Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 202555
Vorher
Bakuti Fünfundfünfzigste Beteiligungs GmbHUhlig Holding GmbH
Eingetragen
19.3.2010
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Rohr-Steg-Rohr-Wänden; die Aufbringung von korrosions- und erosionshemmenden Beschichtungen mittels Auftragsschweißung; der Zusammenbau von Kesselkomponenten sowie Handel und Dienstleistungen in den Bereichen Auftragsschweißung und Kesselbau nebst allen damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, soweit nicht erlaubnispflichtig.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Laudenbach
seit 11.4.2022
Geschäftsführer
Olaf Lehmann
seit 29.7.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Uhlig Wel-Cor GmbH

Langelsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlage des Unternehmens

Uhlig produziert und vertreibt Präzisions-Kernkomponenten für Endkunden im Bereich Umwelt- und Energietechnologie und ist bemüht, sich in seinem direkten Wettbewerbsumfeld als Innovations- und Qualitätsführer zu positionieren. Im Unternehmen werden Produkte wie schweißplattierte Einzelrohre, schweißplattierte Paneelwände sowie Rohr-Steg-Rohr-Wände für den Kraftwerks-/Kesselbau hergestellt. Außerdem werden Zusammenbauumfänge, je nach Kundenwunsch, für die hergestellten Produkte in der Werkstatt, vorbereitend für die spätere Endmontage auf der Baustelle, übernommen. Die Produkte finden überwiegend im Energieanlagenbau (z.B. Kraftwerksbau, Müllverbrennungsbrennungsanlagen) Verwendung. Das Unternehmen arbeitet hierbei vorrangig mit europäischen Anlagenbauern, Servicegesellschaften und Betreibergesellschaften zusammen und pflegt mit seinen Kooperationspartnern langjährige Geschäftsbeziehungen. Der ehemalige Geschäftsbereich Wellrohre wurde im Juli 2023 eingestellt und veräußert und gehört fortan nichtmehr zum Produktportfolio. Uhlig konzentriert sich damit auf seine Kernkompetenzen im Bereich der schweißplattierten Kesselbauteile und deren Zusammenbau.

Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Der Markt für "Energietechnologie" war in den vergangenen Jahren von Veränderungen und Schwankungen in der Nachfrage geprägt. Der Atomausstieg und die geplante Energiewende brachten teilweise Unsicherheiten bzw. Veränderungen im Umfeld. Ab Mitte 2020 sorgte die weltweite Corona-Pandemie für weitere Verunsicherungen in den Märkten. Im Frühjahr 2022 kam der Krieg in der Ukraine und die sich zuspitzende Energiekrise hinzu. Neben den deutlich gestiegenen Energiekosten, waren auch Kostensteigerungen in vielen anderen Bereichen zu verzeichnen. Speziell im Bereich des Rohmaterials (z.B. Stahlbleche, Schweißdrähte) stiegen Preise und Lieferzeiten teils sehr deutlich an. Im Vorjahr stabilisierten sich die Preise auf einem allerdings weiterhin sehr hohen Niveau. Diese Tendenz setzte sich im Berichtsjahr fort.

Nach einem insgesamt überaus guten Geschäftsjahr bis zum 30.09.2023, entwickelte sich die Marktlage ab dem Spätsommer etwas rückläufig. Im Bereich des Revisionsgeschäfts gab es in den letzten Monaten einen starken Nachholeffekt durch die ausgebliebenen Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie. Dementsprechend entstand eine vorübergehende Sättigung im Markt. Bei Neubauprojekten besteht generell eine vergleichsweise lange Planungs-/ und Realisierungsphase, so dass hier eine entsprechend große Abhängigkeit von einzelnen größeren Projekten besteht. Hinzu kommt, dass in den Wintermonaten traditionell die Nachfrage im relevantenMarktumfeld geringer ausfällt. Demzufolge war die Nachfrage-/ Auslastungssituation für das Unternehmen im Rumpfgeschäftsjahr deutlich eingeschränkt und die vorhandenen Projekte preislich sehr umkämpft. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes zeichnete sich zum Jahreswechsel bereits wieder eine Aufhellung des Marktumfeldes ab, so dass die Marktlage im Bereich der thermischen Müllverwertung mit Beginn des Jahres 2024 als insgesamt ordentlich bis gut eingeschätzt wird.

Die Nachfrage wird voraussichtlich auch in den kommenden Geschäftsjahren, unter Berücksichtigung der beschriebenen Faktoren, insgesamt lebhaft sein. Insbesondere im osteuropäischen Raum besteht weiterhin Nachholbedarf bei der Erfüllung europäischer Richtlinien für die Müllverwertung.

Wesentliche Ereignisse

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr umgestellt, so dass vom 01.10.2023 - 31.12.2023 einmalig ein Rumpfgeschäftsjahr entstanden ist. Ab dem 01.01.2024 folgt das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Ende Juli 2023 wurde die Produktion von Wellrohren eingestellt. Im Anschluss wurden die zugehörigen Anlagen veräußert. Der Veräußerungsgewinn von einer Produktionsanlage fällt in den Berichtszeitraum und sorgt für eine außerordentliche Beeinflussung des ausgewiesenen Ergebnisses.

Zum Ende des letzten Geschäftsjahres, im September 2023, hat die RKM - Arens Anlagenbau GmbH von der WHB Hoffmeister Beteiligungs GmbH 25,1 % der Anteile erworben und ist seither alleinige Gesellschafterin.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Nach einem corona-bedingten Einbruch des Revisionsmarktes, erholte sich das Geschäft in 2021 und 2022 schrittweise wieder und konnte in 2023 ein sehr gutes Ergebnis erzielen. In das Rumpfgeschäftsjahr ging die Gesellschaft mit einem vergleichsweise niedrigen Auftragsbestand. Speziell fertigungswirksame "Kurzläufer" waren Mangelware, so dass der Umsatz und auch die Gesamtleistung gering ausfielen. Im Berichtszeitraum entwickelten sich die Auftragseingänge positiv, so dass das neue Geschäftsjahr wieder mit einem ordentlichen Bestand starten kann.

Uhlig generierte insgesamt Auftragseingänge in Höhe von 7,1 Mio. €. Dies liegt im Schnitt etwa 200 T€ über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Trotz der ordentlichen Auftragseingänge entwickelten sich die Auftragseingänge durch einen niedrigeren Auftragsbestand und lieferterminbedingte Fertigungsfolge wie auch der darauf aufbauende Umsatz im Geschäftsjahr auf niedrigem Niveau. Im Ergebnis wurden 4,5 Mio. € Umsatz erzielt werden.

Neben Umsätzen aus dem typischen operativen Geschäft erzielte Uhlig im Berichtszeitraum sonstige betriebliche Erlöse in Höhe von 0,9 Mio. €. Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf der Wellrohrfertigung.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen) lag bei 5,0 Mio. €.

Ertragsentwicklung

Das EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Sonstigen Steuern sowie Abschreibungen) betrug 159 T€.

Neben einem schwachen operativen Ergebnisbeitrag durch die geringe Kapazitätsauslastung sowie einem Abwertungsbedarf von TEUR 150 bei einem größeren Projekt, beinhaltet das Ergebnis positive Effekte aus dem Verkauf der Wellrohrfertigung. Die sehr guten Ergebnisse des vorherigen Geschäftsjahres konnten, kapazitätsbedingt, nicht erzielt werden. Trotz dieser Ergebnisdelle im Berichtszeitraum, plant das Unternehmen die positive Entwicklung der Gesellschaft im Zuge der Neuausrichtung seit 2022 fortzusetzen.

Im Geschäftsverlauf lag der Fokus weiterhin auf "klassischen" Plattierprojekten im Bereich der Wandplattierung und der Einzelrohrplattierung, aber auch zunehmenden Umfängen an Zusammenbautätigkeit.

Der Rohertrag (Saldo aus Gesamtleistung und Materialaufwand (inkl. Energiekosten und mit bezogenen Leistungen inkl. Leiharbeit) des abgelaufenen Geschäftsjahres lag bei 28,7 % der Gesamtleistung. Der Materialeinsatz (inkl. Energiekosten und ohne bezogene Leistungen) lag bei gut 71,3 % der Gesamtleistung. Hierin spiegeln sich die hohen Materialkosten und Energiepreise. Auch wenn sich speziell die Energiekosten nicht mehr auf dem Niveau von 2022 befanden, waren die Preise in Relation zu früheren Jahren dennoch weiterhin hoch. Außerdem ist die hohe Materialquote vom Bestandsaufbau beeinflusst, weil die Bewertung der Halbfabrikate zu Herstellkosten erfolgt und daher keine Margenrealisierung (Gewinn + Vertriebs-/Verwaltungsgemeinkosten vorliegt).

Die bezogenen Leistungen lagen bei 13,9 % (inklusive Fremdpersonal). Der gestiegene Aufwand für bezogene Leistungen und Fremdpersonal hing, neben preislichen Komponenten, wesentlich mit größeren Zusammenbauumfängen bei einem größeren Projekt zusammen, was typischerweise durch Fremdpersonal unterstützt wird. Der Anteil des Materialaufwands bestimmt sich wesentlich durch den Produktmix. Das klassische Schweißplattieren hatte auch im Berichtszeitraum einen recht hohen Anteil. Der für die Schweißplattierung benötigte Schweißdraht treibt entsprechend die Materialquote. Die Personalaufwandsquote lag bei 27,4 % der Gesamtleistung. Der sonstige betriebliche Aufwand lag bei 821 T€ und beinhaltet als wesentliche Positionen die Instandhaltungen, Versicherungen sowie Rechts- und Beratungskosten.

Durch die Verschmelzung wurde in der Wel-Cor GmbH ein Firmenwert aus den in 2020 durchgeführten Asset Deals aktiviert. Dieser wird kontinuierlich abgeschrieben. Im Berichtszeitraum mit 162 T€.

Durch hohe Abschreibungen und unter Berücksichtigung der Zinsaufwendungen beträgt das Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr -306 T€.

Trotz des operativ schwierigen Rumpfgeschäftsjahres ist die Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Monaten sehr positiv. Uhlig ist strategisch und operativ gezielt für die Herausforderungen der nächsten Jahre ausgerichtet und auf Basis ihrer Stärken und Kernkompetenzen in ihren Nischenmärkten stark und zukunftsweisend aufgestellt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) war, stichtagsbezogen, zum Ende des Geschäftsjahres negativ bei -1,2 Mio. €. Durch geringe Umsätze wurde trotz insgesamt niedriger Gesamtleistung ein Bestandsaufbau im Berichtsjahr erzielt, so dass sich der Bestand an unfertigen Erzeugnissen, zum Abschlussstichtag, leicht, auf einem weiterhin durchschnittlichen Niveau, erhöht hat. Gleichzeitig sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Banklinien. Große Projekte werden typischerweise über Anzahlungsvereinbarungen vorfinanziert. Ein entsprechender Posten mit den resultierenden Verbindlichkeiten aus Anzahlungen wird bilanziell negativ vom Vorratsvermögen abgesetzt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft liegt zum Jahresabschluss bei gut 40 % (ohne Berücksichtigung der stillen Beteiligung).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht für die interne Unternehmenssteuerung u.a. die Kennzahlen EBITDA sowie die Auftragseingänge heran.

Das EBITDA beträgt 159 T€ und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings ist die Vergleichbarkeit durch das Rumpfgeschäftsjahr nicht 1:1 gegeben. Zum einen schon aufgrund der reinen Anzahl betrachteter Monate, anderseits aber auch durch die typischerweise zurückhaltende Marktlage in den Wintermonaten sowie die Betriebsruhe zwischen Weihnachten und Neujahr. Ursächlich für das positive EBITDA war der einmalige Erlös aus der Wellrohrfertigung, welcher den negativen operativen Ergebnisbeitrag kompensieren konnte.

Die generierten Auftragseingänge liegen im Berichtszeitraum bei 7,1 Mio. €. Im Monatsschnitt lag dieser Wert etwa 250 T€ über dem des Vorjahres (inkl. Wellrohrgeschäft).

Investitionen und Abschreibungen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. Die Abschreibungen lagen (inklusive der Abschreibung auf den Firmenwert) bei 339 T€.

Wesentliche Investitionen waren die Anschaffung einer Arbeitsbühne (0,1 Mio. €) und neue Schweißplattieranlagen, für die bislang knapp 0,8 Mio. € investiert worden, wobei das Projekt noch nicht abgeschlossen ist.

Insgesamt lag die Investitionssumme im Rumpfgeschäftsjahr bei 866 T€.

Forschung & Entwicklung / Neue Produkte

Uhlig ist bestrebt, sich im Markt als Innovations- und Qualitätsführer zu positionieren und die individuelle Marktposition auszubauen.

Technische Produktverbesserungen und -entwicklungen werden kontinuierlich vorangetrieben und somit interne Abläufe technisch und organisatorisch stetig verbessert. Neben der schrittweisen Modernisierung und Optimierung des Maschinenparks, liegt ein Hauptaugenmerk weiterhin auf der Digitalisierung, um Prozesse zu verschlanken, transparenter zu gestalten und somit letztlich effizienter zu arbeiten.

Personal

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 86 Mitarbeiter (ohne Auszubildende + Geschäftsführung). Zusätzlich sind im Unternehmen üblicherweise, je nach Auslastung, einige Leiharbeiter tätig.

Der Anteil pro Mitarbeiter an der Gesamtleistung lag bei rund 58 T€ (ohne Berücksichtigung der zusätzlich beauftragten Leiharbeit).

Leistungsspitzen werden weiterhin regelmäßig mit dem Einsatz von Leihpersonal ausgeglichen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen im Bereich Umwelt und Sicherheit

Arbeitssicherheit und Umweltschutz haben für die Gesellschaft hohe Priorität. Wir haben den Anspruch, eine kontinuierliche Verbesserung unseres unternehmerischen Handelns zum Wohle aller Interessengruppen zu erzielen. So sollen die wirtschaftlichen Ziele im Einklang mit den Zielen eines nachhaltigen Unternehmertums definiert und erreicht werden, d.h. mit bestmöglicher Vermeidung von Umwelt- oder Gesundheitsbelastungen sowie einem sparsamen Einsatz von Energie und Rohstoffen.

Im Übrigen werden durch die aktuelle Produktion am Standort keine Umweltverschmutzungen verursacht, wodurch die Gesellschaft speziellen Auflagen unterläge.

Uhlig hat zusammen mit der Gesellschafterin in 2023 das SCC-Zertifikat erworben und unterstreicht damit die hohen Standards, die im Unternehmen gesetzt sind.

Risikomanagement

Ein umfassendes Instrumentarium zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken wird im Unternehmen erfolgreich und nachhaltig genutzt. Auf Basis von effizienten Informations- und Kontrollsystemen besteht ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und diese mindern bzw. verhindern zu können. In der jährlichen Planung werden strategische und operative Ziele vorgegeben und potenzielle Risiken identifiziert und kategorisiert. In der monatlichen Berichterstattung werden, neben den üblichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, auch Kennzahlenvergleiche für die Früherkennung negativer Entwicklungen durchgeführt.

Regelmäßig erfolgt außerdem ein interner Austausch im Rahmen eines betrieblichen Wirtschaftsausschusses.

Darüber hinaus besteht ein ständiger Austausch mit Partnern, Kunden und Mitbewerbern, um Entwicklungen am Markt frühzeitig zu erkennen und sich darauf einstellen zu können.

Erforderliche Gegensteuerungsmaßnahmen können so jeweils zeitnah geplant und erfolgreich umgesetzt werden. Die Nachverfolgung der Risiken und der eingeleiteten Maßnahmen erfolgt laufend im Rahmen eines detaillierten Maßnahmenplans.

In besonderem Maße bestehen Risiken aus Projektgeschäften, da die einzelnen Kundenaufträge große Volumina erreichen und vermehrt ausländische Rechtsthemen hinzukommen.

Das Unternehmen verfügt über eine spezialisierte Stelle, die sich explizit mit dem auftragsbezogenen Risikomanagement im Projektgeschäft befasst. Zusätzlich wird, im Bedarfsfall, bereits langjährig eng mit einem auf Vertragsrecht spezialisierten Anwalt zusammengearbeitet, um möglichen Risiken vorzubeugen.

In wöchentlichen Terminrunden werden zudem alle aktuellen Aufträge hinsichtlich Ihres Liefertermins, des Fertigungsablaufs und auch der verfahrenen Stunden detailliert beleuchtet und von Fertigungsleitung und dem Management besprochen. Etwaige Gegensteuerungsmaßnahmen werden so kurzfristig und bedarfsorientiert veranlasst.

Im Rahmen der wöchentlichen Liquiditätsplanungen werden Zahlungen festgesetzt und jeweils die Entwicklung der kommenden drei Monate prognostiziert, so dass auf mögliche Veränderungen mit zielgerichteten Maßnahmen und entsprechender Vorlaufzeit reagiert werden kann.

Zusätzlich betreibt Uhlig ein operatives Kennzahlensystem, welches die Effizienz der einzelnen Arbeitsbereiche erfasst. Hierüber werden Planabweichungen sehr zeitnah erfasst und etwaige Gegenmaßnahmen unmittelbar getroffen.

Umfeld- und Branchenrisiken

Uhlig ist in der Verarbeitung von Stahl und hierbei weitgehend mit Produkten für den Energieanlagenbau tätig. Die Entwicklung der Rohstoffpreise für Stahl und Schweißdrähte sind ein wesentlicher Kostenfaktor für das Unternehmen.

Die anhaltende Krise zwischen der Ukraine und Russland sorgte vor allem für steigende Rohstoff- und Energiepreise und bleibt weiterhin ein Risikofaktor. Uhlig war als energieintensives Unternehmen in den letzten zwei Jahren sehr deutlich von Preissteigerungen im Bereich Strom und Gas betroffen. Für die kommenden Jahre konnten Abschlüsse zu vernünftigen Festpreisen erzielt werden, die dennoch deutlich über dem Niveau früherer Jahre liegen. Daneben wurde am Standort in Energieeffizienz investiert (LED + PV-Anlage). Diese Entwicklung fortzusetzen, bleibt Herausforderung in den kommenden Jahren. Uhlig kalkuliert auftragsbezogen, so dass Preissteigerungen in der Regel berücksichtigt werden können. Weiterhin muss, neben der Wettbewerbssituation, die generelle Investitionsbereitschaft der Kunden bei weiter steigenden Endpreisen beachtet werden. Zusätzlich bergen Krisen generell latente Risiken für die Stabilität der europäischen Märkte und deren Marktteilnehmer.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Leistung ist die Entwicklung und Produktion von Teilen für Energieanlagen, hier im Wesentlichen für Müllverbrennungsanlagen. Vermehrt ist das Unternehmen auch für die Bereiche der Papierkesselindustrie oder Ersatzbrennstoffanlagen tätig. Dabei ist die Gesellschaft teilweise von der europäischen Branchenkonjunktur abhängig. Schon aus logistischen Gründen sind die Unternehmen aus dem Branchenumfeld im Wesentlichen regional auf ihren jeweiligen Kontinenten tätig. Europäische Problemfelder und Krisen steigern die bestehenden Unsicherheiten und erhöhen weiter den Kostendruck, was speziell für Unternehmen am Standort Deutschland eine permanente Anpassungs- und Innovationsfähigkeit erfordert.

Generell lassen die aktuellen politischen Entwicklungen nur kurze, sichere Planungszeiträume zu. Themen wie z.B. Sanktionen gegen Russland können den Markt, teilweise deutlich, beeinflussen.

In den letzten Jahren hat sich das auf dem Arbeitsmarkt vorhandene Angebot an Fachkräften, speziell im Bereich der Produktion, stetig verringert. Der Preisdruck ist dementsprechend hoch. Über eine qualifizierte Ausbildung sowie über gezielte Weiterbildungen des vorhandenen Personals wird dieser Entwicklung erfolgreich begegnet. Zu Beginn 2024 konnten wieder zwei Auszubildende erfolgreich übernommen werden.

Die Corona-Pandemie scheint bewältigt. Der Markt selbst hat sich diesbezüglich seit einiger Zeit beruhigt, die Nachfrage ist stabil und aktuell als gut zu bezeichnen. Das Wiederaufleben einer Pandemie scheint aktuell nicht wahrscheinlich, bleibt aber ein latentes Risiko.

Finanzierungsrisiken

Uhlig ist international ausgerichtet und in vielen, meist europäischen Ländern, aktiv. Da ein Großteil der durchgeführten Projekte im Euro-Raum abgewickelt und dementsprechend in Euro fakturiert werden, ist ein theoretisches Währungsrisiko für Uhlig aktuell weitgehend vernachlässigbar.

Das Geschäft der Gesellschaft hat häufig Anlagenbau-Charakter. Damit verbunden ist oftmals eine hohe Vorleistung in Form von Investitionen in das Working Capital. Rohmaterialien und halbfertige Erzeugnisse müssen vorfinanziert werden. Bei großen Projekten werden dafür meist Anzahlungen vereinnahmt. Sowohl für diese Anzahlungen als auch für Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsverpflichtungen, muss Uhlig Bürgschaften stellen. Dafür hat Uhlig ein Avalvolumen mit passenden Laufzeiten und unterliegt damit verbunden einem weiteren Zinsänderungsrisiko, das allerdings vergleichsweise gering ist. Das Geschäft wird überwiegend mit renommierten Kreditversicherungsgesellschaften abgewickelt.

Das Ausfallrisiko bei Kundenaufträgen wird bei größeren Projekten häufig mit Kombinationen aus Anzahlungen und Teillieferungen aufgefangen.

Notwendige, darüberhinausgehende, Risiken werden, nach Möglichkeit, über eine Forderungsausfallversicherung abgesichert.

Zur weiteren Stärkung der Liquidität und Minimierung der Risiken, arbeitet Uhlig seit Mitte 2022 mit einer Factoring-Gesellschaft zusammen.

Rechtliche Risiken

Der Versicherungsumfang wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf auf die neuen Erfordernisse angepasst. Im Bereich der Sachversicherungen bedient sich Uhlig der Unterstützung eines Versicherungsmaklers.

Obwohl wir auf Qualität und Liefertreue höchsten Wert legen, bestehen bei großen Projekten generell Risiken, die aus Vertragsstrafen oder Schadenersatzforderungen, resultierend aus Spätlieferungen oder Nichterfüllung, entstehen können.

Marktchancen

Uhlig ist auf dem relevanten Markt gut vernetzt und mit seinen Produkten stark positioniert. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen in der Schweißplattierung bei gleichzeitiger Stärkung des Zusammenbaus und der Rohpaneel-Herstellung bieten kurz- bis mittelfristig weitere Wachstumschancen. Hinzu kommen europäische gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich der Mülldeponierung bzw. -verwertung, die speziell in osteuropäischen Ländern einen Nachholbedarf an Müllverbrennungsanlagen erwarten lassen, wovon die Gesellschaft in den kommenden Jahren zusätzlich profitieren kann.

Chancen in der Organisation / Strukturelles Wachstum

Durch die aktuelle Gesellschafterstruktur verfügt die Gesellschaft über eine komplett strategische und marktorientierte Grundausrichtung. Die sukzessive Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmensverbunds und speziell am Standort mit Blick auf Modernisierung des Maschinenparks, aber auch der Infrastruktur und einer modernen Energieversorgung, bietet ein erhebliches Potential für die mittelfristige Zukunft des Unternehmens und den Produktionsstandort in Langelsheim.

Ausblick / Prognosebericht

In der jüngeren Vergangenheit wurden die Instrumente der Steuerung verbessert, um die Qualität und die Effizienz des Schweißprozesses und den Nutzungsgrad an den jeweiligen Schweißplattieranlagen tagesaktuell zu erfassen. Die beschafften Prozesskontrollwaagen sorgen für eine laufende Erfassung von Schweißdrahtverbräuchen.

Uhlig hat das Geschäftsjahr umgestellt, ab dem 01.01.2024 ist jeweils das Kalenderjahr auch das Geschäftsjahr.

Nachdem das Rumpfgeschäftsjahr die erfahrungsgemäß etwas ruhigeren Monate Oktober - Dezember beinhaltete, wird die Auftragslage im neuen Geschäftsjahr schrittweise wieder anwachsen. Uhlig rechnet mit einem Umsatzniveau von etwa 26 Mio. € bei einer insgesamt guten Gesamtauslastung. Die weiteren Marktaussichten sind in allen wesentlichen Produktbereichen (schweißplattierte Wände, schweißplattierte Einzelrohre, Zusammenbau) für Uhlig in Summe ordentlich bis positiv.

Uhlig plant für das aktuell laufende Geschäftsjahr 2024 mit einem Ergebnis von 2,3 Mio. € EBITDA.

Neben der strategischen Erschließung neuer regionaler Märkte wird es für den Unternehmensverbund darüber hinaus wichtig sein, innovative Leistungen im Markt zu positionieren. Uhlig versteht sich in diesem Zusammenhang als Anbieter von Lösungen, die zusammen mit dem Kunden individuell entwickelt werden. Ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt ist weiterhin, neben dem Fokus auf Innovationen, die kontinuierliche Optimierung der Effizienz der eigenen Prozesse und Kostenstrukturen.

In 2024 wird Uhlig wieder mit einem eigenen Stand auf der IFAT in München vertreten sein.

 

Langelsheim, den 18. April 2024

Uhlig Wel-Cor, Langelsheim

Sven Laudenbach, Geschäftsführer

Bernd Höfert-Holdmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 8.742.484,90 9.210.490,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.998.901,60 4.161.227,39
1. Geschäfts- oder Firmenwert 3.996.120,25 4.158.125,12
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.781,35 3.102,27
II. Sachanlagen 4.743.583,30 5.049.262,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.110.116,94 1.156.389,08
2. technische Anlagen und Maschinen 1.176.730,25 1.472.017,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.311.111,11 2.275.231,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.625,00 145.625,00
B. Umlaufvermögen 5.114.669,43 4.985.098,60
I. Vorräte 2.489.306,34 2.553.358,47
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 2.001.967,37 1.326.260,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 971.133,02 2.334.372,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen -403.295,74 -413.206,31
2. sonstige Vermögensgegenstände 567.837,28 1.921.166,40
III. Wertpapiere 26.077,84 30.490,68
1. sonstige Wertpapiere 26.077,84 30.490,68
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.628.152,23 66.876,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.898,85 33.362,53
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.925.053,18 14.228.951,18

Passiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 5.528.210,30 5.844.536,28
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 4.750.000,00 4.750.000,00
III. Gewinnvortrag 994.536,28 -426.252,90
IV. Jahresfehlbetrag 316.325,98 -1.420.789,18
B. Rückstellungen 1.049.969,05 1.290.790,87
C. Verbindlichkeiten 7.346.873,83 7.093.624,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.152.652,60 4.136.950,38
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.468.531,83 1.463.015,48
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.725.689,40 1.493.658,17
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.925.053,18 14.228.951,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Rohergebnis 2.351.435,84 12.553.620,14
2. Personalaufwand 1.372.009,83 5.552.462,38
a) Löhne und Gehälter 1.114.693,29 4.603.060,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 257.316,54 949.401,69
davon für Altersversorgung 4.844,09 21.459,45
3. Abschreibungen 339.027,60 1.537.721,22
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 339.027,60 1.537.721,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 793.184,55 3.178.668,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.666,36 62.850,54
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.412,84 8.534,25
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 160.081,24 383.326,50
davon an verbundene Unternehmen 30.416,67 0,00
davon aus Abzinsung 772,00 5.609,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 517.234,85
9. Ergebnis nach Steuern -311.613,86 1.438.523,48
10. sonstige Steuern 4.712,12 17.734,30
Jahresfehlbetrag 316.325,98 -1.420.789,18

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Uhlig Wel-Cor GmbH, Langelsheim, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 202555, hat die Bilanz nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und die Gewinn- und Verlustrechnung (nach dem Gesamtkostenverfahren) aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Geschäftsjahr wurde auf das Kalenderjahr umgestellt. Das Rumpfgeschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 31. Dezember 2023. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte ist somit nicht uneingeschränkt möglich. Das nächste Geschäftsjahr beginnt somit am 1. Januar 2024 und endet am 31. Dezember 2024.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- und Firmenwert ist über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig als Zugang und Abgang im Anlagenspiegel erfasst.

Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer und orientiert sich an den steuerlichen AfA-Tabellen.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gewogenen Einstandspreisen einschließlich Nebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Zusätzlich wurde aufgrund altersbedingter Wertminderungen sowie einer Gängigkeitsbetrachtung ein Bewertungsabschlag vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit ihren individuellen Herstellkosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Sonderkosten der Fertigung und Verwaltungsgemeinkosten werden ebenfalls eingerechnet. Kosten des Vertriebs und der sozialen Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Soweit die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Herstellungskosten die vereinbarten bzw. zu erwartenden Erlöse überschreiten, werden entsprechende Wertabschläge auf die aktivierten Herstellungskosten vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten offen abgesetzt und dabei mit ihrem Nominalwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten bzw. den jeweils niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für vor dem Stichtag getätigte Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag zum Gegenstand haben (aktivische Rechnungsabgrenzung) angesetzt.

Bei der Bilanzierung latenter Steuern nutzt die Gesellschaft die Wahlrechte des § 274 HGB dahingehend, dass die Aktivierung eines Aktivüberhangs unterbleibt und im Übrigen ein verrechneter bzw. saldierter Ausweis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 100.000 und ist voll eingezahlt. Der Jahresabschluss wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden anhand der versicherungsmathematischen Methode des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Als biometrische Berechnungsgrundlagewerden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des diesbezüglichen Wahlrechts der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der durchschnittliche Marktzins ist dabei als Zehn-Jahres-Durchschnitt ermittelt und betrug zum Bilanzstichtag 1,82 %.

Es wurden folgende Trendannahmen berücksichtigt:

Gehaltstrend p. a.: 0,0 %

Rententrend p. a.: 2,2 % (AON), 1,5 % (Heubeck AG)

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen (Pensionszusagen) dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit den Schulden aus diesen Verpflichtungen (Pensionsrückstellungen) saldiert. Bei dem vorhandenen Deckungsvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet sind. Soweit sich aus der Saldierung ein aktivischer Überhang ergibt, wird dieser auf der Aktivseite als Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Die Aufwendung aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Dabei wurden Zinserträge aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen saldiert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle am Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz, abgezinst. Der durchschnittliche Marktzins ist dabei als Sieben-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung der Projekte erfolgt nach der so genannten Completed-contract-Methode mit der Abnahme der entsprechenden Projekte durch den Kunden.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen gibt es Positionen, die eine Restlaufzeit über ein Jahr haben, in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 139). Diese bestehen aus einer Forderung gegenüber einem Kunden, die nach Zahlungsplan gem. einem Restrukturierungsverfahren nach polnischem Recht abgewickelt wird und einem Darlehen an einen ehemaligen Mitarbeiter. Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen vor der Saldierung mit dem zugehörigen Deckungsvermögen betragen TEUR 125. Der Betrag des saldierten Deckungsvermögens beträgt TEUR 60. Insgesamt ergibt sich daraus der ausgewiesene Passivüberhang.

Der den mit den Pensionsverpflichtungen saldierten Rückdeckungsversicherungen beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigem Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen.

Zum Abschlussstichtag bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 496.

Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1 enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1 Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 86 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt.

Kaufmännische Angestellte: 23
Gewerbliche Arbeitnehmer: 63

4.2 Geschäftsführer

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

- Herr Tim van der Kamp (kaufmännischer Geschäftsführer) bis zum 01.01.2024

- Herr Sven Laudenbach (Geschäftsführer Technik & Vertrieb)

Herr Tim van der Kamp wurde im Januar 2024 als Geschäftsführer abberufen. Herr Bernd Höfert-Holdmann trat im Januar 2024 neu in die Geschäftsführung ein.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 87). Diese setzen sich aus bestehenden Leasingverträgen (ohne Berücksichtigung der Firmen-PKW) zusammen. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 84 (Containerburg + Lagerhalle).

4.4 Ausschüttungssperre

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1. Dieser Betrag stellt den Unterschiedsbetrag dar, der sich aus der Ermittlung der Pensionsrückstellung mit einem als 10-Jahres-Durchschnitt (bilanzierter Wert) und einem als 7-Jahres-Durchschnitt (fiktiver Wert) ermittelten Zinssatzes (für eine Restlaufzeit von 15 Jahren) ergibt.

 

Langelsheim, den 18. April 2024

Uhlig Wel-Cor, Langelsheim

Sven Laudenbach, Geschäftsführer

Bernd Höfert-Holdmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.10.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.742,62 0,00 0,00 0,00 14.742,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.076.152,81 0,00 0,00 0,00 5.076.152,81
5.090.895,43 0,00 0,00 0,00 5.090.895,43
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 1.623.139,82 0,00 0,00 0,00 1.623.139,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.846.097,41 378.000,00 705.920,46 0,00 1.518.176,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 2.599.392,24 115.081,14 18.892,75 0,00 2.695.580,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.625,00 0,00 0,00 0,00 145.625,00
6.214.254,47 493.081,14 724.813,21 0,00 5.982.522,40
11.305.149,90 493.081,14 724.813,21 0,00 11.073.417,83
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.10.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.640,35 320,92 0,00 11.961,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 918.027,69 162.004,87 0,00 1.080.032,56
929.668,04 162.325,79 0,00 1.091.993,83
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 466.750,74 46.272,14 0,00 513.022,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 374.080,08 62.270,70 94.904,08 341.446,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 324.160,99 68.158,97 7.850,44 384.469,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.164.991,81 176.701,81 102.754,52 1.238.939,10
2.094.659,85 339.027,60 102.754,52 2.330.932,93
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
1.10.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.781,35 3.102,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.996.120,25 4.158.125,12
3.998.901,60 4.161.227,39
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 1.110.116,94 1.156.389,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.176.730,25 1.472.017,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussstattung 2.311.111,11 2.275.231,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.625,00 145.625,00
4.743.583,30 5.049.262,66
8.742.484,90 9.210.490,05

sonstige Berichtsbestandteile

Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 1.469 (Vorjahr: TEUR 1.463).

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Uhlig Wel-Cor GmbH, Langelsheim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Uhlig Wel-Cor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uhlig Wel-Cor GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Nordhorn, den 14. Mai 2024

GB Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludger Ennen, vereidigter Buchprüfer

Christian Lemmink, Wirtschaftsprüfer

Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.