Engonia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Selbe AdressePraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Bokelmann seit 14.4.2020 | Vorstandsmitglied |
Günter Meyer seit 14.4.2020 | Vorstandsmitglied |
Michael Dr. Thygs seit 14.4.2020 | Vorstandsmitglied |
Robin Wunsch seit 14.4.2020 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GuideCom AGMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die GuideCom AG mit Sitz in Münster (Amtsgericht Münster, HRB 18577) ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 256a HGB sowie 264 ff. HGB) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung der Bilanz gem. § 266 Abs. 1 HGB und bei der Aufstellung des Anhangs gem. § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht der des Vorjahres. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden sofort ergebniswirksam abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung entspricht den Grundsätzen der §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 und 4 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgt nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge und berücksichtigt alle Risiken. Die übrigen Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Weitere Haftungsverhältnisse sind nicht auszuweisen, als diejenigen, die im Jahresabschluss zum Ansatz gelangten. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.
D. Sonstige Angaben 1. Angaben zu den Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten gem. § 285 Nr. 1 und 2 HGB Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zugrunde. 2. Finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Die finanziellen Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf ca. T€ 1.353,8 für 2024. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
3. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl gem. § 285 Nr. 7 HGB Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 228 (Vj. 190) Mitarbeiter. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats gem. § 285 Nr. 9 HGB Zu den Gesamtbezügen des Vorstandes nimmt die Gesellschaft die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Bezüge in Höhe von T€ 36,0 an den Aufsichtsrat gezahlt. 5. Angaben zu Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats gem. § 285 Nr. 10 HGB Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bestellt: Aufsichtsrat: - Herr Robert Baresel, Vorsitzender, Dipl.-Kfm., - Frau Prof. Dr. Margret Borchert, Universitätsprofessorin, - Herr Prof. Dr. Jan Recker, Universitätsprofessor. Vorstand: - Herr Robin Wunsch (Sprecher), Münster, Kaufmann, - Herr Mathias Bokelmann, Münster, Kaufmann, - Herr Günter Meyer, Münster, Kaufmann, - Herr Dr. Michael Thygs, Münster, Kaufmann. 6. Eigene Anteile gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG Zum 31.12.2023 waren keine eigenen Aktien im Bestand. 7. Grundkapital gem. § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG Das Grundkapital ist in 51.000 Stammaktien eingeteilt. Die Aktien haben einen Nennwert von 1,00 €/Stück. 8. Angaben zu Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung gem. § 285 Nr. 31 HGB In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist eine Forschungszulage in Höhe von T€ 1.000,0 enthalten.
Münster, 2. Mai 2024 Robin Wunsch Mathias Bokelmann Günter Meyer Dr. Michael Thygs LageberichtInhalt 1. Grundlagen des Unternehmens. 2. Forschung und Entwicklung. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen. 3.2 Geschäftsverlauf und Lage. 4. Chancen- und Risikobericht 5. Prognosebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Als Impulsgeber und Wegbereiter für die neuen Chancen der digitalen Zeit transformiert die GuideCom AG Organisationen und Services. Dabei unterstützt sie Unternehmen durch digitale Plattformlösungen auf Basis modernster Technologien und Konzepte mit dem Fokus auf Prozessautomation, Personalentwicklung und -management, Unternehmensführung, Vertrieb und Steuerung. Die Lösungen integrieren sich nahtlos in die digitale Infrastruktur der Unternehmen, automatisieren Arbeitsabläufe, optimieren durch intelligente Datennutzung die Steuerung, beschleunigen Entscheidungsprozesse und ermöglichen Unternehmen so eine erfolgreiche Transformation. Da die GuideCom AG mit ihrem Team die gesamte Wertschöpfungskette des Digitalisierungsprozesses abdeckt, von der Software-Erstellung, dem beratenden Vertrieb, Projektleitung & -beratung, Change Management bis hin zu Trainings und zum technischen Betrieb sowie Support, versteht sie sich als Full-Service Digitalisierungspartner. Zum Zeitpunkt der Unternehmensgründung im Jahr 2000 hatte sich die GuideCom AG auf Finanzdienstleister spezialisiert, jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt weitere Branchen für das Geschäftsmodell in den Blick genommen. Noch heute hat dieses Marktsegment eine besondere Bedeutung für die GuideCom AG, die sich in zahlreichen Kunden sowie spezialisierten Branchenlösungen ausdrückt. Hinzu kommt eine breite Kundenbasis von teilweise international tätigen Unternehmen aller Größenordnungen von kleinen Mittelständern bis hin zu DAX-Unternehmen. Die digitalen Lösungen werden nahezu ausschließlich in der Cloud als Software as a Service-Lösung (SaaS) angeboten. Das Geschäftsmodell basiert dementsprechend zum Großteil auf wiederkehrenden Erlösen. Die Lösungen werden durch die GuideCom AG in hochabgesicherten Rechenzentren für die Kunden betrieben. Hierbei gelten die hohen Standards der europäischen Datenschutzgesetze. 2. Forschung und Entwicklung Um den Interessenten und Kunden der GuideCom AG stets die bestmöglichen Lösungen bieten zu können, richtet sich das Produktportfolio an den Trends und Anforderungen der Arbeitswelt von Morgen aus und unterliegt einer ständigen Überprüfung und Weiterentwicklung. Zudem investiert die GuideCom AG kontinuierlich in die Transformation der mit den Produkten verbundenen Services, um die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und die Qualität der Kundenerfahrungen auszubauen. Verbunden mit der auf Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie kommt der Innovations- und Veränderungsfähigkeit der GuideCom AG eine besondere Bedeutung zu. Deutsche Unternehmen haben im Jahr 2021 im Schnitt 3,4% ihres Umsatzes in Forschung & Entwicklung investiert, der für die GuideCom AG relevante Informations- und Kommunikationssektor nimmt mit 6,2% nach wie vor eine Spitzenposition ein. Als Innovationstreiber liegen die Investitionen der GuideCom AG deutlich über diesen Werten mit dem Ziel, besondere Kundenerfahrungen zu gestalten, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und weitere Marktanteile zu gewinnen. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor von den Folgen des Kriegs in der Ukraine betroffen. Während sich sowohl die Inflation als auch die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr langsam auf einem etwas niedrigeren Niveau stabilisierten, geriet die Wirtschaft besonders durch steigende Zinsen und geringe Nachfrage ins Stocken. Betroffen waren vor allem das produzierende und verarbeitende Gewerbe, deren Wachstumsrückgang nur teilweise vom Dienstleistungssektor aufgefangen werden konnte. Insgesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2023 um 0,3%. Durch die voranschreitende Digitalisierung gewannen Software-Unternehmen auch im Jahr 2023 zunehmend an Bedeutung und die Branche konnte ein Wachstum von 9,3% verbuchen, was sich voraussichtlich in ähnlichem Maße auch in den nächsten Jahren fortführen wird. Der intakte Megatrend Digitalisierung in Verbindung mit Fachkräftemangel und sich verändernder Arbeitsmodelle sorgt für eine starke Nachfrage nach Lösungen der GuideCom AG. Entsprechend positiv sind die Zukunfts- und Wachstumsaussichten. 3.2 Geschäftsverlauf und Lage Die GuideCom AG konnte ihre Erlöse - entgegen der unter 3.1 beschriebenen zurückhaltenden Marktentwicklung - in allen Geschäftsfeldern und im Rahmen der gesteckten Wachstumsziele steigern. Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 28% gesteigert werden, was einem Wachstum deutlich über dem Marktstandard entspricht. Treiber dieser Entwicklung waren zahlreiche Maßnahmen zur Anpassung an die neue Marktsituation, unter anderem die Optimierung der Marketingmaßnahmen auf digitalen Kanälen, die Intensivierung der Kundengewinnung, die Optimierung der Dienstleistungen in digitalen Formaten und schließlich die kontinuierliche Innovation von Produkten und Services zur Abbildung der sich ständig verändernden Kundenbedürfnisse. Zudem greift die Strategie der GuideCom AG, sich als Plattform-Anbieter in seinen Geschäftsfeldern zu etablieren und damit als thematisch breit aufgestellter, strategischer Partner wahrgenommen zu werden. Da die GuideCom AG einen hohen Wert auf Innovation und Veränderungskompetenz legt, wurden wie bereits in den Vorjahren auch wieder hohe Investitionen in die Personalkapazität getätigt. Der Personalaufwand stieg um 28,2% auf 19.747 TEUR (Vorjahr 15.408 TEUR). Über das Jahr 2023 waren durchschnittlich 228 Mitarbeitende (ohne Auszubildende und Vorstand) bei der GuideCom AG beschäftigt. Im Vorjahr betrug diese Kennzahl noch 190 Mitarbeitende. Durch diverse Investitionsmaßnahmen über das Jahr 2023 hinweg stiegen die Abschreibungen von 813 TEUR auf 860 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 10,8% auf 6.859 TEUR. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem positiven Jahresüberschuss von 898 TEUR (Vorjahr 1.290 TEUR) abgeschlossen werden. Insgesamt konnte damit ein weiteres, sehr erfolgreiches Jahr für die GuideCom AG verzeichnet werden. Das Umsatzwachstum konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert und der Wachstumspfad bestätigt werden. Die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung haben besonders in den Bereichen Innovation, People Management, Customer Experience, Organisation und Kollaboration sowie Technologie zu starken Kompetenzerweiterungen geführt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GuideCom AG ist unverändert als gut einzuschätzen. Das Umlaufvermögen konnte um 31,7% auf 12.219 TEUR (Vorjahr 9.277 TEUR) erhöht werden. Die Bilanzsumme stieg um 3.738 TEUR auf 15.873 TEUR. 4. Chancen- und Risikobericht Das Geschäftsmodell der GuideCom AG baut auf dem zunehmenden Bedürfnis nach digitalen Lösungen in allen Branchen der Wirtschaft auf und ist vor allem auf Transformation von Organisationen und Services spezialisiert. Durch eine Diversifizierung der Kundengruppen über alle Branchen hinweg können Klumpenrisiken effektiv vermieden werden. Das laufende Geschäft wird durch in Echtzeit generierte Kennzahlen kontrolliert und die Liquidität effizient gesteuert. Die wichtigste Basis für ein anhaltendes Wachstum der GuideCom AG bilden die Mitarbeitenden, die ambitionierte Ziele und exzellente Ergebnisse ermöglichen. Dem insbesondere im IT-Sektor verbreiteten Fachkräftemangel begegnet die GuideCom AG mit einer modernen Unternehmenskultur, besonderen Entwicklungsperspektiven, flexiblen Arbeitsmodellen und attraktiven Gehältern. Um dies abzusichern, führt die GuideCom AG regelmäßige Mitarbeiterbefragungen durch und nimmt erfolgreich am Arbeitsplatzkultur-Wettbewerb "Great Place to Work" teil, bei dem sich die GuideCom AG zuletzt als einer der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland, dem ITK-Bereich, NRW und auch im Münsterland beweisen konnte. Die eigene Aus- und Fortbildung unterstreicht die Ambition, einen signifikanten Teil des Personalbedarfs aus eigenen Ressourcen zu decken. Der ständig optimierte Prozess zur Markt- und Wettbewerbsbeobachtung ermöglicht eine schnelle Reaktion auf die sich branchenbedingt schnell verändernden Marktgegebenheiten. Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der GuideCom AG erfolgt im oder mithilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Zudem verarbeitet die GuideCom AG im Zuge der Bereitstellung von Banking- und HR-Software besonders sensible und nach Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) besonders schützenswerte Daten. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe ausgesetzt. Auch hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Um den Risiken angemessen zu begegnen, setzt die GuideCom AG setzt neben einer Zertifizierung nach ISO 27001 auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen. 5. Prognosebericht Die GuideCom AG ist nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 mit sehr guter Auftragslage in das Jahr 2024 gestartet. Als Fullservice Digitalisierungspartner sieht sich die GuideCom in Anbetracht der digitalen Transformationsbestrebungen von Unternehmen auch für die Zukunft hervorragend positioniert. Hohe Investitionen in Innovation und Forschung & Entwicklung tragen zudem dazu bei, dass die GuideCom AG als innovativer und strategischer Partner wahrgenommen wird. Entsprechend geht die GuideCom AG von einem weiteren Ausbau der Marktposition in 2024 aus. Der Internationale Währungsfonds erwartet für das globale Wachstum im Jahr 2024 eine Rate von +3,1%. Die größte Belastung für die Weltwirtschaft im Jahr 2024 sind die geopolitischen Konflikte und die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik in vielen Ländern. Die höheren Zinsen belasten den Konsum und die Investitionen und damit die konjunkturelle Entwicklung. Deutschland könnte den Erwartungen zufolge 2024 zumindest einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung verzeichnen (+0,3%). Hier bremst zusätzlich die unverändert mäßig wachsende globale Konjunktur die exportorientierte Wirtschaft. Aufgrund der stark diversifizierten Geschäftsfelder in Verbindung mit Produkten, die die Effizienz und Zukunftsorientierung von Unternehmen stärken, sind die direkten Auswirkungen auf die GuideCom AG begrenzt, vielmehr ist die GuideCom AG mittelbar durch teils ausgeprägte Einflüsse auf Kunden bzw. potenzielle Kunden betroffen. Entsprechend sondiert die GuideCom AG fortlaufend die Risiken, die sich für die Geschäftstätigkeit mittel- und unmittelbar ergeben. Insgesamt beobachtet und analysiert die GuideCom AG die geopolitische Lage laufend, insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, die Inflationsentwicklung in Verbindung mit hohen Energiepreisen sowie den anhaltenden Fachkräftemangel. Die GuideCom AG strebt selbst bei einer weiteren Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage für 2024 erneut eine deutliche Umsatz- und damit einhergehende Ergebnissteigerung an.
Münster, 2. Mai 2024 Robin Wunsch Mathias Bokelmann Günter Meyer Dr. Michael Thygs BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GuideCom AG, Münster Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der GuideCom AG, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GuideCom AG, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 3. Mai 2024 Dr.
Merschmeier + Partner GmbH
Scheiper, Wirtschaftsprüfer Jäger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.05.2024 festgestellt. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat ihm die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat zudem die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht, regelmäßig beraten und sich umfassend mit der operativen und strategischen Entwicklung der Gesellschaft auseinandergesetzt. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und grundsätzliche Fragen der Unternehmenssteuerung und Unternehmensplanung. Im Jahr 2023 stand zunächst noch die Aufarbeitung der Jahresabschlüsse seit 2018 inklusive der Überprüfung der Buchungen im Fokus. Alle Jahresabschlüsse konnten erfolgreich aufgearbeitet, Fehlerquellen sowie Verantwortlichkeiten identifiziert und präventive Maßnahmen für künftige Jahresabschlüsse beschlossen werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat zudem in ständiger Verbindung zum Vorstandssprecher gestanden und ließ sich kontinuierlich und unverzüglich über alle Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung der Gesellschaft berichten. Er führte mit dem Vorstandssprecher regelmäßig Gespräche im Interesse eines stetigen Informations- und Meinungsaustausches zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Zudem stand er zu den vorgenannten Themen in regelmäßigem Austausch mit den anderen Aufsichtsratsmitgliedern. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Mal getagt. Die geplante Bilanzsitzung im Mai 2023 wurde aufgrund der Notwendigkeit des Aufarbeitens der Jahresabschlüsse abgesagt und im September 2023 im Rahmen der Strategiesitzung nachgeholt. Gegenstand der Sitzungen waren die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens inklusive der Herausforderungen und Chancen für die GuideCom AG sowie auch potenzielle Risikosituationen. Es wurde die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage thematisiert, Vulnerabilitätsfaktoren der GuideCom AG und wie diesen begegnet wird. Darüber hinaus wurde die Strategie der Gesellschaft sowie wichtige Grundsatz- und Einzelfragen thematisiert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 einschließlich der Buchführung durch die ETL Hohaus Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Merschmeier + Partner GmbH, Münster, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat der GuideCom AG hat den Jahresabschluss 2023 erörtert und geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 13.05.2024 gebilligt.
Robert Baresel, Aufsichtsratsvorsitzender |
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