Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 5857
Eingetragen
6.4.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Messwertaufnehmern mit Anwendung in der industriellen Meßtechnik und medizinischen Diagnostik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Demian Su Gambert
seit 5.1.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
90.00%
S**** K*****
6.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Wismar
27.000 €
90.00%
S**** K*****
1.800 €
6.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IT Dr. Gambert GmbH

Wismar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftstätigkeit

Die IT Dr. Gambert GmbH entwickelt, produziert und vertreibt im Kerngeschäft elektrochemische Gassensoren. Diese Sensoren werden sowohl in der Erstausstattung, als auch im Ersatz in verschiedenen Geräten der Medizintechnik, der Industrie- und Umweltmesstechnik, der Automobilabgasmesstechnik, der Lebensmitteltechnik sowie der Tauchtechnik weltweit zur Anwendung gebracht.

2. Geschäftsstrategie und wirtschaftliches Umfeld

2.1. Geschäftsstrategie

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist der Ausbau strategischer Kundenbeziehungen mit führenden und innovativen Geräteherstellern (OEM Kunden) und Kooperationen mit spezialisierten Distributoren in den Industrie- und Schwellenländern.

Nischenmärkte mit speziellen Anforderungen an die Sensoren, Märkte mit höherem Applikationsaufwand und auch kleinere Märkte mit hohem Wachstumspotenzial werden aktiv entwickelt.

2.2. Wirtschaftliches Umfeld

Der AMA-Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. ermittelte für die überwiegend mittelständigen Unternehmen der Branche und das Jahr 2023 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 6%. Die Exportquote sank dabei um ca. 17% auf 48% und liegt damit leicht unter der durchschnittlichen Exportquote der Industrie von 50 Prozent. Ausschlaggebend sind hier die verminderten Exporte in das außereuropäische Ausland, während die Exportquote in das mitteleuropäische Ausland stabil blieb. Das Investitionsvolumen erhöhte sich leicht um ca. 1%.

Perspektivisch wird für das Jahr 2024 mit leicht steigenden Umsätzen in Höhe von 2% gerechnet. Das Investitionsvolumen soll um 13% steigen und die Anzahl an Mitarbeitern konstant bleiben.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Unternehmens ist im Vorjahresvergleich um 2.373 TEUR auf 21.620 TEUR angewachsen. Das Vermögen der Gesellschaft ist weiterhin durch ihr Anlagevermögen, die Vorratsbestände und liquiditätsnahe Positionen (Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten) geprägt. Die Mittel aus dem laufenden Cashflow wurden größtenteils zum weiteren Aufbau der Wertpapiere des Umlaufvermögens genutzt, infolgedessen der Bestand der liquiden Mittel zum Stichtag um 413 TEUR gesunken ist.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrafen vorrangig Investitionen in Grundstücke und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese beziffern sich auf insgesamt ca. 207 TEUR. Für das Anlagevermögen insgesamt ergibt sich, unter Berücksichtigung von Abgängen und Abschreibungen, eine Erhöhung um ca. 42 TEUR.

Das Vorratsvermögen setzt sich größtenteils aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Unfertigen Erzeugnissen zusammen. Bei gestiegenem Geschäftsvolumen wurde in 2023 weiterhin eine strategische Bevorratung durchgeführt. Diese betrafen v.a. die weitere Erhöhung von Sicherheitsbeständen, die Absicherung vereinbarter und geplanter Produktions- und Lieferverpflichtungen sowie die Sicherung von sich perspektivisch verknappenden Gütern, insbesondere von elektronischen Bauteilen. Weiterhin haben spezielle und allgemeine Preiserhöhung, sowie gestiegene Frachtkosten dazu geführt, dass es zu einem Anstieg der Bestände um 339 TEUR gekommen ist.

Der Forderungsbestand hat sich um 332 TEUR erhöht. Dies begründet sich durch ein im Vorjahresvergleich stärkeres Jahresendgeschäft und offenen Forderungen mit längeren Zahlungszielen sowie verringerte Vorkassen.

Der Bestand an Wertpapieren erhöht sich durch Neuanlagen um 2.020 TEUR auf 3.945 TEUR. Wertpapiere und liquide Mittel belaufen sich in Summe auf 13.586 TEUR und bilden damit mehr als die Hälfte des bilanzierten Vermögens. Die liquiden Mittel decken sämtliche Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Auf der Passivseite wird zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von 18.282 TEUR ausgewiesen. Der Anstieg ergibt sich aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 2.380 TEUR. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf ca. 85% (i.V. 83 %).

Das Fremdkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.338 TEUR und setzt sich aus Rückstellungen in Höhe von 450 TEUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 2.888 TEUR zusammen. Die Finanzierungsstruktur zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Das Wachstum der Gesellschaft konnte vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die Finanzlage des Unternehmens ist nach wie vor sehr solide, alle Verbindlichkeiten wurden fristgerecht bedient.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Jahres 2023 beträgt 1.777 TEUR und resultiert im Wesentlichen aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Ergebniszuwachs um 383 TEUR. Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden 205 TEUR verwendet. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind insgesamt Mittel in Höhe von 1.985 TEUR abgeflossen. In Summe ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds um 413 TEUR auf 9.641 TEUR.

3.2. Ertragslage

Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 15,6% auf 9.472 TEUR gestiegen. Dabei ging die Zunahme der Umsatzerlöse mit einem im Vorjahresvergleich um 505 TEUR (20,6 %) erhöhten Materialeinsatz einher. Ursächlich hierfür sind der umsatzbezogene Mehraufwand, die Bestandsveränderung der RHB-Stoffe und bezogener Waren, sowie die allgemein und speziell gestiegenen Einkaufspreise.

Optimierungen der Fertigungsprozesse sowie der Produktmix konnten diese Entwicklung nicht vollständig kompensieren.

Der Personalaufwand fällt aufgrund einer im Vorjahresvergleich gestiegenen Anzahl durchschnittlich beschäftigter Mitarbeiter, Lohnsteigerungen und Prämien um ca. 16,6% höher aus.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und belaufen sich auf 163 TEUR.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 131 TEUR ist im Wesentlichen auf Mehraufwand bei Gas, Wasser, Strom, dem Ersatz einer Heizungsanlage, gestiegenen Versicherungskosten, vermehrten Reisekosten, und Kreditprovisionen zurückzuführen.

Die wesentlichen Kostenpositionen haben sich unterschiedlich entwickelt und liegen in Summe vergleichsweise höher als die Vorjahreswerte. Zusammen mit den gestiegenen Umsatzerlösen erhöht sich das Betriebsergebnis um ca. 417 TEUR auf 3.750 TEUR.

Unter Berücksichtigung des um 144 TEUR gestiegenen Finanzergebnisses und ergebnisbedingt erhöhter Ertragssteueraufwendungen, ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2.380 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist somit ein Anstieg um ca. 19,2 % (383 TEUR) zu verzeichnen.

4. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich angestiegen und haben sich somit nach Abklingen der Einflussfaktoren aus der Corona-Pandemie auf einem höheren Niveau stabilisiert. Die Mehrerlöse gehen dabei auf Steigerungen in den Segmenten der Medizin- und Automobiltechnik zurück. Während die Erlöse im Industrie-Bereich sich konstant entwickelt haben und bei der Tauchtechnik leicht gesunken sind.

Selektive Preiserhöhungen wurden durchgeführt, spielten aber eine untergeordnete Rolle bei der gesamten Umsatzsituation.

Die Exportquote lag bei 75%.

Die Umsatzverteilung nach Branchen gliedert sich wie folgt:

Branche Verteilung Veränderung zum Vorjahr
Medizintechnik: 72 % +3%
Industrie- und Lebensmitteltechnik: 22 % -4%
Tauchtechnik: 2 % +/- 0%
Automobiltechnik: 3 % +1%
Sonstige Umsätze: 1 % +1%

Für das Jahr 2024 werden Umsätze in Höhe des Vorjahresbereichs prognostiziert. Das weitere Wachstum wird im Wesentlichen in den Branchen Medizintechnik, Industrie- und Lebensmitteltechnik sowie im Tauchbereich angestrebt.

5. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen führt anwendungsbezogene Produktentwicklungen durch. Dabei soll die technologische und wirtschaftliche Marktstellung und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens erhalten bzw. weiter ausgebaut und neue Geschäftsfelder erschlossen werden.

Im Jahr 2023 wurde dabei vorrangig an Projekten auf Basis langlebiger und RoHS konformer Sauerstoffsensoren für medizinische und industrielle Anwendungen zur Realisierung spezieller Applikationen für OEM Kunden sowie an Sensoren zur Atemgasanalytik und Sensoren zur Messung toxischer Gase für industrielle Anwendungen gearbeitet. Weitere Projekte zielen auf technologische Verbesserungen von Herstell- und Fertigungsverfahren ab.

Das Unternehmen beschäftigte in F&E im Berichtszeitraum 8 Mitarbeiter. Die zunehmende Komplexität der Produkte, deren Anwendungen und Zulassungen verlangt eine weitere Spezialisierung von Mitarbeitern sowohl in den naturwissenschaftlichen Fachgebieten, also auch in den Bereichen der Elektronik und Software. Zukünftige Bedarfe im Rahmen der Entwicklung und Produktpflege sollen durch weitere Einstellungen und Qualifizierungsmaßnahmen gedeckt werden.

6. Produktion und Beschaffung

Das Unternehmen produziert ausschließlich am Standort Wismar. Hierzu sind 3 Fertigungsbereiche eingerichtet.

Für die pünktliche und qualitätsgerechte Realisierung der Produkte haben sich die wesentlichen Planungs- und Kontrollinstrumente weiterhin gut bewährt.

Korrektive werden wöchentlich sowie anlassbezogen beschlossen und zeitnah umgesetzt.

Monatliche bzw. quartalsweise Auswertungen werden in den längerfristigen Produktions-, Personal- und Beschaffungsplanungen berücksichtigt.

Die Beschaffung von Materialien erfolgt weltweit. Im Jahr 2023 sind die Beschaffungskosten im Verhältnis zum Umsatz leicht gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Bestandsvermehrung bei RHB-Stoffen und bezogenen Waren, sind die Beschaffungskosten auch absolut gestiegen. Ursächlich hierfür sind allgemein weiter angestiegene Preise bei Materialien, Roh- und Betriebsstoffen sowie Kosten des Warenverkehrs. Im Weiteren bestimmte Materialien, die entweder selber einer erhöhten Nachfrage unterlagen oder aus Gründen der Substitution vermehrt nachgefragt wurden, sowie in einigen Fällen auch Einschränkungen auf der Angebotsseite. Insbesondere hält der Trend der Zunahme der Kosten in den Bereich von Elektronikkomponenten, Metallen und Kunststoffen weiter an.

Qualitätssichernde Maßnahmen bei Lieferanten, verbesserte Produktionsverfahren, Produktoptimierungen und effizientere interne Prozesse konnten diese Entwicklung nicht gänzlich kompensieren, sollen aber in Zukunft wieder zu vermehrten Kosteneinsparungen führen.

7. Chancen und Risiken

7.1. Chancen

Das Unternehmen sieht weiterhin gute Chancen sowohl mit neuen Produkten, als auch mit Produkten aus dem Portfolio, die Marktdurchdringung im Kerngeschäft weiter zu erhöhen.

Wichtige Kunden signalisieren durch ihre Prognosen stabile bzw. steigende Bedarfe und versichern hohe Kundenzufriedenheit. Potentielle Kunden signalisieren Kaufinteresse.

Märkte, in denen neue Produkte zur Anwendung gebracht werden, entwickeln sich weiter positiv. Diese Produkte haben hervorragende Alleinstellungsmerkmale, welche auch vertraglich bzw. patentrechtlich abgesichert sind.

7.2. Risiken

Seit dem letzten Lagebericht hat sich eine Veränderung der Risikolandschaft ergeben. Bekannte Risiken und deren Einschätzung haben sich gewandelt und neue Risiken sind hinzugekommen. In der Summe gehen wir von einer Zunahme des Gesamt-Risikos aus.

Die Risiken werden im Einzelnen und auch in ihrer Gänze zwar nicht als existenzbedrohend eingestuft, jedoch könnten ihr Eintreten erhebliche Auswirkungen auf den zukünftigen Geschäftserfolg haben.

Risikominimierungs-Aktivitäten der Vergangenheit haben bestimmte Risiken bereits adressiert und sich bisher bewährt. Dies Vorgehen wurde und wird fortlaufend auf neu identifizierte Risiken angewendet um ihre potentiellen Auswirkungen bestmöglich zu beherrschen.

Im Folgenden werden die für das Unternehmen am bedeutendsten eingeschätzten Risikofaktoren näher betrachtet.

7.2.1. Kunden

Die Absatzseite des Unternehmens wird strategisch diversifiziert. Das Unternehmen ist bestrebt, eine Vielzahl von verschiedenen Produkten in sehr unterschiedlichen Märkten und Branchen weltweit zu vertreiben.

Risiken bei OEM Kunden mit einem höheren Anteil am Umsatz sind dadurch gestreut, dass solche Kunden in unterschiedlichen Märkten tätig sind und dass diese Kunden jeweils mehrere verschiedene Produkte mit bestimmten Alleinstellungsmerkmalen beziehen.

Diese Strategie der Diversifizierung auf der Absatzseite hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Unternehmen bisher verhältnisweise unbeschadet durch vergangene und aktuelle Krisen kommen konnte. Daher soll sie konsequent weiterverfolgt und entwickelt werden, um auch zukünftig die Stabilität und den Erfolg des Geschäftsbetriebs zu sichern.

Im Kundenstamm des Unternehmens wurden im Jahr 2023 keine signifikanten Insolvenzen verzeichnet.

7.2.2. Beschaffung

Beschaffungsrisiken werden durch eine sorgfältige Auswahl und laufende Bewertung von Lieferanten national und international diversifiziert und minimiert. Eine der Beschaffungssituation angepasste Lagerhaltung und die Aufrechterhaltung einer oder mehrerer Ersatzsituation(en) für die wesentlichen Materialien und Komponenten tragen dazu erfolgreich bei.

Bedarfe werden regelmäßig im Unternehmen festgestellt und mit den Hauptlieferanten abgestimmt bzw. vertraglich gesichert.

Bisher bestehen keine vorhersehbaren, kritischen und langfristigen Beschaffungsrisiken im Hinblick auf Versorgungsengpässe, überproportionale Preisentwicklungen oder Qualitätsrisiken mit Auswirkung auf das Kerngeschäft. Problembehaftete Einzelereignisse können aber gerade in der aktuellen Lage mit den vorbeschriebenen möglichen Einflussfaktoren nicht ausgeschlossen werden.

Durch diese Maßnahmen ist es bis heute gelungen, negative Aus- und Nachwirkungen der Krisen auf die Versorgungssicherheit und Lieferketten des Unternehmens weitestgehend zu minimieren.

7.2.3. Personal

Das Unternehmen beschäftigte inklusive Geschäftsführer 138 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2023.

Durch die kontinuierliche betriebliche Qualifizierung von Mitarbeitern und durch qualifizierte Einstellungen insbesondere in den Fertigungsbereichen des Unternehmens konnte die Produktivität auf einem hohen Niveau gehalten werden. Gestiegenen Lohn- und Lohnnebenkosten konnte u.a. durch Produktivitätsverbesserungen mit qualifizierten Arbeitsplätzen begegnet werden.

Insgesamt gehen wir von weiter steigenden Personalkosten aus. Die damit verbundenen Kostenrisiken insbesondere bei lohnintensiven Produkten werden aktiv bei der Planung und Realisierung neuer Produkte, bei der Produktpflege und bei der Planung zur Umsetzung qualifizierter Arbeitsplätze berücksichtigt.

Weiterhin werden zukünftige Risiken durch die Verfügbarkeit von Arbeitskräften entstehen oder sich verschärfen. Dies wird nicht nur das Unternehmen selber betreffen, sondern sich auch im Umfeld und volkswirtschaftlich niederschlagen. Ein zunehmender Mangel wird nicht nur zu entsprechende Kostensteigerungen für Leistungen von Zulieferern und Dienstleistern führen, sondern kann sich auch negativ auf die Verfügbarkeit und Qualität dieser Leistungen auswirken.

7.2.4. Währungsrisiken

Die Fakturierung des Unternehmens läuft zum größten Teil auf in EUR basierenden Geschäften. Zu einem kleineren Teil wird auch in anderen Währungen fakturiert. Hervorzuheben sind hier v.a. Geschäfte die in US-Dollar abgerechnet werden. Instrumente zur Währungsabsicherung wurden im Jahr 2023 vom Unternehmen nicht eingesetzt. Somit unterliegt das Unternehmen dem Risiko von schwankenden Wechselkursen, insbesondere von Schwankungen des Währungspaars EUR/DOLLAR. Um diesen Risiken zu begegnen, strebt das Unternehmen eine ausgeglichene Fakturierung im Einkauf und Verkauf sowie bei der Auswahl der Geldanlagen an. Diese Verfahren haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden fortgeführt.

7.2.5. Steuerliche Risiken

Es sind derzeit keine Risiken, die das Unternehmen nachhaltig beeinflussen könnten oder als bestandsgefährdend einzuschätzen wären, erkennbar. Daher verbleiben die üblichen steuerlichen Risiken wie z.B. allgemeine Steuererhöhungen.

7.2.6. Klimawandel

Die Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen von extremen Wetterereignissen bergen Risiken physischer Natur für das Unternehmen und seine direkten wie indirekten Zulieferer und Abnehmer. Solche Ereignisse könnten zu temporären oder gänzlichen Ausfällen der Wirtschaftsteilnehmer führen und somit die Liefer- bzw. Absatzmöglichkeiten des Unternehmens beschränken. Für das Unternehmen selber wird aufgrund des Standorts derzeit keine erhöhte Bedrohung gesehen.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Ansätze zur Begrenzung des Klimawandels mit direkten und indirekten Kostensteigerungen einhergehen werden. Dadurch können Gewinnschmälerungen und Wettbewerbsnachteile auftreten. Das Ausmaß dieser Risiken hängt dabei von der zukünftigen Ausgestaltung der Maßnahmen ab und ist derzeit noch nicht zu beziffern.

7.2.7. Energie

Im Jahr 2023 sind die Energiekosten für das Unternehmen aufgrund der anhaltend hohen Marktpreise und geopolitischer Spannungen erheblich gestiegen. Diese Kostensteigerungen haben das Jahresergebnis 2023 spürbar belastet. Inzwischen sind die Energiekosten für Neuabschlüsse bei Verträgen wieder gesunken, sie liegen jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau im Vergleich zu historischen Werten.

Trotz der jüngsten Entspannung der Energiemärkte ist perspektivisch weiterhin mit einer steigenden Kostenbelastung für Energie in Deutschland zu rechnen. Ursachen hierfür sind vor allem die Unsicherheiten im internationalen Energiemarkt, mögliche Engpässe in der Versorgung sowie die langfristige Ausrichtung der deutschen Energiewende, die mit hohen Investitionen und strukturellen Anpassungen verbunden ist. Darüber hinaus ist mit einer kontinuierlichen Anpassung der CO?-Preise und der Einführung weiterer regulatorischer Maßnahmen zur Förderung der Energiewende zu rechnen, was die Energiepreise weiter belasten könnte.

Für das Unternehmen stellt diese Entwicklung ein anhaltendes Risiko dar. Höhere Energiepreise könnten nicht nur die Produktionskosten weiter erhöhen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt beeinträchtigen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, prüft das Unternehmen kontinuierlich Strategien zur Effizienzsteigerung und Investitionen in alternative Energiequellen.

7.2.8. Politische Konflikte

Bedauerlicherweise hat sich die bereits lange Liste an nationalen und internationalen Konflikten auf der Welt nicht verkürzt.

Militärische Auseinandersetzungen der jüngeren Vergangenheit hatten bisher keine direkten oder indirekten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Neben militärischen Konflikten sind auch wirtschaftliche Konflikte zu betrachten. Hier sind v.a. zunehmende Risiken in den wirtschaftlichen Konflikten zwischen den wirtschaftlichen Blöcken zu sehen und insbesondere den zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China. In Folge könnten sowohl die Versorgungssicherheit, insbesondere von elektronischen Bauteilen und auch die Absatzmöglichkeiten negativ beeinträchtigt werden.

7.2.9. Inflation

Im Jahr 2023 ist das Risiko einer erhöhten Inflation eingetreten. Ausgehend von einem stark erhöhten Anstieg des Verbraucherpreisindex am Anfang des Jahres 2023(<9%), ist die Inflationsrate im Laufe des Jahres gefallen. Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärte Ziel einer Inflationsrate von 2% konnte bis zum Jahresende 2023 nicht erreicht werden. Die Inflationsrate fiel jedoch in den letzten Monaten des Jahres auf unter 3%, was eine positive Entwicklung darstellt, jedoch weiterhin signifikant über dem Zielwert lag. Auch bis zum Ende des März 2024 wurde der Zielbereich noch nicht erreicht. Ein fallende Tendenz ist aber weiter zu unterstellen. Wie bereits im Vorbericht beschrieben, haben sich die prognostizierten Mehrbelastungen durch gestiegene Rohstoffpreise und Energiepreise im Jahr 2023 tatsächlich materialisiert. Diesen konnte durch entsprechende Maßnahmen begegnetet werden. Zusammen mit dem erfolgreicheren Geschäftsbetrieb, ist das Unternehmen verhältnismäßig gut und unbeschadet durch die Phase der erhöhten Inflation gekommen.

Durch die Inflationsentwicklung hat sich ein neues, höheres Preisniveau etabliert, was langfristige Auswirkungen auf die Kalkulationsgrundlagen des Unternehmens haben wird. Besonders betroffen sind die Rohstoffkosten und die Löhne, was die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt potenziell beeinträchtigen könnte. Für die kurzfristige Zukunft wird von einer Stabilisierung der Preise ausgegangen, allerdings haben die vergangenen Monate gezeigt, dass inflationäre Schocks schnell eintreten können und erhebliche Auswirkungen haben können. Daher bleibt das Risiko steigender Inflationsraten auch in der Zukunft relevant.

7.2.10. Regulatorien

Es ist eine zunehmende Belastung durch regulatorische Einflüsse festzustellen, die sich in verschiedenen Bereichen manifestiert. Dies beginnt bei produktspezifischen Anforderungen wie der Medizinprodukteverordnung (MDR), die mit steigenden Aufwänden für Produktzulassungen und deren Aufrechterhaltung einhergeht. Hinzu kommt eine wachsende internationale Diversität und Intensität in der Regulierung von Medizinprodukten. Weitere Belastungen entstehen durch verschärfte Anforderungen im Bereich Verpackungen (VerpackG) sowie durch Abfallvorgaben, Stoffbeschränkungen wie die PFAS-Thematik und REACH.

Auch auf organisatorischer Ebene nimmt der regulatorische Aufwand zu: Lieferkettengesetz, NIS2-Richtlinie, E-Rechnungen und die Zunahme von Meldungen für verschiedene Statistiken sind hier zu nennen. Diese Anforderungen erfordern einen erheblichen Verwaltungsaufwand und binden Ressourcen, die anderweitig in Innovationen oder Produktionsprozesse investiert werden könnten.

Obwohl einige regulatorische Entwicklungen zwangsläufig zu Innovationen anregen, überwiegt derzeit der negative Effekt. Insbesondere die Dynamik, mit der neue Vorschriften eingeführt werden und bestehende verschärft werden, stellt ein ernstzunehmendes Risiko dar. Diese Entwicklungen führen voraussichtlich zu einer weiteren Mehrbelastung und könnten die unternehmerischen Handlungsspielräume in der Zukunft einschränken.

8. Prognosebericht

Auftrags- und Umsatzvolumen liegen im laufenden Geschäftsjahr bisher leicht über dem Vorjahresniveau. Es wird allerdings nicht erwartet, dass sich die Entwicklung in dieser Größenordnung bis zum Jahresende so fortsetzten wird. Auf der Absatzseite wird derzeit erwartet, dass das Vorjahresergebnis nicht ganz eingehalten werden kann. Dem gegenüber stehen absehbare Steigerungen der Kosten, insbesondere für Material und Personal. In Anbetracht der sich derzeit abzeichnenden lokalen und geopolitischen Lage ist auch davon auszugehen, dass weitere bisher nicht genau abschätzbare Kostensteigerungen in allen Kostenpositionen auftreten können und werden.

Die zu erwartenden Belastungen und Kostensteigerungen sollen durch geplante Effizienz- und Produktivitätssteigerungen in ihrem Ergebnis begrenzt werden. Unter bestimmten Umständen könnte es auch notwendig werden selektive oder allgemeine Preiserhöhungen durchzuführen. Insgesamt und unter Berücksichtigung der Einflussfaktoren und Möglichkeiten wird derzeit davon ausgegangen, dass ein Jahresergebnis leicht unterhalb des Vorjahres erzielt werden wird.

Der Fokus unserer Geschäftstätigkeit liegt auch weiterhin auf dem Ausbau des laufenden OEM Geschäfts mit sowohl Bestands- als auch Neukunden.

 

Wismar, den 31. März 2024

IT Dr. Gambert GmbH

Demian Gambert, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.540,00 10,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.280.189,66 1.329.459,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.737,51 15.172,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.778,00 260.894,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 621.210,88 596.000,17
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.618.494,76 3.419.536,99
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.092.867,13 949.005,77
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 51.524,90 55.320,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 822.849,10 492.072,97
2. Sonstige Vermögensgegenstände 186.699,11 132.367,25
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 3.945.424,31 1.924.674,92
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.641.429,70 10.053.554,71
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.331,48 18.840,78
SUMME Aktiva 21.620.076,54 19.246.910,08

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
III. Gewinn- und Verlustvortrag 15.822.492,42 13.825.295,79
IV. Jahresüberschuss 2.379.966,89 1.997.196,63
V. buchmäßiges Eigenkapital 18.282.459,31 15.902.492,42
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 61.720,00 71.840,00
2. Steuerrückstellungen 59.094,88 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 328.652,03 324.973,51
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 18.635,00 76.807,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.805,53 28.042,61
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.777.709,79 2.842.754,53
SUMME Passiva 21.620.076,54 19.246.910,08

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 9.527.156,70 8.387.152,98
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -3.707.512,47 -3.162.338,58
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -782.711,30 -689.208,20
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -163.176,08 -208.670,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.118.432,37 -989.189,15
5. Zwischensumme 3.755.324,48 3.337.746,78
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149.754,53 10.148,96
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -114.374,99 -118.711,66
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.140.786,54 -1.004.566,89
9. Ergebnis nach Steuern 2.649.917,48 2.224.617,19
10. Sonstige Steuern -5.509,83 -5.509,83
11. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungsvertrages oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -264.440,76 -221.910,73
12. Jahresüberschuss 2.379.966,89 1.997.196,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

IT Dr. Gambert GmbH, Wismar

Allgemeine Angaben

Die IT Dr. Gambert GmbH hat ihren Sitz in Wismar und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Schwerin (Reg.Nr. 5857B).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Die Darstellungen der Gliederung der aufeinanderfolgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen wurden beibehalten.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen der Zugänge erfolgen pro rata temporis. Die Abschreibungen erfolgten linear mit einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Gebäude wurden um die Zuschüsse aus der Förderung des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Verbindung mit Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gekürzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer i. d. R. linear abgeschrieben.

Die Abschreibungsdauern setzten sich wie folgt zusammen:

Grundstücke und Gebäude: 0 bis 33,33 Jahre
Technische Anlagen: 5 bis 16 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Unfertigen Erzeugnisse und die Fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten aktiviert. In den Herstellungskosten sind Einzel- und Gemeinkosten enthalten. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, soweit diese Forderungen darstellen, sind zu Nominalwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Höhe der Pensionsrückstellung entspricht dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die Zürich Service GmbH ermittelten Wert. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck RT2018G und die Bewertungsmethode "mod. Teilwert n. Engbroks". Für die Ermittlung der Bilanzwerte wurde ein Abzinsungssatz von 1,82 % p. a. zugrunde gelegt. Der Rechnungszins entspricht danach dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Berechnung wurde ein Rententrend von 1 % zugrunde gelegt. Eine Gehaltsdynamik und eine Fluktuation von 0,00 % p.a. wurde zugrunde gelegt.

Sich ergebende Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 916,00.

Aus der geänderten Bewertung gemäß § 253 Abs. 2 HGB in der Neufassung durch das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz der laufenden Pensionen ergab sich zum 01.01.2010 ein Unterschiedsbetrag. Die Gesellschaft führt jährlich in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB 98,00 EUR der Rückstellung zu. Der Betrag der aufgrund der Ausübung dieses Wahlrechts in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beträgt am 31. Dezember 2023 101,00 EUR.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern Deckungsvermögen vorliegt, erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Zum 31.12.2023 ergibt sich ein Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von 246.214,00 Euro. Dieser wurde mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens 184.494,00 Euro. Nach Verrechnung ergeben sich zum Bilanzstichtag bilanzierte Pensionsrückstellungen von 61.720,00 Euro.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Reduzierung der Rückdeckungsversicherungen im Personalaufwand in Höhe von 14.979 Euro ausgewiesen. Der Buchwert und der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen sind identisch.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert, Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsforderungen, Fremdwährungsbankbestände und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

In Ausübung des gemäß § 247 Abs. 1 HGB bestehenden Wahlrechts wurde auf die Bildung eines Abgrenzungspostens für ausschließlich aktiv bestehende Steuerlatenzen verzichtet.

Angaben zu Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme von Mitarbeiterdarlehen (15 TEUR - Laufzeit 1-5 Jahre 10 TEUR) sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt am 31. Dezember 2023 unverändert 30.000,00 EUR.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 61 TEUR und Personalverpflichtungen in Höhe von 211 TEUR.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Angaben

Atypisch stiller Gesellschafter

An der IT Dr. Gambert GmbH besteht seit 1998 eine atypisch stille Beteiligung. Der atypische stille Gesellschafter hat einen Gewinnanspruch von 10 % des handelsrechtlichen Jahresüberschusses vor seinem Gewinnanteil; dieser Gewinnanspruch ist im Jahresabschluss unter "Auf Grund eines Teilgewinnanführungsvertrages abgeführte Gewinne" dargestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen außerhalb der Bilanz (in EUR):

aus Energie-, Wasser-, und Abwasserverträgen 80.372,29
aus Softwareverträgen 2.084,62
aus Reinigungsverträge 32.000,00
aus Mietverträgen für Gebäude 6.839,04
aus Mietverträgen für Einrichtungen 6.801,60
aus Beratungsverträgen 49.266,00
aus Versicherungsverträgen 22.753,00
aus Wartungsverträge 7.911,27
aus Telekommunikations- und Internetverträgen 5.457,49
aus sonstigen Verträgen 6.910,45
aus Grundstückskaufverträgen 719.020,00
Gesamt 939.415,76

Zudem besteht ein Bestellobligo von TEUR 1.044.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte neben der Geschäftsführung im Berichtszeitraum durchschnittlich 137 Angestellte, davon 105 in Vollzeit und 32 in Teilzeit.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten Herr Uwe Kirsch (Dipl. Ingenieur) (bis 9. Juli 2023) und Herr Demian Su Gambert (Humanmediziner) an.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vorschüsse oder Kredite wurden nicht gewährt.

Auf die Nennung der Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wismar, den 31. März 2024

Demian Su Gambert

Anlagespiegel

AHK zum 01.01.2023
EUR
Zugänge davon FK-Zinsen 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Umbuchung 2023
EUR
AHK zum 31.12.2023
EUR
AfA zum 01.01.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene 103.688,39 1.900,00 0,00 0,00 105.588,39 103.678,39
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücks- 2.863.296,83 0,00 0,00 0,00 2.863.296,83 1.533.837,17
gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00
Technische Anlagen und 611.873,23 0,00 27.962,23 1.958,24 585.869,24 596.701,21
Maschinen 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und 1.163.645,89 157.233,35 25.110,12 19.822,49 1.315.591,61 902.751,89
Geschäftsausstattung 0,00
Geleistete Anzahlungen und 596.000,17 47.498,68 507,24 -21.780,73 621.210,88 0,00
Anlagen im Bau 0,00
5.338.504,51 206.632,03 53.579,59 0,00 5.491.556,95 3.136.968,66
0,00
Afa lfd. davon auf Zugänge 2023
EUR
AfA Abgänge 2023
EUR
Afa kum. auf Umbuchungen 2023
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibung kumuliert
EUR
Buchwert zum 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene 370,00 0,00 0,00 0,00 104.048,39 1.540,00
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 370,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücks- 49.270,00 0,00 0,00 0,00 1.583.107,17 1.280.189,66
gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00
Technische Anlagen und 7.387,24 27.956,72 0,00 0,00 576.131,73 9.737,51
Maschinen 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und 106.148,84 24.087,12 0,00 0,00 984.813,61 330.778,00
Geschäftsausstattung 31.712,80
Geleistete Anzahlungen und 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 621.210,88
Anlagen im Bau 0,00
163.176,08 52.043,84 0,00 0,00 3.248.100,90 2.243.456,05
32.082,80
Buchwert zum 31.12.2022
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.329.459,66
Technische Anlagen und Maschinen 15.172,02
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 260.894,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 596.000,17
2.201.535,85

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Gesellschafterversammlung am 12.12.2024 festgestellt.

 

Wismar, den 12.12.2024

Demian Gambert, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IT Dr. Gambert GmbH, Wismar:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IT Dr. Gambert GmbH, Wismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IT Dr. Gambert GmbH, Wismar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Schwerin, den 10. Dezember 2024

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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