Extra Computer GmbH
Brühlstraße 12, 89537 Giengen an der Brenz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Armin Stutzmiller seit 11.10.2023 | Prokura |
Ralf Herrmann seit 11.10.2023 | Prokura |
Christian Herzog seit 6.12.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Dreamcom Deutschland GmbHAufgelöst | 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Extra Computer GmbHGiengen an der BrenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. GRUNDLAGEN UND GESCHäFTSMODELL DES UNTERNEHMENS 1.1. Grundlagen und Eigentümer-Struktur Die EXTRA Computer GmbH wurde 1989 in Giengen-Sachsenhausen (Kreis Heidenheim) gegründet. Sie erwirtschaftet mit mittlerweile durchschnittlich 190 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 55 Mio. EUR. Zum 1.1.2022 erwarb die Thomas¬Krenn.AG 100% der Anteile der Gebrüder Wolfgang und Heinz Fetzer, die Mitte 2022 auch aus der Geschäftsführung ausschieden. Die Geschäftsführung des Unternehmens wurde zwischenzeitlich von Ralf Hohmann und Christoph Maier (beide auch Vorstände der Thomas¬Krenn.AG) übernommen. Zum 1.12.2022 stieg Christian Herzog in die Geschäftsführung ein und ersetzte Christoph Maier als bisherigen Geschäftsführer. Zum 1.7.2023 schied Ralf Hohmann aus der Geschäftsführung aus, um sich wieder voll auf seine Aufgaben als Vorstand der Thomas¬Krenn.AG zu konzentrieren und Christian Herzog übernahm die alleinige Geschäftsführung, womit der Übergang auf eine neue Geschäftsleitung, nach der Übernahme des Unternehmens, abgeschlossen war. Die im Laufe der Zeit gegründeten Schwestergesellschaften der EXTRA Computer GmbH, exone GmbH, exact Mailorder GmbH und csd Marketing GmbH, wurden rückwirkend zum 1.1.2023 auf die EXTRA Computer GmbH verschmolzen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde zwischen der EXTRA Computer GmbH und der Thomas¬Krenn.AG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Thomas¬Krenn.AG, als alleiniger Eigentümer des Unternehmens, ist ein führender Hersteller von Server- und Storage Systemen mit Sitz im Freyung. 1.2. Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell der EXTRA beruht überwiegend auf der Fertigung und dem Vertrieb von PCs, Workstations, Notebooks, Servern sowie Rechenzentrumslösungen einerseits (Business IT Sparte) und Industrie-PCs, Mobilen Systemen für den industriellen Einsatz (Rugged Mobile), Fahrzeugterminals, Digital-Signage-Lösungen sowie Panel-PCs andererseits (Industrial IT Sparte). Die Produkte der EXTRA werden unter den Eigenmarken exone (Business IT) bzw. Pokini und Calmo (Industrial IT) vertrieben. Darüber hinaus wird das Produktportfolio der EXTRA durch die Distribution und Vertrieb von verschiedenen Komponenten und Peripheriegeräten im IT-Bereich namhafter Hersteller ergänzt. Durch die Entwicklung, Bereitstellung, Betrieb und Vertrieb von zu den Produkten passenden Cloud-Dienstleistungen, wie beispielsweise Infrastructure-as-a-Service, Backup-as-a-Service und containerisierten-Services wird das Produktportfolio der EXTRA abgerundet. Der Vertrieb in der Sparte Business IT erfolgt indirekt über ein dichtes Netz von über 3.000, hauptsächlich in Deutschland ansässigen, hochqualifizierten Vertriebspartnern - insbesondere Fachhandelspartner, Wiederverkäufern und Systemhäusern im Bereich der Informationstechnologie (Channel) - die Produkte von EXTRA wiederum an ihre Endkunden weiterverkaufen und durch eigene Dienstleistungen ergänzen. Diese Endkunden liegen überwiegend im B2B-Bereich und erstrecken sich über nahezu alle Branchen, mit Schwerpunkten im Handwerk, der Industrie, Handel, Dienstleistungen, Medizin sowie bei öffentlichen Auftraggebern und Behörden. Das Leistungsspektrum der Vertriebspartner von EXTRA reicht von der Beratung über die Integration von IT-Lösungen sowie deren Optimierung bis hin zur Entwicklung und Betrieb von Software-Lösungen für ihre Endkunden. Darüber hinaus übernehmen die Vertriebspartner in der Regel die Wartung sowie den Service und ggf. auch die Reparatur der von EXTRA bezogenen Systeme. EXTRA stellt hierfür zentral Support- und Service-Personal zur Verfügung und sorgt für eine schnelle Ersatzteilversorgung bzw. führt bei Bedarf auch die Reparatur der Systeme zentral durch. In der Sparte Industrial IT erfolgt der Vertrieb überwiegend direkt an Kunden im B2B-Bereich. Hier sind zwei wesentliche Kundengruppen zu unterscheiden: • Einerseits Kunden, die Produkte von EXTRA wiederum als Bestandteil in ihren eigenen Produkten und Lösungen weiterverarbeiten (z.B. Anlagenbau, Maschinenbau, Medizintechnik, Software- und Dienstleistungsunternehmen) - sog. Hardware-, Software und Lösungs-Anbieter • Andererseits Kunden, die Produkte von EXTRA für den Eigenbedarf verwenden und beispielsweise in ihren Produktions-, Fertigungs- oder Logistikprozessen einsetzen - sog. Eigenverbraucher Die erstgenannte Kundengruppe kommt überwiegend aus dem deutschen Mittelstand und umfasst derzeit etwa 500 verschiedene Kunden. Die Gruppe der Eigenverbraucher umfasst sowohl Kunden des deutschen Mittelstands, erstreckt sich aber auch hin bis zu Großkonzernen mit Sitz in Deutschland, die Produkte von EXTRA teilweise weltweit in ihren Niederlassungen und Produktionsstätten einsetzen. 1.3. Produktentwicklung und Innovation EXTRA passt ihr Produktportfolio ständig an die Kundenbedürfnisse sowie die technologischen Neuerungen im Markt an und entwickelt dieses weiter. Hierbei strebt EXTRA im Bereich der Business IT ein Vollsortiment für PC-Lösungen an, wobei in 2023 durch den konsequenten Ausbau der Produktentwicklungs- und Produktmanagementkapazität und umfangreiche Produktneuentwicklungen noch vorhandene Portfoliolücken weitestgehend geschlossen werden konnten. Dementsprechend sind für 2024 zahlreiche Verkaufsstarts von innovativen PC-Lösungen geplant. In der Industrial IT Sparte verfügt EXTRA bereits über ein umfangreiches und modular aufgebautes Industrie-PC-Sortiment. Für den Bereich der mobilen Lösungen (Rugged IT Devices) arbeitet EXTRA mit verschiedenen Partnern zusammen. Für 2024 ist geplant, die Zusammenarbeit mit einigen dieser strategischen Partnern zu intensivieren und das Portfolio dadurch deutlich zu vergrößern. Darüber hinaus nutzen viele Kunden die Möglichkeit des Built-to-Order (BTO). Hierbei bietet EXTRA ihren Kunden die Möglichkeit, passende Systeme exakt nach dem jeweiligen Bedarf individuell zusammen zu stellen. Der Kunde kann dabei die Konfiguration in weiten Bereichen frei wählen, wobei ihn ein Kundenberater von EXTRA unterstützt, um die optimale Lösung zu finden. Dabei zahlt sich besonders die über 30-jährige Markterfahrung und das breite und verlässliche Lieferantennetzwerk von EXTRA aus. 2023 konzentrierte sich die Forschung und Entwicklung insbesondere auf folgende Themenbereiche: • Weiterentwicklung der staubdichten Industrie-Gehäuse und Anpassung der mechanischen Bauteile für neue technische Komponenten. • Einführung einer neuen IGEL-Thin-Client-Produktserie, Abrundung des Portfolios mit zusätzlichen Geräteklassen. • Für eine Ausschreibung im Automotive-Bereich wurde das Re-Design eines Standard-Produkts angestoßen. Das Ergebnis kann 2024 auch für andere Kunden genutzt werden. • Planung und Umsetzung von Hardware-Generationswechseln in vielen Produktklassen, insb. der Wechsel der Prozessoren im Industriebereich auf die nächsten Generationen von Intel-Prozessoren (12., 13. und 14. Generation) ist ein wichtiger Meilenstein und wird bis Mitte 2024 mit vielen neuen Geräten in verschiedenen Baugrößen und Formfaktoren abgeschlossen sein. • Die Vereinheitlichung von RAM- und Flash-Komponenten war ein weiteres großes Projekt in 2023, mit dem Ziel Qualität, Portfolio, Kosten und Langzeitverfügbarkeit vieler Produkte weiter zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Hieraus ergeben sich positive Effekte für Lagerhaltung, Evaluierung und Beschaffung. 1.4. Fertigung und Logistik EXTRA montiert und fertigt alle ihre Systeme am Hauptstandort des Unternehmens in Giengen-Sachsenhausen - Made in Germany. Für die Serienfertigung stehen zwei moderne Montagelinien zur Verfügung, die auf die Kleinserienfertigung mit kurzen Vorlaufzeiten und hohem Individualisierungsgrad ausgerichtet sind. Eine weitere Montagelinie ist speziell auf die Build-to-Order Fertigung, d.h. auf kleine Stückzahlen und komplexe Systeme mit kundenspezifischer Konfiguration, ausgerichtet. Darüber hinaus verfügt EXTRA über ein spezielles Sonderlösungsbau-Team, welches, ähnlich einer Manufaktur, individuelle Lösungen entwickelt, individuelle Anpassungen bzw. Sonderwünsche berücksichtigt und Modifikationen von Systemen vornimmt. In den beiden Montagelinien für die Kleinserienfertigung kommt modernste Fördertechnik zum Einsatz, die die notwendigen Bauteile automatisiert durch die verschiedenen Montage- und Teststationen schleust. Darüber hinaus ist der komplette Fertigungsprozess, von der Kommissionierung, über die Montage bis hin zur Qualitätssicherung und Verpackung, vollständig digitalisiert und prozessgesteuert. Dadurch wird eine hohe Fertigungsqualität selbst bei geringen Stückzahlen und hohem Individualisierungsgrad sichergestellt und kurze Durchlaufzeiten und Kosteneffizienz "Made in Germany" garantiert. Auf Wunsch liefert EXTRA ihre Systeme mit vorinstalliertem Betriebssystem aus. Hierfür kommt ein softwaregestütztes, teilautomatisiertes Verfahren zur Anwendung (Kunden Image-Onsite-Support-Konsolen-Prozess - K.I.O.S.K.), dass, neben der Vorinstallation von Standard Microsoft Windows-Installationen Kunden auch die Möglichkeit bietet, eigene Betriebssystemkonfigurationen und -Varianten vollautomatisch in die Produktion mit einfließen zu lassen. Dies bietet Kunden den großen Vorteil, dass derart vorbereitete Systeme sofort an Endbenutzer ausgeliefert werden können, ohne dass vorher zusätzliche Software manuell nachinstalliert werden muss. Darüber hinaus verfügt EXTRA über eine moderne Logistikhalle mit einer Fläche von 3.500 m 2 , die eine Stellfläche für insgesamt 2.140 EURO-Paletten bietet. Im Großteilebereich können bis zu 3.000 Fertigsysteme bevorratet werden. Die Lagerhaltung ist mittlerweile vollständig digitalisiert und softwaregesteuert. Dies ermöglicht den Umschlag von bis zu 365.000 Artikeln pro Jahr. Herzstück der Logistik ist das automatisierte Kleinteilelager (AKL), welches zusätzlich 8.200 unterteilbare Ladeeinheiten zur Verfügung stellt und eine vollautomatische Ein- und Auslagerung von bis zu 140 Artikeln pro Stunde ermöglicht. Zur besseren Versorgung der Produktion ist ein Sequenzer (Puffer) in den Warenfluss integriert, der 408 Systeme bevorraten kann und eine genaue Auftragsplanung ermöglicht. In Summe wurden in 2023 weit über 50.000 Pakete mit 4 verschiedenen Dienstleistern versendet. Für 2024 ist geplant, die verfügbare Lagerfläche durch den Einzug einer zusätzlichen Lagerbühne in der vorhandenen Logistikhalle um weitere 480 EURO-Palettenstellplätze auf insgesamt 2.620 Plätze zu erweitern. 1.5. Weitere Dienstleistungen und Gewährleistung Fulfilment Dienstleistungen sind inzwischen fester Bestandteil des Portfolios von EXTRA und werden von vielen Kunden gerne angenommen. Hier werden Lieferungen im Namen des Kunden bzw. Vertriebspartners direkt und ohne Umwege an den Endkunden vorgenommen. Vertriebspartner können ihre Lagerbestände täglich direkt bei EXTRA abrufen und sparen sich durch den direkten Versand ihrerseits Lager- und Transportkosten. EXTRA tritt hierbei nicht nach außen in Erscheinung. Für ihre Produkte gewährt EXTRA üblicherweise eine Gewährleistungsfrist von ein bzw. zwei Jahren ab Lieferung. Darüber hinaus haben Kunden die Möglichkeit, durch die Hinzunahme von attraktiven Service-Paketen nicht nur die Gewährleistungszeiträume zu erweitern, sondern auch zusätzliche proaktive Leistungen in Anspruch zu nehmen, die eine quasi permanente Funktionsfähigkeit der von EXTRA bezogenen Systeme über den gesamten Lebenszyklus sicherstellen. Hierzu gehören u.a. ein pragmatischer und schneller Teile-Vorabaustausch, eine Remote-Unterstützung bei Fragen und Problemen durch das EXTRA Kundensupport-Team bis hin zum Vor-Ort-Service in unterschiedlichen Reaktionszeiten. Auch eine langfristige Versorgung mit Ersatzteilen (in Deutschland gelagert) ist für EXTRA selbstverständlich Teil des Service-Versprechens, und ermöglicht im Fehlerfall eine schnelle, flexible und unbürokratische Hilfestellung und Lösung. 1.6. Finanzielles Steuerungssystem und Kennzahlen Das finanzielle Steuerungssystem der Gesellschaft, definiert relevante Kennzahlen, die für die Performancemessung unseres Geschäftes, von Bedeutung sind. Die Überwachung dieser Kennzahlen ermöglicht es, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus können Wachstumsbereiche identifiziert und entsprechende Investitionen eingeleitet werden. Die wesentlichen definierten finanziellen Leistungsindikatoren sind: • Umsatzerlöse • EBITDA • Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.7. Personal Die hohe Qualifikation der Mitarbeiter von EXTRA, ihre Motivation sowie ihre Innovationskraft sichern den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat EXTRA daher erneut sowohl in die Weiterentwicklung und Fortbildung als auch die Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeiter investiert. Durch die Einführung von Mitarbeitergesprächen, Job-Profilen und Entwicklungspfaden sowie tragfähigen Führungsstrukturen wurde die Grundlage für eine nachhaltige Personalentwicklung geschaffen. Durch eine von Transparenz geprägte interne Mitarbeiterkommunikation, Team-Building Maßnahmen, unternehmensweite Mitarbeiterveranstaltungen sowie angemessene und faire Entlohnungssysteme mit attraktiven Sozialleistungen konnte die Zufriedenheit und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen nach dem schwierigen Übergangsjahr nach dem Kauf des Unternehmens durch Thomas-Krenn.AG wieder deutlich gesteigert werden. Flache Hierarchien und damit einhergehende schnelle Entscheidungswege sowie die Pflege eines offenen und respektvollen Umgangs miteinander sind weiterhin prägende Elemente der Unternehmenskultur. Aufgabengebiete wurden in vielen Bereichen abwechslungsreicher gestaltet und Organisationsstrukturen angepasst, teilweise auch einhergehend mit der Neubesetzung von Führungspositionen. Hierdurch konnte eine selbständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise sowie die Einbindung der Mitarbeiter in unternehmerische Entscheidungen gestärkt werden. Dieser in 2023 begonnene Kulturwandel in Richtung hin zu "EXTRA fördert den Unternehmer im Unternehmen" wird auch in 2024 eine wichtige Aufgabe für das Management bleiben. Homeoffice-Arbeitsplätze wurden in einigen Bereichen bereits während der Corona-Pandemie eingeführt. In 2023 wurden die vorhandenen Modelle jedoch flexibler gestaltet und um moderne Arbeitsmodelle ergänzt. In 2024 wird diese Weiterentwicklung abgeschlossen werden. Traditionell spielt die berufliche Erstausbildung bei EXTRA seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Seit 1989 bildet EXTRA Auszubildende in mittlerweile 12 verschiedenen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen aus. In 2023 waren durchschnittlich 20 Auszubildende oder Studenten bei EXTRA beschäftigt, was einer Ausbildungsquote von etwa 13% entspricht. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels hat sich die kontinuierliche und nachhaltige Ausbildung des eigenen Nachwuchses als sehr positiv herausgestellt und die überdurchschnittlich hohe Übernahmequote sowie die lange Betriebszugehörigkeit von vielen ehemaligen Auszubildenden aber auch anderen Mitarbeitern zeugt von einer hohen Mitarbeiterbindung, auf die EXTRA sehr stolz ist. Bedingt durch den Weggang der bisherigen Eigentümer sowie der damit einhergehenden strategischen und operativen Neuausrichtung waren in 2023 dennoch viele Schlüsselpositionen vakant bzw. neu zu besetzen. In einem schwierigen Marktumfeld, mit einem starken regionalen Wettbewerb um Fachkräfte, konnte sich EXTRA als Arbeitgeber erfolgreich durchsetzen und, durch kreative und moderne Recruiting-Maßnahmen (digital wie analog) sowie eine überzeugende Unternehmenskultur nahezu alle offenen Stellen adäquat besetzen. Dieser Personalaufbau wird voraussichtlich noch bis Ende des ersten Halbjahres 2024 andauern und liegt schwerpunktmäßig in den Bereichen Produktmanagement, Vertrieb sowie Systems-Engineering. In 2023 waren im Jahresdurchschnitt 191 Mitarbeiter beschäftigt, davon 159 in Vollzeit (Vorjahr 171, davon 150 in Vollzeit). Die Personalaufwendungen summierten sich auf 11.006 TEUR (Vorjahr: 8.840 TEUR). Dieser Anstieg der Personalaufwendungen resultiert zu einem großen Teil aus den strategisch begründeten Investitionen in Schlüsselpersonal sowie der Besetzung von wichtigen Schlüsselpositionen. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Weltkonjunktur hielt sich im Jahr 2023 besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber noch nicht ab. Zu der ausgeprägten Abschwächung der weltwirtschaftlichen Aktivität, die angesichts des Inflationsschocks im vergangenen Jahr und der daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktion vielfach befürchtet worden war, ist es bislang nicht gekommen. Die globale Produktion expandierte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres mit einer Rate von durchschnittlich 0,8 Prozent kaum schwächer als im vor der Coronakrise verzeichneten Trend. Damit zeichnet sich für 2023 eine Zuwachsrate von 3,1 Prozent ab, deutlich mehr als zu Beginn dieses Jahres prognostiziert wurde (2,5 Prozent in der Frühjahrsprognose). In 2023 stagnierte das BIP-Wachstum in Deutschland bei -0,1 Prozent (preis- und kalenderbereinigt). Insbesondere das vierte Quartal entwickelte sich mit -0,3 Prozent BIP-Wachstum schwach. 2.1.2. Entwicklung der IT-Branche Für die Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) haben sich die Geschäfte deutlich besser entwickelt, als in der Gesamtwirtschaft. Die Umsätze in der ITK-Branche haben 2023 um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Dieses Umsatzwachstum hatte auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche ist laut Bitkom um weitere 28.000 Arbeitsplätze in 2023 gewachsen. Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich überwiegend krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte jedoch noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier allerdings als Hemmschuh. Digitalisierung wird als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat gesehen. Differenziert man den Markt allerdings nach einzelnen Untergruppen, dann zeigt sich ein heterogenes Bild für das Jahr 2023. Der für EXTRA relevante IT-Hardware-Markt brach gegenüber 2022 um 5,4% auf 52 Mrd. EUR ein - damit entwickelte sich dieser deutlich schlechter als die Gesamtwirtschaft und der restliche ITK-Markt. Nach der starken Nachfrage nach IT-Hardware während der Corona-Pandemie setzte sich die Ende 2022 bereits erkennbare "Post-Corona-Schwäche" auch in 2023 fort. Darüber hinaus wirkten auch die aufgrund der weltweiten Krisenherde hervorgerufenen Lieferkettenprobleme noch bis zum Ende des ersten Halbjahres nach, was den Markt zusätzlich unter Druck brachte. 2.2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 Das gesamte Jahr 2023 verlief tendenziell verhalten. Im 4. Quartal - i.d.R. das Stärkste - schwächte sich die Nachfrage zudem nochmals deutlich ab - im Einklang mit der gesamt-volkswirtschaftlichen Entwicklung. Dies ist auch noch zu Beginn des Jahres 2024 zu spüren und hat neben dem rückläufigen Inlandsprodukt auch branchenbezogene und unternehmensinterne Ursachen. Dem allgemeinen Trend im Bereich der IT-Hardware konnte sich auch EXTRA nicht entziehen. Der für 2023 geplante Umsatz von rd. 60 Mio. EUR wurde daher deutlich verfehlt und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 5,2%. Dabei konnte das Geschäft in der Sparte Business IT, trotz des schwierigen Marktumfelds, insgesamt konstant gehalten werden. Dem darin enthaltenen und unter Druck geratenen PC- und Notebook-Geschäft (-10,3%) steht ein deutlich gewachsenes Servergeschäft (+16%) gegenüber. Darüber hinaus konnte auch der Umsatz mit Cloud-Dienstleistungen deutlich gesteigert werden (+36%). Der Umsatz in der Sparte Industrial IT ging insgesamt leicht um -3,5% zurück. Insbesondere das Geschäft mit Industrie-Tablets (Rugged Mobile) halbierte sich gegenüber dem Vorjahr annähernd (-46%), was zu großen Teilen an zwei gewonnenen Großaufträgen im Jahr 2022 lag, deren Wegfall in 2023 nicht kompensiert werden konnte. Die übrigen industriellen Anwendungen (Industrial PC, Panel PC) entwickelten sich, gegen den allgemeinen Trend, erfreulich und konnten deutlich zulegen (+29%). Dies zeigt, dass EXTRA hier signifikant Marktanteile hinzugewinnen konnte. Das Geschäft mit sonstigen Systemen, Komponenten und Handelsware war stark rückläufig (-27%), was neben dem schwierigen Marktumfeld auch an transformationsbedingten internen Gründen lag. Allerdings ist dieses Geschäft für EXTRA von untergeordneter Bedeutung. Hinsichtlich der angesprochenen unternehmensinternen Ursachen sind drei Punkte wesentlich: Positiv zu erwähnen ist, dass die stärkere Fokussierung auf den Verkauf von Servern sowie die intensivierte Produktentwicklung gemeinsam mit der Muttergesellschaft Thomas-Krenn.AG bereits in 2023 erste Früchte trug und zu dem vergleichsweise starken Wachstum beigetragen hat. Andererseits hat der Innovations- und Entwicklungsstau im Bereich Produktmanagement sowie die Prozessprobleme im Einkauf nach dem Eigentümerwechsel insbesondere das PC- und Notebookgeschäft stark in Mitleidenschaft gezogen. Drittens wurde im Produktbereich Rugged Mobile der Einmaleffekt zweier Großaufträge in 2022 bei der Planung für 2023 nicht adäquat berücksichtigt, was zu einem zu hohen Umsatzziel geführt hat. Gegenüber dem Jahr 2021 (dem Jahr vor den beiden Großprojekten) ist der Umsatz gewachsen (+16%). Nach ihrem Eigentümerwechsel in 2022 befindet sich EXTRA in einer Transformationsphase. Altlasten wurden bereinigt, Organisation und Prozesse modernisiert und Investitionen in (Schlüssel-)Personal und Infrastruktur getätigt, um Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum zu schaffen. Andererseits hatte EXTRA an einigen neuralgischen Stellen mit dem Know-How- und Kapazitätsverlust durch den Weggang der vorigen Eigentümer zu kämpfen. Über Jahre eingespielte Prozesse mussten neu aufgebaut werden und Schlüsselfunktionen, insbesondere im Einkauf, im Produktmanagement und im Vertrieb neu besetzt werden. Auch waren Anpassungen an Vorgaben der Muttergesellschaft Thomas-Krenn.AG notwendig. Der Bereich Vertrieb wurde Ende 2023 strukturell und organisatorisch neu ausgerichtet und um weitere sieben Mitarbeiter verstärkt, wodurch auch drei, aufgrund von Abgängen während der Transformationsphase vakante Positionen, neu besetzt werden konnten. Der Bereich Produktmanagement und -entwicklung wurde weiter ausgebaut und eine Reihe neuer Entwicklungsprojekte in 2023 angestoßen, die in 2024 auf den Markt kommen werden. Der Bereich Einkauf wurde ebenfalls neu strukturiert und in eine gemeinsame Zentraleinkaufsorganisation mit Thomas-Krenn.AG überführt. Auch der übrige Umbau des Unternehmens wurde weiter vorangetrieben und verschiedene Management-Funktionen erfolgreich neu besetzt - beispielsweise die Leitung des Produktmanagements bzw. des Einkaufs. Darüber hinaus wurde der Onlineshop der EXTRA komplett überarbeitet und im Sommer 2023 ausgerollt. Weitere Optimierungsschritte folgen und werden - begleitet von einer deutlichen Aufstockung des Marketingbudgets - positiv zur Geschäftsentwicklung beitragen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass sich die Erlöse der EXTRA in Einklang mit der Branche entwickelt haben, was die Geschäftsführung als nicht zufriedenstellend wertet. Hinsichtlich der Transformation des Unternehmens ist die EXTRA in 2023 deutlich vorangekommen. 2.3. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Ertragslage Wie bereits einleitend erläutert entwickelte sich das Geschäftsjahr 2023 der EXTRA Computer GmbH deutlich schwächer als ursprünglich erwartet:
Die Umsatzerlöse liegen mit 53.778 TEUR deutlich hinter Plan (siehe Abschnitt 2.2). Der Materialaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr überproportional zu den reduzierten Umsatzerlösen auf 38.289 TEUR (Vorjahr: 42.349 TEUR). Ursächlich hierfür sind einerseits Veränderungen im verkauften Produktmix, hin zu mehr ertragsstarken Produkten. Andererseits konnten auch durch die Veränderungen im Einkauf erste Einkaufserfolge erzielt werden, was in Teilen auch durch die Entwicklung des Dollar-Kurses unterstützt wurde. Die Rohertragsmarge erhöhte sich somit auf 28,9 Prozent (unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen) (Vorjahr: 24,2 Prozent). Generell ist bei allen nachstehenden Positionen zu beachten, dass die Gesellschaften exone GmbH, Exact Mailorder GmbH sowie CSD Marketing GmbH mit Wirkung zum 1.1.23 auf die EXTRA Computer GmbH verschmolzen wurden. Viele Positionen sind daher mit den Kosten des Vorjahres nicht vergleichbar. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 7.484 TEUR auf 11.006 TEUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere, die im Jahresdurchschnitt höhere Mitarbeiterzahl bei den Vollzeitbeschäftigten und dem damit verbundenen Investition in die Zukunft, wie unter Abschnitt 2.2 dargestellt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen um 391 TEUR auf 536 TEUR, was ebenfalls im Wesentlichen auf Investitionen in die Zukunft im Bereich Infrastruktur zurückzuführen ist, wie unter Abschnitt 2.2 dargestellt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich deutlich um 3.978 TEUR auf 4.323 TEUR. Der Rückgang resultiert zum überwiegenden Teil aus entfallenen Fremdleistungen der exone GmbH, CSD Marketing GmbH und Exact Mailorder GmbH. Das EBITDA liegt mit 1.377 TEUR unter Vorjahresniveau und rund 200 TEUR unter dem für 2023 geplanten Wert. Die Ursache für diesen Rückgang liegt im Umsatzrückgang (siehe Abschnitt 2.2). In Anbetracht der negativen Rahmenbedingungen und der durchgeführten Transformation-Maßnahmen schätzt die Geschäftsführung von EXTRA die Ertragslage 2023 als zufriedenstellend ein. 2.3.2. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, liegt mit +1.058 TEUR (Vorjahr: -334 TEUR) deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, betragen zum Bilanzstichtag 1.397 TEUR (Vorjahr 1.132 TEUR). Das Working Capital - definiert als Umlaufvermögen, zuzüglich Rechnungsabgrenzungsposten und abzüglich, kurzfristiger Verbindlichkeiten, einschließlich kurzfristigen Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungen - beträgt 10.760 TEUR. Das kurzfristige Umlaufvermögen liegt bei 22.838 TEUR sowie die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag bei 10.899 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt rund 810 TEUR (Vorjahr: 609 TEUR) und enthält im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -289 TEUR (Vorjahr: 138 TEUR). Wie im Vorjahr bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten. Vor dem Hintergrund der negativen Rahmenbedingungen und der noch bis Mitte 2024 andauernden Belastungen aus dem in 2020 abgeschlossenen Vergleich mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) beurteilt die Geschäftsführung von EXTRA die Finanzlage als angemessen. 2.3.3. Vermögenslage Insgesamt vermehrte sich das ausgewiesene langfristig gebundene Vermögen um 2.019 TEUR und beträgt zum Stichtag 10,5 Prozent des Gesamtvermögens (Vorjahr: 4 Prozent). Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag 16,4 Mio. EUR, gegenüber 11,5 Mio. EUR im Vorjahr. Ursächlich für die Erhöhung um 4,9 Mio. EUR ist im Wesentlichen die unter Abschnitt 2.3.1 angesprochene Verschmelzung sowie ein strategischer Aufbau von Lagerware. In den Vorräten sind im Weiteren geleistete Anzahlungen in Höhe von 184 TEUR enthalten (Vorjahr: 2 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sind gegenüber dem Vorjahresniveau um 1.021 T€ gesunken und betragen zum Bilanzstichtag 3.930 TEUR. Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Verschmelzung im Jahr 2023 auf 13,237 Mio. EUR erhöht. (Vorjahr: 5,784 Mio. EUR). Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf 294 TEUR (Vorjahr 92 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 447 TEUR - ebenfalls primär aufgrund der unter Abschnitt 2.3.1 angesprochenen Verschmelzung. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen ebenso wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.956 TEUR reduziert. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.819 TEUR (Vorjahr: 2.621 TEUR). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 251 TEUR und betrugen zum Bilanzstichtag 848 TEUR. Diese betreffen zum Großteil die periodengerechte Abgrenzung mehrjähriger Serviceverträge. Die Geschäftsführung von EXTRA beurteilt die Vermögenslage des Wirtschaftsjahres 2023 als zufriedenstellend. 3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1. Prognosebericht 3.1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld 2024 Die Basisprognose des IWF geht davon aus, dass sich das globale Wachstum von 3,5 Prozent im Jahr 2022 auf 3,0 Prozent im Jahr 2023 und 2,9 Prozent im Jahr 2024 abschwächen wird, was deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent liegt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird mit einer Abschwächung von 2,6 Prozent im Jahr 2022 auf 1,5 Prozent im Jahr 2023 und 1,4 Prozent im Jahr 2024 gerechnet. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein leichter Rückgang des Wachstums von 4,1 % im Jahr 2022 auf 4,0 % in den Jahren 2023 und 2024 erwartet. Die globale Inflation wird den Prognosen zufolge stetig zurückgehen, von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 6,9 Prozent im Jahr 2023 und 5,8 Prozent im Jahr 2024, was auf eine straffere Geldpolitik zurückzuführen ist, die durch niedrigere internationale Rohstoffpreise unterstützt wird. Die Kerninflation wird den Projektionen zufolge ebenfalls allmählich zurückgehen. In den meisten Fällen wird erwartet, dass die Inflation 2025 den Zielwert erreicht. Die OECD geht von einer ähnlichen Entwicklung aus. Für das Welt-BIP werden mit 2,9 Prozent in 2023 sowie 2,7 Prozent in 2024 unterdurchschnittliche Expansionsraten erwartet, nicht zuletzt wegen der sich abschwächenden Entwicklung in den USA (2,4 Prozent in 2023 und 1,5 Prozent in 2024) und in China (5,2 % in 2023 und 4,7 Prozent in 2024). Im Euroraum dürfte es laut OECD-Prognose nach einem schwachen Jahr mit +0,6 Prozent in 2023 bei weiter rückläufiger Inflation, steigenden Realeinkommen und einer Stabilisierung der Industriekonjunktur mit +0,9 Prozent in 2024 wieder etwas bergauf gehen. Die Entwicklung des US-Dollars ist unklar. Zentrales Thema für die USD-Bewegungen dürften die Zinsschritte der FED im Vergleich zur EZB, sowie geopolitische Veränderungen sein. 3.1.2. Ausblick 2024 Die schwache konjunkturelle Entwicklung des letzten Jahres 2023, insbesondere in den letzten Monaten, hat auch EXTRA in Form von rückläufigen Erlösen zu spüren bekommen. Dieser Trend setzte sich im Januar und Februar 2024 fort - allerdings ist eine zunehmende Belebung der Nachfrage zu beobachten. Die Transformation des Unternehmens wird auch in 2024 weiter vorangetrieben und voraussichtlich bis Mitte des Jahres größtenteils abgeschlossen sein. Insbesondere die Besetzung der offenen Positionen im Bereich Produktmanagement (F&E) und Vertrieb spielen eine wichtige Rolle und schaffen die Voraussetzung für das weitere Wachstum mit innovativen Produkten. Durch die Bündelung der sich überlappenden Einkaufsvolumina mit der Muttergesellschaft Thomas-Krenn.AG werden künftig Beschaffungsvorteile generiert. Gleichzeitig eröffnen sich Spielräume hinsichtlich des Aufbaus eines strategischen Einkaufs. Tendenziell teure Beratungs- und Geschäftsbesorgungsverträge (Interim-Management) wurden gegen Ende des Jahres 2023 aufgrund der Eigenbesetzungen aufgelöst, was sich ebenfalls positiv auf die Ertragskraft auswirken wird. Die Verpflichtungen gegenüber der Zentralstelle für Übertragungsrechte (ZPÜ) werden im ersten Halbjahr 2024 auslaufen. Sie belasteten die Liquidität des Unternehmens in der Vergangenheit mit jährlich rd. 1,5 Mio. € seit 2020. Diese freiwerdende Liquidität wird es EXTRA ermöglichen, weitere Investitionen zu tätigen, u.a. in die weitere Optimierung und Automatisierung der Fertigung, wofür ein Betrag von mehr als 2 Mio. € vorgesehen ist. Der Roll-Out eines Controlling-Systems Anfang 2024 wird die Transparenz deutlich erhöhen - nachdem 2023 bereits alle Tochtergesellschaften auf EXTRA verschmolzen wurden. Prozesse wie beispielsweise die Rechnungsprüfung und -freigabe werden in 2024 optimiert und damit zusätzliche Kapazitäten freigesetzt. Der Branchenverband Bitkom geht generell davon aus, dass das Hardware-Geschäft nach einem Umsatzrückgang von -5,4 Prozent auf 52 Mrd. EUR in 2023 wieder deutlich um +4,6 Prozent auf 54,4 Mrd. EUR in 2024 anziehen wird. Größter Wachstumstreiber bleibt dabei der Bereich Infrastructure-as-Service, also gemietete Server, Netzwerke- und Speicherkapazitäten, der um +24,5 Prozent auf 5,8 Mrd. EUR zulegen wird. EXTRA ist an diesem Markt mit ihren eigenen exone Cloud Dienstleistungen nur in geringem Umfang beteiligt, wird den Vertrieb künftig aber forcieren, um von dem erwarteten Wachstum zu profitieren. Ebenfalls zweistellig wachsen die Umsätze mit Workstations (+17,8 Prozent auf 1 Mrd. EUR) sowie mit Wearables (+15,7 Prozent auf 2,9 Mrd. EUR). Für 2024 verstärkt EXTRA daher ihre Investitionen in ein eigenes Workstation-Portfolio. Das in 2023 auf ein Niveau von unter 2006 eingebrochene Geschäft mit PCs und Notebooks (-14,8 Prozent) stabilisiert sich und wird um voraussichtlich +4,2 Prozent auf 7,9 Mrd. EUR in 2024 zulegen. Zudem wird erwartet, dass die Abkündigung von Windows 10 durch Microsoft die Umstellung auf Windows 11 und damit verbunden die Neuinvestition in PCs und Notebooks ab dem zweiten Halbjahr 2024 beschleunigen wird. Für 2024 erwartet EXTRA insgesamt ein Umsatzwachstum um rund 17 Prozent, gegenüber einem schwachen Jahr 2023, über alle Produktbereiche und Sparten hinweg. Mittelfristig - nach Abschluss von Transformationsphase und Normalisierung der Märkte - geht die Geschäftsführung von EXTRA von einem Ertragspotential von mehr als 4 Mio. EUR (EBITDA) bzw. 3 Mio. EUR aus (EBIT). 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Risikobericht Eine anhaltende schwache wirtschaftliche Entwicklung und damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Partner und Kunden von EXTRA würde die Ertragslage unter Druck bringen und auf weiterhin niedrigem Niveau halten. Ein Großteil des Einkaufs (ca. 66%) erfolgt in US-Dollar, während im Verkauf überwiegend in Euro fakturiert wird. Währungsrisiken, die sich vor allem aus einer hohen Volatilität des US-Dollar-Kurses zum Euro ergeben können, werden regelmäßig geprüft und auf der Angebotsseite entsprechend reagiert. EXTRA bietet ihren Kunden gegen Entgelt umfangreiche Servicepakete mit langen Laufzeiten an. Andererseits besteht i.d.R. kein Regress mehr gegenüber eigenen Lieferanten. Die Insolvenz einzelner großer Kunden könnte das Ergebnis belasten. Dem wird durch eine Kreditversicherung vorgebeugt. Darüber hinaus liegt der Umsatzanteil des größten Kunden deutlich unter 5 Prozent. Das Lieferantenportfolio der EXTRA ist ausgewogen, dennoch bestehen bei wenigen Vorprodukten Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, die nicht austauschbar sind. Geopolitische Risiken (z.B. rund um das Rote Meer, Taiwan-China-Konflikt) könnten erneut zu Lieferengpässen führen. Dem beugt EXTRA durch entsprechende Lagerhaltung vor, was allerdings auf der anderen Seite das Risiko einer Überalterung der Bestände mit sich bringt und aufgrund der damit verbundenen Kosten nur begrenzt umsetzbar ist. Ein offen ausbrechender militärischer Konflikt in Taiwan könnte darüber hinaus zum Kollabieren des Halbleitermarktes führen, dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nur schwer vorhersagbar sind. In einem solchen unwahrscheinlichen Fall ist dennoch davon auszugehen, dass EXTRA von einem massiven Umsatzeinbruch betroffen sein wird. Der Ausfall des automatischen Kleinteilelagers würde dazu führen, dass zeitnah die gesamte Produktion zum Erliegen kommt. Der Abschluss von Serviceverträgen sowie die Vorhaltung kritischer Ersatzteile wird in 2024 angestrebt. Geplante bauliche Maßnahmen, insbesondere in der Fertigung, könnten temporär die Komplexität in der Fertigung erhöhen und teurer werden als geplant. Die im Zuge der Transformation des Unternehmens vorangetriebenen Veränderungen könnten einige Mitarbeiter überfordern und abwandern lassen - zumal die Konkurrenz unter Arbeitgebern, gerade im Großraum Ulm/Heidenheim/Dillingen, groß ist. Dementsprechend behutsam werden die Maßnahmen vom Management der EXTRA umgesetzt, was allerdings auch deutlich mehr Zeit erfordert. Gegen Cyber-Attacken schützt sich EXTRA angemessen und wird in 2024 weitere Maßnahmen umsetzen. Allerdings belasten diese Maßnahmen insgesamt das Ergebnis des Unternehmens entsprechend. Anzeichen für wirtschaftliche bzw. rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sowie sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich in Summe eine im Wesentlichen unveränderte Risikolage. Unter Berücksichtigung, sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände liegen derzeit keine Risiken vor, die für sich oder kumuliert den Fortbestand des Unternehmens - in einem überschaubaren Zeitraum - gefährden könnten. 3.2.2. Chancenbericht Die Mehrzahl der Akteure und Analysten geht davon aus, dass sich die derzeitige konjunkturelle Lage in Europa im Verlauf des Jahres 2024, spätestens jedoch in 2025 wieder ins Positive wenden wird. Erste Anzeichen in anderen, europäischen Ländern sind bereits erkennbar. In einem entsprechend freundlichen konjunkturellen Umfeld werden auch die Vertriebspartner und Kunden von EXTRA wieder verstärkt in ihre Infrastruktur investieren, zumal viele Systeme am Markt nach dem Boom zu Beginn der Pandemiephase ein Alter von drei Jahren und mehr überschritten haben. Flankiert wird dieser Trend durch die erwartete Umstellungswelle auf Windows 11. Darüber hinaus sind gerade schwierige Zeiten oft ein Treiber von Digitalisierung und Automatisierung von Fertigungsprozessen. Mit einem starken Portfolio im Bereich der Industrial IT ist EXTRA hervorragend aufgestellt, ihre Kunden bei der weiteren Digitalisierung bis hin zu KI-gestützten Anwendungen zu unterstützen. Die Investitionen sowohl in die Belegschaft als auch die weitere Optimierung der Produktion sowie die Transformation und Neuausrichtung der EXTRA werden Früchte tragen und die Wettbewerbsposition von EXTRA gegenüber dem Mitbewerb weiter verbessern. Mit der Muttergesellschaft Thomas-Krenn.AG sind bereits Synergiepotentiale identifiziert, die in 2024 weiter gehoben werden. Die Verschmelzung verschiedener Schwesterunternehmen auf EXTRA hat das Ergebnis Anfang 2023 belastet und Teile der Kapazität des Managements gebunden. Andererseits konnten Abläufe deutlich vereinfacht und die Transparenz gesteigert werden. Durch die Einführung moderner Management-Instrumente wird dieser Weg in 2024 konsequent weiter beschritten. Durch das Auslaufen alter Verpflichtungen gegenüber der Zentralstelle für Überspielungsrecht (ZPÜ) steht dem Unternehmen ein deutlich höherer operativer Cash-Flow für Investitionen zur Verfügung als in den vergangenen Jahren. Geplante Investitionen sind somit weitgehend abgesichert. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung von EXTRA, dass die Chancen die Risiken überwiegen und erwartet in den nächsten Jahren eine deutliche Steigerung der Ertragskraft. 3.3. Rechtliche Bestandsgefährdung Es gibt aktuell keine laufenden Gerichtsverfahren und keine daraus erkennbaren rechtlichen Risiken.
Giengen-Sachsenhausen, 27.03.2024 EXTRA Computer GmbH gez. Christian Herzog, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung Die EXTRA Computer GmbH hat ihren Sitz in Giengen an der Brenz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HR B Reg. Nr. 660925). Der Jahresabschluss der EXTRA Computer GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in Euro aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Wesentlichen im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, soweit nicht nachfolgend auf Änderungen hingewiesen wird. Selbst geschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens wurden nicht aktiviert (§248 Abs. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten, abzüglich etwaiger Preisminderungen. Den Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, welche sich aufgrund betrieblicher Anforderungen definieren, zugrunde. Die Abschreibungen erfolgen linear, bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen i.d.R. über 60 Monate, bei Gegenständen des Sachanlagevermögens liegt die Nutzungsdauer zwischen 36 Monaten für EDV-Einrichtungen und 156 Monaten für Büromöbel. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelwert bis EUR 250, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 251 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte zu Durchschnittspreisen. Für überalterte und ungängige Vorräte wurden entsprechend gestaffelte Wertabschläge zwischen 10% und 100% vorgenommen. Die Fertigerzeugnisse wurden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten für Material einen produktabhängigen Aufschlag für Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden ausreichende Wertminderungen verrechnet, soweit deren Einbringlichkeit zweifelhaft ist. Uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden vollständig wertberichtigt. Im Berichtsjahr wurden Pauschalwertberichtigung vollständig aufgelöst. Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nennwerten bilanziert. Das Stammkapital wurde zum Nennwert bilanziert. Mit Verschmelzungsvertrag vom 28.04.2023 wurden die exone GmbH (Giengen an der Brenz), die CSD Marketing GmbH (Heidenheim an der Brenz) und die Exact Mailorder GmbH (Heidenheim an der Brenz) rückwirkend zum 01.01.2023 im Wege der Aufnahme ohne Kapitalerhöhung auf die EXTRA Computer GmbH (Giengen an der Brenz) verschmolzen. Dies führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um insgesamt TEUR 9.302. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Zahlungen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgte bei den aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten planmäßig linear. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtag gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Im Rahmen des Risikomanagements können derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um die Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungsrisiken und nicht zu handels- oder spekulativen Zwecken. Im Jahr 2023 wurden keine Wechselkurssicherungsgeschäfte gezeichnet. Unter den Umsatzerlösen werden sämtliche Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Dies umfasst im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von IT-Hardware (Server, Workstations, PC's, Tablets, Notebooks) und dazugehöriger IT-Komponenten. Bei der Erlöserfassung wird das Realisationsprinzip entsprechend berücksichtigt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angabe von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. AnlagespiegelII. ANGABEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EURO 1.022.584,00 und ist voll erbracht. Die Kapitalrücklage weist wie im Vorjahr Zuzahlungen gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus. Die Kapitalrücklage hat sich durch die Verschmelzung der exone GmbH, CSD Marketing GmbH und Exact Mailorder GmbH mit der EXTRA Computer GmbH um das Eigenkapital zum Verschmelzungsstichtag der drei Einzelgesellschaften erhöht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 768,0), Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 244,7), Rückstellung für Zins aus Vergleich mit ZPÜ (TEUR 207,9), Rückstellungen für Provisionen (TEUR 157) und Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 228,4) zusammen. Die Personalrückstellungen enthalten Anteile für das 13. Monatsgehalt sowie Rückstellungen für Bonuszahlungen. Forderungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen ggü. Gesellschaftern in Höhe von EUR 130.550,52 (Vorjahr: EUR 20.019,02). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Thomas-Krenn.AG. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in Höhe von EUR 174.373,73 (Vorjahr: EUR 355.763,88) Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um ungesicherte Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Bei der Bestimmung der Restlaufzeit wird aus Gründen der Vorsicht auf die vertraglich festgelegten Fälligkeitstermine abgestellt. Unbefristete Kontokorrentkredite, falls vorhanden, werden grundsätzlich in die Restlaufzeit von bis zu einem Jahr einbezogen. III. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Marketingzuschüssen (TEUR 560), Erträge aus Währungsumrechnung (250 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 105) und Sachbezüge KFZ (TEUR 121). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben Mietkosten in Höhe von 600 TEUR (i.Vj.: TEUR 6,8), vor allem Werbekosten in Höhe von 550 TEUR (i.Vj. TEUR 685), Fremdleistungen in Höhe von 344 TEUR (i.Vj.: TEUR 401), Aufwand für Gewährleistungen in Höhe von 32 TEUR (i.Vj.: TEUR 498), Ausgangsfrachten in Höhe von 275 TEUR (i.Vj.: TEUR 331), Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 224 TEUR (i.Vj: TEUR 144) sowie Kosten für Verpackungsmaterial in Höhe von 127 TEUR (i.Vj.: TEUR 137). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 142 TEUR (i.Vj.TEUR 25) enthalten. IV. SONSTIGE ANGABEN Honorare des Abschlussprüfers Honorare des Abschlussprüfers in Höhe TEUR 36 betreffen ausschließlich Honorare im Zusammenhang mit Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen der aus wirtschaftlichen Gründen eingegangenen Leasing- und Mietverträge werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen. Der Gesamtbetrag dieser finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 5.369,7. Von den finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 829 innerhalb eines Jahres fällig und der Rest in Höhe von TEUR 4.540,7 ist in über einem Jahr und innerhalb von 10 Jahren fällig. Der größte Posten ist hierbei das bestehende Mietverhältnis mit der Fetzer Besitzgesellschaft GmbH. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Ralf Hohmann, Finance- und Operationsgeschäftsführer (bis 18.08.2023) Herr Christian Herzog, Dipl.-Ing. Elektrotechnik Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB in Anspruch genommen. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 191 Mitarbeiter beschäftigt, davon 159 in Vollzeit (Vorjahr 171, davon 150 in Vollzeit). Konzernzugehörigkeit Die EXTRA Computer GmbH ist als Tochtergesellschaft der Thomas-Krenn.AG, Freyung, in den Konzernabschluss der Thomas-Krenn Holding GmbH, Freyung, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der nach HGB aufgestellte Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.
Giengen, den 27. März 2024 EXTRA Computer GmbH gez. Christian Herzog, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Extra Computer GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Extra Computer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Extra Computer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, 28.03.2024 FRANKEN-TREUHAND
GMBH
Seel, Wirtschaftsprüfer Göring, Wirtschaftsprüfer |
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