EGP
GmbH
Trier
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A/ Geschäftsmodell und Branchenentwicklung
I Geschäftsmodell der Gesellschaft
Gegenstand der Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft ist die Entwicklung großer
Konversionsareale, welche die Begabung zu einer
eigenständigen, werthaltigen Adresse haben. Hierbei
ist die Gesellschaft Grundstückseigentümer,
Erschließungsträger und Bauträger- versteht
sich so als Moderator von Entwicklungsprozessen und
machbaren Lösungsansätzen. Sie ist hierbei selbst
Investor und eröffnet zudem im Rahmen der
Projektentwicklung Investitionsmöglichkeiten für
Kapitalanleger und Investoren. Die Gesellschaft arbeitet
gewinnorientiert und in einem mittelfristigen Zeithorizont
der jeweiligen Projekte.
Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen die
Sanierung von Grund und Boden, den erforderlichen
Rückbau von Gebäuden, die Umsetzung von
Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes, die
Baureifmachung und Erschließung von Grundstücken
zum Verkauf oder zur eigenen Entwicklung. Weiterhin
übernimmt sie die Gestaltung, Planung und Umsetzung
von Hochbauprojekten zum Verkauf und zukünftig auch
für den eigenen Bestand sowie eine konsequente
Quartiers- und Nachbarschaftsentwicklung.
Ziel ist es, durch eine ganzheitliche
Standortentwicklung dauerhaft eine deutliche Wertsteigerung
der Liegenschaften zu erzielen. Im Rahmen der
Standortentwicklung werden ökonomische, funktionale,
ästhetische, soziale und ökologische Aspekte
berücksichtigt und im Rahmen eines
städtebaulichen Gesamtkonzeptes abgewogen. Die
definierten Ziele und Inhalte werden in eine
Projektentwicklung überführt und in ein
Standortmarketingkonzept eingebunden, welches die Basis
für den Imagewandel der ehemaligen Brachflächen
darstellt.
Bei der Umsetzung von Hochbau- und
Bauträgerprojekten umfasst der Leistungsumfang die
komplette schlüsselfertige Entwicklung von
Wohnprojekten und Gewerbeimmobilien. Außerdem
schließt er die ganzheitliche Projektabwicklung (vom
Produktdesign über die Planung bis zur Übergabe
der Einheiten), die Koordination aller Projektbeteiligten
und Gewerke, die Außenwahrnehmung und den Vertrieb,
die persönliche Kundenansprache und eine
investitionsbegleitende Beratung mit ein.
Mit Sitz der Gesellschaft in Trier ist diese eng mit
der Stadtentwicklung verbunden. Sie setzt sich zusammen aus
öffentlichen Trägern und privaten Investoren. Als
Gesellschaft für urbane Projektentwicklung zeichnet
sich die EGP GmbH verantwortlich für die
Revitalisierung des ehemaligen französischen
Militärgeländes Petrisberg in Trier in ein
innovatives, lebendiges Stadtviertel - den Neuen Petrisberg
sowie die zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossenen
großen Flächenprojektentwicklungen
Bobinet-Quartier, einer ehemaligen Textilfabrik und dem
Stadtquartier Castelnau, einer militärischen
Konversion. Mit Castelnau Mattheis, der Revitalisierung des
ehemaligen Panzerübungsbereiches der Kaserne
Castelnau, dem Burgunder Viertel, einer ehemaligen
französischen Militärwohnsiedlung in
Neu-Kürenz und dem Projekt im Westen, der ehemaligen
Jägerkaserne in Trier-West, setzt die Gesellschaft
derzeit drei wichtige Konversionsprojekte in der Stadt
Trier um.
II Branchenentwicklung
Die Rahmenbedingungen der Immobilienbranche haben
sich im Geschäftsjahr 2023 erheblich verändert.
Die Krisen der vergangenen Jahre, wie die
Covid-19-Pandemie, die Energiekrise und der Rohstoffmangel
- als Folge militärischer und terroristischer
Konflikte - wirken sich mit ihren regionalen und lokalen
Folgen im Immobilienmarkt weiterhin aus. Dies zeigt sich
insbesondere durch den deutlichen Anstieg der Inflation,
welcher u.a. eine weiter zunehmende Erhöhung der
Baukosten zur Folge hat und eine deutlich restriktivere
Geldpolitik der finanzierenden Banken nach sich zieht. Die
Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB)
haben einen deutlichen Anstieg der Hypothekenzinsen in
Deutschland zur Folge, was wiederrum erhebliche negative
Auswirkungen auf die Nachfrage sowohl von privaten
Käufern bzw. Eigennutzern als auch Kapitalanlegern und
institutionellen Investoren hat. Die rückläufige
Nachfrage u.a. nach Neubauwohnungen hat parallel zu einem
annähernden Stillstand der Bau- und
Marktaktivitäten geführt und damit zu einem
stagnierenden bis rückläufigen Marktangebot.
Die amtierende Bundesregierung hat die Schaffung von
neuem Wohnraum als wichtiges politisches Ziel ausgerufen.
Wesentliches Ziel des Bundesbauministeriums ist der Bau von
400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000
öffentlich gefördert. Allerdings blieb die Zahl
der neu gebauten Wohnungen im Jahr 2023 mit laut ifo
Institut schätzungsweise 245.000 fertiggestellten
Wohnungen deutlich hinter dieser Vorgabe. Die
Baufertigstellungen sind dabei gegenüber dem Vorjahr
(295.000) zudem rückläufig. Eine Studie des
Pestel Instituts kam sogar zu dem Ergebnis, dass im Jahr
2023 mehr als 700.000 Wohnungen in Deutschland fehlten.
Dies sei das größte Wohnungsdefizit seit mehr
als 20 Jahren. Vor allem bei bezahlbaren Wohnungen werde
der Mangel immer größer.
Um Anreize für klimafreundlichen Neubau zu
setzen, hat die Bundesregierung steuerliche Erleichterungen
für Immobilieneigentümer zum 1. Januar 2023
eingeführt. Dabei ist eine Anhebung des linearen
AfA-Satzes für die Abschreibung von Wohngebäuden
im Mietwohnungsbau von 2% auf 3% und damit eine
Verkürzung des Abschreibungszeitraums von bisher 50
auf nun 33 Jahre erfolgt. Im Rahmen des neuen
Wachstumschancengesetzes wurde darüber hinaus die
Förderung von Neubauaktivitäten mittels einer
degressiven AfA von 5% p.a. - und damit erfolgte eine
Erhöhung der zum 1. Januar 2023 eingeführten
linearen AfA von 3% im März 2024 - vom Bundesrat
beschlossen. Die degressive AfA kann auf die
Investitionssumme im 1. Jahr bzw. den Restwert der
Investition für die folgenden 5 Jahre angewandt
werden.
Befristetet ist zudem eine Sonder-AfA beschlossen
worden, mit welcher innerhalb von vier Jahren 5% p.a. der
Herstellungskosten abgesetzt werden können. Die
Obergrenze der Herstellungskosten beträgt derzeit
5.200 Euro/m², wovon maximal 2.500 Euro/m²
steuerlich geltend gemacht werden können.
Voraussetzung für die steuerliche Begünstigung
ist die Einhaltung des energetischen Gebäudestandards
Effizienzhaus 40 mit dem QNG.
Der Rückgang der Bautätigkeit zeigt derzeit
eine gewisse Entspannung bei der Verfügbarkeit und den
Kapazitäten von ausführenden Firmen und den
Baukosten, welche sich im zweiten Halbjahr den
Geschäftsjahres 2023 auf einem hohen preislichen
Niveau etwas stabilisiert haben.
Die Preise für Neubauwohnungen in Deutschland
sind im Geschäftsjahr trotz der rückläufigen
Nachfrage nur moderat gesunken bzw. blieben insbesondere in
den städtischen Lagen weitgehend stabil.
Gemäß den statistischen Daten von der
bulwiengesa AG ergibt sich anhand der Marktdaten für
die Stadt Trier sogar eine leichte Steigerung der
Kaufpreise und Mieten für Neubauwohnungen. Für
2024 kann derzeit von einer Stabilisierung der Preise
für Neubauwohnungen in attraktiven und werthaltigen
Lagen ausgegangen werden, da dem sehr knappen Angebot ein
erheblicher und wachsender Nachfrageüberschuss
gegenübersteht.
B/ Wirtschaftsbericht
I Darstellung und Analyse des
Geschäftsverlaufes und des
Geschäftsergebnisses 2023
Im Geschäftsjahr 2023 standen die baulichen
Maßnahmen zur Erschließung und der Vertrieb von
werthaltigen Baugrundstücken in Castelnau Mattheis
sowie die leitungsgebundene Erschließung im Burgunder
Viertel im Fokus der Tätigkeiten der Gesellschaft.
Zudem galt es in den Flächenprojekten Bobinet-Quartier
und dem Stadtquartier Castelnau bauliche
Restmaßnahmen abzuschließen. Das
Bauträgergeschäft der Gesellschaft war
geprägt vom Projekt Grüne Höfe in Castelnau
Mattheis, in welchem zum Jahresende erste Wohneinheiten
fertiggestellt und übergebenen werden konnten.
Für die Folgejahre wurde mit den Planungen zu den
Projekten Grüne Höfe Serie #1 und dem BV 2 im
Burgunder Viertel die Weichen für die weiteren
großen Bauträgerprojekte gestellt. Mit dem
Ankauf der ehemaligen Jägerkaserne startete mit dem so
genannten Projekt im Westen in Trier-West das nächste
große Konversions- bzw. Flächenprojekt der
Gesellschaft.
Castelnau Mattheis
Im Geschäftsjahr wurde mit dem
Grundstücksvertrieb für den ersten Bauabschnitt
der sogenannten Stadtterrassen begonnen und elf der
insgesamt 21 Baugrundstücke wurden
veräußert. Hier zeigt sich, dass trotz einer
großen Nachfrage mit verbindlichen Reservierungen von
fast allen Grundstücken, einige Kaufinteressenten
Abstand von einem gewünschten und geplanten Erwerb
(vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen wie
Baukosten und Finanzierungskonditionen) nehmen mussten. Mit
der Veräußerung von Baugrundstücken
für Geschosswohnungsbau mit gefördertem Wohnraum
konnte diese Entwicklung in Teilen kompensiert werden.
Die baulichen Maßnahmen zur Erschließung
baureifer Grundstücke wurden im Geschäftsjahr bis
auf wenige Restarbeiten im Vorstufenausbau erfolgreich
abgeschlossen. Der Busverkehr hat seinen Betrieb
zwischenzeitlich aufgenommen, die baulichen Anlagen
hierfür wurden hergestellt. Der weitere Fokus der
Planung liegt nun insbesondere auf den Spielplatzanlagen,
den öffentlichen Grünflächen und dem
abschnittsweisen Endstufenausbau der Straßen und
Wege.
Für den Teilbereich Westhang wurde der
Bebauungsplan BF 19-2 im September 2023 im Stadtrat
beschlossen. Die Umsetzung der festgesetzten,
vorbereitenden Artenschutzmaßnahmen ist erfolgt. Der
Rodungsantrag für den Westhangwurde genehmigt und bis
Ende Februar 2024 vollzogen. Damit wurden
einschränkende Festsetzungen aus der Thematik
Waldabstand für die angrenzenden Baufelder in den
Bereichen Auf der Höhe und Stadtterrassen aufgehoben.
Hier stehen nun weitere erschlossene Baugrundstücke
zur Verfügung.
Im Bauträgerprojekt Grüne Höfe konnte
zum Ende des Geschäftsjahres das Gemeinschaftseigentum
abnahmereif an die Wohneigentümergemeinschaft und 10
der insgesamt 74 Wohneinheiten an die Käufer
übergeben werden. Die weiteren Wohneinheiten wurden
bis April 2024 ebenfalls abgenommen. Für das
nächste Bauträgerprojekt der Grüne Höfe
Serie #1 liegt ein genehmigter Bauantrag als
klimafreundlicher Neubau (Effizienzhaus-Stufe 40 mit QNG)
vor. Für den weiteren Vertrieb wurden die 84
Wohnungen, welche sich auf zwei Gebäude verteilen, an
die Richtlinien der Investitions- und Strukturbank
Rheinland-Pfalz (ISB) für geförderten Wohnungsbau
angepasst.
Burgunder Viertel
Mit dem Spatenstich am 13. April 2023 haben die
baulichen Maßnahmen zur leitungsgebundenen
Erschließung der Baugrundstücke im Burgunder
Viertel begonnen. Hierzu wurden im Vorfeld die
Verträge zur Ver- und Entsorgung mit der Stadt Trier
und den Versorgungsträgern abgeschlossen und die neue
Quartierszufahrt von der RobertSchuman-Allee wurde in
Betrieb genommen.
Im Geschäftsjahr konnten die Abwasser- und
Regenwasserkanäle inklusive des Rückhaltebeckens
sowie rund 60% der Versorgungsleitungen (Strom, Wasser,
Glasfaser, Wärmenetz) fertiggestellt werden. Aufgrund
der widrigen Witterungsverhältnisse im Herbst und
Winter und großer Herausforderungen aufgrund nicht
ausreichend dokumentierter, historischer Bestandsleitungen
konnte der Bauzeitenplan im Geschäftsjahr nicht
erfüllt werden. Die Restmaßnahmen erfolgen im
Folgejahr. Dies hat bislang keine Auswirkungen auf
nachfolgende Hochbauprojekte.
Für das erste Bauträgerprojekt BV 2 mit 84
Wohneinheiten liegt die Baugenehmigung als
klimafreundlicher Neubau (Effizienzhaus-Stufe 40 mit QNG)
seitens der Stadt Trier vor. Auch hier wurden die
Grundrisse auf die Richtlinie der ISB für
geförderten Wohnungsbau ausgerichtet. Mit der
Vermarktung der Wohnungen in insgesamt vier
Punkthäusern, optional als geförderter
Wohnungsbau, wurde im Einzelvertrieb im November 2023
begonnen. Die Beurkundung der ersten Kaufverträge ist
im 2. Quartal 2024 erfolgt.
Zentrales Hochbauprojekt des Burgunder Viertel ist
die Mobilitätszentrale MOX. Hier wurde im
Geschäftsjahr die Entwicklung der einzelnen
Nutzungsbausteine, bestehend aus Parken, Energiezentrale
und ergänzenden Nutzungen bzw. Angeboten, aufgenommen,
und eine Umsetzungsund Betriebsstrategie erarbeitet.
Eine Fertigstellung ist frühestens 2026 erforderlich.
Projekt im Westen
Nachdem bereits im Vorjahr am 15. November 2022 der
Ankaufsvertrag der Liegenschaft Jägerkaserne
beurkundet wurde, erfolgt der Eigentumsübergang mit
Grundbucheintragung im Geschäftsjahr 2023. Damit
gingen Besitz, Nutzen und Lasten auf die Gesellschaft
über. Mit dem Kaufvertrag und dem entsprechenden
städtebaulichen Vertrag wurden die Entwicklungsziele
und -fristen mit der Stadt Trier vereinbart.
Zur Umsetzung starteten im Geschäftsjahr
umgehend die vorbereitenden Untersuchungen zu Altlasten,
Kampfmittel und Archäologie sowie die Erstellung der
bodentechnischen Gutachten, welche den Entwicklungsprozess
fortlaufend begleiten werden. Mit dem vertraglich
vereinbarten Gebäuderückbau wurde im Januar 2023
begonnen. Die Maßnahmen wurden fristgerecht
abgeschlossen. In Abstimmung mit der Stadt Trier wurde die
Trafo-Station zur Versorgung der städtischen
Bestandsgebäude, welche nicht im Eigentum der
Gesellschaft stehen hiervon ausgenommen.
Mit dem Stadtratsbeschluss am 26. September 2023 zum
Bebauungsplan BW 83 lrrbachquartier wurde seitens der Stadt
Trier Baurecht für die Liegenschaft geschaffen. Auf
dieser Grundlage ist der Einstieg in die Planung der
leitungsgebundenen Erschließung erfolgt.
Zum Angebot erster nachbarschaftsbildenden
Aktivitäten wurde auf dem nördlichen Teilbereich
der Liegenschaft eine zentrale Gartenfläche angelegt
und das Bestandsgebäude 29 in Nutzung genommen. In
diesem Zuge erfolgten auch die Positionierung und Benennung
als Projekt im Westen. Im Rahmen von Veranstaltungen und
wiederkehrenden Terminen werden der Garten und das
Gebäude 29 als kommunikativer Treffpunkt und zum
Dialog mit den angrenzenden Bewohnern und Akteuren in der
fortschreitenden Entwicklung genutzt.
Für die ersten Hochbauprojekte wurde im
Geschäftsjahr ein Planungsteam zusammengestellt,
welches im Folgejahr die Entwurfsplanung der
Hochbauprojekte Süd I+II erarbeiten wird.
Petrisberg-Castelnau-Bobinet
Die baulichen Maßnahmen in den
Flächenprojekten Der Neue Petrisberg, Bobinet-Quartier
und Stadtquartier Castelnau konnten im Geschäftsjahr
weitgehend abgeschlossen werden.
Auf dem Petrisberg stand nach der Übergabe des
Bauträgerprojektes École Maternelle im Vorjahr
der Projektabschluss mit dem Übergang in den
Gewährleistungszeitraum im Fokus der Tätigkeit.
Zudem wurden im Bestandobjekt WIP-Center das Treppenhaus
und der Eingangsbereich saniert sowie in Teilen
Neuvermietungen der Büroflächen abgeschlossen.
Für die Stellplatzanlage im WIP Wissenschaftspark
Trier wurde die Planung erstellt und der Erbpachtvertrag
für die erforderlichen Grundstücke mit der Stadt
Trier beurkundet. Die bauliche Realisierung und Vermietung
ist im Folgejahr 2024 geplant.
In Bobinet wurde die Alte Färberei als
Versammlungsstätte mit erweiterter
Personenkapazität qualifiziert und ausgebaut. Zudem
wurden die letzten Baumquartiere und Markierungen in der
Peter-Malz-Straße hergestellt.
In Castelnau wurde der Ausbau der Busschleuse in der
Pellinger Straße abgeschlossen und zum
Fahrplanwechsel im Februar 2023 in Betrieb genommen. Die
Baumaßnahmen im 3. Bauabschnitt des Grünzuges
wurde ebenfalls abgeschlossen und von der Stadt
abgenommen.
Erlösbetrachtung
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im
Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 8.666 TEUR. Die
Umsatzerlöse setzen sich zu 4.518 TEUR aus dem
Geschäftszweig Bauträger (52,1%), zu 2.639 TEUR
aus den getätigten Grundstücksverkäufen
(30,5%) sowie 1.509 TEUR aus Vermietung und sonstigen
Weiterberechnungen und Tätigkeiten (17,4%) zusammen.
Aufgeschlüsselt nach Flächenprojekten zeigt
sich, dass die erwirtschafteten Umsatzerlöse dominant
mit 89,6% der Gesamterlöse in Castelnau Mattheis
erzielt werden konnten. Die weiteren Umsätze verteilen
sich auf die Mieterlöse in Höhe von insgesamt 226
TEUR (2,6%) auf dem Petrisberg mit WIP-Center und
Stellplätzen, das EGPGebäude und die
Ladenzeile in Castelnau, die Alte Färberei und die
Stellplätze im Bobinet-Quartier sowie die Vermietung
der Bestandgebäude 2 und 4 im Projekt im Westen mit
314 TEUR (3,6%). Weiterberechnungen erfolgten im Burgunder
Viertel in Höhe von 353 TEUR (4,1%).
Die erzielten Umsatzerlöse haben sich entgegen
dem Wirtschaftsplan 2023 im Geschäftsjahr aufgrund der
sich verändernden gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen verschoben. Grundstücksverkäufe
in Castelnau Mattheis und im Burgunder Viertel konnten
nicht im geplanten Umfang realisiert werden. Mit der
Fertigstellung des Gemeinschaftseigentums im
Bauträgerprojekt Grüne Höfe und der
Übergabe der ersten Wohnungen deutlich vor dem
verfolgten Bauzeitenplan konnten diese annährend
kompensiert werden. Zudem konnten die Mieterlöse mit
den Vermietungen im Projekt im Westen im Geschäftsjahr
gegenüber dem Plan und dem Vorjahr gesteigert werden.
Die geplanten Umsatzerlöse gemäß
Wirtschaftsplan 2023 wurden damit bis auf 466 TEUR
erreicht.
Die teils erheblichen Veränderungen der
Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus
den nicht linearen Entwicklungszyklen der
Erschließung und des stichtagsbezogenen
Übergangs von baureifen Grundstücken sowie von
großen Bauträgerprojekten.
Bestandsentwicklung & Gesamtleistung
Mit den im Geschäftsjahr getätigten
Investitionen in Höhe von 11.926 TEUR in die
Flächenentwicklung und in das Bauträgerprojekt
des Umlaufvermögens ergibt sich unter Abzug der
erfolgten Abgänge in Höhe von 4.039 TEUR eine
Bestandserhöhung um 7.887 TEUR. Zusammen mit den
erzielten Umsatzerlösen beträgt die
Gesamtleistung 16.553 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr mit
dem Großprojekt École Maternelle wird eine
geplante Reduktion um -38,8% erreicht.
Abzüglich des erforderlichen Materialaufwandes
aus den Bauaktivitäten sowie Anschaffungs- und
Herstellungskosten ergibt sich ein Rohertrag von 3.681
TEUR, 42,5% der Umsatzerlöse.
Aufwendungen
Der betriebliche Aufwand, u.a. für
Kommunikation, Außenwahrnehmung,
Flächenbewirtschaftung, übergeordnetes
Management, welcher sich in Abhängigkeit der
fortlaufenden Projekte entwickelt, wurde entsprechend des
Wirtschaftsplans 2023 verwendet. Die Personalkosten lagen
unterhalb der geplanten Budgets.
Jahresergebnis
Trotz der Herausforderungen, Krisen, sich
verändernden Rahmenbedingungen und dem hieraus
resultierenden Wegfall geplanter Umsatzerlöse ergibt
sich abzüglich Abschreibungen, Zinsen und Steuern
für das Geschäftsjahr ein positives
Jahresergebnis in Höhe von 313 TEUR.
II. Lage des Unternehmens
Im Geschäftsjahr lag der Investitionsschwerpunkt
in der Sanierung, Erschließung und Planung baureifer
Grundstücke in Castelnau Mattheis, im Burgunder
Viertel und dem beginnenden Projekt im Westen. Die
Flächenentwicklung bleibt damit Kern der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die
werthaltigen Investitionen in diese Baugrundstücke
bilden zum einen das Vermögen der Gesellschaft und
dienen zum anderen als Grundlage für die Realisierung
eigener wirtschaftlicher Bauträgerprojekte.
Bilanz-Aktiva
Die Bilanzsumme der Gesellschaft in Höhe 56.749
TEUR wird im Geschäftsjahr auf der Aktivseite der
Bilanz das Vorratsvermögen der Gesellschaft, bestehend
aus Grundstücken und Bauträgerprojekten (37.858
TEUR), bestimmt.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Vorräte
durch die im Geschäftsjahr getätigten
Investitionen um 26,3% erhöht.
Das Anlagevermögen mit 13.988 TEUR wurde durch
die getätigten Investitionen in das Projekt im Westen
weiter ausgebaut (+268 TEUR).
Die liquiden Mittel nahmen mit den getätigten
Investitionen im Saldo zu den erzielten Erlösen und
Einnahmen gemäß MaBV aus den
Bauträgerprojekten um -2.056 TEUR auf 4.105 TEUR ab.
Bilanz-Passiva
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das
Eigenkapital aufgrund des erzielten
Jahresüberschusses auf 18.515 TEUR (+l,7%).
Eine Gewinnausschüttung wurde im
Geschäftsjahr nicht vorgenommen, um die
Liquidität und Eigenkapitalausstattung der
Gesellschaft stabil zu halten. Die Eigenkapitalquote ist im
Verhältnis zur deutlich gestiegenen Bilanzsumme
(+12.7%) von 36,2% auf 32,6% gesunken.
Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich mit dem
Baufortschritt und den abgerufenen Kaufpreisraten des
Bauträgerprojektes Grüne Höfe und den hier
abgegangenen Wohnungen zum Ende des Geschäftsjahres im
Saldo um 2.698 TEUR auf insgesamt 18.867 TEUR. Die
Rückstellungen konnten im Geschäftsjahr um -389
TEUR auf 3.312 TEUR reduziert werden. Hiervon entfallen
1.362 TEUR auf Steuerrückstellungen. Die sonstigen
Rückstellungen belaufen sich auf 1.950 TEUR und
beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, noch zu
erbringende Leistungen und Rückstellungen für
Gewährleistungen aus Bauträgerprojekten.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse
(SOPO) im Flächenprojekt Neuer Petrisberg konnte
aufgrund getätigter lnfrastrukturinvestitionen um -31
TEUR auf 475 TEUR kontinuierlich weiter reduziert werden.
Hier kommt im Folgejahr die Realisierung der
Stellplatzanlage im WIP Wissenschaftspark Trier zum Tragen.
Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in
Höhe von 14.131 TEUR umfassen insbesondere das
Darlehen zum Ankauf und Entwicklung des Projektes im Westen
in Höhe der derzeit in Anspruch genommenen
Darlehenssumme von 11.231 TEUR. Hinzu kamen im
Geschäftsjahr kurzfristige Geldmarktkredite in
Höhe von insgesamt 2.900 TEUR für die
Flächenentwicklungen Burgunder Viertel und Castelnau
Mattheis, von welchen 1.000 TEUR Anfang 2024
plangemäß wieder zurückgeführt wurden.
Vermögenswerte & Handlungsspielraum
Die dargelegten Bilanz-, Quartals- und
Liquiditätszahlen spiegeln die Zahlungsfähigkeit
der Gesellschaft wider. Die Vermögenswerte der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf 56.749
TEUR. Diese sind mit 51.846 TEUR im Anlagevermögen und
in die laufenden Projekte der Flächen- und
Bauträgerentwicklung werthaltig investiert. Mit einer
positiven Liquiditätsausstattung und den vorhandenen
Finanzierungsermächtigungen können, die im
Wirtschaftsplan 2024 vorgesehenen Investitionen
getätigt werden. Zudem steht der Gesellschaft ein
ausreichender Finanzierungsrahmen zur Verfügung,
welcher bei Bedarf kurzfristig erweitert werden kann. Die
stabile Eigenkapitalquote unterstreicht den derzeit
wirtschaftlich Handlungsspielraum der Gesellschaft.
Projekte & Arbeitsprozesse
Vor dem Hintergrund der langen Entwicklungszeiten der
Flächen-, Quartiers- und Bauträgerentwicklungen
mit dezidierten, langfristigen Projekt und
Wirtschaftsplanungen und den sich auch kurzfristig
ändernden Rahmenbedingungen ist eine agile Projekt-
und Produktentwicklung essenziell. Hierbei kommt ein
effizientes und reibungsloses Arbeitsumfeld, welches die
Anforderungen der Mitarbeitenden an Flexibilität,
Mobilität, Ausstattung und Organisation erfüllt,
zum Tragen. Diese bringen entsprechend des
eingeführten Verständnisses einer Zusammenarbeit
als Netzwerk gleichermaßen ihre individuellen
Kompetenzen in die Projekte ein.
Mit den dokumentierten Arbeitsprozessen wurden in den
Vorjahren die Grundlagen für die kontinuierliche und
verlässliche Arbeit der Gesellschaft gelegt, welche
auf die jeweilige Situation und Herausforderung angepasst
und eingestellt werden können. Der eingeschlagene Weg,
erforderliche Abläufe zu straffen und formelle,
hierarchische Organisationsstrukturen zu vereinfachen, hat
sich in dieser Hinsicht bewährt.
Durch eine fortlaufende, gezielte Weiterbildung
werden Innovationsbereiche und neue Themen identifiziert
und gezielt erarbeitet. Dies erfolgt auch in Zusammenarbeit
mit vertrauensvollen und erfahrenen Partnern der
Gesellschaft.
c/ Bericht über die zukünftigen Entwicklungen
und die Chancen und Risiken des Unternehmens
I. Voraussichtliche Entwicklung
Die bisherige strategische Ausrichtung der
Gesellschaft zur Umsetzung von eigenfinanzierten
Konversionsprojekten wird konsequent fortgeschrieben.
Flächenentwicklungen in guten Lagen sind weiterhin als
werthaltig zu erachten und bilden die Grundlage der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.
Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen
Gesamtsituation sind Erlöse und hieraus
resultierende Liquidität derzeit nicht
zuverlässig planbar. Daher werden die geplanten
Investitionen zeitlich gestreckt und vorerst nur notwendige
Investitionen in die Erschließungen Castelnau
Mattheis, Burgunder Viertel und Projekt im Westen mit
(Bau)Straßenbau und grundlegende Ver- und Entsorgung
getätigt. Auch die notwendigen Standards des Ausbaus
der öffentlichen Flächen werden hierbei auf den
Prüfstand gestellt.
Bestehende Immobilienprodukte werden zudem
kontinuierlich weiterentwickelt, der aktuellen Nachfrage
angepasst und an Förderprogrammen ausgerichtet. Dabei
wird zum einen die Veräußerung von
Grundstücken für Geschosswohnungsbau, für
frei finanzierten und geförderten Wohnungsbau, unter
Abwägung der eigenen Bauträgerpotenziale geplant.
Hier ist es das Ziel, in Castelnau Mattheis passende
Baufelder zu identifizieren sowie die weitere
Bauzeitenplanung der Erschließung und Baureifmachung
der Baufelder im Burgunder Viertel hierauf auszurichten.
Zum anderen werden Baugrundstücke für
Einfamilienhäuser mit Blick auf die Zins- und
Baukostenentwicklung zurückgestellt und nur auf
Anfrage bzw. eingeschränkt angeboten. Entsprechend
werden tendenziell größere Grundstücke
für freistehende Einfamilienhäuser und weniger
kleinere Grundstücke für Reihen- und
Doppelhäuser in den Vertrieb genommen. Dies betrifft
insbesondere die Baureifmachung und Gestaltungsplanung
für Baugrundstücke auf den Stadtterrassen und die
Restbereiche Auf der Höhe in Castelnau Mattheis. Im
Geschäftszweig Bauträger wird das große
Bauträgerprojekt Grüne Höfe mit den
Übergaben der restlichen 64 von insgesamt 74
Wohneinheiten erfolgreich abgeschlossen. Weitere eigene
Bauträgerprojekte, wie das BV 2 und Grüne
Höfe Serie #1 wurden bzw. werden an Richtlinien des
geförderten Wohnungsbaus angepasst. Für die
Folgejahre sind damit die Grundlagen für das weitere
Bauträgergeschäft der Gesellschaft gelegt.
Zur perspektivischen Nutzung für den Umgang mit
den vorhandenen Grundstückspotenzialen wird seitens
der Gesellschaft zukünftig weiter in Planung
investiert. Hierzu werden die Instrumente der
städtebaulichen Qualitätssicherung
weiterentwickelt und Hochbauvorhaben mit den
Leistungsphasen 1 und 2 (LP 1-2), teils inklusive Bauantrag
(LP 3-4), geplant. Auf diesen Grundlagen können
perspektivisch Richtungsentscheidungen getroffen werden, ob
Grundstücke entweder verkauft, ggf. mit Konzept bzw.
Bauantrag oder mit eigenen Hochbauprojekten bebaut werden
sollen. So wurden im Geschäftsjahr mit der
Vorentwurfsplanung für die Bauträgerprojekte
Grüne Höfe Serie #2 und Soziale Mitte in
Castelnau Mattheis sowie den Baufeldern BV 5 bis BV 7 und
der MOX im Burgunder Viertel die weiteren Projekte auf den
Weg gebracht.
Gesetztes Ziel ist, parallel zum Abverkauf baureifer
Grundstücke oder Wohnungen im
Bauträgergeschäft, der Aufbau von eigenem
Immobilienbestand, insbesondere mit dem Fokus auf das
Projekt im Westen. Voraussetzung hierfür sind die
vorgenannten Investitionen in die Flächenentwicklung
sowie die weitergehende Hochbauplanung Süd I+II.
Hierdurch sollen perspektivisch die erarbeiteten
Grundstückspotenziale konsequent selbst genutzt werden
können. Mit zunehmender Investitionstätigkeit in
eigenes Anlagevermögen wird der
Fremdfinanzierungsbedarf der Gesellschaft steigen
müssen. Die Herausforderungen liegen in den langen
Entwicklungszeiten, dem hohen Vorfinanzierungsbedarf und
der großen Abhängigkeit vom Markt sowie den
gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
Eine strategische Entscheidung bezüglich der
Bestands-/Haltestrategie muss daher permanent auf den
Prüfstand gestellt werden und anhand der
konjunkturellen Lage und der Lage der Gesellschaft
sukzessive im Rahmen des weiteren Entwicklungsprozesses
getroffen werden.
Entsprechend der vorgenannten Prämissen und
Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit plant die
Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024
Umsatzerlöse mit einer Gesamtleistung von 27.358 TEUR.
Hiervon entfällt der größte Anteil auf
Umsatzerlöse aus dem Bauträgerprojekt Grüne
Höfe mit der Übergabe der restlichen Wohnungen im
Geschäftsjahr 2024 sowie auf geplante
Grundstücksverkäufe für Geschosswohnungsbau
in Castelnau Mattheis und dem Burgunder Viertel. Mit einer
signifikanten Anzahl von Grundstücksverkäufen
für Einfamilienhäuser wird im Geschäftsjahr
nicht geplant.
Mit der Fertigstellung des großen
Bauträgerprojektes Grüne Höfe im
Geschäftsjahr 2024 und der Ausrichtung des Vertriebs
auf größere Grundstücke für
Geschosswohnungsbau wird mit einem Jahresergebnis in
Höhe von 3.354 TEUR geplant.
Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist
im Geschäftsjahr 2024 mit 5.409 TEUR in das
Anlagevermögen, hier insbesondere Projekt im Westen
und Stellplatzanlage WIP Wissenschaftspark Trier, geplant.
Zudem sind Investitionen ins Umlauf- bzw.
Vorratsvermögen in Höhe von 4.651 TEUR für
die Flächenentwicklungen Castelnau Mattheis und
Burgunder Viertel sowie 15.1581 TEUR für die benannten
Bauträger- bzw. Hochbauprojekte im Wirtschaftsplan
2024 vorgesehen.
Für die geplanten Investitionen stehen die
eigenen liquiden Mittel, die Erlöse aus geplanten
Grundstücksverkäufen, die Anforderung von
Kaufpreisraten gemäß Makler- und
Bauträgerverordnung aus Bauträgerprojekten sowie
geplante Kreditaufnahmen der Gesellschaft als
Finanzierungsmittel zur Verfügung.
II. Allgemeiner Risikobericht
Das Marktumfeld in der Immobilienbranche hat sich
durch die deutlich restriktivere Geldpolitik als Folge der
inflationären Tendenzen, erheblich verändert. Die
Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB)
hatten schließlich auch einen deutlichen Anstieg der
zehnjährigen Hypothekenzinsen in Deutschland zur
Folge. Diese stiegen ausgehend von einem sehr niedrigen
Niveau von unter 1,0% im Jahr 2021 auf rund 4,2% im Herbst
2023. Dies hatte erheblich negative Auswirkungen auf die
Nachfrage sowohl von Seiten privater als auch gewerblicher
Investoren. Eine rückläufige bzw. annährend
stillstehende Nachfrage nach Baugrundstücken und
Neubauwohnungen hat sich aufgrund unsicherer
Vermarktungszeiträume im Geschäftsjahr auch auf
die Angebotsseite negativ ausgewirkt. Geplante Bauprojekte
wurden nicht in den Vertrieb genommen und Bereiche mit
Baugrundstücken nur in Teilen angeboten. Der
erwartbare Rückgang der Baufertigstellungen wird den
Nachfrageüberhang auf dem deutschen wie auch dem
regionalen Wohnimmobilienmarkt weiter verschärfen.
Ein unkalkulierbares Risiko besteht derzeit in der
Abhängigkeit bzw. den Wechselwirkungen zum politischen
Umfeld, den damit einhergehenden regulatorischen
Rahmenbedingungen und der damit verbundenen, allgemeinen
öffentlichen Wahrnehmung des Nachfragemarktes. In den
letzten Jahren stand der Wohnungsmarkt verstärkt in
der politischen und öffentlichen Diskussion. Dies
liegt vor allem an der anhaltend hohen Nachfrage nach
Wohnraum und vor allem nach bezahlbarem Wohnraum.
Gegenläufig dazu ist, dass bei der Betrachtung des
regulatorischen Umfeldes festgestellt werden muss, dass
gerade die Abwägung von Einzelbelangen aus der
Nachbarschaft und von Anwohnern sowie öffentliche und
politische Forderungen Projekte konzeptionell,
gestalterisch und thematisch zunehmend komplexer und damit
immer teurer werden lassen. Dies ist unter anderem in den
aktuellen Flächenprojekten Burgunder Viertel und
Projekt im Westen wahrzunehmen. Neben der Inflation,
zunehmender Regulierung und politischer Unklarheiten sind
daher auch bürokratische Hürden mit
verantwortlich für voraussichtlich auch in Zukunft
weiter steigende Baukosten.
Hinzu treten Risiken aus einem voranschreitenden
Fachkräftemangel, trotz eingepreister Projektreserven
nicht ausschließbaren Kostensteigerungen sowie
Verzögerungen der Fertigstellung. Diese Faktoren
führen dazu, dass trotz konservativer
Projektkalkulation die Gefahr besteht, dass sich aktuell
erforderliche Deckungsbeiträge und geplante
Projektgewinne deutlich reduzieren oder ausbleiben
können.
Gerade in der aktuellen Branchenkrise, die zu einem
Anstieg von Insolvenzen von Immobilienentwicklern
geführt hat, ist Finanzstärke, welche sich in
einem niedrigen Verschuldungsgrad und positiver
Liquidität widerspiegelt, von großer Bedeutung.
In einem schwierigen Finanzierungsumfeld ist der Zugang zu
Finanzierungsmitteln und -instrumenten ein entscheidendes
Kriterium, um die Möglichkeit und Chancen bei
Projekten und Immobilien wahrnehmen zu können. Die
Gesellschaft verfügt über eine ausreichende
Finanzausstattung, werthaltiges Grundstückspotenzial
und zur Verfügung stehende Finanzierungsinstrumente,
um ihre Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.
Hierbei sind der Zugriffe auf liquide Mittel aus gebundenen
Mitteln, z.B. auf Bauträgerkonten oder in
projektbezogenen Finanzierungen, für die laufenden
Projekte nur eingeschränkt verfügbar. Hierzu ist
eine kontinuierliche Liquiditätsplanung
und -kontrolle eingerichtet.
III. Spezieller Risikobericht
Durch den Abschluss des Kaufvertrages mit der Stadt
Trier über die Liegenschaft der Jägerkaserne,
heute das Projekt im Westen genannt, mussten
Nachzahlungsverpflichtungen übernommen werden, welche
die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(BIMA) vereinbart hat. Diese beinhalten die Verpflichtung
zum Rückbau bestimmter Bestandsgebäude, eine
Nachzahlung für über das vorliegende Konzept
hinausgehende bodenwertsteigende Nutzungsmöglichkeiten
sowie die Beseitigung der so genannten städtebaulichen
Missstände. Die Regelung zum Abbruch der
Bestandsgebäude wurde mit fristgerechter Umsetzung der
Maßnahme zwischenzeitlich erfüllt. Lediglich das
Trafo-Gebäude bleibt in Absprache mit der Stadt Trier
vorläufig erhalten. Die anderen beiden Verpflichtungen
sind im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsplanung
berücksichtigt.
Für das Projekt im Westen besteht zudem die
Förderfähigkeit von Teilprojekten im Zuge des
Programms "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" sowie der
"Aktion Blau", welche seitens der Stadt beantragt und
gemäß der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums
des Innern und für Sport über die
städtebauliche Förderung (VV-StBauE) an die EGP
weitergegeben werden können. Diese Mittel sind in der
Wirtschaftsplanung berücksichtigt. Da die Genehmigung
und Auszahlung der Fördermittel sowie deren Höhe
vom Fördermittelgeber abhängt können Risiken
im Hinblick auf die einzubeziehenden Zuschüsse nicht
ausgeschlossen werden.
Risiken für die Bautätigkeit in den
Flächenentwicklungen Burgunder Viertel und Projekt im
Westen bestehen derzeit insbesondere in den
erforderlichen Tiefbauarbeiten. Neben schwierigen,
stark lehmhaltigen Bodenverhältnissen liegen die
Risiken in den vorhandenen und unzureichend dokumentierten
Bestandsleitungen, welche aufgrund der angrenzenden
Nutzungen in Betrieb gehalten werden müssen.
Leitungsunterbrechungen und widrige
Witterungsverhältnisse bergen daher ein Bauzeiten- und
Haftungsrisiko. Im Projekt im Westen kommen neben
Bodenverhältnissen und Leitungserfordernissen der
genutzten Bestandsgebäude insbesondere die
archäologischen Untersuchungen, da die Liegenschaft im
Grabungsschutzgebiet der Stadt Trier liegt.
IV. Prognosebericht
Der Prognosebericht für das Geschäftsjahr
2024ff. berücksichtigt die im Lagebericht
erläuterte aktuelle Geschäftsentwicklung sowie
die dargelegten Chancen und Risiken. Sie bezieht
außerdem die wesentlichen gesamtökonomischen
Rahmenbedingungen, welche für die Immobilienwirtschaft
relevant sind, sowie die Unternehmensstrategie der
Gesellschaft mit ein.
Die deutsche Wirtschaft und insbesondere die
Immobilien- und Bauwirtschaft befindet sich nach wie vor in
einer Schwächephase in einem durch Krisen
geprägtes Umfeld. Wesentliche Belastungsfaktoren waren
die Einschränkungen des Rohstoffhandels und der
Materialverfügbarkeit infolge der geopolitischen
Spannungen, die Auswirkungen der Energiekrise sowie die
gestiegenen Zinsen. Die höheren Energiekosten und die
allgemeinen inflationären Tendenzen belasteten die
Angebots- und Nachfrageseite des Immobilienmarktes. Die
politischen Unsicherheiten in Bezug auf
Förderprogramme und Mittelbereitstellung beeinflusst
weiter maßgeblich die Kauf- und
Investitionsentscheidungen auf dem Markt.
Es ist davon auszugehen, dass sich Preissteigerungen
und -schwankungen insbesondere auf dem Bau- und
Rohstoffmarkt auch weiterhin bemerkbar machen. Hinzu tritt
die Regulatorik durch geltende und sich verschärfende
Gesetzgebung in Bezug auf die Baubranche, welche sich
unmittelbar auf die Baukosten auswirken. Weiter steigenden
Baukosten stehen zunehmend nicht mehr im Einklang mit den
im Markt zu erzielenden Mieten. Der Markt für frei
finanzierten Wohnungsbau ist in ganz Deutschland
annährend zum Erliegen gekommen. Die Immobilien- und
Baubranche werden daher auch in Zukunft von
öffentlichen Fördermitteln und
Investitionsanreizen abhängig sein, um für den
Wohnungsmarkt bauen zu können.
Ob die auf den Weg gebrachten Instrumente der
Abschreibungsmöglichkeiten für klimafreundlichen
Wohnungsneubau, dem Wachstumschancengesetz, der
Fortführung der ISB-Förderprogramme zum
geförderten Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz und
letztlich auch der Bereitstellung von
KfW-Finanzierungsmitteln hier ausreichen bzw. wirken, muss
sich noch zeigen.
Die gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung werden
deshalb weiter fortlaufend intensiv beobachtet und in Bezug
auf die Geschäftstätigkeit und
Investitionsentscheidungen der Gesellschaft bewertet.
Für das Jahr 2024 geht die Deutsche Bundesbank
von einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft und
einem moderaten Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP)
aus. Dabei erwartet die Bundesbank, dass eine
rückläufige Inflation in Kombination mit
Lohnzuwächsen positive Effekte für die private
Konsumnachfrage haben sollte. Für 2025 rechnet die
Bundesbank mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung des
BIP und mit einer weiter rückläufigen Inflation
sowie einer Zinswende mit mehreren Zinssenkungsschritten
seitens der EZB.
Der aktuell wieder aufgenommene Vertrieb von
Baugrundstücken in Castelnau Mattheis und
Eigentumswohnungen im Bauträgerprojekt BV 2 und die
hieraus resultierenden ersten Kaufverträge zeigen eine
leicht positive Tendenz auf der Nachfrageseite. Von einer
Trendumkehr oder Wende im Immobilienmarkt zu sprechen, dazu
gibt es in Anbetracht der unvorhersehbaren Ereignisse der
vergangenen zwei Jahre allerdings noch keinen Anlass.
Vor diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
bleibt die eingeschlagene, schrittweise Vorgehensweise in
der Projekt- und Immobilienentwicklung oberstes Gebot. Es
gilt weiter werthaltige und erforderliche Investitionen in
die Flächenentwicklungen zu tätigen. Produkte
müssen kontinuierlich überprüft und den
aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden. Mit weiteren
Planungen werden Entscheidungsgrundlagen für den
Umgang mit vorhandenen Grundstückspotenzialen
erarbeitet und der Aufbau von eigenem Immobilienbestand
wird im Blick behalten.
Trier, 22.05.2024
David Becker, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
13.987.753,87 |
13.720.264,46 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
25.520,00 |
36.289,00 |
| II.
Sachanlagen |
13.962.233,87 |
13.683.975,46 |
| 1.
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
mit Geschäfts- und anderen Bauten |
5.774.113,69 |
4.494.009,27 |
| 2.
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
ohne Bauten |
7.391.957,66 |
7.707.095,91 |
| 3.
technische Anlagen und Maschinen |
77.201,00 |
81.283,00 |
| 4.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
98.648,00 |
105.340,00 |
| 5.
Anlagen im Bau |
620.313,52 |
1.296.247,28 |
| B.
Umlaufvermögen |
42.721.216,16 |
36.584.313,12 |
| I.
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere
Vorräte |
37.858.373,86 |
29.971.790,58 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
758.161,65 |
451.067,87 |
| III.
Flüssige Mittel und Bausparguthaben |
4.104.680,65 |
6.161.454,67 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
40.433,95 |
33.574,26 |
| Aktiva |
56.749.403,98 |
50.338.151,84 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
18.515.207,17 |
18.201.774,21 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
17.201.774,21 |
12.181.911,78 |
| III.
Jahresüberschuss |
313.432,96 |
5.019.862,43 |
| B.
andere Sonderposten |
475.118,20 |
505.743,04 |
| C.
Rückstellungen |
3.311.957,77 |
3.701.066,16 |
| D.
Verbindlichkeiten |
34.093.082,48 |
27.574.052,20 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
14.131.082,05 |
10.218.950,51 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
18.950,51 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
14.131.082,05 |
10.200.000,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
147.504,14 |
13.126,79 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
147.504,14 |
13.126,79 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
19.814.496,29 |
17.341.974,90 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
19.723.306,79 |
17.264.170,39 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
48.000,00 |
0,00 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.695,45 |
3.495,84 |
| F.
Passive latente Steuern |
349.342,91 |
352.020,39 |
| Passiva |
56.749.403,98 |
50.338.151,84 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
3.813.133,61 |
9.981.723,94 |
| 2.
Personalaufwand |
1.312.029,07 |
1.256.240,34 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.060.901,16 |
1.022.385,02 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
251.127,91 |
233.855,32 |
| davon
für Altersversorgung |
27.868,64 |
26.720,45 |
| 3.
Abschreibungen |
190.585,91 |
155.292,26 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
190.585,91 |
155.292,26 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.149.028,08 |
1.231.168,48 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
4.658,59 |
15.613,07 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
667.097,61 |
69.349,71 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
160.163,92 |
2.237.408,21 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
2.677,48 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
|
12.147,77 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
338.887,61 |
5.047.878,01 |
| 9.
sonstige Steuern |
25.454,65 |
28.015,58 |
| 10.
Jahresüberschuss |
313.432,96 |
5.019.862,43 |
Anhang
(1) Allgemein
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.
Gemäß § 14 des Gesellschaftsvertrages
wurde der Jahresabschluss der EGP GmbH, Trier, Amtsgericht
Wittlich HR B 4731 für das Geschäftsjahr 2023 in
entsprechender Anwendung der Vorschriften des HGB für
große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden
Vorschriften des § 42 GmbHG aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das
Gesamtkostenverfahren angewendet worden.
Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und
Verlustrechnung orientiert sich grundsätzlich an den
Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die
gesetzlichen Gliederungsschemata wurden unter
Berücksichtigung der besonderen Tätigkeit der
Gesellschaft und in Übereinstimmung mit § 265
Abs. 5, 6 und § 330 HGB geändert. Die nach der
der JAbschlWUV vorgegebene Gliederung des
Anlagevermögens wird in der Bilanz sowie im Anlage-
und Abschreibungsspiegel beachtet. Die anderen nach der
JAbschlWUV erforderlichen Angaben erfolgen im Anhang.
Zur Erhöhung der Klarheit des Ausweises wurde
das Gliederungsschema der Passivseite der Bilanz um die
Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse"
gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert.
(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die
Immateriellen Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren
abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ergibt sich aus der
wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit für diese
Rechte und Werte.
Das
Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige nutzungsbedingte
Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen werden linear
unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer abgeschrieben.
Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern
zugrunde:
Gebäude
|
33 Jahre
|
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
|
3-13 Jahre
|
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert
von € 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Die zum
Verkauf bestimmten Grundstücke und Bauten sind
mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.
Die Herstellungskosten umfassen dabei ausschließlich
Bestandteile, für die eine handelsrechtliche
Aktivierungspflicht besteht.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten
angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine
Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die
Liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.
Bei sämtlichen Vermögensposten des
Umlaufvermögens ist das
strenge Niederstwertprinzip beachtet.
Die als
aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen
Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar,
soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag sind.
Das
Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die
Rückstellungen werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung
erfolgt dabei nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung. Sofern anwendbar, wurden bei der Bewertung des
Erfüllungsbetrags Kostensteigerungen von 2 % sowie bei
langfristigen Rückstellungen eine Abzinsung mit
fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen
Bundesbank bekannt gegeben worden sind,
berücksichtigt.
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
passiviert.
Latente Steuern werden für zeitliche
Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und
steuerlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt
ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive
latente Steuer angesetzt. Die Körperschaftsteuer wurde
dabei mit 15 % der Bemessungsgrundlage berechnet, der
Solidaritätszuschlag mit 5,5 % der berechneten
Körperschaftsteuer. Bei der Gewerbesteuer wurde von
einem Steuermessbetrag von 3,5 % und einem Hebesatz von 430
% ausgegangen.
(3) Erläuterungen zur Bilanz
AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung
des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2
HGB ist im Anlage- und Abschreibungsspiegel (Anlage 1
zum Anhang) dargestellt.
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Bauten
Ausgewiesen werden hier die zur
Weiterveräußerung bestimmten Gewerbe- und
Wohnflächen sowie Bauten.
|
31.12.2023
|
Vorjahr
|
|
€
|
€
|
Grundstücke und
grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
|
22.151.922,72
|
20.658.890,99
|
Bauvorbereitungskosten
|
0,00
|
193.929,54
|
Grundstücke mit
unfertigen Bauten
|
15.666.002,53
|
9.078.521,44
|
Grundstücke mit
fertigen Bauten
|
40.448,61
|
40.448,61
|
Unfertige Leistungen
|
0,00
|
0,00
|
|
37.858.373,86
|
29.971.790,58
|
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (vor Einzel- und
Pauschalwertberichtigung) resultieren mit T€ 0
(Vorjahr: T€ 4) aus Vermietung und mit
T€ 321 (Vorjahr: T€ 312) aus anderen
Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen
T€ 480 (Vorjahr: T€ 109), darin enthalten sind im
Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von T€ 439
(Vorjahr: T€ 148).
Guthaben bei Kreditinstituten
Bei dem ausgewiesenen Saldo handelt es sich um
Forderungen gegen die Sparkasse Trier (T€ 4.103).
Die Sparkasse Trier ist gleichzeitig Gesellschafter
der EGP GmbH.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll
eingezahlt und beträgt unverändert zum Vorjahr
T€ 1.000.
Das ausgewiesene Eigenkapital setzt sich im
Berichtsjahr wie folgt zusammen:
|
€
|
Gezeichnetes
Kapital
|
1.000.000,00
|
Gewinnvortrag
|
17.201.774,21
|
Jahresüberschuss 2023
|
313.432,96
|
|
18.515.207,17
|
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Im Sonderposten für Investitionszuschüsse
werden zugeflossene, jedoch noch nicht auf
Vermögensgegenstände übertragene
Zuschüsse der Öffentlichen Hand ausgewiesen.
Steuerrückstellungen und Sonstige
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich wie folgt
entwickelt:
|
01.01.2023
|
Verbrauch
|
Auflösung
|
Zuführung
|
31.12.2023
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Körperschaftsteuer
inkl. SolZ
|
681.624,16
|
16.543,42
|
0
|
0,00
|
665.080,74
|
Gewerbesteuer
|
697.132,00
|
0,00
|
0
|
0,00
|
697.132,00
|
Steuerrückstellungen
|
|
|
|
|
1.362.212,74
|
|
01.01.2023
|
Verbrauch
|
Auflösung
|
Zuführung
|
31.12.2023
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
zu erbringende
Leistungen
|
1.049.500,00
|
60.000,00
|
0,00
|
175.400,00
|
1.164.900,00
|
Erstellung und
Prüfung des Jahresabschlusses
|
62.200,00
|
62.200,00
|
0,00
|
62.200,00
|
62.200,00
|
Noch ausstehende
Rechnungen
|
700.000,00
|
517.058,96
|
42.481,31
|
155.845,30
|
296.305,03
|
Gewährleistungen
|
443.900,00
|
41.647,37
|
62.212,63
|
22.400,00
|
362.440,00
|
Aufbewahrung
Geschäftsunterlagen
|
25.700,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
25.700,00
|
Personalkosten
|
41.010,00
|
41.010,00
|
0,00
|
38.200,00
|
38.200,00
|
Sonstige Rückstellungen
|
|
|
|
|
1.949.745,03
|
Verbindlichkeiten
Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten
ist aus dem "Verbindlichkeitenspiegel" (Anlage 2 zum
Anhang) ersichtlich.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bestehen gegenüber einem Gesellschafter.
Die weiteren, separat ausgewiesenen,
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen mit T€
32 auf Steuern.
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern resultieren aus einer
steuerlich übertragenen Rücklage nach § 6b
EStG sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen nach
§ 7h EStG.
|
01.01.2023
€
|
Veränderung
€
|
31.12.2023
€
|
Passive latente Steuern
|
352.020,39
|
-2.677,48
|
349.342,91
|
|
|
|
349.342,91
|
(4) Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach
Tätigkeitsbereich wie folgt auf:
|
31.12.2023
|
Vorjahr
|
|
T€
|
T€
|
Bauträgermaßnahmen
|
4.518
|
26.784
|
Grundstücksverkäufe incl. Gebäude
|
2.639
|
3.144
|
Vermietung und
Verpachtung
|
516
|
177
|
Weiterberechnungen,
Sonstige
|
995
|
580
|
|
8.668
|
30.685
|
Personalaufwand
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen
für Altersversorgung in Höhe von T€ 27
enthalten.
ErtragsteuernUnter diesem Posten findet sich ein
Ertrag über T€ 3 aus der Auflösung passiver
latenter Steuern.
(5) Sonstige Angaben
Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft ist:
· David Becker, Diplom-Geograf,
Trier
Von einer Offenlegung der Bezüge der
Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von
§ 286 Absatz 4 HGB abgesehen.
Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr gehörten folgende Personen
dem Aufsichtsrat an:
Vorsitzender:
- Herr Beigeordneter Andreas Ludwig
(bis 30.04.2023)
Herr Beigeordneter Dr. Thilo Becker (ab 26.06.2023)
Stadt Trier
Vertreten durch:
- Herrn Beigeordneter Andreas Ludwig (bis
30.04.2023)
Herrn Beigeordneter Dr. Thilo Becker (ab 26.06.2023)
- Herrn Oberbürgermeister Wolfram
Leibe
- Herrn Thorsten Kretzer,
Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion
- Herrn Bernhard Hügle,
Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion
- Herrn Udo Köhler, CDU
Stadtratsfraktion
- Herr Matthias Melchisedech, CDU
Stadtratsfraktion
- Herrn Rainer Lehnart, SPD
Stadtratsfraktion
- Herrn Stefan Wilhelm, SPD
Stadtratsfraktion
- Frau Christa Kruchtem-Pulm, AfD
Stadtratsfraktion
GIU Gesellschaft für Innovation und
Unternehmensförderung mbH
Vertreten durch:
- Herrn Geschäftsführer
Heinz-Peter Klein
- Herrn Geschäftsführer Martin
Welker (bis 04.07.2023)
Herrn Prokurist Albert Menzenbach (ab 04.07.2023)
Sparkasse Trier
Vertreten durch:
- Herrn Vorstandsvorsitzenden
Sparkassendirektor Dr. Peter Späth
Drees & Sommer SE
Vertreten durch:
- Herrn Martin Altmann
SWT Stadtwerke Trier GmbH
Vertreten durch:
- Herrn Christian Reinert
Jan H. Eitel
Im Geschäftsjahr wurden wie in Vorjahren keine
Bezüge an die Mitglieder des Aufsichtsrats entrichtet.
Honorar des Abschlussprüfers
Das auf den gesetzlichen Abschlussprüfer
für das Geschäftsjahr 2023 entfallende
Gesamthonorar beträgt netto T€ 33 und
entfällt ausschließlich auf
Abschlussprüfungsleistungen.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse gemäß § 251
i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag
nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
vertraglich vereinbarten, aber noch ausstehenden, (Bau-)
Leistungen in Höhe von T€ 9.193 sowie aus
Leasingverträgen in Höhe von T€ 33.
Beschäftigte
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
beläuft sich auf 18 (Vorjahr: 19) Vollzeitkräfte
sowie 9 (Vorjahr: 5) Aushilfen.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage auswirken, sind bis heute nicht
eingetreten.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen
und eine Gewinnausschüttung aus der
Gewinnrücklage in Höhe von T€ 1.700
vorzunehmen.
Trier, den 22. Mai 2024
David Becker, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die EGP GmbH, Trier:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der EGP GmbH, Trier -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der EGP GmbH, Trier, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023
sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit §
317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung für wenig komplexe Einheiten
(IDW PS KMU) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach
diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung des Lageberichts in
Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen
Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende
geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht
erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichtes.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichtes
Unsere Zielsetzung ist hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus
Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und dem für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie der Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der
Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf der
Basis ausreichend geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während der Prüfung
feststellen.
Trier, den 29. Mai 2024
LUDWIG & DIENER Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Josef
Ludwig
Jörn
Diener Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer .
|