akii UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wulf Bickenbach seit 1.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Friedrichshafen Zeppelin-Stiftung | 86.63% |
Zeppelin GmbHEigenbeteiligung | 9.62% |
Stadt Friedrichshafen, Zeppelin-Stiftung, Friedrichshafen | 3.75% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zeppelin GmbHFriedrichshafenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER ZEPPELIN GMBH UND DES KONZERNSA GRUNDLAGEN DER ZEPPELIN GMBH UND DES KONZERNSDer folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der Zeppelin GmbH und stellt den Geschäftsverlauf des Zeppelin Konzerns ("Zeppelin" oder "Konzern") und der Zeppelin GmbH einschließlich der Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie die Lage des Konzerns und der Zeppelin GmbH zum 31. Dezember 2022 dar. Der Konzernlagebericht basiert auf dem Zahlenwerk nach IFRS; dem spezifisch auf die Zeppelin GmbH bezogenen Berichtsteil liegen HGB-Werte zugrunde. GESCHÄFTSZWECK DER ZEPPELIN GMBH Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen an Gesellschaften, die insbesondere auf die Herstellung, die Verarbeitung, den Vertrieb, die Vermietung, den Service für und die Finanzierung von Baumaschinen und Baustellenausrüstungen, Motoren und Aggregaten aller Art sowie komplementärer Komponenten und Dienstleistungen als auch von Behältern und Anlagen zur Handhabung und Verarbeitung von pulverförmigen, granularen und flüssigen Materialien sowie damit zusammenhängende Ingenieurleistungen ausgerichtet sind. Gegenstand des Unternehmens sind auch der Erwerb, die Veräußerung, die Vermietung und die Anmietung von Grundstücken und Gebäuden sowie damit zusammenhängende Geschäfte. Die Gesellschafterstruktur der Zeppelin GmbH blieb im Geschäftsjahr unverändert. Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH hält 96,25% und die Zeppelin-Stiftung in Verwaltung der Stadt Friedrichshafen 3,75% am gezeichneten Kapital der Zeppelin GmbH in Höhe von 100,0 Mio. EUR. Zum Jahresende waren 277 Mitarbeitende (Vorjahr 267, Angabe in Vollzeitäquivalenten) bei der Zeppelin GmbH beschäftigt. Der nach § 7 MitbestG paritätisch gebildete Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern. STRATEGISCHE GESCHÄFTSEINHEITEN DES ZEPPELIN KONZERNS Der Konzern wird organisatorisch und strategisch in sechs Strategischen Geschäftseinheiten ("SGE") geführt, um eine gezielte Markt-, Kunden- und Produktorientierung bei gleichzeitig länder- und gesellschaftsübergreifender Führung zu gewährleisten. Dabei erfolgt eine Unterteilung in die SGEs Baumaschinen Zentraleuropa ("BM CE"), Baumaschinen Eurasia ("BM Eurasia"), Baumaschinen Nordics ("BM Nordics"), Rental, Power Systems und Anlagenbau. Die Geschäftstätigkeit der SGE BM CE, BM Eurasia und BM Nordics umfasst den Vertrieb und den Service von Caterpillar Baumaschinen, Bergbaumaschinen, Komponenten sowie Land- und Forstmaschinen der Marken AGCO/Fendt und Ponsse. Zeppelin ist Vertriebspartner von Caterpillar Inc., Irving (Texas/USA), in Deutschland und in verschiedenen Ländern Mittel-, Nord- und Osteuropas sowie in Mittelasien. Die Vertriebsgebiete der weiteren Herstellerpartner verteilen sich auf Länder Mittel- und Osteuropas. Caterpillar hat infolge des Kriegs von Russland gegen die Ukraine Mitte 2022 die Auftragsannahme für neue Caterpillar Produkte für Russland eingestellt. Die SGE Power Systems vertreibt Caterpillar-Diesel- und Gasmotoren in den gleichen Vertriebsgebieten wie die Baumaschinen SGEs sowie Schiffsmotoren der Marke MaK zusätzlich in vielen weiteren Ländern. Sie erbringt vielfältige Engineering- und Servicedienstleistungen rund um Antriebs- und Energielösungen. Das Neumotorengeschäft für MaK-Motoren wurde seitens Caterpillar Anfang 2023 eingestellt. Der Service für MaK-Produkte durch Zeppelin wird fortgesetzt. Aufgrund der Sanktionen wurde das Motorengeschäft in Russland weitestgehend eingestellt. In Belarus wurde die Landesgesellschaft Mitte 2022 veräußert. In der SGE Rental wird neben Baumaschinen ein breites Sortiment an Baugeräten, Raumsystemen, Elementen zur Baustellen- und Verkehrssicherung, Arbeitsbühnen, Gabelstaplern und Aufzügen sowie Fahrzeugen insbesondere in Zentraleuropa vermietet. Darüber hinaus wird ein umfassendes Dienstleistungsspektrum angeboten. Die Aktivitäten der Geschäftseinheit Anlagenbau umfassen die weltweite Entwicklung, Produktion, Projektierung und den Vertrieb von Anlagen für die Herstellung und Verarbeitung von hochwertigen Schüttgütern für Kunststoffe, Gummi und Reifen sowie Nahrungsmittel und Feinchemikalien. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns betreffen ganz überwiegend die Digitalisierung neuer und bestehender Geschäftsmodelle sowie Projekte im Bereich alternativer Antriebe bei der SGE Power Systems und der SGE Anlagenbau. Im Berichtsjahr belaufen sich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen auf 2,6 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). B WIRTSCHAFTSBERICHT1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 spürbar abgekühlt, was insbesondere aus deutlich gestiegenen Energiepreisen resultiert. Diese erhöhten die Produktionskosten der Unternehmen weiter, wodurch es zu einer fortschreitenden Überwälzung auf die Verbraucherpreise kam. Zudem trug der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit bei. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Zusätzlich hatten die im Frühjahr 2022 gestiegenen Zahlen an COVID-19-Infektionen die Produktionsausfälle insbesondere in China erhöht. Hierdurch ist es zu einer Dämpfung der Weltkonjunktur und zu neuen Lieferengpässen gekommen. 1 Aufgrund der Erholung der privaten Konsumausgaben von der Pandemie war die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2022 zunächst noch gewachsen. Dieser Aufschwung erhielt durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine einen Dämpfer. Infolge der sukzessiven Verringerung russischer Gaslieferungen erhöhten sich die Energiepreise im Verlauf des Sommers weiter. Dadurch ist es zu einer weiteren Steigerung der Produktionskosten der Unternehmen gekommen. Darüber hinaus wurden die höheren Energiegroßhandelspreise zunehmend an die Verbraucher weitergegeben. 2 Von staatlicher Seite wird versucht, durch Subventionen die Inflationsauswirkungen abzumildern, zum Beispiel in Form der Strom- und Gaspreisbremse. 3 Ferner gilt der Fachkräftemangel weiterhin als Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. 4 Im August 2022 verabschiedete der US-Kongress den Inflation Reduction Act (IRA). Dieser sieht wesentliche Subventionen und Steuererleichterungen für Unternehmen vor, die in den USA produzieren. In der EU gibt es Befürchtungen, dass viele europäische Industriebetriebe auf die andere Seite des Atlantiks abwandern könnten. 5 Das russische Wirtschaftswachstum ist seit Kriegsbeginn eingebrochen. Dies zeigt sich insbesondere an einem massiven Rückgang der russischen Importe, bedingt durch die bestehenden Wirtschaftssanktionen. Dem gegenläufig entwickelten sich die Exportgewinne, die infolge zunehmender Rohstoffpreise anstiegen. Die Konjunktur wird jedoch nachhaltig von den beschlossenen Sanktionen gegen russisches Rohöl und der weitestgehenden Einstellung der Erdgaslieferungen beeinträchtigt. 6 Die internationale Isolation schränkt den Zugang Russlands zu Technologien und Märkten massiv ein. Auch nimmt der Mangel an Arbeitskräften im Land zu. 7 Die Ukraine ist durch den Angriffskrieg Russlands massiv wirtschaftlich beeinträchtigt. 8 In China hatten sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen als Folge der Fortsetzung der Null-COVID-Politik und möglicher weiterer Lockdowns rückläufig entwickelt. Die anhaltenden Probleme auf dem Immobilienmarkt wirkten sich ebenfalls negativ auf die Konjunktur aus. 9 Mit der überraschenden Abkehr von der Null-COVID-Politik im Dezember schnellten die Infektionszahlen in China in die Höhe, wodurch es wieder zu Produktionsausfällen und damit einhergehend zu erneuten Risiken für die globalen Lieferketten kommen kann. 10 Die Wachstumsprognose verzeichnet für Deutschland einen Rückgang auf 1,9 % (Vorjahr 3,1 %). 11 Die Wachstumsrate der weltweiten Wirtschaftsleistung zeigt 2022 mit 3,2 % nahezu eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr (5,9 %). Der Euroraum verzeichnet mit 3,1 % (Vorjahr 5,0 %) ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Auch die Nachbarländer Dänemark und Tschechien weisen mit 2,6% (Vorjahr 3,8 %) bzw. 1,9 % (Vorjahr 3,8 %) eine deutliche Reduzierung der Wirtschaftsleistung auf. Für Polen wird mit 3,8 % (Vorjahr 5,1 %) ebenfalls ein Rückgang erwartet, wenn auch etwas milder. Nur Österreich lässt mit 4,7 % (Vorjahr 3,9 %) eine stabile Konjunktur erwarten. Weitere europäische Länder wie die Slowakische Republik und Schweden schließen sich mit 1,8 % (Vorjahr 4,4 %) bzw. 2,6 % (Vorjahr 4,0 %) dem generellen Negativtrend an. Der Kriegsausbruch hat die erwartete Wirtschaftsleistung der Ukraine fürs aktuelle Jahr mit -35 % (Vorjahr 3,5 %) sehr drastisch einbrechen lassen. Russland hat mit -3,4 % (Vorjahr 4,7 %) ebenfalls einen deutlichen wirtschaftlichen Rückgang zu verzeichnen. Stärker als im weltweiten Durchschnitt reduziert sich die Wirtschaftsleistung Chinas und der USA mit 3,2 % (Vorjahr 8,0 %) bzw. 1,6 % (Vorjahr 6,0 %). Der Rückgang fällt für Brasilien mit 2,8 % (Vorjahr 5,2 %) und insbesondere Indien mit 6,8 % (Vorjahr 9,5 %) weniger drastisch aus. 12 Angesichts massiv gestiegener Verbraucherpreise hat die Europäische Zentralbank (EZB) den für den Euroraum maßgeblichen Leitzins deutlich angehoben. Nachdem dieser jahrelang bei 0 % gelegen hatte, wurde der Leitzins in mehreren Schritten erhöht und beträgt zum Jahresende 2,5 %. Die letzte Zinserhöhung fiel mit 0,5 Prozentpunkten geringer aus als die beiden vorherigen. Dies ist bedingt durch die Hoffnung, die Inflation habe ihren Höhepunkt erreicht, nachdem sie im November 2022 das erste Mal seit über einem Jahr wieder leicht gesunken ist. Dennoch ist ein weiterer Anstieg des Leitzinses möglich. Die EZB koppelt einen solchen an die weitere Inflationsentwicklung. 13 Auch die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins massiv angehoben, er liegt zum Jahresende in einer Spanne von 4,25 bis 4,5 % und somit deutlich über dem Leitzins für die Eurozone. Dadurch konnte die US-Teuerungsrate jedoch merklich reduziert werden. Für 2023 wird daher nur noch ein leichtes Anheben des Leitzinses erwartet. 14 Mit ihrer aggressiven Zinspolitik konnte die Fed den Anstieg der Inflation in den USA erfolgreich bremsen. Dies wertete den US-Dollar im Vergleich zu anderen Währungen deutlich auf, besonders zum Euro. Ein schwacher Euro wird im derzeitigen Marktumfeld als nachteilig empfunden, da es unter anderem die Inflation im Euroraum weiter verstärkt. 15 Seit Anfang des Jahres 2022 hat sich der Euro unterschiedlich gegenüber anderen Währungen entwickelt. Die wichtigsten Fremdwährungen für den Konzern sind der US-Dollar, der russische Rubel, die ukrainische Hrywnja sowie die schwedische Krone. Der US-Dollar hat das Jahr 2022 mit einem Kurs von 1,13 USD/EUR begonnen und zum Jahresende mit 1,07 USD/EUR leicht aufgewertet abgeschlossen. Der Rubel notierte Anfang 2022 bei 85,30 RUB/EUR und hat bis Jahresende 2022 auf 78,49 RUB/EUR aufgewertet. Die ukrainische Hrywnja wertete im Jahresverlauf von 30,92 UAH/EUR auf 39,24 UAH/EUR ab. Die schwedische Krone wertete sich im gleichen Zeitraum von 10,25 SEK/EUR zu 11,12 SEK/EUR leicht ab. MARKTENTWICKLUNG Die für die SGE BM CE bedeutenden Märkte zeigen im Berichtsjahr folgende Entwicklung: Nach dem Boom der deutschen Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren machen der Branche 2022 der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden weiteren Preissteigerungen und Lieferengpässe bei Baumaterial zu schaffen. Zwar steigt der Auftragseingang von Januar bis Oktober nominal nochmals um 6,9 %, inflationsbereinigt geht er allerdings um 7,9 % zurück. Der baugewerbliche Umsatz sinkt in diesem Zeitraum um real 5,3 %. Für das Gesamtjahr rechnet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. mit einem Umsatzrückgang von real 5 %, für 2023 mit einem Umsatzminus von real 6 %. 16 Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland fällt im Dezember 2022 auf 88,6 Punkte, nachdem er im Dezember 2021 94,7 Punkten betrug. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima noch stärker verschlechtert: Lag der ifo Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe zu Jahresbeginn 2022 mit +6,3 Punkten noch im deutlich positiven Bereich, betrug der Wert zum Jahresende -22,2 Punkte. Die Erwartungen der Unternehmen hellten sich minimal auf, blieben jedoch sehr pessimistisch. 17 Der Auslastungsgrad der Maschinen lag im Dezember mit 76,0 % auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr (Dezember 2021: 78,3 %). Die Auftragsreichweite im Bauhauptgewerbe blieb zum Jahresende im Durchschnitt der Bausparten ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau mit 4,4 Monaten (Dezember 2021: 4,7 Monate). 18 In Österreich verliert die Bauwirtschaft 2022 im Vorjahresvergleich zwar etwas an Schwung, dürfte das Jahr aber aufgrund der stark gestiegenen Preise mit einem nominellen Plus beenden. Die Stimmung in den österreichischen Bauunternehmen ist grundsätzlich positiv. Der Index zur aktuellen Lagebeurteilung, der im Rahmen des WIFO-Konjunkturtest ermittelt wird, legt im Dezember um 2,1 Punkte zu und notiert mit 19,6 Punkten weiter im deutlich positiven Bereich. Der Erwartungsindex hingegen sinkt um 2,7 Punkte auf optimistische 32,5 Punkte. Dieser hohe Wert ist auf die weiterhin hohen Preiserwartungen zurückzuführen. Hinsichtlich der Geschäftslageerwartungen bleiben die österreichischen Bauunternehmer hingegen skeptisch. 19 Auch in Tschechien verliert die Bauwirtschaft etwas an Dynamik. Die Bauleistung geht im November 2022 real um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr zurück, im Vergleich zum Vormonat Oktober liegt sie um 0,3 % niedriger. Die jeweiligen Bausparten verzeichnen nahezu die gleiche Entwicklung. Die Produktion im Hochbau geht im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,8 % zurück. Die Produktion im Tiefbau sinkt im Jahresvergleich um 0,9 %. In der Slowakischen Republik geht die inländische Bauleistung im November 2022 den zweiten Monat in Folge im Jahresvergleich zurück (-3,2 %). Der November ist zudem der siebte Monat im Jahr 2022, in dem die Bauleistung zu realen Preisen nicht mehr den gleichen Wert erwirtschaftet wie vor einem Jahr. Der Hochbau sinkt im Jahresvergleich um 5,1 %, der Tief- und Straßenbau nimmt hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 % zu. Insgesamt nimmt die Bauproduktion von Januar bis November 2022 um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab und beläuft sich auf ein Volumen von knapp 5,7 Mrd. €. 20 Die Baumaschinenindustrie sieht sich weiterhin einem schwierigen Marktumfeld ausgesetzt. Krieg, Inflation, Energieknappheit, steigende Zinsen, noch andauernde negative Auswirkungen der Pandemie und Disruptionen in der internationalen Logistik bergen nicht unerhebliche Marktrisiken. Bisher ist jedoch keine Welle von Auftragsstornierungen für Maschinen und Ausrüstung festzustellen und die Auftragsbestände reichen bei den Herstellern und Händlern zum Teil bis weit in das Jahr 2023 hinein. 21 Die mittelfristigen Aussichten für den deutschen Markt werden verhalten optimistisch eingeschätzt, zumal die Konjunkturprogramme aus dem Jahr 2020 weiterhin laufen und die großen Herausforderungen, wie z.B. die Dekarbonisierung und die Digitalisierung voranzubringen, neue Betätigungsfelder mit sich bringen. Allerdings dürfte die infolge der Pandemie und des Ukraine-Kriegs gestiegene Verschuldung der öffentlichen Haushalte sowie Umschichtungen in andere Ressorts (z.B. Verteidigung) dämpfend wirken. Der deutsche Markt für Baumaschinen lag Ende November mit 36.272 Einheiten nur leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,4 %; Retail: +0,4 %, Rental: -2,4 %). Der Kompaktmaschinenbereich (insbesondere der nach wie vor sehr starke Minibagger-Markt) entwickelte sich wiederum etwas besser (+0,2 %) als das Segment der Standard- und Großmaschinen (-1,8 %) und der Markt für Straßenbaumaschinen (-6,7 %). Wertmäßig stieg das Marktvolumen in der zwölf-Monate rollierenden Betrachtungsweise von Dezember 2021 bis November 2022 aufgrund der gestiegenen Maschinenpreise auf knapp 3,5 Mrd. (2021: 3,1 Mrd. €). Der Retail-/ Rental-Split lag wie in den letzten Jahren bei 72/28 zugunsten des Retail-Bereichs. Die Nachfrage nach Baumaschinen geht im Jahresverlauf in Österreich zurück. Gründe hierfür sind - neben dem geopolitischen Krisenumfeld - das Auslaufen des Investitionsprogramms der Regierung aus dem Jahr 2021 (Investitionsbonus) und die Planungsunsicherheit durch stark schwankende Rohstoffpreise sowie die schlechte Maschinen- und Teileverfügbarkeit im gesamten Markt. Per Ende November sinkt der Gesamtmarkt (ohne Telehandler) um 8,0 % auf 2.445 Einheiten (Vorjahr: 2.657 Einheiten). Aufgrund des hohen Auftragsbestandes in der Branche bei erwarteter besserer Lieferfähigkeit dürfte der Markt 2023 trotz der unsicheren Marktlage leicht steigen (Prognose 2023: +3%). Der tschechische Baumaschinenmarkt zeigt sich kurz vor Jahresschluss stabil, wenn auch mit leicht negativer Tendenz. Einschränkungen in der Lieferfähigkeit, höhere Zinsen und geopolitische Unwägbarkeiten bleiben ein bremsender Faktor und sorgen für Verunsicherung. Nichtsdestotrotz liegt der Gesamtmarkt in Tschechien (ohne Telehandler) mit 2.602 Einheiten nur 0,8 % unter Vorjahresniveau (Jan.-Nov. 2021: 2.622 Einheiten). Für 2023 wird für die tschechische Baumaschinenindustrie keine grundsätzlich veränderte Lage erwartet und mit einer Seitwärtsbewegung des Marktes gerechnet (Prognose 2023: +/- 0%). Die Baumaschinenkonjunktur in der Slowakischen Republik zeigt sich im Jahresverlauf von 2022 ausgesprochen freundlich. Der Gesamtmarkt (ohne Telehandler) steigt von Januar bis November 2022 um 21,2 % auf 857 Einheiten (Jan-Nov. 2021: 707 Einheiten) und liegt damit auf einem sehr hohen Niveau. Wie in Tschechien wird für 2023 mit einer Seitwärtsbewegung des Marktes gerechnet (Prognose (+/- 0 %). Mittelfristig positiv auswirken sollten sich die aus EU-Mitteln finanzierten Großbauprojekte. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine belastete im Geschäftsjahr 2022 besonders die Märkte der SGE BM Eurasia. Verschiedene Sektoren der russischen Wirtschaft sind durch Kriegsausgaben und westliche Sanktionen getrübt, so auch die Bau- und Bergbauwirtschaft. Die ukrainische Wirtschaft ist infolge des Krieges massiv eingebrochen. 22 In der Ukraine ist die Miningindustrie durch den Krieg stark beeinträchtigt. Einerseits durch die direkte regionale Betroffenheit durch den Krieg, andererseits durch die massiv beschädigte Infrastruktur und Energieversorgung. Auch für die Landwirtschaft sind große Anbauflächen nicht zugänglich und bewirtschaftbar. Die Bauwirtschaft in Armenien und Zentralasien entwickelte sich positiv, die Märkte der Bau- und Bergbauwirtschaft in Zentralasien ebenso. Die Haupttreiber für das Wachstum des Gesamtmarktes sind Usbekistan und Armenien. Die aktuelle Geschäftsentwicklung lässt auf einen weiter anhaltenden positiven Trend schließen. Die SGE hat umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die strikte Einhaltung von Sanktionen gegen Russland zu gewährleisten. Es wurden Prozesse definiert und implementiert sowie notwendige Ressourcen geschaffen bzw. erweitert, um sämtliche Transaktionen auf Sanktions-Compliance inkl. Exportkontrolle zu prüfen und die Freigabe in Abhängigkeit des Prüfergebnisses zu erteilen. Die Nachfrage nach nicht-sanktionierten Baumaschinen in Russland blieb hoch. Perspektivisch werden nur noch nicht sanktionierte Neumaschinen der Caterpillar-Marke SEM an nicht sanktionierte Kunden veräußert, wobei das Produktsortiment als stark eingeschränkt zu bezeichnen ist. Das Geschäft in der Ukraine beschränkt sich weiterhin im Wesentlichen auf den Verkauf von Ersatzteilen und Kundendienstleistungen an Mining- und Landwirtschaftskunden sowie auf den Verkauf von wenigen Bau- und Landwirtschaftsmaschinen. Die Konvertierung der russischen und ukrainischen Währungen ist nach wie vor, jedoch mit gewissen Einschränkungen möglich. Die Auszahlung von Dividenden ins Ausland bleibt weiterhin eingeschränkt und ist in Russland limitiert nur in Rubel möglich. Die schwedischen Märkte der SGE BM Nordics entwickelten sich insgesamt stabil bis positiv. Der Indikator des Bausektors weist zum Jahresende mit 101,7 ein niedrigeres Niveau auf als im Vorjahr (Dezember 2021: 107,4). Dies wird hauptsächlich dem Wohnungsbausektor zugeschrieben, welcher aufgrund hoher Materialkosten und Zinsen rückläufig war. Hier wird für das nächste Jahr eine Erholung erwartet. Der Bausektor für Gewerbeimmobilien entwickelte sich dagegen positiv und fand sich wieder auf normalem Niveau ein. Der Markt im Bereich Mining wird durch historisch hohe Kupfer- und Eisenpreise beflügelt. Der gesamte schwedische Markt für Bau- und Bergbaumaschinen wird für 2022 auf 5.221 Einheiten geschätzt (2021: 4.985 Einheiten). Die dänischen Märkte der SGE waren von Unsicherheit geprägt. Eine schlechte Stimmung, angedeutet durch fallende Beschäftigung und Umsätze, zieht sich voraussichtlich ins nächste Jahr. Obwohl die Entwicklung gegen Jahresende stärker war als erwartet und die Preise für Energie und Baumaterialien ihren Höhepunkt erreicht haben könnten, steigt die Unsicherheit fürs nächste Jahr noch weiter. Dies ist bedingt durch den fortlaufenden Krieg in der Ukraine, weiter steigende Zinsen sowie anstehende Lohnverhandlungen. Der gesamte dänische Markt für Bau- und Bergbaumaschinen wird für 2022 auf 4.840 Einheiten geschätzt (2021: 4.685 Einheiten). Die Wachstumsprognose für das deutsche Geschäftsfeld der SGE Rental wird für 2022 dem aktuellen ERA Report zufolge auf 2,0 % geschätzt, nachdem im Juni noch 2,1 % Wachstum prognostiziert wurden. In den ausländischen Geschäftsfeldern wurde die Prognose im November wieder angehoben. So wurde beispielsweise in Tschechien die Prognose von 2,1 % auf 4,5 % erhöht. Das österreichische Geschäftsfeld wird mit 3,3 % Wachstum angegeben, die nordischen Länder Schweden und Dänemark mit 3,2% beziehungsweise 4,6 %. Das geschätzte Marktwachstum der Slowakischen Republik erreichte 2022 1,9 %. Für das Jahr 2023 werden weitere Nachholeffekte aufgrund von Lieferengpässen in der tschechischen Bauindustrie vorausgesagt und die ERA erwartet eine Wachstumsrate von 5,2%. Für die Branche der SGE Power Systems geht laut aktuellem Bericht des VDMA das Geschäftsklima erstmals seit 2021 wieder deutlich nach oben. Ob dies bereits eine Trendwende anzeigt, sei jedoch noch nicht absehbar. Motorenhersteller und Zulieferer bewerten sowohl die aktuelle Lage also auch den Ausblick auf die kommenden sechs Monate besser als noch in der Herbstumfrage. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine, die eingeschränkte Lieferfähigkeit von Caterpillar und die allgemeine Materialknappheit dämpfen die Aussichten der SGE Power Systems weiterhin. Auch die Veräußerung der Aktivitäten in Belarus wirkt nachteilig auf die Entwicklung der SGE. Die hohe Nachfrage im Industriesegment wird durch Engpässe in der Lieferkette und damit einhergehende Produktionsverzögerungen nicht in vollem Umfang bedient werden können. Im Bereich Electric Power Gas sorgt die Abhängigkeit von der Gasversorgung aus Russland für Unruhe. Trotz der lieferkettenbedingten Verzögerung beim Aufbau neuer Rechenzentren wächst der Markt im Bereich Electric Power Invest weiterhin. Im Segment Lokomotivmotoren fehlt es an größeren Serienprojekten im Markt. Im Marinesegment steht der gesamte russische Markt unter Sanktionen. Der Öl- & Gasmarkt wird beflügelt durch den hohen Gaspreis. Unternehmen identifizieren für sich neue Märkte aufgrund der Sanktionen des russischen Marktes. Im Marinemarkt gibt es zunehmend Bewegung, gestützt durch Militär- und Behördenprojekte sowie Investitionen in die touristische Schifffahrt (Binnenschifffahrt, Yachtbau). Das Marktvolumen der Ballastwasserbehandlungssysteme befindet sich auf dem Höhepunkt, mittelfristig wird ein abnehmendes Volumen erwartet. Die SGE Anlagenbau verzeichnet in 2022 in ihren Märkten EU, USA und China ein positives bis stabiles Wachstum. Die in mehreren Bereichen andauernden Krisensituationen sowie daraus entstandene globale Inflationstreiber führen im weltweiten Markt zu unterschiedlichen Entwicklungen. Während der wichtige russische Markt weggebrochen ist, bleiben die chinesischen Auftragseingänge weiterhin stabil auf hohem Niveau. Auch der bedeutende USA Markt wird aufgrund politisch motivierter Subventionen voraussichtlich wieder deutlich an Fahrt gewinnen. Parallel ist davon auszugehen, dass die europäischen Industriezweige sich in wesentlicher Abhängigkeit zur Energiepreisentwicklung verhalten werden. Die Auftragseingänge der SGE hatten sich im letzten Quartal gegenüber dem Jahresverlauf eher etwas beruhigt. Großaufträge waren insbesondere in den petro-chemischen Bereichen erwartungsgemäß ausgeblieben. Weiterhin blieben auch die Orders im Food-Geschäft deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. 2 GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS WESENTLICHE STEUERUNGS-KENNZAHLEN DES KONZERNS
UMSATZENTWICKLUNG UND AUFTRAGSLAGE Das Geschäftsjahr 2022 ist für Zeppelin insgesamt erfolgreich verlaufen. Dies trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen, welche infolge des Kriegs in der Ukraine durch Energieengpässe, beschränkter Verfügbarkeit von Maschinen und Motoren, gestörten Lieferketten und einer hohen Inflation sowie noch teils gegebene COVID-19-Effekten geprägt waren. Der Konzernumsatz ist um 3,9 % auf 3.838,2 Mio. EUR (Vorjahr 3.695,6 Mio. EUR) gestiegen. Die Umsatzerlöse der SGEs, die sich der Vermietung, dem Vertrieb und dem Service von Bau- und Bergbaumaschinen sowie Motoren widmen, haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 0,1 Mio. EUR erhöht. Diese Stagnation ist maßgeblich auf den kriegsbedingten Umsatzrückgang der SGE BM Eurasia zurückführen (-18,2 %), welche insbesondere durch Zuwächse der SGE Rental (+15,7%) kompensiert werden konnten. Darüber hinaus weisen die Umsätze der SGE Anlagenbau ein starkes Wachstum auf. UMSÄTZE NACH SGE s
Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 18.419 Maschinen, Gabelstapler und Motoren auf den Markt gebracht, was einem Rückgang von 7,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während der Absatz von neuen Bau- und Bergbaumaschinen um 1.673 Einheiten (-18,0 %) abnahm, wuchs der Absatz von neuen Gabelstaplern und Motoren um 60 Einheiten (+30,2 %) bzw. 109 Einheiten (+3,1 %). Auch der Absatz gebrauchter Bau- und Bergbaumaschinen sowie Motoren war gegenüber dem Vorjahr um 200 Einheiten (-4,1 %) bzw. 35 Einheiten (-46,1 %) rückläufig. Die zu Mietzwecken erstmals in den Markt gebrachten Maschinen und Gabelstapler liegen mit 1.726 Einheiten über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 1.500 Einheiten). Der Auftragseingang aller Konzernunternehmen hat sich auf 4.019,8 Mio. EUR (Vorjahr 4.508,6 Mio. EUR) maßgeblich durch einen deutlich rückläufigen Auftragseingang in der SGE BM Eurasia verringert. Der Auftragsbestand liegt zum Jahresende mit 1.950,6 Mio. EUR über dem Vorjahr (1.768,9 Mio. EUR). Auf die SGE Anlagenbau entfallen 613,9 Mio. EUR (Vorjahr 550,5 Mio. EUR). MITARBEITENDE UND MITARBEITENDEN-ENTWICKLUNG Die Anzahl der Mitarbeitenden im Konzern hat sich stichtagsbezogen, aufgeteilt nach SGEs, wie folgt entwickelt:
In ausländischen Gesellschaften hat der Konzern Ende 2022 4.212 (Vorjahr 4.898) Mitarbeitende (FTEs) beschäftigt, was einem Anteil an der Gesamtbelegschaft von 40,5 % entspricht (Vorjahr 45,9%). ANGABEN ZUR FRAUENQUOTE Gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst" wurden in der Zeppelin GmbH im Jahr 2018 Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie auf der obersten Managementebene festgelegt. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 wurde für den Aufsichtsrat eine Frauenquote von 33,3%, für die Geschäftsführung von 25% und für die erste Führungsebene von 35,3 % und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 36,8 %erreicht. Auf Basis des erreichten Frauenanteils und in Übereinstimmung mit den geänderten gesetzlichen Vorgaben (Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhaben von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Zweites Führungspositionen-Gesetz - FüPoG II)) sowie unseren eigenen personalpolitischen Zielsetzungen für eine ausgewogene Geschlechterbalance hat der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 24.03.2022 eine entsprechende Anpassung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und der Geschäftsführung, als auch die Geschäftsführung für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH beschlossen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 33 %, für die Geschäftsführung von 25 % und für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von 30 % und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 36 % beschlossen. Diese Zielgrößen gelten bereits für das Geschäftsjahr 2022 und sind bis zum 31.03.2027 zu erreichen. 3 WICHTIGE VORGÄNGE DES GESCHÄFTSJAHRES KRIEG RUSSLAND GEGEN DIE UKRAINE Am 24. Februar 2022 marschierte Russlands Armee in die Ukraine ein. Seitdem befinden sich die beiden Länder in heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Auch Belarus ist indirekt am Krieg beteiligt, da russische Truppen unter anderem über weißrussisches Territorium in die Ukraine einfielen. Die militärischen Handlungen führten zu zahlreichen menschlichen Opfern, großen Flüchtlingsströmen in und aus der Ukraine, zur weitgehenden Zerstörung der Infrastruktur im Osten und Süden der Ukraine und brachten das Wirtschaftsgeschehen in der Ukraine faktisch zum Erliegen. Die USA, die Europäische Union, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere westliche Staaten erließen, als ihre Reaktion auf die kriegerischen Handlungen, zahlreiche und umfangreiche Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Belarus. Die Sanktionsmaßnahmen betreffen weitreichend das Zeppelin-Geschäft in diesen beiden Ländern. Als unmittelbare Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg resultieren die im nachfolgenden Abschnitt dargestellten weiteren wichtigen Vorgänge der SGE BM Eurasia. VERÄUSSERUNG BELARUS (ZWR) Da in Belarus sämtliche Produkte der Zeppelin International AG ab dem 4. Juni sanktioniert wurden und dort deshalb kein Geschäft mehr möglich war, hat die SGE BM Eurasia die Gesellschaft Zeppelin Weißrussland mit Wirkung zum 29. Juli 2022 an einen externen Investor verkauft. Zeppelin bleibt in Weißrussland jedoch weiterhin mit einer Repräsentanz vertreten. Weitere Ausführungen hierzu befinden sich unter den weiteren wichtigen Vorgängen der SGE BM Eurasia des nachfolgenden Abschnitts. ERP-PROJEKT DES ZEPPELIN KONZERNS Auf Grund der Komplexität und damit verbundener technischer Einschränkungen wurde im Frühjahr 2022 die Entscheidung getroffen, das laufende Upgrade-Projekt für das bei Zeppelin Österreich im Einsatz befindliche SAP ERP-System auf S4 nicht fortzuführen und voraussichtlich keinen weiteren Roll-Out dieses ERP-Systems durchzuführen. Das ERP-System wird weiterhin von Zeppelin Österreich genutzt und die entsprechende Wartung und Weiterentwicklung durch Zeppelin Digit sichergestellt. Zeppelin Digit ist verantwortlich für SGE-übergreifende Themen im Bereich IT, Digitalisierung und Innovation. Im Gegenzug wurde die Neuentwicklung eines SGE-übergreifenden ERP-Templates auf Basis der aktuellen SAP-Technologieplattform S4 initiiert. Dazu wurde ein gemeinsames Projekt mit Beteiligung der SGEs Power Systems und den Landesgesellschaften in Schweden und Dänemark, sowie aktiver Einbindung der SGE BM CE gestartet. Dieses Projekt zur Entwicklung und Implementierung der Systemlandschaft sowie die damit verbundenen Kosten werden auf Konzern-Ebene durch die Zeppelin GmbH zentral geplant, gesteuert und überwacht. Entsprechende Rahmenverträge wurden mit den beteiligten Gesellschaften abgeschlossen, welche unter anderem die Verrechnung der Lizenz- und Implementierungskosten abdecken. Die Konzeptphase für das neue ERP-Template wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 abgeschlossen werden und eine erste Produktivsetzung ist für 2024 geplant. COVID-19-PANDEMIE Die COVID-19-Pandemie hat auch im Jahr 2022 das Unternehmen beeinflusst, wobei sich die Lage im Laufe des Jahres deutlich entspannt hat. Der COVID-19-Krisenstab konnte aufsetzend auf die Erfahrungen seit Pandemiebeginn sehr effektiv agieren und entlang der Entspannung der pandemischen Situation die Maßnahmen nach und nach zurücknehmen. Der Schutz der Gesundheit der Belegschaft und Geschäftspartner war zu jeder Zeit gegeben. AKQUISITION EINES MEHRHEITSANTEILS AN DER MAGDALENA KITZMANN GMBH Die SGE Anlagenbau baut mit der Übernahme eines Mehrheitsanteil an der Magdalena Kitzmann GmbH, Lengerich zum 01. Januar 2022 durch die Zeppelin Systems GmbH seine Kompetenzen im Bereich Performance Materials aus. Als Spezialist für maßgeschneiderte und prozesssichere Komplettanlagen steht die Magdalena Kitzmann GmbH seit knapp 50 Jahren für Reproduzierbarkeit, Funktions- und Betriebssicherheit. Das 360°-Leistungsspektrum umfasst das Engineering bis zur Inbetriebnahme von Einzelkomponenten sowie die Fertigung von Turn-Key-Anlagen für Flüssigkeits- oder dem Feststoffhandling. Unternehmen aus der Kunststoffindustrie, der chemischen Industrie und der Lebensmittelindustrie profitieren regelmäßig von den individuellen verfahrenstechnischen Anlagen. Trotz der Übernahme des Mehrheitsanteils durch die Zeppelin Systems GmbH bleibt die Magdalena Kitzmann GmbH als eigenständiges Unternehmen bestehen und wird weiterhin gemeinschaftlich vom bisherigen Management geführt. Bisher vor allem im deutschen und angrenzenden europäischen Markt tätig, gibt Zeppelin Systems GmbH dem Unternehmen den Rückhalt für globales Wachstum. CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY (CSR) Zu Beginn des Jahres 2022 widmete Zeppelin dem Thema CSR erstmals eine Aktionswoche. Neben mehreren interaktiven Aktionen für Mitarbeitende, wurde in Vorträgen und Diskussionsrunden die Bedeutung von CSR für Zeppelin als Stiftungsunternehmen, die konkreten Nachhaltigkeitsziele sowie die Maßnahmen zur Zielerreichung vorgestellt und erläutert. Zudem standen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen von Caterpillar und Zeppelin im Mittelpunkt der Aktionswoche. Nachhaltigkeit wurde im gesamten Zeppelin Konzern noch stärker fokussiert und die CSR-Aktivitäten weiter ausgebaut: Neben der weiteren Verankerung der CSR-Organisation innerhalb der SGEs, wurde ein innovatives CSR-Reporting-Tool eingeführt und weltweit ausgerollt, sodass die Datenerfassung und -auswertung optimiert werden konnte. Zur Erschließung von neuen Potenzialen und zur Einbindung aller Mitarbeitenden wurde die Z IDEA Kampagne "Nachhaltige Partner. Nachhaltiger Erfolg" gestartet, bei der über 60 Ideen zur Förderung der nachhaltigen und ressourcenschonenden Zusammenarbeit mit unseren Kunden eingereicht wurden. Um die -Neutralität im eigenen Geschäftsbetrieb zu realisieren und den Energieverbrauch sukzessive zu reduzieren, investiert Zeppelin in den Einsatz erneuerbarer Energien, die Umstellung auf effiziente Technologien und die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien. Bereits im Jahr 2021 wurde ein umfassendes Modernisierungskonzept verabschiedet, in welchem alle Eigentumsstandorte bis 2030 generalsaniert und weitgehend einheitlich gestaltet werden. Im Jahr 2022 wurde mit der Umsetzung des Konzeptes begonnen und die Maßnahmen an den Standorten Villach (Österreich), Ulm, Freiburg und Rendsburg gestartet. Zudem wurde in 2022 der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur zur Förderung der E-Mobilität weiter vorangetrieben und alleine in Deutschland 45 Standorte mit E-Ladesäulen ausgerüstet. Bei der Realisierung von Neubauten werden bereits bei Projektstart sämtliche Nachhaltigkeitsthemen adressiert und die Gebäude auf einen CO 2-neutralen Betrieb ausgerichtet, wie dies bereits am neuen Standort in Bratislava (Slowakische Republik) umgesetzt wurde. Mit der im Frühjahr 2022 ins Leben gerufenen konzernweiten Energiespar-Kampagne "Be sustainable. Save sustainable" konnte Zeppelin einen aktiven Beitrag zur Einsparung von Energie und damit für die Erhöhung der Versorgungssicherheit im Winter 2022/2023 leisten. Gleichzeitig wurden die Mitarbeitenden für einen bedachten und sparsamen Umgang mit den gegebenen Ressourcen und für proaktives Energiesparen erfolgreich sensibilisiert. Gemeinsam verantwortlich, ethisch und rechtmäßig handeln - das gilt auch für Partner, Lieferanten und Dienstleister des Zeppelin Konzerns. Um die Zusammenarbeit noch nachhaltiger zu gestalten, arbeitete ein Projektteam, zusammengesetzt aus den Abteilungen Legal, Einkauf und dem CSR-Ressort, an der Weiterentwicklung und dem Ausbau der internen Prozesse, wie bspw. für die Risikoanalyse der Lieferanten, die Verankerung von Präventionsmaßnahmen und die Schaffung von Abhilfemaßnahmen bei festgestellten Rechtsverstößen der Lieferanten. Zeppelin hat sich damit auf die Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, welches für Zeppelin ab dem 01.01.2023 verpflichtend wird, entsprechend vorbereitet. Auch im Bereich gesellschaftliches Engagement übernimmt der Zeppelin Konzern Verantwortung und hat im Jahr 2022 eine Vielzahl von sozialen, kulturellen und sportlichen Organisationen und Einrichtungen im In- und Ausland unterstützt. Besonders hervorzuheben ist der Hilfsfond für die Ukraine in Höhe von 100.000 Euro, um bedürftige Mitarbeitende und ihre Familien aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Bereits seit vielen Jahren fördert der Zeppelin Konzern regelmäßig die im Jahr 2003 gegründete Zeppelin Universität in Friedrichshafen und viele weitere Initiativen wie die Hilfsorganisation "Home from Home". Der Zeppelin Konzern hat im Jahr 2022 den dritten Bericht zur Nachhaltigkeit veröffentlicht, der gleichzeitig die Fortschritte im Rahmen der UN Global Compact Mitgliedschaft dokumentiert. Der Bericht orientiert sich an dem international gültigen Standard der Global Reporting Initiative (GRI) und unterstreicht Zeppelins Engagement im CSR-Bereich. Der Bericht ist in deutscher und englischer Sprache auf der Zeppelin Webseite (https://www.zeppelin.com/de-de/ueber-uns/verantwortung/nachhaltigkeit/) verfügbar. DIVERSITY Um die zunehmende Bedeutung von Diversity zu unterstreichen, wurde die Initiative Z COLOURFUL, die sich mit der Einbindung von Vielfalt und Chancengerechtigkeit befasst und somit nicht nur eine Anpassung an eine veränderte Arbeitswelt darstellt, sondern Vielfalt als erfolgskritischen Faktor herausarbeitet, ins Leben gerufen: vielfältige Teams helfen, besser zu reflektieren, kreativer zu agieren und klüger zu entscheiden. Außerdem hilft die Einbindung von vielfältigen Talenten dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und stellt eine wichtige Employer Branding Säule für Zeppelin dar. Ein grundlegender Meilenstein hierbei war die Bekanntgabe der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch die Konzerngeschäftsführung. Darüber hinaus ist Zeppelin Gründungspartner von Employers for Equality, einem Programm der PANDA GmbH für Gender, Equality & Diversity in Unternehmen, das sich für Gleichberechtigung stark macht und damit den Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft aktiv vorantreibt. Auch im Jahr 2022 gab es wieder viele Aktionen und Maßnahmen rund um Inclusion & Diversity und bestehende Initiativen, wie zum Beispiel die sog. Diversity Botschafterinnen und Botschafter wurden ausgebaut. Um das Thema noch tiefer in die Führungskultur zu verankern, wurden Managements-Trainings zu Unbewussten Vorurteilen durchgeführt. Darüber hinaus wurde mit einem Reverse-Mentoring Programm gestartet, mit dem Ziel gegenseitiges Lernen über Hierarchie-, Alters- und Bereichsebenen (noch) stärker zu fördern. Im Bereich Gender Diversity hat sich die Organisation intensiv mit der Zielsetzung von 20% Frauenanteil bis 2025 gemessen an der Gesamtbelegschaft auseinandergesetzt und entsprechende Maßnahmen ins Leben gerufen, die nun in einem regelmäßigen Turnus überprüft werden. WORKDAY Im Oktober 2020 startete Zeppelin mit der globalen Einführung der HR-Software Workday. Ende 2021 stand bereits der erfolgreiche Go-Live der ersten Projektphase mit den Modulen HCM Core, Recruiting und Vergütung (Teil 1). Erstmals sind nun alle HR-Basisdaten, über alle Konzerngesellschaften hinweg, in einer zentralen Software verfügbar. Im Jahr 2022 wurden weitere Vergütungsdaten sowie zusätzliche Vergütungsprozesse eingeführt. Zudem konnte Workday in 2022 in einer zweiten Projektphase um einige Themen der Personalentwicklung erfolgreich erweitert werden. Performanceprozesse, wie das Mitarbeitendengespräch und Zielvereinbarungen, können ab Januar 2023 erstmals in weiten Teilen des Konzerns einheitlich mit Hilfe von Workday geführt werden. Außerdem wird der schon bestehende Talent Management Prozess sowie die Nachfolgeplanung integriert. Mit dem Go-Live im November 2022 konnte eine konzernweite Lernplattform bereitgestellt werden. Dadurch kann die Mitarbeitendenentwicklung innerhalb eines Systems abgebildet und zeitnah andere Software abgeschaltet werden. Die Einführung von Workday harmonisiert viele HR-Prozesse und trägt damit entscheidend zur Digitalisierung von HR bei. Führungskräfte und Mitarbeitendenentwicklung können viele Prozesse selbständig anstoßen und haben Transparenz über die Daten. Mit Workday erreicht Zeppelin erstmals ein konzernweit automatisiertes und harmonisiertes HR Reporting in Echtzeit. NEUE HAUPTNIEDERLASSUNG GÖTEBORG In Göteborg, Schweden, wird eine neue Zentrale für die dortige Gesellschaft gebaut. Der Hauptsitz ist das erste große Immobilien-Neubauprojekt von Zeppelin in den nordischen Ländern nach der Übernahme der Gebietsverantwortung im Jahr 2020. Das Projekt umfasst ein Bürogebäude für bis zu 180 Mitarbeitende, ein regionales Lager und vor allem eine moderne Werkstatt mit effizienten Arbeitsplätzen für die Baumaschinen, Power Systems und Rental, die alle in einer flexiblen Umgebung zusammenarbeiten. Das Grundstück ist 31.000 m 2 groß und befindet sich in erster Reihe im Landvetter Airport Logistikpark, direkt neben dem Flughafen, an der Hauptverkehrsstraße und unweit des zweitgrößten Hafens von Göteborg. Die Außenanlage umfasst 16.000 Quadratmeter Nutzfläche mit einem separaten Kühllager, einer modernen Waschanlage mit Wasserrecycling-System, einem Rental-Hub für einfaches Ein- und Auschecken und einem maßgeschneiderten Kalibrier- und Testbereich für die Vorführung und Prüfung von Maschinen. Der neue Hauptsitz wird ein wichtiges Wahrzeichen für die Präsenz von Zeppelin und CAT in Schweden sein. Die Eröffnung des Standorts ist für 2024 geplant. WEITERE WICHTIGE VORGÄNGE DER SGE s Im Geschäftsjahr 2022 fanden mit der bauma und der GaLaBau zwei wichtige Messen für die SGE BM CE statt. Als Weltleitmesse für Baumaschinen verzeichnete die bauma einen hohen Besucherandrang, den Zeppelin durch den Verkauf von 1.236 Neu- und Gebrauchtmaschinen sehr erfolgreich nutzen konnte. Zusammen mit Motoren, Komponenten und weiteren Services wurde dabei ein Umsatz in Höhe von 169 Millionen Euro erzielt. Zudem organisierte das Zeppelin Produktmanagement 190 Führungen mit über 3.100 Teilnehmern über den Messestand. Ein wesentlicher Trend war die Automatisierung. Ebenso überzeugte die Fachmesse GaLaBau in Nürnberg unter dem Motto "Gemeinsam klimafit in die Zukunft" mit einem hohen Zulauf von regionalen und überregionalen Besuchern. Zu sehen gab es eine große Bandbreite an Caterpillar Minibaggern in Verbindung mit einem Caterpillar Kompakt- und Radlader sowie einer Caterpillar Tandemvibrationswalze. Auf der bauma präsentierte das Unternehmen als Produktneuheit vier batterieelektrische Maschinen von Caterpillar. Die Maschinen verfügen über von Caterpillar entwickelte Batterien und jeweils über ein integriertes Onboard-Ladegerät. Eine Offboard-Schnellladeoption wird ebenfalls zur Verfügung stehen. Aufbauend auf der bewährten Caterpillar-Technologie verfügt die Lithium-Ionen-Batteriereihe über ein modulares Design, das flexible Konfigurationen für mehrere Anwendungen bietet. Die Batterien sind so konstruiert, dass sie an die Leistungsanforderungen der Kunden angepasst werden können und die Nachhaltigkeit während ihres gesamten Lebenszyklus maximieren, einschließlich Recycling und Wiederverwendung am Ende der Lebensdauer. Im Bereich Flottenmanagement führte der Zeppelin Service ein Dashboard ein, mit dem Kunden verschiedenste Informationen ihrer Caterpillar Baumaschinen abfragen können. Die Service-Plattform wird bereits von zahlreichen Kunden genutzt. Sie ist der dritte digitale Baustein, der das bestehende Online-Kundenportal und das Flottenmanagement ergänzt. Schon heute schafft die Caterpillar Applikation Vision Link die Möglichkeit, im Zuge von Telematik, Maschinendaten wie den Verbrauch von Kraftstoff oder den Leerlaufanteil zu analysieren und viele weitere wichtige Informationen über den Maschineneinsatz jederzeit auf allen gängigen Endgeräten zu erhalten. Die Service-Plattform setzt auf dem Flottenmanagement auf, das sich vor allem auf den Maschinenbetrieb konzentriert. Die Plattform bietet den Nutzern im Bereich der Maschinenwartung jedoch mehr Komfort und zusätzliche Informationen. Zudem stellte Caterpillar zwei neue benutzerfreundliche Assistenzsysteme für die drei Mini-Hydraulikbagger der nächsten Generation vor. Neu auf den Markt kommende Baumaschinen sind ab Werk mit diversen Assistenzsystemen ausgestattet. Eine der großen Neueinführungen im Jahr 2022 war der Zeppelin Cat Onlineshop, der Kunden eine weitere digitale Möglichkeit bietet, das benötigte Equipment für die Baustelle zu erwerben. Online zum Kauf angeboten wird eine Auswahl an kompakten Caterpillar Baumaschinen wie Minibagger und Walzen, aber auch passende Anbaugeräte. Im Onlineshop profitieren die Kunden sowohl von einer umfassenden Produktdarstellung als auch von einer einfachen Kaufabwicklung. Im Bereich Digitalisierung entstanden im Berichtsjahr verschiedene Neuentwicklungen. Ein Serviceprogramm zur systemischen Abbildung des Bestellungsprozesses vereinheitlicht die Kommunikation zwischen Vertrieb und Service und unterstützt bei der Disposition von Maschinen/Komponenten und Servicetechnikern. Die Abläufe zwischen Service und Vertrieb in den Niederlassungen werden somit einheitlicher und effizienter. Daneben wurde ein Product Information Management-System eingeführt, mit dem alle produktbezogenen Informationen und Dokumente zentral in einer Datenbank abgelegt werden. Die Ausgabekanäle (Website, Zeppelin Cat Shop, Online-Konfigurator etc.) beziehen die Produktdaten aus dem Product Information Management-System, wodurch sichergestellt ist, dass die Daten einheitlich und transparent sind. Auch wird der Aufwand für die Datenpflege deutlich verringert. Außerdem wurde durch die Einführung des Reisebuchungs- und Reisekostenabrechnungstools Concur der gesamte Reiseprozess bei einzelnen Konzerngesellschaften digitalisiert und damit vereinfacht. Im Juli 2021 begannen die Bauarbeiten für den Neubau der Niederlassung in Eschweiler von der Zeppelin Baumaschinen GmbH und der neuen Mietstation der Zeppelin Rental GmbH. Zeppelin realisiert mit diesem Standort die erste treibhausgasneutrale Niederlassung und Mietstation in Deutschland. Der aufgrund der COVID-19-Pandemie zeitlich verschobene Spatenstich für den Neubau mit KfW-Energieeffizienzstandard 55 erfolgte im Mai 2022. Der Verzicht auf fossile Energieträger ist ein wesentlicher Beitrag, um das Unternehmensziel bis 2030 zu erreichen, ein CO 2-neutrales Unternehmen im laufenden Geschäftsbetrieb zu werden. Die neue Niederlassung für das Team der Zeppelin SK s.r.o. wurde am 27. Mai 2022 in der Nähe der Hauptstadt Bratislava eröffnet. Die Niederlassung verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung zwischen Bratislava und Trnava und hat eine Gesamtfläche von 14.400 m 2. Auch dieser Neubau wurde gemäß den Nachhaltigkeitsstandards des Konzerns errichtet und kann perspektivisch klimaneutral betrieben werden. Durch die Nutzung von Niederschlagswasser kann der Frischwasserverbrauch deutlich reduziert werden. In Tschechien wurde für die Erweiterung des Servicebereichs ein neues Cat-Ersatzteillager für Tschechien, die Slowakische Republik und Österreich errichtet. Das neue Logistikzentrum in Ostředek (bei Prag) liegt in direkter Nähe zur Autobahn. Ziel ist es, Lieferungen gängiger Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden nach Kundenbestellung in diesen drei Ländern zu realisieren. Aufgrund des Nachfragerückgangs im Bereich der Überholung von Untertagebergbaumaschinen wurde das Produktions- und Reparaturwerk in Ostrava-Radvanice an die VP BASTRO s.r.o. verkauft. Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Bergbau bei Zeppelin wird weiterhin fortgeführt, ebenso wie die technische Unterstützung. Die SGE BM Nordics hat erfolgreich das Projekt "jeden Tag sicher nach Hause" gestartet, um die Sicherheitsmaßnahmen und die entsprechenden wichtigsten Sicherheitsindikatoren zu verbessern. Das Projekt dient ebenfalls dazu, Sicherheitsfragen sichtbarer zu machen und das allgemeine Bewusstsein jedes Einzelnen im Unternehmen zu schärfen. Das Bauprojekt für die neue Hauptniederlassung in Göteborg, Schweden, ist in die nächste Phase getreten. Die Grundsteinlegung erfolgte im November 2022. Das Projekt liegt weiterhin im Zeitplan. Um den Austausch des aktuellen ERP-Systems vorzubereiten, hat die SGE BM Nordics in Zusammenarbeit mit der SGE Power Systems sowie Zeppelin Digit die Erkundungsphase für das neue ERP-System für die Landesgesellschaften in Schweden und Dänemark begonnen. Da die westlichen Sanktionen den Verkauf der meisten Mining-Produkte und Servicedienstleistungen in Russland verbieten sowie auch viele russische Mining-Kunden auf Sanktionslisten stehen, ist der Betrieb des Mining-Geschäftsbereiches in Russland nur in einem sehr eingeschränkten Maße möglich. Die SGE BM Eurasia hat deshalb das Personal der Mining-Division nahezu vollständig abgebaut und die meisten Mining-Standorte geschlossen. Der Verkauf von neuen Caterpillar Maschinen in Russland wurde im Spätsommer 2022 eingestellt. Nachdem die SGE die existierenden CAT-Bestandsmaschinen sowie die sich in Anlieferung befindlichen bestellten Maschinen abverkauft hat, wird kein Verkauf mehr von CAT-Maschinen in Russland stattfinden. Die SGE wird daher in Russland neben diversen Landwirtschaftsgeräten, nur noch Maschinen der chinesischen Caterpillar-Marke SEM an nicht sanktionierte Kunden verkaufen können. Auch die meisten Motoren und Gensets, die in Russland über die Gesellschaft Zeppelin Power Systems Russland OOO vertrieben und serviciert werden, sind sanktioniert. Das künftige Geschäftsvolumen mit diesen Power-Systems-Produkten ist daher massiv eingeschränkt. Das restliche Geschäft wird daher in die Zeppelin Russland OOO integriert werden. Nach der vollständigen Auszahlung der ausschüttungsfähigen Dividende wird über eine Liquidierung der Zeppelin Power Systems Russland OOO entschieden. Die SGE Rental sichert sich im Geschäftsjahr 2022 Top-Auszeichnungen in der Branche. So zeichnete die European Rental Association die Zeppelin Rental GmbH bereits zum zweiten Mal als "Large Rental Company of the Year" - großes Vermietunternehmen des Jahres - aus. Außerdem erhielt die Zeppelin Rental GmbH Gold im "Rental Services Excellence Program" von Caterpillar. Die Zeppelin Rental Österreich GmbH & Co. KG wurde zum sechsten Mal in Folge von den Leserinnen und Lesern der österreichischen Zeitschrift "Solid" in der Kategorie "Baulogistik und Vermietung" auf den ersten Platz gewählt. Im Oktober verzeichnete die Zeppelin Rental GmbH in Zusammenarbeit mit der Zeppelin Baumaschinen GmbH einen erfolgreichen Messeauftritt auf der bauma 2022. Des Weiteren wurde im Jahr 2022 die Fehmarnbelt Solution Services A/S" aufgelöst, an der die Zeppelin Rental GmbH sämtliche Anteile hielt. Nachdem die Geschäftsaktivitäten der tschechischen Meton s.r.o in den Bereich Baustellen- und Verkehrssicherung (BVS) der Zeppelin CZ s.r.o. integriert wurden, wurde im Jahr 2022 der Liquidationsprozess der Meton s.r.o. gestartet, der final im Januar 2023 abgeschlossen wurde. In Schweden und Dänemark wurden zur Erweiterung des Mietgeschäfts neue Mietstationen eröffnet. So wurde in Dänemark die Mietstation in Rødby offiziell eröffnet, um dem wachsenden Geschäft des Fehmarn-Bauprojekts nachzugehen. In Schweden wurde die Anzahl der Mietstationen durch drei Neueröffnungen in Ringön (Göteborg), Eslöv (Malmö) und Årsta (Stockholm) auf fünf erweitert. Im Rahmen der ehrgeizigen Wachstumsstrategie arbeitet die SGE zusammen mit der dänischen Landesgesellschaft an Akquisitionsprojekten. Im Zuge der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung von Luther HL GmbH & Co. KG und der Meton GmbH im Jahr 2021 wurde das Projekt "Spurwechsel" zur Optimierung des Bereichs der Baustellen- und Verkehrssicherung gestartet. Die Strategieentwicklung und -umsetzung in Rahmen dieses Projektes schritten 2022 voran. Zum 1. Mai 2022 wurde mit der Leiterin des Personalbereichs ein weiteres Mitglied in die Geschäftsleitung der Zeppelin Rental GmbH aufgenommen und die Geschäftsleitung damit auf fünf Mitglieder aufgestockt. Das Jahr 2022 war für die SGE Power Systems bestimmt durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine, gestörten Lieferketten und dynamischen Preisentwicklungen. Das internationale Geschäft ist von der aktuellen Sanktionslage in Russland und Belarus stark betroffen. Die Strategische Geschäftseinheit hat sich deshalb Mitte des Jahres vollständig aus dem operativen Geschäft in Belarus zurückgezogen. Das Geschäft in Russland ist weitgehend sanktioniert und wird in die Zeppelin Russland OOO integriert. Durch Lieferkettenprobleme verursachte lange Lieferzeiten und eingeschränkte Materialverfügbarkeiten führten in nahezu allen zwölf Power Systems Ländern zu Engpässen bei Bestellungen von Motoren und Ersatzteilen - positiv begleitet von einer ungebrochenen hohen Nachfrage nach unseren Produkten. Neben dem Core Geschäft des Caterpillar Neumotorenvertriebs und den Serviceaktivitäten für Caterpillar und MaK Motoren lag der Fokus auch 2022 auf dem Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, auf alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie der weiteren Etablierung im Großprojektgeschäft. Die Gesellschaft arbeitete verstärkt daran, mögliche Optionen zur Systemintegration und zur Vermarktung von Wärmepumpen auszuloten. Im Bereich Brennstoffzelle wurden die Projekte PEM- (Proton Exchange Membrane) und SOFC- (Solid Oxide Fuel Cells) weiter vorangetrieben. Zusätzlich investierte Power Systems in den Einsatz von Brennstoffzellen in maritimen Anwendungen und plant künftig die Entwicklung von Prototypen. Im Jahr 2022 wurde das SAP-Projekt in einem internationalen Ansatz gemeinsam mit der SGE BM Nordics und Zeppelin Digit neu aufgesetzt. Im Rahmen von gemeinsamen Workshops mit Projektmitgliedern aus den SGEs Baumaschinen Nordics, Power Systems sowie Zeppelin Digit findet aktuell die sogenannte Explore Phase statt. Für die SGE Anlagenbau führte der Krieg Russlands gegen die Ukraine aufgrund erfolgter Sanktionsbestimmungen für ein Großprojekt mit einem russischen Kunden zu einem konsequenten Auslieferungsstopp, mit der Folge eines nicht unerheblichen Produktionsschadens und bilanziellen Belastungen. Die im Jahr 2021 bereits entschiedene und vorbereitete Verschmelzung der beiden italienischen Tochtergesellschaften Zeppelin Systems Italy S.r.l. und Nuova Ciba S.p.A. wurde zum 30.06.2022 vollzogen. Die darauffolgende Integrationsphase wird in 2023 abgeschlossen. Eine wichtige strategische Säule innerhalb der SGE Anlagenbau wird der Produktbereich Recycling künftig einnehmen. Die eigens dafür eingerichtete Sparte wurde bereits personell besetzt und soll aufgrund attraktiver Markterwartungen sowohl in der Zeppelin Systems GmbH wie auch im internationalen Netzwerk an Bedeutung gewinnen. Im vierten Quartal 2022 erhielt die Zeppelin Systems GmbH den Zuschlag für ein strategisch wichtiges Großprojekt, das im Umfang sowohl den fördertechnischen Anlagenanteil- wie auch ein großes Silopaket umfasst, und damit einen wichtigen Beitrag zur Auslastung und Ergebnissicherung leisten wird. 4 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS ERTRAGSLAGE Die verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
Der Geschäftsverlauf entwickelte sich insgesamt positiv. Trotz der widrigen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Lage konnte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % gesteigert werden (3.838,2 Mio. EUR; Vorjahr 3.695,6 Mio. EUR)
Die Umsatzkosten haben sich im gleichen Zeitraum nahezu korrespondierend um 3,5 % auf 3.274,7 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus gestiegenen Materialaufwendungen sowie höheren Personalaufwendungen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 5,7 % auf 563,4 Mio. EUR. Die Bruttomarge lag mit 14,7 % leicht über Vorjahresniveau (14,4 %). Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit 444,5 Mio. EUR um 59,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die Steigerung ist insbesondere auf Belastungen und Risikovorsorgen im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und dessen Folgen, höhere Werbekosten aufgrund der bauma und einem Anstieg der Personalkosten zurückzuführen. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lag mit 24,7 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (21,5 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Handlingsmargen für neu abgeschlossene SLB-Geschäfte, höhere Kostenerstattungen von Caterpillar für die bauma sowie stärkeren Währungsschwankungen beim russischen Rubel, der ukrainischen Hrywnja und US-Dollar. Das Finanzergebnis hat sich mit -8,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert (-9,8 Mio. EUR) leicht verbessert. Während sich das Zinsergebnis aufgrund der gestiegenen Zinsen um 1,5 Mio. EUR verschlechtert hat (-14,5 Mio. EUR; Vorjahr -13,0 Mio. EUR), erhöhte sich das sonstige Finanzergebnis um 2,4 Mio. EUR (5,6 Mio. EUR; Vorjahr 3,2 Mio. EUR). Letzteres resultiert im Wesentlichen aus der Marktwertentwicklung von Zinsderivaten, die sich nicht im Hedge Accounting befinden. Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres aufgeteilt in SGEs hat sich wie folgt entwickelt:
Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern hat sich um 24,9 Mio. EUR auf 134,6 Mio. EUR (Vorjahr 159,5 Mio. EUR) reduziert. Die deutliche Verschlechterung des Ergebnisses der SGE Anlagenbau ist im Wesentlichen auf ein sanktionsbedingt nicht mehr umsetzbares Großprojekt in Russland zurückzuführen. Die Umsatzrentabilität verringerte sich von 4,3 % im Vorjahr auf 3,5 % im Geschäftsjahr. Die Eigenkapitalrentabilität 32 vor Steuern beträgt 12,6 %, die vergleichbare Gesamtkapitalrentabilität 33 4,6 %. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, der sogenannte Return on Capital Employed (ROCE), lag bei 6,2 % gegenüber 8,0 % im Vorjahr. Maßgebliche Ursache für den Rückgang waren Belastungen und Risikovorsorgen im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und dessen Folgen. Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf 30,3 Mio. EUR (Vorjahr 41,5 Mio. EUR). Die tatsächlichen Steuern haben sich insbesondere aufgrund der Auflösung einer Steuerrückstellung und des kriegsbedingten Einbruchs des Geschäftsvolumens in der Ukraine vermindert. Darüber hinaus hat sich der latente Steueraufwand insbesondere wegen des Abbaus von passiven latenten Steuern aus der Sofortabschreibung der ERP-Software verringert. Im Ergebnis hat sich die Steuerquote von 26,0% auf 22,5% reduziert. Das Konzernergebnis nach Steuern beträgt 104,4 Mio. EUR. Es liegt um 13,6 Mio. EUR unter dem Ergebnis des Vorjahres. FINANZLAGE K apitalstruktur Die Kapitalstruktur des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
Die kurzfristigen Schulden betragen zum 31. Dezember 2022 1.121,6 Mio. EUR und sind um 184,7Mio. EUR gestiegen. Sie setzen sich überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten (160,3 Mio. EUR; Vorjahr 114,1 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (235,0 Mio. EUR; Vorjahr 150,3 Mio. EUR), sonstigen Verbindlichkeiten (137,9 Mio. EUR; Vorjahr 121,1 Mio. EUR) sowie vertraglichen Verbindlichkeiten (267,7 Mio. EUR; Vorjahr 259,0 Mio. EUR) zusammen. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind insbesondere wegen eines teilweisen Wechsels der Schuldscheindarlehen von lang- in kurzfristig sowie aufgrund der Finanzierung des Mietparks und der Investitionen in das neue Headquarter in Göteborg, Schweden, angestiegen. Ebenfalls erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch vermehrte Maschinenlieferungen seitens Caterpillar zum Jahresende. Die langfristigen Schulden belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 1.013,0 Mio. EUR und sind um 29,2 Mio. EUR gesunken. Sie setzen sich überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten (568,7 Mio. EUR; Vorjahr 530,7 Mio. EUR), sonstigen Verbindlichkeiten (169,0 Mio. EUR; Vorjahr 168,5 Mio. EUR) und Leistungen an Arbeitnehmer (113,0 Mio. EUR; Vorjahr 168,5 Mio. EUR) zusammen. Die Reduktion der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer resultiert zum größten Teil aus einem Anstieg des Zinsniveaus. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr (unter Berücksichtigung auf Zeppelin entfallender positiver Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr 13,8 Mio. EUR) um 119,1 Mio. EUR auf 1.128,5 Mio. EUR erhöht. Die Währungsumrechnungsdifferenzen haben sich im Wesentlichen aus Kursänderungen beim russischen Rubel, der ukrainischen Hrywnja, der schwedischen Krone, der tschechischen Krone und dem US-Dollar ergeben. Die Eigenkapitalquote 34 hat sich bei einer um 9,2 % auf 3.263,1 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme auf 34,6 % (Vorjahr 33,8 %) verbessert. Die gesamten langfristigen Finanzierungsmittel in Höhe von 2.141,5 Mio. EUR (Vorjahr 2.051,5 Mio. EUR) übersteigen die langfristigen Vermögenswerte um 446,4 Mio. EUR (Vorjahr 421,1 Mio. EUR), was einer Anlagendeckung 35 von 126,3 % entspricht (Vorjahr 125,8 %). Sie decken damit zusätzlich 52,8 % (Vorjahr 70,8 %) des Vorratsvermögens ab. WESENTLICHE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE Dem Konzern stand Ende 2022 der seit 2011 bestehende und 2019 vorzeitig verlängerte und erhöhte Konsortialkredit als wesentliches Finanzierungsinstrument zur Verfügung. Die Laufzeit des Konsortialkredits beträgt fünf Jahre (Fälligkeit 10. Dezember 2024) und enthält eine zweimalige Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Der Kredit steht für Barziehungen (500,0 Mio. EUR) und die Ausstellung von Avalen (200,0 Mio. EUR) zur Verfügung und war Ende 2022 mit insgesamt 338,7 Mio. EUR (davon 150,9 Mio. EUR für Avale) zu 48,4% (Vorjahr 29,7%) ausgeschöpft. Darüber hinaus verfügte der Konzern Ende 2022 über zusätzliche bis auf Weiteres zugesagte Bankkreditlinien von rund 118 Mio. EUR, welche mit 42,4 Mio. EUR ausgenutzt waren. Ferner finanziert sich der Konzern langfristig durch die Begebung von Schuldscheindarlehen. Zum Jahresende betrug das ausstehende Gesamtvolumen 245 Mio. EUR (Vorjahr 249,5 Mio. EUR). Die im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit und den Schuldscheindarlehen vereinbarten und auf Basis der Konzernfinanzdaten ermittelten Financial Covenants wurden auch im Geschäftsjahr 2022 eingehalten. Die Creditreform Rating AG hat im September 2022 die Ratingeinstufung des Konzerns mit "A -" herabgestuft. Dies erfolgte aufgrund der schwierigen Marktbedingungen in Russland und der Ukraine (Krieg). Der einjährige Ausblick bleibt weiterhin stabil. Die stabile Ratingeinschätzung der Ratingagentur leitet sich aus guter Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Halbjahr 2022 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und der Beeinträchtigungen im Rahmen des Krieges in der Ukraine ab. Positiv werden zudem die konservative Finanz- und Entnahmepolitik und die langfristig abgesicherte Konzernfinanzierung bewertet. Das umsichtige Krisen- und Risikomanagement konnte die wirtschaftlichen Verwerfungen vor allem durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine begrenzen. Die Gesellschaften der SGEs BM CE, BM Nordics und BM Eurasia sowie Power Systems konnten zur Absatzfinanzierung im In- und Ausland weiterhin auf umfangreiche Kreditfazilitäten bei Caterpillar Financial Services und anderen Absatzfinanzierungs- und Leasinggesellschaften zurückgreifen. Ferner wird das Instrument des Anlagenleasings zur Finanzierung von Fahrzeugen sowie der IT-Hard- und -Software genutzt. Die umfangreichen Investitionen in die Mietparks wurden im Geschäftsjahr 2022 aus dem laufenden Cashflow und dem bilanziellen Fremdkapital finanziert. LIQUIDITÄT Die Entwicklung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres stellt sich anhand nachfolgender verkürzter Konzern-Cashflow-Rechnung wie folgt dar:
Der Finanzmittelbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 54,4 Mio. EUR verringert, was vor dem Hintergrund mangelnder Verfügbarkeit von Maschinen und Motoren auf gezielte Investitionen in die Vorratsbestände zurückzuführen ist. Darüber hinaus erfolgt ein strategischer Aufbau des Mietparks in Dänemark und Schweden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich um 282,9 Mio. EUR auf -42,8 Mio. EUR verringert (Vorjahr 240,1 Mio. EUR). Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die Zunahmen bei den Vorräten (-258,0 Mio. EUR, Vorjahr -73,7 Mio. EUR) und Veränderungen im Mietvermögen (-222,7 Mio. EUR, Vorjahr -141,1 Mio. EUR) sowie eine Abnahme bei den sonstigen Verbindlichkeiten (35,9 Mio. EUR, Vorjahr 150,0 Mio. EUR). Dem gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (82,0 Mio. EUR, Vorjahr 19,2 Mio. EUR) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-4,4 Mio. EUR, Vorjahr -52,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt mit -42,8 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr (-53,4 Mio. EUR). Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus den um 3,4 Mio. EUR geringeren Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen (-2,4 Mio. EUR, Vorjahr -5,8 Mio. EUR) und um 2,6 Mio. EUR höheren Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen ohne Mietpark (4,1 Mio. EUR, Vorjahr 1,5 Mio. EUR). Darüber hinaus sind die erhaltenen Zinsen im Vergleich zum Vorjahr erhöht (5,5 Mio. EUR; Vorjahr 1,8 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit steigerte sich um 164,9 Mio. EUR auf 27,0 Mio. EUR (Vorjahr -137,9 Mio. EUR). Ursächlich hierfür sind insbesondere eine um 74,4 Mio. EUR höhere Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (136,8 Mio. EUR, Vorjahr 62,3 Mio. EUR) und eine um 65,7 Mio. EUR geringere Tilgung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (-39,5 Mio. EUR, Vorjahr -105,2 Mio. EUR). INVESTITIONEN
Den Gesamtinvestitionen in Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 338,9 Mio. EUR (inkl. 262,9 Mio. EUR Mietpark) standen im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von 178,8 Mio. EUR gegenüber, die damit 52,8 % der Gesamtinvestitionen abdecken (Vorjahresbetrag 65,7 %). Die Erhöhung der Investitionen ist auf den Ausbau des Mietparks zurückzuführen. VERMÖGENSLAGE Strukturell teilt sich das Vermögen des Konzerns wie folgt auf:
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr um 274,6 Mio. EUR auf 3.263,1 Mio. EUR erhöht. Dies ist insbesondere auf eine Erhöhung der Vorratsbestände, welche auch durch eine verbesserte Lieferfähigkeit von Caterpillar beeinflusst wurden (+250,0 Mio. EUR), volumensbedingten Zugänge bei den Sachanlagen (+90,2 Mio. EUR) sowie einen Rückgang der flüssigen Mittel (-54,4 Mio. EUR) zurückzuführen. Der Kapitalumschlag 36 liegt mit 1,2 p.a. leicht unter dem Vorjahresniveau (1,3 p.a.). Die rechnerische Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag hat sich zum Ende des Jahres 2022 auf 35,0 Tage (Vorjahr 36,7 Tage) leicht verbessert. Unter den Sachanlagen werden auch die Nutzungsrechte an Leasingobjekten ausgewiesen. PROGNOSE-IST-VERGLEICH Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern sowie der ROCE.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr schwach gewachsen, was auf die nach wie vor gute Baukonjunktur und inflationsbedingte Preisanstiege zurückzuführen ist. Während das Ergebnis vor Steuern einen deutlichen Rückgang aufweist, ist das ROCE moderat zurückgegangen. Die Prognoseabweichungen beim Ergebnis vor Steuern und ROCE resultieren insbesondere aus einem besseren Finanzergebnis (Zinsen und Währung) sowie höheren sonstigen betrieblichen Erträgen, wie zum Beispiel Kostenerstattungen. 5 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER ZEPPELIN GMBH ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse der Zeppelin GmbH erhöhten sich 2022 um 7,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR (Vorjahr 47,8 Mio. EUR). Insbesondere die Weiterberechnungen von IT-Dienstleistungen und Lizenzen sind um 7,4 Mio. EUR auf 29,6 Mio. EUR angestiegen. Darüber hinaus erzielt die Zeppelin GmbH im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Vermietung von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 18,5 Mio. EUR (Vorjahr 18,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 2,3 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 8,1 Mio. EUR). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist zurückzuführen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung an Verbundene Unternehmen von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR). Das Beteiligungsergebnis beträgt 23,9 Mio. EUR (Vorjahr 36,1 Mio. EUR) und hat sich um 12,2 Mio. EUR verringert, was insbesondere auf niedrigere Dividendenausschüttungen der Zeppelin International AG zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen mit 17,1 Mio. EUR um ca. 4,4 Mio. EUR über dem Vorjahr. Ursächlich hierfür sind insb. höhere Aufwendungen für IT-Kosten. Der Personalaufwand verringerte sich im Vorjahresvergleich leicht um 1,9 Mio. EUR auf 36,0 Mio. EUR (Vorjahr 37,9 Mio. EUR), was einer günstigen Entwicklung der Pensionsrückstellung geschuldet ist Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit 19,8 Mio. EUR um ca. 3,7 Mio. EUR über dem Vorjahr (16,1 Mio. EUR). Dies ist maßgeblich auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf EDV-Software zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 29,0 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR verringert (Vorjahr 57,2 Mio. EUR). Der starke Rückgang erklärt sich durch die im Vorjahr enthaltenen Projektkosten in Höhe von 27 Mio. EUR mit der Übertragung des ERP-Systems an die Zeppelin Baumaschinen GmbH. Das Zinsergebnis - ohne Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - betrug im Geschäftsjahr 2,6 Mio. EUR und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (-2,1 Mio. EUR) um 4,7 Mio. EUR erhöht. Dies lässt sich im Wesentlichen erklären durch um 4,1 Mio. EUR gestiegene Zinserträge aus verbundenen Unternehmen, während die Zinsaufwendungen nahezu gleichgeblieben sind. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 102,2 Mio. EUR (Vorjahr 98,8 Mio. EUR) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Zinserträge von verbundenen Unternehmen, den Entfall der im Vorjahr erfolgten Übernahme von EDV-Projektkosten von der Zeppelin Baumaschinen GmbH, geringere Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen, geringere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie höhere Verlustübernahmen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss beträgt 86,9 Mio. EUR (Vorjahr 85,7 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 14,9 Mio. EUR (Vorjahr 12,7 Mio. EUR). FINANZLAGE Die Finanzierungsstrategie leitet sich aus dem Geschäftszweck der Zeppelin GmbH ab (Halten von Beteiligungen, Vermietung eigener Grundstücke, Gebäude und Anlagen an Konzerngesellschaften sowie Finanzierung des Konzerns). Der langfristigen Bindung der Finanzmittel in Sach- und Finanzanlagen (59,2 % der Aktiva) soll eine möglichst fristenkongruente Finanzierung auf der Passivseite der Bilanz entsprechen. Hierbei ist die Bildung von Eigenkapital aus einbehaltenen Gewinnen eine wichtige Finanzierungsquelle. Das absolute Eigenkapital der Zeppelin GmbH hat sich aufgrund des im Berichtsjahr gestiegenen Bilanzgewinns auf 829,8 Mio. EUR (Vorjahr 763,6 Mio. EUR) erhöht und beträgt 61,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr 64,5 %). Die langfristigen Mittel belaufen sich auf 356,9 Mio. EUR (26,4 % der Bilanzsumme) und setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen (31,8 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (325,0 Mio. EUR) 37 zusammen. Die kurzfristigen Mittel beinhalten Rückstellungen (21,2 Mio. EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (53,0 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4,4 Mio. EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (62,0 Mio. EUR, überwiegend aus der Geldanlage von Konzerngesellschaften und Cash-Pooling), sonstigen Verbindlichkeiten (23,3 Mio. EUR) sowie einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus der Weiterberechnung der Kosten des ERP-Systems an die verbundenen Unternehmen (3,4 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022 wurden 66,4 Mio. EUR (Vorjahr 108,8 Mio. EUR) investiert. Hiervon entfällt ein Betrag in Höhe von 48,3 Mio. EUR auf die Erhöhung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. VERMÖGENSLAGE Das Vermögen der Zeppelin GmbH besteht überwiegend aus Beteiligungen in Höhe von 553,7 Mio. EUR (Vorjahr 505,5 Mio. EUR), aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 100,3 Mio. EUR (Vorjahr 100,3 Mio. EUR), Grundstücken, Gebäuden und Anlagen im Bau in Höhe von 116,0 Mio. EUR (Vorjahr 109,7 Mio. EUR) sowie Software in Höhe von 8,9 Mio. EUR (Vorjahr 15,4 Mio. EUR). Diese Vermögenswerte entsprechen somit 57,5 % (Vorjahr 61,8 %) der auf 1.353,9 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr 1.183,5 Mio. EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 195,1 Mio. EUR auf 552,0 Mio. EUR (Vorjahr 356,9 Mio. EUR) gestiegen. Im gleichen Zeitraum verminderten sich die liquiden Mittel (2,3 Mio. EUR) um 72,0 Mio. EUR. Den langfristigen Aktiva von 790,4 Mio. EUR (Vorjahr 744,1 Mio. EUR) stehen zum 31. Dezember 2022 langfristige Passiva in Höhe von 1.186,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.043,6 Mio. EUR) gegenüber. Letztere setzen sich aus Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten zusammen. Die langfristige Anlagendeckung 38 hat sich von 140,2 % auf 150,1 % erhöht. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die hohen Zugänge bei den Finanzanlagen. Die Investitionen in Sachanlagevermögen betragen 13,1 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR). Davon betreffen 11,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) Grundstücke, Gebäude und Einrichtungen und Anlagen im Bau, die an Beteiligungsunternehmen vermietet werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Investitionen in Grundstücke und Gebäude, die an die Zeppelin Rental GmbH und die Zeppelin Baumaschinen GmbH vermietet werden. PROGNOSE-IST-VERGLEICH Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Zeppelin GmbH ist der Jahresüberschuss. Im Vorjahr war ein starker Rückgang beim Jahresergebnis nach IFRS prognostiziert. Dieser Rückgang trat mit einem Jahresüberschuss nach IFRS in Höhe von 89,5 Mio. EUR (Vorjahr: 93,3 Mio. EUR) nicht ein, was insbesondere an einem besseren Bruttoergebnis vom Umsatz und geringeren Ertragssteuern liegt. C CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1 RISIKOBERICHT ALLGEMEIN Als international tätiger Konzern ist Zeppelin vielfältigen Risiken ausgesetzt. Insbesondere gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken sowie leistungswirtschaftliche, personelle und finanzielle Risiken müssen angemessen berücksichtigt werden. Die im Folgenden dargestellten Risiken gelten für die Zeppelin GmbH und den Konzern gleichermaßen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND BRANCHENRISIKEN Aufgrund des großen Spektrums an Ländern, Branchen und Geschäftsmodellen, in denen der Konzern tätig ist, sind die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Risiken breit gestreut. Mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den Reaktionen hierauf hat sich die geopolitische und wirtschaftliche Risikosituation des Konzerns merklich verändert. Weitere Ausführungen hierzu unter sonstige Risiken. Zeppelin ist einer der bedeutendsten Caterpillar-Händler für Bau- und Bergbaumaschinen sowie Motoren weltweit. Obwohl der Händlervertrag zwischen Caterpillar und Zeppelin grundsätzlich unter Einhaltung einer vergleichsweise kurzen Frist kündbar ist, wird hierin aufgrund der seit über 65 Jahren äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen kein substanzielles Risiko gesehen. Zeppelin ist darüber hinaus Marktführer in der Vermietung eines breiten Spektrums von Baumaschinen und -geräten inkl. komplementärer Produkte und Dienstleistungen in den relevanten Märkten. In den Zielbranchen, wie zum Beispiel der Bau-, Energie- und Schifffahrtsbranche, bestehen teilweise Forderungsausfallrisiken, welchen mit einem effektiven Forderungs- und Bonitätsmanagement begegnet wird. Mittels Kurssicherungen und proaktivem Währungsmanagement wird den Währungsrisiken angemessen Rechnung getragen. Die Märkte der Geschäftseinheit Anlagenbau sind stark diversifiziert und betreffen die internationale Gummi- und Reifenindustrie, die Kunststoffhersteller und -verarbeiter sowie die Lebensmittelindustrie weltweit. Im Vorjahr wurden neue Märkte im Bereich Batteriemasseproduktion und Kunststoffrecycling erschlossen. Um Forderungsausfallrisiken zu verringern, werden An- und Zwischenzahlungen sowie Sicherheiten vereinbart. Zur Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Risiken werden Ausfuhrbürgschaften bzw. -garantien der Bundesrepublik Deutschland genutzt. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Die Lieferfähigkeit und Termintreue von Caterpillar gilt als Hauptrisiko der Leistungserbringung. Gemeinsam mit Caterpillar wird kontinuierlich an einer Erhöhung der Verfügbarkeit, unter anderem durch Verbesserungen in der Logistik, der Vorhaltung in Zwischenlagern von Caterpillar bzw. der Vorkonfiguration von Maschinen, gearbeitet. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit werden zudem Vorratslager gehalten, die Lieferengpässe und -verzögerungen ausgleichen. Die Risiken werden durch die länderübergreifende Zusammenarbeit und Steuerung nach SGEs minimiert, und die Bestandsoptimierung wird kontinuierlich weiterverfolgt. Bedingt durch die Störung der internationalen Lieferketten, die auch die Produktion von Caterpillar als wichtigsten Herstellerpartner betraf, war auch 2022 die Verfügbarkeit von Maschinen, Motoren und Ersatzteilen teils merklich eingeschränkt. Infolgedessen wurden die eigenen Vorratslager erheblich erhöht, was zum Jahresende zu einem großen Anstieg des Vorratsvermögens führte. Im Kontext des hohen Auftragsbestandes und der anhaltend hohen Nachfrage nach Serviceleistungen wird hierin kein Risiko gesehen, sondern im Gegenteil die Liefer- und Leistungsfähigkeit perspektivisch abgesichert. PERSONELLE RISIKEN Das Jahr 2022 war geprägt vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Der Zeppelin Konzern ist sowohl in Russland als auch in der Ukraine tätig und somit direkt von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Zeppelins oberste Priorität galt dem Schutz der Mitarbeitenden sowie deren Familien in den betroffenen Gebieten. Für Mitarbeitende und deren Familien wurden Fluchtkorridore organisiert sowie Kontakte an den Grenzen hergestellt, die die Betroffenen unterstützten. Dort standen und stehen umfangreiche humanitäre Unterstützungsangebote bereit. Zeppelin Mitarbeitende zeigten soziales Engagement und stellten für die Unterbringung Geflüchteter privaten Wohnraum zur Verfügung. Um die wirtschaftlichen Konsequenzen der betroffenen Mitarbeitenden weitestgehend abzufangen, wurden die Gehaltszahlungen sichergestellt sowie ein 100.000 EUR Hilfsfonds eingerichtet. Für die gesamte Belegschaft wurden Angebote und Tipps zur Unterstützung im Umgang mit der aktuellen Situation sowie Krisen im Allgemeinen bereitgestellt, darunter auch die Angebote von famPlus, beispielsweise zur persönlichen Beratung. Gerade in von Unsicherheit geprägten Krisenzeiten spielt Führung eine wichtige Rolle. Zeppelins Führungsgrundsätze Wertschätzung, Vertrauen, Wirksamkeit, Innovation und Begeisterung sollen Führungskräften und Mitarbeitenden Orientierung bieten und stellen ein verbindendes Element über Landes- und Unternehmensgrenzen hinweg dar. Sie wurden 2022 eingeführt und in gut 100 Workshop- und Follow-Up-Veranstaltungen über 800 Führungskräften vermittelt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für Zeppelin ein wichtiges Ziel. Durch die aktive Unterstützung profitieren nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch Zeppelin, denn ausgeglichene Mitarbeitende sind leistungsfähiger und tragen damit auch maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Im Rahmen der Initiative Z Parents, die sich vor allem an Mitarbeitende in Elternzeit richtet, um den Austausch während und den Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu unterstützen, gab es verschiedene Workshopsangeboten. Um Mitarbeitende in der Beibehaltung und Steigerung des Wohlbefindens zu unterstützen und gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern, bot die Gesundheitsinitiative Z FIT verschiedene Maßnahmen an. Zeppelin zählt auch 2022 zu den besten Arbeitgebern in Deutschland, ausgezeichnet vom "F.A.Z.-Institut" und dem "Stern". Mit dem Siegel "Fair Company" wird bescheinigt, dass Zeppelin in besonderer Weise die Erwartungen und Werte von Berufseinsteigern und Young Professionals an einen fairen, attraktiven Arbeitgeber erfüllt. Neben der kriegsbedingten Krisensituation haben auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends und Herausforderungen anhaltende Einflüsse auf die Arbeitswelt. Hierzu zählen der demografische Wandel, die Globalisierung und Digitalisierung, der Wertewandel und veränderte Lebensentwürfe sowie der Fachkräftemangel. Diese Herausforderungen erfordern zusätzliche Maßnahmen zur Mitarbeitendengewinnung und -bindung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern. Ein Indikator für die Mitarbeitendenzufriedenheit ist die Eigenkündigungsquote. 2022 lag die Eigenkündigungsquote bei 7,3% (Stand Oktober 2022) und somit höher als im Vorjahr (5,8%). Dabei zeigt sich über die Länder, Geschäftseinheiten und Berufsgruppen hinweg ein heterogenes Bild mit großer Variabilität. Insgesamt spiegeln die Entwicklungen im Zeppelin Konzern den langjährigen Trend hin zu einem Arbeitnehmermarkt wider mit einem Fachkräftemangel auf Rekordniveau. Die lange Betriebszugehörigkeit von 9,4 Jahren unterstreicht eine nach wie vor hohe Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen Zeppelin. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Themen Arbeitgeberattraktivität, Recruiting und Retention weiter an Bedeutung. Deshalb liegt 2023 der Fokus auf der strategischen Einbettung des Employer Brandings, um Zeppelin als attraktive Arbeitgebermarke weiter zu stärken. Außerdem wird 2023 eine globale Mitarbeitendenbefragung stattfinden, um die Stärken und Verbesserungspotenzialen im Unternehmen zu identifizieren und die Einflussfaktoren der Mitarbeitendenbindung tiefergehend zu analysieren. Im Rahmen der Mitarbeitendengewinnung und -bindung spielen Weiterentwicklungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Um Talente und Mitarbeitende mit hohem Potenzial in den eigenen Reihen zu erkennen und zu fördern werden die zielgruppenspezifischen Potentialidentifikationsverfahren Z COMPASS Orientation und Leadership sowie das Talentprogramm Z Talent durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse können Mitarbeitende für die Teilnahme an einem Management-Entwicklungs-Programm nominiert werden. Neben der Digitalisierung, die digitale Kompetenzen sowie digitalisierte HR-Services erfordert, verlangt die zunehmende Internationalisierung nach globalen Prozessen und Systemen, die Geschäftseinheiten verbinden. 2022 wurden neue Module der konzernweiten HR-Software Workday in den Bereichen Weiterbildung, Performance- und Talent Management ausgerollt. Die neuen Module bieten zeit- und ortsunabhängige Lernmöglichkeiten, strukturierte und kontinuierliche Feedbackprozesse auf Basis der Zeppelin Führungsgrundsätze sowie einen systematischen Talentidentifikations- und Nachfolgeplanungsprozess. FINANZIELLE RISIKEN Die jederzeitige finanzielle Handlungsfähigkeit ist durch den im Jahr 2011 abgeschlossenen und im Jahr 2019 erneut verlängerten und erhöhten Konsortialkreditrahmen mit einer Laufzeit bis 2024 plus einer zweimaligen Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr sichergestellt. Daneben werden zur Diversifizierung von der Fremdkapitalstruktur Schuldscheindarlehen begeben, bilaterale Kreditlinien mit Drittbanken fortgeführt und die Möglichkeiten der Absatzfinanzierung über mehrere Spezialinstitute genutzt. Ferner stehen umfangreiche Fazilitäten für SLB-/SMB-Transaktionen insbesondere zur Finanzierung der Mietparks zur Verfügung. Im Einklang mit der Finanzstrategie des Konzerns, rund zwei Drittel der durchschnittlichen Finanzverbindlichkeiten gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern, setzt der Konzern Zinsswaps beziehungsweise refinanziert sich auch mit festverzinslichen Schuldscheindarlehen. Die Zeppelin GmbH ist mit solchen Zinssicherungsmaßnahmen gegen einen Anstieg des Zinsaufwands bei Ziehungen unter dem Konsortialkredit sowie bei Schuldscheindarlehen gesichert. Hierfür bestehen Sicherungsgeschäfte, die in den Jahren 2023, 2024 und 2025 fällig werden beziehungsweise festverzinslichen Schuldscheindarlehen mit Fälligkeiten 2025, 2026, 2029 und 2031. Daneben bestehen variabel verzinste Schuldscheindarlehen, die aufgrund Zinsswaps synthetisch festverzinslich sind mit Fälligkeiten 2023 und 2024.Damit hat sich der Konzern langfristig gegen das Risiko steigender Zinsen abgesichert. Durch die Geschäftstätigkeit in Schwellen- und Entwicklungsländern ist der Konzern entsprechenden Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Beschränkung dieser Risiken wird der nicht währungskongruente Cashflow einzelner Geschäfte oder Projekte mit Devisentermingeschäften abgesichert. Darüber hinaus beschränkt der Konzern Währungsrisiken durch die Finanzierung der Tochtergesellschaften in Schwellen- und Entwicklungsländern in Landeswährung und durch ein ausgeprägtes Asset-Management. Zur Überwachung der Währungsrisiken unterhält der Konzern ein auf dem Value-at-Risk-Ansatz basierendes Limit System, welches in das konzernweite Treasury-Management-System integriert ist und kontinuierlich überwacht wird sowie Handlungsfelder aufzeigt. Trotz einem konsequenten Risikomanagement ist der Fremdwährungsverlust im Jahr 2022 gestiegen, welcher jedoch zu einem guten Teil durch bessere Margen bei Abverkauf wieder ausgeglichen werden konnte. Ausschlaggebend waren dafür u.a. die extremen Währungsschwankungen seit Februar 2022 (Krieg Ukraine). Seit Sommer hat sich die Lage stabilisiert. Weitere Ausführungen zu Zinsänderungs- und Währungsrisiken sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von großen Haftungsrisiken und hohen Schadensfällen sind unter Tragung begrenzter eigener Risiken Versicherungen abgeschlossen. Besonderes Augenmerk gilt dem Schadenscontrolling und der daraus abgeleiteten Schadensprävention durch vorbeugende Maßnahmen. Im Rahmen eines internationalen Versicherungsmanagements werden Deckungsumfänge kontinuierlich überwacht und bedarfsgerecht angepasst. Darüber hinaus erfolgen eine konzernweite Koordination und ein gruppenweites Management des Versicherungsschutzes. Die Immobilieninvestition in Sankt Petersburg wurde durch Garantien der Bundesrepublik Deutschland für Direktinvestitionen im Ausland gegen politische Risiken versichert. SONSTIGE RISIKEN RISIKEN RUSSLAND UND UKRAINE Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat das Geschäft Zeppelins merklich beeinflusst. Entfielen im Geschäftsjahr 2021 noch 17 % des Konzernumsatzes, 30 % des Ergebnisses vor Steuern und rund 20 % der Mitarbeitenden auf die Länder Russland, Belarus und Ukraine, so entwickelten sich diese Werte in 2022 rückläufig. Nach dem Verkauf der Gesellschaft in Belarus und den ergriffenen Maßnahmen zur Risikominimierung in Russland und der Ukraine entfielen im Geschäftsjahr 2022 nur noch 12 % des Konzernumsatzes, 14 % des Ergebnisses vor Steuern und 12 % der Mitarbeitenden auf diese Länder. Die Nettovermögenspositionen von Zeppelin in Russland und der Ukraine machten zum Jahresende einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus, der gegenüber dem Vorjahr durch gezielte Maßnahmen zur Risikovorsorge reduziert werden konnte. Selbst ein Totalverlust dieses risikobehafteten Betrags würde den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. CYBERRISIKEN Die weltweit als "sehr hoch" eingeschätzte Cyber-Bedrohungslage wird seit dem russischen Angriff auf die Ukraine - speziell auch für Deutschland - als verschärft angesehen. Insgesamt spitzte sich im gesamten Jahr 2022 die Situation weiter zu: Die Bedrohung im Cyber-Raum ist damit so hoch wie nie. Es wurde weiterhin eine zunehmende Professionalität in der Computerkriminalität beobachtet, die flankiert wurde von weiteren Bedrohungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Cyber-Erpressung mittels Ransomware bleibt eine der größten Bedrohungen im Cyber-Raum. Zeppelin prüft daher regelmäßig die bestehenden Informationssicherheitsmaßnahmen, um sie der aktuellen Bedrohungslage anzupassen. Die Gewährleistung der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Daten ist für Zeppelin eine wesentliche Anforderung. Ebenso ist die Resilienz der eingesetzten Systeme und bereitgestellten Produkte gegen die beschriebenen Bedrohungen essenziell. Zeppelin ist bestrebt, diese Anforderungen durch geeignete Strategien zu erreichen und einzuhalten. Deswegen wurden im Rahmen des konzernweiten Informationssicherheitsmanagementsystems und dessen Risikomanagements auch im vergangenen Jahr technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um Risiken gezielt durch Detektion, Reaktion und Prävention entgegentreten zu können. So wurde der IT-Betrieb der Region Eurasia neu strukturiert, um auf zukünftige Änderungen und Bedrohungen möglichst flexibel reagieren zu können. Des Weiteren wurde der Aufbau eines konzernweiten IT-Service Continuity Management (ITSCM) forciert. Die Einführung des ITSCM soll die Sicherstellung der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der zeit- und businesskritischen Geschäftsprozesse von Zeppelin im Falle von Cyber-Angriffen und IT-Krisensituationen gewährleisten. Der Faktor "Mensch" spielt bei vielen Angriffen weiterhin die tragende Rolle. Aus diesem Grund wurden Awareness-Schulungen für alle Mitarbeitenden des Konzerns erweitert und regelmäßig simulierte Phishing-Angriffe durchgeführt. Diese Kampagnen führten zu einer erheblichen Sensibilisierung der Mitarbeitenden für diese Risiken, welche durch weitere technische Maßnahmen begleitet werden. So wird durch Security Monitoring und Security Analytics sichergestellt, dass Anomalien erkannt und Angriffsversuche abgewehrt werden. Diese sowie weitere Maßnahmen des ganzheitlichen Informationssicherheitsmanagements stellen zwar die Basis für den angemessenen Schutz vor aktuellen Bedrohungen im Cyber-Umfeld dar. Doch in Zukunft ist mit einer weiter stark wachsenden Dynamik der Cyber-Risiken zu rechnen, die vor allem durch fortschreitende Digitalisierung und Zunahme der Cyber-Kriminalität getrieben wird. Trotz Umsetzung und Verbesserung dieser vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen können Risiken in diesem volatilen Umfeld nicht ausgeschlossen werden. KLIMARISIKEN Unterschiedliche Klimarisiken können die Geschäftstätigkeit von Zeppelin beeinflussen. Transitorische Klimarisiken können mit der Umstellung auf eine umweltfreundliche, kohlenstofffreie Wirtschaft einhergehen. Zeppelin hat hierbei insbesondere regulative Anpassungen, zum Beispiel aufgrund von neuen oder verschärften Gesetzen und Auflagen, sowie höhere Betriebs- und Investitionskosten, zum Beispiel durch notwendige technische Umrüstungen von Anlagen und Geräten oder die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien, als Risiken und Handlungsfelder identifiziert. Ferner ist davon auszugehen, dass sich durch die Transformation der Wirtschaft bestehende Absatzmärkte verändern und die Nachfrage nach Produkten, die fossile Energiequellen nutzen, langfristig abnimmt und der Bedarf an umweltverträglichen, emissionsarmen Produkten und Dienstleistungen erheblich zunimmt. Als nachhaltiges Unternehmen reagiert Zeppelin frühzeitig auf die Veränderungen, die die Transformation zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft mit sich bringt, und erwartet hieraus Chancen, wie die Erschließung neuer Absatzmärkte, eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Veränderung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios oder eine gesteigerte Resilienz. Physikalische Klimarisiken können durch die direkten Folgen des Klimawandels entstehen, zum Beispiel durch die Zunahme von Extremwetterereignissen, Überflutungen, Waldbrände oder Trocken- und Dürreperioden. In Abhängigkeit von der jeweiligen Makro- und Mikrolage können diese Umweltereignisse jeden Standort von Zeppelin in unterschiedlicher Stärke, Wahrscheinlichkeit und Schadenshöhe betreffen. Es werden auch langfristige Veränderungen, wie zum Beispiel der Anstieg der Durchschnittstemperaturen, als auch indirekte Risiken, wie eingeschränkte Funktionalität von internationalen Lieferketten aufgrund Umweltschäden vor Ort, betrachtet. Gleichzeitig bieten physikalische Klimarisiken Chancen für Zeppelin, da diesen Risiken durch entsprechende Maßnahmen wie zum Beispiel dem Ausbau von Hochwasserschutz, Be- und Entwässerungssystemen sowie der energetischen Sanierung von Gebäuden begegnet werden muss. Caterpillar als wichtigster Geschäftspartner und Lieferant von Zeppelin engagiert sich ebenfalls für Nachhaltigkeit und trägt damit zu einer CO 2-reduzierten Zukunft bei. Caterpillar zeigt dies unter anderem durch Fortschritte bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) des eigenen Geschäftsbetriebs und seine fortlaufenden Investitionen in neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen, um Kunden dabei zu helfen, ihre klimabezogenen Ziele zu erreichen. Caterpillar entwickelt eine Reihe von alternativen Energie- und Antriebslösungen, um eine kohlenstoffärmere Zukunft zu unterstützen, einschließlich batteriebetriebener Baumaschinen. Daneben akquirierte Caterpillar ein Unternehmen, welches sich auf Carbon Capturing spezialisiert hat. Durch eine nachhaltige Unternehmensführung und die freiwillige Verpflichtung zur Erreichung von selbst gesteckten Nachhaltigkeitszielen, wie zum Beispiel der Zielsetzung, bis 2030 ein C0 2-neutrales Unternehmen im laufenden Geschäftsbetrieb zu sein, wirkt Zeppelin frühzeitig möglichen Klimarisiken entgegen. Wie auch schon in den Vorjahren, werden auch in den nächsten Jahren weitere Klimarisiken und evtl. Handlungsfelder ermittelt und priorisiert sowie je nach Bedarf Maßnahmen zur Risikoreduzierung und Chancenidentifizierung festgelegt. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM ALLGEMEIN Der Konzern ist als global aufgestelltes Unternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Mit einem umfassenden Risikomanagementsystem begegnet der Konzern diesen Risiken sowie den jeweils aktuellen betrieblichen, marktbezogenen und gesetzlichen Anforderungen. Das Risikomanagement ist in den Geschäfts- und Entscheidungsprozessen verankert und verfolgt das Ziel der frühzeitigen Identifikation, Quantifizierung und Berichterstattung von Risiken. Im Fokus steht hierbei, die identifizierten Risiken zu begrenzen und bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Ein dezidiertes Planungs- und Berichtswesen ist zentraler Kern des Risikomanagements. Ziel hierbei ist die ganzheitliche Erfassung von Risiken. Alle Verantwortungsträger sind in die Identifikation, die Analyse und die Beurteilung der Risiken eingebunden. Gegenmaßnahmen zur Vermeidung oder Reduktion der Risiken werden entsprechend initiiert. Das quartalsweise Risikoberichtswesen umfasst die Bewertung der identifizierten Risiken anhand von zwölf Risikofeldern nach Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit und dokumentiert die initiierten Vorsorgemaßnahmen und deren Effizienz über den Zeitverlauf. Darüber hinaus stellt der Ad-hoc-Risikomeldeprozess sicher, dass beim Auftreten materieller Risiken kurzfristig adäquate Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Funktion der Überwachung aller Risiken und das Tracking der initiierten Maßnahmen obliegen dem etablierten Risk Panel im Konzern. Länderspezifische Risiken werden bei Zeppelin auch mittels eines etablierten Länderrisikoreports bewertet. Dem Management und den Risikoverantwortlichen steht für jedes Land, in welchem Zeppelin aktiv ist, ein Bericht mit Informationen zu wirtschaftlichen, politischen und geschäftsfeldspezifischen Risiken zur Verfügung. Diese Informationen sind auch Grundlage für Steuerungszwecke und dienen zur Initiierung von entsprechenden adäquaten Maßnahmen zur Risikovermeidung. Die Konzernrevision führte im Geschäftsjahr 2022 mehrere Standardprüfungen durch. Diese erfolgten im Wesentlichen bei den operativen Konzerngesellschaften klickrent GmbH, Zeppelin LAB GmbH, Zeppelin Danmark A/S, Zeppelin Sverige AB, Zeppelin Systems USA Inc. und bei der Zeppelin GmbH . Weiterhin wurden insgesamt sieben Follow-up-Prüfungen bei den Konzerngesellschaften Zeppelin Armenien LLC, Zeppelin Baumaschinen GmbH, Zeppelin Rental GmbH, Zeppelin Systems GmbH (zwei Follow-up Prüfungen) und der Zeppelin GmbH (zwei Follow-up Prüfungen) durchgeführt. Darüber hinaus erfolgte eine Sonderprüfung zu einem Großauftrag in der SGE Anlagenbau. Des Weiteren hat Zeppelin im Jahr 2022 eine Analyse des Internen Kontrollsystems (IKS) für die maßgeblichen Konzerngesellschaften durchgeführt und hierbei Verbesserungspotenzial im Bereich Automatisierung, Dokumentation und Prozesseffizienz identifiziert, welche durch geeignete Maßnahmen adressiert und umgesetzt werden. Darüber hinaus sind im Kontext steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung entsprechende Erweiterungen des IKS in Umsetzung. BEWERTUNG DER RISIKOKATEGORIEN Die oben erwähnten Risikofelder werden in den folgenden vier Risikokategorien zusammengefasst:
Die Einstufung der Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Ertragslage erfolgt mittels einer Bewertungsmatrix. Die dabei verwendeten Definitionen werden nachstehend erläutert. ERLÄUTERUNG DER DEFINITIONEN
EINSTUFUNG DER RISIKOKATEGORIEN
Die Einstufung der Risikokategorien hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der angespannten geopolitischen Situation in Russland, Ukraine und Belarus geändert. GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKOSITUATION Das implementierte Risikomanagementsystem hat einen hohen Stellenwert im Konzern und ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse. Es gewährleistet, dass Kontrollmechanismen sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung und Risikoreduktion wirksam sind. Das Konzern-Controlling sowie das Risk Panel überwachen laufend das Risiko-Reporting und stellen die qualitative Weiterentwicklung des Risikomanagements sicher. Das Risikofrüherkennungssystem wird jährlich auf Ordnungsmäßigkeit und Funktionsfähigkeit durch den Abschlussprüfer geprüft und beurteilt. Risiken, die den Fortbestand der Zeppelin GmbH oder ihrer Beteiligungen gefährden könnten, bestanden weder im Berichtsjahr, noch sind solche aktuell für die Zukunft erkennbar. Zu den Risiken im Zusammenhang mit Russland, Ukraine und Belarus sowie den Cyber- und Klimarisiken verweisen wir auf die Ausführungen unter den jeweils separaten Berichtsabschnitten. 2 CHANCEN Trotz allgemein anspruchsvoller Rahmenbedingungen sieht sich Zeppelin in seinen Märkten gut positioniert und blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Ein sehr hoher Auftragsbestand sowie viele Produkte, die bereits im Bestand verfügbar bzw. im Zulauf sind, stützen diese Prognose. In fast allen Industrien, die Zeppelin bedient, gibt es auf Kundenseite viele Projekte, die die Nachfrage nach Lösungen von Zeppelin stützen. Es ist zu erwarten, dass ausreichende Finanzierungen dafür zur Verfügung stehen sollten, weil viele Staaten in Krisenzeiten stützende Konjunkturprogramme auflegen. Die Megatrends und Entwicklungen unserer Zeit zahlen auf die Geschäftsmodelle von Zeppelin ein. Hier sind zum Beispiel der wachsende Bedarf an Wohnraum und Infrastrukturprojekten gleichermaßen zu nennen. Dies wird eine hohe Nachfrage nach Baumaschinen und Dienstleistungen rund um Bauaktivitäten mit sich bringen. Außerdem werden in den Folgejahren viele Projekte rund um das Thema Energiewende, aber auch rund um den Aufbau oder die Sanierung der Infrastruktur erwartet. Hierzu zählen zum Beispiel der Bau von Stromtrassen und der Glasfaserausbau, wie auch die Sanierung von Brücken, Straßen oder des Eisenbahnnetzes. Dabei wird erwartet, dass die Themen Effizienz und Sicherheit auf Baustellen einen immer höheren Stellenwert gewinnen werden. Zeppelin ist in vielen dieser Bereiche gut positioniert, egal ob durch die Anzahl der vernetzten Baumaschinen oder die digitalen Interaktionspunkte mit seinen Kunden. Hier schließt sich das Thema der Digitalisierung an, durch die zum Beispiel Prozesse verschlankt und optimiert werden können. Zudem gewinnt das Thema Nachhaltigkeit einen immer höheren Stellenwert, egal ob in der Energieversorgung, bei Antrieben oder im Betrieb von Anlagen und Maschinen. Mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Bau- und Bergbaumaschinen, Vermietung, Baulogistik, Antrieb und Energie, Anlagenbau sowie mit neuen digitalen Geschäftsmodellen bieten sich Zeppelin folglich vielfältige Chancen. Konkret lässt sich für die unterschiedlichen Gebiete und Geschäftsaktivitäten ein differenzierteres Bild zeichnen. Die Zukunftsaussichten für die Bauindustrie in Deutschland und den westlichen Teil von Europa sind positiv zu bewerten. Dies wird sich auf eine weiter stabil hohe Nachfrage nach Bau- und Bergbaumaschinen niederschlagen, sowohl im Verkauf- als auch im Mietgeschäft. In Kombination mit dem starken Partner Caterpillar ist Zeppelin nach eigener Einschätzung mit einem sehr erfahrenen Team exzellent im Markt und bei Kunden positioniert. Entsprechend ist zu erwarten, dass daran überproportional partizipiert werden kann. Gerade die Nachfrage nach Mietlösungen ist ungebrochen und in Zeiten weiter gestörter Lieferketten liegen hier zukünftige Erfolgsaussichten. In den fünf Auslandsmärkten, in denen Zeppelin mit Mietlösungen aktiv ist, bieten sich Chancen für profitables Wachstum. Dabei zeigt sich vor allen Dingen ein überproportional starkes Wachstum in den Bereichen, die über die Maschinenmiete hinausgehen und auf Dienstleistungen und (Komplett-)Lösungen auf der Baustelle abzielen. Ein anderes Bild zeigt sich rund um das Geschäft in Eurasien durch den alles dominierenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Unter der aktuell sehr schwierigen Lage erscheinen Chancen derzeit nicht realistisch und das Risikomanagement steht im Vordergrund. In Russland werden am Rahmen der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Caterpillar und mit Blick auf die Mitarbeitenden im Rahmen des sanktionsrechtlich Möglichen die Geschäftsaktivitäten auf massiv reduzierter Basis fortgesetzt. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass Caterpillar seit Spätsommer 2022 keine Aufträge für neue Baumaschinen der Marke Caterpillar mehr für Russland annimmt. Für die Ukraine kann derzeit keine Abschätzung zu möglichen Chancen abgegeben werden. Die Aktivitäten in Belarus wurden Mitte 2022 veräußert. Der Krieg zeigt auch Auswirkungen auf andere Geschäftsfelder, auf den Anlagenbau und Power Systems zum Beispiel mit Kunden aus der Öl- und Gasindustrie. Während der Gasmotor in Blockkraftheizwerken als Übergangstechnologie für die Energiewende deutlich in den Hintergrund tritt, wird eine deutlich höhere Nachfrage nach Lösungen für die Notstromversorgung festgestellt. Rund um den Bedarf von alternativen Antrieben und auch elektrisch betriebenen Baumaschinen findet Zeppelin mit Caterpillar einen Partner an seiner Seite, der viel in diese Lösungen investiert. Auf der Weltleitmesse für Baumaschinen "bauma" konnten einige Produkte gezeigt werden, die in den nächsten Jahren erwartet werden und die sich großem Interesse erfreut haben. Im Bereich Power Systems verfolgt Zeppelin zudem seine Projekte rund um die Brennstoffzellentechnologie konsequent weiter. Auch wenn das Projektgeschäft im Anlagenbau herausfordernd ist, so sieht sich Zeppelin in einer Reihe von Zukunftsmärkten gut positioniert. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Batteriemasse, Recycling und Fleischersatzstoffe. Durch eine gezielte Stärkung der eigenen Organisation und auch Überlegungen zu Akquisitionen werden systematisch Schwerpunkte für die zukünftige Marktpartizipation gelegt. Das übergeordnete Thema der Automatisierungstechnik im Anlagenbau bietet hier gleichermaßen Chancen. Zeppelin hat eine Vielzahl von Aktivitäten und Projekte angestoßen, mit denen die Wachstumsstrategie weiter konsequent fortgesetzt wird. Diese sind in den verschiedensten Bereichen angesiedelt. Neben den marktgerichteten Themen sind auch solche zu nennen, die die Organisation stärken und Zeppelin als Arbeitgeber attraktiv machen. In Zeiten von Fachkräftemangel erlangen Themen wie die Harmonisierung von Prozessen und deren Automatisierung, die Überarbeitung der Führungsgrundsätze oder die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität eine besondere Bedeutung. Im Wettbewerb um Talente hat Zeppelin vieles zu bieten und die starke Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen wird als entscheidender Erfolgsfaktor in der Zukunft gesehen. Über das organische Wachstum hinaus werden auch M&A-Aktivitäten verfolgt. Hier sind einige Projekte in Arbeit, die sowohl das Produktportfolio ergänzen und erweitern sollen als auch interessante neue Markt- und Kundensegmente erschließen. Die weiterhin gute finanzielle Ausstattung des Konzerns eröffnet Handlungsspielräume für verschiedene Aktivitäten in diesem Kontext. 3 COMPLIANCE Grundlage für Compliance bei Zeppelin ist die Überzeugung, dass nur soziales Verantwortungsbewusstsein, Rechtstreue und ethisches Verhalten den Unternehmenserfolg nachhaltig sichern können. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Auflagen und unternehmensinternen Richtlinien ist wesentlicher Bestandteil der Führungs- und Unternehmenskultur bei Zeppelin. Die Mitgliedschaft im UN Global Compact unterstreicht das klare Bekenntnis des Zeppelin Konzerns zu Menschenrechten und einer nachhaltigen Unternehmensführung. Die Basis des Compliance-Programms sowie der sich seit Jahren weiterentwickelnden Compliance-Kultur bildet der Verhaltenskodex für Business & Ethik des Zeppelin Konzerns. Das Compliance-Programm wird gestützt von einem Compliance Risikomanagement, einer Richtlinienorganisation und regelmäßiger Kommunikation. Vor dem Hintergrund der sich veränderten weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage wurde das Compliance Management aller Geschäftseinheiten in Bezug auf Exportkontrolle, Sanktionen und Embargos ausgebaut und gestärkt. Compliance-Schulungen werden durch ein mehrsprachiges Compliance-E-Learning-Programm ergänzt. Das E-Learning Modul "Compliance Basics" ist ein Pflichtprogramm für alle Mitarbeitenden und vermittelt Wissen in den Grundlagen der Compliance, schult Korruptionsprävention und informiert über Kartellrecht. Gemeinsam mit dem Konstanz Institut for Corporate Governance (KICG) an der Universität Konstanz wurde ein Workshop konzipiert, in dem Führungskräften ihre Kenntnisse über Compliance & Integrity bei Zeppelin vertiefen konnten. Die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich über das Zeppelin Intranet, eine gesonderte E-Mail-Adresse und natürlich persönlich an die interne Compliance-Organisation zu wenden. Alternativ stehen in den Händlergebieten externe Vertrauensanwälte als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus ist für Mitarbeitenden und Dritte die Zeppelin Trust Line, ein Online-Hinweisgebersystem, zur Meldung von Compliance-Verdachtsfällen eingerichtet worden - optional kann auch anonym gemeldet werden. Die für die Umsetzung des Compliance-Programms verantwortlichen Compliance Officer und -Mitarbeitenden werden fortlaufend ausgebildet und qualifiziert, die für die strategischen Geschäftseinheiten des Konzerns verantwortlichen Compliance Officer sind für diese Position zertifiziert. D PROGNOSEBERICHTBeim realwirtschaftlichen Ausblick überwiegen derzeit die Abwärtsrisiken, was insbesondere auf eine hohe Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Inflation, der Verfügbarkeit von Produkten und Vorproduktion, gestörten Lieferketten und einem zunehmenden Mangel an Fachkräften zurückzuführen ist. Auch wenn die COVID-19 Pandemie überwunden scheint, können vergleichbare Ereignisse in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Positiv machen sich jedoch die hohen Auftragsbestände auf Kundenseite bemerkbar, die bei einer weiteren Entspannung der Liefer- und Logistikketten abgebaut werden können. Auch können staatliche Entlastungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Strompreisbremse in Deutschland, dem Inflationsdruck entgegenwirken. Es wird angenommen, dass sich die Inflation im Kalenderjahr 2023 leicht abschwächt, nachdem diese in 2022 voraussichtlich ihren Höchststand erreicht hat. Die Prognosen sind folglich mit einer hohen Unsicherheit behaftet. 40 Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2023 ein Wachstum des BIP von 2,9 % verzeichnen. Das prognostizierte Wachstum soll im Euroraum und Deutschland mit 0,7 % beziehungsweise 0,4 % deutlich schwächer ausfallen. Real betrachtet dürfte die Weltwirtschaft, aber auch die Wirtschaftsleistung in Europa und Deutschland, zurückgehen. Für Brasilien und die USA beträgt die BIP-Wachstumsprognose 1,2 % beziehungsweise 1,4%, gefolgt von China mit 4,4 %. China und Indien lassen mit 5,2 % beziehungsweise 6,1 % das höchste Wachstum der berichteten Länder erwarten. 41 Mit Schweden (-0,1 %) soll ein europäisches Land sogar einen Rückgang verzeichnen. Ein leichtes Wachstum wird für Polen mit 0,5 % und Dänemark mit 0,6 % erwartet. Etwas stärker wird das BIP-Wachstum für Österreich (1,0 %), die Slowakische Republik sowie Tschechien (beide 1,5 %) erwartet. Für die Ukraine konnte keine Prognose getroffen werden. 42 Hinsichtlich des Kernmarktes der SGE BM CE haben sich die Aussichten im deutschen Bauhauptgewerbe nach Jahren des Booms eingetrübt. Der Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten beeinträchtigt zunehmend die Nachfrage nach Bauleistungen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) rechnet für das Jahr 2023 mit einem Umsatz im Bauhauptgewerbe von knapp 155 Mrd. €. Das entspricht einem nominalen Rückgang von 2 % und (bei einer veranschlagten Preisentwicklung von +5 %) einem realen Rückgang von 7 %. Sorgenkind ist nach derzeitigen Rahmenbedingungen der Wohnungsbau. Der ZDB erwartet hier für 2023 einen realen Umsatzrückgang von 10 %. Im Wirtschaftsbau sieht es ähnlich aus (-6 %). Für den öffentlichen Bau wird mit einem Minus von real 4,5 % gerechnet. 43 Für die Märkte der SGE BM Nordics wird 2023 ein leichter Rückgang erwartet. Dieser wird für Dänemark als nicht wesentlich erachtet. Der Rückgang in Schweden wird voraussichtlich in erster Linie die Entwicklung der Building Construction Products-Maschinen betreffen, da sowohl für die Verkehrsinfrastruktur als auch den Nicht-Wohnungsbau ein Wachstum erwartet wird. Das heißt, das Mining-Geschäft und die Clean Gas Induction-Maschinen dürften vom Rückgang im Hochbausektor nicht wesentlich betroffen sein. 44 Für das Jahr 2023 rechnet die SGE BM Eurasia aufgrund des Kriegs Russlands gegen die Ukraine sowie deren Folgen mit einem signifikanten Rückgang des Markt- und Geschäftsvolumens gegenüber dem Jahr 2022. Die Einstellung von weiteren Geschäftsfeldern und den Verlust von Vermögenswerten in Russland und der Ukraine ist weiterhin nicht auszuschließen. In Usbekistan werden in 2023 Abschlüsse von nennenswerten für Mining-Maschinen-Aufträgen erwartet. Ferner wird vom weiteren Geschäftswachstum in Armenien ausgegangen. Der European Rental Association zufolge ist für 2023 ein Wachstum des für die SGE Rental besonders relevanten deutschen Mietmarktes von 2,4% zu erwarten. Das Wachstum des Mietmarktes in Österreich wird mit 2,1% und in Tschechien mit 5,2% erwartet. Für Schweden wird ein Wachstum von 1,8% und für Dänemark ein Wachstum von 1,3% erwartet. 45 Für den Fachzweig "Motoren und Systeme" erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer für das Jahr 2023 eine nominale Umsatzabschwächung um -1% im Vergleich zum Vorjahr. 46 Die hohe Nachfrage nach Antriebs- und Energielösungen, die hohe Auslastung im Service und ein solider Auftragseingang lassen die SGE Power Systems verhalten optimistisch auf das Jahr 2023 blicken. Weiterhin gestörte Lieferketten und damit einhergehende Herausforderungen bzgl. der Materialverfügbarkeit und der Lieferzeiten von Teilen und Motoren dämpfen diese positiven Aussichten. Der Fokus 2023 wird auf dem Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, auf alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie der weiteren Etablierung im Großprojektgeschäft im internationalen Umfeld liegen. Die Gesellschaft arbeitet verstärkt daran, mögliche Optionen zur Systemintegration und zur Vermarktung von Wärmepumpen auszuloten. Power Systems investiert in den Einsatz von Brennstoffzellen in maritimen Anwendungen, plant künftig die Entwicklung von Prototypen und setzt den Fokus weiterhin auf Partnerschaften in diesem Bereich. Zusätzlich liegt ein strategischer Fokus auf dem SAP-Projekt, welches in einem internationalen Ansatz gemeinsam mit der SGE BM Nordics und Zeppelin Digit in 2023 in die Realisierungsphase gehen wird. Der für die SGE Anlagenbau wichtige Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau berichtet trotz sich eintrübender Konjunktur ein mindestens verhalten optimistisch bis optimistisches Stimmungsbild für die Mehrheit der befragten Mitgliedsunternehmen. Dies basiert insbesondere auf stattlichen Auftragspolstern der Mitgliedsunternehmen und sich langsam entspannender Lieferketten. Die Umsatzentwicklung für 2023 wird von knapp 70% mit steigender Zunahme gegenüber Vorjahr prognostiziert, ca. 15% sehen eine Stagnation und nur ca. 20% erwarten eine rückläufige Tendenz. Die Produktionsprognose wird für das Jahr 2023 auf 243 Mrd. € eingeschätzt und reduziert sich somit gegenüber dem Vorjahr um 2%. 47 Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2023 einen moderaten Rückgang der Umsätze, einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern und einen schwachen Rückgang des Return on Capital Employed (ROCE). Die Zeppelin GmbH erwartet für 2023 einen deutlichen Rückgang beim Jahresergebnis nach IFRS. Es bestehen keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Jahresüberschusses im Einzelabschluss der Zeppelin GmbH nach IFRS und HGB. E GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt vor, aus dem auf die Gesellschafter der Zeppelin GmbH entfallenen Konzernjahresüberschuss (TEUR 100.123), eine Dividende von 18%, somit TEUR 18.022, für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von TEUR 610.511 auf neue Rechnung vorzutragen.
Friedrichshafen, 28. Februar 2023 Die Geschäftsführung der Zeppelin GmbH Peter Gerstmann Michael Heidemann Christian Dummler Alexandra Mebus Fred Cordes
1 Sachverständigenrat: Jahresgutachten
2022/23, vom 09.11.2022, S. 16.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBH
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBH
KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBHVermögenswerte
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBH
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBH
KONZERN-ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022DER ZEPPELIN GMBHA UNTERNEHMENDer Zeppelin Konzern (im Folgenden "Zeppelin" oder "Konzern") bietet Lösungen in den Bereichen Bau- und Landmaschinen, Vermietung, Baulogistik, Antrieb und Energie, Engineering sowie Anlagenbau an. Der juristische Sitz befindet sich in Friedrichshafen, die Unternehmenszentrale in Garching bei München. Der Konzernabschluss umfasst die Zeppelin GmbH und ihre Tochterunternehmen. Die Zeppelin GmbH hat ihren Sitz in Friedrichshafen und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm mit der Nummer HRB 630217 eingetragen. Die konzernweite Zusammenarbeit organisiert Zeppelin in einer Managementholding und sechs strategischen Geschäftseinheiten (im Folgenden "SGE"): Baumaschinen Zentraleuropa (im Folgenden "BM CE"), Baumaschinen Eurasia (im Folgenden "BM Eurasia"), Baumaschinen Nordics (im Folgenden "BM Nordics"), Rental, Power Systems und Anlagenbau. Diese Struktur ermöglicht die Bündelung des operativen Geschäfts sowie die Ausrichtung der Geschäftsmodelle an den unterschiedlichen Märkten und Kunden. Ergänzt werden die strategischen Geschäftseinheiten durch das Strategische Management Center "Zeppelin Digit", das für SGE-übergreifende Themen im Bereich IT, Digitalisierung und Innovation verantwortlich ist. Die Zeppelin GmbH ist eine Kapitalgesellschaft, deren stimmberechtigtes Kapital zu 96,25 % von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, und zu 3,75 % von der Zeppelin-Stiftung gehalten wird. Die Verwaltung der Zeppelin-Stiftung erfolgt durch die Stadt Friedrichshafen. Die Zeppelin-Stiftung hält 90,0 % der Geschäftsanteile an der Luftschiffbau-Zeppelin GmbH, die restlichen 10,0 % werden von der Zeppelin GmbH gehalten. Aufgrund eines zwischen der Zeppelin GmbH und der Luftschiffbau-Zeppelin GmbH am 07. November 2011 geschlossenen Entherrschungsvertrags ist die Zeppelin-Stiftung oberstes Mutterunternehmen der Zeppelin GmbH. Die Zeppelin-Stiftung ist rechtlich unselbstständig und erstellt keinen Konzernabschluss. Die Zeppelin GmbH ist nach § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. B Grundsätze der Aufstellung des KonzernabschlussesDie Zeppelin GmbH macht als nicht kapitalmarktorientiertes Unternehmen vom Wahlrecht nach § 315e Abs. 3 HGB Gebrauch, den Konzernabschluss nach IFRS aufzustellen. Der Konzernabschluss wurde im Einklang mit den am Abschlussstichtag von der Europäischen Kommission in Europäisches Recht übernommenen Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC) aufgestellt. Die Internationalen Rechnungslegungsstandards werden vom International Accounting Standards Board (IASB), die Interpretationen vom International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) entwickelt. Träger dieser Gremien ist eine private Stiftung mit Sitz in London (GB), die International Accounting Standards Foundation. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Sämtliche Werte sind in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, dargestellt, und wurden kaufmännisch auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Aus der Rundung können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Der Konzernabschluss wird nach dem Anschaffungskostenprinzip erstellt. Ausnahmen bestehen beispielsweise für Derivate und Beteiligungen. Diese werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2023 durch Unterzeichnung durch die Geschäftsführung zur Vorlage an die Gesellschafter und den Aufsichtsrat der Zeppelin GmbH freigegeben. Die Gesellschafter haben das Recht, im Rahmen der ihnen zustehenden Feststellungskompetenz eine Änderung des Konzernabschlusses zu verlangen. ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN Erstmalig angewandte Vorschriften Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Standards, Interpretationen bzw. Änderungen von Standards erstmals verbindlich anzuwenden: IAS 16 - Sachanlagen IAS 16 verlangt, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage alle direkt zurechenbaren Kosten einschließen, die anfallen, um einen Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Hierzu gehören zum Beispiel Kosten für Testläufe. Fraglich war, ob ein über die Testkosten hinausgehender Ertrag aus dem Verkauf von bei Testläufen entstandenen absatzfähigen "Vorprodukten", die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage mindert. Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass künftig kein Abzug von derartigen Erträgen von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage mehr zulässig ist. Stattdessen werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die während der Herstellungsphase der betreffenden Produktionsanlage angefallen sind, erfolgswirksam unter Beachtung von IFRS 15 für die Erlöse bzw. IAS 2 für die Kosten behandelt. Im Zeppelin Konzern ergeben sich hieraus keine Auswirkungen. IAS 37 - Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen Das IASB hat im Jahr 2020 Änderungen an IAS 37 unter dem Titel "Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung" veröffentlicht. Mit den Änderungen wird konkretisiert, was genau unter Erfüllungskosten eines Vertrags zu verstehen ist. Dabei handelt es sich um sämtliche Kosten der Vertragserfüllung, die dem Vertrag unmittelbar zurechenbar sind. Bei den unmittelbar zuzuordnenden Kosten handelt es sich um Kosten, die einem Unternehmen durch den Vertrag zusätzlich entstehen (incremental cost), wie direkte Lohn- und Materialkosten sowie um weitere der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten (z.B. anteilige Abschreibung einer zur Vertragserfüllung genutzten Sachanlage). Für die Bilanzierung im Zeppelin Konzern haben sich hieraus keine Auswirkungen ergeben. IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse Gegenstand der Änderung von IFRS 3 ist die Anpassung eines dort enthaltenen Verweises auf das neue, im Jahr 2018 veröffentlichte Rahmenkonzept. Weiterhin wird der IFRS 3 um die Vorschrift ergänzt, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, die Regelungen des IAS 37 oder IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Ausgenommen hiervon sind Eventualverbindlichkeiten, für die weiterhin die Ausnahmeregelung des IFRS 3.23 Gültigkeit behält. Zudem wird der IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot für erworbene Eventualforderungen ergänzt. Hieraus haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zeppelin Konzern ergeben. IFRS 1 - Erstmalige Anwendung der IFRS Ziel der Änderung in IFRS 1 ist eine weitere Vereinfachung im Übergang auf IFRS für Tochterunternehmen, die erst nach dem Mutterunternehmen ihre Rechnungslegung auf IFRS umstellen. Bislang konnten Tochterunternehmen am Übergangsstichtag ihre Vermögenswerte und Schulden mit den Buchwerten aus dem Konzernabschluss des Mutterunternehmens ansetzen. Diese Erleichterung galt jedoch nicht für das Eigenkapital. Mit den jährlichen Verbesserungen wurde IFRS 1 dahingehend angepasst, dass sich die Erleichterungsmöglichkeit auch auf eine im Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens enthaltene kumulierte Währungsumrechnungsdifferenz des Tochterunternehmens erstreckt. Das Führen einer gesonderten Nebenrechnung für die Umrechnungsdifferenz durch das Tochterunternehmen entfällt damit. Die Änderung hat auf den Zeppelin Konzern keine Auswirkung. IFRS 9 - Finanzinstrumente Bei der Prolongation oder Modifikation von Schulden kann es nach IFRS 9 je nach Bedeutung der Veränderung der Fall sein, dass die bisherige finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht und eine neue eingebucht werden muss. Zur Beurteilung, ob die Vertragsbedingungen einer Verbindlichkeit wesentlich verändert worden sind, wird eine Vergleichsrechnung in Form eines "10%-Tests" duchgeführt. Danach ist eine Verbindlichkeit auszubuchen, wenn der Barwert der künftigen Zahlungen unter Geltung der neuen/ geänderten Bedingungen mindestens 10 % von dem "alten" Barwert abweicht. Die Modifikation von IFRS 9 stellt klar, das der Schuldner nur die Gebühren in der Vergleichsrechnung zu berücksichtigen hat, die zwischen ihm und dem Gläubiger geflossen sind. Dies umfasst bspw. eine an die Bank zu zahlende Gebühr für die Durchführung der Umschuldung, nicht jedoch die an den Berater für die Unterstützung bei der Verhnadlung mit der Bank. Aus der Modifikation des IFRS 9 haben sich keine Auswirkung auf den Zeppelin Konzern ergeben. IFRS 16 - Leasingverhältnisse Die Änderungen betreffen lediglich eine redaktionelle Anpassung in Beispiel 13 des IFRS 16. Zur Beseitigung vormaliger Unsicherheit bei der Behandlung von Leasinganreizen wurde eine Passage mit dem Beispiel einer Erstattung von Ausgaben für Mietereinbauten gelöscht. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den Zeppelin Konzern. IAS 41 - Landwirtschaft In IAS 41.22 wurde der Bezug zu Steuerzahlungen bei der Fair-Value-Ermittlung gestrichen. Damit ist eine Übereinstimmung mit den Vorschriften von IFRS 13 sichergestellt, welche besagt, dass der Fair Value immer basierend auf einer Nachsteuerbetrachtung ermittelt wird. Die Änderung hat auf den Zeppelin Konzern keine Auswirkungen. Noch nicht angewandte Vorschriften Bis zum Datum der Aufstellung dieses Konzernabschlusses haben IASB und IFRIC eine Vielzahl neuer Rechnungslegungsvorschriften veröffentlicht, deren erstmalige Anwendung erst nach dem Stichtag dieses Konzernabschlusses vorgeschrieben bzw. erlaubt ist. Die Vorschriften und die erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung derselben auf den Konzernabschluss werden im Folgenden dargestellt:
KONSOLIDIERUNGSKREIS Tochterunternehmen Folgende Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss einbezogen:
Die folgenden Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Nichteinbeziehung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat. Die Anteile an diesen Gesellschaften bilanziert Zeppelin erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte stimmen weitgehend mit den historischen Anschaffungskosten überein.
Die Fehmarnbelt Solution Services A/S, Greve, Dänemark, wurde mit Eintragung vom 28. November 2022 liquidiert. Die in 2021 akquirierte Energyst Germany GmbH, Duisburg, sowie die in 2019 erworbene Luther Verwaltungs GmbH, Hoppstädten Weilersbach, wurden per 01. Januar 2022 erstkonsolidiert und anschließend auf Zeppelin Rental GmbH verschmolzen Die Gesellschaften waren vormals mangels Wesentlichkeit nicht einbezogen. Die in 2019 akquirierte Meton s.r.o., Tuchomerice, Tschechien, die mangels Wesentlichkeit nicht einbezogen war, hat im Januar 2022 ihre Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Asset Deals auf die Zeppelin CZ s.r.o. übertragen. Die Meton s.r.o. befindet sich nun in Liquidation. Die in 2011 akquirierte Construction SITECH, Brno, Tschechien, wurde zum 01. Januar 2022 erstkonsolidiert. Weitere Ausführungen sind dem Kapitel "Änderungen des Konsolidierungskreises" zu entnehmen. Assoziierte Unternehmen Folgendes assoziiertes Unternehmen wird nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert:
Die CZ Loko a.s. mit Sitz in Česká Třebová (Tschechien) ist ein nach der Equity-Methode bilanziertes assoziiertes Unternehmen und stellt einen strategischen Vertriebspartner von Zeppelin dar. Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen die Produktion, die Reparatur und den Handel von Bahntriebfahrzeugen, Metallkonstruktionen und Maschinen. Die Zeppelin CZ s.r.o. hält 49,0 % des Anteilsbesitzes und nimmt so teil an den Entscheidungsprozessen. Zusätzlich sind die Geschäftsführung und die kaufmännische Leitung der Zeppelin CZ s.r.o. Mitglied im Aufsichtsrat von CZ Loko. Gemeinschaftliche Tätigkeiten Die Zeppelin Power Systems GmbH hat in 2020 gemeinsam mit einem Konsortialpartner eine rechtlich selbständige wirtschaftliche Einheit in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Das Konsortium führt den Namen "Konsortium BHKW Oberhausen" und verfolgt den Zweck der gemeinsamen Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme einer schlüsselfertigen Blockheizkraftwerk-Anlage. Das Konsortium wurde als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert, da die Konsorten aufgrund des Konsortialvertrags Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden der gemeinsamen Vereinbarung besaßen. Zeppelin hatte die zugehörigen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge in Höhe des Beteiligungsschlüssels von 67,1 % erfasst. Das Projekt wurde im Geschäftsjahr 2021 mit der schlüsselfertigen Übergabe der Blockheizkraftwerk-Anlage an den Kunden abgeschlossen. Das Konsortium besteht für die Dauer der Gewährleistungsfrist weiter fort. Die Zeppelin Rental GmbH hat gemeinsam mit einem weiteren Gesellschafter eine Dach-Arbeitsgemeinschaft in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Die Dach-Arbeitsgemeinschaft trägt den Namen "WIM A43 Emschertalbrücke" und dient der gemeinsamen Errichtung einer Schranken-/Wiegeanlage für die A43-Emschertalbrücke zwischen Recklinghausen und Herne. Die Arbeitsgemeinschaft wird als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert, da die Gesellschafter aufgrund des Dach-ARGE-Vertrags Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden der gemeinsamen Vereinbarung besitzen. Zeppelin erfasst die zugehörigen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge in Höhe des vorläufigen Beteiligungsschlüssels von 48,9 %. Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter Der Konzernabschluss beinhaltet die folgenden Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter:
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Finanzinformationen zur Smart Controls India Ltd. vor konzerninternen Eliminierungen dar:
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Finanzinformationen zur Zeppelin Systems China (Shanghai) Co. Ltd. vor konzerninternen Eliminierungen dar:
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Finanzinformationen zur Magdalena Kitzmann GmbH vor konzerninternen Eliminierungen dar:
ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES Erwerb Magdalena Kitzmann GmbH Zum 01. Januar 2022 wurden 60 % der Anteile der Magdalena Kitzmann GmbH, Lengerich, erworben. Die Gesellschaft ist Spezialist für maßgeschneiderte Komplettanlagen sowie Baugruppen für Schüttguthandling und verstärkt mit hoher Eigenfertigungstiefe die Sparte Anlagenbau im Zeppelin Konzern. Der Gesamtkaufpreis der Transaktion beträgt TEUR 3.100. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte und Schulden, die sich wie folgt darstellen:
Die Bruttobeträge der Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Es wurden keine uneinbringlichen Forderungen identifiziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden stille Reserven auf Sachanlagen sowie ein Kundenstamm und ein Auftragsbestand angesetzt. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 2 - 20 Jahre. Darüber hinaus wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.700 aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt hierbei den Ausbau der Marktposition im Bereich von Kunststoffanlagen wider. Die nicht-beherrschenden Anteile am erworbenen Nettovermögen belaufen sich auf TEUR 267. Erstkonsolidierung Construction SITECH s.r.o. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurde die bislang aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Consstruction SITECH s.r.o., Tschechien, erstkonsolidiert. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung betrug im Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 745. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2011 (99 % der Anteile) bzw. 2014 (restliche Anteile) erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte und Schulden, die sich wie folgt darstellen:
Die Bruttobeträge der Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Es wurden keine uneinbringlichen Forderungen identifiziert. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag oder Goodwill. Erstkonsolidierung und Umstrukturierung von Gesellschaften aus der Luther / Energyst Gruppe Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurden die bislang aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Energyst Germany GmbH (erworben 2021) und Luther Verwaltungs GmbH (erworben 2019) erstkonsolidiert und anschließend auf Zeppelin Rental GmbH verschmolzen. Die Meton s.r.o., Tschechien, die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht einbezogen war, hat im Januar 2022 ihre Vermögenswerte und Schulden auf die Zeppelin CZ s.r.o. übertragen. Die Übertragung erfolgte zu beizulengenden Zeitwerten. Hieraus ist ein Goodwill in Höhe von TEUR 99 entstanden. Erstkonsolidierung Landvetter Projektgesellschaften und Verschmelzung auf Zeppelin Sverige AB Zum 21. März 2022 wurden die Gesellschaften Logistic 4.3 und 4.4 Landvetter AB durch Zeppelin Sverige AB erworben. Mit Erwerb der Gesellschaftsanteile wurde im Wesentlichen Grund und Boden für den Ausbau der Zeppelin Geschäftsaktivitäten in Schweden übertragen. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile beträgt TEUR 3.514. Im Zuge der erstmaligen Einbeziehung wurden stille Reserven in Höhe von TEUR 2.462 auf das Grundstück aktiviert. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte und Schulden, uneinbringliche Forderungen wurden nicht identifiziert. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich kein Goodwill. Die Zeitwerte zum Übertragungszeitpunkt sind wie folgt:
Zum 04. Oktober 2022 wurden beide Gesellschaften auf die Zeppelin Sverige AB verschmolzen. Aus der Verschmelzung sind keine Effekte im Zeppelin-Konzern entstanden. Aufwärtsverschmelzung Zeppelin Power Systems Verwaltungs GmbH Zum 01. September 2022 wurde die Zeppelin Power Systems Verwaltungs GmbH auf die Zeppelin GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wirkt sich im Zeppelin Konzern nicht aus. Veräußerung Zeppelin Weißrussland OOO Aufgrund des westlichen Embargos gegen Belarus sind seit dem 4. Juni 2022 Geschäfte der Zeppelin Weißrussland OOO faktisch nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wurden zum 28. Juli 2022 alle Anteile an der Zeppelin Weißrussland OOO, Minsk, veräußert und die Gesellschaft entkonsolidiert. Der Veräußerungspreis beläuft sich auf TUSD 917 (rd. TEUR 871), der zum Closing-Zeitpunkt bereits bezahlt war. Aus abgehenden Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaft ergab sich ein Buchwert von 1,5 Mio. EUR. Die seit dem Erwerb der Zeppelin Weißrussland OOO entstandenen kumulierten Effekte aus der Währungsumrechnung der Vermögenswerte und Schulden von -1,3 Mio. EUR wurden bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Konzernergebnis ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung wurde dieser Betrag aufwandswirksam vereinnahmt. Diese beiden erfolgswirksamen Effekte von saldiert 1,9 Mio. EUR wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. C BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENZeppelin hat die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in allen dargestellten Perioden stetig angewandt. KONSOLIDIERUNG UND BEWERTUNG VON BETEILIGUNGEN Der Konzernabschluss umfasst die Zeppelin GmbH und deren Tochterunternehmen. Als Tochterunternehmen gilt ein Unternehmen, das von der Zeppelin GmbH mittelbar oder unmittelbar beherrscht wird. Beherrschung liegt vor, wenn Zeppelin die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen hat oder die Fähigkeit besitzt, die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens zu beeinflussen. Ergeben sich Hinweise aus Sachverhalten und Umständen, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, prüft Zeppelin, ob ein Beteiligungsunternehmen beherrscht wird. Bei strukturierten Unternehmen kann sich die Beherrschung aufgrund vertraglicher Regelungen ergeben. Zeppelin ordnet das Konzernergebnis nach Steuern und jeden Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses den Gesellschaftern der Zeppelin GmbH und denen der nicht beherrschenden Anteilen zu. Das Gesamtergebnis wird den Gesellschaftern der Zeppelin GmbH und den nicht beherrschenden Gesellschaftern selbst dann zugeordnet, wenn dies dazu führt, dass die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen. Ein Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Zeppelin die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem Zeppelin die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, das Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung eliminiert. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen erstellt. Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften der Zeppelin GmbH ist im Abschnitt "Konsolidierungskreis" enthalten. Wenn sich die Beteiligungsquote nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital ändert, werden die Buchwerte der Anteile beherrschender und nicht beherrschender Gesellschafter angepasst, sodass sie die Änderungen ihrer relativen Anteile am Tochterunternehmen widerspiegeln. Zeppelin erfasst jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung unmittelbar im Eigenkapital und ordnet diese den Gesellschaftern der Zeppelin GmbH zu. Die Konsolidierung endet, wenn Zeppelin die Beherrschung über das Tochterunternehmen aufgibt. In diesem Fall erfolgt eine Ausbuchung der damit verbundenen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert), Schulden, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und sonstigen Eigenkapitalbestandteile. Jeder daraus entstehende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Jede zurückbehaltene Beteiligung wird entweder zum beizulegenden Zeitwert oder, im Fall von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen, nach der Equity-Methode bilanziert. Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die durch den Unternehmenserwerb anfallenden Anschaffungskosten bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, die mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet wird, und des Werts der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet Zeppelin, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet werden. Die mit dem Unternehmenszusammenschluss anfallenden Kosten werden als Verwaltungsaufwand erfasst. Ein im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten als Saldo zwischen der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile und der früher gehaltenen Anteile über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die übertragene Gesamtgegenleistung, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Wert abgewertet. Gemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (gemeinschaftlich Tätige) Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen. Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (Partnerunternehmen) hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die Zeppelin maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt, in der Folge aber um etwaige Veränderungen hinsichtlich des Anteils von Zeppelin am Nettovermögen an dem assoziierten Unternehmen bzw. dem Gemeinschaftsunternehmen angepasst. Zeppelins Anteil am Ergebnis nach Ertragsteuern des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Anteil am sonstigen Ergebnis im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Soweit notwendig, werden Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Zeppelin untersucht jährlich zum Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen wertgemindert sein könnte. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäftsvorfällen eliminiert. Die Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden gegen die Beteiligung in Höhe des Anteils von Zeppelin an dem Beteiligungsunternehmen eliminiert. Die Verluste werden jedoch nur insoweit eliminiert, als es keinen Hinweis auf eine Wertminderung gibt. Mit Abverkauf der aus konzerninternen Lieferungen stammenden Erzeugnisse durch das assoziierte Unternehmen werden diese Korrekturen erfolgswirksam bzw. in Folgejahren gegen Anpassung der Konzerngewinnrücklagen wieder aufgehoben. FREMDWÄHRUNGSBEWERTUNG Jede Gesellschaft rechnet Geschäftsvorfälle in fremder Währung zum Transaktionszeitpunkt in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft um. In den Folgeperioden bewerten die Gesellschaften monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden weiterhin mit dem historischen Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung mit der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft werden erfolgswirksam erfasst. Vermögenswerte und Schulden aus nicht der Eurozone angehörenden Gesellschaften werden zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs von deren jeweiliger funktionaler Währung in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) umgerechnet. Differenzen, die sich aus der Umrechnung mit der Berichtswährung ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die wesentlichen Fremwährungen sind:
WERTMINDERUNGSTESTS Zeppelin untersucht an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine außerplanmäßige Wertminderung von Vermögenswerten bestehen. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, führt Zeppelin einen Wertminderungstest durch. Voraussetzung für die Durchführung von Wertminderungstests ist, dass die betroffenen Vermögenswerte Zahlungsmittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den auf andere Vermögenswerte entfallenden Zuflüssen sind. Nur in wenigen Fällen trifft dies auf einzelne Vermögenswerte zu. In der Regel müssen Einzelvermögenswerte für den Wertminderungstest zu größeren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) zusammengefasst werden. Für den Werthaltigkeitstest werden der Buchwert der CGU oder des Einzelvermögenswerts und der sogenannte erzielbare Betrag einander gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag repräsentiert den Wert, den Zeppelin durch fortgeführte Einbindung der CGU oder des Einzelvermögenswerts in den Geschäftsbetrieb (repräsentiert durch den Nutzungswert) oder durch Veräußerung (repräsentiert durch den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) realisieren kann. Sofern der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswerts oder der CGU unterschreitet, wird eine aufwandswirksame Wertminderung auf den erzielbaren Betrag erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, werden auf diejenigen CGUs oder Gruppen von CGUs allokiert, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitieren. Für Zeppelin stellen die SGEs jeweils eine Gruppe von CGUs dar, denen der Goodwill für den Wertminderungstest zugeordnet wird. Zeppelin ermittelt den erzielbaren Betrag der CGUs oder der Einzelvermögenswerte grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dabei wird das DCF-Verfahren angewandt. Die zur Berechnung verwendeten Cashflows werden aus der vom Management verabschiedeten Mittelfristplanung für die nächsten 3 Jahre auf Nachsteuerbasis abgeleitet. Die erwarteten Cashflows nach diesem Zeitraum werden mittels Wachstumsraten extrapoliert. Die Wachstumsraten sind in den Erläuterungen zur Bilanz (Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte") dargestellt. Zur Ermittlung des Barwerts wird der Kapitalkostensatz nach Steuern verwendet. Der so ermittelte beizulegende Zeitwert fällt in die 3. Stufe der Fair-Value-Hierarchie. Sofern die Wertminderung für eine CGU zu erfassen ist, wird diese zuerst dem auf die CGU entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und dann anteilig auf die verbleibenden Buchwerte der CGU verteilt. Wertminderungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht aufgeholt. Für andere Vermögenswerte erfolgt die Wertaufholung maximal bis auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. KLASSIFIZIERUNG NACH FRISTIGKEIT Zeppelin untergliedert die Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz nach Fristigkeit. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn ihre Realisierung in einem Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden als langfristig eingestuft. Bankverbindlichkeiten unter dem Konsortialkredit der Zeppelin GmbH werden unter den langfristigen Schulden ausgewiesen, soweit und solange die Restlaufzeit der Konsortialkreditvereinbarung zum Abschlussstichtag noch mindestens zwölf Monate beträgt. ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Zeppelin erfasst Umsatzerlöse, wenn Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder die Erbringung einer zugesagten Dienstleistung erfüllt werden. Die Bewertung der Umsatzerlöse erfolgt mit dem Transaktionspreis. Der Transaktionspreis ist die Gegenleistung, die der Konzern für die Übertragung der Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Variable Transaktionspreisbestandteile, wie zum Beispiel Rabatte, Skonti, Vertragsstrafen oder Kundenboni, mindern die Umsatzerlöse. Kundenzahlungen sind grundsätzlich mit Leistungserbringung oder nach spezifischen Zahlungsplänen in Meilensteinzahlungen fällig. Im Projektgeschäft realisiert Zeppelin Umsatzerlöse - mit wenigen Ausnahmen - zeitraumbezogen nach dem Leistungsfortschritt. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen erfasst Zeppelin sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen. Bei zeitpunktbezogener Leistungserbringung wird der Umsatz nach Leistungserbringung in Höhe des abrechnungsfähigen Entgelts realisiert. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt entweder nach dem Leistungsfortschritt oder in Höhe des abrechnungsfähigen Entgelts. Ab Überschreitung eines spezifizierten Schwellenwerts erfolgt die Ermittlung des Leistungsfortschritts im Verhältnis der in der Periode angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten. Unterhalb dieses Schwellenwerts dürfen Umsatzerlöse höchstens in Höhe der in der Periode angefallenen Kosten realisiert werden. Vertragsänderungen können sowohl zu Anpassungen des Transaktionspreises als auch zu Anpassungen des Leistungsfortschritts führen. Erlöse aus Verkäufen, bei denen Zeppelin eine Rückkaufverpflichtung hat (im Folgenden "RPO-Geschäfte"), werden in Abhängigkeit von der Vertragsgestaltung zwischen Absatzfinanzierungspartner und Endkunde als Verkauf mit Rückgaberecht oder als Vermietung realisiert. Beinhaltet die Vereinbarung zwischen Absatzfinanzierungspartner und Endkunde eine Option auf Rückgabe des Vertragsgegenstands, erfolgt die Bilanzierung als Verkauf mit Rückgaberecht. Beinhaltet die Vereinbarung dagegen eine Pflicht zur Rücknahme durch den Absatzfinanzierungspartner, in welche Zeppelin eingetreten ist, erfolgt die Bilanzierung als Vermietung. Bei Veräußerungen, die als Verkauf mit Rückgaberecht gelten, schätzt Zeppelin die Rückgabequote im Veräußerungszeitpunkt und mindert den Veräußerungserlös entsprechend dieser Quote um den Barwert der vereinbarten Rückkaufpreise. Der Barwert der Rückkaufpreise wird als Rückkaufverpflichtung passiviert. Die Höhe der Rückkaufverpflichtung wird in jeder Periode neu geschätzt. Schätzungsänderungen führen zu Umsatzkorrekturen in der laufenden Geschäftsperiode. Wird das Rückgaberecht zum Ende der Vertragslaufzeit nicht in Anspruch genommen, wird die Rückkaufverpflichtung erfolgswirksam gegen Realisierung von Umsatzerlösen aufgelöst. Bei Veräußerungen, die als Vermietung gelten, wird der Veräußerungserlös in voller Höhe - teils als Finanzverbindlichkeit, teils als Umsatzabgrenzung - passivisch abgegrenzt. Der Barwert der Rückkaufpreise wird als Finanzverbindlichkeit passiviert. Der Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös und der Finanzverbindlichkeit wird als Umsatzabgrenzung passiviert und über die Vertragslaufzeit linear als Mieterlös und Zinsertrag realisiert. Erlöse aus Vermietung betreffen überwiegend Operating-Leases. Erlöse aus Operating-Leases werden linear über die Vertragslaufzeit realisiert. Erlöse aus Garantieverlängerungen werden passivisch abgegrenzt und linear über die Vertragslaufzeit realisiert. SGE BM CE Die Geschäftsaktivitäten der SGE BM CE umfassen überwiegend den Verkauf, die Vermietung und den Service von Baumaschinen (teilweise mit verlängerter Garantie). Verträge aus dem Verkauf von Baumaschinen sowie Serviceleistungen werden nicht kombiniert. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Baumaschinen erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Bei Bill-and-Hold-Vereinbarungen werden die Umsatzerlöse bei Rechnungstellung realisiert. Veräußerungen können auch als RPO-Geschäft erfolgen. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt in diesen Fällen von der Einstufung des Geschäfts als Verkauf mit Rückgaberecht oder als Vermietung ab. Umsatzerlöse aus Serviceverträgen werden sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen realisiert. SGE BM Eurasia Die Geschäftsaktivitäten der SGE BM Eurasia umfassen im Wesentlichen den Verkauf, die Vermietung und den Service von Bau- und Landmaschinen (teilweise mit verlängerter Garantie). Verträge aus dem Verkauf von Bau- und Landmaschinen sowie Serviceleistungen werden nicht kombiniert. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte zu einer hohen Verunsicherung weltweit und insbesondere im eurasischen Raum. Das russische Wirtschaftswachstum ist seit Kriegsbeginn eingebrochen, was sich insbesondere an einem durch Wirtschaftssanktionen bedingten Rückgang der russischen Importe und mengenmäßig geringeren Exporte zeigt. Die internationale Isolation schränkt den russischen Markt deutlich ein. Das vom Westen verhängte Embargo gegen Belarus führt auch in diesem Land zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die Ukraine ist durch den Angriffskrieg Russlands besonders wirtschaftlich beeinträchtigt und auf umfangreiche internationale Unterstützung angewiesen. Vor diesem Hintergrund sind die Geschäftstätigkeiten von Zeppelin in der SGE BM Eurasia deutlich rückläufig und wurden bis auf Weiteres teilweise eingestellt. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Bau- und Landmaschinen erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Veräußerungen können auch als RPO-Geschäft erfolgen. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt in diesen Fällen von der Einstufung des Geschäfts als Verkauf mit Rückgaberecht oder als Vermietung ab. Umsatzerlöse aus Serviceverträgen werden zeitpunkt- und zeitraumbezogen realisiert. SGE BM Nordics Die Geschäftsaktivitäten der SGE BM Nordics umfassen überwiegend den Verkauf, die Vermietung und den Service von Bau- und Bergbaumaschinen (teilweise mit verlängerter Garantie). Verträge aus dem Verkauf von Baumaschinen sowie Serviceleistungen werden nicht kombiniert. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Bau- und Bergbaumaschinen erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Veräußerungen können auch als RPO-Geschäft erfolgen. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt in diesen Fällen von der Einstufung des Geschäfts als Verkauf mit Rückgaberecht oder als Vermietung ab. Umsatzerlöse aus Serviceverträgen werden zeitpunkt- und zeitraumbezogen realisiert. SGE Rental Die SGE Rental vermietet neben Baumaschinen ein breites Sortiment an Baugeräten, Raumsystemen, Elementen zur Baustellen- und Verkehrssicherung, Arbeitsbühnen, Gabelstaplern und Aufzügen sowie Fahrzeugen. Zudem wird ein umfassendes Dienstleistungsspektrum unter anderem im Projektgeschäft angeboten. Vermietung und Dienstleistungen stellen separate Leistungsverpflichtungen dar. Eine Aufteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen erfolgt anhand der kontrahierten Preise. Das Mietgeschäft erfolgt im Wege des Operating-Lease. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden zeitpunkt- sowie zeitraumbezogen realisiert. Umsatzerlöse im Projektgeschäft werden im Zeitpunkt der Rechnungstellung in Höhe des abrechnungsfähigen Entgelts erfasst. SGE Power Systems Die Geschäftsaktivitäten der SGE Power Systems umfassen den Vertrieb und Service von Motoren und Antriebslösungen (teilweise mit verlängerter Garantie). Zudem werden Leistungen im Projektgeschäft mit dem Verkauf von Aggregaten unter anderem zur Stromerzeugung sowie mit Blockheizkraftwerken erbracht. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Motoren und Antriebslösungen erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Bei Lieferung in Konsignationslager erfolgt die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt deren Belieferung, da zu diesem Zeitpunkt die Verfügungsgewalt auf den Kunden übergeht. Umsatzerlöse aus dem Service werden zeitpunkt- und zeitraumbezogen realisiert. Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft werden überwiegend zeitraumbezogen nach dem Leistungsfortschritt realisiert. Erhält ein Kunde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses die Option auf den Erwerb weiterer Motoren zu festgeschriebenen Preisen, wird dieser Option ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet und bei Inanspruchnahme oder Verfall der Option realisiert. SGE Anlagenbau Die Geschäftsaktivitäten der SGE Anlagenbau umfassen die Entwicklung, Projektierung und Fertigung kundenspezifischer Anlagen für die Lagerung und Verarbeitung von hochwertigen Schüttgütern sowie die Entwicklung und Fertigung von Komponenten. Darüber hinaus bietet die SGE verschiedene After-Sales- und Quality-Services an. Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft werden zeitraumbezogen nach dem Leistungsfortschritt realisiert. Werden ausschließlich Entwicklungsleistungen angeboten, werden Umsatzerlöse mit Übertragung der Verfügungsgewalt über die Entwicklungsergebnisse an den Kunden realisiert. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Komponenten erfolgt mit Lieferung und Übertragung der Verfügungsgewalt an den Kunden. Umsatzerlöse aus den Quality-Services werden im Zeitpunkt der Rechnungstellung in Höhe des abgerechneten Entgelts erfasst. Umsatzerlöse aus After-Sales-Services werden sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen realisiert. ERTRAGSTEUERN Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und aus latenten Steuern zusammen. Steuern wurden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall wurden die Steuern im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Ermittlung der tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt gemäß den zum Bilanzstichtag geltenden steuerrechtlichen Vorschriften. Eine Saldierung tatsächlicher Steueransprüche und schulden ist nur dann zulässig, wenn der Konzern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich die Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für dasselbe Steuersubjekt oder für unterschiedliche Steuersubjekte erhoben werden. Es handelt sich hierbei um Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder künftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an Steuerschulden bzw. -ansprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. Für unsichere Ertragsteuerposten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt. Der Ansatz latenter Steuern erfolgt für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften. Für temporäre Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld werden keine latenten Steuern angesetzt, wenn die Vermögenswerte oder Schulden aus einem Geschäftsvorfall resultieren, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Einkommen beeinflusst hat. Zeppelin bilanziert latente Steueransprüche nur, soweit es wahrscheinlich ist, dass die abzugsfähigen temporären Differenzen sowie die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und Steuergutschriften gegen künftige zu versteuernde Ergebnisse verrechnet werden können. Zeppelin überprüft aktivierte latente Steueransprüche an jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit. Latente Steuerschulden, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen stehen, werden durch Zeppelin angesetzt, es sei denn, der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen kann gesteuert werden und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Die Bewertung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt mit den Steuersätzen, die nach gegenwärtiger Einschätzung entsprechend derzeitiger Rechtslage gelten. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese dieselbe Steuerbehörde und dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe verschiedener Steuersubjekte, die gemeinsam ertragsteuerlich veranlangt werden, betreffen. Latente Steuern aus kurzfristigen temporären Differenzen werden nicht mit latenten Steuern aus langfristigen temporären Differenzen saldiert. VORRÄTE Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch die dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. In Abhängigkeit von Geschäftsmodell und Marktverhältnissen erfolgt die Bestimmung des Bestandswerts nach der First-In-First-Out-Methode oder der Durchschnittsmethode. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Ein im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem Überschuss der Gegenleistung für die erworbenen Unternehmensanteile über das erworbene Nettovermögen bewertet. Das Nettovermögen entspricht der Differenz der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und der beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich oder beim Vorliegen entsprechender Indizien auf Werthaltigkeit überprüft. Details zum jährlichen Werthaltigkeitstest sind im Abschnitt "Wertminderungstest" dargestellt. Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte werden als Entwicklungskosten aktiviert, wenn die Produkte technisch und wirtschaftlich realisierbar und für die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen sind, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts zur Verfügung stehen. Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Entwicklungsprozess zuzurechnende Gemeinkosten. Entwicklungsaufwendungen, welche die im vorangegangenen Absatz genannten Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben und wertgemindert, wenn entsprechende Indizien vorliegen. Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben und bei Vorliegen eines Indikators einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Bei Lizenzen und ähnlichen Rechten erfolgt die Abschreibung entsprechend den vertraglichen Laufzeiten. Die übrigen Nutzungsdauern setzen sich wie folgt zusammen:
Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und bei Bedarf angepasst. Neben dem Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert Zeppelin keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Nachträgliche Aufwendungen werden ergebniswirksam erfasst, wenn sie nicht aktivierungsfähig sind. SACHANLAGEN Sachanlagen werden erstmals zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter (außerplanmäßiger) Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertaufholungen werden bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zuzurechnenden Einzelkosten auch dem Herstellungsprozess zuzurechnende Gemeinkosten. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden erfolgswirksam erfasst, soweit diese nicht als nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert wurden. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt linear über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf den erwarteten Restwert. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und bei Bedarf angepasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern der bedeutenden Sachanlagen betragen in 2022:
Erbbaurechte werden über die Laufzeit der Vereinbarung linear abgeschrieben. FREMDKAPITALKOSTEN Soweit bis zum Erreichen der Betriebsbereitschaft einer Sachanlage oder eines immateriellen Vermögenswerts ein beträchtlicher Zeitraum vergeht, werden die dem Erwerb oder der Herstellung des Vermögenswerts direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Ansatz von Fremdkapitalkosten beginnt mit dem Anschaffungs- oder Herstellungsbeginn und endet mit Erreichen der Betriebsbereitschaft. FINANZINSTRUMENTE Finanzinstrumente sind Verträge, die bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und zugleich bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu zählen sowohl originäre Finanzinstrumente (z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, flüssige Mittel, Kredite und Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten) als auch derivative Finanzinstrumente (Zins-Swaps, Währungsswaps und Devisentermingeschäfte). Der erstmalige Ansatz originärer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf am Erfüllungstag, der erstmalige Ansatz derivativer Finanzinstrumente am Handelstag. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert ausgelaufen sind oder die Rechte zum Erhalt der Zahlungsmittelzuflüsse und alle wesentlichen mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken auf ein anderes Unternehmen übertragen wurden. Eine Ausbuchung findet nicht statt, wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken zurückbehalten werden oder wenn im Falle einer Risikoteilung die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert zurückbehalten wird. Der zurückbehaltene Anteil solcher finanziellen Vermögenswerte wird separat als finanzieller Vermögenswert und/oder finanzielle Verbindlichkeit (im Folgenden "Continuing Involvement") angesetzt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Für die Bewertung und den Ausweis werden finanzielle Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien zusammengefasst:
Für die Bewertung und den Ausweis finanzieller Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Kategorien:
Erfolgsneutral mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (im Folgenden "FVOCI") beinhaltet der Konzernabschluss nicht. Finanzielle Vermögenswerte werden der Kategorie AC zugeordnet, wenn sie ausschließlich zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und die vertraglichen Zahlungen ausschließlich Zins und Tilgung betreffen. Mit wenigen Ausnahmen gehören alle finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie AC an, die nicht der Kategorie FVTPL zugeordnet werden müssen oder nach den Regeln für das Hedge Accounting bilanziert werden. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden der Kategorie FVTPL zugeordnet, wenn sie ausschließlich zu Handelszwecken gehalten werden. Zudem bestünde die Möglichkeit, Finanzinstrumente dieser Kategorie unter bestimmten Voraussetzungen durch Ausübung eines Bilanzierungswahlrechts - der Fair-Value-Option - zuzuordnen, obwohl diese Finanzinstrumente eigentlich nach den Regeln für die Kategorie AC zu bilanzieren wären. Zeppelin macht von der Fair-Value-Option jedoch keinen Gebrauch. Zeppelin kategorisiert alle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten jeweils zum Zugangszeitpunkt und überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Kriterien für die Einstufung noch erfüllt sind. Bei erstmaligem Ansatz werden Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert, bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu FVTPL bewertet werden, zuzüglich oder abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei in der Regel dem Transaktionspreis. Bei nicht oder niedrig verzinsten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie AC, deren Laufzeit mehr als zwölf Monate beträgt, entspricht der beizulegende Zeitwert dem Barwert der vereinbarten Zahlungsmittelflüsse. Die Barwertermittlung erfolgt unter Verwendung eines laufzeit-adäquaten Diskontsatzes. Eine Ausnahme besteht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente. Diese werden bei erstmaligem Ansatz in Höhe des unbedingten Entgeltanspruchs bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie AC nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei Anwendung der Effektivzinsmethode werden alle in die Berechnung des Effektivzinssatzes einfließenden direkt zuordenbaren Gebühren, gezahlte oder erhaltene Entgelte, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments amortisiert. Zinserträge und -aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam unter Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie FVTPL werden im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die Wertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Derivate, die in Verträgen eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller Vermögenswert ist, werden niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Kategorisierung beurteilt. Eingebettete Derivate, deren Basisvertrag eine finanzielle Verbindlichkeit ist, werden unter bestimmten Voraussetzungen vom Basisvertrag getrennt und separat bilanziert (z.B. bei Darlehen mit Zinsvereinbarungen, die einen Floor beinhalten). Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bei Zeppelin brutto ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein durchsetzbares Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Wertminderungen Die Ermittlung von Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten der Kategorie AC (wie auch zu vertraglichen Vermögenswerten aus Vereinbarungen mit Kunden) erfolgt nach einem zukunftsorientierten Modell unter Berücksichtigung erwarteter Kreditausfälle. Für notleidende finanzielle Vermögenswerte werden Wertberichtigungen in Höhe des Bruttobetrags erfasst. Ein finanzieller Vermögenswert gilt als notleidend ("definition of default"), wenn wesentliche Gründe dafür sprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Zeppelin voraussichtlich nicht nachkommen wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind, das heißt zum Beispiel infolge des Abschlusses eines Insolvenzverfahrens. Einbringlich sind alle finanziellen Vermögenswerte, die weder notleidend noch uneinbringlich sind. Für diese finanziellen Vermögenswerte erfolgt bereits im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes eine Abwertung nach dem erwarteten 12-Monats-Kreditverlust (im Folgenden "12-month ECL"). Bei einer deutlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit erfolgt eine Abwertung in Höhe des bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverlusts (im Folgenden "lifetime ECL"). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglichen Vermögenswerten wird ein vereinfachter Ansatz (im Folgenden "simplified approach") angewandt, bei dem lediglich der Lifetime ECL eine Rolle spielt. Im Rahmen dieses Ansatzes werden Risikokategorien gebildet und mit unterschiedlichen Wertminderungssätzen belegt. Die Gesellschaften des Konzerns ermitteln das Ausfallrisiko nach individuellen Ansätzen unter Berücksichtigung länder- und geschäftsbereichsspezifischer Risiken. Dabei greifen die Gesellschaften unter anderem auf Daten von Markdatenportalen (u.a. der Creditreform), historische Ausfallraten und kundenindividuelle zukunftsbezogene Kreditrisikoanalysen zurück. Daneben werden alle finanziellen Vermögenswerte der Kategorie AC (und vertragliche Vermögenswerte aus Vereinbarungen mit Kunden) zu jedem Abschlussstichtag auf individuelle Wertminderungsindikatoren untersucht. Finanzielle Vermögenswerte gelten als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme negativ verändert haben. Objektive Hinweise auf eine eingetretene Wertminderung können verschiedene Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen sein. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bereits bei Erstansatz wertgemindert sind, werden zum Nettobuchwert angesetzt. Hedge Accounting Zeppelin setzt derivative und die Fremdwährungskomponente originärer Finanzinstrumente zur Sicherung von Zahlungsströmen gegen zins- und wechselkursbedingte Schwankungen und zur Sicherung des beizulegenden Zeitwerts gegen zinsbedingte Schwankungen ein. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (im Folgenden "Hedge Accounting") werden jedoch nur dann angewandt, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Aus Praktikabilitätsgründen wird Hedge Accounting auf Sicherungen von Wechselkursrisiken nur angewandt, wenn ein bestimmter periodenbezogener Schwellenwert für das Nominalvolumen von Sicherungsgeschäften ohne Hedge Accounting überschritten wird. Der Schwellenwert wird aus einer Obergrenze für die potenziellen Auswirkungen der fehlenden Anwendung von Hedge Accounting auf das Konzernergebnis nach Steuern und die Periodenabgrenzung von Aufwendungen und Erträgen abgeleitet. Dabei designiert Zeppelin bis auf wenige Ausnahmen, die SGE Anlagenbau betreffend, alle Derivatekomponenten. Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting ist, dass ein eindeutiger Sicherungszusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft mit nachweislich hinreichender Wirksamkeit besteht. Der Sicherungszusammenhang ist formell zu dokumentieren und die Wirksamkeit bei erstmaliger Bilanzierung als Sicherungsbeziehung und daran anschließend quartalsweise nachzuweisen. Die Sicherungsbeziehung erfüllt alle Anforderungen an die Wirksamkeit, wenn
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird anhand prospektiver Effektivitätstests nachgewiesen. Bei Währungssicherungen erfolgt der prospektive Effektivitätstest anhand eines Abgleichs der wesentlichen Konditionen des Sicherungsgeschäfts mit den wesentlichen Konditionen des Grundgeschäfts, bei Zinssicherungen anhand eines statistischen Verfahrens (der Regressionsanalyse). Wird Hedge Accounting für Derivate oder für die Fremdwährungskomponente originärer Finanzinstrumente angewandt, die zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme eingesetzt werden (im Folgenden "Cashflow Hedges"), wird der effektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Derivats im sonstigen Ergebnis erfasst und im kumulierten sonstigen Ergebnis für Sicherungsbeziehungen ausgewiesen. Die effektive Wertänderung ist der kleinere Betrag aus der kumulierten Wertänderung des Sicherungsgeschäfts und der kumulierten Wertänderung des Grundgeschäfts. Der nicht designierte und der ineffektive Teil der Wertänderung werden weiterhin in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Beziehen sich die Sicherungsgeschäfte auf Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft, wird der ergebniswirksame Teil der Wertänderung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen. Im Übrigen erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Finanzaufwendungen und Erträgen. Die Effektivität bezeichnet den Grad, zu dem sich die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen. Die Bestimmung des effektiven und des ineffektiven Anteils der Wertänderung erfolgt mit der kumulativen Dollar-Offset-Methode. Der im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Betrag wird in der gleichen Periode oder den gleichen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der bzw. denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme bzw. das abgesicherte Grundgeschäft den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Sobald eine erwartete Transaktion nicht länger wahrscheinlich ist, das Sicherungsinstrument die Voraussetzungen zur Bilanzierung als Sicherungsinstrument nicht mehr erfüllt, ausläuft bzw. veräußert, beendet oder ausgeübt wird, wird die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung eingestellt. Das Sicherungsgeschäft wird fortan nach den Regeln für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie FVTPL bilanziert. Wird mit dem Eintritt einer erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der bisher im kumulierten sonstigen Ergebnis für Sicherungsbeziehungen erfasste Betrag sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im Übrigen folgt die Umgliederung der bis dato im kumulierten sonstigen Ergebnis für Sicherungsbeziehungen erfassten Beträge nach den gleichen Prinzipien wie für fortbestehende Cashflow-Hedges. Bei Sicherungsbeziehungen, die zur Absicherung von Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder bilanzunwirksamen festen Verpflichtungen dienen (im Folgenden "Fair Value Hedges"), werden die dem Risiko zuzurechnenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts und die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsderivats erfolgswirksam erfasst und saldiert ausgewiesen. Bei Finanzinstrumenten, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden die kumulierten Anpassungen über die (Rest-)Laufzeit amortisiert. Fair Value Die Ermittlung beizulegender Zeitwerte folgt einer dreistufigen Hierarchie, welche sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt orientiert (im Folgenden "Fair-Value-Hierarchie"). Dabei wird ein Markt als "aktiv" bezeichnet, wenn auf diesem notierte Preise leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise auf tatsächlichen, sich regelmäßig ereignenden Markttransaktionen beruhen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und 3 werden mittels finanzmathematischer Bewertungsmethoden (z.B. Discounted-Cashflow-Modellen) ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, die zwischen unabhängigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würden. Die dem vorliegenden Konzernabschluss zugrunde liegenden beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag bestehenden Marktverhältnisse ermittelt. Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie bedürfen gesonderter Erläuterung im Anhang zum Konzernabschluss. Die vom vorliegenden Konzernabschluss abgedeckten Geschäftsperioden beinhalten keine Umgliederungen zwischen den Hierarchieebenen. FLÜSSIGE MITTEL Die Flüssigen Mittel beinhalten Zahlungsmittel (Kassenbestände und Bankguthaben) sowie Zahlungsmitteläquivalente. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, hochliquide Finanzinvestitionen mit initialen Laufzeiten von weniger als 3 Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER Verpflichtungen zu kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Personalaufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Darüber hinaus ist für eine vom Arbeitnehmer bereits erbrachte Leistung eine Schuld zu erfassen, sofern zum Abschlussstichtag eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, diese Leistung zu bezahlen, und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten beitrags- und leistungsorientierte Versorgungspläne. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen erschöpft sich die Verpflichtung von Zeppelin in der Zahlung fixer Beitragsleistungen. Die Pensionszahlungen selbst werden von einem externen Träger (z.B. einer Versicherung) geleistet, ohne weitere Verpflichtungen für Zeppelin auszulösen. Bei allen anderen Formen der Altersvorsorge handelt es sich um leistungsorientierte Versorgungspläne. Dies gilt auch für eine durch Versorgungswerke gedeckte Altersvorsorge, wenn Zeppelin verpflichtet ist, zur Erreichung einer garantierten Mindestrendite Nachschusszahlungen zu leisten. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden in der Periode im Personalaufwand erfasst, in der die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen besteht. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Verpflichtungen jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durch versicherungsmathematische Bewertung ermittelt. Hierbei werden für jeden Plan nicht nur die künftigen Leistungen geschätzt, welche die Arbeitnehmer in der laufenden und in früheren Perioden angedient haben, sondern auch wirtschaftliche Trendannahmen (z.B. Gehalts- und Rententrends) berücksichtigt. Dieser Betrag wird mit einem laufzeitadäquaten Diskontsatz abgezinst und mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens verrechnet. Der Diskontsatz, auf dessen Basis der versicherungsmathematische Barwert der zugesagten Versorgungsleistungen bestimmt wird, ist auf der Grundlage von Renditen zu bestimmen, die am Abschlussstichtag für hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden, die nach Währung und Fristigkeit mit den zum Bewertungsstichtag erdienten Versorgungsansprüchen übereinstimmen. Ein etwaiger aus dieser Berechnung entstehender Überschuss der Planvermögen über die Pensionsverpflichtungen ist der Höhe nach auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen oder Verminderungen künftiger Beitragszahlungen beschränkt. Bei der Berechnung des Barwerts eines wirtschaftlichen Nutzens sind zudem geltende Mindestdotierungsverpflichtungen zu berücksichtigen. Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen). Der Dienstzeitaufwand, der die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche der Arbeitnehmer darstellt, ist Teil des Personalaufwands. Das Nettozinsergebnis, das als rechnerischer Zins auf Basis des zu Beginn des Geschäftsjahres geltenden Rechnungszinssatzes auf die Nettoverpflichtung bzw. das Nettovermögen ermittelt wird, wird im Finanzergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand sowie Gewinne und Verluste aus Planabgeltung werden unmittelbar in der Periode als Personalaufwand erfasst, in der die Planänderung, -kürzung oder -abgeltung entsteht. Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen. Die Bewertung erfolgt nach den Bewertungsgrundsätzen für leistungsorientierte Versorgungspläne. Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens verrechnet. Ein Aktivüberhang wird unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Effekte aus Neubewertungen werden in der Periode im Personalaufwand erfasst, in der sie entstehen. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden zum früheren der folgenden beiden Zeitpunkte als Aufwand erfasst: wenn Zeppelin das Angebot nicht mehr zurückziehen kann oder wenn die Umstrukturierungsmaßnahmen beschlossen und kommuniziert wurden. Ist davon auszugehen, dass die Leistungen nicht innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag vollständig abgegolten werden, sind diese abzuzinsen. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Sonstige Rückstellungen werden für alle gegenwärtigen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angesetzt, die zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen und die hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich geschätzt werden können. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt in Höhe des Betrags, der zur Erfüllung der Verpflichtungen bei bestmöglicher Schätzung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt, wenn der Effekt aus der Abzinsung wesentlich ist. LEASING Zeppelin agiert sowohl als Leasingnehmer als auch Leasinggeber. Bilanzierung als Leasingnehmer Als Leasingnehmer setzt Zeppelin für jedes Leasingverhältnis grundsätzlich ein Nutzungsrecht und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit an. Von den Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte macht Zeppelin Gebrauch. Aufwendungen aus diesen Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit als Aufwand erfasst. Vom Wahlrecht, Leasing- und Nicht-Leasing-Komponenten zusammenzufassen, macht Zeppelin keinen Gebrauch. Nutzungsrechte an immateriellen Vermögenswerten werden nach den Vorschriften für immaterielle Vermögenswerte bilanziert. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden bei erstmaligem Ansatz mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den initialen Buchwert der Leasingverbindlichkeit zuzüglich der Leasingzahlungen, die vor oder zu Beginn des Leasingverhältnisses geleistet wurden, abzüglich etwaiger Anreizzahlungen und zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Die Abschreibung erfolgt entweder über die Nutzungsdauer des Nutzungsrechts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Geht das Eigentum am Leasingobjekt (durch Optionsausübung oder aufgrund einer anderen vertraglichen Vereinbarung) auf Zeppelin über, erfolgt die Abschreibung hiervon abweichend über die (Rest-) Nutzungsdauer des Leasingobjekts. Die Erst- und die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgen mit dem Barwert der zum Abschlussstichtag ausstehenden Mindestleasingzahlungen. Die Zinsaufwendungen werden so über die Laufzeit verteilt, dass sich ein konstanter Zinssatz ergibt. Die Abzinsung der Leasingzahlungen erfolgt mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Ist dieser nicht bekannt oder verfügbar, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers herangezogen. Bilanzierung als Leasinggeber Im Hinblick auf die Bilanzierung als Leasinggeber wird in Operating-Leases und Finance-Leases unterschieden. Bei Finance-Leases werden die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum am Leasingobjekt auf den Leasingnehmer übertragen. Dies führt zum Ausweis einer Forderung in Höhe des Barwerts der künftig zu zahlenden Leasingraten. Verbleiben die Chancen und Risiken bei Zeppelin, liegt ein Operating-Lease vor und die Leasingobjekte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unter "Mietpark" ausgewiesen. Die Abschreibung der Leasingobjekte erfolgt nach den Vorschriften für das Sachanlagevermögen. Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die jeweilige Vertragsrestlaufzeit unter den Mieterlösen erfasst. Sale-Leaseback-Transaktionen Die von Zeppelin zu Refinanzierungszwecken eingegangenen Sale-Leaseback (im Folgenden "SLB")-Transaktionen beinhalten Andienungsrechte. Es findet kein Kontrollübergang statt. Vermögenswerte, die Gegenstand derartiger Vereinbarungen sind, verbleiben im Sachanlagevermögen. Zahlungsverpflichtungen aus SLB-Transaktionen passiviert Zeppelin mit dem Barwert. Die Diskontierung erfolgt mit dem impliziten Zins. D ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENDie Aufstellung eines IFRS-Konzernabschlusses bedingt, dass Ermessensentscheidungen und Annahmen zu künftigen Ereignissen getroffen werden müssen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden auswirken. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den Ermessensentscheidungen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden im Zeitpunkt der Kenntniserlangung entsprechend den für die jeweiligen Vermögenswerte und Schulden geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfasst. Dies gilt insbesondere für die folgenden Vermögenswerte und Schulden. Die durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine ausgelösten Unsicherheiten und Unwägbarkeiten haben Einfluss auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die in erhötem Maße ermessensbehaftet ist, was sich insbesondere bei den Wertberichtigungen auf Sachanlagen und Umlaufvermögen sowie bei der Bildung von Rückstellungen widerspiegelt. Für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die einen Geschäfts- oder Firmenwert beinhalten, nimmt Zeppelin jährlich Wertminderungstests vor. Die Wertminderungstests beruhen auf Annahmen zur Entwicklung der Zahlungsmittelflüsse und zu den gewichteten Gesamtkapitalkosten (WACC) der jeweiligen Einheit. Die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte beruhen auf Annahmen zu Nutzungsdauern und Restwerten. Im Falle des Mietparks aus RPO-Geschäften ohne Erwerbsoption beruhen die Restwertschätzungen auf Annahmen über die Entwicklung der Restwerte der den Geschäften zugrunde liegenden Maschinen. Der Buchwert der Rückgaberechte aus RPO-Geschäften mit Erwerbsoption beruht auf Annahmen über die Entwicklung der Restwerte der den Geschäften zugrunde liegenden Maschinen im Optionsausübungszeitpunkt und über die Entwicklung der Rücklaufquote. Vertragliche Vermögenswerte und Schulden aus der Umsatzrealisation nach dem Leistungsfortschritt beruhen auf Annahmen über die erwarteten Gesamtauftragskosten. Im Zuge der Ermittlung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind Annahmen über die zu erwartende Zahlungsfähigkeit der jeweiligen Schuldner zu treffen. Der Ansatz aktiver latenter Steuern beruht zum Teil auf Erwartungen zur Entwicklung des zu versteuernden Einkommens des jeweiligen Steuersubjekts. Die sonstigen Rückstellungen beruhen auf Annahmen und Schätzungen zu Eintritt, Höhe und Eintrittszeitpunkt der jeweiligen Verpflichtungen. Details zu den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in Angabe 23 enthalten. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommener Vermögenswerte und Schulden erfolgt, soweit keine beobachtbaren Marktwerte vorhanden sind, anhand anerkannter Bewertungsverfahren wie der Residualwertmethode. Die Wertermittlung ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird zum Beispiel beeinflusst von den Zinsentwicklungen, den Schwankungen der Währungskurse oder der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung. Ebenso können diese beeinflusst sein durch aktuelle geopolitische und makroökonomische Rahmenbedingungen. E ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1 UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich wie folgt nach SGE, Produkt und Art der Erlösrealisierung:
Die Umsätze nach inländischen und ausländischen Unternehmen unterteilen sich wie folgt:
Die folgende Tabelle zeigt den Wert der zum jeweiligen Bilanzstichtag ganz oder teilweise unerfüllten Leistungsverpflichtungen aus Auftragsverhältnissen mit Kunden (im Folgenden "Auftragsbestand") 2 und die Zeiträume, innerhalb derer Zeppelin mit der Realisierung von Umsatzerlösen aus diesem Auftragsbestand rechnet.
2 UMSATZKOSTEN Die Umsatzkosten beinhalten:
3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere durch Handlingsmargen aus neu abgeschlossenen Sale und Mietback-Geschäften, aber auch höheren Kursgewinnen aus den Währungspaaren RUB/USD, UAH/USD sowie USD/EUR als auch aufgrund von Kostenerstattungen für Messekosten durch Caterpillar gestiegen. Der Anstieg der Erträge aus Versicherungsentschädigungen steht im Einklang mit dem Wachstum im Mietgeschäft. 4 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten:
Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf höhere Währungsverluste zurückzuführen. Ursächlich hierfür sind vor allem die Währungspaare RUB/USD sowie USD/EUR. Daneben resultieren die höheren Verluste aus Anlagenabgängen insbesondere aus der SGE BM Eurasia. 5 PERSONALAUFWAND Der Personalaufwand beinhaltet:
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
6 FINANZERGEBNIS Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Zinsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen und beinhaltet die folgenden Erträge und Aufwendungen:
Die Zinsen und ähnliche Erträge aus Finanzinstrumenten sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aus höheren Geldanlagen im Zusammenhang mit Projektgeschäften angestiegen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Finanzinstrumenten enthalten in Höhe von TEUR 14.802 (2021: TEUR 9.205) Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Die Aufwendungen aus Diskontierung beinhalten Zinsaufwendungen aus der Folgebewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und sonstigen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 434 (2021: TEUR 197), aus der Aufzinsung sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 126 (2021: TEUR 36) sowie vertraglicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.950 (2021: TEUR 1.425). Der Anstieg bei den sonstigen Erträgen und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten resultiert im Wesentlichen aus der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen an Tochtergesellschaften sowie aus der Marktwertentwicklung von Zinsderivaten, die sich nicht im Hedge Accounting befinden. Darüber hinaus gab es Währungsgewinne- und -verluste aus einem Eurodarlehen in Russland. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind von untergeordneter Bedeutung. Weitere Angaben zum Finanzergebnis sind in Abschnitt G enthalten. 7 ERTRAGSTEUERN Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der in Deutschland erhobene Ertragsteuersatz von 29,9 % (Vorjahr: 29,9 %) setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer (15,0 %), Gewerbesteuer (durchschnittlich 14,1 %; Vorjahr 14,1 %) und Solidaritätszuschlag (5,5 %). Die Unterschiede zum effektiven Steuersatz sind wie folgt zu erklären:
Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten latenten Steueransätze:
Die Veränderung der latenten Steuern enthält Abweichungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 457, die insbesondere aus der Kursentwicklung des Russischen Rubels und des Brasilianischen Reals resultieren. Der kurzfristige Anteil der aktiven latenten Steuern beträgt TEUR 68.464 (31.12.2021: TEUR 75.828). Der kurzfristige Anteil der passiven latenten Steuern beträgt TEUR 1.616 (31.12.2021: TEUR 1.883). Es bestehen temporäre Differenzen auf Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 11.400 (31.12.2021: TEUR 8.700), für die in den dargestellten Berichtsperioden keine latenten Steuerschulden passiviert wurden. Die Differenzen würden ausschließlich im Falle eines Verkaufs der Beteiligungen steuerlich wirksam, eine Veräußerung ist jedoch auf absehbare Zeit nicht beabsichtigt. Aus Erstkonsolidierungen sind im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.905 (2021: TEUR 0) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.915 (2021: TEUR 0) erfolgsneutral zugegangen. Die erfolgsneutral im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern belaufen sich auf TEUR -6.858 (2021: TEUR 6.120). In Deutschland bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.434 (31.12.2021: TEUR 6.242) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.423 (31.12.2021: TEUR 6.384). Im Ausland bestehen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 28.373 (31.12.2021: TEUR 17.070). Da Zeppelin zum jeweiligen Bilanzstichtag nicht davon ausging, dass in künftigen Geschäftsperioden hinreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Aufrechnung erwirtschaftet werden, sind für folgende Posten keine aktiven latenten Steuern angesetzt:
Aufgrund bestehender Unsicherheiten infolge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine bzgl. der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern bei den Gesellschaften in Russland und in der Ukraine erfolgten Wertberichtigungen auf die Latenzen bei Verlustvorträgen bzw. bei temporären Bilanzdifferenzen. Die nicht angesetzten Verlustvorträge verfallen wie folgt:
Für Gesellschaften, die die laufende oder die Vorperiode mit einem Verlust abgeschlossen hatten, wurden nach Saldierung mit passiven Steuerlatenzen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 13.432 (31.12.2021: TEUR 10.141) ausgewiesen. Grundlage für diesen Ansatz ist die Einschätzung des Managements, wonach die substantiierten Ergebnisplanungen für die Folgejahre aufzeigen, dass die Gesellschaften zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis erzielen, das zur Verrechnung der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden kann. Zeppelin geht davon aus, dass auf Basis der Ergebnisplanungen die vorhandenen Verlustvorträge in den jeweiligen Planungszeiträumen kontinuierlich abgebaut und verbraucht werden. Die Gewinnprognosen werden gestützt auf langfristig gesicherte Vertragsbeziehungen zu Kunden und entsprechenden Auftragsbeständen im Vergleich zu Vorjahren. Globale Mindestbesteuerung nach Pillar 2 Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat im Dezember 2021 sogenannte GloBE-Regelungen (Global Anti-Base Erosion Model Rules), besser bekannt als Säule 2 (Pillar 2), mit dem Ziel einer globalen Mindestbesteuerung multinationaler Unternehmen veröffentlicht. Das Ziel der Mindestbesteuerung soll dabei durch die Erhebung einer Aufstockungssteuer (Top-up Tax) auf Gewinne in Ländern, in denen der spezifisch effektive Steuersatz unter dem festgelegten Mindeststeuersatz von 15 % liegt, erreicht werden. Innerhalb der EU werden die Regelungen für Unternehmensgruppen mit einem konsolidierten Umsatz von mindestens 750 Mio. EUR im Laufe des Jahres 2023 in Kraft treten und für das Wirtschaftsjahr 2024 erstmals anwendbar sein. Das IASB hat auf die bevorstehende Einführung der GloBE-Regelungen reagiert und einen Entwurf für eine Anpassung der Regelungen des IAS 12 veröffentlicht (ED/2023/1 International Tax Reform - Pillar Two Model Rules). In dieser Ergänzung wird vorgeschlagen, dass die Auswirkungen aus den gültigen oder angekündigten Pillar Two Model Rules grundsätzlich in den Anwendungsbereich des IAS 12 fallen, jedoch vorübergehend von der Bilanzierung latenter Steuern aus dem Pillar Two Model abgesehen wird. Derzeit ist insbesondere unklar, ob durch das Pillar Two Model zusätzliche temporäre Differenzen entstehen, bestehende latente Steuern neu zu bewerten sind und welcher Steuersatz zur Anwendung gelangt. Weitere Vorschläge des IASB beziehen sich auf erläuternde Anhangangaben in Bezug auf die zeitliche Ausnahme zur Bilanzierung von latenten Steuern aus dem Pillar Two Model, die separate Angabe des tatsächlichen Steueraufwands aus dem Pillar Two Model sowie gezielte Angaben für Jurisdiktionen, in welchen die entsprechenden Vorschriften bereits gültig oder angekündigt sind, jedoch noch nicht angewendet werden. Die vorübergehende Ausnahme zur Bilanzierung latenter Steuern und die korrespondierenden Anhangangaben sind nach der Veröffentlichung der (finalen) Änderungen an IAS 12 retrospektiv gem. IAS 8 anzuwenden. Aus der Anwendung der globalen Mindestbesteuerung erwartet Zeppelin keine wesentlichen Auswirkungen, da die Steuersätze bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften über 15 % liegt. 8 SONSTIGE ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind in folgenden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Bei den Verwaltungskosten sind die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte insbesondere wegen der mehrheitlichen Übernahme der Magdalena Kitzmann GmbH angestiegen. F ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ9 FLÜSSIGE MITTEL Die flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
Die flüssigen Mittel stimmen mit dem Finanzmittelfonds überein. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt. 10 KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Zu den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten zählen 3 :
Unter den Derivaten werden die positiven Marktwerte der Zinsderivate ausgewiesen, die sich nicht im Hedge Accounting befinden und im Vorjahr noch negativ waren. Des Weiteren sind darin die positiven Marktwerte aus der Absicherung der Fremdwährungsdarlehen enthalten, die die Zeppelin GmbH an die Tochtergesellschaften vergibt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den russischen und ukrainischen Gesellschaften sind gegenüber dem Vorjahr signifikant zurückgegangen. Dies liegt zum einen an dem aktiven Forderungsmanagement und zum anderen an der rückläufigen Geschäftsentwicklung. Angaben zu finanziellen Vermögenswerten an nahestehende Unternehmen und Personen erfolgen in Abschnitt H. Die Buchwerte der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Für derivative Finanzinstrumente werden künftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Hierbei werden insbesondere Währungskurse und Zinskurven verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Marktinformationssysteme bezogen werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die für Derivate ermittelten beizulegenden Zeitwerte gehören somit der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") an. Forderungsübertragungen Das im Abschluss enthaltene Continuing Involvement (Vermögenswerte und Schulden) resultiert aus Mithaftungsrisiken aus Risikoteilungsvereinbarungen mit Absatzfinanzierungspartnern. Bei bestimmten Geschäften werden kurzfristig fällige Forderungen an einen Kunden gegen Zahlung eines Entgelts auf einen Absatzfinanzierungspartner übertragen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine Leasinggesellschaft. Diese wandelt die kurzfristige Forderung in ein Finanzierungsgeschäft mit dem Kunden um. Unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet sich Zeppelin im Rahmen von Risikoteilungsvereinbarungen, das Kreditausfallrisiko aus dem Finanzierungsgeschäft des Absatzfinanzierungspartners anteilig mitzutragen. Das Volumen der mit Risikobeteiligung behafteten Forderungen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.946 (2021: TEUR 2.067). Der Nominalbetrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen mit Risikobeteiligung beläuft sich auf TEUR 10.873 (31.12.2021: TEUR 14.103). Das aus diesem Forderungsbestand resultierende maximale Verlustrisiko beträgt TEUR 4.283 (31.12.2021: TEUR 6.413). Buchwert und beizulegender Zeitwert des hierfür angesetzten Continuing Involvement beliefen sich jeweils auf TEUR 4.275 (31.12.2021: TEUR 6.425). Im Ausbuchungszeitpunkt wurde die Differenz aus dem Forderungsbuchwert und dem Wert des Continuing Involvement ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für den Abschluss der Verträge sind keine Gebühren angefallen. 11 VERTRAGLICHE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN Die vertraglichen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Projektgeschäft. Vertragliche Verbindlichkeiten resultieren aus dem Projektgeschäft, aus Serviceleistungen und aus Garantieverlängerungen.
Änderungen des Saldos vertraglicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus dem Projektgeschäft können sich aus Anzahlungen, aus Zwischen- und Endabrechnungen, aus der Erlöserfassung entsprechend dem Leistungsfortschritt, aus Anpassungen von Erlösen, aus in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen und aus Wechselkurseffekten ergeben. Die Veränderungen des Geschäftsjahres sind mit einem Betrag von TEUR -872 (2021: TEUR -1.879) auf Anpassungen von in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen zurückzuführen. Für in vertraglichen Verbindlichkeiten aus Vorperioden enthaltene Leistungsverpflichtungen hat Zeppelin Erlöse in Höhe von TEUR 84.375(2021: TEUR 45.688) realisiert. Der Saldo vertraglicher Verbindlichkeiten aus Serviceverträgen repräsentiert den Überschuss erhaltener Servicezahlungen von Kunden über die kumulierten, aus der Erbringung von Serviceleistungen realisierten Umsatzerlösen. Für in vertraglichen Verbindlichkeiten aus Vorperioden enthaltene Leistungsverpflichtungen hat Zeppelin Erlöse in Höhe von TEUR 28.088 (2021: TEUR 18.590) realisiert. Der Saldo vertraglicher Verbindlichkeiten aus verlängerten Garantien repräsentiert den Überschuss erhaltener Garantiezahlungen von Kunden über die kumulierten, aus der Erbringung von Garantieleistungen realisierten Umsatzerlöse. Für in vertraglichen Verbindlichkeiten aus Vorperioden enthaltene Leistungsverpflichtungen hat Zeppelin Erlöse in Höhe von TEUR 81.213 (2021: TEUR 35.992) realisiert. 12 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vorauszahlungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Mietvorauszahlungen für kurzfristige Mieten oder Mieten für geringwertige Vermögenswerte, Garantieverlängerungen, Versicherungs- und Bankgebühren, die keine Zinsaufwendungen sind, Rentenvorauszahlungen und Wartungsleistungen. Die übrigen sonstigen Vorauszahlungen betreffen überwiegend Verbrauchsteuern. 13 VORRÄTE Der Buchwert der Vorräte setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR 2.164.774 der Vorräte wurden als Materialverbrauch erfasst (2021: TEUR 2.153.030). Im Geschäftsjahr erfasste Zeppelin Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 26.064 (2021: TEUR 14.551) und realisierte Wertaufholungen auf den Vorratsbestand in Höhe von TEUR 8.345 (2021: TEUR 6.520). Wertaufholungen auf den Vorratsbestand resultieren aus Veräußerungen zu Preisen, die den zuvor geschätzten Nettoveräußerungswert übersteigen. Der Bestand an Maschinen, Motoren und Ersatzteilen in der Ukraine und in Russland wurde entsprechend der Geschäftsentwicklung stark reduziert. Von den Wertminderungen auf Vorräte entfallen TEUR 10.407 (Vorjahr: TEUR 2.328) bzw TEUR 1.114 (Vorjahr: TEUR 1.364) auf Bestände von Gesellschaften in Russland beziehunsgweise der Ukraine. 14 ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARES VERMÖGEN Das Zur Veräußerung verfügbare Vermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die oben genannten Sachanlagen wurden zum Jahresende 2021 von den langfristigen Vermögenswerten in das kurzfristige zur Veräußerung verfügbare Vermögen umgegliedert. Ursächlich hierfür war ein Beschluss der Zeppelin CZ s.r.o. den Standort für das Untertagebaugeschäft in Ostrava zu verkaufen. Unmittelbar vor dieser Umgliederung sind diese Vermögenswerte auf den niedrigeren Nutzungswert um TEUR 503 abgewertet worden. Bei der finalen Veräußerung am 7. November 2022 wurde ein über den Erwartungen liegender Verkaufspreis erzielt, so dass von vormaligen Abwertungen im Rahmen von IAS 36 und IFRS 5 Anforderungen Abwertungen in Höhe von insgesamt TEUR 925 wieder zugeschrieben werden konnten. Zudem wurde aus der Veräußerung ein Ertrag von TEUR 445 erzielt, welcher im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen ist. 15 LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Buch- und Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte lauten 4 :
Angaben zu finanziellen Vermögenswerten an nahestehende Unternehmen und Personen erfolgen in Abschnitt H. Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate sind in Abschnitt C enthalten. Die Anteile und Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Buchwert der Anteile betrifft zum einen Anteile an Tochterunternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden (siehe Unterabschnitt "Tochterunternehmen" im Abschnitt "Konsolidierungskreis" unter "B Grundsätze der Aufstellung des Konzernabschlusses"). Zum anderen beinhaltet der Buchwert Anteile an der Muttergesellschaft der Zeppelin GmbH, der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, in Höhe von TEUR 11.276. Die Anteile entsprechen 10,0 % am Stammkapital in Höhe von TEUR 35.000. Die Anteile begründen keine Dividendenbezugsrechte und sind eingeschränkt weiterveräußerbar. Der Buchwert der Beteiligungen betrifft Anteile der Zeppelin GmbH an der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH. Die Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten der Anteile und Beteiligungen entsprechen der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Diskontierung erfolgt mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Das Bewertungsverfahren ist der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzins7trumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") zuzuordnen. Die Wertänderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts kommen der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) und die Wachstumsrate des Terminal Value (TV) als wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren zum Einsatz. Eine Veränderung der beiden Inputfaktoren hätte die folgenden Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert und das Konzernergebnis nach Steuern:
Die Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten der Darlehen entsprechen dem Barwert der Zahlungsmittelzuflüsse. Die Diskontierung erfolgt mit kreditrisikoadjustierten Zinssätzen. Das Bewertungsverfahren ist der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") zuzuordnen. Für derivative Finanzinstrumente werden künftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Hierbei werden insbesondere Währungskurse und Zinskurven verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Marktinformationssysteme bezogen werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die für Derivate ermittelten beizulegenden Zeitwerte gehören somit der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") an. 16 NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE UNTERNEHMEN Der Buchwert der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen entfällt auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wie folgt:
Der Buchwert der assoziierten Unternehmen beinhaltet das Unternehmen CZ Loko a.s. Zusammengefasste Finanzinformationen über die CZ Loko a.s. sind in folgender Tabelle enthalten:
17 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
In der Anlagenklasse "Software" ist das ERP-System aus dem konzernweiten SAP-Projekt enthalten. Der Buchwert zum 31. Dezember 2022 beläuft sich nach einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 6.928 (Vorjahr TEUR 1.369) auf TEUR 5.769 (31.12.2021: TEUR 12.080). Zum 31. Dezember 2022 bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 290 (31.12.2021: TEUR 193). Die Verteilung des Buchwerts der Geschäfts- oder Firmenwerte auf die CGU-Gruppen stellt sich wie folgt dar:
Zeppelin ermittelt den erzielbaren Betrag einer CGU-Gruppe grundsätzlich als beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dabei wird das DCF-Verfahren angewandt. Die zur Berechnung verwendeten Cashflows werden aus der vom Management verabschiedeten Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre auf Nachsteuerbasis abgeleitet. Die erwarteten Cashflows nach diesem Zeitraum werden mittels Wachstumsraten extrapoliert. Die Wachstumsrate spiegelt die aus der Vergangenheit abgeleitete Erwartungshaltung des Managements zum künftigen Wachstum wider. Zur Ermittlung des Barwerts werden Kapitalkostensätze nach Steuern verwendet. Die Kapitalkostensätze berücksichtigen das industriespezifische Risiko von Zeppelin. Der ermittelte beizulegende Zeitwert gehört Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") an. Die verwendeten Wachstumsraten sowie Kapitalkostensätze können nachfolgender Tabelle entnommen werden:
18 SACHANLAGEN Das Sachanlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:
Die im Anlagenspiegel aufgeführten Anlagenklassen enthalten Nutzungsrechte an Leasingobjekten. Weitere Angaben hierzu sind in Angabe 26 dargestellt. Im Vorjahr wurde auf die im Bau befindliche Niederlassung in Kiew/Ukraine mit Blick auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Gebäude und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 7.000 vorgenommen. In 2022 wurde die Risikosituation bewertet und die Abwertung angepasst, woraus sich eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 2.552 ergab. Im Geschäftsjahr 2022 hat Zeppelin Entschädigungsleistungen für beschädigte Sachanlagen in Höhe von TEUR 16.165 (2021: TEUR 14.114) erhalten. Zum 31. Dezember 2022 bestehen für Zeppelin vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 212.596 (31.12.2021: TEUR 129.039). Das Bestellobligo betrifft überwiegend Bestellungen für den Mietpark (RPO). 19 KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Zu den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zählen 5 :
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Rückkaufverpflichtungen (RPO-Geschäfte) in Höhe von TEUR 67.961 (2021: TEUR 69.862). Angaben zu finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen in Abschnitt H. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr, daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte sind der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") zuzuordnen. Für derivative Finanzinstrumente werden künftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Hierbei werden Währungskurse und Zinskurven verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Marktinformationssysteme bezogen werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Damit gehören die beizulegenden Zeitwerte der Derivate der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") an. 20 SONSTIGE SCHULDEN Die sonstigen Schulden beinhalten:
Die Vorauszahlungen für zu erbringende Leistungen beziehen sich im Wesentlichen auf Marketingunterstützungen und Mieten. Die übrigen sonstigen Vorauszahlungen betreffen überwiegend Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden sowie sonstige Leistungen. 21 LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Buch- und Zeitwerte der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lauten 6 :
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Rückkaufverpflichtungen (RPO-Geschäfte) in Höhe von TEUR 167.484 (2021: TEUR 165.280). Angaben zu finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen in Abschnitt H. Mit Ausnahme der Angaben zum beizulegenden Zeitwert des Continuing Involvement entsprechen die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten dem Barwert der Zahlungsmittelabflüsse. Die Diskontierung erfolgt mit kreditrisikoadjustierten Zinssätzen. Das Bewertungsverfahren ist der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") zuzuordnen. Für derivative Finanzinstrumente werden künftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Hierbei werden insbesondere Währungskurse und Zinskurven verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Marktinformationssysteme bezogen werden. Damit gehören die beizulegenden Zeitwerte der Derivate der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie (siehe Unterabschnitt "Fair Value" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") an. 22 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER Die Leistungen an Arbeitnehmer umfassen:
Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionspläne Zeppelin gewährt den teilnahmeberechtigten Mitarbeitenden Pensionszusagen und ähnliche Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von beitrags- und leistungsorientierten Versorgungszusagen, aus denen Leistungen in Form von Zahlungen bei und nach Renteneintritt, Erwerbsunfähigkeit und Tod geschuldet werden. Beitragsorientierte Versorgungszusagen betreffen im Wesentlichen die gesetzliche Rentenversicherung der Bundesrepublik Deutschland und betriebliche Altersvorsorgeleistungen mit Beitragsabführungen an Direktversicherungen im Wege der Arbeitgeberfinanzierung und der Entgeltumwandlung. Die Aufwendungen für beitragsorientierte Zusagen betrugen TEUR 8.445 (2021: TEUR 7.305). Die größte leistungsorientierte Zusage ist die 1995 geschlossene Rentenordnung der Zeppelin Metallwerke GmbH (der heutigen Zeppelin GmbH), welche im Zuge von Umstrukturierungen weitgehend auf die Zeppelin Baumaschinen GmbH und die Zeppelin Systems GmbH überführt wurde. Die Höhe der jeweiligen Ansprüche richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach dem pensionsfähigen Einkommen vor dem 01. Januar 1996. Laufende Renten werden jährlich mit 1,0 % angepasst. Daneben bestehen weitere leistungsorientierte Zusagen über kleinere Versorgungswerke sowie individuelle Einzelzusagen an Geschäftsführer und ausgewählte Führungskräfte. Die Zusagen sehen eine lebenslange Rente, teilweise Invaliden- oder Hinterbliebenenrente bzw. entsprechende Beitragsleistungen und verschiedentlich auch Kapitalwahlrechte vor. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2019 leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen größeren Umfangs aus der Akquisition in Schweden übernommen. Die Leistungen aus dem Versorgungsplan sind nach unterschiedlichen Prozentsätzen in Abhängigkeit von Gehaltsintervallen gestaffelt. Zum Abschlussstichtag bestehen gegenüber insgesamt 3.317 Mitarbeitenden (31.12.2021: 3.383) Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen, davon 931 gegenüber aktiven Mitarbeitenden (31.12.2021: 1.010), 724 gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitenden mit unverfallbarer Anwartschaft (31.12.2021: 715) und 1.662 gegenüber Pensionären und Hinterbliebenen (31.12.2021: 1.658). Zur Erfüllung und Finanzierung der leistungsorientierten Zusagen hat Zeppelin Planvermögen angelegt, das zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet wird. Das Planvermögen umfasst Rückdeckungsversicherungen und Fondsvermögen, die als Planvermögen in Pension Trusts (CTAs) eingezahlt wurden. Die Planvermögen sind zweckgebunden, insolvenzgesichert und verpfändet. Die Nettoschuld setzt sich wie folgt zusammen und hat sich wie folgt entwickelt:
In der Nettoschuld sind TEUR 545 (2021: TEUR 113) Aktivüberhang aus einer Direktzusage (Einzahlung in einen CTA) enthalten.
Für das folgende Geschäftsjahr erwartet Zeppelin Auszahlungen für Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von TEUR 596 (31.12.2021: TEUR 749) und Rentenauszahlungen in Höhe von TEUR 277 (31.12.2021: TEUR 252). Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen basiert auf versicherungsmathematischen Annahmen. Im Folgenden sind die über den Gesamtkonzern gemäß ihres relativen Anteils an der Gesamtverpflichtung gewichteten Annahmen dargestellt:
Als Rechnungsgrundlage für die Lebenserwartung werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die durchschnittliche Duration der Rückstellungen für Pensionen beträgt 4,0 bis 35,1 Jahre (31.12.2021: 3,0 bis 38,1 Jahre). Das allgemein gestiegene Zinsumfeld wurde zum 31. Dezember 2022 berücksichtigt und führt aufgrund des erhöhten Diskontierungsfaktors zu einer geringeren Verpflichtung. Aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen ist Zeppelin versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Besonders sensitiv reagiert der Buchwert der Rückstellungen auf Schwankungen des Zinsniveaus und der Lebenserwartung. Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse vermittelt eine quantitative Einschätzung zum Umfang der versicherungsmathematischen Risiken.
Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
23 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Eine Übersicht der sonstigen Rückstellungen nach Fristigkeit ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Gewährleistungsrückstellungen werden für Gewährleistungsverpflichtungen angesetzt. Die Bewertung berücksichtigt den Erwartungswert der auf den getätigten Umsatz entfallenden Gewährleistungskosten. Gewährleistungsrückstellungen werden mit Ablauf der jeweiligen Gewährleistungsfrist aufgelöst. Die Anzahl der Gewährleistungsfälle, die Gewährleistungskosten und der Zeitpunkt der Inanspruchnahmen aus Gewährleistung unterliegen der Schätzung. Rückstellungen für belastende Verträge werden für schwebende Absatzgeschäfte angesetzt, wenn die unvermeidbaren Kosten den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus der Erfüllung dieser Geschäfte übersteigen. Erwartete Kosten und erwartete Erlöse werden geschätzt. Ein Großteil der Rückstellungen entfällt auf Aufträge, bei denen die Umsätze nach dem Fertigstellungsgrad realisiert werden. Sie werden angesetzt, sobald die erwarteten Gesamtkosten aus der Vertragserfüllung den Auftragswert übersteigen. Aufgrund der substantiell erhöhten Risikolage in Russland und der Ukraine wurden angemessene Rückstellungen und Risikovorsorgen unter going concern Aspekten gebildet. Rückstellungen für Provisionen betreffen erwartete Verpflichtungen zur Zahlung von Provisionen für die Vermittlung von Geschäften an Dritte. Die Höhe der Vermittlungsprovisionen wird geschätzt. Rückstellungen für Treueboni und sonstige Preisnachlässe werden für das Erreichen bestimmter Ziele (z.B. Umsatzziele) innerhalb eines definierten Zeitraums angesetzt. Schätzungen sind im Hinblick auf das Erreichen der Ziele und die Höhe der hieraus resultierenden Preisnachlässe erforderlich. Rückstellungen für Prozesskosten werden für erwartete Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten angesetzt. Schätzungen betreffen die Höhe der Gerichtskosten wie Gerichtsgebühren und Auslagen, aber auch außergerichtliche Kosten, beispielsweise für Rechtsanwälte. Zudem gilt es den Umfang der Beteiligung von Zeppelin an den Verfahrenskosten und den Zeitpunkt der Inanspruchnahme aus den anhängigen Verfahren zu schätzen. 24 EIGENKAPITAL Das Stammkapital von TEUR 100.000 (31.12.2021: TEUR 100.000) ist in zwei Geschäftsanteile geteilt. Diese sind ausgegeben und voll einbezahlt. Die folgende Tabelle veranschaulicht den Buchwert je Geschäftsanteil sowie die damit verbundenen Stimmrechtsanteile.
Zeppelin hat im Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von TEUR 20.640 ausgeschüttet (2021: TEUR 15.711). Die Dividendenzahlung erfolgt an die Gesellschafter der Zeppelin GmbH entsprechend deren Anteilen. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 60.000 resultiert aus Einzahlungen der Gesellschafter. Sie dient der dauerhaften Stärkung des Eigenkapitals der Zeppelin GmbH. Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rücklage für die erstmalige Anwendung der IFRS beinhaltet die aus der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS resultierenden Eigenkapitaldifferenzen. Die Rücklage für Währungsumrechnung beinhaltet die kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen bis zum Zeitpunkt der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS. Die anderen Gewinnrücklagen betreffen thesaurierte Ergebnisse. Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem auf die Gesellschafter der Zeppelin GmbH entfallenen Konzernjahresüberschuss (TEUR 100.123), eine Dividende von 18 %, somit TEUR 18.022, für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten, und den verbleibenden Bilanzgewinn von TEUR 610.511 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Wert der latenten Steuern, die im kumulierten sonstigen Ergebnis ausgewiesen sind, beträgt TEUR -6.859 (31.12.2021: TEUR 6.120).
25 KAPITALMANAGEMENT Im Rahmen des Kapitalmanagements verfolgt Zeppelin das Ziel, die Unternehmensfortführung und den Nutzen für die Gesellschafter der Zeppelin GmbH durch finanzielle Stabilität zu bewahren bzw. zu steigern. Zur Erreichung dieser Ziele werden Maßnahmen zur Steuerung der Kapitalstruktur durch das Management ergriffen. Die Steuerungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Kreditverträge von Zeppelin beinhalten teilweise auf das Eigenkapital und die Verschuldung bezogene Financial Covenants. Zeppelin hat alle Vereinbarungen zu Financial Covenants eingehalten. Dazu überwacht Zeppelin das Kapital auf Basis des Verschuldungsgrades, der Eigenkapitalquote und der Kapitalrendite nach IFRS. Die Steuerungskennzahlen zielen auf ein Management des bilanziellen Eigenkapitals ab. Die Kennzahlen entwickelten sich wie folgt:
Das eingesetzte Kapital setzt sich aus dem Anlagevermögen und dem Working Capital zusammen. Die Berechnungsbasis der Kennzahlen wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. 26 LEASING Leasingnehmer Die Leasingvereinbarungen von Zeppelin betreffen im Wesentlichen Immobilien, Kraftfahrzeuge (im Folgenden "Kfz"), Büro- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen über Immobilien beträgt zwischen 12 und 684 Monaten (31.12.2021: zwischen 11 und 684 Monaten). Im Rahmen dieser Leasingverhältnisse wurden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen vereinbart. Zeppelin nutzt diese Optionen, um höchstmögliche Flexibilität hinsichtlich der Fortführung oder Aufgabe von Vertriebsstandorten und Mietstationen zu gewährleisten. Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten spiegelt die gegenwärtigen Einschätzungen zur erwarteten Ausübung oder Nicht-Ausübung dieser Optionen wider. Teilweise ist Zeppelin verpflichtet, die Immobilien mit Beendigung einer Leasingvereinbarung in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Hierfür werden Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen nach IFRIC 1 iVm. IAS 37 angesetzt. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen über Kfz beträgt zwischen 2 und 89 Monaten (31.12.2021: zwischen 5 und 89 Monaten). Erwerbs- und Verlängerungsoptionen oder Kündigungsoptionen bestehen nicht. Für Mehrkilometer sind Ausgleichszahlungen zu leisten, wenn die dem Vertrag zugrunde liegende Höchstfahrleistung überschritten wird. Kfz-Leasingvereinbarungen werden häufig mit zeitlichem Vorlauf entsprechend den Lieferzeiten der Hersteller abgeschlossen. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen über Büro- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen 1 und 245 Monaten (31.12.2021: zwischen 1 und 84 Monaten). Erwerbs- und Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen bestehen in der Regel nicht. Der Anstieg der Laufzeit ist auf einen neuen Leasingvertrag über Photovoltaikanlagen zurückzuführen. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen über Technische Anlagen und Maschinen beträgt zwischen 24 und 61 Monaten (31.12.2021: zwischen 32 und 61 Monaten). Erwerbs- und Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen bestehen in der Regel nicht. In der nachfolgenden Tabelle werden aus Leasingverhältnissen resultierende Zahlungsmittelflüsse, Aufwendungen und Erträge zusammengefasst:
Die Summe der fest kontrahierten Leasingzahlungen für Verträge, deren Laufzeit zum Bilanzstichtag noch nicht begonnen hatte, betrug TEUR 7.053 (31.12.2021: TEUR 7.167). Es handelt sich dabei um erwartete Leasingzahlungen aus KFZ-Leasingverträgen, die Zeppelin eingegangen ist, deren Laufzeiten jedoch erst mit Auslieferung der Fahrzeuge nach dem Bilanzstichtag beginnen. Die Buchwerte der Nutzungsrechte entwickelten sich wie folgt:
Angaben zu den Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeit sind im Abschnitt 28 "Liquiditätsrisiko" enthalten. Zeppelin nutzt SLB-Transaktionen zur Finanzierung bestimmter Teile des Mietparks. Leasinggeber Zeppelin vermietet neben Baumaschinen ein breites Sortiment an Baugeräten, Raumsystemen, Elementen zur Baustellen- und Verkehrssicherung, Arbeitsbühnen, Gabelstaplern und Aufzügen sowie Fahrzeugen. Der weit überwiegende Anteil des Mietgeschäfts wird nach den Vorschriften für Operating-Leases bilanziert. Daneben beinhalten Mieterlöse auch Erlöse aus Umsatzabgrenzungen von RPO-Geschäften, die als Vermietung bilanziert werden. Die Erlöse aus Operating-Leases betrugen:
In den folgenden Geschäftsjahren erwartet Zeppelin fest kontrahierte Einzahlungen aus Operating-Leases in Höhe von:
Der Buchwert der als Operating-Leases vermieteten Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:
G FINANZINSTRUMENTE27 SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN Klassifizierung In der folgenden Übersicht werden die Buchwerte der im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zusammengefasst:
Zeppelin hat keine Umgliederungen zwischen diesen Kategorien vorgenommen. Der Überhang der finanziellen Verbindlichkeiten über die finanziellen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der Leasingbilanzierung und der Bilanzierung von SLB-Transaktionen. Die für diese Geschäfte angesetzten Vermögenswerte (Nutzungsrechte und Mietpark) sind keine Finanzinstrumente, sondern Sachanlagen und daher in der obigen Gegenüberstellung nicht enthalten. Saldierung Zeppelin hält keine Barsicherheiten und nimmt keine bilanziellen Saldierungen vor. Derivative Finanzinstrumente, Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der Konzernbilanz brutto ausgewiesen. Bei derivativen Finanzinstrumenten und Kontensalden mit Kreditinstituten könnten im Insolvenzfall sämtliche zwischen den betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate sowie Guthaben und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden. Gegenwärtig hat Zeppelin weder einen Rechtsanspruch auf Verrechnung, noch beabsichtigt Zeppelin, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Buchwerte und Saldierungspotenziale werden in der folgenden Übersicht dargestellt:
Gestellte und erhaltene Sicherheiten Zeppelin hat keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für finanzielle Schulden gestellt und hält selbst keine bedeutenden Sicherheiten für finanzielle Vermögenswerte. Nettoergebnisse In der folgenden Übersicht werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten untergliedert nach Bewertungskategorien zusammengefasst. Sie beinhalten saldierte Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Neubewertung, Währungsumrechnung, Wertberichtigung und Abgangseffekten.
Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorie AC beinhalten Aufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode in Höhe von TEUR -17.110 (2021: TEUR -12.119). Hedge Accounting Entsprechend den Konzernrichtlinien setzt Zeppelin derivative Finanzinstrumente nur mit Grundgeschäftsbezug im Rahmen des Währungs- und Zinsrisikomanagements zur Sicherung von Zahlungsströmen aus Zins- und Wechselkursschwankungen und zur Sicherung des beizulegenden Zeitwerts gegen zinsbedingte Schwankungen ein (siehe Abschnitt "Grundsätze des Finanzrisikomanagements" unter Angabe 28 "Management von Finanzrisiken"). Nicht jede Sicherungsbeziehung wird jedoch auch als solche bilanziert. Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte des Derivatebestands nach bilanzierten und nicht bilanzierten Sicherungsbeziehungen:
Hedge Accounting bei Währungssicherungen Zum Management von Währungsrisiken setzt Zeppelin Devisentermingeschäfte und Währungsswaps ein. Zur Sicherung von Währungsrisiken aus dem Währungspaar EUR/PLN verwendet Zeppelin auch die Fremdwährungskomponente mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten aus SLB-Transaktionen (siehe Unterabschnitt "Währungsrisiko" im Abschnitt "Marktrisiken" unter Angabe 27 "Management von Finanzrisiken"). Die Vorschriften des Hedge Accounting werden für diese Sicherungsbeziehungen aus Praktikabilitätsgründen erst ab einem bestimmten periodenbezogenen Schwellenwert angewendet. Hedge Accounting wird von Zeppelin für die Währungssicherungsbeziehung hochwahrscheinlicher, fest kontrahierter Zahlungsmittelzuflüsse in der Fremdwährungsbeziehung EUR/PLN angewandt. Konzerninterne Darlehen (CZK/EUR, USD/EUR, DKK/ZEP, SEK/EUR und GBP/EUR) werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder Währungsswaps in korrespondierender Währung betrags- und fristenkongruent gesichert. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils abgesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen. Seit dem Geschäftsjahr 2018 sichert Zeppelin für das Währungspaar EUR/PLN hochwahrscheinliche, fest kontrahierte Zahlungsmittelzuflüsse in Fremdwährung aus dem operativen Geschäft fristen- und laufzeitkongruent mit der Fremdwährungskomponente von Finanzverbindlichkeiten aus mittel- und langfristigen SLB-Transaktionen in korrespondierender Währung. Es wird erwartet, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das Fremdwährungsrisiko nahezu vollständig ausgleichen. Die folgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die wesentlichen Konditionen der zur Sicherung hochwahrscheinlicher, in Fremdwährung notierter Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft eingesetzten Finanzverbindlichkeiten aus mittel- und langfristigen SLB-Transaktionen:
Der Nominalbetrag dieser Geschäfte wird wie folgt fällig:
Die Buchwerte dieser Geschäfte (unter lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen) und die dazugehörigen im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Grundgeschäften handelt es sich um bilanzunwirksame, fest kontrahierte und hochwahrscheinliche Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft. Die erwarteten Zahlungsmitteleingänge und deren kumulative Wertänderung betragen:
Der im kumulierten sonstigen Ergebnis für Sicherungen des Währungsrisikos erfasste Betrag entwickelte sich wie folgt:
Sich nicht ausgleichende, ineffektive Teile der Sicherungsbeziehungen resultieren grundsätzlich aus der einseitigen Berücksichtigung des jeweils spezifischen Kreditrisikos der Parteien in den Sicherungsgeschäften. In 2022 gab es wie auch im Vorjahr keine Ineffektivitäten bei FX-Hedges. Hedge Accounting bei Zinssicherungen Zum Management von Zinsrisiken setzt Zeppelin Zinsswaps ein (siehe Unterabschnitt "Zinsrisiko" im Abschnitt "Marktrisiko" unter Angabe 27 "Management von Finanzrisiken"). Volumen und Laufzeiten werden dabei an der Struktur der Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten sowie am angestrebten Sicherungsgrad ausgerichtet. Soweit die bewertungsrelevanten Parameter des Grund- und des Sicherungsgeschäfts übereinstimmen, gleichen sich die durch Zinsschwankungen verursachten Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts systematisch aus. Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehungen erfolgt grundsätzlich als Cashflow oder Fair Value Hedge. Die Grundgeschäfte sind Schuldscheindarlehen und Ziehungen unter dem Konsortialkredit. Im Jahr 2022 wurden keine Sicherungsbeziehungen als Cashflow oder Fair Value Hedge designiert. Cashflow Hedges Zur Sicherung von Zahlungsmittelströmen aus variabel verzinsten Grundgeschäften eingesetzte Zinsswaps sind seit dem Jahr 2021 aufgrund der Beendigung der Sicherungsbeziehung mangels Effektivität nicht mehr vorhanden. Der im kumulierten sonstigen Ergebnis für Zinssicherungsbeziehungen erfasste Betrag entwickelte sich wie folgt:
Fair Value Hedges Zur Sicherung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von Schuldscheindarlehen werden Fair Value Hedges eingesetzt. Aufgrund des Auslaufens des Grundgeschäfts wurde der zum Abschlussstichtag 2021 ausgewiesene Hedge in 2022 ebenfalls beendet. Die nachfolgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die Konditionen zum Vorjahres-Stichtag:
Die Fälligkeitsstruktur dieser Geschäfte wird in der folgenden Übersicht nach Bezugsbeträgen zusammengefasst:
Die Buchwerte der Derivate in Fair Value Hedges (unter lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Buchwerte der gesicherten Grundgeschäfte (unter langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen) setzen sich wie folgt zusammen:
Im Rahmen der Sicherung des beizulegenden Zeitwerts wurden Erträge und Aufwendungen aus der Folgebewertung der Derivate in Höhe von TEUR -60 (2021: TEUR -101) erfasst. Im Buchwert der Darlehen wurden Anpassungen in Höhe von TEUR -60 (2021: TEUR 101) und Amortisationen der Buchwertanpassungen in Höhe von TEUR 49 (2021: TEUR 76) erfasst. Die durch Veränderungen des Marktzinsniveaus verursachten Wertveränderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts gleichen sich systematisch aus, sodass die bewertungsrelevanten Parameter des Grund- und des Sicherungsgeschäfts übereinstimmen. Sich nicht ausgleichende, ineffektive Teile der Sicherungsbeziehung resultieren grundsätzlich aus der einseitigen Berücksichtigung des jeweils spezifischen Kreditrisikos der Parteien im Sicherungsgeschäft. Aus Wesentlichkeitsgründen werden diese Ineffektivitäten von Zeppelin nicht erfasst. 28 MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN Grundsätze des Finanzrisikomanagements Die Grundsätze und Verantwortlichkeiten für das Management und Controlling von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, werden von der Konzerngeschäftsführung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen festgelegt und in Konzernrichtlinien festgehalten. Der Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Geschäfts- und der Finanzierungstätigkeit des Konzerns ergeben. Die Finanzrisiken werden in Liquiditäts-, Ausfall- und Marktrisiken (Währungs- und Zinsrisiken) unterschieden. Der Konzerngeschäftsführung und dem Konzernaufsichtsrat wird regelmäßig über die Finanzrisiken des Konzerns berichtet. Die Einhaltung der Konzernrichtlinien wird durch die interne Revision und punktuell durch den Konzernabschlussprüfer geprüft. Die Methoden und Annahmen des Finanzrisikomanagements haben sich im Vergleich zur vorangegangenen Berichtsperiode nicht geändert und sich auch in der aktuellen Krisensituation als angemessen und wirksam erwiesen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts sowie der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu angemessenen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten und aus anderen finanziellen Maßnahmen mithilfe einer Liquiditätsplanung ermittelt. Eine rollierende 12-Monats-Liquiditätsvorschau und eine mittelfristige Finanzplanung zeigen den Liquiditätsbedarf des Konzerns auf, welcher durch einen langfristig zugesagten und ausreichend dimensionierten Konsortialkredit, Schuldscheindarlehen sowie abgeschlossene und verfügbare SLB-Kapazitäten jederzeit und vollumfänglich gedeckt wird. Die folgende Übersicht zeigt die zum jeweiligen Berichtsdatum erwarteten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten:
Im Berichtszeitraum hat Zeppelin alle Zins- und Tilgungszahlungen fristgerecht und vollumfänglich geleistet und zudem alle in Kredit- und Darlehensverträgen enthaltenen Kapitalanforderungen erfüllt. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass aus Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Zahlungsmittelabflüsse resultieren, für die keine Rückstellungen angesetzt wurden. Ausfallrisiko Kreditrisikomanagement Zur Steuerung des Kreditrisikos hat Zeppelin ein auf die jeweiligen Marktverhältnisse und Kunden abgestimmtes Bonitätsmanagementsystem eingerichtet. Vor Annahme eines Auftrags wird eine Bonitätsprüfung anhand der für den Kunden verfügbaren Kreditwürdigkeitsdaten vorgenommen. Die SGEs BM CE, Power Systems und Rental greifen hierfür auf ein Marktdatenportal zurück. Aus den Ergebnissen der Bonitätsprüfung werden Kreditrisikoklassen und Kreditlimits festgelegt. Bei Überschreitung der Kreditlimits werden Geschäfte nur gegen Vorkasse oder Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten wie etwa Bankbürgschaften abgewickelt. Ein bedeutender Anteil des Neu- und Gebrauchtmaschinen- bzw. -motorenverkaufs erfolgt unter Einbindung von Absatzfinanzierungspartnern. Auf eigenes Risiko werden Kaufpreisstundungen oder Finanzierungskaufverträge über längere Laufzeiten nur in Ausnahmefällen nach intensiver Kreditwürdigkeitsprüfung vorgenommen. Durch Vergabe von Konzernkreditlimits, Eskalationsprozesse und ein monatliches Berichtswesen zur Ausschöpfung der Konzernlimits harmonisiert Zeppelin das konzernweite Kreditmanagement für Kunden, die mit mehreren SGEs zugleich in Geschäftsbeziehung stehen. Die SGE BM Nordics ziehen die Bonitätsbeurteilung externer Dienstleister heran, die in regelmäßigen Abständen Bonitätsbeurteilungen zu Neu- und Bestandskunden erstellen. Auf Basis der Ergebnisse der Bonitätsprüfung werden Kreditrisikoklassen und Kreditlimits festgelegt. Bei Überschreitung der Kreditlimits werden Geschäfte nur gegen Vorauszahlung oder durch Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten wie zum Beispiel Bankgarantien abgewickelt. Wenn die Kreditlimits überschritten werden, kann der Kunde keine weiteren Produkte bzw. Dienstleistungen mehr beziehen, wobei im Einzelfall Geschäfte durch autorisierte Personen freigegeben werden können. Die dann getroffene Entscheidung ist entweder ein verlängerter Kredit oder eine Vorauszahlung. Der größte Teil der Neu- und Gebrauchtmaschinen wird jedoch auf Basis der Zahlung vor Auslieferung verkauft. Werden beim Verkauf von Maschinen Absatzfinanzierungspartner eingesetzt, tragen diese das Risiko von Forderungsausfällen. Die Märkte der SGE Anlagenbau sind stark diversifiziert. Um Forderungsausfallrisiken zu verringern, werden An- und Zwischenzahlungen sowie Sicherheiten vereinbart sowie Kredit- und Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Zur Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Risiken werden Ausfuhrbürgschaften bzw. -garantien der Bundesrepublik Deutschland genutzt. In den Märkten, in denen die SGE BM Eurasia tätig ist, ist die Verfügbarkeit von Marktdaten über die Bonität von Kunden stark eingeschränkt. Daher werden Geschäfte in der Regel nur gegen Vorauszahlung oder Bankgarantien getätigt. Nur wenn in Ausnahmefällen die Bonität eines Kunden mit hinreichender Verlässlichkeit eingeschätzt werden kann, werden Kreditlimits und Zahlungsziele eingeräumt. Kreditlimits und Zahlungsziele unterliegen einer strengen Überwachung. Seit Ausbruch des Krieges Russlands gegen die Ukraine wird in diesen Ländern ganz überwiegend nur noch gegen Vorauskasse geliefert und geleistet. Zeppelin legt Zahlungsmittelbestände grundsätzlich nur bei Banken mit höchster Kreditwürdigkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten nahe Null an. Bei relevanter, nennenswerter Verschlechterung der Kreditwürdigkeit zieht Zeppelin zeitnah alle Zahlungsmittelbestände ab oder reduziert diese auf ein unter Risikoaspekten vertretbares Niveau. Ausfallrisiko Zeppelin unterscheidet einbringliche von notleidenden und uneinbringlichen finanziellen Vermögenswerten. Zur Einteilung des Kreditrisikos in Kreditwürdigkeitsstufen verwendet Zeppelin unterschiedliche, auf die jeweiligen Marktverhältnisse und Kunden abgestimmte Konzepte. Ein finanzieller Vermögenswert gilt als notleidend ("definition of default"), wenn wesentliche Gründe dafür sprechen, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Zeppelin voraussichtlich nicht nachkommen wird. Als uneinbringlich gilt ein finanzieller Vermögenswert, wenn Zeppelin zum Beispiel infolge des Abschlusses eines Insolvenzverfahrens den Forderungsbetrag endgültig nicht mehr einziehen kann. Einbringlich sind finanzielle Vermögenswerte, die weder uneinbringlich noch notleidend sind. Die folgende Übersicht fasst die Kreditqualität und das durch den Bruttowert repräsentierte maximale Ausfallrisiko nach den zuvor genannten Kategorien zusammen:
Bei den erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten spiegelt der Buchwert das maximale Ausfallrisiko wider.
Wertberichtigungen Wertberichtigungen erfasst Zeppelin unter Berücksichtigung vergangener Ereignisse und Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Kreditrisikos (siehe Unterabschnitt "Wertminderungen" im Abschnitt "Finanzinstrumente" unter "C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"). Die Methoden zur Bemessung der Wertberichtigung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Darlehen bestehen im Wesentlichen gegenüber assoziierten Unternehmen und verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden. Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglichen Vermögenswerten werden durchgängig nach einem vereinfachten Ansatz bewertet, der lediglich die bis zur Endfälligkeit erwarteten Kreditverluste berücksichtigt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich bezogen auf die Fälligkeitsstruktur das folgende Risikoprofil:
Der Saldo der Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertberichtigungen von sonstigen Forderungen und vertraglichen Vermögenswerten hat sich wie folgt entwickelt:
Die Überleitungsrechnung enthält in der Kategorie "Bonitätsbeeinträchtigt" notleidende Forderungen in Höhe von TEUR 3.559 (2021: TEUR 4.025). Marktrisiken Zeppelin ist Marktrisiken aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Zur Steuerung der Auswirkungen von Marktrisiken auf das Geschäftsergebnis setzt Zeppelin derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte, Währungs- und Zinsswaps) ein. Der Abschluss dieser Sicherungsgeschäfte erfolgt unter angemessener Berücksichtigung der für Banken geltenden Anforderungen an das Risikomanagement und unterliegt einer strengen Überwachung. Die Sicherung der Risikopositionen von Zeppelin erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Risikogrenzen. In Einzelfällen setzt Zeppelin auch originäre Finanzinstrumente für die Sicherung von Währungsrisiken ein. Währungsrisiko Aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit ist Zeppelin Währungsrisiken ausgesetzt, die sich aus schwankenden Wechselkursen ergeben. Für die Bewertung der Währungsrisiken verwendet Zeppelin den Value-at-Risk-Ansatz. Ziel des Währungsrisikomanagements ist es, Zahlungsmittelströme und beizulegende Zeitwerte gegen wechselkursbedingte Schwankungen zu sichern. Das Wechselkursrisiko des Konzerns besteht vorrangig in RUB/USD, EUR/USD, EUR/RUB und USD/UAH. Währungsrisiken aus den Währungspaaren USD/UAH und USD/RUB werden weitgehend durch die Minimierung der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben in der jeweiligen Fremdwährung (im Folgenden "Natural Hedges") eliminiert Aufgrund der Volatilität des Russischen Rubels und des Fehlens von Instrumenten zur Absicherung von Wechselkursrisiken kam es zu Wechselkursverlusten in der Gewinn- und Verlustrechnung, die jedoch teilweise durch den Bruttogewinn der Geschäfte wieder ausgeglichen werden konnten. Im Übrigen begrenzt Zeppelin Währungsrisiken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften und Währungsswaps. Zur Sicherung von Währungsrisiken aus dem Währungspaar EUR/PLN verwendet Zeppelin auch die Fremdwährungskomponente mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten aus SLB-Transaktionen in EUR. Aufgrund dieser Sicherungen, der Natural Hedges und ausgleichender Effekte zwischen den verschiedenen Währungspaaren im Konzern ist Zeppelin in einem gewöhnlichen Marktumfeld keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Die wesentlichen nicht derivativen Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Kredite, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten aus LuL und sonstige Verbindlichkeiten) sind in funktionaler Währung nominiert. Vor allem aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit dieser Instrumente haben mögliche Wechselkursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Konzernergebnis nach Steuern und das Konzerngesamtergebnis. Die folgende Sensitivitätsanalyse veranschaulicht den Umfang des Währungsrisikos. Sie zeigt Auswirkungen hypothetischer Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis nach Steuern und das Konzerngesamtergebnis. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem hypothetische Änderungen des Wechselkurses auf die Stichtagsbewertung des Bestands der derivativen und nicht derivativen Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag angewandt werden. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente in Cashflow Hedges bilanziert werden, sind auch Änderungen des sonstigen Ergebnisses für Sicherungsbeziehungen berücksichtigt. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Aufgrund der Währungssicherungsstrategie von Zeppelin verbleiben bei den Währungspaaren EUR/CZK und EUR/RUB lediglich aus der Zinsdifferenz resultierende Sensitivitäten. Diese werden im Folgenden aufgrund mangelnder Wesentlichkeit nicht angegeben. Währungsrisiken aus dem Währungspaar USD/RUB und USD/UAH werden weitgehend durch Natural Hedges eliminiert. Effekte aus Darlehen in EUR an die Zeppelin-Gesellschaften in Russland werden in die Sensitivitätsanalyse nicht einbezogen, da diese Darlehen mit korrespondierenden Bankguthaben in Euro vollständig gesichert sind. Die Sensitivitätsanalyse konzentriert sich daher auf die Darstellung des Währungsrisikos aus den Währungspaaren EUR/USD und EUR/PLN. Wären die Wechselkurse der genannten Währungspaare zum Bilanzstichtag um 10,0 % höher oder niedriger gewesen, hätte dies die folgenden Effekte auf das Konzernergebnis nach Steuern und das Konzerngesamtergebnis gehabt:
Zinsrisiko Zinssensitive Finanzinstrumente unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Dieses besteht entweder in Form eines Marktwertrisikos oder eines Cashflow-Risikos. Das Marktwertrisiko bestimmt sich nach der Sensitivität des Wertansatzes eines Finanzinstruments in Abhängigkeit vom Marktzinsniveau. Das Cashflow-Risiko beschreibt das Ausmaß der Veränderung künftiger Zinszahlungen in Abhängigkeit von der Zinsentwicklung. Zinssensitive Finanzverbindlichkeiten bestehen vor allem in Form von variabel verzinsten Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie sonstigen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in EUR. Ziel des Zinsrisikomanagements ist es, das Zinssatzänderungsrisiko für einen bestimmten Zeitraum und einen definierten Anteil der Konzernfinanzverbindlichkeiten gegen einen deutlichen Anstieg der Kapitalmarktzinsen abzusichern. Zeppelin setzt hierfür Zinsswaps ein. Die folgende Sensitivitätsanalyse veranschaulicht den Umfang des Zinsänderungsrisikos. Sie zeigt Auswirkungen einer hypothetischen Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve für den Euroraum auf das Konzernergebnis nach Steuern und das Konzerngesamtergebnis. Die Analyse berücksichtigt Auswirkungen einer Zinssatzänderung auf das Zinsergebnis aus derivativen und nicht derivativen Finanzinstrumenten und auf den Stichtagswert derivativer Finanzinstrumente. Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrumente in Cashflow Hedges bilanziert werden, sind auch Änderungen des sonstigen Ergebnisses für Sicherungsbeziehungen berücksichtigt. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve für den Euroraum um +/- 100 Basispunkte (Vorjahr: +50 oder -25 Basispunkte) hätte auf das Konzernergebnis nach Steuern und das Konzerngesamtergebnis die folgende Auswirkungen gehabt:
Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Spannbreite bei den Sensitivitäten auf +/- 100 Basispunkte angepasst, weil das Zinsniveau stärkeren Schwankungen als in den Vorjahren unterlegen ist. H ERLÄUTERUNGEN ZU GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENZu den nahestehenden Unternehmen von Zeppelin zählen die Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen, die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und deren Tochterunternehmen sowie die Zeppelin-Stiftung. Daneben zählt auch die von der Zeppelin-Stiftung beherrschte ZF Friedrichshafen AG einschließlich all ihrer verbundenen Unternehmen zu den nahestehenden Unternehmen. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu Bedingungen abgewickelt, die nicht von den für Geschäftsvorfälle mit unabhängigen Geschäftspartnern geltenden Bestimmungen abweichen. Die laufenden Bezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 4.512 (2021: TEUR 4.392); hiervon entfallen TEUR 3.882 (2021: TEUR 3.770) auf kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer und TEUR 630 (2021: TEUR 622) auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsrückstellungen der Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 6.614 (31.12.2021: TEUR 9.674). Die Geschäftsführungsvergütung setzt sich aus einem Festgehalt, einer individuellen Zielvereinbarung sowie einer ergebnisabhängigen Komponente zusammen, wobei die variablen Vergütungsbestandteile der Höhe nach begrenzt sind und zum Jahresende in Höhe von TEUR 2.385 (2021: TEUR 2.285) passiviert sind. Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021 belaufen sich auf TEUR 678 (2021: TEUR 528) und setzen sich aus einer Festtantieme sowie Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgeldern zusammen. Zum Jahresende werden Verpflichtungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 440 (2021: TEUR 491) passiviert. An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wurden Pensionsbezüge in Höhe von TEUR 630 (2021: TEUR 622) geleistet. Die Rückstellung für Pensionsbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung beträgt TEUR 11.155 (31.12.2021: 12.452). Darüber hinaus haben Unternehmen des Konzerns mit Mitgliedern der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats der Zeppelin GmbH sowie anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. I SONSTIGE ANGABEN29 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Buchwerte der in der Kapitalflussrechnung enthaltenen Finanzverbindlichkeiten änderten sich wie folgt:
Zusätzlich zu dem Zahlungsmittefluss aus der Finanzierungstätigkeit von insgesamt TEUR 67.668 (2021: -108.471) sind Zinsen in Höhe von TEUR 16.961 (2021: TEUR 11.568) gezahlt worden. Der Zahlungsmittelfluss aus der Investitionstätigkeit beinhaltet keine Zugänge zu Nutzungsrechten, da dem Zugang die Erfassung einer Leasingverbindlichkeit in gleicher Höhe gegenübersteht. Angaben zu Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten sind unter Angabe 26 zu finden. Darüber hinaus beinhaltet der Abschluss keine zahlungsunwirksamen Transaktionen. 30 EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat das Geschäft Zeppelins merklich beeinflusst. Die Nettovermögenspositionen von Zeppelin in Russland und der Ukraine machten zum Jahresende einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus, welche als risikobehaftet zu betrachten sind. Durch gezielte Maßnahmen zur Risikovorsorge konnte dieser jedoch gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Weitere bedeutsame Vorgänge nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2022, deren Auswirkungen einen wesentlichen oder gefährdenden Einfluss auf die Lage des Konzerns gehabt hätten, sind nicht eingetreten. 31 HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS Abschlussprüfer der Zeppelin GmbH ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (im Folgenden "PwC"). Die Honorare betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 624 (2021: TEUR 582) und setzen sich wie folgt zusammen:
Der Posten "Prüfung" umfasst Honorare für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Zeppelin GmbH, für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften und für die prüferische Durchsicht der Reporting Packages einiger ausländischer Tochtergesellschaften. Das Prüfungshonorar für den Zeppelin Konzern beträgt insgesamt TEUR 1.526 (2021: TEUR 1.318). An der Prüfung sind weitere Prüfungsgesellschaften aus dem Netzwerk von PwC und weitere Prüfungsgesellschaften beteiligt. Der Posten "Sonstige Leistungen" umfasst Honorare für die Zeppelin GmbH und für die in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften. Darin enthalten sind TEUR 28 für Bestätigungsleistungen und für sonstige Leistungen TEUR 72. Steuerberatungsleistungen wurden diesjährig nicht in Anspruch genommen. Neben PwC sind andere Prüfungsgesellschaften im Konzern beratend tätig. 32 OFFENLEGUNG Die Zeppelin GmbH erstellt einen Konzernabschluss, der beim Bundesanzeiger einzureichen ist. Die Zeppelin Baumaschinen GmbH, Garching bei München, die Zeppelin Systems GmbH, Friedrichshafen, die Zeppelin Power Systems GmbH, Hamburg, die Zeppelin Rental GmbH, Friedrichshafen, die klickrent GmbH, Berlin, die Zeppelin Aviation & Industrial Service GmbH, Friedrichshafen, die SITECH Deutschland GmbH, Oberhausen, die Meton GmbH, Hoppstädten-Weiersbach, die Klickparts GmbH, Hallbergmoos, und die Zeppelin Lab GmbH, Berlin, legen ihre Jahresabschlüsse unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB nicht offen. 33 ORGANE DER GESELLSCHAFT Die Mitglieder der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH sind Herr Peter Gerstmann (Vorsitzender der Geschäftsführung), Herr Michael Heidemann (Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung), Herr Christian Dummler (Geschäftsführer) und Frau Alexandra Mebus (Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin). Zum 01. Januar 2023 tritt Fred Cordes in die Geschäftsführung der Zeppelin GmbH ein und übernimmt von Michael Heidemann die Ressortverantwortung für Vertrieb, Service und Marketing sowie die Zuständigkeit für die SGE BM CE, Nordics und Eurasia. Michael Heidemann wird zum 30. Juni 2023 in den Ruhestand treten. Zudem haben sich weitere Zuständigkeiten innerhalb der Konzerngeschäftsführung ab dem 01. Januar 2023 geändert. Im Aufsichtsrat der Zeppelin GmbH sind Herr Andreas Brand (Vorsitzender), Herr Heribert Hierholzer (Stellvertretender Vorsitzender), Herr Dr. Reinhold Festge, Herr Dr. Werner Pöhlmann, Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Dr. h. c. Dieter Spath, Herr Thomas Mann, Frau Marita Weber, Herr Ralph Misselwitz, Herr Frederic Striegler, Frau Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß, Frau Carolin Winkel und Frau Dr. Kristin Neumann vertreten.
Friedrichshafen, 28. Februar 2023 Die Geschäftsführung der Zeppelin GmbH Peter Gerstmann Michael Heidemann Christian Dummler Alexandra Mebus Fred Cordes
1 Local GAAP-Jahresabschluss
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zeppelin GmbH, Friedrichshafen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Zeppelin GmbH, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Februar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernhard Obermayr, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. März 2023 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
34 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmensberatung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verlegen von Büchern
Sonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
Herstellung von Musikinstrumenten
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Verlegen von Zeitungen
Architekturbüros für Hochbau
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Personenbeförderung mit Fahrzeug mit Fahrer auf Abruf
Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)
Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Bestattungsinstitute
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Großhandel mit Sanitärkeramik
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen