Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 11161
Eingetragen
27.2.2023
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: Betrieb von Baugeschäften, Baustoff-Fachhandlungen, Baufachmärkten und gewerblichen Güterverkehrs sowie An- und Verkauf von Grundstücken, Verwertung von Grundstücken und deren Bebauung auf eigene und fremde Rechnung, Betrieb von Bauträger- und Baubetreuungsunternehmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Anna Maria Meier
seit 27.2.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
Hermann Alois Meier
seit 27.2.2023
Vorstandsmitglied
Andreas Martin Meier
seit 27.2.2023
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Martin Meier GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Martin Meier GmbH & Co. KG
Germany
110.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Martin Meier AG

Eichstätt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

Gegenstand des Unternehmens

Die Tätigkeitsschwerpunkte der Martin Meier AG liegen in den Bereichen Bauunternehmen, Baustoff-Fachhandel, Schlüsselfertiges Bauen, Projektentwicklung und Immobilien-Verwaltung/Objektbetreuung. Als Kunden werden sowohl private als auch öffentliche Auftraggeber bedient.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von unter 1% auf über 4%,

eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel,

dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht.

Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau lag bei 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%).

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Entwicklung des Unternehmens war im Jahr 2023 hauptsächlich durch den Abschluss der Baumaßnahmen und die Betriebsverlagerung, -zusammenführung und -erweiterung am neuen Hauptstandort im interkommunalen Gewerbegebiet Eichstätt/Preith geprägt. Bereits im Jahr 2018 wurde mit der Gemeinde Pollenfeld eine Absichtserklärung zum Kauf von ca. 3,5 ha erschlossene Gewerbefläche an exponierter Position im neu ausgewiesenen Gewerbegebiet an der Stadtgrenze Eichstätts abgeschlossen. Seit dieser Zeit verfolgten sämtliche Geschäftsbereiche der Martin Meier AG, die am Heimatstandort aktiv sind, die Planungen und Vorbereitungen für die Verlagerung der unternehmerischen Aktivitäten - zusammengefasst an einem zentralen Ort.

Nach dem Baubeginn, den Rohbau- und beginnenden Ausbauarbeiten in den Vorjahren konnte in den ersten Monaten des Jahres 2023 der Ausbau finalisiert und die Inbetriebnahme der Gebäude durchgeführt werden. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgte sukzessive, während in anderen Bereichen des neuen Fachmarkt-, Ausstellungs- und Verwaltungsgebäudes weiterhin die Baumaßnahmen fortschritten. Ende Februar eröffnete zuerst der Baustoff-Fachmarkt und die zentrale Baustoff-Logistikhalle. Im Rahmen einer großen Eröffnungsveranstaltung mit ca. 8.000 Gästen wurden Ende April 2023 sodann auch die Ausstellungsräume eingeweiht und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Damit ging eine deutliche Erweiterung des Angebots für Bemusterungssortimente der Bereiche Bauelemente, Bodenbeläge, Fliese/Keramik sowie Garten- und Landschaftsbau einher. Die Büroangestellten der weiteren Geschäftsbereiche zogen im Verlauf des 2. Halbjahres 2023 in ihre neuen Räumlichkeiten. Zusätzlich wurden auf dem nördlichen der beiden Betriebsgrundstücke im ganzen Jahr 2023 umfangeiche Baumaßnahmen für die Erstellung der Liegenschaften der Geschäftsbereiche "Bauunternehmen Eichstätt" sowie "Fuhrunternehmen" ausgeführt. Der Umzug dieser Unternehmensteile konnte im 1. Halbjahr 2024 abgeschlossen werden.

Analog zur angepeilten Unternehmenserweiterung haben die einzelnen Geschäftsbereiche des Unternehmens ihre Planung und Entwicklung ausgerichtet. Die betriebliche Leistung sank um knapp 12 % im Vergleich zum Vorjahr, liegt jedoch immer noch knapp 20 % über dem Wert des zweitbesten Jahres der Firmengeschichte 2021.

Bei der Entwicklung der Belegschaft zeigt sich ein heterogenes Bild innerhalb des Unternehmens. Die im Marktumfeld bekannte räumliche Erweiterung am neuen Hauptstandort erzeugt vor allem im Bereich des Baustoff-Fachhandels Bewerbungen - sowohl von Fachkräften von Marktbegleitern als auch von externen Interessenten. Der durch die Geschäftsleitung dafür entwickelte Stellenplan umfasst sowohl Fachverkäufer im Innen- und Außendienst, Fachberater für neue Sortimente, Logistik-Kräfte für die erweiterten Lagerkapazitäten als auch LKW-Fahrer.

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt andere Geschäftsbereiche, allen voran das gewerbliche Bauunternehmen der Gesellschaft, weiterhin vor große Herausforderungen. Durch die neue, hohe Visibilität des Unternehmens und die massiven Investitionen in Marketing-Maßnahmen profitieren im Laufe des Jahres 2023 auch andere Geschäftsbereiche von deutlich gestiegenen Bewerberzahlen. Trotz gezielter Maßnahmen des Personalmarketings, des Personal-Recruitings und der Personalentwicklung sowie einer hohen Ausbildungsquote konnte im Geschäftsjahr 2023 die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal in diesem Teil des Unternehmens nicht durchgängig sichergestellt werden. Vor allem zeigt sich immer mehr, dass Ausbildungs- und Arbeitsstellen im gewerblichen Umfeld für immer weniger Beschäftigte attraktiv erscheinen. Durch gezielte Ansprache des Nachwuchses bereits in den Schulen und umfangreiche Recruiting-Kampagnen versuchen wir hier, aktiv gegenzusteuern.

Die einzelnen Geschäftsbereiche weisen nachfolgenden Verlauf auf:

Geschäftsbereich Projektentwicklung/Schlüsselfertiges Bauen

Im Januar 2022 erhielt die Gesellschaft den Auftrag zur schlüsselfertigen Erstellung von neun hochwertigen Reihenhäusern im Baugebiet "Pfaffelleiten" in Pfaffenhofen. Die Maßnahme wurde zum Jahreswechsel 2023/2024 übergeben.

Im März 2022 erfolgte der Zuschlag für den Neubau des Dienstleistungszentrums für das Landratsamt Eichstätt, welches die Gesellschaft in Arbeitsgemeinschaft mit dem Ingenieurbüro Huber + Freihart als Generalübernehmer ausführt. Die Übergabe des schlüsselfertigen Objekts erfolgte termingerecht im Frühjahr 2024. Bei diesem Projekt konnte eine Vielzahl der Geschäftsbereiche ihre Leistung präsentieren: Von der ressourcenschonenden Produktion von Transportbeton, der Lieferung von Baustoffen, Bauelementen und Oberflächen bis zu Rohbau- und SF-Bauleistungen. Die kaufmännische Steuerung der Arbeitsgemeinschaft oblag ebenso wie die Sicherstellung der Projektfinanzierung der Martin Meier AG.

Ebenso im März des Vorjahres konnte sich die Martin Meier AG in Bietergemeinschaft mit der Rudolf Röss Bau GmbH, Ingolstadt im Wettbewerb um die schlüsselfertige Erstellung eines Ärztehauses mit Ladeneinheiten und sechs Wohneinheiten in Geisenfeld durchsetzen.

Diese vorgenannten Maßnahmen banden im Geschäftsjahr 2023 einen relevanten Anteil der Planungs- und Bauleitungskapazitäten in diesem Geschäftsbereich. Die Finalisierung des Ausbaus im Zusammenhang mit dem Umzug an den neuen Betriebsstandort im interkommunalen Gewerbegebiet Eichstätt/Preith ist hier ebenso zu nennen.

Geschäftsbereich Baustoff-Fachhandel

Der Handelsbereich war im Geschäftsjahr 2023 durch die starken Verwerfungen in der Baubranche besonders geprägt:

Das Rekord-Umsatzniveau des Vorjahres, dass sich in den vergangenen Jahren massiv gesteigert hatte, konnte im Berichtsjahr nicht mehr erreicht werden. Die Gesamtleistung ging im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 % zurück, bewegt sich allerdings immer noch relevant über den starken Ergebnissen aus den Jahren 2018-2021. Die Rückgänge sind zwischen dem Geschäft mit externen Kunden (- 10,4 %) und den Warenbezügen innerhalb der Unternehmensgruppe (- 8,1 %) annähernd gleich verteilt und spiegeln die strukturelle Schwäche im Bausektor in unserem Tätigkeitsbereich wider.

Bei der Entwicklung der Handelsspanne, die ebenso einen relevanten Rückgang aufweist, zeigt sich zudem die erstarkte Wettbewerbssituation und der damit einhergehende Druck auf die Verkaufspreise. Die Neueröffnung des Hauptstandortes "Am Wasserturm" und die daraus resultierende Sortimentserweiterung sowie die Neuausrichtung der Marke als "Martin Meier Baustoffzentrum" haben sicherlich einen Beitrag zum Abfedern der Umsatz- und Ertragsrückgänge geleistet. Besonders in den Sortimenten Fachmarkt, Fliese, Bodenbeläge, Garten- und Landschaftsbau sowie Bauelemente - die durch den Wachstumsschritt mit neuen Verkaufsflächen, Ausstellungsangeboten und Werbemaßnahmen stark unterstützt wurden - konnten die Umsätze und Roherträge größtenteils zweistellig entwickelt werden.

Bei mehreren, teilweise seit Jahrzehnten bestehenden Kundenverbindungen, gab es seit dem Berichtjahr massive Verwerfungen in der Zahlungsmoral. Zwar intensivierte sich die Zusammenarbeit mit der im Vorjahr eingeführten Warenkreditversicherung im Jahr 2023 weiterhin, konnte jedoch nicht bei allen, langjährigen Stammkunden, eingesetzt werden. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Einzelwertberichtigungen nach einem konservativen Vorsichtsprinzip vorgenommen.

Auf Grund der heterogenen Entwicklung in diesem Geschäftsbereich wurde im Geschäftsjahr mit Neueinstellungen sehr zurückhaltend umgegangen und freigewordene Stellen nicht nachbesetzt. Dies führte zu einem spürbaren Rückgang der Personalkosten im Vertrieb von 7,7 %. Im Gegenzug dazu erforderte das erweiterte Lager einen deutlichen Aufbau der Kapazitäten des Logistik-Personals.

Die sprunghaft gestiegene Lagerkapazität von zuvor 1.500 Palettenstellplätzen auf 8.500 Palettenstellplätze ermöglicht seit dem Berichtsjahr eine Verbreiterung und Vertiefung der angebotenen Handelssortimente. Durch das neu eingeführte, digitale Lagerverwaltungssystem "ProLogistik" können Bestände, Bestellvorschläge und Kommissionier-Abwicklungen einfacher abgewickelt und überblickt werden.

Geschäftsbereich Bauunternehmen

Das handwerkliche Bauunternehmen bildet weiterhin den emotionalen Kern des Unternehmens und definiert dessen DNA. Der Fokus liegt hierbei klar auf der Bedienung der regionalen Nachfrage mithilfe intelligenter, handwerklicher Lösungen. Durch langfristige Verträge für Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen im Infrastrukturbereich ist eine Grundauslastung der gewerblichen Arbeitnehmer garantiert. Ausgewählte private und öffentliche Projekte runden hier das Tätigkeitspektrum ab.

Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Alles in Allem verbesserte sich der Rohertrag des Unternehmens auf 8.768 TEUR (Vorjahr 7.446 TEUR).

Der nur leicht gestiegene Personalaufwand (5.426 TEUR im GJ; Vorjahr: 5.274 TEUR) spiegelt den Aufbau des Lagerpersonals sowie geringe Kapazitätserweiterungen in der kaufmännischen Verwaltung wider. Im Zuge des sich abzeichnenden Fachkräftemangels halten wir es weiterhin für notwendig, Leistungsträger - neben anderen Maßnahmen - auch mit einer adäquaten Vergütung ans Unternehmen zu binden.

Die um ca. 375 TEUR gestiegenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von nun 1.014 TEUR (Vorjahr 639 TEUR) fußen in den Investitionen der Ausstattung des neuen Betriebsstandorts. Zusätzlich wurden 1.090 TEUR auf eine Forderung gegen einen der größten Kunden abgeschrieben. Die von 1.446 TEUR auf 2.187 TEUR gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen dokumentieren teilweise einmalige Kosten aus dem Umzug des Unternehmens sowie aus der Eröffnung des neuen Betriebsstandorts. Die stark gestiegenen Zinsaufwendungen (GJ: 440 TEUR, VJ: 138 TEUR) wurden im Geschäftsjähr größtenteils innerhalb der am Cash-Pooling beteiligten Tochter- und Schwesterunternehmen bezahlt. Bei den drei langfristigen Bankdarlehen, die bereits in den Vorjahren aufgenommen wurden, sind die Zinsen bis zum Laufzeitende festgeschrieben. Die Finanzierung des o.g. schlüsselfertigen Neubauprojekts "Dienstleistungszentrum Landratsamt Eichstätt" erfolgte über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die von der ARGE DLZ LRA EI erhaltenen Zinserträge spiegeln sich in deren Erhöhung von 138 TEUR (VJ) auf 408 TEUR (GJ) wider.

Das Jahresergebnis wird mit 1 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) ausgewiesen.

Die Bilanzsumme ist von 24.954 TEUR um rd. 15 % auf 28.754 TEUR gestiegen.

Im Anlagevermögen (GJ 15.251 TEUR, VJ 12.621 TEUR) wirken sich die Investitionen die mit dem neuen Betriebssitz in Verbindung stehen, aus. Zum Jahresende leistete die Gesellschaft zudem eine Anzahlung auf eine 50 % Beteiligung bei einem handwerklichen Betrieb aus dem Kundenstamm. Der Vorratsbestand wurde in Höhe von 3.049 TEUR (Vorjahr: 1.512 TEUR) ausgewiesen. Für diese Investitionen wurden keine Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten aufgenommen. Die Ausreichung der Finanzierung an die ARGE "DLZ LRA EI" wurde über einen zweckgebundenen Kontokorrent-Kredit zum Ende des Jahres refinanziert.

Durch den Jahresüberschuss in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) erhöht sich das Eigenkapital leicht auf 10.957 TEUR (Vorjahr: 10.956 TEUR). Die Gesellschaft verfolgt weiterhin ihre bereits seit vielen Jahren etablierte Thesaurierungs-Politik zur Stärkung der Eigenkapital-Basis.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

1. Absolutes Eigenkapital

2. Jahresergebnis

Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 38,1 %. Das Jahresergebnis ist mit TEUR 1 auf Grund der angespannten Lage in der Bauwirtschaft, der außerplanmäßigen Forderungsabschreibung und den hohen Initialaufwendungen für den Umzug und die Eröffnung des neuen Betriebsstandorts deutlich unter der Planung eingetreten. Die weiterhin hohe EK-Quote und allgemeine Finanzierungsstruktur ist positiv hervorzuheben, allerdings wurde die prognostizierte Eigenkapitalquote von 45% nicht erreicht.

Personal

Wie in den Vorjahren bleibt durch die anhaltende wirtschaftliche Prosperität in der Region die Arbeitsmarktsituation aus Sicht der Arbeitgeber weiter angespannt. Umso wichtiger ist es daher, eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen zu erreichen. Das Ziel bleibt, bereits sehr früh junge Mitarbeiter durch eine qualifizierte Berufsausbildung für Bauberufe, und damit für das Unternehmen, zu gewinnen. Zur weiteren Mitarbeiterbindung werden umfangreiche Benefits angeboten. Ab dem Herbst 2024 eröffnet zudem das betriebseigene Bistro "Meierei" am neuen Hauptstandort.

Die Ausbildungsquote der Martin Meier AG lag im Jahr 2023 mit durchschnittlich 5 Auszubildenden bei 4 %. In den gewerblichen Berufen konnten zuletzt die angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden - bei den kaufmännischen Berufen zeigt sich seit dem Betriebsumzug ein freundlicheres Bild. Um den Fortbestand einer soliden, handwerklichen Bauausführung auch in Zukunft sicherzustellen, werden die Anstrengungen im Bereich Personalentwicklung und Mitarbeiterakquise weiter ausgebaut. Die Strategie des Unternehmens legt daher neben der wirtschaftlichen Entwicklung besonderen Wert auf die weitere Verbesserung der Arbeitgebermarke und des Personalrecruitings.

Im Durchschnitt des Jahres waren 130 Mitarbeiter (einschließlich Auszubildenden und Vorstand) beschäftigt, davon 34 Mitarbeiter in Teilzeit bzw. geringfügiger Beschäftigung.

Risiko-/Chancenbericht

Die Abwägung von Chancen und Risiken ist zentraler Bestandteil unternehmerischen Handelns. Durch ein umfassendes monatliches Planungs- und Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Die Steuerungs- und Kontrollinstrumente werden ständig weiterentwickelt.

Mögliche Preisänderungsrisiken, die bei verstärktem Wettbewerb eintreten können, wirken sich nur teilweise aus, da Bauaufträge zum erheblichen Teil in der Firmengruppe generiert werden.

(Mögliche) Forderungsausfälle sind nach wie vor ein latentes Risiko für das Betriebsergebnis, die in der krisengeplagten Bauindustrie seit dem Jahr 2023 besondere Beachtung finden. Für den Bereich Baustoffhandel wurde bereits in den Vorjahren als Maßnahme zur Risikominimierung ein festgelegtes Kreditlimit bei Neukundenakquisitionen angeordnet. Für größere Debitoren-Kreditengagements wird zusätzlich mit Bürgschaften, Grundschuld-Zweckerklärungen sowie Sicherungsübereignungen gearbeitet.

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch die IT-Risiken innerhalb der Gesellschaft. Neben aktiven, technischen Maßnahmen und planmäßigen Updates werden die Mitarbeiter des Unternehmens regelmäßig für Cyber-Risiken sensibilisiert. Im Berichtsjahr wurde zudem eine Cyber-Risk-Versicherung abgeschlossen.

Risiken, die das Unternehmen substantiell gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Die Gesellschaft betreibt ein aktives Liquiditätsmanagement auf Basis einer detaillierten Unternehmens- und Finanzplanung, in dem die Cash-Flows der Mutter-, Tochter-, und Schwestergesellschaften einfließen. Auf Grund dessen besteht kein grundsätzliches Liquiditätsrisiko. Investitionen werden weiterhin aus dem freien Cash-Flow der Unternehmensgruppe und möglichst ohne alternative Finanzierungsformen (z.B. Leasing) getätigt.

Die Bauwirtschaft in Deutschland, insbesondere in Bayern, zeigt trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ein hohes Potenzial. Der anhaltende Bedarf an Wohnraum, Infrastrukturprojekten und energieeffizienten Sanierungen bietet zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten. Durch die zwischenzeitlichen Nachfragerückgänge stauen sich vor allem im Wohnungs- und Industriebau zusätzlich Bedarfe auf, die nach einer Normalisierung der Rahmenbedingungen freigesetzt werden sollten.

In der Zwischenzeit bieten sich vor allem aus dem geförderten Wohnungsbau und im öffentlichen Bau Perspektiven. Zusätzlich können wir durch die Verwendung nachhaltiger Materialien wie Recycling-Beton, der 2023 bereits erfolgreich in einem Pilotprojekt eingesetzt wurde, neue Maßstäbe setzen und unsere Marktposition stärken.

Auch im Baustoffhandel eröffnen sich durch unseren neuen Hauptstandort in Eichstätt bedeutende Möglichkeiten. Das deutlich verbesserte Angebotspotenzial, sowohl bei den Lagerkapazitäten als auch bei den Ausstellungssortimenten Garten- und Landschaftsbau, Fliese, Naturstein, Bodenbeläge und Bauelemente, bietet vielversprechende Ansätze zur Stärkung unseres Marktanteils. Zudem eröffnet der neue Handwerker-Fachmarkt mit seinem erweiterten Sortiment hervorragende Chancen zur Umsatzentwicklung und zur Festigung der Kundenbindung.

Eine der wichtigsten Chancen ergibt sich aus unserer Position als Familienunternehmen. Unsere attraktive Arbeitgeberfunktion und die enge Bindung der Mitarbeiter sind zentrale Faktoren, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Dies stärkt nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch unsere Innovationskraft.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15%, real -13%).

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1%, real knapp +3%). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7%). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1%).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2%), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5%). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1%, real +3%).

Aussichten für die Martin Meier AG

Für das Jahr 2024 ist bei der Martin Meier AG somit mit einer heterogenen Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu rechnen. Die zu erwartenden, weiterhin starken Umsatzrückgänge im klassischen Baustoff-Fachhandel sollten teilweise durch ein gestiegenes Volumen der Bemusterungssortimente am Standort Eichstätt ausgeglichen werden. Im Bereich des gewerblichen Bauunternehmens ist ein weiterhin zufriedenstellender Auftragsbestand vorhanden. Die oben genannten schlüsselfertigen Objekte werden neben einer Grundauslastung für die jeweiligen Tätigkeitsbereiche entlang der Wertschöpfungskette (Handel, Montage, Bauunternehmen) durch die Übergabe im Folgejahr positiv in der Ergebnisentwicklung auswirken.

Neu hinzugekommene, dann für das Gesamtjahr anliegende Abschreibungen, Mieten und Zinsaufwände für den neuen Hauptstandort belasten die Gewinn- und Verlustrechnung. Zu erwartende Beteiligungserlöse aus der vorgenannten 50 % Beteiligung sowie von weiteren Tochtergesellschaften hellen das Ergebnis auf. In Summe rechnet die Gesellschaft mit einem um 250 TEUR erhöhten Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Es wird eine Eigenkapitalquote von 40 % prognostiziert.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht

Neben den bereits in den vergangenen Jahren bestehenden Maßnahmen zu Müllvermeidung, Ressourcenschonung und CO 2 -Reduktion war die nachhaltige Ausrichtung des neuen Betriebsstandort eine wichtige Anforderung seit dem Beginn der Planungen. Beispielhafte Maßnahmen sind dabei die Errichtung eines eigenen Hackschnitzel-Heizwerks zur CO 2 -neutralen Wärmeerzeugung, die Ausführung des Verwaltungsgebäudes in KfW-55 Bauweise für Gewerbeobjekte mit Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, sowie die Reduktion von Stromverbräuchen durch LED-Technik und intelligenten Steuerungen. In den Folgejahren ist die Errichtung einer Großflächen-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Logistikhalle geplant (Ziel: > 850 kWp Leistung) sowie die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge.

Gesellschafter- und Führungsstruktur

Das Unternehmen befindet sich seit der Gründung im Jahr 1899 fortgesetzt im Familienbesitz. Die Generationennachfolge in der Gesellschafterstruktur wurde bereits in den vergangenen Jahren umgesetzt. Zeitgleich zur Sitzverlegung an den neuen Hauptstandort erfolgte die formwechselnde Umwandlung der ehemaligen Martin Meier - DAS BAUZENTRUM EICHSTÄTT GmbH in die Martin Meier AG. Als Vorstand fungierten im Geschäftsjahr 2023 Andreas Martin Meier (kaufmännisch), Hermann Meier (technisch) sowie Markus Meier (Immobilien). Die beiden weiteren aktiven Familienmitglieder Anna-Maria Meier sowie Maximilian Meier bilden gemeinsam mit einem familienexternen Mitglied den Aufsichtsrat des Unternehmens. Alleinige Aktionärin ist wie bisher die Martin Meier Gruppe GmbH & Co. KG. In der in den letzten Jahren erarbeiteten Familienverfassung für die Firmengruppe sind die Grundzüge der Zusammenarbeit innerhalb der Eigentümerfamilie festgelegt.

Erklärung des Vorstands nach § 312 Abs. 3 AktG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Martin Meier AG

Der Vorstand

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.484,00 35.382,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.565.346,63 1.622.333,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 762.410,04 985.698,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.395.626,46 2.028.826,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.911,55 1.429.655,07
Summe Sachanlagen 6.753.294,68 6.066.513,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.508.789,90 6.508.789,90
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Anzahlungen auf Beteiligungen 1.951.998,86 0,00
Summe Finanzanlagen 8.471.368,76 6.519.369,90
Summe Anlagevermögen 15.251.147,44 12.621.265,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.049.122,83 1.511.616,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.696.805,55 (Vj: 0,00)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 345.498,64 550.171,65
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.592.575,20 2.234.732,51
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.249.710,76 10.793.487,12
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 191.949,38 14.449,17
Summe Umlaufvermögen 13.490.782,97 12.319.553,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.294,18 13.189,55
D. Bilanzsumme Aktiva 28.754.224,59 24.954.008,29

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 110.000,00 (Vj: 110.000,00)
II. Kapitalrücklage 286.411,59 286.411,59
III. Gewinnrücklagen 332.339,72 332.339,72
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 10.227.061,02 10.174.122,50
V. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss 1.406,65 52.938,52
Summe Eigenkapital 10.957.218,98 10.955.812,33
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 111.351,00 0,00
C. Rückstellungen 1.760.199,61 1.806.647,65
D. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 11.991.781,67 (Vj: 6.888.714,93)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.667.661,82 6.485.813,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 5.749.127,49 (Vj: 1.199.899,70)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.659.978,41 2.807.364,88
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.659.978,41 (Vj: 2.807.364,88)
Summe Verbindlichkeiten 15.910.316,00 12.174.628,31
E. Rechnungsabgrenzungsposten 15.139,00 16.920,00
F. Bilanzsumme Passiva 28.754.224,59 24.954.008,29

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.768.033,95 7.446.169,09
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -4.068.720,08 -3.977.830,35
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.357.737,45 -1.296.150,15
- davon für Altersversorgung: -35.813,22 (Vj: -50.053,97)
Summe Personalaufwand -5.426.457,53 -5.273.980,50
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.013.901,21 -638.965,90
b. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.089.665,62 0,00
Summe Abschreibungen -2.103.566,83 -638.965,90
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.187.264,01 -1.445.880,49
5. Ordentliches Betriebsergebnis -949.254,42 87.342,20
6. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: 1.000.000,00 (Vj: 0,00)
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 217,20 170,80
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 407.684,93 129.437,67
- davon aus verbundenen Unternehmen: 30.278,33 (Vj: 12.707,53)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -440.022,59 -137.883,45
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -17.214,00 (Vj: -17.630,00)
10. Finanzergebnis 967.879,54 -8.274,98
11. Ergebnis vor Steuern 18.625,12 79.067,22
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.308,04 -6.714,82
13. Ergebnis nach Steuern 21.933,16 72.352,40
14. Sonstige Steuern -20.526,51 -19.413,88
15. Jahresüberschuss 1.406,65 52.938,52

Anhang für Offenlegungszwecke

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Martin Meier AG, wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllt unsere Gesellschaft die Größenkriterien als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz wurde um die Position Aktiva A.III.2 Anzahlungen auf Beteiligungen erweitert.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, gegebenenfalls erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren Wert am Bilanzstichtag.

Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung von 3,5 % für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen.

Für Pensionsrückstellungen wurden in vollem Umfang Rückstellungen in Höhe von EUR 992.486,00 gebildet. Dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB liegt unter Anwendung der PUC-Methode und Verwendung der Heubeck ́schen Richttafeln 2018 G ein Rechnungszins von 1,82% zugrunde. Der Anwartschaftstrend wurde mit 0,0% und der Rententrend wurde mit 3,0% p.a. angesetzt.

Die Ausschüttungssperre gem. § 253 (6) HGB beträgt zum Bilanzstichtag EUR 11.984,00. Es handelt sich hier um den Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittzinssatz anstatt mit dem 7-Jahresdurchschnittzinssatz.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Bilanzerläuterungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 8.474,01 (Vj. EUR 6.652,55) sowie aus Darlehensgewährungen in Höhe von EUR 337.024,63 (Vj. EUR 543.519,10).

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen resultieren in voller Höhe aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 110.000,00. Es ist eingeteilt in 1.100 Namensaktien zum Nennbetrag von jeweils EUR 100.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben EUR 225.000,00 (Vj. EUR 325.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus laufenden Verrechnungen.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 3.250.000,00 2.500.000,00
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 3.250.000,00)

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der bei dem Kreditnehmer vorhandenen Vermögenswerte als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
EUR
Mehrjährige Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen 17.844.860,00
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 17.844.860,00)

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 230.000,00 enthalten.

Weitere Angaben zu Einzelposten des Jahresabschlusses gemäß § 285 HGB sind nicht zu verzeichnen. Besondere Umstände, die im Anhang zusätzliche Angaben erfordern, liegen nicht vor.

E. Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 118 Mitarbeiter, davon 61 gewerbliche und 57 angestellte Mitarbeiter sowie 5 Auszubildende beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung/des Vorstands (ab 8. Februar 2023):

Hermann Meier, Maurermeister, Eichstätt

Andreas Martin Meier, Kaufmann, Eichstätt

Markus Meier, Kaufmann, Eichstätt (ab 8. Februar 2023)

Die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Die Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9b HGB betrugen im Geschäftsjahr EUR 36.327,00, für diese Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 498.450,00.

Mitglieder des Aufsichtsrats (ab 8. Feburar 2023):

Frau Anna-Maria Meier, Diplom-Verwaltungswirtin (FH), Eichstätt

Herr Maximilian Meier, Maurermeister, Eichstätt

Herr Johann Tratz, Handelsfachwirt, Eichstätt

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag Alleingesellschafterin folgender Unternehmen:

Name Jahr Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis
EUR
haas bau GmbH, Ingolstadt 2023 1.068.538,28 747.860,22
Martin Meier Baustoffe GmbH, Abensberg 2023 1.400.972,41 7.349,63

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.406,65 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 10.227.061,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Eichstätt, den 21. Januar 2025

Der Vorstand

Andreas Martin Meier, Vorstand

Hermann Meier, Vorstand

Markus Meier, Vorstand

Festgestellt:

Der Jahresabschluss wurde am 24. Februar 2025 festgestellt.

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 70.430,22 0,00 17.779,72 0,00 52.650,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.773.361,39 0,00 0,00 0,00 2.773.361,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.125.225,74 19.144,75 0,00 0,00 2.144.370,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.258.251,89 1.643.176,29 129.297,58 1.402.415,94 7.174.546,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.429.655,07 2.672,42 0,00 -1.402.415,94 29.911,55
Summe Sachanlagen 10.586.494,09 1.664.993,46 129.297,58 0,00 12.122.189,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.508.789,90 0,00 0,00 0,00 6.508.789,90
2. Anzahlungen auf Beteiligungen 0,00 1.951.998,86 0,00 0,00 1.951.998,86
Summe Finanzanlagen 6.519.369,90 1.951.998,86 0,00 0,00 8.471.368,76
Summe Anlagevermögen 17.176.294,21 3.616.992,32 147.077,30 0,00 20.646.209,23

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.048,22 8.892,00 17.773,72 26.166,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.151.027,76 56.987,00 0,00 1.208.014,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.139.527,70 242.432,75 0,00 1.381.960,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.229.425,04 656.625,62 107.130,58 2.778.920,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.519.980,50 956.045,37 107.130,58 5.368.895,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anzahlungen auf Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.555.028,72 964.937,37 124.904,30 5.395.061,79

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.484,00 35.382,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.565.346,63 1.622.333,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 762.410,04 985.698,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.395.626,46 2.028.826,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.911,55 1.429.655,07
Summe Sachanlagen 6.753.294,68 6.066.513,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.508.789,90 6.508.789,90
2. Anzahlungen auf Beteiligungen 1.951.998,86 0,00
Summe Finanzanlagen 8.471.368,76 6.519.369,90
Summe Anlagevermögen 15.251.147,44 12.621.265,49

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die

Martin Meier AG

Eichstätt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Martin Meier AG, Eichstätt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Martin Meier AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der von Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dassaus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

München, den 21. Januar 2025

TREUHAND UNION GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schmid, Wirtschaftsprüfer

Mayerhanser-Marx, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für Offenlegungszwecke

In seiner Sitzung am 24. Februar 2025 hat sich der Aufsichtsrat aufgrund mündlicher Berichte des Vorstandes über die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 informiert.

Grundsätzliche Fragen der Ertrags- und Finanzlage, strategische Ausrichtung sowie die sich daraus ergebenden Entwicklungen und Entscheidungen waren Gegenstand eingehender Erörterungen.

Den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. Februar 2025 geprüft. Die Buchführung und der Jahresabschluss sind von dem durch die Gesellschafterversammlung bestellten und von der Geschäftsführung beauftragten Abschlussprüfers, der TREUHAND UNION GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, geprüft und mit den gesetzlichen Vorschriften in Übereinstimmung befunden worden. Besonderer Schwerpunkt der Prüfung lag auf dem Ansatz und der Bewertung der Zugänge im Anlagevermögen, der Bewertung des Vorratsvermögens, der Werthaltigkeit der Kundenforderungen sowie der vollständigen Erfassung der ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

In Übereinstimmung mit dem Abschlussprüfer haben wir keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Abschlussprüfer hat dem Abschluss seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteillt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an und billigt ihn. Damit ist der Abschluss festgestellt.

 

Eichstätt, 24. Februar 2025

Anna-Maria Meier

Hans Tratz

Maximilian Meier

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