Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 6049
Eingetragen
24.7.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung, Veräußerung, Verpachtung, Vermietung und Vermittlung jeglicher sonstiger Nutzungsmöglichkeiten von Hard- und Software einschließlich Service und Installation, ferner Marketing und Werbung, graphische Gestaltung und Layout, EDV-Schulung, Kommunikationstechnik sowie die Herausgabe von entsprechenden Fachbüchern und Zeitschriften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Enrique Federico Glas
seit 18.2.2021
Prokura
Cornelia Kühn
seit 16.7.2019
Prokura
David McGavran
seit 19.7.2018
Geschäftsführer
Gesa Häfner
seit 19.7.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
C*** B* B******
4.69%
A***** W* L*****
4.41%
S*** J* S******
4.41%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Nemetschek SE
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAXON Computer GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe (vormals: Friedrichsdorf)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der MAXON Computer GmbH, Bad Homburg vor der Höhe

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Vorbemerkung

Die MAXON Computer GmbH (im Folgenden: Maxon) mit Sitz in Bad Homburg wurde im Mai 1987 gegründet und gehört seit 1999 zum Konzern der Nemetschek SE, München - seit Januar 2020 beträgt der Anteil der Nemetschek SE an der MAXON Computer GmbH 84 %. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, Veräußerung, Verpachtung, Vermietung und Vermittlung jeglicher sonstigen Nutzungsmöglichkeiten von Hard- und Software einschließlich Service und Installation. Das Geschäftsfeld von Maxon umfasst die Zentrale in Deutschland, ihre Tochtergesellschaften in den USA, Newbury Park, Kalifornien, in England, Cranfield/Bedfordshire, in Kanada, Boucherville, Quebec und in Japan, Tokyo.

Mit Vertrag vom 23. November 2021 erwarb die direkte Tochter Maxon Computer Inc., im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbetrieb der Pixologic, Inc., mit Sitz in Los Angeles, USA zum Kaufpreis von TUSD 137.500 (TEUR 121.821). Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgt durch Darlehensvergabe der Maxon Computer GmbH an die Maxon Computer Inc. Dafür hat die Maxon Computer GmbH ein Darlehen in Höhe von TUSD 116.890 (TEUR 103.592) bei der Nemetschek SE aufgenommen.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen *)

Allgemeine Zusammenfassung - Realeinkommensverluste und schwache Weltwirtschaft belasten Konjunktur

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgeht. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich. Im Prognosehorizont bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erholen. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich aber fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen.

Dementsprechend dürfte der Außenbeitrag negativ sein. Für das Jahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7 % beträgt.

Das außenwirtschaftliche Umfeld Deutschlands ist stark eingetrübt. Hierzu haben die weltweite geldpolitische Straffung und die schleppende Entwicklung in China beigetragen. Von den USA gingen seit dem Frühjahr 2023 zwar positive außenwirtschaftliche Impulse aus. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum wuchs im 2. Quartal 2023 aber zum zweiten Mal in Folge nur geringfügig. Auch die chinesische Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2023 bislang deutlich langsamer als in der Vergangenheit und weniger als nach Beendigung der Null-Covid-Politik erwartet. Im Jahr 2024 dürfte sich die Weltkonjunktur wieder etwas aufhellen. China dürfte für seine Verhältnisse jedoch weiterhin nur schwach wachsen. Für 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,2 % wachsen wird.

Die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat gegenüber dem Frühjahr nachgelassen. Stützende Impulse für die Weltkonjunktur kamen lediglich von der starken Binnennachfrage in den USA. In vielen anderen Regionen der Welt, wie im Euro-Raum, in Japan und im Vereinigten Königreich, belasteten die hohen Inflationsraten die privaten Konsumausgaben. Die schwache Binnennachfrage sowie der fragile Immobiliensektor in China dämpfen das Wachstum in der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die hohen Inflationsraten und die geopolitischen Spannungen die Weltkonjunktur weiterhin belasten - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Unternehmen.

* Quelle: Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2023/24; https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf

Entwicklung der Media- und Entertainment-Industrie

Im Bereich Media und Entertainment ist die Maxon besonders im 3D Animationsmarkt vertreten. Der Markt für 3D-Animationen ist in den letzten Jahren schnell gewachsen. Er wird von 22,5 Mrd. $ im Jahr 2023 auf 24,89 Mrd. $ im Jahr 2024 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10,6 % wachsen. Die Expansion lässt sich auf die gestiegene Nachfrage im Unterhaltungssektor, die breitere Nutzung von Anwendungen im Gesundheits- und Bildungswesen, die Globalisierung von Animationsstudios, kostengünstige Produktionsmethoden und die Diversifizierung der Anwendungsbereiche zurückführen.

Es wird erwartet, dass der Markt für 3D-Animationen in den nächsten Jahren ein schnelles Wachstum verzeichnen wird. Er wird bis zum Jahr 2028 auf 38,69 Milliarden Dollar anwachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 11,7 %. Das erwartete Wachstum im Prognosezeitraum ist auf den Anstieg der Echtzeit-3D-Animation, die Ausweitung der Anwendungsfälle in der Simulation und Schulung sowie die zunehmende Akzeptanz von E-Learning und virtuellen Veranstaltungen zurückzuführen. Zu den wichtigsten Trends, die im Prognosezeitraum erwartet werden, gehören Fortschritte beim Echtzeit-Rendering, die Bereitstellung von cloudbasierten Animationsdiensten sowie die Einbeziehung von KI und maschinellem Lernen. Der zunehmende Einsatz von VFX-Technologien (Visual Effects) in der Film-, Medien- und Unterhaltungsindustrie weltweit trägt wesentlich zum Wachstum des Marktes bei.

Quelle: Research & Markets: 3D Animation Global Market Report 2024 (www.researchandmarkets.com/report/3d-animation)

Unternehmensentwicklung

Die Maxon Computer GmbH hatte 2023, in einem sehr anspruchsvollen makroökonomischen Umfeld, ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die für die Gesellschaft entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzwachstum und Ergebnismarge entwickelten sich wie erwartet. Mit einem Umsatzwachstum von 13,4 % auf TEUR 75.731 (VJ: TEUR 66.805) und einem Ergebnis nach Steuern von TEUR 19.098 (VJ: TEUR 16.901) wurde sowohl die Prognose für ein niedriges zweistelliges Umsatzwachstum, als auch die Prognose für eine Ergebnismarge in etwa auf Vorjahresniveau (2023: 24,5 % zu 2022: 25,3 %) getroffen. Das durch die Akquisitionen der vergangenen Jahre erweiterte Produkt-Portfolio, hat zu der positiven Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis im Jahr 2023 beigetragen. Das vom Management fortgeführte, strikte Kostenmanagement, sowie die erhöhten Erträge aus Beteiligungen begründen die eingehaltene Prognose für die Ergebnismarge.

Insgesamt wirkte sich die im Jahr 2019 vorgenommene Umstellung des Geschäftsmodells vom Verkauf klassischer Lizenzen hin zu Softwaremietmodellen mit wiederkehrenden Umsätzen (sog. Subscription-Modellen) weiterhin positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Die erfolgreiche Einführung der Subscription-Angebote wird sich auch in den folgenden Jahren in Form wiederkehrender Umsätze weiter bemerkbar machen.

Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich in 2023 auf TEUR 11.343 und damit auf 14 % vom Umsatz (VJ: TEUR 10.262,15 %). Im Bereich F&E waren 2023 im Durchschnitt 85 MA (VJ: 70) beschäftigt. Der Schwerpunkt der F&E Aktivitäten lag, wie in Vorjahren auch, in der Weiterentwicklung des Produkt-Portfolios (neue Funktionalitäten und Produkt-Features).

Die Gesellschaft wird nicht über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte Maxon die realisierten Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen erneut steigern (TEUR 75.731 VJ: TEUR 66.805).

Der Materialaufwand (Intercompany-Bezug) erhöhte sich auf TEUR 24.064 (VJ: TEUR 18.864) und bezieht sich auf Lizenzaufwendungen für von der Maxon GmbH getätigten Umsätzen aus Produkten von verbundenen Unternehmen.

Erträge aus Beteiligungen stammen aus einer Dividendenzahlung der Maxon Computer Inc. in Höhe von TEUR 14.854 (VJ: TEUR 9.125).

Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr, mit TEUR 15.455 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von leicht gestiegenem Headcount von in 2022 136 durchschnittlichen FTEs auf 162 in 2023 und erhöhten variablen Gehaltsbestandteilen um insgesamt TEUR 2.735 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Berichtsjahr auf TEUR 28.921 nach TEUR 31.192 im Vorjahr. Der Rückgang ist dabei im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen aus Währungsumrechnungen zurückzuführen (TEUR 4.154 vs. TEUR 8.482 im Vorjahr). Im fast gleichen Maße gab es einen Rückgang der Erträge aus Währungsumrechnungen (TEUR 4.156 vs. TEUR 7.851 im Vorjahr). Sowohl die Erträge als auch die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind auf ein von der Konzernmutter Nemetschek SE an die Gesellschaft in Höhe von 117 Mio. USD Ende 2021 ausgegebenes Darlehen sowie von der Gesellschaft an die Tochtergesellschaft Maxon Inc. ebenfalls Ende 2021 ausgegebenes Darlehen in USD in gleicher Höhe zurückzuführen. Die Darlehensforderung und Darlehensverbindlichkeiten werden entsprechend in Euro ausgewiesen. Die Wechselkursschwankungen des US-Dollars führen bei der Bewertung der Darlehensforderung und Darlehensverbindlichkeit zu Fremdwährungserträgen und -aufwendungen.

Aufgrund der oben beschriebenen Darlehensverträge beliefen sich die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 9.429 und die Zinsen und ähnliche Aufwendungen auf TEUR 10.036.

Die Aufwendungen für Händler-Kommissionen sanken im Jahr 2023 um TEUR 1.468 auf TEUR 13.583.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 5.314 (VJ: TEUR 3.688).

Das Ergebnis nach Steuern liegt bei TEUR 19.097 - nach TEUR 16.901 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 19.097. TEUR 12.172 (VJ: TEUR 13.021) wurden im Geschäftsjahr als Vorabausschüttungen an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Vermögenslage

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 110.401. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 111.584. Zur Finanzierung des Kaufs des Geschäftsbetriebs der Pixologic Inc. in 2021 hat die Maxon Computer GmbH ein Darlehen bei ihrer Konzernmuttergesellschaft der Nemetschek SE in Höhe von 117 Mio. USD aufgenommen und dann ihrerseits ein Darlehen an die Maxon Computer Inc. in gleicher Höhe gewährt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten belief sich auf TEUR 14.187 (VJ: TEUR 10.053). Die vereinnahmten Erlöse aus den Software-Mietmodellen sind zu einem großen Teil über die Laufzeit der Verträge ergebniswirksam aufzulösen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf den gewachsenen Anteil der Subscription Umsätze im Jahr 2023 zurückzuführen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten belief sich auf TEUR 9.036 (VJ: TEUR 6.712). Der große Anstieg ist äquivalent zurückzuführen auf den stark gewachsenen Anteil der Subscription Umsätze, welche verursachungsgerecht zwischen den Maxon Einheiten verrechnet wird.

Die Rückstellungen zum 31.12.2023 beliefen sich auf TEUR 10.791 (VJ: TEUR 6.790). Der Treiber für die Erhöhung liegt in den gestiegenen Steuerrückstellungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 31.12.2023 auf TEUR 2.423 (VJ: TEUR 2.617). Aufgrund des Forderungsmanagements mussten keine wesentlichen Einzelwertberichtigungen bei bestehenden Forderungen erfasst werden.

Finanzlage

Am Ende der Berichtsperiode verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.432 (VJ: TEUR 2.338), was einer Reduzierung um TEUR 906 entspricht.

Die Finanzmittelzuflüsse in 2023 stammten hauptsächlich aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss (TEUR 19.097), der erhaltenen Dividendenzahlung der Tochtergesellschaft Maxon Computer Inc. (14 Mio. USD) und aus den erhaltenen Zinsen (TUSD 10.054) für das 117 Mio. USD Darlehen zwischen der Maxon Computer GmbH und der Maxon Computer Inc. Die vorhandenen Finanzmittel wurden zum Einen zur Ausschüttung der Dividenden (TEUR 14.172) an die Anteilseigner verwendet. Zum Anderen wurden dem mit der Nemetschek SE bestehenden Cashpool TEUR 19.861 zugeführt. Somit verbesserte sich der Saldo des Cashpools von -18,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31.12.2022 auf +1,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31.12.2023. Weitere größere Finanzmittelabgänge erfolgten durch die Zahlung von Zinsen für den Cashpool, und die Zinsen (TUSD 10.054) für das von Nemetschek SE an die Gesellschaft gewährte Darlehen über 117 Mio. USD.

Die Gesellschaft verfügte jederzeit über ausreichende flüssige Mittel. Es waren keine Maßnahmen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit erforderlich.

Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 51,0 %.

Die Maxon Computer GmbH weist insgesamt zum Bilanzstichtag ein kurzfristiges negatives Working Capital in Höhe von rund 6.0 Mio. EUR aus. Diese Betrachtung erfolgt exklusiv dem IC-Darlehen für die Finanzierung der Pixologic Akquisition. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres entspricht dies einer Verbesserung von 6,8 Mio. EUR. In der Aufstellungsphase des Jahresabschlusses hat die Konzernmuttergesellschaft Nemetschek SE den Darlehensvertrag in Höhe von 117 Mio. USD gegenüber der Gesellschaft bis zum 30. September 2025 verlängert. Auch die Gesellschaft selbst hat wiederum in der Aufstellungsphase des Jahresabschlusses den Darlehensvertrag mit ihrer Tochtergesellschaft Maxon Computer Inc. ebenfalls in Höhe von 117 Mio. USD bis zum 30. September 2025 verlängert.

Trotz des Überhangs der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den kurzfristig zur Verfügung stehenden Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und flüssigen Mitteln zum Stichtag sieht die Gesellschaft daher keine Gefahr der drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Die Maxon Computer GmbH verfügt über Liquiditätsreserven bei den Tochterunternehmen (insbesondere bei der Maxon Computer Inc. USA). Aktuell belaufen sich die flüssigen Mittel bei der Maxon Computer Inc. USA auf rund 18,4 Mio. USD. In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2024 hat die Maxon Computer Inc. USA ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 8,9 Mio. USD erwirtschaftet. Die Maxon Computer GmbH kann über Dividendenausschüttungen auf diese Finanzmittel zur Steigerung der kurzfristigen Liquidität zugreifen.

Insgesamt sieht die Gesellschaft gemäß der momentanen Ergebnisse für 2024 in der Maxon Gruppe sowie darauf aufbauend konservativen Schätzungen für das gesamte Jahre 2024 einen signifikanten operativen Mittelzufluss der Gruppe bis Ende 2024 in Höhe von ca. 22,5 Mio. EUR. Dies wird zu einer weiteren Verbesserung des Working Capitals bei der Maxon Computer GmbH bis zum nächsten Bilanzstichtag führen.

Außerdem ist die kurzfristige Liquidität der Maxon Computer GmbH durch die Cash Pooling Vereinbarung mit der Nemetschek SE abgesichert. Die Nemetschek SE verfügt über ausreichend finanzielle Möglichkeiten, um die Maxon Computer GmbH weiterhin zu unterstützen.

Die Maxon Computer GmbH hat außerdem die Möglichkeit sich bei externen Banken Kredite zu verschaffen. Auf Basis einer marktüblichen Verschuldung ergibt sich hier ausreichend Spielraum, um das negative kurzfristige Working Capital gegenzufinanzieren.

Insofern kann die Maxon Computer GmbH die Finanzmittel-Unterdeckung durch interne wie auch externe Maßnahmen kompensieren. Es existiert daher kein Risiko für die Weiterführung der Geschäftstätigkeit.

Gesamtaussage

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Maxon Computer GmbH auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken kann, das von Umsatzwachstum und Profitabilität geprägt war.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsleitung sieht die Chancen und Risken unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Maxon Computer GmbH ist in das Risikofrüherkennungssystems der Muttergesellschaft Nemetschek SE eingebunden.

Für den 3D-Animations-Markt werden auch in den kommenden Jahren zweistellige Wachstumsraten erwartet, wovon Maxon nach Ansicht der Geschäftsleitung entsprechend profitieren wird1. Das Maxon Führungskräfte-Team diskutiert in den regelmäßig stattfindenden Leadershipteam-Meetings aktuelle Entwicklungen, um Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und den richtigen Umgang mit veränderten Gegebenheiten zu gewährleisten.

Die weitere Internationalisierung der Geschäfte ist ein strategischer Schwerpunkt, um in verschiedenen Regionen bestehende Marktanteile auszubauen oder aber in neue Märkte einzutreten. Dabei sind die Absatzmärkte im Fokus, die das größte Marktpotenzial- und Wachstum bieten. Ein wesentlicher Fokus liegt neben Europa auf dem US-Markt, sowie auf den asiatischen Märkten, insbesondere Japan und China. Die Geschäftsleitung sieht sich mit dem aktuellen Vertriebswege-Mix bestehend aus Direktvertreib, Partnervertrieb und Webshop-Vertrieb sehr gut aufgestellt, um diese Wachstumsstrategie umzusetzen.

Die Vertriebsstrategie der Gesellschaft basiert auf dem Einsatz von fachkundigen Vertriebspartnern, Wiederverkäufern und qualifizierten Mitarbeitern mit Spezialwissen. Sie tragen zur optimalen Bearbeitung der Kundensegmente bei, sichern eine hohe Kundenzufriedenheit und gewährleisten die Nachhaltigkeit der Ertragssituation.

Der Verlust von Vertriebspartnern oder Vertriebsmitarbeitern könnte die Umsatz- und Ertragssituation negativ beeinflussen. Diesem Risiko trägt Maxon durch eine sorgfältige Auswahl und Ausbildung sowie Steuerung der Vertriebspartner und -mitarbeiter Rechnung, auch mithilfe von Anreiz- und Leistungssystemen. Den Vertriebsmitarbeitern werden neben Festvergütungen auch erfolgsabhängig variable Prämien oder Provisionen gezahlt. Daher sehen wir das Gesamtrisiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Gesellschaft des Verlustes von Vertriebspartnern oder Vertriebsmitarbeitern als gering an.

Der Verlust von Fach- und Führungskräften stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar, welches permanent von der Geschäftsleitung gesteuert wird, da eine zu hohe Mitarbeiterfluktuation negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben könnte. Generell stellt der allgemeine Fachkräftemangel eine große Herausforderung für Maxon dar. Aufgrund der weltweiten Konkurrenz mit großen Softwareanbietern um qualifizierte Talente, ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, Personal zu gewinnen. Um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, entwickelt Maxon seine Vergütungsprogramme kontinuierlich weiter. Daher sehen wir das Gesamtrisiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Gesellschaft des Verlustes von Fach- und Führungskräften als gering an.

Cyberangriffe, also gezielte Angriffe auf spezifische Infrastrukturen von wichtigen Rechnernetzen, können massive Störungen der Geschäftsentwicklung zur Folge haben. Vertrauliche geschäftliche oder personenbezogenen Daten bzw. Informationen können nach außen dringen; schlimmstenfalls könnten ganze Systeme ausfallen. Es wurden entsprechende Maßnahmen zur Abwehr, zur Datensicherheit und zum Schutz von personenbezogenen Daten implementiert. Daher sehen wir das Gesamtrisiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Gesellschaft aus Cyberangriffen als gering an.

Grundsätzlich besteht ein Liquiditätsrisiko bei verschlechterter Ertragssituation - insbesondere aufgrund der aktuellen Verbindlichkeits-Struktur in Folge der Pixologic-Finanzierung. Die Gesellschaft hat den Erwerb des Pixologic Geschäftsbetriebs durch ein Darlehen von der Nemetschek SE finanziert, dem eine Forderung an die Tochtergesellschaft Maxon Inc., Newbury Park, Kalifornien, USA, gegenübersteht. Sowohl die Maxon Computer GmbH als auch die US-Tochtergesellschaft planen mit positivem operativem Cashflow. Die Verfügbarkeit von Finanzmitteln wird des Weiteren wie beschrieben über die Einbindung in das zentrale Cash-Pooling der Nemetschek SE sichergestellt, weshalb wir das Gesamtrisiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Gesellschaft aus der Kapitalstruktur als gering angesehen.

Obwohl sich das Geschäftsmodell der Maxon Computer GmbH in Zeiten globaler Krisen (Corona-Pandemie, Ukraine-Konflikt, Energiekrise, Inflation, etc.) als ausgesprochen robust erwiesen hat, bleibt die Unsicherheit hinsichtlich der weltwirtschaftlichen Entwicklung ein signifikantes Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Insbesondere potenzielle geopolitische Veränderungen können sich negativ auf die Umsatzentwicklung der Maxon Computer GmbH auswirken. Das Maxon-Management beobachtet die Entwicklung in der Ukraine und anderen Krisenherden und deren mögliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens und wird, falls notwendig, Maßnahmen ergreifen. Da die Gesellschaft nur indirekt über Inflation und Konjunktur betroffen ist und die bisherigen Konjunktur- und Inflationslage gut übersteht sehen wir das Gesamtrisiko für die Gesellschaft aus globalen Krisen als gering an.

Insgesamt haben die identifizierten Risiken für Maxon weder einzeln, noch in ihrer Gesamtheit, bestandsgefährdenden Charakter.

Prognosebericht

Die zukunftsgerichteten Angaben beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Annahmen abweichen. Die positiven Prognosen vom Vorjahr haben sich, trotz Widrigkeiten durch die makroökonomischen und geopolitischen Umstände, weitgehend erfüllt. Mit einem Umsatzwachstum von 13,4 % wurden die Erwartungen erfüllt. Die Maxon Computer GmbH hat im krisen-gezeichneten Jahr 2023 gezeigt, dass sie über ein robustes und krisenresistentes Geschäftsmodell verfügt. Durch den deutlichen steigenden Anteil wiederkehrender Umsätze aus den Subscription- Angeboten, hat Maxon eine zunehmende Planungssicherheit. Zudem stellen die internationale Aufstellung und die Vertriebsstrategie über verschiedene Verkaufs-Kanäle eine breite Risikodiversifizierung dar.

Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, sowie auf Basis konstanter Währungskurse erwartet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024 ein weiteres organisches Wachstum in den Umsatzerlösen im oberen einstelligen Prozentbereich. Die Ergebnismarge wird sich dabei prozentual leicht unter Vorjahresniveau bewegen (im oberen einstelligen Prozentbereich). Die bisherigen Zahlen im Geschäftsjahr 2024 bestätigen dies bzw. zeigen aktuell eine leicht bessere Entwicklung.

Diese Prognosen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, nicht signifikant gegenüber der den Planungen zugrundeliegenden Annahmen verschlechtern. Die Geschäftsführung wird die weiteren Auswirkungen und deren Folgen auf die Wirtschaft und das Geschäftsmodell genau verfolgen.

 

Bad Homburg vor der Höhe, 15. Juli 2024

Die Geschäftsführung

David McGavran

1 Quelle: Research & Markets: 3D Animation Global Market Report 2024 (www.researchandmarkets.com/report/3d-animation)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 830.790 464.790
2. Geschäfts- oder Firmenwert 745.690 1.003.622
1.576.480 1.468.412
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 474.839 380.044
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.716 309.041
913.555 689.085
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 154.017.242 153.845.792
156.507.276 156.003.289
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.084 2.343
2. Geleistete Anzahlungen 0 42.699
21.084 45.042
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.423.048 2.617.252
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 110.400.681 121.237.533
3. Sonstige Vermögensgegenstände 623.969 496.515
113.447.698 124.351.299
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.431.546 2.337.963
114.900.328 126.734.304
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.035.942 6.712.325
D. Aktive latente Steuern 706.306 481.104
281.149.852 289.931.021

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 36.527 36.527
II. Kapitalrücklage 132.667.006 132.667.006
III. Bilanzgewinn 10.549.328 5.623.427
(davon Gewinnvortrag € 3.623.427; Vorjahr € 1.743.528)
143.252.861 138.326.960
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.128.307 1.919.243
2. Steuerrückstellungen 5.762.612 1.458.788
3. Sonstige Rückstellungen 2.900.127 3.412.037
10.791.046 6.790.068
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 465.735 1.067.454
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 111.584.465 131.519.120
3. Sonstige Verbindlichkeiten 779.204 2.111.453
(davon aus Steuern € 380.170; Vorjahr € 1.821.895)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 205.287; Vorjahr € 163.444)
112.829.404 134.698.028
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.186.891 10.053.485
E. Passive latente Steuern 89.650 62.480
281.149.852 289.931.021

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 75.730.707 66.804.968
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.121.459 8.834.411
(davon Erträge der aus Währungsumrechnung € 4.156.203; Vorjahr € 7.850.875)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.302.321 -18.863.982
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.096.935 -10.927.501
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.357.936 -1.791.968
(davon für Altersversorgung € 161.187; Vorjahr € 127.046)
-15.454.871 -12.719.469
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -975.914 -940.152
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.921.170 -31.191.741
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 4.153.553; Vorjahr € 8.841.638)
7. Erträge aus Beteiligungen 14.854.288 9.124.582
(davon aus verbundenen Unternehmen € 14.854.288; Vorjahr € 9.124.582)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.440.492 5.757.199
(davon aus verbundenen Unternehmen € 9.429.118; Vorjahr € 5.757.199)
(davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 10.979; Vorjahr € 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.080.923 -6.216.431
(davon an verbundene Unternehmen € 10.036.046; Vorjahr € 5.989.814)
(davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € 44.877; Vorjahr € 0)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.313.848 -3.688.471
(davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern € 0; Vorjahr € 79.656)
(davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern € 198.033; Vorjahr € 0)
11. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag 19.097.900 16.900.913
12. Sonstige Steuern 0 -14
13. Jahresüberschuss 19.097.900 16.900.899
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.623.427 1.743.528
15. Ausschüttung -12.172.000 -13.021.000
16. Bilanzgewinn 10.549.328 5.623.427

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 (3) HGB aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MAXON Computer GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Homburg v. d. Höhe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bad Homburg v. d. Höhe
Register-Nr.: 6049

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt aus einem Unternehmenserwerb aus dem Geschäftsjahr 2021. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gem. § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB werden fünf Jahre festgelegt. Dieser Zeitraum spiegelt den Integrations- und Nutzungszeitraum der durch diese Akquisition erworbenen Technologie wieder.

Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer variiert zwischen 3 -15 Jahren.

Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nach dem Niederstwertprinzip hat es nicht gegeben.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden mit ihren Nennwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB und werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Einnahmen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag wurden in einem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

 

1 EUR = 1,1050 USD

 

1 EUR = 1,4642 CAD

 

1 EUR = 0,8691 GBP

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Umsätze werden realisiert sofern die Leistungen erbracht wurden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel auf der nächsten Seite dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen größer einem Jahr bestehen nicht.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen EUR 1.847.596,63 (Vorjahr EUR 0,00) auf Forderungen gegen Gesellschafter.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen EUR 1.948.156,50 (Vorjahr EUR 6.721.767,21) auf Lieferungen und Leistungen und 105.782.805,95 auf ein Darlehen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden insbesondere eine Mietkaution in Höhe von Euro 327.763,48 (Vorjahr Euro 281.041,65) und Forschungszulagen in Höhe von 158.133,00 (Vorjahr Euro 158.132,00) erfasst. Die geleistete Mietkaution ist an den Mietvertrag gekoppelt und hat eine Laufzeit bis 5 Jahre, ohne Berücksichtigung der Verlängerungsoption.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 5.623.427,01 einbezogen. Hiervon wurden EUR 2.000.000 ausgeschüttet, so dass sich ein Restbetrag in Höhe von EUR 3.623.427,01 ergibt. Vorabausschüttungen wurden in Höhe von EUR 12.172.000,00 vorgenommen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 680.121,61 Euro.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Unterschiedsbetrag des Zinssatzes nach 7 bzw. 10 Jahres-Durchschnitt aus Pensionen 33.722,00
Verrechnung Aktivierung latenter Steuern mit Passivierung latenter Steuern 616.656,00
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 29.743,61
Gesamtbetrag 680.121,61

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beläuft sich auf EUR 2.510.643,00.

Nach Saldierung mit dem Zeitwert der Vermögenswerte ergibt sich ein Betrag von EUR 2.128.307,00.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
Rententrend für den Zeitraum als beherrschender GGF 0,00 %
Rententrend für den Zeitraum als minderbeteiligter GGF 2,00 %

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 33.722,00 (Vorjahr: EUR 146.434,00). Für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages wurde ein sieben Jahres Rechnungszins von 1,74% (Vorjahr: 1,44%) angesetzt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.510.643,000
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 352.592,39
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte -382.336,00
verrechnete Aufwendungen 44.877,00
verrechnete Erträge 0,00

Der beizulegende Zeitwert wurde mittels des Börsen- bzw. Marktpreises am Bilanzstichtag bestimmt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Der Betrag der sonstigen Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Rückstellung für Tantiemen (EUR 242.250,00; Vorjahr: EUR 431.250,00), Boni gemäß dem Long Term Incentive Plan (EUR 338.383,09; Vorjahr: EUR 1.187.849,09), variable Vergütungen (EUR 742.888,81; Vorjahr: EUR 660.223,23), nicht genommener Urlaub (EUR 392.160,00; Vorjahr: EUR 224.660,57) und Rückstellung Händlerprovision (EUR 813.672,07; Vorjahr: EUR 482.267,73).

Passive Rechnungsabgrenzung

Diese Position beinhaltet vereinnahmte Beträge aus Software-Service-Verträgen und Subscriptions, die ab dem 01.01.2024 zu erfüllen sind. Diese werden in künftigen Geschäftsjahren als Ertrag aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 112.829.404,06 Euro (Vorjahr: 134.698.027,76 Euro).

Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 111.584.465,01 (Vorjahr: EUR 131.519.120,39). Davon entfallen EUR 106.957.864,26 (Vorjahr: EUR 128.443.655,53) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Davon entfallen EUR 1.175.058,31 (Vorjahr: 837.095,01) auf aufgelaufene Zinsen. Davon entfallen EUR 4.626.600,75 aus Lieferungen und Leistungen.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern EUR 165.011,59 (Vorjahr: EUR 113.170,80).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

EDV, passiv, Abweichung € 300.595

Pension, aktiv, Abweichung € 1.309.804

Geschäfts- oder Firmenwert, aktiv, Abweichung € 631.990

Urlaub, aktiv, Abweichung € 88.000

LTIP, aktiv, Abweichung € 338.383

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 29,83 %.

Entwicklung der latenten Steuersalden

Aktive latente Steuern am 01.01.2023 Euro 481.103,69
Veränderung Pensionsrückstellung Euro 23.251,73
Veränderung Geschäfts- oder Firmenwert Euro 74.784,58
Veränderung LTIP Euro 100.920,00
Veränderung Urlaub Euro 26.246,00
Aktive latente Steuern am 31.12.2023 Euro 706.306,00
Passive latente Steuern am 01.01.2023 Euro 62.480,20
Veränderung Sachanlagevermögen Euro 27.169,80
Passive latente Steuern am 31.12.2023 Euro 89.650,00

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Es bestehen folgende Verpflichtungen: Eventualverbindlichkeiten/Bürgschaften

Anstelle einer Mietkaution hat die Gesellschaft, wie in den Vorjahren, für das Kontokorrent-Konto und für ein Darlehen des Vermieters, eine Bürgschaft in Höhe von EUR 51.129,19 gegenüber dem Gläubiger des Vermieters, der Taunussparkasse, übernommen.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da das Mietverhältnis zum 31.12.2023 beendet wurde.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 3.608 bis 2028.

Davon entfallen auf 2024 TEUR 707.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
Euro
Subscription 61,2 Mio.
Sonstige 7,7 Mio.
Service 4,8 Mio.
Software 1,7 Mio.
SSA 0,4 Mio.
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Euro
Europa 35,2 Mio.
Amerika 27,7 Mio.
APAC 12,4 Mio.
ROW 0,4 Mio.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 233.816,47 (Vorjahr: 78.366,34) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus Währungsumrechnung enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.200.000 (Vorjahr 0,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes und ausländischen Mindeststeuergesetzen erwartet die MAXON Computer GmbH keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand oder Steuerertrag. Aufwendungen aus der Erfassung von deutschen Mindeststeuereffekten aus grenzüberschreitenden Transaktionen wurden bereits berücksichtigt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 162 (Vorjahr:136)
leitende Angestellte 1 (Vorjahr:1)
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 162 (Vorjahr:136)

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herrn David McGavran, Heidelberg, CEO, Geschäftsführer, Bachelor of Science in Computer Science

Auf die Angabe der Vergütungen wurde gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist an der MAXON Computer Inc., Newbury Park, Kalifornien, USA, einer Vertriebsgesellschaft, mit 100,00% der ausgegebenen Anteile beteiligt. Die Bewertung erfolgte zu den Anschaffungskosten. Das Stammkapital beträgt TUSD 6.412 (TEUR 5.802. Kurs 1,105). Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TUSD 5.073 (TEUR 4.591, Kurs 1,105) und einen Jahresüberschuss von TUSD 16.664 (TEUR 15.081, Kurs 1,105) aus.

Darüber hinaus hält die Gesellschaft eine 90,00%-ige Beteiligung an der MAXON Computer Ltd., Cranfield/Bedford, England. Die MAXON Computer Ltd. hält die verbleibenden 10,00% als eigene Anteile. Die Bewertung der Anteile erfolgte zu den Anschaffungskosten. Das Stammkapital beträgt TGBP 9 (TEUR 10, Kurs 0,8691). Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TGBP 2.057 (TEUR 2.367, Kurs 0,8691) und einen Jahresüberschuss in Höhe von TGBP 856 (TEUR 985, Kurs 0,8691) aus.

In 2015 hat die Gesellschaft noch die Maxon Computer Canada Inc., Boucherville, Kanada gegründet. Die Bewertung der Anteile erfolgte zu den Anschaffungskosten. Das Stammkapital beträgt TCAD 3 (TEUR 2, Kurs 1,4642). Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TCAD 1.176 (TEUR 803, kurs 1,4642) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TCAD 69 (TEUR 47, Kurs 1,4642) aus.

Mit unterzeichnetem Vertrag vom 19. November 2020 hat die Gesellschaft den Kauf von 100% der Anteile an der MAXON Computer KK, Tokyo, Japan zum 19. Januar 2021 beschlossen. Der Geschäftsbereich des japanischen Distributors TMS Corp. wurde übernommen. Das Stammkapital beträgt TYEN 6.000 (TEUR 38, Kurs 156,33). Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TYEN 116.799 (TEUR 747, Kurs 156,33) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TYEN 54.775 (TEUR 350, Kurs 156,33) aus.

Die MAXON Computer GmbH ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss- und -lagebericht aufzustellen nach §§ 291 HGB, befreit. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wird durch die Nemetschek SE, München, im Einklang mit den in § 315e Abs. 1 HGB bezeichneten internationalen Rechnungslegungstandards aufgestellt.

Konzernzugehörigkeit

Die MAXON Computer GmbH wird in den Konzernabschluss der Hauptgesellschafterin Nemetschek SE, München (Beteiligungsquote = 83,55%) einbezogen, die den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nach § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Nemetschek SE einbezogen wird.

Vorschlag bzw. Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr wurden Vorabgewinnausschüttungen von den Gesellschaftern beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor, das verbleibende Ergebnis wie folgt zu verwenden:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 19.016.483,62.

Bilanzgewinn zum 1. Januar 2023 5.623.427,01
Gewinnausschüttung aus Gewinnvortrag 2.000.000,00
Verbleibender Gewinnvortrag 3.623.427,01
Jahresüberschuss 2023 19.097.900,73
Vorabausschüttungen 2023 12.172.000,00
6.925.900,73
Bilanzgewinn 10.549.327,74

Vom Bilanzgewinn 2022 wurden Euro 2.000.000,00 in 2023 ausgeschüttet.

Der Restbetrag in Höhe von EUR 3.623.427,01 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Gewinnausschüttung aus dem Gewinnvortrag wurde am 18.12.2023 beschlossen. Die Vorabausschüttungen 2023 wurden am 24.03.2023, 23.06.2023, 25.09.2023 sowie am 18.12.2023 beschlossen.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat zum 12. Mai 2024 den Darlehensvertrag über 117 Mio. USD mit der Maxon Computer Inc. bis zum 30. September 2025 verlängert. Des Weiteren hat die Nemetschek SE den Darlehensvertrag über 117 Mio. USD mit der Gesellschaft am 12. Mai 2024 bis zum 30. September 2025 verlängert.

 

Bad Homburg vor der Höhe, 15. Juli 2024

Die Geschäftsführung

David McGavran

Anlagenspiegel zum Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.048.175,28 606.351,81 0,00 5.654.527,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.582.602,61 100.000,00 0,00 1.682.602,61
6.630.777,89 706.351,81 0,00 7.337.129,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.431.250,96 338.713,99 360.453,15 1.409.511,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 723.743,45 263.574,71 1.344,36 985.973,80
2.154.994,41 602.288,70 361.797,51 2.395.485,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 153.845.792,48 171.449,18 0,00 154.017.241,66
153.845.792,48 171.449,18 0,00 154.017.241,66
Anlagevermögen gesamt 162.631.564,78 1.480.089,69 361.797,51 163.749.856,96
01.01.2023 Zugänge Abgänge Abschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.583.385,75 240.351,81 0,00 4.823.737,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 578.980,61 357.932,00 0,00 936.912,61
5.162.366,36 598.283,81 0,00 5.760.650,17
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.051.206,96 243.732,99 360.267,15 934.672,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 414.702,94 133.896,71 1.341,36 547.258,29
1.465.909,90 377.629,70 361.608,51 1.481.931,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 6.628.276,26 975.913,51 361.608,51 7.242.581,26
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 830.789,53 464.789,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 745.690,00 1.003.622,00
1.576.479,53 1.468.411,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 474.839,00 380.044,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.715,51 309.040,51
913.554,51 689.084,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 154.017.241,66 153.845.792,48
154.017.241,66 153.845.792,48
Anlagevermögen gesamt 156.507.275,70 156.003.288,52

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAXON Computer GmbH, Bad Homburg vor der Höhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAXON Computer GmbH, Bad Homburg vor der Höhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAXON Computer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

Katharina Deni, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. September 2024 festgestellt.

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