Smart Systems Technology GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Korbinian Dominik Burgstaller seit 31.3.2025 | Geschäftsführer |
Dominik Ulrich Märkl seit 20.1.2022 | Geschäftsführer |
Karl Franz Maier seit 28.12.2021 | Prokura |
Thomas Dr. Burgstaller seit 28.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Beutlhauser Holding GmbHPassauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Beutlhauser Holding GmbH, Passau: Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Beutlhauser Holding GmbH, Passau und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Beutlhauser Holding GmbH, Passau für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben, da unberechtigterweise von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB (entsprechende Anwendung gemäß § 314 Abs. 3 HGB) Gebrauch gemacht wurde. Zudem erfolgte entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe b) HBG im Konzernanhang keine Angabe zu den Gesamtbezügen und Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere gesetzliche Vertreter und ihrer Hinterbliebenen. Eine Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB ist diesbezüglich nicht zulässig. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, 30. Juni 2023 CONSILIA
GmbH
Lehmann, Wirtschaftsprüfer Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel(DRS 22)
Konzernkapitalflussrechnung
Zusammensetzung Finanzmittelbestand
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Beutlhauser Holding GmbH mit Sitz in Passau, eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Passau (HRB 4210). II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Firmenwerte werden linear abgeschrieben. Die Laufzeit der Firmenwert-Abschreibung beträgt betreffend den Firmenwert der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Meckenheim fünf bzw. betreffend den Firmenwert der Reidl GmbH & Co. KG, Hutthurm, und der Carl Beutlhauser Fördertechnik GmbH, Schorfheide, (vormals: L. Dietze & Sohn Fördertechnik GmbH) 15 Jahre. Bei der Firma Reidl GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Multi-Channel-Händler mit nahezu paritätischem Online-Offline-Anteil. Die gängige Tendenz am Markt zeigt, dass die Geschäftsmodelle mit signifikantem Onlineanteil am Markt an Bedeutung gewinnen und daher auf lange Sicht die beständigeren Modelle darstellen werden. Bei der Carl Beutlhauser Fördertechnik GmbH handelt sich um einen langjährig am Markt etablierten Händler für Flurförderzeuge des Herstellers Linde Material Handling. Aufgrund der langjährigen Händler-Hersteller-Beziehung und des soliden Kundenstamms gehen wir von einer längeren Laufzeit aus. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Im Geschäftsjahr werden bei einzelnen Gegenständen Bewertungsabschläge unter Berücksichtigung des jeweiligen Grades der Gängigkeit vorgenommen. Bei im Einzelfall nicht mehr verwertbaren Waren erfolgt eine vollständige Wertberichtigung. Darüber hinaus wurden zum Teil pauschale Wertberichtigungen gestaffelt in Abhängigkeit vom Zugangsdatum des Vorratsvermögens vorgenommen. Die Wertberichtigungssätze wurden im Geschäftsjahr den Marktgegebenheiten angepasst. Erhaltene Anzahlungen wurden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf die Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungssätze werden regelmäßig angepasst und überprüft. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich insgesamt ergebender Steuerentlastungen wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i. V.m. § 298 HGB Gebrauch gemacht und es werden aktive latente Steuern ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Barwert angesetzt, der sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) ergibt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten 2018 erstmals die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach Bil-MoG unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,78 %. Für einen Leistungsempfänger bei der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH in Meckenheim wurde zusätzlich ein Rententrend von 2,30 % und ein Gehaltstrend von 2,00 % unterstellt. Weitere Trendannahmen wurden nicht berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen entsprechen den erwarteten Abschlusszahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt worden ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Zum 31.12.2022 bestehen passive latente Steuern, die entsprechend mit aktiven latenten Steuern verrechnet wurden. Die Währungsumrechnung erfolgte nach § 256a HGB. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert. 3. Verrechnung von Vermögen und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen Die Pensionsrückstellungen wurden mit den entsprechenden Ansprüchen aus einer Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert, da es sich bei den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung um Vermögensgegenstände handelt, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die saldierten Beträge stellen sich wie folgt dar:
4. Factoring Im Geschäftsjahr wurde Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Der Gesamtumfang der veräußerten Forderungen umfasste TEUR 13.758, was einen Zufluss von liquiden Mitteln von TEUR 9.896 zur Folge hatte. Es handelt sich dabei überwiegend um echtes, verdecktes Factoring, bei dem der Factoringpartner die wesentlichen Ausfallrisiken übernimmt. Zweck und Vorteil des Factorings sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. III. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind folgende Unternehmen in vollem Umfang einbezogen worden:
Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. In den Konzernabschluss wurden alle Tochterunternehmen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gemäß § 294 HGB einbezogen. Die in den Konzernabschluss einbezogene Carl Beutlhauser Kommunaltechnik GmbH, Passau, ist persönlich haftende Gesellschafterin der ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogenen Carl Beutlhauser Kommunaltechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Kulmbach. Die in den Konzernabschluss einbezogene Carl Beutlhauser Verwaltungs GmbH, Hagelstadt, ist persönlich haftende Gesellschafterin der ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogenen Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Hagelstadt. Die in den Konzernabschluss einbezogene Reidl Verwaltungs-GmbH, Hutthurm, ist persönlich haftende Gesellschafterin der ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogenen Reidl GmbH & Co. KG mit Sitz in Hutthurm. IV. Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. Eine Anpassung an die nach BilMoG alleine noch zulässige Neubewertungsmethode erfolgte in Anwendung des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nicht. Die Wertansätze der Anteile wurden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften verrechnet. Lediglich die Erstkonsolidierung der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Meckenheim (vormals: Beutlhauser-Frank GmbH, Meckenheim - Erwerb der Anteile in 2015), der Reidl GmbH & Co, KG, Hutthurm und der Reidl Verwaltungs-GmbH, Hutthurm, (Erwerb der Anteile in 2018), sowie die Carl Beutlhauser Fördertechnik GmbH (vormals: L. Dietze & Sohn Fördertechnik GmbH - Erwerb der Anteile in 2021) wurden gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Aktive Unterschiedsbeträge wurden als Zugang bei Sachanlagevermögen und als Firmenwerte aktiviert. Die Firmenwerte werden linear abgeschrieben. Die Laufzeit der Firmenwert-Abschreibung beträgt betreffend den Firmenwert der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Meckenheim, fünf bzw. betreffend den Firmenwert der Reidl GmbH & Co. KG, Hutthurm, und Carl Beutlhauser Fördertechnik GmbH (vormals: L. Dietze & Sohn Fördertechnik GmbH) 15 Jahre. Die Abschreibungen auf die Firmenwerte wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Negative Unterschiedsbeträge werden auf der Passivseite als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung unter dem Posten "B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung", gesondert ausgewiesen. 2. Anteile anderer Gesellschafter Diese unmittelbaren Fremdanteile werden in der Bilanz im Eigenkapital als "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. 3. Schuldenkonsolidierung Gemäß § 303 HGB wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Gemäß § 305 HGB wurden Aufwendungen und Erträge, die zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entstanden sind, gegeneinander aufgerechnet. 5. Eliminierung von Zwischenergebnissen Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Posten Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten waren, wurden sie im Rahmen der Zwischengewinneliminierung erfolgswirksam eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. 6. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung des Jahresabschlusses der polnischen BKM Serwis Sp.z o.o. erfolgt gemäß § 308a HGB dadurch, dass die Vermögensgegenstände und Schulden zu Stichtagskursen umgerechnet werden. Die Umrechnung der Ertrags- und Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zu Durchschnittskursen. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" abgebildet. Entwicklung des Anlagevermögens
V. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage 5 / 7 vorstehend wiedergegeben. Die Programmierung zweier selbst geschaffener Softwareanwendungen wurde in 2018 als immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens unter dem Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" aktiviert. Die Softwareanwendungen betreffen einen Onlineshop sowie ein Intranet. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrifft Personalaufwendungen und beträgt TEUR 255, wobei es sich hierbei ausschließlich um direkt zuordenbare Entwicklungskosten handelt. Diese wurden entsprechend als Zugänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert; ein Einbezug der Wahlbestandteile im Sinne des § 288 Abs. 2 S. 3 HGB bzw. von Fremdkapitalzinsen im Sinne des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB erfolgte insoweit nicht. Die Software betreffend den Onlineshop erfolgt planmäßig linear über fünf Jahre. Die Intranet-Software wird planmäßig linear über drei Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert ausschließlich aus aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung. Betreffend die Abschreibungsverfahren und die Nutzungsdauern wird auf die Ausführungen zur Kapitalkonsolidierung innerhalb der Konsolidierungsmethoden verwiesen. Im Übrigen ergeben sich abschreibungsbedingte Veränderungen der Bilanzposition. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. 3. Latente Steuern Die folgende Aufstellung zeigt, auf welchen steuerlichen Verlustvorträgen sowie auf welchen Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz die ausgewiesenen latenten Steuern vor Saldierung beruhen:
In der Tabelle ist gekennzeichnet, inwieweit es sich um Differenzen handelt, die zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen. Die Differenz betreffend die Pensionsrückstellungen ergibt sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- bzw. Steuerbilanz auf Ebene der Einzelabschlüsse. Die Differenz hinsichtlich des Sonderpostens mit Rücklageanteil resultiert aus konsolidierungsbedingten Maßnahmen. Die steuerlichen Verlustvorträge betreffen ein einbezogenes Tochterunternehmen; aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung des Tochterunternehmens wird eine vollumfängliche Verlustverrechnung innerhalb der auf den Abschlussstichtag folgenden fünf Geschäftsjahre erwartet. Der Bewertung der latenten Steuern wurde je nach Gesellschaft ein Steuersatz zwischen 15% und 30% zugrunde gelegt. Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 76 wurden mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.159 saldiert. 4. Eigenkapital Das Stammkapital der Muttergesellschaft beträgt EUR 1.036.400,00. 5. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 192 betrifft die Kapitalkonsolidierung der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Dresden, sowie die Carl Beutlhauser Hebe- und Fördertechnik GmbH, Dresden. Der Unterschiedsbetrag wird nicht aufgelöst. 6. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz ermittelt, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Hierbei wurde entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn bzw. sieben Jahren ergibt, ergibt sich der folgende Unterschiedsbetrag:
Der sich ergebende Entlastungsbetrag in Höhe von TEUR 430 unterliegt der Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen bestehen für erwartete Körperschaftsteuer-, Solidaritätszuschlag- sowie Gewerbesteuernachzahlungen für die Veranlagungsjahre 2020 bis 2022. Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 4.821 enthalten im Wesentlichen kurzfristige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.283 für Tantiemen und Prämien, TEUR 387 für Provisionen sowie TEUR 892 für Überstunden und Urlaub. 7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung von Immobilien und Beteiligungen in Höhe von TEUR 24.998 sind durch Grundschulden besichert (Besicherungen über fünf Jahre betragen TEUR 10.612). Darlehen zur Finanzierung von Mietpark-, Vorführ- oder Lagergeräten durch Sicherungsübereignungen (TEUR 99.034) besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend durch Eigentumsvorbehalt besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.354 (Vj.TEUR 5.110). 8. Derivate/Angaben gemäß § 314 Nr. 15 HGB Im Geschäftsjahr wurden drei Derivate jeweils zur Absicherung eines variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehens verwendet. Es bestehen drei Zinsswaps: Zinsswap I: Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko zugrunde (Mikro-Hedge). Das gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 880. Der Zeitraum der Risikoabsicherung umfasst den 03.06.2013 bis 31.12.2028. Aufgrund der Betragsidentität und der übereinstimmenden Laufzeiten, Zinssätze, Zinsanpassungs-, Zins- und Tilgungstermine (Critical Term Match) gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Die Höhe der abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 16 (negativer Marktwert des Zinsswaps). Zinsswap II: Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko zugrunde (Mikro-Hedge). Das gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 315. Der Zeitraum der Risikoabsicherung umfasst den 01.10.2014 bis 30.09.2029. Aufgrund der Betragsidentität und der übereinstimmenden Laufzeiten, Zinssätze, Zinsanpassungs-, Zins- und Tilgungstermine (Critical Term Match) gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Die Höhe der abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 11 (negativer Marktwert des Zinsswaps). Zinsswap III: Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko zugrunde (Mikro-Hedge). Das gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 945. Der Zeitraum der Risikoabsicherung umfasst den 30.06.2018 bis 30.03.2033. Aufgrund der Betragsidentität und der übereinstimmenden Laufzeiten, Zinssätzen und Zinsanpassungs-, Zins- und Tilgungstermine (Critical Term Match) gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Die Höhe der abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 85 (positiver Marktwert des Zinsswaps). Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung von Sicherungsbeziehungen nach § 254 HGB werden jeweils unter Anwendung der sog. Einfrierungsmethode angewandt. 9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Die Gesellschaften der Beutlhauser-Gruppe haben Sale-and-Lease-Back-Transaktionen in Höhe von TEUR 71.973 (Vj.TEUR 51.144) getätigt. Die Transaktionen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Diese sind auch wesentliche Vorteile des Geschäfts. Risiken bestehen darin, dass laufende Zahlungen von Leasingraten zu leisten sind und die Gesellschaft nicht mehr Eigentümerin der verkauften Gegenstände ist und an zukünftigen Wertsteigerungen nicht teilhaben kann. Zusätzlich zu den Leasingverpflichtungen aus den Sale-and-Lease-Back-Transaktionen bestehen klassische Leasingverträge für Kfz. Die Transaktionen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind wesentliche Vorteile dieser Finanzierung. Wesentlichen Risiken bestehen darin, die laufenden Zahlungen der fixierten Leasingraten über die jeweilige Leasingdauer leisten zu müssen. Insgesamt resultieren dabei Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 197.478. TEUR 53.199 werden innerhalb eines Jahres fällig, in den vier darauffolgenden Jahren TEUR 129.002. 10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.983, davon werden TEUR 1.100 innerhalb eines Jahres fällig, in den darauffolgenden vier Jahren TEUR 3.534. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Umsatzerlöse nach geografischen Märkten:
In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit Sale-and-Lease-Back-Transaktionen in Höhe von TEUR 71.973 (Vj. TEUR 51.144) enthalten. 2. Andere aktivierte Eigenleistungen Der Ausweis betrifft eigene Personalkosten im Rahmen der Implementierung von Software und einem Online-Shop in Höhe von TEUR 786. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten TEUR 1.239 periodenfremde Erträge. Diese betreffen im Wesentlichen Buchgewinne, Herabsetzung von Wertberichtigungen und Auflösung von Rückstellungen. 4. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, die aus Bestandsveränderungen und dem Verkauf von Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit Sale-and-Lease-Back-Transaktionen resultieren, entsprechen im Wesentlichen den o. a. Sale-and-Lease-Back-Umsatzerlösen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten TEUR 715 periodenfremde Aufwendungen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungs- und Buchverluste. Der im sonstigen betrieblichen Aufwand enthaltene Aufwand aus Fremdwährungsumrechnung beläuft sich auf TEUR 14. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält im Berichtsjahr einen Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 186. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Überleitung von den erwarteten, rechnerischen Ertragsteuern bei einem einheitlichen Konzernsteuersatz von 30% zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt darstellen:
VII. Sonstige Angaben 1. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten abzgl. KK-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2. 2. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.437 (Vj.1,426) Arbeitnehmer, davon waren 511 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj.488), 812 Angestellte (Vj.827) und 114 Auszubildende (Vj.111). 3. Geschäftsführer Geschäftsführer der Konzernmuttergesellschaft sind:
Bezüglich der Angaben nach § 314 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB (entsprechende Anwendung gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 HGB) Gebrauch gemacht. 4. Honorar für Abschlussprüfung
5. Befreiung der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung Folgende Unternehmen sind gem. § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses befreit:
Folgende Unternehmen sind gem. § 264b HGB von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses befreit:
Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. 6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. 7. Ergebnisverwendungsvorschlag Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ergibt sich im Einzelabschluss der Beutlhauser Holding GmbH ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 257.366,23. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Passau, 27. Juni 2023 Matthias Burgstaller, Geschäftsführer Oliver Sowa, Geschäftsführer Dr. Thomas Burgstaller, Geschäftsführer Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Beutlhauser Holding GmbHDer folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der Beutlhauser Holding GmbH, Passau. Er stellt den Geschäftsverlauf des Beutlhauser Holding Konzerns inklusive der namensgleichen Beutlhauser Holding GmbH (Einzelgesellschaft) mit den Geschäftsergebnissen für das Geschäftsjahr 2022 vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie die Lage des Konzerns inklusive der Einzelgesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 dar. Alle Aussagen betreffen den Beutlhauser Holding Konzern (im Folgenden auch: Beutlhauser-Gruppe) beziehungsweise die Beutlhauser Holding GmbH als Ganzes. Sollte im Verlauf des Berichts die Einzelgesellschaft gemeint sein oder für die Einzelgesellschaft Abweichendes zutreffen, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt oder weiter erläutert. 1. Wirtschaftliche Grundlagen Die Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH wurde im September 2021 in die BeutIhauser Holding GmbH umfirmiert, fungiert seitdem als Dachgesellschaft für alle operativen Beutlhauser Gesellschaften und vereint vor allem die Konzerngeschäftsführung sowie die Zentralfunktionen am Firmensitz in Passau. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Holding beschränken sich weitestgehend auf die konzerninterne Verrechnung der von ihr innerhalb der Gruppe erbrachten Dienstleistungen. Die Beutlhauser-Gruppe wurde 1860 gegründet und hat sich in Ihrer über 160-jähri- gen Unternehmensgeschichte durch stetiges organisches und anorganisches Wachstum sowie dem kontinuierlichen Ausbau des Produkt- und Leistungsspektrums von einem lokalen Porzellan- und Eisenwarenhandelsgeschäft zu einem der führenden Unternehmen für den Verkauf, die Vermietung und den Service von hochwertigen Investitionsgütern sowie zu einem System- und Lösungsanbieter entwickelt. Der Geschäftszweck der Beutlhauser Holding GmbH umfasst sowohl die Beteiligung an Gesellschaften sowie die Erbringung von zentralen Dienstleistungsfunktionen für die operativen "Beutlhauser-Gesellschaften". Am 31.12.2022 bestand der Konzern aus 14 Gesellschaften. Die Tochtergesellschaften sind in den Bereichen Verkauf, Vermietung sowie Service von Baumaschinen, Baugeräten, Industriemaschinen, Flurförderzeugen, Kommunalfahrzeugen und im stationären und digitalen Produktionsverbindungshandel sowie im Segment Innovation und Digitalisierung tätig. Dabei werden unter anderem folgende namhafte Hersteller wie zum Beispiel Liebherr Erdbewegungsgeräte und Hochbaukrane, Kubota und Wacker Neuson Kompaktgeräte, Linde Material Handling Flurförderzeuge sowie Unimogs der Daimler Truck AG vertreten. Für die Holding resultiert das wesentliche Ergebnispotential aus den Ergebnissen der Tochtergesellschaften. Folglich gelten die Angaben des Konzerns zur Entwicklung der Märkte, des wirtschaftlichen Umfelds und der Chancen und Risken auch für die Holding. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres erholt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich laut Informationen des Statistischen Bundesamt um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den dadurch ausgelösten extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Lebensmittel und Baumaterial sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz der nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP im Jahr 2022 um 0,7 % höher, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. 2.2. Entwicklung der Branchen Unsere Unternehmensgruppe ist breit aufgestellt, in einem diversifizierten Spektrum von Branchen sowie Zielgruppen tätig und konnte auch im Geschäftsjahr 2022 durch die verschiedenen Geschäftssegmente den unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie sowie den Folgen des Ukraine-Kriegs sehr erfolgreich begegnen. 2.2.1 Geschäftsbereich Baumaschinen / Baugeräte Die deutsche Bauwirtschaft war im Jahr 2022 von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Während sich im ersten Quartal 2022 die Konjunkturindikatoren am Bau noch positiv entwickelten, kam es ab April 2022 zu einem deutlichen Umschwung. Die Folgen des Ukraine-Kriegs mit u.a. rasant steigenden Preisen für ohnehin schon hohe Baumaterialkosten, die anziehende Inflation, die sich stark erhöhenden Zinsen sowie die nach wie vor gestörten internationalen Lieferketten wirkten sich im Berichtszeitraum zunehmend belastend auf die deutsche Baukonjunktur aus. Der Jahresumsatz 2022 im Bauhauptgewerbe lag zwar nominal um ca. 9,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, sank aber preisbereinigt um 5,8 Prozent, Neben der zum Teil vorherrschenden Materialknappheit infolge der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wirkten sich auch die im ersten Halbjahr vorhandenen Lieferkettenprobleme sowie auch die stark gestiegenen Energiepreise inflationär auf die Preise für Baumaterialien aus. Trotz Entspannung bei den Lieferketten und den Herstellungspreisen für einen Großteil der Baumaterialien im zweiten Halbjahr lagen die Erzeugerpreise bei vielen Baumaterialien laut Presseinformation des HDB vom 22.12.2022 zum Jahresende über dem Vorjahresniveau. Besonders preistreibend wirkten sich vor allem die gestiegenen Energiepreise aus. So verteuerten sich besonders Baustoffe wie zum Beispiel Stabstahl um 40,4 Prozent, Betonstahlmatten um 38,1 Prozent sowie Stahlrohre um 32,2 Prozent (Statistisches Bundesamt Destatis 2023). Deutliche Preissteigerungen gab es auch bei Baumaterialien auf Erdölbasis: Bitumen verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 38,5 Prozent gegenüber 2021. Asphaltmischgut, ebenfalls mit Bitumenbestandteil, verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2022 um gut ein Viertel (25,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklungen wirkten sich negativ auf alle drei Bereiche der Bauwirtschaft - Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau - aus. Der Wohnungsbau wurde 2022 mit einem Rückgang von real ca. 4 Prozent erfasst, überwiegend zurückzuführen auf den Preisanstieg bei den Baumaterialien. Waren die historisch niedrigen Zinssätze für Hypothekenkredite in den vergangenen Jahren ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung des Wohnungsneubaus, so hat sich dieser im Laufe des Jahres 2022 durch die Zinswende gedreht, wodurch sich Baufinanzierungen massiv verteuert haben. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neu- und Umbau sank nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 6,9 Prozent auf 354.000 Vorhaben. Das war der niedrigste Stand seit 2018 mit damals 348.000 Bewilligungen. Der Wirtschaftsbau verzeichnete 2022 preisbereinigt einen Umsatzrückgang von rund 5 Prozent. Die Baugenehmigungen für Neubauten verzeichneten auch hier im Jahr eine rückläufige Entwicklung. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise für Gas und Erdöl wurde in diesem Bereich verstärkt in energiefreundliche Energieträger als in Neubauten investiert (siehe Pressemitteilung HDB vom 22.12.2022). Auch der öffentliche Bau verzeichnete infolge der in 2022 gestiegenen Baupreise einen Umsatzrückgang von ca. 7 Prozent. Geplante Investitionsvorhaben standen deutlich gestiegene Baupreise gegenüber, was dazu geführt hat, dass viele Projekte nicht umgesetzt wurden (siehe Pressemitteilung HDB vom 22.12.2022). Die Investitionen des Bundes, wie zum Beispiel in die Infrastruktur, haben die gesetzten Zielvorgaben nicht erreicht (ZDB, Pressemitteilung vom 06.12.2022). Umsatzentwicklung 2022 / Umsatzprognose 2023 im Deutschen Baumaschinen- und Gerätehandel in % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Konjunkturumfrage bbi e.V.) Nach dem leichten Rückgang der Umsätze ist die Branche im Jahr 2021 (minus 0,5 %) mit einem Plus von 9,5 % auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die bei der Untersuchung des Bundesverbands der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e.V. (bbi) zu Beginn des Jahres 2023 meldenden Unternehmen verzeichneten für 2022 ein durchschnittliches Wachstum von nominal 7 %. Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2020 einen Branchenumsatz von etwa 10,7 Mrd. EUR aus. Dementsprechend dürfte dieser Branchenumsatz 2022 auf ca. 12,57 Mrd. EUR geklettert sein. Der Umsatz aus der Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten erhöhte sich um 8 % auf mittlerweile ca. 5,80 Mrd. Euro.
2.2.2 Geschäftsbereich Flurförderzeuge Der deutsche Flurförderzeugmarkt war im Jahr 2022 durch einen deutlichen Rückgang der Stückzahlen von 9,9 % gekennzeichnet. Den höchsten Einbruch verzeichnete hierbei das Segment der Stapler mit Verbrennungsmotor (V-Stapler) mit einem Rückgang in Höhe von 2.642 Stück bzw. minus 21 %. Während sich die Auftragseingänge für Elektro-Stapler im Berichtsjahr um 6,5 % verringerten, hatte der Bereich der Lagertechnikgeräte mit einem Minus von 9,3 % noch höhere Einbrüche zu verzeichnen. Umsatzentwicklung 2022 / Umsatzprognose 2023 im Deutschen Flurförderzeughandel in % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Konjunkturumfrage bbi e.V.) Nach der Umsatzstagnation im Jahr 2019 verzeichneten die Händler und Vermieter von Flurförderzeugen 2020 einen deutlichen Umsatzrückgang von durchschnittlich 12,5 %. Im Jahr 2021 kehrte die Branche mit einem Plus von nominal 10 % auf einen kräftigen Wachstumspfad zurück. Die bei der bbi-Untersuchung zu Beginn des Jahres 2023 meldenden Unternehmen verzeichneten für das Jahr 2022 ein durchschnittliches Wachstum von nominal 8 %. Der Branchenumsatz dürfte in 2022 somit auf ca. 3,86 Mrd. Euro gestiegen sein. Der Verkauf von Neumaschinen war im Durchschnitt bei den meldenden Unternehmen um 6 % rückläufig. Im Technischen Service stiegen die Umsätze bei 90 % der teilnehmenden Branchenunternehmen an. Im Durchschnitt erhöhte sich hier der Umsatz um 7,5 %. Deutliche Zuwachsraten wurden im Bereich der Vermietung (Short Term Rental) mit einem Plus von 11,0 % erzielt.
2.2.3 Geschäftsbereich Kommunaltechnik Der relevante deutsche Unimog Markt hat im Jahr 2022 um 8 % auf 2.542 Einheiten nachgegeben, hauptursächlich durch einen rückläufigen Markt im Segment Dienstleister/ Lohnunternehmer. Der Unimog Marktanteil hat sich erfreulicherweise in diesem Umfeld um 3,7 Prozentpunkte auf 19,8 Prozent erhöht. (Quelle: Daimler Truck AG). 2.2.4 Geschäftsbereich E-Commerce / Technischer Handel Nach einer Mitteilung von Statista vom 05.05,2023 erzielte der Onlinehandel in Deutschland im Jahr 2022 einen Umsatz mit Waren in Höhe von rund 90,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse somit um knapp neun Prozent gesunken. Das Wachstum war aber in den letzten Jahren enorm - im Jahr 2010 lag der E-Commerce-Umsatz mit Waren in Deutschland noch bei rund 18,3 Milliarden Euro. 3. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft 3.1. Umsatzentwicklung Das Geschäftsjahr 2022 war von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den dadurch ausgelösten extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Energie und Baumaterial sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Die Rahmenbedingungen waren daher für unsere Unternehmensgruppe wiederum mehr als herausfordernd. Die bis weit in das dritte Quartal 2022 andauernde wirtschaftliche Dynamik im Baumaschinen-/ Baugerätegeschäft, der sich ab dem zweiten Quartal langsam erholende Markt für Flurförderzeuge sowie das starke Kommunalgeschäft und die weiter steigenden Umsätze in den Bereich Digitalisierung/ Innovation/ E-Commerce haben dazu geführt, dass wir unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen konnten. Dabei waren wir in der Lage, die Chancen konsequent und nachhaltig zu nutzen, die uns die konjunkturellen Rahmenbedingungen geboten haben. Der Gruppenumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 12 Prozent bzw. 59 Mio. auf € 546 Mio. €, was die im Lagebericht des Vorjahres beschriebenen Prognose für 2021 leicht überschritten hat. 3.2. Investitionen Auch im Geschäftsjahr 2022 hat die Beutlhauser-Gruppe das seit Jahren hohe Niveau an Investitionen fortgesetzt. In erster Linie handelte es sich hierbei um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen - vor allem in den Mietpark - aber auch in technische Anlagen und Maschinen, Bausubstanz sowie IT-/ Betriebs- und Geschäftsausstattung. 3.3. Personal Die Zahl der Mitarbeiter in der Beutlhauser-Gruppe ist trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im Jahr 2022 weiter gestiegen. Die Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.437 Arbeitnehmer (Vorjahr 1.426), davon waren 511 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 488), 812 Angestellte (Vorjahr 827) und 114 Auszubildende (Vorjahr 111). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr somit um 11 Beschäftigte erhöht. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1. Vermögenslage 4.1.1. Vermögenslage des Konzerns Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Beutlhauser-Gruppe zeigt wiederum auch im Geschäftsjahr 2022 eine solide Struktur der Konzernfinanzierung. Die Bilanzsumme erhöhte sich - aufgrund des infolge der Lieferkettenproblematik sowie der sich zum Teil verschärfenden Materialknappheit durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs stark angestiegenen Vorratsvermögens - deutlich. Um für unsere Kunden auf hohem Niveau lieferfähig zu bleiben, wurde bereits gegen Ende des Jahres 2021 und auch in den ersten Monaten des Jahres 2022 entschieden, die Lagervorräte im Baumaschinen- und Baugerätebereich massiv zu erhöhen. Das Eigenkapital stieg von 68.341 TEUR im Vorjahr auf 68.924 TEUR im Berichtsjahr. 4.1.2. Vermögenslage der Holding Auch die Vermögens- und Kapitalstruktur der Holding zeigt im Geschäftsjahr 2022 eine solide Struktur der Unternehmensfinanzierung. Die Bilanzsumme hat sich durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 8.275 TEUR auf 103.646 TEUR erhöht. Das Eigenkapital reduzierte sich von 30.685 TEUR im Vorjahr auf 28.942 TEUR im Berichtsjahr. 4.2. Finanzlage Ziel des Finanzmanagements bei Beutlhauser ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang bereitzustellen. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement zur taggleichen Bereitstellung von ausreichend Liquidität für alle Geschäftsbereiche und Gesellschaften. Hierbei ist die Finanzmittelbeschaffung zentral organisiert und fungiert als Dienstleister für alle operativen Gesellschaften - mit Ausnahme der polnischen Tochtergesellschaft BKM. Ein Schwerpunkt der generellen Finanzierungsstrategie ist die Beachtung der Fristenkongruenz. So werden kurzfristige Kreditmittel für die Finanzierung des Working Capital verwendet, während Investitionen in Sachanlagen sowie technische Anlagen und Maschinen über langfristige Kredite sowie über Leasing finanziert werden. Das Management des Working Capital bildet bei Beutlhauser einen wesentlichen Schwerpunkt in der Finanzsteuerung und zielt darauf ab, das im Umlaufvermögen gebundene Kapital zielorientiert und nachhaltig zu optimieren, um dadurch die Freisetzung von Liquidität weiter voranzutreiben - ohne dabei die Profitabilität zu beeinträchtigen. Aufgrund der seit dem dritten Quartal 2021 spürbaren Verknappung von Material wie Baugeräten, Werkzeugen und C-Artikel wurden die LagervVorräte im Baumaschinenneu- sowie Baugerätebereich deutlich erhöht, um die Lieferfähigkeit für unseren Kunden im Jahr 2022 auf hohem Niveau halten zu können. Die Liquiditätslage war im Berichtszeitraum als gut zu bezeichnen. Zu jedem Zeitpunkt waren Finanzierungslinien in ausreichender Höhe zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs vorhanden. Die Beutlhauser-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Cash-Flow der Beutlhauser-Gruppe nach DVFA / SG II bei 29.563 TEUR und somit um 1.685 TEUR über dem Vorjahr (27.879 TEUR). Der Cash-Flow nach DVFA / SG II der Holding lag bei 3.362 TEUR und somit um 268 TEUR unter dem Vorjahr (3.630 TEUR). 4.3. Ertragslage 4.3.1. Ertragslage des Konzerns Der Umsatz der Beutlhauser-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 12,1 Prozent bzw. 59.004 TEUR auf 545.619 TEUR erhöht. Das EBITDA ist hierbei leicht um 919 TEUR bzw. 2,9 Prozent auf 30.956 TEUR gefallen. Der relative Rohgewinn, gemessen an der Gesamtleistung, ist gegenüber dem Niveau von 2021 gestiegen und lag bei 25,2 Prozent (Vj. 24,2 Prozent). Das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 4.286 TEUR abgeschlossen werden (Vj. 6.832 TEUR). 4.3.2. Ertragslage der Holding Der Umsatz der Holding hat sich im Geschäftsjahr 2022 von 13.543 TEUR auf 17.633 TEUR erhöht. Die Umsatzerlöse entsprechen im Wesentlichen der Konzernumlage an die operativen Tochtergesellschaften. Das EBITDA ist durch die deutlich reduzierten Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen um 3.156 TEUR auf 3.704 TEUR gesunken. Das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 572 TEUR abgeschlossen werden (Vj.4.134 TEUR). Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2022 unter Berücksichtigung der vorherrschenden, sehr schwierigengesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Erwartungen entsprechend. 5. Risikobericht 5.1. Risikomanagement Das Management von Chancen und Risiken ist eine kontinuierliche Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg der Unternehmen der Beutlhauser-Gruppe sicherzustellen. Um langfristig am Markt bestehen zu können, müssen Unternehmen schnell agieren und noch schneller reagieren, vor allem wenn sich die Rahmenbedingungen und die verschiedenen Märkte permanent und dynamisch verändern. Durch die dezentrale, regionale sowie flache Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts können bei Beutlhauser frühzeitig Chancen und Risikopotentiale sowie Trends und Anforderungen der spezifischen regionalen Märkte analysiert sowie flexibel und kundenorientiert agiert werden. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Beutlhauser nutzt daher aktiv die sich im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und in Verbindung mit der mittelfristigen Unternehmensstrategie ergebenden Chancen. Das Risikomanagement ist einer der wesentlichen Bestandteile unserer Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Berichterstattung und Beeinflussung von Risiken dient dazu das Risikopotential einzugrenzen bzw. zu vermindern und gegenzusteuern. Bei der Überwachung und Kontrolle der Risiken des laufenden Geschäftsjahres ist das konzernweite Planungs- und Berichtswesen ein wichtiges Element, das dafür sorgt, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf in den einzelnen Bereichen nach einheitlichen Standards abgebildet und zeitnah an die Geschäftsleitung sowie die verantwortlichen Regionalleiter, Abteilungsleiter sowie Team- und Gruppenleiter berichtet wird. In der monatlichen internen Berichterstattung wird neben der Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch detailliert über die Entwicklung der Vorräte, Finanzverschuldung, Cash-Flow-Entwicklung, Liquiditätsstatus und Liquiditäts-Forecast, Investitionen und Working Capital-Entwicklung sowie über die Forderungsstruktur berichtet. Umfassende und detaillierte Planungs- sowie Benchmark-Daten dienen als zusätzlicher Vergleichsmaßstab für die ausgewerteten Ist-Daten, so dass Risiken, die sich aus Veränderungen des Geschäfts, seiner Struktur und seines Umfeldes ergeben, frühzeitig erkannt werden können. Die erhobenen Daten gehen in die Managementberichte des Controllings ein, die der Konzerngeschäftsleitung monatlich detailliert zur Verfügung gestellt und erläutert werden. Dadurch verfügt die Geschäftsleitung über die erforderliche, zeitnahe Transparenz, um zeitnah und effektiv zu handeln. 5.2. Gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken und Risiken für die Unternehmen im Konzern Durch das breite Spektrum an Branchen und Zielgruppen, in denen die Beutlhauser-Unternehmensgruppe engagiert ist, sowie auch aufgrund des breiten Leistungsspektrums, ergibt sich eine Streuung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenbezogenen Risiken. Besonders das seit mehreren Jahren zunehmend diversifizierte und wachsende Mietgeschäft sowie der kontinuierlich und deutlich gestiegene Full-Service-Anteil und das stetig wachsende Long-Term-Rental-Geschäft helfen negative Einflussfaktoren durch wirtschaftliche Krisen zu verringern. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren unser Dienstleistungsspektrum kontinuierlich ausgeweitet - wir bieten hierbei mittlerweile Prozess- und Lösungsberatung im Projektgeschäft an und setzen komplexe Intralogistikprojekte um. Dabei können wir auf ein großes Spektrum an Zielgruppen und -künden als Potentialbasis zugreifen und erweitern unser Portfolio kontinuierlich um weitere smarte digitale Produkte, Lösungen und Dienstleistungen aus unseren Bereichen Smart Systems sowie One Stop Pro. Darüber hinaus arbeiten wir konsequent und zielgerichtet an der Umsetzung unserer Multi-Channel-Strategie und werden in den nächsten Jahren neben den geplanten hohen Investitionen in das analoge, stationäre Geschäft, auch gezielt weiter in den Ausbau der digitalen Geschäftsfelder investieren. Zukünftig entscheidet der Kunde- über welchen Weg er mit Beutlhauser in Geschäftsbeziehungen eintritt - analog oder digital. Mit unserem zukünftigen My Beutlhauser-Portal werden wir den Kunden unser stationäres Geschäft Zug um Zug digital anbieten. Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass trotz aller in unserem Unternehmen vorhandener, professioneller Planungs- und Steuerungsmechanismen unvorhergesehene Veränderungen in der Geschäftsentwicklung infolge von geopolitischen, gesamtwirtschaftlichen oder sonstigen Veränderungen eintreten können. Bestes Beispiel hierfür sind die nach wie vor vorhandenen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023. 5.3. Leistungswirtschaftliche Risiken Im Geschäftsjahr 2022 sind aufgrund der durch den Ukraine Krieg ausgelösten Materialknappheit sowie der globalen Lieferkettenproblematik Lieferengpässe bei einzelnen Produkten aufgetreten, die aber verkraftbar waren. 5.4. Personelle Risiken Die Gewinnung und langfristige Bindung von qualifiziertem Fachpersonal sowie hoffnungsvollen Nachwuchskräften stellt neben dem operativen Geschäft zukünftig eine der größten Herausforderungen dar. Hierbei konkurriert die Beutlhauser-Gruppe mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte und leistungsstarke Fach- und Führungskräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung von leistungsstarkem Fachpersonal und eine misslungene Bindung von Auszubildenden und Nachwuchskräften an die Unternehmen in der Gruppe können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Daher nehmen die Mitarbeiter in unserer Unternehmensgruppe eine Schlüsselstellung ein: Ihre Leistungsfähigkeit, -möglichkeit und -bereitschaft entscheidet mit über den dauerhaften Erfolg unserer Unternehmensgruppe. Aufgabe der Unternehmensleitung sowie der Führungskräfte ist es hierbei, unserer Belegschaft jederzeit ein guter Gastgeber zu sein, was gleichsam bedeutet, den Mitarbeitern Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die diesen ein sehr hohes autonomes sowie eigen- und selbstverantwortliches Handeln ermöglichen. Im Kern geht es hierbei darum, die Herzen der Mitarbeiter zu erreichen, die täglich mit Spaß und Freude an der Erfüllung der Kundenanforderungen arbeiten sollen. Die Beutlhauser-Akademie als internes Weiterbildungsinstitut stellt die Bereiche Unternehmensentwicklung sowie Mitarbeiterförderung und -qualifizierung in den Fokus. Eine umfassende, strategisch langfristig angelegte Qualifizierung und Förderung der Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen mit einer Vielzahl von strukturierten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen soll dazu beitragen die Herausforderungen der nächsten Jahre und den demografischen Wandel zu meistern. Besonders in Zeiten, in denen Ambivalenzen nahezu an der Tagesordnung sind, bisher ungekannte Gefahren wie die Corona-Pandemie, der allgegenwärtige Ukraine-Krieg mit seinen hohen negativen, direkten Auswirkungen auf die Preisentwicklung für große Unsicherheiten bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgen, ist ein intensiver, regelmäßiger und persönlicher Austausch unserer Führungskräfte mit Ihrer Belegschaft erforderlich. Parallel bieten wir zur Stärkung der inneren Widerstandsfähigkeit u.a. auch diverse Resilienz-Seminare im Rahmen unserer Akademie an, die in 2022 gut genutzt worden sind. Grundlage und Leitbild unserer Führungskultur ist ein Menschenbild, das jeden einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen - unabhängig von Position und Hierarchie - als eigenständigen, selbstverantwortlichen und verantwortungsbewussten erwachsenen Menschen ansieht und als solchen behandelt. Die wesentlichen Prinzipien, auf denen wir unser Führungsverständnis aufbauen, sind geprägt durch Anstand, durch Abstand sowie Führung durch Vertrauen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in einem sehr hohen Maß eigenverantwortlich und selbstständig entscheiden sowie entsprechend autonom agieren können. Unsere Führungskräfte haben dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und fordern genau dieses Handeln aktiv ein. Neuen Mitarbeitern werden unsere Grundhaltung, unser Verständnis von Zusammenarbeit und Füreinander Arbeiten sowie unser Mindset zu den generellen Rahmenbedingungen in zentralen Einführungsveranstaltungen am Firmensitz in Passau nähergebracht. Seit vielen Jahren sind wir in unseren Regionen ebenso anerkannte sowie gefragte Ausbildungsbetriebe mit einer kontinuierlich überdurchschnittlich hohen Quote an Auszubildenden. Diese lag im Geschäftsjahr 2022 bei 7,9 %. Eine sorgfältig strukturierte Ausbildung der kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden mit einer Steuerung durch den zentralen Personalentwicklungsbereich soll die Qualität und Qualifikation sowie die persönliche Entwicklung des Beutlhauser-Nachwuchses nachhaltig fördern. Die hohe Anzahl von übernommenen, ehemaligen Auszubildenden sowie die langen Betriebszugehörigkeiten von einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dokumentieren regelmäßig die hohe Bindung und Loyalität der Mitarbeiter gegenüber unserer Unternehmensgruppe. 5.5. Finanzielle Risiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Beutlhauser-Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in unseren Unternehmen durch das operative Geschäft, durch die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute sowie durch das Eingehen von Leasingverpflichtungen bei deutschen und österreichischen Leasinggesellschaften generiert. Die bestehenden Finanzierunglinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigender Geschäftstätigkeit aber auch in Krisensituationen zu gewährleisten. Gerade in Krisenzeiten wie der gegenwärtigen Ukraine-Krise zeigt sich, wie wichtig es für ein Unternehmen ist, mit ausreichend Liquiditätsspielräumen ausgestattet zu sein. Unsere Unternehmensgruppe zeichnet sich gegenüber unseren Finanzpartnern dadurch aus, dass wir neben einer guten Bonität auch über ein ausgezeichnetes Rating im Investmentgrade-Bereich verfügen. Dies ist eine der wesentlichen Eckpunkte unserer Finanzstrategie. Finanzielle Risiken bestehen in der Beutlhauser-Gruppe ebenso in Form von Zinsrisiken. Diese können entweder in Form von Cashflow- und Barwertrisiken auftreten. Ziel ist die Begrenzung der Risiken auf ein Ausmaß, welches auch bei wesentlichen negativen Entwicklungen Bestand, Wert und Bonität der Beutlhauser-Gruppe nicht gefährdet. Hier wird in Abhängigkeit vom Grundgeschäft entschieden, welches Risiko am ehesten getragen und gegebenenfalls durch Weitergabe an Dritte kompensiert werden kann. Dabei spielen neben einer soliden und nachhaltigen Eigenkapitalausstattung, die lange und erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe, die strategische Ausrichtung und die operative Ertragskraft (EBITDA / EBITDAR) sowie die hohe Substanz der Unternehmensgruppe eine Rolle. Finanzielle Risiken sollen durch eine entsprechend ausgewogene Eigenkapitalausstattung und ein effizientes und nachhaltiges Finanz- und Liquiditätsmanagement begrenzt werden. Hierbei wird strategisch daran gearbeitet, dass grundsätzlich eine solide Bonität gegenüber den Finanzpartnern existiert. Darüber hinaus wird im Finanzierungsbereich mit einer Vielzahl von bewährten, vielfach langjährigen und verlässlichen Partnern zusammengearbeitet, die über das entsprechende Branchenwissen verfügen und unsere Unternehmensgruppe sehr gut kennen. Hierbei achten wir auf eine vernünftige Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um Risiken zu begrenzen, unsere Unabhängigkeit zu wahren und hinsichtlich der Liquidität keinerlei Konzentrationsrisiken zu unterliegen. Regelmäßig werden die Finanzierungspartner von der Konzerngeschäftsleitung detailliert über die Jahresplanung, Geschäftsstrategien, die laufende quartalsseitige Geschäftsentwicklung sowie über die Branchensituation in den einzelnen Geschäftsbereichen und eventuelle Risiken informiert. Gegen das Risiko von Forderungsausfällen schützen wir uns durch eine laufende elektronisch gestützte Überwachung, ein aktives und nachhaltiges Debitorenmanagement sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes sowie der Forderungsstruktur. Die Bonitätsprüfung der Kunden wird online oder telefonisch in Zusammenarbeit mit einem führenden Warenkreditversicherungsunternehmen sowie einem führenden Anbieter von Wirtschaftsinformationen laufend aktualisiert, der Einzug der Forderungen erfolgt durch ein effizientes Mahnwesen, wobei hier auch Inkassounternehmen konsequent mit eingebunden werden. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei den Risiken der sich aus den Dienstleistungsgeschäften und hier speziell im Mietbereich ergebenden Forderungen gewidmet, die permanent vom Debitorenmanagement und den verantwortlichen Mietdisponenten verfolgt werden. Die seit Jahren niedrige Forderungsausfallquote ist eine Bestätigung der effizienten Wirksamkeit des Risikomanagements in diesem Bereich. Zur Abfederung von größeren finanziellen Haftungsrisiken sichert unsere Unternehmensgruppe ihre Forderungen weitgehend über Kreditversicherungen ab. Dabei werden auch potentielle große Forderungsrisiken abgedeckt, deren Deckungsumfang sowie -konzept jährlich überprüft und auch gegebenenfalls angepasst wird. Mögliche finanzielle Risiken hätten für unsere Unternehmensgruppe durch die Nachwirkungen der weltweit grassierenden Covid-19-Pandemie sowie durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs entstehen können. Dadurch waren auch im Jahr 2022 die Lieferketten nach wie vor aufgrund der internationalen Verflechtungen in vielen Branchen stark beeinträchtigt. Seit Jahren verfügt unsere Unternehmensgruppe über hohe Liquiditätsspielräume, die in krisenfreien Jahren nie in vollem Umfang in Anspruch genommen worden sind. Trotz nach wie vor existierender Corona-Pandemie sowie dem Krieg gegen die Ukraine hat sich unsere Liquiditätssituation auch im Jahr 2022 und vor dem Hintergrund der massiven Verwerfungen bei den Material- und Energiepreisen als völlig ausreichend dargestellt. 5.6. Gesamtbewertung der Risikosituation Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass für den Konzern weder Einzelrisiken noch Risiken im Zusammenwirken bestehen, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. Gesamtbeurteilung ist damit unverändert zum Vorjahr. Auch für die Zukunft sind aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der Beutlhauser- Gruppe begrenzt und überschaubar. 6. Ausblick und Chancen der künftigen Entwicklung Nachdem die wichtigsten konjunkturellen Frühindikatoren im Herbst 2022 auf mehrjährige Tiefstände gefallen waren und damit eine Rezession für 2023 signalisierten, setzte in den Monaten seit Jahresbeginn eine kräftige Gegenbewegung ein, und die deutsche Wirtschaft erholte sich wieder. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für das laufenden Jahr nicht mehr von einem Schrumpfen der Wirtschaft aus. In Ihrer Konjunkturprognose von Anfang April für das Bundeswirtschaftsministerium, rechnen sie mit einem leichten Wachstum von 0,3 Prozent (Handelsblatt vom 05.04.2023). Dass die Konjunktur etwas besser läuft, hängt unter anderem mit niedrigeren Energiepreise zusammen. Außerdem zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Zudem haben sich die Konjunkturimpulse aus dem Ausland verstärkt. Obwohl die deutsche Bauwirtschaft mit einem historisch hohen Auftragsbestand in das Jahr 2023 gestartet ist, wird in Verbindung mit einer anhaltend hohen Inflation sowie hohen Zinsen für Baufinanzierungen für das Bauhauptgewerbe von einem realen Umsatzrückgang zwischen 6 bis 7 Prozent ausgegangen (HDB - www.bau- industrie.de; Stand 18.01.2023). Die in den Vorjahren aufgebauten Kapazitäten werden im Laufe des Jahres, vor allem im Hochbau, nicht mehr optimal ausgelastet sein, was den Wettbewerbsdruck erhöhen dürfte. Für den Wohnungsbau wird erwartet, dass durch die anhaltend hohe Inflation, weiter steigenden Hypothekenzinsen und damit steigenden Baufinanzierungskosten die Investitionen in Neubauten im Jahr 2023 ausgebremst werden dürften. Von den von der Bundesregierung ausgerufenen jährlich 400.000 neu geplanten Wohnungen dürften in diesem Jahr höchstens 242.000 Wohnungen fertiggestellt werden. Stützend dürfte die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten und die Wiedergewährung der Sonderabschreibungen im Mietwohnungsbau wirken (ZDB Pressemitteilung vom 06.12.2022). Dies wird jedoch den erwarteten Rückgang bei Investitionen in Neubauten nicht kompensieren können. Der reale Umsatzrückgang im Wohnungsbau in 2023 dürfte bei ca. 10 Prozent liegen (www.nevaris.com). Im Wirtschaftsbau wird 2023 real mit einem Umsatzrückgang von 6 Prozent gerechnet (www.nevaris.de). Positiv dürften sich zwar die steigenden Investitionen - vor allem durch die Deutsche Bahn - auswirken. Auf der anderen Seite werden die steigenden Baupreise, u.a. bedingt durch die hohen Finanzierungskosten, anhaltend negativ auf die Nachfrage im Wirtschaftsbau auswirken. Im öffentlichen Bau hängt die Konjunktur davon ab, inwieweit steigende Zinsen und der starke Anstieg der Staatsverschuldung infolge der Corona- und Energiekrise zu einer Priorisierung der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte führt und Investitionen gestrichen oder verschoben werden (HDB, Pressemitteilung vom 22.12.22). Insgesamt wird für 2023 ein realer Umsatzrückgang von - 4,5 Prozent erwartet (www.nevaris.de). Nach einer Umfrage des Bundesverbands der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e.V. (bbi) vom Januar 2023 wird für den Verkauf neuer Baumaschinen und Baugeräte ein nominaler Umsatzrückgang von ca. 2,0 Prozent erwartet. In allen anderen Segmenten gehen die Befragungsteilnehmer von einem Wachstum der Erlöse aus. Angesichts steigender Einkaufspreise für Maschinen und steigender Kosten für Dienstleistungen und Mitarbeiter dürfte das reale Wachstum deutlich kleiner ausfallen. Im Flurförderzeugbereich erwarten - laut bbi - die Branchenunternehmen für 2023 mit einem nominalen Minus von 1,0 Prozent insgesamt leicht rückläufige Umsätze. Dabei fällt allerdings ausschließlich die Prognose für den Verkauf neuer Maschinen negativ aus. Für die anderen Bereiche werden nominale Umsatzzuwächse erwartet, wobei im Technischen Service sowie in der Vermietung mit einem Plus von 6,0 bzw. 6,5 Prozent die höchsten Wachstumsraten prognostiziert werden. Trotz der besonderen Herausforderungen, allen voran dem Krieg gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen, einer hohen Inflation sowie weiteren Lieferengpässen und der sich deutlich abkühlenden Baukonjunktur erwarten wir für unsere Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2023 ein erfolgreiches Jahr mit einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der Auftragsbestand im Bereich Neumaschinen in allen drei Geschäftsbereichen erreichte zum 31.12.2022 ein Rekordhoch und bietet eine gute Ausgangsbasis für das Jahr 2023. Dies wird u.a. auch dadurch bestätigt, dass der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres um 10 Prozent über Vorjahr liegt und auch die Auftragsbestände in den Neugerätebereichen auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau liegen. Die breite Aufstellung unsere Unternehmensgruppe mit den Bereichen Baumaschinen/ Baugeräte, Flurförderzeuge, Kommunaltechnik, E-Commerce/ Technischer Handel sowie unsere digitale Lösungen in Bereich Smart Systems und bei der Tochtergesellschaft One Stop Pro, wird sich auch bei zu erwartender rückläufiger Konjunktur positiv sowie stabilisierend auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Die im letzten Jahr deutlich angestiegenen Geschäftskosten werden sich durch die Strompreisbremse, sinkende variable Fuhrparkkosten infolge der Preisrückgänge bei Diesel sowie dem Einmalkosteneffekt in 2022 durch die Messe bauma normalisieren. Bei den operativen Ergebniskennzahlen erwarten wir vor dem Hintergrund der oben geschilderten Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Branchenentwicklungen für die Beutlhauser-Gruppe ein deutlich ansteigendes EBT sowie auch eine deutliche EBITDA/ EBITDAR-Erhöhung. Für die Holding erwarten wir einen leichten Anstieg des EBT sowie ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Prognose liegt die Einschätzung zugrunde, dass die Corona-Pandemie im weiteren Verlauf des Jahres 2023 keine neuen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen mehr verursachen wird. Weitere Risiken bestehen durch die anhaltenden politischen und geopolitischen Unsicherheiten, die durch eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs mit den möglichen Folgen von weiteren Verwerfungen an den Märkten für Rohstoffe entstehen könnten.
Passau, 27. Juni 2023 Matthias Burgstaller, Geschäftsführer Dr. Thomas Burgstaller, Geschäftsführer Oliver Sowa, Geschäftsführer |
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