Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 120551
Eingetragen
17.5.2006
Branche
Erzeugung von BlumensamenBetrieb von BaumschulenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
1. Kauf und Verkauf von Saatgut der Sorten, die ein Gesellschafter aufgrund der Bestimmungen des Sortenschutzgesetzes und des Saatgutverkehrsgesetzes durch Erzeugung und Vertrieb von Saatgut zu nutzen berechtigt ist, sowie die Vermittlung solcher Geschäfte; 2. Werbung von Vermehrungsflächen und ihre Betreuung auch im Anerkennungsverfahren. 3. Das Inkasso von Lizenzgebühren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Weniger
seit 2.8.2023
Geschäftsführer
Marcus Iken
seit 17.5.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAATEN-UNION GMBH

Isernhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SAATEN-UNION GmbH mit Sitz in Isernhagen (Registergericht B des Amtsgerichts Hannover; HRB 120551) wurde auf der Grundlage des HGB und nach dem GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den §§ 246 bis 256a HGB und den für Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen in §§ 264ff HGB. Es ergeben sich keine zu berichtenden Umstände, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt.

Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde grundsätzlich beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Von Dritten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entspricht den steuerlich anerkannten Absetzungszeiträumen. Mietereinbauten werden über die Laufzeit des Nutzungsvertrages abgeschrieben.

Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250, jedoch nicht mehr als € 800 betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr.

Finanzanlagen

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Dabei wurde für Inlandsforderungen ein Wertberichtigungssatz von 1 % und aufgrund des höheren Risikos für Auslandsforderungen ein Wertberichtigungssatz von 2,5 % angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Bilanzstichtag anzusetzen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegen als biometrische Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck zu Grunde. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem Rechnungszins von 1,84 % und einem Rententrend von 2,0 %. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. RückAbzinsV).

Übrige Rückstellungen

Bei der Bemessung des Erfüllungsbetrags der übrigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Zahlung wird unter Ausnutzung gewährter Skontofristen geleistet.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

In diesem Posten werden entgeltlich erworbene Nutzungsrechte an EDV-Programmen ausgewiesen. Die Entwicklung der einzelnen Posten ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Sachanlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen:

Es wird auf die Übersicht "Aufstellung des Anteilsbesitzes" (Anlage 2 zum Anhang) verwiesen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen:

Es besteht eine Ausleihung (Darlehensforderung ggü. verbundenes Unternehmen) in Höhe von € 145.000. Davon weisen € 30.000 eine Restlaufzeit von einem Jahr aus und € 115.000 eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 1.253.743,09. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um sonstige Vermögensgegenstände.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage wird unverändert mit € 3.855.988,56 ausgewiesen. Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von € 561.407,46 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 29. November 2023 in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt € 0 (Ausschüttungssperre).

Sonstige Rückstellungen

Der Posten betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeitervergütungen und Urlaubsverpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betreffen die Archivierungsrückstellung (€ 18.510). Die Rückstellung wurde über eine Laufzeit von zehn Jahren abgezinst.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern weisen € 21.363.425,96 (Vorjahr: € 21.080.441,32) weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und enthalten in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von €7.672.134,73 (Vorjahr: € 11.819.911,96) setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten in Höhe von € 571.263,42 (Vorjahr: € 607.858,97) mit folgenden Restlaufzeiten: € 37.126,66 bis zu einem Jahr, € 193.875,56 über ein Jahr bis 5 Jahre und € 340.261.20 über 5 Jahre.

Verbindlichkeiten aus LuL in Höhe von € 6.100.915,82 (Vorjahr: € 8.645.899,12) mit einer Restlaufzeit von einem Jahr.

Darin enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 3.417.970,74 (Vorjahr: € 6.102.924,60).

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 999.955,49 (Vorjahr: € 2.566.153,87) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Davon aus Steuer 272.530,43 €
Davon im Rahmen der soz. Sicherheit 18.598,75 €

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Posten resultiert im Wesentlichen aus Saatgutverkäufen der Versuchsstation Moosburg, Erträgen aus der Geschäftsbesorgung für Dritte sowie Erlöse aus der Kommissionstätigkeit.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten betrifft im Wesentlichen Erträge aus Kostenumlagen an die Gesellschafter sowie Kostenerstattungen von Dritten.

Der Posten beinhaltet folgende periodenfremde Positionen: Gewinn aus dem Abgang von Anlagegegenständen € 1.085,95 (Vorjahr: Verlust € 5.495,10).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten betrifft im Wesentlichen Werbe- und Repräsentationskosten.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Der Posten beinhaltet - wie im Vorjahr - ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Abschreibung auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen - wie im Vorjahr - in voller Höhe die Anteile an verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuererstattung beläuft sich auf € 48.800,68. Die Steuerzahlungen belaufen sich auf € 2.131,23.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben Leasingverträgen für PKW und Bürogeräte in geschäftsüblichem Umfang bestehen Pachtverträge für landwirtschaftliche Flächen sowie das Gebäude der Versuchsstation in Moosburg. Insgesamt entstehen aus diesen Verträgen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von € 2.150.000,00.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Marcus Iken, Burgwedel,

 

Wolfgang Glaser, Grünberg (bis 06. Juli 2023)

 

Stephan Weniger, Luhden (ab 06. Juli 2023)

Während des Berichtsjahres waren gemäß § 285 Nr. 7 i.V.m. § 267 Abs. 5 HGB im Durchschnitt beschäftigt:

2023/24 Vorjahr
Vollzeitmitarbeiter 84 81
Teilzeitmitarbeiter 30 29
Geringfügig Beschäftigte 8 8
122 118

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als Mutterunternehmen in den Konzernabschluss der SAATEN-UNION GmbH mit Sitz in Isernhagen zum 30. Juni 2024 einbezogen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024, die wesentlichen Einflüsse auf die Lage der Gesellschaft haben, sind nicht festzustellen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023/24 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 30.000,00 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 30.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Isernhagen, 30. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Bruttobuchwerte
Stand am 1.7.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Umgliederung Stand am 30.6.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.010.735,12 8.330,00 0,00 0,00 43.462,50 1.062.527,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 0,00
1. Grundstücke und Bauten 6.026.033,75 7.566,04 0,00 0,00 0,00 6.033.599,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.400.375,27 157.481,71 0,00 0,00 69.877,55 1.627.734,53
3. Kraftfahrzeuge 997.782,73 143.334,48 93.817,69 0,00 0,00 1.047.299,52
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 989.530,17 59.427,04 1.593,67 0,00 0,00 1.047.363,54
219.601,75 7.118,07 343,70 0,00 0,00 226.376,12
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5. Geringwertige Anlagegüter/Sammelposten 238.863,40 25.721,41 0,00 0,00 0,00 264.584,81
0,00
6. Anlagen im Bau 96.060,68 479.807,58 8.192,21 86.051,15 -113.340,05 454.336,00
0,00 0,00
9.748.646,00 873.338,26 103.603,57 0,00 86.051,15 -43.462,50 10.474.918,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.779.191,29 30.000,00 0,00 0,00 0,00 6.809.191,29
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 175.000,00 0,00 30.000,00 0,00 145.000,00
3. Beteiligungen 4.557,35 54,11 0,00 0,00 0,00 4.611,46
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.958.748,64 30.054,11 30.000,00 0,00 0,00 0,00 6.958.802,75
Anlagevermögen gesamt 17.718.129,76 911.722,37 133.603,57 86.051,15 0,00 18.496.248,56
Abschreibungen
Stand am 1.7.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen
DM
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 971.031,98 18.554,45 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Grundstücke und Bauten 2.826.933,19 138.583,06 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.072.097,13 69.580,59 0,00 0,00
3. Kraftfahrzeuge 721.004,65 100.527,62 91.293,05
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.852,83 61.097,18 1.372,32 0,00
226.375,61 7.118,07 343,70
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5. Geringwertige Anlagegüter/Sammelposten 238.862,89 25.721,41 0,00
6. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00
5.710.750,69 395.509,86 92.665,37 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.694.668,11 30.000,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.694.668,11 30.000,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 13.376.450,78 444.064,31 92.665,37 0,00
Abschreibungen
Umbuchungen Stand am 30.6.2024
DM
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Software 989.586,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00
1. Grundstücke und Bauten 2.965.516,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.141.677,72
3. Kraftfahrzeuge 730.239,22
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 911.577,69
233.149,98
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5. Geringwertige Anlagegüter/Sammelposten 264.584,30
6. Anlagen im Bau 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 6.013.595,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.724.668,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 6.724.668,11
Anlagevermögen gesamt 0,00 0,00 0,00 13.727.849,72
Nettobuchwerte
Stand am 30.6.2024 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 72.941,19 39.703,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00
1. Grundstücke und Bauten 3.068.083,54 3.199.100,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 486.056,81 328.278,14
3. Kraftfahrzeuge 317.060,30 276.778,08
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.785,85 137.677,34
-6.773,86 0,51
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5. Geringwertige Anlagegüter/Sammelposten 0,51 0,51
0,00
6. Anlagen im Bau 454.336,00 96.060,68
0,00
4.461.323,01 4.037.895,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 84.523,18 84.523,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 145.000,00 175.000,00
3. Beteiligungen 4.611,46 4.557,35
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
234.134,64 264.080,53
Anlagevermögen gesamt 4.768.398,84 4.341.678,98

Bilanz zum 30. Juni 2024

AKTIVA

30.6.2024 Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 72.941,19 40
II. Sachanlagen 4.461.323,01 4.038
III. Finanzanlagen 234.134,64 264
4.768.398,84 4.342
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 155.660,64 121
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.445.721,85 24.215
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.137.715,13 6.928
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.253.743,09 2.580
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.426.791,05 2.420
33.263.971,12 36.143
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 805.021,55 2.356
34.224.653,31 38.620
C. Rechnungsabgrenzungsposten 219.798,74 187
39.212.850,89 43.149

PASSIVA

30.6.2024 Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 1.400.000,00 1.400
II. Kapitalrücklage 3.855.988,56 3.856
III. Andere Gewinnrücklagen 3.642.333,64 3.081
IV. Bilanzverlust (-)/ -gewinn -30.000,00 561
8.868.322,20 8.898
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 56.568,00 101
2. Steuerrückstellungen 0,00 3
3. Sonstige Rückstellungen 1.252.400,00 1.246
1.308.968,00 1.350
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 571.263,42 608
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.682.945,08 2.543
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.417.970,74 6.103
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 21.363.425,96 21.080
5. Sonstige Verbindlichkeiten 999.955,49 2.567
davon aus Steuern: € 272.530,43 (Vorjahr: T€ 2.535)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 18.598,75 (Vorjahr: T€ 13)
29.035.560,69 32.901
39.212.850,89 43.149

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

2023/24 Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 13.573.463,43 12.536
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.392.921,33 1.952
14.966.384,76 14.488
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 223.304,53 252
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 226.767,15 240
450.071,68 492
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.189.575,74 6.652
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
davon für Altersversorgung: € 61.761,60 (Vorjahr: T€ 93) 1.319.898,25 1.283
8.509.473,99 7.935
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 414.064,31 425
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.630.217,93 5.512
7. Erträge aus Beteiligungen 243,50 817
davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 816)
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.889,37 3
davon aus verbundenen Unternehmen: € 8.889,37 (Vorjahr: T€ 3)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.434,48 7
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 30.000,00 255
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.249,73 128
-28.682,38 444
12. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-) -46.669,45 -4
13. Ergebnis nach Ertragsteuern -19.456,08 572
14. Sonstige Steuern 10.543,92 11
15. Jahresfehlbetrag (-)/-überschuss -30.000,00 561
16. Bilanzverlust (-)/-gewinn -30.000,00 561

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemeine Konjunktur

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ging im Geschäftsjahr 2023 leicht zurück. Das Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben den geopolitischen Unsicherheiten wie den Folgen des Ukraine-Krieges und der Nahost-Krise wirkten sich der Fachkräftemangel verbunden mit hohen Krankenständen, hohe Energiekosten, eine zu langsame und nicht zielgerichtete Digitalisierung vor allem in den öffentlichen Verwaltungen sowie eine geringere Auslandsnachfrage aus. Mit massiven Leitzinserhöhungen antwortete die Europäische Zentralbank auf die hohe Inflation. Die dadurch gestiegenen Kreditzinsen führten zu einem deutlichen Rückgang im privaten Bausektor. Die Lebenshaltungskosten wirkten auch bremsend auf den privaten Konsum. Relativ hohe Tarifabschlüsse, steuerfrei ausgezahlte Inflationsausgleichsprämien sowie die Anhebung des Mindestlohns deuteten in der zweiten Jahreshälfte auf eine Stabilisierung des privaten Konsums und eine binnenwirtschaftliche Erholung hin. Zudem setzten steigende Investitionen in Maschinen und Anlagen punktuell positive Impulse. Das globale wirtschaftliche Umfeld blieb insgesamt schwach ausgeprägt. Die fehlende konjunkturelle Dynamik wirkte sich zunehmend auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 5,7 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmittel. Der Arbeitsmarkt wurde im Geschäftsjahr weiterhin von dem demografisch bedingten Fachkräftemangel bestimmt.

(Quelle; Konzerngeschäftsbericht Agravis 2023)

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Äußere Umstände prägten das Agribusiness in Deutschland im Jahr 2023 erneut stark. Hier sind insbesondere der andauernde Ukraine-Krieg, die damit verbundene Inflation und die Energiekriese sowie der Anfang Oktober eskalierte Konflikt am Gaza-Streifen zu nennen.

Für die Landwirtschaft war das Inkrafttreten der EU-Agrarreform zum 01.01.2023 mit den neu eingeführten Öko-Regelungen ein wichtiger Aspekt im vergangenen Jahr. Dabei war insbesondere die Diskussion um Verpflichtungen zu Brachflächen, die letztlich teilweise ausgesetzt wurden, vor dem Hintergrund andauernder Teuerungsraten im Nahrungsmittelbereich und weltweit steigender Zahlen Hungernder prägend.

Die weiter andauernde Inflation war auch im Wirtschaftsjahr 2324 ein großes Thema; insbesondere getrieben von steigenden Energiekosten. Diese Entwicklung stellte verarbeitende Unternehmen im Agribusiness vor große Herausforderungen. Eine Energiepreisdeckelung wurde noch 2022 beschlossen und brachte zumindest klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Haushalten Entlastung. Die Auswirkungen der im November beschlossenen Strompreisbremse für die Industrie auf das Agribusiness bleiben jedoch abzuwarten, insbesondere vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2021. Seit dem Frühjahr 2023 ist in der Gesamtbetrachtung ein leichter, aber kontinuierlicher Rückgang der Inflation zu beobachten. Allerdings zeigen differenzierte Betrachtungen nach Warengruppen, dass die Preise für Nahrungsmittel, insbesondere für Obst, immer noch deutlich über dem Durchschnitt liegen.

Das Jahr 2023 war durch weitere Temperaturrekorde, Dürre und Starkregen im "Achterbahnsommer" geprägt, die alle mit der globalen Erwärmung und dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden können. Auf einen späten und nassen Frühlingsstart folgte eine trockene und warme Periode. Die kurz vor der Ernte einsetzenden Niederschläge haben die Qualitäten jedoch sehr stark beeinflusst und teilweise zu Ausfällen geführt. In Deutschland zeigten sich bei der Getreideernte mengenmäßig regionale Unterschiede, jedoch insgesamt nur geringe Abweichungen zum Vorjahr. Die Aussaat des Wintergetreides wird durch Dauerregen und extreme Nässe erschwert. Die Witterungsbedingungen erschweren und verzögern die Ernte von Zuckerrüben und Kartoffeln, die bei Redaktionsschluss noch verbreitet in der Erde waren.

(Quellen; Konjunkturbarometer Agribusiness Deutschland 2024/ Ernst & Young)

2. Situation der Gesellschaft

Das Saatgutgeschäft war maßgeblich durch den Witterungsverlauf gekennzeichnet. Die Frühjahrsaussaat und Grünlandpflegearbeiten konnten in einem relativ normalen Umfang durchgeführt werden. Dies zeigte sich in einem vergleichbaren Gesamtumsatz an Sommerungen wie in den Vorjahren.

Unter sehr herausfordernden Witterungsbedingungen wurde die Ernte von Roggen, Tritikale und Weizen eingebracht, was gleichbedeutend auch mit einer schwierigen Ernte der Vermehrungsbestände in unserem Verkaufsgebiet einherging. Dies hatte zur Folge, dass eine späte Ernte mit einer normalen Aussaatterminierung die zur Verfügung stehende Zeit für Ernte, Reinigung, Anerkennung und in Verkehr bringen, deutlich reduzierte. Dennoch ist es uns gelungen, unsere Umsätze bei Getreide sowie auch bei Hybridgetreide und Zwischenfrüchten, leicht zu steigern. Dagegen ging der Umsatz für Hybridraps, welcher über die RAPOOL-RING GmbH vermarktet wird, sowohl im Inland als auch im Ausland zurück.

3. Ertragslage

Die SAATEN-UNION führt ihre Geschäfte als Kommissionär für die sieben Gesellschafter/ Kommittenten sowie gesellschafternahe Dritte aus. Sie handelt dabei auf eigenen Namen für fremde Rechnung. Umsätze aus dem Kommissionsgeschäft für Saatgut und Lizenzen lagen im WJ 2324 bei 141,59 Mio. EUR ggü. VJ. 134,17 Mio. EUR.

Die Aufwendungen der Gesellschaft werden im Wesentlichen durch Umlagen der Gesellschafter sowie Vergütungen für Geschäftsbesorgungen für Dritte gedeckt. Die Umsatzerlöse liegen bei 10.847.140,66 € und die sonstigen betrieblichen Erträge bei 1.392.921,33 €.

Für das Geschäftsjahr 23/24 weist die SAATEN-UNION einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 30.000 € aus. Grund hierfür ist eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 30.000 €.

4. Finanzlage

Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft aus dem Kommissionsgeschäft wird durch fristenkongruenten Zahlungsausgleich der Kommittenten (Gesellschafter, gesellschafternahe Dritte) gedeckt. Die Finanzierung laufender Kosten erfolgt durch monatliche Abschlagzahlungen der Gesellschafter. Für die Erschließung neuer Märkte werden teilweise Gesellschafterdarlehen gewährt.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme in Höhe von 39,213 Mio. EUR wird im Wesentlichen durch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Kommissionsgeschäft geprägt. Diese machen - wie im Vorjahr - rund 84 % Forderungen bzw. 75% Verbindlichkeiten der Bilanzsumme aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 22,61 %.

Das Anlagevermögen 4,768 Mio. EUR (Vorjahr: 4,342 Mio. EUR) betrifft mit 4,461 Mio. EUR (Vorjahr: 4,038 Mio. EUR). Sachanlagen. Die größten Positionen darin entfallen unverändert auf die Immobilien in Isernhagen (Verwaltungsgebäude und Tagungszentrum einschließlich Grundstück).

Die Finanzanlagen belaufen sich auf 0,234 Mio. EUR (Vorjahr: 0,264 Mio.). Die Verminderung resultiert aus Tilgungen von gewährten Darlehen. Zum Ende des Geschäftsjahres entfallen 0,089 Mio. EUR auf Beteiligungsbuchwerte und 0,145 Mio. EUR auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

6. Ausblick: Chancen und Risiken sowie Ergebnisprognose

Der Austritt der Gesellschafter Strube Research GmbH sowie Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG zum 30.06.2024, stellt die SAATEN-UNION vor weitere Herausforderungen. Auch wenn der Umsatzanteil dieser beiden Gesellschaften am Gesamtumsatz der SAATEN-UNION relativ gering und die Bereitstellung von Sorten durch die verbleibenden Gesellschafter aufgefangen werden kann, so ist diese Entwicklung doch eine Zäsur. Strube, mit Hauptanteilseigner Deleplanque wurde an RAGT verkauft. Die Firma Ackermann Saatzucht holte sich eine Beteiligung von Deszprez ins Haus, womit sich die Vertriebswege in Zukunft ändern.

Der ausgeschiedene Gesellschafter Strube Research wurde durch die SAATEN UNION per 30.06.2024 abgefunden. Dagegen besteht mit dem ausscheidenden Gesellschafter Acker-mann noch keine Einigung über die Höhe der Abfindung. Die notwendige Finanzierung der Abfindungszahlungen muss im Kreise der Gesellschafter besprochen und beschlossen werden.

Auch wenn die Sortenversorgung von den verbleibenden Gesellschaftern sowie den sogenannten Dritten (RAPOOL-RING GmbH, HYBRO Saatzucht GmbH & Co. KG, SAATEN-UNION Vertriebs GmbH, AZUR Plant Breeding s.a.s, Pflanzenzucht Eckendorf GmbH, Elsoms Wheat Ltd.) gewährleistet ist, so wird sich die SAATEN-UNION unter dem Arbeitstitel 2030 neu aufstellen, um im Vertrieb noch effizienter arbeiten zu können. Hierzu wird sich die Geschäftsführung unter dem Arbeitstitel "SAATEN-UNION 2030" gemeinsam mit den vertriebsverantwortlichen nach Vorlage eingehender Analysen Gedanken machen und dies mit dem Beirat voranbringen.

Aufgrund unseres guten und breiten Produktportfolios, rechnet die SAATEN UNION GmbH im nächsten Jahr mit stabilen Umsätzen auf gleichbleibenden Niveau. Für das Wirtschaftsjahr 2024/25 gehen wir von einem ausgeglichenen bis leicht positivem Ergebnis aus.

 

Isernhagen, 30.10.2024

Marcus Iken, Geschäftsführer

Stephan Weniger, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SAATEN-UNION GmbH, Isernhagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss SAATEN-UNION GMBH, Isernhagen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAATEN-UNION GMBH, Isernhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 30. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Flögel, Wirtschaftsprüfer

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