Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 43624
Eingetragen
11.6.2013
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Vermarktung und Verkauf von Batterien, Superkondensatoren, anderen Energiespeichervorrichtungen, Modulen oder Systemen oder fortschrittlichen Kohlenstoffmaterialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Priit Värk
seit 8.9.2025
Prokura
Margus Vals
seit 8.9.2025
Geschäftsführer
Timo Koljonen
seit 8.9.2025
Geschäftsführer
Markus Klose
seit 13.1.2025
Prokura
Linus Dr. Froböse
seit 13.1.2025
Geschäftsführer
Jan ter Vehn
seit 13.1.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OÜ Skeleton Technologies GroupEST
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OÜ Skeleton Technologies Group
Estonia
1.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Skeleton Technologies GmbH

Makranstädt (vormals: Dresden)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.623.127,22 12.583.515,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.626,69 93.664,19
16.726.753,91 12.677.179,73
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.625.306,86 2.812.475,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.046.893,59 1.659.801,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.714.921,04 1.172.171,26
7.387.121,49 5.644.447,70
24.113.875,40 18.321.627,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 12.775.828,33 5.812.782,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.554.044,65 10.881.763,42
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 438.093,50 (Vorjahr: EUR 645.009,56)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.009.357,28 8.289.364,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.218.559,87 166.049,05
D. Aktive latente Steuern 12.413.579,58 10.880.731,73
63.085.245,11 54.352.318,36

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage 77.927.351,01 53.227.351,01
III. Verlustvortrag -27.207.234,70 -25.516.125,32
IV. Jahresfehlbetrag -3.771.249,40 -1.691.109,38
48.448.866,91 27.520.116,31
B. Sonderposten für Zuwendungen 8.066.545,25 6.389.692,45
C. Rückstellungen 2.042.606,78 2.104.970,12
D. Verbindlichkeiten 4.527.226,17 18.337.539,48
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.756.162,67)
- davon gegenüber verbundene Unternehmen: EUR 2.711.241,19 (Vorjahr: EUR 9.030.035,09)
63.085.245,11 54.352.318,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftjahr 2023

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2023 2022
1. Rohergebnis 22.081.645,85 22.129.680,54
(davon aus Währungsumrechnung € 109.856,90; i.Vj. € 599.948,67)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.564.270,86 6.392.252,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.604.570,21 1.175.672,12
(davon für Altersversorgung € 5.657,64; i. Vj. 2.136,80)
10.168.841,07 7.567.925,11
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.893.102,64 2.224.392,44
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.970.011,72 12.820.097,00
(davon aus Währungsumrechnung € 143.190,42; i.Vj. € 283.245,91)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 130,08 17.181,48
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; i.Vj. € 16.768,59)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 353.917,75 1.862.971,15
(davon an verbundene Unternehmen € 52.076,73; i.Vj. € 54.000,01)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Erträge) 1.532.847,85 637.414,30
(davon Erträge aus der Zuführung latenter Steuern € 1.532.847,85; i. Vj. € 637.414,30)
8. Ergebnis nach Steuern -3.771.249,40 -1.691.109,38
9. Jahresfehlbetrag -3.771.249,40 -1.691.109,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2023 der Skeleton Technologies GmbH, Dresden, mit der Geschäftsanschrift „Schücostraße 8, 01900 Großröhrsdorf“ (eingetragen am 11. Juni 2013 in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HR B 32322) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittgelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Pflicht zur Angabe der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) Gesellschafter(n) wird die Gesellschaft durch die Angabe im Anhang gerecht, ebenso der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB.

Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 HGB Abs. 5 HGB um den „Sonderposten für Investitionszuschüsse“ erweitert.

B. Going Concern

Die Skeleton-Gruppe (STG) und die Gesellschaft befinden sich gegenwärtig im Auf- und Ausbau der Leipziger „Superfactory“ und im Scale-up ihres Produktportfolios. Die Etablierung der Technologie und der Produkte im Markt sowie der Aufbau der Produktionskapazitäten sind zeit- und kostenintensiv. Vor diesem Hintergrund erwirtschaftete die Gesellschaft bis zum 31.Dezember 2023 angesammelte Anlaufverluste in Höhe von insgesamt TEUR 30.978. Zur Finanzierung der Anlaufverluste und der fortgesetzten Investitionen ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin und deren Investoren angewiesen. Im Rahmen dieser Unterstützung hat die Gesellschafterin im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weitere Zuzahlung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 24.700 geleistet. Zu den Aktionären von STG gehören große Unternehmen wie Marubeni und Siemens, die sich langfristig für Skeleton engagieren. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft damit eine Eigenkapitalausstattung von TEUR 48.449 aus. Die fortgesetzte finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin und deren Investoren wird dabei auch von der kurz- und mittelfristigen Erreichung des Business Planes und der darin enthaltenen Erfolgs- und Entwicklungsziele beeinflusst. Ohne die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin und deren Investoren im geplanten Umfang wäre die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigt. Davon ist nach aktueller Planung nicht auszugehen. Mit der Inbetriebnahme der Leipziger „Superfactory“ im Geschäftsjahr 2024 soll für den Prognosezeitraum von fünf Jahren ein jährlich deutlich steigendes Umsatz- und Ergebniswachstum einhergehen. Gleichzeitig hat sich die Gesellschafterin durch Abgabe einer Patronatserklärung mit Datum vom 13. Mai 2024 zur Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel, die zur Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft erforderlich sind, mit Gültigkeit bis zum 15. Mai 2026 verpflichtet. Der Fortbestand der Gesellschaft ist hierdurch gesichert. Der Jahresabschluss wurde entsprechend unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Methoden angewandt:

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen neben den einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auch des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte umfassen neu entwickelte Güter und Verfahren, die in sequenziellen Prozessen regelmäßig im Rahmen öffentlich geförderter Entwicklungsprojekte hergestellt werden. Die Aktivierung der Entwicklungskosten und der Erhalt von Fördermitteln, die in einem Sonderposten für Zuwendungen auf der Passivseite ausgewiesen werden, orientieren sich an der Erreichung von bestimmten Meilensteinen des internen Entwicklungsprozesses. Diese Meilensteine werden grundsätzlich als eigenständige und einzeln verwertbare Entwicklungen angesehen, die zeitnah in die Etablierung der Technologie und die Vermarktung der Produkte sowie zum Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten eingesetzt werden. Je nach Art der Entwicklungsprojekte, werden einzelne Projekte oder bereits erreichte Meilensteine bzw. Teilbereiche eines Projektes, die als eigenständige und einzeln verwertbare Entwicklungen angesehen werden, hauptsächlich gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben. Für einige verbleibende Projekte, bei denen sich die individuelle Nutzungsdauer verlässlich schätzen lässt, werden den linearen Abschreibungen kürzere Nutzungsdauern zugrunde gelegt.

Die Bewertung entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgte gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen. Die übliche Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen und für andere Anlagen und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und zehn Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter/Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen auf das Anlagevermögen wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern durch die Fertigung verursacht, berücksichtigt wurden. Das strenge Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit ihrem Nominalbetrag bilanziert und gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährung wurden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind die §§ 253 Abs. 1 S. 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen bzw. fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für Zuwendungen wurde für Investitionszuschüsse gebildet, die für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen vereinnahmt wurden. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert. Die Auflösung erfolgt spiegelbildlich zu den vorgenommenen Abschreibungen auf die begünstigten Vermögensgegenstände entsprechend ihrer Nutzungsdauer.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

Die Werthaltigkeit der selbst geschaffenen und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen sowie der aktiven latenten Steuern hängt maßgeblich vom Erreichen des Business Planes ab.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 61 (VJ: TEUR 268) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 377 (VJ: TEUR 377) aus sonstigen Forderungen. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen für Zuschüsse im Zusammenhang mit bestehenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten in Höhe von TEUR 701 (VJ: TEUR 2.760) sowie Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 479 (VJ: TEUR 602).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, grundsätzlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen eine Kostenbeteiligung für die Herstellung der Stromversorgung am angemieteten Standort in Markranstädt in Höhe von TEUR 1.000. Die Gegenleistung des Empfängers besteht in der Nutzungsüberlassung der Stromversorgungsanlagen im Rahmen des Mietverhältnisses. Entsprechend wird der als Kostenbeteiligung geleistete Zuschuss nach Maßgabe der Erfüllung der zeitraumbezogenen Gegenleistungsverpflichtung ratierlich über die Dauer des Mietvertrages erfolgswirksam erfasst. Der Mietvertrag trat am 1. März 2024 in Kraft und endet ohne Ausübung von Verlängerungsrechten nach Ablauf von zehn Jahren.

Die latenten Steuern ergeben sich aus der Saldierung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und passiven latenten Steuern auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Bei der Berechnung der latenten Steueransprüche wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, die nach einer integrierten Finanzplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Das Unternehmen befindet sich in einer rasanten Geschäftsexpansionsphase, da für den Prognosezeitraum von fünf Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mehr als 230% prognostiziert wird, was sich wiederum sehr positiv auf die Stückkosten und die Bruttomarge auswirkt, die bis 2028 auf einen mittleren zweistelligen Wert ansteigen wird. Die Verwirklichung dieser Finanzplanung ist mit Unsicherheiten behaftet. Sollten die Pläne nicht realisiert werden, würde die Voraussetzung für den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge entfallen.

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Aktivierung des Aktivüberhangs an latenten Steuern besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 29.045. Der ausschüttungsgesperrte Betrag resultiert in Höhe von TEUR 11.723 aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (nach Abzug von passiven latenten Steuern) und in Höhe von TEUR 17.322 auf den nach Eliminierung der passiven latenten Steuern auf selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verbleibenden Betrag an aktiven latenten Steuern.

Die Kapitalrücklage hat sich durch andere Zuzahlungen, die der Gesellschafter geleistet hat, um TEUR 24.700 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Es wurden Sonderposten für Investitionszuschüsse im Wesentlichen aus Wirtschaftsförderprojekten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Sächsischen Aufbaubank gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten i.H.v. TEUR 268 (VJ: TEUR 211), Rückstellungen für Gewährleistungen i.H.v. TEUR 323 (VJ: TEUR 321), Rückstellungen für drohende Verluste i.H.v. TEUR 596 (VJ: TEUR 196) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 856 (VJ: TEUR 1.353). Die Gewährleistungsrückstellung wird auf Basis der in Vorjahren entstandenen Aufwendungen im Verhältnis zu den gewährleistungsbehafteten Umsätzen ermittelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 2) durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 2.711 (VJ: TEUR 6.266) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 2.764). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen i.H.v. TEUR 0 (VJ: TEUR 2.764).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vollständig selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Entwicklungsleistungen). Diese beinhalten im Wesentlichen Personalkosten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Aufwandszuschüsse in Höhe von TEUR 8.632 (VJ: TEUR 9.843) und Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 110 (Vj.: TEUR 600).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 143 (VJ: TEUR 283) und Aufwendungen aufgrund von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 80 (VJ: TEUR 36).

F. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 184 Arbeitnehmer (Vorjahr: 134).

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Durchschnittliche
Anzahl
Durchschnittliche
Anzahl
2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 90 60
Angestellte (ohne GF) 94 74
gesamt 184 134

Geschäftsführung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung ausgeübt von:

- Herrn Taavi Madiberk, Tallinn/Estland, CEO der Unternehmensgruppe

- Herrn Ants Vill, Tallinn/Estland, CCO der Unternehmensgruppe (bis Aug. 2023)

- Herrn Tobias Hüppe, Markkleeberg, COO der Gesellschaft (ab Nov. 2023)

- Herrn Dr. Linus Froböse, Berlin, hauptamtlicher Geschäftsführer und COO

Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die Geschäftsführerbezüge auf TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 280).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich in den folgenden Geschäftsjahren Verpflichtungen von insgesamt TEUR 14.371. Davon haben TEUR 1.774 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2023 Bestellobligos für Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 17.133.

Weiterhin bestehen aus dem Mietvertrag über die neuen Betriebsflächen in Markranstädt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von monatlich T€ 105 (einschließlich Betriebskosten). Der Mietvertrag trat am 1. März 2024 in Kraft und endet ohne Ausübung von Verlängerungsrechten nach Ablauf von zehn Jahren.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Skeleton Technologies Group OÜ, Tallinn/Estland, (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Offenlegung erfolgt nach dem Recht in Estland.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 19.022 für Forschung und Entwicklung angefallen. Als andere aktivierte Eigenleistungen wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 5.624 aktiviert.

Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Dresden, 17. Mai 2024

Taavi Madiberk

Dr. Linus Froböse

Tobias Hüppe

Anlagespiegel für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.026.532,83 5.776.302,52 0,00 0,00 20.802.835,35
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.599,97 136.067,50 0,00 25.046,86 532.620,61
15.448.132,80 5.912.370,02 0,00 25.046,86 21.335.455,96
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.509.592,31 14.005,00 355.068,21 145.372,09 5.733.293,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.696.157,85 450.114,28 421.479,52 288.791,78 3.278.959,87
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.172.171,26 2.448.896,61 -776.547,73 129.599,10 2.714.921,04
9.377.921,42 2.913.015,89 0,00 563.762,97 11.727.174,34
24.826.054,22 8.825.385,91 0,00 588.809,83 33.062.630,30
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Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 2.443.017,29 1.736.690,84 0,00 4.179.708,13
solchen Rechten und Werten 327.935,78 115.668,80 14.610,66 428.993,92
2.770.953,07 1.852.359,64 14.610,66 4.608.702,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.697.116,94 556.241,72 145.372,09 3.107.986,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.036.356,78 484.501,28 288.791,78 1.232.066,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.733.473,72 1.040.743,00 434.163,87 4.340.052,85
6.504.426,79 2.893.102,64 448.774,53 8.948.754,90
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Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.623.127,22 12.583.515,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.626,69 93.664,19
16.726.753,91 12.677.179,73
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.625.306,86 2.812.475,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.046.893,59 1.659.801,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.714.921,04 1.172.171,26
7.387.121,49 5.644.447,70
24.113.875,40 18.321.627,43

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (HGB)

1. Zusammenfassung

Der primäre Unternehmensgegenstand der Skeleton Technologies GmbH mit Sitz in Dresden (im Folgenden auch Skeleton oder das Unternehmen genannt) ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Superkondensatoren. Das Unternehmen hat seine Produktionsstätte in Großröhrsdorf, Deutschland, wo es Superkondensatoren für Blue-Chip-Kunden in aller Welt herstellt. Des Weiteren ist ein Produktionsstandort in Markranstädt bei Leipzig im Aufbau.

Gesellschafter des Unternehmens ist die Skeleton Technologies Group OÜ ("STG"), Tallinn, eine estnische Holdinggesellschaft. Bestimmte Management-, Modul-, Systementwicklungs- und Unterstützungsfunktionen sind in Estland angesiedelt.

Die Vision des Unternehmens ist es, Weltmarktführer für Superkondensatoren und Kurzzeit-Energiespeicherlösungen zu werden. Zusätzlich zu den Superkondensatoren entwickelt Skeleton die SuperBattery-Technologie, eine Hybridtechnologie zwischen Superkondensatoren und Hochenergiebatterien. Mit der SuperBattery-Technologie wird das Unternehmen seinen Zielmarkt erweitern, um den Energiespeichermarkt mit Anwendungsdauern von bis zu 45 Minuten zu bedienen. Mit Superkondensatoren und SuperBatterien kann Skeleton kurzfristige Anwendungen in den Bereichen Automobil, Transport, Stromnetz und Industrie bedienen. Die STG-Unternehmen haben auch ihre eigene geschützte „Curved Graphene“-Technologie entwickelt, die die Leistung ihrer Energiespeichergeräte verbessert. Skeleton ist eines der wenigen Energiespeicherunternehmen, die über eine eigene Materialtechnologie verfügen.

Im Jahr 2023 begann Skeleton mit der Lieferung von Produkten an einen deutschen Premium-OEM. Die Lieferungen erfolgen noch nicht in großen Mengen, die ersten Lieferungen an Fahrzeuge, die auf die Straße gehen, wurden durchgeführt. Aus Gesprächen mit dem Management haben wir erfahren, dass Experten der Automobilindustrie der Meinung sind, dass Superkondensatoren das Potenzial haben, in mindestens jedem zweiten Elektroauto zu stecken. Und zwar nicht als Hauptantriebsbatterie, sondern in Niederspannungsbordnetzen. Die Produkte von Skeleton wurden auch für den Einsatz bei einem globalen LKW-OEM für Niederspannungsbatterien qualifiziert. Im Netzsegment hat Skeleton sein Produkt für einige Schlüsselanwendungen entwickelt. Die Einspeisung von erneuerbaren Energien in das Stromnetz erfordert Anwendungen zur Netzstabilisierung, und Superkondensatoren eignen sich hervorragend für dieses Segment.

Der Schwerpunkt liegt auf der Validierung der Produkte bei Großkunden, die als Grundlage für ein signifikantes Wachstum dienen werden, sobald die neue Fabrik in Leipzig im Jahr 2025 vollständig in Betrieb ist.

Das Produktliefervolumen im Jahr 2023 war noch begrenzt, da Skeleton in einer Pilotfabrik arbeitet und der Schwerpunkt auf Validierungsprojekten liegt. Dennoch erzielte STG einen Bruttogewinn und verbesserte sich damit von einem Bruttoverlust im Vorjahr.

Im Laufe des Jahres hatte das Unternehmen die Ausgaben für F&E-Aktivitäten erhöht und zusätzlich in die Vorbereitung der Leipziger Organisation auf das Scale-up und den Bau der Fabrik investiert.

Das Unternehmen wird von der Skeleton Technologies Group OÜ finanziert, hinter der wiederum Investoren aus dem Bereich der sauberen Technologien, Unternehmer und Investmentgruppen stehen. Zu den Investoren von STG gehören Siemens Financial Services (eine Abteilung von Siemens, einem deutschen multinationalen Unternehmen), InnoEnergy (ein führender europäischer Investor in saubere Technologien), Global Portfolio Management (eine spanische industrielle Investmentgesellschaft), MM Grupp (eine estnische private Investmentgesellschaft), Taavet Hinrikus (ein Mitbegründer von Wise), Marubeni (ein börsennotierter japanischer Mischkonzern) und Karl Erik Bengt Wahlqvist (Gründer von CTEK, einem Unternehmen für Batterietechnologie).

Die Skeleton Technologies Group hat fünf Hauptstandorte: Produktion in Großröhrsdorf, Elektrotechnik und Modulentwicklung in Tallinn, Estland, Materialentwicklung in Bitterfeld-Wolfen, Vertrieb in Berlin und Technologieentwicklung in Varkaus, Finnland.

Ende 2023 hat STG Eigenkapital und Wandelschuldverschreibungen aufgenommen, um die Skalierungsaktivitäten und die F&E-Entwicklung fortzusetzen.

2. Unser Produkt

STG hat sich verpflichtet, den Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Obwohl die Technologie und die Produkte von STG noch in den Anfängen ihres vollen Potenzials stehen, sehen wir eine positive und große Aufmerksamkeit von Kunden und Regierungen für die Produkte, die wir anbieten. Der beste Beweis dafür sind unsere größten Kunden - weltweit anerkannte multinationale Unternehmen, die das Transportwesen, die Netzsysteme und Industrieanlagen elektrifizieren. Außerdem sehen wir, dass die Regierungen Maßnahmen ergreifen, um Initiativen für saubere Energie in Europa, aber auch weltweit zu finanzieren. Dies geschieht größtenteils durch Zuschussfinanzierung.

Das Unternehmen stellt Kurzzeit-Energiespeicher auf der Grundlage von Graphen-Materialien her. STG hat ein eigenes Graphen-Material entwickelt, das die Energiedichte von Superkondensatoren und der SuperBatterie erhöht. Dadurch unterscheidet sich STG aus Sicht der Geschäftsführung von der Konkurrenz. Die Produkte von STG werden an globale Blue-Chip-Kunden verkauft, wobei der Schwerpunkt derzeit auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt liegt. Auf dem asiatischen Markt arbeitet STG mit seinem Investor und Geschäftspartner, dem japanischen Mischkonzern Marubeni, zusammen, um Zugang zu großen Industrie- und OEM-Unternehmen in der Region zu erhalten.

Superkondensatoren und die SuperBatterie bedienen ein Marktsegment, in dem Lithium-Ionen-Batterien und andere derzeitige Marktlösungen Nachteile haben. Superkondensatoren und die SuperBatterie haben eine sehr hohe Leistungsdichte, kurze Ladezeiten und eine lange Lebensdauer. Lithium-Ionen-Batterielösungen sind oft überdimensioniert und aufgrund ihrer langen Ladezeiten, wenigen Zyklen und geringen Energiedichte zu ineffizient für kurzfristige Anwendungen. Außerdem erfordert die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien seltene Metalle wie Kobalt und Nickel. Skeleton zielt daher auf kurzfristige Anwendungen ab, bei denen Lithium-Ionen-Batterien nicht wettbewerbsfähig sind.

Die Superkondensatoren wurden auch von Dritten wie dem Office of Naval Research und Experten der University of California getestet und gelobt. Diese Berichte kommen zu dem Schluss, dass die Geräte des Unternehmens eine höhere Leistungsdichte als die seiner Konkurrenten aufweisen.

Die Hauptkonkurrenten des Unternehmens sind andere globale Hersteller von Superkondensatoren und Energiespeichern.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Während die langfristigen Trends eindeutig die Produktaufnahme von Skeleton begünstigen, wird es kurzfristig immer wieder zu Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld kommen. Um die Inflation zu bekämpfen, begannen die Zentralbanken im Jahr 2022 mit der Anhebung der Zinssätze, die bis 2023 fortgesetzt wurde. Dies stoppte die Wachstumsrate der Inflation, hatte aber auch Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Wirtschaftstätigkeit. Ersten Schätzungen zufolge betrug das BIP-Wachstum im Euroraum im Jahr 2023 nur 0,5 %. Das BIP-Wachstum korreliert mit der Industrienachfrage, die relativ schwach war. Unterdessen haben sich einige Probleme in der Lieferkette im Laufe des Jahres 2023 verbessert, da sich die Verfügbarkeit von Komponenten und die Lieferzeiten normalisiert haben.

Trotz des fragilen Betriebsumfelds unterstützen die langfristigen Trends die Produktabnahme von Skeleton. Die Bekämpfung des Klimawandels und die globale Elektrifizierung sind in vollem Gange, dies wird Skeleton noch viele Jahre lang beeinflussen.

Skeleton ist in einem Sektor tätig, der nicht saisonal und im Allgemeinen nicht zyklisch ist. Die Verträge der Gesellschaft erstrecken sich über längere Zeiträume, so dass es im Wesentlichen keine saisonalen Effekte gibt. Der Kundenstamm ist global und sowohl aus geografischer als auch aus sektoraler Sicht gut diversifiziert, was die Auswirkungen von sektoralen und wirtschaftlichen Zyklen verringert.

3.2. Entwicklung der Industrie im Jahr 2023

Allgemein

Der Weltmarkt für Superkondensatoren wird im Jahr 2023 voraussichtlich 4,4 Mrd. USD erreichen. Langfristig wird erwartet, dass der Markt bis 2031 auf über 10 Mrd. USD anwächst.

Dieses Marktwachstum und die steigende Nachfrage nach Superkondensatoren werden vor allem durch den Wandel hin zu einem nachhaltigen, umweltbewussten Verhalten angetrieben. Superkondensatoren sind eine entscheidende Komponente für die Elektrifizierung und Hybridisierung des Stromnetzes, der Industrie, der Fahrzeuge und der Personenkraftwagen.

Automobilbranche

Der rasch voranschreitende Übergang zu elektrifizierten Automobilen, der auch durch neue, strengere Umweltvorschriften vorangetrieben wird, eröffnet auch für Superkondensatoren neue globale Absatzmärkte. Sie werden nicht die Haupttraktionsbatterie sein, aber Superkondensatoren können in jedem Elektrofahrzeug für Niederspannungslösungen eingesetzt werden. Sie würden Blei-Säure-Batterien ersetzen, die als umweltschädlich gelten.

Im Jahr 2023 stieg der weltweite Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden im Vergleich zum Vorjahr um 31 %. Es wird erwartet, dass sich dieses Wachstum 2024 fortsetzt. Die Tendenz zur Elektrifizierung ist eindeutig. Kurzfristige Nachfrageschwankungen sind zwar zu erwarten, aber die OEMs haben sich auf Elektroautos eingestellt.

Energie und Versorgungsunternehmen

Die Kapazität an erneuerbarer Energie belief sich 2023 auf ca. 507 GWh, was ca. 50 % mehr als im Vorjahr ist. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist weltweit einer der größten Trends für die nächsten Jahrzehnte.

Superkondensatoren und SuperBatterien werden unter anderem zur Steuerung von Windturbinen und zur Netzstabilisierung eingesetzt, wobei letztere mit der Stilllegung von Kraftwerken, die auf fossilen Brennstoffen basieren, immer wichtiger wird. Da immer mehr erneuerbare Energien in Betrieb genommen werden, benötigen die Netze Stabilisierungs- und Pufferspeicher, und hier bieten die Produkte von Skeleton eine hervorragende Anwendungsmöglichkeit.

Industrie

Der Industriesektor profitiert von zwei Triebkräften: Elektrifizierung und Digitalisierung. Ähnlich wie andere Sektoren ist auch der Industriesektor von Initiativen zum Klimawandel und dem Druck zur Steigerung der Energieeffizienz betroffen. Industrieanlagen werden Pufferspeicher benötigen und auch Industriefahrzeuge wie fahrerlose Transportsysteme und Gabelstapler werden elektrifiziert werden.

Superkondensatoren und SuperBatterien bieten umweltfreundliche und energieeffiziente Lösungen u.a. für Fahrzeuge in Lagerhallen und KERS (Kinetic Energy Recovery System) im Öl- und Gassektor.

McKinsey schätzt, dass der größte Teil des Stroms in der Industrie, die im Vergleich zu allen anderen Sektoren der größte Stromverbraucher ist, für Maschinen wie Pumpen, Roboterarme und Förderbänder verwendet wird. Alle diese Maschinen müssen entweder elektrifiziert werden oder benötigen möglicherweise einen Pufferspeicher, um zuverlässig zu arbeiten. Daher ist es ein riesiger Zielmarkt sowohl für Superkondensatoren als auch für die SuperBatterie-Technologie.

Transport

Wie im Automobilsektor ist auch im Verkehrssektor der Wechsel zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen ein weltweiter Trend, wobei sowohl Verkehrsunternehmen als auch Regierungen die Elektrifizierung vorantreiben.

Superkondensatoren bieten KERS-Systeme für leichte Schienenfahrzeuge, Energiespeicher für Hybridbusse, Stromversorgungen für Züge und Wasserstoffbusse. Darüber hinaus bietet SuperBattery Hybridisierungs- und Schnellladeanwendungen für schwere Nutzfahrzeuge an.

Die Lösungen von Skeleton ermöglichen beispielsweise Anwendungen wie elektrische Katalysatorheizungen, mit denen Lkw die von den Abgasnormen vorgegebenen Standards erfüllen können. Die SuperBattery kann auch als Hauptantriebsbatterie für kurze Fahrten eingesetzt werden, z. B. für Nutzfahrzeuge, die kurze Routinerouten fahren.

Einer der wichtigsten Treiber auf dem Markt sind Elektro-Lkw. In den USA hat sich das Wachstum bei Elektro-Lkw im Vergleich zum Vorjahr etwa verfünffacht. Die Produkte von Skeleton helfen bei der Emissionsreduzierung in diesem Sektor.

Rechtlicher Rahmen für die Förderung erneuerbarer Energien

Es gibt zahlreiche Initiativen von Regierungen auf der ganzen Welt, um den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Diese Initiativen geben dem Unternehmen zusätzlichen Rückenwind, da Superkondensatoren und SuperBatterien eine wesentliche Rolle bei der grünen Transformation und Elektrifizierung der Industrie spielen.

Neben vielen anderen Initiativen trat im Juni 2021 der European Climate Change Act der EU-Kommission in Verbindung mit dem Maßnahmenpaket „Fit for 55" in Kraft. Das Maßnahmenpaket sieht vor, die Kohlenstoffemissionen von Pkw bis 2030 um 55 % und die von Lkw um 50 % zu senken.

Ab 2026 soll auch der Straßenverkehr in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden, was weitere Anreize für den Einsatz neuartiger Energiespeichertechnologien wie Superkondensatoren und Superbatterien schaffen wird. Nach den derzeitigen Plänen dürfen bis 2035 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden, mit Ausnahme von sogenannten E-Fuels.

Die EU-Vorschriften sehen vor, dass die Emissionen von Personenkraftwagen bis 2030 um 55 % und die von Kleintransportern bis zum selben Jahr um 50 % gesenkt werden. Dies kann durch eine Kombination aus vollständiger Elektrifizierung, aber auch durch Hybridisierung erreicht werden. Die Produkte von Skeleton können sowohl bei vollelektrischen Fahrzeugen als auch bei Hybridfahrzeugen eine Rolle spielen.

Darüber hinaus sollen die EU-Länder im Rahmen der Fazilität für Konjunkturbelebung und Widerstandsfähigkeit 672 Mrd. Euro erhalten, von denen sie mindestens 37 % für Reformen oder Aktivitäten verwenden müssen, die die Klimaziele unterstützen.

3.3. Geschäftsentwicklung im Jahr 2023

Im Laufe des Jahres 2023 begann Skeleton mit der Lieferung von Produkten an einen deutschen Premium-OEM. Die Lieferungen erfolgen noch nicht in großen Mengen, aber die ersten Lieferungen an Fahrzeuge, die auf die Straße gehen, wurden durchgeführt. Aus Gesprächen mit dem Management haben wir erfahren, dass Experten der Automobilindustrie der Meinung sind, dass Superkondensatoren das Potenzial haben, in mindestens jedem zweiten Elektroauto zu stecken. Und zwar nicht als Hauptantriebsbatterie, sondern auf Niederspannungsbordnetzen. Außerdem wurden die Produkte von Skeleton für den Einsatz bei einem globalen LKW-OEM für Niederspannungsbatterien qualifiziert. Im Bereich der Stromnetze hat Skeleton sein Produkt für einige Schlüsselanwendungen entwickelt. Die Einführung erneuerbarer Energien in das Stromnetz erfordert Anwendungen zur Netzstabilisierung, und Superkondensatoren eignen sich hervorragend für dieses Segment.

Der Schwerpunkt lag auf der Validierung der Produkte bei Großkunden, die als Grundlage für ein signifikantes Wachstum dienen würden, sobald die neue Fabrik in Leipzig im Jahr 2025 vollständig in Betrieb ist.

Im 3. Quartal schloss STG seine Kapitalbeschaffung in Höhe von 108 Mio. Euro ab. An der Runde beteiligten sich unter anderem Siemens Financial Services, Marubeni und CBMM. Diese Finanzierung beschleunigt die Entwicklung von Produkten der nächsten Generation und finanziert den Ausbau der Produktion.

Das Unternehmen hat seine Geschäftsbeziehungen vertieft, seine Produkte validiert und wichtige Anlagen für die neue Fabrik im Jahr 2023 gekauft. In der Zwischenzeit wirkten sich das schwache Wirtschaftswachstum und die industrielle Nachfrage auf die Kundenaufträge aus, da bestimmte Lieferungen zeitlich nach vorne verschoben wurden. Im Laufe des Jahres verbesserten sich die Probleme in der Lieferkette, beeinträchtigten aber immer noch die pünktliche Lieferung bestimmter Komponenten.

Im Jahr 2023 erhielt das Unternehmen insgesamt 12,4 Mio. Euro an Zuschüssen, darunter 11,1 Mio. Euro von EuBatIn, dem Zuschuss der deutschen Regierung. Skeleton sicherte sich neue Zuschüsse in Höhe von 437 Tausend Euro. Der Gesamtbetrag der nicht verwendeten Zuschüsse belief sich am Ende des Jahres auf 29,2 Mio. Euro. Da sich der Konzern in der Aufbauphase befindet und nicht regelmäßig Gewinne erwirtschaftet, zahlt der Konzern derzeit keine Dividenden und verfolgt keine Dividendenpolitik.

3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren und Prognoseerfüllung

Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBIT und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir unseren Umsatz um ca. 13% gegenüber dem Vorjahr steigern. Das schwache Wirtschaftswachstum und die Nachfrage der Unternehmen wirkten sich auf die Kundenaufträge aus, da bestimmte Lieferungen zeitlich vorgezogen wurden. Das Unternehmen konzentrierte sich auch weitgehend auf die Produktvalidierung mit wichtigen Kunden. Erhebliche Investitionen in F&E, der Scale-up und die Erhöhung von Lagerbeständen führten zu einem stärkeren Rückgang des operativen Cashflows als erwartet im Jahr 2023. Da zudem bestimmte Auslieferungen zeitlich vorverlegt wurden, wirkte sich dies ebenfalls auf den Umsatz und den operativen Cashflow aus. Das EBIT sank wie erwartet deutlich auf - 4.950 TEUR (Vorjahr: - 483 TEUR).

Die Vorjahresprognose wurde also aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse teilweise erreicht und teilweise verfehlt.

3.5. Nettovermögen

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme um 8,7 Mio. Euro auf 63,1 Mio Euro. Die Investitionen wurden auf Gesellschafterebene durch die Aufnahme von Eigenkapital und Wandelschuldverschreibungen und auf Unternehmenebene durch zusätzliche Einlagen in das Eigenkapital sowie durch die Gewährung von Fördermitteln finanziert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) erhöhten sich um 4,0 Mio. Euro (Ausübung des Bilanzierungswahlrechts). Den Investitionen (im Wesentlichen Eigenleistungen) stehen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 1,7 Mio. Euro gegenüber. Die aktivierten Entwicklungskosten werden teilweise durch STG und direkte öffentliche Investitionszuschüsse finanziert. Die Entwicklungen betreffen die Entwicklung neuer Produkte, neue Verfahren zur Effizienzsteigerung im Betrieb und zur Vergrößerung der Fertigung.

Das Wachstum der Vorräte ist weitgehend auf das erwartete Umsatzwachstum zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 2,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Zuschüssen (Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Aufwandsentschädigungen) zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro (siehe 3.6. Finanzielle Lage). STG war Ende 2023 so gut kapitalisiert wie nie zuvor.

Latente Steuern ergeben sich aus der Saldierung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und passiven latenten Steuern auf selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte. Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, die innerhalb der nächsten fünf Jahre verwertbar sind.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 24,7 Mio. Euro realisiert. Dies zeigt das Engagement der Aktionäre.

Die sonstigen Rückstellungen stagnierten um 2,1 Mio. Euro.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der planmäßigen Rückzahlung eines Darlehens an die EIB.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um fast die Hälfte reduziert. Dies hängt weitgehend von der Fälligkeit bestimmter Rechnungen ab. Die Bedingungen mit den Lieferanten haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert hauptsächlich aus der Rückzahlung der kurzfristigen Darlehen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Jahr 2023.

3.6. Finanzielle Lage

Im Laufe des Jahres hatte das Unternehmen seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht und zusätzlich in die Vorbereitung des Leipziger Standortes auf das Scale-up und den Bau der Fabrik investiert. Der operative Cashflow war mit 13,8 Mio. Euro negativ (2022: -0,2 Mio. Euro). Außerdem kaufte das Unternehmen im Laufe des Jahres Vorräte für zukünftige Lieferungen. Das Nettoumlaufvermögen hat im Laufe des Jahres 20,0 Mio. Euro gebunden.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf - 8,8 Mio. Euro. Im Jahr 2023 tätigte das Unternehmen die ersten Investitionen für das neue Werk in Leipzig und investierte zudem in die fortlaufende Entwicklung der eigenen Produkte. Die wichtigsten Anschaffungen für den Standort in Leipzig werden jedoch im Jahr 2024 getätigt. Den Investitionen in das Anlagevermögen - im Wesentlichen Investitionen in Entwicklungsleistungen - stehen im Jahr 2023 Mittelzuflüsse aus bilanzierten Zuwendungen für Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) gegenüber.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 17,3 Mio. EUR (2022: 2,3 Mio. EUR). Das Unternehmen erhält seine Finanzmittel von der Gruppe und aus Zuschussfinanzierungen. Der Konzern finanziert die Skeleton Technologies GmbH hauptsächlich durch Eigenkapitalzuführungen. Auf der Seite der Zuschussfinanzierung sicherte sich das Unternehmen im Jahr 2021 51 Mio. EUR von EuBatIn. Dies ist das größte Zuschussprogramm, aus dem das Unternehmen Mittel bezieht. Die Erlöse werden für den Ausbau der Superkondensatoren verwendet.

3.7. Ergebnis

Das Unternehmen konnte den Umsatz - hauptsächlich aus Produktverkäufen - auf 23,7 Mio. EUR im Jahr 2023 steigern (Vorjahr: 20,9 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus Zuschüssen.

Das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen plus aktivierte Eigenleistungen) beträgt 60,9 % im Jahr 2023 (Vorjahr: 57,5 %). Dieser leichte Rückgang ist auf eine Kombination aus Produktmix und Änderungen bei den Rohstoffkosten zurückzuführen.

Im Jahr 2023 sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist vor allem auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und allgemeine Lohnerhöhungen zurückzuführen. Die Belegschaft wurde vor allem in den Bereichen Produktion und F&E aufgestockt.

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen, da sich das Unternehmen auf den Ausbau der Leipziger Superfactory vorbereitete. Zuwächse gab es in den Bereichen Vertrieb, Technik, Engineering und allgemeine Verwaltung. Die betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt von 12,8 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR im Jahr 2023.

Die Zinsaufwendungen gingen im Laufe des Jahres zurück. Dies ist auf die Rückzahlung des EIB-Darlehens zurückzuführen.

Das EBIT betrug 5,0 Mio. EUR (2022: -0,5 Mio. EUR). Der höhere Verlust ist darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen seinen Betrieb in Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase vergrößert hat. Das Unternehmen arbeitet derzeit in einer Pilotanlage in der Nähe von Dresden, wo das Wachstum durch die vorhandene Ausrüstung begrenzt ist. Dies begrenzt das Umsatzwachstum und das Margenprofil, das es generieren kann.

3.8. Forschung und Entwicklung

Die Skeleton Technologies Group OÜ, zu der die Skeleton Technologies GmbH gehört, beschäftigt ein großes Forschungs- und Entwicklungsteam. Ende 2023 beschäftigte die Gruppe 45 Personen in der Technik, 13 in der Produktentwicklung und -prüfung und 8 im Projektmanagement und in der Anwendungstechnik. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 66 Mitarbeiter, von denen die meisten direkt in der Forschung und Entwicklung tätig sind. Die Mitarbeiter von STG decken ein breites Spektrum von Disziplinen ab (Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Ingenieurwesen und Informatik). Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2023 auf 9,8 Mio. Euro, wovon Entwicklungskosten in Höhe von 5,8 Mio. Euro aktiviert wurden. Darin enthalten sind Personalkosten, Gemeinkosten sowie Abschreibungen und Amortisationen. Das Unternehmen investiert weiterhin in großem Umfang in Zukunftstechnologien. Im Vordergrund stehen dabei die Entwicklung der SuperBattery, einer Hochleistungsbatterie, und das von STG entwickelte Material Curved Graphene. Die Skeleton Technologies GmbH profitiert von den F&E-Aktivitäten der Gruppe, da sie die Module und Zellen, die das Ergebnis der genannten F&E-Arbeiten sind, herstellt und vertreibt.

In Zukunft soll die Zahl der Mitarbeiter entsprechend der Expansion des Unternehmens weiter steigen. Hauptziel der konzernweiten F&E-Aktivitäten ist die Weiterentwicklung von Superkondensatoren, SuperBattery und Curved Graphene sowie der Ausbau der Produktion.

Der F&E-Bereich von STG deckt ein breites Spektrum ab, von der Materialentwicklung bis zur Software. Die Gruppe nutzt auch eine IP-Strategie, um ihr Portfolio zu schützen.Skeleton und die anderen Unternehmen der Gruppe führen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in drei Hauptbereichen:

1. Entwicklung von Werkstoffen: Die Unternehmen der Gruppe entwickeln ein proprietäres Material, Curved Graphene, das die Eigenschaften von Superkondensatoren und der SuperBatterie deutlich verbessert. Unter anderem entwickelt die Gruppe das Material weiter, um seine Reinheit und Skalierbarkeit zu optimieren, Faktoren, die die Herstellung von Energiespeichern höchster Qualität in industriellem Maßstab ermöglichen.

2. Zellentwicklung: Das Zellentwicklungsteam von Skeleton arbeitet weiter an der Entwicklung der Superkondensatoren und konzentriert sich darauf, die SuperBatterie in den industriellen Maßstab zu bringen. Das Team arbeitet auch an der Senkung der Produktionskosten der Zellen.

3. Entwicklung von Modulen: Module sind Endprodukte, die an Kunden verkauft werden. Die Modulentwicklung entwirft die Module für verschiedene Anwendungen, die auf den Bedürfnissen der Kunden basieren. Dazu gehört auch die Software-Ebene, die es den Kunden ermöglicht, Überhitzung und andere Probleme zu vermeiden und so die Lebensdauer des jeweiligen Produkts zu verlängern.

Die Entwicklungen von Skeleton wurden auch von Regierungen unterstützt. Im Jahr 2023 sicherte sich das Unternehmen eine weitere Finanzierung durch die deutsche Regierung in Höhe von rund 12,4 Mio. Euro. Der Zuschuss unterstützt das Unternehmen bei der Erweiterung seiner Produktion.

3.9. Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der Gesellschaft keine derivativen Finanzinstrumente oder Absicherungsgeschäfte eingesetzt.

Es bestehen begrenzte Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die für Skeleton minimal begrenzt sind, da es sich bei den Kunden überwiegend um globale Blue-Chip-Kunden handelt.

Gewisse Währungsrisiken bestehen im Bereich der Beschaffung, da ein Teil des Materials in US-Dollar und japanischen Yen eingekauft wird. Außerdem wird ein Teil der Produkte auf dem US-Markt für US-Dollar verkauft. Die wichtigsten Finanzforderungen und -verbindlichkeiten lauten auf Euro und bergen keine Währungsrisiken.

Im Jahr 2023 zahlte das Unternehmen das Darlehen an die EIB zurück, sodass keine Zinslast und damit aktuell kein direktes Risiko von Zinsschwankungen besteht.

4. Prognosebericht

Ermutigt durch das langfristige Potenzial der Produkte und des Endmarktes, konzentriert sich Skeleton voll und ganz auf die Ausweitung der Produktion und die Weiterentwicklung seiner Produkte und Technologien. Das bedeutet, dass wir unseren Kunden hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten sowie die Vorbereitungen und den Kauf von Ausrüstung für eine neue Fabrik in Leipzig fortsetzen. Das Wachstum bedeutet auch, die Zusammenarbeit mit den Kunden zu vertiefen, weiterhin gezielt in Forschung und Entwicklung zu investieren und eine skalierbare und zukunftssichere Organisation aufzubauen.

Im Jahr 2024 konzentriert sich das Unternehmen auf wichtige Kunden, die ein langfristiges, hohes Volumenwachstum unterstützen, und sichert alle Gerätekäufe sowie die Entwicklung der Geräte zusammen mit den Lieferanten, um den Skalierungsanforderungen und Kapazitäten gerecht zu werden. Außerdem entwickeln wir sowohl die Superkondensator- als auch die SuperBatterie-Technologie weiter, zusätzlich zur Weiterentwicklung von gebogenem Graphen. Skeleton kann sich von der Konkurrenz abheben, indem es Produkte auf der Grundlage eigener Materialien mit verbesserten Spezifikationen anbietet und Produkte sowohl auf der Hardware- als auch auf der Softwareseite so entwickelt, dass sie den Kunden- und Anwendungsanforderungen entsprechen. 2023 war ein grundlegendes Jahr, um das Unternehmen bei der Erreichung seiner langfristigen Ziele zu unterstützen.

Für 2024 erwarten wir einen mittleren Anstieg des Umsatzes und ein ähnliches Niveau von EBIT und operativem Cashflow. Dies liegt daran, dass Skeleton weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert und sich auf den Ausbau der Fabrik in Leipzig im Jahr 2024 vorbereitet. Der kommerzielle Fokus wird auf der weiteren Validierung der Produkte mit wichtigen Kunden und dem Aufbau des Auftragsbestandes für langfristige Lieferungen liegen.

5. Risiko- und Chancenbericht

Das allgemeine Risikoprofil von Skeleton bleibt ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Unsere Konkurrenten sind rund um den Globus angesiedelt - in Europa, den USA und Asien. Skeleton hebt sich von der Konkurrenz ab, indem wir - unserer Meinung nach - überlegene Eigenschaften unserer Superkondensatoren und mehr als 10 Jahre Erfahrung auf dem globalen Markt haben und namhafte Kunden bedienen. Außerdem ist Curved Graphene ein Material, das nur Skeleton verwenden kann, was dem Unternehmen einen Vorteil bei der Energiespeicherung verschafft.

Skeleton ist wie jedes Unternehmen von der allgemeinen Weltwirtschaft und dem Investitionsklima betroffen. Aufgrund unseres Geschäftsfeldes und in Anbetracht der Megatrends Klimawandel, Energieeinsparung und Elektrifizierung sind wir weniger anfällig, aber immun gegen kurzfristige Marktschwankungen und Volatilität. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich nicht direkt auf unser Geschäft oder unsere langfristigen Aussichten ausgewirkt. Er hat jedoch wahrscheinlich die Kapitalkosten und das Investitionsklima im Allgemeinen aufgrund der Unsicherheit beeinträchtigt.

Die bestehenden allgemeinen Gewährleistungsrisiken werden durch unsere IATF-zertifizierten Qualitätskontrollen gesteuert.

Die Beschaffungsrisiken hängen mit den globalen Lieferketten zusammen, die bereits gestört wurden und weiter gestört werden können. Skeleton konzentriert sich mehr auf europäische Lieferanten, um solche Risiken zu mindern. Der Beschaffungsprozess unterscheidet sich teilweise von dem der Batterieindustrie, da das Unternehmen keine Materialien wie Nickel oder Kobalt oder leicht entflammbare Materialien verwendet, die bei Transport oder Lagerung gefährlich sein können. Da kein Nickel oder Kobalt verwendet wird, ist auch das Risiko geringer, dass Materialien aus Ländern mit einem instabilen politischen Umfeld bezogen werden.

Skeleton ist auch dem allgemeinen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ausgesetzt. Die Personalrisiken werden als mittel eingestuft. Die Hauptrisiken beziehen sich auf Personal mit branchenspezifischen Kenntnissen und Erfahrungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Batterie- und Energiespeicherbranche in Europa relativ jung ist. Das Unternehmen zieht Talente an, indem es Aktienoptionspakete anbietet und ein Umfeld schafft, das die persönliche Entwicklung fördert.

Die Gruppe hat ihre Schlüsseltechnologie durch Patente geschützt. Die Patente decken viele Teile der Wertschöpfungskette ab, von der Werkstofftechnologie bis zu den Herstellungsverfahren.

Zur Steuerung des Kreditrisikos wickeln Skeleton und die mit ihr verbundenen Unternehmen Transaktionen ab und hinterlegen verfügbare Mittel nur bei führenden Kreditinstituten ihres Sitzes, die internationalen Konzernen angehören und über ein internationales Kreditrating verfügen. Beim Verkauf von Waren stützt sich das Kreditrisikomanagement vor allem auf die Überwachung der finanziellen Lage der Transaktionspartner und deren Zahlungsverhalten. Skeleton nutzt auch externe Rating-Agenturen, um die finanzielle Gesundheit potenzieller Lieferanten zu beurteilen. Sollten sich negative Muster im Verhalten der Transaktionspartner abzeichnen, verhängt der Konzern Verkaufsbeschränkungen und verlangt Vorauszahlungen oder die Stellung von Bankgarantien.

Zum Ende des Berichtszeitraums hatte Skeleton keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf eine andere Währung als den Euro lauteten. Teilweise Verkäufe in US-Dollar und Einkäufe von Materialien in US-Dollar und japanischen Yen stellen ein Wechselkursrisiko dar. Die Käufe und Verkäufe in US-Dollar gleichen das offene Risiko teilweise aus.

Im Jahr 2023 zahlte das Unternehmen das Darlehen an die EIB zurück. Im Laufe des Jahres nahm die STG eine Wandelanleihe in Höhe von 50 Mio. EUR auf. Dieses Instrument ist ebenfalls mit einem schwankenden Zinssatz verbunden, doch werden die Zinsen für das Darlehen erst bei Fälligkeit zurückgezahlt. Dies gilt für den Fall, dass das Darlehen zurückgezahlt und nicht in Eigenkapital umgewandelt wird. Damit ist Skeleton nur indirekt über das Mutterunternehmen einem Zinsrisiko ausgesetzt.

Zusätzlich ergeben sich finanzielle Risiken aus dem Umstand, dass sich die Gesellschaft aktuell im Auf- und Ausbau der Superfactory und im Scale-up ihres Produktportfolios befindet und daher noch auf die finanzielle Unterstützung der (mittelbaren) Gesellschafter angewiesen ist. Sollten die avisierten finanziellen Stützungsmaßnahmen der (mittelbaren) Gesellschafter kurz- und mittelfristig ausbleiben bzw. sich deutlich reduzieren, wäre die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigt und die Wachstumsstrategie könnte nicht wie geplant umgesetzt werden. Voraussetzung für das weitere (mittelbare) Gesellschaftercommitment ist die kurz- und mittelfristige Erreichung des Business Planes sowie der avisierten Entwicklungsziele. Mit Datum vom 13. Mai 2024 wurde eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft mit Gültigkeit bis zum 15. Mai 2026 ausgestellt.

Länder auf der ganzen Welt haben sich Ziele gesetzt, um ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu verringern. Folglich gibt es ein großes Marktpotenzial. Da Lithium-Ionen-Batterien an ihre physikalischen Grenzen stoßen und für verschiedene Anwendungen zur Energiespeicherung nicht wirtschaftlich sind, spielen Superkondensatoren und die SuperBatterie eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Das Unternehmen bietet Lösungen für verschiedene Industriezweige an und ist daher nicht von den Zyklen der Industrie abhängig. Die Superkondensator- und SuperBatterie-Technologie wird ein integraler Bestandteil der Welt der niedrigen Kohlenstoffemissionen sein.

Es wird immer deutlicher, dass Superkondensatoren in der Welt der erneuerbaren Energien benötigt werden, da die Stromnetze instabil werden und die Industrie eine hohe Stromqualität benötigt. Solche Probleme erfordern eine Hochleistungs-Energiespeicherung zur Stabilisierung der Netze und zur Gewährleistung der Stromqualität. Superkondensatoren sind dafür hervorragend geeignet. Auch Elektrofahrzeuge benötigen Niederspannungslösungen, und die Lithium-Ionen-Batterie ist dafür nicht gut geeignet. Das Gleiche gilt für die SuperBattery, da diese Hochleistungsbatterie aufgrund ihrer schnellen Ladezeit und langen Zykluslebensdauer die Anforderungen von Anwendungen im Bereich von bis zu 45 Minuten erfüllen kann. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Superkondensatoren und die SuperBattery eine wesentliche Rolle bei der Elektrifizierung von Netzen, Fahrzeugen und der Industrie spielen können.

Skeleton ist zuversichtlich und hält an seiner langfristigen Strategie fest.

Mit der vorliegenden Patronatserklärung der Muttergesellschaft ist derzeit die fortgesetzte Finanzierung der Geschäfts- und Investitionstätigkeit von Skeleton gesichert. Es wurden keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen festgestellt.

 

Dresden, den 17. Mai 2024

Skeleton Technologies GmbH

Management

Taavi Madiberk

Dr. Linus Froböse

Tobias Hüppe

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Skeleton Technologies GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Skeleton Technologies GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Skeleton Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 22. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Schubert, Wirtschaftsprüferin

Angabe gemäß § 328 Abs. 1a S. 1 HGB

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. November 2024 festgestellt.

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