Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 28267
Eingetragen
20.8.1981
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Leuchten, die projektbezogene Beleuchtungsplanung, die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Beleuchtungszubehör und Komponenten jeglicher Art, die Vermittlung von Montagearbeiten und das Einschalten von Subunternehmen für Montage.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lasse Ehmsen
seit 19.4.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Rabe
seit 16.7.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Jessica Felicia Schilling
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jessica Felicia Schilling
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Max Franke GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Max Franke GmbH, Hamburg

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Max Franke GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" oder auch "MAX FRANKE") ist ein Familienunternehmen, das seinen Ursprung im Jahr 1897 hat und seit 1920 von der Familie Schilling geführt wird. Zunächst war es ein Handelsunternehmen, das mit hochwertigen Produkten aus der Glas- und Elektroindustrie gehandelt hat. Heute steht MAX FRANKE als Leuchtenhersteller für professionelle Beleuchtungskonzepte in den Bereichen Retail, Office und Living.

Das P(oint) O(f) L(ight) ist der Firmensitz von MAX FRANKE. Hier befinden sich unter einem Dach die Büros mit der Lichtplanung, Auftragsabwicklung, Projektsteuerung, Einkauf und der Geschäftsleitung, genauso wie die Fertigung mit Produktion, Konstruktion und Lichtwerkstatt sowie die Logistik mit Lagerhaltung und Versand. Das POL befindet sich an der Osdorfer Landstraße 174-176 im Stadtteil Hamburg-Osdorf.

Die Leistungen von MAX FRANKE umfassen:

• Entwicklung von Beleuchtungskonzepten und maßgeschneiderten Produkten

• Durchführung von Lichtplanungen und lichttechnischen Berechnungen

• Auftragsbezogene Produktion & Just-in-Time Anlieferung

• Ausschwenken der Leuchten vor Ort & Konfiguration der Lichtsteuerung

• Showroom & Seminare

• Wirtschaftlichkeitsberechnungen & Finanzierung

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der Gesellschaft liegt in der Belieferung großer Filialketten mit Lichttechnik.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

(Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des Statistischen Bundesamtes).

In der Lichtindustrie war die Entwicklung neuer Lichttechniken und zusätzlicher Funktionen selten so rasant, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Mit der professionellen Nutzung moderner LED-Technik und der damit einhergehenden Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten ergeben sich ständig neue Anwendungsfelder. Die Entwicklung geht von der nüchternen Notwendigkeit des Raumerhellens über die Mitgestaltung und Inszenierung der Architektur bis hin zur multimedialen Anwendung mit ungeahntem Zusatznutzen. Licht als Bestandteil des IoT ("Internet of Things") ist aufgrund der prominenten Plazierung einer jeden Leuchte ein nicht zu unterschätzender Mehrwert. Dieser Umstand sorgt dafür, dass die Leuchten der Zukunft mit immer umfangreicheren und zweckfremden Sensoren ausgestattet und so zu einem der wichtigsten Taktgeber in diesem Bereich werden. Gleichzeitig steht der Leuchtenmarkt unter hohem Preis- und die Teilnehmer unter Kostendruck. Es findet weiterhin eine Konsolidierung im Markt statt. Kleinere Anbieter werden von größeren aufgekauft. Kundenfokussierung und Dienstleistungsangebote sowie Innovationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die nötigen Themen, um am Markt zu bestehen.

Trotz der herausfordernden Marktsituation und bedingt durch Großkunden konnten der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert und der Rohertrag verbessert werden. Operativ verlief das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erwartungen. Der Jahresüberschuss stieg von TEUR 344 im Vorjahr auf TEUR 656 im Berichtsjahr. Die Max Franke GmbH beschäftigte zum Jahresende insgesamt 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Teilzeitkräfte (ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögens- und Finanzlage

Die Kunden von MAX FRANKE erwarten eine permanente Lieferfähigkeit in Breite und Tiefe. MAX FRANKE schließt mit seinen Kunden langfristige Verträge ab, in denen die Pflicht zur Abnahme von Lagerbeständen bei Vertragsende vertraglich vereinbart ist. Der Vorratsbestand und damit auch die Kapitalbindung konnte durch eine Optimierung der Warenwirtschaft von TEUR 8.781 im Vorjahr auf TEUR 7.370 zum Bilanzstichtag reduziert werden.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 245 (TEUR 764; Vorjahr: TEUR 1.009) resultiert aus den niedrigeren Umsatzerlösen zum Jahresende. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich überproportional um TEUR 1.177.

Die Max Franke GmbH ist zu 29% (Vorjahr: 19%) durch Eigenkapital (TEUR 3.006; Vorjahr: TEUR 2.350) finanziert. Grund für die deutliche Verbesserung der Eigenkapitalquote ist die erneute vollständige Thesaurierung des Bilanzgewinns sowie die im Vergleich zum Vorjahr geringere Bilanzsumme.

Für Risiken aus einer passiven Patentrechtsklage aus dem Dezember 2023 hat die Gesellschaft aus Vorsichtsgründen eine Rückstellung von TEUR 300 gebildet, die mögliche Schadensersatzzahlungen sowie Anwalts- und Prozesskosten berücksichtigt. Zusammen mit höheren Tantiemeverpflichtungen führte dies zu dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 698 auf TEUR 1.192 zum Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 1.572 auf TEUR 1.873. Auschlaggebend war vor allem die vollständige Tilgung von drei kurzfristigen Geldmarktkrediten, die am Bilanzstichtag des Vorjahres noch mit TEUR 1.200 valutierten. Darüber hinaus wurde ein KfW Darlehen in Höhe von TEUR 100 und ein weiteres Geldmarktdarlehen in Höhe von TEUR 250 getilgt.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 534 resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber zwei nahestehenden Gesellschaften.

Der Cash flow aus der operativen Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr positiv. Abzüglich des negativen Cash flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit verringerte sich der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 161.

Als Resultat verringerte sich die Bilanzsumme um TEUR 2.111 (-17%) auf TEUR 10.407.

b. Ertragslage

Die Max Franke GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 656 (Vorjahr: TEUR 344). Das Rohergebnis der Gesellschaft erhöhte sich von TEUR 8.318 im Vorjahr auf TEUR 9.564 im Berichtsjahr.

Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie höheren Einmalzahlungen im Berichtsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Dies ist auf niedrigere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (-TEUR 179) und Ausgangsfrachten (- TEUR 95) zurückzuführen, wobei den geringeren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung überproportional geringe Erträge aus der Währungsumrechnung (- TEUR 339) in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüberstehen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 1.079 gegenüber TEUR 634 im Vorjahr, was einer Steigerung von TEUR 445 entspricht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen ist in erster Linie von der Umsatzentwicklung abhängig. MAX FRANKE verwendet daher die Umsatzerlöse und den Rohertrag im Zeitablauf als finanzielle Leistungsindikatoren zur Überwachung der Unternehmensziele. Darüber hinaus wird die Liquidität zur Steuerung des Unternehmens laufend überwacht.

4. Gesamtaussage

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds sehr positiv verlaufen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von MAX FRANKE als stabil eingeschätzt. Die Ertragslage ist geprägt von einem gestiegenen Rohergebnis bei höheren Personalaufwendungen, was sich in einem deutlich höheren EBIT widerspiegelt. Das langfristige Vermögen der Gesellschaft ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die kurzfristigen Schulden sind vollständig durch kurzfristig fällige Forderungen und liquide Mittel gedeckt. Die Gesellschaft konnte erneut eine nachhaltig stabile wirtschaftliche Entwicklung mit einer ausreichenden Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was der Prognose des Vorjahres entsprach.

III. Prognosebericht

1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einer Rezession im Jahr 2023 dürfte die Konjunktur in Deutschland 2024 stagnieren. Die Binnennachfrage wird im laufenden und im kommenden Jahr langsam anziehen, da sich das reale Lohnwachstum fortsetzt. Es wird jedoch erwartet, dass angesichts anhaltend hoher Finanzierungskosten die Investitionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Die Exporte dürften sich 2025 langsam erholen. Angetrieben von der Binnennachfrage dürfte das BIP-Wachstum 2025 moderat steigen. Die Haushaltskonsolidierung setzt sich fort, wobei das öffentliche Defizit und die Schuldenquote allmählich sinken. In der EU wird von einem BIP-Wachstum von 1% ausgegangen.

(Quelle: Pressemitteilungen der Europäischen Kommission vom 15. Mai 2024).

2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung (ohne unvorhergesehene Sondereffekte)

Die aktuelle Planung der Gesellschaft geht für das Jahr 2024 von einem weiterhin stabilen und positiven Betriebsergebnis (EBIT) bei leicht rückläufigen Umsatzerlösen aus. Geplant sind für das Jahr 2024 derzeit Umsatzerlöse von rund EUR 22 Mio. Durch Effizienzsteigerungen und weiteren Maßnahmen zur Margenoptimierung wird das Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Den gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und ungelösten globalen Krisen trägt die Gesellschaft in Form einer konservativen Ergebnisplanung Rechnung, die für das Geschäftsjahr 2024 keine weitere Steigerung des Rohertrags vorsieht.

In den Jahren 2021 und 2022 waren die Kosten für Rohstoffe, Komponenten und (Transport-)Logistik deutlich gestiegen, die teilweise nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Regelmäßig finden Lieferantenbesuche des Einkaufs- und Produktmanagements von MAX FRANKE in China statt, um unter anderem Preise und Liefermengen zu besprechen. In 2023 haben sich die Transportkosten wieder normalisiert. Diese sind in 2024 jedoch wieder deutlich gestiegen.

Durch die kundenspezifische Produktorientierung und den hohen Dienstleistungsanteil wird MAX FRANKE auch im Geschäftsjahr 2024 den hohen Marktanforderungen gewachsen sein und eine sehr gute Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten können. Daher könnte in 2024 der eine oder andere Neukunde hinzukommen.

Wesentliche Investitionen werden nicht erwartet. Kleinere Investitionen werden aus dem laufenden Cash flow finanziert.

Im März 2024 ist der geschäftsführende Gesellschafter Herr Philipp Schilling leider verstorben. Das Unternehmen wird von Frau Jessica Schilling weitergeführt. Im März 2024 wurde ein weiterer Geschäftsführer bestellt, der in der Lichtbranche sehr gut vernetzt ist.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Begriffsbestimmung

Die MAX FRANKE ist verschiedenen allgemeinen und spezifischen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Das Ziel ist es, diese Risiken so früh wie möglich zu erkennen und ihre Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die Risikopolitik der Gesellschaft steht dabei im Einklang mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern.

2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken

a. Marktchancen und -risiken

Branchenspezifische Chancen ergeben sich vor allem aus dem Produktspektrum sowie damit einhergehende neue Kunden und Kundensegmente. Die Stärken von MAX FRANKE liegen in der hohen Kundenbindung und der Flexibilität, auf Kundenwünsche individuell reagieren zu können. Auf der Beschaffungsseite kann MAX FRANKE auf zuverlässige Liefermöglichkeiten mit langjährigen Geschäftsbeziehungen zurückgreifen.

Nach heutigem Kenntnisstand ergeben sich weder aus der Analyse der Kundennoch der Lieferantenprofile Hinweise auf wesentliche Risiken.

b. Management und Personal

Das Management Team von MAX FRANKE war über viele Jahre stabil. Die Lücke, die durch den Tod von Herrn Philipp Schilling entstand, konnte durch den neu bestellten Geschäftsführer Herrn Lasse Ehmsen geschlossen werden. Die Rekrutierung und Ausbildung von qualifiziertem Personal ist nach wie vor schwierig und steht im Fokus der Geschäftsführung, um die Stabilität des Unternehmens auf allen Ebenen langfristig zu sichern.

c. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die MAX FRANKE verfügt über ausreichende finanzielle Mittel einschließlich des working capitals, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicherzustellen.

Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Geschäftsführung nicht gesehen. Es bestehen keine wesentlichen Einzelforderungen gegenüber Kunden. Kredit- bzw. Ausfallrisiken werden durch ein adäquates Debitorenmanagement und die bonitätsstarken Kunden minimiert. Liquiditätsrisiken werden durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung bzw. das vorhandene working capital sowie freie Kontokorrentkreditlinien bei zwei Kreditinstituten minimiert. Das Liquiditätsrisiko und das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen sind somit begrenzt.

Durch die regelmäßige Kontrolle des Warenlagers und die hohe Umschlagshäufigkeit besteht zudem nur ein geringes Risiko von Fehleinkäufen und Überbevorratung.

Fremdwährungsrisiken

Forderungen und die wesentlichen Verbindlichkeiten notieren in Euro. Einige Verbindlichkeiten notieren in fremder Währung (hauptsächlich RMB und USD). Das vorhandene Fremdwährungsrisiko wird als beherrschbar angesehen und hat auch Chancen; das Risiko wird zum Teil durch Devisentermingeschäfte bei einem Kreditinstitut gesichert.

Zinsrisiko

Die Gesellschaft ist zu einem angemessenen Teil durch Eigenkapital finanziert. Daneben bestehen verzinsliche Darlehen. Der Kreditmarkt hat bereits einen deutlichen Zinsanstieg gezeigt, so dass ein erhöhtes, aber überschaubares Zinsrisiko besteht. Die Gesellschaft benötigt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Minimierung des Zinsrisikos.

3. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Angesichts der ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der positiven Ergebnisentwicklung sieht die Geschäftsführung derzeit keine Risiken, die die Geschäftsentwicklung oder den Fortbestand von MAX FRANKE gefährden könnten. Zusammenfassend wird ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken gesehen. Die Chancen liegen vor allem in der Gewinnung von Neukunden.

 

Hamburg, 6. August 2024

gez. Jessica Schilling, Geschäftsführerin

gez. Lasse Ehmsen, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 411.171,76 407.817,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.133,00 11.309,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 10.133,00 11.309,00
II. Sachanlagen 375.473,17 370.943,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.406,00 17.313,00
2. technische Anlagen und Maschinen 27.923,00 28.891,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.144,17 324.739,17
III. Finanzanlagen 25.565,59 25.565,59
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.565,59 25.565,59
B. Umlaufvermögen 9.966.395,63 12.077.439,74
I. Vorräte 7.370.055,11 8.781.449,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 859.304,93 1.397.714,43
1. sonstige Vermögensgegenstände 859.304,93 1.397.714,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.737.035,59 1.898.275,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.755,53 33.411,14
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.407.322,92 12.518.668,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.006.178,05 2.350.396,38
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 2.050.396,38 1.706.095,87
III. Jahresüberschuss 655.781,67 344.300,51
B. Rückstellungen 1.421.390,60 876.225,33
C. Verbindlichkeiten 5.979.754,27 9.292.046,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.873.077,15 3.444.621,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.077,15 24.621,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.870.000,00 3.420.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 30.011,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 30.011,51
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.106.677,12 5.817.413,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.106.677,12 5.741.847,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 50.019,18
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.407.322,92 12.518.668,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.564.250,20 8.317.739,55
2. Personalaufwand 5.061.814,05 4.195.829,66
a) Löhne und Gehälter 4.244.571,21 3.517.569,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 817.242,84 678.260,47
davon für Altersversorgung 91.344,87 88.970,22
3. Abschreibungen 172.949,12 163.670,90
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 172.949,12 163.670,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.246.101,39 3.321.100,50
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 221.383,42 400.204,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.163,20 5.503,29
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108.280,41 110.729,48
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 327.547,50 184.159,48
8. Ergebnis nach Steuern 659.720,93 347.752,82
9. sonstige Steuern 3.939,26 3.452,31
Jahresüberschuss 655.781,67 344.300,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Max Franke GmbH, Hamburg

1. Allgemeine Angaben

1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma und Sitz: Max Franke GmbH, Hamburg

Registergericht und Handelsregisternummer: Amtsgericht Hamburg, HRB 28267

1.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Max Franke GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wurde teilweise Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und bewertet.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Durchschnittsverfahren angewendet. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt. Diese umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind.

Alle erkennbaren Risiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für eine passive Patentrechtsklage, Gewährleistungs- und Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen gebildet.

3.3 Restlaufzeit der Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten TEUR (Vorjahr)
TEUR
TEUR (Vorjahr)
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.873 3.445 473 1.825
über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten TEUR (Vorjahr)
TEUR
TEUR (Vorjahr)
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.400 1.620 520 740

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.4 Mitzugehörigkeitsvermerk

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 232) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

3.5 Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft setzt Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken aus dem USD abzusichern. Es handelt sich um so genannte "Over-the Counter" Produkte (OTC-Produkte). Die Devisentermingeschäfte (Sicherungsgeschäfte) und die Fremdwährungsverbindlichkeiten bzw. schwebenden USD Geschäfte (Grundgeschäfte) wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit (§ 254 HGB) in Form von "Macro-Hedges" zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der "Critical-Term-Match-Methode" ermittelt. Danach werden sich zukünftig die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften vollständig ausgleichen. Insofern waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Unsicherheiten in den Zahlungsströmen bestehen aufgrund der fixen Devisenterminkurse nicht. Die Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheit erfolgte nach der Einfrierungsmethode

Für den Zeitraum ab 28. März 2024 bis 31. Juli 2024 wurden im Rahmen dieser USD Termingeschäfte TUSD 3.000 zu einem festen EUR Betrag erworben.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen von TEUR 417 zum Bilanzstichtag.

3.7 Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungen zu einer Rückstellung für eine passive Patentrechtsklage in Höhe von TEUR 300 enthalten.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleibt, da die Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

4.2 Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) betrug 83 , davon 42 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich und 41 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Verwaltung.

4.3 Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

• Frau Jessica Schilling, ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin

• Herr Philipp Schilling, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer bis 26. März 2024

• Herr Lasse Ehmsen, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer ab 19. April 2024

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Hamburg, 6. August 2024

gez. Jessica Schilling, Geschäftsführerin

gez. Lasse Ehmsen, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.784,70 6.300,00 0,00 47.084,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.888,53 0,00 0,00 31.888,53
2. technische Anlagen und Maschinen 37.705,20 3.510,49 0,00 41.215,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.760,06 171.187,63 -212.882,54 972.065,15
1.083.353,79 174.698,12 -212.882,54 1.045.169,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 29.564,59 0,00 0,00 29.564,59
1.153.703,08 180.998,12 -212.882,54 1.121.818,66
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.475,70 7.476,00 0,00 36.951,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.575,53 2.907,00 0,00 17.482,53
2. technische Anlagen und Maschinen 8.814,20 4.478,49 0,00 13.292,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.020,89 158.087,63 -208.187,54 638.920,98
712.410,62 165.473,12 -208.187,54 669.696,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.999,00 0,00 0,00 3.999,00
745.885,32 172.949,12 -208.187,54 710.646,90
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.133,00 11.309,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.406,00 17.313,00
2. technische Anlagen und Maschinen 27.923,00 28.891,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.144,17 324.739,17
375.473,17 370.943,17
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.565,59 25.565,59
411.171,76 407.817,76

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Max Franke GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Max Franke GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Franke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 7. August 2024

ARGENTA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katrin Jensen, Wirtschaftsprüfer

Michael Schulz, Wirtschaftsprüfer

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