H. Leiter Freienbrink Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Juliane Gürtler seit 17.4.2025 | Prokura |
Olga Borgfeldt seit 17.4.2025 | Prokura |
Michael Keiner seit 11.3.2019 | Geschäftsführer |
Thomas Leiter seit 1.3.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
| 26.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
H. Leiter GmbHWerra-Suhl-TalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft I. Beschreibung des Geschäftsmodells Die H. Leiter GmbH ist seit über 30 Jahren im Leergutmanagement tätig und sortiert Leergut sortenrein zur richtigen Zeit und am gewünschten Abfüllstandort. Die H. Leiter GmbH ist Dienstleister für eine leistungsfähige und marktorientierte Leergutlogistik nach dem Mehrwegprinzip. Wir bieten vollautomatische Inhouse-Sortierungen an verschiedenen Brauereistandorten und GFGH-Standorten an. Am Stammsitz in Werra-Suhl-Tal, OT Berka/Werra (Thüringen), erbringen wir die Dienstleistung der Flaschenfeinsortierungen von Standard- und Individual-Mehrwegpfandflaschen aller Arten mit modernen Flaschenfeinsortieranlagen im Herzen Deutschlands. Dieses Leergut wird von hier aus in den deutschen und europäischen Raum distribuiert. Mit der 2013 installierten und mehrfach modifizierten, vollautomatischen Flaschensortieranlage in Werra-Suhl-Tal, OT Berka/Werra, und den Sortieranlagen an den weiteren Standorten können täglich mehr als 340.000 Kästen sortenrein sortiert werden, was eine hohe Umlaufgeschwindigkeit mit sich bringt. Dabei sind die Sortieranlagen auch in der Lage, die mehr als 150 verschiedenen Flaschenformen zu erkennen. Mit einem engmaschigen Lagernetz und der eigenen LKW-Flotte wird eine zeitnahe Zustellung bzw. Abholung gewährleistet. Mit dem Firmensitz in Werra-Suhl-Tal, OT Berka/Werra, mitten in Deutschland und sieben Niederlassungen in der Nähe unserer Partner setzen wir das Prinzip der kurzen Wege konsequent um. Für unsere norddeutschen Kunden unterhalten wir die Standorte in Werra-Suhl-Tal, OT Berka/Werra, im Osten Deutschlands findet man uns in Bad Köstritz, Gotha und Wernesgrün. Im Süden sind wir in München präsent und unsere Kunden im Ruhrgebiet, im Westen und Südwesten beliefern wir von Hamminkeln, Dortmund und Wenden. So können nicht nur die Lieferzeiten entscheidend verkürzt, sondern auch der CO 2 -Ausstoß minimiert werden. II. Ziele und Strategien Ein vorrangiges Ziel der Gesellschaft ist es, die Komplexität des deutschen Mehrwegsystems im Teilbereich der Leergutlogistik und Leergutsortierung ökonomisch und ökologisch für die Marktteilnehmer darzustellen und Lösungen für die steigenden Herausforderungen anzubieten. Besonderes Augenmerk zur Erfüllung dieses Zieles legen wir dabei auf die Optimierung der Supply Chain und der Erhöhung des Automatisierungsgrades der Sortieranlagen. Die Steuerung der Leergutströme und der Leerguttransporte unter Berücksichtigung der Sortierkapazitäten und der Leergutzusammensetzungen und -veränderungen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Gesellschaft. Darstellung des Steuerungssystems Zur internen Steuerung des Unternehmens dienen der Geschäftsleitung nachfolgende Kennzahlen (nähere Erläuterung dieser Kennzahlen vgl. Kapitel IV.I):
Die Entwicklung der Umsatzerlöse wird im Wesentlichen in die Geschäftstätigkeitsbereiche der Inhouse-Sortierungen und der Handelsstandorte aufgegliedert. Die Basis der Umsatzerlöse der Inhouse-Sortieranlagen bilden Mehrjahresverträge mit Mengengarantien und Preisanpassungen oder turnusgemäßen Jahresgesprächen. Mittels Jahreskontrakten werden die Ein- und Verkaufspreise bei einem Großteil der Kunden festgelegt. Die Materialaufwandsquote bezieht sich auf die Betriebsleistung 1 der H. Leiter GmbH. In Handelsgeschäften ist das Betriebsergebnis (EBIT) eine wesentliche Kennzahl. Der Brutto-Cash-Flow setzt sich aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen zusammen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist an erster Stelle die Arbeitskräftesituation zu nennen, welche maßgeblich durch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geprägt ist. Das Thema Arbeitnehmersicherung und Akquirieren von Fach- und Führungskräften ist in den letzten Jahren zu einem erheblichen Erfolgsfaktor geworden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte das Thema Arbeitssicherheit weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Die Gefährdungsbeurteilungen werden hier regelmäßig geprüft und angepasst. Nicht weniger wichtig sind die Leistungsindikatoren Umwelt und Energieverbrauch. Eine leistungsfähige, umweltfreundliche und energiesparende Transportflotte ist für die H. Leiter GmbH ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit. 2. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen I.I. Konjunkturelle Lage Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 kam "im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken". Das Statistische Bundesamt geht nach ersten Berechnungen von einem um 0,3% gesunkenen Bruttoinlandsprodukt aus. Neben ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie einen Nachfragerückgang im In- und Ausland, dämpfen insbesondere die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. 2 I.Il. Branchenumfeld Nach einem Aufholeffekt im Jahresvergleich 2022 zu 2021 als Folge der Covid-19-Pandemie, setzte sich im vorangegangenen Geschäftsjahr der negative Trend der vergangenen Jahre fort. Der Bierabsatz ist bis November 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,2% zurückgegangen. 3 Neben schlechteren Witterungsverhältnissen in der ersten Jahreshälfte machte sich insbesondere die Konsumzurückhaltung bemerkbar. 4 Auch der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) meldet für das Jahr 2023 einen Absatzrückgang um 4,5% und sieht diesen im veränderten "Einkaufsverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher und eine durchwachsene Sommersaison" begründet. 5
1 Betriebsleistung = Umsatzerlöse +
Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche
Erträge
II. Geschäftsverlauf Die H. Leiter GmbH konnte die im Lagebericht 2022 beschriebenen Prognosen für den Berichtszeitraum 2023 im Zuge der deutlichen Kostensteigerungen nur teilweise erreichen. Notwendige Preisanpassungen im Bereich des Flaschenhandels und der Sortierdienstleistungen wurden umgesetzt. Darüber hinaus ist es gelungen, neue Kundenaufträge zu akquirieren. III. Darstellung der Lage der Gesellschaft Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten können. III.I. Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen mit einem Anstieg um TEUR 203 bzw. 0,2% leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.279 auf TEUR 2.283 gestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere Erträge aus Sale-and-lease-back-Geschäften sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand der H. Leiter GmbH hat sich absolut um TEUR 2.008 auf TEUR 74.179 und die Materialaufwandsquote bezogen auf die Betriebsleistung um 2,9%-Punkte auf 72,4% (i. Vj.: 75,3%) verringert. Die Entwicklung ist insbesondere auf die notwendigen Konditionsanpassungen zurückzuführen. Die Personalaufwendungen zeigen sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.795 bzw. 11,1% auf TEUR 17.939 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Lohn- und Gehaltsanpassungen, insbesondere als Ausgleich der deutlich gestiegenen Inflation. Die Abschreibungen (TEUR 2.742) sind im Vorjahresvergleich um TEUR 358 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 2.183 auf TEUR 7.863 erhöht. Hierbei wirkten sich insbesondere die korrespondierenden Aufwendungen aus o. g. Sale-and-lease-back-Geschäften, die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie die periodenfremden Aufwendungen aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um TEUR 1.099 auf TEUR -287 gesunken. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (TEUR -404; i. Vj.: TEUR -238) sowie der sonstigen Steuern (TEUR 65; i. Vj.: TEUR 56) weist die H. Leiter GmbH einen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 756 (i. Vj.: Jahresüberschuss TEUR 506) aus. III.II. Finanzlage Der Brutto-Cash-Flow beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.986 (i. Vj.: TEUR 2.890). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien konnten die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Die Zahlungsfähigkeit der H. Leiter GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeitig gewährleistet. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft zeigt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
III.III. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft veränderte sich im Vorjahresvergleich um -13,1% auf TEUR 32.470 (i. Vj.: TEUR 37.348). Auf der Aktivseite der Bilanz war dies insbesondere auf stichtags- und abrechnungsbedingt gesunkene Pfandforderungen (TEUR 7.043; i. Vj.: TEUR 8.636) sowie ein niedrigeres Vorrats- (TEUR 9.184; i. Vj.: TEUR 10.097) und Anlagevermögen (TEUR 11.229; i. Vj.: TEUR 12.761) zurückzuführen. Das Anlagevermögen der Gesellschaft verminderte sich insgesamt um TEUR 1.532 auf TEUR 11.229, die Anlagenquote stieg bei deutlich gesunkenen Gesamtvermögen um 0,4%-Punkte auf 34,6%. Dabei reduziert sich das Sachanlagevermögen (TEUR 8.768; i. Vj.: TEUR 9.834) überwiegend durch eine geänderte Finanzierungsform der getätigten Investitionen. Die Vorratsbestände reduzierten sich im Stichtagsvergleich um TEUR 913 auf TEUR 9.184, dabei entwickelten sich die einzelnen Positionen des Vorratsvermögens z. T. gegensätzlich. Kapitalseitig war die Bilanz vor allem aufgrund der deutlich gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.257; i. Vj.: TEUR 7.214) geprägt. Im Vorjahr waren Sonder- und Einmaleffekte im Abrechnungssystem enthalten, die für die Zukunft voraussichtlich nicht mehr zu erwarten sind. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen, sie stiegen um TEUR 2.145 auf TEUR 5.242. Das Eigenkapital reduzierte sich durch den Jahresfehlbetrag 2023 i. H. v. TEUR 756 auf TEUR 13.736 und die Eigenkapitalquote erhöhte sich, bei einem um TEUR 4.878 gesunkenen Gesamtkapital, um 3,5%-Punkte auf 42,3% (31. Dezember 2022: 38,8%). IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend wird die Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Darstellung des Steuerungssystems) im Berichtsjahr sowie im Vorjahresvergleich dargestellt. IV.I. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Entwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 lag nur teilweise auf dem Niveau der Planungsannahmen: Die Umsatzerwartungen wurden erreicht. Die Materialaufwandsquote konnte durch notwendige Preisanpassungen leicht verringert werden. Für das Betriebsergebnis (EBIT) sowie den Brutto-Cash-Flow konnte der Plan, aufgrund der deutlichen Kostensteigerungen, nicht erfüllt werden. IV.II. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Arbeitnehmer-, Mitarbeiterbelange Der Anstieg der Arbeitnehmerzahl, um 34 Personen auf 455 Personen, resultierte im Wesentlichen aus der erfolgreichen Besetzung offener Stellen. Im Hinblick auf das Thema Arbeitssicherheit wurden auch im vorangegangenen Jahr regelmäßige Sicherheitsunterweisungen und -begehungen durchgeführt. Leider hat sich die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle im Jahr 2023 dennoch gegenüber den Vorjahren leicht erhöht. b) Umwelt und Energieverbrauch Durch den Einsatz von Fahrzeugen mit der neusten Motorentechnologie leistet die H. Leiter GmbH einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt von Schadstoffen. Seit dem Jahr 2022 verfügen alle eingesetzten Sattelzugmaschinen und LKW über eine Dieselverbrennungstechnologie der Abgasnorm EURO 6. Auch im Berichtsjahr 2023 wurde durch den Austausch von 25 Sattelzugmaschinen und 10 Sattelaufliegern sichergestellt, dass sich die eingesetzten Fahrzeuge mit Hinblick auf Sicherheit, Verbrauch und Schadstoffausstoß auf dem neusten Stand der Technik befinden. Auch weiterhin wird dies durch regelmäßige Schulungen der Fahrer und den Einsatz von, an die Topografie angepassten, Schaltautomatiksystemen (Predictive Powertrain Control) in einem Großteil der Fahrzeuge ergänzt. 3. Prognosebericht I. Konjunktur Laut dem Institut für Wirtschaftsforschung (IFO) sind "die Weichen für die deutsche Wirtschaft auf Erholung gestellt". Dies liegt nach Einschätzung des Instituts in einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage im Zuge der mittlerweile gesunkenen Inflation, höheren Einkommen und einer geringen Arbeitslosenquote begründet. Dennoch werden weiterhin Risiken in der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Auswirkungen der Russland-Ukraine- und der Gaza-Krise, der wirtschaftspolitischen Unsicherheit und der Inflationsentwicklung gesehen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt soll im kommenden Jahr um 0,9% steigen. 6 II. Branche Der negative Absatztrend setzt sich im Biermarkt auch im Jahr 2023 fort. Dabei machte sich die Konsumzurückhaltung in Folge der hohen Inflation bemerkbar. Des Weiteren sorgt der bestehende Kostendruck, insbesondere bei Rohstoffen, weiterhin für eine hohe Belastung. Auch im Jahr 2024 ist durch die deutlich gestiegene LKW-Maut sowie Lohnanpassungen mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen. 7 III. Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die H. Leiter GmbH einen Umsatz zwischen Mio. EUR 100 und Mio. EUR 110. Dabei rechnet die Gesellschaft mit einem steigenden Auftragsbestand. Es stehen am Markt auch weiterhin nicht ausreichend Sortierkapazitäten, insbesondere für das notwendige Flaschen- und Kastensortiervolumen in den Saisonspitzen, zur Verfügung, wodurch mit einem positiven Effekt auf die Auftragslage zu rechnen ist. Mit Blick auf die Materialaufwandsquote rechnet die Gesellschaft mit einem unveränderten Niveau. In Erwartung einer Steigerung der Umsatzerlöse wird ein Betriebsergebnis/ EBIT zwischen TEUR 500 und TEUR 800 prognostiziert. Entsprechend ist mit einem Brutto-Cash-Flow zwischen TEUR 2.500 und TEUR 2.800 zu rechnen. Die Zahlungsfähigkeit der H. Leiter GmbH wird auch künftig jederzeit gewährleistet sein. Im Jahr 2024 werden weitere Prozessoptimierungen mittels Automation notwendig sein, um dem Arbeitskräftemangel sowie einem gestiegenen Kostenniveau entgegenzuwirken. Logistikkosten sowie Kosten für Fremdleistungen werden sich weiter erhöhen.
6 Ifo Institut. Abgerufen 26.01.2024, von:
https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegert-sich
Die Anzahl der Wettbewerber im gewerblichen Flaschenhandel wird im Jahr 2024 unverändert sein, so dass der Preisdruck weiterhin vorhanden ist. 4. Risiko- und Chancenbericht I. Risikobericht Der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg der H. Leiter GmbH ist von einem erfolgreichen Management der Risiken abhängig. I.I. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation stellt sich aufgrund fehlender binnenwirtschaftlicher Dynamik, zunehmender struktureller Probleme und der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit in Deutschland sowie der wachsenden geopolitischen Spannungen erhöht dar. Aus heutiger Sicht haben wir dennoch keine Zweifel an der Fortbestehungsprognose der H. Leiter GmbH und bleiben zuversichtlich, dass die Gesellschaft strategisch und finanziell künftig so gut aufgestellt sein wird, dass sich uns bietende Chancen für eine positive Unternehmensentwicklung genutzt werden können. I.II. Einzelrisiken Markt-, Branchen-, Personal-, Zuliefer-, Auftrags- und finanzielle Risiken Die unsichere Reallohn- und Inflationsentwicklung, Unternehmensinsolvenzen bzw. -verlagerungen ins kostengünstigere Ausland, hohe Energiekosten und Zinsen sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund (wirtschafts-) politisch volatiler Entscheidungen, haben erhebliche Auswirkungen auf die Marktteilnehmer. Die H. Leiter GmbH wird darauf bedacht sein, wirtschaftliche Schäden für das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden. Der sich verstärkende, systemrelevante Fachkräftemangel, auch im Bereich der Berufskraftfahrer, stellt unverändert ein nicht unwesentliches Risiko für das Geschäft des Leergutmanagements und des Leerguthandels dar. Um dem Risikofaktor der fehlenden Berufskraftfahrer entgegenzuwirken, werden neben der eigenen Transportflotte Fremddienstleister für die Leergutlogistik eingesetzt. Aufgrund der deutlichen Erhöhung der LKW-Maut im Dezember 2023, rechnet die Gesellschaft auch in 2024 mit steigenden Kosten. Für den eigenen Fuhrpark mit über 50 Fahrzeugen konnte im vorangegangenen Geschäftsjahr die Anzahl an eigenen Mitarbeitern jedoch deutlich erhöht werden. Der Erfolg des Unternehmens ist im Allgemeinen von der Motivation und den Fähigkeiten der Mitarbeiter und Führungskräfte abhängig. Zur Mitarbeiterbindung dient die Personalentwicklung mit Angeboten der Fort- und Weiterbildung und einer zielgerechten Betreuung in allen Unternehmensbereichen. Neben dem Risiko des Fachkräftemangels besteht ein Risiko bzgl. der vorhandenen Arbeitserlaubnis bei der Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet die Gesellschaft mit ausländischen Vermittlungsdienstleistern zusammen. Des Weiteren existieren interne Kontrollen und Verfahrensdokumentationen, um evtl. Risiken frühzeitig zu minimieren. Neben den markt-, branchen- und personellen Risiken sind Beschaffungs- und Zulieferrisiken für die technischen Anlagen vorhanden. Aufgrund des hohen Automatisierungsgrades der Flaschensortieranlagen und des Fehlens einer eigenen Forschung & Entwicklung-Abteilung ist die H. Leiter GmbH auf eine technische Zusammenarbeit mit Lieferanten bei der Entwicklung und Beschaffung von Flaschenerkennungs- und Sortiertechnik angewiesen. Zur Risikominimierung ist die H. Leiter GmbH auf eine Mehrlieferantenstrategie übergegangen. Die Weiterentwicklung der Flaschensortieranlagen und der Flaschenerkennungstechnik wird mit unterschiedlichen Zulieferern vorangetrieben und getestet, um den anspruchsvollen und sich verändernden Leergutbedingungen begegnen zu können. Auf der finanziellen Ebene wird die Liquiditätssituation fortwährend überwacht und durch die Gesamtplanung des Finanzbedarfs und der Finanzmittelbeschaffung erfasst und gesteuert. Durch das Engagement der Radeberger Gruppe KG besteht die Fähigkeit, ausreichende Finanzierungsmittel aufbringen und den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Auch für die kommenden Jahre gehen wir davon aus, auf Basis eines positiven Brutto-Cash-Flows, unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Auftragsrisiko gewidmet. Der Leerguthandel und die Leergutsortierung sind von der Entwicklung und dem Absatz des Getränkemarktes abhängig. Daraus resultierende Veränderungen der Leergutqualität und Leergutmengen haben unmittelbare Auswirkungen auf den Umsatz und Gewinn der Gesellschaft. Über die Auftragseingänge und die Sortiermengen im Flaschenhandel und in den Inhouse-Sortieranlagen finden Auswertungen und regelmäßige Abstimmungen zwischen den Vertriebsverantwortlichen, Standortleitern und der Geschäftsleitung statt, so dass o. g. Auswirkungen rechtzeitig erkannt, bewertet und mögliche Maßnahmen eingeleitet werden können. Die üblichen Risiken der allgemeinen unternehmerischen Betätigung sind durch folgende Sachversicherungen gedeckt: Betriebshaftpflichtversicherung, Feuer- /Sturm- /Wasserversicherung, Inventarversicherung, Unfallversicherung, Elektronikversicherung sowie Betriebsunterbrechungsversicherung. Nichtsdestotrotz bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die nicht gänzlich vermieden werden können. II. Risikomanagementsystem/ -methoden Die Steuerung (Identifikation und Analyse) von Risiken gehört zu den wesentlichen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der H. Leiter GmbH. Eingeführte Kontrollen und Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Mitarbeitern, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. Das Risikomanagement orientierte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 überwiegend an den Daten der Kostenrechnung, vor allem an den Zahlen der monatlich erstellten kurzfristigen Erfolgsrechnung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherstellung des Erfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Politik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über Geldaus- und -eingänge vermitteln. III. Chancenbericht Die H. Leiter GmbH agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich immer wieder neue Marktchancen eröffnen. Die Identifizierung der Chancen bei gleichzeitiger Einordnung möglicher Risiken ist für das Unternehmen eine wichtige Voraussetzung, um nachhaltig wachsen zu können. Im Rahmen von regelmäßigen Gesprächen der Geschäftsführung mit Verantwortlichen der Operative werden Chancen bewertet und kontrolliert. Aufgrund der dynamischen Marktgegebenheiten ist die technische Weiterentwicklung der Sortieranlagen fortlaufend ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg der H. Leiter GmbH. Die Gesellschaft hat auch im vorangegangenen Jahr bestehende Sortieranlagen umgebaut und erweitert sowie in eine neue Sortieranlage investiert, um den veränderten Leergutzusammensetzungen und den damit in Verbindung stehenden Produktivitätsverlusten entgegen wirken zu können. Nach der deutlichen Ausweitung der Pfandpflicht für Getränke in Einweg-Gebinden seit Januar 2022, gilt die Pfandpflicht seit 1. Januar 2024 auch für, bisher nicht bepfandete, Milchgetränke und andere Ausnahmen. 8 Für die Kunden der H. Leiter GmbH steht für die Verwertung von DPG-Einweg-Gebinden ein leistungsstarkes zertifiziertes Zählzentrum für das Clearing und die Entsorgung zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2023 hat außerdem der Entwurf zur EU-Verpackungsverordnung ("Packaging and Packaging Waste Directive") für intensive Diskussionen bei Produzenten und Verbänden in der Getränkeindustrie gesorgt. Der Vorschlag der EU-Kommission beinhaltet ehrgeizige Ziele zur Abfallreduzierung sowie Anforderungen an wiederverwertbare Verpackungen und recycelte Materialien. 9 Mit Hilfe der modernen Sortieranlagen und des bestehenden Knowhows ist die H. Leiter GmbH in der Lage auch kurzfristig auf neue Marktanforderungen zu reagieren und entsprechende Lösungen zur Verfügung zu stellen. Im Zuge massiv gestiegener Energiepreise sowie verringerter Kapazitäten sind die Preise für die Beschaffung von Getränkeflaschen aus Neuglas um bis zu 70% anstiegen. Auch Weiterhin belaufen sich daher die Preise auf ein Mehrfaches des Pfandwertes. Es besteht damit ein entsprechender Kostenvorteil aus der Verwendung gebrauchter Flaschen aus dem Mehrwegsystem. 5. Zweigniederlassungsbericht Derzeitig betreiben wir Zweigniederlassungen in Hamminkeln, Dortmund und Wenden. Eine Zweigniederlassung mit Handelsregistereintragung im Ausland (H. Leiter GmbH organizacni slozka, Praha, Tschechien) wurde im Geschäftsjahr 2023 geschlossen.
Werra-Suhl-Tal, OT Berka/Werra, 15. März 2024 Thomas Leiter, Geschäftsführer Michael Keiner, Geschäftsführer Christopher Offermanns, Geschäftsführer BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG und unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Radeberger Gruppe und der Oetker-Gruppe aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Soweit für Pflichtangaben das Wahlrecht besteht, sie in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufzuführen, sind diese Angaben grundsätzlich im Anhang dargestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer, bei Lieferrechten entsprechend der Vertragslaufzeit bzw. über maximal zehn Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit erforderlich, sind einzelne Vermögensgegenstände zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 1 und Abs. 2 HGB, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen orientieren sich grundsätzlich nach der branchenspezifischen Abschreibungstabelle für Brauereien, ggf. wird eine betrieblich bedingt kürzere Nutzungsdauer angesetzt. Abnutzbare Anlagegegenstände werden pro rata temporis abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Jahr als Abgang gezeigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind mit den Nominalwerten bilanziert. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die gesetzlich notwendigen Mindestbestandteile. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nennwerten bilanziert; Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen gegen Gesellschaften, die in den Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 HGB einbezogen werden, werden als Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Satz 4 HGB abgezinst. Die Drohverlustrückstellungen werden für nachteilige Einkaufskontrakte gebildet und mit den Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften, die in den Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 HGB einbezogen werden, werden als Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Euro-Referenzkurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (jeweils mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (Anlage 1 zum Anhang). Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Bei den im Rahmen der Finanzanlagen ausgewiesenen Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften:
Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich wie folgt entwickelt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 75, Vorjahr: TEUR 172) setzen sich aus sonstigen Leistungen aus dem Finanzverkehr (TEUR 73, Vorjahr: TEUR 155) und Warenlieferungen und Dienstleistungen (TEUR 2, Vorjahr: TEUR 17) zusammen. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus dem Finanzverkehr (TEUR 4, Vorjahr: TEUR 6). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Pfandforderungen in Höhe von TEUR 7.043 (Vorjahr: TEUR 8.636) ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Bilanzposten beinhaltet zum Bilanzstichtag Disagios in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 69). Das Disagio betrifft Darlehen der akf bank GmbH & Co KG. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend der Laufzeit der Darlehensverträge. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 191.615,00. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.567 (Vorjahr: TEUR 2.510) bestehen im Wesentlichen für den Personalbereich TEUR 967 (Vorjahr: TEUR 1.017), für den technischen Bereich TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 1.188), für Drohverluste TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 0) sowie für Verpflichtungen aus dem Absatzbereich TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 268). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.242 (Vorjahr: TEUR 3.098) bestehen gegenüber der Radeberger Gruppe KG aus Finanzierung TEUR 5.182 (Vorjahr: TEUR 3.072) und gegenüber Unternehmen der Radeberger Gruppe aus Warenlieferungen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 26). Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 12) aus Warenlieferungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 785 (Vorjahr: TEUR 1.083) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Lohn und Gehalt sowie aus Steuern. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)
Von den Gesamtverpflichtungen entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 180. 4. Angaben und Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 887 (Vorjahr: TEUR 666) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 534, Vorjahr: TEUR 341), aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten (TEUR 230, Vorjahr: TEUR 147), aus der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen (TEUR 39, Vorjahr: TEUR 113), aus Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 24, Vorjahr: TEUR 45) und aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 59, Vorjahr: TEUR 20). Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind angefallen für Sale-and-lease-back in Höhe von TEUR 959 (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr: TEUR 184), die aus Aufwendungen für Drohverlustrückstellungen (TEUR 589, Vorjahr: TEUR 0), aus Abschreibungen auf Warenforderungen (TEUR 14, Vorjahr: TEUR 27) und aus sonstigen periodenfremden Aufwendungen (TEUR 190, Vorjahr: TEUR 157) resultieren, enthalten. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind angefallen für Sale-and-Lease-back in Höhe von TEUR 959 (Vorjahr: TEUR 0). 5. Sonstige Angaben Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung Herr Thomas Leiter, technischer Geschäftsführer der H. Leiter GmbH Herr Michael Keiner, Leiter zentrales Leergutmanagement der Radeberger Gruppe KG Herr Christopher Offermanns, kaufmännischer Geschäftsführer der H. Leiter GmbH Gesamtbezüge der Organe Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da dieses im übergeordneten Konzernabschluss der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, angegeben wird. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist gemäß § 291 Abs. 1 ff. HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen wird von der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, aufgestellt und beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch hinterlegt. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 660.256,67, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von EUR 756.181,50 und dem Gewinnvortrag von EUR 1.416.438,17 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Über wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, ist nicht zu berichten.
Werra-Suhl-Tal, 15. März 2024 Thomas Leiter, Geschäftsführer Michael Keiner, Geschäftsführer Christopher Offermanns, Geschäftsführer Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die H. Leiter GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der H. Leiter GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H. Leiter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 15. März 2024 GFP
GmbH
Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer |
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