INTERPANE International Glas GmbH

Sohnreystraße 21, 37697 Lauenförde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 110686
Eingetragen
1.2.2006
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Die Herstellung, Veredelung, der Handel und Vertrieb von Glas, Flachglas, Kunststoffen und artverwandten Produkten sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Glas, sowie die Übernahme der Geschäftsführung in solchen oder ähnlichen Unternehmungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Aktivitäten des INTERPANE-Konzerns umfassen 4 Geschäftsfelder:

Herstellung von Floatglas an einem Standort in Deutschland. Der Standort in Frankreich wurde im Geschäftsjahr 2023 (innerhalb des AGC-Konzerns) veräußert.

Veredelung von Floatglas zu beschichteten Basisgläsern, sog. Wärmeschutz- und Sonnenschutzgläser als Halbzeuge. Die unbeschichteten und beschichteten Basisgläser werden einerseits in den INTERPANE-Schwesterunternehmen weiterverarbeitet und andererseits als Halbzeuge an Glasverarbeitungsunternehmen in den Absatzregionen Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region), Dänemark sowie in Frankreich und den Benelux-Ländern vertrieben.

Herstellung von Isolier- und Sicherheitsgläsern an 8 Standorten in Deutschland, Österreich und der Slowakei; der Vertrieb dieser Produkte erfolgt in den vorgenannten Ländern, darüber hinaus werden hochwertige Multifunktions-Isoliergläser (High-End-Verglasungen) im nationalen und internationalen Projektgeschäft vermarktet.

Das vierte Geschäftsfeld umfasst die Vermarktung inklusive eigenem Engineering, Herstellung sowie Inbetriebnahme von Beschichtungsanlagen zur Veredelung von diversen Materialien, wie z. B. Flachglas, Metall oder Textilien.

1.2. Steuerungssystem

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Konzerns erfolgt über von der Geschäftsführung festgelegte Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in operative, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch eine permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen.

Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die bedeutsamsten wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen im INTERPANE-Konzern. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen sowie anderer aktivierter Eigenleistungen) und dem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Steuerungskennzahlen werden sowohl für jedes Konzernunternehmen als auch für den Gesamtkonzern einheitlich ermittelt; segmentspezifische Kennzahlen werden nicht eingesetzt.

Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird als wesentliche, nichtfinanzielle Kennzahl die Arbeitssicherheit (Anzahl der Arbeitsunfälle und Krankheitstage in Relation zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit) herangezogen.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der INTERPANE-Gruppe erfolgen primär in der INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Die Hauptaktivitäten lagen 2023 erneut im Bereich der Glasbeschichtung für den Architekturglas-Bereich:

Ausbau der Testmöglichkeiten für Pilotbeschichtungsversuche im Produktionsformat und Textilbeschichtung

Weiterentwicklung und Hochskalierung von Hochrateprozessen in der Glasbeschichtung

Qualifizierung neuer Kathoden im Glas-Beschichtungsprozess

Kontinuierliche Verbesserung der Werkzeuge zur Erhöhung der Beschichtungshomogenität

Entwicklung effizienterer Produktionsverfahren durch simulationsgestützte Analysen mit dem Ziel der Verkürzung der Produktions-Einfahrzeiten

Produktweiterentwicklungen mit dem Fokus auf energieeffizientere Sonnenschutz- Beschichtungen und zur Erschließung neuer Absatzmärkte / -branchen

Erweiterung des Produktspektrums im Beschichtungs-Anlagenbau.

Des Weiteren ist die Eruierung neuer Märkte und Substrate für Vakuumbeschichtungsprozesse fortgesetzt worden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in der EU war im Berichtsjahr weiterhin von dem Ukraine-Konflikt beeinflusst. Hinzu kamen eine Teuerung der Baumaterialien, ein hoher Leitzins und die daraus resultierenden angestiegenen Finanzierungskosten. Nach dem Aufschwung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um + 3,4 % hat das Bruttoinlandsprodukt 2023 ein Wachstum von lediglich + 0,4 % erreicht.

(Quelle 1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.04.2024).

In Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung aufgrund rückläufiger Investitionen im II. und III. Quartal des Jahres. Im IV. Quartal stiegen die privaten Konsumausgaben um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) leicht an. Sie konnten allerdings den Wegfall der Bauinvestitionen um 1,7 % nicht kompensieren, welche zudem bereits in den Quartalen zuvor rückläufig waren. Die Exporte sowie Importe gingen im IV. Quartal gegenüber dem dritten Quartal zurück. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im IV. Quartal um 0,3 % gesunken und beendete das Jahr 2023 somit im Minus.

(Quelle 2: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 66: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023, Zugriff: 15.04.2024).

Auch in Österreich ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gesunken. Von einem festgestelltem 4,8-prozentigem Wachstum im Jahr 2022 startend, wird nun eine Schrumpfung von 0,8 % im Jahr 2023 verzeichnet.

(Quelle1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.04.2024).

Mit Blick auf die Baubranche lässt sich festhalten, dass die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen deutlich besser liefen, als es das ifo Institut im Frühjahr prognostiziert hatte. Entgegen dem Wachstum wirkten jedoch vor allem die starken Leitzinserhöhungen, welche die Finanzierungsbedingungen im Baugeschäft verschärften und in der Folge die Nachfrage negativ beeinflussten. Hinzu kommen die gestiegenen Baukosten für Materialien.

(Quelle 3: ifo Konjunkturprognose Winter 2023, Zugriff: 15.04.2024)

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 260.100 Wohnungen genehmigt. Nach vorläufigen Ergebnissen waren dies gemäß Destatis 26,6 % oder 94.100 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Zuletzt waren die Zahlen im Jahr 2012 mit 241.100 Wohnungen niedriger. Auch in diesem Zusammenhang werden die gestiegenen Kosten für Baumaterialien und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen genannt. Zur Auswertung lässt sich hinzufügen, dass jeder einzelne Monat des Jahres 2023 eine niedrigere Summe an Baugenehmigungen aufwies als der jeweilige Monat des Vorjahres.

(Quelle 4: Destatis: 26,6 % weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2023, Zugriff: 16.04.2024)

Hinsichtlich des Marktumfelds in Europa lässt sich festhalten, dass bereits die zweite Hälfte des Jahres 2022 von einer starken Nachfragerückgang im Bausektor geprägt war. Dieser Negativtrend setzte sich im Jahr 2023 fort. Der Nachfragerückgang wird im Vergleich zum Jahr 2022 mit 10,9 % beziffert und befindet sich annähernd auf dem Level der Jahre 2014 und 2015. Makroökonomisch wird eine wirtschaftliche Stagnation für das Jahr 2024 prognostiziert, welche sich bereits im Jahr 2023 abzeichnete. Für das europäische Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2023 ein vorläufiges Wachstum von 0,5 % veranschlagt, welches im Nachgang der Analyse auf 0,7 % angehoben werden kann. Für die Jahre 2025 und 2026 wird ein Wachstum von 1,6 % und 1,7 % prognostiziert.

(Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2024)

Für die deutsche Fensterbranche prognostiziert der Verband Fenster + Fassade in Frankfurt im Mai 2023, dass die Absatzmengen für Fenster um etwa 4,5 % und Türen um etwa 5,8 % zurückgehen werden. Die Entwicklung zeigt sich wie folgt: Im Jahr 2021 wurden 15,8 Mio. Fenstereinheiten abgesetzt. Im Jahr 2022 waren es bereits nur 15,5 Mio. Fenstereinheiten und im Jahr 2023 wird ein Absatz 14,8 Mio. Fenstereinheiten erwartet. Der Rückgang 2022 im Neubaubereich beträgt 0,9 % und für 2023 wird ein voraussichtlicher Rückgang von 13,4 % prognostiziert. Die Modernisierung wird für 2023 mit einem Anstieg von 1,2 % festgelegt gegenüber einem Rückgang von 2,6 % im Jahr 2022. Dem Hochbau wird für 2023 eine Minderung um 4,5 % unterstellt - für das Jahr 2022 wurde eine Minderung von 2,0 % festgestellt.

(Quelle 6: Heinze April 2023, VFF-Fenster- und Außentürmarktbericht, Zugriff: 24.04.2024)

2.2. Geschäftsverlauf

Insgesamt verzeichnete der INTERPANE-Konzern eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2023, insbesondere vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Baukosten, inflationärer Tendenzen und die einhergehende Verschlechterung der Finanzierungskosten. Die generelle Marktnachfrage nach Flachglas-Produkten erwies sich in der DACH-Region als ausreichend stabil. Vor allem der Absatz hochwertiger Produkte mit höherem technischem Knowhow sowie Nutzen kompensierten ausbleibende Mengen.

Sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragslage (EBITDA; EGT) zeigen sich auch im Jahr 2023 stabil. Die Sparte der Glasveredelung hat die budgetierten Erwartungen deutlich übertroffen und auch im Bereich des Basisglases wurde das Budget nahezu erreicht. Mit Blick auf die reinen Geschäftszahlen sind zwei konzernstrukturelle Veränderungen zu erwähnen. Die ehemalige Vertriebsgesellschaft auf Seiten der INTERPANE-Gruppe, die AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH, hat ihre Tätigkeit umstrukturiert und an die in Europa üblichen AGC- Vorgaben angepasst. Die in den Jahren zuvor erwirtschafteten Umsätze sind im Jahr 2023 nicht mehr der Unternehmensgruppe INTERPANE zugeordnet, sondern fallen in den Bereich der Muttergesellschaft AGC Glass Europe S.A. Der französische Teilkonzern der INTERPANE- Gruppe wurde im Oktober des Jahres 2023 verkauft. Dies umfasst eine Floatglasproduktion am Standort Seingbouse, einen Isolierglashersteller, eine kleinere Glasbaufirma sowie die dazugehörige Holding. Die genannten Firmen wurden zum 30. September 2023 entkonsolidiert und deren Umsätze fallen demnach ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in das Geschäftsjahr 2023.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die konsolidierte Gesamtleistung bezifferte sich auf € 342 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (€ 574 Mio.) ist die Verringerung der Gesamtleistung auf die bereits beschriebenen strukturellen Veränderungen der Unternehmensgruppe zurückzuführen sowie auf das eher stagnierende Marktumfeld des Bausektors. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von € 9,6 Mio. auf € 21,9 Mio. zu; hiervon entfallen € 8,6 Mio. auf die Entkonsolidierung des französischen Teilkonzerns. Hinzu kommen die Auflösung von Rückstellungen (€ 1,1 Mio.), Währungsgewinne (€ 2,0 Mio.) und die staatliche, monetäre Unterstützung der AGC Glass Seingbouse S.A.S. hinsichtlich der Energieausgaben (€ 2,0 Mio.) als größte Positionen.

Die Materialaufwendungen verringerten sich von € 358 Mio. auf € 191 Mio. einhergehend mit einer Abnahme der Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge) um 6,4 Prozentpunkte auf 55,9 %. Das Rohergebnis nahm von € 226 Mio. auf € 173 Mio. ab.

Der Personalaufwand beläuft sich auf € 72,9 Mio. und verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 %. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) entwickelte sich von 13,7 % auf 21,3 %. Grund für den Anstieg ist die um 41 % deutlich reduzierte Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von € 69,6 Mio. auf € 60,1 Mio. - im Wesentlichen aufgrund geringerer Frachtaufwendungen im Zusammenhang mit den rückläufigen Umsatzerlösen.

In Summe ergibt sich ein EBITDA von € 39,7 Mio. im Gegensatz zum Vorjahr mit € 78,0 Mio. Das für das Jahr 2023 budgetierte EBITDA von € 27,5 Mio. wurde demnach übertroffen.

Die Abschreibungen beliefen sich auf € 10,8 Mio. (2022: € 13,1 Mio.). Im Berichtsjahr ließ sich ein EBIT von € 28,9 Mio. ausweisen gegenüber € 65,0 Mio. im Jahr 2022. Wie bereits beschrieben, resultiert der negative Effekt auf das Ergebnis (EBITDA/EBIT) maßgeblich aus der Entkonsolidierung des französischen Teilkonzerns sowie der Umstellung des Geschäftsmodells der AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH, was zu deutlich geringeren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2023 geführt hat. Vor Konsolidierung trug die AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2022 zu Umsatzerlösen in Höhe von € 247,9 Mio. und einem Jahresüberschuss von € 28,4 Mio. bei. Die operativ tätige AGC INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S., mit der Produktion von Floatglas am Standort Seingbouse/Frankreich erzielte im Geschäftsjahr 2022 vor Konsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von € 161,7 Mio. und einen Jahresüberschuss von € 14,3 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 hat die AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH keinen nennenswerten Beitrag mehr zu den Umsatzerlösen oder Konzernergebnis erbracht. Die AGC INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S. steuerte bis zur Entkonsolidierung im September 2023 noch Umsätze in Höhe von € 99,6 Mio. und einen Jahresüberschuss von € 20,7 Mio. bei. Hier profitierte die Gesellschaft von deutlich reduzierten Energiekosten im Vergleich zum Jahr 2022.

Das Finanzergebnis (im Wesentlichen bestehend aus Zinserträgen und -aufwendungen) konnte im Vorjahresvergleich von - € 1,0 Mio. auf + € 2,1 Mio. verbessert werden.

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich entsprechend von € 41,0 Mio. um 56,9 % auf € 64,3 Mio. Hier ist zu beachten, dass sich neben den bereits beschriebenen Effekten auf das Ergebnis, der im Geschäftsjahr 2023 erstmals geschlossene Ergebnisabführungsvertrag zwischen der INTERPANE International Glas GmbH und der Gesellschafterin AGC Glass Germany GmbH, Wegberg (AGC Wegberg) mit € 37,3 Mio. positiv ausgewirkt hat. Vor Ergebnisabführung ist durch den Verkauf der französischen Gesellschafen ein Jahresfehlbetrag entstanden, der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages durch die AGC Wegberg ausgeglichen wird.

Die Konzern-Bilanz weist zum 31. Dezember 2023 bei einer Bilanzsumme von € 312 Mio. (31.12.2022: € 264 Mio.) einen Anstieg im Eigenkapital auf € 200 Mio. aus (Vorjahr: € 151 Mio.); die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 57,1 % auf 64,3 % im INTERPANE-Konzern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von € 1,2 Mio. auf € 4,6 Mio., wobei hiervon € 3,5 Mio. auf die Ausnutzung der Betriebsmittellinie am Stichtag entfallen und demnach sehr kurzfristiger Natur sind. Die liquiden Mittel nahmen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von € 14,1 Mio. auf € 8,7 Mio. ab. Hinsichtlich der Laufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Zudem bestehen zum Bilanzstichtag nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund € 6,5 Mio.

Auf Basis eines Cashflows in Höhe von € 71,2 Mio. (Vorjahr: € 55,3 Mio.) errechnet sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € -13,7 Mio. im Vergleich zu € 37,3 Mio. im Vorjahr.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf rund € 8,3 Mio. (2022: € 12,6 Mio.); davon im Wesentlichen € 0,2 Mio. für technische Anlagen und Maschinen, € 1,3 Mio. für Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie € 6,4 Mio. für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich die Erweiterung / Modernisierung der Standorte in Plattling, Lauenförde, der Slowakei, Belgern und Hoerdt. Diese Investitionsmaßnahmen sollen 2024 finalisiert werden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt - € 6,6 Mio. gegenüber - € 12,4 Mio. im Vorjahr.

Einen wesentlichen Effekt auf den Cash Flow hat die Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds mit € 26,1 Mio.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - € 11,2 Mio. (Vorjahr: - € 43,5 Mio.) beinhaltet im Wesentlichen die Gewinnausschüttung (- € 13,6 Mio.).

In Summe zeigt die Konzernkapitalflussrechnung das folgende Bild:

- in T€ - 2023 2022
Cashflow + 71.274 + 55.318
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 13.684 + 37.259
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 6.639 - 12.389
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 11.203 - 43.518
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds + 26.048 0
Veränderung Finanzmittelbestand - 5.477 - 18.648

Die wirtschaftliche Lage des INTERPANE-Konzerns kann im Jahr 2023 - auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts - als weiterhin zufriedenstellend beurteilt werden.

Zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Die Krankheitsquote fiel im Berichtsjahr von 6,0 % auf 5,3 %.

Die Kennzahlen zur Arbeitssicherheit haben sich im Vorjahresvergleich positiv entwickelt: Die "Incident Rate" beziffert das absolute Unfallaufkommen und hat sich in der INTERPANE-Gruppe von 0,91 auf 0,81 verbessert. Die Risk Rate, die neben dem absoluten Unfallaufkommen die Unfallschwere unter Beachtung der zugehörigen Ausfalltage berücksichtigt, erhöhte sich leicht von 1,29 auf den Faktor 1,36.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum stagniert seit mehr als einem Jahr. Auch im vierten Quartal blieb das Bruttoinlandsprodukt nahezu unverändert. Anlageinvestitionen gingen im betrachteten Zeitraum spürbar zurück. Demgegenüber nahm der private Konsum zu, was auf gestiegene Realeinkommen zurückzuführen ist. Auch die Kerninflationsrate in der EU blieb abwärtsgerichtet und sank bis Mai 2024 auf rund 2,7 Prozent, in Deutschland auf rund 2,8 % (Quelle: statista - Europäische Union: Inflationsraten in den Mitgliedstaaten im Mai 2024). Die EZB hat den Zinssatz der Einlagenfazilität zuletzt im Oktober 2024 um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent gesenkt. Im Laufe des Jahres 2025 wird ein Leitzins von voraussichtlich zwischen 2,0 bis 2,5 Prozent prognostiziert.

Im Verlauf des Jahres 2024 sollte, den Prognosen nach, die Konjunktur in der Währungsunion wieder Tritt fassen. Die Frühindikatoren weisen jedoch nicht auf eine sehr starke Belebung hin. Der gesamtwirtschaftliche Einkaufsmanagerindex zog im Februar 2024 an, bleibt aber unter der Expansionsschwelle des vorherigen Jahres zurück. Positiv auf die Wirtschaft sollten die normalisierten Energiepreise, die steigenden Realeinkommen und die zunehmende Unterstützung aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld wirken. Dagegen negativ sind die fehlenden Impulse aus der Fiskal- und Geldpolitik.

Für das laufende Jahr wird eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum um 0,7 % - nach einem Zuwachs im vergangenen Jahr von 0,5 % - unterstellt. Für das Jahr 2025 wird mit einer Steigerung um 1,5 % gerechnet. Eine durchschnittliche Steigerung der Verbraucherpreise für das laufende Jahr wird mit einem Plus von 2,3 % beziffert und für das kommende Jahr könnte die Zielmarke der EZB mit 1,9 % sogar unterschritten werden.

(Quelle 7: Kieler Konjunktur-Berichte, Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Zugriff 24.04.2023)

Das europäische Bauvolumen schrumpfte im Jahr 2023 laut EUROCONSTRUCT um 1,7 %. Fast vier Fünftel der Bauleistung entfielen auf den Hochbau. Für 2024 wir ein Rückgang von der Bauleistung im EUROCONSTRUCT-Gebiet mit 2,1 % prognostiziert. Dies würde damit nur um gut 4 % über dem Wert des Coronajahres 2020 liegen.

(Quelle 8: Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Winterkonferenz 2023).

Für Bauaktivitäten in West- und Zentraleuropa wird Prognosen zufolge im Jahr 2024 ein Rückgang von 3,3 % erwartet. Demgegenüber steht eine moderate Wachstumsrate von 1,3 %, welche für die Jahre 2025 und 2026 unterstellt wird. Die betrachteten 19 nationalen Märkte sind vor allem durch die steigenden Zinssätze und Preise für Konstruktionsmaterialien geprägt. Weitere Faktoren sind die weiterhin hohe Inflation gepaart mit einer Minderung der Kaufkraft. Das wirtschaftliche Wachstum stagniert, die staatlichen Haushalte sind knapp bemessen und die Grundstückspreise fallen. Dem entgegen wirken Faktoren wie die Modernisierung von Hausdämmungen und eine generelle Renovierungswelle, welche von den meisten Regierungen im EU-Gebiet unterstützt wird (Next Generation EU plan 2021-2027). Zudem verkürzen die gestiegenen Energiekosten den Return on Investment für etwaige Renovierungen hinsichtlich Energieeffizienz einer Immobilie.

(Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2024)

Dem INTERPANE-Konzern ist es 2023 - trotz des Kriegs in der Ukraine, weiterhin hohen Energie- sowie Baukosten und einem für den Bausektor schwierigen Zinsumfeld - gelungen, die Ertragskennziffern (EBITDA; EGT) im Vergleich zum Budget deutlich zu verbessern. Die Gesamtleistung ist unter dem budgetierten Ziel für 2023 (€ 460 Mio.) verblieben. Die Ertragssituation wurde nicht über die Menge, sondern die Hochwertigkeit der verkauften Produkte und entsprechend höheren Preisen stabilisiert. Wie zuvor erläutert, ist gerade auch die Gesamtleistung durch die Umstrukturierungen der Konzernstruktur beeinflusst. Auch im Jahr 2024 werden sich aus den erwarteten Nachfrageentwicklungen im nationalen und internationalen Fenster- und Fassadenmarkt erneut Absatzchancen, aber auch Herausforderungen für INTERPANE ergeben. Die Strategie der Konzentration auf höherwertige Basisglas- und Isolierglasprodukte wird auch im Jahr 2024 konsequent fortgeführt.

Insgesamt wird für 2024 lediglich eine Gesamtleistung zwischen € 180 Mio. und € 200 Mio. erwartet. Die Differenz zur erreichten Gesamtleistung im Jahr 2023 von € 340 Mio. resultiert größtenteils aus der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe mit dem Verkauf des französischen Teilkonzerns. Dieser war im abgelaufenen Geschäftsjahr noch bis zu Entkonsolidierung im September 2023 für neun Monate enthalten. Somit entfallen die Floatglasaktivitäten am Standort Seingbouse, Frankreich. Dementsprechend erwartet der Interpane- Konzern für das Geschäftsjahr 2024 ein EBITDA zwischen € 9 Mio. und € 10 Mio.

Die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 verlief entsprechend unserer Erwartungen. Es wurde eine Gesamtleistung von € 151,9 Mio. und ein EBITDA von € 7,4 Mio. erzielt.

Die nichtfinanzielle Kennzahl zur Arbeitssicherheit soll 2024 mindestens den Wert des Jahres 2023 bestätigen.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1 Vorbemerkungen

Der INTERPANE-Konzern versucht Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern. Dabei werden auch Risiken eingegangen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können. Das Chancen- und Risikomanagement stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ausgeübt wird. Sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und insbesondere die Entwicklungen in der Glas-, Fenster- und Solarbranche als auch die internen Prozesse werden fortlaufend überwacht, um Chancen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse im Konzern. Die Unternehmensleitung kann somit wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten.

Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unterliegen.

Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für den INTERPANE-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Die Chancen und Risiken sind nach Bedeutung für den INTERPANE Konzern absteigend sortiert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit gefährden sollten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der INTERPANE-Konzern über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um die Unternehmensfinanzierung sicherzustellen.

3.2.2 Absatzchancen und -risiken

Absatzrisiken sind für unsere Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg. Wir begegnen diesen Risiken auch durch eine permanente technologische Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und einer konsequenten Beachtung unserer hohen Qualitätsstandards.

Auch 2024 kann INTERPANE an der Nachfrage in der energetischen Gebäudesanierung in Europa, den europaweiten Investitionen im Wohnungsneubau sowie dem nationalen und insbesondere internationalen Projektgeschäft im Fassadenbau partizipieren. Die Krisenanfälligkeit der Konjunktur aufgrund der mitunter bereits (sehr) hohen Verschuldungsniveaus und der Strukturprobleme in diversen europäischen Volkswirtschaften ist jedoch weiterhin gegeben. Weitere Risiken resultieren insbesondere aus dem weiterhin hohen Zinsniveau, den weiterhin hohen Baukosten und aus dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine. Hinsichtlich des hohen Leitzinses prognostizieren einige wirtschaftsbeobachtende Institutionen Besserung, nach der bereits im Oktober 2024 erfolgten Zinssenkung der EZB. Dies würde zu einer deutlich besseren Baufinanzierung führen und die Bautätigkeit somit wirtschaftlich attraktiver gestalten. Zum Konflikt in Osteuropa lässt sich zusammenfassen, dass sowohl Russland als auch die Ukraine weiterhin nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns gehören. Negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe sollten keine starke Durchschlagskraft aufweisen. Dies wurde bereits im Jahr zuvor gezeigt. Wie erwartet haben sich die Energiepreise im Gegensatz zum Vorjahr moderater entwickelt. Die Zinspolitik, Baukostenexplosion und Förderungskürzungen bergen weiterhin die Gefahr eines deutlichen Rückgangs an Neubauten. Diese Effekte wurden in der Budgetierung des Jahres 2024 bereits berücksichtigt. Dem gegenüber stehen die Bestandsmaßnahmen an bestehenden Bauten, wobei die Energieoptimierung einen immer größer werdenden Stellenwert einnimmt.

3.2.3 Operative Chancen und Risiken

Neben den Vertriebsaktivitäten und der Auftragsakquisition zur angemessenen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards. Unvorhergesehene Betriebsunterbrechungen können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Der bestehende Maschinenpark wird mittels Neuinvestitionen sowie durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Zudem bestehen seit vielen Jahren Versicherungen gegen Elementarschäden und zum Teil gegen Betriebsunterbrechungen.

3.2.4 Informationstechnologie (IT) - Chancen und Risiken

Der zunehmenden Abhängigkeit wesentlicher Geschäftsprozesse von IT-Anwendungen und der IT-Infrastruktur tragen wir durch eine eigene IT-Organisation für den INTERPANE-Konzern Rechnung. Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Das interne Kontrollsystem sieht sowohl systematische als auch manuelle bzw. halbmanuelle Kontrollen vor.

Die Ordnungsmäßigkeit der IT-Systeme und -Organisation wird im Rahmen externer IT-Systemprüfungen regelmäßig überprüft. Operationelle Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen oder die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage stellen, wurden in diesen Prüfungen nicht festgestellt.

Die eingesetzte IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen sind geeignet, wesentliche Fehler in der rechnungslegungsrelevanten Datenverarbeitung festzustellen und die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

3.2.5 Finanz-/Währungschancen und -risiken

Wir begegnen potenziellen finanziellen Risiken mit einer strikten Kontrolle unserer operativen Kosten einschließlich der erforderlichen Investitionen; des Weiteren steht das Working Capital-Management unter permanenter Beachtung. Zudem stehen wir mit unseren Fremdkapitalgebern in stetigem Dialog.

Der INTERPANE-Konzern wickelt sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Absatzseite den weit überwiegenden Teil der Geschäftsprozesse auf Eurobasis ab. Im internationalen Projektgeschäft werden insbesondere US-Dollar-Währungspositionen durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement und durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung begrenzt werden.

Zinsänderungsrisiken werden in Bezug auf variable Verzinsungen zeitnah überwacht.

3.2.6 Beschaffungschancen und -risiken

Durch die Herstellung von Floatglas in der AGC-Gruppe sind wir auf der Beschaffungsseite der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen der Glasveredelung und Glasverarbeitung abgesichert. Zudem greifen wir auf die europaweiten AGC-Produktionskapazitäten sowie auf den AGC-Lieferantenpool zurück.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Lieferantenbasis. Die Versorgungssicherheit war ständig gewährleistet.

Durch frühzeitig abgeschlossene Verträge beim Einkauf von Rohstoffen soll auch für das Jahr 2024 eine weitgehend kalkulierbare Kostenstruktur und Rohstoffverfügbarkeit gewährleistet werden. Weiterhin sollen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite durch adäquate und zeitnahe Anpassungen der Absatzpreise kompensiert werden.

3.2.7 Einbindung in den AGC-Konzernverbund

Aus der Einbindung in den AGC-Konzernverbund ergeben sich Chancen und Risiken. Sowohl auf der Absatzseite und in der Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten werden Synergiepotentiale genutzt. Ebenfalls werden Kosteneinsparungen im Einkauf durch Bündelung der Beschaffungsmengen realisiert. Als Bestandteil des AGC-Konzernverbundes wird INTERPANE allerdings auch von strategischen Entscheidungen seitens AGC beeinflusst.

3.2.8 Ausblick / Unternehmensfortführung

Die wirtschaftliche Zukunft des INTERPANE-Konzerns soll durch die vorhandene Ertragskraft und die Erzielung von erneut positiven Cashflows abgesichert werden.

Das Erreichen der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 hängt von den zugrunde liegenden Annahmen ab. Für das Jahr 2024 wurde eine reduzierte Auslastung der Produktionskapazitäten in allen Geschäftsfeldern des INTERPANE-Konzerns im Verbund mit dem AGC-Konzern zugrunde gelegt. Dies ist in den konjunkturellen Prognosen sowie in der Einschätzung der Entwicklung des Bausektors in der DACH-Region bergründet. Dementgegen wirken Modernisierungstendenzen im USA-Markt, welche dem Objektgeschäft der Unternehmensgruppe zugutekommen können. Studien zufolge wird dem US-Bürosektor im Prognosedatenzeitraum von 2024 - 2029 eine jährliche Wachstumsrate von 4 % zugrunde gelegt.

(Quelle 9: Größen- und Anteilsanalyse des US-Büroimmobilienmarktes; Zugriff 23.04.2024)

Inwieweit das Konjunktur- und Marktumfeld sowie die kurz- und mittelfristigen Markterwartungen im Inland und den angrenzenden Nachbarländern durch den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine beeinträchtigt werden, ist aus jetziger Sicht immer noch schwer absehbar. Die bisherigen, direkten Auswirkungen auf INTERPANE sind, wie dargestellt, allerdings gering.

 

Lauenförde, 8. November 2024

INTERPANE International Glas GmbH

Frédéric Thys

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.525 840.720
2. Geleistete Anzahlungen 55.482 303.007 0 840.720
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.789.339 36.087.870
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.169.268 42.323.012
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.953.768 5.512.960
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.129.523 50.041.898 7.521.910 91.445.752
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.406 69.656
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 23.386.201 22.190.713
3. Übrige Beteiligungen 700 700
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 12.947.094 0
5. Sonstige Ausleihungen 34.573 36.437.974 72.102 22.333.171
86.782.879 114.619.643
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.217.287 21.822.486
2. Unfertige Erzeugnisse 4.195.799 2.391.763
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.657.642 28.603.399
4. Geleistete Anzahlungen 1.046.360 30.117.088 0 52.817.648
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.054.369 24.006.741
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 164.324.265 48.475.425
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.696.478 185.075.112 6.163.948 78.646.114
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.653.510 14.130.825
223.845.710 145.594.587
C. Rechnungsabgrenzungsposten 210.264 467.153
D. Aktive latente Steuern 856.918 3.177.930
311.695.771 263.859.313

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.120.000 5.120.000
II. Kapitalrücklage 94.770.481 94.770.481
III. Gewinnrücklagen 0 404.887
IV. Konzernbilanzgewinn 94.346.815 43.642.284
V. Anteile anderer Gesellschafter 6.159.357 6.738.793
200.396.653 150.676.445
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 35.162 42.424
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.658.858 9.094.155
2. Steuerrückstellungen 4.879.498 7.173.615
3. Sonstige Rückstellungen 14.043.690 32.058.145
25.582.046 48.325.915
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.644.315 1.197.808
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.417.185 1.638.028
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.601.141 9.934.480
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.149.091 39.253.033
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.666.178 12.791.180
85.477.910 64.814.529
D. Rechnungsabgrenzungsposten 204.000 0
311.695.771 263.859.313

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 349.567.633 580.074.623
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -7.883.722 -5.697.157
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 55.482 65.212
4. Sonstige betriebliche Erträge 21.890.400 9.643.012
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -189.038.611 -355.568.388
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.913.299 -190.951.910 -2.198.654 -357.767.042
6. Rohergebnis 172.677.883 226.318.648
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -59.330.807 -62.212.693
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -13.571.997 -72.902.804 -16.438.662 -78.651.355
- davon für Altersversorgung TEUR 1.442 (i. Vj. TEUR 1.549) -
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.809.203 -13.060.953
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -60.118.842 -69.631.747
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.195.488 0
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 71.533 0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.328.922 295.112
13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 0 -50.058
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -487.245 -1.279.348
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.834.031 -19.758.205
16. Konzernergebnis nach Steuern 28.121.701 44.182.094
17. Sonstige Steuern -1.082.349 -2.498.473
18. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen abgeführte Gewinne 37.255.802 0
19. Konzernjahresüberschuss vor Anteil anderer Gesellschafter 64.295.154 41.683.621
20. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -8.280 -711.885
21. Konzernjahresüberschuss 64.286.874 40.971.736
22. Gewinnvortrag (i. Vj. Verlustvortrag) 26.387.867 -1.265.046
23. Anteil anderer Gesellschafter am Gewinnvortrag (i. Vj. Verlustvortrag) 3.672.074 3.935.594
24. Konzernbilanzgewinn 94.346.815 43.642.284

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde (im Folgenden auch IP International genannt), wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die INTERPANE International Glas GmbH hat ihren Sitz in Lauenförde und wird im Handelsregister unter der Nr. HRB 110686 beim Amtsgericht Hildesheim geführt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften haben, mit Ausnahme der INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling, nach § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht, da eine Prüfung des Konzernabschlusses nach § 317 Abs. 3 HGB erfolgte. Die Offenlegungsverpflichtung der inländischen Tochtergesellschaften wird gem. § 264 Abs. 3 HGB durch die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfüllt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, sind neben der Muttergesellschaft zehn (Vj. elf) inländische Gesellschaften sowie zwei (Vj. sechs) Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen, bei denen die INTERPANE International Glas GmbH mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Die Einbeziehung beginnt ab dem Zeitpunkt der Beherrschung. Sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Lauenförde, ist auf die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Plattling, verschmolzen worden und firmiert seitdem unter AGC INTERPANE Architectural Glass GmbH, Plattling. Weiterhin wurden die vier französischen Tochtergesellschaften im Oktober 2023 veräußert. Die Entkonsolidierung der französischen Tochtergesellschaften erfolgte daher zum 30. September 2023.

Verbundene Unternehmen (Konsolidierungskreis)

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen (Werte zum 31. Dezember 2023):

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
%
1. INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde 90,00 125.849.337,11 -41.110.723,68 1)
2. INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde 90,00 2.000.000,00 98.470,85 1)
3. AGC INTERPANE Holding GmbH, Lauenförde 90,00 31.493.377,10 12.442.612,23 1)
4. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth 90,00 1.841.954,39 - 108.488,18 1)
5. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Löwenberger Land 90,00 2.665.455,50 1.452.559,13 1)
6. AGC INTERPANE Architectural GmbH, Plattling 90,00 12.392.119,01 6.750.132,87 1) 2)
7. INTERPANE Sicherheitsglas GmbH, Hildesheim 90,00 2.001.000,00 - 247.507,99 1)
8. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 90,00 1.001.000,00 1.597.797,19 1) 2)
9. AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH, Sülzetal 90,00 27.052,02 868.323,52 1)
10. INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling 81,00 - 644.912,99 3) 82.796,40

Mit den Gesellschaften Nr. 1 bis Nr. 9 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Konzerngesellschaften.

1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
2) Ergebnis It. Handelsbilanz II
3) Hinweis zur bilanziellen Überschuldung: Heilung durch Rangrücktritt von Gesellschafterdarlehen

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden zum 31. Dezember die ausländischen Gesellschaften Nr. 11 und Nr. 16 einbezogen. Die französischen Gesellschaften Nr. 12 bis Nr. 16 wurden zum 30. September 2023 entkonsolidiert:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
%
11. INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co KG, Parndorf (Österreich) 90,00 13.448.043,16 4.054.343,37 1)
12. INTERPANE S.A., Hoerdt (Frankreich) 90,00 9.700.794,88 2.061.743,61 1) 2)
13. UNIVER TOUS PRODUITS VERRIERS S.a.r.l., Hoerdt (Frankreich) 90,00 724.416,61 143.370,57 1)2)
14. INTERPANE HOLDING FRANCE S.A., Strasbourg (Frankreich) 90,00 -40.784.367,73 - 372.864,29 1) 2)
15. AGC INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S., Seingbouse (Frankreich) 90,00 20.681.804,03 6.430.828,85 1) 2)
16. INTERPANE Slovensko s.r.o., Malacky, (Slowakei) 90,00 1.682.970,78 884.411,57 1)

1) Ergebnis It. Handelsbilanz II
2) entkonsolidiert zum 30.09.2023

Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Beteiligungsansatz Jahresergebnis
%
AGC Glass Osterweddingen GmbH, Sülzetal 44,10 23.386.200,65 2.439.771,26

Die Beteiligung an der AGC Glass Osterweddingen GmbH, Sülzetal (vormals: AGC f | glass GmbH, Sülzetal), wurde 2008 erworben. Der Beteiligungsansatz wurde 2009 sukzessive durch Einzahlungen in das Kapital erhöht. Der im Erwerbszeitpunkt aufgedeckte positive Unterschiedsbetrag von ursprünglich T€ 794 wird im Rahmen der Equity-Bewertung als Geschäfts- oder Firmenwert über 15 Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital der AGC Glass Osterweddingen GmbH war zum 31.12.2023 vollständig abgeschrieben.

Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote
%
INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH, Parndorf (Österreich) 90,00

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Komplementärgesellschaft.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2012 erworben wurden, nach der Buchwertmethode gemäß § 321 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein als Firmenwert zu berücksichtigender Unterschiedsbetrag wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweils anteilig erworbenen Eigenkapital entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge im Konzernabschluss der INTERPANE AG sind bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 1986 bis zur Höhe der Zeitwerte den Wertansätzen der Grundstücke und Gebäude zugeschrieben worden. Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den Folgejahren abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen an folgenden Bilanzstichtagen werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen sowie - soweit vor 1999 entstanden - auch mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des Unternehmens im Equity-Wert fortgeschrieben. Ein bei Erwerb einer Beteiligung bestehender anteiliger Bilanzverlust des Unternehmens stellt einen Unterschiedsbetrag im Rahmen des Erwerbs dar und wird im Equity-Wert als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben.

Die folgenden Anforderungen des DRSC wurden bisher nicht umgesetzt:

Der Konzern hat abweichend von DRS 23, aber gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB, die Buchwertmethode bei der Kapitalkonsolidierung für Erstkonsolidierungen bis zum 31. Dezember 2009 angewendet. Im vorliegenden Fall hätten beide Bilanzierungsmethoden zu gleichen Ergebnissen geführt.

Entgegen der Empfehlung des DRS 8 wurde innerhalb des Vorratsvermögens auf eine Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen bzw. Leistungen von assoziierten Unternehmen an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen (Up-Stream- Eliminierung) verzichtet. In Übereinstimmung mit § 312 Absatz 5 HGB in Verbindung mit § 304 Absatz 2 HGB wurde auf eine Zwischenergebniseliminierung von Lieferungen der f | glass an INTERPANE aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss der IP International sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung eines sich aus der Erstkonsolidierung von Beteiligungen ergebenden Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt planmäßig über 15 Jahre, da die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Lebenszyklus der Produkte eine realistische Nutzung des gezahlten Aufgeldes über einen solchen Zeitraum erwarten lässt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen der Gebäude erfolgen linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von max. 50 Jahren.

Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie andere Anlagen werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 21 Jahren abgeschrieben.

Bei den Zugängen wurden die Abschreibungen zeitanteilig nach der pro-rata-temporis Methode vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital. Der Unterschiedsbetrag wurde bei erstmaliger Einbuchung als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Equity-Bewertung abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Bewertung der Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wird bestehenden Risiken durch den Ansatz von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das Bestehen einer Kreditversicherung Berücksichtigung fand. Die Forderungen sind mit ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Aktive und passive latente Steuern werden mit den jeweiligen Steuersätzen der zugrunde liegenden Sachverhalte bewertet und gemäß § 306 HGB saldiert ausgewiesen. Bei Ansatz und Bewertung von latenten Steuern wird der Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS 18) angewendet.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält, für deren Eintritt ausreichend objektive Hinweise vorliegen. Sie wurden in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft eventuell in Anspruch genommen werden könnte und den sie zur Abdeckung von Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 0 (Vj. T€ 0). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 214 (Vj. T€ 253) und wurden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d. h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, d. h. der Zuführung i. H. v. mindestens 1/15 des aus der Umbewertung per 1. Januar 2010 resultierenden Unterschiedsbetrages, wurde bis 2015 Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der verbleibende Unterschiedsbetrag in voller Höhe zugeführt.

Die Bilanzierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag erfasst, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Konzern in Höhe von T€ 330 (Vj. T€ 189) angefallen. Auf eine Aktivierung von Entwicklungskosten wurde verzichtet, da eine verlässliche Zurechnung der Aufwendungen nicht möglich war.

5. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge aus Währungsumrechnungen werden in Höhe von T€ 1.960 (Vj. T€ 2.426), Aufwendungen in Höhe von T€ 974 (Vj. T€ 1.400) ausgewiesen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden in Euro aufgestellt.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungs-/Herstellungskosten, der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens als Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt.

Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden überwiegend Software und Lizenzen ausgewiesen.

Die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens der IP International ergibt sich aus der beigefügten Entwicklung des Konzernanlagevermögens.

7. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus der Anlage liquider Mittel auf Termingeldkonten der AGC Glass Europe S.A., Ottignies-Louvain-la-Neuve, Belgien, in Höhe von T€ 75.294 (Vorjahr T€ 14.588). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, mit Ausnahme der Forderungen gegen Gesellschafter, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 37.980 (Vorjahr T€ 1.360). Diese betreffen im aktuellen Jahr die Forderung aus dem im Geschäftsjahr 2023 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag zwischen der INTERPANE International Glas GmbH und der AGC Glass Germany GmbH, Wegberg (AGC Wegberg). Im Vorjahr betraf dies die Weiterberechnung von Grunderwerbssteuern.

In den sonstigen Vermögensgegenständen weisen T€ 176 (Vj. T€ 176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus.

Die übrigen Forderungen haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
Kassenbestand 11 15
Guthaben bei Kreditinstituten 8.643 14.116
Insgesamt 8.654 14.131

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb der Konzernbilanz in Höhe von T€ 210 (Vj. T€ 467) ausgewiesen, wobei der Ausweis keine Disagien betrifft.

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274, § 306 HGB sowie DRS 18 angesetzt und haben u. a. ihre Ursache in der Anpassung der Handelsbilanz I an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Handelsbilanz II bei den jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen erfolgten Anpassungen bei der Bewertung des Anlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, soweit der Vorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann.

Weiterhin werden latente Steuern berücksichtigt, die aus der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen im Wesentlichen aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen in den Vorjahren resultieren (§ 306 HGB).

Passive latente Steuern werden auf den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes gebildet. Die erstmalige Einbuchung erfolgte im Jahre 2003 erfolgsneutral über einen Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert; latente Steuereffekte aus der Abschreibung des Unterschiedsbetrages wurden erfolgswirksam verrechnet. Soweit bei der erstmaligen Einbuchung latenter Steuern im Jahre 2003 Vorjahre betroffen waren, erfolgte die Behandlung der latenten Steuern erfolgsneutral.

Die Berechnung der latenten Steuer erfolgt bei inländischen Sachverhalten mit dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8 % zzgl. Gewerbesteuer, die sich aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,5 % und 15,0 % bewegt.

Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz erfolgt saldiert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Konzern werden in folgender Übersicht wiedergegeben:

Aktiv Passiv
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
T€ T€ T€ T€
Latente Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen 0 5.060 0 0
Pensionsrückstellungen 1.303 1.810 0 0
Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierung- und Bewertungsmethoden 254 298 0 0
Zwischengewinne 7 255 0 0
Anlagevermögen Frankreich 0 0 0 3.506
Sonderabschreibungen 0 0 0 0
Latente Steuern auf Unterschiedsbetrag 0 0 707 739
Saldierung ./.707 ./. 4.245 ./.707 ./. 4.245
Insgesamt 857 3.178 0 0

10. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der IP International beträgt € 5.120.000,00 und wird von der AGC Glass Germany GmbH, Wegberg, gehalten.

Anteile anderer Gesellschafter

Der Bilanzausweis ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel.

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d. h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, d. h. der Zuführung i. H. v. 1/15 des aus der Umbewertung per 1. Januar 2010 resultierenden Unterschiedsbetrages wurde bis 2015 Gebrauch gemacht. Der noch verbleibende Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2016 den Pensionsrückstellungen in voller Höhe zugeführt. Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht rückgedeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 501.

Folgende wesentliche Parameter wurden dabei verwendet:

Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt): 1,81 % (i. Vj. 1,78 %)

(Vergleichswert 7-Jahres-Durchschnitt: 1,73 %; Vj. 1,44 %)

Rententrend: 2,30 % p. a. (i. Vj. 2,30 % p. a.)

Gehaltstrend: 0,00 % p. a. (i. Vj. 0,00 % p. a.)

Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit der PUC-(Projected Unit Credit) Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde der pauschalierte durchschnittliche Marktzins zur Abzinsung verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 92 (Vorjahr T€ 514). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Es wurden zum Bilanzstichtag Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 8.609 im Konzern mit dem beizulegenden Wert (entspricht den Anschaffungskosten) von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 2.451 verrechnet. Gemäß § 246 Abs. 2 und § 277 Abs. 5 HGB wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen saldiert mit Erträgen aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von T€ 214 (Vj. T€ 207) im Zinsergebnis ausgewiesen. Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen wurden mit Erträgen aus der Auflösung sowie dem Verbrauch (Pensionszahlungen) der Pensionsrückstellungen bzw. der Veränderung der Aktivwerte verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten insbesondere Beträge für ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, zu erbringende Gewährleistungen, Tantiemen, Boni sowie sonstige Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

12. Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten des Konzerns weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):

Gesamtbetrag Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr davon > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.644 4.644 0 0
(Vorjahr) (1.198) (912) (286) (0)
Erhaltene Anzahlungen 4.417 4.417 0 0
(Vorjahr) (1.638) (1.638) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.601 4.601 0 0
(Vorjahr) (9.935) (9.935) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.150 67.150 0 0
(Vorjahr) (39.253) (39.253) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.666 4.666 0 0
(Vorjahr) (12.791) (12.791) (0) (0)
Insgesamt 85.478 85.478 0 0
(Vorjahr) (64.815) (64.529) (286) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen kurzfristige Kontokorrent-Verbindlichkeiten bei einer Tochtergesellschaft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 981 (Vj. T€ 2.313) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 157 (Vj. T€ 1.124) enthalten.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

13. Umsatzerlöse

Im Folgenden ist eine Aufgliederung der konsolidierten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten sowie nach geographisch bestimmten Märkten (Fakturierungsort) vorgenommen worden (die in Klammern genannten Beträge betreffen das Vorjahr):

Inland Ausland Gesamt
T€ T€ T€
Floatglas 1.361 20.910 22.271
(46.995) (38.516) (85.512)
Beschichtetes Basisglas 7.018 68.919 75.937
(49.404) (94.761) (144.164)
Isolieralas 72.518 104.582 177.100
(80.940) (115.194) (196.134)
Sicherheitsglas 11.971 23.231 35.202
(41.102) (37.774) (78.876)
Anlagenbau 141 2.754 2.895
(715) (13.576) (14.291)
Handelswaren 16.048 14.891 30.939
(37.240) (20.637) (57.877)
Sonstige Umsätze (inkl. Lizenzen) 1.791 3.433 5.224
(2.740) (481) (3.221)
Konzernumsatz 110.848 238.720 349.568
(259.136) (320.939) (580.075)

14. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrafen die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde.

15. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.137 (Vj. T€ 2.061) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.961 (Vj. T€ 2.426) enthalten.

16. Personalaufwand/Personalbestand

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:

2023 Vorjahr
Angestellte 312 341
Gewerblich Tätige 909 1.009
Auszubildende 41 40
Insgesamt 1.262 1.390

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 972 (Vj. T€ 1.400) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 21) angefallen.

18. Erträge (i. Vj. Aufwendungen aus Verlustübernahme aus Beteiligungen an von) assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Erträge (i. Vj. Aufwendungen aus Verlustübernehme) von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrafen die AGC Glass Osterweddingen GmbH (vormals: AGC f | glass GmbH), Sülzetal.

19. Zinsergebnis

2023 Vorjahr
T€ T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.329 295
- davon aus verbundenen Unternehmen (1.002) (52)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 487 - 1.279
- davon an verbundene Unternehmen (0) (0)
Insgesamt 842 - 984

Im Zinsergebnis sind Erträge aus der Abzinsung bzw. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten (vgl. Tz. 11).

20. Steuern

2023 Vorjahr
T€ T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- Inland - 196 - 10.724
- Ausland - 2.384 -4.101
Latente Steuern
- Inland - 252 363
- Ausland -2 - 5.296
Insgesamt - 2.834 - 19.758
sonstige Steuern
- Inland - 528 - 1.789
- Ausland - 554 - 709
Insgesamt - 1.082 - 2.498

Im Konzernsteueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag 2023 sind Aufwendungen - nach Saldierung mit Erträgen - in Höhe von T€ 254 (Vorjahr T€ 4.933) aus der Veränderung von aktiven sowie passiven latenten Steuern enthalten, die im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Bewertungsunterschiede stammen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern im Konzern werden unter der Position "Latente Steuern" dargestellt.

Globale Mindestbesteuerung

Der Konzern ist in Deutschland ansässig, das die neue Gesetzgebung zur Globalen Mindestbesteuerung mit Wirkung für ab nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Wirtschaftsjahre umgesetzt hat. Der Konzern ist dabei, die notwendigen internen Maßnahmen einmalig für das Jahr 2024 zu ergreifen, um die neue Gesetzgebung vollständig zu erfüllen. Da das neue Steuergesetz in Deutschland erst ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023.

21. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter

Im Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Oktober 2005 zwischen der IP International und der INTERPANE AG wurde dem Minderheitsgesellschafter der INTERPANE AG eine Mindestdividende (brutto T€ 704 p. a.) garantiert. Mit Neufassung des Ergebnisabführungsvertrages vom 9. November 2023 wird keine Garantiedividende mehr an den Minderheitsgesellschafter gezahlt.

D. SONSTIGE ANGABEN

22. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind an Leasing-, Miet- und Pachtverträge zu erwähnen:

Gesamtbetrag 2024 ff. Jahresbetrag 2023
T€ T€
INTERPANE Glas Industrie AG 5 22
INTERPANE Isolierglas GmbH 47 27
INTERPANE E&B GmbH 28 34
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth 215 72
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Häsen 80 44
AGC INTERPANE Architectural Glass GmbH, Plattling 750 920
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Hildesheim 59 57
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 390 187
AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH 14 50
INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co. KG, Parndorf 165 83
Summe 1.753 1.496

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Eventualverbindlichkeiten oder sonstige nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen.

23. Bildung von Bewertungseinheiten

Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung und Reduzierung der Risiken aus Schwankungen von Fremdwährungspositionen zwischen Auftragseingang und Auftragsabschluss eingesetzt. Zukünftige, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Fremdwährungseinzahlungen aus dem Isolierglasobjektgeschäft in Nordamerika werden mit dem aktuellen Wechselkurs bei Vertragsabschluss durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da alle wertbestimmenden Faktoren aus Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, erfolgt die Beurteilung der Wirksamkeit mittels der Critical-Terms-Match-Methode. Das Grundgeschäft und das Devisentermingeschäft werden zu einer Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode, d. h. die eintretenden wirksam abgesicherten Wertveränderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden nicht erfasst.

Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte in US-Dollar in Höhe eines Nominalwertes von T€ 408 (Vorjahr T€ 385) abgeschlossen.

24. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 314 Nr. 25 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind und über die zu berichten wäre, ergaben sich nicht.

25. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde

Herrn Jörn C. Hesselbach, Geschäftsführer, Meggen / Schweiz (bis zum 5. Juli 2023 gem. Eintragung im Handelsregister).

Herrn Frederic Thys, Vice President Finance AGC Architectural Glass Europe and Americas Company, Wezembeek-Oppem / Belgien.

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

26. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr wurde die Befreiung nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

27. Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, belief sich auf T€ 352 (Vorjahr T€ 324), und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

28. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 94.347 auf neue Rechnung vorzutragen.

29. Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen ist die AGC Inc., Tokio/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird auf der Homepage der AGC Inc. veröffentlicht.

 

Lauenförde, 8. November 2024

Frédéric Thys

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Anschaffungs-oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Erst- / Entkonsolidierung Zugänge
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.727.320 -1.443.001 36.223
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.634.904 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 55.482
56.362.224 -1.443.001 91.705
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.800.325 -43.734.427 294.842
2. Technische Anlagen und Maschinen 270.128.464 -166.280.012 208.547
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.478.938 -4.312.956 1.295.022
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.554.060 -2.461.170 6.373.387
421.961.787 -216.788.565 8.171.798
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.656 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 22.190.713 0 1.195.488
3. Übrige Beteiligungen 700 0 0
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 0 12.947.094 0
5. Sonstige Ausleihungen 72.102 -14.371 29.927
22.333.171 12.932.723 1.225.415
Summe Anlagevermögen 500.657.182 -205.298.843 9.488.918
Anschaffungs-oder Herstellungskosten
Umgliederung Abgänge Stand 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.285 -530.555 9.841.272
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 44.634.904
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 55.482
51.285 -530.555 54.531.658
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.788.468 -156.468 72.992.740
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.166.530 -2.637.752 104.585.777
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.559 -2.382.607 24.373.956
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -5.301.842 -2.761 6.161.674
-51.285 -5.179.588 208.114.147
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 -250 69.406
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 23.386.201
3. Übrige Beteiligungen 0 0 700
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 0 0 12.947.094
5. Sonstige Ausleihungen 0 -53.085 34.573
0 -53.335 36.437.974
Summe Anlagevermögen 0 -5.763.478 299.083.779
Kumulierte Anschreibungen
Stand 01.01.2023 Erst- / Entkonsolidierung Zugänge
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.886.600 -1.111.442 349.041
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.634.904 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
55.521.504 -1.111.442 349.041
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.712.455 -29.892.645 2.540.057
2. Technische Anlagen und Maschinen 227.805.452 -143.862.824 6.111.614
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.965.977 -3.978.822 1.808.490
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.151 0 0
330.516.035 -177.734.291 10.460.161
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Übrige Beteiligungen 0 0 0
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
0 0 0
Summe Anlagevermögen 386.037.539 -178.845.733 10.809.202
Kumulierte Anschreibungen
Umgliederung Abgänge Stand 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1 -530.451 9.593.747
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 44.634.904
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
-1 -530.451 54.228.651
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 -156.467 51.203.401
2. Technische Anlagen und Maschinen 1 -2.637.734 87.416.509
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1 -2.375.456 19.420.188
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 32.151
1 -5.169.657 158.072.249
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Übrige Beteiligungen 0 0 0
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
0 0 0
Summe Anlagevermögen 0 -5.700.108 212.300.900
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.525 840.720
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 55.482 0
303.007 840.720
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.789.339 36.087.870
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.169.268 42.323.012
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.953.768 5.512.961
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.129.523 7.521.909
50.041.898 91.445.752
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.406 69.656
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 23.386.201 22.190.713
3. Übrige Beteiligungen 700 700
4. Ausleihungen an verbundene/assoziierte Unternehmen 12.947.094 0
5. Sonstige Ausleihungen 34.573 72.102
36.437.974 22.333.171
Summe Anlagevermögen 86.782.879 114.619.643

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 5.120.000 94.770.481 404.887
gezahlte Dividenden
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2022 5.120.000 94.770.481 404.887
gezahlte Dividenden
Entkonsolidierung Teilkonzern Frankreich - 404.887
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2023 5.120.000 94.770.481 0
Mutterunternehmen
Konzernbilanzgewinn/-verlust Konzernjahresüberschuss Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 2.670.546 33.011.172 102.965.915
gezahlte Dividenden
Konzerngesamtergebnis 40.971.736 40.971.736 40.971.736
Stand 31.12.2022 43.642.282 73.982.908 143.937.651
gezahlte Dividenden - 13.582.341 - 13.582.341 - 13.582.341
Entkonsolidierung Teilkonzern - 404.887 - 404.887
Konzerngesamtergebnis 64.286.874 64.286.874 64.286.874
Stand 31.12.2023 94.346.815 124.282.554 194.237.297
Nicht beherrschende Anteile
Anteil am Konzern-Kapital Anteil am Konzern-Ergebnis Eigenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 9.923.556 -3.192.647 6.730.909 109.696.824
gezahlte Dividenden -704.000 -704.000 -704.000
Konzerngesamtergebnis 711.885 711.885 41.683.621
Stand 31.12.2022 9.923.556 -3.184.762 6.738.794 150.676.445
gezahlte Dividenden -704.000 -704.000 - 14.286.341
Entkonsolidierung Teilkonzern 0 - 404.887
Konzerngesamtergebnis 116.283 8.280 124.563 64.411.437
Stand 31.12.2023 10.039.839 -3.880.482 6.159.357 200.396.653

Konzernkapitalflussrechnung

2023 2022
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss vor Fremdanteilen 64.295.153 41.683.621
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen 10.809.203 13.060.953
+/- Buchverluste/Buchgewinne aus Sachanlageabgängen -199.178 32.956
+ Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -1.195.488 50.058
+/- Veränderung Pensionsrückstellungen -2.435.297 490.480
Cash-Flow 71.274.393 55.318.068
(-) Zunahme / (+) Abnahme der Aktiva:
Vorräte 22.700.560 -5.383.298
Forderungen -106.428.999 -36.028.551
Rechnungsabgrenzungsposten 256.889 -95.477
Latente Steuern 2.321.012 4.933.096
(+) Zunahme / (-) Abnahme der Passiva:
Sonderposten -7.262 -16.019
Steuerrückstellungen -2.294.117 608.612
Übrige Rückstellungen -18.014.455 4.680.884
Verbindlichkeiten 17.216.873 12.257.305
Rechnungsabgrenzungsposten 204.000 0
(+) Zinsaufwendungen / (-) Zinserträge -913.209 984.237
(+) Ertragsteueraufwand / (-) -ertrag 2.834.031 19.758.205
(+) erhaltene / (-) geleistete Ertragsteuerzahlungen -2.834.031 -19.758.205
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -13.684.315 37.258.856
(+) Einnahmen / (-) Ausgaben bzgl. Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 201.408 31.179
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 52.860 0
- Auszahlungen für Zugänge von immateriellen Vermögensgegenständen -91.704 -70.119
- Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagevermögen -8.171.797 -12.607.776
- Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagevermögen -29.927 -37.051
+ erhaltene Zinsen 1.400.454 295.112
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -6.638.706 -12.388.655
(+) Einnahmen / (-) Ausgaben bzgl. Finanzierungstätigkeit
- Tilgung / + Neuaufnahme von Bankverbindlichkeiten 3.446.507 -41.535.042
- Gewinnausschüttungen -13.582.343 0
- Erhöhung Anteile anderer Gesellschafter 124.564 0
- Auszahlungen an Fremdgesellschafter -704.000 -704.000
- gezahlte Zinsen -487.245 -1.279.348
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -11.202.517 -43.518.391
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -13.684.315 37.258.856
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -6.638.706 -12.388.655
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -11.202.517 -43.518.391
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 26.048.223 0
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 14.130.825 32.779.015
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 8.653.510 14.130.825

Der Finanzmittelbestand umfasst Schecks, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Kapitalflussrechnung erfolgte entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der INTERPANE International Glas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Litmathe, Wirtschaftsprüfer

Özgüc, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Konzernabschluss wurde am 4. Dezember 2024 festgestellt.

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