Schweizer Group Roding GmbH
Johann-Vaillant-Straße 11, 93426 Roding, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Huber seit 16.5.2018 | Geschäftsführer |
Walter Ulrich Ziegler seit 3.3.2016 | Prokura |
Thomas Braun seit 9.11.2015 | Geschäftsführer |
Roger Dr. Breu seit 30.10.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schweizer Group Roding GmbHRodingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013Schweizer Group Roding GmbH 1 GeschäftstätigkeitDie Schweizer Group Roding GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der Druckgussbranche, das fast ausschließlich für die Automobilindustrie tätig ist. Entstanden ist die Gesellschaft aus der Übernahme von Vermögensgegenständen, Schulden und erfahrenen Mitarbeitern der insolventen PD Roding GmbH. Am 1. November 2013 haben wir unsere operative Tätigkeit aufgenommen. Am Standort Roding werden auf total 13 hoch automatisierten Druckgießzellen anspruchsvolle Bauteile aus Aluminium hergestellt. Ein Teil wird anschließend auf CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen im Haus und bei externen Dienstleistern einbaufertig bearbeitet. Die Produkte finden hauptsächlich in den Bereichen Motor und Getriebe sowie zu einem kleineren Teil im Bereich Elektronik von Pkw Verwendung. Wir beliefern hierbei vor allem die europäischen Produktionswerke der renommierten deutschen OEM und Tier-1-Zulieferer. Da wir als klassischer Zulieferer über keine eigene Produktentwicklung verfügen, differenzieren wir uns über die Darstellung der Herstellbarkeit, die kosteneffiziente Produktion und die logistischen Dienstleistungen von unseren Wettbewerbern. Das Wissen und die Erfahrung unserer Ingenieure, Techniker und Produktionsmitarbeiter sind dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ein moderner Maschinenpark mit hohem Automationsgrad ist neben dem großen Knowhow der Belegschaft die wichtigste Voraussetzung für eine kosteneffiziente Produktion am Standort Deutschland. Dies erfordert die laufenden Erneuerung und Optimierung unserer Produktionsanlagen. Zur Vermeidung von Fehlinvestitionen ist das Wissen um die optimale Gestaltung unserer Fertigungsprozesse von großer Bedeutung für den langfristigen Unternehmenserfolg. 2 Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung2.1 Konjunkturentwicklung Die Weltkonjunktur hat im Verlauf des Jahres 2013 deutlich an Schwung gewonnen. Allerdings expandierte die Weltwirtschaft nach der sehr geringen Dynamik im zweiten Halbjahr 2012 zu Beginn des ablaufenden Jahres nur schwach. Daher dürfte das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2013 mit 2,9 % nochmals langsamer gestiegen sein als im Jahr zuvor, in dem mit 3,1 % bereits eine sehr mäßige Zunahme verzeichnet worden war. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ging die Zuwachsrate vor allem wegen einer merklich schwächeren Expansion in den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorjahr nochmals etwas zurück. Noch stärker als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verringerte sich die Zuwachsrate der Produktion in den Schwellenländern. Neben den fehlenden Nachfrageimpulsen aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften macht sich inzwischen bemerkbar, dass sich das zugrunde liegende Wachstumstempo infolge von binnenwirtschaftlichen Problemen offenbar verlangsamt hat. Die Wirtschaft im Euroraum hat sich im Laufe des Jahres 2013 aus der Rezession gelöst. Die gesamtwirtschaftliche Produktion nimmt seit dem zweiten Quartal wieder zu, nachdem sie zuvor sechs Quartale in Folge geschrumpft war. Die Konjunktur hat aber bislang noch keinen richtigen Schwung entwickelt. Die Stimmungsindikatoren signalisieren zwar, dass die Verbraucher und die Unternehmen deutlich zuversichtlicher geworden sind. So stieg der Economic Sentiment Indicator der Europäischen Kommission im Verlauf des Jahres kräftig und befand sich zuletzt nur noch geringfügig unter seinem langjährigen Mittel. Auf die "harten" Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion oder Einzelhandelsumsätze hat sich dies jedoch bislang nicht übertragen, da die Strukturanpassungen in einigen Ländern des Euroraums die Konjunktur nach wie vor bremsen. Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen: Um 0,4 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP noch kräftiger gewachsen (2012 um 0,7 % und 2011 sogar um 3,3 %). Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %, die des Staates um 1,1 %. Dagegen gingen die Investitionen zurück: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 2,2 % weniger in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Auch die preisbereinigten Bauinvestitionen gingen um 0,3 % zurück. Der sonst so robuste deutsche Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 angesichts eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar insgesamt 0,6 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3 %. Die Differenz zwischen Exporten und Importen bremste dadurch mit einem negativen Beitrag von -0,3 Prozentpunkten das BIP-Wachstum 2013. 1.1 Zahlen aus der Automobilindustrie Die internationalen Automobilmärkte befanden sich im Gesamtjahr 2013 weiterhin auf Wachstumskurs (Quelle für die folgenden Ausführungen: VDA). Der westeuropäische Pkw-Markt hat im Dezember 2013 erstmals nach fast vier Jahren wieder zweistellig zugelegt: Der Absatz stieg um knapp 13 % auf 881.900 Neuzulassungen. Einen zweistelligen Zuwachs hatte es in Westeuropa zum letzten Mal im März 2010 gegeben. Während im ersten Halbjahr 2013 der Neuwagenabsatz in Westeuropa noch um fast 7 % unter dem Vorjahreswert lag, stieg die Nachfrage im zweiten Halbjahr um 4 %. Im Gesamtjahr 2013 erreichte der westeuropäische Pkw-Markt ein Volumen von knapp 11,6 Mio. Neuwagen. Damit lag er nur noch rund 2 % unter dem Niveau von 2012. In China setzte der Pkw-Markt 2013 seinen Erfolgskurs fort. Der Pkw-Absatz übertraf das Vorjahresniveau um fast ein Viertel (+23 %), insgesamt wurden 16,3 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Der US-Markt legte im Gesamtjahr 2013 um knapp 8 Prozent auf gut 15,5 Mio. Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) zu und erreichte damit das beste Ergebnis seit 2007. In Japan erreichte der japanische Pkw-Markt mit knapp 4,6 Mio. Neuwagen das Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr 2013 wurden in Deutschland mehr als 2,95 Mio. Fahrzeuge neu angemeldet (-4 %). Hingegen stieg der Pkw-Export weiter um knapp 2 % auf 4,2 Mio. Pkw an. Die Produktion entwickelte sich im Gesamtjahr 2013 ebenfalls positiv: Gesamthaft wurden in Deutschland rund 5,45 Mio. Pkw produziert, das entspricht einem leichten Wachstum von 1 %. Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen
* ohne Malta
1.2 Branchenentwicklung Das Jahr 2013 wurde von den deutschen Gießereien mit einer unter dem 2012er Volumen liegenden Gussproduktion beendet (Quelle: BDGuss). Ursächlich hierfür war der Bereich der Eisen- und Stahlgießereien, die einen Rückgang um 4,3 % auf 4,101 Mio. Tonnen zu verzeichnen hatten. Die Nichteisen-Metallgießereien hingegen registrierten ein Plus von 3,6 %, entsprechend 1,023 Mio. Tonnen. Die Gießereiindustrie erwirtschaftete in 2013 einen Produktionswert (Umsatz plus Eigenguss) von ca. 7,511 Mrd. Euro auf der Fe-Seite (minus 4,3 %) sowie 5,524 Mrd. Euro auf der Nichteisen-Metallseite (plus 3,6 %). Die Fertigung in den Aluminiumgießereien stieg im Jahr 2013 um 4,2 % auf 882.700 Tonnen. Davon entfielen 499.500 Tonnen auf die Druckgießereien, was einer Zunahme von 6,1 % entspricht. 3 Analyse des Geschäftsergebnisses
Die Gesamtleistung unseres Unternehmens betrug in den zwei Berichtsmonaten November und Dezember 2013 1,6 Mio. EUR. Davon entfielen 340 TEUR auf inländische und 482 TEUR auf ausländische Umsatzerlöse. In beiden Berichtsmonaten konnte aus Gründen der Anlaufphase, aber besonders auch aus saisonalen Gründen keine befriedigende Auslastung unseres Maschinenparks und unserer Mitarbeiter erreicht werden. Entsprechend hoch fällt die Wareneinsatzquote mit rd. 55,6 % aus. Die Materialaufwendungen (875 TEUR) teilen sich auf in 746 TEUR für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (davon 426 TEUR für Aluminium Rohguss und 185 TEUR Stromkosten) sowie 130 TEUR für bezogene Leistungen. Die Personalaufwendungen (753 TEUR) brechen sich auf in 621 TEUR für Löhne und Gehälter sowie 132 TEUR für soziale Abgaben und ähnliches. Auch deren Höhe ist aus genannten Gründen relativ zu den Umsatzerlösen kein Maßstab für die kommenden Jahre. In den sonstigen Aufwendungen (464 TEUR) finden sich 322 TEUR für Betriebsaufwendungen, 18 TEUR für Vertriebs- und 124 TEUR für Verwaltungsaufwendungen. Die Gesellschaft hat einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,63 Mio. EUR erwirtschaftet. Zum 31. Dezember 2013 waren bei uns 9 Angestellte (Vorjahr: --) und 98 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: -) in einem festen Arbeitsverhältnis, die alle mit zum Teil sehr großer Berufserfahrung aus der Druckguss-Branche stammen. In den kommenden Jahren werden wir unsere Gutschuss-Zahlen und Umsätze auf ein unserem Maschinenpark entsprechendes Niveau führen, den Produkt-Mix optimieren und die Geschäftsergebnisse kurz- und mittelfristig nach entsprechender Konsolidierungsphase erfolgreich ausrichten. 4 Analyse der Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögens- und Finanzlage ist gekennzeichnet durch die Übernahme verschiedener Vermögensgegenstände und Schulden der insolventen PD Roding GmbH. Das Anlagevermögen besteht zu 3,2 Mio. EUR aus technischen Anlagen; die Betriebs- und Geschäftsausstattung macht weitere 91 TEUR aus. Neben den übernommenen Vermögensgegenständen der PD Roding GmbH wurden weitere Maschinen und - im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung - insbesondere EDV-Hardware angeschafft. Die Vorräte setzen sich zusammen aus 685 TEUR Fertigwaren und aus 148 TEUR für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Forderungen betreffen insbesondere verbundene Unternehmen und stehen für einen Saldo in Höhe von 1,4 Mio. EUR. Als ARAP (186 TEUR) werden vornehmlich Zinsen aktiviert, die auf der Passivseite mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag aus Kredit und Zinsen gebucht werden. Das gezeichnete Kapital (1 Mio. EUR) ist voll eingezahlt und um den Jahresfehlbetrag (627 TEUR) gemindert. Die Rückstellungen (89 TEUR) wurden nach vorsichtigen kaufmännischen Überlegungen dotiert und betreffen Personal, Jahresabschlussprüfung sowie Amortisation für Werkzeuge. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die Bankhaus Lampe KG (991 TEUR) sowie die akf Bank & Co KG (778 TEUR). Die Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 1,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen reflektieren sie die Inbetriebnahme der Produktion. Die sonstigen Verbindlichkeiten (2,3 Mio. EUR) stammen mit 2,0 Mio. EUR aus einem Mietkaufvertrag für Maschinen sowie mit 238 TEUR aus einem Zuschuss für die Transfergesellschaft im Zusammenhang mit der Aufnahme des Geschäftsbetriebes. 5 Risiken und ChancenWie jedes produzierende Unternehmen ist auch die Schweizer Group Roding GmbH bestimmten Risiken hinsichtlich der Markt- und Preisentwicklung, der Kunden, der Produktion, der Beschaffung und des Personals ausgesetzt. Unsere Kunden sind namhafte deutsche Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer, die sowohl nationale als auch internationale Märkte bedienen. Deren individuelle wirtschaftliche Entwicklung hat in Form der benötigten Liefermengen unmittelbaren Einfluss auf unser Unternehmen. Durch intensive Kommunikation mit unseren Kunden und enge Verfolgung der Branchenkonjunktur versuchen wir, auf Nachrageschwankungen möglichst zeitnah und angemessen zu reagieren. Zudem sind wir bestrebt, Auslastungsrisiken langfristig durch eine möglichst breite Kundenbasis zu minimieren. Dabei konzentrieren wir uns - auch aufgrund der räumlichen Nähe - auf deutsche Kunden. Unsere Leistungserbringung wird nicht nur durch Nachfrageschwankungen, sondern auch durch Störungen des Produktionsprozesses, mangelnde Produktqualität und durch Schwankungen in der vorgelagerten Lieferkette beeinflusst. Da unsere Maschinen und Anlagen im 19 Schicht-Modell betrieben werden, beeinträchtigt jeder Stillstand den Ausstoß und die Produktivität. In Zeiten hoher Kapazitätsauslastung sind Zusatzkosten in Form von Sonderfahrten und zusätzlichen Personalkosten für Sonderschichten die Folge. Eine möglichst störungsfreie Produktion bedingt eine hohe Zuverlässigkeit der eingesetzten Maschinen sowie gut ausgebildetes und in ausreichender Stärke verfügbares Bedienungs- und Instandhaltungspersonal. Unser Maschinenpark stammt ausschließlich von Lieferanten, die bei Ausfällen, Reparaturen und nötigen Wartungen sehr schnell vor Ort sein können.. Eine konstante Produktqualität ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Gießereiindustrie. Unser Unternehmen ist nach den Qualitätsstandards ISO/TS 16949 und dem Umweltstandard ISO 14001 zertifiziert. Durch stetige Verbesserung unserer Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssysteme sind wir bestrebt, die steigenden Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen und die Qualitätskosten zu optimieren. Dabei spielt die Beschäftigung von sehr gut qualifiziertem Personal und die Aus- und Weiterbildung der Stammbelegschaft eine entscheidende Rolle. Unsere Produkte bestehen aus Aluminium, dessen Preisentwicklung und Verfügbarkeit nur bedingt antizipierbar ist. Daneben haben die Energiekosten (Strom und Erdgas) großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Zwar bewegen sich die Rohstoffmärkte nach den Boom-und Krisenjahren 2008/2009 in relativ ruhigen Bahnen. Zudem sind unsere Produktpreise an den Verlauf der Metallpreise gekoppelt. Trotzdem können nicht vorhersehbare Preisschwankungen das Unternehmensergebnis beeinträchtigen. Wir profitieren andererseits von der Einbettung in einen Konzernverbund mit entsprechenden Volumenvorteilen und einer übergreifenden Beschaffungsstrategie, die hilft, diese Risiken zu minimieren. Das Unternehmen bedient sich den klassischen Finanzierungsformen seitens Dritter. Die Automobil-Zuliefererbranche muss mit knappen Margen operieren, sodass die Liquiditätssituation jederzeit intensiver Beobachtung und Steuerung bedarf. Aus den geschilderten Risiken erwachsen unserem Unternehmen umgekehrt Chancen, da die bessere Beherrschung dieser Herausforderungen Wettbewerbsvorteile verschafft. Unser Unternehmen gießt und bearbeitet Druckgusserzeugnisse, die nur wenige Wettbewerber liefern können. Wir werden in 2014 ein modernes ERP System auf SAP-Basis einführen, das die konzernweiten Materialflüsse und unsere Finanzbuchhaltung integral verknüpft. Mit diesem System können wir Kennzahlen schneller und akkurater erheben und weiterentwickeln, sodass die Steuerung des Unternehmens zeitnaher, sensibler und produktiver als in der Vergangenheit möglich ist. Das betrifft die Vorräte und deren Umschlagshäufigkeit, die Materialströme, Personaleinsätze oder den Energieverbrauch. Aus der Gesamtheit der Chancen und Risiken leiten wir eine gedämpft optimistische Prognose für 2014 ab. Unsere Kunden bedienen globale Märkte mit leicht steigender Nachfrage, aus der die beschriebenen Produktivitätspotenziale gehoben werden sollten. Zudem werden strategische Partnerschaften helfen, Synergien zu erzielen, die das Betriebsergebnis spürbar verbessern und Risiken besser zu streuen. 6 Voraussichtliche EntwicklungDie Perspektiven für die globale Automobilindustrie sind derzeit schwer zu prognostizieren. Neben hoch volatilen Märkten (China prosperierend, USA antizipiert - nach hartem Winter, der zunächst für eine deutliche Absatzstelle sorgte - leicht positives Wachstum, Russland, Indien, Brasilien verzeichnen/rechnen mit Rückgängen) macht den Autoherstellern auch eine beispiellose Rückrufserie zu schaffen, deren Auswirkungen auf die Absatzzahlen in 2014 ff. durch ein verändertes Käuferverhalten kaum verlässlich eingeschätzt werden kann. Laut Statistischem Bundesamt betrug der PKW-Bestand in Deutschland zum 1. Januar 2014 43,85 Mio. Im Monatsbericht (April 2014) der Deutschen Bundesbank wird ausgeführt, dass der Handel mit Kraftfahrzeugen, bezogen auf einen Index von 100 (in 2010), seit Oktober 2013 von 116 bis zum Januar 2014 auf 92,4 kontinuierlich fällt. Der VDA rechnet für 2014 mit einem leichten Wachstum des deutschen PKW-Marktes und geht von Neuzulassungen in Höhe von 3 Mio. PKW aus. Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen
* ohne Malta
Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass europa- und weltweit insgesamt eine volatile Stimmung vorherrscht, weil sich große Märkte uneinheitlich präsentieren: Russland, Indien und Brasilien verzeichnen gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal 2014 Rückgänge, wohingegen die neuen EU-Länder zweistellige Wachstumsraten für den genannten Zeitraum aufweisen. In Japan gilt ab April 2014 ein höherer Umsatzsteuersatz, wodurch die hohen Zuwachsraten im ersten Quartal 2014 mit bedingt werden. Das Statistische Bundesamt spricht von einem starken Konjunkturwachstum im ersten Quartal 2014, das im Rest des Jahres 2014 deutlich abflachen wird. Die Auslandsnachfrage nach Fahrzeugen und Fahrzeugteilen war demgegenüber nennenswert stark. Im laufenden Jahr ist unser Fokus auf die weitere Verbesserung der operativen Leistung gerichtet. Das neu eingeführte ERP-System bildet die Grundlage für ein schnelleres und zuverlässigeres Reporting, sowohl für die genannten Projekte als auch generell für eine zeitnahe Steuerung des Unternehmens als Ganzes. Zur nachhaltigen Steigerung der Produktivität wurde noch in 2013 damit begonnen, die Fertigung nach den Grundsätzen der "schlanken Produktion" zu organisieren. Auf dieser Basis werden verschiedene "Lean-Bausteine" (5S, OEE etc.) für die Schweizer Group Roding GmbH eingeführt, um mittelfristig zu einem agilen Unternehmen heran zu reifen. Alles in Allem leiten wir hieraus unseren Optimismus für die mittelfristige Zukunft unseres Unternehmens ab. Wir erfüllen technische Spezifikationen unserer anspruchsvollen Kunden auf einem Niveau, das derzeit nur wenige Mitbewerber liefern können. Diesen Wettbewerbsvorteil werden wir nutzen und, wo immer möglich, ausbauen. Unser Personal ist bestens ausgebildet, unsere Fluktuationsrate niedrig, sodass wir hohes Know-how bündeln und in die Weiterentwicklung unserer Produkte stecken können. Für das kommende Jahr rechnen wir mit stark steigenden Umsätzen, auch auf Basis der monatlichen Leistungen. Eine Ergebnisprognose gestaltet sich dahingegen schwierig. Im ersten Halbjahr 2014 haben wir alle Anstrengungen unternommen, die hiesigen technischen Gegebenheiten an den von den Kunden nachgefragten Produktmix anzupassen. Dadurch konnten Fixkosten zunächst nicht in Gänze gedeckt werden. Wir befinden uns zwar seit Mitte 2014 auf einem erfreulichen Weg, allerdings sehen wir bis zum Jahresende insgesamt noch kein positives Ergebnis, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert sein wird. 7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Roding, 24. September 2014 Dr. Roger Breu Hans-Ulrich Schmidt Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gesellschaft hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbHG aufzustellen und gemäß §§ 325 HGB offenzulegen. Die größenabhängigen Erleichterungen und Befreiungen von Angabepflichten nach dem Handelsgesetzbuch wurden bei der Aufstellung des Anhangs zum Teil in Anspruch genommen. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, werden im Anhang ausgewiesen. Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten sind Nebenkosten berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs 2 EStG mit einem Wert von bis zu € 150,00 werden sofort als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 150,00 aber nicht € 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet. Die fertigen Erzeugnisse wurden retrograd bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausgezahlte Zinsen, die bis 2018 Aufwand der Gesellschaft werden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Überlegung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. II. Erläuterungen zu den Posten der BilanzAnlagevermögen
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 1.000 ist voll eingezahlt. Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 778 und sonstige Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 2.006 durch Sicherungsübereignung von technischen Anlagen und Maschinen gesichert. III. Ergänzende AngabenGeschäftsführung Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführung erhielt 2013 keine Bezüge. Zu Gesamtprokuristen sind bestellt:
Mitarbeiter Beschäftigt wurden ab dem 1. November 98 gewerbliche Mitarbeiter und 9 Angestellte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der jährliche Mietaufwand für die Betriebsimmobilie beträgt TEUR 354. Für Maschinenleasing fallen 2014 insgesamt Kosten in Höhe von TEUR 310 an, die auch in den Folgejahren in etwa in dieser Höhe anfallen werden. Honorar des Abschlussprüfers Eine Angabe der Aufwendungen für Leistungen des Jahresabschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt mit Hinweis auf die Befreiungsvorschrift des § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB.
Roding, 24. September 2014 Dr. Roger Breu Hans-Ulrich Schmidt Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schweizer Group Roding GmbH, Roding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von € 833.087,69 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir nicht an der Inventur teilnehmen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bielefeld, 24. September 2014 PricewaterhouseCoopers
Burkhard Peters, Wirtschaftsprüfer Rudolf Hagen, Wirtschaftsprüfer |
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