affinis solutions GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Droese seit 25.3.2021 | Vorstandsmitglied |
Norbert Dr. Warnken seit 10.6.2005 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PTSGroup AGBremenJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2019LageberichtI. Grundlagen der PTS Group AG I.1. Geschäftstätigkeit Als Keimzelle der PTS Group AG ("PTS") begann die ProTIP GmbH 1995 mit Beratungsleistungen im SAP-Umfeld, die auch heute noch einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit ausmachen. Nach Wachstum des Geschäfts in den 2000er Jahren, Erweiterung um Data Center und Beratung im Microsoft-Umfeld sowie Gründung der Schwestergesellschaft PTS IT Services AG wurde die PTSGroup als Dachmarke um die Hauptgesellschaft PTS Group AG formiert. Im Jahr 2013 kam die PTS Consulting AG mit dem Ziel der Bündelung von höherwertigen Beratungsleistungen hinzu. Die Entwicklung der eigenen Produkte smartwork und reporting kitchen/delta.42 in den Jahren 2015 und 2019 rundete das Portfolio ab. Mit zunehmender Erfahrung in der Begleitung von Prozessumstrukturierungen erfolgte eine Ausrichtung auf die Digitale Transformation. Ab 2018 werden die Data Center-Aktivitäten schrittweise zugunsten einer reinen Cloud-Strategie zurückgefahren. Die Unterstützung der Kunden bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle nimmt immer breiteren Raum ein. Mit einem Geschäftsmodell, das Geschäftsprozess-, Technologie- und Strategie-Know-how mit intelligenten IT-Lösungen und Services zusammenführt, sieht sich PTS als langfristiger Partner ihrer Kunden, der IT-Geschäftsprozesse effizient und flexibel gestaltet und damit auch die betriebliche Wertschöpfung und Unternehmensführung nachhaltig verbessert. Das Gesamtleistungsangebot zielt auf sämtliche Facetten einer digitalen Unternehmenstransformation mit Themenfeldern wie Strategie, Geschäftsmodell, Produkt- und Serviceinnovation, Geschäftsabläufe in allen Fachbereichen, Unternehmensorganisation und -kultur, Neues Arbeiten, Lieferketten ("Digital Supply Chain") und Kundeninteraktion ("Customer Experience"). Zur Ausrichtung des Dienstleistungs- und Produktportfolios im Geschäftsmodell, nutzt die PTS konsequent und aktiv die Chancen neuer, aussichtsreicher Technologien und Anwendungen in den entsprechenden Wachstumsfeldern I.2 Organisation Die Tochtergesellschaften PTS IT Services AG und PTS Consulting AG wurden im Berichtsjahr rückwirkend zum 01.01.2019 auf die PTS Group AG verschmolzen. In 2019 wurde die PTS Group AG von Dr. Norbert Warnken (CEO) und Marc Trümper (COO/CFO) geleitet, zum 27.11.2019 wurde in der Ausführung der Verschmelzung der Vorstand um Hr. Holger Schiller und Hr. Kevin Meitsky erweitert. I.3 Dienstleistungsstruktur und Kundenkommunikation Als strategischer Partner unterstützt PTS Kunden ganzheitlich bei der Digitalen Transformation, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ihre Geschäftsabläufe durchgängiger und leistungsfähiger zu gestalten, die Sicherheit und die Verfügbarkeit ihrer unternehmenskritischen Softwareanwendungen und Systeme zu erhöhen und damit nachhaltig erfolgreich am Markt zu agieren. Ebenfalls unterstützt der Konzern seine Kunden mit Strategie-, Software-, Technologie- und Prozess-Innovationen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genauso wie bei der vorausschauenden Planung, Steuerung und Analyse von Geschäftsentwicklungen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem "Human Capital" etwa zur Schaffung neuer Arbeitswelten im Rahmen von umfassenden Digitalisierungsprojekten. Dazu arbeiten die Berater auf allen Ebenen eng mit unseren Kunden zusammen. Ein umfassendes Kundenkommunikationsprogramm beinhaltet regelmäßige, stufengerechte Event Formate und die sehr gezielte Nutzung von Online- und Social Media-Kanälen. Damit wird aktiv der Erfahrungsaustausch mit Kunden und ihren Abteilungen und Bereichen gefördert und ein frühzeitiger Einblick und Mitwirkungsmöglichkeiten bei neuen Entwicklungen und Anwendungsfeldern erschlossen. I.4 Beratungs- und Serviceportfolio PTS berät seine Kunden in strategischen Fragen der digitalen Transformation wie Geschäftsmodellstrategien und Innovations-Ökosystemen. In der Business Transformation, der Umsetzung von Strategien im Unternehmen, liefert PTS integrierte, auf den Kunden ausgerichtete End-to-End-Prozessketten und implementiert diese mit den entsprechenden Technologien. Die Experten von PTS haben das Wissen, die Erfahrung und den Branchenhintergrund, der hierfür erforderlich ist und dieser Vorsprung wird durch kontinuierliche Investitionen in Prozess-Know-How, Menschen und Technologien gesichert. PTS-Berater und Spezialisten berücksichtigen bei ihrer Arbeit stets die internationalen und technologischen Bedürfnisse der Kunden. Die Transformationsberater und Spezialisten der PTS fokussieren sich auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen und unterscheiden sich dadurch von der traditionellen Strategie- und Prozessberatung. I.5 Partnerschaften Die langjährige enge Partnerschaft mit SAP und Microsoft, der hohe Ausbildungsgrad der Mitarbeiter in Software und Plattformen sowie der beständige Vertriebserfolg drückt sich in Gold-Partnerschaften mit beiden Unternehmen aus. PTS ist ebenfalls SAP Co-Seller auf der Azure-Cloudplattform von Microsoft. I.6 Mitarbeiter Der PTS Group AG verfügte zum 31.12.2019 über 160 Mitarbeiter. Ein größerer Teil der Mitarbeiter ist am Hauptstandort Bremen tätig, viele Berater sind entsprechend der überregionalen Kundenstruktur auf Deutschland verteilt. Die Fluktuation war im Jahr 2019 mit 15,2% bedingt durch die zukunftsweisende Serviceausrichtung höher als in den Vorjahren, es ist davon auszugehen, dass in Zukunft wieder ein geringeres Niveau erreicht wird. Der Erfolg der PTS hängt im Wesentlichen von der Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter ab. PTS ist die Arbeit als Mannschaft mit flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen ein tiefes Anliegen. Neben üblichen Benefits wird mit Veranstaltungen und in der täglichen Zusammenarbeit ein Klima der Offenheit, Freiheit in der Arbeit und Entwicklung geboten. Dies drückt sich unter anderem in dem überdurchschnittlichen Erfolg in der Gewinnung neuer Mitarbeiter aus. I.7 Steuerungssysteme und Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden auf Kundenebene Projektfortschritte und Profitabilitäten (kundenspezifischer DB1) laufend verfolgt. Die Zielgrößen fließen auch in die Bonusvereinbarungen des Vorstands und weiterer leitender Mitarbeiter ein. Auf Mitarbeiterebene sind Umsatz und Auslastung die wesentlichen Kennzahlen und Steuergrößen. Im Berichtsjahr wurde als übergreifendes Steuerungssystem "OKR" eingeführt, welches die Stringenz in der Erreichung strategischer Ziele und Involvement der gesamten Mitarbeiterschaft unterstützen soll. I.8 Forschung und Entwicklung PTS betreibt als IT-Beratungsunternehmen keine Forschung im engeren Sinne. Es werden jedoch neben der Weiterentwicklung der beiden Softwareprodukte reporting kitchen/delta.42 und smartwork neue Lösungen und Prozesse im Bereich Künstlicher Intelligenz und IoT entwickelt. II. Wirtschaftsbericht II.1 Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland[1] Die deutsche Wirtschaft befand sich 2019 das zehnte Jahr in Folge auf Wachstumskurs. Wobei das Wachstum mit 0,6%, nach jeweils 2,2%/1,5% in den Boom-Jahren 2017 und 2018, vergleichsweise gering ausfiel. Die Gründe für das langsamere Wachstum lagen vor allem in einer global abgeschwächten Konjunktur, im Niedrigwasser durch die anhaltende Dürreperiode und in den Absatzproblemen der Automobilindustrie. Positivere Impulse kamen lediglich von der Binnenwirtschaft. Durch den schwächeren Welthandel wurden auch die deutschen Exporte negativ beeinflusst. Besonders schwach fiel dabei der Export von Kraftfahrzeugen, welche noch nicht über die neue Zertifizierung nach WLTP (Worldwide harmonized light vehicles test procedure) verfügten, aus. Die Exporte lagen in 2019 0,9% höher als im Vorjahr. Ein Aufschwung wird erwartet. Angesichts der guten Entwicklungen stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte 2019 um 1,3%. Der Arbeitsmarkt erwies sich im Jahr 2019 als stabil. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit hatte den niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9% gestiegen. Die Entwicklung zeigt sich mit 45,3 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2019 gegenüber rund 44,8 Millionen Menschen im Vorjahr. Die Erwerbslosenquote sank von 3,2% im Jahr 2018 auf 3,0% im Jahr 2019. Die Arbeitslosenquote befand sich im Jahresdurchschnitt bei rund 5,0%. Globaler Wettbewerb, ein spürbarer demografischer Wandel und die rapide voranschreitende Digitalisierung führen allerdings zu tiefgreifenden Veränderungen des Arbeitsmarktes, sodass ein erhöhtes Risiko der Arbeitskräfteknappheit verstärkt wird und die Diskrepanz zwischen den Anforderungsprofilen der Betriebe und den Qualifikationen der Arbeitssuchenden weiter zunimmt. Für das Jahr 2020 haben die meisten Wirtschaftsexperten und Forschungsinstitute ihre Prognosen heruntergeschraubt. Es wird für das Jahr 2020 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts von 1,1% erwartet. Im weiteren Verlauf rechnen Ökonomen mit leichtem Aufschwung. Voraussetzungen für das Erreichen der Prognose seien dabei ein geordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU sowie dass die Produktions- und Absatzeinbußen in der deutschen Autoindustrie, Unsicherheitsfaktoren seien vor allem auch die internationalen Handelsstreitigkeiten, die Entwicklung der Zinsen, eine Wachstumsverlangsamung in China, welche unsere Exportindustrie treffen würde, die Haushaltsschieflage in Italien sowie ein Brexit ohne Abkommen, die die Konjunktur in Europa gefährden könnten. II.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2019[2] Für 2020 erwartet der Branchenverband für den ITK-Gesamtmarkt in Deutschland einen Anstieg von 1,5% auf 172,2 Milliarden Euro. Dabei zeigt sich die Informationstechnik mit einem voraussichtlichen Umsatz von 95,4 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,7% nach wie vor als Wachstumstreiber der ITK-Branche. Auch die für PTS relevanten IT-Services wird ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Der Zuwachs strebt einen Umsatz von 41,9 Milliarden Euro und damit einem Zuwachs von 2,4 Prozent an. Innerhalb der Branche ist lediglich die IT-Hardware rückläufig, mit einem Rückgang von 0,4% auf 25,9 Milliarden Euro Im Jahresverlauf wird mit einem Plus von 39.000 Jobs in der Branche gerechnet und damit übersteigt die Zahl der Beschäftigten innerhalb der Branche erstmals 1,2 Millionen Beschäftigte. "Aktuelle Debatten um Künstliche Intelligenz, 5G-Netze und digitale Souveränität zeigen, welche enorme Bedeutung die digitale Wirtschaft in Deutschland hat", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Nach einer aktuellen Bitkom-Studie waren Ende vergangenen Jahres 124.000 Jobs für IT-Experten unbesetzt. Das ist ein Anstieg um 51 Prozent im Vergleich zu 2018 mit 82.000 offenen Stellen. "Das Fachkräfteproblem ist der Bremsklotz der Digitalbranche und damit auch der gesamten deutschen Wirtschaft. Jede unbesetzte Stelle steht für ein Weniger an Wachstum, Wertschöpfung und Innovation - was uns im globalen Wettbewerb zurückwirft", sagt Berg. II.3 Geschäftsverlauf II.3.1 Entwicklung der Ertragslage Der Umsatz wuchs aufgrund der Verschmelzung deutlich von 9,3 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR im Jahr 2019. Kumuliert unter Berücksichtigung der Tochtergesellschaften wurde ein Umsatzzuwachs von 16,1 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR erzielt, dieser ist bedingt durch eine weiter verbesserte Auftragslage. Aufgrund von etwa im Gleichschritt wachsenden Kostenpositionen durch weiteren Mitarbeiteraufbau blieb die Marge vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern ("EBITDA") mit 12,5% in etwa auf Vorjahresniveau, stieg absolut aber von 2,0 auf 2,5 Mio. EUR. II.3.2 Finanz- und Vermögenslage Die Liquiditätslage der Gesellschaft blieb im Berichtsjahr weiter konstant bei einer leichten Erhöhung des Bestands an liquiden Mitteln von 2,0 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR. Das Unternehmen verfügt über keine Fremdkapitalverbindlichkeiten. Die seit Jahren konservativ ausgerichtete Finanzpolitik drückt sich in einer guten und langfristigen Bonität sowie der kurz- und mittelfristigen Bereitstellung ausreichender Liquidität für eine positive Unternehmensentwicklung aus. Die Rückstellungen sind erheblich um 1,2 Mio EUR gestiegen. Insbesondere die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund der Verpflichtung für Ertragsteuern 2019 um 632,1 TEUR erhöht. Auch die Rückstellungen für Personalkosten sind von 491,2 TEUR auf 803,0 TEUR gestiegen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Urlaubs-, Provisions- und Tantiemerückstellungen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens bewegten sich im Berichtsjahr mit 357,6 TEUR auf einem höheren Niveau, bedingt durch die Aktivierung der selbst geschaffenen Software reporting kitchen/ delta.42 in Höhe von 174,3 TEUR. Mit 3,9 Mio. EUR Eigenkapital bei 7,6 Mio. EUR Bilanzsumme verfügt die Gesellschaft über eine Eigenkapitalquote von 51,7%. II.3.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Nach Einschätzung des Vorstands befindet sich das Unternehmen zum Erstellungszeitpunkt des Geschäftsberichts in einer Phase des Wachstums: • Wir haben neben dem klassischen Beratungs- und Betriebsgeschäfts weitere digitale Services entwickelt, die unsere Wertschöpfungskette positiv beeinflussen sollen. • Durch Einführung eines neuen Steuerungssystems werden wir noch zielgerichteter und transparenter agieren. • Das weiter fortschreitende Digitalisierungsbestreben bei unseren Kunden und Interessenten sorgt für eine mittelfristig stabil wachsende Nachfrage nach unseren Services. • Organisatorisch wurde der Verschmelzungsprozess erfolgreich abgeschlossen, wodurch wir einen positiven Effekt auf die Steuerungsfähigkeit und Unternehmenskultur erwarten. Vor diesem Hintergrund haben sich unsere Geschäftsfelder im Jahr 2019 insgesamt gut im Markt behauptet. Die Marke "PTS" hat deutlich an Wahrnehmung gewonnen und ist bundesweit bei Interessenten und Bewerbern etabliert. Mit neuen und innovativen Services haben wir uns eine gute Ausgangsposition im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen erarbeitet. Das alles lässt uns mit großer Zuversicht auf die kommenden Jahre und die anstehenden Herausforderungen blicken. III. Prognosebericht PTS erwartet für das laufende Jahr 2020 ein Umsatzwachstum auf 21,0 Mio. EUR bei einer EBITDA-Marge von ca. 15%. Die Verbesserung der Ertragslage ist primär auf die steigende Projektprofitabilität zurückzuführen. Des Weiteren nimmt der Anteil an ganzheitlichen und margenstärkeren Digitalisierungsprojekten stetig zu. Die Aufwände im Bereich Personal werden entsprechend dem Wachstum angepasst. In 2020 sucht das Unternehmen weiterhin verstärkt Fachkräfte für unterschiedliche Bereiche. Im Jahr 2020 werden sich die Investitionen im Vergleich zu 2019 auf niedrigerem Niveau bewegen. Die Investitionen werden aus dem operativen Cashflow finanziert. Die Kombination aus profitablen Projekten und einem "Asset-Light" Geschäftsmodell wird auch 2020 zu deutlich wachsenden liquiden Mitteln beitragen. IV. Chancen- und Risikobericht III.1 Chancen Wesentliche Chancen liegen u.a. in der Orientierung und starken Marktposition von PTS bei den Marktthemen Digitalisierung und IT-unterstützte Prozessoptimierung, die auf Sicht der nächsten Jahre in Deutschland eine hohe Nachfrage nach IT-Dienstleistungen gewährleisten. Gemäß Lünendonk-Studie 2019 wird für 2020 ein Wachstum bei IT-Service von 10,8% erwartet[3]. PTS legt darüber hinaus einen Fokus auf innovative Standardlösungen für die Digitalisierung im Bereich Real Estate und Facility Management. Hier verfügt die PTS über ein teils jahrzehntelanges Know-how aus langjährigen Kundenbeziehungen zu führenden deutschen Unternehmen und wird sich weiter als eines der führenden Beratungsunternehmen in diesen Kernbranchen entwickeln. Durch die Betreuung und Weiterentwicklung der Facility-Management-Software für eines der größten deutschen Portfolien sieht sich PTS als führendes Beratungshaus bei der Abbildung von Prozessänderungen, Schnittstellen und Innovationen in SAP- und Microsoft-Plattformen für Facility Management und Real Estate. Sowohl Bestandskunden als auch Neukunden haben im Zuge der Digitalisierung und weiteren Effizienzsteigerung ihrer Prozesse in den kommenden Jahren deutlichen Beratungs- und Implementierungsbedarf. Hierdurch sieht PTS gute Chancen zur Ausweitung der Umsätze. Auch Kunden aus anderen Branchen reagieren positiv auf das Leistungsspektrum von PTS und finden teils einen Einstieg in weitere Beratungsleistungen über die Nutzung der Pakete smart work und reporting kitchen/delta.42. Weitere Chancen liegen in einer geographischen Ausweitung der PTS-Lösungen und -Dienstleistungen. Dies bezieht sich zunächst auf deutsche Kunden. PTS plant aktuell keine Auslandsexpansion, da das geplante Wachstum der nächsten Jahre gut im Kernmarkt Deutschland abgebildet werden kann. III.2 Risiken Insgesamt sind aus heutiger Sicht keine, den Fortbestand der PTS gefährdenden Risiken erkennbar. Das Unternehmen hat keine Fremdverschuldung, eine Eigenkapitalquote von 51,7% und eine am oberen Ende des Branchenbandes liegende Profitabilität. Die hohe Konzentration von über 50% des Umsatzes auf drei Kernkunden könnte bei einem Wegfall dieser Kundenbeziehungen zu zeitlich begrenzten Schwankungen in der Ertragslage führen. Dies ist derzeit jedoch nicht absehbar. Bei den Kernkunden handelt es sich um Tochtergesellschaften zweier der größten europäischen Konzerne mit jeweils zweistelligen Milliardenumsätzen, für die die von PTS betreuten Tochterunternehmen wesentliche Bestandteile der Strategie darstellen. Aufgrund der Weiterentwicklung der Prozesse bei den Kunden als auch der Anbindung derer Geschäftspartner an die Systeme wird auf Sicht keine wesentliche Abschwächung der Aktivitäten für die Kernkunden erwartet. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in einem systemgestützten Tool dokumentiert. Es wird in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst. Als wesentliches Beschaffungsrisiko wird der anhaltende Fachkräftemangel gesehen. Fluktuation und Wachstum bedingen die Herausforderung, vakante Positionen im Unternehmen mit Fachkräften zeitnah zu besetzen, um die erwarteten Qualitäts- und Umsatzziele zu erreichen. Um diesem Risiko frühzeitig zu begegnen, werden partnerschaftliche Verbindungen zu universitätsnahen Einrichtungen gepflegt, die auch als Rekrutierungskanal genutzt werden. Ferner ist die PTS auf namhaften Messen mit dem Recruiting vertreten. Eine starke Mitarbeiterbindung u.a. durch umfangreiche Aus- und Weiterbildungsprogramme ist für die PTS ein weiteres Instrument dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. PTS verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle aufgrund Zahlungsunfähigkeit sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit beträgt ca. 60 Tage. Verbindlichkeiten werden überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die durchschnittliche Verbindlichkeitenlaufzeit beträgt 15 Tage. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt PTS eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt PTS über ein proaktives Forderungsmanagement.
Bremen, 9. April 2020 gez. Dr. Norbert Warnken gez. Marc Trümper gez. Holger Schiller gez. Kevin Meitsky [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_001_13321.html?nn=206104 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wirtschaftliche-entwicklung.html https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/arbeitsmarktzahlen-dezember-2019.html [2] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Erstmals-12-Millionen-Jobs-in-der-Bitkom-Branche [3] https://www.luenendonk.de/aktuelles/presseinformationen/luenendonk-studie-2019-it-dienstleister erwarten-2020-ein-umsatzwachstum-von-108-prozent/ BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die PTSGroup AG hat ihren Sitz in Bremen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter HRB 20504 HB eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es werden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Aufgrund der Verschmelzung der beiden Tochtergesellschaften PTS IT Services AG und PTS Consulting AG auf die Berichtsgesellschaft sind die Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Von den größenabhängigen Erleichterungen bezüglich der Form der Darstellung wurde bei der Offenlegung Gebrauch gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear. Die unfertigen Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit den anteiligen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. In die Rechnungsabgrenzungsposten wurden Beträge eingestellt, soweit sie Ausgaben im Berichtszeitraum sind, aber Aufwand für eine spätere Periode darstellen. Flüssige Mittel und sonstige Aktiva werden zu Nominalwerten angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. IV. Angaben zur Bilanz Die EntwicklungdesAnlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens:
Unter der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird ein verrechneter Rückkaufswert einer parallel angesparten Versicherung in Höhe von T€ 504,3 mit den Erfüllungsbeträgen der dazugehörigen Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 411,6 gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgewiesen. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 2.649,3 enthalten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" bewertet. Für die Berechnung wurde ein Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV von 2,71% p.a. berücksichtigt. Außerdem wurde der Rückkaufswert einer verpfändeten Rückdeckungsversicherung gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB beim Ausweis der Pensionsrückstellung von einem Anwärter saldiert. Der Erfüllungsbetrag der Pensionszusage beträgt T€ 110,9. Der verrechnete Aktivwert beläuft sich auf T€ 97,0. Höhe der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB: Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein nicht passivierter Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 56,8 (T€ 88,6). Außerdem ist ein Betrag von T€ 174,3 aufgrund der Aktivierung der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausschüttungsgesperrt. Insgesamt ergibt sich eine Ausschüttungssperre von € 231,1 (T€ 88,6). Das Grundkapital beträgt € 250.000,00. Es werden 1.000 vinkulierten Namensaktien im Nennwert von je € 250,00 werden zum Bilanzstichtag gehalten. Mit Verschmelzungsverträgen vom 18. September 2019 wurden die beiden Tochtergesellschaften PTS IT Services AG und PTS Consulting AG auf die Gesellschaft verschmolzen. An der Tochtergesellschaft PTS IT Services AG war die Gesellschaft mit 201.000 Namensaktien für je € 1,00 zu insgesamt T€ 201,0 beteiligt. An der PTS Consulting AG war die Gesellschaft bei einem Nennwert von je € 250,00, insgesamt mit € 100.000,00 beteiligt. Aus der Verschmelzung ist ein Verschmelzungsgewinn von T€ 47,9 und ein Verschmelzungsverlust von T€ 292,1 entstanden. Es wurde ein Viertel des Jahresüberschusses in Höhe von T€ 316,6 (Vj. T€ 143,9) in die satzungsmäßige Rücklage eingestellt. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahresangaben in Klammern):
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Stichtag T€ 964,2. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. VI. Sonstige Angaben Aufsichtsrat Gemäß Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Diesem gehören an: Alfons van Werde, Bremen, Unternehmensberater (Vorsitzender) Marc Gerick, Bremen, Unternehmensberater Frank Beinhold, Ritterhude, Unternehmensberater Vorstand und Vertretung Dr. Norbert Warnken, Weyhe, Unternehmensberater Marc Trümper, Osterode, Unternehmensberater Holger Schiller, Weyhe, Unternehmensberater Kevin Meitsky, Scheibenberg, Unternehmensberater Zur Vertretung der Gesellschaft ist Dr Norbert Warnken einzeln befugt. Die anderen Vorstände vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich. Die Eintragung im Handelsregister der neuen Vorstände Holger Schiller, Bremen, und Kevin Meitsky, Scheibenberg, erfolgte am 27. November 2019. Gesamtbezüge der Vorstände Die Bezüge der Vorstände betrugen für 2019 T€ 719,7. Es besteht eine Darlehensforderung gegen einen Vorstand mit einer Laufzeit von über 5 Jahren von T€ 48,5 (T€ 383,5). Das Darlehen wird mit 2,5% über dem Basiszins der Europäischen Zentralbank verzinst. In 2019 wurden T€ 340,0 getilgt. Arbeitnehmer Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Vorstände) beträgt im Durchschnitt:
Bilanzgewinnverwendung Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn von T€ 1.599,1 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bremen, 31. Januar 2020 gez. Dr. Norbert Warnken gez. Marc Trümper gez. Holger Schiller gez. Kevin Meitsky Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersZum vollständigen Jahresabschluss wurde nachstehender Bestätigungsvermerk erteilt: "An die PTSGroup AG, BremenPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PTSGroup AG, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PTSGroup AG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Oyten, 28. Februar 2020 EPG
Treuhand Aktiengesellschaft
gez. Malte Ehrichs, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsAllen Aufsichtsratsmitgliedern liegt der Prüfungsbericht der EPG Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oyten, zum Jahresabschluss der PTSGroup AG zum 31.12.2019 vor. Der Abschlussprüfer Malte Ehrichs hat dem Aufsichtsrat zusätzlich über die wesentlichen Ergebnis se der Prüfung des Jahresabschlusses der PTS GROUP AG berichtet; außerdem stand er allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Zusammenfassend kann Folgendes festgehalten werden: Bei Umsatzerlösen in Höhe von EUR 19.215.930,23 erzielte die PTSGroup AG im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.266.447,10. Bei der Durchführung der Abschlussprüfung sind keine gemäß § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB berichtspflichtigen Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen festgestellt worden, die den Bestand der PTSGroup AG gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Der Vorstand der Gesellschaft hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PTSGroup AG wie folgt zu verwenden:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zur Vorlage an die Hauptversammlung fest: Wir haben den Jahresabschluss der PTSGroup AG zum 31.12.2019 geprüft, ebenso den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns. Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen, die den Bestand der PTSGroup AG gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen, haben wir nicht festgestellt. Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir, wie auch der Abschlussprüfer, der Auffassung, dass der Jahresabschluss der PTSGroup AG zum 31.12.2019 insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermitteln. Aus diesem Grund schließen wir uns dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Zu dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung erheben wir keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der PTSGroup AG zum 31.12.2019. Damit ist der Jahresabschluss der PTSGroup AG zum 31.12.2019 festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes stimmen wir zu.
Bremen, den 14. August 2020 gez. Alfons van Werde, Aufsichtsratsvorsitzender gez. Dr. Frank Beinhold gez. Marc Gerick Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses und ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 14. August 2020 gebilligt worden. Damit ist der Jahresabschluss nach § 172 AktG festgestellt. Im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. |
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