MEDILYS Laborgesellschaft mbH

Paul-Ehrlich-Straße 1, 22763 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 110024
Eingetragen
30.6.2009
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Laborleistungen sowie Beratungsleistungen in Hygienefragen, Arzneimittelherstellung sowie der Großhandel mit Arzneimitteln und alle damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Hauser
seit 14.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH
74.90%
Hamburgische Versorgungsfonds (HVF) Anstalt des öffentlichen Rechts
25.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Asklepios Kliniken Hamburg GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDILYS Laborgesellschaft mbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Gesellschaft betrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr Labore mit Hauptsitz in Hamburg Altona. Das mit medizinische und Qualität einhergehende Leistungsangebot der Labore erstreckt sich vornehmlich auf die Grund- und Regelversorgung. Flankierend haben sich die Spezialgebiete Hämatologie, Hämostaseologie und Blutgruppenserologie etabliert.

Asklepios ist im Gesundheitsmarkt mit modernen Einrichtungen und hochqualifiziertem Personal zur stationären und ambulanten Behandlung gut positioniert und für die Anforderungen der Regulatorik gewappnet. Ausgehend vom starken Kliniknetzwerk mit insgesamt rund 160 Gesundheitseinrichtungen arbeitet Asklepios fortlaufend an neuen Angeboten, um die Wertschöpfungskette langfristig zu verbreitern. Prävention und Nachsorge als wichtige strategische Zukunftsfelder werden weiterhin fokussiert, um die Vielseitigkeit des Geschäftsmodells bestmöglich zu nutzen. Wohlüberlegte Investitionen in die Digitalisierung des Gesundheitswesens verlängern die Wertschöpfungskette zugunsten neuer Erlösströme. Asklepios treibt die Transformation der Gruppe aktiv voran, um in der integrierten, digitalisierten Gesundheitsversorgung zu den Vorreitern zu zählen.

1) Qualitätsmanagement und Innovation

Für Krankenhäuser gelten eine Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien zum Thema Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung. Das Thema Qualität hat bei Asklepios einen hohen Stellenwert. In allen Asklepios Kliniken ist ein strukturiertes Qualitätsmanagement-System implementiert, das, unabhängig von den Vorgaben einzelner Zertifizierungsverfahren, laufend weiterentwickelt und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen angepasst wird.

Der Fokus des Asklepios QM-Systems liegt auf den gesetzlich geforderten QM-Instrumenten gemäß QM-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sowie den Konzernstandards zur Steigerung der Patientensicherheit. Diese Anforderungen gelten als Mindeststandard für alle Kliniken.

Neben dem Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherung ist in den Asklepios Kliniken ein klinisches Risikomanagement etabliert. Konzernstandards zur Erhöhung der Patientensicherheit werden in allen Kliniken umgesetzt, beispielsweise die Anwendung der OP-Sicherheitscheckliste der WHO, Patientenarmbänder, Vermeidung von Eingriffsverwechslungen, sichere Patientenidentifikation sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Rahmen der Arzneimitteltherapie. Dabei werden die Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit berücksichtigt. Ein Fehlermeldesystem CIRS ist in allen Asklepios Kliniken etabliert und das Lernen aus Fehlern konzernweit sichergestellt.

An die Stelle von externen Zertifizierungen tritt das vom Konzernbereich Qualität entwickelte konzerninterne Asklepios Auditprogramm. Das Programm beinhaltet, neben klinikinternen Audits und Risikoaudits zu Schwerpunktthemen, eine jährliche Auditierung aller Kliniken durch den KB Qualität.

Im Jahr 2020 wurden durch den Konzernbereich Qualität 11 Peer Reviews in den Akutkliniken durchgeführt. Die Anzahl der Peer Reviews fiel unter dem Einfluss der Coronapandemie in diesem Jahr deutlich geringer aus. Bei den Peer Reviews geht es darum zu prüfen, ob eine medizinische Abteilung insbesondere hinsichtlich einer adäquaten Patientenversorgung funktioniert. Im Mittelpunkt stehen die medizinisch-pflegerischen Versorgungsprozesse der Abteilung und die Fremdanalyse von ausgewählten Patientenakten durch einen geschulten Fachauditor aus einer anderen Asklepios Klinik. Es wird kritisch hinterfragt, ob die Behandlung dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und in Anlehnung an Leitlinien erfolgt.

B. Wirtschaftsbericht

1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stürzen die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in eine schwere Rezession, deren Ausmaß die Finanzkrise 2008/09 übersteigt. In Anlehnung an die Prognosen internationaler Organisationen (IWF, OECD) erwartet das Bundesministerium im Jahresdurchschnitt 2020 einen Rückgang der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 4,4 % und eine Erholung im Jahr 2021 um 6,2 %. Die Bundesregierung rechnet aufgrund des starken Einbruchs in der ersten Jahreshälfte für das Jahr 2020 preisbereinigt mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 %. Allein im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 9,7 % gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen. Der Tiefpunkt der Rezession wurde aber bereits im Mai durchschritten. Die Monatsindikatoren zeigen seitdem deutliche Erholungstendenzen. Für das kommende Jahr wird angesichts des sich abzeichnenden Aufholprozesses ein Plus von 4,4 % erwartet. Das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsprodukts dürfte allerdings erst zu Beginn des Jahres 2022 wieder erreicht werden[ (Quelle www.bmwi.de).

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Bundesministerium für Gesundheit hat die Gesundheitswirtschaft eine große ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland. Die Bruttowertschöpfung im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft lag 2020 bei rund EUR 372 Mrd. Das entspricht etwa 12% des Bruttoinlandsprodukts und mehr als eine Milliarde Euro pro Tag. Die Gesundheitswirtschaft stellt damit einen Wachstumstreiber und Stabilisator der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dar. Mit einem Wachstum von jährlich 4,1% wuchs der Sektor in den letzten zehn Jahren deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt.

Grundsätzlich können innerhalb der Gesundheitswirtschaft drei Kernbereiche benannt werden. Die medizinische Versorgung umfasst als größter Bereich die stationären Einrichtungen (unter anderem Krankenhäuser, stationäre Pflege, Rehakliniken) und die nicht-stationären Einrichtungen (unter anderem Arztpraxen, ambulante Kliniken, ambulante Pflege). Die industrielle Gesundheitswirtschaft umfasst die Produktion von Arzneimitteln, Medizintechnik und Medizinprodukten, sowie den Handel und Vertrieb mit diesen Gütern. Dritter Bereich sind die "Weiteren Teilbereiche" der Gesundheitswirtschaft. Dazu gehören unter anderem Krankenversicherungen und öffentliche Verwaltung, die eigenständige Gesundheitsversorgung, Sport-Wellness- und Tourismus-Dienstleistungen sowie Investitionen.

Stationäre und nicht-stationäre Einrichtungen sind zusammen für fast 54 Prozent der Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft verantwortlich. Weiterhin sind mehr als 60 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft in diesen Bereichen beschäftigt. Beide Bereiche sind in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich gewachsen. Die nicht-stationären Einrichtungen wuchsen in den vergangenen 10 Jahren mit 4,4 Prozent deutlich schneller als die Gesundheitswirtschaft insgesamt.

Der Gesundheitsmarkt war im Geschäftsjahr 2020 wie die restliche Wirtschaft von der SARS-COV2-Epidemie geprägt. Die Kliniken wurden vor enorme Herausforderungen gestellt, um die Pandemie zu bewältigen. Nach dem Lockdown-bedingten Einbruch im Frühjahr erholten sich die Fallzahlen im weiteren Jahresverlauf. Mit der zweiten Welle ab Herbst 2020 brachen die Fallzahlen erneut ein, da sich die Kliniken auf die Behandlung der Covid-Patienten sowie der Notfälle fokussieren mussten.

C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1) Geschäftsverlauf und Ertragslage

2020 2019
EUR Mio. % EUR Mio. %
Umsatzerlöse 47,8 100,0 37,9 100,0
Sonstige betriebliche Erträge (inklusive Erträge aus dem Fördermittelbereich) 0,3 0,6 0,2 0,5
Materialaufwand -21,6 45,2 -13,0 34,3
Personalaufwand -15,5 32,4 -14,8 39,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (inklusive Aufwendungen aus dem Fördermittelbereich) -4,7 9,8 -4,4 11,6
EBITDA 6,3 13,2 5,9 15,6
Abschreibungen -0,4 0,8 -0,4 1,1
EBIT 5,9 12,4 5,5 14,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,8 3,8 -1,7 4,5
Jahresergebnis 4,1 8,6 3,8 10,0

Die Umsatzerlöse sind um 26,1% im Vergleich zum Vorjahr (10,2%) gestiegen. Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus dem Laborbetrieb sowie aus dem Bereich der Hygienebetreuung. Der Anstieg ist vor allem durch die Einführung von Testungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bedingt. So wurden im Schnitt rund 1.400 Testungen pro Tag durchgeführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,2Mio.) sind leicht gestiegen.

Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 66,2%, d.h. absolut um EUR 8,6Mio. auf EUR 21,6 Mio. Die Materialaufwandquote stieg auf 45,1% (Vorjahr 34,3%). Die Erhöhung ergibt sich aus den Mehraufwendungen durch die Covid-Testungen und hat sich analog zu den Umsatzerlösen entwickelt.

Der Personalaufwand erhöhte sich von EUR 14,8 Mio. auf EUR 15,5 Mio., was eine Quote von 32,4% (Vorjahr 39,0%) entspricht. Diese Entwicklung ist auf steigende Tarife bei einer gleichbleibenden durchschnittlichen Beschäftigungszahl zurück zu führen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnete die Gesellschaft einen Anstieg um EUR 0,3 Mio. auf EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio.) bzw. +6,8%. Die Quote lag mit 9,8% leicht unter Vorjahresniveau.

Das operative Ergebnis EBITDA verbesserte sich gegenüber Vorjahr um EUR 0,4 Mio. und liegt um 6,8 % über dem Vorjahr (EUR 5,9 Mio.). Dies entspricht einer Marge von 13,2% im Geschäftsjahr 2020. Sie ist wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator liegt das EBITDA damit unter der im Dezember 2019 erwarteten Prognose.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug die Abschreibungsquote 0,8% und liegt somit leicht unter dem Vorjahresniveau von 1,1%.

Das EBIT erhöhte sich analog zum ansteigendem EBITDA in absoluten Zahlen um 0,4 Mio. auf EUR 5,9 Mio..

2) Finanzlage und Vermögenslage

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des Asklepios Konzerns teil. Die Verzinsung der Cash-Pool-Konten erfolgte unterjährig zu variablen Zinssätzen. Die Forderungen aus dem Cash-Pooling betragen zum 31. Dezember 2020 EUR 18,1 Mio. und werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pooling Aktivitäten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr somit um EUR 0,5 Mio.. Die Gesellschaft verfügt aufgrund der Ertragslage und der Einbindung in den Konzernverbund stets über ausreichende Liquidität, um ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die folgende Übersicht stellt die Veränderung der liquiden Mittel im Jahresverlauf dar:

EUR Mio. 2020 2019
EBITDA 6,3 5,9
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 0,6 5,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1,1 -0,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,0 0,0
Veränderung des Finanzmittelfonds -0,5 4,9
Finanzmittelfond am 01.01. 18,6 13,7
Finanzmittelfond am 31.12. 18,1 18,6

Der Finanzmittelbestand hat sich in 2020 um EUR 0,5 Mio. auf EUR 18,1 Mio. vermindert. Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR 0,6 Mio. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vorjahresvergleich aufgrund von höheren Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten gesunken. Dem operativen Cashflow steht ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,3 Mio.) gegenüber.

Die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit von EUR 1,1 Mio. beinhalten im Wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen, vor allem für die Neuanschaffung (Geräte) zur Testung des Corona-Viruses.

2020 2019
Strukturbilanz EUR Mio. % EUR Mio. %
Langfristige Vermögenswerte 1,9 5,9 1,3 5,0
Kurzfristige Vermögenswerte 30,3 94,1 24,5 95,5
AKTIVA 32,2 100,0 25,8 100,0
Eigenkapital 23,9 74,2 19,8 76,7
Langfristiges Fremdkapital u. Rückstellungen 0,4 1,3 0,4 1,5
Kurzfristiges Fremdkapital u. Rückstellungen 7,9 24,5 5,6 21,8
PASSIVA 32,2 100,0 25,8 100,0

Unsere Finanz- und Vermögenslage ist solide. Die langfristigen Vermögensgegenstände finanzieren sich wie schon zum 31. Dezember 2019 zu über 100 % fristenkongruent durch Eigenkapital, Sonderposten bzw. langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital. Die Bilanzsumme erhöhte sich von EUR 25,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 32,2 Mio.

Der Anstieg der langfristigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen durch die Investitionen in das Anlagevermögen begründet.

Im Bereich der kurzfristigen Vermögensgegenstände ist bei den Vorräten eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von EUR 0,5 Mio. auf EUR 1.3 Mio. zu verzeichnen. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich um EUR 0,9 Mio. auf EUR 2,9 Mio. erhöht. Die Ursachen hierfür sind vor allem durch die Corona-Testungen begründet.

Das Eigenkapital ist um EUR 4,1 Mio. auf EUR 23,9 Mio. gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum 31. Dezember 2019 leicht gesunken und beträgt nun 74,2 % (31. Dezember 2019: 76,7 %) der Bilanzsumme und liegt damit leicht unter dem Vorjahr. Bei den absoluten Zahlen liegt der Anstieg über der Prognose.

Das langfristige Fremdkapital beträgt EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.).

3) Gesamtaussage der Geschäftsleitung zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Steigende Umsatzzahlen sind die Gründe für die positivere Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Begrenzt wurde dieser Trend jedoch durch den Mehraufwand durch Corona-Testungen und den weiterhin herausfordernden Kostenentwicklungen. Die Schere zwischen Mehrleistungen und den steigenden Kosten aufgrund von kontinuierlich höheren Energiepreisen, Material- und Personalkosten bei gleichzeitig gedeckelten Entlohnungen für diese Leistungen geht weiter auf. Dies bedingt kreative Maßnahmen und Konzepte auf der Leistungsseite, um Effizienzsteigerungen zu erzielen, die diese Kostensteigerungen kompensieren können.

Gemäß unserer Erwartung zum 31. Dezember 2019 für das Geschäftsjahr 2020 liegen wir mit dem Umsatzwachstum in Höhe von 26,1% gegenüber dem Vorjahr oberhalb unserer Prognose von 2,0% - 4,0%. Das operative Ergebnis konnten wir gegenüber dem Vorjahr ebenfalls verbessern. Dem starken Umsatzwachstum standen jedoch auch höhere Aufwendungen entgegen. Hierdurch konnte der EBIT nur um 7,3 % gesteigert werden, unsere Prognose 2019, welche die Auswirkungen durch Corona noch nicht abdeckte, sah einen Anstieg von 17,4 % vor.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1) Prognosebericht

Die Medilys Laborgesellschaft mbH rechnet für das Jahr 2021 mit einem steigenden Umsatz, dies ist begründet, mit der Fortführung der Corona-Testung im Jahr 2021 und der Etablierung von weiteren Corona-Teststellen an den Standorten der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH. Des Weiteren wird von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen. Der Konzern ist in der Lage, nachhaltige Investitionen in seinen Gesundheitseinrichtungen zu tätigen und den Versorgungsauftrag sicherzustellen. An allen Standorten investiert Asklepios regelmäßig in Bauten und medizinisch-technische Ausstattung. Der Anteil der Eigenmittel an den Gesamtinvestitionen wird dabei auch 2020 auf einem anhaltend hohen Niveau liegen. Die Ausbildung sowie die Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter hat für Asklepios dauerhaft einen hohen Stellenwert.

2) Gesamtaussage der Geschäftsleitung zum Prognosebericht

Unsere wirtschaftlichen Ziele für 2021 beinhalten einen gleichbleibenden Umsatz auf Grund der von uns erwarteten Corona-Testung von 2% - 4%. Dennoch prognostizieren wir eine leichte, aber nachhaltige Steigerung um 5% EBIT/ EBITDA gegenüber dem Vorjahr. Basierend auf diesen Zielen wollen wir unsere Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht steigern.

Risiko- und Chancenbericht

3) Risiko- und Chancenbericht

a) Risiken

Risiken werden analog der Einschätzung auf lokaler (Klinik-) Ebene anhand ihrer möglichen negativen Auswirkungen auf Asklepios auch aus Konzernsicht in die Klassen "akzeptabel", "überwachungsrelevant", "handlungsrelevant" und "sehr kritisch" eingeteilt. Handlungsrelevante und sehr kritische Risiken lagen im Berichtszeitraum nicht vor. Die Risikofelder mit einer mittleren Risikobewertung sind nachfolgend erläutert, die Reihenfolge der genannten Risikofelder spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Asklepios wieder.

COVID-19

Grundsätzlich besteht für den Asklepios Konzern das Risiko, dass sich aus der Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Das Ausmaß hängt im Wesentlichen vom weiteren Verlauf der Pandemie und den finanziellen Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ab. Die Steuerung der Corona-Maßnahmen erfolgt durch eine konzernweite Task Force. Die interne Kommunikation zu COVID-19 erfolgt dabei zentral koordiniert.

Es wurden konkrete Maßnahmen erlassen, um die Infektionsgefahren zu minimieren. Neben der Aktivierung der Notfallpläne für medizinisches und nicht medizinisches Personal, wurden ergänzende Maßnahmen erlassen, u.a. Besuchsverbote für Patienten, die Absage von Fortbildungs- und Patientenveranstaltungen bzw. Durchführung mit digitalen Angeboten und weiteren standortbezogene Regelungen. Die Asklepios Kliniken sind grundsätzlich auf Patienten mit Infektionskrankheiten, auch solche die eine Quarantäne benötigen, vorbereitet. Zudem erfolgt ein ständiger Austausch mit den zuständigen Behörden.

Unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklungen und bemessen an der aktuellen Sachlage, sehen wir die in COVID-19 begründete Risikolage als herausfordernd aber beherrschbar an.

IT Risiken und Cyber-Risiken

Asklepios ist grundsätzlich von einer funktionierenden IT-Struktur abhängig. Der erfolgreiche Behandlungspfad eines Patienten (von der Aufnahme über die Diagnostik und Behandlung bis hin zur Dokumentation) hängt wesentlich von einer integrierten IT ab. In diesem Zusammenhang sind grundlegende IT-Verfahrensweisen und die Konfiguration der Rechenzentren von Bedeutung. Störungen in der IT-Integration und -Infrastruktur sowie in den dazugehörigen Verfahren können entsprechende Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. In diesem Zusammenhang wird das Risikomanagement im IT-Bereich kontinuierlich weiterentwickelt.

In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Risikolage im Bereich der IT durch eine weltweite Steigerung von Cyberangriffen erhöht. Um dieser Entwicklung angemessen zu begegnen, hat Asklepios Maßnahmen ergriffen, um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern und mögliche Cyberangriffe auch zukünftig weiterhin erfolgreich abwehren zu können. Das Rechenzentrum ist zum Nachweis der Datenschutz- und Datensicherheitsstandards zertifiziert und führt darüber hinaus unabhängige interne und externe Audit Penetration Tests durch, welche die Leistungsfähigkeit unserer Sicherheitsmaßnahmen unterstreichen.

Personalrisiken

Risiken im Personalbereich sind im Gesundheitsmarkt kontinuierlich vorhanden und können zu einer Verschlechterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Die Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung stellt eine zentrale Herausforderung für den gesamten Gesundheitsmarkt dar. Zu den wichtigsten Einzelrisiken gehören der Fachkräftemangel und die Abwanderung von Schlüsselpersonal sowie die Entwicklung der Personalkosten.

Zur Einhaltung der Vorgaben aus der Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung und zur Vorbeugung des Risikos des Fachkräftemangels, nutzt Asklepios umfangreiche sowohl zentrale als auch dezentrale Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme. Asklepios beugt dem Risiko des Fachkräftemangels sowohl zentral als auch dezentral durch umfangreiche Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme vor. Durch den Konzernverbund ergeben sich für die Asklepios-Mitarbeiter Möglichkeiten, wie sie in kleineren Strukturen nicht darstellbar sind. Daneben hat die Aus- und Fortbildung der eigenen Fach- und Servicekräfte für uns hohe Priorität. Durch die optimale Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewährleisten wir ein hohes Innovationspotenzial und zukunftweisende Prozesse, nicht nur auf dem Gebiet höchstwertiger Medizin, sondern auch bezogen auf unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Zusätzlich führen wir gezielte Personalbindungsmaßnahmen durch, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig für Asklepios zu begeistern. So beugen wir dem Fachkräftemangel gezielt vor. Über diesen Ansatz tragen wir unserer ökonomischen und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gleichsam Rechnung und stärken unsere Marke.

Die Entwicklung der Personalaufwendungen hängt stark von der Tarifentwicklung bei den Klinikbeschäftigten ab. Zur Verringerung der externen Abhängigkeit und für die Möglichkeit, künftige Entwicklungen mitzugestalten, hat der Konzern die Risiken durch flexiblere und nach dezentralen Kriterien differenzierte Haustarifverträge sowie weitere alternative Vergütungsmodelle erheblich verringert. Die Modelle werden grundsätzlich durch die betreffenden Konzernbereiche vor Abschluss geprüft. Ziel des Konzerns ist es, im Rahmen von Tarifverhandlungen möglichst lange Laufzeiten zu vereinbaren, um eine ausreichende Planungssicherheit zu erhalten. In Anbetracht der weiterhin zu erwartenden tarifbedingten Personalkostensteigerungen legt Asklepios ein besonderes Augenmerk auf die bedarfsgerechte quantitative personelle Ausstattung der Kliniken.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Der Konzern unterliegt grundsätzlich Risiken aus dem Kapitalmarkt. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen, der hierfür - mit Fokus auf eine effiziente Steuerung der kurzfristigen liquiden Mittel - ein Treasury-System einsetzt. Als finanziell konservativ handelndes Unternehmen und in Anlehnung an die Investitionslaufzeiten der Vermögenswerte ist die Finanzierungsstrategie von Asklepios grundsätzlich langfristig ausgerichtet und beinhaltet überschaubare kurzfristige Refinanzierungsrisiken. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln, der stetige Cashflow, die günstige Kapitalstruktur (niedrige Verschuldung), die breite Streuung der Finanzierungspartner, der Zugang zum Kapitalmarkt sowie die umfangreichen freien Kreditlinien unterstreichen einen hohen Grad an Unabhängigkeit gegenüber generellen Kapitalmarktentwicklungen und sichert volle finanzielle Handlungsfähigkeit u. a. auch für anorganisches Wachstum. Durch die Akquisition der MediClin Aktiengesellschaft und der damit verbundenen Miet- und Finanzierungstruktur ist die Profitabilität und Bonitätsstruktur teilweise belastet. Der überwiegende Bestand der Finanzverbindlichkeiten ist durch Festzinsvereinbarungen abgesichert.

Investitionsrisiken

Asklepios versteht unter Investitionsrisiken, dass nicht durchgeführte oder unrentable Investitionen zu einer veralteten oder nicht zweckgemäßen Infrastruktur führen und die Erschließung neuer Marktpotenziale verhindern. Dadurch können gegebenenfalls Erlösziele nicht erreicht werden (weil bspw. Nutzungsgenehmigungen auslaufen), es können Marktanteile an die Wettbewerber verloren gehen und bei nicht erfüllten Kaufvertragsverpflichtungen Strafzahlungen drohen. Zur Zeit beobachten wir auch, dass die Effekte des Klimawandels insbesondere bei Kliniken und Einrichtungen in exponierter geografischer Lage langfristig zu einem erhöhten Investitionsbedarf für ausgleichende Maßnahmen führen können. Das Management beobachtet die stetig sinkenden Fördermittelquoten mit entsprechenden Konsequenzen für die Investitionstätigkeit. Asklepios ist durch seine relativ hohe Innenfinanzierungskraft nicht in gleichem Maße abhängig von der Fördermittelentwicklung wie der überwiegende Teil des Wettbewerbs.

Wir nutzen gezielt unsere Finanzstärke für einen hohen Anteil an Eigeninvestitionen in die Kliniken. Auf diese Weise steigern wir die Attraktivität unserer Einrichtungen und unterstützen in hohem Maße ein nachhaltiges, organisches Wachstum. Zugleich verbessern Investitionen die Effizienz und führen zu sinkenden Folgekosten. Im Bereich der Neu- und Erweiterungsbauten und der Einrichtungen und Ausstattungen unserer Kliniken nehmen wir neben internen Leistungen auch Leistungen von Drittanbietern in Anspruch. Aus diesen Leistungen können einerseits Lieferschwierigkeiten in den Lieferketten, aber auch Qualitätsdefizite entstehen. Daher legen wir grundsätzlich eine sorgsame und kontinuierliche Überwachung all unserer Bauprojekte, unserer Lieferanten und des gesamten Marktes bei Einkaufsentscheidungen, Auftragsvergaben und Projektdurchführungen zugrunde, um diese Risiken effizient zu begrenzen. Um dem eigenen Anspruch an qualitativ höchstwertige Medizin gerecht zu werden, investiert der Konzern erheblich in die Kliniken an den einzelnen Standorten. Allerdings werden Investitionen in unsere Kliniken mit einem zunehmend geringeren Teil an Fördermitteln finanziert, das heißt, die Fördermittelquote der Bundesländer entwickelt sich rückläufig. Daraus resultiert das Risiko eines rückläufigen Cashflows, das durch Effizienzmaßnahmen im operativen Geschäft kompensiert werden muss.

Risiken aus Wettbewerb

Im Bereich des Gesundheitswesens sind zahlreiche Wettbewerber auf lokaler und regionaler Ebene tätig. Es besteht das Risiko, dass durch Aktivitäten bestehender Wettbewerber bzw. durch den Eintritt neuer Wettbewerber unser Marktanteil negativ beeinflusst wird. Auch eine mögliche Fehleinschätzung von wichtigen Trends auf allen Marktebenen kann zu einer negativen Umsatzentwicklung führen. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, den technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf höchstem Niveau zu erbringen und durch die Ausnutzung von neuen Entwicklungen stets weiter zu optimieren.

Haftungs- und Rechtsrisiken

Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Konzerns und seiner Gesellschaften fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Darüber hinaus ist der Konzern in verschiedene Rechtsstreitigkeiten involviert, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben. Den Ausgang dieser Streitigkeiten vorherzusagen ist nicht möglich, dennoch erwartet Asklepios aus den heute anhängigen Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Im Bereich der Haftungsfälle kann trotz aller bestehenden Vorkehrungen eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren besteht ein mögliches Haftungsrisiko bei nicht zweckentsprechender Verwendung von Fördermitteln. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass sich bestimmte Verfahren künftig trotz Prüfung durch die betreffenden Konzernbereiche als anpassungsbedürftig erweisen. Nicht vollständig vermeidbare Ansprüche unserer Patienten haben wir unter Verwendung eines eigenen Versicherungsmodells mit angemessenem extern vereinbartem Selbstbehalt versichert. Damit gelingt es uns, den marktweit stetig steigenden Versicherungsprämien externer Versicherer teilweise zu begegnen, die Liquidität des Konzerns zu erhöhen, die Anspruchsanmeldungen im Interesse der Patienten und des Konzerns selbst zu bearbeiten und gleichzeitig die steigenden Ansprüche aus überwiegend einzelnen Schadenfällen im Risikomanagement zu berücksichtigen. Neben der Klagebereitschaft von Patienten besteht das Risiko häufiger gestellter Regressansprüche durch Kostenträger. Stetig steigende Prämien sind marktweit für den Sachversicherungsbereich, insbesondere aufgrund ungünstiger Schadensquoten im Baubereich, zu verzeichnen und korrelieren mit unseren erheblich gestiegenen Aufwendungen im Sachversicherungsbereich. Unser konzerninterner Bereich für Versicherungen beobachtet aktiv das Marktgeschehen und entwickelt Maßnahmen zur möglichen Minimierung von Schadenanzahl und Schadenhöhe und steuert durch ein gezieltes Versicherungsmanagement die Versicherbarkeit über Selbstbehalte und Prämien.

Unser Ziel ist es, moderne auf Patientennähe ausgerichtete medizinische Dienstleistungen anzubieten. Dies wird durch die konzerninterne Zusammenarbeit und gezielte Netzwerkbildung unterstützt, wobei der Fokus auf der Etablierung möglichst umfassender Versorgungsketten liegt. Die Asklepios-Strategie, zu der auch zielgenaue Angebote in nachfragestarken medizinischen Bereichen gehören, wird auch in Zukunft dazu beitragen, überdurchschnittliches Wachstum zu generieren. Absatzrisiken im Gesundheitsmarkt können gleichwohl in den Bereichen erwachsen, in denen Standortveränderungen vorgenommen werden müssen oder die Qualitätsbeurteilung durch Patienten und einweisende Ärzte geringer ausfällt als für marktbegleitende Kliniken. Dabei ist uns bewusst, dass Risiken aus Behandlungsprozessen unserer Patienten durch unerwartete Störungen entstehen können. Uns bekannte bilanzierungspflichtige Haftungs- und Rechtsrisiken haben wir durch Rückstellungsbildung berücksichtigt. Zur Deckung der Risikopotenziale bedient sich Asklepios Haftpflichtversicherungen, größtenteils mit Selbstbehalt. Für die Selbstbehalte werden angemessene Rückstellungen gebildet bzw. angepasst . Wir führen derzeit keine Prozesse bzw. sind keine Anspruchsgegner, aus denen wesentliche Veränderungen der Ertragslage resultieren können.

Hygiene- und Infektionsrisiken

Möglichen Hygiene- und Infektionsrisiken begegnen wir mit angemessenen Hygienemanagementkonzepten, strukturierten Abläufen und Prozessen sowie kontinuierlichen Schulungen der Mitarbeiter. Unsere Arbeitsweise richten wir dabei angemessen auf die Hygienebedürfnisse und -anforderungen aus; die Prozessevaluierungen und -verbesserungen im Rahmen der Qualitätsmanagementprozesse tragen darüber hinaus zu einer weiteren Qualitäts- und Effizienzsteigerung der Abläufe bei.

Risiken aus Klimawandel

Die Risiken auf Grund des Klimawandels nehmen weltweit und branchenübergreifend zu.

Bezogen auf Asklepios sehen wir mögliche direkte negative Auswirkungen, insbesondere bei Kliniken und Einrichtungen mit exponierter geografischer Lage. Konkrete Indikationen sind neben vermehrten Sturmschäden an Gebäuden, Einschränkungen in der Erreichbarkeit (z.B. durch beschädigte Zufahrtsstraßen) auch zusätzliche notwendige Investitionen, um auch bei langfristig-negativen Entwicklungen die Patientensicherheit und den Patientenkomfort sicherzustellen (z.B. erhöhter Aufwand für Klimatisierung).

Zusätzlich besteht die Gefahr, dass auf Grund des Klimawandels indirekte Kostenrisiken auftreten. Hierzu können neben einem Anstieg der Energiepreise (z.B. durch CO 2 -Bepreisung) auch zusätzliche Regularien für den Neubau und für die Renovierung von Gebäuden zählen. Auch besteht das Risiko, dass Standorte ohne gutausgebaute ÖPV-Anbindung für Arbeitnehmer an Attraktivität einbüßen, da auf Grund höherer Kraftstoffpreise diese Arbeitsplätze wirtschaftlich weniger lohnenswert sind.

Die Asklepios Gruppe beobachtet die klimatischen und politischen Entwicklungen, um bei Bedarf zeitnah entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Compliance-Risiken

Das Compliance-Risiko beschreibt die fehlende rechtliche und organisatorische Einhaltung aller für Asklepios maßgeblichen Gesetze und Normen. Es besteht aufgrund der Regelungsvielfalt die Gefahr, dass die Vorgaben vorsätzlich oder fahrlässig nicht eingehalten werden. Damit gehen rechtliche und wirtschaftliche Risiken für Asklepios einher. Dabei kann es sich um Strafen, Schadensersatzforderungen oder ein Berufsverbot für medizinisches Personal handeln. Entsprechende Maßnahmen im Sinne von z. B. erweiterten Regelungen und Kontrollen sind in Arbeit. Ein formelles Compliance-Management-System befindet sich im Aufbau.

b) Chancen

Chancen werden analog der Einschätzung auf lokaler Ebene anhand ihrer möglichen positiven Auswirkungen auf Asklepios auch aus Konzernsicht in eine von vier Chancenklassen mit "geringer Chancenerwartung" bis "sehr hohe Chancenerwartung" eingeteilt. Die Chancenfelder sind nachfolgend erläutert, die Reihenfolge der genannten Chancenfelder spiegelt die gegenwärtige Einschätzung der relativen Chancenerwartung für Asklepios wider.

Chancen aus Markt und Umfeld

In diese Chancenkategorie fallen positive Entwicklungen, die sich auf Grund der politischen oder wirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Die Stärke des medizinischen Sektors ist die relative Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Entwicklungen, so dass wir hier die Chance sehen, auch bei einer sich ändernden wirtschaftlichen Lage unser Wachstum aufrecht zu erhalten. Auch Chancen, die sich im Kontext des Wettbewerbs ergeben, zählen in diese Kategorie. Hier sehen wir Potential im Aufbau und Ausbau der medizinischen Dienstleistungen. Neben den Aspekten der medizinischen Versorgung ergeben sich auch im gesamten Klinikaufenthalt unserer Patienten Möglichkeiten, uns durch moderne Angebote und Services vom Wettbewerb weiter positiv abzuheben. Hierbei greifen wir auf den Erfahrungsschatz unseres bundesweiten Kliniknetzwerkes zurück und orientieren uns am Bedarf und Wohl unserer Patienten.

Strategische Chancen

Hierunter werden alle Chancen zusammengefasst, die sich langfristig durch globale Trends und Entwicklungen ergeben. Auch Investitionsprojekte, Akquisitionen, Stärkung der eigenen Marke und der Eintritt in neue Geschäftsfelder zählen in diese Kategorie. Wir beobachten kontinuierlich den Krankenhausmarkt in Deutschland und im Ausland. Unsere langjährige Erfahrung bei der Akquisition und Integration von Kliniken in den Asklepios-Konzern ermöglicht es uns, Investitionschancen und strategische Akquisitionspotentiale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen. Durch Ausbau bereits bestehender Kliniken und die Erweiterung des vorhandenen Leistungsspektrums betreiben wir gezielt die Stärkung der Marke Asklepios bei Patienten und Mitarbeitern.

Chancen aus Finanzaktivitäten

Unser breiter Finanzierungsmix und hoher Eigenkapitalanteil ermöglicht es uns, langfristige Finanzierungssicherheit zu erreichen und dabei trotzdem flexibel auf günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu reagieren. Zusätzlich macht uns unsere Kapitalausstattung zu einem beliebten Partner am Kapitalmarkt, so dass wir von günstigen Refinanzierungskonditionen profitieren können. Neben der allgemeinen Unternehmens- und Wachstumsfinanzierung erreichen wir hierdurch die notwendige Kapitalstärke, um in der Lage zu sein, Chancen frühzeitig zu ergreifen.

Infrastrukturelle Chancen

Unter infrastrukturellen Chancen verstehen wir alle Themen, die einen positiven Einfluss auf unsere Leistungserbringung haben, jedoch nicht direkt in der operativen Tätigkeit verortet sind. Hierzu zählen insbesondere die Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter, der intelligente Einsatz von moderner Informationstechnologie und die technische Ausstattung unserer Häuser. Durch die optimale Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewährleisten wir ein hohes Innovationspotential und zukunftweisende Prozesse nicht nur auf dem Gebiet der Spitzenmedizin. Zeitgleich können wir durch unsere starke Arbeitgebermarke hoch motiviertes Personal akquirieren. Die Homogenisierung unserer IT-Landschaft reduziert Kosten und steigert die Effektivität und Effizienz der eingesetzten Systeme. Durch gezielte Investitionen können wir flexibel auf Veränderungen der Patientenansprüche reagieren und uns so von unseren Wettbewerbern abheben. Unsere modern ausgestatteten Kliniken gewährleisten eine Versorgung auf qualitativ und technisch hohem Niveau, woraus sich auch Chancen zu künftigen Leistungssteigerungen ergeben.

4) Gesamtaussage der Geschäftsleitung: Zusammenfassung und Ausblick

Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken - unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potentiellen finanziellen Auswirkung sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten - erwartet die Geschäftsführung wie im Vorjahr grundsätzlich keine einzelnen oder aggregierten Risiken, welche die Unternehmensfortführung wesentlich gefährden könnten. Das Management geht davon aus, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt.

 

Hamburg, den 01. März 2021

Patrick Hauser, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.485,37 130.656,72
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.586.225,07 994.280,57
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 223.545,12 125.537,58
1.901.255,56 1.250.474,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.338.196,73 794.580,95
1.338.196,73 794.580,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.927.900,33 2.065.732,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.896.574,15 21.578.786,12
(davon gegen Gesellschafter € 23.114.209,17; Vorjahr € 20.705.010,30)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.387,36 90.638,71
28.832.861,84 23.735.157,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 345,32 424,49
30.171.403,89 24.530.162,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.306,21 21.662,39
32.154.965,66 25.802.299,70

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.100,00 50.100,00
II. Kapitalrücklagen 1.654.697,77 1.654.697,77
III. Gewinnvortrag 18.047.135,05 14.232.169,88
IV. Jahresüberschuss 4.094.082,79 3.814.965,17
23.846.015,61 19.751.932,82
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
1. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand 0,00 153,63
2. Sonderposten aus Zuwendungen Dritter 7.354,94 10.573,89
7.354,94 10.727,52
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 214.455,00 176.250,00
2. Steuerrückstellungen 221.384,71 1.190.348,08
3. Sonstige Rückstellungen 3.042.003,75 2.308.771,78
3.477.843,46 3.675.369,86
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.854.511,77 1.846.796,48
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.854.511,77; Vorjahr € 1.846.796,48)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.645.533,51 265.506,54
(davon gegenüber Gesellschafter €1.360.123,89; Vorjahr € 90.474,48)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.645.533,51; Vorjahr € 265.506,54)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 323.706,37 251.966,48
(davon aus Steuern € 231.767,07; Vorjahr € 167.532,97)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 179,96)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 323.706,37; Vorjahr € 251.966,48)
4.823.751,65 2.364.269,50
32.154.965,66 25.802.299,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 47.761.185,51 37.903.179,89
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 24.632,10 25.521,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 315.968,72 154.181,73
48.101.786,33 38.082.882,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 17.513.370,39 9.390.285,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.056.097,83 3.630.247,24
21.569.468,22 13.020.532,97
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.820.871,29 12.209.974,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.666.235,89 2.627.972,13
(davon für Altersversorgung € 349.640,76; Vorjahr € 349.106,07)
15.487.107,18 14.837.946,84
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 409.422,77 386.930,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.655.174,25 4.360.237,48
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.358,94 6.912,47
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 6.737,00; Vorjahr € 7.950,88)
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.879.172,18 1.653.112,63
10. Ergebnis nach Steuern 4.094.082,79 3.817.209,31
11. sonstige Steuern 0,00 2.244,14
12. Jahresüberschuss 4.094.082,79 3.814.965,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeines

Die Medilys Laborgesellschaft mbH hat ihren Sitz in 22763 Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 110024).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die einschlägigen Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In Erweiterung des Gliederungsschemas der Bilanz wurden gemäß § 265 Absatz 5 Satz 2 HGB die folgenden Positionen separat ausgewiesen:

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer betragen zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Betriebseinbauten in Fremdgebäude werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren und bewegliches Sachanlagevermögen über 3 bis 12 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern orientieren sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet, der linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten zu Durchschnitts- oder niedrigeren Marktpreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für die Vorräte des medizinischen Bedarfs an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den Laboratorien werden Festwerte nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Jährlich erfolgt eine körperliche Bestandsaufnahme für ein Drittel des Gesamtbestandes. Durch die jährliche rotierende Bestandsaufnahme einzelner Laboratorien ist gewährleistet, dass alle drei Jahre die Festwerte über die gesamten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe neu ermittelt werden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. Die Kapitalrücklagen sind zum Nominalwert bewertet.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand Dritter zur Finanzierung von Investitionen in aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ausgewiesen. Sie werden jährlich in Höhe der Abschreibungen auf mit diesen Mitteln finanzierten Anlagegütern aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Diskontierungszinssatz beträgt 2,38 % p.a. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden die Pensionsrückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, abgezinst. Der Gehaltstrend wurde mit 2,00 %, der Rententrend mit 1,00 % p.a. angenommen.

Der Ansatz der Altersteilzeitrückstellungen erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittlicher Marktzinssatz von 0,47 % (Laufzeit 1 Jahr, Stand 31. Oktober 2020, Vorjahr 0,66 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der Gehaltstrend wurde mit 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) p.a. angenommen.

Der Ansatz der Rückstellungen für Jubiläen erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 2,00 % angenommen. Der Diskontierungszinssatz beträgt 1,68 % p.a.

Für die der Unterstützungskasse übertragenen Altersversorgungsansprüche wurde keine Pensionsrückstellung gebildet, da das Deckungskapital der Unterstützungskasse die Altersversorgungsansprüche übersteigt. Der Bewertung der Altersversorgungsansprüche liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde.

Der Wertansatz für die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Langfristige Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Cash-Pooling-Vertrag in Höhe von T€ 18.081 (Vorjahr: T€ 18.618) die gegen den Gesellschafter bestehen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 7.816 (Vorjahr: T€ 2.961). Diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen den Gesellschafter von T€ 4.963 (Vorjahr: T€ 1.954).

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt T€ 50 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.655 resultiert aus der Sachkapitalerhöhung in 2010.

Rückstellungen

Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB werden Pensionsrückstellungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 215. Diese liegen um T€ 34 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2020 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Über diesen Betrag besteht eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2020
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.580
Tantieme/Boni 308
geleistete Überstunden 403
nicht genommenen Urlaub 265
sonstige Personalrückstellungen 397
übrige sonstige Rückstellungen 89
Gesamtbetrag 3.042

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit 2020
≤ 1 Jahr
T€
>1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Gesamtbetrag
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.855 0 0 2.855
(Vorjahr) (1.847) (0) (0) (1.847)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.646 0 0 1.646
(Vorjahr) (266) (0) (0) (266)
sonstige Verbindlichkeiten 323 0 0 323
(Vorjahr) (251) (0) (0) (251)
Gesamtbetrag 4.824 0 0 4.824
(Vorjahr) (2.364) (0) (0) (2.364)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 1.646 (Vorjahr: T€ 266) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Serviceverträgen aus dem Labor- und Hygienebetrieb mit Gesundheitseinrichtungen der Asklepios-Gruppe und wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 155 (Vorjahr: T€ 76).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen, Mieten/Pachten, Abgaben und Versicherungen. Außerdem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 210 (Vorjahr: T€ 156) aus Nachbelastungen aus Vorjahren enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 7) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von T€ 990 (Vorjahr: T€ 2.710) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Art der Verpflichtung Laufzeit
(Zahlen
in T€)
≤ 1 Jahr >1 Jahr davon >5 Jahr
Verpfl. aus Mietvertrag 300 30 0
Verpfl. aus Wartungsverträgen 395 84 0
Bestellobligo 181 0 0

Haftungsverhältnisse

Unter den Bedingungen der Ziffer 7 der Anlage zum Vertrag zu einem Commerzbank Cash Concentrating haftet die Gesellschaft gegenüber der Commerzbank AG für die Verbindlichkeiten auf dem Konto des Masters Asklepios Kliniken Hamburg GmbH wie im Vorjahr gesamtschuldnerisch.

Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der AKHH-Gruppe sieht die Geschäftsführung das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als relativ gering an.

Abschlussprüferhonorare

Bezüglich der Angabe des Honorars für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen nach § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss 2020 der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, Hamburg.

Mitarbeiter

In der Gesellschaft waren im Berichtsjahr durchschnittlich 257 Mitarbeiter (VJ.257) (nach Köpfen) beschäftigt und sind auf Wirtschafts-und Versorgungsdienst verteilt:

Dienstart Köpfe VK
Ärztlicher Dienst 25 16
Medizinisch technischer Dienst 221 192
Funktionsdienst 1 1
Wirtschafts-und Versorgungsdienst 1 1
Verwaltungsdienst 8 8
Gesamt 257 218

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt zusammen:

Marcus Cholewa, operativer Geschäftsführer der Medilys Laborgesellschaft mbH, Hamburg bis 30. Juni 2020,

Patrick Hauser, operativer Geschäftsführer der Medilys Laborgesellschaft mbH, Hamburg seit 1. Juli 2020.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt unter Verweis auf die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von € 4.094.082,79 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, Hamburg (Registergericht: Amtsgericht Hamburg HRB Nr. 93371), die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, und in den Konzernabschluss der Broermann Holding GmbH, Königstein im Taunus (Registergericht: Amtsgericht Königstein HRB Nr. 9669), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, einbezogen. Die Veröffentlichung der Konzernabschlüsse erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

 

Hamburg, den 01. März 2021

Patrick Hauser, Geschäftsführer der Medilys Laborgesellschaft mbH

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.887.381,71 22.651,98 0,00 1.910.033,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Grundstücken 55.265,93 0,00 0,00 0,00 55.265,93
2. Technische Anlagen und 16.121,90 0,00 0,00 0,00 16.121,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.319.753,00 948.828,94 27.713,67 0,00 6.240.868,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.537,58 98.007,54 223.545,12
5.516.678,41 1.046.836,48 27.713,67 0,00 6.535.801,22
7.404.060,12 1.069.488,46 27.713,67 0,00 8.445.834,91
Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.756.724,99 61.823,33 0,00 1.818.548,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Grundstücken 55.265,93 0,00 0,00 55.265,93
2. Technische Anlagen und 16.121,90 0,00 0,00 16.121,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.325.472,43 347.599,44 18.428,67 4.654.643,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.396.860,26 347.599,44 18.428,67 4.726.031,03
6.153.585,25 409.422,77 18.428,67 6.544.579,35
Restbuchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.485,37 130.656,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.586.225,07 994.280,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 223.545,12 125.537,58
1.809.770,19 1.119.818,15
1.901.255,56 1.250.474,87

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MEDILYS Laborgesellschaft mbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MEDILYS Laborgesellschaft mbH, Hamburg - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEDILYS Laborgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 1. März 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lars Müller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Annekathrin Richter, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 25.03.2022 festgestellt.

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