Seed Ciconia GmbH & Co. KG
Selbe AdresseErzeugung von Blumensamen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniele Tarantino seit 29.10.2025 | Geschäftsführer |
Boaz Meshita seit 2.2.2024 | Prokura |
Daniel Erdreich seit 14.11.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SodaStream International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SodaStream GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SodaStream GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SodaStream GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SodaStream GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 7. September 2022 KPMG
AG
Tokple, Wirtschaftsprüfer Lu, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Anhang zum Geschäftsjahr 2020A. Allgemeine Angaben Die SodaStream GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB-Nr. 110092). Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und unter Berücksichtigung ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 1 HGB. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 bzw. 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Mit Wirkung zum Ablauf des 2. Juni 2020 wurde die Gesellschaft SodaTrend GmbH auf die SodaStream GmbH mittels der Buchwertmethode verschmolzen. Aufgrund der Verschmelzung ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr teilweise eingeschränkt. Die nachfolgenden Angaben dienen der Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr. Im Folgenden wird in Anlehnung an IDW RS HFA 44 die Vergleichbarkeit dadurch hergestellt, dass neben den tatsächlichen Vorjahrszahlen (Spalte "SodaStream exkl. SodaTrend - 31.12.2019") und den aktuellen Zahlen (Spalte "SodaStream inkl. SodaTrend 2020") auch die angepassten Vorjahrszahlen (Spalte "SodaStream inkl. SodaTrend - 31.12.2019) angegeben werden (Sog. Drei-Spalten-Form).
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zur Bilanz und zur GuV B.1. Bilanz Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel hingewiesen. Der Anlagespiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Zuschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Seit 2010 werden Kohlensäurezylinder im Anlagevermögen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um eine Umgliederung aus den Vorräten auf Basis der Regelungen des § 247 Abs. 2 HGB. Diese Zylinder mit einem Restbuchwert von TEUR 13.325 (Vorjahr: TEUR 8.170) dienen im Geschäftsbetrieb dafür, den Handel mit befüllten Kohlensäurezylindern zu versorgen, und kommen nach Gebrauch durch den Endverbraucher über den Handel zurück an die SodaStream GmbH. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zukauf von Kohlensäurezylindern aus Aluminium zur Erhöhung des aktiven Poolbestandes. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden pro Zugangsjahr zu einem Sammelposten zusammengefasst und ab dem ersten Jahr über jeweils fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 100% an der SodaStream Österreich GmbH mit Sitz in 2333 Leopoldsdorf, Österreich. Umlaufvermögen Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren Preis am Beschaffungs- oder Absatzmarkt bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bestände, die deutlich über dem Jahresverbrauch liegen, sowie voraussichtlich nicht mehr benötigte Bestände wurden anhand von Lagerumschlagshäufigkeiten identifiziert und abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Sämtliche Forderungen sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr in der Regel eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aufgrund der Einführung eines neuen ERP-Systems kam es zu Verzögerungen im Rechnungserstellungsprozess. Die internen Verzögerungen im Rechnungserstellungsprozess haben dazu geführt, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise nicht innerhalb zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag von Kunden gezahlt wurden. Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt TEUR 12.089 (Vorjahr: TEUR 4.201), während der Betrag mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 142.970 (Vorjahr: TEUR 138.155) beträgt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 2.765 (Vorjahr: TEUR 2.765) vorgenommen. Einzelwertberichtigungen wurden im aktuellen Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 18.998 (Vorjahr: TEUR 5.684) betreffen sämtlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen den Gesellschafter, die nicht gesondert in der Bilanz ausgewiesen sind, sind in Höhe von TEUR 18.108 (Vorjahr: TEUR 4.658) in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.728; Vorjahr: TEUR 778) setzen sich aus sonstigen Forderungen von TEUR 2.679 (Vorjahr: TEUR 729) und Mietkautionen für Unternehmensgebäude in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 49) zusammen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.762 (Vorjahr: TEUR 289) beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Lieferantenanzahlungen. Latente Steuern Ein Ansatz von aktiven latenten Steuern erfolgt nicht, da ein Aktivüberhang besteht und insoweit das bestehende Aktivierungswahlrecht nicht ausgeübt wird. Temporäre Unterschiede bestehen im Wesentlichen bei den im Anlagevermögen ausgewiesenen Kohlensäurezylindern sowie den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Der Steuersatz beträgt 30,7%. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage besteht aus einer Kapitaleinlage des Gesellschafters in Höhe von TEUR 18.833 und hat sich um die Kapitalrücklage der SodaTrend (TEUR 13.858) erhöht. Pensionsrückstellungen Die Bewertung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 6 HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "Projected-Unit-Credit Methode" angewandt. Grundsätzlich müssen zu erwartende Renten- und Gehaltssteigerungen sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt werden. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz (durchschnittlicher zehnjähriger Marktzinssatz mit 15 Jahren Laufzeit). Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die folgenden Berechnungsparameter wurden dabei berücksichtigt: Rechnungszins 2,30% Rententrend 1,00% Gehalts- und Anwartschaftstrend sowie Fluktuationswahrscheinlichkeit werden nicht berücksichtigt, da es sich um Verpflichtungen gegenüber einem Rentner handelt. Bei Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses (1,60 % zum 31.12.2020) ergäbe sich zum Stichtag eine um EUR 16.323 (Vorjahr: EUR 17.538) höhere Pensionsrückstellung. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des sich bei der Veranlagung voraussichtlich ergebenden Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr existierten mit Ausnahme der Jubiläums- und Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 36.754 (Vorjahr: TEUR 34.016) wurden im Wesentlichen gebildet für Erlösschmälerungen und nachträgliche Zuwendungen an Handelskunden (TEUR 25.529; Vorjahr: TEUR 25.686), Rückstellungen für Garantieleistungen (TEUR 1.671; Vorjahr: TEUR 1.401) und Personalverpflichtungen (TEUR 2.304; Vorjahr: TEUR 1.291). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gliedert sich wie folgt:
Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen/Verbindlichkeiten in fremder Währung sind kurzfristig und mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Die Position "Sonstige Verbindlichkeiten" in Höhe von TEUR 6.498 (Vorjahr: TEUR 4.572) enthält im Wesentlichen kreditorische Debitoren (TEUR 5.674; Vorjahr: TEUR 3.928) und Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 637; Vorjahr: TEUR 231). B.2. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produktgruppen wie folgt:
Die Umsätze werden zu 98 % im Inland erzielt (Vorjahr: 97 %). Die Umsätze sind um rechnungsbezogene Konditionen (TEUR 89.141; Vorjahr: TEUR 64.241) reduziert. Die Position "Verbrauchsmaterialien" enthält die Umsätze des Kohlensäure-Füllgeschäfts und der Sirupe. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche oder anzugebende Erträge enthalten:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlichen periodenfremden oder außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 61.178 (Vorjahr: TEUR 59.647) enthalten folgende wesentlichen Bestandteile:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.735 (Vorjahr: TEUR 3.467) enthalten Zahlungen sowie Erstattungen aus Vorjahren für Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuer und setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
C. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Pacht- sowie Leasingverträgen bestehen zum 31. Dezember 2020 zukünftige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Dabei bestehen zum 31. Dezember 2020 Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.173 und von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.202. Gegenstand der Leasingverträge sind hauptsächlich Fahrzeuge sowie Lager- und Büroausstattung. Arbeitnehmer Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug: 258 (Vorjahr: 218), davon Angestellte 117 (Vorjahr: 107) und gewerbliche Mitarbeiter 141 (Vorjahr: 111). Nachtrag und Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 8.311.861,57 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der aktuelle Ukrainekrieg hat keine spürbaren Auswirkungen auf unser Geschäft. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 sind keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Geschäftsführer Während des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und bis zum Bilanzaufstellungstag gehör(t)en folgende Personen der Geschäftsführung an:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen. Honorar des Abschlussprüfers Das vom AP für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 125 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft steht im alleinigen Anteilsbesitz der SodaStream International BV mit Sitz in Breda, Niederlande. Diese ist wiederum eine alleinige Tochtergesellschaft der SodaStream International Ltd. mit Sitz in Tel Aviv, Israel. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der SodaStream GmbH einbezogen wird, wird von der SodaStream International Ltd. und in Tel Aviv, Israel, erstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die SodaStream International Ltd. ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der PepsiCo, Inc. mit Sitz in Purchase, USA. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der Konzernabschluss der SodaStream International Ltd. einbezogen wird, wird erstellt auf der Website der PepsiCo, Inc. veröffentlicht.
Frankfurt am Main, 7. September 2022 Eyal Shohat, Geschäftsführer Rüdiger Koppelmann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. Grundlagen Die SodaStream GmbH wurde im Jahr 1991 gegründet und ist eine deutsche Vertriebs- und Produktionsgesellschaft der israelischen SodaStream Group. Diese ist wiederum eine 100%-Tochter der PepsiCo., Inc. Purchase, USA. Die SodaStream Group entwickelt, produziert und vermarktet Haushalts-Sprudel-Systeme und verwandte Produkte. Das Geschäft der SodaStream GmbH besteht im Wesentlichen aus dem Vertrieb dieser Sprudel-Systeme bzw. Haushaltsgeräte. Aus dem Folgegeschäft ergibt sich der Handel mit gefüllten Kohlensäurezylindern sowie geschmacksgebenden Sirups und anderen Verbrauchsmaterialien, die zur häuslichen Herstellung von kohlensäurehaltigem Wasser und Softdrinks benötigt werden. Die Waren werden dabei auch größtenteils von der SodaStream International Ltd., Tel Aviv, Israel, bezogen. Die Produkte wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem durch Stiftung Warentest und Öko-Test. Forschung und Entwicklung erfolgen in Israel. Die leeren Kohlensäurezylinder, die hauptsächlich über den deutschen Lebensmittel- und Einzelhandel zur SodaStream GmbH zurückkommen, werden am Standort Limburg wieder befüllt. Diese Kohlensäurezylinder werden gegen Zahlung einer Kaution von der Muttergesellschaft SodaStream International BV, Breda/Niederlande, bezogen. Für die Abfüllung mit Kohlensäure für den gesamten europäischen Markt hat die SodaStream GmbH eine Lizenz von der SodaStream International BV erhalten. Sämtliche für die Abfüllung von Zylindern anfallenden Kosten werden mit einem Margen-Aufschlag von der SodaStream International BV an die SodaStream GmbH erstattet. In Deutschland sind Kunden vorwiegend die großen Handelsketten und eine große Anzahl an kleineren Fachhändlern. Insgesamt sind es ca. 31.137 (Stand August 2020) Handelsgeschäfte, in denen die Produkte der SodaStream GmbH vertrieben werden. Ebenfalls sind die Produkte im Wege des Direktvertriebs im Internet erhältlich. Die Erfolgskriterien der SodaStream GmbH sind:
II. Wirtschaftsbericht 1. Marktumfeld der Gesellschaft "Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0% niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezension geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7%." Im Jahr 2018 betrug der Anstieg des preisbereinigten BIP 1,3%, im Jahre 2019 0,6%. (Quelle: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 020 vom 14.01.2021) Trotz der schwierigen konjunkturellen Lage Deutschlands war das Jahr 2020 für SodaStream sehr erfolgreich. Die Haushaltspenetration konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut werden - Millionen von Nutzern in Deutschland schenken SodaStream ihr Vertrauen. Die im Jahre 2020 weiterhin gestiegene Nachfrage nach Wassersprudlern ist nicht nur auf die intensiven Werbeinvestitionen in den Bereichen TV, Print und Online zurückzuführen, sondern auch auf das deutlich gestiegene Umweltbewusstsein der Konsumenten und die Vorteile des Selbstsprudelns von Getränken. Gerade im Jahr 2020, bedingt durch die Corona-Pandemie, wurde dies bei den Verbrauchern deutlich, da viele Menschen in Deutschland Kontakte vermieden und lieber sprudelten, um somit den Gang zum Getränkemarkt zu vermeiden. 2. Geschäftsverlauf Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5% gegenüber 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate 2020 damit niedriger als im Vorjahr (2019: +1,4%). Im Jahresdurchschnitt 2020 stieg die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - etwas weniger als im Vorjahr und erreichte einen Wert von 1,4%. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen überdurchschnittlich im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 2,4%. Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Dezember 2020 um 0,3% niedriger als im Dezember 2019. Damit hat die Inflationsrate im 2. Halbjahr 2020 die Null-Marke nicht überschritten. (Quelle: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 025 vom 19. Januar 2021) In 2012 fokussierte sich die SodaStream GmbH auf zwei Gerätetypen: Cool, den Testsieger bei Ökotest, und Crystal mit spülmaschinenfesten Glaskaraffen. In 2017 wurde das Portfolio um eine weitere Maschine "Easy" ergänzt. Seit 2018 liegt der Schwerpunkt der SodaStream GmbH auf den Wassersprudlern Easy und Crystal. In Deutschland kristallisiert sich seit Jahren ein immer stärker werdender Trend in Richtung Glas-Wassersprudler heraus - 2019 bildete der Wassersprudler Crystal 2.0 mit edler Glaskaraffe mit Abstand die am meistverkaufte Maschine im Portfolio. Neben den Wassersprudlern umfasst das Produktportfolio von SodaStream ein umfangreiches Sirup-Sortiment, bestehend aus über 30 verschiedenen Geschmacksrichtungen, die von Softdrinks über Spezialitäten bis hin zu Bio-Sirups in Glasflaschen reichen. Die meisten Sirupsorten stehen auch als zuckerfreie Variante zur Verfügung. In 2020 konnte SodaStream auch für diesen Produktbereich solide Erfolgszahlen verzeichnen. Alles in allem betrachtet war das Jahr 2020 für Sodastream GmbH das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte. Im Jahr 2019 hat SodaStream International BV (Muttergesellschaft der SodaStream GmbH), einem in Deutschland agierenden Mitbewerber im Füllgeschäft der Kohlensäurezylinder (vormals SodaTrend GmbH) erworben, um diesen Geschäftsbereich weiter auszubauen. Mit Wirkung zum Ablauf des 2. Juni 2020 wurde SodaTrend GmbH auf die SodaStream GmbH verschmolzen. Der Umsatz stellt den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator der SodaStream GmbH dar. 3. Darstellung der Lage Vermögenslage Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme von 197,4 Mio. € auf 240,2 Mio. €. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Mio € von 10,0 Mio. € auf 16,7 Mio € gestiegen. Dies liegt vor allem an Zukäufen neuer Kohlensäurezylinder, welche für das steigende Kohlensäurefüllgeschäft der SodaStream GmbH benötigt und im Anlagevermögen ausgewiesen werden. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 187,1 Mio. € um 34,6 Mio. € auf 221,7 Mio. €, maßgeblich getrieben durch einen erneut deutlichen Umsatzanstieg. Innerhalb des Umlaufvermögens haben sich die Vorräte von 23,9 Mio. € um 8,5 Mio. € auf 32,4 Mio. € erhöht. Diese Bestandsveränderung betrifft hauptsächlich Handelswaren bzw. fertige Erzeugnisse. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 142,4 Mio. € um 12,7 Mio. € auf 155,1 Mio. € erhöht. Die Erhöhung ist zum einen umsatzbedingt und zum anderen durch die Umstellung auf ein ERP-System im Mai 2019 zurückzuführen. Diese Umstellung hat vor allem im Rechnungserstellungsprozess zu längeren Verzögerungen geführt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Berichtsjahr von 5,7 Mio. € im Vorjahr um 13,3 Mio. € auf 19,0 Mio. € erhöht. Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen auf die Verschmelzung mit der SodaTrend GmbH zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 2,7 Mio. € rund 1,9 Mio. € höher als 2019. Grund sind die Forderungen, resultierend aus der Einfuhrumsatzsteuer. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 36,7 Mio. € um 10,3 Mio. € auf 47,0 Mio. € erhöht. Einen wesentlichen Anteil an den Rückstellungen haben mit 23,5 Mio. € die Rückstellungen für Erlösschmälerungen und nachträgliche Zuwendungen an Handelskunden, mit 1,7 Mio. € Rückstellungen für Garantieleistungen und mit 1,9 Mio. € Rückstellungen für Personalverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 0,3 Mio. € auf 1,7 Mio. € erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 8,1 Mio. € auf 137,8 Mio. € gestiegen. Diese beziehen sich zum größten Teil auf Warenlieferungen der Muttergesellschaft SodaStream International BV (122,5 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 8,2 Mio. € auf 15,2 Mio. €. Finanzlage Das Eigenkapital erhöhte sich auf 47,2 Mio. € (Vorjahr: 25,0 Mio. €), im Wesentlichen, bedingt durch die im Rahmen der Verschmelzung der SodaTrend erhöhten Kapitalrücklage um EUR 13,9 Mio und den aktuellen Jahresüberschuss in Höhe von 8,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote, gemessen an der Bilanzsumme, beträgt 19,64 % (Vorjahr: 12,67 %). Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft, in der Bilanz definiert als Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, verringerte sich gegenüber 2019 um 1,8 Mio. € von 14,4 Mio. € auf 12,6 Mio. €. Die Verringerung des Finanzmittelfons ist im Wesentlichen auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sowie den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen zurückzuführen. Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 86,3 Mio. € von 258,1 Mio. € auf 344,4 Mio. €. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die pandamiebedingte gestiegene Nachfrage nach Wassersprudlern im Jahr 2020 zurückzuführen. Die Verschmelzung der SodaTrend GmbH hat einen kleinen Beitrag zum Umsatzanstieg im Jahr 2020 geleistet. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 0,9 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Dies liegt überwiegend an den geringeren Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen. Der prozentuale Materialaufwand bezogen auf den Umsatz erhöhte sich um 5,4%-Punkte auf 75,6% (Vorjahr: 70,2%) und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand der Gesellschaft hat sich im Jahr 2020 um 4,6 Mio. € auf 18,5 Mio. € erhöht. Die Veränderung ergibt sich aus dem jährlich üblichen prozentualen Anstieg der Löhne und Gehälter sowie zum Großteil dem deutlichen Anstieg der Anzahl an Mitarbeitern von 218 auf 258. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen erhöhten sich geringfügig auf 1,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,5 Mio. € auf 61,2 Mio. €. Die wesentlichen Kostenbestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bilden die Werbekosten, insgesamt 20,8 Mio. € (Vorjahr: 17,0 Mio. €), und Transport- und Frachtkosten von 9,1 Mio ((Vorjahr: 9,7 Mio. €). Für 2020 ergibt sich eine Steuerbelastung von 3,8 Mio. €. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 7,1 Mio. € auf 8,3 Mio. €. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2020 sehr zufriedenstellend verlaufen. Die Geschäftsführung sieht die Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung bedingt durch das sehr gute Jahr 2020 weiterhin als stabil an. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiken Die folgenden Risiken werden ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge dargestellt: Konkurrenzsituation nicht einschätzbar Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren besteht das Risiko, dass weitere Anbieter in den Markt eindringen und Marktanteile für sich gewinnen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit sehr hohen Qualitätsstandards, die für eine hohe Kundenbindung sorgen. Abhängigkeit von Großkunden nicht einschätzbar Es bestehen bestimmte Abhängigkeiten zu größeren Handelspartnern mit marktbeherrschender Stellung, die üblicherweise in der Lebensmittelbranche vorzufinden sind. Dies könnte zu einem potenziellen Umsatzverlust bei Auslistung führen. Aufgrund der Anzahl der Handelspartner sieht die Gesellschaft dieses Risiko als moderat an. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit der Erschließung neuer Absatzmärkte und neuen Kunden. Darüber hinaus besteht ein enger Kundenkontakt durch unser Key Account Management mit unseren bestehenden Handelspartnern. Ausfallrisiken Forderungen Aufgrund der bestehenden Kundenstruktur besteht ein geringes Ausfallrisiko, welchem durch Kreditversicherungen für bestimmte Kunden sowie ein aktives Forderungsmanagement begegnet wird. Der Anstieg der Forderungen zum 31. Dezember 2020 ist weiterhin auf eine ERP-Umstellung in Verbindung mit der stark wachsenden Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre zurückzuführen. Im Rahmen der Umstellung gab es Schwierigkeiten, die physischen Rechnungslegungsprozesse korrekt im neuen System abzubilden, was wiederum zu einem Rückstand in der Rechnungserstellung geführt hat. Folglich führte dies zu einer Verzögerung im Forderungsmanagement und in der zeitnahen Bearbeitung der kundenspezifischen Salden. Personalrisiko Aufgrund des stetigen Wachstums und des damit einhergehenden Personalbedarfs besteht die Herausforderung die Organisationsgröße an die Unternehmensgröße anzupassen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit starken Bemühungen geeignetes Fachpersonal in allen Funktionen weiter auszubauen. Corona-Pandemie Die Covid-19-Situation im Jahr 2021 und die damit einhergehenden Restriktionen für die Bevölkerung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen führten zu einer Abschwächung des Umsatzwachstums im Jahr 2021 im Vergleich zu vergangenen Jahren. Dem Risiko einer weiteren Abschwächung des Wachstums oder gar eines Umsatzrückgangs begegnet die Gesellschaft mit der Ausweitung des Online-Geschäftes. Um Personalausfälle aufgrund der Pandemie zu vermeiden wurden umfangreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, welche unter anderem vorsehen, dass alle Mitarbeiter außerhalb der Produktion im Homeoffice ihrer Arbeitstätigkeit nachzukommen haben. Die Produktionspersonalplanung stellt sicher, dass keine Vermischung der Mitarbeiter innerhalb unseres Dreischichtsystems stattfindet. Darüber hinaus wurden in allen Bereichen die Reinigungs- und Desinfektionsfrequenz stark erhöht, um hier den behördlichen Empfehlungen gerecht zu werden. Zins- und Wechselkursänderungsrisiken Es bestand im Jahr 2020 weiterhin ein Darlehen mit einem verbundenen Unternehmen, welches Zins- und Wechselkursrisiken beinhaltete. Dieses Risiko wurde allerdings von der Gesellschaft als gering eingestuft, sodass es nicht besichert wurde. Zudem wurde das Darlehen im Jahr 2021 zurückgezahlt. Ein weiteres Darlehen, welches mit einem verbundenen Unternehmen bestand, wurde bereits im Jahre 2020 zurückgezahlt. Chancen Die folgenden Chancen werden ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge dargestellt: Die Integration in den PepsiCo-Konzern ermöglicht eine Vielfalt an Synergieeffekten, neuen Absatzkanälen und Produktinnovationen. In diesem Zuge wurden im April 2020 bereits erfolgreich neue Sirupsorten unter der Marke Pepsi lanciert. Nicht zuletzt wird sich das auch weiterhin positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken. Produktinnovationen und der Ausbau unserer Distribution bleiben ein Kerntreiber unseres Geschäfts. Das eCommerce-Geschäft mit großen E-Tradern sowie der Ausbau unserer Aktionsfrequenz mit dem Maschinenportfolio im Discountkanal tragen zudem positiv zum Geschäft bei. Zuletzt gilt zu erwähnen, dass durch die im Jahr 2019 durchgeführten Akquisition der SodaStream International BV (Muttergesellschaft der SodaStream GmbH), einem in Deutschland agierenden Mitbewerber im Füllgeschäft der Kohlensäurezylinder (vormals SodaTrend GmbH) dieser Geschäftsbereich weiter ausgebaut wurde. Mit Wirkung zum Ablauf des 2. Juni 2020 wurde die Gesellschaft SodaTrend GmbH auf die SodaStream GmbH verschmolzen. Prognosebericht Aufgrund der positiven Entwicklung der Umsatzerlöse mit einer Wachstumsrate im zweistelligen Prozentbereich im Jahr 2019 und 2020 ist das angewandte Geschäftsmodell für 2021 fortgeführt worden und es wird auch für 2022 unverändert bleiben, trotz der Tatsache, dass die Umsätze im Jahr 2021 und im ersten halben Jahr 2022 zurückgingen. Es handelt sich hierbei um einen Nachholeffekt der sehr guten Jahre 2019 und 2020, da der Handel die Bestellungen aus diesen Jahren abverkaufen muss. Schwerpunkt wird weiterhin die Vermarktung von Sprudelgeräten sein. Produktmodelle mit Glasflaschen wie "Crystal", aber auch das Einstiegsgerät "Easy" mit PET-Flasche, werden die Wachstumstreiber für SodaStream in Deutschland bleiben. Zudem erwartet die Gesellschaft einen Anstieg der Umsatzerlöse durch den neu eingeführten Wassersprudler "DUO". Laut des bislang ungeprüften vorläufigen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 von einem Umsatz von rund 312 Mio. € aus. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatz von 206 Mio. € erwartet.
Frankfurt am Main, den 7. September 2022 Eyal Shohat, Geschäftsführer Rüdiger Koppelmann, Geschäftsführer |
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