Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 671285
Eingetragen
9.11.1999
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätshandelWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Handel mit Energie einschließlich Besorgung von Durchleitungsrechten, Übernahme von Energiedienstleistungen und Energiemanagement für seine Gesellschafter und Dritte. Alle Geschäfte und Tätigkeiten der Gesellschaft erfolgen primär für die Gesellschafter selbst.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Hörner
seit 23.4.2026
Prokura
Thomas Walter Hufnagl
seit 3.12.2025
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ecoSWITCH AG

Crailsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Darstellung der Gesellschaft

Die ecoSWITCH AG , Crailsheim, ist ein Unternehmen am deutschen Energiemarkt. Es wurde 1999 gegründet. Die größten Anteilseigner sind aktuell die Stadtwerke Crailsheim GmbH, Crailsheim, und die LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, Berlin.

Ziel des Unternehmens ist der Auf- und Ausbau der überregionalen Energieversorgung in den Segmenten Endkunden und Weiterverteiler. Durch eine Bündelung von Kräften und die Nutzung von Synergien gelingt es der ecoSWITCH AG , eine stetig wachsende Anzahl an Gewerbe- und Industriekunden mit maßgeschneiderten Strom- und Gasprodukten sowie wertvollen Energiedienstleistungen zu versorgen.

Historie:

Die ecoSWITCH AG wurde 1999 als gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Crailsheim GmbH und der schweizerischen Alpiq Holding AG, Lausanne, (vormals ATEL) gegründet. Die Gründung der Gesellschaft diente der Markterweiterung der Stadtwerke Crailsheim GmbH und der Alpiq Energie Deutschland GmbH, Berlin, außerhalb ihrer zum Gründungszeitpunkt bestehenden Marktgebiete in Deutschland. Nachdem sich die schweizerische Alpiq aus strategischen Gründen aus Deutschland zurückgezogen hat, wurden deren Gesellschaftsanteil von der LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, Berlin, übernommen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im 4. Quartal 2023 leicht gesunken. Im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres ist eine preisbereinigte Stagnation um 0,4 % zu verzeichnen. Aufgrund des im Vergleich zu den Vorquartalen stark stagnierten 4. Quartals, wird im Jahr 2024 nur noch mit einem geringen Wirtschaftswachstum (0,2%) gerechnet.

Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich stabilisiert und zeigte sich sehr robust. Zusätzliche Gaslieferungen aus Westeuropa und zuverlässige LNG-Importe sorgten für eine gesicherte Gasversorgung. Seit Beginn 2023 sanken die Energiepreise wieder, liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau. 2023 stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Sowohl die Stromerzeugung als auch der Stromverbrauch waren rückläufig. Günstigere Erzeugungsoptionen im Ausland führten zu einem Stromimportüberschuss.

Die ecoSWITCH AG war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit dazu in der Lage, ihre vertraglichen Energielieferverpflichtungen an Endkunden und Weiterverteiler zu erfüllen. Die hohe Flexibilität und das schnelle Reaktionsvermögen unserer Organisation, sowie unser gut ausgebautes Risikomanagement haben uns geholfen, die aus dem Marktumfeld entstehenden Probleme zu meistern und das Geschäftsjahr 2023 sehr erfolgreich abzuschließen.

Strommarkt

Der durchschnittliche Preis für Stromlieferungen (Grundlastprodukt Base) am Spotmarkt der European Energy Exchange (EEX) lag 2023 mit 93,61 €/MWh rund 136,23 €/MWh deutlich unter dem Vorjahreswert.

Der durchschnittliche Preis für ein MW Base 2023 lag mit 137,00 €/MWh rund 53,7 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Die nachstehende Grafik zeigt:

Ein-Jahres-Terminpreise am Strom-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnitt)

Gasmarkt

Der durchschnittliche Spotmarktpreis zeigte sich im Jahr 2023 deutlich geringer als noch 2022. Dieser lag im Jahr 2023 im Schnitt bei 53,40 €/MWh. Durchschnittlich lag der Spotmarktpreis rund 54,6 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Bandlieferung für 2024 bewegte sich im Jahr 2023 in einer Spanne von 38,30 €/MWh bis 69,09 €/MWh bezogen auf die monatlichen Mittelwerte. Noch im Vorjahr waren die Preise für das Lieferjahr 2024 rund 64,35 €/MWh höher.

Die nachstehende Grafik zeigt:

Ein-Jahres-Terminpreise am Gas-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnittswert)

Geschäftsverlauf 2023

Der Eigenhandel mit Stromprodukten ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr mit einem Absatzvolumen von 204,19 GWh ist das Volumen auf 269,26 GWh gestiegen. Im Sonderkundenbereich wurden im Jahr 2023 insgesamt 136,61 GWh (Vorjahr 167,20 GWh), rund 30,59 GWh weniger verkauft.

Das Stromgeschäft mit Tarifkunden ist ebenso wie das Stromgeschäft der Sondervertragskunden gesunken. Die Absatzmenge lag hier bei rund 19,49 GWh (Vorjahr 27,70 GWh).

Der Stromabsatz an Weiterverteiler lag bei rund 129,84 GWh (Vorjahr 133,61 GWh).

Der gesamte Stromabsatz lag im Berichtsjahr bei insgesamt 555,20 GWh. Damit liegt der Absatz etwas höher als der Vorjahreswert (532,70 GWh). Zwar ist der Stromabsatz an Sonderkunden im Vergleich zum Vorjahr gesunken, jedoch ist der Handel mit Strom im Berichtsjahr 2023 deutlich gestiegen.

Der Gasabsatz lag im Bereich Handel bei 145,59 GWh. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 14,64 GWh. Der Vertriebsabsatz (276,49 GWh) ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 92,74 GWh deutlich gesunken. Im Bereich Weiterverteiler Gas (271,12 GWh) ist im Gegensatz zum Bereich Strom ein Anstieg zu Verzeichnen. Die Differenz zum Vorjahr beträgt rund 10,73 GWh.

Der gesamte Gasabsatz lag im Berichtsjahr bei insgesamt 693,20 GWh (Vorjahr 760,57 GWh).

Im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien konnten rund 152,36 GWh (Vorjahr 202,01 GWh) vermarktet werden. Diese stammen vorwiegend aus Windanlagen in der Region Hohenlohe.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr 2023 ohne Strom- und Energiesteuer bei insgesamt 185,2 Mio. € (Vorjahr 126,1 Mio. €). Damit wurden die für 2023 erwarteten Umsatzerlöse in Höhe von 146,8 Mio. € deutlich übertroffen. In den Umsatzerlösen enthalten waren Erlöse aus dem Stromgeschäft in Höhe von rund 113,0 Mio. € (Vorjahr 83,9 Mio. €) und Erlöse aus dem Gasgeschäft von rund 49,5 Mio. € (Vorjahr 40,6 Mio. €). Die Erlössteigerung im Geschäftsbereich Strom und Gas ist größtenteils auf erhöhte Umsätze in der Sparte der Weiterverteiler zurückzuführen. Die Erlöse aus dem Geschäftszweig Fernwärme betrugen rund 27,7 T€ (Vorjahr 116,3 T€). Die sonstigen Umsatzerlöse, welche für Dienstleitungen erzielt wurden, lagen bei rund 22,7 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €). Hintergrund für diesen Anstieg sind einerseits Erlöse aus Redispatch Dienstleistungen sowie andererseits hohe Erlöse aus Dienstleistungen für die ecoSWITCH Vertriebs GmbH.

Mit Endkunden wurden Stromerlöse in Höhe von rund 29,8 Mio. € (Vorjahr 55,5 Mio. €), mit Weiterverteilern von rund 21,9 Mio. € (Vorjahr 10,1 Mio. €) erzielt.

Beim Gasverkauf an Endkunden lagen die Erlöse bei rund 15,8 Mio. € (Vorjahr 22,6 Mio. €). Das Erlösvolumen beim Gashandel mit Weiterverteilern lag bei rund 20,0 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €).

Die Umsatzerlöse im Handel mit Strom und Gas lagen bei rund 74,9 Mio. € (Vorjahr 25,9 Mio. €). Dies ist zurückzuführen auf einen hohen Anstieg der Umsatzerlöse im Arbitrage Handel der Direktvermarktung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (348,2 T€) stammen zum großen Teil aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aperiodischen Erträgen im Bereich Gas (Vorjahr 315,4 T€).

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 19,5 Mio. € auf 136,4 Mio. € in 2023 gestiegen. Dies ist zum Großteil zurückzuführen auf die höheren Energiebeschaffungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (1.565,5 T€) waren im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich niedriger als im Vorjahr (1.889,9 T€) und beinhalten im Wesentlichen Dienst- und Fremdleistungen, Vertriebsprovisionen, Prüfungs- und Beratungskosten, Forderungsverluste sowie die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder. Das Sinken der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zurückzuführen auf Mehrkosten für Heizöl im Vorjahr. Der Mehreinkauf von Heizöl war im Jahr 2023 nicht mehr nötig.

Beschaffung

Der Energieeinkauf erfolgte unverändert über die eigene Handelsabteilung im deutschen Markt.

Ergebnis

Das Unternehmen weist einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe 28,7 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) aus. Das Ergebnis liegt damit um rund 26,7 Mio. € über dem ursprünglich geplanten Unternehmensergebnis in Höhe von 2,0 Mio. €.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 55,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 142,80 % angestiegen. Auf der Aktivseite zeigt sich eine Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 2,2 Mio. €. Die Forderungen gegen Aktionäre sind mit den Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären saldiert worden und betragen 4,8 Mio. €. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis saldiert. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese um 0,2 Mio. € erhöht. Das Bankguthaben ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 27,1 Mio. € gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf diverse Geldanlagen bei verschiedenen Banken.

Das Anlagevermögen ist um 35,1 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Steuerrückstellungen um 11,1 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1,3 Mio. €. Diese Erhöhung ist größtenteils zurückzuführen auf eine hohe Rückstellung im Bereich der Leistungszulage sowie erhöhte Rückstellungen bei den Netznutzungsentgelten. Zudem wurde eine Rückstellung für die Preisbremsen in den Sparten Strom und Gas eingestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5,9 Mio. € und sind gegenüber dem Vorjahr um rund 24,66 % gesunken. Das bilanzielle Eigenkapital ist, aufgrund des sehr guten aktuellen Jahresergebnisses um 451,96 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die ecoSWITCH AG verfügt weiterhin über keinerlei Darlehen gegenüber Kreditinstituten oder andere längerfristige Verbindlichkeiten und strebt im Interesse der Liquiditätssicherung und des kontinuierlichen stetigen Wachstums auch in Zukunft an das Eigenkapital der Gesellschaft in kleinen Schritten zu erhöhen. Die Aufnahme von Darlehen (lang- und kurzfristig) ist situationsbedingt Thema, wenn sich wirtschaftlich sinnvolle Investitionen ergeben.

Liquidität

Trotz eines hohen Geschäftsvolumen und der damit verbundenen Geldbewegungen war die Liquidität des Unternehmens zu jeder Zeit des Jahres gewährleistet.

Die Forderungen und die Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristige Positionen und betreffen vorwiegend den Energie Ein- und Verkauf des Monats Dezember und November. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Posten weitestgehend ausgeglichen.

2023
EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 28.678.739,13
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.917,10
Zunahme (+) der Rückstellungen 12.359.324,45
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 10.482,00
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -5.577.961,53
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -4.088.755,64
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 31.411.745,51
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -794,10
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 6.000,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 5.205,90
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) an Aktionäre -4.300.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.300.000,00
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 27.116.951,41
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.010.599,72
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.127.551,13
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 34.127.551,13
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.127.551,13

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten enthält ausschließlich die Ausschüttung an die Aktionäre aus dem Ergebnis 2022 und beträgt -4,3 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 5,2 T€ und beinhaltet im Wesentlichen Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens.

Der Finanzmittelfonds hat sich somit um 27,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt 34,1 Mio. €. Insgesamt war die Entwicklung im letzten Jahr sehr zufriedenstellend.

Künftige Entwicklung des Unternehmens

Das bisherige Kerngeschäft der ecoSWITCH AG ist der Energievertrieb, der Energiehandel und das deutlich ausgeweitete Leistungsspektrum der energienahen Dienstleistungen.

Die Direktvermarktung von regenerativ erzeugtem Strom wurde im Jahr 2023 komplett über die im Jahr 2021 gegründete ecoSWITCH Vertriebs GmbH abgewickelt. Alleiniger Gesellschafter dieser ist die ecoSWITCH AG. Der Energiehandel, der Energievertrieb an Endkunden, die Belieferung von Weiterverteilern sowie der Bereich energienahe Dienstleistungen wurden im Jahr 2023 und werden auch weiterhin durch die ecoSWITCH AG abgewickelt.

Eine intensive Beobachtung der technischen, organisatorischen und regulatorischen Rahmenbedingungen im Energiemarkt, der Preisentwicklung an den Handelsplätzen, sowie des marktbeeinflussenden Umfeldes, verbunden mit einem professionell betriebenen Prognose- und Entwicklungsmanagement, sind die Basis für ein weiterhin erfolgreiches Bestehen im Energiesektor.

Hier setzt die ecoSWITCH AG im Verbund mit Ihrem Mutterunternehmen der Stadtwerke Crailsheim GmbH auf ein eigenes Team von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Entsprechende Prognosesysteme werden im Unternehmen seit vielen Jahren verwendet und erweitert.

Für 2024 erwarten wir ein positives Ergebnis von 4,5 Mio. €. Hinter dem geplanten Umsatz von 79,6 Mio. € stehen ein Stromverkauf an Endkunden und Weiterverteiler, sowie Stromhandel von 355,6 GWh, sowie ein Gasverkauf von 635,8 GWh.

Für die fortfolgenden Jahre ab 2025 erwarten wir ebenfalls positive Unternehmensergebnisse. Ziel ist weiterhin der nachhaltige Ausbau des Strom- und Gasabsatzes bei Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden sowie eine risikobewusste Stärkung der Handelsaktivitäten.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Grundzüge des Steuerungs- und Überwachungssystems, die identifizierbaren Risikoarten sowie die eingesetzten Instrumente werden im Risikohandbuch der ecoSWITCH AG dokumentiert. Das Risikohandbuch enthält dabei umfassende Regeln für die Bezugsdeckung und den Handel.

Wesentliche Grundsätze sind dabei:

Zeitnaher Einkauf und Verkauf zur Ausschaltung von unkalkulierbaren Preisrisiken;

Regelmäßiger Abgleich des Bezugs-/ Absatzportfolios;

Feste Preis- und Mengenlimits im Börsenhandel für den Eigenbedarf;

Begrenzung der offenen Positionen in der Bedarfsdeckung;

Vier-Augen-Prinzip bei Rechnungskontrolle und bei Finanztransaktionen;

Tägliche unabhängige Plausibilitäts-Kontrolle der per E-Mail verschickten Stromliefer-Fahrpläne;

Implementierung von technischen Sicherungs- und Backup-Systemen für die Leitwartenrechner, den Energiehandel und den Fahrplanversand inkl. Erstellung von Notfallroutinen;

Bonitätsprüfung/-überwachung von Sondervertragskunden mit einer Liefermenge im Strom größer 100 MWh, im Gas größer 1,5 GWh.

Im Bereich des Energievertriebs wurde für die abgeschlossenen bzw. erwarteten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Aus den auf Basis der Jahresscheiben für die Jahre 2023 bis 2028 für Strom bzw. 2023 bis 2028 für Gas gebildeten Portfolien ergaben sich drohende Verluste in Höhe von 6.500,00 € (0,00 € im Strom und 6.500,00 € im Gas).

Vor dem Hintergrund des aktuell immer noch anhaltenden Ukraine Krieges haben wir unser Risikomanagement im Bereich der betriebswirtschaftlichen Energieportfolien nochmals geschärft. Gleichzeitig erfolgt eine intensive Überwachung des Zahlungsverhaltens und der Bonität von großen Sondervertragskunden. Ausfallrisiken haben wir zudem über eine Warenkreditversicherung abgedeckt.

Die juristische und fachliche Begleitung beim Energiehandel ist durch kompetente Berater sichergestellt. Die Aufgaben des Risikomanagers sind u.a. die Bewertung von Kunden im Vorfeld der Angebotserstellung und Angebotsabgabe, Bonitätsprüfung, die Weiterentwicklung und Fortschreibung des bestehenden Risikohandbuches, die Überwachung und Aktualisierung des Vertragswesens, die Bewertung des Konzentrationsrisikos und sog. allgemeiner Risiken (Personal, Informationstechnologie etc.) sowie die Abwicklung der finanziellen Absicherung von Einkaufsmarktrisiken.

Der implementierte Prozess zur Qualitätssicherung und -verbesserung sowie Analyse von Risiken entspricht den Zielen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG).

Die Unternehmensstrategie orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern.

Sonstige wesentliche Ereignisse

Sonstige wesentliche Ereignisse haben sich während des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Der Vorstand ist der Auffassung, dass gegenwärtig keine konkreten Risiken erkennbar sind, die nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belasten und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Soweit einzelne nicht bestandsgefährdende Risiken bekannt sind, wurden diese durch entsprechende Vorsorge im Jahresabschluss berücksichtigt.

Strategie und Chancen

Strom- und Gasverkauf

Zielgruppe sind Industriekunden aus energieintensiven Branchen, größere Gewerbekunden mit einer guten Benutzungsstruktur, Energiedienstleister und große Kettenkunden. Zum weiteren Kreis der Zielkunden gehören Stadtwerke sowie Betreiber industrieller und öffentlicher Heizkraftwerke.

Dienstleistungen/Contracting

Zur Sicherung und Ausweitung der Margen im Energiegeschäft werden den Kunden auch energienahe Dienstleistungen (bsp. Portfoliomanagement) sowie Contracting (Bau von Trafostationen, Blockheizkraftwerken und Energiemanagement) angeboten.

Handel

Den Schwerpunkt bildet unverändert der Handel mit "Standardprodukten" unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktbedingungen.

Direktvermarktung

Die Vermarktung von Grünstrom in Zusammenhang mit der Anreizschaffung des Gesetzgebers für Marktfähigkeit von EEG-Anlagen ermöglicht für die kurz- und mittelfristige Zukunft einen weiteren Ausbau des Leistungsspektrums der ecoSWITCH AG und Ihrer Beteiligungen. Durch die hier gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten können beim "klassischen" Geschäft der Stromversorgung von Endkunden hervorragend angewandt und weiterentwickelt werden und tragen zur Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kostensituation im Bereich der Ausgleichs- und Regelenergiekosten bei.

Abhängigkeitserklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG

Der Vorstand erklärt abschließend, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.

Berichtspflichtige, getroffene oder unterlassene Maßnahmen sowie eine Benachteiligung der Gesellschaft lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

 

Crailsheim, 17. April 2024

Uwe Macharzenski, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 24.366,00 27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 160.993,00 178
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.289,00 48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 350.898,65 357
575.546,65 610
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.735.706,30 11.914
2. Forderungen gegen Aktionäre 4.825.617,67 0
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 934.929,63 765
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.331.248,09 2.519
20.827.501,69 15.198
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 34.127.551,13 7.011
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 51
55.530.599,47 22.871

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 500.000,00 500
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 50.000,00 50
III. Bilanzgewinn 29.222.733,79 4.844
29.772.733,79 5.394
B. Sonderposten für empfangene Ertragszuschüsse 14.586,00 4
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 12.239.868,00 1.155
2. Sonstige Rückstellungen 2.127.086,97 852
14.366.954,97 2.007
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.916.736,87 7.854
2. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären 0,00 97
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.374.950,94 7.463
11.291.687,81 15.414
E. Rechnungsabgrenzungsposten 84.636,90 51
55.530.599,47 22.871

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 185.189.524,56 126.064
2. Sonstige betriebliche Erträge 348.185,64 315
185.537.710,20 126.379
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 135.823.351,61 116.136
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 608.830,63 824
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.630.120,62 1.370
b) Soziale Abgaben 13.411,82 17
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.917,10 28
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.565.496,14 1.890
145.671.127,92 120.265
7. Erträge aus Beteiligungen 10.200,00 4
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 500.393,53 3
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.892,69 0
506.700,84 7
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.693.810,99 1.761
11. Ergebnis nach Steuern 28.679.472,13 4.360
12. Sonstige Steuern 733,00 1
13. Jahresüberschuss 28.678.739,13 4.359
14. Gewinnvortrag 543.994,66 485
15. Bilanzgewinn 29.222.733,79 4.844

Anhang für 2023

1. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft ist unter der Firma ecoSWITCH AG mit Sitz in Crailsheim im Handelsregister von Ulm unter HRB Nr. 671285 eingetragen.

Die Gesellschaft wurde durch notariellen Vertrag vom 20. Juli 1999 gegründet und die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 09. November 1999.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses wurde nach den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB vorgenommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden nach der linearen Methode berechnet.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert werden nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung entfallen sind.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerbilanzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Beteiligungen

Die Beteiligungen an anderen Unternehmen sind in der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Nr. 11 HGB näher erläutert.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 31.12.2023
% T€ T€
Spotico AG 50 63,3 -1,7 1
ecoSWITCH Vertriebs GmbH 100 130,9 23,4
LEA Lean Energy Service GmbH 38 47,7 -27,5 1

1 Es handelt sich hierbei um ein vorläufiges Ergebnis. Der Jahresabschluss wurde noch nicht von der Gesellschafterversammlung bestätigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 9,7 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (4,8 Mio. €) bestehen gegen die Gesellschaft Stadtwerke Crailsheim GmbH.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen die LEA Lean Energy Service GmbH 0,1 Mio. € (Vj. 70 T€) und der ecoVertriebs GmbH 0,8 Mio. € (Vj. 0 €).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 5,3 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Zinserträgen, Forderungen gegen Weiterverteiler sowie debitorische Kreditoren.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 500.000,00 € und ist eingeteilt in 50.000 Stückaktien. Auf jede Stückaktie entfällt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 10,00 €.

Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 543.994,66 € enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Leistungszulagen für Personal, Jahresabschlusskosten sowie erstmalig Rückstellungen für die Preisbremse in den Sparten Strom sowie Gas.

Im Bereich des Energievertriebs wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs.3 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet.

Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2023 bis 2028 für Strom bzw. 2023 bis 2028 für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich für beide Sparten keine Drohverlustrückstellungen. Lediglich im Vertriebsbereich wurde für drohende Verluste in den Sparten Strom und Gas eine Rückstellung in Höhe von 6.500 T€ gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Restlaufzeiten betragen:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren Insgesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.916.736,87 € 0,00 € 0,00 € 5.916.736,87 €
(Vorjahr) (7.853.564,44 €) (0,00 €) (0,00 €) (7.853.564,44 €)
Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) (97.078,39 €) (0,00 €) (0,00 €) (97.078,38 €)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.374.950,94 € 0,00 € 0,00 € 5.374.950,94 €
(Vorjahr) (7.462.980,77 €) (0,00 €) (0,00 €) (7.462.980,77 €)
davon aus Steuern: 0,00 €
(Vorjahr: 167.629,42 €)
11.291.687,81 € 0,00 € 0,00 € 11.291.687,81 €
(Vorjahr) (15.413.623,59 €) (0,00 €) (0,00 €) (15.413.623,59 €)

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
Strom 112.999.240,70 83.906.774,72
Davon periodenfremd 1.378.497,82 66.755,51
Gas 49.503.212,90 40.559.699,54
Davon periodenfremd 303.338,09 0,00
Fernwärme 27.708,43 116.292,07
Sonstiges 22.659.362,53 1.481.046,64
185.189.524,56 126.063.812,97

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Jahr 2023 348,2 T€ und sind somit etwas höher als im Vorjahr (315,4 T€).

In diesen sind vor allem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 104,5 T€ (Vorjahr 106,4 T€) enthalten. Der Restbetrag ist größtenteils auf aperiodische Erträge im Bereich Gas in Höhe von 221,3 T€ (Vorjahr 0 T€) zurückzuführen.

Materialaufwand

In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für Kosten für die Direktvermarktung für frühere Jahre in Höhe von 758,3 T€ (Vorjahr 248,5 T€) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen neben den üblichen Regelaufwendungen (Versicherungen, Sachkosten u. Ä.) im Wesentlichen die Gebühren sowie Mitgliedsbeiträge, EDV-Kosten, Kosten für Dienstleistungen, Vertriebsprovisionen, Prüfungs- und Beratungskosten sowie die Aufsichtsratsvergütung. Der Posten umfasst periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 457,7 T€ (Vorjahr 516,6 T€).

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern (11,7 Mio. €) betreffen im Wesentlichen das laufende Jahr. Diese teilen sich in 6,1 Mio. € Körperschaftsteuer, 0,3 Mio. € Solidaritätszuschlag und 5,3 Mio. € Gewerbesteuern auf.

5. Ergänzende Angaben

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, von dem zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 29.222.733,79€ insgesamt 28,5 Mio. € auszuschütten.

Vorstand der Gesellschaft ist Herr Uwe Macharzenski, Diplom-Betriebswirt (FH). Er vertritt die Gesellschaft allein. Ein Prokurist ist nur zusammen mit einem Vorstandmitglied vertretungsberechtigt.

Für die Angabe der Vorstandsbezüge wurde die Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mitteilungspflichtige Beteiligung gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Stadtwerke Crailsheim GmbH, mit Sitz in Crailsheim, hat uns gem. § 20 Abs. 1 AktG am 16. Juni 2008 mitgeteilt, dass sie mehr als ein Viertel der Aktien an unserer Gesellschaft hält.

Die LEA Lean Energy Agency GmbH & Co. KG, mit Sitz in Berlin, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 AktG am 24. Mai 2012 mitgeteilt, dass sie mehr als ein Viertel der Aktien an unserer Gesellschaft hält.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Gesamthonoraraufwand

T €
Abschlussprüfungsleistungen 35
Steuerberatungsleistungen 12
Sonstige Leistungen 14
61

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich zwölf Mitarbeiter/innen beschäftigt (Vorjahr 12).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.

Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind, existieren nicht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss hätten.

Aufsichtsrat

Herr Prof. Dr. Dieter Puchta, Berlin

Geschäftsführender Gesellschafter, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Harald Rilk, Crailsheim

Erster Bürgermeister a.D. der Stadt Crailsheim, Austritt zum 31. Mai 2023

Frau Helga Hartleitner, Crailsheim

Zahnarzthelferin

Herr Michael Klunker, Crailsheim

Geschäftsführer

Herr Sebastian Klunker, Crailsheim

kaufm. Angestellter

Herr Franz Köberle, Crailsheim

Gemeinderat

Frau Uta Petersen, Berlin

Diplom-Kauffrau

Herr Dr. Stefan Röder, Iserlohn-Letmathe

Geschäftsführer

Herr Ulrich Wendt, Baden-Baden

Oberbürgermeister a.D., Geschäftsführender Gesellschafter

Herr Gerhard Neidlein, Crailsheim

Vermessungstechniker, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Eintritt zum 01. Juni 2023

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr rd. 56 T€.

Anlagennachweis

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in €
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 304.856,56 0,00 0,00 304.856,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen u.Maschinen 254.201,33 0,00 0,00 254.201,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.228,01 794,10 0,00 80.022,11
333.429,34 794,10 0,00 334.223,44
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 408.398,65 0,00 6.000,00 402.398,65
Summe Anlagevermögen 1.046.684,55 794,10 6.000,00 1.041.478,65
Abschreibungen in €
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 277.477,56 3.013,00 0,00 280.490,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen u. Maschinen 76.261,33 16.947,00 0,00 93.208,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.776,01 9.957,10 0,00 40.733,11
107.037,34 26.904,10 0,00 133.941,44
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 51.500,00 0,00 0,00 51.500,00
Summe Anlagevermögen 436.014,90 29.917,10 0,00 465.932,00
Restbuchwerte in €
zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 24.366,00 27.379,00
II. Sachanlagen 200.282,00 226.392,00
1. Technische Anlagen u.Maschinen 160.993,00 177.940,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.289,00 48.452,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 350.898,65 356.898,65
Summe Anlagevermögen 575.546,65 610.669,65

 

Crailsheim, 17. April 2024

Uwe Macharzenski, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ecoSWITCH AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ecoSWITCH AG , Crailsheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ecoSWITCH AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus [ ]

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; [?]

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; [?]

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Stuttgart, 17. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heller, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüferin

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit gemäß Gesetz und Satzung die ihm obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand der ecoSWITCH AG in der durch die Satzung vorgegebenen Form beratend begleitet und überwacht sowie sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig in Form von schriftlichen Berichten und mündlichen Erläuterungen über die Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen Begebenheiten und Vorhaben informiert. Gegenstand der Unterrichtungen und Informationen waren die wirtschaftliche Lage, Fragen der Weiterentwicklung der Geschäftsfelder, der Wettbewerbsstärkung, der Ertrags- und Aufwandsentwicklung sowie der Aktivitäten im Energiehandel.

Die mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Wirtschaftsprüfer Ernst & Young, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat am 17.04.2023 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 322 HGB erteilt. In der Aufsichtsratssitzung am 07.05.2024 wurde der Bericht der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 behandelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hatten keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung empfohlen, dem Vorschlag des Vorstandes zum Jahresabschluss 2023 und zur Ausschüttung von 28,5 Mio.€ aus dem Bilanzgewinn 2023 zuzustimmen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ecoSWITCH AG für ihre im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit sowie ihren Einsatz Dank und Anerkennung aus.

 

Crailsheim, den 7. Mai 2023

ecoSWITCH AG

- Der Aufsichtsrat -

Prof. Dr. Dieter Puchta, Vorsitzender

Der Bilanzgewinn in Höhe von 29.222.733,79 € wird mit einem Betrag von 28.500.000,00 € am 16.05.20234 an die Gesellschafter ausgeschüttet und mit 722.733,79 € auf neue Rechnung vorgetragen.

Dies wurde am 07.05.2024 durch die Hauptversammlung beschlossen.

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