Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 581403
Eingetragen
13.7.2000
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Elektromotoren und Generatoren
Gegenstand
Die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb elektrischer, hydraulischer und pneumatischer Geräte, der Vertrieb von Maschinen, Werkzeugen und Geräten jeder Art sowie des Zubehörs zu diesen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Guido Bergman
seit 12.6.2024
Geschäftsführer
Gert Trauner
seit 12.6.2024
Prokura
Geschäftsführer
Roland Frotscher
seit 14.9.2023
Geschäftsführer
Maurizio Giorgi
seit 23.3.2023
Prokura
Christian Theiss
seit 28.6.2021
Prokura
Prokura
Jaqueline Schiele
seit 2.3.2021
Prokura
Martin Heinemann
seit 2.3.2021
Prokura
Jens Dr. Arnoscht
seit 20.4.2019
Prokura
Michael Müller
seit 22.6.2018
Geschäftsführer
Andreas Kowol
seit 30.8.2017
Prokura
Thomas Jeltsch
seit 16.11.2016
Prokura
Markus Mossmann
seit 1.2.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wagner International AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wagner International AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

J. Wagner GmbH

Markdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Allgemeines

Die J. Wagner GmbH ist Hersteller von technologisch hochwertigen Geräten und Anlagen zum Auftragen von Nass- und Pulverlacken, Farben und anderen flüssigen Materialien auf Oberflächen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb elektrischer, hydraulischer und pneumatischer Geräte, der Vertrieb von Maschinen, Werkzeugen und Geräten jeder Art sowie des zugehörigen Zubehörs. Die Gesellschaft wird als einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Wagner International AG, Altstätten, Schweiz, in deren Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist organisatorisch in die beiden Geschäftsbereiche 'Decorative Finishing' und 'Industrial Solutions' aufgeteilt.

Zu Decorative Finishing gehören im Wesentlichen

der Heimwerkerbereich ('Home Finishing'), der insbesondere über Heimwerkermärkte aber auch über Online-Kanäle Farbsprühsysteme, Farbroller, Heißluftpistolen und Dampftapetenablöser vertreibt sowie

der Handwerkerbereich ('Professional Finishing'), der Oberflächenbeschichtungstechnik für handwerkliche Anwendungen vertreibt. Hierzu gehören: elektrische Kolbenpumpen und elektrische Membranpumpen, Transferpumpen sowie pneumatische Nieder- und Hochdruckpumpen zum Farbtransport und zur Farbzerstäubung. Ergänzend wird ein umfangreiches Sortiment an Zubehör sowie Ersatz- und Verschleißteilen vertrieben.

Zum Geschäftsbereich Industrial Solutions gehören

der Bereich Nasslackbeschichtung, der ein dem Handwerkerbereich vergleichbares Sortiment, angepasst an den industriellen Bedarf, sowie Systemlösungen für Industriekunden vertreibt und

der Bereich der Pulverbeschichtung, der Hand- und Automatikanlagen im industriellen Kontext anbietet.

Kernabsatzmärkte der J. Wagner GmbH sind die Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Polen. Darüber hinaus werden mit den meisten anderen Ländern innerhalb der Europäischen Union sowie mit der Türkei, Japan und Brasilien wesentliche Umsätze ab 2 Mio. € erzielt.

Die Gesellschaft unterhält einen Standort in Markdorf. Darüber hinaus hält die Gesellschaft jeweils einhundert Prozent der Anteile an der Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH, Wuppertal, der Reinhardt-Technik GmbH, Kierspe, der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG, Markdorf, sowie der Personal Care Verwaltungs GmbH, Markdorf. Weiterhin bestehen Anteile an der Weissmaler GmbH i.L., Berlin. Die zusätzlich bislang bestehende Minderheitsbeteiligung von 25,1% an der Inclusify AG, Nürnberg, wurde zum 4. Mai 2023 veräußert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung innerhalb der WAGNER-Gruppe ist in sogenannten 'Competence Centern' organisiert. Damit wird eine höhere Effizienz erreicht und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nur zu einem Teil in der J. Wagner GmbH selbst durchgeführt. Mit Blick auf die Zielsetzung, dass die neuen Produkte dem künftigen Bedarf der Kunden entsprechen, erfolgt eine intensive Zusammenarbeit innerhalb der WAGNER-Gruppe hinsichtlich Marktanalyse, Kundenanforderungen und Projektierung. Außerdem werden bei konkretem Bedarf und Erfolgsaussichten auch Entwicklungsaufträge an spezialisierte, nicht verbundene Unternehmen vergeben.

Wichtige Forschungsschwerpunkte waren zuletzt und sind weiterhin die Qualitätssteigerung und Effizienzerhöhung der Geräte, die Automatisierung von Abläufen sowie die Digitalisierung des Produktportfolios mit Blick auf Konnektivität und moderne Bedienmethoden.

Die durch die J. Wagner GmbH angebotenen Kundenlösungen sollen möglichst nachhaltig ausgestaltet sein. Hierzu wird beispielsweise bei allen Entwicklungsprojekten die Zielstellung verfolgt, bei hoher Qualität der Beschichtung möglichst wenig Material zu verbrauchen und den Einsatz umweltschädlicher Lösungsmittel oder Energie zu begrenzen. Dies entspricht sowohl dem Kundeninteresse als auch dem Interesse der J. Wagner GmbH, mit fortschrittlichen Produkten und Lösungen höheren Nutzen zu stiften.

Insgesamt wies die J. Wagner GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 2.901 TEUR aus (Vj. 3.302 TEUR). Darin enthalten sind Fremdleistungen in Höhe von 594 TEUR (Vj. 527 TEUR).

1.3 Mitarbeiter

Die Zahl der aktiven Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 497 (Vj. 504) Personen, zuzüglich drei Geschäftsführern und 24 (Vj. 32) Auszubildenden.

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt 361 TEUR für Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter ausgegeben (Vj. 575 TEUR).

1.4 Zielgröße für Frauenanteil

Der Anteil von Frauen betrug im Geschäftsjahr 2023/24 auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 14% und auf der zweiten Führungsebene 27%. Die J. Wagner GmbH verfolgt das Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre auf beiden Ebenen die Quote auf 35% zu erhöhen. Entsprechende Maßnahmen zur Förderung von weiblichen Führungskräften wurden umgesetzt und sollen attraktivere Rahmenbedingungen für die Organisationsentwicklung in Richtung dieser Zielsetzung schaffen.

Für die Geschäftsführung der J. Wagner GmbH wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0% festgelegt. Demnach wird keine Umsetzungsfrist benötigt. Mit dieser Zielvorgabe werden der derzeitige Stand und die Struktur der Unternehmensleitung, bestehend aus drei Geschäftsführern, beibehalten. Bei einer potenziellen Neubesetzung der Positionen würde eine geschlechtsunabhängige Auswahl nach Qualifikation und Erfahrung vorgenommen werden.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Geschäftsentwicklung der J. Wagner GmbH hängt von der allgemeinen Wirtschaftslage, insbesondere aber auch von der Bauwirtschaft (Handwerk) und dem privaten Konsum bzw. der Entwicklung des DIY-Sektors (Heimwerker) sowie der Auslastungslage der Industrie (industrielle Nass- und Pulverbeschichtung) ab.

Zum Vergleich der allgemeinen Geschäftsentwicklung wird auf die Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Handelsverbands Deutschland Bezug genommen. Nach dessen Veröffentlichungen zur Konjunkturlage lag die Produktionsleistung des produzierenden Gewerbes im Jahr 2023 durchschnittlich um 1,6% unter dem Vorjahr [1] und verzeichnete damit einen erneuten Rückgang, nachdem sie bereits im vorangegangenen Zeitraum 2022 rückläufig war (-0,6%). Auch bei den Auftragseingängen des verarbeitenden Gewerbes aus dem In- und Ausland war eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zu beobachten: Im Durchschnitt des Jahres 2023 verringerte sich das Volumen der Aufträge in den Büchern der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 5,8% [2] . Auch hier ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage (Verringerung um 4,9% in 2022).

Darüber hinaus steht die Entwicklung der Umsätze im Einzelhandel im Fokus unserer Betrachtung, weil sie ein wichtiges Indiz zur Abschätzung des Konsumklimas ist. Wie in den beiden Vorjahren konnte der Einzelhandel hier im Vergleich zum verarbeitenden Gewerbe eine deutlich bessere Entwicklung vollziehen. Zwar hat sich der positive Trend abgeschwächt, nichtsdestotrotz handelt es sich um eine abermalige Verbesserung: Während sich die Umsätze im Durchschnitt des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr moderat um 2,5% erhöht haben, wurde im Jahr 2022 bei gleicher Betrachtung noch ein deutlich stärkeres Plus von 7,9% gemessen. [3]

Das vom Handelsverband Deutschland (HDE) monatlich veröffentlichte Konsumbarometer basiert auf einer repräsentativen Umfrage zu Anschaffungsneigung, Sparneigung und zu anderen konsumrelevanten Faktoren und hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Das Konsumbarometer stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6%, während es im Jahr 2022 noch einen deutlichen Rückgang von -8,2% angezeigt hatte. Demnach hat sich die Verbraucherstimmung im vergangenen Geschäftsjahr spürbar verbessert, jedoch gibt es nach Aussage des HDE keinen längerfristigen Trend, was ein Zeichen dafür ist, dass die Verbraucher keine klare Erwartung für die kommenden Monate haben. Diese Unsicherheit dürfte den privaten Konsum dämpfen. Starke Wachstumsimpulse bleiben damit zwar erst einmal aus, aber auch ein stärkerer Einbruch ist nicht zu erwarten.

Die aufgeführten Daten lassen erkennen, dass die geopolitischen und geldmarktpolitischen Rahmenbedingungen weiterhin dämpfende Auswirkungen auf die Konjunktur und den Konsum haben. Auch wenn die Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Inflation in den westlichen Staaten Wirkung zeigen, werden die Zentralbanken die Zinsen absehbar nicht übermäßig senken und damit Investitionsanreize setzen. Darüber hinaus hat der andauernde Russland-Ukraine-Krieg weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Europa und damit die Zuversicht der Unternehmen und Verbraucher.

Demnach ergab sich insgesamt für die J. Wagner GmbH im Jahr 2023 erneut ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld.

2.2 Geschäftsverlauf

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die der Steuerung des Unternehmens zugrunde liegen, sind Umsatz, Betriebsergebnis (operatives Ergebnis, Jahresüberschuss vor Steuern und Finanzergebnis), Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (gegen Dritte). Ihre Entwicklung ist fester Bestandteil der nachfolgenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Abschnitt 2.3 des Lageberichts. Zudem wird ein Vergleich zur Vorjahres-Prognose durchgeführt.

Im Vorjahres-Lagebericht und zu Beginn des Geschäftsjahrs 2023/24 hatte die J. Wagner GmbH ein moderates Umsatzwachstum in Höhe von 4% sowie eine Verschlechterung des Betriebsergebnisses von 11% prognostiziert. Allerdings wurde bereits damals auf die Kombination aus gestiegenen Preisen für Waren und Dienstleistungen, höheren Kreditzinsen und die niedrigere Aktivität bei Neubauten und Renovierungen hingewiesen, die bereits damals als Risiko zu erkennen waren und auch zu einer Planabweichung geführt haben. Die J. Wagner GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 letztlich einen um 5% niedrigeren Umsatz und ein um 51% niedrigeres Betriebsergebnis als im Vorjahr.

Bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (gegen Dritte) hatte die J. Wagner GmbH eine zu den Umsätzen proportionale Entwicklung erwartet. Die Prognose ist eingetroffen. Letztlich wurden zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr und proportional zum Umsatz niedrigere Forderungsbestände ausgewiesen. Die Ausfallquote bewegte sich jedoch im langjährigen Durchschnitt und auch die Wertberichtigungen auf die Forderungspositionen haben sich aufgrund eines disziplinierten Forderungsmanagements lediglich leicht erhöht.

Für die Lagerbestände prognostizierte die J. Wagner GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 eine deutliche Reduktion, insbesondere durch die Implementierung verschiedener Maßnahmen, wie z.B. stringente Bestandsüberwachung, gezielte Abverkäufe und strategische Bedarfsanalysen. Für diese Aussage wird die Entwicklung des Lagerbestands vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen von Kunden und der damit direkt im Zusammenhang stehenden Bestände für kundenauftragsbezogene Projekte betrachtet. Durch eine konsequente Umsetzung der genannten Maßnahmen lag das Gesamtvolumen der Vorräte zum Jahresabschlussstichtag um 7.879 TEUR niedriger als im Vorjahr und belief sich auf 30.595 TEUR. Im vorangegangenen Jahr wurden die Bestände auf hohem Niveau gehalten, um akzeptable Lieferverfügbarkeiten sicherzustellen (Bestand zum Jahresabschlussstichtag 38.474 TEUR, leichte Reduktion zum Vorjahr von 1.493 TEUR).

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der J. Wagner GmbH zum 31. Januar 2024 beläuft sich auf 120.720 TEUR (Vj. 129.327 TEUR). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Verringerung des Vorratsvermögens zurückzuführen.

Auf der Aktivseite haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 die immateriellen Vermögensgegenstände um 647 TEUR erhöht, weil zu Anfang des Geschäftsjahres mehrere Webshops eines Kunden erworben wurden, die nunmehr für den eigenen Onlinevertrieb genutzt werden. Darüber hinaus haben sich die Anlagen im Bau um 1.191 TEUR erhöht, was im Wesentlichen auf den Kauf von Lizenzen für ein Upgrade des ERP-Systems und von Konsolidierungs-Software sowie den Kauf von Werkzeugen zurückzuführen ist. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023/24 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 5.340 TEUR investiert. Die Investitionen wurden auch im Geschäftsjahr 2023/24 aus dem operativen Cash-Flow finanziert.

Die Finanzanlagen wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 durch geleistete Kapitalerhöhungen für die Anteile an der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG in Höhe von 3.000 TEUR im Wert erhöht. Alle Beteiligungen wurden einer Werthaltigkeitsanalyse unterzogen. Daraus resultierte eine Abschreibung auf die Anteile an der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG in Höhe der oben genannten Kapitalerhöhungen von 3.000 TEUR. Darüber hinaus wurden im Mai 2023 die Anteile an der Inclusify AG zum Buchwert von 100 TEUR veräußert.

Die Vorratsbestände haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich verringert (-7.879 TEUR). Dieser Rückgang wurde insbesondere durch verringerte fertige Erzeugnisse und Waren (-7.374 TEUR) sowie unfertige Erzeugnisse und Leistungen (-2.263 TEUR) verursacht. Auch die Position der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen reduzierte sich korrespondierend zur Marktlage um 1.672 TEUR und trug zur Reduktion der Vorräte bei. Dieser Entwicklung ging eine nur leichte Reduktion im Vorjahr auf hohem Gesamtbestandsniveau voraus (-1.493 TEUR auf 38.474 TEUR). Durch konsequent implementierte Maßnahmen, wie stringente Bestandsüberwachung, gezielte Abverkäufe und strategische Bedarfsanalysen wurden im Geschäftsjahr 2023/24 ein Bestandsabbau und weitere Lageroptimierungen erreicht. Rechnet man aus der gesamten Entwicklung der Bestände (vor Saldierung mit erhaltenen Kundenanzahlungen) den Anteil für kundenauftragsbezogene Projekte in Höhe von -1.462 TEUR heraus, so ergibt sich eine Veränderung der Bestände von insgesamt -8.165 TEUR.

Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1.093 TEUR gesunken. Dabei ist die Quote der überfälligen Forderungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (aktuell 13%, Vj. 5%, Vor-Vj. 5%). Diese Veränderung bei gleichzeitig stabilem Forderungsbestand resultiert insbesondere aus der Veränderung des Kundenmix aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche (unterschiedliche Zahlungsziele je nach Kundengruppe und Landeszuordnung). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte sind die wesentlichen, kurzfristig beeinflussbaren Aktiva und werden daher permanent kontrolliert und gesteuert.

Die J. Wagner GmbH praktiziert ein restriktives Forderungsmanagement. Sie vergleicht die Höhe der Forderungen gegen Dritte mit der Anzahl der Tage vor dem Bilanzstichtag, deren Umsatz den Forderungen entspricht (DSO = Days Sales Outstanding). Diese Kennzahl hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um drei Tage von 65 auf 68 Tagen leicht erhöht und damit etwas verschlechtert (Vj.: Erhöhung um zwei Tage).

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 1.736 TEUR verringert, was mit den oben genannten Investitionen korrespondiert sowie auf weitere Anschubfinanzierungen bei der Tochtergesellschaft IONIQ Skincare GmbH & Co. KG und die Rückzahlung eines Darlehens an die Muttergesellschaft zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite (Kapitalstruktur) ist die Reduktion der Bilanzsumme im Wesentlichen auf die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerten sich marktadäquat nur leicht aufgrund der marginal erhöhten langjährigen Zinsmittelwerte für die Bewertungsparameter, die zur Kalkulation der Rückstellungen herangezogen werden. Die im Vorjahr beobachtete Wende in der Zinspolitik schlägt sich erst mit einem gewissen Zeitversatz in den Kalkulationen der Pensionen nieder.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 um 6.123 TEUR auf nunmehr 13.330 TEUR reduziert. Diese Veränderung resultierte insbesondere aus der Rückzahlung eines bei der Konzernmutter aufgenommenen Darlehens in Höhe von 5.000 TEUR sowie dem allgemeinen Abbau von Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen aus dem Konzernverbund in Höhe von 1.130 TEUR.

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (Erhöhung um 1.715 TEUR) ist auf die niedrigen Lagerbestände und die daraus resultierenden notwendigen Warenneubestellungen zur Vorbereitung der neuen Verkaufs-Saison zurückzuführen, die im Frühjahr startet (hier Heimwerkerbereich).

Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt 37.260 TEUR (Vj. 35.326 TEUR), was bezogen auf die Bilanzsumme einer Quote von 30,9% (Vj. 27,3%) entspricht.

2.3.2 Finanzlage

Insgesamt stehen dem Anlagevermögen mit einem Wert von 39.387 TEUR langfristige Finanzierungen in Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals (37.260 TEUR) sowie der Pensionsrückstellungen und ähnlicher Verpflichtungen (38.402 TEUR) gegenüber, sodass die Fristenkongruenz bezüglich langfristiger Vermögenswerte und langfristiger Finanzierungen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr gegeben ist.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Dem Management wird in wöchentlichen Reports über die Liquidität des Unternehmens berichtet. Für den Fall eines erhöhten Liquiditätsbedarfs ist es in der WAGNER-Gruppe üblich, vorrangig eine gruppeninterne Finanzierung zu nutzen. Die gruppeninternen Vergaben werden regelmäßig analysiert und bedarfsgerecht angepasst. Für einzelne Liquiditätsbedarfsspitzen können nachrangig auch kurzfristige externe Darlehen von Kreditinstituten in Anspruch genommen werden. Hierzu stehen der Gesellschaft zugesagte, jedoch im gesamten Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommene, Kreditlinien im Volumen von 16.500 TEUR zur Verfügung.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ausreichend liquide Mittel. Diese haben sich trotz einer positiven Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr von 9.863 TEUR auf 8.127 TEUR verringert. Unter anderem wurden der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG finanzielle Mittel im Rahmen von Kapitalerhöhungen (3.000 TEUR) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein Kredit an die Muttergesellschaft Wagner International AG in Höhe von 5.000 TEUR im Laufe des Geschäftsjahres zurückgeführt. Hierfür wurde Liquidität aus dem operativen Cash Flow verwendet. Nach Rückzahlung des genannten konzerninternen Darlehens verbleiben der J. Wagner GmbH bei verbundenen Unternehmen Kredite in Höhe von 7.000 TEUR (Vj. 12.000 TEUR). In Abgrenzung dazu bestehen Forderungen aus einem an die Reinhardt-Technik GmbH ausgegebenen Darlehen in Höhe von 4.700 TEUR (Vj. 4.700 TEUR). Zum Bilanzstichtag hatte die J. Wagner GmbH wie auch im Vorjahr keine Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

2.3.3 Ertragslage

Insgesamt verringerte sich der Umsatz der J. Wagner GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 um 5% gegenüber dem Vorjahr auf 180.179 TEUR. Hierfür war vor allem eine Volumenreduktion im Handwerkerbereich des Geschäftsbereichs Decorative Finishing verantwortlich. Durch eine verringerte allgemeine Bautätigkeit, insbesondere in Zentral- und Westeuropa, sowie das stabil hohe Zinsniveau bestand bei den Handwerkskunden eine Investitionszurückhaltung, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirkte. Nachfolgend sind die wichtigsten Absatzmärkte der Gesellschaft samt Veränderung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr abgebildet:

Absatzmarkt Absoluter Umsatz Veränderung gegenüber Vorjahr
Deutschland 41.944 TEUR -12%
Großbritannien 19.144 TEUR 10%
Frankreich 16.778 TEUR 24%
Polen 10.513 TEUR -8%

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 beträgt 1.934 TEUR (Vj. 1.394 TEUR). Das Ergebnis wurde durch Abschreibungen auf die Anteile an der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG (3.000 TEUR; Vj. 5.500 TEUR) negativ beeinflusst. Positiv wirkte die Gewinnübernahme von der Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH in Höhe von 1.391 TEUR (Vj. 301 TEUR). Bereinigt um diese beiden Effekte würde sich ein Jahresüberschuss von 3.543 TEUR (Vj. 6.793 TEUR) ergeben. Die Umsatzrendite lag bei 2,0% (Vj. 3,6%).

Die Verringerung der Umsatzerlöse ging einher mit der Reduktion des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (-2.167 TEUR; Vj. -2.957 TEUR) und einer Verminderung der anderen aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge um 2.235 TEUR (in Summe 3.063 TEUR; Vj. 5.297 TEUR).

Die Rohertragsquote betrug im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt 51,3%, was gegenüber dem Vorjahr einer Reduktion um einen Prozentpunkt entspricht (Vj. 52,3%) und eine Pause im mehrjährigen Trend der kontinuierlichen Verbesserung darstellt. Aufgrund der niedrigeren Umsätze ging der Rohertrag [4] nach absoluten Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6.629 TEUR zurück.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von 4.968 TEUR auf 2.912 TEUR, was insbesondere auf reduzierte Erträge aus Währungsumrechnung sowie auf geringere Erträge für Dienstleistungen im Konzernverbund zurückzuführen war.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur marginal um 28 TEUR erhöht (Vj. Erhöhung um 1.407 TEUR). Zum einen sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023/24 um sieben Mitarbeiter, zum anderen waren im Vorjahr einmalige Sonderzahlungen zur Kompensation der erhöhten Inflation gewährt worden. Darüber hinaus werden an die Mitarbeitenden, korrespondierend zur Geschäftslage 2023/24, weniger Bonuszahlungen geleistet.

Aufgrund der stetigen Investitionstätigkeit der Gesellschaft erhöhten sich die Abschreibungen um 269 TEUR (entspricht einer prozentualen Erhöhung um 8%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023/24 um 4.060 TEUR, wobei diese Veränderung insbesondere auf niedrigere Marketing- und Frachtaufwendungen und die vorteilhafte Entwicklung von Währungskursen zurückzuführen war.

Durch die internationale Ausrichtung der J. Wagner GmbH wird deren Ertragslage durch Transaktionen in Fremdwährung beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023/24 realisierte die Gesellschaft Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 1.054 TEUR (Vj. 1.298 TEUR) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 1.055 TEUR (Vj. 1.717 TEUR).

Betrachtet man die Umsatz- und Ergebnisentwicklung jeweils für die einzelnen Geschäftsbereiche Decorative Finishing und Industrial Solutions, stellt sich diese differenziert dar.

Der Geschäftsbereich Decorative Finishing entwickelt Geräte speziell zugeschnitten auf die Anforderungen von Handwerkern und Heimwerkern. Nachdem im Zusammenhang mit der COVID19-Pandemie im Heimwerkerbereich ein höheres Umsatzniveau erreicht wurde und nach deren Abklingen eine Normalisierung stattgefunden hat, ergab sich im Geschäftsjahr 2023/24 eine stabile Nachfrage. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Umsätze lediglich um 1%. Ausgehend von Rekordumsätzen im Geschäftsjahr 2021/22 hatten sich im Vorjahr die Umsätze um 17% reduziert. Dagegen war die Geschäftsentwicklung im Handwerkerbereich maßgeblich von der stark verringerten Bautätigkeit und den weiterhin hohen Zinsen, die die Investitionsbereitschaft hemmen, geprägt. Die erzielten Umsätze verringerten sich Geschäftsjahr 2023/24 um 16%, was einer erneuten Reduktion entspricht, denn im Vorjahr waren die Umsätze bereits um 10% gesunken. Zusammengefasst entwickelte sich der Geschäftsbereich Decorative Finishing trotz des stabilen Konsums im Heimwerkerbereich aufgrund der niedrigeren Nachfrage bei Handwerkern rückläufig.

Der Geschäftsbereich Industrial Solutions konnte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht ganz halten und wies eine leichte Verringerung der Umsätze um 2% aus (Vj. Umsatzsteigerung um 1%). Aufgrund hoher Auftragsbestände zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 konnte die abnehmende Investitionsfreude der Industriekunden größtenteils kompensiert werden.

Einschließlich der Dienstleistungen, die keinem Geschäftsbereich zugerechnet werden, hat sich der Gesamtumsatz der J. Wagner GmbH um 5% verringert. Bereits im Vorjahr ist es zu einer Reduktion der Umsätze um 6% gekommen.

Der Anteil von Industrial Solutions am Gesamtumsatz des Unternehmens erhöhte sich aufgrund der oben dargestellten Entwicklung auf 51%. Der Anteil von Decorative Finishing verringerte sich dagegen auf 42%. Die nach BilRUG im Umsatz auszuweisenden, keinem Geschäftsbereich zurechenbaren Dienstleistungen lagen bei 7% vom Umsatz. Im Vorjahr lag das Verhältnis bei 49% von Industrial Solutions zu 44% von Decorative Finishing und 7% ohne Zurechnung. Zu den Dienstleistungen, die nicht den Geschäftsbereichen zugerechnet werden, gehören unter anderem Logistikservices (zentral vorgehaltene Ware wird bei Bestellungen direkt an den Endkunden ausgeliefert) und Dienstleistungen des IT-Bereichs.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Der Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens werden durch die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der oben genannten Ausführungen insgesamt als noch zufriedenstellend beurteilt, denn mit Blick auf das herausfordernde Geschäftsumfeld konnten durch das diversifizierte Portfolio Nachfrageschwächen in einem Geschäftsbereich durch vergleichsweise stabile Entwicklungen in einem anderen Geschäftsbereich abgefedert werden. Das Geschäftsumfeld bleibt jedoch weiterhin herausfordernd und macht Planungen unsicher. Mit Blick auf das nachfolgende Geschäftsjahr bestehen wirtschaftliche Risiken, aber auch Chancen, die nachfolgend beschrieben werden.

3. CHANCEN- UND RISIKENBERICHT

Die Geschäftsführung der J. Wagner GmbH befasst sich regelmäßig, insbesondere jedoch im Rahmen eines jährlichen Strategiereviews, mit den wesentlichen, das Unternehmen bedrohenden Risiken, aber auch den sich unter Umständen ergebenden Chancen.

Die Ergebnisse dieser Analysen finden Eingang in die Budgetierung und werden in Projekten abgearbeitet. Darüber hinaus wird unterjährig regelmäßig eine Überprüfung der Rahmenbedingungen und zugrunde gelegten Annahmen durchgeführt und es werden bedarfsgerechte Anpassungen der Planung vorgenommen.

Für das Unternehmen wesentliche Risiken und Chancen sind im Folgenden dargestellt:

Ein dominierendes Risiko, das als "hoch" eingestuft wird, bleibt der weitere Verlauf des Russland-Ukraine-Kriegs, der mittlerweile über zwei Jahre dauert und dessen Ausgang nicht absehbar ist. Der Krieg belastet in erheblichem Maße die Konjunktur in Europa und darüber hinaus. Zwar sind anfangs durch den Krieg ausgelöste Preissprünge für Energie, Waren und Dienstleistungen größtenteils im Markt verarbeitet und die Inflation durch Zinserhöhungen wieder ruckläufig. Allerdings zögern die Zentralbanken trotz der geschwächten Konjunktur, hier insbesondere in Zentraleuropa, mit Zinssenkungen. Die J. Wagner GmbH ist von dieser Entwicklung aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung, der verzweigten Lieferketten und der unterschiedlichen Absatzmärkte direkt und umfänglich betroffen. Um den beschriebenen Auswirkungen bestmöglich zu begegnen und negative Effekte abzufedern, werden verschiedene Maßnahmen dauerhaft umgesetzt, z.B. Preiserhöhungen für eigene Produkte, keine Aufnahme von Bankkrediten, Lieferantendiversifizierung. Sollte sich der Russland-Ukraine-Krieg zuspitzen und auf weitere Länder ausweiten, hätte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Konjunktur und würde die Umsatz- und Ergebnissituation der J. Wagner GmbH negativ beeinflussen. Umgekehrt würde eine überraschende frühzeitige Beilegung des Konflikts Chancen für den Umsatz und die Ergebnissituation der J. Wagner GmbH ergeben.

Eine verlässliche Messgröße für die Marktzuversicht und ein Indikator für die Konjunkturentwicklung in Deutschland ist der ifo Geschäftsklimaindex [5] . Demnach wurde die Konjunktur im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 weiter stark von dem Russland-Ukraine-Krieg und den sich daraus ergebenden Folgen für Inflation, Zinsen und Lieferkettenstabilität beeinflusst. Die Markzuversicht fiel demnach von 91,1 Punkten im Februar 2023 erneut zurück auf einen niedrigen Wert von 85,9 im August und konnte sich ab dann kaum erholen. Erst zum März 2024 ist ein erneuter Anstieg auf 87,8 zu erkennen, der eine gewisse Bodenbildung in der angespannten Gesamtlage erkennen lässt. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass sich die Wirtschaft derzeit wegen sinkender Investitionen und einer Flaute am Bau in einem Konjunkturtal befindet. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Wirtschaft auch im laufenden ersten Quartal schrumpft und damit in einer technischen Rezession steckt.

Leistungswirtschaftliche Chancen sind mit operativen Maßnahmen, beispielsweise Verbesserungen entlang der Wertschöpfungskette, Kostensenkungsmaßnahmen oder Restrukturierungen verbunden. Grundsätzlich geht die J. Wagner GmbH davon aus, dass sie alle bekannten Maßnahmen aus diesem Themenbereich bereits angemessen in den Planungsdaten berücksichtigt hat. Allerdings können sich im Laufe des neuen Geschäftsjahres neue Opportunitäten ergeben oder aus dem bestehenden Maßnahmenkatalog positive Effekte erwachsen, welche die Planungsannahmen übertreffen. Die damit verbundenen Chancen werden als "mittel" eingestuft.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich aktuell insbesondere Dispositions- und Preisrisiken. Nach Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs haben sich zum einen die Preise für internationale Beschaffungs- und Logistikdienstleistungen teilweise in einem erheblichen Maß erhöht, zum anderen war die Verfügbarkeit zahlreicher Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie von Fertigkomponenten nicht selten eingeschränkt und führte zu Engpässen in der Produktion und Auslieferung. Zwar hat sich die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2023/24 weiter und teils erheblich verbessert, allerdings mussten die daraus resultierenden Preissteigerungen größtenteils an die Kunden durch Erhöhung der Verkaufspreise für Waren und Dienstleistungen weitergegeben werden, was einen zusätzlichen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage hat. Sollte sich der Russland-Ukraine-Krieg ausdehnen, könnten die Lieferketten wieder unterbrochen oder verlangsamt werden und zu einer weiteren Verknappung und Teuerung von Waren und Dienstleistungen führen, mit negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der J. Wagner GmbH. Preissteigerungen von Waren und Dienstleistungen können nur bis zu einem bestimmten Maß an die Kunden weitergegeben werden, bevor sich negative Auswirkungen auf die Umsätze ergeben. Zum anderen könnten erneute Verfügbarkeitsprobleme die zeitgerechte Produktion und Auslieferungen von Produkten gefährden. Die Risiken werden als "hoch" eingestuft.

Aufgrund der vorgenannten Themenkomplexe sind andere Risiken aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt worden, aber zum Teil ebenfalls von erheblicher Bedeutung. Es bestehen weiterhin folgende politische Unsicherheiten außerhalb Deutschlands:

Handelsstreit zwischen den USA und China und in diesem Zusammenhang erlassene wechselseitige Strafzölle für den Import von Waren. Insbesondere bei einer möglichen Wiederwahl Donald Trumps als Präsident der USA könnte es zu weiteren wirtschaftlichen Spannungen zwischen den beiden Ländern kommen.

Technologische Entkopplung der Wirtschaftsräume China, USA und Europa, was zu höheren gesamtwirtschaftlichen Kosten aufgrund reduzierter Standardisierung und erschwertem Handel führt.

Geopolitische Spannungen zwischen China und Taiwan, die jederzeit in einen offenen militärischen Konflikt übergehen können.

Weiterhin ungeklärte Fragestellungen im politischen Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea sowie der NATO.

Phasen politischer Unsicherheit könnten negative Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsentscheidungen von Haushalten und Unternehmen haben. Im Extremfall können sie auch Verwerfungen an den Finanzmärkten erzeugen und die Entwicklung der Wirtschaft beeinträchtigen. Sofern sich diese Risiken substantiieren, hätten sie aller Voraussicht nach signifikante Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der J. Wagner GmbH. Das Risiko wird grundsätzlich als "mittel" eingestuft.

In den letzten Jahren haben sich weitere Länderrisiken in Absatzmärkten abgezeichnet und wurden durch die Entwicklung bestätigt: Die Restriktionen im Zahlungsverkehr mit Ländern in Südamerika, Zentralasien und im Nahen Osten erschweren weiterhin den Geschäftsausbau. Die Risiken werden als "mittel" eingestuft.

Die Risiken durch die indirekte Finanzierung von Staatsschulden durch die Europäische Zentralbank (EZB) bleiben weiterhin hoch. Die Haushaltsdefizite der EU-Staaten hatten sich bereits in einem erheblichen Umfang durch die COVID-19-Pandemie vergrößert. Im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg wurden weitere Schulden zur Krisenbewältigung aufgebaut, insbesondere zum Ausgleich der Ausfälle von Energielieferungen aus Russland, zur Kompensation der Energiepreissteigerungen sowie langfristig durch erhöhte Rüstungsbudgets. Die Refinanzierung der sich daraus ergebenden höheren Staatsschulden gestaltet sich mit Blick auf das veränderte Zinsniveau herausfordernd. Die EZB hat die Leitzinsen im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich erhöht und hat in Aussicht gestellt, das Zinsniveau auch in den nächsten Monaten vor dem Hintergrund der nur leicht sinkenden Inflation nicht wesentlich zu verändern. Aus dieser Situation besteht nach Einschätzung der J. Wagner GmbH das Risiko einer länger andauernden negativen Konjunkturlage mit Auswirkungen auf die Ertragslage. Dieses Risiko wird als "hoch" eingestuft.

Die J. Wagner GmbH ist sowohl auf dem Absatzmarkt als auch auf dem Beschaffungsmarkt Risiken aus Währungskursschwankungen ausgesetzt. Die Risiken werden als "hoch" eingestuft. Zur Steuerung des Risikos werden jährlich wiederkehrend Teile der budgetierten Käufe und Verkäufe in Fremdwährung über den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. So wurden für die geplanten Umsätze mit Kunden in UK für das Jahr 2024/25 Kurssicherungen über 7.000 TGBP abgeschlossen (Vj. 8.250 TGBP). Zudem wurden für geplante Einkäufe aus dem asiatischen Raum insgesamt 22.000 TUSD abgesichert (Vj. 22.000 TUSD). Bedingt durch die Kursentwicklungen am Devisenmarkt wiesen die Devisentermingeschäfte am Bilanzstichtag über GBP einen negativen Marktwert auf, während die USD basierten Geschäfte einen positiven Marktwert aufwiesen. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten hatten diese Geschäfte keine Auswirkung auf den Jahresabschluss. Umfassende Informationen zu den Bewertungseinheiten finden sich im Anhang.

Allgemeine Finanzierungsrisiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit einer potenziellen Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern, sodass z.B. Forderungen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit von Kunden ganz oder teilweise uneinbringlich werden können (Adressenausfall- oder Kreditrisiko). Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Die J. Wagner GmbH begegnet den Kreditrisiken mit Bonitätsprüfungen auf Basis standardisierter Scoring- und Ratingverfahren, der Besicherung der Forderungen und einem leistungsfähigen Risikomanagement mit einem starken Augenmerk auf das Monitoring von sowohl internen als auch makroökonomischen Frühwarnindikatoren.

Bei Schlüssellieferanten wurden Analysen durchgeführt, um für den Eventualfall eines Ausfalls dieser Lieferanten, soweit diese sich wesentlich auf die Geschäftslage der J. Wagner GmbH auswirken könnten, möglichst vorbereitet zu sein. Länderausfallrisiken (z. B. China) kann damit jedoch nicht begegnet werden. Allerdings wird deren Wahrscheinlichkeit derzeit als "gering" eingeschätzt.

Wesentliche Erfolgsfaktoren bei der Durchsetzung des gewünschten Preisniveaus für die Produkte der J. Wagner GmbH und folglich für die Erreichung der Unternehmensziele sind das Markenimage, das Design, die Qualität und damit die Kundenakzeptanz der erzeugten Produkte sowie technische Merkmale auf der Basis innovativer Forschung und Entwicklung. Trotz aller Sorgfalt können Fehler in der Entwicklung, Produktion oder Vermarktung von Waren nie vollständig ausgeschlossen werden. Wesentliche Probleme, die nicht durch den bestehenden Versicherungsschutz gedeckt sind, waren zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht bekannt.

Produktseitige Chancen beruhen auf der Markteinführung von Neuprodukten und innovativen Ideen, die Wettbewerbsvorteile bieten. Wie in den letzten Jahren wird die J. Wagner GmbH ihre Innovations-Strategie fortsetzen und sich an den wettbewerbsrelevanten Produkttrends der Zukunft ausrichten. Daher sind die wesentlichen Zielsetzungen für die Produktentwicklungen: Weniger Lösungsmittel- und Materialverbrauch, leichtere Bedienbarkeit der Geräte bei gleichzeitig verbesserten Beschichtungsergebnissen sowie Digitalisierung und zusätzliche Services. Darüber hinaus soll die Komplexität des Produktportfolios weiterhin reduziert werden. Kosteneffizienzpotenziale werden durch eine intelligente Komponentenkonfiguration gehoben. Zudem werden digitale Services wie Ferndiagnosen und Fernwartungen weiter an Bedeutung gewinnen und das Leistungsportfolio der J. Wagner GmbH erweitern. Auch im Geschäftsjahr 2024/25 wird die J. Wagner GmbH wieder aus dieser Ausrichtung neue Produkte zur Marktreife bringen. Hierüber werden die Bestandskunden und potenziellen Neukunden durch geeignete Marktkommunikation informiert. Die damit verbundenen Chancen werden als "hoch" eingestuft.

Risiken aus der Informationstechnologie betreffen insbesondere den Ausfall von IT-Systemen der J. Wagner GmbH und damit einhergehende Ausfallzeiten, Know-how-Verlust, Datenmissbrauch und unberechtigte Datenzugriffe. Das Risiko erheblicher Schäden wird in diesem Zusammenhang als "mittel" bewertet. IT-Risiken begegnet die J. Wagner GmbH mit Investitionen in zeitgemäße Hard- und Software sowie mit einem Informationssicherheitsmanagementsystem, das regelmäßig überprüft wird. Schulungen der Belegschaft vermitteln sowohl ein grundsätzliches Bewusstsein über IT-Risiken als auch konkrete Vorgaben für die praktische Handhabung dieser Risiken. IT-Sicherheitsrichtlinien regeln insbesondere den Umgang mit unternehmenseigener Hard- und Software sowie mit Belangen der Datensicherheit. In Zusammenarbeit mit einem externen IT-Sicherheitsbeauftragten wird das Informationssicherheitsmanagement regelmäßig weiterentwickelt und Tests unterzogen.

Chancen im Bereich der Informationstechnologie ergeben sich aus der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen. Hierzu zählen beispielsweise die Digitalisierung von Arbeitsabläufen entlang der Wertschöpfungsprozesse und eine moderne und effiziente Arbeitsweise durch mobiles Arbeiten, papierloses Büro und damit verbundener jederzeit verfügbarer und schneller Zugang zu Daten und Informationen. Diese Chancen werden durch die J. Wagner GmbH im Rahmen verschiedener Projekte evaluiert und nach Möglichkeit realisiert. Sie werden grundsätzlich als "mittel" eingestuft.

Risiken im Bereich Datenschutz liegen zum einen im Verlust oder im öffentlich werden von vertraulichen internen Informationen und dem damit einhergehenden möglichen Reputationsverlust. Zum anderen drohen bei Verstößen die Verhängung von Bußgeldern und die Geltendmachung von Klagen wegen des öffentlich werden von personenbezogenen oder anderweitig sensiblen Daten Dritter. Das Risiko wird durch die J. Wagner GmbH als "gering" eingestuft. Im Bereich Datenschutz arbeitet die J. Wagner GmbH mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen, lässt sich von ihm im Wege einer kontinuierlichen Optimierung beraten und setzt die abgestimmten Maßnahmen um.

Da eine Quantifizierung der vorgenannten Positionen nur mit vielen Annahmen und Schätzungen möglich ist, konzentriert sich die Geschäftsführung darauf, die Risiken zu beobachten und ihnen so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen entgegenzuwirken. Die Darstellung der Risiken erfolgt insofern unter der Berücksichtigung von Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Netto-Darstellung).

Um internen Risiken entgegenzuwirken, werden die Dienstleistungen einer in der WAGNER-Gruppe eingerichteten Internen Revision in Anspruch genommen.

Wie eingangs erwähnt, befasst sich die Geschäftsführung der J. Wagner GmbH regelmäßig mit den wesentlichen Risiken, von denen die - aus derzeitiger Sicht - wesentlichen vorstehend aufgeführt wurden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass unterjährig neue oder bisher weniger gewichtige Risiken oder auch Chancen an Bedeutung gewinnen.

4. PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Ausführungen betreffen den vorgeschriebenen Mindestprognosezeitraum von einem Jahr ab dem Bilanzstichtag.

Wie bereits im Risikobericht erwähnt, ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin durch erhebliche Unwägbarkeiten und konjunkturelle Belastungen gekennzeichnet, denen sich die J. Wagner GmbH nicht entziehen kann. Es ist davon auszugehen, dass sich Planungsparameter weiterhin erheblich verändern können, mit entsprechenden Effekten auf Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft.

Unter Berücksichtigung der herausfordernden Rahmenbedingungen wurden bei der Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024/25 ein moderates Umsatzwachstum in Höhe von 5% sowie eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses in Höhe von 59% prognostiziert. Einerseits sollen durch Produktneueinführungen und stringente Incentivierungen Margen erhöht und andererseits Kosten im Verhältnis zum Umsatz gesenkt werden. Aufgrund der erwähnten Unsicherheiten weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024/25 von den dargestellten Budgetplanungen erheblich abweichen können. Die J. Wagner GmbH wird die Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate weiterhin stringent überwachen und ihre Planung bedarfsgerecht anpassen.

Für die Bereiche 'Heimwerker' und 'Handwerker' hängt die Geschäftsentwicklung unter anderem davon ab, wie sich die den privaten Haushalten zur Verfügung stehenden Mittel entwickeln und welche Erwartungshaltung die Konsumenten haben. Die Kombination aus gestiegenen Preisen für Waren und Dienstleistungen, dauerhaft höheren Kreditzinsen und einer weiterhin niedrigeren Aktivität bei Neubauten und Renovierungen führt dazu, dass der Konsum zurückgeht oder sich umverteilt. Die J. Wagner GmbH geht daher davon aus, dass sich die hieraus ergebenden negativen Effekte im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen werden. Allerdings besteht gleichzeitig eine realistische Chance für eine wirtschaftliche Erholung und damit eine höhere Konsumnachfrage, insbesondere im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Jedoch ist nicht sicher, welches Ausmaß diese Erholung einnehmen und ob sie von Konstanz sein kann. Die konjunkturelle Lage könnte sich mit Blick auf den Russland-Ukraine-Krieg bei frühzeitiger Beendigung des Konflikts erheblich aufhellen, bei Ausweitung des Konflikts auf weitere Länder könnten sich jedoch auch entgegengesetzt starke negative Effekte ergeben. Die Abverkäufe der J. Wagner GmbH stehen in gewisser Korrelation zu der Konjunktur.

Basierend auf der aktuellen Struktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (gegen Dritte) rechnet die J. Wagner GmbH damit, dass sich diese 2024/25 proportional zu den Umsätzen entwickeln werden.

Der Wert der Lagerbestände soll sich laut Budgetplan im Geschäftsjahr 2024/25 weiter rückläufig entwickeln, wobei die Reduktion nicht die gleiche Höhe wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 erreichen wird. Die bislang implementierten Maßnahmen für ein stringentes Bestandsmanagement, wie z.B. Bestandsüberwachungen, gezielte Abverkäufe bereits älterer Bestände und strategische Bedarfsanalysen, werden beibehalten. Durch die weitere Konsolidierung der Vorräte plant die J. Wagner GmbH eine weitere Reduktion der Lager- und allgemein der Working-Capital-Kosten. Die Bestände für kundenauftragsbezogene Projekte und den damit korrelierenden Anzahlungen werden in dieser Betrachtung ausgeklammert. Diese hängen von der Auftragssituation gegen Geschäftsjahresende ab, wobei die Anzahlungen im Regelfall auf ähnlichem Niveau wie die Bestände liegen.

1 Statistisches Bundesamt, Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe, Deutschland, WZ2008, X13 JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt; 2015 = 100; Abfrage am 24.03.2024.
2 Statistisches Bundesamt, Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe, Deutschland, Insgesamt, X-13-JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt, 2015 = 100; Abfrage am 24.03.2024
3 Statistisches Bundesamt, Umsatz im Einzelhandel, Deutschland, nominal ohne Kfz-Handel, X-13-JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt, 2015 = 100; Abfrage am 24.03.2024
4 Der Rohertrag berechnet sich wie folgt: Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistung - Materialaufwand
5 ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., ifo Geschäftsklimaindex Deutschland // Bericht von März 2024; Abfrage am 24.03.2024.

 

Markdorf, den 28. Juni 2024

J. Wagner GmbH

Michael Müller

Christian Glaser

Roland Frotscher

Bilanz zum 31. Januar 2024

Aktiva

31.01.2024
31.01.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.131.071,85 1.483.875,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.395.464,35 6.156.667,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.142.001,45 1.351.898,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.444.945,16 5.728.677,56
4. Anlagen im Bau 1.649.978,14 459.369,55
14.632.389,10 13.696.613,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.923.099,31 17.923.099,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.700.000,00 4.700.000,00
3. Beteiligungen 0,00 100.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 511,29 511,29
22.623.610,60 22.723.610,60
39.387.071,55 37.904.099,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 49.745,49 39.947,23
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.825.925,30 8.088.934,56
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 29.044.628,19 36.418.142,17
4. Geleistete Anzahlungen 81.448,35 5.878,60
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.406.281,66 -6.078.706,72
30.595.465,67 38.474.195,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.079.832,92 22.172.343,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.105.806,86 10.194.797,75
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 105.707,73 65.319,37
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.618.519,24 2.236.543,15
34.909.866,75 34.669.003,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.127.324,36 9.863.162,49
73.632.656,78 83.006.361,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.680.928,81 1.806.139,26
D. Aktive latente Steuern 6.019.188,84 6.610.190,05
120.719.845,98 129.326.790,70

Passiva

31.01.2024
31.01.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 4.975.000,00 4.975.000,00
III. Gewinnvortrag 30.326.410,34 28.932.378,79
IV. Jahresüberschuss 1.933.714,94 1.394.031,57
37.260.125,28 35.326.410,36
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 38.401.965,00 39.257.193,00
2. Steuerrückstellungen 4.787.990,02 5.019.714,83
3. Sonstige Rückstellungen 13.850.787,96 14.011.766,59
57.040.742,98 58.288.674,42
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.187.579,64 4.519.874,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.192.745,68 6.477.399,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.299.708,07 19.422.698,09
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.611.832,26 4.841.042,69
26.291.865,65 35.261.014,83
D. Passive latente Steuern 127.112,07 450.691,09
120.719.845,98 129.326.790,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

2023/24
2022/23
1. Umsatzerlöse 180.179.148,69 189.364.815,02
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.167.143,42 -2.957.143,58
178.012.005,27 186.407.671,44
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 150.353,31 329.675,31
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.912.316,81 4.967.673,77
181.074.675,39 191.705.020,52
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -84.226.386,77 -86.053.422,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.498.237,96 -1.617.077,06
-85.724.624,73 -87.670.500,05
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -39.696.708,18 -37.976.902,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.527.617,08 -8.219.080,65
-46.224.325,26 -46.195.983,49
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.656.844,02 -3.387.790,41
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.710.972,27 -44.771.407,85
4.757.909,11 9.679.338,72
9. Erträge aus Beteiligungen 1.390.858,64 301.220,71
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 292.844,26 109.540,26
11. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 2.000.000,00
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -3.000.000,00 -7.700.000,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.108.610,01 -897.102,45
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -373.837,24 -2.072.342,24
15. Ergebnis nach Steuern 1.959.164,76 1.420.655,00
16. Sonstige Steuern -25.449,86 -26.623,45
17. Jahresüberschuss 1.933.714,94 1.394.031,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Allgemeine Angaben

Die J. Wagner GmbH, Markdorf, wurde am 9. Juni 2000 gegründet und ist beim Amtsgericht Freiburg i. Br. ins Handelsregister unter der Registernummer HRB 581403 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises die entsprechend einschlägigen Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Finanzergebnis um den Posten "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" entsprechend § 266 Abs. 5 HGB analog ergänzt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, so weit wie möglich, in den Anhang übernommen worden.

Zwischen der Gesellschaft und der Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH, Wuppertal (Walther) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft. Die J. Wagner GmbH ist hierbei Organträgerin. Mit Wirkung ab 1. Februar 2007 wurde mit der Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH zudem ein Steuerumlagevertrag geschlossen.

Zwischen der Gesellschaft und der IONIQ Skincare GmbH & Co. KG (IONIQ) besteht seit dem September 2022 eine umsatzsteuerliche Organschaft. Die J. Wagner GmbH ist hierbei Organträgerin.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind mit Ausnahme der oben dargestellten Sachverhalte im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, jeweils vermindert um kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern bewegen sich dabei zwischen einem Jahr und 48 Jahren. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Zugänge während des Jahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten kleiner als EUR 800 werden sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, jedoch höchstens bis zu den Anschaffungskosten.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die Herstellungskosten enthalten keine Zinsen für Fremdkapital. Soweit Bestandsrisiken vorliegen - z. B. wegen Überalterung und eingeschränkter Verkaufsfähigkeit - sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Die Wertabschläge werden mit Staffelsätzen zwischen 35% und 95% der Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen und jährlich darauf überprüft, inwieweit sie weiterhin zu einer realistischen Bewertung der Bestände beitragen.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde die altersstrukturbezogene Abwertungslogik der Bestände an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Diese Änderung betrifft die Sensibilität der Ausnahmeregel für Reichweitenabwertungen. Diese Regel besagt, dass bei einem bestimmten Einkaufsverhalten oder einer Neuanlage von Artikeln ohne Absatzhistorie der Gesamtbestand eines Artikels nicht abgewertet wird, wenn sich der Gesamtbestand gegenüber dem letzten Bewertungsstichtag (31.01.) durch Zugänge in den letzten sechs Monaten um einen bestimmten Prozentsatz erhöht hat. Angesichts der Marktvolatilität und der Zusammensetzung der Bestände wurde der prozentuale Wert von 10% auf 90% angehoben (Effekt zum Jahresabschlussstichtag 607 TEUR).

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen für bereits in Arbeit befindliche Aufträge werden, soweit zulässig, von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Für eventuell bestehende Risiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Für die Forderungen wird die zukünftige Ausfallwahrscheinlichkeit auf Grundlage von Bonitätsanalysen, Zahlungserfahrungen, makroökonomischen Erwartungen etc. beurteilt. Soweit die Einbringlichkeit einzelner Forderungen gefährdet erscheint, werden Einzelwertberichtungen vorgenommen. Auf die nicht im Rahmen der Einzelbetrachtung wertberichtigten Forderungen werden im Rahmen der Risikovorsorge auf Basis einer Altersstrukturanalyse regelmäßig aktualisierte Abschlagssätze angewendet, die sich mit zunehmender Überfälligkeit erhöhen (0,8% bis 7,8%).

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittelwerden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern

Die latenten Steuern werden in Höhe des voraussichtlichen Steuerunterschieds zwischen Handels- und Steuerbilanz auf Grundlage eines Steuersatzes von 30% bzw. 15,825% (Anteile an Personengesellschaft) ermittelt, sofern sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerwirksam abbauen. Das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird ausgeübt. Außerdem wird das Wahlrecht zum unsaldierten Ansatz der Steuerbe- und Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB ausgeübt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und zum Abschlussstichtag 1,82% (Vj. 1,79%) beträgt. Die erwarteten Gehaltssteigerungen werden wie im Vorjahr mit 2,5% p.a., die erwarteten Rentenanpassungen mit 1,75% p.a. berücksichtigt. Daneben wird eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung von 2,5% p.a. (Vj. 2,5% p.a.) unterstellt. Ferner wurde eine Fluktuationsrate unterstellt, die sich u.a. an dem Lebensalter orientiert.

Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sogenanntes Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Parameter analog den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, jedoch unter Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und zum Abschlussstichtag 1,76% (Vj. 1,46%) beträgt, ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Valutaverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebracht. Kursgewinne und Kursverluste, die bis zum Stichtag durch Realisation oder Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Bei auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip keine Anwendung.

Bewertungseinheiten

Zur Absicherung des Risikos aus Wechselkurseffekten von mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Transaktionen von in Fremdwährung bezogenen Waren sowie erwarteten Umsätzen in Fremdwährung werden Bewertungseinheiten gebildet. Sowohl in der Vorausschau als auch in der Rückschau wurde die Effektivität nachgewiesen. Als Sicherungsinstrument werden Devisentermingeschäfte (Einkauf von USD und Verkauf von GBP) eingesetzt. Die Bilanzierung der wirksamen Teile der Absicherung erfolgt gemäß den Regelungen des § 254 HGB sowie unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 35 nach der Einfrierungsmethode. Für unrealisierte Verluste aus der teilweisen Unwirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zum Abschlussstichtag werden, sofern notwendig, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist in der Bilanz zusammengefasst dargestellt. Eine gesonderte Gliederung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist in Form des Anlagenspiegels Bestandteil des Anhangs.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft ist zum 31. Januar 2024 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital 31.01.2024
TEUR
Jahresergebnis 2023/24
TEUR
Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH, Wuppertal 100 9.071 1.391
Reinhardt Technik GmbH, Kierspe 100 1.297 7
IONIQ Skincare GmbH & Co. KG, Markdorf 100 916 -3.203
Personal Care Verwaltungs GmbH, Markdorf 100 53 1

Das Beteiligungsportfolio der J. Wagner GmbH wird regelmäßig in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile kritisch analysiert. Zur Werthaltigkeitsbeurteilung werden je Gesellschaft mehrjährige Planungsdaten verwendet, um eine Beteiligungsbewertung unter Anwendung eines Discounted-Cash Flow (DCF) Modells durchzuführen.

In dem ausgewiesenen Jahresergebnis der Walther ist die Gewinnabführung in Höhe von 1.391 TEUR (Vj. 301 TEUR) an die J. Wagner GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 11. Januar 2003 noch nicht berücksichtigt.

Für die IONIQ wurden im Laufe des Geschäftsjahres weitere Kapitaleinlagen in Höhe von insgesamt 3.000 TEUR geleistet. Die Gesellschaft produziert und vertreibt Kosmetika und Produkte zur Körperpflege. Die Gesellschaft konnte ihre Planungsziele für das Geschäftsjahr 2023/24 nicht erreichen. Aus der Analyse des 5-Jahresplans im DCF-Modell resultiert im Ergebnis die Notwendigkeit, die Anteile an der IONIQ abzuwerten. Der Wertberichtigungsbedarf wurde in Höhe von 100% des Gesamtwerts der Anteile indiziert. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde daher eine Wertberichtigung der Beteiligung in Höhe von 3.000 TEUR durchgeführt.

Die Personal Care Verwaltungs GmbH nimmt die Aufgabe des Komplementärs bei der IONIQ wahr und wird mit einem Beteiligungswert von 50 TEUR ausgewiesen.

Daneben ist die Gesellschaft zum 31. Januar 2024 an der Weissmaler GmbH i. L., Berlin beteiligt. Die Beteiligung an der Weissmaler GmbH i. L. wurde nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über die Gesellschaft im ersten Quartal 2019 vollständig wertberichtigt. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen 3.065 TEUR (Vj. 3.701 TEUR) und betreffen ausschließlich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sie enthalten unter anderem Umsatzsteuerforderungen gegen die Finanzbehörden in Höhe von 1.325 TEUR (Vj. 1.727 TEUR).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Pensions- und der Jubiläumsrückstellungen sowie aus der Bewertung der Geschäftsanteile an der IONIQ. Sie belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf insgesamt 6.019 TEUR (Vj. 6.610 TEUR), im Saldo veränderten sie sich um 591 TEUR.

Ausschüttungssperre

Der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB unterliegen aktive latente Steuern in Höhe von 5.892 TEUR (Vj. 6.159 TEUR).

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Stichtag 281 TEUR (Vj. 1.693 TEUR). Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt dieser Unterschiedsbetrag einer Ausschüttungssperre, soweit er die Summe aus freien Rücklagen, Gewinn- bzw. Verlustvortrag und Bilanzgewinn übersteigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 38.682 TEUR (Vj. 39.536 TEUR). Deckungsvermögen in Höhe von 280 TEUR (Vj. 279 TEUR) wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf 414 TEUR. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht bei Zusagen, die nur aus der Rückdeckungsversicherung bedient werden, dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Verpflichtungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (7.212 TEUR; Vj. 6.029 TEUR), Rückstellungen für Kundenboni (2.768 TEUR; Vj. 2.957 TEUR), Gewährleistungsrückstellungen (1.745 TEUR; Vj. 2.003 TEUR) und Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (877 TEUR; Vj. 1.367 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 13.300 TEUR (Vj. 19.429 TEUR) resultieren aus Warenlieferungen und Leistungen in Höhe von 3.464 TEUR (Vj. 4.052 TEUR) und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2.836 TEUR (Vj. 3.371 TEUR) für Wareneinkäufe und erhaltene Dienstleistungen. Die Verbindlichkeit in Höhe von 5.000 TEUR aus dem Vorjahr für erhaltene Darlehen gegenüber der Gesellschafterin wurde zurückgezahlt. Eine weitere Verbindlichkeit aus Darlehen besteht gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von 7.000 TEUR (Vj. 7.000 TEUR).

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, der als Anlage diesem Anhang beiliegt.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 127 TEUR (Vj. 451 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden im Ansatz von Forderungen gegen verbundene Unternehmen nach Handels- und Steuerrecht. Im Saldo verringerten sich die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2023/24 um 324 TEUR.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2023/24
TEUR
2022/23
TEUR
Heimwerker 44.169 44.619
Handwerker 32.077 38.230
Industrielle Nass- und Pulverbeschichtung 91.314 93.095
Sonstige Umsatzerlöse 12.620 13.421
180.180 189.365

Aufgegliedert nach Regionen verteilen sich die Umsatzerlöse auf folgende Märkte:

2023/24
TEUR
2022/23
TEUR
Bundesrepublik Deutschland 41.944 47.442
Übrige europäische Staaten 102.767 112.013
Asien, Australien, Ozeanien und Amerika 35.468 29.910
180.179 189.365

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (488 TEUR; Vj. 717 TEUR) sowie Erträge aus Währungsumrechnung (893 TEUR, Vj. 1.396 TEUR).

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Sozialabgaben in Höhe von 6.335 TEUR (Vj. 6.050 TEUR) sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.714 TEUR (Vj. 1.658 TEUR) enthalten. Der Zinsanteil in Zusammenhang mit der Veränderung der Pensionsrückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Vertriebs- und Verwaltungskosten (18.437 TEUR; Vj. 20.405 TEUR), Mietaufwendungen (1.107 TEUR; Vj. 1.102 TEUR) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung (914 TEUR; Vj. 1.758 TEUR).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in Höhe von 3.000 TEUR (Vj. 7.700 TEUR) die Anteile an IONIQ (Anteile an verbundenen Unternehmen).

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen in Höhe von 244 TEUR (Vj. 102 TEUR) auf gewährte Darlehen an verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten die Einbuchung des Zinsanteils der Veränderung der Pensionsrückstellungen (708 TEUR; Vj. 711 TEUR). Die sonstigen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf 31 TEUR (Vj. 24 TEUR).

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 369 TEUR (Vj. 86 TEUR).

Folgende Zinserträge aus Deckungsvermögen wurden mit entsprechenden Zinsaufwendungen verrechnet:

2023/24
TEUR
2022/23
TEUR
Zinserträge aus Deckungsvermögen 6 6
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen -708 -711
-702 -705

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist die Verrechnung der Steuern vom Einkommen und Ertrag im Rahmen des bestehenden Steuerumlagevertrages mit der Walther Spritz- und Lackiersysteme GmbH enthalten. Die daraus resultierende Steuerentlastung beträgt im Geschäftsjahr 263 TEUR (Vj. 524 TEUR). Insgesamt bildet die J. Wagner GmbH als Organträgerin die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Organschaft in ihrer Bilanz ab.

Die Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern beträgt im laufenden Jahr 267 TEUR (Vj. Ertrag in Höhe von 178 TEUR), im Wesentlichen bedingt durch die unterschiedliche Bewertung der Anteile an der IONIQ sowie der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen nach Handels- und Steuerrecht. Der Ertrag der saldierten latenten Steuern von Walther beträgt 257 TEUR (Vj. 245 TEUR).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Reinhardt-Technik GmbH wurde eine bis zum 31. Januar 2026 befristete Unterstützungserklärung in unbeschränkter Höhe abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird auf Basis der Prognosedaten des Managements als niedrig eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Januar 2024 bestehen bei der J. Wagner GmbH folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Fälligkeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen gegenüber Dritten 2.030 4.850 0 6.880
Übrige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten 5.539 412 0 5.951
7.569 5.262 0 12.831

Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative zum Kauf der ihnen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände dar. Vorteile der Miet- und Leasingverträge sind insbesondere die niedrige Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos sowie die Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten neben Verpflichtungen aus Wartungsverträgen (1.893 TEUR) insbesondere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 4.058 TEUR. Diese haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und dienen der Preissicherung und der Gewährleistung der Verfügbarkeit von Waren. Risiken bestehen hinsichtlich der Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren Preissenkung für die betreffenden Waren.

Derivative Finanzinstrumente - Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Die J. Wagner GmbH handelt u.a. mit Waren, bei denen die Einkaufsverträge auf USD lauten. Aus dem Verkauf dieser Waren in Euro resultiert ein Risiko für das Ergebnis, wenn der Einkaufspreis kursbedingt schwankt. Zur Reduktion dieses Wechselkursrisikos nutzt die J. Wagner GmbH Devisentermingeschäfte und sichert sich so bestimmte Kurse für den Einkauf.

Im Umfang ist vorgesehen, nur einen Teil der geplanten Einkäufe abzusichern, damit während des Folgejahres auf geänderte Verhältnisse flexibel eingegangen werden kann. Insgesamt wurde eine Absicherung für 60% (im Vorjahr 60%) des für 2024/25 erwarteten Einkaufsvolumens in USD vorgenommen.

Soweit die Absicherung erfolgt, bilden die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Einkäufe von geschätzt rund 37 Mio. USD und die Absicherungen eine Bewertungseinheit. Demnach werden die Risiken mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsinstrumente abgedeckt (Portfolio-Hedge).

Aus Verkäufen in UK erzielt die J. Wagner GmbH Einnahmen in GBP. Um das Risiko auf den Umsatz aus Kursschwankungen zu reduzieren, wurden ca. 60% der erwarteten Einnahmen durch Devisentermingeschäfte (Verkauf GBP) abgesichert. Dass die Absicherung den Bedarf nicht übersteigt, wird laufend überwacht.

Für die Realisierung der Erträge oder Aufwendungen aus den Bewertungseinheiten wird geprüft, ob und in welchem Umfang die eingekauften Waren zum Bilanzstichtag verkauft wurden. Sowohl in der Vorausschau als auch in der Rückschau wurde die Effektivität der Sicherungsbeziehung nachgewiesen (Short-Cut-Methode).

Der Zeitwert von Währungsinstrumenten wird anhand der zum Bilanzstichtag auf dem Devisenterminmarkt herrschenden Kurse bestimmt. Zum Bilanzstichtag bestanden Sicherungsgeschäfte über ein Volumen von 22 Mio. USD (Kaufseite) und 7 Mio. GBP (Verkaufsseite). Es ergaben sich folgende Wiederbeschaffungswerte der derivativen Finanzinstrumente:

Kontraktwert oder Nominalbetrag Wiederbeschaffungswert
31.01.2024
TEUR
31.01.2023
TEUR
31.01.2024
TEUR
31.01.2023
TEUR
Währungsinstrumente Devisenterminkontrakte GBP 7.966 9.405 8.148 9.510
Devisenterminkontrakte USD 19.803 21.902 20.177 20.091
Summe Währungsinstrumente 27.769 31.307 28.325 29.601

Das heißt, die Devisentermingeschäfte aus USD weisen am Bilanzstichtag eine positive Differenz zwischen Nominal- und Wiederbeschaffungswert in Höhe von 374 TEUR auf, aus GBP besteht eine positive Differenz in Höhe von ca. 182 TEUR.

Die Laufzeit der Währungsinstrumente beträgt bis zu zwölf Monate nach dem Stichtag. Mit einer Realisierung durch entsprechende Verkäufe bzw. Einnahmen in 2024/25 wird gerechnet.

Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sogenannte Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet.

Mitarbeiter

Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Ferienarbeiter) lassen sich auf 496,75 (Vj. 504) Mitarbeiter beziffern. Weiter waren durchschnittlich 2,5 Geschäftsführer und 24,25 Auszubildende beschäftigt. Die Mitarbeiter lassen sich im Geschäftsjahr wie folgt nach Gruppen aufteilen:

Angestellte Leitende Angestellte
Produktion 67,5 0
Vertrieb 283,25 6
Verwaltung 132,25 7,75
Vollzeit 405,25 12,50
Teilzeit 77,75 1,25

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023/24 waren:

Michael Müller, Meersburg Vorsitzender der Geschäftsführung
Christian Glaser, Bad Waldsee Geschäftsführer (seit 1. Juli 2023)
Roland Frotscher, Markdorf Geschäftsführer (seit 1. Juli 2023)
Dr. Bruno Niemeyer, Klosters Geschäftsführer (bis 30. Juni 2023)

Bezüge der Organmitglieder

Die Gesamtbezüge der Organmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 753 TEUR.

Gesamthonorar für die Abschlussprüfung

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 64 TEUR (Vj. 64 TEUR) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Wagner International AG, Altstätten, Schweiz, einbezogen; dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Wagner International AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis.

Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 292 HGB in Anspruch.

Der Konzernabschluss wird entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften IFRS (die vom International Accounting Standards Board 'IASB' herausgegeben werden) erstellt. Dabei werden im Wesentlichen folgende Sachverhalte abweichend vom deutschen Handelsrecht dargestellt:

Pensionsrückstellungen:

Nach HGB werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unter IFRS wird ein aus Kapitalmarktdaten abgeleiteter, stichtagsbezogener Zinssatz verwendet. Wie gemäß HGB wird auch nach IFRS der Zinsanteil zur Pensionsrückstellung im Finanzergebnis ausgewiesen, jedoch auf Grund des anderen Zinssatzes mit einem anderen Betrag.

Außerdem werden nach IFRS versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst.

Bewertungseinheiten:

Während gemäß HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, die unrealisierten Gewinne nicht in der Bilanz zu erfassen, wurde hierfür nach IFRS deren negativer bzw. positiver Wert - in gleicher Höhe wie oben dargestellt - passiviert bzw. aktiviert und der Saldo, nach Abzug der auf die Passivierung bzw. Aktivierung entfallenden latenten Steuer, im Eigenkapital verrechnet.

Umsatzrealisierung:

Gemäß IFRS sind Umsätze aus langfristiger Auftragsfertigung gemäß der Revenue Recognition over Time-Methode auszuweisen. Die Vorschriften des HGB erfordern einen Ansatz gemäß der Completed Contract-Methode.

Leasing:

Leasingnehmer müssen nach IFRS die sich aus Leasingverträgen ergebenden Rechte und Pflichten als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten bilanzieren und über die Zeitdauer der Leasingvereinbarung fortschreiben. Dagegen besteht nach HGB eine solche Bilanzierungsverpflichtung nicht. Die Zahlungen an die Leasinggesellschaften werden hier als Leasingaufwendungen ausgewiesen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ablauf des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die rechtliche Basis bildet das nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Jahresergebnis der J. Wagner GmbH. Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Markdorf, den 28. Juni 2024

J. Wagner GmbH

Michael Müller

Christian Glaser

Roland Frotscher

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.2.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.1.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.998.697,90 1.567.443,57 469.252,31 21.657,50 10.118.546,66
8.998.697,90 1.567.443,57 469.252,31 21.657,50 10.118.546,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.027.149,73 678.482,85 0,00 8.469,37 8.714.101,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.046.456,56 21.937,53 9.307,80 0,00 2.059.086,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.397.890,62 1.846.122,12 1.120.485,88 4.816,34 24.128.343,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 459.369,55 1.225.551,80 0,00 -34.943,21 1.649.978,14
33.930.866,46 3.772.094,30 1.129.793,68 -21.657,50 36.551.509,58
42.929.564,36 5.339.537,87 1.599.045,99 0,00 46.670.056,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.831.697,31 3.000.000,00 0,00 0,00 53.831.697,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.700.000,00 0,00 0,00 0,00 4.700.000,00
3. Beteiligungen 2.300.000,00 0,00 2.300.000,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 650.445,06 0,00 0,00 0,00 650.445,06
56.182.142,37 3.000.000,00 2.300.000,00 0,00 59.182.142,37
99.111.706,73 8.339.537,87 3.899.045,99 0,00 105.852.198,61
Kumulierte Abschreibungen
1.2.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.1.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.514.822,50 941.904,62 469.252,31 7.987.474,81
7.514.822,50 941.904,62 469.252,31 7.987.474,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.870.482,25 448.155,35 0,00 2.318.637,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 694.557,68 228.765,31 6.238,15 917.084,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.669.213,06 2.038.018,74 1.023.833,76 18.683.398,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.234.252,99 2.714.939,40 1.030.071,91 21.919.120,48
27.749.075,49 3.656.844,02 1.499.324,22 29.906.595,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.234.163,60 3.000.000,00 0,00 32.234.163,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.674.434,40 0,00 0,00 3.674.434,40
3. Beteiligungen 2.200.000,00 0,00 100.000,00 2.100.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 649.933,77 0,00 0,00 649.933,77
35.758.531,77 3.000.000,00 100.000,00 38.658.531,77
63.507.607,26 6.656.844,02 1.599.324,22 68.565.127,06
Buchwerte
31.1.2024
EUR
31.1.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.131.071,85 1.483.875,40
2.131.071,85 1.483.875,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.395.464,35 6.156.667,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.142.001,45 1.351.898,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.444.945,16 5.728.677,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.649.978,14 459.369,55
14.632.389,10 13.696.613,47
16.763.460,95 15.180.488,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.597.533,71 21.597.533,71
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.025.565,60 1.025.565,60
3. Beteiligungen 0,00 100.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 511,29 511,29
22.623.610,60 22.723.610,60
39.387.071,55 37.904.099,47

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Januar 2024

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte
31.1.2024 von Beträge
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
davon mehr als 5 Jahre
EUR
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1) 2.187.579,64 2.187.579,64 0,00 0,00 1.622.401,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.192.745,68 8.154.627,68 38.118,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.299.708,07 13.299.708,07 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.611.832,26 2.611.832,26 0,00 0,00 0,00
- davon aus Steuern (1.931.656,41) (1.931.656,41) 0,00 0,00 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00
Gesamtbetrag der
Verbindlichkeiten 26.291.865,65 26.253.747,65 38.118,00 0,00 1.622.401,00
Art der Sicherheiten Vorjahr davon mit einer Restlaufzeit
31.1.2023 von
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
davon mehr als 5 Jahre
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1) Bürgschaften 4.519.874,16 4.519.874,16 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.477.399,89 6.334.270,15 143.129,74 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.422.698,09 19.422.698,09 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 4.841.042,69 4.841.042,69 0,00 0,00
- davon aus Steuern (2.558.221,51) (2.558.221,51) 0,00 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (0,00) 0,00 0,00
Gesamtbetrag der
Verbindlichkeiten 35.261.014,83 35.117.885,09 143.129,74 0,00

1) Die erhaltenen Anzahlungen werden - soweit zuordenbar - von den Vorräten offen abgesetzt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die J. Wagner GmbH, Markdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der J. Wagner GmbH, Markdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der J. Wagner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.4 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.4 "Zielgröße für Frauenanteil" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Könnecke, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Januar 2024 wurde am 28. Juni 2024 festgestellt.

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