Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 128134
Vorher
Gebr. Mollwitz Massivbau GmbHMollwitz Massivbau GmbH
Eingetragen
15.1.1991
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die gewerbsmäßige Projektentwicklung und Planung von Wohnungs- und Gewerbebauten, die Tätigkeit als Immobilienmakler, der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und Immobilien, die gewerbsmäßige Baubetreuung, die Tätigkeit als Bauträger sowie die Planung und Regie von Bauvorhaben als Generalunternehmer, nicht jedoch die Erbringung von Bauleistungen oder handwerkliche Tätigkeiten durch eigene Mitarbeiter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Mollwitz
seit 8.10.2025
Geschäftsführer
Karin Heid
seit 12.7.2019
Prokura
Frank Mollwitz
seit 9.7.2013
Geschäftsführer
Dirk Mollwitz
seit 9.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Dirk Mollwitz
58.00%
Frank Mollwitz
42.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dirk Mollwitz},
145.000 €
58.00%
Frank Mollwitz
105.000 €
42.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mollwitz GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Das Leistungsspektrum der Firma Mollwitz rund um die schlüsselfertige Erstellung von Immobilien umfasst die individuelle Planung und Errichtung von hochwertigen Villen, Doppelhäusern und Eigentumswohnungen in der Metropolregion Hamburg - überwiegend regional begrenzt in den Hamburger Bereichen "Walddörfer" und "Alstertal" im Nordosten und "Elbvororte" im Westen - auf den Grundstücken der Bauherren. Die Firma Mollwitz kauft auch attraktive Grundstücke auf, projektiert diese und verkauft sie zusammen mit einem individuell geplanten Ein- oder Zweifamilienhaus bzw. hochwertigen Eigentumswohnungen.

Innovative und intelligente Konzepte, moderne und exklusive Architektur, permanente Kontrolle und kundenspezifische Vertragsmodelle garantieren Qualität und Verlässlichkeit in jeder Projektphase und werden am Markt als Alleinstellungsmerkmal der Firma Mollwitz GmbH wahrgenommen. Die Aufhebung der klassischen Trennung zwischen Architekturbüro und Bauunternehmen sorgt für die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten und bildet einen zusätzlichen Garanten für den Projekterfolg, welcher auf einem breiten Fundament gewachsener Geschäftsbeziehungen zu finanzierenden Banken, Bauhandwerkern und Behörden und exzellenter Marktkenntnis sowie Firmenwerten wie Zuverlässigkeit, Beständigkeit und Solidität basiert.

Das ausgeprägte Know-how der Mitarbeiter in der Planung, Vergabe und der Bauausführung von exklusiven Immobilien sichert dabei den hohen Qualitätsstandard der Firma Mollwitz GmbH. Um ihre Kompetenzen zu fördern und dem technischen Fortschritt Rechnung zu tragen, werden die Mitarbeiter durch externe oder Inhouse-Schulungen kontinuierlich weiterqualifiziert. So wird der Erfolg des Unternehmens durch das technisch und kaufmännisch hochqualifizierte Personal gewährleistet.

Die Firma Mollwitz verpflichtet sich zum nachhaltigen Handeln, da unsere Geschäftstätigkeit Auswirkungen weit über die Grenzen unseres Unternehmens hinaus hat. Wir tragen dafür Verantwortung, nachhaltige Geschäftspraktiken zu entwickeln und umzusetzen, die sowohl unseren operativen Anforderungen als auch unserer Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt gerecht werden. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch soziales und umweltbewusstes Handeln neben unserem Ansehen auch den Unternehmenswert steigern können. Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Betriebsführung und die Unternehmensstrategie basiert auf den Bausteinen Mensch & Arbeitsplatz, ökonomische & ökologische Verantwortung sowie Werte & Compliance.

Unsere ökonomische Verantwortung orientiert sich am Leitbild des "ehrbaren Kaufmanns", der einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung verknüpft.

Mit unseren Geschäftspartnern verbindet uns daher einerseits das Ringen um Preise und Qualität, andererseits blicken wir aufgrund der Prinzipien Fairness und Integrität auf beständige Partnerschaften und gemeinsame Erfolge zurück. Diese Vorgehensweise sichert unsere Handlungsfähigkeit in der Zukunft durch die kontinuierliche Steigerung des Eigenkapitals.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und regionale Rahmenbedingungen 2023

1.1. Deutschland

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflation nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bisher aus. In realer Rechnung sind die Einkommen in Deutschland über längere Zeit zurückgegangen. Preis- und kalenderbereinigt sank das Bruttoinlandsprodukt 2023 gegenüber 2022 leicht um 0,2 % bei 1,6 weniger Arbeitstagen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl in Deutschland errechnet sich ein BIP pro Kopf von rund € 48,775 Tsd für das Jahr 2023 und liegt damit auf Platz 20 im Ranking der reichsten Länder der Welt.

Die deutsche Wirtschaft sei gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsichern Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Wichtige Bereiche des Verarbeitenden Gewerbes haben an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, insbesondere die Automobilindustrie im Zuge des Umstiegs von Verbrennern auf Elektromotoren und die Chemiebranche aufgrund der höheren Energiepreise in Europa. So verharrte die Produktion in der chemischen Industrie auf dem niedrigen Niveau, auf das sie Ende des Jahres 2022 im Zuge der Energiekrise gedrosselt wurde. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten zudem auf dem deutschen Immobilienmarkt einen deutlichen Einbruch ein. Bis Zuletzt gingen deshalb insbesondere die Investitionen in Wohnbauten stark zurück.

Die konjunkturelle Entwicklung verlief 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit + 2,6 %. Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit konnte 2023 um 1,0 % zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe um 1 % zurück. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenngleich deutlich weniger im Minus (-0,4 %). Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, die im Jahr 2023 rund 10 % der gesamten Bruttowertschöpfung erzeugte, erreicht für gewöhnlich nur moderate Wertschöpfungszuwächse und ist aber geringen Schwankungen unterworfen. Gerade diese Beständigkeit begründet die stabilisierende Funktion der Immobiliendienstleister für die Gesamtwirtschaft. Nominal erzielte die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft 2023 eine Bruttowertschöpfung von € 376 Mrd.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise kräftigen Zuwachs um 3,9 % im Jahr 2022 gingen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund ist der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise. Dieser dämpfte die Kaufkraft vieler Haushalte deutlich. Vor allen in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, waren die Ausgaben rückläufig. Die privaten Haushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte 6,3 % sowie für Nahrungs- und Genussmittel 4,5 % weniger aus. Und dies trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Auch die Ausgaben für Wohnung, Wasser, Strom, Gas u.a. Brennstoffe sanken in Ihrer Summe 2023 preisbereinigt leicht um 0,6 %. Dies ist bei deutlich steigenden Energiekosten vor allem dem Umstand zu verdanken, dass die Nettokaltmieten in sehr viel geringerem Umfang gestiegen sind (+ 2,1 %) als die allgemeine Teuerung (+ 5,9 %), also deutlich preisdämpfend wirkten. Auch die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben. Während der Staatskonsum 2022 noch um 1,6 % stieg, sank er nun um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 % wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Trotz schwierigem Umfeld zeigte sich der Arbeitsmarkt bislang trotz den wirtschaftlichen Herausforderungen der Energiekrise und der hohen Inflation robust. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 sogar auf den bislang höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Drei Jahre zuvor im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl zeitweilig beendet und zu einem Rückgang geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit bereits im Jahr 2022 kräftig gestiegen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Ein Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass der Beschäftigungsaufbau wie im Vorjahr fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattfand. Die prozentual größten Beschäftigungszuwächse gab es 2023 im Bereich Information und Kommunikation (+ 2,6 %) sowie im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %), in dem mehr als ein Viertel aller Erwerbstätigen beschäftigt ist. Im Sektor der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft blieb die Beschäftigung stabil bei 477.000 Erwerbstätigen. Vom Baugewerbe kamen dagegen trotz des Produktionsrückgangs im Wohnungsbau erneut positive Impulse (+ 0,6 %).

Trotz des weiteren Beschäftigungsaufbaus ist die schwache Konjunktur nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorübergegangen. Zwar zählte 2023 zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung, dennoch erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 191 Tsd. auf 2,609 Mio. Menschen. Das Erwerbspersonenpotenzial nimmt demografisch bedingt in Deutschland bereits seit längerem ab. Nach Berechnungen des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wird das Erwerbspersonenpotenzial - die Alterung der Bevölkerung isoliert betrachtet - im Jahr 2024 und im Jahr 2025 jeweils um 420 Tsd Arbeitskräfte schrumpfen. Bislang profitiert Deutschland von der Zuwanderung - die Gesamtbeschäftigung steigt. Bis 2035 wird damit gerechnet, dass das Erwerbspersonenpotenzial um 6 % abnimmt. Trotz der guten Nettozuwanderung ist der Fachkräftemangel in Deutschland immer mehr zum flächendeckenden Problem geworden, der nahezu alle Wirtschaftsbereiche und Regionen betrifft. Im Juli 2023 ermittelte das ifo-Institut, dass bei knapp 43 % der Unternehmen in Deutschland die Geschäftstätigkeit vom Fachkräftemangel behindert wird.

Mit über 810 Tsd Unternehmen und rund 3,5 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist die Immobilienwirtschaft nicht nur einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands, sondern mit einer Zunahme an Beschäftigten und Wertschöpfung auch eines der dynamischsten Wachstumsfelder. Die Branche vereinigt über 26 % aller Unternehmen und gut 10% aller Beschäftigten auf sich. Mit € 730 Mrd. trug die Immobilienwirtschaft fast 20 % zur gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland 2023 bei. Sie ist damit wesentlich größer als der Fahrzeugbau, dessen Wertschöpfung 2021 bei € 144 Mrd. lag, und ähnlich bedeutsam wie das verarbeitende Gewerbe (2023 € 780 Mrd.).

Das deutsche Nettoanlagevermögen in Wohn- und Nichtwohnbauten betrug 2022 rund 12,1 Billionen Euro. Davon entfielen 62 % auf Wohnbauten und 38 % auf Wirtschaftsimmobilien. Zusammen mit den Grundstückswerten (€ 7,3 Billionen) summiert sich das gesamte deutsche Immobilienvermögen auf knapp € 19,4 Billionen. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands belief sich im Jahr 2023 auf knapp € 4,1 Billionen. Die Immobilienwirtschaft ist sehr stark und komplex mit der Volkswirtschaft verwoben. Die große Bedeutung der Branche und Ihre Verzahnung mit der Finanzwirtschaft wird deutlich durch den Bestand an Krediten für den Bau und Erwerb von Wohnungen und für gewerbliche Immobilien in Höhe von rund € 2,1 Billionen im Jahr 2023 - mehr als die Hälfte des deutschen BIP. Zudem haben auch die inländischen Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungen über € 144 Mrd. in Immobilien angelegt. Damit ist die breite Bevölkerung indirekt über die eigene Sach- und Personenversicherung in Immobilien investiert und profitiert von stabilen Beiträgen bzw. sicheren Einkünften aus der Altersvorsorge. Hervorzuheben im internationalen Vergleich ist die große Stabilität des deutschen Immobilienmarktes. Deutschland weist von allen OECD-Staaten die geringsten Schwankungen bei Wohnimmobilienpreisen auf. Ein Grund hierfür ist das System der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Festzinsen und hohe Eigenkapitalquoten sorgen dafür, dass die Immobilienpreise weniger auf kurzfristige Zinsänderungen reagieren. Geprägt wird das deutsche Immobilienfinanzierungssystem auch durch den Pfandbrief. Der Pfandbrief gilt als außergewöhnlich sicheres Wertpapier und legt die Grundlage für langfristige Finanzierungen.

Die Bauwirtschaft trug 2023 6,2 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der Anteil des BIPs, der für Bauinvestitionen verwendet wurde, war mit 11,8 % nahezu doppelt so hoch. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Beschäftigung lag bei 5,8 %. In den Unternehmen des Baugewerbes waren 2023 jahresdurchschnittlich 926.660 Beschäftigte tätig. Dies ist ein sehr geringes Plus von 1.120 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr. Für 2024 rechnet der ZDB mit einem Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte. Hierbei werden insbesondere altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter nicht durch neue Mitarbeiter ersetzt.

2023 wurden je Einwohner € 3.615 in Bauten investiert, nur genauso viel wie 1991 und 16 % weniger als 1994. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte 2023 ca. € 162,6 Mrd.. Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,4 %, allerdings legten die Preise für Leistungen des Bauhauptgewebes mit 7 % deutlich stärker zu. So kam es zu einem realen Rückgang des Umsatzes von 5,2 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlich realen Verlusten. Für 2024 rechnet der ZDB mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 %. Die Umsatzentwicklung war weiter stark preisgetrieben, aber mit im Jahresverlauf deutlich fallender Tendenz. Während zu Beginn des Jahres 2023 die Preisentwicklung für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei knapp +16 % lag, wies der Deflator zum Jahresende eine Dynamik von nur noch knapp +2 % auf. Zum einen hat hierbei die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite nachgegeben, auch wenn das Preisniveau noch deutlich über dem Ausgangsniveau von vor der Corona-Pandemie liegt. Zum anderen hat im Angesicht der schwachen Nachfrage im Hochbau 2023 auch wieder ein deutlicher Preiswettbewerb um Aufträge eingesetzt. Für 2024 erwartet der ZDB einen Preisrückgang für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr um 2 %. Der nachhaltige Orderrückgang im Wohnungsbau und die Nachfrageschwäche im gewerblichen Hochbau führen tendenziell zu einer Unterauslastung der in den letzten Jahren geschaffenen Kapazitätserweiterung. Dieser Produktivitätsverlust stellt die Unternehmen vor enorme betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Die Unternehmen halten Beschäftigte an Bord, in der Erwartung, dass objektiv bestehender Baubedarf, insbesondere im Wohnungsbau, zeitnah als Order an den Markt kommt.

Der Wohnungsbau ist seit vielen Jahren die bedeutendste Bausparte, 2023 entfielen auf ihn 61 % aller Bauinvestitionen. Die Bedeutung des öffentlichen Baus ist langfristig deutlich zurückgegangen, er machte nur noch 12,1% der Bautätigkeit aus. Der Anteil des Wirtschaftsbaus ist langfristig relativ konstant geblieben und lag bei 26,9 %.

Im Jahr 2024 dürften die Investitionen in Wohnbauten nochmals deutlich zurückgehen, da die Baupreise nach wie vor hoch sind und die Kreditzinsen nur sehr langsam sinken. Angesichts der deutlich sinkenden Inflationsraten im Euroraum hat die Geldpolitik der EZB aber ihren Zinsgipfel wohl erreicht. Am 06. Juni 2024 senkte die EZB den Leitzins erstmalig vor der amerikanischen Zentralbank Fed auf 4,25 %. Experten gehen nur von moderat, auf 4 % bis 3 % reduzierte Leitzinsen aus. Durch die Zins- und Baupreisreduktion werden sich die Bedingungen für Bauinvestitionen nur langsam schrittweise verbessern.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen viel im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 26,7 % auf 259.600. Der Schwerpunkt lag mit 82 % in neuen Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2010 sehr deutlich von 41 % auf 67 % ausgebaut. 2023 wurde der sowohl absolut als auch der prozentual stärkste Genehmigungsrückgang seit 1991 verzeichnet. Es wurde ein Rückgang der Baugenehmigungen um mehr als 94.300 Wohnungen registriert. Im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser wurden fast 43.900 Genehmigungen weniger erteilt (- 41,5 %). Bei den Mehrfamilienhäusern waren es ca. 47.900 Wohneinheiten weniger (- 25 %). Der Wohnungsneubau hat vor allem unter den gestiegenen Zinsen, den zulegenden Baumaterial- und somit Baupreisen, den gesunkenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung gelitten. Die Zahl der Baugenehmigungen war deutlich geringer als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Dadurch ging die Als Bauüberhang bezeichnete zahl bereits genehmigter, aber noch nicht fertiggestellter Wohnungen im Vorjahresvergleich erstmals seit dem Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr zurück und zwar um 58.100 auf 826.800 Wohnungen zum Jahresende 2023. Davon befanden sich 390.900 Wohnungen bereits im Bau.

Statt der von der Bundesregierung angestrebten 400.000 neuen Wohnungen wurden 2023 nur 294.400 fertiggestellt. Wie das Statistischen Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,3 % oder 900 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit hat sich die Zahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen seit dem Jahr 2021 kaum verändert. Zuvor war die Zahl der Wohnungen von 159.800 im Jahr 2010 auf 306.400 im Jahr 2020 gestiegen. Von den im Jahr 2023 fertiggestellten Wohnungen waren 257200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden. Das waren 0,6 % oder 1.600 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Auf Einfamilienhäuser entfielen davon 69.900 Wohnungen Damit wurden 9,3 % oder 7.200 Einfamilienhäuser weniger fertiggestellt als im Vorjahr. Dagegen stieg die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern um 3,8 % oder 900 auf 23.800. In Mehrfamilienhäusern wurden 156.300 Neubauwohnungen geschaffen und damit 4,1 % oder 6.100 mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Abwicklungsdauer, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung hat sich bei den im Jahr 2023 fertiggestellten Wohngebäuden auf 24 Monate weiter verlängert. Im Jahr 2020 waren es noch 20 Monate gewesen.

1.2 Hamburg

Lediglich 0,2 % der Fläche der Bundesrepublik entfallen auf Hamburg. Hier leben aber 2,2 % aller in Deutschland wohnenden Menschen (1,96 Mo. Einwohner). Deutlich höher ist mit 3,6 % der Anteil der Hansestadt an der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung.

Der Stadtstaat an der Elbe ist die wirtschaftliche und kulturelle Metropole Norddeutschlands. Der größte deutsche Hafen leistet dazu einen wichtigen Beitrag und gilt als Deutschlands "Tor zur Welt". Als bedeutender Wirtschafts-, Medien- und Kulturstandort verzeichnet die Hansestadt kontinuierlich steigende Einwohnerzahlen. Das Wachstum werde sich gemäß einer Bevölkerungsprognose des Statistikamts Nord voraussichtlich in den kommenden 15 Jahren fortsetzen. Bis 2040 werde die Bevölkerungszahl auf 2,024 Mio. Einwohner ansteige, die die hohe Nachfrage auf dem Wohnimmobilienmarkt stetig verstärken. Es werden zwar mehr Menschen sterben als geboren, aber es ziehen auch mehr Menschen in die Stadt als weg. Hamburg hat mit knapp 79.200 € pro Kopf mit Abstand das höchste Bruttoinlandsprodukt aller deutschen Bundesländer. Es ist gegenüber 2022 nominal (in jeweiligen Preisen) um 1,5 % gestiegen. Unter Berücksichtigung der Preisveränderungen ergab sich daraus lt. Statistikamt Nord ein realer Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,1 %. Mit diesem Ergebnis liegt Hamburg unter der Entwicklung auf Bundesebene. Gemessen am Umsatz ist Hamburg im Städtevergleich der mit Abstand größte Industriestandort Deutschlands. An kaum einem anderen Standort in Europa tritt die Grundstoffindustrie so konzentriert auf wie in der Hansestadt. Zudem ist Hamburg der weltweit drittgrößte Standort des zivilen Flugzeugbaus. Der Wirtschaftsstandort Hamburg bleibt top für Unternehmen. Über 1.000 Top-Unternehmen, davon 33 Weltmarktführer, sind in Hamburg angesiedelt (Stand April 2023). Damit belegt die Hansestadt erneut den ersten Platz im Standortranking des Mittelstandsportals "die Deutsche Wirtschaft" (DDW), mit einer Standortnote von 2,07. Auf den weiteren Plätzen folgen München und Berlin. Hamburg führt das Großstadtranking Deutschlands in Hinblick auf Zufriedenheit in allen Bereichen an. Die Hamburger verfügen über ein vergleichsweise hohes Haushaltseinkommen. Es liegt mit € 22.810 um € 3.000 höher als der bundesweite Durchschnitt.

Die Hansestadt Hamburg zählt mittlerweile zu den beliebtesten Wohnorten Deutschlands. Wer sich in der norddeutschen Hafenstadt niederlassen möchte, muss mit hohen Immobilienpreisen rechnen. Der Immobilienmarkt ist, gemessen am Neubaubedarf, nach Berlin und München der Drittgrößte in Deutschland. Hamburg hat nach München (€ 8.909,30 pro qm) mit € 6.230,33 pro qm die zweithöchsten Preise für Eigentumswohnungen im Bestand. In Bezug auf die gemittelten gezahlten Hauspreise liegt Hamburg 2023 auf einem ähnlichen Niveau wie Berlin. In Hamburg kosteten Ende 2023 neue Eigenheime (Ein- und Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser) im Durchschnitt € 5.669 pro qm und damit 6 % weniger als im Vorjahr. Bei Eigentumswohnungen lag der Durchschnittspreis bei € 7.962 pro qm und damit 2,4 % über dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Bodenrichtwert für unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau lag im Jahr 2023 gemäß Hamburger Gutachterausschuss bei € 1,100 pro qm gegenüber € 1.230 pro qm im Vorjahr und ist somit um 9,8 % gesunken. Die Kaufpreisprognose gemäß des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für die Studie "Postbank Wohnatlas 2024" dürften die Preise zwar bis 2035 weiter steigen, allerdings nicht mehr so dynamisch wie bisher. Für die Hansestadt wird mit einem realen jährlichen Plus von 0,43 % pro Jahr das schwächste Preiswachstum aller "Big Seven" Städte erwartet.

Mit einem Durchschnittsalter von 42,2 Jahren hatte Hamburg 2023 die bundesweit jüngste Bevölkerung. Im Vergleich zur bundesweiten Altersstruktur profitiert Hamburg weiterhin vom Zuzug vieler junger Menschen und altert langsamer als viele andere Regionen in Deutschland. Im Jahr 2050 werden allerdings rund 24 % der Hamburger Bevölkerung jedoch auch über 65 Jahre alt sein.

Ende 2021 betrug der Anteil von Kindern unter 18 Jahren in den Hamburger Haushalten 17,13 %, wobei diese Quote in den einzelnen Stadtteilen sehr stark unterschiedlich ausgeprägt war. Ein Viertel der Haushalte mit Kindern gehörte dabei zu einem alleinerziehenden Elternteil.

Die stärkste Gruppe der rund 1.06 Mio. Hamburger Haushalte stellen weiterhin mit 580 Tsd. die Einpersonenhaushalte 54,5 % dar. In einigen Stadtteilen beträgt die Quote sogar über 70 %.

Diesen Entwicklungen ist durch ein Angebot an Wohnvielfalt Rechnung zu tragen, insbesondere bei der Planung von Neubauten. Die Quartiere müssen entsprechend Demografie gerecht angepasst und gestaltet werden. Als multikulturelle Stadt sind in Hamburg darüber hinaus nahezu alle Staatsangehörigkeiten vertreten. Ende 2023 verfügten 20 % der in Hamburg lebenden Personen über einen ausländischen Pass. Mehr als doppelt so hoch (40,4 %) ist der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Der dauerhaften Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen ist als gesamtgesellschaftliche Herausforderung ein besonderes Augenmerk zu widmen. Diese Integration muss bei der Quartierentwicklung berücksichtigt werden.

Der Wohnungsbau in Hamburg hat im Jahr 2023 einen Tiefpunkt erreicht, da nur wenige Wohnungen fertiggestellt werden konnten. Insgesamt wurden 5.999 Wohnungen fertiggestellt, was einem Rückgang von -35 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Städtevergleich ist dies die stärkste negative Entwicklung. Auch im relativen Vergleich liegt Hamburg mit 31 Fertigstellungen je 10.000 Einwohnern auf dem letzten Platz. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Baugenehmigungen zu beobachten: Mit nur 5.257 erteilten Baugenehmigungen im Jahr 2023 ist die Stadt sowohl weit von ihren selbst gesteckten Ziel von 10.000 Baugenehmigungen pro Jahr entfernt als auch mit einem Rückgang von -43 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 9.199 Baugenehmigungen. Dies ist insofern bemerkenswert, als Hamburg noch vor wenigen Jahren im Vergleich der "Big Seven" die höchste Bautätigkeit aufweisen konnte. Darüber hinaus besteht derzeit ein Bauüberhang von insgesamt 24.404 Wohnungen, die zwar genehmigt, aber noch nicht gebaut sind. Ende 2023 waren über 9.500 Wohnungen im Bau, davon knapp 5.500 im Rohbau.

24 % der Wohnungen in Hamburg werden von den Eigentümern selbst bewohnt während knapp 76 % Mietwohnungen sind. Damit weist Hamburg die nach Berlin niedrigste Eigentümerquote auf und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von nicht ganz 42 %.

Die Zahl der erfolgten Immobilientransaktionen in Hamburg gingen 2023 gegenüber dem Vorjahr um 21 % auf 7.100 zurück. Gleichzeitig sank auch der Geldumsatz deutlich um 33 % auf 6,4 Mrd. €. 2023 wurden insgesamt 7.063 Kaufverträge geschlossen. Dies bedeutet einem Rückgang um 1.884 Verträgen gegenüber 2022. Die Verkäufe setzen sich zusammen aus: 57,28 % Eigentumswohnungen und Teileigentumseinheiten, 35,49 % bebauter Grundstücke, 5,34 % unbebauter Grundstücke und 1,89 % landwirtschaftliche / sonstiger Flächen. Der Durchschnittspreis für Ein- und Zweifamilienhäuser lag im Jahr 2023 rund niedriger als 2022, was jedoch nicht notwendigerweise auch einem entsprechenden Preisrückgang im Einzelfall entspricht, da der ermittelte Durchschnittspreis von der Größe, der Ausstattung und der Lager der jeweils verkauften Häuser abhängt. Um diese Einflüsse bereinigt sind die Preise um 15 % gesunken. Der Neubau eines freistehenden Einfamilienhauses kostete im Jahr 2023 einschließlich Grundstück in mittlerer Lage rund 7.500 € pro qm Wohnfläche. Bei Eigentumswohnungen sank der durchschnittliche Quadratmeterpreis gegenüber dem Vorjahr um 13 %. Lage-, größen- und ausstattungsbereinigt sank er um 16 %. Neu errichtete Eigentumswohnungen kosteten in mittlerer Lage rund 7.900 € pro qm Wohnfläche. Die Preise von Mehrfamilienhäusern sind im Jahr 2023 ebenfalls gesunken. Sie kosteten im Schnitt rund 3.150 € pro qm Wohnfläche. Lagebereinigt ergibt sich eine Preissenkung von 28 % Im Mittel wurde das 23,5 fache der Jahresnettokaltmiete bezahlt. Ein freistehendes Einfamilienhaus kostete im Mittel 967 Tsd. €, eine Doppelhaushälfte 601 Tsd €, ein Mittelreihenhaus € 576 Tsd. € und eine Neubau Eigentumswohnung 632 Tsd €. Die Preise von Einfamilienhausbauplätzen sanken um 15 %. Bei Geschosswohnungsbauplätzen gab es einen Rückgang 25 %.

1.3 wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein im historischen Vergleich bescheidenes Wachstum von 3,2 %. Die noch zu Beginn des Jahres 2023 erwartete ausgeprägte Abschwächung der weltwirtschaftlichen Aktivität, die angesichts hoher Inflationsraten im Jahr 2022 und der daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktionen vielfach befürchtet worden war, trat nicht ein. Stattdessen ging die Inflation schneller zurück als ursprünglich angenommen.

Ein Treiber des Wachstums war die robuste Entwicklung des Dienstleistungssektors in den führenden Industrieländern. Geopolitische Ereignisse, wie die Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Schwierigkeiten in den Lieferketten, der russische Krieg gegen die Ukraine sowie andauernde Spannungen zwischen den USA und China belasten auch in diesem Jahr die globale wirtschaftliche Entwicklung. Nach einem robusten Start in das Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum u.a. durch einen signifikanten Anstieg der Zinsen in den meisten Weltregionen, welche insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen hemmten. Auch die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die wesentlich auf der Verschuldung im Immobiliensektor des Landes basierte, war ein dämpfender Faktor.

Das Wachstum im Euroraum wurde durch die schwache Konjunkturlage gedämpft.

Das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums hat mit 0,4 % nur geringfügig zugenommen. Die Stimmungsindikatoren für den Unternehmenssektor und die privaten Haushalte in Europa zeigten im Verlauf des Jahres 2023 häufig gegenläufige Entwicklungen. Der deutliche Anstieg der Zinsen und die damit einhergehende Abnahme der Inflationsrate sorgten bei den Verbraucher*innen für ein gewisses Aufatmen. Das Konsumklima hat sich seit dem Tiefpunkt im Herbst 2022, als die Inflationsrate im Euroraum zeitweise zweistellige Raten aufwies, allmählich stabilisiert. Hingegen wird die Lage in der Industrie besonders kritisch gesehen. Diese litt unter schwacher globaler Nachfrage und verschlechterter preislichen Wettbewerbsfähigkeit, ausgelöst durch die Euro-Aufwertung. In der zweiten Jahreshälfte zeichnete sich ein Rückgang von Neubestellungen in der Industrie ab. Dieser Rückgang schlug allerdings nicht vollständig auf die Produktion durch, da die Unternehmen noch viele wegen der zwischenzeitlich bestehenden Lieferengpässen liegen gebliebenen Aufträge abgearbeitet haben. Ebenfalls schlecht sah es in der Bauwirtschaft aus. die deutlich verschlechterten Finanzbedingungen und die drastisch gestiegenen Baukosten hatten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft.

2. Geschäftsverlauf - Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesamtleistung in Höhe von 24,8 Mio. € (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) ist um 4,56 Mio. geringer als im Vorjahr. Der Rückgang der Gesamtleistung ist bedingt dadurch, dass Im Jahr 2023 mit keinen Bau eines neuen Mehrfamilienhauses begonnen wurde. Somit verminderten sich die Bestandveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 2,61 Mio auf -465,8 Tsd € und die Umsatzerlöse um 1,95 Mio €. auf 25,24 Mio. €.

2023 war geprägt durch stark gestiegene Zinsen und Baupreise und kaum gesunkenen Grundstückspreisen in guten/sehr guten Lagen Hamburgs. Daraus resultiert eine Kaufzurückhaltung der Kunden, die auf sinkende Preise/Kosten in den Jahren 2024 und 2025 hoffen. Um das Vermarktungsrisiko zu minimieren verzichtete die Mollwitz GmbH auf die Entwicklung eigener Grundstücke vor dem Verkauf und dem Erwerb weiterer Grundstücke.

Im Jahr 2023 konnten Grundstücke in sehr guten Lagen für die Bebauung von Einfamilienhäusern erworben werden. Der Bestand an unbebauten Grundstücken im Umlaufvermögen ist 2023 um 0,4 Mio. € auf 15,7 Mio € gesunken. Mit der Bauhausvilla, die Arbeiten und Wohnen kombiniert, einer exklusiven Stadtvilla und einer Villa mit Verblendmauerwerk in Hamburg ist es möglich, die gesamte Produktpalette individuell geplanter Villen dem Interessenten zur Besichtigung anbieten zu können. Bis zur Fertigstellung unserer exklusiven Kaffeemühle in Blankenese präsentiert sich die Firma Mollwitz in den Elbvororten in dem Flag Store in der Waitzstraße.

Es sind ausreichend liquide Mittel vorhanden, sodass unsere Lieferanten unter Ausnutzung des Skontoabzuges bezahlt werden konnten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten minderten sich 2023 um 1.94 Mio. € auf 7,81 Mio. €. Durch die Tilgung von Verbindlichkeiten für Grundstücke aus dem Umlaufvermögen gegenüber Kreditinstituten sanken die liquiden Mittel von 2,79 Mio. € um 2,32 Mio. € auf 475,8 Tsd. € Damit hat sich die Finanzlage gegenüber dem 2022 nicht signifikant geändert.

Der Wert des Eigenkapitals im Kalenderjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 1,98 Mio. € gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 48,33 %.

Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Vorjahr (29,3 Mio. €) um 3,42 Mio €. auf 25,92 Mio. €.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus den Vorräten, dem Grundstück in der Straße Newmanspark und den Villen in den Straßen Drögensee, Konrad-Reuter-Straße und dem Schleusenredder.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der bis Ende Juni 2024 erzielte Umsatz liegt bei 6,91 Mio. €. Aufgrund der voraussichtlich noch 2024 fertigzustellenden Bauvorhaben rechnen wir für 2024 mit einem Umsatz von etwa Mio. 24 Mio. €. Für die Folgejahre wurden bis Ende Juni bereits Werkverträge in Höhe von 6,4 Mio. € abgeschlossen. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein positiveres Gesamtergebnis bei einer gestiegenen Gesamtleistung.

Bedingt durch die negative Stimmung der Wirtschaft, das Kriegsgeschehen in Europa, die noch immer sehr hohen Baukosten, die hohen Umweltauflagen und die nur langsam sinkenden Kreditzinsen gibt es aktuell immer noch eine große Kaufzurückhaltung. Am 12.06.2024 hat die Europäische Zentralbank seit März 2016 erstmals die Zinsen gesenkt, allerdings nur um -0,25 % von 4,5 % auf 4,25 %. Allerding geben deutlich sinkende Inflationsraten in Euroraum Hoffnung auf weitere Leitzinssenkungen. Eine schnelle Erholung des Marktes ist nicht allerdings nicht zu erwarten, da der Baukostenindex des Statistischen Bundesamts zeigt, dass die vormals stark gestiegenen Materialkosten nicht sinken, sondern sich eher stabilisierten, während die Arbeitskosten in großen Schritten nachziehen. Der Tarifabschluss für das Bauhauptgewerbe wird in den kommenden Jahren weitere Kostenzuwächse zur Folge haben.

Wie das Statistische Landesamt Hamburg mitteilt, sank die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser weiterhin. Demnach wurden von Januar bis Juni 2024 214 Baugenehmigungen erteilt. Dies sind 42,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Bearbeitungszeit des Genehmigungsverfahrens verkürzt sich leider nicht entsprechend. Gemäß des jüngsten Updates des German Real Estate Index (GREIX), ein Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, ECONtribute und dem IfW Kiel liegen die deutschen Immobilienpreisen im zweiten Quartal 2024 erstmals seit rund zwei Jahren wieder auf breiter Front im Plus. Alle Wohnsegmente - also Eigentumswohnungen, ein- und Mehrfamilienhäuser - sind gegenüber dem Vorquartal im Wert gestiegen und übertreffen dabei auch die aktuellen Inflationsraten. Gegenüber des Vorjahresquartals (zweites Quartal 2023) liegen jedoch alle Wohnsegmente noch im Minus. In Hamburg sind die Preise für Häuser im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,18 % gestiegen und gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,1 % gesunken.

Laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Auch die Bundesregierung rechnete im April für das Jahr 2024 mit einer ähnlichen Entwicklung der Wirtschaftsleistung und prognostiziert ein geringes Wachstum von 0,3 %. Im folgendem Jahr 2025 soll das BIP laut IWF um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Die deutsche Wirtschaft fasst nach rund zweijähriger Schwächephase nach Einschätzung der deutschen Bundesbank langsam wieder Tritt. Nicht nur der private Konsum wird nach und nach wieder anziehen, auch die Exportgeschäfte werden ab der zweiten Jahreshälfte wieder besser laufen. Vor diesem Hintergrund wird auch die Industrie wieder stärker zulegen. "Die deutsche Wirtschaft befreit sich aus der konjunkturellen Schwächephase", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel anlässlich der aktuellen Deutschland-Prognose. Die Unternehmensinvestitionen werden hingegen wohl weiterhin zurückgehen. "In der Industrie ist daher angesichts noch schwacher Auftragseingänge kurzfristig noch keine durchgreifende Belebung zu erwarten", schreiben die Autorinnen und Autoren. Immerhin dürfte die Produktion in den energieintensiven Branchen ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Die Fachleute gehen davon aus, dass die Wirtschaft 2025 mit noch etwas höherem Tempo wachsen werde. 2026 soll sich das Wachstum dann noch etwas verstärken und die Wirtschaft wieder in etwa ihr Produktionspotential erreichen. Getragen werde die Expansion zunächst weiterhin vom privaten Konsum und den Exporten. 2026 würden dann erstmals wieder spürbare Impulse von den privaten Investitionen hinzukommen. Die Inflationsrate in Deutschland dürfte in Jahresdurchschnittlich 6,0 % im Jahr 2023 auf 2,8 % in Jahr 2024 sinken. Vor allem die Teuerung von Energie und Nahrungsmitteln lasse im Jahr 2024 erheblich nach. Allerdings erweise sich die Inflation als hartnäckig, vor allem bei den Dienstleistungen. Dabei würden die kräftig steigenden Löhne und der davon ausgehende Kostendruck eine wichtige Rolle spielen. Insgesamt erwarten die Fachleute für 2025 einen leichten Rückgang der Inflationsrate auf 2,7 %. Im Jahr 2026 sinke die Teuerung dann deutlicher auf durchschnittlich 2,2 %. Ab dem Jahr 2025 begrenze die demografische Entwicklung das Arbeitsangebot und die Anspannung am Arbeitsmarkt nimmt wieder erheblich zu. Der Beschäftigungsanstieg schwäche sich angesichts der zunehmenden Angebotsengpässe ab und komme im Verlauf des Jahres 2026 zum Erliegen. Nach einem Anstieg der Arbeitszeit je Erwerbstätigen werde die wirtschaftliche Erholung dann zunehmend von einer steigenden Arbeitsproduktivität getragen.

Durch die auf sehr hohem Niveau verharrenden Kosten für den Wohnungsbau und die hohen Zinsen wird sich die Krise auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärfen. Nach Prognosen des Immobilienverbandes GdW könnte es 2025 zu einer Verdoppelung der geplanten aber nicht realisierten Wohneinheiten auf 12.000 Wohnungen oder 40 % kommen. Ende des 2. Quartals 2024 liegt die Stornierungsquote bei 20 %. Für das Jahr 2024 wird im einem Rückgang der Fertigstellung von 12 % auf 250.000 Wohneinheiten gerechnet. Bürokratieabbau, der Verzicht auf neue, kostenerhöhende Vorgaben und eine Senkung der Steuerbelastung der Unternehmen könnte für eine Marktbelebung sorgen.

2. Chancen- und Risikobericht

Die größten Risiken sehen wir im hohen Zinsniveau, der sehr konservativen Darlehensvergabe der Banken und den stark gestiegenen Baukosten. Die Bürokratie sorgt für immer längere Genehmigungsprozesse und einer signifikanten Verlängerung des Zeitraums zwischen Vertragsschließung und Fertigstellung der Bauvorhaben., was die Bauvorhaben immer schwerer zu kalkulieren lässt. Des Weiteren führt auch das Problem des Fachkräftemangels zusätzlich zu Bauzeitverzögerungen.

Das Angebot an Grundstücken in wertbeständigen und wertaufbauenden Lagen hat sich durch die gesunkene Nachfrage im Jahr 2023 erhöht. Dies könnte mit dem gesunkenen durchschnittliche Bodenrichtwert in Hamburg von 1.230 €/qm um 120 €/qm auf 1.110 €/qm zu einer Belebung der Nachfrage im Verlauf des Jahres 2024 führen. Den wirtschaftlichen Risiken, begegnen wir mit einer ständigen Überprüfung und Optimierung der Prozessabläufe, der Qualitätsverbesserung unserer Produkte und Mitarbeiter.

Im Rahmen des Risikomanagements beobachtet die Geschäftsführung strategisch das externe Marktumfeld: Wettbewerb, Nachunternehmer, Bauherren, Preise, Kapitalmarkt und die regionale Politik. Den zunehmenden Kapazitätsengpässen im Nachunternehmerbereich begegnen wir mit frühzeitiger Identifizierung und Einbindung von geeigneten Subunternehmen in der Projektanlaufphase. Durch ein gutes Risikomanagement werden die Risiken in der Angebotsphase und in den Ausführungsphasen frühzeitig erkannt und ein zielgerichtetes Controlling in der Ausführungsphase sichergestellt. Die Überwachung der Liquiditätslage der Gesellschaft erfolgt ständig und wird anhand von Planungsrechnungen und deren Soll-/Ist-Abgleich unterstützt.

Aufgrund einer in den letzten Jahren verbesserten Bonität erhält die Mollwitz GmbH heute bereits deutlich verbesserte Konditionen für die Finanzierung ihrer Projekte. Hierdurch kann der durchschnittliche Zinsaufwand in den kommenden Jahren weiter reduziert und die Profitabilität weiter gesteigert werden. Dies wiederum verstärkt das Eigenkapital und bietet so verbesserte Möglichkeiten für ein operatives Wachstum.

 

Hamburg, 01. Juli 2024

Dirk Mollwitz

Frank Mollwitz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.641.217,53 8.436.049,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.128,00 10.118,00
II. Sachanlagen 6.377.014,53 6.065.856,99
III. Finanzanlagen 1.260.075,00 2.360.075,00
B. Umlaufvermögen 18.235.605,37 20.856.760,54
I. Vorräte 16.673.353,20 17.244.989,69
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.968.101,44 11.324.416,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.086.421,93 819.637,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 475.830,24 2.792.133,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.207,62 45.778,14
Summe Aktiva 25.919.030,52 29.338.588,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.525.645,42 10.546.256,35
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 560.000,00 560.000,00
III. Gewinnrücklagen 276.000,00 276.000,00
IV. Gewinnvortrag 9.460.256,35 7.084.059,50
V. Jahresüberschuss 1.979.389,07 2.376.196,85
B. Rückstellungen 1.173.585,12 1.425.223,57
C. Verbindlichkeiten 12.219.799,98 17.367.108,75
Summe Passiva 25.919.030,52 29.338.588,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.509.369,52 8.164.137,75
2. Personalaufwand 2.704.945,72 3.060.691,62
a) Löhne und Gehälter 2.322.467,08 2.658.783,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 382.478,64 401.907,66
davon für Altersversorgung 30.060,29 46.473,04
3. Abschreibungen 349.384,56 337.767,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 349.384,56 337.767,99
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.145.347,74 1.087.636,11
5. Erträge aus Beteiligungen 3,75
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.677,78 23.566,67
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.252,07
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 391.690,04 165.255,32
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 961.123,35 1.150.475,07
10. Ergebnis nach Steuern 1.988.807,96 2.385.882,06
11. sonstige Steuern 9.418,89 9.685,21
12. Jahresüberschuss 1.979.389,07 2.376.196,85

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Mollwitz GmbH mit Sitz in Hamburg ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg (HRB 128134).

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gesellschaft wendet für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB an.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen werden planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagewerte verteilt vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Zur Abdeckung konkreter Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf alle Forderungen nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtungen vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

PASSIVA

A. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 3 HGB nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Als Rechnungszins wurde der in der Rückstellungsabzinsungsverordnung genannte Zins für die pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Die Gesellschaft hat von der Erleichterungsvorschrift Gebrauch gemacht, die Anpassung der Bilanzierung aufgrund des BilMoG gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren vorzunehmen. Zum 31.12.2023 ergibt sich ein noch zuzuführender Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.080,20.

Folgende weitere Rechnungsgrundlagen wurden zu Grunde gelegt:

Einkommenssteigerung: 0,0%
Fluktuation: keine
Rentensteigerung: 0,0%
Zinssatz: 1,82%
Sterbetafeln: "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck

In Höhe von EUR 7.801 besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem Deckungsvermögen saldiert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt EUR 640.528,80, der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände EUR 145.843,68. Der beizulegende Zeitwert wurde als Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle am Bilanzstichtag bestehenden rechtlichen Verpflichtungen ab und wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

B. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel. Bei den Ausleihungen im Finanzanlagevermögen handelt es sich um ein Darlehen mit einer Laufzeit bis November 2031 an den Gesellschafter, Herrn Dirk Mollwitz.

B. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

PASSIVA

A. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt Euro 250.000,--.

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde ein Betrag von EUR 12.861,70 aus Wertaufholungen in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

B. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen nachlaufenden Baukosten, Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Personalkosten, Abschlussprüfung sowie übrige ungewisse Verbindlichkeiten.

C. Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 322 (Vj.: TEUR 676) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit von TEUR 8 (Vj.:TEUR 9) enthalten.

Restlaufzeiten und Besicherung:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit:

bis zu einem Jahr: EUR 4.455.399,98
zwischen 1 und 5 Jahren: EUR 5.995.200,00
über 5 Jahre: EUR 1.769.200,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 7.812.200,00 sind durch Grundpfandrechte und Bürgschaften der Gesellschafter gesichert.

D. Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bestehen temporäre Differenzen, aus denen sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt.

Die Differenzen beruhen auf der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz.

In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurden die aktiven latenten Steuern nicht angesetzt.

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Avalverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 2.579.690,72. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus einem Mietverhältnis von EUR 27.567,-- p.a..

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

Aufwendungen und -erträge aus Abzinsung

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsung von TEUR 11 enthalten.

Aufwendungen für die Altersversorgung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung von TEUR 21 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Dirk Mollwitz, Gesamtgeschäftsführer, Hamburg

Frank Mollwitz, Gesantgeschäftsführer, Hamburg.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 27 Angestellte beschäftigt.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg im Juni 2024

Dirk Mollwitz

Frank Mollwitz

Anlagenspiegel:

01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Übrige 42.159,00 24.282,00 4.940,00 0,00 61.501,00
42.159,00 24.282,00 4.940,00 0,00 61.501,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.283.238,37 6.337,12 15.413,27 0,00 6.274.162,22
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 818.299,11 82.697,44 97.834,58 0,00 803.161,97
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 240.332,57 545.372,54 0,00 0,00 785.705,11
7.341.870,05 634.407,10 113.247,85 0,00 7.863.029,30
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 2.360.000,00 0,00 1.100.000,00 0,00 1.260.000,00
2. Genossenschaftsanteile 75,00 0,00 0,00 0,00 75,00
2.360.075,00 0,00 1.100.000,00 0,00 1.260.075,00
Aufgelaufene Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Übrige 32.041,00 30.268,00 4.936,00 0,00 57.373,00
32.041,00 30.268,00 4.936,00 0,00 57.373,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 879.782,95 165.645,12 15.412,27 0,00 1.030.015,80
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.230,11 153.471,44 93.702,58 0,00 455.998,97
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.276.013,06 319.116,56 109.114,85 0,00 1.486.014,77
III. Finanzanlagen 0,00
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Nettobuchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Übrige 4.128,00 10.118,00
4.128,00 10.118,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.244.146,42 5.403.455,42
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347.163,00 422.069,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 785.705,11 240.332,57
6.377.014,53 6.065.856,99
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 1.260.000,00 2.360.000,00
2. Genossenschaftsanteile 75,00 75,00
1.260.075,00 2.360.075,00

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde von der Geschäftsführung unterzeichnet.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mollwitz GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mollwitz GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mollwitz GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 4. Oktober 2024

Hamburger Treuhand Gesellschaft
Schomerus & Partner mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Inzelmann, Wirtschaftsprüfer

Comberg, Wirtschaftsprüfer

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