Tableau Germany GmbHLiquidiert

60322 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 105130
Eingetragen
4.10.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
das Marketing, der Vertrieb und Vertriebsförderung von Software sowie die Erbringung zugehöriger Dienstleistungen, die dazugehörige technische Betreuung, Beratung und Kunden Support. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst auch den Verkauf und die Übertragung des gesamten Geschäftsbetriebs.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Damon A. Fletcher
seit 27.4.2018
Geschäftsführer
Keenan Michael Conder
seit 25.4.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tableau Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

1. Allgemeine Informationen und Geschäftsmodell

Tableau Software Inc. ("TSI") und ihre Tochterunternehmen (zusammen: "Tableau-Gruppe") bieten Softwareprodukte und dazugehörige Dienstleistungen an, die Menschen dabei helfen, Daten zu sehen und zu verstehen. Unsere Software gibt die Macht der Daten in die Hände gewöhnlicher Leute und verändert damit die Art, wie Menschen Daten nutzen, um Probleme zu lösen.

Die vornehmlichen Tätigkeiten von Tableau Germany GmbH ("die Gesellschaft") während des Geschäftsjahres waren weiterhin die der Erbringung von Verkaufs- und Marketingdienstleistungen für die unmittelbare Muttergesellschaft, Tableau International, Unlimited Company ("TIUC"). Gemäß der konzerninternen Leistungsvereinbarung vergütet TIUC die Gesellschaft für ihre Leistungen anhand der Kosten der Gesellschaft, die im Einklang mit US-GAAP ermittelt werden, zuzüglich eines vereinbarten Aufschlags. Die Gesellschaft erbringt weiterhin vertraglich vereinbarte Forschungs- und Entwicklungsleistungen für ein anderes verbundenes Unternehmen, Tableau Holdings, Unlimited Company ("THUC"), für welche die Gesellschaft auf ähnliche Weise vergütet wird.

Die wesentlichen Kennzahlen der Gesellschaft sind Umsatzerlöse und Jahresüberschuss.

Die Sitzadresse ist: An der Welle 4, An der Alten Oper, 60322 Frankfurt am Main. Die Gesellschaft hat außerdem ein Büro in München. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB105130.

2. Bewertung des Geschäftsverlaufs und der Vermögens- und Ertragslage

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war laut dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2019 im Jahr 2018 gekennzeichnet durch ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Damit habe sich das Wirtschaftswachstum gegenüber den wachstumsstarken Jahren 2016 und 2017 mit je 2,2 Prozent deutlich verlangsamt. Belastet wurde die Entwicklung insbesondere durch das sich verschlechternde wirtschaftliche Umfeld.

Der Umsatz der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr betrug EUR 27.563.953,89 (2017: EUR 29.775.115,10), wovon EUR 19.445.426,99 aus Verkaufs- und Marketingleistungen an TIUC bestanden (2017: EUR 15.132.325,48). Mit Ausnahme eines unbedeutenden Betrags bestand der verbleibende Umsatz aus vertraglich vereinbarten Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die THUC. Der Rückgang des Umsatzes in 2018 ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Kosten für Forschung und Entwicklung zurückzuführen, die bei der Gesellschaft anfielen und die gemäß der konzerninternen Leistungsvereinbarung an THUC weiterberechnet werden konnten.

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft lag bei EUR 22.730.687,56 (2017: Jahresüberschuss EUR 1.689.009,17). Der Verlust war hauptsächlich auf aktienbasierte Vergütungsaufwendungen zurückzuführen, die während des Jahres anfielen und nach der konzerninternen Leistungsvereinbarung nicht an TIUC weiterberechnet werden konnten. Zusätzlich beinhalteten die Personalaufwendungen für 2018 noch EUR 8.687.389,02 an Aufwendungen, die eine Korrektur der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen für 2017 darstellen. Für nähere Erläuterungen wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Der Jahresfehlbetrag enthält außerdem einen latenten Steueraufwand von EUR 4.189.602,00 aus der Auflösung von aktivierten latenten Steuern, die aufgrund der Verlustsituation vorgenommen wurde.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag lag zum 31. Dezember 2018 bei EUR 20.392.635,23 (2017: Eigenkapital EUR 2.338.052,33). Der Rückgang des Eigenkapitals ist auf den im Geschäftsjahr entstandenen Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Die Bilanzsumme hat sich von EUR 14.195.097,01 auf EUR 42.621.527,42 erhöht. Dies resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag (EUR 20.392.635,23) sowie aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 16.003.504,96, Vorjahr: EUR 8.563.516,88). Dieser Anstieg ist auf zusätzliche im Geschäftsjahr 2018 erbrachte Leistungen, zum Bilanzstichtag aber noch nicht bezahlte Forderungen für gegenüber der TIUC erbrachte Auftragsforschungs- und Entwicklungsdienstleistungen zurückzuführen. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die sonstigen Rückstellungen um EUR 7.428.396,63 auf EUR 15.986.759,54 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 22.494.542,34 auf EUR 22.524.554,42 erhöht. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen bezieht sich in erster Linie auf die Korrektur der Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen für 2017. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bezieht sich auf Zahlungen an die TIUC für die bereits in Rechnung gestellten unverfallbaren aktienbasierten Vergütungsprämien.

Abgesehen von dem durch die aktienbasierten Vergütungen entstandenen Jahresfehlbetrag und negativen Eigenkapital sind wir mit dem operativen Geschäftsverlauf der Gesellschaft in 2018 vor dem Hintergrund des Anstiegs der Umsätze aus Verkaufs- und Marketingdienstleistungen zufrieden.

3. Going Concern / Finanzlage

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft für das Geschäftsjahr lag bei EUR 22.730.687,56 (2017: Jahresüberschuss EUR 1.689.009,17). Aufgrund des Verlusts, der der Gesellschaft in 2018 entstanden ist, hat sich zum 31. Dezember 2018 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 20.392.635,23 gebildet. Die Schulden der Gesellschaft bestehen zum größten Teil aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Rückstellungen aus aktienbasierten Vergütungen, die ebenfalls Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen darstellen. Die Geschäftsführer haben mit Datum vom 9. Januar 2020 eine Patronatserklärung von TSI eingeholt, in der die TSI weiterhin die finanzielle Unterstützung zusichert, um es ihr zu ermöglichen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dementsprechend sind die Geschäftsführer überzeugt, dass der Jahresabschluss unter Annahme der Unternehmensfortführung aufzustellen ist.

4. Wesentliche Risiken und Chancen

Die vornehmlichen Tätigkeiten der Gesellschaft waren weiterhin die der Erbringung von Verkaufs- und Marketingdienstleistungen, außerdem vertraglich vereinbarte Forschung und Entwicklung, jeweils bezogen auf Software, für die Unternehmen der Gruppe im Rahmen konzerninterner Vereinbarungen. Die Entwicklung der Gesellschaft ist von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der Tableau-Gruppe abhängig. Aufgrund ihrer Eigenkapitalsituation ist die Gesellschaft außerdem von ihrer obersten Muttergesellschaft finanziell abhängig.

Das Marktrisiko der Gesellschaft hängt mit der Stärke der deutschen und europäischen Wirtschaft, und hier insbesondere mit der Entwicklung der Digitalisierung, zusammen. Die Geschäftsführer ermitteln im Interesse der verbundenen Unternehmen regelmäßig Chancen und Risiken am deutschen Markt und teilen diese mit den verbundenen Unternehmen.

Die grundlegenden geschäftlichen Risiken der Gesellschaft hängen weiterhin von der Fähigkeit der Gesellschaft ab, weiterhin qualifiziertes Personal einzustellen und zu halten. Die Gesellschaft ist weiterhin finanziellen Risiken aus dem normalen Geschäftsbetrieb ausgesetzt, einschließlich Währungsschwankungsrisiken aufgrund bestimmter Vereinbarungen mit verbundenen Unternehmen, die in US-Dollar abgeschlossen wurden.

Die Gesellschaft ist weiterhin den Schwankungen des Aktienpreises ihrer obersten Muttergesellschaft ausgesetzt, die den Betrag der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen bestimmen, der im Jahresabschluss erfasst werden muss.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Tableau-Gruppe eingebunden. Das Verfahren der Risikoerkennung und des Risikomanagements ist durch einen Rahmen von Strategien, Verfahren und interner Steuerung bestimmt. Alle Strategien werden laufend bewertet und in der Gruppe geprüft. Die Beachtung von Regularien, Gesetzen und ethischer Standards hat hohe Priorität für die Gruppe, und die Gruppe nimmt eine wichtige überwachende Funktion in dieser Hinsicht ein.

Die Gesellschaft hat die Chance, ihr Geschäft weiter zu vergrößern, indem sie den Umfang ihrer Verkaufs- und Marketingaktivitäten und vertraglichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen erhöht.

Abgesehen von der Eigenkapitalsituation hat sich das Risiko- und Chancen-Profil der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

5. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern, die während des Jahres bei der Gesellschaft beschäftigt waren, betrug:

2018 2017
Vertrieb und Marketing 70 51
Forschung und Entwicklung 26 19
Verwaltung 4 3
Gesamt 100 73

Zum 31. Dezember 2018 wurde den meisten Mitarbeitern die Teilnahme am aktienbasierten Vergütungsplan angeboten.

6. Ausblick

Die Geschäftsführer planen, das Geschäft der Gesellschaft weiterhin zu entwickeln. Die Geschäftsführer der Gesellschaft werden weiterhin alle notwendigen Änderungen bewerten, um das Geschäft der Gesellschaft zu entwickeln und dabei zum Gesamtwachstum der obersten Konzernmuttergesellschaft beizutragen. Dazu gehört auch die Prüfung von Maßnahmen, wie die Gesellschaft künftig wieder positive Ergebnisse erzielen und die Eigenkapitalsituation verbessert werden kann.

Abgesehen von den Effekten der aktienbasierten Vergütung, die aufgrund der Komplexität der Berechnung und der Unsicherheit über die weitere Aktienkursentwicklung schwer einschätzbar sind, erwarten wir aufgrund der weiter ansteigenden Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter in 2019 und 2020 einen moderaten Anstieg der Umsätze und betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft.

 

gez. die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 293.624,19 312.097,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.719,04 10.318,90
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.719,04 10.318,90
II. Sachanlagen 289.905,15 301.778,11
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287.821,71 301.778,11
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.083,44 0,00
B. Umlaufvermögen 21.207.340,30 9.517.209,33
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.587.472,36 9.029.690,26
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 11.185,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.003.504,96 8.563.516,88
3. sonstige Vermögensgegenstände 583.967,40 466.173,38
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.619.867,94 487.519,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 727.927,70 176.188,67
D. Aktive latente Steuern 0,00 4.189.602,00
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.392.635,23 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 42.621.527,42 14.195.097,01

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 0,00 2.338.052,33
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.313.052,33 624.043,16
III. Jahresfehlbetrag 22.730.687,56 -1.689.009,17
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 20.392.635,23 0,00
B. Rückstellungen 17.559.753,91 10.480.167,39
1. Steuerrückstellungen 1.572.994,37 1.921.804,48
2. sonstige Rückstellungen 15.986.759,54 8.558.362,91
C. Verbindlichkeiten 24.961.573,51 1.376.877,29
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403.098,57 56.522,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.524.554,42 30.012,08
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.033.920,52 1.290.342,94
D. Rechnungsabgrenzungsposten 100.200,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 42.621.527,42 14.195.097,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 27.563.953,89 29.775.115,10
2. sonstige betriebliche Erträge 138.238,23 0,00
3. Personalaufwand 40.441.147,73 25.256.273,72
a) Löhne und Gehälter 38.780.206,92 23.901.550,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.660.940,81 1.354.723,03
4. Abschreibungen 213.117,51 178.386,73
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 213.117,51 178.386,73
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.558.612,44 4.878.857,48
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.220.002,00 -2.227.412,00
7. Ergebnis nach Steuern -22.730.687,56 1.689.009,17
8. Jahresfehlbetrag 22.730.687,56 -1.689.009,17

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Tableau Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist beim Registergericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 105130 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Tableau Germany GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt.

Zusätzlich zu diesen Grundsätzen sind die Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zu beachten.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018 wurden unter Beachtung der Anforderungen nach §§ 266 and 275 HGB erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben nach § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB

Zur Klarstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tableau Germany GmbH geben wir folgende ergänzende Erläuterung:

Die Gesellschaft erbringt Verkaufs- und Marketingleistungen für ihre unmittelbare Muttergesellschaft, Tableau International, Unlimited Company ("TIUC"), und vertragliche Forschungs- und Entwicklungsleistungen für ein anderes verbundenes Unternehmen, Tableau Holdings, Unlimited Company ("THUC"). Nach den konzerninternen Leistungsvereinbarungen erstatten die verbundenen Unternehmen der Gesellschaft für ihre Leistungen die Kosten der Gesellschaft, die anhand von US-GAAP ermittelt werden, zuzüglich eines vereinbarten Aufschlags. Der Ansatz von Aufwendungen für die meisten Kosten der Gesellschaft nach US-GAAP entspricht allgemein dem Ansatz nach deutschem Handelsrecht, mit der Ausnahme des aktienbasierten Entgeltaufwands. Für das Geschäftsjahr 2018 übertraf der nach deutschem Handelsrecht angesetzte aktienbasierte Entgeltaufwand den nach US-GAAP angesetzten Aufwand. Vor allem aufgrund des nicht abrechenbaren Anteils des aktienbasierten Entgeltaufwands erzielte Tableau Germany im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 22.730.687,56.

Zusätzlich wurden EUR 8.687.389,02 als aktienbasierter Entgeltaufwand in 2018 erfasst als Korrektur zum aktienbasierten Entgeltaufwand aus 2017.

Going Concern

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug EUR 22.730.687,56 (2017: Jahresüberschuss EUR 1.689.009,17). Aufgrund der Verluste, die der Gesellschaft in 2018 entstanden sind, hat sich zum 31. Dezember 2018 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 20.392.635,23 gebildet. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen zum größten Teil aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Rückstellungen aus aktienbasierten Vergütungen, die ebenfalls gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die Geschäftsführer haben von der obersten Konzernmuttergesellschaft und obersten Steuerungseinheit, Tableau Software, Inc. ("TSI") die schriftliche Bestätigung eingeholt, dass TSI weiterhin der Gesellschaft finanzielle Unterstützung bereitstellt, um es ihr zu ermöglichen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dementsprechend sind die Geschäftsführer überzeugt, dass der Jahresabschluss unter Annahme der Unternehmensfortführung aufzustellen ist.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer von 3 Jahren vermindert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt und soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennbetrag bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen für Aufwendungen der folgenden Jahre. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags bemessen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen der folgenden Jahre. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

TSI unterhält einen aktienbasierten Vergütungsplan, nach dem Restricted Stock Units von TSI an Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Gesellschaft vergütet TIUC die Aktien für ihre Mitarbeiter gemäß einer Erstattungsvereinbarung anhand des Marktwertes einer jeden Prämie zu dem betreffenden Datum der Anspruchsentstehung. Der Gesamtbetrag, der während des Jahres aufgewendet werden muss, setzt sich zusammen aus dem Marktwert einer jeden Prämie, die während des Jahres zugesprochen wurde, und der Bewegung innerhalb der betreffenden Rückstellung während des Jahres. Wir bemessen diese Rückstellung zu jedem Bilanzstichtag anhand der Prämien, die während des Jahres zugesagt und zum Jahresende nicht in Anspruch genommen wurden. Leistungsbeziehungen bezüglich der Zusage von Optionen und Restricted Stock Units wurden in diesem Verfahren berücksichtigt, nicht aber Erfüllungsbedingungen. Der Marktwert der Prämie wurde anhand des Aktienpreises zum Anspruchsentstehungszeitpunkt ermittelt. Aufgrund der bisherigen Volatilität des Marktpreises von Tableau-Aktien wäre die Schätzung eines Aktienwerts zu einem künftigen Anspruchsentstehungszeitpunkt mit einer hohen Unsicherheit behaftet, so dass der Aktienpreis zum Bilanzstichtag als Marktwert nicht in Anspruch genommener Prämien zugrunde gelegt wurde.

Latente Steuern sind angesetzt im Hinblick auf alle zeitlichen Differenzen, die zum Bilanzstichtag bereits entstanden und noch nicht erloschen sind. Zeitliche Differenzen sind Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. Zum Bilanzstichtag bestehen im Wesentlichen keine Differenzen, sondern steuerliche Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern angesetzt wurden.

Aktive latente Steuern werden nur als erzielbar anerkannt und entsprechend angesetzt, wenn auf Basis aller Indizien angenommen werden kann, dass es hinreichend wahrscheinlich ist, dass künftig entsprechende steuerliche Gewinne erzielt werden, von denen die künftige Umkehr der zugrundeliegenden zeitlichen Differenzen abgezogen werden können.

Latente Steuern wurden anhand bestehender Steuersätze und Gesetze berechnet, die am Jahresende in Kraft oder weitestgehend in Kraft waren und deren Anwendung zum Zeitpunkt der Umkehr der zeitlichen Differenzen erwartet wird. Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 erfolgte dies mit einem Steuersatz von 32,29%.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand, mit Ausnahme der Bewertung der Rückstellungen aus Aktienvergütungen, nicht statt.

Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Detaillierte Informationen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres 2018 sind in dem Anlagenspiegel zu finden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2018 2017
Beträge mit Fälligkeit bis zu einem Jahr    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 11.185,30
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.003.504,96 8.563.516,88
Sonstige Vermögensgegenstände 583.967,40 454.988,08
  16.587.472,36 9.029.690,26

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen gegen Tableau Holdings, Unlimited Company für Beträge, die von der Gesellschaft nach der Forschungs- & Entwicklungsleistungsvereinbarung berechnet wurden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

2018 2017
Urlaubsrückstellung 241.405,55 262.180,57
Bonusrückstellung 364.853,54 244.144,67
Provisionsrückstellung 1.354.575,81 1.500.788,47
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 252.507,13 147.598,64
Rückstellung für aktienbasierte Vergütung 13.773.417,51 6.403.650,56
  15.986.759,54 8.558.362,91

Verbindlichkeiten

2018 2017
Beträge mit Fälligkeit bis zu einem Jahr    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403.098,57 56.522,27
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.524.554,42 30.012,08
Sonstige Verbindlichkeiten 2.033.920,52 1.290.342,94
  24.961.573,51 1.376.877,29

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber TIUC nach der Erstattungsvereinbarung für aktienbasierte Vergütungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit EUR 1.880.239,77 (Vorjahr: EUR 1.132.493,61) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit EUR 61.145,34 (Vorjahr: EUR 39.015,21) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus erhaltenen Zahlungen für Leistungen, die in 2019 erbracht wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten ausschließlich Erträge aus der Währungsumrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen

Die Personalaufwendungen sind von EUR 25.256.273,72 in 2017 auf EUR 40.441.147,73 in 2018 gestiegen, vornehmlich aufgrund eines Anstiegs der im Geschäftsjahr angesetzten aktienbasierten Vergütungsaufwendungen. EUR 8.687.389,02 an aktienbasierten Vergütungsaufwendungen wurden in 2018 als Korrektur der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen aus 2017 erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2018 2017
Raumkosten 1.619.708,72 1.450.412,51
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 102.406,03 86.706,11
Werbe- und Reisekosten 1.048.642,53 1.549.970,06
andere sonstige betriebliche Aufwendungen 2.787.855,16 1.791.768,80
  5.558.612,44 4.878.857,48

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 49.805 (Vorjahr EUR 49.054).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2018 2017
Aktuelle Steuer    
Körperschaftsteuer auf das Jahresergebnis 0,00 1.940.676,00
Körperschaftsteuerliche Anpassungen im Hinblick auf das Vorjahr 30.400,00 21.514,00
Aktueller Steueraufwand 30.400,00 21.514,00
Latente Steuern    
Herkunft und Umkehr zeitlicher Differenzen 0,00 -2.739.921,00
Anpassung latenter Steuern aus dem Vorjahr 4.189.602,00 -1.449.681,00
  4.189.602,00 -4.189.602,00
Gesamte Einkommen- und Ertragssteuern 4.220.002,00 -2.227.412,00

In 2017 setzte die Gesellschaft aktive latente Steuern anhand erwarteter zukünftiger Steuervorteile vorrangig aufgrund der aktienbasierten Vergütung an. Allerdings erzielte die Gesellschaft in 2018 einen erheblichen Jahresfehlbetrag und löste zum 31. Dezember 2018 sämtliche aktiven latenten Steuern auf.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2018
EUR
2017
EUR
Ausleihungen 0 ,00 0,00
Forderungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 22.437.287,08 0,00

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Die Gesellschaft weist die folgenden finanziellen Verpflichtungen für nicht kündbare Miet- und Leasingverträge für 2019 und die Folgejahre aus:

EUR
Mieten Büroräume 2019 753.993,43
Mieten Büroräume 2020-2023 5.399.686,88
Mieten Büroräume 2024 ff. 3.262.310,82

Der Zweck und Vorteil der vorgenannten betrieblichen Miete ist die Verringerung von gebundenem Kapital.

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB

2018 2017
Vertrieb und Marketing 70 51
Forschung und Entwicklung 26 19
Verwaltung 4 3
  100 73

Vergütung der Geschäftsführer gem. § 286 Abs. 4 HGB

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten.

Namen der Geschäftsführer gem. § 286 Nr. 10 HGB

Geschäftsführer: Conder, Keenan Executive Vice President, General Counsel und Corporate Secretary bei Tableau Software Inc.
  Fletcher, Damon A. Chief Financial Officer bei Tableau Software Inc.

Vergütung der Wirtschaftsprüfer gem. § 285 Nr. 17 HGB

Die Vergütung für die Jahresabschlussprüfung, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt a.M., ausgeführt wurde, betrug EUR 25.000,00 (2017: EUR 0,00).

Geschäfte mit nahestehenden Gesellschaften und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen mit verbundenen Unternehmen für das Anbieten von Dienstleistungen. Alle diese Geschäfte erfolgen auf Basis eines Fremdvergleichs und werden zwischen Gesellschaften ausgeführt, die mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz der TSI stehen. Alle diese Gesellschaften sind in den Konzernabschluss der Tableau Software, Inc. eingebunden. Daher sind keine weiteren Erläuterungen im Jahresabschluss zu machen.

Konzernzugehörigkeit gem. § 285 Nr. 14 HGB

Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Tableau International, Unlimited Company, Dublin/Irland. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von TSI, Seattle/USA einbezogen. Der offengelegte Konzernabschluss zum 30. Juni 2019 ist auf der Website der U.S. Securities and Exchange Commission unter www.sec.gov abrufbar.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gem. § 285 Nr. 33 HGB

Am 1. August 2019 wurde die Konzernmuttergesellschaft und oberste Steuerungseinheit, Tableau Software, Inc., von salesforce.com, inc. gekauft. Der veröffentlichte konsolidierte Jahresabschluss von salesforce.com ist auf der website www.salesforce.com abrufbar.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung gem. § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 22.730.687,56 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.313.052,33 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

Anlagespiegel

Historische Anschaffungskosten 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Historische Anschaffungskosten 31.12.2018
EUR
Abschreibungen kumuliert 01.01.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.799,57 0,00 0,00 19.799,57 9.480,67
  19.799,57 0,00 0,00 19.799,57 9.480,67
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 584.721,52 192.641,57 4.482,00 772.881,09 282.943,41
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.083,44   2.083,44 0,00
  584.721,52 194.725,01 4.482,00 774.964,53 282.943,41
  604.521,09 194.725,01 4.482,00 794.764,10 292.424,08
Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen kumuliert Buchwert am Buchwert am
EUR Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.599,86 0,00 16.080,53 3.719,04 10.318,90
  6.599,86 0,00 16.080,53 3.719,04 10.318,90
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 206.517,65 4.401,68 485.059,38 287.821,71 301.778,11
Geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau     0,00 2.083,44 0,00
  206.517,65 4.401,68 485.059,38 289.905,15 301.778,11
  213.117,51 4.401,68 501.139,91 293.624,19 312.097,01

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tableau Germany GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tableau Germany GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tableau Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Februar 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Benedikt Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

65 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.