Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 4731
Vorher
EGP Entwicklungsgesellschaft Petrisberg mbH
Eingetragen
17.12.2002
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Die Entwicklung brachliegender Flächen in der Stadt Trier, insbesondere durch Erwerb, Erschließung, Entwicklung und Vermarktung von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie Konversionsliegenschaften. Der Gesellschaft sind alle Rechtsgeschäfte gestattet, die der Erreichung des Gesellschaftszwecks dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Schwartz
seit 2.1.2018
Prokura
David Becker
seit 10.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

7.14% identifiziert92.86% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
7.14%

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Stadt Trier
50.00%
28.57%
13.43%
Stadt Trier
0.86%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Stadt Trier
Germany
50.00%
Sparkasse Trier
Germany
28.57%
SWT Stadtwerke Trier GmbH
Germany
14.29%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EGP GmbH

Trier

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A/ Geschäftsmodell und Branchenentwicklung
I Geschäftsmodell der Gesellschaft
Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist die Entwicklung großer Konversionsareale, welche die Begabung zu einer eigenständigen, werthaltigen Adresse haben. Hierbei ist die Gesellschaft Grundstückseigentümer, Erschließungsträger und Bauträger- versteht sich so als Moderator von Entwicklungsprozessen und machbaren Lösungsansätzen. Sie ist hierbei selbst Investor und eröffnet zudem im Rahmen der Projektentwicklung Investitionsmöglichkeiten für Kapitalanleger und Investoren. Die Gesellschaft arbeitet gewinnorientiert und in einem mittelfristigen Zeithorizont der jeweiligen Projekte.
Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen die Sanierung von Grund und Boden, den erforderlichen Rückbau von Gebäuden, die Umsetzung von Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes, die Baureifmachung und Erschließung von Grundstücken zum Verkauf oder zur eigenen Entwicklung. Weiterhin übernimmt sie die Gestaltung, Planung und Umsetzung von Hochbauprojekten zum Verkauf und zukünftig auch für den eigenen Bestand sowie eine konsequente Quartiers- und Nachbarschaftsentwicklung.
Ziel ist es, durch eine ganzheitliche Standortentwicklung dauerhaft eine deutliche Wertsteigerung der Liegenschaften zu erzielen. Im Rahmen der Standortentwicklung werden ökonomische, funktionale, ästhetische, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt und im Rahmen eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes abgewogen. Die definierten Ziele und Inhalte werden in eine Projektentwicklung überführt und in ein Standortmarketingkonzept eingebunden, welches die Basis für den Imagewandel der ehemaligen Brachflächen darstellt.
Bei der Umsetzung von Hochbau- und Bauträgerprojekten umfasst der Leistungsumfang die komplette schlüsselfertige Entwicklung von Wohnprojekten und Gewerbeimmobilien. Außerdem schließt er die ganzheitliche Projektabwicklung (vom Produktdesign über die Planung bis zur Übergabe der Einheiten), die Koordination aller Projektbeteiligten und Gewerke, die Außenwahrnehmung und den Vertrieb, die persönliche Kundenansprache und eine investitionsbegleitende Beratung mit ein.
Mit Sitz der Gesellschaft in Trier ist diese eng mit der Stadtentwicklung verbunden. Sie setzt sich zusammen aus öffentlichen Trägern und privaten Investoren. Als Gesellschaft für urbane Projektentwicklung zeichnet sich die EGP GmbH verantwortlich für die Revitalisierung des ehemaligen französischen Militärgeländes Petrisberg in Trier in ein innovatives, lebendiges Stadtviertel - den Neuen Petrisberg sowie die zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossenen großen Flächenprojektentwicklungen Bobinet-Quartier, einer ehemaligen Textilfabrik und dem Stadtquartier Castelnau, einer militärischen Konversion. Mit Castelnau Mattheis, der Revitalisierung des ehemaligen Panzerübungsbereiches der Kaserne Castelnau, dem Burgunder Viertel, einer ehemaligen französischen Militärwohnsiedlung in Neu-Kürenz und dem Projekt im Westen, der ehemaligen Jägerkaserne in Trier-West, setzt die Gesellschaft derzeit drei wichtige Konversionsprojekte in der Stadt Trier um.

II Branchenentwicklung
Die Rahmenbedingungen der Immobilienbranche haben sich im Geschäftsjahr 2023 erheblich verändert. Die Krisen der vergangenen Jahre, wie die Covid-19-Pandemie, die Energiekrise und der Rohstoffmangel - als Folge militärischer und terroristischer Konflikte - wirken sich mit ihren regionalen und lokalen Folgen im Immobilienmarkt weiterhin aus. Dies zeigt sich insbesondere durch den deutlichen Anstieg der Inflation, welcher u.a. eine weiter zunehmende Erhöhung der Baukosten zur Folge hat und eine deutlich restriktivere Geldpolitik der finanzierenden Banken nach sich zieht. Die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben einen deutlichen Anstieg der Hypothekenzinsen in Deutschland zur Folge, was wiederrum erhebliche negative Auswirkungen auf die Nachfrage sowohl von privaten Käufern bzw. Eigennutzern als auch Kapitalanlegern und institutionellen Investoren hat. Die rückläufige Nachfrage u.a. nach Neubauwohnungen hat parallel zu einem annähernden Stillstand der Bau- und Marktaktivitäten geführt und damit zu einem stagnierenden bis rückläufigen Marktangebot.
Die amtierende Bundesregierung hat die Schaffung von neuem Wohnraum als wichtiges politisches Ziel ausgerufen. Wesentliches Ziel des Bundesbauministeriums ist der Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich gefördert. Allerdings blieb die Zahl der neu gebauten Wohnungen im Jahr 2023 mit laut ifo Institut schätzungsweise 245.000 fertiggestellten Wohnungen deutlich hinter dieser Vorgabe. Die Baufertigstellungen sind dabei gegenüber dem Vorjahr (295.000) zudem rückläufig. Eine Studie des Pestel Instituts kam sogar zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2023 mehr als 700.000 Wohnungen in Deutschland fehlten. Dies sei das größte Wohnungsdefizit seit mehr als 20 Jahren. Vor allem bei bezahlbaren Wohnungen werde der Mangel immer größer.
Um Anreize für klimafreundlichen Neubau zu setzen, hat die Bundesregierung steuerliche Erleichterungen für Immobilieneigentümer zum 1. Januar 2023 eingeführt. Dabei ist eine Anhebung des linearen AfA-Satzes für die Abschreibung von Wohngebäuden im Mietwohnungsbau von 2% auf 3% und damit eine Verkürzung des Abschreibungszeitraums von bisher 50 auf nun 33 Jahre erfolgt. Im Rahmen des neuen Wachstumschancengesetzes wurde darüber hinaus die Förderung von Neubauaktivitäten mittels einer degressiven AfA von 5% p.a. - und damit erfolgte eine Erhöhung der zum 1. Januar 2023 eingeführten linearen AfA von 3% im März 2024 - vom Bundesrat beschlossen. Die degressive AfA kann auf die Investitionssumme im 1. Jahr bzw. den Restwert der Investition für die folgenden 5 Jahre angewandt werden.
Befristetet ist zudem eine Sonder-AfA beschlossen worden, mit welcher innerhalb von vier Jahren 5% p.a. der Herstellungskosten abgesetzt werden können. Die Obergrenze der Herstellungskosten beträgt derzeit 5.200 Euro/m², wovon maximal 2.500 Euro/m² steuerlich geltend gemacht werden können. Voraussetzung für die steuerliche Begünstigung ist die Einhaltung des energetischen Gebäudestandards Effizienzhaus 40 mit dem QNG.
Der Rückgang der Bautätigkeit zeigt derzeit eine gewisse Entspannung bei der Verfügbarkeit und den Kapazitäten von ausführenden Firmen und den Baukosten, welche sich im zweiten Halbjahr den Geschäftsjahres 2023 auf einem hohen preislichen Niveau etwas stabilisiert haben.
Die Preise für Neubauwohnungen in Deutschland sind im Geschäftsjahr trotz der rückläufigen Nachfrage nur moderat gesunken bzw. blieben insbesondere in den städtischen Lagen weitgehend stabil. Gemäß den statistischen Daten von der bulwiengesa AG ergibt sich anhand der Marktdaten für die Stadt Trier sogar eine leichte Steigerung der Kaufpreise und Mieten für Neubauwohnungen. Für 2024 kann derzeit von einer Stabilisierung der Preise für Neubauwohnungen in attraktiven und werthaltigen Lagen ausgegangen werden, da dem sehr knappen Angebot ein erheblicher und wachsender Nachfrageüberschuss gegenübersteht.

B/ Wirtschaftsbericht
I Darstellung und Analyse des Geschäfts­verlaufes und des Geschäftsergebnisses 2023
Im Geschäftsjahr 2023 standen die baulichen Maßnahmen zur Erschließung und der Vertrieb von werthaltigen Baugrundstücken in Castelnau Mattheis sowie die leitungsgebundene Erschließung im Burgunder Viertel im Fokus der Tätigkeiten der Gesellschaft. Zudem galt es in den Flächenprojekten Bobinet-Quartier und dem Stadt­quartier Castelnau bauliche Restmaßnahmen abzuschließen. Das Bauträgergeschäft der Gesellschaft war geprägt vom Projekt Grüne Höfe in Castelnau Mattheis, in welchem zum Jahresende erste Wohneinheiten fertiggestellt und übergebenen werden konnten. Für die Folgejahre wurde mit den Planungen zu den Projekten Grüne Höfe Serie #1 und dem BV 2 im Burgunder Viertel die Weichen für die weiteren großen Bauträgerprojekte gestellt. Mit dem Ankauf der ehemaligen Jägerkaserne startete mit dem so genannten Projekt im Westen in Trier-West das nächste große Konversions- bzw. Flächenprojekt der Gesellschaft.

Castelnau Mattheis
Im Geschäftsjahr wurde mit dem Grundstücksvertrieb für den ersten Bauabschnitt der sogenannten Stadtterrassen begonnen und elf der insgesamt 21 Baugrundstücke wurden veräußert. Hier zeigt sich, dass trotz einer großen Nachfrage mit verbindlichen Reservierungen von fast allen Grundstücken, einige Kaufinteressenten Abstand von einem gewünschten und geplanten Erwerb (vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen wie Baukosten und Finanzierungskonditionen) nehmen mussten. Mit der Veräußerung von Baugrundstücken für Geschosswohnungsbau mit gefördertem Wohnraum konnte diese Entwicklung in Teilen kompensiert werden.
Die baulichen Maßnahmen zur Erschließung baureifer Grundstücke wurden im Geschäftsjahr bis auf wenige Restarbeiten im Vorstufenausbau erfolgreich abgeschlossen. Der Busverkehr hat seinen Betrieb zwischenzeitlich aufgenommen, die baulichen Anlagen hierfür wurden hergestellt. Der weitere Fokus der Planung liegt nun insbesondere auf den Spielplatzanlagen, den öffentlichen Grünflächen und dem abschnittsweisen Endstufenausbau der Straßen und Wege.
Für den Teilbereich Westhang wurde der Bebauungsplan BF 19-2 im September 2023 im Stadtrat beschlossen. Die Umsetzung der festgesetzten, vorbereitenden Artenschutzmaßnahmen ist erfolgt. Der Rodungsantrag für den Westhangwurde genehmigt und bis Ende Februar 2024 vollzogen. Damit wurden einschränkende Festsetzungen aus der Thematik Waldabstand für die angrenzenden Baufelder in den Bereichen Auf der Höhe und Stadtterrassen aufgehoben. Hier stehen nun weitere erschlossene Baugrundstücke zur Verfügung.
Im Bauträgerprojekt Grüne Höfe konnte zum Ende des Geschäftsjahres das Gemeinschaftseigentum abnahmereif an die Wohneigentümergemeinschaft und 10 der insgesamt 74 Wohneinheiten an die Käufer übergeben werden. Die weiteren Wohneinheiten wurden bis April 2024 ebenfalls abgenommen. Für das nächste Bauträgerprojekt der Grüne Höfe Serie #1 liegt ein genehmigter Bauantrag als klimafreundlicher Neubau (Effizienzhaus-Stufe 40 mit QNG) vor. Für den weiteren Vertrieb wurden die 84 Wohnungen, welche sich auf zwei Gebäude verteilen, an die Richtlinien der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) für geförderten Wohnungsbau angepasst.

Burgunder Viertel
Mit dem Spatenstich am 13. April 2023 haben die baulichen Maßnahmen zur leitungsgebundenen Erschließung der Baugrundstücke im Burgunder Viertel begonnen. Hierzu wurden im Vorfeld die Verträge zur Ver- und Entsorgung mit der Stadt Trier und den Versorgungsträgern abgeschlossen und die neue Quartierszufahrt von der Robert­Schuman-Allee wurde in Betrieb genommen.
Im Geschäftsjahr konnten die Abwasser- und Regenwasserkanäle inklusive des Rückhaltebeckens sowie rund 60% der Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Glasfaser, Wärmenetz) fertiggestellt werden. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse im Herbst und Winter und großer Herausforderungen aufgrund nicht ausreichend dokumentierter, historischer Bestandsleitungen konnte der Bauzeitenplan im Geschäftsjahr nicht erfüllt werden. Die Restmaßnahmen erfolgen im Folgejahr. Dies hat bislang keine Auswirkungen auf nachfolgende Hochbauprojekte.
Für das erste Bauträgerprojekt BV 2 mit 84 Wohneinheiten liegt die Baugenehmigung als klimafreundlicher Neubau (Effizienzhaus-Stufe 40 mit QNG) seitens der Stadt Trier vor. Auch hier wurden die Grundrisse auf die Richtlinie der ISB für geförderten Wohnungsbau ausgerichtet. Mit der Vermarktung der Wohnungen in insgesamt vier Punkthäusern, optional als geförderter Wohnungsbau, wurde im Einzelvertrieb im November 2023 begonnen. Die Beurkundung der ersten Kaufverträge ist im 2. Quartal 2024 erfolgt.
Zentrales Hochbauprojekt des Burgunder Viertel ist die Mobilitätszentrale MOX. Hier wurde im Geschäftsjahr die Entwicklung der einzelnen Nutzungsbausteine, bestehend aus Parken, Energiezentrale und ergänzenden Nutzungen bzw. Angeboten, aufgenommen, und eine Umsetzungs­und Betriebsstrategie erarbeitet. Eine Fertigstellung ist frühestens 2026 erforderlich.
Projekt im Westen
Nachdem bereits im Vorjahr am 15. November 2022 der Ankaufsvertrag der Liegenschaft Jägerkaserne beurkundet wurde, erfolgt der Eigentumsübergang mit Grundbucheintragung im Geschäftsjahr 2023. Damit gingen Besitz, Nutzen und Lasten auf die Gesellschaft über. Mit dem Kaufvertrag und dem entsprechenden städtebaulichen Vertrag wurden die Entwicklungsziele und -fristen mit der Stadt Trier vereinbart.
Zur Umsetzung starteten im Geschäftsjahr umgehend die vorbereitenden Untersuchungen zu Altlasten, Kampfmittel und Archäologie sowie die Erstellung der bodentechnischen Gutachten, welche den Entwicklungsprozess fortlaufend begleiten werden. Mit dem vertraglich vereinbarten Gebäuderückbau wurde im Januar 2023 begonnen. Die Maßnahmen wurden fristgerecht abgeschlossen. In Abstimmung mit der Stadt Trier wurde die Trafo-Station zur Versorgung der städtischen Bestandsgebäude, welche nicht im Eigentum der Gesellschaft stehen hiervon ausgenommen.
Mit dem Stadtratsbeschluss am 26. September 2023 zum Bebauungsplan BW 83 lrrbachquartier wurde seitens der Stadt Trier Baurecht für die Liegenschaft geschaffen. Auf dieser Grundlage ist der Einstieg in die Planung der leitungsgebundenen Erschließung erfolgt.
Zum Angebot erster nachbarschaftsbildenden Aktivitäten wurde auf dem nördlichen Teilbereich der Liegenschaft eine zentrale Gartenfläche angelegt und das Bestandsgebäude 29 in Nutzung genommen. In diesem Zuge erfolgten auch die Positionierung und Benennung als Projekt im Westen. Im Rahmen von Veranstaltungen und wiederkehrenden Terminen werden der Garten und das Gebäude 29 als kommunikativer Treffpunkt und zum Dialog mit den angrenzenden Bewohnern und Akteuren in der fortschreitenden Entwicklung genutzt.
Für die ersten Hochbauprojekte wurde im Geschäftsjahr ein Planungsteam zusammengestellt, welches im Folgejahr die Entwurfsplanung der Hochbauprojekte Süd I+II erarbeiten wird.
Petrisberg-Castelnau-Bobinet
Die baulichen Maßnahmen in den Flächenprojekten Der Neue Petrisberg, Bobinet-Quartier und Stadtquartier Castelnau konnten im Geschäftsjahr weitgehend abgeschlossen werden.
Auf dem Petrisberg stand nach der Übergabe des Bauträgerprojektes École Maternelle im Vorjahr der Projektabschluss mit dem Übergang in den Gewährleistungszeitraum im Fokus der Tätigkeit. Zudem wurden im Bestandobjekt WIP-Center das Treppenhaus und der Eingangsbereich saniert sowie in Teilen Neuvermietungen der Büroflächen abgeschlossen. Für die Stellplatzanlage im WIP Wissenschaftspark Trier wurde die Planung erstellt und der Erbpachtvertrag für die erforderlichen Grundstücke mit der Stadt Trier beurkundet. Die bauliche Realisierung und Vermietung ist im Folgejahr 2024 geplant.
In Bobinet wurde die Alte Färberei als Versammlungsstätte mit erweiterter Personenkapazität qualifiziert und ausgebaut. Zudem wurden die letzten Baumquartiere und Markierungen in der Peter-Malz-Straße hergestellt.
In Castelnau wurde der Ausbau der Busschleuse in der Pellinger Straße abgeschlossen und zum Fahrplanwechsel im Februar 2023 in Betrieb genommen. Die Baumaßnahmen im 3. Bauabschnitt des Grünzuges wurde ebenfalls abge­schlossen und von der Stadt abgenommen.

Erlösbetrachtung
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 8.666 TEUR. Die Umsatzerlöse setzen sich zu 4.518 TEUR aus dem Geschäftszweig Bauträger (52,1%), zu 2.639 TEUR aus den getätigten Grundstücksverkäufen (30,5%) sowie 1.509 TEUR aus Vermietung und sonstigen Weiterberechnungen und Tätigkeiten (17,4%) zusammen.
Aufgeschlüsselt nach Flächenprojekten zeigt sich, dass die erwirtschafteten Umsatzerlöse dominant mit 89,6% der Gesamterlöse in Castelnau Mattheis erzielt werden konnten. Die weiteren Umsätze verteilen sich auf die Mieterlöse in Höhe von insgesamt 226 TEUR (2,6%) auf dem Petrisberg mit WIP-Center und Stellplätzen, das EGP­Gebäude und die Ladenzeile in Castelnau, die Alte Färberei und die Stellplätze im Bobinet-Quartier sowie die Vermietung der Bestandgebäude 2 und 4 im Projekt im Westen mit 314 TEUR (3,6%). Weiterberechnungen erfolgten im Burgunder Viertel in Höhe von 353 TEUR (4,1%).
Die erzielten Umsatzerlöse haben sich entgegen dem Wirtschaftsplan 2023 im Geschäftsjahr aufgrund der sich verändernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschoben. Grundstücksverkäufe in Castelnau Mattheis und im Burgunder Viertel konnten nicht im geplanten Umfang realisiert werden. Mit der Fertigstellung des Gemeinschaftseigentums im Bauträgerprojekt Grüne Höfe und der Übergabe der ersten Wohnungen deutlich vor dem verfolgten Bauzeitenplan konnten diese annährend kompensiert werden. Zudem konnten die Mieterlöse mit den Vermietungen im Projekt im Westen im Geschäftsjahr gegenüber dem Plan und dem Vorjahr gesteigert werden. Die geplanten Umsatzerlöse gemäß Wirtschaftsplan 2023 wurden damit bis auf 466 TEUR erreicht.
Die teils erheblichen Veränderungen der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus den nicht linearen Entwicklungszyklen der Erschließung und des stichtagsbezogenen Übergangs von baureifen Grundstücken sowie von großen Bauträgerprojekten.
Bestandsentwicklung & Gesamtleistung
Mit den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von 11.926 TEUR in die Flächenentwicklung und in das Bauträgerprojekt des Umlaufvermögens ergibt sich unter Abzug der erfolgten Abgänge in Höhe von 4.039 TEUR eine Bestandserhöhung um 7.887 TEUR. Zusammen mit den erzielten Umsatzerlösen beträgt die Gesamtleistung 16.553 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr mit dem Großprojekt École Maternelle wird eine geplante Reduktion um -38,8% erreicht.
Abzüglich des erforderlichen Materialaufwandes aus den Bauaktivitäten sowie Anschaffungs- und Herstellungskosten ergibt sich ein Rohertrag von 3.681 TEUR, 42,5% der Umsatzerlöse.
Aufwendungen
Der betriebliche Aufwand, u.a. für Kommunikation, Außenwahrnehmung, Flächenbewirtschaftung, übergeordnetes Management, welcher sich in Abhängigkeit der fortlaufenden Projekte entwickelt, wurde entsprechend des Wirtschaftsplans 2023 verwendet. Die Personalkosten lagen unterhalb der geplanten Budgets.
Jahresergebnis
Trotz der Herausforderungen, Krisen, sich verändernden Rahmenbedingungen und dem hieraus resultierenden Wegfall geplanter Umsatzerlöse ergibt sich abzüglich Abschreibungen, Zinsen und Steuern für das Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis in Höhe von 313 TEUR.
II. Lage des Unternehmens
Im Geschäftsjahr lag der Investitionsschwerpunkt in der Sanierung, Erschließung und Planung baureifer Grundstücke in Castelnau Mattheis, im Burgunder Viertel und dem beginnenden Projekt im Westen. Die Flächenentwicklung bleibt damit Kern der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die werthaltigen Investitionen in diese Baugrundstücke bilden zum einen das Vermögen der Gesellschaft und dienen zum anderen als Grundlage für die Realisierung eigener wirtschaftlicher Bauträgerprojekte.
Bilanz-Aktiva
Die Bilanzsumme der Gesellschaft in Höhe 56.749 TEUR wird im Geschäftsjahr auf der Aktivseite der Bilanz das Vorratsvermögen der Gesellschaft, bestehend aus Grundstücken und Bauträgerprojekten (37.858 TEUR), bestimmt.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Vorräte durch die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen um 26,3% erhöht.
Das Anlagevermögen mit 13.988 TEUR wurde durch die getätigten Investitionen in das Projekt im Westen weiter ausgebaut (+268 TEUR).
Die liquiden Mittel nahmen mit den getätigten Investitionen im Saldo zu den erzielten Erlösen und Einnahmen gemäß MaBV aus den Bauträgerprojekten um -2.056 TEUR auf 4.105 TEUR ab.
Bilanz-Passiva
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenka­pital aufgrund des erzielten Jahresüberschusses auf 18.515 TEUR (+l,7%).
Eine Gewinnausschüttung wurde im Geschäftsjahr nicht vorgenommen, um die Liquidität und Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft stabil zu halten. Die Eigenkapitalquote ist im Verhältnis zur deutlich gestiegenen Bilanzsumme (+12.7%) von 36,2% auf 32,6% gesunken.
Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich mit dem Baufortschritt und den abgerufenen Kaufpreisraten des Bauträgerprojektes Grüne Höfe und den hier abgegangenen Wohnungen zum Ende des Geschäftsjahres im Saldo um 2.698 TEUR auf insgesamt 18.867 TEUR. Die Rückstellungen konnten im Geschäftsjahr um -389 TEUR auf 3.312 TEUR reduziert werden. Hiervon entfallen 1.362 TEUR auf Steuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 1.950 TEUR und beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, noch zu erbringende Leistungen und Rückstellungen für Gewährleistungen aus Bauträgerprojekten.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse (SOPO) im Flächenprojekt Neuer Petrisberg konnte aufgrund getätigter lnfrastrukturinvestitionen um -31 TEUR auf 475 TEUR kontinuierlich weiter reduziert werden. Hier kommt im Folgejahr die Realisierung der Stellplatzanlage im WIP Wissenschaftspark Trier zum Tragen.
Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Höhe von 14.131 TEUR umfassen insbesondere das Darlehen zum Ankauf und Entwicklung des Projektes im Westen in Höhe der derzeit in Anspruch genommenen Darlehenssumme von 11.231 TEUR. Hinzu kamen im Geschäftsjahr kurzfristige Geldmarktkredite in Höhe von insgesamt 2.900 TEUR für die Flächenentwicklungen Burgunder Viertel und Castelnau Mattheis, von welchen 1.000 TEUR Anfang 2024 plangemäß wieder zurückgeführt wurden.
Vermögenswerte & Handlungsspielraum
Die dargelegten Bilanz-, Quartals- und Liquiditätszahlen spiegeln die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wider. Die Vermögenswerte der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf 56.749 TEUR. Diese sind mit 51.846 TEUR im Anlagevermögen und in die laufenden Projekte der Flächen- und Bauträgerentwicklung werthaltig investiert. Mit einer positiven Liquiditätsausstattung und den vorhandenen Finanzierungsermächtigungen können, die im Wirtschaftsplan 2024 vorgesehenen Investitionen getätigt werden. Zudem steht der Gesellschaft ein ausreichender Finanzierungsrahmen zur Verfügung, welcher bei Bedarf kurzfristig erweitert werden kann. Die stabile Eigenkapitalquote unterstreicht den derzeit wirtschaftlich Handlungsspielraum der Gesellschaft.
Projekte & Arbeitsprozesse
Vor dem Hintergrund der langen Entwicklungszeiten der Flächen-, Quartiers- und Bauträgerentwicklungen mit dezidierten, langfristigen Projekt­ und Wirtschaftsplanungen und den sich auch kurzfristig ändernden Rahmenbedingungen ist eine agile Projekt- und Produktentwicklung essenziell. Hierbei kommt ein effizientes und reibungsloses Arbeitsumfeld, welches die Anforderungen der Mitarbeitenden an Flexibilität, Mobilität, Ausstattung und Organisation erfüllt, zum Tragen. Diese bringen entsprechend des eingeführten Verständnisses einer Zusammenarbeit als Netzwerk gleichermaßen ihre individuellen Kompetenzen in die Projekte ein.
Mit den dokumentierten Arbeitsprozessen wurden in den Vorjahren die Grundlagen für die kontinuierliche und verlässliche Arbeit der Gesellschaft gelegt, welche auf die jeweilige Situation und Herausforderung angepasst und eingestellt werden können. Der eingeschlagene Weg, erforderliche Abläufe zu straffen und formelle, hierarchische Organisationsstrukturen zu vereinfachen, hat sich in dieser Hinsicht bewährt.
Durch eine fortlaufende, gezielte Weiterbildung werden Innovationsbereiche und neue Themen identifiziert und gezielt erarbeitet. Dies erfolgt auch in Zusammenarbeit mit vertrauensvollen und erfahrenen Partnern der Gesellschaft.

c/ Bericht über die zukünftigen Entwicklungen und die Chancen und Risiken des Unternehmens
I. Voraussichtliche Entwicklung
Die bisherige strategische Ausrichtung der Gesellschaft zur Umsetzung von eigenfinanzierten Konversionsprojekten wird konsequent fortgeschrieben. Flächenentwicklungen in guten Lagen sind weiterhin als werthaltig zu erachten und bilden die Grundlage der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.
Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Ge­samtsituation sind Erlöse und hieraus resultierende Liquidität derzeit nicht zuverlässig planbar. Daher werden die geplanten Investitionen zeitlich gestreckt und vorerst nur notwendige Investitionen in die Erschließungen Castelnau Mattheis, Burgunder Viertel und Projekt im Westen mit (Bau)Straßenbau und grundlegende Ver- und Entsorgung getätigt. Auch die notwendigen Standards des Ausbaus der öffentlichen Flächen werden hierbei auf den Prüfstand gestellt.
Bestehende Immobilienprodukte werden zudem kontinuierlich weiterentwickelt, der aktuellen Nachfrage angepasst und an Förderprogrammen ausgerichtet. Dabei wird zum einen die Veräußerung von Grundstücken für Geschosswohnungsbau, für frei finanzierten und geförderten Wohnungsbau, unter Abwägung der eigenen Bauträgerpotenziale geplant. Hier ist es das Ziel, in Castelnau Mattheis passende Baufelder zu identifizieren sowie die weitere Bauzeitenplanung der Erschließung und Baureifmachung der Baufelder im Burgunder Viertel hierauf auszurichten. Zum anderen werden Baugrundstücke für Einfamilienhäuser mit Blick auf die Zins- und Baukostenentwicklung zurückgestellt und nur auf Anfrage bzw. eingeschränkt angeboten. Entsprechend werden tendenziell größere Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser und weniger kleinere Grundstücke für Reihen- und Doppelhäuser in den Vertrieb genommen. Dies betrifft insbesondere die Baureifmachung und Gestaltungsplanung für Baugrundstücke auf den Stadtterrassen und die Restbereiche Auf der Höhe in Castelnau Mattheis. Im Geschäftszweig Bauträger wird das große Bauträgerprojekt Grüne Höfe mit den Übergaben der restlichen 64 von insgesamt 74 Wohneinheiten erfolgreich abgeschlossen. Weitere eigene Bauträgerprojekte, wie das BV 2 und Grüne Höfe Serie #1 wurden bzw. werden an Richtlinien des geförderten Wohnungsbaus angepasst. Für die Folgejahre sind damit die Grundlagen für das weitere Bauträgergeschäft der Gesellschaft gelegt.
Zur perspektivischen Nutzung für den Umgang mit den vorhandenen Grundstückspotenzialen wird seitens der Gesellschaft zukünftig weiter in Planung investiert. Hierzu werden die Instrumente der städtebaulichen Qualitätssicherung weiterentwickelt und Hochbauvorhaben mit den Leistungsphasen 1 und 2 (LP 1-2), teils inklusive Bauantrag (LP 3-4), geplant. Auf diesen Grundlagen können perspektivisch Richtungsentscheidungen getroffen werden, ob Grundstücke entweder verkauft, ggf. mit Konzept bzw. Bauantrag oder mit eigenen Hochbauprojekten bebaut werden sollen. So wurden im Geschäftsjahr mit der Vorentwurfsplanung für die Bauträgerprojekte Grüne Höfe Serie #2 und Soziale Mitte in Castelnau Mattheis sowie den Baufeldern BV 5 bis BV 7 und der MOX im Burgunder Viertel die weiteren Projekte auf den Weg gebracht.
Gesetztes Ziel ist, parallel zum Abverkauf baureifer Grundstücke oder Wohnungen im Bauträgergeschäft, der Aufbau von eigenem Immobilienbestand, insbesondere mit dem Fokus auf das Projekt im Westen. Voraussetzung hierfür sind die vorgenannten Investitionen in die Flächenentwicklung sowie die weitergehende Hochbauplanung Süd I+II. Hierdurch sollen perspektivisch die erarbeiteten Grundstückspotenziale konsequent selbst genutzt werden können. Mit zunehmender Investitionstätigkeit in eigenes Anlagevermögen wird der Fremdfinanzierungsbedarf der Gesellschaft steigen müssen. Die Herausforderungen liegen in den langen Entwicklungszeiten, dem hohen Vorfinanzierungsbedarf und der großen Abhängigkeit vom Markt sowie den gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Eine strategische Entscheidung bezüglich der Bestands-/Haltestrategie muss daher permanent auf den Prüfstand gestellt werden und anhand der konjunkturellen Lage und der Lage der Gesellschaft sukzessive im Rahmen des weiteren Entwicklungsprozesses getroffen werden.
Entsprechend der vorgenannten Prämissen und Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse mit einer Gesamtleistung von 27.358 TEUR. Hiervon entfällt der größte Anteil auf Umsatzerlöse aus dem Bauträgerprojekt Grüne Höfe mit der Übergabe der restlichen Wohnungen im Geschäftsjahr 2024 sowie auf geplante Grundstücksverkäufe für Geschosswohnungsbau in Castelnau Mattheis und dem Burgunder Viertel. Mit einer signifikanten Anzahl von Grundstücksverkäufen für Einfamilienhäuser wird im Geschäftsjahr nicht geplant.
Mit der Fertigstellung des großen Bauträgerprojektes Grüne Höfe im Geschäftsjahr 2024 und der Ausrichtung des Vertriebs auf größere Grundstücke für Geschosswohnungsbau wird mit einem Jahresergebnis in Höhe von 3.354 TEUR geplant.
Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2024 mit 5.409 TEUR in das Anlagevermögen, hier insbesondere Projekt im Westen und Stellplatzanlage WIP Wissenschaftspark Trier, geplant. Zudem sind Investitionen ins Umlauf- bzw. Vorratsvermögen in Höhe von 4.651 TEUR für die Flächenentwicklungen Castelnau Mattheis und Burgunder Viertel sowie 15.1581 TEUR für die benannten Bauträger- bzw. Hochbauprojekte im Wirtschaftsplan 2024 vorgesehen.
Für die geplanten Investitionen stehen die eigenen liquiden Mittel, die Erlöse aus geplanten Grundstücksverkäufen, die Anforderung von Kaufpreisraten gemäß Makler- und Bauträgerverordnung aus Bauträgerprojekten sowie geplante Kreditaufnahmen der Gesellschaft als Finanzierungsmittel zur Verfügung.

II. Allgemeiner Risikobericht
Das Marktumfeld in der Immobilienbranche hat sich durch die deutlich restriktivere Geldpolitik als Folge der inflationären Tendenzen, erheblich verändert. Die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten schließlich auch einen deutlichen Anstieg der zehnjährigen Hypothekenzinsen in Deutschland zur Folge. Diese stiegen ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau von unter 1,0% im Jahr 2021 auf rund 4,2% im Herbst 2023. Dies hatte erheblich negative Auswirkungen auf die Nachfrage sowohl von Seiten privater als auch gewerblicher Investoren. Eine rückläufige bzw. annährend stillstehende Nachfrage nach Baugrundstücken und Neubauwohnungen hat sich aufgrund unsicherer Vermarktungszeiträume im Geschäftsjahr auch auf die Angebotsseite negativ ausgewirkt. Geplante Bauprojekte wurden nicht in den Vertrieb genommen und Bereiche mit Baugrundstücken nur in Teilen angeboten. Der erwartbare Rückgang der Baufertigstellungen wird den Nachfrageüberhang auf dem deutschen wie auch dem regionalen Wohnimmobilienmarkt weiter verschärfen.
Ein unkalkulierbares Risiko besteht derzeit in der Abhängigkeit bzw. den Wechselwirkungen zum politischen Umfeld, den damit einhergehenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen, allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung des Nachfragemarktes. In den letzten Jahren stand der Wohnungsmarkt verstärkt in der politischen und öffentlichen Diskussion. Dies liegt vor allem an der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum und vor allem nach bezahlbarem Wohnraum. Gegenläufig dazu ist, dass bei der Betrachtung des regulatorischen Umfeldes festgestellt werden muss, dass gerade die Abwägung von Einzelbelangen aus der Nachbarschaft und von Anwohnern sowie öffentliche und politische Forderungen Projekte konzeptionell, gestalterisch und thematisch zunehmend komplexer und damit immer teurer werden lassen. Dies ist unter anderem in den aktuellen Flächenprojekten Burgunder Viertel und Projekt im Westen wahrzunehmen. Neben der Inflation, zunehmender Regulierung und politischer Unklarheiten sind daher auch bürokratische Hürden mit verantwortlich für voraussichtlich auch in Zukunft weiter steigende Baukosten.
Hinzu treten Risiken aus einem voranschreitenden Fachkräftemangel, trotz eingepreister Projektreserven nicht ausschließbaren Kostensteigerungen sowie Verzögerungen der Fertigstellung. Diese Faktoren führen dazu, dass trotz konservativer Projektkalkulation die Gefahr besteht, dass sich aktuell erforderliche Deckungsbeiträge und geplante Projektgewinne deutlich reduzieren oder ausbleiben können.
Gerade in der aktuellen Branchenkrise, die zu einem Anstieg von Insolvenzen von Immobilienentwicklern geführt hat, ist Finanzstärke, welche sich in einem niedrigen Verschuldungsgrad und positiver Liquidität widerspiegelt, von großer Bedeutung. In einem schwierigen Finanzierungsumfeld ist der Zugang zu Finanzierungsmitteln und -instrumenten ein entscheidendes Kriterium, um die Möglichkeit und Chancen bei Projekten und Immobilien wahrnehmen zu können. Die Gesellschaft verfügt über eine ausreichende Finanzausstattung, werthaltiges Grundstückspotenzial und zur Verfügung stehende Finanzierungsinstrumente, um ihre Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierbei sind der Zugriffe auf liquide Mittel aus gebundenen Mitteln, z.B. auf Bauträgerkonten oder in projektbezogenen Finanzierungen, für die laufenden Projekte nur eingeschränkt verfügbar. Hierzu ist eine kontinuierliche Liquiditätsplanung und  -kontrolle eingerichtet.

III. Spezieller Risikobericht
Durch den Abschluss des Kaufvertrages mit der Stadt Trier über die Liegenschaft der Jägerkaserne, heute das Projekt im Westen genannt, mussten Nachzahlungsverpflichtungen übernommen werden, welche die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) vereinbart hat. Diese beinhalten die Verpflichtung zum Rückbau bestimmter Bestandsgebäude, eine Nachzahlung für über das vorliegende Konzept hinausgehende bodenwertsteigende Nutzungsmöglichkeiten sowie die Beseitigung der so genannten städtebaulichen Missstände. Die Regelung zum Abbruch der Bestandsgebäude wurde mit fristgerechter Umsetzung der Maßnahme zwischenzeitlich erfüllt. Lediglich das Trafo-Gebäude bleibt in Absprache mit der Stadt Trier vorläufig erhalten. Die anderen beiden Verpflichtungen sind im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsplanung berücksichtigt.
Für das Projekt im Westen besteht zudem die Förderfähigkeit von Teilprojekten im Zuge des Programms "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" sowie der "Aktion Blau", welche seitens der Stadt beantragt und gemäß der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums des Innern und für Sport über die städtebauliche Förderung (VV-StBauE) an die EGP weitergegeben werden können. Diese Mittel sind in der Wirtschaftsplanung berücksichtigt. Da die Genehmigung und Auszahlung der Fördermittel sowie deren Höhe vom Fördermittelgeber abhängt können Risiken im Hinblick auf die einzubeziehenden Zuschüsse nicht ausgeschlossen werden.
Risiken für die Bautätigkeit in den Flächenentwicklungen Burgunder Viertel und Projekt im Westen bestehen derzeit insbesondere in den er­forderlichen Tiefbauarbeiten. Neben schwierigen, stark lehmhaltigen Bodenverhältnissen liegen die Risiken in den vorhandenen und unzureichend dokumentierten Bestandsleitungen, welche aufgrund der angrenzenden Nutzungen in Betrieb gehalten werden müssen. Leitungsunterbrechungen und widrige Witterungsverhältnisse bergen daher ein Bauzeiten- und Haftungsrisiko. Im Projekt im Westen kommen neben Bodenverhältnissen und Leitungserfordernissen der genutzten Bestandsgebäude insbesondere die archäologischen Untersuchungen, da die Liegenschaft im Grabungsschutzgebiet der Stadt Trier liegt.

IV. Prognosebericht
Der Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024ff. berücksichtigt die im Lagebericht erläuterte aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die dargelegten Chancen und Risiken. Sie bezieht außerdem die wesentlichen gesamtökonomischen Rahmenbedingungen, welche für die Immobilienwirtschaft relevant sind, sowie die Unternehmensstrategie der Gesellschaft mit ein.
Die deutsche Wirtschaft und insbesondere die Immobilien- und Bauwirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Schwächephase in einem durch Krisen geprägtes Umfeld. Wesentliche Belastungsfaktoren waren die Einschränkungen des Rohstoffhandels und der Materialverfügbarkeit infolge der geopolitischen Spannungen, die Auswirkungen der Energiekrise sowie die gestiegenen Zinsen. Die höheren Energiekosten und die allgemeinen inflationären Tendenzen belasteten die Angebots- und Nachfrageseite des Immobilienmarktes. Die politischen Unsicherheiten in Bezug auf Förderprogramme und Mittelbereitstellung beeinflusst weiter maßgeblich die Kauf- und Investitionsentscheidungen auf dem Markt.
Es ist davon auszugehen, dass sich Preissteigerungen und -schwankungen insbesondere auf dem Bau- und Rohstoffmarkt auch weiterhin bemerkbar machen. Hinzu tritt die Regulatorik durch geltende und sich verschärfende Gesetzgebung in Bezug auf die Baubranche, welche sich unmittelbar auf die Baukosten auswirken. Weiter steigenden Baukosten stehen zunehmend nicht mehr im Einklang mit den im Markt zu erzielenden Mieten. Der Markt für frei finanzierten Wohnungsbau ist in ganz Deutschland annährend zum Erliegen gekommen. Die Immobilien- und Baubranche werden daher auch in Zukunft von öffentlichen Fördermitteln und Investitionsanreizen abhängig sein, um für den Wohnungsmarkt bauen zu können.
Ob die auf den Weg gebrachten Instrumente der Abschreibungsmöglichkeiten für klimafreundlichen Wohnungsneubau, dem Wachstumschancengesetz, der Fortführung der ISB-Förderprogramme zum geförderten Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz und letztlich auch der Bereitstellung von KfW-Finanzierungsmitteln hier ausreichen bzw. wirken, muss sich noch zeigen.
Die gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung werden deshalb weiter fortlaufend intensiv beobachtet und in Bezug auf die Geschäftstätigkeit und Investitionsentscheidungen der Gesellschaft bewertet.
Für das Jahr 2024 geht die Deutsche Bundesbank von einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft und einem moderaten Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Dabei erwartet die Bundesbank, dass eine rückläufige Inflation in Kombination mit Lohnzuwächsen positive Effekte für die private Konsumnachfrage haben sollte. Für 2025 rechnet die Bundesbank mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung des BIP und mit einer weiter rückläufigen Inflation sowie einer Zinswende mit mehreren Zinssenkungsschritten seitens der EZB.
Der aktuell wieder aufgenommene Vertrieb von Baugrundstücken in Castelnau Mattheis und Eigentumswohnungen im Bauträgerprojekt BV 2 und die hieraus resultierenden ersten Kaufverträge zeigen eine leicht positive Tendenz auf der Nachfrageseite. Von einer Trendumkehr oder Wende im Immobilienmarkt zu sprechen, dazu gibt es in Anbetracht der unvorhersehbaren Ereignisse der vergangenen zwei Jahre allerdings noch keinen Anlass.
Vor diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt die eingeschlagene, schrittweise Vorgehensweise in der Projekt- und Immobilienentwicklung oberstes Gebot. Es gilt weiter werthaltige und erforderliche Investitionen in die Flächenentwicklungen zu tätigen. Produkte müssen kontinuierlich überprüft und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden. Mit weiteren Planungen werden Entscheidungsgrundlagen für den Umgang mit vorhandenen Grundstückspotenzialen erarbeitet und der Aufbau von eigenem Immobilienbestand wird im Blick behalten.
Trier, 22.05.2024
David Becker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.987.753,87 13.720.264,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.520,00 36.289,00
II. Sachanlagen 13.962.233,87 13.683.975,46
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 5.774.113,69 4.494.009,27
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 7.391.957,66 7.707.095,91
3. technische Anlagen und Maschinen 77.201,00 81.283,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.648,00 105.340,00
5. Anlagen im Bau 620.313,52 1.296.247,28
B. Umlaufvermögen 42.721.216,16 36.584.313,12
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 37.858.373,86 29.971.790,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 758.161,65 451.067,87
III. Flüssige Mittel und Bausparguthaben 4.104.680,65 6.161.454,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.433,95 33.574,26
Aktiva 56.749.403,98 50.338.151,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.515.207,17 18.201.774,21
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 17.201.774,21 12.181.911,78
III. Jahresüberschuss 313.432,96 5.019.862,43
B. andere Sonderposten 475.118,20 505.743,04
C. Rückstellungen 3.311.957,77 3.701.066,16
D. Verbindlichkeiten 34.093.082,48 27.574.052,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.131.082,05 10.218.950,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr   18.950,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 14.131.082,05 10.200.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 147.504,14 13.126,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 147.504,14 13.126,79
3. sonstige Verbindlichkeiten 19.814.496,29 17.341.974,90
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.723.306,79 17.264.170,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 48.000,00 0,00
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.695,45 3.495,84
F. Passive latente Steuern 349.342,91 352.020,39
Passiva 56.749.403,98 50.338.151,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.813.133,61 9.981.723,94
2. Personalaufwand 1.312.029,07 1.256.240,34
a) Löhne und Gehälter 1.060.901,16 1.022.385,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 251.127,91 233.855,32
davon für Altersversorgung 27.868,64 26.720,45
3. Abschreibungen 190.585,91 155.292,26
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.585,91 155.292,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.149.028,08 1.231.168,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.658,59 15.613,07
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 667.097,61 69.349,71
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 160.163,92 2.237.408,21
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.677,48  
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   12.147,77
8. Ergebnis nach Steuern 338.887,61 5.047.878,01
9. sonstige Steuern 25.454,65 28.015,58
10. Jahresüberschuss 313.432,96 5.019.862,43

Anhang

(1) Allgemein

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.
Gemäß § 14 des Gesellschaftsvertrages wurde der Jahresabschluss der EGP GmbH, Trier, Amtsgericht Wittlich HR B 4731 für das Geschäftsjahr 2023 in entsprechender Anwendung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des § 42 GmbHG aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden.
Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung orientiert sich grundsätzlich an den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata wurden unter Berücksichtigung der besonderen Tätigkeit der Gesellschaft und in Übereinstimmung mit § 265 Abs. 5, 6 und § 330 HGB geändert. Die nach der der JAbschlWUV vorgegebene Gliederung des Anlagevermögens wird in der Bilanz sowie im Anlage- und Abschreibungsspiegel beachtet. Die anderen nach der JAbschlWUV erforderlichen Angaben erfolgen im Anhang.
Zur Erhöhung der Klarheit des Ausweises wurde das Gliederungsschema der Passivseite der Bilanz um die Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse" gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ergibt sich aus der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit für diese Rechte und Werte.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude
33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3-13 Jahre



Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Bauten sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei ausschließlich Bestandteile, für die eine handelsrechtliche Aktivierungspflicht besteht.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.
Bei sämtlichen Vermögensposten des Umlaufvermögens ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet.
Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt dabei nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sofern anwendbar, wurden bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags Kostensteigerungen von 2 % sowie bei langfristigen Rückstellungen eine Abzinsung mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind, berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Die Körperschaftsteuer wurde dabei mit 15 % der Bemessungsgrundlage berechnet, der Solidaritätszuschlag mit 5,5 % der berechneten Körperschaftsteuer. Bei der Gewerbesteuer wurde von einem Steuermessbetrag von 3,5 % und einem Hebesatz von 430 % ausgegangen.

(3) Erläuterungen zur Bilanz
AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB ist im Anlage- und Abschreibungsspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Bauten
Ausgewiesen werden hier die zur Weiterveräußerung bestimmten Gewerbe- und Wohnflächen sowie Bauten.


31.12.2023
Vorjahr



Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
22.151.922,72
20.658.890,99
Bauvorbereitungskosten
0,00
193.929,54
Grundstücke mit unfertigen Bauten
15.666.002,53
9.078.521,44
Grundstücke mit fertigen Bauten
40.448,61
40.448,61
Unfertige Leistungen
0,00
0,00

37.858.373,86
29.971.790,58


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Einzel- und Pauschalwertberichtigung) resultieren mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 4) aus Vermietung und mit T€ 321 (Vorjahr: T€ 312) aus anderen Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 480 (Vorjahr: T€ 109), darin enthalten sind im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von T€ 439 (Vorjahr: T€ 148).

Guthaben bei Kreditinstituten
Bei dem ausgewiesenen Saldo handelt es sich um Forderungen gegen die Sparkasse Trier (T€ 4.103).
Die Sparkasse Trier ist gleichzeitig Gesellschafter der EGP GmbH.

Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt und beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.000.
Das ausgewiesene Eigenkapital setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:



Gezeichnetes Kapital
        1.000.000,00
Gewinnvortrag
17.201.774,21
Jahresüberschuss 2023
313.432,96


18.515.207,17



Sonderposten für Investitionszuschüsse
Im Sonderposten für Investitionszuschüsse werden zugeflossene, jedoch noch nicht auf Vermögensgegenstände übertragene Zuschüsse der Öffentlichen Hand ausgewiesen.
Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

 
01.01.2023
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
31.12.2023





Körperschaftsteuer inkl. SolZ
681.624,16
16.543,42
0
0,00
665.080,74
Gewerbesteuer
697.132,00
0,00
0
0,00
697.132,00
Steuerrückstellungen




1.362.212,74
 
01.01.2023
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
31.12.2023





zu erbringende Leistungen
1.049.500,00
60.000,00
0,00
175.400,00
1.164.900,00
Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses
62.200,00
62.200,00
0,00
62.200,00
62.200,00
Noch ausstehende Rechnungen
700.000,00
517.058,96
42.481,31
155.845,30
296.305,03
Gewährleistungen
443.900,00
41.647,37
62.212,63
22.400,00
362.440,00
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen
25.700,00
0,00
0,00
0,00
25.700,00
Personalkosten
41.010,00
41.010,00
0,00
38.200,00
38.200,00
Sonstige Rückstellungen




1.949.745,03


Verbindlichkeiten
Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ist aus dem "Verbindlichkeitenspiegel" (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber einem Gesellschafter.
Die weiteren, separat ausgewiesenen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen mit T€ 32 auf Steuern.
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern resultieren aus einer steuerlich übertragenen Rücklage nach § 6b EStG sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen nach § 7h EStG.


01.01.2023

Veränderung

31.12.2023

Passive latente Steuern
352.020,39
-2.677,48
349.342,91



349.342,91



(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereich wie folgt auf:


31.12.2023
Vorjahr

T€
T€
Bauträgermaßnahmen
4.518
26.784
Grundstücksverkäufe incl. Gebäude
2.639
3.144
Vermietung und Verpachtung
516
177
Weiterberechnungen, Sonstige
995
580

8.668
30.685



Personalaufwand
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 27 enthalten.
ErtragsteuernUnter diesem Posten findet sich ein Ertrag über T€ 3 aus der Auflösung passiver latenter Steuern.

(5) Sonstige Angaben

Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

·  David Becker, Diplom-Geograf, Trier
Von einer Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von § 286 Absatz 4 HGB abgesehen.

Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat an:

Vorsitzender:
 -  Herr Beigeordneter Andreas Ludwig (bis 30.04.2023) 
Herr Beigeordneter Dr. Thilo Becker (ab 26.06.2023)

    Stadt Trier
Vertreten durch:
 - Herrn Beigeordneter Andreas Ludwig (bis 30.04.2023)
Herrn Beigeordneter Dr. Thilo Becker (ab 26.06.2023)
 - Herrn Oberbürgermeister Wolfram Leibe
  - Herrn Thorsten Kretzer, Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion
 -   Herrn Bernhard Hügle, Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion
 - Herrn Udo Köhler, CDU Stadtratsfraktion
 - Herr Matthias Melchisedech, CDU Stadtratsfraktion
 - Herrn Rainer Lehnart, SPD Stadtratsfraktion
  - Herrn Stefan Wilhelm, SPD Stadtratsfraktion
 - Frau Christa Kruchtem-Pulm, AfD Stadtratsfraktion

GIU Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH
Vertreten durch: 
 - Herrn Geschäftsführer Heinz-Peter Klein
 - Herrn Geschäftsführer Martin Welker (bis 04.07.2023)
Herrn Prokurist Albert Menzenbach (ab 04.07.2023)

Sparkasse Trier
Vertreten durch:
 - Herrn Vorstandsvorsitzenden Sparkassendirektor Dr. Peter Späth

   Drees & Sommer SE
Vertreten durch:
 - Herrn Martin Altmann

SWT Stadtwerke Trier GmbH
Vertreten durch:
 - Herrn Christian Reinert

Jan H. Eitel

Im Geschäftsjahr wurden wie in Vorjahren keine Bezüge an die Mitglieder des Aufsichtsrats entrichtet.

Honorar des Abschlussprüfers
Das auf den gesetzlichen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 entfallende Gesamthonorar beträgt netto T€ 33 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus vertraglich vereinbarten, aber noch ausstehenden, (Bau-) Leistungen in Höhe von T€ 9.193 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 33.

Beschäftigte
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beläuft sich auf 18 (Vorjahr: 19) Vollzeitkräfte sowie 9 (Vorjahr: 5) Aushilfen.

Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, sind bis heute nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen und eine Gewinnausschüttung aus der Gewinnrücklage in Höhe von T€ 1.700 vorzunehmen.

Trier, den 22. Mai 2024
David Becker, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die EGP GmbH, Trier:

Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der EGP GmbH, Trier - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EGP GmbH, Trier, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung für wenig komplexe Einheiten (IDW PS KMU) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes
Unsere Zielsetzung ist hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und dem für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf der Basis ausreichend geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.

Trier, den 29. Mai 2024 
LUDWIG & DIENER Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Josef Ludwig                   Jörn Diener   Wirtschaftsprüfer               Wirtschaftsprüfer .

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