Bionet Celltainer GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Siegmund-Düker seit 1.2.2023 | Geschäftsführer |
Richard Wilhelm Dorka seit 19.10.2020 | Geschäftsführer |
Klaus Junck seit 6.7.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fletwerk GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die fletwerk GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 82929 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die fletwerk GmbH eine große Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei direkt zurechenbare Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und Erlösschmälerungen vorgenommen. Soweit erkennbare Risiken im Vorratsvermögen bestehen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden für diese angemessene Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind auf Seite 5 dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr bis auf die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Sicherheitseinbehalte und Kautionen in Höhe von T€ 14 (Vj. T€ 13) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 72 (Vj. T€ 56) beinhaltet im Wesentlichen Zahlungen für Softwarelizenzen für die Jahre 2024 und 2025. Zusammensetzung Bilanzgewinn
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 0,5 (Vj. T€ 7) umfassen Gewerbesteuer in Höhe von T€ 0,5 (Vj. T€ 3) sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag auf Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 4). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit T€ 1.193 (Vj. T€ 1.555) Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen. Die Rückstellungen für die Personalsachverhalte in Höhe von T€ 1.932 (Vj. T€ 2.200) verringern sich gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen Rückstellungen für Schadensersatz in Höhe von T€ 1.476 (Vj T€ 578) und Rückstellungen für Gewährleistung von T€ 606 (Vj. T€ 619), davon langfristig T€ 509 (Vj. T€ 519). Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Außerbilanzielle Geschäfte Das Operating-Leasing bei der fletwerk GmbH, Berlin, hat den Vorteil, dass die liquiden Mittel nicht durch die Anschaffung von Anlagegütern gebunden sind. Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Geschäften. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.916 (Vj. T€ 1.728). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland getätigt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten größtenteils Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.302 sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 81. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Managementleistungen und Umlagen (T€ 2.002), Fahrzeugkosten (T€ 1.528), EDV-Aufwendungen (T€ 1.362), Raumkosten (T€ 1.051), Schadenersatzleistungen (T€ 1.056), Aufwand für Gewährleistungen (T€ 195) sowie Kosten für Werkzeugbeschaffung (T€ 142). Sonstige Angaben Geschäftsführung Richard Dorka, Berlin Jan Siegmund-Düker, Berlin Annett Klingsporn, Marienwerder (bis 27.01.2023) Die Geschäftsführer nehmen diese Tätigkeit hauptberuflich wahr. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge macht die Gesellschaft von der Befreiung der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt T€ 42. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 34 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 8. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB wären, sind bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht eingetreten. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 631 auf neue Rechnung vorzutragen. Im Kalenderjahr 2024 wird es dennoch eine Ausschüttung geben, aktuell stehen aber weder der Zeitpunkt noch die Ausschüttungssumme fest.
Berlin, 11. März 2024 fletwerk GmbH Geschäftsführung Richard Dorka Jan Siegmund-Düker Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell 1. Geschäftsfelder und Organisation Unser seit dem 1. Januar 2011 als fletwerk GmbH firmierendes Unternehmen war bis zu diesem Zeitpunkt als Gewobag HS Hausservicegesellschaft mbH, Berlin, (nachfolgend Gewobag HS) eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, (nachfolgend Gewobag) und damit ein Unternehmen im Gewobag-Konzern. In der Folge einer Ausgründung entwickelte das Unternehmen weitere Geschäftsfelder und verzeichnete ein stetiges Wachstum hin zum Premium-Dienstleister für die Unternehmen des Gewobag-Konzerns. Aus dieser strategischen Geschäftsverbindung resultieren nach wie vor die wesentlichen Erträge unseres Unternehmens. Kerngeschäft unseres seit 2001 bestehenden Unternehmens ist die Systemdienstleistung für wohnungswirtschaftliche Unternehmen. Dazu bündeln wir infrastrukturelle Dienstleistungen wie den Hauswartservice mit der Sanierung und Instandsetzung sowie den damit verbundenen Managementleistungen für die Bestandsportfolien der wohnungswirtschaftlichen Kunden, denen wir auch eine Servicenummer für Mängelmeldungen zur Verfügung stellen. Die systemische Verknüpfung der Geschäftsfelder erfolgt über eine spezielle Software zum Auftragsmanagement, mit der alle erforderlichen operativen Arbeitsschritte einschließlich der Beauftragung von eigenen Handwerkenden und Nachunternehmen sowie die Abrechnung gesteuert werden. Wir gestalten unsere Organisation entsprechend den folgenden operativen Geschäftsfeldern:
Zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist folgendes festzuhalten:
Für die Mieter unserer Kunden stellen wir eine zentrale Rufnummer für die Meldung aller Mängel und technischen Probleme zur Verfügung. Diese Rufnummer gilt auch bei Notfällen an 24 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr. Diesen Service erbringen wir nicht in Eigenleistung, sondern durch Untervergabe an ein Unternehmen der B&O Gruppe. Die Anzahl der in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern betreuten Einheiten konnte wegen der Zukäufe und Neubauten der Gewobag im Berichtsjahr leicht um ca. 0,8 % gesteigert werden. Unser Unternehmenssitz liegt in Berlin. Von dort steuern wir das operative Geschäft (City-Büro). Unsere gewerblichen Leistungen erbringen wir hauptsächlich direkt vor Ort in den Gebäuden und Wohnanlagen der Kunden, überwiegend in Berlin. In den Wohnanlagen der Gewobag unterhalten wir für den Hauswartservice verschiedene Stützpunkte, die auch als Anlaufpunkte ("Servicebüros") für die Handwerkenden zur Verfügung stehen. Unser Handwerkspersonal nutzt vollausgestattete Werkstattwagen, um die jeweiligen Einsatzorte anzufahren. Wir verfügen über Konzessionen in den Handwerkszweigen Elektrotechnik, Installateur und Heizungsbau, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Tischler sowie für die Kategorie Schlosser/Stahlbau/Metallbau. Sowohl in dem Gewerk Elektrotechnik als auch in dem Gewerk Installateur und Heizungsbau bilden wir aus. Das Unternehmen unterhält ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das regelmäßig vom TÜV Rheinland überprüft und im Berichtsjahr im Rahmen eines Überwachungsaudits nach ISO 9001:2015 bestätigt wurde. 2. Haustarifverträge Das Unternehmen hat mit der Gewerkschaft ver.di mehrere Tarifverträge abgeschlossen. Im Februar 2023 wurde ein neuer Vergütungstarifvertrag mit Wirkung ab dem 1. Januar 2023 abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde von ver.di ordentlich mit Wirkung zum 30. September 2023 gekündigt. Im Rahmen der Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag einigten sich die Tarifparteien im November 2023 auf eine Inflationsausgleichszahlung. Über die ab dem 1. Januar 2024 geltenden tariflichen Vergütungsregelungen laufen die Tarifgespräche noch. Der seit dem 1. Januar 2021 wirksame Manteltarifvertrag besteht ungekündigt fort. 3. Datenschutz, IT-Sicherheit Für die Belange des Datenschutzes ist ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt. Die IT-Sicherheit ist durch ein professionelles IT-Management in Zusammenarbeit mit einem leistungsfähigen Dienstleister sichergestellt. 4. Corona-Pandemie Von der Corona-Pandemie waren im Berichtsjahr nur noch Ausläufer in Form von leicht erhöhten Krankenquoten zu spüren. Wesentliche Auswirkungen auf das operative Geschäft hatte dies nicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation Die stabile Situation der Wohnungswirtschaft bedeutet für unser Unternehmen ein stabiles Basisgeschäft, auch wenn die weiterhin gebremste Investitionstätigkeit der städtischen Wohnungsbaugesellschaften im Bestand, insbesondere im Bereich Sanierung und Modernisierung, dämpfend wirkt. Wir gehen davon aus, dass das bewährte Geschäftsmodell der Vergabe von Systemdienstleistungen (Hauswartservice, Reparatur- und Versicherungsschadenmanagement, Wohnungs- und Schadstoffsanierung) an unser Unternehmen für die Gewobag weiterhin attraktiv bleibt. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit allgemeinen Bestrebungen der Wohnungswirtschaft, angesichts der Marktlage vor allem im Handwerk langfristig durch vorausschauende Planung entsprechende Ressourcen zu sichern. Folgende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen wirken sich derzeit insbesondere auf unser Unternehmen aus:
2. Geschäftsentwicklung Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung unter den herausfordernden Rahmenbedingungen insgesamt noch positiv. Die Ergebnisentwicklung im Bereich Infrastrukturelle Leistungen lag über Plan. In den Bereichen Bereich Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen und Wohnungssanierung lagen die Ergebnisse unter Plan, allerdings konnte in diesen Sparten die Umsatzrendite weitgehend stabil gehalten werden. Der Bereich Schadstoffsanierung konnte im Berichtsjahr keinen positiven Deckungsbeitrag erzielen. Allerdings sind Maßnahmen zur Stabilisierung der Umsatzsituation und zur Erhöhung der Eigenleistungsquote eingeleitet, die sich auch bereits in den aktuellen Monatsergebnissen niederschlagen (Deckungsbeitrag im Januar 2024 über Plan). Negative Ergebnisabweichungen vom Plan ergaben sich auch im Bereich Reparaturmanagement (Kleinreparaturmanagement und Versicherung). Wesentliche Ursachen waren insbesondere geringere Umsätze (Reduzierung des außerpauschalen Geschäfts beim Kleinreparaturmanagement und Reduzierung des Versicherungsumfangs in der Versicherungssparte) sowie erhöhter Nachunternehmeraufwand. Die Anzahl der Aufträge im Bereich der Wohnungs- und Schadstoffsanierung hat sich wie folgt entwickelt:
Die Fallzahlen im Bereich der pauschalen Instandsetzung (Reparaturmanagement) haben sich wie folgt entwickelt:
Primäres Ziel der Personalentwicklung des Unternehmens ist die Steigerung der Eigenleistungsquote im Reparaturmanagement, dabei stieg die Anzahl der Beschäftigten zum Jahresende von 404 im Vorjahr (davon sieben geringfügig Beschäftigte) auf 412 (davon fünf geringfügig Beschäftigte). Die Gesamtanzahl der beschäftigten Handwerkenden sank leicht (2022:154; 2023:139 ohne 11 Azubis). Die wesentlichen Bau- und Dienstleistungsverträge über das Reparaturmanagement und die Infrastrukturellen Leistungen (83 % des Umsatzes) mit der Gewobag einschließlich des Vertrages über die Bearbeitung versicherter Schäden sind langfristig abgeschlossen. Die vertragliche Mindestlaufzeit reicht bis zum 30. Juni 2026. Es schließen sich zwei auftraggeberseitige Optionszeiträume von jeweils zwei Jahren an. Vertraglich wurde eine marktübliche Vergütung sowie eine an branchentypische Indizes gekoppelte Wertsicherung vereinbart. Die vergebenen Verträge stellen somit eine solide und nachhaltige Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung dar.
Im Einzelnen verteilen sich die Umsatzerlöse auf die Bereiche wie folgt:
Wesentliche Kostenblöcke im EBIT waren wie in den vergangenen Jahren die bezogenen Leistungen T€ 13.906 (Vj. T€ 15.945), die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 3.678 (Vj. T€ 3.551) und die Personalkosten T€ 17.785 (Vj. T€ 16.158). Das EBIT liegt mit T€ 966 um T€ 1.303 unter dem Vorjahresniveau. Wesentliche ergebnisdämpfende Faktoren sind reduzierte Umsätze in allen Sparten ausgenommen der Bereiche Infrastrukturelle Dienstleistungen und Reparaturmanagement, Produktivitätseinbußen als Nachwirkungen der Corona-Pandemie und allgemeine Preissteigerungen. Zusätzlich ist das Jahresergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft in der SOKA Bau in Höhe von T€ 740 belastet. Umsatzrückgänge resultieren aus internen Prozessanpassungen im Bereich unseres Hauptkunden bei der Bearbeitung versicherter Schäden. Dies hat dazu geführt, dass im Berichtsjahr bestimmte Schäden nicht mehr oder nicht mehr in dem Umfang wie im Vorjahr abgerechnet wurden. Ein weiterer Grund ist die Reduzierung außerpauschaler Aufträge. Der Rückgang des Umsatzes in den Bereichen Wohnungssanierung, Schadstoffsanierung und Türen, Tore, Schranken resultiert weiterhin aus der gebremsten Investitionstätigkeit sowie den internen Vergabeprozessen des Kunden. Ein weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist die Umsatzrendite als Maßstab für die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens. Sie beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,4 % (Vorjahr: 3,5 %).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber 2022 deutlich gesunken. Der Rückgang resultiert aus höheren Aufwendungen für Personal. Zudem erhöhte sich der Bestand an kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch nicht fakturierte Leistungen gegenüber der Gewobag. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund einer geringeren Ausschüttung an die Gesellschafter gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Finanzmittelfonds, der ausschließlich aus liquiden Mitteln besteht, ist somit von T€ 5.799 auf T€ 2.779 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus den laufenden Kundenaufträgen. Die neuen Verträge mit einer Laufzeit bis mindestens Mitte 2026 mit garantierten Auftragsvolumina sorgen für den nötigen Mittelzufluss.
Das Anlagevermögen ist minimal gestiegen. Die kurzfristigen Forderungen sind deutlich gestiegen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden noch nicht fakturierte Leistungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind Steuerüberzahlungen entstanden. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 5.254; Vj. T€ 4.994) enthalten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 1.193; Vj. T€ 1.555) jedoch höhere Rückstellungen für Abrechnungsrisiken durch eine Vertragsstrafenklausel im seit dem 1. Juli 2022 bestehenden Dienstleistungsvertrag (T€ 1.407; Vj. T€ 514). Die Rückstellungen für die Personalsachverhalte in Höhe von T€ 1.932 (Vj. T€ 2.200) reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr, unter anderem durch die Klärung einer kollektivarbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit den Sozialkassen der Bauwirtschaft (siehe dazu näher unter III. 1.). 6. Leistungsindikatoren Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie die vertraglich vereinbarten Servicelevel im Reparaturmanagement (70 % Fertigstellungen innerhalb von sieben Arbeitstagen, in 2023: 46,0 % (Vj. 61 %)) und in der Anrufannahme (Entgegennahme von 80 % innerhalb von 15 Sekunden, in 2023: 81,0 % (Vj. 82 %)) werden als Qualitätsziele definiert, regelmäßig überwacht und im QM-Report unternehmensintern veröffentlicht. Bei negativen Abweichungen werden die Ursachen mit den Bereichen analysiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Durch die weiterhin erhöhten Krankenstände im Handwerkerbereich von über 11 % konnte die angestrebte Eigenleistungsquote nicht erreicht werden. Die Krankenstände verbunden mit knappen Kapazitäten bei den Nachunternehmen haben dazu geführt, dass einige Servicelevel nicht gehalten werden konnten. Für das sich daraus ergebende Vertragsstrafenrisiko wurde in angemessener Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen. Die Abweichungen und deren Ursachen wurden regelmäßig mit dem Kunden erörtert und ausgewertet. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren wirken das EBIT und die Umsatzrendite als Hauptindikatoren. Der Abgleich zum Plan erfolgt monatlich. Beide Kennzahlen liegen unter Plan. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr (3,5 %) auf 1,4 % gesunken. Die Personalfluktuation und die Krankheitsquote bewegen sich im branchenüblichen Bereich. Die Krankheitsquote (über alle Mitarbeitende) ist im Vergleich zum Vorjahr mit 8,4 % stabil geblieben. 7. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist stabil, auch wenn die Marktsituation im Allgemeinen und die Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine die gesamte Immobilienservice- Branche vor Herausforderungen stellen. Die wesentlichen Handlungsfelder sind der Fachkräftemangel, die Verfügbarkeit von Nachunternehmen, die Materialverfügbarkeit sowie die allgemeine Kostenentwicklung. Aus dem Kundenbereich sind auch weiterhin die Auswirkungen der mietpreisdämpfenden Maßnahmen auf die Investitionen bei Mieterwechseln spürbar. Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch verstärkte Rekrutierungsanstrengungen sowie durch geeignete Maßnahmen, um die Mitarbeiterfluktuation weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Im Berichtsjahr wurde eine Stabstelle Mitarbeitergewinnung/Mitarbeiterbindung eingerichtet. Vakanzen bei den Handwerkenden kompensieren wir auch durch den verstärkten Einsatz von Nachunternehmen, im Bereich der Hauswartinnen und Hauswarte setzen wir teilweise Leihpersonal ein. Damit gelingt es, unser Leistungsportfolio vertragsgerecht zu erbringen. Durch den geplanten weiteren Aufbau eigenen Personals und durch Produktivitätssteigerung streben wir eine Erhöhung der Eigenleistungsquote an, was sich sowohl auf die Leistungsqualität als auch auf die Ergebnissituation positiv auswirken wird. Wir haben einen guten Ruf als fairer Arbeitgeber. Wir haben mehrere Haustarifverträge mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen: Manteltarifvertrag, Vergütungstarifvertrag, Tarifvertrag über Not- und Bereitschaftsdienste, Tarifvertrag über betriebliche Altersversorgung (fletwerk-Rente). Die Tarifentgelte wurden im Frühjahr 2023 angehoben. Außerdem wurden Inflationsausgleichsprämien geleistet. Der Vergütungstarifvertrag wird aktuell für den Zeitraum ab 1. Januar 2024 mit ver.di verhandelt. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ist konstruktiv und konsensual. Aufgrund der genannten schwierigen Rahmenbedingungen konnten die ergebnisseitigen Erwartungen gemäß Jahresplan im Berichtsjahr in den meisten Geschäftssparten nicht vollständig erfüllt werden. Gleichwohl ist die personelle und wirtschaftliche Situation des Unternehmens konsolidiert und bildet eine gute Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Auf den wichtigen und volumenstärksten Geschäftsfeldern Kleinreparaturmanagement, Beseitigung versicherter Schäden und Hauswartservice sorgen die 2021 abgeschlossenen langfristigen Verträge mit unserem Hauptkunden für eine stabile und schwankungsarme Auslastung. In den Bereichen Wohnungssanierung, Schadstoffsanierung sowie Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen machen sich weiter die Auswirkungen der mietpreisdämpfenden Maßnahmen auf die Investitionsbereitschaft bemerkbar. Durch effektivere und flexiblere Arbeitsabläufe stellen wir uns auf geänderte Kundenanforderungen ein. In den Bereichen kraftbetätigte Anlagen, Schadstoffsanierung und - mit Einschränkungen - Leerwohnungssanierung bestehen Chancen, den Kundenstamm zukünftig zu erweitern. Als Antwort auf die bestehenden Herausforderungen wurden im Berichtsjahr auf vier wesentlichen Handlungsfeldern insbesondere die nachstehend stichwortartig bezeichneten Maßnahmen umgesetzt:
Die einzelnen Projekte dienen übergeordneten strategischen Zielen, wie der Produktivitäts- und Effizienzsteigerung. Dazu ist es erforderlich, übergeordnet vorzugeben, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge und mit welchem Ressourceneinsatz stattfinden sollen. Die Koordination und Ressourcenallokation erfolgten durch die Geschäftsführung. III. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsführung und die kaufmännische Leitung sowie der Qualitätsbeauftragte überwachen sämtliche risikorelevanten Geschäftsvorgänge, identifizieren und analysieren mögliche Risiken und ergreifen die notwendigen Steuerungsmaßnahmen. Potentielle Schadensquellen werden im Hinblick auf Schadenseintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ständig beobachtet. Die Gesellschaft erstellt monatliche Abschlüsse mit einer Soll-Ist-Analyse und leitet bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Die Fallzahlen und die Bearbeitungsdauer werden durch monatliche Reports ermittelt und im Hinblick auf potentielle Risiken ständig analysiert. Auch im Rahmen des Qualitätsmanagements werden aufgetretene Fehler erfasst, bewertet und korrigiert. Dies wird dem Gesellschafter regelmäßig berichtet und in den Gesellschafterversammlungen vertiefend präsentiert. Das bestehende System der Qualitätskontrollen ist im Berichtsjahr weiter verbessert worden. Der Kunde Gewobag ist durch die Datensynchronisation via Webservice in der Lage, die Bearbeitungsstände und -dauer sowie etwaige Bearbeitungshindernisse in seinem System nachzuvollziehen. Ferner berichten wir regelmäßig die relevanten KPIs. Eventuell entstehende Abweichungen von den vertraglich vereinbarten Servicelevels können zeitnah erkannt und analysiert werden. Die vertraglich vereinbarten Vergütungen in den langfristigen Dienstleistungsverträgen sind an den Verbraucherpreisindex (VPI) oder ähnliche Indizes gebunden. Dies koppelt die Vergütungshöhe grundsätzlich an die allgemeine Preisentwicklung. Allgemeine Risiken können sich daraus ergeben, dass Steigerungen der für uns wesentlichen Personal- und Materialkosten unter Umständen nicht vollständig von Indexerhöhungen erfasst werden oder dass indexbedingte Vergütungserhöhungen aufgrund vertraglicher Stichtagsregelungen mit Zeitverzug erfolgen. Im Februar 2023 wurde mit ver.di ein Anschlusstarifvertrag zum Vergütungstarifvertrag abgeschlossen. Dieser war von den Tarifparteien bewusst kurzfristig angelegt. Nach gewerkschaftsseitiger Kündigung zum 30. September 2023 wurde im Dezember 2023 eine Inflationsausgleichszahlung vereinbart. Für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2024 laufen die Verhandlungen mit ver.di über den Abschluss eines neuen Vergütungstarifvertrages. Der seit dem 1. Januar 2021 wirksame Manteltarifvertrag läuft ungekündigt fort. Der Fachkräftemangel vor allem in den haustechnischen Gewerken wird weiterhin andauern. Mit verstärkten Rekrutierungsanstrengungen, Aufbau eigener Recruiting-Kapazitäten und der Stärkung strategischer Partnerschaften mit Nachunternehmen steuert das Unternehmen dagegen. Mit ähnlich großer Kraftanstrengung wird ebenso durch differenzierte Maßnahmen die Mitarbeiterbindung an unser Unternehmen weiterhin gefördert und intensiviert. Die Liquidität des Unternehmens ist - insbesondere durch die vereinbarten Pauschalen und deren pünktliche Zahlungen - jederzeit gewährleistet. Insoweit besteht nur ein sehr geringes Forderungsausfallrisiko. Für die Forderungen aus dem Berichtsjahr wurde ebenfalls eine Risikobewertung vorgenommen. Die Marktchancen für das Unternehmen sind insbesondere wegen der hohen Fertigungstiefe in Eigenleistung und den Personalressourcen im Handwerk gut. Aufgrund der Wettbewerbssituation im Bereich der handwerklichen und technischen Dienstleistungen sichern sich Kunden die benötigten Kapazitäten an wohnungswirtschaftlichen Systemdienstleistungen längerfristig. Ausstattung und Qualifikation des Personals sind im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Ferner gibt es wenige Marktteilnehmer, die die systemische Verknüpfung der technischen Dienstleistungen in einer integrierten IT-Anwendung sowie den vollumfänglichen Datentransfer mit den wohnungswirtschaftlichen Kunden erfolgreich umgesetzt haben. Unsere IT-Sicherheitsarchitektur wird laufend überprüft. Um das Risiko zu minimieren, mit weitreichenden Schäden aus Cyberangriffen konfrontiert zu sein, unterhält das Unternehmen zudem eine Cyberschutzversicherung. Eine rechtliche Auseinandersetzung mit den Sozial- und Unterstützungskassen der Bauwirtschaft (SOKA-Bau) konnte durch den Abschluss einer tatsächlichen Verständigung im Dezember 2023 beigelegt werden. Durch die dann bestehende Mitgliedschaft wird sich in den Folgejahren zusätzlicher jährlicher Aufwand für Sozialversicherung ergeben. Auch wenn durch die langjährige Geschäftsbeziehung eine Abhängigkeit des Unternehmens von dem Hauptkunden Gewobag besteht, so ist jedoch unser Unternehmen auch der Premium- Dienstleister des Kunden, der auf die Bestandskenntnisse unserer Mitarbeitenden vor Ort angewiesen ist. Insofern konzentriert sich das Unternehmen auf die optimale Erfüllung der Verträge, um ein Höchstmaß an Zufriedenheit mit der Leistungserbringung sowohl bei unserem Kunden als auch bei dessen Mieterinnen und Mietern zu erreichen. Die Hauptverträge (Kleinreparaturmanagement, Beseitigung versicherter Schäden, Hauswartservice mit Betriebskosten- und Verwaltungsleistungen) laufen seit dem 1. Juli 2022 für mindestens vier Jahre. Im Anschluss können die Verträge bei Ausübung der auftraggeberseitigen Optionsrechte zweimal um je zwei Jahre verlängert werden. Durch den erteilten Zuschlag zu marktgerechten Bedingungen, insbesondere auch mit sach- und interessengerechten Wertsicherungsklauseln, verfügt unser Unternehmen über eine solide vertragliche Grundlage für eine erfolgreiche Fortführung der Zusammenarbeit mit der Gewobag. Inhaltlich setzen die ab dem 1. Juli 2022 geltenden Verträge das bisher geltende Regelwerk sowohl in Bezug auf den Leistungsumfang als auch in Bezug auf die Vergütungs- und Verfahrensregelungen fort. Die Themen Digitalisierung und Automatisierung werden zukünftig noch größere Bedeutung bekommen als bisher. Dies betrifft insbesondere die Digitalisierung der Leistungsdokumentation (z. B. digitale Erfassung der Verkehrssicherungs- und Dienstleisterkontrolltätigkeiten im Hauswartbereich) sowie Verbesserungen beim Terminvereinbarungsprozess, der durch den Einsatz digitaler Instrumente effizienter und mieterfreundlicher werden soll. In beiden Bereichen laufen die Projekttätigkeiten beziehungsweise sind diese - insbesondere im Bereich der Leistungsdokumentation - bereits in den Echtbetrieb übernommen. 2. Prognosebericht Das Unternehmen arbeitet weiterhin in erster Linie für die Gesellschaften des Gewobag-Konzerns. Die wesentlichen Verträge mit der Gewobag über das Reparaturmanagement, das Versicherungsschadensmanagement und den Hauswartservice haben eine (Mindest-)Laufzeit bis Mitte 2026, sodass das Unternehmen eine solide Basis für die weitere Geschäftsentwicklung hat. Insgesamt gestaltet sich die Lage in unserem Zielmarkt Wohnungswirtschaft stabil. Vor allem wegen der auch künftig stabilen Nachfrage nach Handwerksleistungen und Leistungen des infrastrukturellen Gebäudemanagements ist das Unternehmen mit einem hohen Bestand an entsprechend qualifiziertem Personal gut aufgestellt. Diese Stärke gilt es weiter zu stabilisieren und auszubauen. So wird die weitere Erhöhung der Eigenleistungsquote im Reparaturservice durch Auslastungsoptimierung, Effizienzsteigerung und Neueinstellung von handwerklichem Fachpersonal auch im nächsten Geschäftsjahr eine wesentliche Aufgabenstellung für das Unternehmen sein. Auch die Entwicklung von Nachunternehmen zu strategischen Partnern wird als weiterer wesentlicher Baustein zur Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit vorangetrieben. Die Gesellschaft geht weiter davon aus, dass keine Aufnahme von Drittmitteln notwendig sein wird und ein Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielt wird. Die Vermögenslage des Unternehmens wird sich wie in den Vorjahren positiv entwickeln. Die Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine werden das Geschäft weiterhin in gewissem Umfang belasten. Dies gilt in erster Linie für die Materialverfügbarkeit. Allerdings gehen wir auch davon aus, dass sich Produzenten und Lieferanten mit der Zeit besser auf die aktuelle Situation einstellen können. Außerdem sind - auch aus dem Grund einer Fortdauer des Krieges - weitere Kostensteigerungen bei Material und Nachunternehmerleistungen möglich. Indirekt können die Preisentwicklungen über entsprechende Tarifabschlüsse auch zu erhöhten Personalkosten führen. Wir gehen davon aus, dass wir solche Entwicklungen über vertragliche Wertsicherungsmechanismen weitgehend kompensieren können. Aufgrund der Regelungen in den zentralen Pauschalverträgen (Reparaturmanagement, Hauswartservice) und der Vertragsgestaltung der Bearbeitung versicherter Schäden müssen wir nicht mit Umsatzausfällen rechnen. Die erteilten Aufträge der Wohnungssanierung sowie die Mängelbeseitigung werden vertragsgemäß ausgeführt und - sofern nicht Gegenstand der Pauschalverträge - abgerechnet. Es stehen bislang ausreichend eigene Kapazitäten und Kapazitäten von Nachunternehmen zur Verfügung. Die Servicelevel als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gelten auch in den ab dem 1. Juli 2022 geltenden Verträgen fort. Das Unternehmen geht davon aus, die vertraglich vereinbarten Servicelevel durch die produktivitätssteigernden Projekte einhalten zu können. Die Eigenleistungsquote im Bereich Kleinreparaturmanagement wird für 2024 mit 75 % geplant. Diese durchaus ambitionierte Zielstellung setzt eine erfolgreiche Umsetzung der Rekrutierungsanstrengungen sowie der Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität voraus. Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024 mit einem gegenüber 2023 erhöhten EBIT von ca. T€ 1.343 und einer Umsatzrendite von 2,9 %. Wesentliche Instrumente zur Erreichung dieses Plan-EBITS sind eine Erhöhung der Produktivität (effizientere Prozesse, Abbau Krankenquote) und eine Steigerung der Eigenleistungsquote.
Berlin, 11. März 2024 fletwerk GmbH Geschäftsführung Richard Dorka Jan Siegmund-Düker BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die fletwerk GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der fletwerk GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fletwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 11. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer Martina Ismer, Wirtschaftsprüferin |
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