GEWO Holding GmbH
Bahnhofstraße 45, 85457 Wörth, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Georg Woitzik seit 5.8.2014 | Geschäftsführer |
Stefan Woitzik seit 16.6.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEWO Feinmechanik GmbHWörthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die GEWO Feinmechanik GmbH (im Folgenden "GEWO") ist im Wesentlichen Hersteller von Vorleistungsgütern für industrielle Abnehmer. Darüber hinaus nimmt der Handel mit Rohstoffen und Waren, als auch die Koordination komplexer Fertigungsprojekte für unsere Kunden eine stetig größer werdende Rolle ein. Wie in den Vorjahren gehören Ausrüster für die Halbleiterindustrie zu unseren größten Kunden. GEWO produziert Hochpräzisionsteile bzw. Komponenten aus nahezu allen Metallen und Kunststoffen. Darüber hinaus bietet GEWO die Fertigung von Baugruppen und Komponenten bis hin zur Reinraumfertigung. Es unterstützt seine Kunden durch fertigungsorientierte CAD-Konstruktionsleistungen. Die Aktivitäten von GEWO beschränken sich überwiegend auf den deutschsprachigen Raum. Viele Abnehmer von GEWO sind jedoch stark exportorientiert. Dies bedeutet, dass GEWO in großem Umfang für den Weltmarkt produziert und internationalem Wettbewerb ausgesetzt ist. Grundlage für den Unternehmenserfolg ist unsere Technologieführerschaft in den relevanten Fertigungsprozessen. Die Produktion und Fertigung findet ausschließlich am Standort Hörlkofen, Gemeinde Wörth statt. Es werden keine Zweigniederlassungen unterhalten. Ziele und Strategien GEWO agiert als Zulieferer für hochattraktive Wachstumsmärkte. Für die Herstellung von Hightech-Modulen bzw. Bauteilen sind Prozesse von höchster Präzision und Reinheit unentbehrlich. Dass wir eine führende Position in diesen Technologiefeldern einnehmen, unterstützt auf lange Sicht die Nachfrage nach unserem Leistungsspektrum. Bedeutender Wachstumstreiber ist der, für die wachsende Mikro- und Hochleistungselektronik, erforderliche Kapazitätsaufbau im Bereich der Wafer-Herstellung. Sowohl die etablierten Wafer-Hersteller als auch neue Marktteilnehmer unternehmen Anstrengungen, die Waferproduktion deutlich zu erweitern. Aufgrund der führenden Marktposition unserer Kunden in diesem Bereich, erwartet GEWO von dieser Entwicklung stark zu profitieren. Wir werden unser in der Vergangenheit bewährtes Geschäftsmodell auch künftig verfolgen. Dabei überprüfen wir jedoch nicht nur das Geschäftsfeld- und Produktportfolio permanent, um ggf. auf veränderte Marktanforderungen frühzeitig reagieren zu können, sondern auch alle übrigen Engpassfaktoren. Ziel der Unternehmensführung ist es, durch vorausschauende Gestaltung aller erkennbaren Engpassfaktoren höchsten Qualitätsanforderungen unserer Kunden mit innovativen Produktionsmethoden, exzellentem Service und Dienstleistungen weiterhin gerecht werden zu können. Forschung und Entwicklung Unsere Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Optimierung von Konstruktions- und Fertigungsprozessen. Mitarbeiter Der langfristige wirtschaftliche Erfolg von GEWO basiert auf einem Team hochqualifizierter und motivierter Mitarbeiter. Daher ist eine vorausschauende und konsequente Personalentwicklung eine tragende Säule unserer Wachstumsstrategie. Unser Ziel ist es, den hohen Leistungswillen unserer Mitarbeiter zu fördern und somit herausragende Qualität sowie hohe Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Gleichzeitig steuern wir unsere Personalressourcen entsprechend unseren Wachstumsplänen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich der Fachkräftemangel weiter verschärft, was die Personalmärkte äußerst angespannt macht. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben wir unsere Recruiting-Strategien erweitert und unsere Ausbildungsaktivitäten intensiviert. Erweiterung des Ausbildungsangebots Neben den bisherigen Ausbildungsberufen: - Fachinformatiker (Systemintegration oder Anwendungsentwicklung), - Industriekaufmann, - Kaufmann für Büromanagement, - Feinmechaniker, - Mechatroniker, bieten wir nun fünf weitere Karrierechancen in der Region Erding an: - Technischer Produktdesigner, - Technischer Kaufmann, - Produktionsfachkraft Chemie, - Fachkraft für Lagerlogistik, - Duale Studiengänge in Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. Um diese Positionen zu besetzen, bieten wir Schülern und Studenten Orientierungstage und Praktika an. Für Auszubildende im technischen Bereich haben wir eine modern ausgestattete Lehrwerkstatt, in der wir unseren Nachwuchs praxisnah und mit einem besonderen Augenmerk auf Präzision ausbilden. Darüber hinaus kooperieren wir mit Hochschulen bei der Ausbildung von Studenten (Bachelor of Science) und betreuen Semester-, Bachelor- und Masterarbeiten. Attraktivität als Arbeitgeber Wir möchten unsere Attraktivität als Arbeitgeber für bestehende und zukünftige Mitarbeiter weiter steigern. Unsere spannenden Aufgabenfelder werden von Mitarbeitern und Bewerbern ebenso geschätzt wie: - Flexible Arbeitszeiten, - Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice, - Eine offene Duz-Kultur (vom Geschäftsführer bis zum Auszubildenden), - Teilzeitbeschäftigungsmöglichkeiten, - Viele weitere Benefits wie das JobRad (Fahrräder und E-Bikes - steuerlich gefördert: der Arbeitgeber least das JobRad und der Arbeitnehmer kann es frei nutzen). Darüber hinaus bieten wir eine attraktive und leistungsgerechte Bezahlung durch unser eigenes Entgeltsystem, das Leistungszulagen, jährliche Sonderzahlungen und vieles mehr umfasst. Wir halten an unserer Strategie fest, Fachkräfte auch in schwierigen Zeiten, wie etwa während einer Rezession, zu halten. Dank unserer umfassenden Maßnahmen zur Personalentwicklung konnten wir die Anzahl und Qualität der Bewerbungen auf unsere offenen Stellen insgesamt weiter erhöhen. Zum Abschlussstichtag 30. September 2023 beschäftigte GEWO 694 Mitarbeiter (Vi: 619 Mitarbeiter). Darin sind 105 Auszubildende und Praktikanten (Vi: 94 Auszubildende/Praktikanten) enthalten. Nachhaltigkeit Als regionales, inhabergeführtes Fertigungsunternehmen ist Nachhaltigkeit für GEWO nicht nur die reine Erfüllung von Verordnungen und Vorschriften. Sie muss Ausdruck einer stetigen und ernsthaften Bemühung um dauerhafte Verbesserung unserer ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte sein. Auch wollen wir, dass unsere Mitarbeiter motiviert für ein verantwortungsbewusstes Unternehmen arbeiten. Immer im Bewusstsein, das es GEWO heute nicht egal ist, wie wir morgen arbeiten und leben. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der IWF rechnet in seinem World Economic Outlook (WEO) Update, von Juli 2024, weiter mit einem weltweiten Wachstum von im Ø 3 % für 2024, was dem Wert aus 2023 entspricht. Dabei geht es für Deutschland von lediglich 0,2% Wachstum zum Vorjahr aus. Was Deutschland erneut zum Schlusslicht der Industrienationen machen würde. Als Exportnation leidet Deutschland stärker an dem anhaltend schwachen Welthandel. Global zeigt sich die Wirtschaft überraschend resilient, jedoch sind die Zukunftsaussichten mit einem Horizont von 5 Jahren, auf dem niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Das ifo-Institut stellt beim Vergleich des Geschäftsklimaindex von Juni 2024 gegenüber dem Mai fest, dass sich die Stimmung verschlechtert hat. Grundsätzlich ist festzustellen, dass sich die deutsche Wirtschaft schwer tut die Stagnation zu überwinden. Vor allem die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sehen die kommenden Monate wieder skeptischer. Insbesondere die sinkenden Auftragsbestände bereiten Sorgen. Branchenentwicklung Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat sich im ersten Halbjahr 2024 weiter verschlechtert, eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturumfrage der bayme vbm an der sich 185 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 265.000 Beschäftigten beteiligt haben. (Stand: 18.07.24) Insgesamt gehen zwei Drittel der bayrischen Metall- u. Elektroindustrie von sich verschlechternden Bedingungen aus. Verantwortlich dafür sind vor allem steigende Arbeitskosten und Energiekosten, sowie zunehmende Bürokratie. Darüber hinaus gehen mit diesen Entwicklungen rückläufige Investitions- und Beschäftigungspläne einher. Geschäftsverlauf Umsatz Der Gesamtumsatz hat dieses Jahr einen neuen Rekord erreicht und ist nun bei TEUR 182.058. Gegenüber dem Vorjahr, mit TEUR 140.758, ist das ein Zuwachs von TEUR 41.300 (= 29,3%). Die Bestände von fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen steigen zum Vorjahr, mit 58,2%, überproportional zum Umsatz auf TEUR 69.482. Dieser Zuwachs folgt aus dem immer komplexeren Fertigungsspektrum und den damit einhergehenden verlängerten Durchlaufzeiten sowie einer risikoaverseren Beschaffungsstrategie, mit der den vielfältigen Krisen der letzten Jahre Rechnung getragen wird. Die betriebliche Gesamtleistung betrug im Berichtsjahr TEUR 205.948 und lag mit einer Zunahme von 34,5%, über den Erwartungen. Die steigende Entwicklung der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz, setzt sich auch in diesem Jahr fort und gewinnt dabei an Dynamik. Mit einem Anteil von 22,7% zu 17,3% im Vorjahr ergibt sich eine Steigerung um 5,4%-Punkte und liegt damit bei 41.330 TEUR. Das weitere Umsatzwachstum zeigt kontinuierlich, zu welchen Leistungen GEWO im Stande ist. Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft in den letzten fünf Geschäftsjahren stellt sich wie folgt dar: Ertragslage
Die Umsatzrendite konnte, trotz des deutlich gestiegenen Umsatzes (+29,3%) gegenüber dem Vorjahr, bei 11,9% (Vorjahr: 11,8%) gehalten werden. Damit konnte auch das Ziel den Jahresüberschuss absolut zu steigern, erreicht werden. Der Jahresüberschuss stieg damit absolut von TEUR 16.663 auf TEUR 21.624 (= +129,8%). Die EBIT-Marge ist dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um knapp 0,7% auf aktuell 18,5% (Vj. 19,1%) gesunken. Diese Ergebnisse konnten erzielt werden, trotz des anhaltenden Drucks aus dem Markt und des schnellen Wachstums. Unsere Prognose aus dem Vorjahr wurde damit weit übertroffen. Auch dieses Jahr ist die Wareneinsatzquote, im Vergleich zum Vorjahr, mit 42,5% der Gesamtleistung (Vorjahr: 40,7%), nur moderat angestiegen. Die Personalaufwandsquote ist, aufgrund des enorm gestiegenen Gesamtleistung von 34,4%, um lediglich 0,2%-Punkte von 18,0% im Vorjahr auf 18,2% gestiegen. Absolut stiegen die Materialaufwendungen somit von TEUR 62.369 auf TEUR 87.529 und die Personalaufwendungen von TEUR 27.598 auf TEUR 37.410. Dabei ist die Situation auf den Beschaffungsmärkten im Rohstoff- und Energiesektor weiterhin schwierig. Das Betriebsergebnis betrug, gemessen an der Gesamtleistung, 16,7% und lag damit wieder unter dem Vorjahreswert von 19,7%. Bei der Gegenüberstellung der Gesamtleistung zum anteiligen Ertrag (Jahresüberschuss) über die letzten 12 Jahre, ergibt sich folgendes Bild: Dies zeigt zum einen, mit welcher Kontinuität, GEWO, seine Umsätze steigern kann. Jedoch zeigt es auch das der Ertragsanteil, mit dieser Entwicklung nicht "Schritt halten" kann. Auch dieses Jahr bleiben lediglich ca. 39% vom Basiswert im Jahr 2012. Vermögens- und Finanzlage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich auch in diesem Jahr sehr deutlich erhöht, um TEUR 40.450 (53,2%) auf TEUR 116.507. Dabei ist der Zuwachs bei den Unfertigen- und Fertigen-Erzeugnissen, mit TEUR 23.890 (64,2%), der entscheidende Faktor. Als zweiter Faktor ist die deutliche Steigerung der Forderungen um TEUR 10.201 (+43,4%) auf TEUR 33.711 zu nennen. In das Sachanlagevermögen erfolgten Investitionen in Höhe von TEUR 1.557 (Vj.: TEUR 1.391) während für immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 186 (Vj.: TEUR 226) investiert wurden. Dem standen Abschreibungen von TEUR 1.155,6 (Vj. TEUR 1.638,2) gegenüber. Dazu kommen noch Steigerungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit ca. 1,6 Mio. EUR. Die Kassenbestände sind gegenüber dem Vorjahr um 382 TEUR gesunken. Das langfristig gebundene Vermögen ist mit TEUR 800 unwesentlich gestiegen, um blieb somit im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am Bilanzstichtag TEUR 58.564 und lag damit TEUR 11.624 über dem Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 50,3% (Vj.: 61,7%) bei einem um 53,2% (= TEUR +40.450) erhöhtem Gesamtkapital. Das weitere Umsatzwachstum führt zu weiterem Kapitalbedarf, der zum Teil aus der Erhöhung von Rückstellungen (+7.634 TEUR), aber auch über die erweiterte Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten (+22.056 TEUR) finanziert wurde. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag 0,6% des Gesamtvermögens (Vj.: 1,5%). Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Wie bereits in den Vorjahren verfügt unsere Gesellschaft weiterhin über eine solide Finanzierungsstruktur. 3. Nachtragsbericht Gravierende negative Folgen aus Corona- bzw. Ukraine-Krise sind bislang nicht eingetreten. Im laufenden Jahr 2024 führen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges weiterhin zu wirtschaftlichen Turbulenzen. Prognosen für einen längeren Zeitraum, gestalten sich außerordentlich schwierig. Wir versuchen weiter durch ausreichende Vorratshaltung unsere Umsatz- und Ertragslage stabil zu halten. Schwerwiegende wirtschaftlichen Folgen aus den verschiedenen Krisen, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die Beschaffungsmärkte stellen weiterhin mit schwankenden Rohstoff- und Energiepreisen eine besondere Herausforderung für unser Kostenmanagement dar. Personalrisiken resultieren aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Wir begrenzen dieses Risiko durch intensive Steigerung der Qualifikation der vorhandenen Mitarbeiter, Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung, frühzeitiger Nachfolgeplanung und die kontinuierliche Ausweitung unserer eigenen Ausbildungsprogramme. Unsere Risikostruktur ist geprägt von der Abhängigkeit von Auftraggebern aus der Halbleiterbranche bzw. von Ausrüstern derselben. Trotz einer etwas breiteren Risikostreuung, als in der Vergangenheit sind latente Entwicklungsrisiken, in Zusammenhang mit den Konjunkturzyklen der Halbleiterindustrie, für unsere Gesellschaft deshalb nicht zu vermeiden. Daneben sind wir Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ausgesetzt. Durch unser internes Kontrollsystem (IKS) werden aufbauend auf unserer Risikoeinschätzung der wesentlichen Geschäftsprozesse die inhärenten Risiken erfasst, und durch Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie geeigneter Kontrollaktivitäten eliminiert oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Unser IKS umfasst dabei sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Autorisierung und Freigaben, Plausibilisierung und Vier-Augen-Prinzip gehören. Die Arbeit der verantwortlichen Abteilungsleiter wird von den Geschäftsleitersitzungen begleitet und kontrolliert. Darüber hinaus sind die Geschäftsführer an allen risikorelevanten Entscheidungen unmittelbar beteiligt. In diesem Kontext betrachten und analysieren wir laufend unter anderem die allgemeine und branchenspezifische Geschäftsentwicklung, die Nachfragetendenzen der Kundschaft und die Aktivitäten des Wettbewerbs bezogen auf die Produkttechnologie und deren Weiterentwicklung. Daneben konzentrieren wir uns auf eine permanente Qualitätssicherung. Chancen Unternehmen als auch Regierungen streben eine geografische Diversifikation der Lieferketten in der Halbleiterindustrie an. Dies wird, aufgrund der einmaligen Stellung unserer größten Kunden in diesem Segment, zu einer enormen Nachfrage führen. Dies eröffnet GEWO ein riesiges Potential unsere Absatzchancen deutlich auszubauen. Aufgrund des enormen Wachstums der Vorjahre, wird die Teilhabe an diesen Wachstumsmöglichkeiten eine Herausforderung. Prognose Im Jahr 2024 ist mit einer seitwärts Bewegung des Marktes zu rechnen, eine Vorhersage bleibt jedoch weiterhin schwierig. Sicherheitspuffer sind für die Angabe der Ergebnisbandbreite inkludiert. Wir gehen daher von einem Umsatzwachstum im Bereich von 5% - 15% und von einer Steigerung beim Jahresüberschuss im Bereich von 10% - 15% aus. Unser vordringlichstes Ziel ist jedoch, unsere Kunden weiterhin zufrieden zu stellen und gleichzeitig das Betriebsergebnis zu stabilisieren. Um diese Ziele zu erreichen, sind weiterhin große Anstrengungen im Bereich des Kostenmanagements erforderlich. Die sehr fordernden Rahmenbedingungen, werden es uns jedoch nicht leicht machen die Ziele zu erreichen. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht mit einem Großteil der Kunden eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Wörth, den 19. September 2024 Stefan Woitzik Andreas Woitzik BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzen den Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert angepasst. Die Anpassung bestand aus folgenden Maßnahmen: Erlöse aus Wertpapierveräußerungen und Wertpapierzuschreibungen die dem Deckungsvermögen der Pensionsrückstellungen zuzurechnen sind, wurden in 2023 unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. In Höhe von Euro 315.021,12 wurden die Vorjahreswerte entsprechend von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge umgegliedert. Entsprechend wurden bei den Vorjahreswerten Erträge aus der Zuschreibung von Deckungsvermögen in Höhe von Euro 2.333,02 von den Aufwendungen für Alterversorgung in die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umgegliedert. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die zugrundegelegte Nutzungsdauer beträgt hier zwischen 3 und 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemein kosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrundegelegte Nutzungsdauer beträgt hierbei zwischen 2 und 14 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis netto Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang verbucht. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rück stellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Be ur teilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pen sions rückstel lun gen betra gen 14.790.833,00 Euro. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 240.071,38 Euro (Vorjahr: 269.092,93 Euro). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstich tag recht lich ent stehen. Da bei han delt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der pe rio denge rechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Forderungen aus dem Personalwesen und debitorische Kreditoren. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 3.237.451,09 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt: Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die projected unit credit method (PUCM) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck + 5 J. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem An satz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjah ren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sie ben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 553.633,00 Euro. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermö gens werten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 29.174.477,81 Euro (Vorjahr: 8.134.808,06 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 776.351,85 Euro (Vorjahr: 623.721,26 Euro) Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Bezüglich der genannten bilanzierten Verbindlichkeiten wurden keinerlei Sicherungsrechte zu Gunsten der Gläubiger bestellt. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Die Georg Woitzik OHG hat erhebliche Investitionen in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten am Standort Hörlkofen/ Wörth getätigt. Die Gesellschaft hat daher gegenüber der Georg Woitzik OHG mit Datum 6.10.2022 die oben genannte Bürgschaft abgegeben. Die Georg Woitzik OHG hat bislang Ihren Kapitaldienst stets pünktlich erbracht. Es ist derzeit auch nicht zu erwarten dass der Kapitaldienst in Zukunft nicht erbracht werden könnte. Mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis ist daher nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige fi nan zielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Es besteht ein Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag vom 13.12.1988 (mit Nachträgen), auf Grund dessen die Gesellschaft einen gewinnabhängigen Pachtzins zu entrichten hat. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen daneben im Wesentlichen in Form von Leasingverträgen. Die Geschäfte dienen der Sicherung von günstigen Finanzierungskonditionen und weisen keine bedeutenden Risiken auf. Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergeben sich für das folgende Geschäftsjahr Verpflichtungen in Höhe von TEuro 156,0. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Restlaufzeiten belaufen sich die Gesamtverpflichtungen für die nächsten fünf Jahre zum Bilanzstichtag auf TEuro 261,0. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Tätigkeitsbereich Umsatz
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Erläuterung der Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. Euro 74.083,98 (Vj.: Euro 980,75). Erläuterung der Aufwendungen In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung von Euro 18.149,24 (Vj.: Euro 115.380,24 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 11.822,84 (Vj.: Euro 5.910,54) enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen Euro 264.048,43 (Vj.: Euro 255.071,98) auf die Abzinsung von Rückstellungen. Erläuterung der periodenfremden Erträge In den übrigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.550,00 Euro enthalten. Die Erträge betreffen Erstattungszinsen für Vorjahre. Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 564 (Vj. 483). Daneben wurden während des Geschäftsjahres durchschnittlich 88 (Vj. 85) Auszubildende beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Stefan Woitzik ausgeübter Beruf: Feinmechanikermeister Andreas Woitzik ausgeübter Beruf: Feinmechanikermeister Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 29.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt: Honorar des Abschlussprüfers Euro a) Abschlussprüfungsleistungen 29.000,00 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwen dung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 21.624.146,35 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages und der Einstellung in die Gewinnrücklagen ergibt sich ein Betrag von 13.533.736,96 Euro, der zu verwen den ist. Auf neue Rechnung werden 13.533.736,96 Euro vorgetragen.
sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Wörth, den 19. September 2023 Stefan Woitzik Andreas Woitzik Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GEWO Feinmechanik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEWO Feinmechanik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEWO Feinmechanik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erding, 19. September 2024 R
& P Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Markus Remde, Wirtschaftsprüfer |
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