein nahestehendes Unternehmen besteht in Höhe von 59,5 T€ eine gesamtschuldnerische Mithaftung. Die Inanspruchnahme aus der Mithaftung wird aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation dieser Gesellschaft als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Passive latente Steuern Die unterschiedlichen Wertansätze beim Sachanlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz führen zur Bildung von passiven latenten Steuern. Hierfür wurde zur Ermittlung der latenten Steuern ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,0 % (15,8 % für KSt und SolZ sowie 15,2 % für GewSt) zugrunde gelegt. Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Wegen den vertraglichen Vereinbarungen mit Mitarbeitern der Gesellschaft werden Beiträge für eine betriebliche Altersvorsorge eingezahlt. Gründe für die Inanspruchnahme aus einer Subsidiärhaftung wegen Unterdeckung sind nicht bekannt. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Erträge aus dem Abgang von Fahrzeugen, die im Anlagevermögen aktiviert worden sind, werden unverändert zum Vorjahr unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. VI. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer belief sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 241 Arbeitnehmer. Die Auszubildenden wurden gemäß § 285 Nr. 7 HGB nicht berücksichtigt. Davon entfielen auf Verwaltung/Verkauf 90 und Werkstatt/Service 99 Mitarbeiter sowie 52 geringfügig Beschäftigte. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung durch: Dipl.-Betriebswirt Gunnar Siemon, Ibbenbüren (Kaufmann) Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführer-Vergütungen gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers Im Geschäftsjahr sind Honorare des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung in Höhe von 33 T€ und Steuerberatungsleistungen in Höhe von 7,8 T€ angefallen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von 758,8 T€ (Vorjahr: 1.426,0 T€) wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Ibbenbüren, 4. November 2025 gez. Dipl.-Betriebswirt Gunnar Siemon Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.11.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Siemon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siemon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ibbenbüren, 6. November 2025 RGB GmbH gez. Markus Glüsing, Wirtschaftsprüfer gez. Sven Duisen, Wirtschaftsprüfer |
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