SYNETICS Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Wilkens seit 11.9.2025 | Geschäftsführer |
Daniela Schrader seit 24.11.2022 | Geschäftsführer |
Ralf Strassemeyer seit 4.6.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
| 25.00% | |
| 25.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 33.33% | |
| 20.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MASTERRIND GmbHVerden/AllerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23A. Allgemeine Angaben Die MASTERRIND GmbH, Verden/Aller (im Folgenden: "Gesellschaft") ist beim Amtsgericht Walsrode in Abteilung B unter der Nr. 121917 eingetragen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des folgenden Jahres. Der Jahresabschluss ist gemäß den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) unter Einbeziehung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Nach den Größenmerkmalen gem. § 267 HGB ist das Unternehmen eine "Große Kapitalgesellschaft". Die Gesellschaft hat ihren Teilbetrieb "Produktion" in die SYNETICS Germany GmbH und ihren Teilbetrieb "Export" in die SYNETICS Export GmbH durch jeweils gesonderten Einbringungsvertrag vom 3. Januar 2023 eingebracht. Wirtschaftlicher Stichtag für die Übertragung der Teilbetriebe war jeweils der 1. Januar 2023. B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung ertragsteuerlicher Vorschriften ausgerichtet. Änderungen zum Vorjahr ergaben sich nicht. Der Jahresabschluss wurde unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("goingconcern") aufgestellt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit der beizulegende Wert einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreitet, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen betragen: Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Die in gebrauchtem Zustand erworbenen Anlagegegenstände werden jeweils höheren Abschreibungssätzen unterworfen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150,00 nicht übersteigen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigen beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (teilweise) nach der gleitenden Durchschnittsmethode und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht miteinbezogen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile wie beispielsweise Aufzuchtkosten des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen sind mit den Nominalwerten angesetzt. Das Kreditrisiko bei den Forderungen ist durch Einzelwertberichtigungen und eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Anteile an verbundenen Unternehmen werden unter dem Posten Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen, sofern sie zur Veräußerung bzw. zum Anteilstausch bestimmt sind. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,81 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,2 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt. Eine Entlastung durch Fluktuation wurde nicht eingerechnet. Die Auswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden sämtlich unter den Zinsaufwendungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Jubiläumsrückstellung beträgt 1,66 % (Vorjahr: 1,40 %). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei ihrer Entstehung zum Anschaffungskurs und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Der Ausweis der aufwandswirksam zu verrechnenden sonstigen Steuern erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, weil sie in einem direkten Zusammenhang mit bestimmten Aufwandsarten stehen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. II. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Anlagevermögens Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespiegel. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen erfolgt nicht. Entwicklung des Anlagevermögens 2022/23
2. Aufstellung des Anteilsbesitzes Wir besitzen mindestens den fünften Teil der Anteile der folgenden Unternehmen; es handelt sich um Beteiligungen i.S.d. § 271 Abs. 1 HGB:
1) umgerechnet zu Kursen am jeweiligen Stichtag
Auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 299 vorgenommen. Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens sind in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen worden. Im Geschäftsjahr erfolgten Zuschreibungen von TEUR 44. Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 8 vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungsspiegel
4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 233) Beträge, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen. Es handelt sich um noch nicht abziehbare Vorsteuern. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,04 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,21 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 377 %. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 1.802 (Vorjahr: TEUR 2.124). Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern entfallen auf temporäre Differenzen folgender Bilanzposten:
6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 7. Pensionsrückstellungen und ausschüttungsgesperrte Beträge Rückstellungspflichtige Pensionen, die mit dem handelsrechtlich höchstmöglichen Betrag gebildet worden sind, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 14.589 (Vorjahr: TEUR 16.094). Eine Deckungslücke besteht demgemäß nicht. Bei einer Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, würde sich eine um TEUR 313 höhere Pensionsrückstellung ergeben. Dieser Betrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. 8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
9. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Für die Verbindlichkeiten bestanden lediglich branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. 10. Haftungsverhältnisse Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB, für die sämtlich keine Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten gewährt wurden:
Rückstellungen für eine Inanspruchnahme aus diesen Eventualverbindlichkeiten waren nicht zu bilden, da nach den Erkenntnissen zum Bilanzstichtag hieraus keine Belastungen für unsere Gesellschaft erwartet werden. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Nachtragsbericht (nachfolgend unter C.6) verwiesen. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet- und Pachtverträgen sowie Pkw-Leasing-Verträgen betragen jährlich TEUR 3.413 (Vorjahr TEUR 3.344), gemessen an den Verhältnissen zum Bilanzstichtag. III. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
1. Außerordentliche oder periodenfremde Erträge Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält außerordentliche oder periodenfremde Erträge in Form von Versicherungserstattungen (TEUR 610; Vorjahr: TEUR 524), der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 168; Vorjahr: TEUR 553), Erträgen aus Anlagenabgängen (TEUR 192; Vorjahr: TEUR 14) sowie aus Wertpapierverkäufen (TEUR 0, Vorjahr TEUR 14), Zuschüssen und Beihilfen (TEUR 27; Vorjahr TEUR 67), der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 17; Vorjahr: TEUR 173), Zuschreibungen auf Wertpapiere sowie Ausleihungen des Anlagevermögens (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 1), aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 8; Vorjahr: TEUR 5), aus Kursgewinnen (TEUR 11, Vorjahr TEUR 31) sowie aus Ertragsteuern für Vorjahre (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 62). 2. Außerordentliche oder periodenfremde Aufwendungen Außerordentliche oder periodenfremde Aufwendungen betrafen Forderungsverluste sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen (TEUR 1.320; Vorjahr: TEUR 244), Verluste aus Anlageabgängen (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 341), Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 308; Vorjahr TEUR 141), Kursverluste (TEUR 8; Vorjahr TEUR 18) sowie Ertragsteuern für Vorjahre (TEUR 59; Vorjahr TEUR 0) und einen Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 192; Vorjahr TEUR 778). C. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer- ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende - betrug im Geschäftsjahr 2022/23:
2. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum an:
Die Bezüge einschließlich Tagegelder und Sachbezüge der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022/23 belaufen sich auf insgesamt TEUR 119. Geschäftsführer der Gesellschaft - jeweils einzelvertretungsberechtigt und mit grundsätzlich gleichen Bezügen - waren im Geschäftsjahr 2022/23:
Auf die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen. An drei ehemalige Geschäftsführer sowie eine Hinterbliebene wurden im Berichtszeitraum TEUR 166 Ruhegehälter sowie Hinterbliebenenrente gezahlt. Für die Verpflichtung zur Zahlung der Ruhegehälter und Hinterbliebenenrente bestehen am Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.007. 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 47 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 13.911.135,16 (Gewinnvortrag EUR 13.871.498,53 zuzüglich Jahresüberschuss EUR 39.636,63) in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsjahr zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Die notarielle Beurkundung des Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrages der Anteile an der SYNETICS Export GmbH an die SYNETICS Export SAS sowie des Einbringungs- und Übertragungsvertrages der Anteile an der SYNETICS Germany GmbH an die SYNETICS eG mit Wirkung zum 1. Januar 2023 erfolgte am 13. Oktober 2023. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Verden, den 16.02.2024 gez. Daniela Schrader gez. Ralf Strassemeyer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MASTERRIND vereint drei erfolgreiche genossenschaftliche Organisationen mit großer Tradition: die MASTERRIND Hannover eG, den Sächsischen Rinderzuchtverband eG und die Weser-Ems-Union eG. Die MASTERRIND bietet den Landwirten Lösungen rund um das Rind auf den Gebieten Zucht, Vermarktung, Fortpflanzungsmanagement und Beschaffung von Betriebsmitteln aus einer Hand an. Mit Sitz in Verden, sowie Regionalzentren in Meißen und Bad Zwischenahn, betreut MASTER- RIND mehr als 6.500 Betriebe mit ca. 540.000 Herdbuchkühen der Rasse Holstein und rund 11.000 Herdbuchkühen verschiedener Fleischrinderrassen. Wir befassen uns mit der Beschaffung und Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh sowie Sperma- und Agrarprodukten auf nationalen und internationalen Märkten. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Besamungsorganisationen, landwirtschaftliche Betriebe und uns angeschlossene Mitgliedsbetriebe im Bereich der vorgelagerten landwirtschaftlichen Produktionsstufen der Lebensmittelindustrie für Milch- und Rindfleischprodukte. Im Januar 2023 hat das Gemeinschaftsunternehmen SYNETICS eG den operativen Betrieb aufgenommen. Die beiden Gesellschafter INNOVAL, die größte Zuchtorganisation in Frankreich, und MASTERRIND haben die Bereiche Forschung, Produktentwicklung sowie Produktion und Exportgeschäfte zusammengelegt, um einen Mehrwert für Mitglieder und Kunden zu schaffen. Die SYNETICS-Gruppe mit Ihren Gesellschaftern bündelt 37.000 europäische Züchter in einer Genossenschaft und ist somit in der Lage, die Herausforderungen der sozialen und ökologischen Bedingungen sowie eines sich verändernden globalen Marktes zu bewältigen. SYNETICS' Ziel ist es,
2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung im Bereich der Biotechnologie. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Zur Sicherstellung der weiterhin hohen Kundenzufriedenheit werden wir in diesem Bereich zukünftig innerhalb der SYNETICS-Struktur unsere Tätigkeiten auf unverändert hohem Niveau halten, um unseren Kunden und Züchtern hochwertige Genetik zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus nutzen wir unsere Forschungsergebnisse, um unsere Kunden in der Entwicklung Ihrer Herden zielgerichtet zu unterstützen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts. Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Mio. Menschen im Vorjahr auf 2,6 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Mio. Menschen. (Quelle der Daten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, jeweils: BVR, Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Stand 24.01.2024). Das Wachstum der weltweiten Milchproduktion hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas beschleunigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwartet einen Anstieg um 1,3 % auf 950 Mio. t Milch (Vorjahr +0,6 %). Größere Steigerungen werden dabei in Asien, insbesondere in In-dien und China, verzeichnet. In Deutschland blieb die Milcherzeugung erst ab November hinter der Vorjahreslinie zurück. Für das Jahr 2023 dürfte sich insgesamt ein Plus von 1,4 % zeigen. Damit erreichte die Anlieferungsmenge rund 31,5 Mio. t. Gleichzeitig stiegen die Inhaltsstoffe der Rohmilch etwas an, womit den Molkereien mehr Milchfett und -eiweiß zur Verarbeitung zur Verfügung stand. Ein überproportionales Wachstum zeigte die Erzeugung von Biomilch. Hier lag die Steigerung in der Anlieferung etwa bei 5,0 % gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Gesamtanlieferung der deutschen Erzeuger stieg damit leicht auf etwa 4,4 % an. Der Strukturwandel in der deutschen Milchviehhaltung setzte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr etwas beschleunigt fort. Nach den Ergebnissen der Viehzählung vom November 2023 ging im Vorjahresvergleich die Zahl der Milchkuhhalter um 4,4 % auf 50.581 zurück. Die Abnahmerate, die im Vorjahr 3,5 % betrug, lag damit wieder im langjährigen Durchschnitt von 4,5 %. Die Zahl der gehaltenen Milchkühe verminderte sich im Vorjahresvergleich um 2,5 % auf 3,71 Mio. Tiere. Die durchschnittliche Bestandsgröße stieg damit, bei großen regionalen Unterschieden, rechnerisch von 72,0 auf 73,4 Milchkühe je Haltung. Damit hat sich die durchschnittliche Anzahl der Kühe je Betrieb in der letzten Dekade um 20 Tiere erhöht. Nachdem im Vorjahr die Preise an den Märkten für Milchprodukte Rekordwerte erreicht hatten, kam es beginnend ab Herbst 2022 bis in die erste Jahreshälfte 2023 hinein vor dem Hintergrund eines wieder höheren Angebots bei gleichzeitig preisbedingt schwächerer Nachfrage zu deutlichen Korrekturen nach unten. In der zweiten Jahreshälfte kam es dann wieder zu einer Erholung. Im Jahresdurchschnitt. Auch die explosionsartig gestiegene Kostenentwicklung des Vorjahres nach Beginn des Ukrainekriege für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Energie, Futter- und Düngemittel entspannte sich im Jahresverlauf 2023. Dennoch bleib das Niveau höher als bis 2022. Den gesunkenen Preisen für Milchprodukte folgend, gingen auch die Milcherzeugerpreise zurück. Im Bundes- und Jahresdurchschnitt dürfte nach dem im Vorjahr erreichten Rekordwert der Preis für konventionelle Milch ab Hof bei voraussichtlich rd. 45 ct/kg liegen. Dies bedeutet ein Rückgang um ca. 8 Cent oder 15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der von Januar bis November 2023 in Deutschland gewerblich geschlachteten Rinder betrug laut Statistischem Bundesamt 2,74 Mio. Stk. (+0,4 %) und lag leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Schlachtmenge betrug im genannten Berichtszeitraum 0,92 Mio. t. Die Schlachtpreise für Jungbullen (R3) lagen im Jahresdurchschnitt in Deutschland bei 4,78 €/kg SG und damit 6,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (5,08 €/kg SG). Das Preisniveau für Kuhfleisch (03) lag 2023 durchschnittlich bei 3,98 € und damit 0,40 € oder 9,1 % unter dem Vor-jahrespreis. (Quelle der Daten zur Milchwirtschaft, jeweils: Deutscher Raiffeisenverband e.V., Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023). Der deutsche Rinderbestand war im Jahr 2023 leicht rückgängig. Zum Stichtag der nationalen Viehzählung am 3. November 2023 wurden in Deutschland rund 10,8 Mio. Rinder gehalten. Das waren ca. 160.800 Tiere bzw. 1,5 % weniger als im November 2022. Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 1,6 % auf 127.256 Betriebe gesunken. Der Pro-Kopf-Verzehr von Rindfleisch in Deutschland lag im Jahr 2023 bei etwa 8,9 kg. Damit liegt die durchschnittliche Verzehrmenge 500 g unter dem Niveau des Vorjahres. (Quelle der Daten zur Milchwirtschaft, jeweils: Deutscher Raiffeisenverband e.V., Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023). 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf ist geprägt durch die zu Beginn des Kalenderjahres 2023 vollzogene Ausgliederung der Geschäftsbereiche Produktion und Zuchtprogramm sowie des Spermaexports. Die Ertragslage hat sich dadurch dahingehend verändert, dass im Bereich Sperma seit dem 1. Januar 2023 keine Eigenproduktion mehr erfolgt. Die Produkte werden nunmehr über den Synetics Verbund zugekauft. Auch das Zuchtprogramm wird jetzt durch die Synetics vorangetrieben. Dieses hat erhebliche Auswirkungen auf nahezu sämtliche Kostenpositionen, insbesondere den Materialaufwand, den Personalaufwand sowie die übrigen Umsatzerlöse. Im Bereich der Umsatzerlöse entfallen die Erträge aus dem Embryotransfer sowie dem Spermaexport. Das ausgeglichene Jahresergebnis entspricht insgesamt den Erwartungen für das Geschäftsjahr entsprechend unserer Prognoseberichterstattung. Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,9 Mio. EUR gesunken. Dieser Rückgang betrifft mit 3,8 Mio. € die ausgegliederten Bereiche Biotechnologie sowie Spermaexport. Die Bereiche Spermaverkauf und Rinderbesamung standen aufgrund des Strukturwandels in der Milchviehhaltung sowie der zunehmend steigenden Konkurrenzsituation weiterhin unter erheblichem Druck konnten jedoch die Umsatzerlöse - insbesondere aufgrund Veränderungen im Produktmix sowie Gebührenanpassungen - um rund 1,0 Mio. € steigern. Der Tierhandel verzeichnete mit 1,9 Mio. EUR einen Umsatzrückgang von 1,2 %. In nahezu allen Bereichen sind Mengenrückgänge zu erkennen. Im Bereich der Bullenkälber ist dies maßgeblich dadurch hervorgerufen, dass aufgrund veränderter Transportbestimmungen in den ersten zwei Januarwochen des Kalenderjahres nahezu keine Bullenkälber transportiert werden konnten. Der Bereich Export blieb, insbesondere aufgrund der Verknappung der verfügbaren Tierbestände, hinter den Erwartungen und dem Vorjahresumsatz zurück. Die Rohstoffknappheit führt insgesamt zu einer Verschiebung der Verkäufe auf den Inlandsmarkt und sorgt für Mengen- und Umsatzanstiege im Ab-Hof Bereich. In der Biotechnologie reduzierte sich der Umsatz, aufgrund der Ausgliederung, um 1,4 Mio. EUR. Der Materialaufwand ist um 4,4 Mio. € (entspricht rd. 3,5%) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und ist dadurch begründet, dass seit Januar sowohl der Bedarf an Spermaprodukten als auch die Leistungen im Zuchtprogramm von der Synetics in Anspruch genommen werden. Die Personalkosten reduzierten sich um 11,8%. Ursächlich für diese Entwicklung ist maßgeblich die im Geschäftsjahr erfolgten Ausgliederung der Bereiche Produktion und Biotechnologie sowie Spermaexport auf die Synetics. Der Mitarbeiterbestand reduzierte sich von 560 am 30. September 2022 auf 485 am 30. September 2023. Auch die Abschreibungen reduzierten sich - im Wesentlichen ausgliederungsbedingt - um 42,9 % auf 1,1 Mio. €. Die Ausgliederung führte ebenfalls zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die verminderten Exportaktivitäten im Tierhandel führten ebenfalls zu reduzierten Vertriebsaufwendungen. Insgesamt reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt um 2,9 Mio. EUR. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis weist einen Gesamtbetrag von -0,5 Mio. EUR aus, dessen Entwicklung ursächlich vom Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensions- sowie Jubiläumsrückstellungen (-0,2 Mio. EUR) sowie einer Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen (EUR -0,3 Mio.) geprägt ist. Abgesehen von Ersatzbeschaffungen sind gegenwärtig keine nennenswerten größeren Sachinvestitionen sowie umfangreichen Finanzinvestitionen vorgesehen. Ein besonderer Finanzierungsbedarf ist daher nicht geplant. Das Jahresergebnis ist ausgeglichen und ist damit um rund 0,4 Mio. € über dem Vorjahresergebnis und entspricht dem budgetierten Ergebnis. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen der Tierhandel, der Spermahandel und die Rinderbesamungen dar. Diese machen rd. 92 % der gesamten Umsätze aus. Aufgrund der Vielzahl betreuter Kunden bestehen keine wesentlichen Abhängigkeiten; diese können lediglich bei stark verbreiteten Tierkrankheiten oder politischen Unwägbarkeiten auftreten. Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 % vermindert, was insbesondere auf die überproportionale Erhöhung des Materialaufwands zurückzuführen ist. Hier schlagen sich neben Preissteigerungen im Tierhandel sowie der Zukauf des Spermas und die zugekaufte Leistung Im Zuchtprogramm nieder. Darüber hinaus sind sowohl im Bereich Tierhandel als auch im Bereich Spermahandel Mengenrückgänge zu verzeichnen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Umstrukturierungen rückläufig. Die Eigenkapitalrentabilität ist mit 1,3% besser als im Vorjahr, in dem die Quote aufgrund des negativen Ergebnisses bezogen auf das Ergebnis vor Steuern negativ ausgefallen war. Die Beschäftigungslage ist unverändert als gut zu bezeichnen. b) Finanzlage Die anhand der Kapitalflussrechnung untersuchte Finanzlage der Gesellschaft zeigt, dass der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr 2022/23 um 1,3 Mio. EUR abgenommen hat und zum Abschlussstichtag einen Guthabenbestand von 7,4 Mio. EUR aufweist. Neben dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 0,7 Mio. EUR schlagen Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,8 Mio. EUR zu Buche. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 2,2 Mio. € und betrifft im Wesentlichen Gesellschafterdarlehen. Die finanziellen Verhältnisse unserer Gesellschaft sind geordnet. Die Eigenkapitalausstattung und die fast ausschließlich aus Pensionsrückstellungen bestehenden langfristigen Finanzierungsmittel, Linien der Kreditinstitute sowie bei Bedarf von den Gesellschaftern bereit gestellte Mittel verschaffen der Gesellschaft für die laufende Geschäftstätigkeit den notwendigen Finanzierungsrahmen. Die stichtagsbezogene Finanzlage verdeutlichen die nachstehenden Kennzahlen:
c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig ver- ändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Die Anlagenintensität hat insgesamt von 27,4 % auf 13,2% deutlich abgenommen, was im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Sachanlagevermögens und des lebenden Inventars auf die SYNETICS Germany GmbH zurückzuführen ist. Infolge des nahezu ausgeglichenen Jahresergebnisses in Verbindung mit einer konstanten Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 44,1 % nach 43,7 % im Vorjahr. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Personalintensität, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Der Personalaufwand berücksichtigt sämtliche Beschäftigungsverhältnisse, die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen, Veränderung der Rückstellungen sowie zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen. Die Personalintensität beträgt 14,9 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte vermindert. Dieses ist begründet durch die Ausgliederung des Geschäftsbereichs Produktion und Zuchtprogramm- Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern) ist im Vergleich zum Vorjahr ansteigend und beträgt im Geschäftsjahr 0,2 %. Der Cashflow beträgt 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR). Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als geordnet bezeichnet werden. Durch unsere hohe Mitarbeiterzufriedenheit, die in einer niedrigen Fluktuationsrate zum Ausdruck kommt, und der Fachkompetenz unserer Fachberater, Fachagrarwirte sowie Tierzuchttechniker ist es uns möglich, eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen, die auch in einer entsprechenden Mitgliederbindung zum Ausdruck kommt. Neben unseren Arbeiten am Zuchtprogramm innerhalb der Synetics Gruppe stellen die Erhaltung und Schaffung von Vermarktungsformen für die erfolgreiche Tiervermarktung und auch die für die Mitglieder ausgerichteten Schau- und Werbeveranstaltungen, wie etwa die "Schau der Besten", die Fleischrindertage, Verbandspublikationen, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie kundenorientierte Beratungsangebote eine wichtige Aufgabe unserer Zukunftssicherung dar. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr haben wir unsere digitalen Angebote ergänzt und weiter ausgebaut. III. Prognosebericht Grundsätzlich sind die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte auch das Jahresende 2023 noch schwach ausfallen. Bei privaten Haushalten und Unternehmen ist die Stimmung schlecht. Allerdings setzten sich die Rückgänge der vergangenen Monate nicht fort, und in vielen Bereichen konnten leichte Verbesserungen verbucht werden. Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Leistung im laufenden Quartal wohl nur stagnieren. Ab dem kommenden Jahr dürfte sich die Konjunktur dann allmählich erholen und die Wirtschaft mit kräftigeren Raten wachsen. Damit wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% zurückgehen und im kommenden Jahr um 0,9% zunehmen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose vom Herbst 2023 wurde damit die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,1 Prozentpunkte angehoben und für das kommende Jahr um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Die Zuwachsraten für das laufende und die kommenden Quartale wurden gesenkt und damit das Tempo der Erholung herabgesetzt. Im Jahr 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% zulegen und damit um 0,1 Prozentpunkt stärker als noch im Herbst erwartet. Damit dürfte sich bis zum Ende des Prognosezeitraums die Lücke zum Produktionspotenzial schließen. (Quelle zu den Prognosen für die Entwicklung der Rahmendaten für die deutsche Wirtschaft: ifo Konjunkturprognose Winter 2023 vom 14. Dezember 2023). Der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) erwartet für das Wirtschaftsjahr 2022/23 für die landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt merklich verschlechterte Rahmenbedingungen. Die Unternehmensergebnisse in der Gesamtheit geben in einer Spanne zwischen 33 Prozent und 53 Prozent nach. Milcherzeuger müssen seit Beginn des Milchwirtschaftsjahres deutlich rückläufige Milchpreise verzeichnen. Ausgehend von außergewöhnlich hohen Vorjahrespreisen zwischen 52 und 55 Cent je kg Milch, gaben die Notierungen deutlich nach. Zu Beginn des laufenden Wirtschaftsjahres erlösten die Milchbauern nur noch etwa 41 bis 42 Cent/kg. Ende 2023 zeigte der Milchmarkt wieder eine leichte Erholung. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammern könnten sich die Preise im zweiten Halbjahr auf einem etwas höherem Niveau halten. Insofern wird von einem Preis ausgegangen, der zwischen 17 und 26 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise für Rindfleisch gesunken. Auf den gesamten Betrachtungszeitraum gesehen erwarten die Landwirtschaftskammern Preise, die zwischen einem und acht Prozent unter dem des Vorjahres liegen. Für Altkühe und Kälber werden die Preise stabil bis leicht über dem Vorjahr prognostiziert. Diese Einschätzung ist auch den höheren Kälbergewichten aufgrund der neuen Transportverordnung geschuldet. Hohe Steigerungen der Betriebsausgaben und eine stark gestiegene Inflation kennzeichneten das Vorjahr. Aktuell normalisiert sich die Situation wieder. Futtermittel (-9 bis -25 Prozent) und vor allem aber Düngemittel (-20 bis -40 Prozent) werden günstiger. Die gestiegene CO 2 -Abgabe und höhere Transportkosten werden sich auf Betriebsmittel wie Heiz- und Kraftstoff sowie auf Strom auswirken. Diese Einflüsse auf die Betriebsergebnisse werden regional unterschiedlich eingeschätzt. (Quelle: Pressemitteilung des VLK vom 15. Januar 2024) Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin grundsätzlich als positiv. Das Geschäftsjahr 2023/24 hält jedoch einige Herausforderungen für die MASTERRIND und ihre Kunden bereit. Insbesondere der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft, bei weiterer Reduzierung der landwirtschaftlichen Betriebe und des Tierbestands, wirkt sich erheblich auf den Absatzmarkt der MASTERRIND aus. Auch die Entwicklung am Milchmarkt sowie der Rindfleischpreise sind wenig optimistisch. Darüber hinaus sehen wir uns zunehmender Kritik sowie behördlicher Blockaden bei Tiertransporten in Drittländern ausgesetzt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die bilateralen Veterinärabkommen mit zahlreichen Ländern im südlichen Mittelmeerraum sowie dem Mittleren Osten mit Gültigkeit zum 1. Juli 2023 zurückgezogen, sodass die Versendungen von Zuchtrindern, -schafen und -ziegen direkt aus Deutschland nicht mehr genehmigt werden. Das Vorhaben wird ebenfalls von den Ländern Belgien, Dänemark, Niederlande und Schweden unterstützt. Langfristig soll die Initiative dazu dienen, die Genehmigungen von Langzeittransporten aus der EU komplett zu untersagen. Insgesamt wird der Wertschöpfungsbeitrag unserer Landwirte in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals nicht ausreichend wertgeschätzt, insbesondere mit Blick auf etwa die Klimadiskussion, das Tierwohl, die Tiertransporte, die Düngeverordnung und vieles mehr fehlt die notwendige sachliche Diskussion, die auf die Berücksichtigung wissenschaftlich fundierter Ergebnisse basiert. Das kommende Geschäftsjahr birgt aufgrund der von signifikanten Risiken geprägten politischen Rahmenbedingungen erhebliche Unsicherheiten. Im Bereich Tiervertrieb erwarten wir eine leicht positive Preisentwicklung bei weiter rückläufigen Mengen. Der Besamungsservice und der Spermavertrieb bekommen den Strukturwandel besonders zu spüren. Es ist davon auszugehen, dass in diesen Bereichen Mengenrückgänge im mittleren bzw. unteren einstelligen Prozentbereich zu verzeichnen sein werden. Der Personalaufwand wird aufgrund der zum 1. Oktober 2023 bzw. 1. Februar 2024 durchgeführten Gehaltsanpassung deutlich steigen. Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Entwicklungen und weiter fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen erwarten wir in unserer Planung für das kommende Geschäftsjahr einen Umsatz leicht unterhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Der Strukturwandel, der sich bereits seit Jahren in der deutschen Landwirtschaft beobachten lässt, setzte sich auch 2024 weiter fort. Ein Trend, der sich auch aufgrund politischer Unwägbarkeiten und Unsicherheiten weiter fortsetzen wird. Dieses stellt die MASTERRIND vor gewisse Herausforderungen, denen wir mit neuen Konzepten und Beratungsmodellen begegnen. Besonders die Milcherzeugung ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation sowie steigender Auflagen von einem stetigen Strukturwandel gekennzeichnet. Der Ausblick auf den Milchmarkt im Jahr 2024 ist mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. Hier sind zum einen die Marktrisiken durch die zunehmend unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, wie der Ausbau von Handelshemmnissen zu nennen. Hingegen dürfte der Trend einer steigenden Nachfrage nach heimischen Eiweißfuttermitteln ohne genetisch veränderte Organismen weiter anhalten. Gleichzeitig hat das Wetter mit seinen Kapriolen zunehmend Einfluss auf die Verfügbarkeiten von Futtermitteln. Risiken wirtschaftskonjunktureller Art, behördliche Auflagen, was insbesondere Fragen des Tiertransports betrifft, sowie das Auftreten von Tierkrankheiten können jederzeit zu entsprechenden Belastungen führen. An diesen Risiken partizipieren wir mit einer leichten Verzögerung in entsprechender Weise. Es ist davon auszugehen, dass sich wesentliche agrarpolitische und wirtschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte auch in der nahen Zukunft fortsetzen werden. Begleitet wurde und wird diese Entwicklung vom Abschluss bilateraler Handelsabkommen der Europäischen Union. Die zunehmend marktorientierte Gestaltung der Agrarpolitik hat zur Folge, dass die deutschen Milchbauern und Molkereien direkt mit ihren Berufskollegen aus anderen Teilen der Welt im Wettbewerb stehen. Also gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter auszubauen, damit nicht nur auskömmliche Einkommen erwirtschaftet, sondern auch Investitionen getätigt werden können. Steigende Anforderungen zum Beispiel in den Bereichen Tier- und Umweltschutz führen in der Regel zu höheren Produktionskosten. Es bleibt von großer Bedeutung, dass die Berücksichtigung steigender gesellschaftlicher Ansprüche in möglichen neuen gesetzlichen Regelungen nicht zur Abwanderung der Milchproduktion in andere Staaten führt. Ferner ist zu beachten, dass eine Balance zwischen verschiedenen, teils stark miteinander in Konflikt stehenden Zielen in den Bereichen des Tier- und Umweltschutzes sichergestellt wird. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir zur Risikoabdeckung, soweit es sich um Tierexporte handelt, durch Akkreditive sowie Garantien gesichert. Darüber hinaus erfolgt die Fakturierung grundsätzlich in Euro, sodass keine nennenswerten Währungsrisiken vorliegen. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; Engpässe sind nicht zu erwarten. 2. Chancenbericht Die Geschäftsverlaufsentwicklung des neuen Geschäftsjahres sehen wir in Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen und der Branchenentwicklung. Unsere Chancen sehen wir aufgrund unseres hohen Bekanntheitsgrades bei unseren auch potentiellen Geschäftspartnern und in unserer Marktposition. Mit unseren Kernkompetenzen und dem stetigen Ausbau einer effizienten Kostenstruktur sind wir zur weiteren Steigerung der Marktdurchdringung gerüstet. Die MASTERRIND hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sie sich den kontinuierlich veränderten Marktbedingungen anpassen kann und sich dem Konsolidierungsprozess aktiv stellt. Durch das Gemeinschaftsunternehmen mit unserem französischen Partner gehen wir einen ersten Schritt in Richtung europäische Rinderzuchtorganisation und setzen uns damit von vergleichbaren Organisationen in Deutschland ab. Neben Kostendegressionen und Synergieeffekten erwarten wir eine höhere Durchsetzungskraft sowohl auf dem europäischen als auch auf dem außereuropäischen Markt. Darüber hinaus erwarten wir durch die gemeinsame Forschungsarbeit positive Auswirkungen auf den genetischen Fortschritt sowie der Verfügbarkeit hochwertiger Genetik. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen Unwägbarkeiten unserer unternehmerischen Aktivitäten sowie deren branchenspezifischen Umstände. Als solche sind insbesondere die allgemeinen Gesundheitsrisiken, die mit dem Tierhandel verbunden sind, zu nennen. So besteht regelmäßig ein latentes Risiko unvermittelt auftretender Tierseuchen, wie z.B. Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche, Schmallenberg-Virus, die zu entsprechenden Lieferstopps führen können. Für das Geschäftsjahr 2023/24 erkennen wir keine wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, sonstige Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus eigenen Mitteln, aus von den Gesellschaftern bereit gestellten Mitteln und über Kreditlinien der Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements besteht in der Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Da in unserem Unternehmen mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, unterliegen wir der Mitbestimmung nach dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG). Insoweit ist weder im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung noch in der 1. und 2. Führungsebene eine feste Geschlechterquote von 30 %, sondern eine selbstbestimmte Zielgröße festzulegen. Im Rahmen der im Juni 2015 durchgeführten Gesellschafterversammlung, Aufsichtsratssitzung und Geschäftsführersitzung wurden erstmalig für das Geschäftsjahr 2015/16 Zielquoten von Frauen beschlossen, wobei die Zielgrößen erstmals gem. § 5 EGGmbHG bis zum 30. Juni 2017 bzw. 30.Juni 2022 zu erreichen sein sollten. Im Berichtsjahr wurden die Zielgrößen für die Bereichsleitung und die Abteilungsleitung von der Geschäftsführung festgelegt. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wurden Empfehlungen erarbeitet, die in der kommenden Gesellschafterversammlung zur Abstimmung gebracht werden müssen. Aufsichtsrat Als Zielgröße wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, eine Zielgröße in Höhe von 16,7 % zu beschließen. Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die Erreichung eines Frauenanteils von 0,0 % festgestellt werden. Geschäftsführung Als Zielgröße wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, eine Zielgröße in Höhe von 50,0 % zu beschließen. Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die Erreichung eines Frauenanteils von 50,0 % festgestellt werden. 1. Führungsebene Die Geschäftsführung hat eine Zielgröße für den Frauenanteil in Höhe von 40,0 % festgelegt. Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die Erreichung eines Frauenanteils in Höhe von 40,0 % festgestellt werden. 2. Führungsebene Die Geschäftsführung hat als Zielgröße eine Frauenquote von 20,0 % festgelegt. Nach erfolgter Auswertung betrug der Frauenanteil in dieser Ebene im Geschäftsjahr 2022/23 18,2 %.
Verden, den 16. Februar 2024 gez. Daniela Schrader gez. Ralf Strassemeyer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MASTERRIND GmbHVerden/AllerPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MASTERRIND GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der MASTERRIND GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW ) festgestellten deutschen Grundsätzeordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Varel, den 16. Februar 2024 HSM
Wirtschaftsprüfung GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Dr. Bernd Sundermeier, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss vom 14. März 2024AuszugDer Jahresabschluss zum 30. September 2023 wird festgestellt. Der Bilanzgewinn von € 13.911.135,16 (Gewinnvortrag 13.871.498,53 zzgl. Jahresüberschuss € 39.636,63) wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sowohl dem Aufsichtsrat als auch der Geschäftsführung sind von der Gesellschafterversammlung einstimmig Entlastung erteilt worden. |
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