Habila GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 382496
Vorher
LWV.Eingliederungshilfe GmbH
Eingetragen
19.8.2003
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungWohnheime für Menschen mit BehinderungSonstige soziale Betreuung von Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung, Betreuung und Pflege von geistig, körperlich, seelisch und mehrfach behinderten Menschen, um ihre individuelle Lebensqualität zu verbessern und ihre persönliche Autonomie zu erhöhen bzw. zu erhalten. Dies wird durch individuell abgestimmte medizinsche, psychologische, soziale und/oder berufsfördernde Maßnahmen angestrebt. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der folgenden Betriebsstätten: Der Behinderteneinrichtungen, jeweils bestehend aus Eingliederungs- und Pflegebereichen sowie den dazu gehörenden Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Heim Rabenhof Ellwangen, Behindertenheim Markgröningen, Heim Rappertshofen Reutlingen, Heim Tannenhof Ulm. Die Gesellschaft kann sich an anderen Gesellschaften, die auf den Gebieten der Förderung, Betreuung und Pflege behinderter Menschen tätig sind, beteiligen oder solche Gesellschaften gründen oder übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Cosalter
seit 30.1.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Habila GmbH

Tübingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Habila GmbH, Tübingen

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Rahmenbedingungen

Durch Beschluss der Verbandsversammlung des LWV Württemberg-Hohenzollern wurden die vier ehemaligen Regiebetriebe zum 1. Januar 2003 unter dem Dach der hierfür gegründeten gemeinnützigen LWV.Eingliederungshilfe GmbH zusammengefasst. Nach der Abwicklung des Landeswohlfahrtsverbands Württemberg-Hohenzollern wurde zum 1. Januar 2018 der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) zum Alleingesellschafter der LWV.Eingliederungshilfe GmbH. Zum 1. Februar 2019 erfolgte die Umbenennung in die Habila GmbH.

• Markgröningen, eine Einrichtung zur Pflege, Betreuung und Beratung, soziale und berufliche Integration für körper- und mehrfach behinderte erwachsene Menschen

• Rabenhof Ellwangen, eine Einrichtung für Pflege, Betreuung und Beratung, soziale und berufliche Integration für chronisch psychisch kranke erwachsene Menschen

• Rappertshofen Reutlingen, eine Einrichtung für Pflege, Betreuung und Beratung, soziale und berufliche Integration für körper- und mehrfach behinderte erwachsene Menschen

• Tannenhof Ulm, eine Einrichtung für Pflege, Betreuung und Beratung, soziale und berufliche Integration für geistig und mehrfach behinderte Menschen wurden zu einem gemeinnützigen privatrechtlichen Unternehmen der Behindertenhilfe zusammengeschlossen.

Mit Gesellschafterbeschluss Nr. 2/2008 vom 10.03.2008 wurde Herr Joachim Kiefer zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt.

Im Jahresabschluss und Lagebericht wird keine Genderkennung " * innen" verwendet, da diese Abkürzung nicht geeignet ist, um eine diskriminierungsfreie Sprache umzusetzen.

1.2. Unternehmensstruktur

1.2.1. Organisatorische Struktur im Unternehmen

Die Habila GmbH hat sich nach ihrer Gründung einem umfassenden Restrukturierungsprozess unterzogen und die Handlungsstrukturen in einem klaren Organisationsrahmen abgebildet. Im Zuge dieser Organisationsentwicklung wurden die Geschäftsbereiche "Soziale Teilhabe und Pflege" und "Berufliche Teilhabe und Qualifizierung" als ihre zwei Hauptgeschäftsbereiche definiert. Dieses Prinzip ist auf allen Ebenen der Organisation wieder erkennbar. Die Geschäftsführung mit den zentralen Abteilungen und Stabsbereichen hat ihren Sitz in Tübingen.

1.2.2. Mitarbeiterschaft im Unternehmen

In der Habila GmbH waren im Jahresdurchschnitt 2023 1.470 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 gab es 34 Auszubildende im Bereich Altenpflege und 42 im Bereich Heilerziehungspflege.

Die Habila GmbH ist Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg und bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (KVBW); es findet aufgrund Tarifbindung der Tarif TVöD-B/VKA sowie das Betriebsverfassungsgesetz Anwendung. Die Habila GmbH ist ein Tendenzbetrieb i.S.v. § 118 Abs. 1 BetrVG. Jeder der vier Kernstandorte hat einen eigenen Betriebsrat. Des Weiteren besteht ein Wirtschaftsausschuss, der i.d.R. achtmal jährlich tagt, davon mindestens viermal mit der Geschäftsführung. Für Tendenzbetriebe ist die Bildung eines Wirtschaftsausschusses gesetzlich nicht vorgesehen, bei Gründung der Habila GmbH war dies jedoch im Personalüberleitungsvertrag zugebilligt worden.

1.2.3. Sonstiges

Die Habila GmbH befasst sich seit 2015 aktiv mit dem Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Ein Steuerkreis BGM wurde ins Leben gerufen. Im Nachgang zu einer Beschäftigtenumfrage wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, die die Reduzierung von Fehlzeiten, das Betriebliche Eingliederungsmanagement, die Verbesserung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit und die Burnout-Prophylaxe unterstützen und damit das Ziel verfolgen, attraktive Arbeitsplätze für Mitarbeitende zu schaffen. Seit 2016 bietet die Habila GmbH den Mitarbeitenden mit dem Fürstenberg Institut ein EAP (Employee Assistance Program), das für Mitarbeitende und Führungskräfte kostenfreie und individuelle Beratung in allen Lebenslagen 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche bietet. Darüber hinaus werden Führungskräfte im Themenbereich "Gesund Führen" geschult und Dienstplan-Ausfallkonzepte entwickelt.

Für das Gesamtunternehmen steht der Habila ein externer Dienstleister im Bereich betriebsärztliche und sicherheitstechnische Versorgung zur Seite. Seit 2019 bestehen Krankenkassen Kooperationsvereinbarungen zur Prävention. Als fester Bestandteil der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bietet die Habila jährlich Gesundheitstage mit wechselndem Programm an, außerdem werden zusätzlich örtliche Präventions- und Entspannungsprogramme angeboten. Seit 2023 findet zur betrieblichen Gesundheitsförderung zudem ein wöchentliches Live-Training "Fit und schmerzfrei mit Spaß" mit Fokus auf Bewegungsfähigkeit und Rückenfitness mit einem zertifizierten Gesundheitstrainer sowohl in Präsenz als auch im Online-Format statt. In Kooperation mit JobRad, dem führenden Anbieter für Fahrradleasing, können Mitarbeitende seit 2021 ein steuerlich gefördertes Fahrrad über die Habila beziehen. Mit der Einführung von JobRad schafft die Habila neue Möglichkeiten und geht als Unternehmen einen großen Schritt weiter in Richtung nachhaltige und gesundheitsfördernde Mobilität.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

In seinem Jahresgutachten 2023/24 stellt der Sachverständigenrat fest, dass die Corona-Pandemie und die Energiekrise deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaftsleistung hinterlassen haben. Die Wachstumsaussichten werden gehemmt durch die Knappheit von Arbeitskräften und durch ein über Jahre rückläufiges Potentialwachstum. Verbesserte Erwerbsanreize, Reformen in der Zuwanderungspolitik, Investitionen in neue Querschnittstechnologien bis hin zu Diversifizierung globaler Wertschöpfungsketten sollen das Wachstum nachhaltig stärken. Auf rückläufige Konsumausgaben im Jahr 2023 folgt eine verhaltene Erholung aufgrund sinkender Verbraucherpreisinflation und steigender Einkommen. Die Analyse der Einkommensverteilung zeigt eine unterdurchschnittliche Entwicklung im unteren Einkommensbereich. Reformoptionen sollen den durch die demografische Alterung erhöhten Finanzierungsbedarf der Gesetzlichen Rentenversicherung und gleichzeitig die Armutsgefährdung reduzieren.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2017 ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Kraft getreten, eines der großen sozialpolitischen Vorhaben der Bundesregierung zur Verbesserung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Es wird in vier Reformstufen bis zum Jahr 2023 umgesetzt. Die Trennung der Fachleistungen der Eingliederungshilfe von existenzsichernden Leistungen hat in der Reformstufe 3 zum 01.01.2020 Umstellungsprozesse in der gesamten Organisation und den Sozialverwaltungen erforderlich gemacht. Zwischen den Trägern der Eingliederungshilfe und den Vereinigungen der Leistungserbringer wurde 2019 eine Übergangsvereinbarung zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Baden-Württemberg geschlossen, die im Jahr 2021 bis zum 31.12.2023 verlängert wurde. Im Jahr 2023 wurden für nahezu alle Leistungsangebote neue Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen sowie neue Vergütungsvereinbarungen abgeschlossen. Für die übrigen Leistungsangebote wurden sog. Umstellungsvereinbarungen in das Jahr 2024 geschlossen und die Verhandlungen fortgesetzt.

Für die Habila als einzigem Träger der Eingliederungshilfe in Baden-Württemberg mit vier Komplexeinrichtungen stellt die Umsetzung der Landesheimbauverordnung Baden-Württemberg (LHeimBauVO) eine außergewöhnlich hohe wirtschaftliche und organisatorische Herausforderung dar. Zur Umsetzung hat die Habila einen Gesamtumsetzungsplan für den Zeitraum 2018-2028 erstellt, der aufgrund umfangreicher Planungsprozesse zur städtebaulichen Entwicklung der Komplexeinrichtungen, dem Mangel an bezahlbaren und geeigneten Grundstücken für Ersatzneubauten außerhalb der Komplexeinrichtungen für den Zeitraum 2023-2032 angepasst wurde.

Auf veränderte Versorgungsstrukturen und Pflegebedarfe reagiert die Bundesregierung mit der generalistischen Pflegeausbildung, die mit dem Ausbildungsjahr 2020 startete. Die Habila hat die bereits vorhandene Funktion der Praxisanleitung für die Bereiche SGB IX und SGB XI strukturell aufgewertet und Kooperationsverträge mit Ausbildungsträgern und Einsatzstellen geschlossen. Eine spürbare Verbesserung der Ausbildungssituation kann in den Einrichtungen der Habila noch nicht festgestellt werden.

2.3. Entwicklung der Geschäftsbereiche

Im Jahr 2023 kehrten die Habila-Einrichtungen nach der Corona Pandemie zum Normalbetrieb zurück. Schutzstandards konnten sukzessive auf das Vorkrisenniveau zurückgefahren werden.

Die Durchführung der Verhandlung und die Umsetzung der Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen auf die Erfordernisse des BTHG nach den Vorgaben des Landesrahmenvertrages standen im Jahr 2023 in beiden Geschäftsbereichen im Vordergrund.

Entsprechend der Bedeutung und den Anforderungen an ein Qualitätsmanagement in den Geschäftsbereichen wurde eine zentrale Stelle geschaffen, die mit den Standorten die erforderlichen Prozesse definiert und umsetzt.

Zur Erbringung der vereinbarten Leistungen ist eine stabile Personalbesetzung in quantitativer und qualitativer Hinsicht der bestimmende Leistungsindikator in beiden Geschäftsbereichen. Maßnahmen für Personalgewinnung, -Bindung und -Entwicklung wurden weiter intensiviert.

2.3.1. Wesentliche Fachliche Entwicklungen im Geschäftsbereich Soziale Teilhabe und Pflege (STP)

In 2023 erforderten andauernde Vakanzen bei Pflege- und Betreuungsstellen den Einsatz von Personalleasingkräften in einem hohen Ausmaß. Neben den damit verbundenen hohen Personaleinsatzkosten waren fehlende Routinen und mangelnde Kontinuität der Leasingkräfte zu kompensieren. Die Auslastung der Plätze erfolgte unter Abwägung der qualitativen und wirtschaftlichen Zumutbarkeit.

Im Berichtsjahr lag die Auslastung der geplanten Plätze insgesamt bei 90 %. Auch aufgrund einer weiteren Platzreduzierung zur Umsetzung der LHeimBauVO ging die Belegung zum Vorjahr um 4 % zurück. Die Anzahl der Klienten in der ambulanten Betreuung ist unverändert geblieben.

Für die Pflegeeinrichtungen der Habila wurde in 2023 mit der Umstellung nach § 113c SGB XI -Personalbemessung in vollstationären Pflegeeinrichtungen nach dem Elften Sozialgesetzbuch- begonnen. Neben einem veränderten quantitativen und qualitativen Personalmix hat dies auch einen enormen Organisationsentwicklungsprozess zur Folge. Aufgaben werden zwischen den unterschiedlichen Qualifikationsniveaus neu verteilt und Fachkräfte werden zunehmend mit Aufgaben der Planung, Delegation und Überwachung betraut.

Zur Gewinnung von Fachkräften der Heilerziehungspflege wurde in Kooperation mit verschiedenen Ausbildungsstätten das Programm Queraufstieg entwickelt. Dieses ist eine Alternative zur Schulfremdenprüfung und ermöglicht Hilfskräften mit entsprechendem Erfahrungshintergrund die Qualifikation zur Fachkraft ohne Gehaltseinbußen.

Der unter dem Dach der Habila GmbH tätige ambulante Pflegedienst AuK (Alten- und Krankepflegestation) in Reutlingen konnte aufgrund von fehlenden Fachkräften sein Leistungsangebot im Berichtsjahr nicht weiter ausbauen.

Darüber hinaus wurde die Konversion der Einrichtungen weiter vorangetrieben:

• Für das Wohn.Haus "Rotes Haus" am Standort Tannenhof Ulm wurden die Verhandlungen für einen Alternativstandort fortgesetzt. Im Berichtszeitraum wurden zur Umsetzung der LHeimBauVO Wohnplätze abgebaut.

• Der LIBW (Langzeit intensiv betreutes Wohnen) -Ersatzneubau am Standort Tannenhof Ulm soll 2024 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Zur Umsetzung der LIBW-Konzeption wurden Maßnahmen zur Personalgewinnung ergriffen.

• Am Standort Markgröningen wurden im Wohn.Haus 3 zur Umsetzung der LHeimBauVO Plätze abgebaut. Investorenmodelle bzw. ein Ersatzneubau in der Region haben sich aus baurechtlichen, wirtschaftlichen Gründen zerschlagen. Die Zustimmung zur planerischen Voruntersuchung auf dem Gelände der Komplexeinrichtung wurde durch den AEI (Ausschuss für Eingliederungshilfe- und Integrationsgesellschaften) erteilt.

• Der Planungsprozess für die Entwicklung der Komplexeinrichtung zu einem Stadtquartier wurde fortgeführt. Vorbereitungen für die weitere Auftragsvergabe sind getroffen und ein Baubeginn wird Anfang 2025 angestrebt.

• Für den Ersatzneubau Wohnen und Pflege am Standort Rabenhof Ellwangen wurde die Zustimmung zur planerischen Voruntersuchung auf dem Gelände der Komplexeinrichtung durch den AEI-Gesellschafterausschuss erteilt.

2.3.2. Wesentliche Fachliche Entwicklungen im Geschäftsbereich Berufliche Teilhabe und Qualifizierung (BTQ)

Im Berichtsjahr stand die Umsetzung der Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen für die Werkstätten im Mittelpunkt. Hierzu wurden organisatorische Regelungen zur zentralen Steuerung der notwenigen Prozesse getroffen.

In den Werkstätten insgesamt und besonders im Förder- und Betreuungsbereich steigt der pflegerische Unterstützungsbedarf. Um diesem gerecht zu werden und die Refinanzierung zusätzlicher Stellen zu gewährleisten wurden in den BTHG-Verhandlungen entsprechende Personalschlüssel vereinbart und umgesetzt.

Der Bereich BTQ fördert die Durchlässigkeit in den einzelnen WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) -Leistungsangeboten. Den Klienten soll es ermöglicht werden, bei Bedarf leicht zwischen den Angeboten einer Förder- und Betreuungsgruppe, dem Berufsbildungsbereich und differenzierten Arbeitsangeboten zu wechseln und sich auszuprobieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung von Praktika mit Job-Coaching bis zur Vermittlung auf Stellen im ersten Arbeitsmarkt oder in Inklusionsfirmen gelegt.

Die Habila Werkstätten sind nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und als Bildungsträger nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) anerkannt.

Im Berichtsjahr lag die Auslastung der geplanten Plätze insgesamt bei 92 %. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Belegung im BTQ-Bereich um 3 % zurück, davon in den Fördergruppen um 2%, im Berufsbildungsbereich um 14 %, im Arbeitsbereich um 1 %.

2.4. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind:

1. Umsatz/Gesamtleistung

2. Ergebnis (Jahresüberschuss, da Ertragssteuern zu vernachlässigen sind)

Im Berichtsjahr ist insgesamt ein Rückgang der Anzahl betreuter Personen zu verzeichnen, was u.a. auf den Personalmangel am Arbeitsmarkt zurück zu führen ist. Dem Personalmangel wurde mit der Intensivierung von Maßnahmen zur Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie durch den Einsatz von Personalleasingkräften entgegengewirkt. Diese zusätzlichen Kosten im Berichtsjahr haben zu einem negativen operativen Ergebnis geführt, das durch die Auflösung von Rückstellungen aufgefangen wurde.

2.4.2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse aus Pflege und Betreuung insgesamt um 8 % gestiegen und entsprechen der Prognose. Von der Steigerung entfällt eine Umsatzerhöhung auf die Erweiterung der ambulanten Leistungen als auch auf das Ergebnis der Vergütungsverhandlungen zur Refinanzierung der Personal- und Sachkosten.

Die WfbM-Umsätze aus Produktion-, Auftragsfertigung und Dienstleistungen liegen 21 % unter dem Vorjahr und 10 % unter der Prognose. Die innerbetrieblichen WfbM-Umsätze sind um 5 % zum Vorjahr und um 9 % zur Prognose gestiegen. Zum Ende des Berichtsjahres machten sich erste Auftragsrückgänge bemerkbar. Vereinzelt haben Industriekunden Kurzarbeit angemeldet. Abhängigkeiten von marktspezifischen Schwankungen bei industriellen Kunden wird durch eine ständige Neuakquise vorgebeugt.

Die wesentlichen Erfolgsdaten stellen sich somit wie folgt dar:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Umsatz Habila GmbH 90.568 87.248
Davon
Vollstationär 63.159 59.535
teilstationär/ambulant 15.202 13.273
WfbM 6.589 8.378
Übrige 5.619 6.062
Gesamtleistung 90.525 87.174
betriebliche Aufwendungen 103.877 98.099
Betriebsergebnis 373 108
Finanzergebnis -52 -6
Steuern 74 46
Jahresüberschuss 246 56

Ein außergewöhnlicher einmaliger Ergebnisbeitrag entfällt auf die Auflösung der Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen und Außenverpflichtungen mit 3.157 TEUR.

Der Personalaufwand hat sich zum Vorjahr um 6 % und zur Prognose um 1 % erhöht. Das liegt in den tariflichen Lohnsteigerungen begründet sowie in einem sukzessiven Personalaufbau zur Erfüllung der Personalausstattung gemäß der ab 1.1.2024 umzusetzenden Leistungsvereinbarungen.

Im Bereich Materialaufwand sind die Energiekosten trotz Strompreisbindung und Energiepreisbremse um 21 % zum Vorjahr und um 1 % zur Prognose gestiegen. Die Kosten für Fremdleistungen ohne Personalleasing sind um 12 % zum Vorjahr und um 4 % zur Prognose gestiegen. Im Berichtsjahr wurden für Personalleasingkräfte zusätzlich zum Vorjahreswert 1.964 TEUR aufgewendet. Die WfbM-Auftragsbedingten Aufwendungen sind entsprechend der Auftragslage zum Vorjahr um 29 % und zur Prognose um 11 % zurückgegangen.

Im Bereich sonstiger betrieblicher Aufwand sind die Kosten für Personalbeschaffung, Fort- /Weiterbildung und Ausbildung um 39% zum Vorjahr und zur Prognose gestiegen.

2.4.2. Finanzlage

Die Habila GmbH ist sämtlichen Zahlungsverpflichtungen des Berichtsjahres nachgekommen und arbeitet, trotz Rückgang der Bankguthaben um fast die Hälfte, mit einer soliden Liquidität. Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Ausgaben für Personalleasingkräfte von 2.295 TEUR, auf ausgebliebene Umsatzsteigerungen durch eine geringere Auslastung begleitet von einer sukzessiven Stellenmehrung.

Es wurden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Insiva GmbH auf 838 TEUR aufgebaut. Im Gegenzug haben sich die Forderungen aufgrund von Verrechnungen im Wesentlichen der Insiva GmbH zwischen den Gesellschaften auf 1.098 TEUR sowie gegen die Gesellschafterin um TEUR 79 auf 121 TEUR erhöht. Die Investionsdeckung (Nettoinvestitionen des Sachanlagevermögens / planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen) von 59 % (Vorjahr: 70 %) kündigt bereits dringend nötige Investitionen in die Wohnhäuser nach LheimBauVO an.

2.4.3. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 43 % des Gesamtkapitals. Die Bruttoanlagenzugänge i.H. von 1.082 TEUR beinhalten im Wesentlichen 812 TEUR Ersatzbeschaffungen für Einrichtungen und Ausstattungen der Kernstandorte und 270 TEUR für immaterielle Vermögensgegenstände.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 % reduziert. Die Investitionsentscheidungen für die Software zur Bewohnerverwaltung, Planung, Dokumentation und Abrechnung ist für ein SaaS Modell Software-as-a-Service gefallen und wird in den Jahren 2024-2025 umgesetzt.

Der Bestand an Forderungen gegenüber Leistungsträgern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % auf 3.652 TEUR leicht erhöht. Die Anzahl der Forderungen und Wertberichtigungen insgesamt wurden abgebaut, sind jedoch gegenüber Sozialhilfeträgern angestiegen. Das Leistungsangebot AWS (Assistenz im Wohn- und Sozialraum) wurde zum überwiegenden Teil bereits in 2023 neu verhandelt. Die Umsetzung dazu mit den Leistungsträgern, von der Planung des Leistungsumfangs eines Klienten bis zur Abrechnung, hat sich bis zum Jahresende gestreckt. Seitens Habila hat die parallele Einführung und Schulung der Software Vivendi im Eingliederungshilfebereich zu zeitlich verzögerten Rechnungsstellung geführt. Sodass in der Periode Dezember 2023 ein größerer Umfang an Nachberechnungen für das Jahr 2023 erstellt wurde.

Wesentliche Bilanzzahlen der Habila GmbH:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 242 232
Sachanlagen 14.164 14.936
Finanzanlagen 163 247
Forderungen 5.704 5.039
Flüssige Mittel 5.366 10.210
Eigenkapital 12.068 11.822
Verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) 6.499 7.916
Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 2.192 2.153
Bilanzsumme 28.014 32.797

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen i. H. von 136 TEUR enthalten. Die langfristigen Verbindlichkeiten, mehr als ein Jahr Laufzeit beinhalten ausschließlich Baudarlehen und wurden planmäßig in Höhe von 773 TEUR getilgt.

2.4.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr 2023 war wirtschaftlich geprägt von kostenwirksamen Maßnahmen zur Deckung des Personalbedarfs bei gleichzeitigem Rückgang der Auslastung der Kapazitäten. Unter diesen besonderen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte nur durch den einmaligen Sondereffekt der Auflösung von Rückstellungen ein positives Ergebnis erreicht werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosen und Chancen

Die positive Entwicklung der Habila GmbH vor dem Hintergrund des zielstrebig verfolgten Inklusionsansatzes blieb im Geschäftsjahr 2023 eingebremst. Das Folgejahr 2024 wird wesentlich davon beeinflusst werden wie es gelingt, die Personalbedarfe qualitativ und quantitativ zu decken. Davon abhängig werden sich die Auslastung der Platzkapazitäten sowie die Höhe zusätzlicher Personalaufwendungen entwickeln.

3.2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden Jahr

Im Jahr 2024 ist mit erheblichen Preissteigerungen v.a. im Energiesektor zu rechnen. Die Strompreisbindung ist 2023 ausgelaufen. Im Ergebnis von Bündelausschreibungen ist bei Strom- und Heizkosten mit Preissteigerungen von bis zu 70% zu rechnen. Der Refinanzierung dieser Steigerungen sind wegen prognostischen Annahmen der Leistungsträger enge Grenzen gesetzt. Investitionen in Maßnahmen zur Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung stehen weiter im Fokus. Begrenzender Faktor ist auch hier die eingeschränkte Bereitschaft der Leistungsträger übertarifliche Aufwendungen zu refinanzieren.

Welche Auswirkungen die sich abzeichnende Rezession, und die weiter hohen Kosten für Material und Energie auf die WfbM-Auftragslage haben werden, wird sich im Laufe des Geschäftsjahres 2024 zeigen.

Bei der Konversion der Komplexeinrichtungen stehen zunehmend die Organisation sowie die Kosten der Sekundärbereiche im Blickpunkt der wirtschaftlichen Betrachtung. In der Konsequenz sollen so weit möglich, Sekundärleistungen an die Tochtergesellschaft Insiva GmbH übertragen werden.

3.3. Ausrichtung des Unternehmens im folgenden Jahr

Zur Unterstützung von Empowerment-Prozessen, Eigeninitiative und Selbstorganisation haben die von der Habila bereits eingerichteten Regionalbüros die Aufgabe sich sozialraumbezogen mit Gremien, Organisationen und Verwaltungen zu vernetzen und Menschen mit und ohne Behinderung zu beraten sowie Assistenzleistungen zu vermitteln.

Gemeinsam mit öffentlichen Institutionen und privaten Investoren setzt sich die Habila für die Schaffung barrierefreier und universell nutzbarer Wohnungen mit einer guten infrastrukturellen Anbindung ein, von denen aus bei Bedarf leicht auf Hilfs- und Betreuungsangebote zugegriffen werden kann. Bei der Leistungserbringung im Sozialraum wird zunehmend - insbesondere im Bereich der ambulanten Pflege- auf kollaborative und kooperative Strukturen gesetzt.

3.4. Geplante Änderungen in der Geschäftspolitik

Die Fortsetzung der Konversionsprozesse v.a. an den Komplexstandorten der Habila erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit Energiemanagement- und Nachhaltigkeitsstrategien und erweiterte Nutzungsüberlegungen für freiwerdende Immobilien.

3.5. Künftige Absatzmärkte für Dienstleistungen

Im Ausbau der ambulanten Angebote wird für die Habila ein Zukunftsmarkt gesehen. Dies betrifft sowohl Leistungen im Bereich "Pflege", als auch im Bereich "Assistenz im Wohn- und Sozialraum". Mit den etablierten Strukturen kann die Wirtschaftlichkeit und Innovationskraft weiter durch Ausbau der Kundenanzahl erhöht werden.

Für die Weiterentwicklung der Kompetenzzentren für Menschen mit Schwer- und Mehrfachbehinderungen, z.B. längerfristig intensiv betreutes Wohnen (LIBW) für Menschen mit einer geistigen Behinderung, die Betreuung von chronisch psychisch kranken Menschen mit Doppeldiagnosen, die Neurologische Langzeitpflege sind die fachspezifischen Rahmenbedingungen an den Kernstandorten der Habila gegeben.

Die außerordentlich hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Betreuung und Unterstützung von Menschen mit herausforderndem Verhalten wird auch von Leistungsträgern außerhalb von Baden-Württemberg genutzt. Die Nachfrage nach derart spezialisierten Leistungsangeboten nimmt zu. Mögliche Angebote für neue Zielgruppen werden geprüft.

Die Habila Werkstätten sind weiter aktiv in Kooperationen sowie im Ausbau ihrer fachlichen Kompetenzen. Angebote für sozialräumliche Beratung und Dienstleistungen für Klienten, Bürger und Verwaltungen werden ebenso weiterverfolgt wie Angebote im Bereich der beruflichen Bildung und die Beteiligung an Ausschreibungen für Maßnahmen der Agentur für Arbeit.

Die gemeinnützige Inklusionsfirma Insiva GmbH, als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Habila GmbH, ist auch weiterhin bestrebt mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen (Catering, Landschaft und Umwelt, E-Check, Dienstleistungen für Industrie und Handel, Radstation) in Abstimmung mit den Entwicklungszielen der Muttergesellschaft neue Absatzmärkte für Dienstleistungen zu finden um Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu sichern und zu schaffen.

3.6. Erwartete Ertragslage (Ergebnis-/Umsatzentwicklung)

Aufgrund der hervorragenden Vernetzung beider Geschäftsbereiche, soll es gelingen, die positive Ergebnisentwicklung der Habila GmbH unter Berücksichtigung neuer Pflege- und Betreuungsvorgaben nachhaltig und ohne Sondereffekte fortzusetzen und in 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.

Bei einem weiter angespannten Arbeitsmarkt wird die Belegung im Geschäftsjahr 2024 im Bereich STP das bisherige Kapazitätsniveau nicht erreichen. Am Standort Markgröningen werden zur Umsetzung der Vorgaben aus der LHeimBauVO Plätze weiter reduziert. Die Gesamterlöse aus den Pflege- und Betreuungstätigkeit steigen mit der Umsetzung der neuen Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen im Vergleich zu 2023 der Prognose nach um 15 %. Dem stehen steigende Aufwendungen im Personal- und Sachaufwandsbereich entgegen.

In den Habila-Werkstätten sollen die Arbeitsplätze der WfbM-Klienten durch ein Umsatzvolumen auf Vorjahresniveau gesichert werden. Die Prognose geht von einer Steigerung der WfbM-Umsätze von insgesamt 1 % aus.

3.7. Erwartete Finanzlage (geplante Investitionen und deren Finanzierung)

Zur Umsetzung der Vorgaben aus der LHeimBauVO werden in den nächsten Jahren wesentliche Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Komplexeinrichtungen durchzuführen sein. Der Gesamtumsetzungsplan zur LHeimBauVO sieht Maßnahmen bis in das Jahr 2032 vor, die z.T. von Investoren, vom Gesellschafter und von der Habila getragen werden. Investitionen der Habila werden über den sog. Investitionskostenanteil verteilt auf bis zu 40,8 Jahre durch die Leistungsträger refinanziert.

Im Jahr 2024 soll am Standort Tannenhof der Ersatzneubau für LIBW in Betrieb genommen werden, für den Habila anteilig Investitionen aus Eigenmitteln übernimmt.

Weitere Aufwendungen aufgrund der Bausubstanz der Liegenschaften und im Rahmen der Konversion werden mit dem Gesellschafter gemäß Nutzungsüberlassungsvertrag abgestimmt. Hierfür ist es zwingend erforderlich Mittel aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften.

3.8. Risikobericht

Alle das Risikomanagement der Habila betreffenden Festlegungen werden im Risikomanagement Handbuch dokumentiert. Die Identifikation von Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben oder bestandsgefährdend sind, erfolgt aus den Perspektiven Hauptrisiko: Pflege und Betreuung von behinderten Menschen in den stationären, teilstationären und ambulanten Wohn- und tagesstrukturierenden Angeboten sowie Betreuung der behinderten Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Basis- risiko: Finanz- und Personalwirtschaftliche Risiken, Infrastrukturelle Risiken, Rahmenrisiko: Organisatorische Risiken, Externe Risiken: Gesetzliche und politische Entwicklung, Trägerlandschaft. Die für die Habila wesentlichen bestandsgefährdenden Risiken werden in der Risk Map beschrieben und die Verantwortlichkeit, Auswirkung, Ursachen, vorbeugende Maßnahmen, Eintrittswahrscheinlichkeit beschrieben. Der in der Risk Map festgelegte Verantwortliche ist bei Eintritt eines Risikos für den umgehenden Informationsaustausch zwischen den betroffenen Unternehmensbereichen und die Hinzuziehung der geeigneten fachlichen bzw. kaufmännischen Bereiche zuständig. Hierdurch soll die mögliche Kumulation bzw. Wechselwirkung von Risiken frühzeitig erkannt und die Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg richtig bestimmt werden. In die Risikoanalyse ist die Geschäftsführung unmittelbar einzubeziehen. Eingetretene Risiken werden in Dokumentation Ereignisse dokumentiert. Eine regelmäßige Kontrolle über die Durchführung vorbeugender Maßnahmen sowie eine Evaluation über den Risikomanagementkreislauf der Habila wird vom Kaufmännischen Controlling durchgeführt und regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Die Refinanzierungsbedingungen von Bau- und Sanierungsprojekten an den Komplexeinrichtungen sind vor dem Hintergrund der Umsetzung der LHeimBauVO und der Strategie der Spezialisierung mit den bestehenden Förderrichtlinien erschwert und vom Einrichtungsträger allein kaum zu bewältigen. Auch um gesellschaftlich inklusive Projekte umsetzen zu können, ist die Habila bestrebt Investoren zu gewinnen. Gelingen gemeinsame Investorenprojekte nicht im erforderlichen Zeitrahmen, müssen mit den Leistungsträgern alternative Planungen abgestimmt werden. Dazu zählen Investitionen durch die Habila mit Eigen- und Fremdmitteln und Mietmodelle.

Die Möglichkeiten der Dezentralisierung von Angeboten aus den Komplexeinrichtungen in neue Landkreise sind unverändert, auch durch regionale Bedarfsplanungen, die prioritär auf die landkreisbezogene Eigenversorgung setzen, erheblich begrenzt. Die LHeimBauVO gibt eine Einrichtungsgröße von maximal 100 Plätzen besondere Wohnform an einem Standort vor. Sind die notwendigen Platzverlagerungen auf den bestehenden Standortlandkreis beschränkt, ist die Umsetzung auf die Verfügbarkeit der dort geeigneten Objekte begrenzt, andernfalls ginge dies mit einem Platzabbau für die Habila einher.

Zur Kompensation eines weiterhin angespannten Arbeitsmarktes sind Zusatzmaßnahmen zur Personalgewinnung, -Bindung und -Entwicklung sowie Personalleasing notwendig. Arbeitgeberleistungen, die über die Grundregelungen des Tarifvertrags hinausgehen, werden durch den Leistungsträger i.d.R. nicht bei der Festlegung der Vergütungen berücksichtigt.

Die durch das Bundesteilhabegesetz vollzogene Trennung der Fachleistungen der Eingliederungshilfe von den existenzsichernden Leistungen zum 01.01.2020 erfordern weiterhin erhebliche Umstellungsprozesse in den Bereichen Organisation, Leistungserbringung und Refinanzierung.

Wie die Leistungsträger künftig perspektivisch steigende Kosten - über tarifliche Kostenfortschreibungen hinaus - im Bereich Qualitätsmanagement und dynamische Kosten für Digitalisierung, IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit anerkennen und refinanzieren ist entscheidend für die Sicherstellung der BTHG-konformen Leistungsangebote.

3.9. Wesentliche Annahmen auf denen die Prognosen beruhen

Die Prognosen beruhen auf den genannten gesetzlichen bzw. tariflichen Rahmenbedingungen die im Zeitraum unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit wirken. Die Teilhabeplanungen mit den einzelnen Landkreisen, regelmäßige Vorgespräche mit Schulen und Angehörigen von Menschen mit Behinderung sind Indikatoren für die Leistungsplanung. Die erwarteten Werkstattumsätze resultieren aus der gemeinsamen Planung mit den Auftraggebern unter Berücksichtigung der erwarteten Konjunkturentwicklung.

3.10. Gesamtaussage zur Prognose

Aufgrund der soliden Unternehmensstruktur und der ungebrochen großen Nachfrage nach stationären und ambulanten Pflege- und Eingliederungshilfeangeboten blickt die Geschäftsführung optimistisch in die Zukunft. Die Habila wird sich mit ihren Möglichkeiten für Lösungsansätze der gesellschaftlichen Herausforderungen einsetzen.

 

Tübingen, den 21. Mai 2024

Habila GmbH

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.569.895,49 15.415.561,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 242.325,00 232.363,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.864,00 207.749,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.461,00 24.614,00
II. Sachanlagen 14.164.183,90 14.936.375,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.721.669,90 12.259.261,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.442.514,00 2.677.114,00
III. Finanzanlagen 163.386,59 246.822,96
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.401,72 27.401,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.984,87 219.421,24
B. Umlaufvermögen 13.370.637,98 17.333.084,45
I. Vorräte 2.301.426,62 2.084.538,83
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.238.389,72 1.920.935,34
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.844,77 13.384,25
3. fertige Erzeugnisse und Waren 43.192,13 150.219,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.703.567,62 5.038.979,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.651.888,35 3.194.345,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.098.414,22 746.412,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.098.414,22 746.412,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 953.265,05 1.098.220,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.389,34 1.864,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.365.643,74 10.209.566,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.091,31 48.361,23
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.013.624,78 32.797.007,54

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.068.305,17 11.822.086,86
I. gezeichnetes Kapital 2.010.000,00 2.010.000,00
II. Kapitalrücklage 5.836.469,66 5.836.469,66
III. Gewinnvortrag 3.975.617,20 3.919.969,30
IV. Jahresüberschuss 246.218,31 55.647,90
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.933.888,00 2.042.012,00
C. Rückstellungen 4.024.642,41 7.547.451,59
1. Steuerrückstellungen 67.800,00 30.000,00
2. sonstige Rückstellungen 3.956.842,41 7.517.451,59
D. Verbindlichkeiten 8.691.785,14 10.068.711,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.665.396,02 3.648.993,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.489.143,77 2.379.575,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 837.897,10 377.574,05
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.699.348,25 3.662.568,24
davon aus Steuern 449.338,97 493.658,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 23.048,03 26.058,60
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.295.004,06 1.316.745,32
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.013.624,78 32.797.007,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 90.568.412,07 87.248.386,56
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -43.191,18 -74.578,81
3. sonstige betriebliche Erträge 13.724.513,54 11.032.472,63
4. Materialaufwand 25.915.690,24 24.522.904,80
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.816.239,24 14.603.771,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.099.451,00 9.919.133,03
5. Personalaufwand 71.436.440,91 67.598.580,43
a) Löhne und Gehälter 51.327.382,00 48.274.181,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.584.683,14 12.971.260,79
davon für Altersversorgung 3.781.512,96 3.638.262,08
6. Abschreibungen 1.843.259,21 1.870.169,81
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.843.259,21 1.870.169,81
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.681.638,93 4.106.975,96
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.176,08 1.229,15
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.399,79 69.745,53
davon aus verbundenen Unternehmen 5.094,17 10.762,84
davon aus Abzinsung 1.666,00 58.600,00
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 3.464,95
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.609,38 73.642,50
davon aus Abzinsung 312,00 786,00
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.235,40 7.615,02
13. Ergebnis nach Steuern 319.436,23 93.901,59
14. sonstige Steuern 73.217,92 38.253,69
Jahresüberschuss 246.218,31 55.647,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Habila GmbH, Tübingen

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft firmiert unter Habila GmbH und ist im Handelsregister des Amtsgerichts

Stuttgart unter Nr. HRB 382496 mit Sitz in Tübingen eingetragen.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) § 266 bzw. § 275 (Gesamtkostenverfahren) unter Berücksichtigung der Erweiterungsmöglichkeiten des § 265 Abs. 5 HGB erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Untergliederung der Gewinn- und Verlust-Rechnung wurde nach dem § 275 HGB um den folgenden Posten erweitert:

1. Beschäftigungsentgelte Werkstätten für behinderte Menschen.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden zum Vorjahr unverändert angewandt.

Anlagevermögen

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer - bei den immateriellen Vermögensgegenständen zwischen ein und drei Jahre sowie beim Sachanlagevermögen zwischen ein und 50 Jahre.

Firmenwerte werden mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen erfolgen linear. Auf Zugänge im Wirtschaftsjahr wird die Abschreibungsregel "pro rata temporis" angewandt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden seit 2020 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Dabei sind ab dem Jahr 2020 Sammelposten aufgelöst worden.

In den Finanzanlagen werden Anteile an verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten.

Umlaufvermögen

Im Vorratsvermögen sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung erfolgte zu letzten Einstandspreisen. Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, die zu Vollkosten aktiviert werden.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind mit ihrem Nominalwert aktiviert.

Sonderposten

Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie Zuwendungen Dritter für Investitionen in zu aktivierende Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, vermindert um den Betrag der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen auf diese Vermögensgegenstände, ausgewiesen.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend mit dem Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %) sowie unverändert eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen um 2,50 % p.a. unterstellt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,99 % (Vorjahr: 0,43 %) p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,60 % (Vorjahr: 2,50 %) p.a. sowie unverändert eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen um 2,50 % p.a. zugrunde gelegt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagengitter zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 42) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind unverändert Darlehensforderungen mit einer Laufzeit von mehr als ein Jahr in Höhe von TEUR 647 enthalten. Darüber hinaus handelt es sich um laufende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Gewinnrücklage

EUR
Stand 1. Januar 2023 3.919.969,30
Jahresergebnis 2022 0,00 55.647,90
Stand 31. Dezember 2023 3.975.617,20

Sonderposten

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Zugänge in den Sonderposten. Er wurde planmäßig, korrespondierend zu den Abschreibungen des bezuschussten Sachanlagevermögens aufgelöst.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalaufwendungen TEUR 3.529 (Urlaub, Überstunden, Leistungsentgelte), Aufwand für unterlassene Instandhaltungen TEUR 187, Archivierungskosten TEUR 88, Jahresabschluss und Prüfungskosten TEUR 63.

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 788). Diese wurden mit Deckungsvermögen von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 415) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen besteht ein zweckexklusives, verpfändetes und insolvenzgeschütztes Wertpapierdepot.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im geringen Umfang sind hierin auch Umsatzsteuerforderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft enthalten.

Gesamt Restlaufzeit davon
TEUR bis zu einem Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
gesichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.665 473 2.192 854 2.665
Vorjahr 3.649 1.496 2.153 961 3.438
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.489 2.489 - - -
Vorjahr 2.380 2.380 - - -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 838 838 - - -
Vorjahr 378 378 - - -
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.699 2.699 - - -
Vorjahr 3.663 3.663 - - -
8.692 6.499 2.192 854 2.665
Vorjahr 10.069 7.916 2.153 961 3.438

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch Grundpfandrechte i. H. v. TEUR 2.665 abgesichert. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Baudarlehen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse 2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Pflegesatzerlöse
für stationäre Unterbringung 63.159 59.552
für ambulante / teilstationäre Betreuung einschließlich WfbM 15.202 13.256
Erlöse aus der WfbM (Produktionserlöse) 6.589 8.378
Übrige Erlöse 5.619 6.062
90.568 87.248

Die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten belaufen sich auf TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 119).

Periodenfremde Erträge 2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 3.166 802
Herabsatzung von Wertberichtigungen 96 44
Anlagenabgänge 35 4
übrige periodenfremde 394 346

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 0,3) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen 2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Wertberichtigungen auf Forderungen 125 99
Forderungsverluste 10 1
Anlagenabgänge - 3
übrige periodenfremde Aufwendungen 184 148

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen 2023 Vorjahr
Mietverträge gegenüber Gesellschafter/ verbundene Unternehmen 5.165 1.654
Mietverträge gegenüber Dritten 6.745 1.686
Dienstleistungsvertrag 327 82
Leasingverträge 98 48

Für unbefristete Mietverträge bestehen Kündigungsmöglichkeiten zwischen ein Monat und zwei Jahre. Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren und der Dienstleistungsvertrag kann drei Monate zum Jahresende gekündigt werden.

Das Bestellobligo beträgt TEUR 427.

Mitarbeiter

Die Ermittlung erfolgt gem. § 267 Abs. 5 HGB: 2023 Vorjahr
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 1.470 1.468
Gesamt 1.471 1.469

Angaben zu den Unternehmensorganen

Die Gesellschaft wird vertreten durch Herrn Joachim Kiefer, Geschäftsführer.

Auf die Darstellung der für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Unternehmensbeziehungen

Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr zu 100 % ein Tochterunternehmen des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales, Baden-Württemberg (KVJS) mit Sitz in Stuttgart.

Als Muttergesellschaft hat sie den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis zu erstellen.

Anteilsbesitz

Anteil am Kapital
%
Nominaler Kapitalanteil
TEUR
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Jahresergebnis 2023
TEUR
INSIVA GmbH, Tübingen 100 25 1.120 43
ZEMO Zerspanung + Montage gemeinnützige GmbH, Ellwangen Jagst 100 82 587 186

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 37), davon für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 3) für Steuerberatungsleistungen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschaftsversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 246.218,31 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 246.218,31 wurde in die Gewinnrücklage eingestellt.

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.164.195,22 269.768,07 0,00 2.433.963,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 148.000,00 0,00 0,00 148.000,00
2.312.195,22 269.768,07 0,00 2.581.963,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.606.139,09 0,00 0,00 17.606.139,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.398.234,08 812.030,14 5.038,97 32.205.225,25
49.004.373,17 812.030,14 5.038,97 49.811.364,34
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.401,72 0,00 0,00 27.401,72
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 219.421,24 0,00 83.436,37 135.984,87
246.822,96 0,00 83.436,37 163.386,59
51.563.391,35 1.081.798,21 88.475,34 52.556.714,22
kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.956.446,22 253.653,07 0,00 2.210.099,29 223.864,00 207.749,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 123.386,00 6.153,00 0,00 129.539,00 18.461,00 24.614,00
2.079.832,22 259.806,07 0,00 2.339.638,29 242.325,00 232.363,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.346.877,19 537.592,00 0,00 5.884.469,19 11.721.669,90 12.259.261,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.721.120,08 1.045.861,14 4.269,97 29.762.711,25 2.442.514,00 2.677.114,00
34.067.997,27 1.583.453,14 4.269,97 35.647.180,44 14.164.183,90 14.936.375,90
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 27.401,72 27.401,72
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 135.984,87 219.421,24
0,00 0,00 0,00 0,00 163.386,59 246.822,96
36.147.829,49 1.843.259,21 4.269,97 37.986.818,73 14.569.895,49 15.415.561,86

 

Tübingen, den 21. Mai 2024

Joachim Kiefer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Habila GmbH, Tübingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Habila GmbH, Tübingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Habila GmbH, Tübingen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 21. Mai 2024

HWS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Dirk Cordes, Wirtschaftsprüfer

Tobias Sick, Wirtschaftsprüfer

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