Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 54654
Vorher
BUFAB GmbH
Eingetragen
2.1.2002
Branche
Herstellung von Schrauben und NietenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Press-, Zieh- und Stanzteilen
Gegenstand
Die Herstellung und Vertrieb von Verbindungselementen, Schrauben und Muttern, Kalt- und Warmformteilen aus Metall, Preß-, Zieh- und Stanzteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Tobias Kahl
seit 22.7.2025
Geschäftsführer
Jörn Maurer
seit 22.12.2009
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BUFAB Germany GmbH

Mörfelden-Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell:

Die BUFAB Germany GmbH ist ein mittelständisch geprägtes Handelsunternehmen im Bereich der Verbindungselemente und Befestigungstechnik. Die Gesellschaft hat an einem zentralen Standort in Mörfelden-Walldorf ein Logistikzentrum, in dem mit ca. 20.000 Artikeln ein breites Sortiment vorgehalten wird. Von dem zentralen Logistikzentrum aus werden Kunden in Deutschland und der EU beliefert. Die BUFAB Germany GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Bufab AB (publ). Die Bufab AB (publ) ist am NASDAQ Stockholm gelistet. Die Bufab Group ist in diverse Regionen unterteilt, die BUFAB Germany GmbH gehört zur Region Europe West.

Die Gesellschaft bietet durch optimale weltweite Beschaffungsmöglichkeiten neben der hohen Artikelvielfalt eine tägliche Lieferbereitschaft von 99 % der Bestellungen. Die hohe Lieferbereitschaft, modernste Lagerlogistik und ein zuverlässiges Versandsystem sorgen dafür, dass heute bestellte Ware am nächsten Werktag beim Kunden im Inland und/oder angrenzenden Nachbarstaaten angeliefert werden kann. Sämtliche Prozesse werden durch leistungsfähige EDV- und IT-Systeme unterstützt u. a. unter Einbindung von dem ERP-System Jeeves. Für die C-Teile-Beschaffung und Online-Bestellungen werden unterschiedlichste elektronische Anbindungen bereitgestellt. Der Vertrieb in unterschiedlichste Branchen und Märkte wird unterstützt durch zahlreiche Zertifizierungen wie ISO 9001, VDA 6.2, sowie der ISO 14001. Die Gesellschaft beliefert die Industrie, im Schwerpunkt die Automobilindustrie, sowie die Rüstungsindustrie, sowie den Maschinenbau als auch die Elektrotechnische Industrie.

Die konjunkturelle Entwicklung an sich hat wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Durch die Verschlechterung der Auftragslage lag der Umsatz und die Marge im Geschäftsjahr 2023 unter dem des Vorjahres und dem geplanten Ziel.

Die Kundenzufriedenheit steht im Zentrum des Handelns des Unternehmens. Erreicht wird dies durch die für den Kunden erbrachte Versorgungssicherheit im C-Teilebereich, die sich in der großen Artikelvielfalt, der hohen Verfügbarkeit der Artikel und der Liefergeschwindigkeit begründet. Zu den weiteren Kernkompetenzen der Gesellschaft zählen die hohe Produktqualität und die kompetente Beratung. Darüber hinaus zeichnet die Gesellschaft laufende Innovationsaktivitäten bei neuen Produkten, ergänzenden Mehrwert-Dienstleistungen und den allgemeinen Geschäftsabwicklungen aus. Die Gesellschaft setzt auf stetiges, nachhaltiges Wachstum und konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf ihr Kerngeschäft.

RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF

Im Jahr 2023 zeigte sich die deutsche Wirtschaft von einer schwachen Seite. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,4 % zurück. die Industriekonjunktur litt unter der schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland. Trotz einer Entspannung bei den angebotsseitigen Engpässen, die im Vorjahr die Produktion stark beeinträchtigt hatten, blieb die Nachfrage nach Industriewaren schwach. Besonders betroffen war unser Unternehmen, das stark auf eine funktionierende Logistik und den Zugang zu Rohmaterialien angewiesen ist. Die gestiegenen Kosten und die Unsicherheiten in der Lieferkette haben unsere Produktionsprozesse und die gesamte Wertschöpfungskette erheblich beeinträchtig, wie der anhaltende Konflikt in der Ukraine und die Spannungen zwischen den USA und China, sowie die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere in China, haben jedoch die globalen Lieferketten weiterhin instabil gemacht und zu weiteren Herausforderungen in der Beschaffung und Logistik geführt.

LAGE DER GESELLSCHAFT

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 10,1 Mio. €, was einen Rückgang von 1,4 Mio. € im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 bedeutet. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist auf die reduzierte Vorratsmenge zurückzuführen, welche 9,22 Mio. € am Ende des Geschäftsjahres 2022 betrug, wogegen Sie am Ende des Geschäftsjahres 7,03 Mio. € betrug.

Finanzlage

Die Gesellschaft bedient sich im Wesentlichen der eigenen Ertragskraft bei gleichzeitiger enger Zusammenarbeit in einem vertrauensvollen und schnellen Zusammenwirken mit den Geschäftsbanken. Über die SEB-Bank, welche die vorgegebene Geschäftsbank der Bufab Group ist, sind wir an das Cash-Pool System angebunden, wodurch die Finanzströme, sowohl ein- als auch ausgehend, gesteuert werden. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und wird den Verpflichtungen voraussichtlich auch zukünftig stets nachkommen können. Die Gesellschaft kann auf zugesagte Kreditlinien zurückgreifen.

Ertragslage

Es wurde in 2023 trotz des Ukraine-Kriegs mit einer Umsatzsteigerung von 6%, sowie einem Margenrückgang von 7,9% ein positives Jahresergebnis erzielt, was gleichzeitig ca. 5,5% über den geplanten Steigerungen bei beiden Kennzahlen lag. Dennoch sank der Jahresüberschuss, begründet durch die überdurchschnittlich gestiegenen Fracht- und Bestellnebenkosten, um 39,1%. Die geplante Margensteigerung von 2% konnte aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise und der Verschlechterung der Auftragslage nicht verwirklicht werden. Das Jahresergebnis spiegelt die Unwägbarkeiten des Jahres 2023 wider, da die Umsatzzahlen stark schwankend und schwer planbar waren, die monatlichen Schwankungen betrugen zwischen minus 40% bis plus 70% im Vergleich zu den geplanten, monatlichen Ergebnissen. Die deutliche Zunahme der Personalkosten um insgesamt 9,8% und die Kosten für Materialaufwand von 4,2% hatte einen negativen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag spiegeln das Ergebnis wider. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend.

FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Steuerung unseres Unternehmens findet im Wesentlichen über die Kenngrößen Net Sales, Gross Margin und EBIT statt. Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betreffen hauptsächlich die von uns über Umfragen gemessene Kundenzufriedenheit, sowie unsere Prozessqualität, über die wir die Erreichung unseres Leistungsbildes bewerten.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Aufgrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs sind verlässliche Prognosen weiterhin äußerst schwer zu erstellen. Dennoch geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 % aus. Für die Eurozone wird lediglich ein Wachstum von 0,2 % prognostiziert. Das in Kraft getretene Lieferkettengesetz wird ebenfalls Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, welche noch nicht genau absehbar sind. Die Branchenerwartungen sind aufgrund der Wirtschaftsprognosen vorsichtig optimistisch.

Die Gesellschaft rechnet im kommenden Geschäftsjahr mit einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Gesamtsituation und einem verschlechterten Jahresergebnis. Bis zum Jahresende wird keine nennenswerte Umsatzsteigerung erwartet. Bei der Finanzlage ergeben sich nach heutiger Einschätzung der Gesellschaft keine wesentlichen Änderungen.

CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Kurzfristige Betrachtung

Die wesentlichen Risiken ergeben sich aus der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges und anderer geopolitischer Spannungen sowie den daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft und die Nachfrage- sowie Versorgungsentwicklung in Deutschland. Ein weiteres Risiko stellt die weiterhin unklare Situation in Bezug auf globale Lieferketten dar. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen - insbesondere der Ukraine-Konflikt, der Taiwan-Konflikt sowie der Zollkonflikt zwischen den USA, China, Mexiko, Europa und Kanada - wirken sich bereits auf Nachfrageverhalten, Preisentwicklungen und Beschaffungssicherheit aus.

Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der anhaltende Konflikt zwischen den USA und China sowie die Einführung neuer Strafzölle durch die USA (u.a. 25 % auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie 10 % auf chinesische Produkte), führen zu einer Verteuerung von Fahrzeugteilen und Rohmaterialien. Die deutsche Automobilindustrie, auf die viele unserer Kunden ausgerichtet sind, ist hiervon in besonderem Maße betroffen. Als Gegenmaßnahme werden keine Waren mehr bei Herstellern bezogen, die unter Anti-Dumping-Regelungen der EU fallen. Zusätzlich wird versucht, Transportrisiken durch kleinere Losgrößen, Sicherheitsbestände beim Hersteller und angepasste Versandkonzepte zu minimieren.

Die geopolitische Lage erhöht gleichzeitig die weltweite Nachfrage nach Verteidigungsgütern, was sich positiv auf Geschäftsfelder im Bereich sicherheitsrelevanter Komponenten auswirken kann. Unternehmen wie Bufab Germany sehen hierin langfristig eine Wachstumschance. Gleiches gilt für weitere innovative Investitionen entlang der gesamten Warenflusskette sowie für die kontinuierliche Erweiterung unseres Leistungsangebots.

Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag ambitionierte Investitionen in die Bereiche Infrastruktur und Verteidigungsbereitschaft angekündigt. Insbesondere Programme zur Stärkung der Bundeswehr sowie Investitionen in die Bahninfrastruktur, Energieversorgung und Digitalisierung könnten neue Marktchancen für Bufab-Kunden generieren - beispielsweise im Bereich der Befestigungs- und Verbindungstechnik. Dies bietet mittelbar auch Bufab Germany neue Umsatzpotenziale, wenngleich konkrete Auswirkungen erst mittelfristig zu erwarten sind.

Das Risikomanagement der Gesellschaft erfolgt weiterhin über ein detailliertes monatliches Berichtswesen (sog. High-Level-Controls). Dabei stehen Beschaffungsrisiken, Preisrisiken, Forderungsausfallrisiken und Liquiditätsrisiken im Vordergrund. Durch präventive Maßnahmen werden potenzielle Geschäftsrisiken frühzeitig identifiziert und minimiert. Ergänzend dazu findet regelmäßig ein „Chancen- und Risiken-Workshop“ auf Geschäftsleitungsebene statt.

Mittel- und langfristige Betrachtung

Ein wesentliches Risiko stellt die Vorfinanzierung von Lagerbeständen und Waren im Transit dar. Sollte gleichzeitig die Kundennachfrage einbrechen, könnte dies zu temporären Liquiditätsengpässen führen. Gegenmaßnahmen wie die Reduzierung des Sicherheitsbestands, kleineren Losgrößen, verkürzten Abrufintervallen sowie einer auf maximal sechs Monate beschränkten Bedarfsmengenplanung wurden bereits umgesetzt.

Ein weiterer Risikofaktor bleibt die politische Entwicklung in Ostasien, insbesondere im China-Taiwan- Konflikt. Da über zwei Drittel, der für den Bereich Automotive relevanten Artikel aus Taiwan bezogen werden, ist die Versorgungssicherheit in einem Eskalationsfall kritisch. Jedoch gehen wir weiterhin davon aus, dass auch im Krisenfall der Warenfluss aus Taiwan in Teilen aufrechterhalten bleibt. Bei besonders umsatzstarken Artikeln wurde in Einzelfällen eine Produktionsverlagerung mit Kunden diskutiert, jedoch aufgrund stark gestiegener Preise verworfen.

Das Währungsrisiko wird weiterhin als gering eingestuft. Zur weiteren Absicherung wurde im Rahmen der Umstellung zur SEB-Bank ein USD-Konto eröffnet, um Zahlungsströme an asiatische Lieferanten mit Faktura in US-Dollar ohne zusätzliche Währungsrisiken abwickeln zu können.

Weitere Risiken und Chancen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens sieht die Geschäftsführung derzeit nicht.

Ausblick Ergebnis 2024 und PROGNOSE 2025

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem EBITA in Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR. Die Ertragssituation wurde weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten, inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie branchenspezifische Herausforderungen beeinflusst. Die EBITA-Marge wird voraussichtlich unter 10 % liegen und damit unterhalb der langfristig angestrebten Zielmarke. Insgesamt ist für 2024 von einem soliden, jedoch unterdurchschnittlichen Ergebnisniveau auszugehen.

Für das Geschäftsjahr 2025 ergibt sich - unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen - eine verhalten optimistische Perspektive. Chancen ergeben sich insbesondere durch strukturelle Veränderungen bei Kunden, die geplanten staatlichen Investitionsprogramme sowie Effizienzgewinne aus internen Maßnahmen. Die Entwicklung bleibt jedoch stark abhängig vom weiteren Verlauf globaler Spannungen und der Stabilität der Lieferketten.

Das prognostizierte EBITA wird mit ca. 770 TEUR deutlich unter dem des Geschäftsjahres 2024 liegen.

 

Mörfelden-Walldorf, 15. Juli 2025

Bufab Germany GmbH

Jörn Maurer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 399,00 893,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.682,93 147.775,34
116.081,93 148.668,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 34.871,11 36.194,88
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 293.656,65 441.354,11
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.528.464,06 8.724.595,23
4. geleistete Anzahlungen 180.254,45 21.937,74
7.037.246,27 9.224.081,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.649.301,84 1.365.101,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 644.574,20 98.318,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 429.460,39 462.606,58
2.723.336,43 1.926.026,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 218.721,01 198.012,10
9.979.303,71 11.348.120,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.606,45 5.265,17
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 45.470,45 47.507,46
10.147.462,54 11.549.561,18

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gzeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 6.288.847,53 5.756.946,17
III. Jahresüberschuss 324.164,89 531.901,36
6.713.012,42 6.388.847,53
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 214.156,00 194.948,00
2.Sonstige Rückstellungen 574.136,21 701.549,00
C. VERBINDLICHKEITEN 788.292,21 896.497,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 497.500,00 696.500,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.112,60 1.058,21
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 730.804,67 1.769.289,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.245.213,40 1.747.273,22
5.Sonstige Verbindlichkeiten 146.527,24 50.095,75
davon aus Steuern EUR 91.619,93 (Vj. EUR 36.237,70)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
2.646.157,91 4.264.216,65
10.147.462,54 11.549.561,18

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.118.287,57 14.227.776,13
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -147.697,46 139.109,15
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.218.924,96 3.041.965,91
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 2.502,62 (Vj. EUR 128.140,68)
19.189.515,07 17.408.851,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.188.331,39 9.547.435,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 646.877,89 10.835.209,28 855.199,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.185.493,15 1.996.460,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 414.627,14 372.633,90
davon für Altersversorgung EUR 17.364,99 (Vj. EUR 21.112,33) 2.600.120,29
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 51.635,60 55.799,46
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.166.573,38 3.780.026,09
18.653.538,55 16.607.554,58
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.818,69 30.929,97
davon an verbundene Unternehmen EUR 54.820,87 (Vj. EUR 14.374,96)
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 146.626,08 237.077,81
10. Ergebnis nach Steuern 325.531,75 533.288,83
11. Sonstige Steuern 1.366,86 1.387,47
12. Jahresüberschuss 324.164,89 531.901,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

BUFAB Germany GmbH, Mörfelden-Walldorf

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: BUFAB Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Mörfelden-Walldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Darmstadt
Register-Nr.: HRB 54654

1. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Die folgende Aufstellung zeigt die betreffenden Posten:

 

Gewinn- und Verlustrechnung

 

6. Personalaufwand

 

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Zur Erläuterung wird ausgeführt:

Die Rekrutierungskosten wurden in den Vorjahren unter den Personalkoten ausgewiesen. Es erfolgte eine Ausweisänderung von TEUR 321 unter die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Hierbei wurden Anschaffungsnebenkosten, insbesondere Frachtkosten, anhand von Kennzahlen pauschal in die Vorratsbewertung einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf Forderungen aus dem Inland und in Höhe von 1,0 % auf Auslandsforderungen gebildet.

Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen für die Altersversorgung von Mitarbeitern wurden zum Rückkaufswert angesetzt.

Latente Ertragsteuern wurden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen gebildet. Die latenten Steuern wurden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze i. H. v. 30 % ermittelt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

BUFAB Germany GmbH, Mörfelden-Walldorf

Anschaflungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.690,00 0,00 0,00 0,00 2.690,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.690,00 0,00 0,00 0,00 2.690,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 731.694.18 19.049,19 0,00 0,00 750.743,37
Summe Sachanlagen 731.694,18 19.049,19 0,00 0,00 750.743,37
Summe Anlagevermögen 734.384,18 19.049,19 0,00 0,00 753.433,37
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.797,00 494,00 0,00 0,00 2.291.00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.797,00 494,00 0,00 0,00 2.291,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 583.918,84 51.141,60 0,00 0,00 635.060,44
Summe Sachanlagen 583.918,84 51.141,60 0,00 0,00 635.060,44
Summe Anlagevermögen 585.715,84 51.635,60 0,00 0,00 637.351,44
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 399,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 399,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 115.682,93
Summe Sachanlagen 0,00 115.682,93
Summe Anlagevermögen 0,00 116.081,93

2. Forderungen

Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von einem Jahr.

3. Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,78 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 3,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 2.445,00 EUR (Vorjahr: 10.260,00 EUR). Für diesen Betrag besteht ebenfalls eine Ausschüttungssperre.

Die Pensionsrückstellungen betreffen die aktuelle Organmitglieder der Gesellschaft.

4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

TEUR
Archivierung 36
Boni 287
Urlaub 148
Abschluss- und Prüfungskosten 103

5. Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in EUR Gesamtbetrag Restlaufzeit < 1Jahr Restlaufzeit 1- 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 497.500,00 199.000,00 298.500,00 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.112,60 26.112,60 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 730.804,67 730.804,67 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.245.213,40 1.245.213,40 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 146.527,24 146.527,24 0,00 0,00
Summe 2.646.157,91 2.347.657,91 298.500,00 0,00

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 52.299,00 (Vorjahr: EUR 1.064.374,96) enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

6. Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 45.470,45 EUR.

7. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im geschäftsüblichen Umfang. Dies sind im Wesentlichen die Folgenden.

Die nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen inklusive Nebenkostenvorauszahlungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 282) mit einer regulären Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 31. Dezember 2023).

Die nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 62). Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von 3 Jahren.

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 5,00
Angestellte 14,00
leitende Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 26,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 25,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1,00

2. Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name ausgeübter Beruf
Jörn Maurer Kaufmann
Florian Lüders Kaufmann (bis 31. Dezember 2024)

3. Konzernzugehörigkeit

Die BUFAB Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der BUFAB Holding AB mit Sitz in Stockholm, Schweden, einbezogen.

Die BUFAB International AB mit Sitz in Värnamo, Schweden, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Die BUFAB Holding AB stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist in Värnamo, Schweden, erhältlich.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen wären, eingetreten.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses ist der Geschäftsführer Herr Florian Lüders aus dem Unternehmen ausgeschieden, Herr Marc Tobias Kahl wurde zum Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister steht noch aus.

5. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 324.164,89 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mörfelden-Walldorf, 15. Juni 2025

Jörn Maurer, Geschäftsführer

F. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BUFAB Germany GmbH, Mörfelden-Walldorf

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Ich habe den Jahresabschluss der BUFAB Germany GmbH - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023, Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BUFAB Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss der BUFAB Germany GmbH mit Ausnahme der Auswirkungen des in Abschnitt „Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht“ beschriebenen Sachverhaltes in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erkläre ich, dass meine Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils aufgrund eines Prüfungshemmnisses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Das Vorhandensein der in der Eröffnungsbilanz ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 9.224.081,96 EUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil ich nicht an der Inventur teilnehmen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2022 gewinnen konnte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss bezogen auf die Vorräte sowie die korrespondierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gegebenenfalls hätte geändert werden müssen.

Ich habe die Jahresabschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht fortführen kann;

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.“

 

Budenheim, 15. Juli 2025

Dr. Drewes, Wirtschaftsprüfer

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