Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 56844
Eingetragen
6.8.2007
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Gegenstand
der Einkauf, die Produktion und der Vertrieb von technischen, insbesondere verschlüsselten Sprach- und Datenkommunikationslösungen und deren Komponenten und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, insbesondere Service und Support, Projektierung und Beratung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Armstrong-Owen
seit 15.11.2024
Prokura
Laughton-Brown
seit 15.11.2024
Prokura
Daniel Fuhrmann
seit 2.2.2016
Geschäftsführer
Christoph Dr. Erdmann
seit 10.12.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BlackBerry UK LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BlackBerry UK Limited
United Kingdom
18.733 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Secusmart GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Secusmart GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Secusmart GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Secusmart GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 17. Februar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

28.2.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.936,70 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 133.820,72 108.015,00
144.757,42 108.015,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse 561.609,22 995.947,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.509.926,40 6.637.852,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.606.740,16 98.738,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.700.498,23 33.982.351,29
48.817.164,79 40.718.942,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.114.876,37 20.397.711,24
64.493.650,38 62.112.600,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 298.881,60 131.879,22
64.937.289,40 62.352.494,49

Passiva

28.2.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 44.400,00 44.400,00
II. Kapitalrücklage 0,00 1.710.600,00
III. Gewinnvortrag 4.332.034,55 17.609.030,18
IV. Jahresüberschuss 25.719.267,85 20.012.404,37
30.095.702,40 39.376.434,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 21.062.744,22 13.680.083,71
2. Sonstige Rückstellungen 1.437.745,89 3.109.251,02
22.500.490,11 16.789.334,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.064.363,07 441.798,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.761.778,79 544.303,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.387.766,16 160.335,98
davon aus Steuern EUR 1.379.124,56 (Vj. EUR 149.861,60)
5.213.908,02 1.146.438,28
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.127.188,87 5.040.286,93
64.937.289,40 62.352.494,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024

1.3.2022- 28.2.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.347.599,05 83.257.380,13
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -434.337,81 63.567,60
3. Sonstige betriebliche Erträge 787.894,12 354.096,52
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 787.894,12 (Vj. EUR 354.096,52)
69.701.155,36 83.675.044,25
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.400.186,62 28.132.249,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.125.283,27 7.987.068,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.369.799,77 8.060.386,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.047.677,42 912.036,52
davon für Altersversorgung EUR 130.883,84 (Vj. EUR 141.623,15)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 52.148,72 41.070,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.355.441,34 10.382.056,10
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 576.323,77 (Vj. EUR 624.980,97)
34.350.537,14 55.514.867,24
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.037.203,52 939.235,50
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.668.553,89 9.087.008,14
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 25.719.267,85 20.012.404,37

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Secusmart GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: 56844

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Secusmart GmbH, Düsseldorf, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265, 266 ff. HGB).

Das Berichtsjahr der Gesellschaft umfasst den Zeitraum vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

AKTIVA

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die linearen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB) ermittelt (3 bis 7 Jahre). Auf Zugänge zum Sachanlagevermögen während des Geschäftsjahres wird die Jahresabschreibung anteilig vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen werden geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens ebenfalls linear entsprechend der steuerrechtlichen Regelung über 5 Jahre abgeschrieben.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten angesetzt.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel erfolgt ebenfalls zu Nennwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit diese bestehen. Diese Unterschiede werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Der kombinierte unternehmensindividuelle Steuersatz von 31,2% umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Von dem Wahlrecht zum Nicht-Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle weiteren ungewissen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung künftiger Preissteigerungen zu erfüllen (§ 253 Abs.1 S. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Wechselkursgewinne und -Verluste.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Zusammensetzung sowie die Bewegungen des Anlagevermögens im Sinne des § 284 Abs. 3 HGB sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen solche für Personalkosten in Höhe von 520 TEUR (Vorjahr: 1.829 TEUR) sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von 813 TEUR (Vorjahr: 1.186 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Lohn- und Kirchensteuer für den Monat Februar 2024.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr entsprechend des § 277 Abs. 1 HGB erfasst. Umsatzerlöse in Höhe von 43.868 TEUR (Vorjahr: 83.058 TEUR) wurden im Inland erzielt, 25.479 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR) im Ausland.

Steuern

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/ -erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Sonstige Angaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

2024 2023
Angestellte 86 85

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen gegenüber Dritten 209 0 0

Der Vorteil und Zweck von Miet- und Leasingverträgen liegt in der Möglichkeit der Weitergabe des Investitionsrisikos nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Risiken können in den insgesamt höheren Finanzierungskosten liegen. Bei dem Leasingvertrag handelt es sich um einen fortlaufenden einjährigen Vertrag. Es verlängert sich automatisch, sofern wir nicht 6 Monate vor Jahresende kündigen.

Weitere außerbilanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Bezüge der Geschäftsführer

Unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung verzichtet.

Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr abgerechnete Gesamthonorar inkl. Auslagenersatz beträgt 91 TEUR und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Herr Dr. Christoph Erdmann, Bergisch Gladbach, hauptberuflicher Geschäftsführer

Herr Daniel Fuhrmann, Köln, hauptberuflicher Geschäftsführer

Konzernverhältnisse

Die Secusmart GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BlackBerry UK Limited, Berkshire, Großbritannien. Die BlackBerry Limited, Waterloo, Ontario, Kanada, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird auf der Website der obersten Muttergesellschaft veröffentlicht.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten stets zu marktüblichen Bedingungen.

Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 20. Mai 2024 wurde eine Gewinnausschüttung für das zum 29.Februar 2024 endende Geschäftsjahr in Höhe von 19.668 TEUR, neben einer weiteren Ausschüttung für Vorjahre in Höhe von 4.332 TEUR beschlossen. Die Auszahlungen erfolgten am 21. Mai 2024.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das verbleibende Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, 13. Februar 2025

Dr. Christoph Erdmann

Daniel Fuhrmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.3.2023 Zugänge Abgänge 29.2.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.289,34 13.385,00 0,00 19.674,34
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 514.385,08 77.932,22 22.293,60 570.023,70
520.674,42 91.317,22 22.293,60 589.698,04
Kumulierte Abschreibungen
1.3.2023 Zugänge Abgänge 29.2.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.289,34 2.448,30 0,00 8.737,64
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.370,08 49.700,42 19.867,52 436.202,98
412.659,42 52.148,72 19.867,52 444.940,62
Buchwerte
29.2.2024 28.2.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.936,70 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 133.820,72 108.015,00
144.757,42 108.015,00

Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Secusmart GmbH

Die Geschäftsführung

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Geschäftsmodell und -struktur

1.1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

1.1.2 Gesellschafts- und Organisationsstruktur

1.1.3 Produkte und Dienstleistungen

1.1.4 Wesentliche Absatzmärkte

1.2 Unternehmenssteuerung

1.3 Forschung und Entwicklung - Innovationsbericht

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Vermögenslage

2.4 Mitarbeiter

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagement

3.1.2 Risiken

3.1.2.1 Wettbewerbsumfeld

3.1.2.2 Kundenstruktur und Vertrieb

3.1.2.3 Produktbezogene Risiken

3.1.2.4 Preisrisiken

3.1.2.5 Liquiditätsrisiko

3.2 Chancen

3.3 Gesamtbetrachtung von Risiken und Chancen

3.4 Prognosebericht

4 SONSTIGE ANGABEN

4.1 Zukunftsbezogene Aussagen

Lagebericht

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Geschäftsmodell und -struktur

1.1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Secusmart GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden "Secusmart") bietet Produkte und Lösungen im Bereich der sicheren Kommunikation an, wobei der Fokus auf Smartphone-basierter mobiler Nutzung liegt. Secusmart ist auf anspruchsvolle Projekte für die professionelle Nutzung mit hohen Sicherheitsanforderungen spezialisiert.

1.1.2 Gesellschafts- und Organisationsstruktur

Secusmart wurde im Jahr 2007 gegründet und ist seit Ende 2014 ein Tochterunternehmen der BlackBerry UK Limited, London, Großbritannien ("BlackBerry UK Ltd."). Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 44.400. Secusmart hat ihren Standort in 40239 Düsseldorf, Heinrichstraße 155, Deutschland, und ist im Handelsregister Düsseldorf unter HRB 56844 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Einkauf, die Produktion und der Vertrieb von technischen, vor allem verschlüsselten Sprach- und Datenkommunikationslösungen und deren Komponenten, und die Durchführung aller damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, insbesondere Service und Support, Projektierung und Beratung.

Die Gesellschaft ist mit ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere auf die Bedürfnisse von nationalen und internationalen öffentlichen Bedarfsträgern fokussiert. Daneben entwickelt Secusmart Lösungen und Dienste für Geschäftskunden, welche direkt oder in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen vermarktet werden.

100-prozentiger Gesellschafter der Secusmart GmbH ist BlackBerry UK Ltd. Die oberste Muttergesellschaft der Gruppe ist BlackBerry Limited, Waterloo, Ontario, Kanada ("BlackBerry Ltd."). Sie ist an der Toronto Stock Exchange ("TSX") und an der New York Stock Exchange ("NYSE") notiert. Der Hauptsitz befindet sich in Waterloo, Kanada. BlackBerry Ltd. ist ein führender Anbieter intelligenter Sicherheitssoftware und -dienste für Unternehmen, Regierungen und führende Erstausrüster (OEMs) auf der ganzen Welt. Die Secusmart GmbH ist Teil der Cybersecurity-Division der Gruppe, die ein Pionier in der Nutzung künstlicher Intelligenz ("AI") und maschinellen Lernens ist, um innovative Lösungen in den Bereichen Cybersicherheit und Datenschutz bereitzustellen. Sie ist führend in den Bereichen Endpunktsicherheit, Endpunktverwaltung, sichere Kommunikation und kritisches Ereignismanagement.

1.1.3 Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio von Secusmart umfasst Lösungen zur sicheren Kommunikation von Regierungen und Behörden sowie von Unternehmen und Organisationen mit schützenswerter Kommunikation. Ein Schwerpunkt im Portfolio für Regierungen ist die Lösung SecuSUITE for Samsung Knox, die auf sicherer Hardware aufbaut und die ursprünglich für die Zielgruppe deutscher Bundesbehörden entwickelt wurde, heute aber auch von internationalen Regierungen und Unternehmen mit hohem Schutzbedarf eingesetzt wird.

Die bis zur Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch) freigegebene Lösung verwendet Standard-Samsung-Smartphones und -Tablet-Modelle, die mit einem eingebetteten Secure Element ausgestattet sind, das als Hardware-Sicherheitsanker dient. Die Lösung bietet neben Sprach- und SMS-Verschlüsselung sichere E-Mail-, Kalender- und Kontakt-Synchronisation auf gemanagten Geräten, wobei dienstliche und persönliche Anwendungen und Daten der Nutzer strikt voneinander getrennt verarbeitet werden.

Die Sprachverschlüsselung SecuVOICE existiert daneben auch als eigenständiges Produkt für Samsung Smartphones und Apple iOS-Geräte.

Ebenfalls mit Schwerpunkt für den deutschen VS-NfD-Markt entwickelt Secusmart die neue Lösung SecuSUITE for iOS. Mit der Freigabe des Apple Betriebssystems in einer sicheren Konfiguration, hat das BSI die Voraussetzung für eine benutzerfreundliche Lösung auf der Plattform geschaffen. Die Lösung umfasst einen E-Mail/PIM-Client, Sprachverschlüsselung, einen Browser und ein Office-Paket.

Für internationale Regierungen bietet Secusmart zudem die Lösung SecuSUITE for Government an. Das Sicherheitskonzept der Lösung zur Verschlüsselung von Sprache und Kurznachrichten erfüllt die Anforderungen der nordamerikanischen NIAP-Initiative (The National Information Assurance Partnership-Initiative). Als softwarebasierte Lösung ist die SecuSUITE for Government sowohl für Google Android als auch für Apple iOS verfügbar und erlaubt Kunden, die erforderliche Infrastruktur der Lösung im eigenen Rechenzentrum zu betreiben.

Unternehmenskunden bietet Secusmart schwerpunktmäßig softwarebasierte Lösungen an.

Neben dem Produktportfolio bietet Secusmart Dienstleistungen in den Bereichen Software- Design und -Entwicklung, Consulting, Aufbau und Integration von IT-Infrastrukturen für sichere Kommunikation sowie Betrieb, Wartung und Support an.

1.1.4 Wesentliche Absatzmärkte

Zielmärkte für das Produktportfolio von Secusmart sind öffentliche Auftraggeber und Unternehmen. Zur Zielgruppe der öffentlichen Auftraggeber gehören nationale und internationale Regierungen und nachgelagerte Organisationen, der Bereich Verteidigung sowie weitere Sicherheitsbehörden. Im Unternehmenssektor wird das Secusmart-Portfolio schwerpunktmäßig an Großkonzerne vermarktet. Bedarf existiert branchenübergreifend überall dort, wo sensible Informationen auf mobilen Geräten aufbewahrt oder über unsichere Netzwerke ausgetauscht werden.

Secusmart hat seinen Geschäftsschwerpunkt in Deutschland. Internationale Fokusregionen für die Vertriebsaktivitäten von Secusmart sind das europäische Ausland, Nordamerika, der Mittlere Osten und Asien.

1.2 Unternehmenssteuerung

Die Steuerung durch die Geschäftsführung erfolgt nach finanziellen Kennzahlen: Dies sind der Gesellschaftsumsatz und das Gesellschafts-EBIT. Die Geschäftsführung befasst sich monatlich mit dem Business Review (MBR). Dieser MBR ist eine rollierende Überarbeitung und Anpassung der kurz- und mittelfristigen Planzahlen. Kontinuierlich stimmt sich die Geschäftsführung auf dieser Basis mit den operativ verantwortlichen Führungskräften über notwendige Maßnahmen im Vertrieb, Produktmanagement und in der Projektleitung ab.

1.3 Forschung und Entwicklung - Innovationsbericht

Im Bereich Forschung und Entwicklung legt Secusmart ihren Schwerpunkt auf innovative Produkte und Lösungen zur sicheren mobilen Kommunikation und deren Optimierung für marktführende mobile Betriebssysteme und Endgeräte. Neben den mobilen Anwendungen ist die sichere, skalierbare und hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt.

Investitionsentscheidungen bei der Entwicklung werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Dies sind z. B. Freigabe- oder Zertifizierungsanforderungen, Anpassungen an Veränderungen bei den Smartphone- oder OS-Technologien, Verbesserungen der Sicherheit oder Bedienbarkeit sowie Innovationen, z. B. für neue Einsatzszenarien.

Zur Förderung von Innovationen incentiviert Secusmart patentierbare Neuentwicklungen. Kooperationen mit Universitäten und Verbänden ermöglichen den Erfahrungsaustausch und sollen die Innovationskultur stärken. Secusmart ist zudem in Standardisierungsgremien vertreten, was die aktive Mitgestaltung der Rahmenbedingungen für innovative Produkte und Lösungen erlaubt.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der überwiegende Teil der Geschäftstätigkeit von Secusmart ist traditionell auf den deutschen Markt fokussiert. Entsprechend sind vorrangig die hiesigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu betrachten.

Gemäß den vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamts verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2023 einen Rückgang um 0,1 %. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. 1

In 2024 stieg das BIP im 1. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2%. Die deutsche Wirtschaft kühlte jedoch in der Folge wieder ab, das BIP sank im 2. Quartal um 0,1%. 2

Die Erholung der deutschen Wirtschaft verläuft damit schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartet. Das Ergebnis wurde vor allem von einem Rückgang der exportorientierten Industrieproduktion sowie des Baugewerbes geprägt, die von positiven Tendenzen in den Dienstleistungsbereichen nicht kompensiert wurden. Die Zweiteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutet auch auf tieferliegende Strukturprobleme in der deutschen Wirtschaft hin.

Mit der erneuten Eintrübung von Stimmungsindikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex, dem ZEW-Konjunkturindikator und dem S&P Global-Einkaufsmanagerindex zu Beginn des dritten Quartals sind die Risiken für die allgemein erwartete konjunkturelle Erholung gestiegen. Eine breitere konjunkturelle Belebung scheint damit vorerst nicht in Sicht zu sein. Hinzu kommen neue Risiken aus geopolitischen Entwicklungen, ungünstigere internationalen Konjunkturdaten und einer gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten. 3

1 Pressemitteilung Nr. 038 des Statistischen Bundesamts vom 30. Januar 2024
2 Pressemitteilung Nr. 325 des Statistischen Bundesamts vom 27. August 2024

Branchenspezifische Indikatoren für die Märkte der Informationstechnik und Telekommunikation zeigen für das Jahr 2024 ein Wachstum der IT-Ausgaben. Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom werden Quoten von +2,8 % für IT-Hardware, +9,8 % für Software und +4,5 % für IT-Dienstleistungen erwartet. 4

Im speziellen Marktsegment der IT-Sicherheit von Secusmart wächst das Bewusstsein für Cyber-Bedrohungen vor dem Hintergrund des anhaltenden russischen Angriffskrieges in der Ukraine, der Spannungen im Verhältnis zu China und anderer sich verschärfender internationaler Krisen.

2.2 Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024

Sämtliche Planungen und Steuerungen basieren auf dem Konzerngeschäftsjahr und den Bilanzierungsregeln nach US-GAAP. Der Mutterkonzern BlackBerry Ltd. hat seine vierteljährlichen Umsatz- und Ergebnisziele zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 festgelegt.

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Secusmart GmbH einen Umsatz von EUR 69,3 Mio., damit rd. 16,7 % weniger als im vorherigen Geschäftsjahr. Die Vorjahresprognose hatte einen Umsatz- und EBIT-Rückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich vorgesehen. Der tatsächliche Umsatz übertraf die Prognose jedoch aufgrund eines zunächst nicht in der Planung vorhergesehenen Großauftrags mit der malaysischen Regierung, den BlackBerry Ltd. für sich entscheiden konnte, deutlich. Gleiches gilt für das EBIT, das sogar um 25,5 % gesteigert werden konnte.

Die Geschäftsführung beurteilt das abgelaufene Geschäftsjahr daher als erfolgreich.

3 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2024
4 Bitkom: ITK-Marktzahlen: Stand Juni 2024

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 ist der Umsatz der Secusmart GmbH vor allem aufgrund des Umsatzrückgangs bei unseren Top-Tier-Angeboten im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Darüber hinaus sind auch die Umsätze aus professionellen Dienstleistungen und Wartung zurückgegangen. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2024 von 83 Mio. EUR im Vorjahr auf 69,3 Mio. EUR zurückgegangen. Umsatzerlöse in Höhe von 44 Mio. EUR (Vorjahr: 83 Mio. EUR) wurden im Inland erzielt, 25,5 Mio. EUR (Vorjahr: 199 TEUR) im Ausland.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 12.400 (Vorjahr: TEUR 28.132). Die bezogenen Leistungen beliefen sich auf TEUR 4.125 (Vorjahr: TEUR 7.987). Die Materialaufwandsquote, gemessen als Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen fertiger Erzeugnisse, betrug im Geschäftsjahr 24,0 % (Vorjahr: 43,3 %).

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Lösungsgeschäft insgesamt höhere Gewinnmargen und steuerte im Vergleich zum Servicegeschäft erneut einen größeren Umsatzanteil bei. Diese hohen Gewinnmargen setzen sich auch im Geschäftsjahr 2024 fort. Die Bruttogewinnmarge betrug 52.388 TEUR (Vorjahr: 47.202 TEUR).

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 8.417 TEUR (Vorjahr: 8.972 TEUR). Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen fertiger Erzeugnisse, betrug im Geschäftsjahr 2024 12,2 % (Vorjahr: 10,7 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.355 TEUR (Vorjahr: 10.382 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten, Fremdleistungsgebühren, Einrichtungskosten, Honorare sowie Werbe- und Marketingkosten. Der Anteil dieser Aufwendungen im Zusammenhang mit Belastungen durch die Konzernmuttergesellschaft hat sich im Jahresverlauf verringert. Dieser belief sich auf 6.397 TEUR (Vorjahr: 6.532 TEUR).

Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024 ein EBIT von TEUR 35.351 nach einem EBIT von TEUR 28.160 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 25.719 (Vorjahr: TEUR 20.012). Dies ist im Wesentlichen auf den nicht in der Planung vorhergesehenen Großauftrag aus Malaysia zurückzuführen.

Die Prognose des Vorjahres, die einen deutlichen Rückgang des EBIT im mittleren zweistelligen Prozentbereich vorsah, wurde damit deutlich übertroffen.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft verringerte sich trotz des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 25,7 Mio. von EUR 39,4 Mio. auf EUR 30,1 Mio., da im abgelaufenen Geschäftsjahr Ausschüttungen in Höhe von EUR 33,3 Mio. vorgenommen sowie die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1,7 Mio. an die Muttergesellschaft ausgezahlt wurden.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 62.352 TEUR auf 64.937 TEUR. Das Unternehmen hielt kurzfristige Anlagen in Höhe von 13.660 TEUR (Vorjahr: 33.511 TEUR) in Anleihen und Commercial Papers usw., die im Geschäftsjahr 2024 in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst werden. Für das Geschäftsjahr 2025 sind keine größeren Investitionen geplant.

Zum 29. Februar 2024 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 15.115 TEUR (Vorjahr: 20.398 TEUR). Der Rückgang der kurzfristigen Anlagen und liquiden Mittel war hauptsächlich auf die Ausschüttungen an die Muttergesellschaft zurückzuführen.

2.3.3 Vermögenslage

Auf der Aktivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme um 2.585 TEUR im Wesentlichen auf den Anstieg des Umlaufvermögens zurückzuführen, der sich aus einem Anstieg der konzerninternen Forderungen in Folge des o.g. Großauftrags und - teilweise kompensierend - einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände und des Zahlungsmittelbestands zusammensetzt.

Auf der Passivseite sind die Steuerrückstellungen von 13.680 TEUR auf 21.063 TEUR gestiegen, was im Wesentlichen auf das hohe Vorsteuerergebnis zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und Personalkosten. Der Rückgang um TEUR 1.672 ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Rückstellung für Personalkosten um TEUR 1.309 und eine Verringerung der Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 373 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des Zeitpunkts der Rechnungsbegleichung gestiegen. Die Gesamtverbindlichkeiten haben sich erhöht, da die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 544 TEUR auf 1.762 TEUR gestiegen sind und sich die sonstigen Verbindlichkeiten von 160 TEUR auf 1.388 TEUR deutlich erhöht haben, was im Wesentlichen auf zum Ende des Berichtszeitraums zu zahlende Umsatzsteuer (Vorjahr: Umsatzsteuerforderung) zurückzuführen ist.

2.4 Mitarbeiter

Unsere Marktposition auf dem Gebiet der hochsicheren Sprach- und Datenkommunikation via Smartphone und Festnetz haben wir im Rahmen partnerschaftlicher Zusammenarbeit gemeinsam mit unseren Mitarbeitern erreicht.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 beschäftigte die Secusmart 82 Mitarbeiter.

Unsere Mitarbeiter überzeugen nicht nur durch ihre fundierten Fachkenntnisse im Bereich Security, sondern gerade auch durch die im Rahmen erfolgreich abgeschlossener Projekte erworbenen umfangreichen praktischen Erfahrungen. Im Rahmen von Inhouse-Schulungen und externen Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch Projekteinsätze und Arbeitsplatzrotation fördert Secusmart darüber hinaus aktiv und zielgerichtet die Fort- und Weiterbildung.

Die Mitarbeiterführung bei Secusmart basiert auf einem situativen und kooperativen Führungsstil, gestützt durch unsere "Open Door Policy" und die Vereinbarung von individuellen Zielen basierend auf den "SMART" (Spezifisch, Messbar, Akzeptabel, Realistisch, Terminiert)- Vorgaben. Die so vereinbarten Ziele werden unterschiedlich gewichtet. In wöchentlichen Mitarbeitergesprächen werden operative Themen abgestimmt und Mitarbeiter erhalten darüber hinaus von ihren Vorgesetzten ein regelmäßiges Feedback. Am Ende eines Jahres erfolgt eine Zielbewertung, die die Zuordnung der Mitarbeiter zu den drei Kategorien der Leistungsbewertung beeinflusst.

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement der Secusmart wird durch das regelmäßig tagende Risiko-Forum wahrgenommen, welches sich aus den Mitgliedern des Management-Teams der Secusmart zusammensetzt. Gefahren für die Zielerreichung oder andere substanzielle Risiken werden hier identifiziert, analysiert, beobachtet und bewertet. Dieses Setup soll es erlauben, frühzeitig Risiken zu erkennen und bei Bedarf Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Mitglieder des Risiko-Forums identifizieren im Vorfeld der Meetings Risiken aus ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen und nehmen eine Vorabbewertung vor, die als Grundlage für die weitere Analyse im Forum dient. Gegenmaßnahmen werden durch das Forum beschlossen und zur Durchführung an die Forumsmitglieder delegiert. Das Forum führt überwacht regelmäßig den Fortschritt bei der Umsetzung der Maßnahmen.

3.1.2 Risiken

Einzelrisiken für die Secusmart entstehen in der Regel in den Bereichen Vertrieb, Produktentwicklung und Betrieb (Operations).

3.1.2.1 Wettbewerbsumfeld

Wichtigste Säule des Produktportfolios der Secusmart ist die SecuSUITE for Samsung Knox. Diese Lösung soll ein für nationale und internationale Zulassungsverfahren erforderliches Sicherheitsniveau erreichen und mit marktführender Bedienbarkeit und Qualität bei den verschiedenen Einsatzszenarien kombinieren.

Im Rahmen des Risiko-Forums werden Wettbewerbslösungen regelmäßig hinsichtlich ihres Potenzials, die technische Marktführerschaft von Secusmart zu gefährden, bewertet. Würde im Rahmen dieser Bewertung ein Wettbewerbsprodukt als technisch vergleichbar eingestuft, bestünden denkbare Gegenmaßnahmen z. B. in der Priorisierung bestimmter, für den Wettbewerb relevanter neuer Funktionen der Lösung oder im veränderten Einsatz von Ressourcen, der zur beschleunigten Entwicklung des unter Wettbewerbsdruck stehenden Teils des Produkt-Portfolios beitragen könnte.

Die VS-NfD-Freigabe für iOS (Apple INDIGO) vergrößert das Interesse der Behörden an dieser Plattform und ermöglicht es Drittherstellern, einfacher komplementäre Sicherheitslösungen zu entwickeln. Es wird deshalb für die Zukunft von zunehmendem Wettbewerb in diesem Bereich ausgegangen.

Zum aktuellen Zeitpunkt werden Wettbewerbsrisiken als beherrschbar bewertet.

3.1.2.2 Kundenstruktur und Vertrieb

Die Secusmart erzielt den Großteil ihres Umsatzes im deutschen Behördenmarkt. Die Fokussierung auf ein bestimmtes Kundensegment birgt ein grundsätzliches Risiko, sollte es in diesem Segment zu einem Nachfrageausfall kommen, der sich negativ auf Umsatz und Ergebnis der Firma auswirken würde.

In den letzten Jahren haben die staatlichen Investitionen in die IT-Sicherheit aufgrund regelmäßig auftretender Bedrohungsszenarien und zunehmender Sensibilisierung zugenommen. Dieser Entwicklung stand ein Druck auf die gesamten öffentlichen Haushalte infolge der russischen Invasion in der Ukraine, der darauffolgenden Inflation, Zinserhöhungen und einer sich abschwächenden Wirtschaft gegenüber. Auch nach Rückgang der Inflation und ersten Leitzinssenkungen in 2024 bleiben die weiteren Faktoren bestehen. Wie eine neue Balance zwischen diesen gegensätzlichen Faktoren im Hinblick auf das Geschäftsumfeld von Secusmart aussehen wird, ist noch nicht klar.

Unabhängig davon kann es durch die Haushaltsführung der Behörden unterjährig zu Umsatzverschiebungen kommen. Der Effekt entsteht durch lange Entscheidungszyklen auf Kundenseite. Secusmart versucht diesem Risiko mit vertrieblichen Mitteln entgegenzuwirken. Im Rahmen der Vertriebssteuerung werde die Wahrscheinlichkeit eines Geschäftsabschlusses hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt kontinuierlich überwacht und die Vertriebsaktivitäten entsprechend angepasst.

Neben dem Kerngeschäft mit deutschen Behörden weitet Secusmart ihre Kundenbasis fortlaufend mit Schwerpunkt bei internationalen Regierungen und Behörden aus, um einseitigen Abhängigkeiten vom Heimatmarkt entgegenzuwirken.

Da das Kundenportfolio in sehr großem Maße den öffentlichen Sektor umfasst, wird das Forderungsausfallrisiko daher als von untergeordneter Bedeutung eingestuft.

3.1.2.3 Produktbezogene Risiken

Secusmart bietet ihr Portfolio mobiler Sicherheitslösungen auf handelsüblichen Smartphones an. Risiken im Zusammenhang mit Änderungen an Smartphone-Architekturen und -funktionen könnten die Kompatibilität mit SecuSUITE for Samsung Knox beeinflussen. Um diese Risiken abzumildern, vollzieht Secusmart frühzeitig eine Roadmap-Abgleich mit ihrem Kooperationspartner Samsung und nimmt anschließend erforderliche Anpassungen an der Lösung vor.

3.1.2.4 Preisrisiken

Die Einkaufspreise sind durch langfristige Verträge mit Zulieferern gesichert. Die Verkaufspreise können durch kontinuierliche Innovation der angebotenen Lösungen, zum Beispiel durch neue Features, die Integration von marktführenden Drittanbieter-Lösungen in die sichere Umgebung oder die Unterstützung neuester Smartphones stabil gehalten werden. Langfristige Rahmenverträge mit Kunden tragen ebenfalls zur Preisstabilität bei.

3.1.2.5 Liquiditätsrisiko

Grundsätzlich ist die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft immer gekoppelt an den Zyklus des Geschäfts mit öffentlichen Bedarfsträgern und Behörden, so dass es regelmäßig zu einem moderaten Liquiditätsabfluss während der ersten beiden Quartale und einem signifikanten Zufluss im dritten und vierten Quartal kommt. Auch für den aktuellen Berichtszeitraum rechnen wir mit signifikanten Umsätzen in Q3 und Q4, wodurch die Liquidität der Gesellschaft für die nächsten 12 Monate sichergestellt ist.

3.2 Chancen

Internationale Konflikte haben Cyberangriffe, insbesondere auf staatliche IT- und Kommunikationsinfrastruktur, sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene stark zunehmen lassen. Sichere Kommunikation ist deshalb sowohl im zivilen als auch im militärischen Kontext heute von höchster Relevanz. Mit unserem Lösungsfokus auf regulierte Umgebungen sehen wir uns weiterhin gut positioniert, um neue Geschäftsmöglichkeiten für mobile sichere Kommunikationslösungen zu nutzen, unabhängig davon, ob es sich um Sprach-, Messaging- oder datenzentrierte Lösungen handelt.

Eine neue Chance ergibt sich durch die Zulassung der Apple-Betriebssysteme iOS/iPadOS zur Klassifizierungsstufe VS-NfD. Dadurch kann Secusmart die Unterstützung dieser Betriebssysteme zu seinem sprach- und datenzentrierten Lösungsportfolio für deutsche Behörden hinzufügen.

Secusmart ist bestrebt, internationale Chancen mit seinen beiden wichtigsten mobilen Sicherheitslösungen, SecuSUITE for Government und SecuSUITE for Samsung Knox zu nutzen. Dabei baut Secusmart in seinen Vertriebsaktivitäten auf das gestiegene Bedrohungsbewusstsein, wobei durch die internationale Expansion zusätzlich neue Kundenpotenziale erschlossen werden sollen.

3.3 Gesamtbetrachtung von Risiken und Chancen

Die Gesamtbetrachtung von Risiken und Chancen lässt für Secusmart den Schluss zu, dass die Chancen weiterhin überwiegen und Grund für einen positiven Ausblick auf die künftige Geschäftsentwicklung besteht. Risiken, die zum Zeitpunkt der Berichtserstellung als unbeherrschbar einzuschätzen wären oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.

3.4 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr vom 1. März 2024 bis zum 28. Februar 2025 erwarten wir einen Anstieg von Umsatz im hohen einstelligen Prozentbereich und beim EBIT einen leichten Rückgang. Es wird grundsätzlich erwartet, dass sich die Geschäftsentwicklung von Secusmart künftig weiterhin besser entwickelt als die Wirtschaft insgesamt, wie dies bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts der Fall war. Dafür spricht insbesondere das spezifische Marktumfeld mit seiner hohen Sensibilität für den Schutz vor Cyber-Angriffen. Für das Auslandsgeschäft sehen wir Secusmart mit ihrem internationalen Direktvertrieb und der Zusammenarbeit mit Partnern, insbesondere in Asien und Nordamerika, gut aufgestellt. Das erweiterte Portfolio soll den Bedürfnissen insbesondere internationaler Behörden Rechnung tragen.

4 SONSTIGE ANGABEN

4.1 Zukunftsbezogene Aussagen

Secusmart hat im vorliegenden Bericht die Zukunft betreffende Einschätzungen vorgenommen. Dabei wurden alle aktuell zur Verfügung stehenden Informationen berücksichtigt. Tatsächliche Entwicklungen, z. B. des Marktes oder der Ergebnisse, können von diesen Einschätzungen abweichen.

 

Düsseldorf, 13. Februar 2025

Dr. Christoph Erdmann

Daniel Fuhrmann

Der Jahresabschluss der Secusmart GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 wurde am 12. Februar 2025 festgestellt.

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