Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 121243
Eingetragen
14.7.1998
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Handel mit Waren aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Rissmann
seit 15.10.2024
Geschäftsführer
Leander Kritikos
seit 22.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gröbenzell
25.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROCOS GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PROCOS GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PROCOS GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROCOS GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 4. Juni 2024

Gräwe & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 17.251,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.539,00 45.606,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 258.655,05 258.655,05
295.202,05 321.512,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.969.046,15 6.035.791,42
2. Geleistete Anzahlungen 387.510,12 111.830,17
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -126.583,50 -163.576,43
5.229.972,77 5.984.045,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.257.128,72 2.530.671,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.348.685,33 2.314.604,04
3. Forderungen gegen Gesellschafter 4.702,98 4.190,18
4. Sonstige Vermögensgegenstände 152.919,69 261.645,05
8.763.436,72 5.111.110,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.158.358,27 4.232.034,89
16.151.767,76 15.327.190,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 158.239,86 99.979,85
16.605.209,67 15.748.682,45

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 7.761.583,34 6.424.440,65
III. Jahresüberschuss 4.119.335,74 1.837.142,69
11.906.519,08 8.287.183,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.468.897,11 788.211,63
2. Sonstige Rückstellungen 840.509,03 513.974,81
2.309.406,14 1.302.186,44
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 700.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.686.047,15 4.259.880,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.144,38 455.792,42
4. Sonstige Verbindlichkeiten 631.092,92 743.639,92
davon aus Steuern: € 538.802,34 (Vj.: € 585.822,29)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.565,02 (Vj.: € 11.281,92)
2.389.284,45 6.159.312,67
16.605.209,67 15.748.682,45

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 10.218.041,84 7.592.621,42
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.129.016,53 -2.599.037,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -285.697,32 -225.616,10
davon für Altersversorgung: € -731,41 (Vj.: € -1.163,50)
-3.414.713,85 -2.824.653,89
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -46.521,50 -52.048,96
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -28.037,30 0,00
-74.558,80 -52.048,96
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.790.078,81 -1.917.928,82
davon aus der Währungsumrechnung: € 456.821,72 (Vj.: € 711.357,13)
5. Erträge aus Beteiligungen 851.563,46 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: € 851.563,46 (Vj.: € 0,00)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.578,11 3.134,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -96.195,98 -73.455,05
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.581.668,23 -888.496,47
9. Ergebnis nach Steuern 4.120.967,74 1.839.172,24
10. Sonstige Steuern -1.632,00 -2.029,55
11. Jahresüberschuss 4.119.335,74 1.837.142,69

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der PROCOS GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma PROCOS GmbH mit dem Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 121243 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Innerhalb der Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich und wenn dauernde Wertminderung vorliegen, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den Bezugsnebenkosten zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagedauer, geminderter Verwendbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Auf fremde Währung laufende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zu Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.985,65 0,00 5.743,13 92.242,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.618,61 13.426,84 14.007,92 169.037,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 258.655,05 0,00 0,00 258.655,05
526.259,31 13.426,84 19.751,05 519.935,10
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.734,65 17.236,00 5.736,13 92.234,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.012,61 19.385,84 10.899,92 132.498,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
204.747,26 36.621,84 16.636,05 224.733,05
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,00 17.251,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.539,00 45.606,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 258.655,05 258.655,05
295.202,05 321.512,05

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in T LW in T LW
Procos SARL, Strasbourg * EUR 100 50 3
Procos Limited UK, London * GBP 100 1 5
Procos by Experts Qingdao, Qingdao CNY 100 800 677
Procos Americas Inc, New York * USD 100 121 56

* Jahresabschluss 2022

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.144 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jahresabschlusskosten und Vertriebsprovisionen gebildet.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
in Bis 1. Jahr in mehr als 1 Jahr in mehr als 5 Jahre in
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.686 1.686 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 72 72 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 631 631 0 0
2.389 2.389 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 72 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.790 handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Raumkosten (TEUR 179, Vorjahr: TEUR 149) sowie Werbe- und Reisekosten (TEUR 321; Vorjahr: TEUR 228).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.119.335,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Mietkaution in Höhe von EUR 27.000,00 und die Zollbürgschaft in Höhe von EUR 17.000,00 sind durch einen Avalkredit der HypoVereinsbank München abgesichert. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein, da wir etwaige Ansprüche der Kunden z. B. aus Garantiefällen unmittelbar mit dem Kunden regulieren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miete Büro, Garage, Kfz-Leasing sowie Software und betragen TEUR 350 (Vj. TEUR 530).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Kritikos, Leander, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Möglichkeit der Befreiung zur Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 40. Es sind ausschließlich angestellte Mitarbeiter.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeiten und der Verbesserung der Liquiditätsplanung werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 5.321 (Vj. TEUR 5.837) verkauft, wovon TEUR 0 nicht fällig waren.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

München, 4. Juni 2024

Geschäftsführung

Kritikos, Leander

Lagebericht für 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die PROCOS GmbH ist eigenständig und hat Ihren Sitz in München. Die PROCOS GmbH wurde im Geschäftsjahr durch Herrn Leander Kritikos als alleinvertretungsberechtigtem Geschäftsführer geführt.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Konzeption, der Produktionsbegleitung, dem Handel und der anschließenden Logistik hochwertiger und exklusiver Verpackungslösungen. Zu den wichtigsten Kunden zählen bedeutende Marktführer im Luxusgüter- sowie Konsumgüterbereich. Ein wichtiger Punkt des Unternehmens ist das Entwickeln von innovativen Designs und Verfahrenstechniken zur Herstellung von hochwertigen Verpackungsmitteln, basierend auf Papier und Pappe. Mit einem Team von erfahrenen Mitarbeitern werden Kundenwünsche und Anwendungstechniken innovativ entwickelt und umgesetzt. Bestehende Produkte werden stetig weiterentwickelt und an die Nachfrage der Kunden, Umweltanforderungen und den neuesten Stand der Technik angepasst. Dabei stehen insbesondere umweltfreundliche Lösungen im Fokus.

Um den Bedürfnissen der global agierenden Kunden gerecht zu werden, hat das Unternehmen Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Zur Steuerung des Unternehmens werden finanzielle Leistungsindikatoren eingesetzt, insbesondere Umsatz- und Margenentwicklung sowie Ergebniskennzahlen.

Wirtschaftsbericht und Branchenentwicklung

Die Nachfrage auf den Verpackungsmärkten aus Papier und Karton sowie bei Papieren für den Luxusbereich verzeichnete bis in das 3. Quartal 2023 noch eine starke Dynamik. Getrieben war diese Entwicklung insbesondere durch die positive Entwicklung der Nachfrage der vorangegangenen Quartale. Zum Ende des Jahres hat diese Entwicklung nachgelassen. Die Effekte zeigen sich aufgrund des Vorlaufs der Produktion zum Teil erst zeitversetzt im Folgequartal. Volle Lager sind daher im letzten Quartal zu beobachten.

Vor dem Hintergrund der hohen Auslastung über weite Strecken des Jahres wurden die Kostensteigerungen bei Löhnen und Energie in der Industrie zunächst an den Handel weitergetragen und konnten dann vielfach sukzessive weitergegeben werden. Durch die Umkehr bei wesentlichen Kostenkomponenten und der einsetzenden Verlangsamung der Nachfrage, stieg der Druck auf die Verkaufspreise dennoch deutlich.

Das Thema Nachhaltigkeit bei Verpackungen, insbesondere die Substitution von Kunststoff, stand bei allen Teilnehmern der Wertschöpfungskette weiter im Zentrum und wird von Karton-/Papier- und Verpackungsproduzenten sowie Konsumgüterherstellern und Einzelhandel proaktiv vorangetrieben. Aufgrund der Vollbeschäftigung der Industrien erfolgten Umstellungen jedoch nur langsam und punktuell.

Für Deutschland betrug das Wachstum in Jahr 2023 nach Angaben des statistischen Bundesamtes -0,1 %. Die weiterhin starken Preissteigerungen belasteten die deutsche Wirtschaft. Das machte sich besonders bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar, die in 2023 um 0,8 % zurückgingen (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Gemäß Angabe des Verbandes hpv ging die Produktivität je Beschäftigten um 9,1 % zurück und die Lohnstückkosten stiegen um 14,5 %. Damit beruhen die Umsatzzuwächse der Branche zu einem erheblichen Anteil auf Preiserhöhungen.

Die weltweite Nachfrage nach Luxusgütern und Premiumprodukten soll laut statistischem Bundesamt - der allgemeinen Entwicklung zum Trotz - weiter steigen. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 14,1 Milliarden Euro mit Luxusgütern umgesetzt. Laut Prognose soll der Umsatz in diesem Segment bis zum Jahr 2028 auf rund 16,97 Milliarden Euro steigen. Verpackungsunternehmen, die sich auf die Herstellung und den Handel von Verpackungen für Luxusgüter spezialisiert haben, konnten von dieser positiven Entwicklung bislang profitieren.

Geschäftsverlauf

Aus Sicht der Geschäftsführung hat die PROCOS GmbH im Geschäftsjahr 2023 die Umsatz- und Ertragsziele erreicht und konnte ein positives Jahresergebnis erzielen. Um den Bedürfnissen der global agierenden Kunden gerecht zu werden, wurden die Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern gegründet. Diese sind zum Teil noch immer sehr jung und tragen daher nicht wesentlich zum Unternehmenserfolg bei.

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich in 2023 auf 16.605 TEUR erhöht (Vorjahr 15.749 TEUR). Auf der Aktivseite sanken die Vorräte ohne die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte um TEUR 1.066 und lagen damit um 18 % niedriger als im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt auf TEUR 5.257. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TUR 3.348, davon 2.144 für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Daneben veränderten sich die liquiden Mittel um TEUR 2.074 auf nunmehr TEUR 2.158.

Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.574 auf TEUR 1.686. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie auch bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen den Tochtergesellschaften zuzuordnen und betreffen auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Kapital der Gesellschaft hat sich entsprechend dem Jahresergebnis erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 72 % (Vorjahr 53 %).

b) Finanzlage

Die Finanzlage der PROCOS GmbH ist wie im Vorjahr weiterhin stabil und positiv. Die Gesellschaft finanziert sich weitgehend aus dem Eigenkapital und aus dem operativen Geschäft. Zudem wurden zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung des starken Wachstums in der operativen Geschäftstätigkeit und zur Verbesserung der Liquiditätsplanung, ausgewählte Kundenforderungen im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Neben dem Eigenkapital standen der Gesellschaft jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung.

c) Ertragslage

Die Umsätze der PROCOS GmbH entwickelten sich im Jahresverlauf 2023 durchgehend positiv. Die Großkunden mit Aufträgen für den stationären Einzelhandel haben ihre Abrufe in der ersten Jahreshälfte zumeist leicht erhöht, um der nach wie vor noch starken Nachfrage zu entsprechen. In der zweiten Jahreshälfte war daher ein saisonaler Anstieg zu beobachten.

Insgesamt konnte die PROCOS GmbH das Verkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16 % steigern. Das Rohergebnis ist um 35 % gestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf den Anstieg der Leistungen an die Mitarbeiter zurückzuführen und liegen mit TEUR 588 um 21 % über den Vorjahrsniveau.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 4.119, der um 124 % über dem Vorjahresniveau.

Risiko- und Chancenbericht

a) Risikobericht

Die PROCOS GmbH ist bestrebt, künftige Entwicklungen in der Kostenstruktur möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Optimierung des Ergebnisses ergreifen zu können.

Grundsätzlich besteht ein Währungsrisiko, welches sich jedoch durch Umsatzerlöse und Einkäufe wieder ausgleicht. Das Forderungsausfallrisiko wird durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt; ebenso besteht eine Fabrikationsrisikoversicherung. Weitere unerwartete Risiken sind im Rahmen der Corona-Pandemie deutlich geworden. Auf den Beschaffungsmärkten entwickeln sich nach wie vor Nachfrage und Angebot phasenweise nicht synchron, was zu teils erheblichen Ausschlägen führt. Beispielhaft sei die volatile Preisentwicklung von Energie und die Transportkosten für LKWs genannt. Die PROCOS GmbH steuert hier mit Preisvorbehalten in den Angebotskalkulationen gegen.

Aus Sicht der Geschäftsführung scheinen die Risiken insgesamt beherrschbar zu sein. Der Geschäftsführung sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bekannt.

b) Chancenbericht

Hochwertige Verpackungen nehmen weiterhin einen größeren Stellenwert im Bereich des Marketings ein - insbesondere bei dem von der Krise weniger betroffenen Luxussegment. Sie sind gleichzeitig verkaufsfördernd, repräsentativ und spiegeln so den Gesamtauftritt von präferierten Produkten und Marken wider. Die Kernprodukte, Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe basieren überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen und recycelten Materialen. Sie entsprechen damit dem starken Trend zu mehr Nachhaltigkeit und einem höheren Umweltbewusstsein.

Die Strategie der internationalen Ausrichtung mit einem Fokus auf die wachsenden Märkte außerhalb Kerneuropas gibt uns Spielraum, mögliche Turbulenzen in lokalen Märkten zu kompensieren. Im Verbund mit den neu gegründeten Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika deckt die Gesellschaft das gesamte Produktportfolio ab und kann gezielt auf die Kundenwünsche in den betroffenen Ländern eingehen.

Prognosebericht

Die Luxusgüterindustrie hat sich 2023 durch die Krisen in der Ukraine sowie Israel bzw. Gaza mit einer leichten Eintrübung der Absatzzahlen auseinandersetzen müssen. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung eine nachlassende Nachfrage bei den einzelnen Kunden, jedoch in der Summe weiterhin eine positive Entwicklung, gleichwohl auf einem moderaten Niveau. Die Nachfrage nach Luxusgütern und damit auch nach hochwertigen Verpackungen wird voraussichtlich stagnieren. Dies liegt vor allem an Folgen der Krisenherde in der Ukraine sowie Israel und Gaza.

Im Februar 2022 begann der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Infolgedessen wurden umfangreiche Sanktionen gegen Russland verhängt, die eine signifikante Auswirkung auf die Weltwirtschaft haben. Ende 2023 hat sich durch den Beschuss Israels aus dem Gaza Streifen ein weiterer Krisenherd eröffnet. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, werden sich noch weitere generelle Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft ergeben. Auch wenn wir keine direkten Geschäftsbeziehungen zu russischen Kunden und Lieferanten halten, werden diese generellen Auswirkungen in irgendeiner Form auch uns treffen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine genaueren Aussagen bezüglich des Ausmaßes der Auswirkungen zu.

Ausblick/Ergebnisentwicklung

In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Die Verpackungsmittelbranche bietet weiterhin ein sehr großes Wachstumspotential unter anderem im Bereich des E-Commerce Packaging. Die Entwicklung des Luxussegmentes wird ebenfalls positiv eingeschätzt. Konkrete Prognosen sind allerdings unter sich ständig verändernden Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Israel-Gaza-Konflikts schwierig.

Durch gute und zum Teil langfristige Geschäftsbeziehungen mit den Lieferanten wird eine zuverlässige und sichere Belieferung sichergestellt. Auf der Absatzseite strebt die PROCOS GmbH an, individuell und kundenorientiert zu arbeiten und Prozesse weiter flexibel an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Dies ermöglicht der PROCOS GmbH, langfristige und erfolgreiche Beziehungen zu den Kunden aufzubauen und zu pflegen.

Basierend auf der einerseits aktuell moderaten Wirtschaftslage und einer guten Auftragslage andererseits, geht die Geschäftsführung von moderat steigenden Umsätzen aus sowie ein Ergebnis, das über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wird.

 

München, 4. Juni 2024

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