ecoSWITCH Vertriebs GmbH
Selbe AdresseElektrizitätshandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mike Hörner seit 23.4.2026 | Prokura |
Thomas Walter Hufnagl seit 3.12.2025 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ecoSWITCH AGCrailsheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Darstellung der Gesellschaft Die ecoSWITCH AG , Crailsheim, ist ein Unternehmen am deutschen Energiemarkt. Es wurde 1999 gegründet. Die größten Anteilseigner sind aktuell die Stadtwerke Crailsheim GmbH, Crailsheim, und die LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, Berlin. Ziel des Unternehmens ist der Auf- und Ausbau der überregionalen Energieversorgung in den Segmenten Endkunden und Weiterverteiler. Durch eine Bündelung von Kräften und die Nutzung von Synergien gelingt es der ecoSWITCH AG , eine stetig wachsende Anzahl an Gewerbe- und Industriekunden mit maßgeschneiderten Strom- und Gasprodukten sowie wertvollen Energiedienstleistungen zu versorgen. Historie: Die ecoSWITCH AG wurde 1999 als gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Crailsheim GmbH und der schweizerischen Alpiq Holding AG, Lausanne, (vormals ATEL) gegründet. Die Gründung der Gesellschaft diente der Markterweiterung der Stadtwerke Crailsheim GmbH und der Alpiq Energie Deutschland GmbH, Berlin, außerhalb ihrer zum Gründungszeitpunkt bestehenden Marktgebiete in Deutschland. Nachdem sich die schweizerische Alpiq aus strategischen Gründen aus Deutschland zurückgezogen hat, wurden deren Gesellschaftsanteil von der LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, Berlin, übernommen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im 4. Quartal 2023 leicht gesunken. Im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres ist eine preisbereinigte Stagnation um 0,4 % zu verzeichnen. Aufgrund des im Vergleich zu den Vorquartalen stark stagnierten 4. Quartals, wird im Jahr 2024 nur noch mit einem geringen Wirtschaftswachstum (0,2%) gerechnet. Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich stabilisiert und zeigte sich sehr robust. Zusätzliche Gaslieferungen aus Westeuropa und zuverlässige LNG-Importe sorgten für eine gesicherte Gasversorgung. Seit Beginn 2023 sanken die Energiepreise wieder, liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau. 2023 stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Sowohl die Stromerzeugung als auch der Stromverbrauch waren rückläufig. Günstigere Erzeugungsoptionen im Ausland führten zu einem Stromimportüberschuss. Die ecoSWITCH AG war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit dazu in der Lage, ihre vertraglichen Energielieferverpflichtungen an Endkunden und Weiterverteiler zu erfüllen. Die hohe Flexibilität und das schnelle Reaktionsvermögen unserer Organisation, sowie unser gut ausgebautes Risikomanagement haben uns geholfen, die aus dem Marktumfeld entstehenden Probleme zu meistern und das Geschäftsjahr 2023 sehr erfolgreich abzuschließen. Strommarkt Der durchschnittliche Preis für Stromlieferungen (Grundlastprodukt Base) am Spotmarkt der European Energy Exchange (EEX) lag 2023 mit 93,61 €/MWh rund 136,23 €/MWh deutlich unter dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Preis für ein MW Base 2023 lag mit 137,00 €/MWh rund 53,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die nachstehende Grafik zeigt: Ein-Jahres-Terminpreise am Strom-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnitt)
Gasmarkt Der durchschnittliche Spotmarktpreis zeigte sich im Jahr 2023 deutlich geringer als noch 2022. Dieser lag im Jahr 2023 im Schnitt bei 53,40 €/MWh. Durchschnittlich lag der Spotmarktpreis rund 54,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Bandlieferung für 2024 bewegte sich im Jahr 2023 in einer Spanne von 38,30 €/MWh bis 69,09 €/MWh bezogen auf die monatlichen Mittelwerte. Noch im Vorjahr waren die Preise für das Lieferjahr 2024 rund 64,35 €/MWh höher. Die nachstehende Grafik zeigt: Ein-Jahres-Terminpreise am Gas-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnittswert)
Geschäftsverlauf 2023 Der Eigenhandel mit Stromprodukten ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr mit einem Absatzvolumen von 204,19 GWh ist das Volumen auf 269,26 GWh gestiegen. Im Sonderkundenbereich wurden im Jahr 2023 insgesamt 136,61 GWh (Vorjahr 167,20 GWh), rund 30,59 GWh weniger verkauft. Das Stromgeschäft mit Tarifkunden ist ebenso wie das Stromgeschäft der Sondervertragskunden gesunken. Die Absatzmenge lag hier bei rund 19,49 GWh (Vorjahr 27,70 GWh). Der Stromabsatz an Weiterverteiler lag bei rund 129,84 GWh (Vorjahr 133,61 GWh). Der gesamte Stromabsatz lag im Berichtsjahr bei insgesamt 555,20 GWh. Damit liegt der Absatz etwas höher als der Vorjahreswert (532,70 GWh). Zwar ist der Stromabsatz an Sonderkunden im Vergleich zum Vorjahr gesunken, jedoch ist der Handel mit Strom im Berichtsjahr 2023 deutlich gestiegen. Der Gasabsatz lag im Bereich Handel bei 145,59 GWh. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 14,64 GWh. Der Vertriebsabsatz (276,49 GWh) ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 92,74 GWh deutlich gesunken. Im Bereich Weiterverteiler Gas (271,12 GWh) ist im Gegensatz zum Bereich Strom ein Anstieg zu Verzeichnen. Die Differenz zum Vorjahr beträgt rund 10,73 GWh. Der gesamte Gasabsatz lag im Berichtsjahr bei insgesamt 693,20 GWh (Vorjahr 760,57 GWh). Im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien konnten rund 152,36 GWh (Vorjahr 202,01 GWh) vermarktet werden. Diese stammen vorwiegend aus Windanlagen in der Region Hohenlohe.
Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr 2023 ohne Strom- und Energiesteuer bei insgesamt 185,2 Mio. € (Vorjahr 126,1 Mio. €). Damit wurden die für 2023 erwarteten Umsatzerlöse in Höhe von 146,8 Mio. € deutlich übertroffen. In den Umsatzerlösen enthalten waren Erlöse aus dem Stromgeschäft in Höhe von rund 113,0 Mio. € (Vorjahr 83,9 Mio. €) und Erlöse aus dem Gasgeschäft von rund 49,5 Mio. € (Vorjahr 40,6 Mio. €). Die Erlössteigerung im Geschäftsbereich Strom und Gas ist größtenteils auf erhöhte Umsätze in der Sparte der Weiterverteiler zurückzuführen. Die Erlöse aus dem Geschäftszweig Fernwärme betrugen rund 27,7 T€ (Vorjahr 116,3 T€). Die sonstigen Umsatzerlöse, welche für Dienstleitungen erzielt wurden, lagen bei rund 22,7 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €). Hintergrund für diesen Anstieg sind einerseits Erlöse aus Redispatch Dienstleistungen sowie andererseits hohe Erlöse aus Dienstleistungen für die ecoSWITCH Vertriebs GmbH. Mit Endkunden wurden Stromerlöse in Höhe von rund 29,8 Mio. € (Vorjahr 55,5 Mio. €), mit Weiterverteilern von rund 21,9 Mio. € (Vorjahr 10,1 Mio. €) erzielt. Beim Gasverkauf an Endkunden lagen die Erlöse bei rund 15,8 Mio. € (Vorjahr 22,6 Mio. €). Das Erlösvolumen beim Gashandel mit Weiterverteilern lag bei rund 20,0 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Handel mit Strom und Gas lagen bei rund 74,9 Mio. € (Vorjahr 25,9 Mio. €). Dies ist zurückzuführen auf einen hohen Anstieg der Umsatzerlöse im Arbitrage Handel der Direktvermarktung. Die sonstigen betrieblichen Erträge (348,2 T€) stammen zum großen Teil aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aperiodischen Erträgen im Bereich Gas (Vorjahr 315,4 T€). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 19,5 Mio. € auf 136,4 Mio. € in 2023 gestiegen. Dies ist zum Großteil zurückzuführen auf die höheren Energiebeschaffungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (1.565,5 T€) waren im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich niedriger als im Vorjahr (1.889,9 T€) und beinhalten im Wesentlichen Dienst- und Fremdleistungen, Vertriebsprovisionen, Prüfungs- und Beratungskosten, Forderungsverluste sowie die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder. Das Sinken der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zurückzuführen auf Mehrkosten für Heizöl im Vorjahr. Der Mehreinkauf von Heizöl war im Jahr 2023 nicht mehr nötig. Beschaffung Der Energieeinkauf erfolgte unverändert über die eigene Handelsabteilung im deutschen Markt. Ergebnis Das Unternehmen weist einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe 28,7 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) aus. Das Ergebnis liegt damit um rund 26,7 Mio. € über dem ursprünglich geplanten Unternehmensergebnis in Höhe von 2,0 Mio. €. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist mit 55,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 142,80 % angestiegen. Auf der Aktivseite zeigt sich eine Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 2,2 Mio. €. Die Forderungen gegen Aktionäre sind mit den Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären saldiert worden und betragen 4,8 Mio. €. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis saldiert. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese um 0,2 Mio. € erhöht. Das Bankguthaben ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 27,1 Mio. € gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf diverse Geldanlagen bei verschiedenen Banken. Das Anlagevermögen ist um 35,1 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auf der Passivseite erhöhten sich die Steuerrückstellungen um 11,1 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1,3 Mio. €. Diese Erhöhung ist größtenteils zurückzuführen auf eine hohe Rückstellung im Bereich der Leistungszulage sowie erhöhte Rückstellungen bei den Netznutzungsentgelten. Zudem wurde eine Rückstellung für die Preisbremsen in den Sparten Strom und Gas eingestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5,9 Mio. € und sind gegenüber dem Vorjahr um rund 24,66 % gesunken. Das bilanzielle Eigenkapital ist, aufgrund des sehr guten aktuellen Jahresergebnisses um 451,96 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die ecoSWITCH AG verfügt weiterhin über keinerlei Darlehen gegenüber Kreditinstituten oder andere längerfristige Verbindlichkeiten und strebt im Interesse der Liquiditätssicherung und des kontinuierlichen stetigen Wachstums auch in Zukunft an das Eigenkapital der Gesellschaft in kleinen Schritten zu erhöhen. Die Aufnahme von Darlehen (lang- und kurzfristig) ist situationsbedingt Thema, wenn sich wirtschaftlich sinnvolle Investitionen ergeben. Liquidität Trotz eines hohen Geschäftsvolumen und der damit verbundenen Geldbewegungen war die Liquidität des Unternehmens zu jeder Zeit des Jahres gewährleistet. Die Forderungen und die Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristige Positionen und betreffen vorwiegend den Energie Ein- und Verkauf des Monats Dezember und November. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Posten weitestgehend ausgeglichen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten enthält ausschließlich die Ausschüttung an die Aktionäre aus dem Ergebnis 2022 und beträgt -4,3 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 5,2 T€ und beinhaltet im Wesentlichen Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens. Der Finanzmittelfonds hat sich somit um 27,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt 34,1 Mio. €. Insgesamt war die Entwicklung im letzten Jahr sehr zufriedenstellend. Künftige Entwicklung des Unternehmens Das bisherige Kerngeschäft der ecoSWITCH AG ist der Energievertrieb, der Energiehandel und das deutlich ausgeweitete Leistungsspektrum der energienahen Dienstleistungen. Die Direktvermarktung von regenerativ erzeugtem Strom wurde im Jahr 2023 komplett über die im Jahr 2021 gegründete ecoSWITCH Vertriebs GmbH abgewickelt. Alleiniger Gesellschafter dieser ist die ecoSWITCH AG. Der Energiehandel, der Energievertrieb an Endkunden, die Belieferung von Weiterverteilern sowie der Bereich energienahe Dienstleistungen wurden im Jahr 2023 und werden auch weiterhin durch die ecoSWITCH AG abgewickelt. Eine intensive Beobachtung der technischen, organisatorischen und regulatorischen Rahmenbedingungen im Energiemarkt, der Preisentwicklung an den Handelsplätzen, sowie des marktbeeinflussenden Umfeldes, verbunden mit einem professionell betriebenen Prognose- und Entwicklungsmanagement, sind die Basis für ein weiterhin erfolgreiches Bestehen im Energiesektor. Hier setzt die ecoSWITCH AG im Verbund mit Ihrem Mutterunternehmen der Stadtwerke Crailsheim GmbH auf ein eigenes Team von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Entsprechende Prognosesysteme werden im Unternehmen seit vielen Jahren verwendet und erweitert. Für 2024 erwarten wir ein positives Ergebnis von 4,5 Mio. €. Hinter dem geplanten Umsatz von 79,6 Mio. € stehen ein Stromverkauf an Endkunden und Weiterverteiler, sowie Stromhandel von 355,6 GWh, sowie ein Gasverkauf von 635,8 GWh. Für die fortfolgenden Jahre ab 2025 erwarten wir ebenfalls positive Unternehmensergebnisse. Ziel ist weiterhin der nachhaltige Ausbau des Strom- und Gasabsatzes bei Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden sowie eine risikobewusste Stärkung der Handelsaktivitäten. Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Grundzüge des Steuerungs- und Überwachungssystems, die identifizierbaren Risikoarten sowie die eingesetzten Instrumente werden im Risikohandbuch der ecoSWITCH AG dokumentiert. Das Risikohandbuch enthält dabei umfassende Regeln für die Bezugsdeckung und den Handel. Wesentliche Grundsätze sind dabei:
Im Bereich des Energievertriebs wurde für die abgeschlossenen bzw. erwarteten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Aus den auf Basis der Jahresscheiben für die Jahre 2023 bis 2028 für Strom bzw. 2023 bis 2028 für Gas gebildeten Portfolien ergaben sich drohende Verluste in Höhe von 6.500,00 € (0,00 € im Strom und 6.500,00 € im Gas). Vor dem Hintergrund des aktuell immer noch anhaltenden Ukraine Krieges haben wir unser Risikomanagement im Bereich der betriebswirtschaftlichen Energieportfolien nochmals geschärft. Gleichzeitig erfolgt eine intensive Überwachung des Zahlungsverhaltens und der Bonität von großen Sondervertragskunden. Ausfallrisiken haben wir zudem über eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Die juristische und fachliche Begleitung beim Energiehandel ist durch kompetente Berater sichergestellt. Die Aufgaben des Risikomanagers sind u.a. die Bewertung von Kunden im Vorfeld der Angebotserstellung und Angebotsabgabe, Bonitätsprüfung, die Weiterentwicklung und Fortschreibung des bestehenden Risikohandbuches, die Überwachung und Aktualisierung des Vertragswesens, die Bewertung des Konzentrationsrisikos und sog. allgemeiner Risiken (Personal, Informationstechnologie etc.) sowie die Abwicklung der finanziellen Absicherung von Einkaufsmarktrisiken. Der implementierte Prozess zur Qualitätssicherung und -verbesserung sowie Analyse von Risiken entspricht den Zielen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Die Unternehmensstrategie orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Sonstige wesentliche Ereignisse Sonstige wesentliche Ereignisse haben sich während des Geschäftsjahres nicht ergeben. Der Vorstand ist der Auffassung, dass gegenwärtig keine konkreten Risiken erkennbar sind, die nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belasten und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Soweit einzelne nicht bestandsgefährdende Risiken bekannt sind, wurden diese durch entsprechende Vorsorge im Jahresabschluss berücksichtigt. Strategie und Chancen Strom- und Gasverkauf Zielgruppe sind Industriekunden aus energieintensiven Branchen, größere Gewerbekunden mit einer guten Benutzungsstruktur, Energiedienstleister und große Kettenkunden. Zum weiteren Kreis der Zielkunden gehören Stadtwerke sowie Betreiber industrieller und öffentlicher Heizkraftwerke. Dienstleistungen/Contracting Zur Sicherung und Ausweitung der Margen im Energiegeschäft werden den Kunden auch energienahe Dienstleistungen (bsp. Portfoliomanagement) sowie Contracting (Bau von Trafostationen, Blockheizkraftwerken und Energiemanagement) angeboten. Handel Den Schwerpunkt bildet unverändert der Handel mit "Standardprodukten" unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktbedingungen. Direktvermarktung Die Vermarktung von Grünstrom in Zusammenhang mit der Anreizschaffung des Gesetzgebers für Marktfähigkeit von EEG-Anlagen ermöglicht für die kurz- und mittelfristige Zukunft einen weiteren Ausbau des Leistungsspektrums der ecoSWITCH AG und Ihrer Beteiligungen. Durch die hier gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten können beim "klassischen" Geschäft der Stromversorgung von Endkunden hervorragend angewandt und weiterentwickelt werden und tragen zur Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kostensituation im Bereich der Ausgleichs- und Regelenergiekosten bei. Abhängigkeitserklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG Der Vorstand erklärt abschließend, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige, getroffene oder unterlassene Maßnahmen sowie eine Benachteiligung der Gesellschaft lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.
Crailsheim, 17. April 2024 Uwe Macharzenski, Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 20231. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft ist unter der Firma ecoSWITCH AG mit Sitz in Crailsheim im Handelsregister von Ulm unter HRB Nr. 671285 eingetragen. Die Gesellschaft wurde durch notariellen Vertrag vom 20. Juli 1999 gegründet und die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 09. November 1999. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung des Jahresabschlusses wurde nach den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB vorgenommen. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden nach der linearen Methode berechnet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert werden nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung entfallen sind. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerbilanzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Beteiligungen Die Beteiligungen an anderen Unternehmen sind in der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Nr. 11 HGB näher erläutert. Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 9,7 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (4,8 Mio. €) bestehen gegen die Gesellschaft Stadtwerke Crailsheim GmbH. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen die LEA Lean Energy Service GmbH 0,1 Mio. € (Vj. 70 T€) und der ecoVertriebs GmbH 0,8 Mio. € (Vj. 0 €). Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 5,3 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Zinserträgen, Forderungen gegen Weiterverteiler sowie debitorische Kreditoren. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 500.000,00 € und ist eingeteilt in 50.000 Stückaktien. Auf jede Stückaktie entfällt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 10,00 €. Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 543.994,66 € enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Leistungszulagen für Personal, Jahresabschlusskosten sowie erstmalig Rückstellungen für die Preisbremse in den Sparten Strom sowie Gas. Im Bereich des Energievertriebs wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs.3 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet. Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2023 bis 2028 für Strom bzw. 2023 bis 2028 für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich für beide Sparten keine Drohverlustrückstellungen. Lediglich im Vertriebsbereich wurde für drohende Verluste in den Sparten Strom und Gas eine Rückstellung in Höhe von 6.500 T€ gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Restlaufzeiten betragen:
4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Jahr 2023 348,2 T€ und sind somit etwas höher als im Vorjahr (315,4 T€). In diesen sind vor allem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 104,5 T€ (Vorjahr 106,4 T€) enthalten. Der Restbetrag ist größtenteils auf aperiodische Erträge im Bereich Gas in Höhe von 221,3 T€ (Vorjahr 0 T€) zurückzuführen. Materialaufwand In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für Kosten für die Direktvermarktung für frühere Jahre in Höhe von 758,3 T€ (Vorjahr 248,5 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen neben den üblichen Regelaufwendungen (Versicherungen, Sachkosten u. Ä.) im Wesentlichen die Gebühren sowie Mitgliedsbeiträge, EDV-Kosten, Kosten für Dienstleistungen, Vertriebsprovisionen, Prüfungs- und Beratungskosten sowie die Aufsichtsratsvergütung. Der Posten umfasst periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 457,7 T€ (Vorjahr 516,6 T€). Ertragsteuern Die Ertragsteuern (11,7 Mio. €) betreffen im Wesentlichen das laufende Jahr. Diese teilen sich in 6,1 Mio. € Körperschaftsteuer, 0,3 Mio. € Solidaritätszuschlag und 5,3 Mio. € Gewerbesteuern auf. 5. Ergänzende Angaben Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, von dem zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 29.222.733,79€ insgesamt 28,5 Mio. € auszuschütten. Vorstand der Gesellschaft ist Herr Uwe Macharzenski, Diplom-Betriebswirt (FH). Er vertritt die Gesellschaft allein. Ein Prokurist ist nur zusammen mit einem Vorstandmitglied vertretungsberechtigt. Für die Angabe der Vorstandsbezüge wurde die Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Mitteilungspflichtige Beteiligung gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Die Stadtwerke Crailsheim GmbH, mit Sitz in Crailsheim, hat uns gem. § 20 Abs. 1 AktG am 16. Juni 2008 mitgeteilt, dass sie mehr als ein Viertel der Aktien an unserer Gesellschaft hält. Die LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, mit Sitz in Berlin, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 AktG am 24. Mai 2012 mitgeteilt, dass sie mehr als ein Viertel der Aktien an unserer Gesellschaft hält. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Gesamthonoraraufwand
Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich zwölf Mitarbeiter/innen beschäftigt (Vorjahr 12). Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. Außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind, existieren nicht. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss hätten. Aufsichtsrat Herr Prof. Dr. Dieter Puchta, Berlin Geschäftsführender Gesellschafter, Vorsitzender des Aufsichtsrats Herr Harald Rilk, Crailsheim Erster Bürgermeister a.D. der Stadt Crailsheim, Austritt zum 31. Mai 2023 Frau Helga Hartleitner, Crailsheim Zahnarzthelferin Herr Michael Klunker, Crailsheim Geschäftsführer Herr Sebastian Klunker, Crailsheim kaufm. Angestellter Herr Franz Köberle, Crailsheim Gemeinderat Frau Uta Petersen, Berlin Diplom-Kauffrau Herr Dr. Stefan Röder, Iserlohn-Letmathe Geschäftsführer Herr Ulrich Wendt, Baden-Baden Oberbürgermeister a.D., Geschäftsführender Gesellschafter Herr Gerhard Neidlein, Crailsheim Vermessungstechniker, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Eintritt zum 01. Juni 2023 Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr rd. 56 T€. Anlagennachweis
Crailsheim, 17. April 2024 Uwe Macharzenski, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ecoSWITCH AG Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ecoSWITCH AG , Crailsheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ecoSWITCH AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus [ ]
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Stuttgart, 17. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Heller, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüferin BERICHT DES AUFSICHTSRATESDer Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit gemäß Gesetz und Satzung die ihm obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand der ecoSWITCH AG in der durch die Satzung vorgegebenen Form beratend begleitet und überwacht sowie sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig in Form von schriftlichen Berichten und mündlichen Erläuterungen über die Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen Begebenheiten und Vorhaben informiert. Gegenstand der Unterrichtungen und Informationen waren die wirtschaftliche Lage, Fragen der Weiterentwicklung der Geschäftsfelder, der Wettbewerbsstärkung, der Ertrags- und Aufwandsentwicklung sowie der Aktivitäten im Energiehandel. Die mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Wirtschaftsprüfer Ernst & Young, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat am 17.04.2023 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 322 HGB erteilt. In der Aufsichtsratssitzung am 07.05.2024 wurde der Bericht der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 behandelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hatten keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung empfohlen, dem Vorschlag des Vorstandes zum Jahresabschluss 2023 und zur Ausschüttung von 28,5 Mio.€ aus dem Bilanzgewinn 2023 zuzustimmen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ecoSWITCH AG für ihre im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit sowie ihren Einsatz Dank und Anerkennung aus.
Crailsheim, den 7. Mai 2023 ecoSWITCH AG - Der Aufsichtsrat - Prof. Dr. Dieter Puchta, Vorsitzender Der Bilanzgewinn in Höhe von 29.222.733,79 € wird mit einem Betrag von 28.500.000,00 € am 16.05.20234 an die Gesellschafter ausgeschüttet und mit 722.733,79 € auf neue Rechnung vorgetragen. Dies wurde am 07.05.2024 durch die Hauptversammlung beschlossen. |
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