Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 101859
Eingetragen
16.1.1991
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Kfz.-Instandsetzung, der Kfz.-Service, der kfz.-Handel einschließlich Zubehör sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen und Abschleppdienst.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Olaf Adrian Böckers
seit 16.6.2020
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GRUMA Automobile GmbH

Döbeln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Chemnitz, HRB 101859

Lagebericht des Geschäftsjahres 2023

I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland sowie Geschäftsentwicklung bei der Mercedes-Benz Group AG sowie der Daimler Truck Holding AG

Die GRUMA Automobile GmbH ist als Handelsvertreter und Servicepartner für Mercedes-Benz PKW und Transporter sowie Daimler Truck LKW an den Standorten Döbeln, Oschatz, Grimma, Wurzen und Torgau tätig.

Grundlage der Berichterstattung zum Marktgeschehen ist der Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).[1]

Nach Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, konnten ins Ungleichgewicht geratene Lieferketten stabilisiert und große Auftragsbestände in der Industrie abgearbeitet werden. Die sprunghafte Energiepreisentwicklung des Vorjahres setzte sich nicht fort. Teils traten auch auf diesem Gebiet Normalisierungseffekte ein.

Der seit dem Jahr 2022 andauernde Angriff Russlands auf die Ukraine blieb im Geschäftsjahr ein bedeutender internationaler Sondereinfluss auf Staat, Wirtschaft und private Haushalte. Vielfach war von einer geopolitischen Zeitenwende die Rede.

Nachdem Angebotsverknappung und Energiepreisentwicklung im Vorjahr entscheidende Treiber der Inflation waren, verlangsamte sich dieser Trend. Die Inflationsrate erreichte einen Stand von 5,9 %, während sie im Vorjahr noch bei 6,9 % gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank setzte ihre Stabilisierungsanstrengungen fort und erhöhte im Jahresverlauf mehrfach den Leitzins. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bemühte sich intensiv, einseitige Abhängigkeiten bei Energielieferungen zu reduzieren.

Inflationsbedingte Nachwirkungen auf die Kaufkraft privater Haushalte führten zu Zurückhaltung in Konsumfragen.

Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland sank im Berichtsjahr unter den o.a. Einflüssen um 0,3 % (preisbereinigt), nachdem es im Vorjahr noch um 1,8 % angestiegen war.

Die branchenweiten Megatrends Verkehrswende und Elektromobilität setzten sich indes auch 2023, befeuert von medialen und politischen Debatten, fort. Die Fahrzeughersteller investierten weiterhin hohe Summen in die Entwicklung und Vermarktung elektrisch betriebener Fahrzeuge. Gleichwohl endete im Dezember 2023 die staatliche Förderung für die Anschaffung fabrikneuer Elektrofahrzeuge für Unternehmen und private Haushalte.

Nach Aufspaltung der bisherigen Daimler AG in die Mercedes-Benz Group AG, welche mit den Tochtergesellschaften Mercedes-Benz AG und Mercedes-Benz Mobility AG das operative Geschäft mit Mercedes-Benz PKW und Transportern betreibt, und in die Daimler Truck AG mit ihren Geschäftsfeldern LKW und Bus, war 2023 das erste vollständige Geschäftsjahr in dieser neuen Konstellation.

Das Berichtsjahr 2023 der Mercedes-Benz Group AG verlief gemessen am sehr erfolgreichen Vorjahr auf hohem Niveau weitestgehend stabil.[2] Das EBIT lag 2023 bei EUR 19,660 Mrd. (Vj. EUR 20,458 Mrd.) und lag damit bei einem Umsatzwachstum von 2,1 % um 3,9 % unter dem Vorjahreswert. Positiv verlief vor allem das Transportergeschäft mit einem Umsatz-Plus von 17,8 % im Vergleich zum Vorjahr, während der Umsatz im Geschäftsfeld PKW um 1,0 % stieg. Es konnten im Vergleich zum Vorjahr 7,8 % mehr Transporter-Einheiten abgesetzt werden, während der PKW-Absatz mit einer Zunahme von 0,2 % weitestgehend stabil blieb.

Die Daimler Truck Holding AG steigerte ihr EBIT im Geschäftsjahr um 48,3 % auf EUR 5,183 Mrd. (Vj. EUR 3,496 Mrd.). Gleichzeitig konnten 1,1 % mehr Einheiten abgesetzt werden. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 %.[3]

Die Mercedes-Benz Group AG strukturiert das Vertriebsnetz auf dem deutschen Markt um. Dazu löste im Geschäftsjahr ein Agenturmodell (sog. Vertrieb der Zukunft - VdZ) mit standortbezogenen Verträgen für die Vermittlung fabrikneuer Fahrzeuge der Produktbereiche PKW und Transporter die bisherigen marktbezogenen Vertreterverträge ab. Die GRUMA Automobile GmbH hatte bereits in 2021 vom Hersteller für alle ihre Standorte Verträge nach dem neuen Modell angeboten bekommen und diese unterzeichnet. Die Verträge, die den Vertrieb fabrikneuer LKW betreffen, bleiben von dieser Umstrukturierung unberührt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf der GRUMA Automobile GmbH

Die eingangs geschilderten Rahmenbedingungen wirkten sich in vielfältiger Weise auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 aus. Die Umsätze gingen um 6,6 % zurück. Sinkende Energiekosten konnten die inflationsbedingten Preiserhöhungen in fast allen anderen Sachkostenarten kompensieren, während die Personalkosten weiter anstiegen. Das Jahresergebnis lag unterhalb des Vorjahreswertes.

Im Verkaufsgeschäft mit PKW Neu- und Vorführwagen verzeichnete die Gesellschaft im Vorjahresvergleich auch bedingt durch die nach Ende der Lieferprobleme abgearbeiteten erhöhten Auftragsbestände einen Zuwachs von 24,0 % in Bezug auf die abgesetzte Stückzahl. Die Marktverfügbarkeit führte zu einem Rückgang des Bruttoertrags im Bereich Vorführwagen.

Bei den PKW Gebrauchtfahrzeugen lag der Absatz in Stück auch auf Grund der bewussten Reduktion des weniger ertragreichen Händlergeschäftes um 10,1 % hinter dem Wert der Vorperiode. Vor allem der professionelle und gezielte Zukauf gut nachgefragter Fahrzeuge führte zu einem positiven Ergebnisbeitrag. Insgesamt war jedoch ein deutlicher Ergebnisrückgang zu verzeichnen, der wesentlich bedingt war durch einen Rückgang im Bruttoertrag aus der Vermarktung von Leasing- und Finanzierungsrückläufern; dieser lag im Vorjahr auf einem außerordentlich guten Niveau.

Im Bereich Transporter Neufahrzeuge wurde der Absatz in Einheiten im Geschäftsjahr gesteigert und lag um 4,5 % über dem Vorjahreswert. Bei den Vorführwagen Transporter konnten große Teile des Lagerbestands zu weiterhin guten Erträgen vermarktet werden, die Stückzahlen waren jedoch rückläufig (-37,5 %).

Bei den Gebrauchtwagen Transporter und Vans stieg der Absatz im Vorjahresvergleich auch auf Grund intensivierter Zukaufbemühungen um 8,0 %. Durch den professionellen Einkauf besonders attraktiver und nachgefragter Ware konnte zudem der Gross Profit im Vorjahresvergleich auf einem hohen Niveau beibehalten werden.

Auch im Geschäft mit LKW Neu- und Vorführfahrzeugen entspannte sich Lieferzeitenproblematik deutlich, sodass im Vergleich zum Vorjahr 65,6 % mehr Fahrzeuge geliefert werden konnten.

Das Geschäft mit gebrauchten LKW entwickelte sich bezogen auf die Zahl der vermarkteten Einheiten im Vergleich zur Vorperiode positiv und lag 12,6 % über dem Wert der Vorperiode. Die bessere Verfügbarkeit von Fahrzeugen am Markt ließ die Erträge leicht sinken. Mit konsequentem Bestandsmanagement und professionellem Zukauf konnte der Entwicklung weitestgehend entgegengewirkt werden.

Das Vermietgeschäft von PKW, Transportern und LKW zeigte sich im Berichtsjahr von den konjunkturellen Einflüssen belastet. Der Umsatz lag um 13,7 % unter dem Wert des Vorjahres.

Im Geschäft mit der Reparatur von Kraftfahrzeugen führten vorgenommene Preisanpassungen dazu, dass der Umsatz trotz zurück gegangener AW-Leistung stabil gehalten werden konnte. Das gleichbleibend hohe Umsatzniveau im Geschäft mit Karosseriereparaturen wie auch der nach wie vor bedeutende Umsatz bei den Garantiearbeiten im Auftrag des Herstellers, trugen zu einer guten Auslastung bei. Gleichzeitig belasteten zeitweise krankheits- und schulungsbedingte Personalausfälle die Leistungsfähigkeit der Werkstätten.

Die Lieferbarkeit von Originalersatzteilen und Zubehör verbesserte sich im Geschäftsjahr erheblich. Bewusste geschäftspolitische Entscheidungen führten im Ergebnis zu einer Reduktion des Teileumsatzes bei gleichzeitiger deutlicher Steigerung des Gross Profit in diesem Bereich.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Insgesamt sanken die Umsatzerlöse um TEUR 4.634 auf TEUR 65.819 (Vj. TEUR 70.453).

Das Rohergebnis der Gesellschaft (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand) an den fünf Standorten Döbeln, Grimma, Oschatz, Wurzen und Torgau erhöhte sich um TEUR 220 auf TEUR 18.631.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich insbesondere aufgrund reduzierter Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen um TEUR 636. Aufgrund der seit 2021 deutlich konservativeren Restwert- bzw. Angebotspolitik und der Erholung des Gebrauchtwagenmarktes konnten bisherige Risikovorsorgen für Leasing- bzw. Finanzierungsrückläufer jedoch abermals in deutlichem Umfang aufgelöst werden.

Der Personalaufwand erhöhte sich insgesamt um 4,1 % (TEUR 447), insbesondere auf Grund von Lohn- und Gehaltsanpassungen in allen Unternehmensbereichen sowie auf Grund erhöhter umsatz- und ergebnisabhängiger Vergütungen im variablen Bereich.

Die Abschreibungen blieben mit TEUR 1.541 (Vj. TEUR 1.554) auf einem vergleichbaren Niveau.

Inflationsbedingte Erhöhungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten durch Einsparungen bei den Energiekosten kompensiert werden. Insgesamt wurden TEUR 32 weniger aufgewendet.

Durch die verschiedenen, oben angeführten Effekte sank das Betriebsergebnis um TEUR 818 und lag bei TEUR 2.110.

Unterjährige Steigerungen der Zinsen bewirkten eine Verteuerung der Bestandsfinanzierung. Das Finanzergebnis veränderte sich somit um TEUR 123 auf TEUR -206 (Vj. TEUR -83).

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt TEUR 1.210 und liegt um TEUR 731 unter dem Vorjahresausweis von TEUR 1.941.

2.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zum einen durch Innenfinanzierung und durch Nutzung der Zahlungsziele des Herstellers; aber auch durch kurzfristige Kredite der Mercedes-Benz Bank AG (Stand 31.12.2023 TEUR 91, Vj. TEUR 1.993) zur Finanzierung von Vorführfahrzeugen, Gebrauchtfahrzeugen und Jahreswagen. Der gesamte diesbezüglich zur Verfügung gestellte MB-Bank-Kreditrahmen betrug zum 31.12.2023 TEUR 5.000. Weiterhin stehen Kontokorrentkreditrahmen der MB-Bank sowie weiterer Kreditinstitute in Höhe von TEUR 3.500 zur Verfügung, die zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) beansprucht wurden.

Über eine Darlehensgewährung im Konzernkreis verfügt die Gesellschaft zudem über einen Kreditrahmen von TEUR 4.800, welcher zur Finanzierung des Fahrzeugbestandes zum Jahresende mit TEUR 4.800 (Vj. TEUR 4.100) in Anspruch genommen wurde.

Der Bestand an liquiden Mitteln zum 31.12.2023 betrug TEUR 4.436 (Vj. TEUR 1.996).

Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringert sich um 8,1 % auf TEUR 27.490.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses und der niedrigeren Bilanzsumme auf 48,9 % (Vj. 40,9 %).

Wesentliche Aktivpositionen sind das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 9.544 (davon TEUR 1.517 Grundstücke und Bauten sowie TEUR 5.370 Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge), der Vorratsbestand mit TEUR 7.260 sowie der Debitorenbestand mit TEUR 4.965. Der Rückgang der Bilanzsumme ist dabei im Wesentlichen auf geringere Bestände an Vorführfahrzeugen zurückzuführen, was Folge des neuen Vertriebsmodells (VdZ) ist.

Dem kurzfristigen Vermögen (inkl. Fahrzeugbestand) mit TEUR 23.184 standen kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten mit TEUR 8.493 gegenüber (davon TEUR 5.115 Kreditorenverbindlichkeiten). Die Finanzierungsstruktur ist somit als geordnet anzusehen.

2.4 Weitere wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Die Gesellschaft erwarb im Dezember 2023 mit Wirkung zum Jahresbeginn 2024 eine 100 %-ige Beteiligung an der Auto-Schreyer GmbH & Co. KG mit Sitz in Ottendorf-Okrilla, die als Vertragswerkstätte für Mercedes-Benz und Daimler Truck tätig ist. Der zugehörige Grundbesitz wurde durch eine Immobilien-Tochtergesellschaft der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH erworben und wird an die Auto-Schreyer GmbH & Co. KG vermietet. Durch diesen Erwerb erfolgt eine weitere Stärkung der Tätigkeiten im Servicebereich. Der Erwerb der Gesellschaft wird über ein Darlehen der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH finanziert. Die bilanzielle Erstabbilddung erfolgt erst im Jahresabschluss zum 31.12.2024.

2.5 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist als geordnet anzusehen. Das Jahresergebnis 2023 fällt vor allem auf Grund der Normalisierung des Preisniveaus bei sofort verfügbaren Fahrzeugen niedriger aus als im Vorjahr. Der Umsatz im Bereich des Eigengeschäftes sank auf Grund eingetretener Normalisierungseffekte im Bereich der herstellerseitigen Lieferengpässe leicht. Im Bereich der Neuwagenvermittlung kam es zu einer deutlichen Steigerung der Absatzleistung.

Die Planerwartungen des operativen Ergebnisses und des Jahresergebnisses wurden im vorherrschenden anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erreicht.

III. Personalbericht

Der Personalstand ist zum 31.12.2023 mit 251 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (250) annähernd unverändert.

IV. Risikomanagement und Risikobericht Finanzinstrumente

Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.

Die Geschäftsführung hat ein der Größe des Unternehmens angepasstes Berichts- und Reportingsystem eingerichtet, das in Verbindung mit dem durch den Hersteller vorgegebenen Berichtswesen eine ausreichende Überwachung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Abläufe sowie der Debitoren- und Kreditorenbestände garantiert. Gleiches gilt auch für das bestehende Planungssystem.

Die operativen Risiken werden regelmäßig überwacht und hierüber berichtet. Die Sicherheit der IT-Struktur wird ständig überprüft und verbessert.

Mit der Einführung der DIN EN ISO 9001 Zertifizierung im Jahr 2004 (aktueller Stand: DIN EN ISO 9001:2015) hat die Gesellschaft ein Qualitätsmanagementsystem im Einsatz, dessen Leitsätze zur Qualitätspolitik auch Teil der Unternehmenspolitik sind. Demnach werden die Dienstleistungen stets an den Anforderungen des Kunden ausgerichtet. Denn nur durch das ständige Zufriedenstellen der Kunden ist die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage, kundenorientiert am Markt zu operieren und somit den wirtschaftlichen Erfolg sowie damit den Erhalt der Arbeitsplätze zu sichern. Weiteres Kennzeichen der Norm ISO 9001 ist die nicht delegierbare Verantwortung der obersten Leitung.

Zu den Finanzinstrumenten zählen originäre und derivative Finanzinstrumente.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Hinsichtlich der originären Finanzinstrumente ergibt sich folgende Bewertung:

Die Forderungen der Gesellschaft werden durch das Debitorenmanagement überwacht. Durch ein nachhaltiges Mahnwesen sollen Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Im Vergleich zur Vorperiode wuchs der Forderungsbestand um TEUR 257. Beitreibungsrisiken aus Altforderungen sind bilanziell durch entsprechende Wertberichtigungen abgedeckt.

Es werden die Forderungsausfälle auch dadurch minimiert, dass die Gesellschaft mit Creditreform und im Rahmen der CharterWay-Vermietabwicklung mit der Warenkreditabsicherung Euler Hermes Deutschland zusammenarbeitet. Im Verkaufsgeschäft werden zur Absicherung von im Einzelfall unvollständigen Bezahlungen von Fahrzeugen entsprechende Schuldenerkenntnis- und Sicherungsverträge mit den Kunden vereinbart bzw. bereits präventiv Kreditierungen durch entsprechende Genehmigungsprozesse auf eine stabilere Basis gesetzt. Weiterhin soll im Servicegeschäft weitestgehend eine Forderungskreditierung vermieden werden.

Liquiditätsrisiken sind angesichts der bestehenden liquiden Mittel und der eingeräumten Kreditlinien nicht gegeben. Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Vorlieferanten und aus den erwähnten Finanzierungen. Risiken, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der Verbindlichkeiten notwendig sind, bestehen nicht.

Die Verzinsung der bestehenden liquiden Mittel und der gewährten Finanzierungen ist abhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung, die im Geschäftsjahr einem weiteren Anstieg unterworfen war. Das mittlerweile deutlich erhöhte Zinsniveau hat bereits zu einer Erhöhung der Finanzierungszinsen und somit der Zinsaufwendungen geführt; eine konkrete Trendumkehr ist derzeit noch nicht ersichtlich.

V. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken für 2024

Die GRUMA Automobile GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem unternehmerischen Handeln der Geschäftsfelder bzw. aus externen Einflüssen ergeben. Gleichzeitig ist es für die Gesellschaft wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Die Gesellschaft ist - neben anderen Markenhändlern auch - der verstärkt von den Herstellern betriebenen Netzkonsolidierung und somit dem grundlegenden Risiko einer Kündigung der Vertriebsverträge ausgesetzt.

Nach Inkrafttreten des als sogenannten echten Agenturmodells ausgelegten Geschäftsmodells im Vertrieb fabrikneuer PKW und Transporter in der ersten Jahreshälfte 2023, wurde die vollständige Bereitstellung der damit verbundenen Systeme und herstellergestützten Geschäftsprozesse für das Jahr 2024 angekündigt.

Nach Normalisierung der Lieferzeiten für Neufahrzeuge geht die Gesellschaft von einer stetigen Entwicklung in diesem Bereich aus, wenngleich die Ertragssituation durch das neue Agenturmodell (VdZ) negativ beeinflusst ist. Im Gebrauchtwagenvertrieb wird mit weiterhin stabilen Erträgen gerechnet. Im Werkstatt- und Teilegeschäft wird auf Grund erforderlich gewordener Preisanpassungen von steigenden Umsätzen und Erträgen ausgegangen. In Gesamtheit wird mit leicht rückläufigen bis stabilen Deckungsbeiträgen gerechnet.

Gleichzeitig ist den allgemeinen Steigerungen bei Personal- und Sachkosten entgegenzuwirken. Folgerichtig bleibt kontinuierliches Kosten- und Fahrzeugbestandscontrolling ein Instrument von größter Bedeutung.

Insgesamt rechnet die Gesellschaft für 2024 - vor Berücksichtigung der Effekte aus dem Erwerb der Auto-Schreyer GmbH & Co. KG - mit einem gegenüber dem Vorjahr stabilen, bei ungünstiger Konjunkturlage auch leicht rückläufigen Jahresergebnis.

Das Finanzergebnis wird aufgrund der Konzernfinanzierung des Erwerbs der Auto-Schreyer GmbH & Co. KG zunächst belastet, gleichfalls ist aber auf Basis der vorliegenden Plandaten ein signifikanter Beteiligungsertrag für 2024 zu erwarten, weshalb in Gesamtheit ein deutlich gegenüber 2023 erhöhter Jahresüberschuss für 2024 erwartet wird.

Die günstige Gebrauchtfahrzeugmarktentwicklung sowie das professionelle Betreiben des Gebrauchtwagengeschäftes verringert im Zusammenspiel mit den etablierten Angebotsrichtlinien im Neuwagenbereich weiterhin die Risiken bei der Weitervermarktung zurückgenommener Fahrzeuge aus dem Leasing- und Finanzierungsgeschäft. Es wird davon ausgegangen, dass die stabilen Erträge im Geschäftsjahr zu einem Großteil in 2024 fortgeschrieben werden können.

Im Geschäftsjahr erfolgte der Baubeginn zum Umbau der Werkstatt in Grimma. Es entsteht unter Berücksichtigung ökonomischer, technischer und ökologischer Aspekte ein hochmoderner Betrieb mit erweiterter Kapazität und gesteigerter Effizienz. Die Finanzierung der von der Gesellschaft zu tragenden Werkstattausrüstung bzw. -ausstattung erfolgt aus dem Cashflow.

Forderungsbestand und Ausfallrisiken werden vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Schwäche anhand festgelegter Kriterien besonders engmaschig überwacht.

Der anstehende Generationswechsel innerhalb der Belegschaft in den kommenden Jahren ist als Handlungsfeld erkannt. Die Verfügbarkeit gut qualifizierten Fachpersonals wird durch die Übernahme eigener Auszubildender in Arbeitsverhältnisse und die gezielte Akquisition neuen Personals auf unterschiedlichsten Wegen gewährleistet.

Darüber hinaus erfordern eine Reihe von Digitalisierungsprojekten die ständige, auf Zukunftsorientierung basierte Anpassung und Neuordnung des Geschäftsbetriebes der Gesellschaft. Die sich hieraus ergebenden Veränderungen bieten gleichzeitig Chancen, welche die Gesellschaft konsequent nutzen wird.

 

Döbeln, den 22. Mai 2024

gez. Olaf Böckers

[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Hrsg.): Jahreswirtschaftsbericht 2024, Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, Berlin, 2024.

[2] Mercedes-Benz Group AG (Hrsg.): Geschäftsbericht 2023, Stuttgart 2024.

[3] Daimler Truck Holding AG (Hrsg.): Geschäftsbericht 2023, Leinfelden-Echterdingen 2024.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 90.986,37 38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.517.124,56 1.550
2. Technische Anlagen und Maschinen 302.589,00 268
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.615.742,13 11.818
4. Anlagen im Bau 109.110,52 85
9.544.566,21 13.721
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternhemen 39.620,00 0
9.675.172,58 13.759
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 215.419,42 312
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.045.107,88 7.867
7.260.527,30 8.179
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.965.308,95 4.708
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.769,58 40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 926.535,07 911
5.906.613,60 5.659
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.436.037,06 1.996
17.603.177,96 15.834
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.108,59 29
D. Aktive latente Steuern 164.682,00 303
27.490.141,13 29.925

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Andere Gewinnrücklagen 11.244.006,84 9.303
III. Jahresüberschuss 1.210.346,53 1.941
13.454.353,37 12.244
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 189.695,00 200
2. Steuerrückstellungen 152.800,00 194
3. Sonstige Rückstellungen 2.600.248,23 3.120
2.942.743,23 3.514
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.900,00 1.993
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.114.851,02 7.325
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.774.726,68 4.093
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.112.566,83 756
davon aus Steuern: EUR 487.964,09 (117)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.926,76 (12)
11.093.044,53 14.167
27.490.141,13 29.925

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 65.819.111,77 70.453
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.411.801,30 2.048
67.230.913,07 72.501
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.234.707,48 49.015
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.953.577,92 3.027
47.188.285,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.599.955,17 9.248
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.868.844,50 1.774
davon für Altersversorgung: EUR 25.967,23 (26)
11.468.799,67
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.540.914,09 1.554
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.923.319,50 4.955
2.109.594,41 2.928
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.303,23 6
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
davon aus Abzinsung Rückstellungen: EUR 722,00 (0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 223.228,11 89
davon an verbundene Unternehmen: EUR 133.910,00 (41)
davon aus Aufzinsung Rückstellungen: EUR 11.556,00 (16)
1.903.669,53 2.845
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 620.511,73 847
10. Ergebnis nach Steuern 1.283.157,80 1.998
11. Sonstige Steuern 72.811,27 57
12. Jahresüberschuss 1.210.346,53 1.941

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

Tz.1 Allgemeines

Die GRUMA Automobile GmbH hat ihren Sitz in Döbeln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 101859.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt, das der Struktur des Unternehmens angemessen ist.

Entsprechend der Geschäftstätigkeit des Unternehmens werden der Abgang der Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge im Verkaufsfall als Materialeinsatz, der jeweilige Verkaufserlös als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Tz.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Nutzungsdauern, die als sachgerechte Schätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern angesehen werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Sammelposten) im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden linear bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die als Anlagevermögen bilanzierten Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge wurden linear abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Historische Anschaffungskosten 01.01.2023
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 504.525,59 84.248,24 0,00 588.773,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.044.777,59 34.672,38 0,00 4.079.449,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.910.425,49 81.119,08 5.936,67 1.985.607,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.953.582,76 4.707.664,70 8.221.279,28 13.439.968,18
4. Anlagen im Bau 84.876,12 24.234,40 0,00 109.110,52
22.993.661,96 4.847.690,56 8.227.215,95 19.614.136,57
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 39.620,00 0,00 39.620,00
23.498.187,55 4.971.558,80 8.227.215,95 20.242.530,40
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
31.12.2023
EUR
Abschreibungen 2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 466.292,99 31.494,47 0,00 497.787,46 31.494,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.494.855,03 67.470,38 0,00 2.562.325,41 67.470,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.642.433,49 46.520,08 5.934,67 1.683.018,90 46.520,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.135.796,82 1.395.429,16 706.999,93 5.824.226,05 1.395.429,16
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.273.085,34 1.509.419,62 712.934,60 10.069.570,36 1.509.419,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.739.378,33 1.540.914,09 712.934,60 10.567.357,82 1.540.914,09
Buchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 90.986,37 38.232,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.517.124,56 1.549.922,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 302.589,00 267.992,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.615.742,13 11.817.785,94
4. Anlagen im Bau 109.110,52 84.876,12
9.544.566,21 13.720.576,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.620,00 0,00
9.675.172,58 13.758.809,22

Anteilsbesitz 31.12.2023

Anteil
%
Eigenkapital
EUR
Ergebnis des Geschäftsjahres
EUR
GS Verwaltungs-GmbH, Ottendorf-Okrilla 100 9.895,63 -2.604,37

2.2 Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen entsprechend der Lagerdauer und Verwertbarkeit angesetzt.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von notwendigen Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - sämtlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten.

2.5 Rechnungsabgrenzung

Die Verteilung der Rechnungsabgrenzungsposten auf spätere Rechnungsperioden erfolgt zeitanteilig.

2.6 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf handelsrechtlich gebildeten Drohverlustrückstellungen, für die steuerrechtlich ein Passivierungsverbot besteht sowie auf Bewertungsunterschiede der Pensionsrückstellung zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz.

Die Bewertung erfolgt mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30,0 % für Gewerbe-, Körperschaftsteuer sowie den Solidaritätszuschlag.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit EUR 138.837,00 (Vj. TEUR 323) Aufwendungen aus latenten Steuern.

Aufgrund bestehender freier Rücklagen (Andere Gewinnrücklagen) besteht keine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB.

Der latente Steuersaldo am Ende des Geschäftsjahres und die im Laufe des Geschäftsjahres erfolgte Änderung ergibt sich wie folgt:

Stand 01.01.2023 EUR 303.519,00
Verminderung 2023 EUR 138.837,00
Stand 31.12.2023 EUR 164.682,00

2.7 Gezeichnetes Kapital

EUR
Stand 31.12.2022 = Stand 31.12.2023 1.000.000,00

Das gezeichnete Kapital entspricht der Satzung und der Handelsregistereintragung.

2.8 Pensionsrückstellung

Die Bewertung der Pensionsrückstellung für den einzigen Rentenempfänger erfolgte mit folgenden Grundannahmen:

Bewertungsverfahren: PUC-Methode
Sterbetafel: Richttafel 2018 G Heubeck
Stichtag: 31.12.2023
Rechnungszins: 1,82 %
(Vj. 1,78 %)
Rententrend: 2 %
Fluktuation: 0 %
Pensionsalter: 65 Jahre

Der Zinseffekt aus der Zinssatzänderung wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (Vj. zehn) Jahre.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der vergangenen zehn Jahre ergibt sich wie folgt:

EUR
Erfüllungsbetrag bei Anwendung
- Durchschnittszinssatz 10 Jahre 189.695,00
(Stand Dezember 2023: 1,82 %)
- Durchschnittszinssatz 7 Jahre 191.144,00
(Stand Dezember 2023: 1,74 %)
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB 1.449,00

Der Unterschiedsbetrag führt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB grundsätzlich zu einer Ausschüttungssperre. Aufgrund bestehender freier Rücklagen (Andere Gewinnrücklagen) besteht diese Ausschüttungssperre hier nicht.

2.9 Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr abzuzinsen, wurde kein Gebrauch gemacht. Zinseffekte aus der Zinssatzänderung sind in den entsprechenden Sachaufwandskonten ausgewiesen.

Pauschalrückstellungen wurden auf Grundlage von Erfahrungswerten und Kostenschätzungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbereich (u. a. Urlaub, erfolgsabhängige Vergütungen) 622 603
Vertriebsbereich (u. a. Garantie- und Kulanzleistungen, Rücknahmerisiken Leasing und Finanzierung) 1.767 2.299
Übrige 211 218
2.600 3.120

2.10 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahre in TEUR):

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber 90.900,00 0,00 0,00 90.900,00
Kreditinstituten (1.993) (0) (0) (1.993)
Verbindlichkeiten aus 5.114.851,02 0,00 0,00 5.114.851,02
Lieferungen und Leistungen (7.325) (0) (0) (7.325)
Verbindlichkeiten gegenüber 0,00 4.774.726,68 0,00 4.774.726,68
verbundenen Unternehmen (0) (4.093) (0) (4.093)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.112.566,83 0,00 0,00 1.112.566,83
(756) (0) (0) (756)
6.318.317,85 4.774.726,68 0,00 11.093.044,53
(10.074) (4.093) (0) (14.167)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

- Betrag von EUR 90.900,00 (Vj. TEUR 1.993) durch Raumsicherungsübereignungsvertrag Bestand Kraftfahrzeuge an einem Standort

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen - wie im Vorjahr - branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Im Übrigen sind die Verbindlichkeiten wie im Vorjahr unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 0,00 (Vj. TEUR 0) solche aus Lieferungen und Leistungen. Darin enthalten sind mit EUR 4.774.726,68 (Vj. TEUR 4.093) solche gegenüber Gesellschafter.

2.11 Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

EUR
Gewährleistungsobligo:
Haftung für Risikoübernahmen 159.348,00
./. Rückstellung für Risiko-Budget -11.900,00
147.448,00
(Vj. TEUR 261)

Mit Inanspruchnahmen wird derzeit nicht gerechnet, da keine Hinweise auf Leistungsstörungen in der Vertragserfüllung der Hauptschuldner bestehen.

2.12 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR
Fahrzeugumsätze 44.915
Sonstige (After Sales, Mieten u. a.) 20.904
65.819

Der Gesamtumsatz 2023 von TEUR 65.819 betrifft mit TEUR 2.964 Lieferungen ins EU-Ausland und mit TEUR 232 Lieferungen ins Drittland. Im Übrigen betrifft der Umsatz das Inland.

2.13 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde bzw. außergewöhnliche Erträge ausgewiesen:

2023
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(periodenfremd/außergewöhnlich) 556

Tz.3 Sonstige Angaben

3.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Insgesamt bestehen kurz- bzw. mittelfristige Miet-/Leasingverträge mit einem derzeitigen Jahresaufwand von TEUR 222.

Die Risiken, Vorteile und finanziellen Auswirkungen der nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasinggeschäfte sind für die Finanzlage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft im Rahmen der Vermittlung von Leasinggeschäften und Finanzierungen verpflichtet, die zugrundeliegenden Leasingfahrzeuge zum Restwert zu übernehmen. Der Gesamtbetrag der diesbezüglich zum Stand 31.12.2023 zurückzunehmenden Restwerte beträgt EUR 39.448.843,00 mit der längsten Laufzeit bis 2030.

Zweck der Rücknahmeverpflichtung ist, dass Neufahrzeug- bzw. Gebrauchtfahrzeuggeschäfte für Fremdkunden mit Leasinggesellschaften ermöglicht werden, da die Gesellschaft den Leasing- und Finanzierungsgesellschaften das Vermarktungsrisiko teilweise abnimmt. Für das Verwertungsrisiko bei Rücknahmen wurde eine angemessene Rückstellung gebildet.

Weiterhin bestehen jährliche Mietbelastungen für mehrere Betriebsgrundstücke in Höhe von EUR 815.897,04 bei - im Wesentlichen - unbefristeter Laufzeit. Darin enthalten sind mit EUR 791.897,04 solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

Durch Anmietung der Betriebsgrundstücke wird das erforderliche Eigeninvestment vermindert; Risiken sind hieraus nicht ersichtlich.

3.2 Geschäftsführer

Herr Olaf Böckers, Kaufmann, Friedberg

Bezüglich der Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3.3 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
31.12. Ø 31.12. Ø
Gewerbliche Arbeitnehmer 56 56 51 53
Kaufmännische Arbeitnehmer 155 155 156 157
Auszubildende 40 38 43 38
Mitarbeiter insgesamt 251 249 250 248

3.4 Konzernbeziehungen

Alleingesellschafterin ist die Gruma Nutzfahrzeuge GmbH, Derching. Diese stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, zu welcher die Berichtsgesellschaft gehört. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

3.5 Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 von EUR 1.210.346,53 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Döbeln, den 22. Mai 2024

gez. Olaf Böckers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GRUMA Automobile GmbH, Döbeln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GRUMA Automobile GmbH, Döbeln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRUMA Automobile GmbH, Döbeln, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Mai 2024

Kesel & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München

gez. Rainer Brunner, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Ergebnisverwendungsbeschluss entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag.

Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 05. September 2024.

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