Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 766065
Eingetragen
10.8.2018
Branche
Architekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für HochbauArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Gegenstand
neutrale organisatorische Beratung und Unterstützung bei der wirtschaftlichen Planung und Errichtung von Gebäuden und baulichen Anlagen, insbesondere von landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, einschließlich der Bauauflagenbetreuung, Erstellung von privaten Ausschreibungen, Angebotsvergleichen und Vorschlägen zur Bauoptimierung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buchstelle LBV GmbH

Stuttgart

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 380.986,82 361.974,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.500,00 0,00
783.486,82 361.974,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 17.811.318,71 13.816.276,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.807.901,43 4.719.051,76
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.989,87 3.556.393,59
22.792.210,01 22.091.721,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00
2. Beteiligungen 367.337,53 417.497,53
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 819.448,86 12.970.267,48
1.286.786,39 13.387.765,01
24.862.483,22 35.841.461,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 186.026,51 111.102,35
2. Unfertige Leistungen 2.600.734,73 2.528.433,84
3. Waren 67.041,37 98.263,89
2.853.802,61 2.737.800,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.826.179,04 5.879.347,48
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.133.035,39 2.577.930,00
9.959.214,43 8.457.277,48
III. Sonstige Wertpapiere 0,00 11.869.346,55
IV. Flüssige Mittel 54.622.293,78 24.296.166,30
67.435.310,82 47.360.590,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 237.256,66 208.178,10
D. Aktive latente Steuern 12.535,09 12.314,54
92.547.585,79 83.422.544,40

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.800.000,00 4.800.000,00
II. Kapitalrücklage 3.098.428,80 3.098.428,80
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 50.019.050,30 50.019.050,30
IV. Konzernbilanzgewinn 8.923.483,28 628.887,15
66.840.962,38 58.546.366,25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 318.864,00 200.000,00
2. Steuerrückstellungen 365.540,00 365.540,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.579.506,86 6.172.613,75
7.263.910,86 6.738.153,75
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.380.346,14 8.832.615,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 529.069,92 566.386,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 83.246,46 35.778,05
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.448.174,97 8.700.120,15
18.440.837,49 18.134.899,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.875,06 3.124,98
92.547.585,79 83.422.544,40

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 48.472.683,68 48.718.829,30
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an unfertigen Leistungen 72.300,89 221.102,67
3. Sonstige betriebliche Erträge 736.911,48 1.598.942,50
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 529.049,13 791.935,35
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.783.130,13 1.949.714,26
2.312.179,26 2.741.649,61
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.192.965,92 29.265.319,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.178.750,24 6.672.358,93
36.371.716,16 35.937.678,43
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.097.882,94 1.715.194,84
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.514.193,86 6.199.117,96
8. Erträge aus Beteiligungen 65.625,00 65.625,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 8.642.283,18 4.484.463,70
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 889,27 4.341,44
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 72.669,67 6.709.001,02
12. Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen und von Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.195.868,85 1.923.495,95
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 309.128,00 279.490,72
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 271.875,57 1.091.325,31
15. Ergebnis nach Steuern 8.845.179,19 -1.503.649,23
16. Sonstige Steuern 50.583,06 50.533,06
17. Konzernjahresüberschuss (Vj. Konzernjahresfehlbetrag) 8.794.596,13 -1.554.182,29
18. Gewinnvortrag 128.887,15 2.183.069,44
19. Konzernbilanzgewinn 8.923.483,28 628.887,15

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss (Vj. Konzernjahresfehlbetrag) 8.794.596,13 -1.554.182,29
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.170.552,61 5.646.682,41
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -90.533,21 -10.631,00
+ Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 2.710.504,47
- Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -10.030,00
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 203.200,74 129.295,71
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -145.119,99 -1.027.584,73
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.148.454,41 2.421.179,43
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen +/- und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 304.688,15 1.140.837,10
/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.289.620,10 -1.029.918,96
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens -3.657.213,15 -871.223,57
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 308.238,73 275.149,28
- Sonstige Finanzerträge -553.301,91 -691.242,42
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 271.875,57 1.091.325,31
-/+ Ertragsteuerzahlungen -436.222,12 -1.203.839,25
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.732.687,04 7.016.321,49
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 95,00 0,00
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -646.715,52 -85.073,49
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 160.788,04 66.398,18
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.655.421,91 -6.749.213,27
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 28.036.726,70 12.017.976,52
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -12.706.893,48 -16.193.999,45
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 31.538.725,88 11.529.145,98
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -16.012.166,18 -15.825.267,56
+ Erhaltene Dividenden 553.301,91 691.242,42
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 28.268.040,44 -14.548.790,67
- Gezahlte Zinsen -175.000,00 -175.000,00
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -500.000,00 -500.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -675.000,00 -675.000,00
Zahlungswirksame Veränderung des gesamten Finanzmittelbestandes 30.326.127,48 -8.207.469,18
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24.296.166,30 32.503.635,48
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 54.622.293,78 24.296.166,30

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 4.800.000,00 3.098.428,80 47.019.050,30
Übertrag Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 3.000.000,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss,/ -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 4.800.000,00 3.098.428,80 50.019.050,30
Übertrag Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 4.800.000,00 3.098.428,80 50.019.050,30
Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 36.668,24 5.646.401,20 60.600.548,54
Übertrag Jahresergebnis 5.646.401,20 -5.646.401,20 0,00
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen -3.000.000,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung -500.000,00 0,00 -500.000,00
Konzernjahresüberschuss,/ -fehlbetrag 0,00 -1.554.182,29 -1.554.182,29
Stand 31.12.2020 2.183.069,44 -1.554.182,29 58.546.366,25
Übertrag Jahresergebnis -1.554.182,29 1.554.182,29 0,00
Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung -500.000,00 0,00 -500.000,00
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 8.794.596,13 8.794.596,13
Stand 31.12.2021 128.887,15 8.794.596,13 66.840.962,38

A. Registerinformationen

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Buchstelle LBV GmbH mit Sitz in Stuttgart im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 10393 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie dem GmbHG aufgestellt.

Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die vorgeschriebene Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 266 Abs. 2 und 3, § 275 Abs. 2 HGB wurde, mit Ausnahme des Postens "Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen und von Wertpapieren des Umlaufvermögens", in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ohne Einschränkungen angewendet.

C. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den vorliegenden Konzernabschluss sind gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen, die Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart, (kurz: Buchstelle LBV GmbH) und folgende Tochtergesellschaften, die voll konsolidiert werden, einbezogen:

Name und Sitz Anteil
%
LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH, Stuttgart 100
PRO-CM Computer Management und Service GmbH, Stuttgart 100
AgriConcept Beratungsgesellschaft mbH, Stuttgart 100
ObjektplanAgrar GmbH, Untermünkheim 100

Für das Jahr 2021 nehmen alle vier Tochtergesellschaften der Buchstelle LBV GmbH die Befreiungsvorschrift für die Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Außerdem nimmt die LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH, Stuttgart, da sie eine mittelgroße Kapitalgesellschaft ist, die Befreiung von der gesetzlichen Abschlussprüfung ebenfalls gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Die Muttergesellschaft Buchstelle LBV GmbH ist außerdem an der BLBW GmbH, Stuttgart, (vormals: BLBW Beratungsnetzwerk Landwirtschaft BW GmbH, Stuttgart) mit 100 % der Anteile beteiligt. Die BLBW GmbH, Stuttgart, wird aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert.

Name und Sitz Anteil Eigenkapital 31.12.2021 Jahresüberschuss
% TEUR TEUR
BLBW GmbH, Stuttgart 100 63 -6

Der Erwerb einer Steuerkanzlei im Rahmen eines Asset Deals hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

D. Konsolidierungsgrundsätze

Das Geschäftsjahr der konsolidierten Tochtergesellschaften entspricht dem des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2010 erworben oder gegründet wurden, kommt die Buchwertmethode gemäß § 301 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. zur Anwendung.

Erstkonsolidierungszeitpunkt ist ab dem 1. Januar 2010 der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB werden Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Da nur inländische Tochtergesellschaften zu konsolidieren waren, entfällt die Währungsumrechnung.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Buchstelle LBV GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unverändert zum Vorjahr erstellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich einer linearen Abschreibung bilanziert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Die Abschreibungen für die immateriellen und materiellen Vermögensgegenstände sind nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 sind als sofortiger Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und bis zu EUR 800,00 sind im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert; Wertminderungen waren nicht erforderlich.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens und die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind, wie in den Vorjahren, entsprechend den Wertansätzen der Depotauszüge zum 31. Dezember 2021, höchstens jedoch mit den Anschaffungskosten, angesetzt. Soweit sich Zu- oder Abschreibungen auf den aktuellen Wert ergaben, sind diese in vollem Umfang vorgenommen. Die Bilanz enthält im Wertpapierbereich keine stillen Lasten.

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind Festwerte gebildet, die im Berichtsjahr um insgesamt TEUR 75 erhöht wurden.

In den Herstellungskosten der unfertigen Leistungen sind neben den direkten Kosten auch Fertigungsgemeinkosten enthalten. Verwaltungsgemeinkosten sind nicht aktiviert.

Die Waren sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Dabei sind die erkennbaren Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko und dem zinsfreien Zahlungsziel sowie Sonderabzügen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach einem versicherungsmathematischen Verfahren bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,87 % (Vj.2,30%) sowie einem Rententrend von 1,00 % (Vj. 1,00 %). Verwendet ist der von der Bundesbank ermittelte 10-Jahres-Durchschnittszinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 46 (Vj. TEUR 44).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurde eine entsprechende Abzinsung vorgenommen. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach einem versicherungsmathematischen Verfahren mit einem Zinssatz von 1,35 % (Vj. 1,60 %) bewertet.

Die Rückstellung für Haftungsrisiken wurde mit der durchschnittlichen Inanspruchnahme der letzten Jahre bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nominalwert ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

F. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang angehängt.

2. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr durch den Erwerb einer Steuerkanzlei im Rahmen eines Asset Deals ergeben. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben, da dieser Zeitraum die geschätzte Nutzungsdauer aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen, wie übernommene Mitarbeiter und Mandate, aber auch der vorhandenen Markteintrittsbarrieren, am besten abbildet.

3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 0) enthalten. In diesen sind TEUR 19 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern saldiert.

4. Der Posten flüssige Mittel enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

5. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB ergaben ausschließlich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 12) infolge der Zwischenergebniseliminierung bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen aufgrund geringeren Wertansätzen in der Konzernbilanz als in der Steuerbilanz. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,0% (Vj. 30,0%) zugrunde gelegt.

6. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen dem im Jahresabschluss bei der Muttergesellschaft Buchstelle LBV GmbH ausgewiesenen Bilanzposten.

7. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 5.191 (Vj. TEUR 4.656) sowie eine Rückstellung für die Kontrolle von Steuerbescheiden und die Teilnahme an Betriebsprüfungen von Mandanten in Höhe von TEUR 753 (Vj. TEUR 964) enthalten.

8. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachstehend im Einzelnen dargestellt. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte.

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit in bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR 31.12.2021 31.12.2020
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.380 0 0 9.380 8.833
(Vorjahr) (8.833) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 529 0 0 529 566
(Vorjahr) (566) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 83 0 0 83 36
(Vorjahr) (36) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.448 0 5.000 8.448 8.700
(Vorjahr) (3.700) (0) (5.000)

9. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 82) aus Lieferungen und Leistungen saldiert.

10. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.164) enthalten. In diesen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 33) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter saldiert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) um Darlehen. Außerdem sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 3.006 (Vj. TEUR 2.222) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

Steuerberatung TEUR 27.328 (Vj. TEUR 26.339)
Buchführungsarbeiten TEUR 17.792 (Vj. TEUR 19.062)
Sonstige Beratung TEUR 2.359 (Vj. TEUR 2.365)
Warenverkauf und IT-Dienstleistungen TEUR 789 (Vj. TEUR 766)
Sonstige Umsatzerlöse TEUR 205 (Vj. TEUR 187)

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland getätigt.

2. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 637 (Vj. TEUR 1.182) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, die Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie die Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr ist im Zusammenhang mit der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen ein außergewöhnlicher Ertrag in Höhe von TEUR 1.099 enthalten.

3. Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 787 (Vj. TEUR 1.554) enthalten. Im Vorjahr ist im Zusammenhang mit der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen ein außergewöhnlicher Aufwand in Höhe von TEUR 839 beinhaltet.

4. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 58) enthalten.

5. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 134 (Vj. TEUR 91) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie in Höhe von TEUR 175 (Vj. TEUR 175) Zinsen an den Gesellschafter.

Der Aufwand aus den Zinssatzänderungen in Höhe von TEUR 33 ist unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

6. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vj.Aufwand TEUR 2) enthalten.

G. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Flüssige Mittel. Er enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

H. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus einem Mietvertrag mit einer Laufzeit bis 31. Mai 2030 in Höhe von TEUR 3.709. Weitere finanzielle Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte von Bedeutung bestehen nicht.

2. Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 31.

3. Die Zahl der im Jahr 2021 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 394 116

4. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Andreas Knäuer, Steuerberater

 

Mareike Fiala-Kroner, Steuerberaterin

5. Auf die Angaben gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB wurde unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Die Geschäftsleitung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 8.952.731,94, der sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe EUR 157.621,07 und dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 8.795.110,87 ergibt, EUR 4.300.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen und EUR 500.000,00 an den Gesellschafter auszuschütten. Der dann noch verbleibende Betrag in Höhe von EUR 4.152.731,94 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

7. Die Vergütung für den Aufsichtsrat beträgt TEUR 61 (Vj.TELIR 60).

8. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis wird von der Buchstelle LBV GmbH erstellt. Dieser Konzernabschluss stellt den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen dar. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

9. Mitglieder des Aufsichtsrates:

 

Joachim Rukwied, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Landwirt

 

Gerhard Glaser, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Landwirt

 

Hermann Färber, Landwirt

 

Thomas Hagmann, Landwirt

 

Hermann Hohl, Winzer

 

Helmut Holzschuh, Landwirt

 

Peter Kolb, Rechtsanwalt (bis 2. November 2021)

 

Klaus Mugele, Landwirt

 

Heiko Strunk, Rechtsanwalt (ab 2. November 2021)

 

Thomas Vohrer, Rechtsanwalt (bis 31. Dezember 2021)

 

Stuttgart, 2. September 2022

Buchstelle LBV GmbH

Andreas Knäuer, Steuerberater, Geschäftsführer

Mareike Fiala-Kroner, Steuerberaterin, Geschäftsführerin

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.100.948,71 186.715,52 0,00 331.444,19 956.220,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 460.000,00 0,00 0,00 460.000,00
1.100.948,71 646.715,52 0,00 331.444,19 1.416.220,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.893.005,66 353.807,00 4.242.595,27 0,00 29.489.407,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.451.979,39 1.241.736,10 200.687,26 1.385.105,92 10.509.296,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.556.393,59 1.059.878,81 -4.443.282,53 0,00 172.989,87
38.901.378,64 2.655.421,91 0,00 1.385.105,92 40.171.694,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00 50.000,00 0,00 100.000,00
2. Beteiligungen 417.497,53 0,00 -50.000,00 160,00 367.337,53
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 18.079.522,99 12.656.893,48 0,00 29.668.797,05 1.067.619,42
18.497.020,52 12.706.893,48 0,00 29.668.957,05 1.534.956,95
58.499.347,87 16.009.030,91 0,00 31.385.507,16 43.122.871,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 738.973,93 167.608,48 0,00 331.349,19 575.233,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 57.500,00 0,00 0,00 57.500,00
738.973,93 225.108,48 0,00 331.349,19 632.733.22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.076.729,45 601.359,77 0,00 0,00 11.678.089,22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.732.927,63 1.271.414,69 0,00 1.302.946,92 5.701.395,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
16.809.657,08 1.872.774,46 0,00 1.302.946,92 17.379.484,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.109.255,51 72.669,67 90.533,21 4.843.221,41 248.170,56
5.109.255,51 72.669,67 90.533,21 4.843.221,41 248.170,56
22.657.886,52 2.170.552,61 90.533,21 6.477.517,52 18.260.388,40
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 380.986,82 361.974,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.500,00 0,00
783.486,82 361.974,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 17.811.318,71 13.816.276,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.807.901,43 4.719.051,76
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.989,87 3.556.393,59
22.792.210,01 22.091.721,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00
2. Beteiligungen 367.337,53 417.497,53
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 819.448,86 12.970.267,48
1.286.786,39 13.387.765,01
24.862.483,22 35.841.461,35

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Buchstelle LBV GmbH

Stuttgart

1. Geschäftstätigkeit des Konzerns

Der Konzern besteht aus der Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart, (kurz: Buchstelle LBV GmbH) sowie vier Tochtergesellschaften, wobei die Buchstelle LBV GmbH als Muttergesellschaft hinsichtlich Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme mit Abstand die wesentliche Gesellschaft des Konzerns darstellt. Die Buchstelle LBV GmbH ist seit fast 50 Jahren im Bereich der Buchführung und Steuerberatung für landwirtschaftliche Betriebe tätig. Das Tätigkeitsfeld umfasst im Wesentlichen die Erstellung von Finanz- und Lohnbuchführungen sowie Jahresabschlüssen und die Steuerberatung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Zentrale der Buchstelle LBV GmbH ist in Stuttgart im Stadtbezirk Birkach in der Nähe der Universität Hohenheim.

Die Tochtergesellschaften erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Steuerberatung, Betriebswirtschaft, Investitionen und Finanzierung, Baubetreuung und Investitionsförderung, Planung bis zur Realisierung von Bauvorhaben, Gutachtenerstellung sowie der EDV. Der Konzern erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen für landwirtschaftliche Betriebe.

Der Konzern unterhält unverändert Standorte in Aalen, Bad Waldsee, Bondorf, Boxberg, Ravensburg, Stuttgart und Weinsberg.

Im Jahr 2017 haben wir begonnen, die Buchstelle LBV GmbH sowie ihre rechtlich selbständigen Tochtergesellschaften weiter zu verzahnen, um den steigenden Ansprüchen unserer Land- und Forstwirte gerecht zu werden. Unter dem Namen KVBSI, der für "DER KOMPETENZ-VERBUND FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFT, STEUERN UND IT" steht, treten alle Gesellschaften gemeinsam auf dem Markt auf, um unseren Mandanten eine umfassende Betreuung in den Bereichen Steuern, Betriebswirtschaft und IT in den Branchen Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Gewerbe zu bieten. KVBSI ist hierbei keine Gesellschaft oder rechtlicher Zusammenschluss, sondern das Zusammenarbeiten der einzelnen Konzerngesellschaften in einem Netzwerk. Die Vorteile der selbständig am Markt tätigen Gesellschaften sollen mit den Vorteilen eines Netzwerks verknüpft werden, um jeder Anforderung unserer Mandanten gerecht zu werden. Die Gesellschaften sind seitdem auf den verschiedensten Messen, aber auch in Anzeigen und Annoncen in Zeitungen und Zeitschriften, als Netzwerk unter dem Namen KVBSI aufgetreten. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Kompetenzen in unseren Gesellschaften weiter zu verknüpfen und abzustimmen. Gerade um dieses Ziel zu erreichen, bestehen aktuell Überlegungen, den operativen Geschäftsbereich der Buchstelle LBV GmbH mit dem operativen Geschäftsbereich der Tochtergesellschaft LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH, Stuttgart, (kurz: LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH) zusammenzuführen, da bei diesen beiden Unternehmen sehr große Überschneidungen in den operativen Tätigkeiten vorhanden sind und daher eine noch bessere Marktausrichtung, aber auch Zusammenführung von Kompetenzen vorgenommen werden kann. Auswirkungen auf den Konzern ergeben sich hierbei nicht.

Ergänzt wird der Konzern durch die ObjektplanAgrar GmbH, Untermünkheim, (kurz: ObjektplanAgrar GmbH) die eine weitere Tochtergesellschaft der Buchstelle LBV GmbH ist. In dieser Gesellschaft werden Dienstleistungen im Bereich der Planung bis zur Realisierung von Bauvorhaben für Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft angeboten.

2. Allgemeine gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 um rund 2,7 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit im Vergleich zum Vorjahr wieder gewachsen, aber die Entwicklung im Jahr 2021 war wieder stark geprägt vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen.

Im Wirtschaftsjahr 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 haben sich die Unternehmensergebnisse der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg, die im Wesentlichen unsere Mandanten darstellen, aufgrund der Coronakrise im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Die Einkommen der Betriebe der Schweinehalter sind massiv eingebrochen. Die fehlende Nachfrage der Gastronomie und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Coronapandemie belasteten den Schweinefleischmarkt. Im Bereich des Weinbaus war im Jahr 2020 aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen eine kleine Weinernte gegeben. Außerdem war aufgrund der geschlossenen Gastronomiebetriebe und der Absage zahlreicher Feste der Weinabsatz rückläufig. Entsprechend sind die Unternehmensergebnisse rückläufig gewesen. Die Bereiche Milchvieh- und Futterbaubetriebe haben sich dagegen erholt. Die Unternehmensergebnisse bei Ackerbaubetrieben, die seit mehreren Jahren auf schwachem Niveau liegen, haben sich etwas verbessert. Ebenso legten die Unternehmensergebnisse im Bereich des Obstbaus leicht zu.

Die Börsen haben sich im Laufe des Jahres 2021 positiv entwickelt. Dies ist überraschend aufgrund der anhaltenden Coronakrise und der deutlich gestiegenen Inflation in den USA und Europa. Auch hätte gegen Ende des Jahres die weniger expansive Geldpolitik der Zentralbanken die Aktienkurse belasten können. Trotzdem war die expansive Geldpolitik der Zentralbanken immer noch ein wichtiger Treiber für die Aktienkurse. Die Investoren befanden sich im Jahr 2021 weiterhin in einem Umfeld mit sehr niedrigen Zinsen bei einem gleichzeitigen robusten Wirtschaftswachstum. Entsprechend ist der deutsche Aktienindex DAX im Kalenderjahr 2021 um rund 16 % angestiegen.

3. Entwicklung der Buchstelle LBV GmbH (Muttergesellschaft)

Die Umsatzerlöse der Muttergesellschaft haben sich aufgrund der Coronapandemie im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Das Rohergebnis ist dabei um rund 4 % zurückgegangen. Das Ergebnis des operativen Kerngeschäfts war entsprechend rückläufig. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 ist jedoch sehr erfreulich und durch den Verkauf von fast allen Beständen an Wertpapieren im Anlage- und Umlaufvermögen geprägt. Die vorhandenen Unsicherheiten an den Börsen aufgrund der Coronapandemie und der sich dadurch ergebenden volatilen Märkte wurden zum Anlass genommen, die Wertpapierbestände zurückzuführen. Der kontrollierte Rückzug aus den Wertpapieren hat sich im Geschäftsjahr 2021 in einem sehr positiven Finanzergebnis niedergeschlagen. Die finanzielle Ausstattung des Mutterunternehmens ist sehr stabil, der Bedarf an liquiden Mitteln ist durch vorhandene Liquidität in Form von Bankguthaben gedeckt. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist mittlerweile als sehr gut zu bezeichnen.

4. Entwicklung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften

Die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften der Buchstelle LBV GmbH konnten im Geschäftsjahr 2021, wie bereits im Vorjahr, alle positive Jahresergebnisse erwirtschaften.

Das Rohergebnis der LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH hat sich im Geschäftsjahr, im Vergleich zum Vorjahr, wiederum erhöht. Bei höheren Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, aber konstanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und einem höheren Finanzergebnis, hat die Gesellschaft ein besseres Jahresergebnis als im Vorjahr erzielt.

Das Rohergebnis der AgriConcept Beratungsgesellschaft mbH, Stuttgart, hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 leicht verringert. Durch gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen, aber geringere Personalaufwendungen und einem besseren Finanzergebnis, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr, im Vergleich zum Vorjahr, ein leicht geringeres positives Jahresergebnis erzielt.

Die PRO-CM Computer Management und Service GmbH, Stuttgart, erbringt überwiegend Dienstleistungen an die Konzernunternehmen sowie den Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V., Stuttgart, im Bereich der Hard- und Softwarebereitstellung sowie den entsprechenden Service. Die Gesellschaft ist somit im Wesentlichen von der Entwicklung bzw. Anfragen der anderen Konzerngesellschaften sowie des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V., Stuttgart, abhängig. Das Rohergebnis konnte im Geschäftsjahr, im Vergleich zum Vorjahr, leicht um rund 3 % verbessert werden. Aufgrund gestiegener Personalaufwendungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich ein geringeres positives Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

Die im Geschäftsjahr 2018 gegründete ObjektplanAgrar GmbH hat sich am Markt etabliert und konnte das Rohergebnis im Jahr 2021, im Vergleich zum Jahr 2020, wiederum sehr deutlich steigern. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, konnte im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich besseres positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden.

5. Ertragslage des Konzerns

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 48.719 um TEUR 246 bzw. 0,5 % auf TEUR 48.473 im Geschäftsjahr 2021 verringert. Der leichte Rückgang ergab sich bei den Umsatzerlösen in den Bereichen Buchführungsarbeiten (TEUR - 1.270) und sonstige Beratung (TEUR - 6). Diese Rückgänge konnten durch die Anstiege bei den Umsatzerlösen in den Bereichen Steuerberatung (TEUR + 989), Warenverkauf und IT-Dienstleistungen (TEUR + 23), sonstige Umsatzerlöse (TEUR + 18) nicht kompensiert werden. Wenn unsere Geschäftstätigkeit auch nicht wesentlich von der Coronapandemie betroffen ist, hat sie sich aber gerade bei den Arbeitsabläufen negativ bemerkbar gemacht und zum Stichtag zu einem hohen Arbeitsrückstand im Vergleich zum Vorjahr geführt. Entsprechend war eine Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr nicht möglich, obwohl im Geschäftsjahr auch Zusatzaufträge im Zusammenhang mit den verschiedenen Überbrückungshilfen aufgrund der Coronapandemie gegeben waren. Bei der Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen ergab sich keine wesentliche Veränderung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich deutlich verringert. Hintergrund ist, dass die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr aufgrund der Auslagerung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen bei der Muttergesellschaft angestiegen sind und sich im Geschäftsjahr wieder normalisiert haben. Bei einem um TEUR 429 geringerem Materialaufwand hat sich das Rohergebnis von TEUR 47.797 im Vorjahr auf TEUR 46.970 verringert.

Der Personalaufwand ist von TEUR 35.938 im Vorjahr auf TEUR 36.372 im Geschäftsjahr 2021 angestiegen. Trotz der Belastungen im Vorjahr, wie die Auslagerung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei der Muttergesellschaft, sowie den an unsere Mitarbeiter gezahlten Corona-Bonus als Sonderzahlung, hat der höhere durchschnittliche Mitarbeiterbestand, sowie die Tariferhöhung im Jahr 2021 und die damit zusammenhängende Gehaltsfortschreibung laut Haustarif zu dem höheren Personalaufwand im Geschäftsjahr geführt. Der Mitarbeiterbestand hat sich bei den Vorzeitbeschäftigten im Jahr 2021 von 385 auf 394 und bei den Teilzeitbeschäftigten von 111 auf 116 erhöht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.098 und sind um TEUR 383 angestiegen. Der Anstieg spiegelt die hohen Investitionen in den Gebäudebestand in den letzten Jahren wider. Auch der Erwerb einer Steuerkanzlei im Rahmen eines Asset Deals, der zu einem Geschäfts- oder Firmenwert geführt hat und planmäßig abgeschrieben wird, hat zu einem Anstieg in Höhe von TEUR 58 geführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 315 erhöht.

Vor dem Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie den Steuern ergibt sich somit im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis in Höhe von TEUR 1.986 (Vj. TEUR 3.945).

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich auf TEUR 7.131 (Vj. TEUR - 4.357). Die starke Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen durch höhere Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens (TEUR + 4.158), durch geringere Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (TEUR - 6.636), sowie durch geringere Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen und von Wertpapieren des Umlaufvermögens (TEUR - 728). Anzumerken ist, dass die Bestände an Wertpapieren im Anlage- und Umlaufvermögen zum 31. Dezember 2021 fast vollständig veräußert und somit die vorhandenen Gewinne und Verluste realisiert wurden.

Nach Ertragsteuern in Höhe von TEUR 272 (Vj. TEUR 1.091) ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 8.845 (Vj. TEUR -1.504). Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich im Geschäftsjahr 2021 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.795 (Vj. Konzernjahresfehlbetrag TEUR 1.554).

Die Ertragslage im operativen Kerngeschäft, das ist das Konzernjahresergebnis vor Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie Steuern, hat sich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr verringert. Hintergrund ist der zum Stichtag vorhandene hohe Arbeitsrückstand im Vergleich zum Vorjahr, der aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie entstanden ist. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Ergebnisverschiebung, daher kann die Ertragslage im operativen Kerngeschäft trotzdem noch als gut beurteilt werden. Die Finanzmärkte haben sich im Jahr 2021 trotz der Coronapandemie positiv entwickelt. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte aufgrund konservativer Erwägungen der Verkauf fast aller Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens. Entsprechend wurden stille Reserven in den Beständen realisiert. Dadurch hat sich im Geschäftsjahr das sehr positive Beteiligungs- und Finanzergebnis ergeben.

6. Vermögenslage des Konzerns

Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Bilanzsumme auf TEUR 92.548 und ist somit im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 9.125 angestiegen. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich durch den Erwerb einer Steuerkanzlei im Rahmen eines Asset Deals und dem sich daraus ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 460 erhöht. Im Geschäftsjahr wurde der Neubau am Standort in Bad Waldsee der Buchstelle LBV GmbH abgeschlossen, daher ist das Sachanlagevermögen nochmals angestiegen.

Im Geschäftsjahr wurden die restlichen 50 % der Anteile an der BLBW GmbH, Stuttgart, (kurz: BLBW GmbH) erworben. Der Kaufpreis betrug TEUR 50. Da nunmehr 100 % der Anteile an der BLBW GmbH der Buchstelle LBV GmbH gehören, wurden die Anteile von Beteiligungen in die Anteile an verbundenen Unternehmen umgegliedert. Zum 31. Dezember 2021 hatte die BLBW GmbH keine operative Tätigkeit, daher wurde keine Vollkonsolidierung der Gesellschaft im Konzern vorgenommen.

Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie haben sich die Börsen in der letzten Zeit sehr volatil entwickelt. Aufgrund konservativer Gesichtspunkte erfolgte daher ein fast vollständiger Verkauf der Wertpapiere des Anlagevermögens.

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 24.862 ist vollständig durch das Eigenkapital in Höhe von TEUR 66.841 finanziert.

Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 47.361 zum Vorjahresende auf TEUR 67.435 erhöht. Der Anstieg ergibt sich hauptsächlich durch höhere Bestände an Bankguthaben zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 54.622 im Vergleich zu TEUR 24.296 zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Veräußerung fast aller Bestände von Wertpapieren des Anlagevermögens, sowie mit der Veräußerung aller Bestände von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die im Wesentlichen Ordner und Büromaterial darstellen, sind stichtagsbezogen angestiegen. Die unfertigen Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.947 angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen stichtagsbezogen begründet. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 445 verringert. Hintergrund ist, dass im Rahmen des Neubaus am Standort in Bad Waldsee des Mutterunternehmens eine Hinterlegung auf einem Treuhandkonto in Höhe von TEUR 500 vorgenommen werden musste und dieses aufgrund der Fertigstellung des Neubaus wieder aufgelöst werden konnte. Die anderen Positionen im Umlaufvermögen, der Rechnungsabgrenzungsposten sowie die aktiven latenten Steuern, haben sich nur geringfügig verändert.

Das Konzerneigenkapital hat sich aufgrund des Konzernjahresüberschusses des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von TEUR 8.795, sowie einer Gewinnausschüttung des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 500 in Summe um TEUR 8.295 erhöht. Trotz des Anstiegs der Bilanzsumme hat sich daher die Eigenkapitalquote auf 72,2 % (Vj. 70,2 %) erhöht.

Die Rückstellungen haben sich in Summe um TEUR 526 erhöht. Dies betrifft die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 119 aufgrund der Erdienung höherer Pensionsansprüche der Mitarbeiter sowie die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 407, im Wesentlichen im Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich um TEUR 548 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich nur geringfügig verändert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 252 auf TEUR 8.448 zum 31. Dezember 2021 zurückgegangen. Im Vorjahr gab es zum Jahresende einen Wertpapierkauf, der zum 31. Dezember 2020 nicht bezahlt werden konnte, da die Bank die Zahlung nicht mehr durchgeführt hat. Zum Vorjahresstichtag waren die sonstigen Verbindlichkeiten daher stichtagsbezogen erhöht. Die langfristigen Verbindlichkeiten bei den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber dem Gesellschafter und betreffen Darlehen.

Die Vermögenslage ist unverändert geordnet und wird als sehr gut beurteilt.

7. Finanzlage des Konzerns

Die Liquidität der einzelnen Unternehmen war jederzeit gegeben. Die vorhandenen Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen. Ausreichende flüssige Mittel wurden auf den laufenden Bankkonten vorgehalten.

Die Finanzlage ist nach wie vor geordnet und wird als sehr gut beurteilt.

8. Investitionen / Finanzierung

In der Mitte des Jahres 2021 wurde der Neubau am Kanzleistandort in Bad Waldsee der Muttergesellschaft abgeschlossen und danach von unseren Mitarbeitern bezogen. Bei dem Neubau gab es einige Bauverzögerungen, die unter anderem auch mit dem Corona-Geschehen zusammenhingen.

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden wie folgt vorgenommen:

Immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 647
Grundstücke und Gebäude TEUR 1.241
Mietereinbauten TEUR 61
Fahrzeuge TEUR 241
Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 940
Anlagen im Bau TEUR 173

In den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände ist ein Zugang in Höhe von TEUR 460 für einen Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet. Dieser hat sich durch den Erwerb einer Steuerkanzlei im Rahmen eines Asset Deals ergeben.

Die Zugänge bei Grundstücken und Gebäude betreffen hauptsächlich den Neubau am Kanzleistandort Bad Waldsee der Muttergesellschaft. Die anderen Investitionen sind im Wesentlichen laufende Ersatzbeschaffungen.

Im Dezember 2021 wurden die restlichen 50 % der Anteile an der BLBW GmbH erworben. Da die Buchstelle LBV GmbH nunmehr 100 % der Anteile hält, ist die BLBW GmbH ein verbundenes Unternehmen. Die BLBW GmbH hat zum Stichtag keine operative Tätigkeit.

Die Finanzierung der vorgenommenen Investitionen erfolgte ausschließlich über die vorhandenen liquiden Mittel. Bankdarlehen zur Finanzierung von größeren Investitionen mussten nicht aufgenommen werden.

9. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:

Vollzeitbeschäftigte von 385 auf 394
Teilzeitbeschäftigte von 111 auf 116

Der Personalaufwand ist um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Steigerung des Personalaufwands im Geschäftsjahr ergibt sich durch den höheren durchschnittlichen Mitarbeiterbestand, sowie die Tariferhöhung im Jahr 2021 und die damit zusammenhängende Gehaltsfortschreibung laut Haustarif. Diese Steigerungen haben, die im Vorjahr vorgenommene Auslagerung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, sowie die Zahlung eines Corona-Bonus als Sonderzahlung an die Mitarbeiter übertroffen. Die hohen Aufwendungen für Altersversorgung beim Personalaufwand im Vorjahr stehen im direkten Zusammenhang mit der vorgenommenen Auslagerung des "Past Services" der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Aufgrund der hohen Anforderungen unserer Mandanten an fachliche Expertise, ist uns eine sehr gute Aus- und Weiterbildung wichtig. Entsprechend entstehen bei uns jedes Jahr relativ hohe Aufwendungen für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

10. Zusammenfassende Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns

Auch das Geschäftsjahr 2021 hat gezeigt, dass unser Konzern keine wesentlichen Risiken und Belastungen aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie im operativen Kerngeschäft hat. Trotzdem ist die Coronapandemie in vielen Bereichen auch bei uns angekommen. Durch die ständig neuen Vorgaben der Politik und den entsprechenden Anpassungen der Corona-Maßnahmen, haben auch wir immer wieder Korrekturen bei unseren Arbeitsabläufen vornehmen müssen. Die permanente Maskenpflicht in unseren Büros, die massive Ausdehnung von Homeoffice, aber auch die notwendigen Schutzmaßnahmen der Mitarbeiter, haben sich belastend auf unsere Unternehmensgruppe ausgewirkt. Auch die geringeren direkten Kontakte mit unseren Mandanten, gerade durch unseren Außendienst und unsere Steuerberater, waren nachteilig. Außerdem sind die durch die Politik vorgenommenen massiven Stützungen vieler Wirtschaftszeige, durch die verschiedensten Überbrückungshilfen, bei uns angekommen. Grundsätzlich sind diese Programme, bei denen unter anderem die Steuerberater als eine Kontrollinstanz eingebunden sind, positiv zu sehen, da aufgrund der Pandemie Zusatzaufträge für die Unternehmensgruppe generiert werden konnten. Aufgrund der Vielzahl der Hilfsprogramme, die außerdem immer wieder abgewandelt wurden, und der teilweise nicht eindeutigen Vorgaben hinsichtlich der Bearbeitung, ergaben sich bei uns Mehrarbeiten, die die Abwicklung der normalen Tätigkeit sehr stark beeinträchtigten. Dies zeigt sich bei uns durch die rückläufigen Umsatzerlöse, wobei im Vergleich zum Vorjahresstichtag ein großer Arbeitsrückstand gegeben ist. Es muss daher das Ziel sein, den Arbeitsrückstand in naher Zukunft zurückzuführen.

Trotz der leicht rückläufigen Umsatzerlöse, wegen dem stichtagsbezogenen hohen Arbeitsrückstand aufgrund der Coronapandemie, sieht die Geschäftsleitung der Muttergesellschaft das abgelaufene Geschäftsjahr als gut an. Das Ergebnis des operativen Kerngeschäfts ist ebenfalls von dem vorhandenen Arbeitsrückstand gekennzeichnet. Das Konzernjahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 ist jedoch sehr erfreulich und durch den Verkauf von fast allen Beständen an Wertpapieren im Anlage- und Umlaufvermögen geprägt. Die vorhandenen Unsicherheiten an den Börsen aufgrund der Coronapandemie und der sich dadurch ergebenden volatilen Märkte haben wir zum Anlass genommen, die Wertpapierbestände zurückzuführen. Der kontrollierte Rückzug aus den Wertpapieren hat sich im Geschäftsjahr 2021 in einem sehr positiven Finanzergebnis niedergeschlagen. Die finanzielle Ausstattung des Konzerns ist sehr stabil, der Bedarf an liquiden Mitteln ist durch vorhandene Liquidität in Form von Bankguthaben gedeckt. Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist mittlerweile als sehr gut zu bezeichnen.

11. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Risikomanagementsystem umfasst die Bereiche Risikoanalyse und die Bewertung der Risiken und des Risikodeckungspotenzials.

Wir haben interne Regelungen getroffen, nach denen wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung frühzeitig erkannt werden. Wir gehen davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken oder Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage bestehen.

Aufgrund von überwiegenden Dauermandatsverhältnissen im Bereich der Buchführung und Steuerberatung haben wir eine stabile kalkulierbare Ertragsentwicklung. Aufgrund des aktiven Finanz- und Liquiditätsmanagements sind die Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen minimiert. Im Bereich der Baubetreuung und damit zusammenhängenden Gutachten und Einmalberatungen sind die Mandatsverhältnisse im Grundsatz einmalig und damit Schwankungen unterworfen.

Für die von uns erbrachten Dienstleistungen bestehen grundsätzlich Haftungsrisiken. Entsprechend haben wir für diese Risiken Haftpflichtversicherungen abgeschlossen. Sollten Sachverhalte gegeben sein, die nicht durch die Haftpflichtversicherungen abgedeckt sind, werden Rückstellungen gebildet.

Ein Teil der liquiden Mittel wird zur langfristigen Ertragsoptimierung in Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens investiert. Die Investitionen in Wertpapiere erfolgen bei der Buchstelle LBV GmbH unter Berücksichtigung einer vom Aufsichtsrat der Buchstelle LBV GmbH verabschiedeten, vorwiegend konservativ durchgeführten, Anlagerichtlinie. Naturgemäß unterliegen Wertpapiere Marktschwankungen. Diese beinhalten Chancen, aber auch Risiken, welche aufgrund des hohen Anlagevolumens durchaus signifikant sein können.

Die Coronapandemie hat unser Land seit über zwei Jahren im Griff. Die immer wieder neuen Anforderungen der Politik, die sich teilweise massiv in unsere Arbeitsabläufe niederschlagen, wurden und werden von uns zeitnah für die Gegebenheiten unserer Unternehmensgruppe umgesetzt. Die Auswirkungen auf unseren Konzern können immer besser abgeschätzt werden.

Da sich unsere Tätigkeiten auf Baden-Württemberg erstrecken und die Coronapandemie nicht direkt auf unser Geschäftsmodell Einfluss nimmt, ist nicht von wesentlichen Risiken und Belastungen im operativen Kerngeschäft auszugehen. Durch die langsame Rücknahme der Coronaauflagen durch die Politik fallen die Aufwendungen für Schutzmaßnahmen der Mitarbeiter immer weiter weg und die Arbeitsabläufe normalisieren sich wieder. Aufgrund der Stützung der Wirtschaft durch eine Vielzahl von Coronahilfen und der damit einhergehenden Einbindung der Steuerberater als Kontrollinstanz, hat sich bei uns ein nicht unerheblicher Arbeitsrückstand ergeben, der in naher Zukunft abgearbeitet werden muss.

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen und die Ukraine den Kriegszustand ausgerufen. Dadurch ergeben sich aktuell geopolitische Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen. Auch wenn unsere Unternehmensgruppe sowie unsere Mandanten fast ausschließlich in Baden-Württemberg tätig sind, setzt die Ukrainekrise die Märkte unter Schock. Entsprechend sind die Preise für Getreide und Raps stark angestiegen. Aber auch die Preise für Dünger und Energie haben sich massiv erhöht. Inwieweit sich die höheren Verkaufspreise für Getreide und Raps jedoch bei unseren Mandanten positiv auswirken können, ist fraglich, da die aktuellen Ernten bereits in großen Teilen über Terminkontrakte verkauft sind. Die Auswirkungen auf unsere Mandanten sind derzeit noch nicht absehbar.

Gerade in Zeiten der Krisen zeigt sich jedoch, dass der Wunsch der Bevölkerung, regionale Produkte direkt vom Landwirt zu beziehen, weiterhin zunimmt. Auch die verschiedensten Tierwohlkampagnen fördern diesen Trend.

Der weitere Verlauf der Coronapandemie aber auch der Ukrainekrise und die Folgen auf den Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe werden weiter laufend überwacht.

Für die künftige Entwicklung gehen wir, wie in den Vorjahren, davon aus, dass die Zahl unserer landwirtschaftlichen Mandate aufgrund des Strukturwandels weiter geringfügig zurückgehen wird. Dabei zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, dass sich die Dienstleistungen, welche im Rahmen eines Mandates zu erbringen sind, aber stetig steigen. Neue gesetzliche Anforderungen unserer Mandanten, die im Wesentlichen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft tätig sind, ermöglichen uns, unser Dienstleistungsprogramm zu erweitern und speziell auf den Bedarf anzupassen. Entsprechend führt dies zu zusätzlichen Umsatzerlösen für die Unternehmensgruppe. Zusätzlich wachsen wir weiter in den gewerblichen Unternehmensbereichen, welche im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Hauptmandat betreut werden. Gleichzeitig sehen wir die Chance, durch gut qualifizierte Mitarbeiter sowie den Aufbau von speziellem Fachwissen für landwirtschaftliche Betriebe Wachstum durch Neumandate zu generieren.

12. Ausblick

Die wirtschaftliche Situation des Konzerns hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Situation der betreuten landwirtschaftlichen Betriebe, die ausschließlich in Baden-Württemberg sind, ab. Werden alle verschiedenen Betriebszweige der Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg gemeinsam betrachtet, zeigen sich im Wirtschaftsjahr 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 aufgrund der Coronakrise rückläufige Unternehmensergebnisse. Da die Gebühren für unsere Dienstleistungen zum größten Teil vom Umsatz unserer Mandanten abhängig sind, wird sich dies ebenfalls bei uns im Geschäftsjahr 2022 widerspiegeln. Die Einflüsse aufgrund der Coronapandemie und der Ukrainekrise, die sich bei unseren Mandanten in den folgenden Wirtschaftsjahren abzeichnen werden, werden unterschiedlich sein. Weiterhin spielen aber neben den Erntemengen und den erzielbaren Marktpreisen auch die politischen Rahmenbedingungen eine sehr große Rolle. Aber auch die Diskussion der Öffentlichkeit über die Wertstellung der Landwirtschaft bzw. der Landwirte, wird eine große Rolle für unsere Mandanten spielen.

Eine Herausforderung im Geschäftsjahr 2022 wird die neue Grundsteuer sein. Aufgrund eines Urteils im Jahr 2018 des Bundesverfassungsgerichts musste der Gesetzgeber eine Reform der Grundsteuer durchführen. Daher muss bis Ende 2024 eine neue Grundsteuer eingeführt sein. Für diese neue Grundsteuer muss zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 31. Oktober 2022 eine Steuererklärung von jedem Eigentümer eines Grundstücks zur Feststellung der Grundsteuerwerte abgegeben werden. Allein in Baden- Württemberg müssen somit insgesamt rund 5,6 Mio. Grundstücke und land- und forstwirtschaftliche Betriebe neu bewertet werden. Wobei gerade die Steuererklärungen für die Grundsteuer der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe komplex sind und unsere Mandanten daher grundsätzlich Unterstützung von uns einfordern werden.

Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 mit leicht steigenden Umsatzerlösen sowie einem leicht höheren Ergebnis des operativen Kerngeschäfts konnten wir nicht erreichen. Wir hatten im Konzernlagebericht des Vorjahres bereits auf die vorhandenen Unsicherheiten aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie hingewiesen. Die Stützung der Wirtschaft durch die verschiedensten Überbrückungshilfen, gerade auch in der Landwirtschaft, und die Einbindung der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte als Kontrollinstanz für die Abgabe der Erklärungen für diese Hilfen, hat bei uns zum 31. Dezember 2021 zu einem massiven Arbeitsrückstand geführt. Hätte sich kein massiver Aufbau des Arbeitsrückstandes ergeben, dann hätten wir unsere Vorjahresprognose erreichen können. Aufgrund der fehlenden Umsatzerlöse konnten wir auch die Prognose zum Ergebnis des operativen Kerngeschäfts nicht erreichen.

Die Umsatzerlöse unserer Landwirte werden aufgrund der meist umsatzbezogenen Gebührenabrechnung auch die Umsatzerlöse und das Ergebnis des operativen Kerngeschäfts des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 beeinflussen. Die Unternehmensergebnisse der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg sind rückläufig. Trotzdem rechnen wir, da es unser Ziel sein muss, den vorhandenen Arbeitsrückstand zeitnah zurückzuführen, mit steigenden Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Da der vollständige Arbeitsrückstand höchstwahrscheinlich nicht aufgelöst werden kann, aber die Dienstleistungen im Rahmen eines Mandates stetig steigen, prognostizieren wir die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022 in etwa auf dem Niveau des Jahres 2020. Das Ergebnis des operativen Kerngeschäfts wird im Jahr 2022 von Renovierungsarbeiten sowie anderen wesentlichen Investitionen verschont bleiben. Die Auswirkungen aufgrund der Coronapandemie sowie der Ukrainekrise können jedoch nicht abschließend eingeschätzt werden. Wir gehen aber davon aus, dass sich diese Auswirkungen nur beschränkt negativ auf das operative Kerngeschäft im Jahr 2022 auswirken werden. Langsam werden von der Politik zwar die Schutzmaßnahmen hinsichtlich Corona zurückgeführt. Gerade aber die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die Entwicklung der Coronapandemie nicht eingeschätzt werden kann. Wir erwarten allerdings, auch wenn die Schutzmaßnahmen im Herbst wieder erhöht werden sollten, keine größeren negativen Auswirkungen auf unsere Dienstleistungen. Unsere Fortschritte im Bereich der Digitalisierung der Geschäftsprozesse bei den Außendienstmitarbeitern werden sich dagegen weiter positiv auswirken. Entsprechend sehen wir ein Ergebnis des operativen Kerngeschäfts 2022, das in etwa doppelt so hoch sein wird, wie das des Geschäftsjahres 2021. Aufgrund der aktuellen Lage im Hinblick auf die weiteren Auswirkungen der Coronapandemie und Ukrainekrise ist die Prognose aber mit Unsicherheiten belastet. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist, inwieweit sich der starke Anstieg der Inflation auf die Entwicklung unserer Personalaufwendungen auswirken wird.

Das Ergebnis aus den Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens ist im Wesentlichen von der Entwicklung der Finanzmärkte abhängig. Wir versuchen unsere Chancen an den Finanzmärkten zu nutzen, werden dabei aber die größtmögliche Sicherheit unter Beachtung unserer Anlagerichtlinie bei der Buchstelle LBV GmbH berücksichtigen. Aufgrund der Coronapandemie haben sich in den letzten Jahren sehr volatile Finanzmärkte ergeben. Wir haben uns daher im Geschäftsjahr entschlossen die Wertpapierbestände zurückzufahren. Entsprechend haben wir zum 31. Dezember 2021 einen sehr geringen Bestand an Wertpapieren. Auch zu Beginn des Jahres 2022 waren wir nur sehr gering in Wertpapieren engagiert. Im Nachhinein ist dies aufgrund der nicht vorhersehbaren Ukrainekrise für uns ein Glücksfall. Aufgrund der aktuellen Lage werden wir nur ganz gezielt Wertpapiere erwerben, um den aktuellen Finanzmarktrisiken entgegenzuwirken. Ein Finanzergebnis, wie im Geschäftsjahr 2021, wird aber durch diese sehr konservative Vorgehensweise im Geschäftsjahr 2022 nicht möglich sein.

 

Stuttgart, 2. September 2022

Buchstelle LBV GmbH

Andreas Knäuer, Steuerberater, Geschäftsführer

Mareike Fiala-Kroner, Steuerberaterin, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 2. September 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2021 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. Dezember 2022 gebilligt worden.

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