SUMIDA Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Fisch seit 5.2.2026 | Prokura |
Florian Ehgartner seit 5.2.2026 | Prokura |
Gertraud Jungwirth seit 15.4.2021 | Prokura |
Christian Lage seit 15.4.2021 | Prokura |
Thomas Georg Wagmann seit 15.4.2021 | Prokura |
Markus Schmeller seit 13.1.2021 | Geschäftsführer |
Martin Hamberger seit 31.1.2018 | Prokura |
Thomas Siegfried Mötsch seit 18.1.2013 | Geschäftsführer |
Klaus Neumeier seit 18.1.2013 | Geschäftsführer |
Thomas Kerscher seit 17.12.2009 | Prokura |
Horst Jellbauer seit 7.5.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hans B. Vogt | 33.20% |
Gertrud von den Meden | 33.20% |
Johanna Hecht | 26.58% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUMIDA Components & Modules GmbHObernzellJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis: 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 3. Prognose- und Chancenbericht 4. Risikobericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.1.1 Organisatorische Struktur Die SUMIDA Components & Modules GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der SUMIDA AG und zugleich Obergesellschaft des Teilkonzerns Components & Modules in der SUMIDA Gruppe. Als Obergesellschaft besteht ihre Aufgabe auch im Halten von Beteiligungen und übergreifenden Aufgaben, wie beispielsweise strategische Planung, Entwicklung, Vertrieb und Produktionskoordination. Als Teil des Konzernkreises der SUMIDA Corporation, Tokio/Japan, gibt es die Möglichkeit, im asiatischen Raum Produktionsstätten zu nutzen und Produkte in den asiatischen Märkten abzusetzen bzw. Produkte aus den asiatischen Produktionswerken über unsere Organisation zu vertreiben. 1.1.2 Produkte und Geschäftsbereiche Mit ihren Aktivitäten in der Entwicklung und Fertigung von Vormaterialien für die Elektronikfertigung bietet die Gesellschaft eine breite Palette spezifischer Lösungen und gehört mit seinen Fertigungsstätten im In- und Ausland zu den bedeutenden Herstellern von induktiven Bauelementen und Modulen. 1.1.3 Absatzmärkte Zu den Kunden der Gesellschaft gehören Hersteller von Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik. Mit einem Umsatzanteil von 62,2 % (Vj. 64,7 %) entfiel auf die Automobilelektronik deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzes:
Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzielte die Gesellschaft im Inland sowie im übrigen Europa:
1.1.4 Externe Einflussfaktoren Die Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Kriegs und anderer geopolitischer Brandherde führten im Jahr 2023 zu einem unterdurchschnittlichen Weltwirtschaftswachstum. Schwächer werdende Lieferkettenprobleme wurden von einem schwierigen Finanzierungsumfeld durch gestiegene Zinsen und eine hohe Inflation abgelöst. Ein weltweit schwaches Produktivitätswachstum und nachlassende Nachfrage aus China tragen zusätzlich zur weltweiten Investitionszurückhaltung und Prognoseunsicherheit bei. Die Anzahl der in Deutschland im Jahr 2023 neu zugelassenen Autos mit alternativen Antrieben erreichte im Vergleich der letzten zehn Jahre zwar einen neuen Rekordwert, der Wegfall der staatlichen Förderung in Deutschland wird in diesem Bereich jedoch Wirkung zeigen. Auch steht die deutsche Wirtschaft unter dem Druck der Digitalisierung, der ungünstigen demografischen Entwicklung und veränderter internationaler Verflechtungen. Nachhaltigkeitsaspekte rücken zusätzlich in den Vordergrund. Vor diesen schwierigen Rahmenbedingungen ist das Welthandelswachstum deutlich zurückgegangen. Da sich die Gesellschaft diesen externen Einflüssen und Risiken nicht entziehen kann, betreibt sie ein proaktives Krisenmanagement, um mit der frühzeitigen Ergreifung entsprechender Maßnahmen (wie z. B. vermehrt Vorauskasse bei Kunden, alternative Lieferwege und ausreichende Zusatzdeckung in der Kreditversicherung) negative Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit zu minimieren. Darüber hinaus sieht sich die Gesellschaft dem harten globalen Wettbewerb in der Elektronikbranche, insbesondere auch wegen des hohen Automotivanteils, ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Branchen spricht die deutsche Elektroindustrie jedoch von einer robusten Entwicklung in einem schwierigen Umfeld mit einem durchschnittlichen Anstieg der Branchenerlöse um weitere 8 %. Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft entwickelten sich über den Branchendurchschnitt hinaus positiv. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Grundlage für unser innovatives und wettbewerbsfähiges Produktportfolio ist eine zukunftsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Entlang der Megatrends der Elektroindustrie verfolgen wir mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten das Ziel, für unsere Kunden innovative Produkte zu entwickeln und erfolgreich in die Serie zu überführen. Im Jahr 2023 konnten wir dabei mehrere Neuanläufe erfolgreich umsetzen. Die SUMIDA Components & Modules GmbH unterhält ein weitreichendes Netzwerk, das renommierte Institute, Hochschulen und Unternehmen der Industrie umfasst. Als Mitglied wichtiger Verbände trägt das Unternehmen aktiv in Fachgremien bei. Im Zuge von geförderten Projekten betreibt die Firma Forschung und Entwicklung im Bereich innovativer Komponenten, Modulen und magnetischer Materialien für die Leistungselektronik. Die hierbei erlangten Erkenntnisse fließen teilweise von der Vorentwicklung in die Produktentwicklung ein und finden in neuen Produkten Anwendung. Mit insgesamt neun laufenden Förderprojekten im Jahr 2023 konnten die aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen im Bereich Versorgungssicherheit, Netzstabilität, Elektromobilität, Photovoltaik und Greenhouse Industry mit innovativen magnetischen Bauelementen begegnet werden. Durch die staatliche Förderung konnte so das wirtschaftliche Risiko der mehr als 18.000 geleisteten Arbeitsstunden stark gesenkt werden. Die, in diesem Innovationsfeld notwendige Diversifizierung zum Seriengeschäft, setzt sich auch im Jahr 2024 fort. Bereits in 2023 wurden Anträge für neue Verbundforschungsvorhaben eingereicht und auch drei neue Projekte gestartet, um weitere Themen wie Recyclierbarkeit, Predictive Maintenance und Digitalisierung applikationsorientiert mithilfe von Forschungsgeldern zu bearbeiten. Um die Präsenz als Komponentenlieferant zu steigern, wurden mehrere interne wissenschaftliche Arbeiten auf den internationalen Fachkonferenzen PCIM 2023 und Mag & Mad vorgestellt. Dabei wurden nicht nur die Errungenschaften der Kooperationsprojekte präsentiert, sondern auch spezielle Aktivitäten, um die fachliche Expertise der Gesellschaft als innovatives Unternehmen zu unterstreichen. Zudem sind Beiträge auf den sozialen Medien erfolgt. Durch einen eingeladenen Vortrag vor dem ECPE e.V. erreichten die Themen auch eine breite fachspezifische Wirkung. Ein Schlüsselfaktor für unseren Erfolg ist die umfassende Fertigungskompetenz, die es uns ermöglicht, maßgeschneiderte Moduldesigns und Prototypen, die nahe an der Serienreife sind, schnell umzusetzen. Zusätzlich nutzen wir verstärkt digitale Modellierung und Simulation in der Produktentwicklung, was sich als fester Bestandteil unseres Entwicklungsprozesses etabliert hat. Durch die Anwendung von multiphysikalischen Simulationen können wir verschiedene Umsetzungsoptionen für neue Produkte schnell bewerten und den besten Weg hinsichtlich Kosten und Funktion festlegen. Diese Methoden sind entscheidend für die dauerhafte Sicherung unserer Wettbewerbsposition. In der operativen Produkt- und Prozessentwicklung unserer Geschäftseinheiten verzeichneten wir eine konstant hohe Anzahl an Kundenprojekten. Schwerpunkte waren Projekte im Bereich der Automobilelektronik, wie zum Beispiel Leistungselektronik für Elektro- und Hybridfahrzeuge, schlüssellose Zugangssysteme, Sensoren und Aktuatoren. Ein weiterer Fokus lag auf energieeffizienter Industrieelektronik mit Projekten zu induktiven Bauteilen für PV-Hybrid-Wechselrichter, Batteriespeichersysteme, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der SUMIDA Components & Modules GmbH im Bereich der Elektromobilität konzentrierten sich auf die fortlaufende Entwicklung von innovativen und wettbewerbsfähigen Leistungsinduktivitäten, Transformatoren und Modullösungen für On-Board-Ladetechnik. Dazu gehörten die Entwicklung von Prototypen und Serienprodukten für EMV-Filtermodule für Traktionswechselrichter und DC/DC-Wandler, sowie Übertrager zur Steuerung von Leistungshalbleitern und Batteriemanagementsystemen. Im Bereich der Magnetwerkstoffe gab es eine steigende Anzahl von Projekten zu komplexen, kundenspezifischen Ferritkernformen für innovative Leistungselektronik-Komponenten und kontaktlose Energieübertragung in Elektromotoren. Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist der schnelle Ausbau der Ladeinfrastruktur, insbesondere von Hochleistungs-Schnellladestationen mit bis zu 400 kW pro Ladepunkt. Für batteriebetriebene LKWs wird das Megawatt-Ladesystem entwickelt, das Ladeleistungen von bis zu 3,75 MW bieten soll. Alle DC-Schnellladegeräte beinhalten mehrere große Hochfrequenz-Hochleistungstransformatoren und Drosseln zur Umwandlung des Drehstroms in den für die Schnellladung erforderlichen Gleichstrom. Im Jahr 2023 wurden erste umfangreiche Serienprojekte erfolgreich in die Produktion eingeführt, was zum Umsatzwachstum von SUMIDA in diesem schnell wachsenden Marktsegment beiträgt. Kontinuierliche Marktanalysen und die gezielte Akquise von Neukunden haben zu weiteren aussichtsreichen Entwicklungsprojekten geführt. Die Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf, und mit ihr steigt die Nachfrage nach leistungsfähigen Batteriesystemen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Batteriespannung von 800 Volt, die sich zunehmend als Standard etabliert. Diese Entwicklung führt zu einem erhöhten Bedarf an Transformatoren, die dauerhaft hohen Spannungen standhalten können. Die SUMIDA Components & Modules GmbH hat auf diesen Bedarf reagiert und eine Reihe von Bausätzen für verschiedene Leistungsklassen entwickelt, die speziell für die Anforderungen von 800-Volt-Systemen ausgelegt sind. Die neuen Bausätze von SUMIDA bieten eine robuste und zuverlässige Lösung für die Herausforderungen, die mit der hohen Batteriespannung einhergehen. Sie sind darauf ausgelegt, den gestiegenen Anforderungen an die Isolationsfestigkeit gerecht zu werden und eine langfristige Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Diese Entwicklung unterstreicht SUMIDAs Engagement, innovative Produkte zu liefern, die den Weg für eine nachhaltigere Zukunft im Bereich der Elektromobilität ebnen. Neben den Hochvolt-Batteriesystemen verzeichnet SUMIDA auch eine steigende Nachfrage nach Rogowski-Spulen für die Strommessung in Normalspannungs- und Mittelspannungsnetzen. In enger Zusammenarbeit mit Kunden hat SUMIDA maßgeschneiderte Rogowski-Spulen in verschiedenen Größen entwickelt, die eine präzise und zuverlässige Strommessung ermöglichen. Diese Spulen sind ein weiteres Beispiel für SUMIDAs Fähigkeit, kundenspezifische Lösungen zu entwickeln und auf die spezifischen Bedürfnisse der Industrie einzugehen. Darüber hinaus arbeitet SUMIDA an neuen Lösungen im Bereich der Hochspannungstransformatoren für die Energietechnik. Diese Transformatoren müssen bei sehr hohen Spannungen teilentladungsfrei sein, um eine maximale Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten. SUMIDAs Forschungs- und Entwicklungsarbeit in diesem Bereich zeigt das Bestreben des Unternehmens, an der Spitze der technologischen Entwicklung zu stehen und Produkte zu liefern, die den strengsten Industriestandards entsprechen. Entwicklungsaufwand: Die im Geschäftsjahr 2023 angefallenen internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) beliefen sich auf 9,8 Mio € (Vj. 8,9 Mio €). Die F&E-Quote (Entwicklungsaufwand zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) lag bei 3,1 % (Vj. 3,8 %). Externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen. Am 31.12.2023 waren in der Gesellschaft insgesamt 96 Mitarbeiter (Vj. 93) im Bereich F&E tätig. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft konnte im Kalenderjahr 2023 nur moderat zulegen, zeigte sich angesichts zahlreicher belastender Faktoren aber bemerkenswert widerstandsfähig. Die positiven Effekte aus der Phase der Erholung von der Pandemie sind weitgehend abgeschlossen. Rohstoff- und Energiepreise sind gesunken, Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und steigender Lohn- und Gehaltsanpassungen inzwischen wieder. Dennoch zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung derzeit noch nicht ab. Angesichts der Vielzahl an aktuellen und potenziellen geopolitischen Konflikten ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten hoch geblieben. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Kurs der Geldpolitik wird über höhere Finanzierungskosten die Güternachfrage bei Investitionen und Konsum weiter belasten. Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wegfallende finanzpolitische Impulse bremsen die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Auch in China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnet das IfW für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,9 %, nach 3,1 % im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 soll die Weltkonjunktur mit einer Zuwachsrate von 3,2 % wachsen. Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Jahr 2024 wieder zulegen, aber eine große konjunkturelle Dynamik ist nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich der genauen Ausgestaltung von Einsparungen und deren wirtschaftlichen Auswirkungen zur Deckung des Finanzbedarfs nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Finanzierung des Staatshaushalts. Für Deutschland rechnet das IfW nach einem Minus von 0,3 % in 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2024 von 0,9 %. Im Jahr 2025 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,2 % zulegen. Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum dürfte im Verlauf des Jahres 2024 überwunden werden. Eine höhere Konsum- und Investitionsbereitschaft infolge steigender Reallöhne bei sinkendem Preisauftrieb, günstigere Finanzierungsbedingungen und ein verbessertes außenwirtschaftliches Umfeld sollten wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5 % in 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 % beschleunigen. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IfW), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023 vom 13.12.23/Deutsche Wirtschaft im Winter 2023 vom 12.12.23) Die Entwicklung für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie in 2023 bezeichnet der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) insgesamt als recht ordentlich. Zum dritten Mal in Folge konnte die reale, preisbereinigte Produktion gesteigert werden - auf Basis der Zahlen bis einschließlich November um 1,4 %. Damit hat sich die Branche in einem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Unternehmen noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten, als die Neubestellungen spätestens ab dem zweiten Quartal bereits zurückgingen. Die nominalen Erlöse der Branche stiegen laut den Angaben im vergangenen Jahr um 8 % und erreichten mit 242 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke. Abermals hat sich die in ihrer Zusammensetzung heterogene Branche uneinheitlich entwickelt. Den stärksten Produktionszuwachs verzeichneten laut ZVEI Batterien mit 7 %, gefolgt von elektronischen Bauelementen mit 6 %, Energietechnik mit 4 % und Automation mit 3 %. Die Gebrauchsgüter dagegen verzeichneten einen deutlichen Rückgang um 13 %. Auch die Beschäftigung konnte nochmals zulegen. Allein in Deutschland hat die Branche zuletzt 910.000 Menschen beschäftigt und damit 12.000 mehr als 2022. Der ZVEI hat für 2024 eine rückläufige Produktion vorhergesagt. Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und Energiepreisen zeigt sich der Verband für 2024 zurückhaltend. Auf Jahressicht erwartet der ZVEI eine Wachstumsdelle mit einem Nachgeben der realen Produktion um rd. 2 %. (Quelle: Pressemeldung ZVEI 4/2024 vom 29.01.2024: Elektro- und Digitalindustrie vor leichter Wachstumsdelle) Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Neben den niedrigen Vorjahreszahlen hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Der Absatz legte in Europa (EU27, EFTA & UK), den USA, als auch in Mexiko, Japan, Indien, Brasilien und China deutlich zu. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 % mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend. Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 %) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 % gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 % und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 %. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK; +4 %) und den USA (+2 %) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 %). Der VDA rechnet für den deutschen Markt in 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei wird von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw ausgegangen (Minus 9 % auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 % auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, sollen die rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 14 % auf 451.000 Einheiten zurückgehen. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark durch die damalige Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV) geprägt. Dies hatte zu einem kräftigen Sondereffekt zum Jahresende geführt, da Pkw-Käufe vorgezogen wurden, um von der noch höheren Förderung zu profitieren. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember 2023 wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken. Für den globalen Pkw-Markt in 2023 erwartet der VDA einen Anstieg um fast 10 % (75,6 Mio. Einheiten) im Vergleich zu 2022. In 2024 soll der Weltmarkt moderat um 2 % auf 77,4 Mio. Einheiten ansteigen. Damit wäre das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 fast wieder erreicht. (Quelle: VDA Pressemeldungen: Internationale Pkw-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum, Berlin, 18. Januar 2024, Pkw-Produktion in Deutschland 2023: Deutliches Plus gegenüber Vorjahresniveau, Berlin, 04. Januar 2024; VDA Jahresauftakt-PK 2024, VDA-Präsidentin fordert Paradigmenwechsel: Reformen statt Regulierung und strategische Weitsicht für erfolgreiche Transformation, Berlin, 30. Januar 2024) Die deutsche Automobilindustrie gestaltet den Wandel zur klimaneutralen Mobilität. Die Elektromobilität inklusive Batterietechnik und Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren sowie Digitalisierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit einem breiten Produktportfolio und globalen Setup sieht sich SUMIDA bestens positioniert, um auch zukünftig in diesen Wachstumsbereichen wettbewerbsfähig zu sein. 2.2 Geschäftsverlauf Unter den oben genannten Rahmenbedingungen der globalen Wirtschaft und der Elektroindustrie konnten die Umsatzerlöse der Gesellschaft um 32,1 % zulegen und die Erwartungen übertroffen werden. Die Umsatzsteigerung fand in den Segmenten der Automobil- und der Industrieelektronik statt. Die Automobilelektronik mit einem Anteil von ca. 62 % ist nach wie vor das bei weitem stärkste Umsatzsegment. Geografisch gesehen hat der deutsche Markt ein wenig nachgegeben zugunsten der restlichen europäischen Länder, während das übrige Ausland relativ auf gleichem Niveau blieb. Das Geschäft mit Handelsware, das in Zusammenhang mit der globalen Distributionspolitik im SUMIDA-Konzern zu sehen ist, war weiter ansteigend. Der seit Februar 2022 fortwährende Ukrainekrieg, allgemeine Preissteigerungen sowie eine anhaltend hohe Inflation haben auch im Geschäftsjahr zu starken Schwankungen in der Auftragslage und kurzfristigen Verschiebungen aufgrund von veränderten Bedarfen bei Kunden bzw. OEM geführt. Zwischen der SUMIDA AG und der Gesellschaft wurde am 15. Januar 2009 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt daher unverändert 17,1 Mio €. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,4 % (Vj. 11,7 %). Eine Kreditlinie der Hausbank sowie die im Zusammenhang mit der Cash-Pooling Vereinbarung eingeräumte Kreditlinie stellen die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes sicher. Die für die Gesellschaft wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT. Die Umsatzerlöse enthalten die im Geschäftsjahr realisierten Verkäufe der Produkte und Produktgruppen. Das EBIT als operatives Ergebnis der Gesellschaft ist die wesentliche Steuerungsgröße für den Erfolg der Gesellschaft. Beide finanziellen Leistungsindikatoren bilden auch die wesentlichen Grundlagen im Planungsprozess. Der im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Umsatz in Höhe von 265,0 Mio € konnte mit 310,4 Mio € übertroffen werden. Das erwartete EBIT von 4,1 Mio € wurde übertroffen. Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden das Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement definiert. Eine wichtige Kennzahl des Umwelt- und Energiemanagementsystems ist daher der Treibhausgasausstoß in CO 2 -Äquivalenten. Als wichtiges Ziel verfolgt SUMIDA als Konzerngröße die kontinuierliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 bis 2030 um 42 % gegenüber dem Basisjahr 2022. (Quelle: www.sumida.com/news/downloads/240208_MTBP_2024-2026). Die Einhaltung der Vorgaben im Bereich Umwelt, Energie und Qualität erfolgt unter Berücksichtigung der Managementsysteme, die laufend überprüft und weiterentwickelt werden und nach ISO 14001, ISO 50001 und ISO 9001/IATF 16949 zertifiziert sind. (Quelle: https://www.sumida.com/info-centre) Das Monitoring von Umweltgrößen wird zukünftig auch weiterhin nicht nur aus Kostengründen, sondern auch als wichtige Steuerungsgröße nachhaltigen Wirtschaftens noch stärker in den Fokus rücken. Vor dem Hintergrund der dargestellten Einflussfaktoren beurteilen wir die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als sehr erfreulich. 2.3 Ertragslage Trotz sich abschwächender, aber teilweise anhaltender Lieferkettenprobleme und des fortdauernden Krieges in der Ukraine, hat sich der Umsatz weiter positiv entwickelt. Es konnte ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr um 32,1 % festgestellt werden. Die Umsatzerlöse betrugen demnach 310,4 Mio € (Vj. 235,0 Mio €). Auf Innenumsätze mit Konzerngesellschaften entfielen 60,9 Mio € (Vj. 43,6 Mio €). Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 nennenswerte Umsatzzuwächse im Segment Automotive infolge der Zunahme der Elektro- und Hybridfahrzeuge erzielen. Auch die Umsatzerlöse des Bereiches Industrieelektronik sind gestiegen, was auf die Erweiterung des Ladesäulennetzes zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurden Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen infolge der gestiegenen Kundenbedarfe aufgebaut (6,5 Mio €). Im Vorjahr wurde der Umsatz hingegen zum Teil aus dem Abbau des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen generiert, der um 0,4 Mio € sank. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 8,1 Mio € (Vj. 11,5 Mio €), davon entfielen auf Währungsgewinne 5,0 Mio € (Vj. 5,8 Mio €) und auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1,1 Mio € (Vj. 2,0 Mio €). Im Vorjahr fielen außergewöhnliche Erträge in Höhe von 1,9 Mio € aufgrund von Erstattungen im Zuge eines Projektabbruchs an. Der Materialaufwand betrug 249,6 Mio € (Vj. 179,6 Mio €). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) veränderte sich infolge von gestiegenen Material- und Bezugskosten von 76,4 % auf 78,7 %. Der Personalaufwand betrug 40,3 Mio € (Vj. 37,7 Mio €). Die absolute Erhöhung ergab sich im Wesentlichen aus der Entgelterhöhung und der Inflationsausgleichsprämie nach dem IG Metall Tarifvertrag ab Juni 2023 und einem Anstieg der Rückstellungen für Urlaub, Gleitzeit und Altersteilzeit. Die Personalquote (Personalaufwand zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) ist von 16,0 % auf 12,7 % gesunken. Die hohe Gesamtleistung war geeignet, die Personalkostensteigerungen auszugleichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 24,3 Mio € (Vj. 23,6 Mio €). Währungsverluste sind in Höhe von 5,1 Mio € angefallen (Vj. 5,2 Mio €). Die außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von 1,9 Mio € im Vorjahr stellten die Kostenverrechnung zu den außergewöhnlichen Erträgen aus einem Projektabbruch dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die aus Rechnungsstellungen anderer Konzerngesellschaften resultieren, betrugen 5,8 Mio € (Vj. 6,8 Mio €). Gegenläufig erhöhten sich insbesondere die Vertriebsaufwendungen (+0,2 Mio €), die Verwaltungskosten (+0,3 Mio €) sowie die sonstigen Personalkosten (+0,3 Mio €). Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 von 1,3 Mio € auf 6,4 Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Absatz margenstarker Produkte zurückzuführen. Der Anstieg des Rohergebnisses von 8,7 Mio € hat den Anstieg der Personalkosten um 2,6 Mio €, des Zinsaufwandes um 0,8 Mio €, des sonstigen betrieblichen Aufwands um 0,6 Mio € und der Abschreibungen um 0,5 Mio € überkompensiert. Das Finanzergebnis der Gesellschaft belief sich auf -2,4 Mio € (Vj. -1,6 Mio €). Im Wesentlichen handelt es sich um Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen. Infolge des Gewinnabführungsvertrages mit der SUMIDA AG wurde ein Aufwand in Höhe von 3,8 Mio € (Vj. Ertrag aus Verlustübernahme 0,5 Mio €) verbucht. Das Jahresergebnis beträgt aufgrund des im Geschäftsjahr 2009 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der SUMIDA AG wie im Vorjahr 0,00 €. Der Auftragsbestand am 31.12.2023 betrug 274,3 Mio € (Vj. 286,0 Mio €). 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme am Ende des Geschäftsjahres betrug 165,6 Mio € (Vj. 146,8 Mio €), davon Anlagevermögen 50,9 Mio € (Vj. 48,1 Mio €) sowie Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 114,7 Mio € (Vj. 98,7 Mio €). Die immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio € auf nun 50,9 Mio €. Die Investitionen betrugen 8,2 Mio €, davon in Sachanlagen 8,1 Mio €. Die Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um planmäßige Tilgungen um 0,2 Mio € auf nun 4,0 Mio €. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im Berichtszeitraum geht die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2024 von einer weiter steigenden Umsatz- und Auftragssituation aus. Im Rahmen neuer Projekte wird weiterhin verstärkt in technische Anlagen und Maschinen investiert werden. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio € angestiegen. Gründe dafür sind gestiegene Einstandspreise bei Rohstoffen sowie erhöhte Bevorratung aufgrund diverser Lieferengpässe. Erhöhte Kundenbestellungen bedingten zudem einen erhöhten Aufbau an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte beträgt 6,0 (Vj. 6,6). Lange Lieferzeiten bei bestimmten Materialien erfordern eine höhere Bevorratung über einen längeren Zeitraum, was vereinzelt zu einer erhöhten Verweildauer führt. Im Jahresvergleich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weniger stark als die Umsatzerlösen gestiegen, was sich auch in der Kennzahl DSO (days of sales outstanding) 64,6 (Vj. 66,3) widerspiegelt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 18,7 Mio € (Vj. 16,7 Mio €). Der Anstieg ist auf das gestiegene Geschäftsvolumen und den damit verbundenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Infolge des Gewinnabführungsvertrages mit der SUMIDA AG beträgt das Eigenkapital unverändert 17,1 Mio €. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Personal (3,7 Mio. €; Vj. 2,7 Mio €), drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften (2,3 Mio €; Vj. 3,4 Mio €) und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (3,2 Mio €; Vj. 2,9 Mio €). Die Minderung der erhaltenen Anzahlungen von 7,6 Mio € auf nun 5,1 Mio € geht auf das Beliefern erhaltener Kundenvorauszahlungen und die Beendigung von Werkzeugprojekten zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf 113,5 Mio € (Vj. 98,8 Mio €) erhöht. Gegenüber der SUMIDA AG bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 15,6 Mio € (Vj. 15,6 Mio €). Aus der Teilnahme am Cash-Pooling entstand gegenüber der SUMIDA Europe GmbH eine Verbindlichkeit in Höhe von 62,5 Mio € (Vj. 52,0 Mio €). Zudem sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 23,5 Mio € (Vj. 22,5 Mio €) enthalten. Insgesamt ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowohl gegenüber Dritten wie auch gegenüber verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 eine Folge des gestiegenen Geschäftsvolumens. 2.5 Finanzlage Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Unsere Hausbank hat der SUMIDA AG und mehreren Tochterunternehmen eine Kontokorrentlinie eingeräumt. Zum 31. Dezember 2023 wurde diese Linie von der SUMIDA Components & Modules GmbH in geringem Umfang in Form eines Avalkredits in Anspruch genommen. Darüber hinaus steht der Gesellschaft die Finanzierung über die am 11.02.2010 mit der SUMIDA Europe GmbH abgeschlossene Cash-Pooling Vereinbarung zur Verfügung. Zum 31.12.2023 betrugen die nicht genutzten Kreditlinien insgesamt 8,1 Mio €. Gegenüber der SUMIDA AG bestehen Verbindlichkeiten aufgrund von Darlehensvereinbarungen in Höhe von 15,6 Mio € (Vj. 15,6 Mio €). Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sowohl die SUMIDA Europe GmbH als auch die SUMIDA AG ihre Darlehensvereinbarungen mit der Gesellschaft im erforderlichen Umfang aufrechterhält. Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Jahr einen operativen Cashflow in Höhe von -2,2 Mio € (Vj. -8,0 Mio €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -7,9 Mio € (Vj. -5,2 Mio €) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 10,6 Mio € (Vj. 12,9 Mio €), darin enthalten eine Veränderung der Cashpooling Verbindlichkeit in Höhe von 10,5 Mio € (Vj. 1,3 Mio €). Per 31. Dezember 2023 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln 0,7 Mio € (Vj. 0,2 Mio €). 2.6 Weitere Angaben 2.6.1 Personal- und Sozialbereich, Arbeitssicherheit Im Berichtszeitraum waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 503 Personen (Vj. 496) beschäftigt.
Ein für das Unternehmen wichtiger Bereich ist die Arbeitssicherheit sowie der Arbeitsschutz. Neben einer laufenden Überprüfung bezüglich der Einhaltung der Arbeitsschutzmaßnahmen, bilden die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen die wesentliche Grundlage für die Arbeitssicherheit. Durch innerbetrieblichen Informationsaustausch zur Erkennung von Risikofaktoren im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird dieses System auch fortlaufend aktualisiert. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle konnte deutlich reduziert werden. 2.6.2 Materialwirtschaft Es sind hierbei die Bereiche Zentraleinkauf, Logistik, Bestandsmanagement und Beschaffung zu nennen. Der Zentraleinkauf ist verantwortlich für den strategischen Einkauf für alle Standorte des Geschäftsbereiches Components & Modules. Die Standorte sind selbst für die Beschaffung zuständig. Die Bereiche Logistik und Bestandsmanagement befassen sich mit der Optimierung der Warenflüsse und des Vorratsvermögens über den gesamten Geschäftsbereich. 2.6.3 Qualitätsmanagement Die Gesellschaft hat folgende Qualitätsmanagementsysteme eingeführt und wendet sie an:
Für beide Standards wurden von der Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, erfolgreiche Überwachungsaudits durchgeführt und damit die Anwendung und Einhaltung dieser Standards bestätigt. 2.6.4 Umwelt- und Energiemanagement Die Gesellschaft hat folgende Managementsysteme eingeführt und wendet sie an:
Für beide Standards wurden von der Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, erfolgreich Überwachungsaudits durchgeführt und damit die Anwendung und Einhaltung dieser Standards bestätigt. Die Gesellschaft ist in die Umwelt- bzw. in die Energiematrix der SUMIDA Europe GmbH integriert. Die teilnehmenden Gesellschaften unterziehen sich dabei einem zeitlich und inhaltlich gleichen Auditierungsprozess. 3. Prognose- und Chancenbericht 3.1 Chancenbericht Für das Jahr 2024 sehen die Prognosen für die Welt ein Wachstum um 2,0 %, für 2025 ein Wachstum von 2,3 % vor. Das für den Euroraum prognostizierte Wachstum des BIP wird mit 1,0 % für 2024 und 1,5 % für 2025 geringer ausfallen. (Quelle: ifo Schnelldienst, Sonderausgabe Dezember 2023, ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich, Dezember 23) Durch die voranschreitende Elektrifizierung der Verkehrsmittelantriebe einerseits und die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens andererseits, sehen wir auch für uns dennoch weiterhin gute Möglichkeiten einer positiven Geschäftsentwicklung im Bereich der Elektrifizierung. Durch unser globales Setup im SUMIDA Konzern mit Fabriken in Europa, Amerika und Asien können wir unsere Kunden meist schneller und flexibler versorgen als nur auf einem Kontinent produzierende Wettbewerber und uns einen entsprechenden Marktvorteil erarbeiten. Das vorhandene Applikationsverständnis unserer Ingenieure und Techniker macht uns zu einem geschätzten Entwicklungspartner unserer Kunden für die Entwicklung effizienter und leistungsfähiger Bauelemente und Module. Darüber hinaus verschafft uns unsere projektorientierte Organisation entscheidende Vorteile in der Phase der Produktentwicklung und beim Aufbau und der Anpassung unserer Serienfertigungskapazitäten. Parallel zur Entwicklung der konventionellen Automobilmärkte sind für die SUMIDA Gruppe die Aktivitäten der Automobilindustrie im Hinblick auf alternative Antriebstechnologien zur Erreichung der Klimaziele äußerst interessant und wichtig für die zukünftige Entwicklung. Da unser Produktportfolio bereits darauf ausgerichtet ist, werden die Umsatzsteigerungen und -potentiale durch zahlreiche Neuanläufe und Volumensteigerungen in Projekten rund um die Themen Elektromobilität, autonomes Fahren und erneuerbare Energien den Nachfragerückgang der konventionellen Märkte kompensieren können. Die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität hat sich im abgelaufenen Jahr abermals durch steigende Produktions- und Zulassungszahlen weltweit gezeigt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird und sich besonders im Industriebreich durch den kontinuierlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur weitere Geschäftschancen ergeben werden. Die Gesellschaft wird auch weiterhin durch eine permanente Kostenüberwachung, Durchführung von Kostensenkungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen in allen Bereichen sowie eine kontinuierliche Analyse der Deckungsbeiträge den Fokus auf den Erhalt bzw. die Verbesserung ihrer Kostenposition richten. Entscheidenden Anteil hierbei hat unser weltweites Fertigungs- und Einkaufsnetzwerk, das die Basis für eine erfolgreiche Serienproduktion unserer Produkte bildet. 3.2 Prognosebericht In der zum Jahresende verabschiedeten Planung für 2024 geht die Geschäftsleitung davon aus, dass im kommenden Jahr der Krieg in der Ukraine weiterhin andauern wird. Die entsprechenden negativen Begleiterscheinungen für unser Geschäft (Energiekostensteigerung, Inflation etc.) wurden soweit möglich in der Planung für 2024 berücksichtigt. Wir erwarten nicht, dass es im Jahr 2024 zu einer Normalisierung der Geschäftstätigkeit wie in den Jahren vor 2020 kommen wird. Zu diesem Optimismus gibt die weltweite Konjunkturlage (Europa, China und Nordamerika) derzeit keinen Anlass. Trotzdem geht die Gesellschaft für 2024 von leicht steigenden Umsatzerlösen und einem EBIT etwa auf dem Niveau des Jahres 2023 aus. Natürlich ist die weitere Entwicklung der Gesellschaft im Wesentlichen von einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen. 4. Risikobericht Unternehmerisches Handeln und das Ziel, erfolgreich zu sein, sind regelmäßig mit einer Reihe von Risiken verbunden. Unser Ziel ist es, die Risiken zu begrenzen und dabei gleichzeitig die gebotenen Chancen wahrzunehmen. Der Risikobeauftragte der SUMIDA AG übernimmt diese Funktion als Dienstleistung auch für die SUMIDA Components & Modules GmbH und unterstützt damit die Geschäftsführung. In Zusammenarbeit mit dem Konzernrisikomanagement werden die Risiken ständig überwacht. Alle bestehenden Risiken unterliegen jährlich einer sorgsamen Analyse. Bei diesem Monitoring werden folgende Daten durch die Risikoverantwortlichen aktualisiert: Schadenpotential, Eintrittswahrscheinlichkeit, Maßnahmenfortschrift sowie das verbleibende Restrisiko nach Umsetzung der definierten Maßnahmen. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die SUMIDA Components & Modules GmbH gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise konjunkturelle und saisonale Schwankungen auf wichtigen globalen Absatz- und Beschaffungsmärkten, unvorhersehbare Entwicklungen an den Finanzmärkten, bei Rohstoff- und Energiepreisen oder bei politischen Rahmenbedingungen. Die Optimierung der Kostenstrukturen und die Verbesserung der Unternehmensprozesse in einem von Volatilität und zyklischen Nachfrageverhalten gekennzeichneten Markt stellen eine permanente Aufgabe dar. Die Märkte, in denen die SUMIDA Components & Modules GmbH überwiegend tätig ist, zeichnen sich durch schnellen technologischen Wandel und hohes Innovationstempo aus. Die SUMIDA Gruppe investiert daher nachhaltig in Forschung und Entwicklung, um auf neue Marktentwicklungen schnell reagieren zu können. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken zusammen mit Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt. 4.1 Elementarrisiken Die Produktions- und Verwaltungsgebäude am Standort Obernzell-Erlau unterliegen aufgrund ihrer räumlichen Nähe zu den Flüssen Donau und Erlau einem erhöhten Risiko für Hochwasserereignisse sowie durch Starkregen bedingte Überflutungen. Die Gesellschaft hat weitgehende Maßnahmen getroffen, um die Auswirkungen solcher Ereignisse bestmöglich zu begrenzen. So ist das Werksgelände durch eine Schutzmauer vor einem sog. hundertjährigen Hochwasserereignis geschützt. Die existierenden Notfallpläne für solche Ereignisse verbunden mit regelmäßigen Übungen durch die Werksfeuerwehr und die Belegschaft sollen sicherstellen, dass die Auswirkungen im Bedarfsfall auf den laufenden Geschäftsbetrieb minimiert werden. Weiterhin wurden Versicherungspolicen für Sachschäden sowie die Auswirkungen einer Betriebsunterbrechung mit weitreichender Deckung abgeschlossen. 4.2 Absatzrisiken Anders als in den Jahren vor der Pandemie (2020) ist die Abhängigkeit von zwei Produktgruppen (Antennen, Xenon) innerhalb der Automobilelektronik absolut nicht mehr gegeben. Eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung im Bereich der Elektromobilität und der dazugehörigen Infrastruktur, insbesondere in den Produktgruppen Power Conversion und EMV-Filter, konnte die rückläufige Entwicklung der genannten Produktgruppen mehr als kompensieren. Die Kundenstruktur zeigt, dass die zehn größten Kunden in 2023 einen Anteil von ca. 60 % am Gesamtumsatz hatten. Diese sind einerseits Garant für große Umsatzvolumina, stellen aber andererseits ein Risiko dar, da der Wegfall eines großen Kunden nicht kurzfristig ersetzt werden kann. Mit der Entwicklung des Absatzmarktes ist die Kapitalbindung im Vorratsvermögen eng verknüpft. Dem wird durch Teilhabe der Kunden an der Vorfinanzierung von Beständen durch Anzahlungen entgegengewirkt. 4.3 Personalrisiken SUMIDA befindet sich in einem ständigen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Fertigungstechnologie und EDV. Die Gesellschaft positioniert sich als bekannter Arbeitgeber mit umfangreichen Entwicklungschancen, Arbeitsplatzsicherheit, leistungsgerechter Bezahlung und attraktiven Sozialleistungen. Mit dem Verlust von qualifiziertem Personal in strategischen Positionen kann unternehmensspezifisches Wissen verloren gehen sowie ggf. die termingerechte Abarbeitung von Aufträgen und Projekten verzögert werden. Mit Hilfe einer aktiven Nachfolgeplanung bei sich abzeichnenden Verrentungen, Talent-Management, der Ausbildung von Fachkräften, dem Anbieten von Praktika und der Kooperation mit lokal ansässigen Universitäten und Hochschulen soll dem entgegengewirkt werden. Steigende Lohn- und Gehaltskosten, hauptsächlich bedingt durch Tarifabschlüsse, können nur bedingt durch die Steigerung der Produktivität sowie mit Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden kompensiert werden. Durch Maßnahmen interner Prozessoptimierungen wird den vorgenannten Risiken begegnet sowie die Belegschaft vorbereitet für die Herausforderungen der kommenden Jahre. 4.4 Beschaffungsrisiken Der wirtschaftliche Erfolg von SUMIDA hängt nicht zuletzt von einer zuverlässigen und effizienten Versorgung mit Materialien, Komponenten und Bauteilen ab. Preissteigerungen bei Rohstoffen, Vorprodukten und den Energiekosten können negative Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Finanzlage haben. Durch intensive Verhandlungen mit unseren Lieferanten konnten wir für 2024 entsprechende Preisanpassungen durchsetzen. Damit sollte es gelingen, die künftig erwarteten Verkaufspreisreduzierungen teilweise zu kompensieren. Darüber hinaus wird die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Technologien dazu beitragen, den Bedarf an kostenintensiven Rohmaterialien zu verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit von neu zu entwickelnden Produkten zu gewährleisten. Bei bestimmten Rohstoffen und Komponenten ist auf der Beschaffungsseite eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gegeben. Durch intensive Bemühungen beim Aufbau von Alternativlieferanten wird hierdurch entstehenden eventuellen Preis- und Versorgungsrisiken entgegengewirkt. Mit dem Aufbau von Sicherheitslagern sollen weiterhin Probleme in der Lieferkette und daraus folgende Auswirkungen auf den Produktionsprozess minimiert werden. 4.5 Liquiditätsrisiken Die Finanzierung der Gesellschaft hängt im Wesentlichen von der SUMIDA AG bzw. der SUMIDA Europe GmbH ab, wobei sich die vorgenannten Gesellschaften hauptsächlich über konzerninterne Darlehen durch die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, bzw. über externe Bankdarlehen refinanzieren. Weiterhin ist die Gesellschaft Teilnehmerin am auf die Währung Euro lautenden konzerninternen Cash-Pooling der SUMIDA Europe GmbH, mit dem Ziel der Optimierung der Finanzierungsstruktur (Zero-Balancing). Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht davon aus, dass die bestehenden Darlehensvereinbarungen sowie die Cash-Pooling-Linie in erforderlichem Umfang aufrechterhalten sowie die finanziellen Mittel weiterhin bereitgestellt werden. Das Factoring von Kundenforderungen in Fremdwährung mit der SUMIDA electric (H.K.) Co. Ltd. verschafft der Gesellschaft zudem frühzeitig erforderliche Liquidität. 4.6 Währungsrisiken Als global agierendes Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und Fertigungsstätten auf der ganzen Welt sehen wir uns währungsbedingten Risiken insbesondere bei der Währung US-Dollar ausgesetzt. Zur Begrenzung des Wechselkursrisikos wird zum einen versucht Lieferanten- und Kundenverträge in gleichlautender Währung abzuschließen, zum anderen werden konzerninterne Transaktionen, die auf gleiche Währung lauten über ein Netting System ausgeglichen. Transaktionen, die auf der Währung Euro basieren stellen für uns kein nennenswertes Währungsrisiko dar. Auf externe Währungssicherungsmaßnahmen wird verzichtet. 4.7 Cyber- und Informationssicherheit Risiken in der Cyber- und Informationssicherheit umfassen die potenzielle Gefahr von unautorisiertem Zugriff, Diebstahl, Manipulation oder Zerstörung von Daten und IT-Systemen. Diese Risiken können u. a. durch verschiedene Arten von Cyberangriffen wie Malware, Phishing, Ransomware und Denial-of-Service-Angriffe entstehen. Sie können von Einzeltätern, organisierten Kriminellen oder staatlich geförderten Akteuren ausgehen. Die Folgen solcher Sicherheitsverletzungen können finanzielle Verluste, Betriebsunterbrechungen, Reputationsverlust, rechtliche Haftung und Kompromittierung von sensiblen Informationen sein. Unternehmen und Organisationen müssen daher wirksame Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um ihre digitalen Ressourcen zu schützen und die Risiken zu minimieren. Wir begegnen diesen Risiken durch eine Reihe von Abwehrmaßnahmen, darunter die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie das umfassende Monitoring unserer Netzwerke und Systeme zur schnelleren Erkennung von Angriffen, um Schäden zu verhindern. 4.8 Einschätzung der Risikolage Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und deren mögliche finanzielle Auswirkungen nach Risikobegrenzungsmaßnahmen im Falle eines unterstellten Risikoeintritts wie folgt in jeweils drei Kategorien klassifiziert und bewertet.
Zusammenfassend stellen sich die Unternehmensrisiken wie folgt dar:
Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, von denen die gesamte Branche betroffen ist, wird in Zukunft die Entwicklung des Geschäfts in den stark wachsenden neuen Geschäftsbereichen der Elektromobilität von großer Bedeutung sein. Eine erfolgreiche weitere Teilhabe am Wachstum dieser neuen Geschäftsbereiche wird einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT haben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikolage insoweit verändert, als dass das Risiko staatlicher Eingriffe im Zusammenhang mit einer Pandemie als nicht mehr wesentlich betrachtet wird. Als neues wesentliches Risiko wurde die Cyber- und Informationssicherheit identifiziert. Darüber hinaus haben sich keine signifikanten Änderungen bei der Beurteilung der Risikofaktoren ergeben. Insgesamt hat die aktuelle Beurteilung der Risikosituation ergeben, dass derzeit keine Risiken vorliegen, die unmittelbar den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Obernzell, den 05.04.2024 SUMIDA Components & Modules GmbH Die Geschäftsführung Thomas Mötsch Klaus Neumeier Markus Schmeller Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS, ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der SUMIDA Components & Modules GmbH mit Sitz in Obernzell, eingetragen beim Registergericht Passau unter der Nummer HRB 3810, wurde unter Berücksichtigung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschiften des HGB, des GmbHG und unter der Annahme der positiven Unternehmensfortführung erstellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt. Der mit Wirkung zum 18. Juni 2009 mit der Gesellschafterin SUMIDA AG geschlossene Gewinnabführungsvertrag behielt im Geschäftsjahr 2023 seine Gültigkeit. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss der SUMIDA Components & Modules GmbH wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche zwischen 2 und 9 Jahren liegt, abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, sofern die Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen. Bei ab dem Geschäftsjahr 2023 neu beschafften Wirtschaftsgütern, welche einer Förderung unterliegen, werden die erhaltenen Zuschüsse als Anschaffungskostenminderungen zum Abzug gebracht. Die Abschreibung erfolgt linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, die zwischen 2 und 35 Jahren liegt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 250 wurden im Jahr des Zugangs sofort aufwandswirksam erfasst. Bei Wirtschaftsgütern, deren Anschaffungskosten über € 250 liegen und den Betrag von € 1.000 nicht überschreiten, wird ein Sammelposten je Zugangsjahr eingerichtet. Dieser wird gemäß den steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre linear abgeschrieben. Dies wird für handelsrechtliche Zwecke aus Vereinfachungsgründen übernommen, da der Sachverhalt insgesamt von nachrangiger Bedeutung ist. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, soweit die Wertminderungen als voraussichtlich dauerhaft anzusehen sind. Rohstoffe sowie die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten, Sonderkosten der Fertigung auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung und Kosten der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Bestandsrisiken, z. B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Gängigkeitsabschreibungen angemessene Berücksichtigung. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, wurden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erforderliche Einzelwertberichtigungen sowie ein Abschlag für voraussichtlich noch anfallende Skontoaufwendungen vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurden Ansprüche gegenüber Warenkreditversicherungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde im Vorjahr mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens saldiert (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Ausweis des saldierten Betrages erfolgte anteilig auf Basis der Individualvereinbarungen in den sonstigen Rückstellungen. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Aufwendungen bzw. vereinnahmten Erträgen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse aus dem Hochwasser-Aufbauhilfeprogramm aus dem Jahr 2013 zum Anlagevermögen wurde zum Nominalwert ausgewiesen. Die Auflösung gegen sonstige betriebliche Erträge erfolgte ratierlich im Gleichklang zur Abschreibung der geförderten Anlagegüter. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie sind zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Heubeck-Richttafeln 2018 G). Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) auf Basis eines Zinssatzes von 1,72 % verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 3,1 % zu Grunde gelegt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Grundlagen der Währungsumrechnung Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr fanden das Imparitäts- und Realisationsprinzip im Sinne des § 256a S. 2 HGB keine Anwendung. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen, wobei das jeweilige Geschäftsjahr dem der Muttergesellschaft entspricht:
Die Umrechnung der Fremdwährungsbeträge erfolgte hinsichtlich des Eigenkapitals mit dem Kurs zum Jahresabschlussstichtag und hinsichtlich des Jahresergebnisses mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres der jeweiligen Gesellschaft. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 18.068 (Vj. T€ 16.230) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die Gesellschafterin SUMIDA AG bestanden im Vorjahr Forderungen in Höhe von T€ 457 aufgrund des Gewinnabführungsvertrages. Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 614 (Vj. T€ 7) betreffen Forderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft gegenüber Konzernunternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr Forderungen aus der Erstattung für die Beiträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit in Höhe von T€ 0,3. Sämtliche Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der im Zusammenhang mit der Gewährung eines Zuschusses für hochwasserbetroffene Unternehmen aus dem Hochwasser-Aufbauhilfeprogramm gebildete Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrug T€ 4.211 (Vj. T€ 4.577). Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte eine Auflösung gegen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 366 (Vj. T€ 366). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen gegenüber dem Personal (T€ 3.652; Vj. T€ 2.651) für Urlaubsansprüche, Altersteilzeitregelungen, Überstunden, Berufsgenossenschaft, Jubiläen und Tantiemen sowie Verpflichtungen aus dem Bereich Leistungserstellung (T€ 180; Vj. T€ 171), drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften (T€ 2.330; Vj. T€ 3.394) und aus sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten (T€ 3.169; Vj. T€ 2.892). Aufgrund der Vorschriften des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der beizulegende Wert des Deckungsvermögens im Vorjahr (T€ 401) mit der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen saldiert. Eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB war nicht zu beachten, da in ausreichendem Maß freie Rücklagen vorhanden waren. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprachen dem beizulegenden Zeitwert. Im Berichtsjahr wurde zur Absicherung des Wertguthabens der Altersteilzeitverpflichtungen eine Kautionsversicherung mit einem Avalübernahmelimit in Höhe von maximal T€ 850 abgeschlossen. Zur Erläuterung der Bewertungseinheit "Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen" soll die folgende Übersicht dienen:
5. Verbindlichkeiten
Gegenüber der Gesellschafterin SUMIDA AG hat die SUMIDA Components & Modules GmbH Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 19.354 (Vj. T€ 15.595). Die Konzerndarlehen sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, technischer Anlagen und Maschinen, des Warenlagers sowie der Abtretung aller bestehenden und künftigen Forderungen gegenüber Dritten besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Im Zuge von konzerninternen Maßnahmen zur Reduzierung der Wechselkurseffekte in den Einzelgesellschaften wurde am 04. Oktober 2017 zwischen der Gesellschaft und der SUMIDA Electric (H.K.) Co., Ltd., Hong Kong, ein Factoringvertrag geschlossen. Ziel ist die Reduzierung von Fremdwährungspositionen in der Gesellschaft und die Bündelung von Wechselkurseffekten in der SUMIDA Electric (H.K.) Co., Ltd. Im Rahmen des stillen und unechten Factorings bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.134 (Vj. T€ 8.729) gegenüber der SUMIDA Electric (H.K.) Co., Ltd. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von T€ 6.481 ist im Geschäftsjahr 2023 durch außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 764 gemindert. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen T€ 8.056 (Vj. T€ 11.504). In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Vorjahr außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 1.933 enthalten, die aus Erstattungen im Zuge eines Projektabbruchs resultierten. 4. Materialaufwand Der Materialaufwand belief sich auf T€ 249.595 (Vj. T€ 179.597). Dieser enthielt außergewöhnliche Erträge (Vj. Aufwendungen) aus der Transferpreisanpassung in Höhe von T€ 90 (Vj. T€ 1.792) gegenüber den SUMIDA Standorten Slowenien und Rumänien. 5. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug T€ 40.302 (Vj. T€ 37.725). 6. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen beliefen sich auf T€ 4.865 (Vj. T€ 4.379). 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 24.258 (Vj. T€ 23.644). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.933 enthalten, die aus der Kostenverrechnung der Erträge im Zuge eine Projektabbruchs resultierten. 8. Finanzergebnis Das Finanzergebnis betrug T€ -2.393 (Vj. T€ -1.555). Der Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen belief sich im Berichtszeitraum auf T€ 19 (Vj. T€ 14). 9. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten:
10. Effekte aus der Währungsumrechnung Wechselkursschwankungen im Berichtszeitraum führten zu sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 4.953 (Vj. T€ 5.811) sowie zu sonstigem betrieblichen Aufwand in Höhe von T€ 5.078 (Vj. T€ 5.192). 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Am 27. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen im Bundesgesetzblatt verkündet und damit am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das Gesetz ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gesellschaft gehört zur SUMIDA Unternehmensgruppe, oberste Muttergesellschaft ist die SUMIDA Corporation, Tokio/Japan, oberste Muttergesellschaft, welche im Inland belegen ist, ist die SUMIDA Europe GmbH, Obernzell. Die SUMIDA Unternehmensgruppe erzielt Umsatzerlöse von über EUR 750 Mio. Die Auswirkungen aus dem vorgenannten Gesetz auf Ebene der obersten Muttergesellschaft als auch auf Ebene der obersten, im Inland belegenen Muttergesellschaft, werden derzeit noch final gewürdigt, wir erwarten hieraus jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Sowohl der Primär- wie auch der Sekundärsteuersatz der Gesellschaften im Inland beträgt jeweils mehr als 15 %, unbeschadet der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft. Auch im Ausland gelegene Tochterunternehmen unterliegen einem Sekundärsteuersatz von mehr als 15 %. 12. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern in Höhe von T€ 219 (Vj. T€ 240) enthalten Strom-, Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuer. Aufwendungen für Quellensteuer sind in Höhe von T€ 107 enthalten (Vj. T€ 99). Darüber hinaus sind Aufwendungen in Höhe von T€ 2 in Zusammenhang mit einer steuerlichen Außenprüfung enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Haftungsverhältnisse: Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für fremde Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus einer Kontokorrentlinie, welche neben der Gesellschaft sowohl von der SUMIDA AG, Obernzell, als auch von mehreren Tochterunternehmen dieser gemeinsam ausgenutzt werden kann. Am Bilanzstichtag war die Kontokorrentlinie nur über ein Aval der SUMIDA Components & Modules GmbH in Höhe von T€ 462 (Vj. T€ 282) ausgenutzt, so dass keine Haftung für fremde Verbindlichkeiten bestand. Aufgrund der soliden Finanzsituation der SUMIDA AG und der übrigen aus der Kontokorrentlinie berechtigten Tochterunternehmen wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von keiner Beanspruchung ausgegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in T€:
Bei den Logistikverträgen handelt es sich um Aufgaben des Lagerwesens, die an einen externen Partner ausgelagert wurden. Im Falle der Insolvenz des Dienstleisters gehen wir davon aus, dass es ohne Schwierigkeiten möglich sein würde, die Tätigkeiten wieder in Eigenregie durchzuführen bzw. einen anderen Partner zu finden. Bei den Mietverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Mietverträge bezüglich Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäuden. Die Leasingverträge betreffen Firmenfahrzeuge, Produktionsanlagen und Büromaschinen, die uns aufgrund der Möglichkeit einer externen Finanzierung Liquiditätsvorteile bieten. Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor. 2. Honorar der Abschlussprüfer Das gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB anzugebende im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
3. Geschäftsführung Thomas Mötsch, Industriekaufmann Klaus Neumeier, Diplom-Ingenieur (FH) Markus Schmeller, Diplom-Ingenieur (FH) Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt aufgrund § 286 Abs. 4 HGB. 4. Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren bei der Gesellschaft im Geschäftsjahr 503 Mitarbeiter (Vj. 496) beschäftigt. Es ergibt sich folgende Aufteilung:
5. Veröffentlichung und Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. Die Gesellschaft SUMIDA Components & Modules GmbH gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 292 HGB befreiende Wirkung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes der SUMIDA Europe GmbH und damit auch der SUMIDA Components & Modules GmbH. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der SUMIDA CORPORATION sind mit der Richtlinie 2008/961/EG des Rates vom 11.04.2012 über den konsolidierten Abschluss in der für Deutschland geltenden Fassung gleichwertig. Der Konzernabschluss der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und ist bei der FINANCIAL SERVICES AGENCY, Tokio/Japan, und bei der SUMIDA CORPORATION auf deren Internetseite (www.sumida.com/investor-relations/) einzusehen und wird darüber hinaus durch das oberste deutsche Mutterunternehmen, die SUMIDA Europe GmbH, dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. E. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SUMIDA Components & Modules GmbH hatten.
Obernzell, den 05.04.2024 SUMIDA Components & Modules GmbH Die Geschäftsführung Thomas Mötsch Klaus Neumeier Markus Schmeller Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SUMIDA Components & Modules GmbH, Obernzell Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SUMIDA Components & Modules GmbH, Obernzell, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SUMIDA Components & Modules GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. Mai 2024 KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
David, Wirtschaftsprüfer Eder, Wirtschaftsprüfer |
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