Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 222767
Vorher
Data-Processing-Systems-Engineering Gesellschaft für Software-Engineering und Beratung mit beschränkter Haftung
Eingetragen
4.12.1989
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Beratung von Banken, Versicherungen, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben, öffentlichen Unternehmen und der öffentlichen Hand im Bereich der EDV, die Entwicklung von entsprechenden Konzepten und die Erstellung der entsprechenden Software, die Herstellung und der Vertrieb von Softwarelizenzprodukten, die Erbringung von Dienstleistungen zur Wartung und Pflege von kundeneigenen Softwareanwendungen und allen damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Königs
seit 11.3.2026
Geschäftsführer
Tobias Staab
seit 11.3.2026
Prokura
Joachim Dorschel
seit 16.2.2026
Geschäftsführer
Sonja Damster
seit 13.11.2023
Prokura
Thomas Kanold
seit 13.2.2019
Geschäftsführer
Wilhelmus van Geenen
seit 23.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Afinum X Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. geschlossene Investment-KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
DPS Holding GmbH
Germany
80.500 €
80.50%
J****** D*******
9.700 €
9.70%
M***** R*******
9.700 €
9.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DPS Engineering GmbH

Leinfelden-Echterdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlage des Unternehmens

Die DPS Engineering GmbH (kurz: DPS) arbeitet seit mehr als 30 Jahren erfolgreich als IT-Partner für die großen Adressen des Finanzmarkts und unterstreicht damit eindrucksvoll die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. Die DPS hat sich dabei kontinuierlich auf langfristige Kundenbeziehungen in den Bereichen Solutions, Products, Application Management und Consulting fokussiert.

Durch die Konzentration auf fachliche und technische Kernkompetenzen im Bereich Finance and Retail wird eine hohe Lösungskompetenz für anspruchsvolle Projekte sichergestellt. An den Standorten Hamburg, Frankfurt und Stuttgart werden sowohl Inhouse- als auch Onsite-Aktivitäten durchgeführt. Im Entwicklungszentrum am Standort Hamburg arbeitet ein hoch qualifiziertes Team an der Entwicklung von Produkten und individuellen Projektlösungen für unsere Kunden.

Im Jahr 2020 etablierte DPS einen neuen Geschäftsbereich Public Sector. Ergänzend und durch Nutzung von konvergierenden digitalen Technologien wird mit dem Public Sector der digitalen Transformation der öffentlichen Gebietskörperschaften und Institutionen Rechnung getragen.

Neben der 1989 gegründeten DPS Engineering, als Hauptgesellschaft der DPS-Unternehmensgruppe, welche seit 2014 unter dem Dach der DPS Holding agiert, wurde mit der Gründung der DPS Innovations GmbH seit Januar 2017 die Entwicklung neuer Produkte und Konzepte für den digitalen Transformationsprozess der Finanzwirtschaft durch enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung die Unternehmensgruppe ergänzt.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stand sowohl global als auch in Deutschland im Zeichen von Kriegen, weiteren Krisen und der damit einhergehenden weiterhin, wenn auch zurückgehenden, hohen Inflationsrate, Unterbrechungen der Lieferketten, verschärften Finanzierungsbedingungen sowie dem Rückgang des Wirtschaftswachstums in China. Diese Faktoren stellten unverändert eine große Belastung für die Gesellschaft und Wirtschaft dar.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Die Inflationsrate lag in Deutschland bei 5,9 %. Die privaten Investitionen sind gesunken und bremsten somit die wirtschaftliche Entwicklung und sollen erst 2026 wieder moderate Impulse setzen.

Die deutsche IT-Branche, insbesondere im Bereich der Finanzwirtschaft und den damit verbundenen Leistungsinstanzen entwickelte sich in 2023 trotz des weiterhin krisengeprägten Umfeldes weiter positiv. Finanzinstitute steigerten im vergangenen Geschäftsjahr ihre IT-Ausgaben um 7,1 %. Nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom stiegen die Umsätze mit Software um 9,4 % gegenüber dem Vorjahr an. Der Bitkom-ifo-Digitalindex entwickelte sich erneut ganzjährig besser als das ifo-Geschäftsklima Deutschland.

Dieses erfreuliche Wachstum der IT-Investitionen der Finanzwirtschaft bedarf jedoch einer weiteren differenzierten Betrachtung nach den sich in den Budgets verbergenden Investitionszielen:

Während die Investitionen in Individual-Software stärker einem kurzfristigen Kosten/Nutzen-Regime unterworfen werden, steigerten sich vor allem die Investitionen in Infrastruktur und hier insbesondere in zukünftige Cloud-basierende Systemumgebungen.

Unverändert beherrschender Paradigmenwechsel war die Umstellung nahezu aller Leistungsprozesse auf virtuelle Strukturen, die insbesondere durch die Nutzung von Homeoffice-Arbeitsplätzen sowohl bei Auftraggebern wie auch Auftragnehmern geprägt war. Dieser umfassend eingeleitete Prozess hat sich im Jahr 2023 weiter verfestigt. Plattformen wie Jira, Confluence oder Teams unterstützen diese virtuellen Kollaborationen.

Die Kreditinstitute ihrerseits standen unter dem Einfluss höherer Zinsen und des daraus resultierenden höheren Zinsüberschusses, jedoch auch Abschreibungen und Wertberichtigungen der Wertpapiere und insbesondere falls vorhanden auch Immobilien. Dies führt zu einer zunehmenden Reduktion der Flächennachfrage verbunden mit einem drastischen Personalabbau in allen Funktionsbereichen. Investitionen in die IT-Infrastruktur und darauf basierenden Applikationssystemen wurden überwiegend limitiert auf absolut notwendige regulatorische Notwendigkeiten.

Auch das Jahr 2023 zeigte sich als durch regulatorische Anforderungen geprägte Investitionsperioden. Erstaunlicherweise ist auch zu beobachten, dass die Digitalisierungseuphorie bei den Banken erlahmte. Hier dominiert der Versuch, durch Einbindung/ Einkauf von FinTech-Innovationen, vereinzelt und fokussiert digitale Angebote sowohl im B2C als auch im B2B Bereich zu implementieren. Zugleich stieg die Lernkurve steil hinsichtlich der Wertigkeit vieler Fintech-Investitionen an.

Mit dem weltweiten Hype um das Thema Artificial Intelligence (AI) entstand seit 2023 ein Paradigmenwechsel in der Priorisierung von Strategiethemen. Verkürzt gesagt lässt sich feststellen, dass die Nutzung generativer KI an die Stelle der Blockchain-fokussierten Diskussion trat. Gleichzeitig trat zunehmend eine Ernüchterung bei dem Versuch die großen gewachsenen Kernbankensysteme in moderne und letztlich auf Cloud-basierende Systemumgebungen überzuführen.

3. Geschäftsverlauf

Die bereits in den Vorjahren zu berichtende nachhaltige und anspruchsvolle Kundenbasis bot auch im Jahre 2023 die Gewähr für einen erfreulichen Geschäftsverlauf. Für den Deutsche Bank AG Konzern wurde unter dem Projektnamen SB-Unity die Harmonisierung der Selbstbedienungsnetze der Marken Deutsche Bank und Postbank unterstützt.

Erfreulich ist der erfolgreiche Abschluss verschiedener Projekte im Bereich unserer Bankkunden, die durch Nutzung der Produktplattform DPS-eCMS ihre Selbstbedienungsnetzwerke betreiben. So haben die Bank Austria Wien, die HypoVereinsbank München, als auch die Reisebank in Frankfurt die neuesten Softwarefeatures der Produktplattform eCMS in ihre Produktion eingeführt.

Die großen Transformationsprojekte im Bereich Payments in Zusammenarbeit mit der equensWorldline wurden in 2023 erfolgreich abgeschlossen. Worldline ist Europas führender Anbieter für Zahlungsverkehrslösungen. Die branchenführende integrierte End-to-End Payment Service Plattform sorgt für das Backoffice Processing sowie die Bereitstellung von Clearing- und Settlement-Mechanismen im Zahlungsverkehr. Die Entwicklung und Produktionseinführung von Instant Payment wird nun ergänzt durch die Neuentwicklung einer Cross-Border- und Korrespondenzbankenapplikation. Dabei gewinnt die Agilisierung von Entwicklungs- und Kollaborationsprozessen zunehmend an Bedeutung. Ende des Jahres 2023 wurde die weitere Zusammenarbeit für die kommenden Jahre vereinbart.

Mit der Etablierung des Geschäftsbereichs Public Sector wurden in 2023 einige sehr interessante Initiativen zur Nutzung von Selbstbedienungstechnologien aus dem Finanzbereich für die Etablierung bürgernaher Serviceprozesse erstmals abgeschlossen. So ist im November 2023 im Landkreis Mayen-Koblenz der erste Amt-O-Mat erfolgreich in Betrieb gegangen. Der Startschuss für das innovative Selbstbedienungsterminal erfolgte bei der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel, wo das Gerät in einem neuen Service-Point Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr zur Verfügung steht. Der Amt-O-Mat vereint die einfache Antragsstellung mit einer sicheren Übergabe von Pässen, Personalausweisen und weiteren Dokumenten. Diese einzigartige Kombination ermöglicht Verwaltungen ein umfangreiches Serviceangebot und entlastet deren Mitarbeitende nachhaltig.

Strategisches Ziel der DPS-Gruppe ist es, ein führender Anbieter von integrativen Plattformen zu werden, der heutige öffentliche Serviceportale mit unterschiedlichen digitalen Kanälen verbinden wird.

Als Teil unseres Selbstverständnisses haben wir uns 2023 einer Zertifizierung der grundlegenden Complianceprozesse sowie auch der speziellen Prozesse im Rahmen der öffentlichen Vergabeverfahren unterzogen.

DPS legt Wert darauf, den Impact der eigenen Geschäftstätigkeiten auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft transparent darzulegen. Dabei soll nicht nur der Status quo abgebildet werden; vielmehr sollen auch neue, ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt werden. DPS gehört nun zu den über 900 Unternehmen in Deutschland, die auf freiwilliger Basis den DNK-Bericht zur betrieblichen Nachhaltigkeit veröffentlichen.

Auch wurde durch ein EcoVadis-Rating die ausgezeichnete Positionierung der DPS gemäß einer nachhaltigen ESG-Policy bestätigt.

Insgesamt war die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 weiter sehr stabil und kann daher unverändert als sehr zufriedenstellend beschrieben werden und entspricht im Wesentlichen unserer Prognose im Lagebericht des Vorjahres.

Mitarbeiter

Im Laufe des Jahres 2023 waren bei DPS Engineering durchschnittlich 155 Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende, Vorjahr: 145 Mitarbeiter) beschäftigt. Damit erhöhte sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um rd. 7 % gegenüber dem Vorjahr (plus 10 %) und damit im Wesentlichen entsprechend dem erhöhten Geschäftsvolumen in 2023. Weiterhin beschäftigt DPS Engineering ausschließlich fest angestellte Kolleginnen und Kollegen.

Wie bereits in den Vorjahren investiert DPS relevante Mittel zur Ausbildung, Weiterqualifizierung und Förderung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden in 2023 zwei weitere Führungskräfte zu Partnern unseres Unternehmens berufen. Bei DPS finden Nachwuchskräfte faire Bedingungen in allen Bereichen, u.a.: - Arbeitsorganisation, Führung und Unternehmenskultur - Personalentwicklung, Vergütung. Neben den bereits vorhandenen Auszeichnungen hinsichtlich der Qualität der Mitarbeiterführung wurden wir als "Fair Company 2022" ausgezeichnet.

Investitionen

Wie in den Vorjahren auch, wird die Weiterentwicklung von Produkten und Methoden des Unternehmens überwiegend aus dem laufenden Cash-Flow und, wenn auch zunehmend in geringerem Umfang als in der Vergangenheit, in First-Mover-Budgets realisiert. Den Marktgegebenheiten folgend, nicht zuletzt als Antwort auf die Startup- und FinTech-Szene, wird DPS zukünftig auch ohne First-Mover in die Entwicklung von neuen Produkten, z.B. MVP's investieren. Dies ist der zunehmenden Digitalisierungsdynamik der Märkte geschuldet.

Im Übrigen handelt es sich bei den Investitionen im Anlagevermögen im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen im Bereich von Hard- und Software sowie sonstiger Geschäftsausstattung.

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hat sich die Bilanzsumme, und somit das buchmäßige Gesamtvermögen, entgegen der Entwicklung des Vorjahres bei steigendem Geschäftsvolumen, um TEUR 2.133 auf TEUR 10.409, also um rd. 20 % (Vorjahr: TEUR 8.276) erhöht. Die Zunahme spiegelt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen in dem insbesondere in der abrechnungsbedingten Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.712, der Forderungen im Verbundbereich sowie dem stichtagsbedingten Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten jeweils um TEUR 215 wider. Lediglich im Bereich der Finanzanlagen war aufgrund des Zuganges zu den nicht verpfändeten Rückdeckungsansprüchen ein spürbarer Zugang von TEUR 179 zu verzeichnen, während alle weiteren Posten nur unwesentliche Veränderungen der Bestände zum Vorjahresabschluss aufweisen. Bei mäßig reduziertem, langfristig gebundenem Vermögen beruht somit die Zunahme des bilanziellen Gesamtvermögens ausschließlich auf dem Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens.

Die Passivseite der Bilanz zeigt ergebnis- und ausschüttungsbedingt ein um TEUR 1.712 stark erhöhtes Eigenkapital zum Bilanzstichtag und somit eine ebenfalls stark gestiegene Eigenkapitalquote von rd. 35 % (Vorjahr: rd. 23 %). Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2023 um eine Vorabgewinnausschüttung auf das Jahresergebnis des Geschäftsjahres von TEUR 2.295 gemindert (Vorjahr: Vorabgewinnausschüttung von TEUR 4.350). Unter Einbeziehung dieser im Laufe des Jahres 2023 ausgekehrten Beträge der Vorabausschüttung läge die Eigenkapitalquote bei über 45 % der angepassten Bilanzdumme.

Im Gegenzug zur starken Zunahme des Eigenkapitals zum Bilanzstichtag zeigte sich im Bereich des Fremdkapitals (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) insgesamt nur eine mäßige Erhöhung um insgesamt TEUR 422 gegenüber dem Vorjahr. Wesentliche Veränderungen zeigten sich hier lediglich in den Positionen Steuerrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Abnahme der Steuerrückstellungen steht in direktem Zusammenhang mit der Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten und kompensiert diese nahezu in identischer Höhe aufgrund zwischenzeitlich verabschiedeter, aber zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Steuerzahlungen für 2022 und angepassten Vorauszahlungen für 2023. Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen beruht insbesondere aus höheren Verpflichtungen im Personal- sowie im Vertriebsbereich. Die übrigen Posten des Fremdkapitals zeigten dabei nur übliche stichtagsbedingte Schwankungen im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit.

Auf der Grundlage der generierten Aufträge konnten gegenüber dem Vorjahr sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gesamtleistung weiter um 5,5 % bzw. 8,0 % gesteigert werden.

Überproportional zur Entwicklung des Geschäftsumfangs und auch der gestiegenen Mitarbeiteranzahl erhöhte sich dabei der Personalaufwand um rd. TEUR 2.218 oder rd. 17 %.

Entgegen der Entwicklung der Gesamtleistung entwickelte sich somit das Rohergebnis gem. § 276 HGB abzüglich Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehend auf rd. EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 11,8 Mio.), was einer Reduzierung um rd. 1 % entspricht. Diese Entwicklung ist insbesondere der Auftragsstruktur in 2023 geschuldet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um rd. TEUR 140 zu. Ursächlich hierfür waren insbesondere weiter ansteigende Reise- und Kfz-kosten nach Beendigung der Corona-Einschränkungen, ansteigende Personalnebenkosten inkl. unserem Jahresmeeting sowie allgemeine Aufwandssteigerungen durch das erhöhte Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt ergab sich somit bei dem dargestellten gestiegenen Geschäftsumfang aufgrund der überproportionalen Erhöhung sowohl der Personalkosten als auch der sonstigen Betriebsaufwendungen eine im Vergleich zum Vorjahr mäßige Reduzierung des, wenn auch weiterhin auf ansprechendem Niveau liegendes, Betriebsergebnisses (EBIT bereinigt um neutrale und aperiodische Erträge und Aufwendungen).

Bedingt durch steigende Erträge aus den angestiegenen Ausleihungen des Finanzanlagevermögen ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein weiter ansteigendes positives Zinsergebnis von TEUR 269 (Vj.: TEUR 80).

Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des erhöhten Personalaufwandes um rd. 5 % vermindert. Infolgedessen reduzierte sich dementsprechend auch der Ertragssteueraufwand um rd. TEUR 128 im Vorjahresvergleich bei gleichbleibender Steuerquote. Der Jahresüberschuss verminderte sich damit gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 285, bewegt sich aber nach unserer Einschätzung sowohl absolut als auch relativ weiterhin auf sehr gutem Niveau.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist unverändert äußerst stabil. Der Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt und aufgrund der zum Vorjahr abweichender Vorabausschüttung um rd. TEUR 215 erhöht und beträgt rd. 30 % (Vorjahr: 36 %) der Bilanzsumme. Die Gesellschaft finanziert sich auch im Geschäftsjahr 2023 aus dem operativen Cashflow ohne die Aufnahme von Fremdmitteln. Die Strategie der Geschäftsführung bleibt es auch weiterhin, die Gesellschaft unabhängig von Banken zu finanzieren.

5. Zweigniederlassungen

Unverändert arbeitet in unserem Entwicklungszentrum in der Zweigniederlassung Hamburg ein hoch qualifiziertes Team an der Entwicklung von Produkten und individuellen Projektlösungen für unsere Kunden.

6. Chancen-, Risiken-, und Prognosebericht

Weiterhin wird in der DPS-Gruppe kontinuierlich in die Verbesserung der betrieblichen Leistungsprozesse, deren Steuerung, des Controllings und der Prognose des zukünftigen Geschäftsverlaufs investiert. Die dafür notwendigen Zertifizierungen

ISAE 3402

ISO 27001

Datenschutz

MaRisk konforme interne IT-Revision

Hamburger Compliance Zertifikat

Familiensiegel der Stadt Hamburg

Ausbilderzertifikat der Handelskammer Hamburg

werden regelmäßig einem Rezertifizierungsprozess unterworfen.

Im Hinblick auf die verstärkten regulatorischen Anforderungen an die Kunden der DPS sind entsprechende Einflüsse auf das Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagement zu beachten.

Mit der Optimierung des internen Risikocontrollings wird in Zusammenarbeit mit renommierten externen Partnern das bestehende Risiko- und Controlling-Management regulatorisch weiterentwickelt.

Zunehmend von Bedeutung sind Zertifizierungen und Auditierungen im Bereich ESG. DPS hat ein sehr positives EcoVadis-Rating präsentieren können. Regelmäßige interne und externe Audits überprüfen die Effekte der ESG-Policy des Unternehmens.

Gleiches gilt für die branchenspezifischen produktbezogenen Zertifizierungen im Umfeld Payment und Kartentransaktion - insbesondere Zertifizierungen aus dem Regelwerk PCI.

Die Bewertung von Risiken aus dem rechtlichen Umfeld ist aufgrund der Vielzahl an relevanten rechtlichen Vorgaben schwierig. Wenn einschlägige rechtliche Vorgaben nicht eingehalten werden oder den Anforderungen der Kunden nicht adäquat Rechnung getragen wird, könnte dies ggf. Haftungsansprüche und/oder den Verlust von Kunden nach sich ziehen und somit die Geschäftstätigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg der DPS beeinträchtigen. Wir prüfen daher regelmäßig neue gesetzliche Anforderungen, die im Tätigkeitsbereich und im gesellschaftsrechtlichen Umfeld der DPS auftreten. Auf Basis dieser aktuellen Informationen werden die internen rechtlichen Abläufe und Unternehmensregeln kontinuierlich auf einem aktuellen Stand gehalten. Wir tragen insbesondere Sorge dafür, dass alle Mitarbeiter*innen den Verhaltenskodex, die Datenschutzregelungen und die Regelungen zur Informationssicherheit kennen und diese einhalten.

Sicherheitsverletzungen, insbesondere Ransomware, die aufgrund der weltweiten Zunahme von Cyberangriffen zu betrieblichen oder finanziellen Schäden wie auch zu Reputationsschäden führen können, nehmen weiterhin deutlich zu. Die DPS hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen von Ransomware in einem ganzheitlichen Ansatz zu reduzieren.

Das Jahr 2023 hat unter dem Einfluss diverser Krisen die Nachhaltigkeit und Stabilität des Geschäftsmodells der DPS-Gruppe bestätigt. Die Fokussierung auf die Geschäftsbereiche

Enterprise Products

Enterprise Services

Innovation & Consulting

erwies sich als weiterhin stabil und margenstark.

Die langfristige Fokussierung des Geschäftsmodells auf Finance & Retail wurde durch die Etablierung des neuen Geschäftsbereichs Public Sector zukunftsorientiert ergänzt. Die Branche erwartet umfangreiche Digitalisierungsoffensiven der öffentlichen Hand - die sich nicht zuletzt durch die Gesetzgebungsinitiative Onlinezugangsgesetz (OZG) manifestierten.

Hervorzuheben ist dabei die Reusability der im Finanzsektor von DPS entwickelten Technologieplattformen, insbesondere der Produktfamilie DPS-eCMS. Damit wird ein niederschwelliger Eintritt in ein neues Marktsegment unterstützt. Großvolumige Primärinvestitionen sind dadurch nicht notwendig.

Beispielhaft sei die im Jahre 2020 begonnene Initiative zur Implementierung von Bürgerservices der öffentlichen Hand auf den Serviceterminals von Filialbanken, insbesondere auch Sparkassen erwähnt. Damit werden Synergien zwischen dem Public Sector und der Finanzwirtschaft erreicht, um digitalisierte Angebote der Kommunen, Kreise und sonstigen Gebietskörperschaften für den Bürger als Endkunden zu ermöglichen.

Zudem werden hierdurch Investitionen in den bisherigen Bestandsmarkt wieder verwendbar bei der Erschließung neuer Marktsegmente. Ähnliches gilt für Technologien im Bereich Payments. Wesentlicher Innovationseffekt ist dabei die branchenneutrale Nutzung von Technologieinvestitionen. Dies fördert somit die Entwicklung der Bestandskunden und erhöht die Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Marktsegmente.

Die in 2023 bereits vorangebrachte Diversifizierung der Kundenstruktur wird deutlich absehbar in 2024 weiter erfolgreich fortgesetzt werden können.

Die unter Ziffer 2 "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" beschriebenen Transformationsprozesse der Finanzwirtschaft hielten im Jahr 2023 unvermindert an und werden auch im Jahr 2024 weiterhin maßgeblich für Chancen und Risiken in dem von DPS fokussierten Kernmarkt sein.

Ein zentraler Erfolgsfaktor der DPS sind hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter*innen. Risiken ergeben sich, wenn es nicht gelingt für unsere Projekte entsprechend Mitarbeiter*innen zur Verfügung zu haben. Diesem Risiko begegnen wir mit unserer besonderen Unternehmenskultur und permanenten Maßnahmen um DPS als Arbeitgeber attraktiv zu halten. Daneben haben wir umfangreiche Recruiting-Maßnahmen etabliert um neue talentierte und entsprechend hoch qualifizierte Mitarbeiter*innen für uns gewinnen zu können.

Die Digitalbranche zeigt sich in einem von verschiedenen Krisen geprägten Umfeld dennoch sehr stabil und setzt nach Bitkom-Berechnungen weiter auf Wachstum.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir trotz der schwierigen allgemeinen Rahmenbedingungen und der bestehenden Unsicherheiten weiterhin mit einer stabilen Geschäfts- und Liquiditätslage. Aufgrund des ausgeprägten stabilen und nachhaltigen Bestandgeschäftes der DPS-Gruppe und der zunehmenden Nachfrage unser Public Sector-Aktivitäten sind wesentliche Kennziffern wie Erlös- und Kostenentwicklung weiterhin angemessen prognostizierbar. Für das Jahr 2024 erwarteten wir in unserer ursprünglichen Planung auf der Grundlage des festzustellenden Auftragsbestandes einen weiteren positiven Geschäftsverlauf bei leicht steigenden Umsätzen und in etwa gleichbleibendem Ergebnis. Die aktuellen Zahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und absehbare Geschäftsentwicklung für das laufende Geschäftsjahr bestätigen die ursprüngliche Planung bzw. liegen leicht darüber.

 

Leinfelden-Echterdingen, den 12. Juli 2024

DPS Engineering GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

2023 Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.364,00 30.905,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 689.421,56 681.063,56
2. technische Anlagen und Maschinen 251.083,00 373.590,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.249,00 316.317,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 574.327,00 395.154,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.096.918,22 3.113.050,38
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 345.421,67 (Vj.: EUR 129.627,13)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.171.912,57 2.957.155,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.589,10 173.858,55
D. Latente Steuern 202.824,53 209.865,53
10.408.688,98 8.275.960,00

Passiva

2023 Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 102.000,00 102.000,00
III. Gewinnrücklagen 21.228,00 21.228,00
IV. Bilanzgewinn 3.422.525,38 1.710.093,94
3.645.753,38 1.933.321,94
B. Rückstellungen 4.705.680,65 4.741.681,96
C. Verbindlichkeiten 2.056.054,95 1.506.450,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.200,00 94.505,14
10.408.688,98 8.275.960,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 26.803.050,68 24.842.692,87
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (13.427.306,92) (11.460.582,25)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (1.793.007,52) (1.542.079,60)
- davon für Altersversorgung: EUR 21.010,82 (Vj.: EUR 39.029,70)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (315.520,58) (297.788,65)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen (3.459.697,81) (3.319.849,21)
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15.018,73 92.978,93
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.084,65 5.937,77
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.809,04 (Vj.: 1.681,30)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (910,00) (19.312,38)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 14.995,18)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2.430.532,82) (2.559.332,87)
- davon aus latenten Steuern: EUR 7.041,00 (Vj.: EUR 38.678,77)
9. Ergebnis nach Steuern 5.459.178,41 5.742.664,61
10. sonstige Steuern (1.746,97) (1.746,97)
11. Jahresüberschuss 5.457.431,44 5.740.917,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leinfelden-Echterdingen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nr. HRB 222767 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben wurden weitgehend in den Anhang übernommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

AKTIVA

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Sämtliches Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen entsprechen hinsichtlich der Höhe und der Abschreibungsmethode auch den steuerlichen Vorschriften. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig linear.

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 wird im Geschäftsjahr 2023 von der Möglichkeit der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei Ausleihungen mit dem Nominalwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie steuerlich aktivierungspflichtige Gemeinkosten. Der Herstellungsgrad wird durch retrograde Ermittlung festgestellt. Ausgangspunkt ist der Projektstand laut Projektliste. Hiervon werden pauschale Abschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie für Gewinnanteile in Abzug gebracht.

Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Leistungen werden, soweit von diesen gedeckt, gem. § 268 Abs. 5 HGB offen abgesetzt und mit dem Nettobetrag ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Deckung des Zinsverlustes, des allgemeinen Ausfallrisikos und der Mahnkosten wurde eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu den Ausgabebeträgen ausgewiesen, wie sie für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Latente Steuern werden nach Maßgabe des § 274 HGB ermittelt. Es wird von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, eine zukünftige Steuerentlastung in der Bilanz zu aktivieren.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Eintrag im Handelsregister sowie dem Gesellschaftsvertrag. Es beträgt EUR 100.000,00.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected-unit-credit-Methode mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 % (zum 31. Dezember 2022: 1,78 %) gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB sowie der "Richttafel 2018 G" von Klaus Heubeck bewertet. Zu erwartende Gehaltstrends waren im Hinblick auf die gewährten Individualzusagen nicht zu berücksichtigen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte in Folge des BilRUG auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Hieraus resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9, der gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und aufgrund der Verpfändung an die Pensionsberechtigten dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit diesen verrechnet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände ist mit den Anschaffungskosten oder dem höheren beizulegenden Zeitwert erfolgt. Dieser wurde bei Wertpapieren aus dem Börsenkurs am Bilanzstichtag abgeleitet.

In Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB1.021 wird, soweit Finanzierungs- und Erdienenskongruenz besteht, der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung mit dem Barwert der kongruenten Zahlungen gemäß der Zusage angesetzt (Passivprimat).

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildeten Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, wenn sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag umgerechnet.

C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen TEUR 316.

Forderungen

31. Dezember 2023 Vorjahr
insgesamt davon mit einer RLZ > 1 Jahr insgesamt davon mit einer RLZ > 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.500 0 2.789 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 345 0 130 0
3. sonstige Vermögensgegenstände 251 0 195 0
5.096 0 3.114 0

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 113 (Vorjahr: TEUR 60) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten, welche gleichzeitig Forderungen im Sinne von § 285 Nr. 9 lit. c. HGB darstellen. Es handelt sich um kurzfristig fällige Auslagen, welche mit 2,00 % p.a. über dem Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank verzinst werden (3,62 % p.a. bis zum 30.06.2023, 5,12 % p.a. bis 31.12.2023). Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände antizipative Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 82).

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen beruhen auf der erfolgsneutralen Anpassung der aktiven latenten Steuern beim Übergang auf BilMoG.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 260.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1b HGB wurden von der Gesellschaft neben dem üblichen Eigentumsvorbehalt nicht gewährt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten aus Reisekostenabrechnungen von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 17).

D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 30).

E. SONSTIGE ANGABEN

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge nach § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit dem maßgebenden Deckungskapital inkl. dem erdienten Überschussguthaben bewertet sind.

EUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.011.602,00
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände -621.705,00
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 389.897,00

Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit ihren steuerlichen Aktivwerten angesetzt werden, welche den beizulegenden Zeitwerten entsprechen und aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet sind.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen Erträge
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.800,00 17.529,96

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB wurden nicht eingegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen (brutto):

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Fällig
- im Folgejahr 602 649
- in 2 - 5 Jahren 664 805
- nach 5 Jahren jährlich 39 0

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten während des Geschäftsjahres:

2023 2022
Leitende Angestellte 8 8
Angestellte 125 115
133 123
Geschäftsführer 4 4
Auszubildende 18 18
Summe 155 145

Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge in Höhe von EUR 211.919,53 resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB in Höhe von EUR 202.824,53 sowie des Unterschiedsbetrages gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 9.095,00.

Geschäftsführung

Name ausgeübter Hauptberuf
Herr Werner Dorschel Geschäftsführer der DPS Engineering GmbH
Er verantwortet die Bereiche Vertrieb, Finanzen, Strategie und Consulting
Herr Wilhelmus van Geenen Geschäftsführer der DPS Engineering GmbH
Er verantwortet die Bereiche Anwendungsentwicklung, Application Management, Prozesse und Personal
Herr Thomas Kanold Geschäftsführer der DPS Engineering GmbH
Er ist verantwortlich für den Bereich Enterprise Products und HR
Frau Nadine Fink Geschäftsführerin der DPS Engineering GmbH
Sie ist verantwortlich für den Bereich Payment im internationalen Application Management

Geschäftsführerbezüge

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 1.440.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist die DPS Holding GmbH mit Sitz in Stuttgart. Die DPS Holding GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 293 HGB befreit.

F. GEWINNVERWENDUNG

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 5.717.525,38 nach Abzug der am 19.06.2023 beschlossenen Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.050.000,00, einer am 14.11.2023 beschlossen Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.245.000,00, einer am 22.05.2024 beschlossen Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.864.000,00 sowie einer weiteren am 26.06.2024 beschlossenen Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.346.000,00, den Restbetrag in Höhe von EUR 212.525,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

G. NACHTRAGSBERICHT

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ zu beeinflussen, sind nicht zu verzeichnen.

H. UNTERZEICHNUNG GEM. § 245 HGB

 

Leinfelden-Echterdingen, den 12. Juli 2024

Werner Dorschel, Geschäftsführer

Wilhelmus van Geenen, Geschäftsführer

Thomas Kanold, Geschäftsführer

Feststellung Jahresabschluss und Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19. Oktober 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Des Weiteren wurde beschlossen, den Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von EUR 3.422.525,38 wird nach Abzug der am 22. Mai 2024 beschlossen Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.864.000,00 sowie einer weiteren, am 26. Juni 2024 beschlossenen, Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.346.000,00 in dann noch verbleibender Höhe von EUR 212.525,38 auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
357.666,05 3.932,00 20.068,00 341.530,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.104.000,19 29.170,80 21.932,49 2.111.238,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.330.351,24 75.684,10 85.401,06 1.320.634,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.480.748,38 71.768,68 82.852,50 1.469.664,56
4.915.099,81 176.623,58 190.186,05 4.901.537,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 395.154,00 199.535,77 20.362,77 574.327,00
420.154,00 199.535,77 45.362,77 574.327,00
5.692.919,86 380.091,35 255.616,82 5.817.394,39
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der gesamten Abschreibungen i.Z.m. Abgängen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
326.761,05 19.472,00 20.067,00 326.166,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.422.936,63 19.262,80 20.382,49 1.421.816,94
2. technische Anlagen und Maschinen 956.761,24 198.165,10 85.375,06 1.069.551,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.164.431,38 78.620,68 42.636,50 1.200.415,56
3.544.129,25 296.048,58 148.394,05 3.691.783,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.870.890,30 315.520,58 168.461,05 4.017.949,83
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
15.364,00 30.905,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 689.421,56 681.063,56
2. technische Anlagen und Maschinen 251.083,00 373.590,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.249,00 316.317,00
1.209.753,56 1.370.970,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 395.154,00
0,00 420.154,00
1.799.444,56 1.822.029,56

Bestätigungsvermerk

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der DPS Engineering GmbH, Leinfelden-Echterdingen, mit einer Bilanzsumme von EUR 10.408.688,98 und einem Jahresüberschuss von EUR 5.457.431,44 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DPS Engineering GmbH, Leinfelden-Echterdingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DPS Engineering GmbH, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DPS Engineering GmbH, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 12. Juli 2024

Rödl & Partner GmbH
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