ESE GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Wunderlich seit 8.4.2009 | Geschäftsführer |
Andreas Ziegler seit 25.9.2008 | Geschäftsführer |
Alexander Somborn seit 9.3.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Berry Global Inc | 89.90% |
AMCOR PLC | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESE GmbH(vormals: OTTO Entsorgungssysteme GmbH)NeuruppinJahresabschluss zum 31.12.2010Lagebericht1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Grundlage des Geschäfts Die Kernkompetenz der OTTO Entsorgungssysteme GmbH liegt in der Entwicklung und dem Vertrieb von Entsorgungsbehältern und -systemen. Das Geschäft gliedert sich in folgende drei Bereiche: · Geschäftsbereich Entsorgungsbehälter/Behälter für Haushalt und Industrie Hauptgeschäftsfeld ist der Vertrieb von Müllgroßbehältern aus Kunststoff mit einem Volumen von 60 l bis 1100 l, die in den Produktionswerken der ESE-Gruppe in Deutschland und Frankreich gefertigt werden. Im engen Zusammenhang mit diesen Produkten werden auch Dienstleistungen erbracht. Diese umfassen die Verteilung von Behältern an Haushalte, die Rücknahme von Altbehältern und die komplette Verwaltung von Behälterbeständen (Erstgestellung, Austausch, Reparatur, Ersatzlieferung) über längere Zeiträume für Gemeinden und Landkreise. Kunden sind sowohl öffentliche als auch private Entsorger im In- und Ausland. · Geschäftsbereich "Public Furnishing"/Produkte zur Ausstattung des öffentlichen Raums Das Produktprogramm umfasst im Wesentlichen ober- und unterirdische Abfallbehälter für den öffentlichen Raum (Plätze, Bahnhöfe, Haltestellen, Parks). Diese Behälter werden überwiegend aus Stahl gefertigt. Abnehmer sind hauptsächlich öffentliche Auftraggeber im In- und Ausland. · Geschäftsbereich Gefahrgut/Behälter zur Lagerung und zum Transport gefährlicher Güter Dieser Bereich umfasst die Produktion von Stahlbehältern zur Lagerung und zum Transport von Gefahrgut. Hier bietet die OTTO Entsorgungssysteme GmbH eine umfangreiche Palette an Produkten und Lösungen für alle Problembereiche. Dazu gehören Behälter für flüssige, feste/pastöse Stoffe, Sonderbehälter zur Sammlung von Leuchtstoffröhren oder Altakkumulatoren sowie mobile Dieseltankstellen für den Einsatz auf Baustellen. Die OTTO Entsorgungssysteme GmbH ist von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung offiziell als Inspektionsstelle für wiederkehrende Prüfungen und Inspektionen zugelassen und bietet ihre Leistungen im Rahmen von Beratungs-/Schulungs- und Inspektionsprogrammen herstellerunabhängig an. Die Produkte und Leistungen werden überwiegend an private Kunden im In- und Ausland verkauft. 1.2. Rahmenbedingungen · Gesamtwirtschaftlicher Rahmen Die gesamtwirtschaftliche Erholung hat sich auch in unserer Branche ausgewirkt. Infolge der Erhöhung der Industrieproduktion fallen wieder mehr Abfälle an, was im Jahr 2010 zu einer vermehrten Nachfrage nach Abfallbehältern im Vergleich zum Vorjahr führte. · Standorte Die Geschäftsräume der OTTO Entsorgungssysteme GmbH am Standort in Neuruppin sind von der Produktionsgesellschaft ESE Deutschland GmbH gemietet. Eine unselbstständige Zweigniederlassung der OTTO Entsorgungssysteme GmbH befindet sich in gemieteten Geschäftsräumen in Wenden-Gerlingen. · Bezugsquellen Den überwiegenden Anteil ihrer Kunststoffprodukte bezieht die OTTO Entsorgungssysteme GmbH von der ESE Deutschland GmbH in Neuruppin. Stahlprodukte werden von Dritten gekauft oder am Standort Wenden-Gerlingen produziert. · Absatzgebiete OTTO Entsorgungssysteme GmbH ist als Vertriebsgesellschaft überwiegend zuständig für die Bedienung der Kunden in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz. · Verkauf der ESE-Gruppe an Stirling Am 23. Juni 2010 hat die TransEstate International Holding B.V. (Gesellschafterin der Environmental Solutions Europe Holding B.V., Maastricht) ein "Share Purchase Agreement" mit Enviro Bidco B.V. betreffend den Verkauf aller Anteile an Environmental Solutions Europe Holding B.V. und ihren Tochtergesellschaften (hierzu zählt u. a. die ESE Industrie GmbH, Neuruppin) unterzeichnet. Enviro Bidco B.V. wird indirekt von Stirling Square Capital Partners gehalten und wurde später in E.S.E. Group B.V. umbenannt. Am 2. Juli 2010 wurden die Bedingungen des "Share Purchase Agreements" erfüllt und somit der Kauf vollzogen. Am 2. Juli 2010 wurden die bestehenden Kreditvereinbarungen ("Existing Facility Agreement") durch eine weitere Vereinbarung zwischen E.S.E. Group B.V., Environmental Solutions Europe Holding B.V. und der ABN AMRO Bank N.V. (und andere) geändert und ergänzt ("Amended Facility Agreement"). Hierbei wurde insbesondere die gewährte Darlehenssumme auf EUR 85 Mio begrenzt. Environmental Solutions Europe Holding B.V. hat in diesem Zusammenhang EUR 75 Mio an ausstehenden Krediten von der Otto Industries Europe B.V. übernommen. Die gewährten Kredite ("Facilitiy A, B und D") haben eine Restlaufzeit zwischen fünf und sechs Jahren ab dem 2. Juli 2010 und sind an die Einhaltung von Bedingungen wie Erfüllung von "Financial Covenants", Rückzahlung der Darlehen und Zinszahlungen geknüpft. Aus den getroffenen Vereinbarungen resultiert weiterhin für die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische (Mit)Haftung. Diese wurde auf folgenden Betrag begrenzt: Aktiva (gemäß § 266 Abs. 2 A, B, C, D und E HGB) ./. Verbindlichkeiten (gemäß § 266 Abs. 3 B, C, D und E HGB) ./. Stammkapital. Zudem wurden alle beweglichen Vermögensgegenstände ("moveable assets"), Immaterialgüterrechte, Forderungen, Versicherungsansprüche und Bankkontoguthaben an die Kreditgeber sicherungsübereignet bzw. abgetreten oder verpfändet. Die Gesellschaft ist im Wesentlichen von der Aufrechterhaltung der Finanzierung des Konzerns durch konzernfremde Kreditgeber (Banken) sowie interne Finanzierungsmaßnahmen abhängig. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Kreditbedingungen eingehalten werden können. Anhaltspunkte, die einer Einhaltung der "Covenants" entgegenstehen könnten, sind uns aktuell nicht bekannt. Im Nachgang zu dem Verkauf der ESE-Gruppe an Stirling wurde die Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH, Neuruppin, auf die ESE Deutschland GmbH verschmolzen. Seitdem ist die OTTO Entsorgungssysteme GmbH ein 100 %iges Tochterunternehmen der ESE Deutschland GmbH. Die ESE Deutschland GmbH wiederum ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Environmental Solutions Europe Holding B.V. Maastricht/ Niederlande, unter der alle europäischen Beteiligungen an Unternehmen im Bereich Entsorgungsbehälter und -fahrzeuge zusammengefasst sind. Die Environmental Solutions Europe Holding B.V. ist seit dem Ausscheiden des Altgesellschafters eine 100 %ige Tochter der E.S.E. Group B.V. (ehemals Enviro Bidco B.V.), Amsterdam/Niederlande. Die ESE-Gruppe ist mit Vertriebsgesellschaften und teilweise auch Produktionsstätten in Deutschland, Schweden, England, Benelux, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Tschechien, Polen und Ungarn vertreten. Die für die Unternehmensgruppe wesentlichen Richtungsentscheidungen werden in Maastricht getroffen. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1. Ertragslage
Der Umsatz betrug TEUR 29.187 (i. Vj. TEUR 25.204). Die Umsatzsteigerung von 16 % gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus den erhöhten Absatzmengen bei 2- und 4‑rädrigen Abfallbehältern. Die Erhöhung des Rohergebnisses auf TEUR 8.517 (i. Vj. TEUR 7.085) ist wesentlich durch die Umsatzausweitung bedingt. Der Rohergebnisanteil im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich auf 29 % (i. Vj. 28 %). Der Personalaufwand erhöhte sich auf TEUR 2.397 (i. Vj. TEUR 1.890) infolge eines Anstiegs auf Grund von Gehaltsanpassungen der Vertriebsmitarbeiter. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 241 liegen auf Grund verschiedener Investitionen am Standort Wenden etwas über dem Vorjahreswert (i. Vj. TEUR 226). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 4.118 über dem Vorjahreswert (TEUR 4.050). Dies ist insbesondere auf erhöhte Frachtkosten (TEUR 130) und Konzernumlagen (TEUR 342) im Zusammenhang mit erhöhten Umsätzen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich geringere Werbekosten (TEUR -100) entwickelt. Das Betriebsergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern) erhöhte sich im Wesentlichen durch die Umsatzsteigerung auf TEUR +1.761 (i. Vj. TEUR +919). Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie der Steueraufwendungen hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss vor Abführung von TEUR +1.974 erzielt (i. Vj. TEUR +880). Auf Grund des am 26. November 2009 gefassten Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages, der durch Verschmelzung der Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH auf die ESE Deutschland GmbH übergegangen ist, wurde das Ergebnis von TEUR 1.974 vollständig an die ESE Deutschland GmbH abgeführt. 2.2. Finanzlage Das alleinige Geschäftskonto der OTTO Entsorgungssysteme GmbH wird bei der BNP Paribas Fortis, Köln, geführt. Die Gesellschaft ist in die zentrale Finanzierung der ESE-Gruppe eingebunden. Die Liquidität der ESE-Gruppe wird auf Ebene der Environmental Solutions Holding B.V. (ESEH), Maastricht/Niederlande, sichergestellt. Nach dem Ausscheiden des Altgesellschafters der ESE-Gruppe hat die ESEH mit einem Bankenkonsortium unter Führung der ABN Amro Bank N.V. einen neuen Kreditvertrag für die gesamte Unternehmensgruppe abgeschlossen. Ansonsten verweisen wir auf die Ausführungen unter "1.2 Rahmenbedingungen". 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Wesentlichen durch den Abbau von Handelsforderungen auf Grund des verbesserten Debitorenmanagements auf TEUR 11.364 verringert (i. Vj. TEUR 12.502). Das Vermögen ist zu 95 % kurzfristig gebunden. Die Eigenkapitalquote stieg aus diesem Grund auf 82 % (i. Vj. 74 %). 2.4. Zusammenfassung zur Lage und zum Geschäftsverlauf Erwartungsgemäß war das Geschäftsjahr 2010 von einer deutlichen Erholung auf der Nachfrageseite geprägt. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine weiteren Vorgänge besonderer Bedeutung ergeben. 3. Risikobericht Der überwiegende Teil unserer Produkte basiert auf dem Rohstoff Öl. Insofern besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Rohstoffkosten und der allgemeinen Ölpreisentwicklung. Kurzfristige Preiserhöhungen am Rohölmarkt, die sich in erhöhten Rohstoff- und Transportkosten widerspiegeln, können nur zeitverzögert im Preis an den Abnehmerkreis weitergegeben werden. Gegenüber Wettbewerbern bedeutet dies jedoch aus unserer Sicht keinen Nachteil. Die ESE Deutschland GmbH sichert der OTTO Entsorgungssysteme GmbH vertraglich die Erzielung einer Mindestmarge zu, so dass die OTTO Entsorgungssysteme GmbH kein direktes Risiko aus Preisveränderungen am Beschaffungsmarkt trägt. Instrumente und Maßnahmen zur Identifikation und Bekämpfung von Risiken mit Auswirkungen auf den Jahresabschluss werden ständig fortentwickelt. Hierzu zählen insbesondere die im Folgenden aufgeführten Instrumente und Maßnahmen: Teil unseres Risikomanagementsystems ist das Debitorenmanagementsystem. Vor der Auftragsannahme von Kunden im Privatbereich werden regelmäßig Kreditlimite überprüft. Die OTTO Entsorgungssysteme GmbH greift hierfür auf Daten und Informationen der Creditrefom zurück; Außenstände werden zeitnah verfolgt. Teil des Risikomanagementsystems ist auch unser umfangreiches Berichtssystem an unsere Konzernobergesellschaft. Die Geschäftsführung der OTTO Entsorgungssysteme GmbH wird auf Grund täglicher Aufbereitung von Erfolgskennziffern über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Ebenso werden an den Gesellschafter regelmäßig alle betriebswirtschaftlich relevanten Daten weitergeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung und Zielverfolgung werden außerdem insbesondere folgende Kennzahlen und Schlüsselinformationen ermittelt: · Net sales (Netto-Umsatz), · Gross margin (Rohertragsmarge), · EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), · EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), · DSO (Forderungsumschlag in Tagen), · Working Capital (Gebundenes Umlaufkapital). Die OTTO Entsorgungssysteme GmbH erstellt die Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung nach Sparten gegliedert für den abgelaufenen Monat. Gleichzeitig wird monatlich eine aktuelle Vorschau-Erfolgsrechnung für die nächsten drei Monate erstellt. Die Steuerung erfolgt an Hand der vorgenannten Informationen ergänzt um Soll/Ist-Vergleiche und umfangreiche Kommentierungen von Abweichungen, Trends und Sondervorgängen. Zur Früherkennung und Begrenzung von Risiken werden Preis- und Kostenentwicklungen laufend durch die Geschäftsführung beobachtet, ausgewertet und entsprechende Korrekturmaßnahmen ergriffen. 4. Prognosebericht und Chancen Unsere Marktposition auf stabilisiertem Niveau ist vor allem auf den erreichten hohen Qualitätsstandard, die schnelle Umsetzung von Innovationen/Produktverbesserungen und die Flexibilität bei der Berücksichtigung spezifischer Anforderungen der Abnehmer zurückzuführen. In allen Geschäftsbereichen wird die Produktpalette ständig durch Weiterentwicklung und/oder Einführung neuer Erzeugnisse sowie durch Zusatzleistungen abgerundet. Mit der Anpassung von Verkaufspreisen an die Kostenentwicklung versuchen wir, auch künftig unseren Beitrag zur Verbesserung der Ertragssituation des Konzerns zu leisten. Die Kunden werden durch ein professionelles Vertriebsteam betreut, welches die Stabilität unserer Marktposition zusätzlich sichert. Zusammenfassend hat die OTTO Entsorgungssysteme GmbH aus Managementsicht eine führende Position im Wettbewerb erreicht. Auf dieser Basis sehen wir gute Chancen, zukünftig neue Kunden zu gewinnen. Nachdem alle Anzeichen dafür sprechen, dass die allgemeine Wirtschaftskrise bewältigt ist, wird die Geschäftsführung den bisher verfolgten Kurs fortsetzen und rechnet daher für das Geschäftsjahr 2011 mit Umsatzerlösen von TEUR 32.000 und einem Betriebsergebnis von TEUR +2.000. Für 2012 erwartet die Geschäftsführung ebenfalls eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.
Neuruppin, 31. März 2011 Die Geschäftsführung Andreas Ziegler Jens Wunderlich Roland Aschoff BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die dem Jahresabschluss zu Grunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der folgenden Ausführung unverändert angewandt. Bei auf die erstmalige Anwendung des BilMoG zurückzuführenden Änderungen der bisherigen Darstellung oder der bisher angewandten Bewertungsmethoden sind gem. Art. 67 Abs. 8 S. 2 2. HS EGHGB die §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB nicht anwendbar. Gemäß Art. 67 Abs. 8 S. 2.1 HS EGHGB wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst. Der zwischen der OTTO Entsorgungssysteme GmbH und der Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH abgeschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag ist durch die Verschmelzung der Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH auf die ESE Deutschland GmbH übergegangen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Als Nutzungsdauer werden für Software und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände drei Jahre und für den Geschäfts- oder Firmenwert zehn Jahre zu Grunde gelegt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts von zehn Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode angesetzt. Bei allen neu angeschafften beweglichen Wirtschaftsgütern wurde die degressive Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. zwei bis fünf Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 410,00 wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 410,00 bis EUR 1.000,00 hingegen wurden zu einem Sammelposten zusammengefasst, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei Posten, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Bei Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird zusätzlich das Niederstwertprinzip beachtet. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in EURO umgerechnet. Bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird zusätzlich das Imparitätsprinzip beachtet. 3. Einzelangaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 3.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.211 (i. Vj. TEUR 5.729) werden TEUR 141 (i. Vj. TEUR 352) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus kurzfristigen Finanzierungen, Abtretungen und Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.070 (i. Vj. TEUR 5.377). Darin enthalten sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.042 (i. Vj. TEUR 3.926). 3.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
3.4 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 323 (i. Vj. TEUR 1.427) werden TEUR 323 (i. Vj. TEUR 554) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. 4. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 37 (i. Vj. TEUR 112) enthalten und betreffen die Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 18 (i. Vj. TEUR 105), die Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten mit TEUR 17 (i. Vj. TEUR 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 7). 5. Sonstige Angaben 5.1 Gesellschafter Auf Grund der Verschmelzung der Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH auf die ESE Deutschland GmbH ist die OTTO Entsorgungssysteme GmbH ein 100 %iges Tochterunternehmen der ESE Deutschland GmbH, Neuruppin. Die Stammeinlage beträgt TEUR 1.900. 5.2 Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2010 folgende Herren bestellt: · Andreas Ziegler, Kaufmann, Hepberg, · Jens Wunderlich, Ingenieur, Neuruppin, · Roland Aschoff, Kaufmann, Neuruppin. Die Höhe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 HGB beträgt null. Geschäftsführungsleistungen werden durch die Gesellschafterin ESE Deutschland GmbH erbracht und über Umlagen verrechnet. 5.3 Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat in 2010 im Durchschnitt 48 Mitarbeiter (i. Vj. 48 Mitarbeiter) beschäftigt, dies entsprach 26 Angestellten und 22 gewerbliche Arbeitnehmern. 5.4 Haftungsverhältnisse Verbundene Unternehmen hatten am 9. Juni 2005 mit Ergänzungen vom 9. Dezember 2005 und vom 24. Dezember 2008 Kreditvereinbarungen über eine maximale Darlehenssumme von EUR 225 Mio getroffen. Am 2. Juli 2010 wurden die bestehenden Kreditvereinbarungen ("Existing Facility Agreement") durch eine weitere Vereinbarung zwischen E.S.E Group B.V. (ehemals Enviro Bidco B.V.) Environmental Solutions Europe Holding B.V. und der ABN AMRO Bank N.V. (und andere) geändert und ergänzt ("Amended Facility Agreement"). Hierbei wurde insbesondere die gewährte Darlehenssumme auf EUR 85 Mio begrenzt. Environmental Solutions Europe Holding B.V. hat in diesem Zusammenhang EUR 75 Mio an ausstehenden Krediten von der Otto Industries Europe B.V. übernommen. Aus den getroffenen Vereinbarungen resultierte für die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische (Mit)haftung. Diese war auf die sog. "Distributable Reserves" (= Vermögensgegenstände ("Assets") ./. Schulden ("Liabilities") ./. Stammkapital ("Registered Share Capital")) beschränkt. Die maximale Haftung am Stichtag betrug somit TEUR 7.402. Auf Grund der Finanzierung der Muttergesellschaft wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering angesehen. Die im Kreditvertrag vereinbarten Finanzkennzahlen ("Covenants") wurden zum 31. Dezember 2010 eingehalten. Am 24. Dezember 2008 hatte die Gesellschaft mit der Fortis Bank (Nederland) N.V. ("Fortis") einen Sicherungsabtretungsvertrag (Globalzession) vereinbart. Die Gesellschaft tritt alle derzeitigen und zukünftigen Ansprüche aus monetären Forderungen an den Sicherungsgeber ab. Hiervon sind alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Dritten betroffen. Zudem wurden alle beweglichen Vermögensgegenstände ("moveable assets"), Immaterialgüterrechte, Forderungen, Versicherungsansprüche und Bankkontoguthaben an die Kreditgeber sicherungsübereignet bzw. abgetreten oder verpfändet. 5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 407. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 30. Insgesamt beträgt die Laufzeit drei Jahre. 5.6 Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der E.S.E Group B.V., Maastrich/Niederlande, einbezogen. Ort der Hinterlegung ist die Kamer van Koophandel Zuid-Limburg, Maastricht.
Neuruppin, am 31. März 2011 Die Geschäftsführung Andreas Ziegler Jens Wunderlich Roland Aschoff Entwicklung des Anlagevermögens 2010
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OTTO Entsorgungssysteme GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OTTO Entsorgungssysteme GmbH, Neuruppin. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 31. März 2011 KPMG
AG
Buchwald, Wirtschaftsprüfer Meurer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 08.06.2011 festgestellt. |
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