Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 17627
Vorher
strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH
Eingetragen
13.2.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von WerbeagenturenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Betrieb einer Design- und Marken-, Beratungs- und Werbeagentur sowie die Produktion von Medien und Brand Experience-Formaten aller Art, sowie der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im eigenen Namen und für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Brune
seit 2.5.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MYTY Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Reinsburgstraße 167, 70197 Stuttgart
15.000 €
50.00%
Reinsburgstraße 167, 70197 Stuttgart
12.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens
Geschäftstätigkeit
Bericht über Zweigniederlassungen
Unternehmensstruktur
Organisationsstruktur der Strichpunkt GmbH
Wirtschaftsbericht Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Entwicklung der Kreativwirtschaft
Geschäftsverlauf Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Vermögenslage
Finanzlage
Ertragslage
Finanzielle Leistungsindikatoren
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Prognosebericht
Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung
Kreativwirtschaft
Voraussichtliche Entwicklung der Strichpunkt GmbH
Risiken und Chancen
Branchenspezifische Risiken
Operative / ertragsorientierte Risiken
Personelle Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Chancen

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH ("Strichpunkt GmbH") ist eine Designagentur, die Marken sowie Kommunikation für Unternehmen und Institutionen entwickelt und Markentransformation gestaltet.

Bei Strichpunkt arbeiten über 120 festangestellte Mitarbeiter*innen an einem gemeinsamen Ziel: Menschen für Marken zu begeistern, indem sie mit Unternehmen Werte definieren, Markenerlebnisse entwickeln, skalierbare Designsysteme konzipieren und den Kopf für neue Geschäftsfelder öffnen.

Das Leistungsspektrum besteht aus vier Bereichen: Brand Design, Culture Design, Experience Design und Business Design.

Das Unternehmen deckt die komplette Wertschöpfungskette im Bereich Marke ab: die strategische und beratende Begleitung von Unternehmen in der Markenpositionierung und -führung, die Werteentwicklung ebenso wie digitale und analoge Kommunikationsmedien und Anwendungen, Motion Design, die Konzeption von User Experiences und das Frontend Design von Anwendungen.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Logistik, Konsumgüter, IT, Pharma, Dienstleistungen sowie Finanzen. Die Kundengröße ist breit gefächert von Konzernen über mittelständische Unternehmen bis hin zu Stiftungen.

Bericht über Zweigniederlassungen

Stammsitz des Unternehmens ist seit 1996 Stuttgart. Daneben besteht seit 2013 eine weitere Niederlassung in Berlin.
Grund für die Errichtung der Niederlassung in Berlin war und ist die bessere Abdeckung des norddeutschen Marktes.

Sämtliche Fakturierungen und Kennzahlenerhebungen erfolgen zentral und nicht niederlassungsbezogen.

Unternehmensstruktur

Seit 1996 wird Strichpunkt als GmbH betrieben. Die drei Unternehmensbestandteile SP International GmbH, Strichpunkt GmbH und SP Consult GmbH werden zentral über die Strichpunkt Holding GmbH gesteuert. Weder die SP International noch die SP Consult haben in 2022 eigene Umsätze fakturiert. Beide Gesellschaften sollen Anfang 2023 in die SP Holding GmbH verschmolzen werden.

Die 2013 gegründete TYPE HYPE GmbH & Co. KG war bis 2019 ein Tochterunternehmen der Strichpunkt GmbH und vertreibt Designprodukte im Präsenz- und Onlinehandel. Durch Ausscheiden der Komplementärin wuchs das Vermögen zum 1.1.2020 auf die Strichpunkt GmbH an. Coronabedingt wurde der Präsenzhandel 2021 eingestellt. Die Produkte werden jedoch weiterhin Online vertrieben.

Organisationsstruktur der Strichpunkt GmbH

Seit 01.08.2021 ist Strichpunkt Gruppe Teil der MYTY Gruppe. Unter dem Dach von MYTY sind verschiedene Agenturen mit unterschiedlicher Expertise vereint.

In der MYTY Group AG sind derzeit mehrere Agenturen in der Schweiz und Deutschland, mit Standorten in Zürich, Stuttgart, München, Nürnberg, Düsseldorf und Berlin tätig und betreuen internationale Kunden ganzheitlich für die gestiegenen Anforderungen von Marketing, Kreation und Technologie der digitalen Ära. Gemeinsam erforschen sie die Möglichkeiten von KI und Automatisierung, Echtzeit-Campaigning und dem Erreichen von Zielgruppen über alle Geräte und Kanäle hinweg und stellen sich Herausforderungen wie dem beständigen Technologie- und Medienwandel auf allen digitalen Kanälen.

Die SP Gruppe ist zentral organisiert. Der CEO von Strichpunkt sowie das Management der SP International und SP Consult berichten an die SP Holding.

Aufgrund der Coronapandemie lag der Arbeitsschwerpunkt auch 2022 weiterhin im mobile work.

Wirtschaftsbericht

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Knappheiten in Einzelmärkten. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Corona-Eindämmungspolitik - bremst die Entwicklung zusätzlich. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spüren die größten Auswirkungen, ihr Wachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In ganz Europa kommen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Unterschiede innerhalb Europas beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen: das produzierende Gewerbe ist viel stärker von den gestiegenen Energiepreisen betroffen als der Dienstleistungssektor. (Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/12/13-die-lageder- weltwirtschaft-zum-ende-des-jahres-2022.html)

Die deutsche Wirtschaft weist laut dem Statistischen Bundesamt ein BIP in 2022 von rund 1,8% aus.
(Quelle: Bruttoinlandsprodukt (BIP) - Statistisches Bundesamt)

Entwicklung der Kreativwirtschaft

Der für die Kreativbranche relevante ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 88,6 Punkte gestiegen, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage wieder besser. Zuvor war der Lage-Indikator fünfmal in Folge gefallen.
Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima erneut verbessert. Dies war vor allem auf den schwindenden Pessimismus mit Blick auf das nächste halbe Jahr zurückzuführen. Die Dienstleister bewerteten zudem ihre aktuelle Lage besser. (Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2022-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2022-inflation-undrezession)
Neben den o.g. Herausforderungen zeichnet sich auch in der Kreativwirtschaft ein anhaltender Fachkräftemangel ab. Der Fachkräftemarkt ist hart umkämpft.

Geschäftsverlauf

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Umsatz um 8,7 % auf 15,8 Mio.€, der Honorarumsatz erhöhte sich um 11,22 % auf 13,5 Mio.€. Das erste Quartal in 2022 war erwartungsgemäß, wie auch in der Vergangenheit weniger stark, dies konnte aber im Q2 2022 durch einen starken Geschäftsverlauf ausgeglichen werden.

Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.471 T€ erwirtschaftet werden, der leicht über dem Vorjahresniveau von 1.459 T€ liegt.

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte Strichpunkt 127 fest angestellte Mitarbeiter*innen, das sind 22 mehr als zu Beginn des Jahres.

Der Geschäftsverlauf 2022 führte trotz eines schwierigen Marktumfeldes zu einem guten Ergebnis für die Gesellschaft. Die im Vorjahr gesetzten Ertragsziele wurden im Geschäftsjahr 2022 erreicht.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DER STRICHPUNKT GMBH

Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital zum 31.12.2022 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.471 T€ von 3.135 T€ auf 4.606 T€ erhöht. Dies beruht auf dem Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 1.471 T€.

Das Vorratsvermögen hat sich um 110 T€ auf 709 T€ erhöht. Die Erhöhung setzt sich hauptsächlich aus der Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen (+134 T€) sowie der Abnahme des Warenbestandes (-20 T€) zusammen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2.633 T€ (2.623 T€ Vorjahr).

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 37 T€ auf 158 T€, was hauptsächlich mit dem stichtagsbedingten Rückgang des Kundenkontos gegen den Factor zusammenhängt.

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um 98 T€ auf 852 T€ resultieren im Wesentlichen aus der Erhöhung der Mitarbeiter-Prämien sowie der Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um 874 T€ auf 671 T€.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der Beendigung des Factorings.

Finanzlage

Strichpunkt weist zum 31.12.2022 eine Gesamtliquidität von 2,9 Mio.€ aus. Dies entspricht einer Reduzierung von 28,9% gegenüber dem Vorjahreswert von 4,1 Mio.€.
Die Reduzierung ist auf die Gewährung eines Darlehens an die MYTY Gruppe in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr 0€) und die hohen Investitionskosten in IT-Hardware zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 241 % auf 24 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um 875 T€ auf 671 T€.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzieren sich im Wesentlichen aufgrund der Beendigung des Factorings.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Strichpunkt GmbH erhöhten sich um 8,7% gegenüber 2021. Das Bestandskundengeschäft wie auch die Kundenentwicklung haben sich positiv in 2022 entwickelt. Wachstumsstarke Unternehmen investieren zunehmend in Marke und Kommunikation, um insbesondere als Arbeitgebermarke attraktiver zu werden. Einige Budgets, die in der Coronazeit auf Standby gestellt waren, wurden zunehmend reaktiviert.

Das Agenturhonorar berechnet sich aus den Eigenleistungen der Agentur, abzüglich der Fremdkosten wie Leistungen für Lithografie, Druck oder Backend-Programmierung als durchlaufende Posten.

Das Agenturhonorar belief sich 2022 auf 13,5 Mio.€ gegenüber 12,1 Mio.€ im Vorjahr, was einer Erhöhung von 11,22% entspricht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 224 T€ bzw. 54% auf 192 T€. Der erhöhte Wert in 2021 kam durch die gewährte Überbrückungshilfe zustande, die es in 2022 nicht mehr gibt.

Der Materialaufwand reduzierte sich aufgrund geringerem Einsatz von freien Mitarbeitern von 4,0Mio.€ auf 3,8 Mio.€ im Vergleich zum Vorjahr.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich von 5,6 Mio.€ um 1,4 Mio. € auf 7,0 Mio.€. In 2022 lag ein starker Fokus auf dem Personalaufbau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 3,4 Mio.€ (Vorjahr) um 4,7% auf 3,5 Mio.€. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus der Anpassung der Management-Umlage durch die SP Holding GmbH (+99 T€).

Das operative Ergebnis (EBIT) ist nahezu auf dem Vorjahresniveau bei 1,8 Mio.€.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir folgende Kennzahlen heran: Agenturhonorar, Ergebnis (EBIT) und Liquidität. Wie im Agenturbereich üblich, wird der Gesamtumsatz des Unternehmens zwar ausgewiesen, relevant ist allerdings vielmehr das Agenturhonorar. Positionen wie der Druck von Publikationen oder die Backend-Programmierung von Websites und Applikationen können einen nennenswerten Anteil des Gesamtbudgets eines Projekts ausmachen. Sie haben aber für die Agentur keine Ergebnisrelevanz, da sie so gut wie keine eigene Wertschöpfung enthalten, sondern durchlaufende Posten als Teil einer Serviceleistung darstellen.
Die Kennzahlen werden auf wöchentlicher (Liquidität, Agenturhonorar) bzw. monatlicher Basis (Ergebnis/EBIT) aus der Finanzbuchhaltung, dem Auftragseingang und dem fortgeschriebenen Kostenbudget mithilfe einer Agentursoftware sowie wöchentlicher Statusmeetings mit den Projektverantwortlichen ermittelt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Innovationskraft und Kreativität

Strichpunkt belegte zwei Jahrzehnte lang vordere Plätze in nationalen wie internationalen Kreativ-Wettbewerben wie dem Art Directors Club oder dem Red Dot Award. Wettbewerbsergebnisse werden kumuliert in Fachzeitschriften als nationale Rankings dargestellt, so z.B. im Magazin "Page". Für das Jahr 2019 ("Design-Kreativranking 2020") war das Unternehmen bundesweit die Nummer 2. Für die Jahre 2020 und 2021 sind aufgrund der Corona-Pandemie keine Rankings erschienen, da neben Strichpunkt auch viele andere Unternehmen ihre Teilnahme an Kreativawards abgesagt hatten. Strichpunkt hatte die weitere Teilnahme an Wettbewerben bereits Mitte 2019 aus inhaltlichen Gründen ausgesetzt, da die bis dato beschickten Wettbewerbe kaum neue Kompetenzen im digitalen und KIUmfeld berücksichtigen. Es ist zu erwarten, dass die Relevanz der Kreativ-Awards gegenüber dem Niveau vor der Corona-Pandemie deutlich abnehmen wird. Kreative Exzellenz bleibt weiterhin ein Kernziel des Unternehmens, Strichpunkt wird sich in der Unternehmenssteuerung zukünftig aber stärker auf Messgrößen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens sowie auf die Steigerung der Interaktion in sozialen Medien fokussieren und so sich wandelnde Kunden- und Marktinteressen stärker berücksichtigen.

Prognosebericht

Alle Aussagen über die weitere Entwicklung der Agentur beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten ständigen Änderungen unterliegen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie dem Russland-Ukraine-Krieg, sind die Prognosen mit starken Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit können daher abweichen.

Strichpunkt erstellt die Prognosen auf Basis der organischen Entwicklung. Positive Impulse für die Geschäftsentwicklung können aus der Akquisition großer Etats ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen resultieren.

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. 2024 soll die Wirtschaft um 1,8 Prozent wachsen.
(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschaftsbericht-2023- 2160264#:~:text=In%20ihrem%20Jahreswirtschaftsbericht%202023%20erwartet,diese%20po sitive%20Tendenz%20zu%20st%C3%A4rken).

Kreativwirtschaft

Statista rechnet in seiner Umsatzprognose für die Kultur- und Kreativwirtschaft für 2023 mit einem Umsatzrückgang von rund 4% gegenüber dem Vorjahr.* Ob sich der Bereich des Kommunikationsdesigns davon abkoppeln kann, wird nach Ansicht der Strichpunkt-Geschäftsleitung entscheidend von der weiteren Kostenentwicklung auf Kundenseite und dem Fortgang des Ukraine-Krieges abhängen. So wird z.B. ein weiteres Ansteigen der Energiepreise, wie im ersten Quartal 2023 zu beobachten, vermutlich Sparmaßnahmen in anderen Bereichen zur Folge haben. Marketing- und Designdienstleistungen sind als Frühindikatoren von derartigen Sparplänen in besonderem Maße betroffen. Wir sehen die Marktentwicklung daher tendenziell negativ.
(Quelle: *https://de.statista.com/outlook/io/sonstige/kreative-kuenstlerische-unterhaltendetaetigkeiten/ deutschland#umsatz)

Voraussichtliche Entwicklung der Strichpunkt GmbH

Aufgrund der aktuellen Planung und dem aktuellen Auftragsstand erwartet die Gesellschaft, 2023 ein gegenüber dem Vorjahr etwas abgeschwächtes, aber weitgehend stabiles Geschäftsjahr. Die Aussichten für das erste Quartal 2023 sind gut; darüber hinaus sind Prognosen aufgrund der oben geschilderten Annahmen zur Entwicklung der Kreativwirtschaft nur schwer zu treffen.

Die Ausrichtung auf nachhaltige Markenführung wird jedoch dem zentralen Megatrend des laufenden Jahrzehnts gerecht und spricht zumindest langfristig für eine positive Entwicklung.

In Zeiten des Wandels wächst in vielen Unternehmen das Bedürfnis nach einer klaren Identität. Die Marke spielt dabei eine zentrale Rolle, um Mitarbeitende, Talente, Investoren und Partner für die Zukunft zu begeistern. Zum anderen haben viele Unternehmen erkannt, dass sie ihre Attraktivität als Arbeitgeber nur ganzheitlich über eine Neuausrichtung der Marke stärken können. Employer Branding spielt daher im Bestands- und Neukundengeschäft eine große Rolle.

Darüber hinaus verspricht sich Strichpunkt aus der zunehmenden Interaktion mit neu akquirierten Mitgliedern des MYTY-Netzwerkes neue Geschäftsimpulse.

Risiken und Chancen

Das wesentliche Einzelrisiko ist ohne jeden Zweifel der Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen für das weltweite Wirtschaftsklima insgesamt. Als Frühindikator spürt die Kreativbranche mögliche negative Entwicklungen in Form von Etatkürzungen im Marketing relativ zeitnah. Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat der Krieg im Jahr 2022 weltweit zu Kosten von 1.600 Milliarden Euro geführt*; ein Ende ist auch ein Jahr nach Kriegsbeginn nicht absehbar. Damit fehlen erhebliche Mittel der Wirtschaft an anderer Stelle - auch für Investitionen in die Marke.

Darüber hinaus müssen allgemeine Konjunkturrisiken in den für Strichpunkt relevanten Märkten sowie die technologische Dynamik der Märkte betrachtet werden.

Die Geschäftsführung der Strichpunkt GmbH überwacht die Risiken kontinuierlich, um negativen Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenzuwirken. Die Risikoeinschätzung bezieht sich sowohl auf Umfang als auch auf die Wahrscheinlichkeit möglicher Faktoren.

Als Kreativagentur liegt ein Hauptaugenmerk von Strichpunkt aber auf den Chancen, die sich durch verändernde wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen bieten.

Auf Grundlage der aktuell vorliegenden Informationen sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Strichpunkt GmbH gefährden würden.

(Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/russlands-krieg-in-der-ukraine-putins-ueberfallkostet-weltwirtschaft-1600-milliarden-dollar-a-44fa2c2e-82b1-4f86-be98-205c758838c7)

WESENTLICHE EINZELRISIKEN

Branchenspezifische Risiken

Organisatorisch ist Strichpunkt ausgezeichnet aufgestellt, um auf etwaige Veränderungen im Auftragsverhalten seiner Kunden zu reagieren und hat während der Corona-Krise die Digitalisierung seiner Arbeitsprozesse weiter konsequent vorangetrieben. Das Risiko, eingegangenen Leistungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können, ist deshalb auch bei einer physischen Betriebsunterbrechung als sehr gering einzustufen.

Operative / ertragsorientierte Risiken

Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete Strichpunkt rund 50 Prozent des Gesamtumsatzes. Die branchenbezogene Streuung der Kunden ist breit, Automotive und Logistik sind die beiden Schwerpunkte.
Die Umsätze der Agentur basieren mehrheitlich auf Projektverträgen, haben also keine sehr langen Laufzeiten. Alle Planungen zur Umsatzentwicklung beinhalten deshalb zwangsläufig Unsicherheiten. Die Agenturkosten bestehen jedoch zum größten Teil (rund 80% des Kostenbudgets) aus Kosten für Personal und Freelancer, sodass auf Auftragsschwankungen schnell reagiert werden kann.

Personelle Risiken

Erfolg und Ertragskraft des Unternehmens beruhen maßgeblich auf der Motivation, Kreativität und fachlichen Expertise seiner festen und freien Mitarbeiter. Branchenweiter Ressourcenmangel führt zu großen Herausforderungen beim Recruiting neuer Mitarbeiter.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätssituation ist zum Redaktionsschluss dieses Lageberichts (Anfang März 2023) auch ohne die Nutzung staatlicher Kredite positiv, diese stehen jedoch zur Verfügung. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses ist als gering einzustufen.
Nur ein sehr geringer Umsatzanteil wird derzeit im Ausland erwirtschaftet. Ein Währungsrisiko besteht daher nicht.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Agentur verfügt über stabile und meist langjährige Kundenbeziehungen mit solventen Unternehmen sowie über ein differenziertes Debitorenmanagement. Neukunden werden grundsätzlich auf ihre Bonität hin überprüft; ggf. werden Abschlagshonorare vereinbart. Zahlungen gingen in der Regel innerhalb der vereinbarten Ziele ein. Die Agentur verfügt über ausreichende Kontokorrentlinien bei ihren Finanzierungspartnern. Zum Bilanzstichtag wurden diese nicht in Anspruch genommen.

CHANCEN

Unternehmen in allen Branchen stehen unter dem Druck, ihre Prozesse zu digitalisieren - dies gilt auch für das Branding, in dem Strichpunkt über hervorragende Referenzen in der Einrichtung innovativer Markenportale verfügt. Zahlreiche Wettbewerber sind dagegen noch nicht in der Lage, derartige Portale in entsprechender Qualität zu implementieren. Die Nachfrage danach steigt jedoch deutlich und geht mittlerweile nicht mehr nur von Großkonzernen, sondern auch vom Mittelstand aus. Durch die laufende Weiterentwicklung hat Strichpunkt gegenüber den meisten Marktteilnehmern in der Verbindung von kreativer Exzellenz und technologischer Kompetenz einen erheblichen Erfahrungsvorsprung, der nicht ohne Weiteres einzuholen ist.

Mit dem Abklingen der Pandemie werden auch dadurch in den Hintergrund gedrängte große gesellschaftliche Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit wieder stärker in den Fokus gelangen. Strichpunkt hat die Corona-Zeit genutzt, um die eigenen Prozesse zu analysieren und zu hinterfragen und ist dabei, sie konsequent nachhaltiger zu gestalten. Die Agentur kompensiert seit 2020 auch ihre CO2-Emissionen. Das Unternehmen geht davon aus, dass zukünftige Kunden auf eine nachhaltige Unternehmenspolitik ihrer Dienstleister vermehrt Wert legen und verspricht sich davon neben dem intrinsischen Antrieb, achtsam und verantwortlich zu handeln, auch eine zusätzliche positive Wahrnehmung am Markt und beim Recruiting.

Insgesamt sieht sich Strichpunkt für den Geschäftsbetrieb in 2023 inhaltlich, strategisch, kreativ und finanziell gut gerüstet.

 

Stuttgart, 24. März 2023

Philipp Brune

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 141.065,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 289,00 836,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
141.355,00 837,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.567,00 554.449,00
732.922,00 555.286,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.039,79 24.644,01
2. Unfertige Leistungen 148.941,83 14.612,38
3. Waren 536.035,76 556.506,15
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.816,00
709.017,38 598.578,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.632.573,53 2.623.296,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.072.609,00 22.344,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 157.669,79 195.002,33
3.862.852,32 2.840.643,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.914.620,78 4.097.063,49
7.486.490,48 7.536.285,49
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 93.135,69 106.843,63
8.312.548,17 8.198.415,12

PASSIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 85.622,00 85.622,00
III. Gewinnvortrag 3.019.142,92 1.560.631,45
IV. Jahresüberschuss 1.470.813,79 1.458.511,47
4.605.578,71 3.134.764,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 54.455,00 341.672,00
2. Sonstige Rückstellungen 852.229,76 754.254,93
906.684,76 1.095.926,93
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 648.201,98 836.342,29
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.949,31 13.851,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 671.496,64 1.545.759,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 7.715,96
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.416.542,09 1.564.054,34
2.751.190,02 3.967.723,27
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.694,68 0,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 42.400,00 0,00
8.312.548,17 8.198.415,12

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.837.526,64 14.572.709,93
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 134.329,45 (63.261,36)
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 141.065,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 191.535,10 416.217,59
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 108,02 (Vj.: EUR 0,00)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (22.232,01) (61.153,45)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (3.746.175,41) (3.891.311,02)
(3.768.407,42) (3.952.464,47)
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (5.978.119,67) (4.784.946,14)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.023.549,77) (819.307,56)
- davon für Altersversorgung: EUR 21.217,10 (Vj.: EUR 14.852,80)
(7.001.669,44) (5.604.253,70)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (160.794,53) (200.265,35)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.518.733,63) (3.362.341,05)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 22,78 (Vj.: EUR 0,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.764,62 735,55
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 81,15 (Vj.: EUR 78,26)
- davon verbundene Unternehmen: EUR 38.750,00 (Vj.: EUR 210,68)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (23.478,95) (18.053,61)
11. Finanzergebnis 24.285,67 (17.318,06)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (394.918,04) (330.512,06)
13. Ergebnis nach Steuern 1.484.218,80 1.458.511,47
14. Sonstige Steuern (13.405,01) 0,00
15. Jahresüberschuss 1.470.813,79 1.458.511,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH mit Sitz in Stuttgart ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB17627 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zuschüsse zu Investitionen werden im Jahr des Zugangs von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gekürzt. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die planmäßige Abschreibung wird überwiegend von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen 3 Jahre ITSoftware, Sachanlagen zwischen 5 und 10 Jahren. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 netto werden als geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Der Ansatz der unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten; die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern der erwartete Verlust die angefallenen Herstellungskosten übersteigt, wird in Höhe des übersteigenden Betrags eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die sich danach ergeben- den aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet und angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit diese zu berücksichtigen waren, berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten für selbst hergestellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 141 aktiviert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 22), davon gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 22).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von T€ (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 6).

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 30.000 € war am Bilanzstichtag in voller Höhe einbezahlt.

4. Latente Steuern

Passive Steuerlatenzen ergeben sich aufgrund der Aktivierung von selbsterstellten Vermögensgegenständen des immateriellen Anlagevermögens.

Die latenten Steuern werden auf Basis eines durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes in Höhe von 14,56 % sowie eines Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,83 % ermittelt.

Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand Stand
01.01.2022 Veränderung 31.12.2022
T€ T€ T€
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern 0 42 42

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Der danach verbleibende Passivüberhang in Höhe von T€ 42 (Vorjahr: T€ 0) wird in der Bilanz ausgewiesen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rücklagen zuzüglich des Jahresergebnisses sowie des Gewinn- /Verlustvortrags sind in Höhe von T€ 98 ausschüttungsgesperrt. Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 98 0
98 0

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von T€ 538, für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 149 sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 30.

6. Verbindlichkeiten

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in einem gesonderten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 8) und betreffen Verbindlichkeiten aus laufenden Lieferungen und Leistungen.

7. Außerbilanzielle Geschäfte

Leasingverträge

Die Gesellschaft hat als Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von KFZ und Druckern abgeschlossen.

Zweck der Geschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung.

Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Restlaufzeit der Verträge von bis zu drei Jahren, die eine Reduzierung oder einen Austausch des Fahrzeugbestandes nicht ohne Weiteres ermöglicht. Bei Druckern bestehen Laufzeiten von einem bis vier Jahren.

Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Aus den Verträgen resultieren folgende finanzielle Verpflichtungen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
fällig innerhalb eines Jahres 43 43
fällig nach mehr als einem Jahr 13 67
56 110

Factoring

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 977 (VJ: T€ 1.193) an eine Factoringgesellschaft verkauft. Grundlage ist der Factoringvertrag vom 18. Dezember 2018. Bei diesem Vertrag handelt es sich um verdecktes sowie unechtes Factoring, bei dem das Delkredererisiko bei strichpunkt verbleibt.

Insofern verbleiben die verkauften Forderungen bis zur Tilgung in der Bilanz der Gesellschaft. In Höhe der enthaltenen Mittel wird eine Verbindlichkeit gegenüber dem Factor in Höhe von T€ 977 bilanziert.

Zweck des Factorings war die Verbesserung der Liquiditätslage. Das Unternehmen hat das Factoring zum Jahresende 2022 gekündigt.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 2.778 2.268
Sonstige 21 22
2.799 2.290
davon fällig innerhalb eines Jahres 782 720

9. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MYTY Group AG, Zürich/Schweiz einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist an deren Sitz erhältlich.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 0,7) sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 6 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Anlagenabgängen (T€ 7) sowie Forderungsverluste in Höhe von T€ 1.

E. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Jahresdurchschnitt
31.12.2022 31.12.2021
Angestellte 117 100
117 100

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:
Herr Philipp Brune, Werbekaufmann, Stuttgart

3. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane

Auf die Darstellung der für die Tätigkeit der Geschäftsführung gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

5. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.470.813,79 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn 2022 - bestehend aus Jahresüberschuss (EUR 1.470.813,79) und Gewinnvortrag (EUR 3.019.142,92) - auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stuttgart, 24. März 2023

Philipp Brune

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Zugänge Stand
01.01.2022 Umbuchungen (U) Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 141.065,00 0,00 141.065,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 377.633,17 0,00 0,00 377.633,17
3. Geschäfts- oder Firmenwert 30.677,51 0,00 0,00 30.677,51
408.310,68 141.065,00 0,00 549.375,68
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.105.019,08 204.122,53 41.205,61 2.267.936,00
2.105.019,08 204.122,53 41.205,61 2.267.936,00
Insgesamt 2.513.329,76 345.187,53 41.205,61 2.817.311,68
Abschreibungen
Stand Stand
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 376.797,17 547,00 0,00 377.344,17
3. Geschäfts- oder Firmenwert 30.676,51 0,00 0,00 30.676,51
407.473,68 547,00 0,00 408.020,68
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.570,08 160.247,53 34.448,61 1.676.369,00
1.550.570,08 160.247,53 34.448,61 1.676.369,00
Insgesamt 1.958.043,76 160.794,53 34.448,61 2.084.389,68
Restbuchwerte
Stand Stand
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 141.065,00 0,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 289,00 836,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
141.355,00 837,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.567,00 554.449,00
591.567,00 554.449,00
Insgesamt 732.922,00 555.286,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH, Stuttgart:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der strichpunkt Agentur für visuelle Kommunikation GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. März 2023

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