LOBO Home GmbH
Bokeler Landstraße 10, 26215 Wiefelstede, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Inga Brünig seit 25.8.2025 | Geschäftsführer |
Tim Lothringer seit 25.8.2025 | Geschäftsführer |
Felix Lothringer seit 10.3.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 5 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LOBO Home GmbHWiefelstedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die LOBO Home GmbH ist ein mittelständisches Handelsunternehmen mit Sitz in Wiefelstede bei Oldenburg (NDS), im Folgenden LOBO genannt. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist der Großhandel mit Innentüren und Bodenbelägen sowie den dazugehörigen Zubehörsortimenten. Der Vertrieb der Innentüren erfolgt unter der Eigenmarke LOBO DOORS, der Vertrieb der Bodenbeläge unter LOBO FLOORS. Hauptsächliche Kunden sind: Türenfachhandel, Bodenfachhandel, Holzhandel, Baustoffhandel, Tischler, Schreiner und Betreiber von Onlineshops. Das Sortiment ist sehr umfangreich und umfasst im Türenbereich: Weiße Türen, Farbige Türen, Designtüren (CPL), Echtholztüren, Glastüren sowie alle entsprechenden Sonderausführungen und Zubehörartikel wie zum Beispiel Türgriffe, Schlösser und Bänder; im Bodenbereich: Designböden, Laminat, Parkett, Dämmunterlagen, Fußleisten sowie Montagematerialien und Pflegemittel. Das Lager ist in beiden Sortimentsbereichen sehr breit und tief aufgestellt, es sind über 3.000 verschiedene Artikel vorrätig. Im Sortiment Bodenbeläge sind alle Artikel am Lager und sofort verfügbar. Kunden wird die Ware mit eigenem Fuhrpark und über Speditionen kurzfristig zur Verfügung gestellt. Großen Wert legt LOBO auf die Kundenberatung über den geschulten Innen- und Außendienst. Das Geschäft betreibt das Unternehmen am Standort in Wiefelstede auf einer Fläche von 23.000 qm, worauf sich die Gebäude: Lager, Logistik, Produktion, Verwaltung und Ausstellung befinden. Die Beschaffungsseite deckt LOBO mit Lieferanten im In- und Ausland ab, zu denen langjährige partnerschaftliche Verbindungen bestehen. Türen werden hauptsächlich aus Deutschland und Polen bezogen, Bodenbeläge hauptsächlich aus China, Polen und Österreich. Das Unternehmen unterhält eine eigene Produktion, die für den Bereich Türen individuelle Lichtausschnittvarianten, Türverglasungen, einzelne Türserien und spezielle Beschlagausstattungen, sowie für den Bereich Bodenbeläge Mustermodule und Mustertafeln bereitstellt. Durch die eigene Produktion werden Kunden kurze Lieferzeiten für Sonderartikel und Muster gewährleistet. Aufgrund des großen Lagers mit angeschlossener Produktion und der ausgefeilten Logistik, können Kunden Just-in-Time bedient werden. 2. Ziele und Strategien Unsere Unternehmensvision ist, die permanente Weiterentwicklung des Unternehmens, orientiert an den Veränderungen, Bedürfnissen und Erfordernissen der Gegenwart und Zukunft. Im Mittelpunkt stehen die Wirtschaftlichkeit und der langfristige Bestand des Unternehmens, die Übernahme sozialer Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden, Partner und der Öffentlichkeit. Unsere Unternehmenskultur basiert auf den Werten Ehrlichkeit, Vertrauen, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein. Schwerpunkte unserer Unternehmensstrategie sind: 1. Angebot eines ständig aktuellen und innovativen Sortimentes mit erstklassigen Serviceleistungen, welches im deutschen Neubau- und Renovierungsmarkt für Innentüren und Bodenbeläge den Bedarf im mittleren Preisniveau abdeckt. 2. Ausbau der Marktbearbeitung und Kundengewinnung mit gezielten Aktivitäten im Online- und Offlinegeschäft. 3. Operative Brillanz bei der Wertschöpfung und Digitalisierung der Prozesse 4. Weiterentwicklung der Organisation und Mitarbeiter, u. a. durch kompetenzorientierte Personalentwicklung, Wissensmanagement und Förderung der Arbeitgeberattraktivität "LOBO". 3.. Forschung und Entwicklung Markenzeichen von LOBO DOORS und LOBO FLOORS sind Kollektionen und Produkte mit bestmöglichen Serviceleistungen für den Kunden. Die F&E Aktivitäten werden dabei auf die Kernkompetenzen Sortiment, Vertrieb und Logistik ausgerichtet. Im Juni 2023 wurde ein neues LOBO DOORS Sortiment im Markt eingeführt, welches nach unserer Einschätzung bei Kunden positiv angekommen ist. Zusammen mit den Produzenten, hat ein LOBO-Team, bestehend aus Vertrieb, Einkauf, Produktmanagement und Qualitätsmanagement, die Herausforderung angenommen, neue Trends aufzunehmen und innovative Produkte für den Endkunden zu entwickeln. Im Mittelpunkt des neuen Sortiments stand das Thema Minimalismus in Form von reduziertem Design, welches durch stumpfeinschlagende Türen (flächenbündige Tür und Zarge), Türen ohne Schlüssellochbohrung und Türgriffe ohne Schlüsselrosette gelungen ist. Im Bereich Designoberflächen stand die neue Oberflächentechnologie CPL Nano im Fokus, welche sich durch eine besonders matte und pflegeleichte Oberfläche auszeichnet. Die neue Furnierserie "Antik" in Eiche und Lärche rundet das Sortiment mit ihren fünf modernen Farbtönen ab. Für den Bodenbereich hat sich das F&E Team zum Ziel gesetzt, im 2. Quartal 2024 ein neues LOBO FLOORS Sortiment im Markt einzuführen, welches das Thema Nachhaltigkeit im Fokus hat. Zusammen mit unseren Industriepartnern wurden hierzu eigene Sortimente, die sich als PVC-freie Ausführung zum Klicken und Kleben insbesondere in nachhaltige Raumkonzepte integrieren lassen, entwickelt. Zusätzlich wird das Sortiment um Preiseinstiegsprodukte im Bereich Designboden und Parkett ergänzt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem 2022 die Wirtschaft in Deutschland durch die Energiekrise und Inflation negativ beeinflusst wurde, hat sich diese Entwicklung im Jahr 2023 fortgesetzt. Die Auswirkungen der angestiegenen Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, haben die deutsche Wirtschaft deutlich stärker belastet als noch im 1. Halbjahr 2023 angenommen. Nach wie vor prägen große Unsicherheiten unser wirtschaftliches Umfeld. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Coronapandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld verbunden mit einer sehr schwachen Baukonjunktur sorgten beim deutschen Holzhandel 2023 insgesamt für einen Umsatzrückgang von 15 %. Teilweise ist dieser Umsatzrückgang aber auch weiter nachgebenden Preisen geschuldet. Die Jahresauswertung des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches zeigt deutlich, dass die schwachen Absatzmärkte im vergangenen Jahr voll auf die Umsatzentwicklung der Branche durchgeschlagen haben. Alle wichtigen Sortimente im Holzhandel sind von diesem Umsatzrückgang betroffen, am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 %, am wenigsten Bauelemente (Innentüren) mit einem Umsatzrückgang von nur gut 5 %. Einzig der Bereich Dienstleistungen konnte um 9% zulegen. Einzelhandel und Großhandel sind von der rückläufigen Entwicklung 2023 gleichermaßen betroffen. Wichtige Ursache ist die allgemein schwache Nachfrage im Bausektor, insbesondere die viel zu geringen Baufertigstellungen, auch der Absatz mit dem Endverbraucher ist sehr unbefriedigend. Erschwerend kommt für die Branche hinzu, dass viele Kosten inflationsbedingt stark angestiegen sind aber auch der drastische Anstieg der LKW-Maut sowie die CO 2 -Steuer. Die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich erwarten für die kommenden Monate keine durchgreifende Änderung. Die Mehrzahl der Teilnehmer erwartet sogar weiter rückläufige Umsätze, etwa 1/3 geht von gleichbleibenden Umsätzen aus. Das Marktumfeld für den Holzhandel wird also auch 2024 als sehr schwierig eingeschätzt - das gilt zumindest für das erste Halbjahr. Der GD-Holz fordert, wie andere baunahe Wirtschaftsverbände seit Monaten eine Stimulation der Bauwirtschaft durch die Politik, damit neue Wachstumsimpulse gesetzt werden können. III. Geschäftsverlauf und Lage 1) Umsatz- und Ertragslage Die LOBO HOME GmbH hatte für 2023 einen Umsatzrückgang von 17 % geplant. Der Rückgang konnte um 56,5 % auf 7,4 % reduziert werden. Der Türenbereich hatte einen Anteil von 92 % und der Fußbodenbereich von 8% am Gesamtumsatz. Die Handelsspanne konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht werden, sodass der Rückgang des absoluten Rohertrags (definiert als Umsatzerlöse abzgl. der Aufwendungen für bezogene Waren und Fremdleistungen und den Kosten der Warenabgabe) im Vergleich zum Umsatz mit 3,2 % niedriger ist. Der Rohertrag beträgt 8.448 T€ (VJ 8.730 T€). Hauptaufwendungen im Jahr 2023 waren Materialaufwendungen mit einer Quote von 69,4% (VJ 69,3 %) und Personalaufwendungen mit einer Quote von 11,1 % (VJ 9,5 %). Der Anstieg der Personalaufwandsquote resultiert aus strukturellen Veränderungen innerhalb des Personals und diversen Lohnkostenerhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr durch Kosteneinsparungen im Bereich des Vertriebs gesunken. Der Jahresüberschuss beträgt 1.009 T€ (VJ 1.127 T€). 2) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,6% auf 11.309 T€ erhöht. Die größten Positionen der Aktivseite sind das Vorratsvermögen und flüssige Mittel. Die Vorräte liegen mit 3.155 T€ um 863 T€ unterhalb des Bestands zum Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf einen Bestandsabbau im Bereich LOBO FLOORS begründet. Die flüssigen Mittel sind aufgrund des positiven Cashflows um 1.779 T€ angestiegen. Die LOBO HOME GmbH verfügt über ein Eigenkapital von 9.471 T€, was einer Eigenkapitalquote von 83,8 % entspricht. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft keine Bankverbindlichkeiten. Das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Liquidität, um Wareneinkäufe in größeren Mengen, wie auch Anlageinvestitionen weiterhin aus eigenen Mitteln vorzunehmen. Wir gehen wie in den vergangenen Jahren davon aus, Kontokorrentkredite auch im laufenden Geschäftsjahr nicht in Anspruch zu nehmen und alle Möglichkeiten zur Skontierung zu nutzen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Anlageinvestitionen, insbesondere in Logistik und IT vorgenommen. 3) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird mit den Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis (Jahresergebnis) gesteuert. Alle wesentlichen Kennzahlen werden monatlich anhand einer Betriebswirtschaftlichen Auswertung überwacht, sodass bei Fehlentwicklung frühzeitig eingegriffen werden kann. 4) Gesamtaussage Für das Jahr 2023 hatten wir einen Umsatz- und Ertragsrückgang von 17 % geplant, welches sich hauptsächlich aus der rückläufigen Umsatzentwicklung ab dem 2. Halbjahr 2022 und den negativen Prognosen für die Bauwirtschaft begründet hatte. Wir haben den geplanten Umsatzrückgang 2023 von 17 % auf 7,4 % reduzieren können und sind mit dem Jahresüberschuss, welcher deutlich besser ausgefallen ist, als wir prognostiziert hatten, in Höhe von 1.009 T€ (VJ 1.127 T€) aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zufrieden. Die stabile Entwicklung unseres Unternehmens in den vergangenen Jahren lässt uns auch für das kommende Jahr von einem positiven Geschäftsverlauf ausgehen, auch wenn die Rahmenbedingungen nochmal schwieriger geworden sind. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beurteilen wir weiterhin als gut. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Abzug von Skonto beglichen. Forderungen sind durch Kreditversicherungen abgesichert und werden innerhalb vereinbarter Zahlungsziele vereinnahmt. IV. Prognosebericht Im vergangenen Jahr hatten wir prognostiziert, dass das Jahr 2023 ein Jahr mit rückläufigen Umsätzen für uns werden würde. Herausforderungen wie Baustoffmangel, hohe Preise, steigende Zinsen und die damit einhergehende geringere Nachfrage von Bauleistungen haben die Branche geprägt und die Baukonjunktur im Jahr 2023 negativ beeinflusst. Seit Anfang 2022 gibt es das "Bündnis bezahlbarer Wohnraum" als Projekt der Ampel-Koalition. Im September 2023 fand der zweite Bündnistag statt, der den Bericht "Maßnahmen der Bundesregierung für zusätzliche Investitionen in den Bau von bezahlbarem und klimagerechten Wohnraum und zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft" hervorbrachte. Als großes Ziel wurde verkündet, 400.000 Wohnungen pro Jahr fertigzustellen. Verschiedene Prognosen zeigen allerdings, dass dieses Ziel in naher Zukunft nicht erreicht wird. Für 2023 hat der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) die Fertigstellung von 271.000 Wohneinheiten erwartet und nach den derzeitigen Investitionsbedingungen, im Jahr 2024 nur noch mit der Fertigstellung von 235.000 Wohnungen. Laut ZDB leide insbesondere der Wohnungsbau unter den weltwirtschaftlichen Folgen und verzeichne seit eineinhalb Jahren einen permanenten Auftragsrückgang, welcher sich auch 2024 nicht dem Ende zuneigt. Im Bereich Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau hingegen ist 2024 insgesamt mit einer leicht aufsteigenden Tendenz zu rechnen. Folgende Entwicklung sieht der Verband voraus: Realer Umsatz im Wohnungsbau:
Realer Umsatz im Wirtschaftsbau:
Realer Umsatz im öffentlichen Bau:
Aufgrund der weiterhin angespannten Wirtschaftslage und rückläufigen Baukonjunktur, insbesondere im Wohnungsbau in Deutschland, planen wir für 2024 im Bereich DOORS einen Umsatzrückgang von ca. 10 % bei analogem Rückgang des Rohertrags. Im Bereich FLOORS aufgrund neuer Sortimente mit einem Zuwachs von ca. 15 %. Insgesamt ergibt sich dadurch ein leicht niedrigerer Umsatz sowie Rohertrag. Der Jahresüberschuss wird leicht über dem Vorjahr geplant. Als leichte Veränderungen definieren wir Veränderungen bis zu 10 %. Für 2025 erwarten wir je nach Entwicklung der Baukonjunktur eine gleichbleibende Umsatz- und Ertragslage wie 2024. (Als gleichbleibend definieren wir Veränderungen von 0 % - 5 %, als leicht Veränderungen von 5 % - 10 % und darüber hinaus gehende Veränderungen werden als stark definiert). Abhängig von der weiteren Entwicklung, werden Kosteneinsparungen im Unternehmen vorgenommen. Die Optimierung der betrieblichen Abläufe wird auch im Jahr 2024 wieder ein wichtiger Teil unserer Aktivitäten sein. Im Jahr 2023 haben wir den Systemanbieter "Comarch" für das Projekt "Einführung eines neuen ERP-Systems" ausgewählt. Von dem Systemwechsel versprechen wir uns eine höhere Effektivität und Effizienz der Arbeitsprozesse und Abläufe im gesamten Unternehmen. Der GoLive ist für 2025 geplant. V. Chancen- und Risikobericht 1) Chancen Wir sehen uns durch unsere gute Markstellung auch in Zeiten einer negativen Entwicklung der Marktlage gut aufgestellt. Wir sind in Deutschland seit Jahren ein etablierter Großhändler mit einer hohen Kundenzufriedenheit im Produktbereich Türen. D amit verglichen, besteht für uns auch im Produktbereich Boden, welchen wir im September 2021 neu am Markt eingeführt haben, weiteres Umsatzpotential. Auch durch die Aussage der Bundesregierung gestärkt, dass weiterhin viele Wohnungen fehlen und diese in den nächsten Jahren gebaut werden sollen, sehen wir gute Chancen für unser Unternehmen und das Baugewerbe. 2) Risiken Die Nachfrage nach Bauleistungen ist weiter rückläufig. Unser Markt für Türen und Bodenbeläge, wird durch verschiedene Belastungsfaktoren eingebremst. Investitionen werden wegen steigender Finanzierungskosten, steigender Lebenshaltungs- und Baukosten nicht an den Start gebracht. Der Nachfragerückgang hat bereits zu einem gestiegenen Wettbewerb um Aufträge geführt, welcher Unternehmen, die wenig Substanz haben, vor enorme betriebswirtschaftliche Herausforderungen stellt. Wir sehen uns für diese Phase gut aufgestellt, da unsere Gesellschaft das Eigenkapital durch Gewinnthesaurierungen in den letzten Jahren weiter aufbauen konnte. Die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten beobachten wir kontinuierlich über die Fachpresse und durch regelmäßigen Austausch mit unseren wesentlichen Zulieferern. Dies umfasst sowohl Beobachtung des Wettbewerbs als auch Einschätzungen über Verfügbarkeiten und die Entwicklung des Marktpreisniveaus unsere wichtigsten Artikel. Unsere Warenbestände und ihre Reichweite werden durch wöchentliche Bedarfsermittlungen, systematische Bestandsabgleiche und die darauf basierende Beschaffungsdisposition gesteuert. Unklar bleibt die aktuelle geopolitische Lage im Ukrainekonflikt sowie neue Konfliktherde in der Welt und die sich daraus weiter ergebenden Konjunktureinflüsse. Für das Jahr 2024 sehen wir für unser Unternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken im Umsatz und Ertrag. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Wiefelstede, 27. August 2024 gez. Felix Lothringer gez. Kai Lothringer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Die LOBO Home GmbH hat ihren Sitz in Wiefelstede und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg (Registernummer HRB 200169). Die Gesellschaft ist gem. § 267 Abs. 2 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Aufstellung des Abschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Sie hat ihre Bilanz nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB. Soweit gem. den Vorschriften des § 266 HGB Angaben wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang dargestellt werden können, sind diese Angaben im Anhang ausgeführt. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße GmbHs wurden teilweise in Anspruch genommen. Von den Offenlegungserleichterungen des $ 327 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht. Weitere größenabhängige Erleichterungen, die bei der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht oder nur teilweise in Anspruch genommen wurde, wurden bei der Offenlegung nachgeholt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren linear vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse werden anschaffungskostenmindernd angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode bei Nutzungsdauern zwischen drei und fünfzehn Jahren vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse werden anschaffungskostenmindernd angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit eine Bewertung zu einem niedrigeren Wert geboten ist, gelangt dieser zum Ansatz. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit dem Durchschnittseinkaufspreis bewertet. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Zur Berücksichtigung bestehender Ausfallrisiken sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der den sich aus den Erklärungen ergebenden Beträgen entspricht, angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Kostensteigerungen wurden angemessen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Posten der Bilanz werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. C. Anlagenspiegel
D. Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die in den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anschaffung und Einführung einer neuen ERP-Software. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter aus Umsatzsteuer aufgrund des Organschaftsverhältnisses in Höhe von 7.666,38 € enthalten. 3. Stammkapital (Angabe gem. Art. 42 Abs. 3 Satz 3 EGHBG) Das Stammkapital ist mit € 100.000,00 im Handelsregister eingetragen. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter aus Umsatzsteuer aufgrund des Organschaftsverhältnisses in Höhe von € 294.459,88 enthalten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 21.578,42 € (Vorjahr: 11.401,37 €) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 578,25 € (Vorjahr: 25.641,09 €) angefallen. Die außerordentlichen Aufwendungen aus BP-Anpassungen betragen 6.011,00 €. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 8.957,53 € (Vorjahr: 4.302,96 €), darin sind im Geschäftsjahr 6.011,00 € aus der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung enthalten. 2. Personalaufwand Gem. § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe der Vergütungen der Organmitglieder unterlassen. E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen bestehen p. a. Verpflichtungen in Höhe von T€ 591. Von diesem Betrag entfallen T€ 462 auf verbundene Unternehmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass nach Ablauf der bestehenden Verträge erneut vergleichbare Miet- und Leasingverträge abgeschlossen werden. Insofern sind vorstehend nicht die Gesamtverpflichtungen für die Restlaufzeit der bestehenden Verträge angegeben, sondern die zurzeit bestehenden jährlichen Verpflichtungen. F. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 68 Mitarbeiter (ohne Organmitglieder), wovon 26 gewerbliche Arbeitnehmer, 35 Angestellte und 7 Auszubildende sind. G. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: - Herr Kai Lothringer, Bokel, Gesellschafter-Geschäftsführer - Herr Felix Lothringer, Oldenburg, operativer Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 2. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Gesellschafterversammlung steht folgender Bilanzgewinn zur Verfügung:
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiefelstede, 27. August 2024 gez. Kai Lothringer gez. Felix Lothringer Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss nebst Lagebericht handelt es sich um die nach den §§ 325 ff. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die LOBO Home GmbH, Wiefelstede PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der LOBO Home GmbH, Wiefelstede - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOBO Home GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leer, 27. August 2024 BDO
DPI AG
Jan Königshoven, Wirtschaftsprüfer Katharina Jelen, Wirtschaftsprüferin Ergebnisverwendungsbeschluss und Feststellung des AbschlussesIn der Gesellschafterversammlung vom 29. August 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt und es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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