ECKD GmbH
72mErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Lindner seit 22.6.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Wolf seit 15.2.2016 | Geschäftsführer |
Wolfgang Sprenger seit 7.5.2013 | Prokura |
Michael Trenk seit 7.5.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Land Hessen | 50.00% |
Stadt Kassel | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RegioTram Gesellschaft mbHKasselJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023REGIOTRAM GESELLSCHAFT MBH, KASSELKonjunkturelle und branchenspezifische Entwicklung In Deutschland ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von weiterhin hohen und steigenden Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ansteigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Nach Berechnungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) waren 2023 rund 8 % mehr Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen als im Vorjahr unterwegs. Damit hat sich die Nachfrage im ÖPNV nach jahrelangen pandemiebedingten Einbrüchen weiter erholt. Die Steigerung ist eng verknüpft mit der Einführung des Deutschlandtickets zum 01. Mai 2023. Auf der anderen Seite bringen die Abonnenten dieses Tickets laut VDV weit überwiegend keine zusätzlichen Einnahmen. Das Angebot sorgt vielmehr für erhebliche Verluste in der Branche, welche durch Bund und Länder ausgeglichen werden müssen. Besorgt ist die ÖPNV-Branche zudem über die extrem gestiegenen Kosten für Personal, Strom und Diesel. 2023 zahlten die Verkehrsunternehmen im Vergleich zu 2020 im Schnitt 57 % mehr für Ihren Strom und 54 % mehr für Dieselkraftstoff. Mit dem Neunten Gesetz zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes der Bundesregierung werden den Ländern jährlich 1,5 Milliarden Euro für die Jahre 2023 bis 2025 für das Deutschlandticket zur Verfügung gestellt. Für die Jahre 2023 und 2024 ist eine Evaluierung des Deutschlandtickets vorgesehen. Die Ergebnisse der Evaluierung sollen für ein neues Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt werden, das für die Mittelbereitstellung für die Jahre ab 2026 notwendig ist. Auf der Kostenseite unterstützte die Bundesregierung die Verkehrsunternehmen im Rahmen der Energiepreisebremse, welche zum 31.03.2024 auslaufen wird. Gleichzeitig wirkt sich die CO 2 -Steuer, die 2021 in Deutschland eingeführt wurde, negativ auf der Aufwandsseite aus. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen An der RegioTram Gesellschaft mbH (RTG) sind die Hessische Landesbahn GmbH (HLB) und die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) zu je 50 % beteiligt. Seit dem 15. Dezember 2013 erbringt sie Betriebsleistungen im RegioTram-Netz Kassel. Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 hat der neue Verkehrsvertrag, welcher eine Laufzeit von 10 Jahre hat, begonnen. Das Liniennetz im Eisenbahn- und Straßenbahnbetrieb umfasst Leistungen auf den Strecken Hümme - Kassel/Holländische Straße (RT 1), Wolfhagen - Kassel/Holländische Straße (RT 4) sowie Melsungen - Kassel/Auestadion (RT 5). Die Jahresbetriebsleistung ist im Fahrplanjahr 2023 um rd. 0,4 Mio. Zug-km gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rd. 1,9 Mio. Zug-km aufgrund von Baustellen gesunken. Zum Einsatz kamen 28 Fahrzeuge vom Typ RegioCitadis der Regionalbahn Kassel GmbH (RBK), die im Rahmen eines Fahrzeugbereitstellungsvertrages durch die RTG angemietet werden. Mit dem Start des neuen Verkehrsvertrages hat sich die Einnahmeseite der RTG angepasst. Zum einen resultiert dies aus der Angebotskalkulation, welche sich an den IST-Kosten der letzten Wirtschaftsjahre orientierte und zum anderen erlaubt der neue Verkehrsvertrag nunmehr auch Leistungsvergütungssanpassungen durch die Anwendung eines Materialkostenindexes. Entscheidend wird aber sein, dass die RTG nunmehr den extra für die Branche entwickelten Personalkostenindex SPNV anwenden kann. Dieser bildet die tatsächlichen Kostensteigerungen auf personeller Ebene deutlich besser ab, als der bisher verwendete Personalkostenindex. Zu erwähnen ist darüber hinaus, dass die aus der Indexentwicklung angepassten Einnahmen sich nicht mehr rückwirkend auf der Einnahmenseite niederschlagen, sondern bereits unterjährige Anpassungen vorgenommen werden können. Geschäftsverlauf 2023 und Ertragslage Für die RTG selbst war das Jahr 2023 geprägt von den im ersten Abschnitt genannten branchenspezifischen Entwicklungen. Insbesondere starke Krankheitswellen nach der eigentlichen Corona-Pandemie spiegelten sich auch in der Belegschaft der RTG wider. Dennoch gelang es dem Unternehmen, durch eine stabile personelle Ausstattung einen qualitativ hochwertigen Betrieb über das gesamte Jahr hindurch sicherzustellen. Spiegelbild hierfür sind nicht zuletzt die Bonuszahlungen des Aufgabenträgers und ein Spitzenplatz im Ranking aller nordhessischen Schienenverkehrsunternehmen. Einzig eine überdurchschnittliche hohe Anzahl an fahrzeugbedingten Zugausfällen durchbrachen diese positive Entwicklung kurzzeitig. Die in den letzten Jahren durchgeführten zahlreichen Ausbildungslehrgänge für Triebfahrzeugführer führten zu einer ausgewogenen Personallage, so dass im Berichtszeitraum nur ein weiterer Ausbildungslehrgang erforderlich war. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch eine bestehende Kontokorrent-Kreditlinie, entsprechende Darlehens- und Kreditverträge der Gesellschafter sowie jeweilige Einstandserklärungen (auf Grundlage des alten Verkehrsvertrags) gesichert, sodass derzeit keine Gefahr für eine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft besteht. Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist darüber hinaus auf Grundlage des Wiedergewinns der derzeitig betriebenen Verkehrsleistung und der so zufließenden laufenden Liquidität gesichert. Die Umsatzerlöse betragen insgesamt 36,62 Mio. €. Es handelt sich hierbei maßgeblich um Bestellerentgelte des Aufgabenträgers Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV). Der Betrag ist um die Summe aus Minderungen und Vertragsstrafen reduziert. Die Erlöse berücksichtigen beide für das Geschäftsjahr 2023 anzuwendenden Verkehrsverträge. Im Hinblick auf den Vorjahresvergleich haben sich die Umsatzerlöse, trotz geringerer Minderungen und Vertragsstrafen auf Grundlage reduzierter erbrachter Verkehrsleistungen, im Wesentlichen baustellenbedingt, um 0,94 Mio. € reduziert. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (104,7 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Energiepreisbremse sowie Entschädigungen aufgrund von Schadensfällen. Die Gesamtleistung der Gesellschaft hat sich gegenüber 2022 um 0,93 Mio. € auf 36,72 Mio. € reduziert. Demgegenüber stehen Betriebsaufwendungen von zusammen 36,97 Mio. €. Der Materialaufwand (28,08 Mio. €) enthält die Aufwendungen für die Infrastrukturnutzung von DB Netz AG, DB RegioNetz Infrastruktur GmbH, DB Station und Service GmbH und Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) sowie die Fahrzeuginstandhaltungskosten, Mieten für die Triebfahrzeuge gemäß Fahrzeugbereitstellungsvertrag und den Aufwand für Leiharbeitnehmer und die Energiekosten (Treibstoff und Strom). Gegenüber dem Vorjahr sind die Materialaufwendungen um 1,76 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Einkaufspreise für Treibstoffe sowie geringere Trassenkosten aufgrund von Baustellen und somit einer geringeren Verkehrsleistung zurückzuführen. Der Personalaufwand i.H.v. 6,50 Mio. € ist um 0,34 Mio. € höher als im Vorjahr. Dieser Anstieg begründet sich durch die Teilzahlung einer Inflationsausgleichsprämie im Geschäftsjahr sowie entsprechenden Veränderungen im Personalbestand. Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammengefassten Aufwendungen betragen insgesamt 2,33 Mio. €. Wesentliche Posten sind die Versicherungsumlagen, Aufwendungen für Dienstleistungsverträge, Marketingkosten gemäß Verkehrsvertrag sowie Fort- und Weiterbildungskosten. Abschreibungen sind in Höhe von 52,5 T€ auszuweisen. Das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit (Betriebsergebnis) ergibt sich in Höhe von - 0,24 Mio. €. Nach Verrechnung vom Finanzergebnis (- 82,8 T€) beträgt der Jahresfehlbetrag - 0,33 Mio. € (i. V. - 0,52 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Bilanzsumme in Höhe von 8,26 Mio. € gegenüber 6,98 Mio. € im Referenzjahr auszuweisen. Beim Sachanlagevermögen (0,08 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Gegenstände für die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Umlaufvermögen ist mit 4,03 Mio. € zum Stichtag bilanziert und entspricht 48,8 % (i. V. 42,6 %) der Bilanzsumme. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 0,34 Mio. €, Forderungen gegen Gesellschafter (0,9 T€), sonstige Vermögensgegenstände (2,82 Mio. €) sowie liquide Mittel von 0,87 Mio. €. Per 31. Dezember 2023 ist ein Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5,5 T€ aktiviert. Der ursprünglich gebildete Rechnungsabgrenzungsposten für die Vorlaufkosten im Rahmen der Betriebsaufnahme 2013 ist zum Fahrplanwechsel 2023 vollständig aufgelöst. Auf der Passivseite stehen bei den Eigenen Mitteln unverändert das gezeichnete Kapital der Hessischen Landesbahn GmbH und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG von zusammen 50,0 T€. Aufgrund des Fehlbetrags aus dem Geschäftsjahr 2023 (0,33 Mio. €) erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf insgesamt 4,14 Mio. €. Dieser Fehlbetrag wird zum Teil durch die von den Gesellschaftern ausgezahlten langfristigen Darlehen (eigenkapitalersetzende Darlehen) in Höhe von 0,75 Mio. € gedeckt. Ebenso wurden Darlehen des Gesellschafters KVG in Höhe von 0,50 Mio. € und einem Kassenkreditrahmen von 0,50 Mio. € des Gesellschafters HLB gewährt. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie von 1,0 Mio. €. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ist zum einen durch die Nutzung der Kreditlinie sowie den Verpflichtungserklärungen der Gesellschafter gegenüber dem NVV (Einstandserklärung RTG für den Alt-Verkehrsvertrag) und der vorhandenen Liquidität der Gesellschaft nicht gegeben. Im Geschäftsjahr 2023 war die Liquidität jederzeit gesichert. Auf Grundlage der Liquiditätsvorschau 2024 stellt sich die Liquidität der RTG ebenfalls als gesichert dar. Die Zahlungsfähigkeit ist auf Grundlage der laufenden Liquiditätsentwicklung u. a. durch den Wiedergewinn der betriebenen Verkehrsleistung und dem neu abgeschlossen Verkehrsvertrag, dahingehend positiv zu beurteilen, da der operative Zahlungszufluss für die Gesellschaft zum einen durch die Vertriebserlöse und zum anderen durch die Ausgleichszahlungen des Aufgabenträger gesichert ist. Weiterhin flankieren die bereits eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen der Gesellschaft (Verpflichtungserklärung der Gesellschafter für Verpflichtungen aus dem Alt-Verkehrsvertrag gegenüber dem Aufgabenträger, bestehenden Finanzierungen der Gesellschafter mit Rangrücktritt sowie eine Kreditlinie die Liquiditätsvorschau im Rahmen der positiven Fortführungsprognose). Bei den Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden insgesamt 8,26 Mio. € bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen (0,79 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, für künftige Umlageverpflichtungen gegenüber der Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen 1,79 Mio. € und beinhalten größtenteils Verbindlichkeiten gegenüber der RBK, der DB Netz AG und der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (4,00 Mio. €) bestehen gegenüber der Hessischen Landesbahn GmbH und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG. Darin enthalten sind Gesellschafterdarlehen / Kassenkredite in Höhe von zusammen 1,75 Mio. € (Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,25 Mio. €. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind u. a. Verbindlichkeiten aus der Abrechnung mit dem Nordhessischer Verkehrsverbund NVV in Höhe von 1,60 Mio. € enthalten, die als kreditorische Debitoren ausgewiesen sind. In der für das Geschäftsjahr 2023 geführten Kapitalflussrechnung hat sich der Finanzmittelfond (liquide Mittel) der Gesellschaft am Ende des Geschäftsjahres um 811,9 T€ auf 869,1 T€ erhöht. Im Berichtsjahr war ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 1.649,8 T€, ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (-74,4 T€) und ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (-763,5 T€) zu verzeichnen. Voraussichtliche Entwicklung und Abschätzung der Chancen und Risiken Die positive Entwicklung in der operativen Betriebsabwicklung setzt sich auch im Jahr 2024 fort. Durch den neuen Verkehrsvertrag für weitere 10 Jahre bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2033 wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, den aus dem bisherigen Verkehrsvertrag entstandenen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" langfristig auszugleichen und voraussichtlich noch eine Rendite zu erwirtschaften. Gleichzeitig wird sich - wenn auch mit etwas zeitlicher Verzögerung - die Liquiditätslage der Gesellschaft weiter verbessern. Eine Unsicherheit in der wirtschaftlichen Entwicklung, auch die der RTG, stellen jedoch die derzeitigen geopolitischen sehr fragilen Verhältnisse dar. Hierzu zählen nicht zuletzt die Preise für Energie, selbst wenn es hierzu vertragliche Regelungen gibt, diese Kostensteigerungen finanziell auszugleichen. Ein im April 2024 erzielter Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) läuft zum 31.10.2025 aus. Neben Tabellenentgeltsteigerungen und Reduzierungen in der wöchentlichen Arbeitszeit sowie weiteren Effizienznachteilen in der Dienstplanung wurde auch die volle Ausschöpfung der gesetzlich möglichen Inflationsausgleichprämie vereinbart. Mit der Unterstützung eines Controllingsystems wird der Geschäftsverlauf im Hinblick auf die Ertragslage der Gesellschaft analysiert. Ein bestehendes Risikomanagementsystem ist zudem implementiert, welches laufend weiterentwickelt wird.
Kassel, den 28.05.2024 Thomas Wolf Heiko Lindner BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023REGIOTRAM GESELLSCHAFT MBH, KASSELAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023REGIOTRAM GESELLSCHAFT MBH, KASSEL
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023REGIOTRAM GESELLSCHAFT MBH, KASSELI. Allgemeines 1) Allgemeine Angaben Die RegioTram Gesellschaft mbH hat ihren Sitz in Kassel und ist im Handelsregister Kassel unter der Nr. HR B 16063 eingetragen. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es sind nach § 11 des Gesellschaftsvertrags die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. In diesem Zusammenhang wurde die Stetigkeit hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung beachtet. 2) Gliederung Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden in den Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden gemäß § 253 HGB nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen und werden zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen; ihnen liegen die in den amtlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Im Wirtschaftsjahr 2023 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von 800,00 € netto in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG als Betriebsausgaben im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nominalwert ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf Forderungen aus Unfallschäden wurde ein pauschaler Abschlag in Höhe des Selbstbehalts vorgenommen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag erfasst. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für anfallende Personalaufwendungen sowie Fort- und Weiterbildungsaufwendungen, die als Vorlaufkosten für die Erfüllung des Verkehrsvertrags vom 15. Dezember 2013 bis 10. Dezember 2023 mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) entstanden bzw. entstehen, gebildet. Dieser wird über die Laufzeit des Verkehrsvertrags mit jährlichen Beiträgen letztmals im Geschäftsjahr 2023 im Personalaufwand aufgelöst. Die Rückstellungen sind nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf Basis der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 3) Konzernabschluss Einen Konzernabschluss stellt die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG), Kassel, auf. Dieser Abschluss wird im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Ebenfalls stellt die Hessische Landesbahn GmbH, Frankfurt am Main, einen Konzernabschluss auf. Dieser Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die RTG wird jeweils als assoziiertes Unternehmen in die Konzernabschlüsse einbezogen. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres, wird in der Anlage zum Anhang gezeigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 338,9 T€ (i.V. 850,5 T€) enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter KVG in Höhe von 0,9 T€. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt 2.823,6 T€ (i.V. 2.061,1 T€) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben (883,5 T€; i.V. 1.009,8 T€) sowie Forderungen aus Versicherungsschäden (1.190,1 T€; i.V. 586,0 T€). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5,5 T€ (i.V. 150,1 T€) beinhaltet Lizenzen für Antivirus-Software. Die Vorlaufkosten im Zusammenhang mit dem ab 15. Dezember 2013 geltenden Verkehrsvertrag für den RT-Betrieb wurden im Geschäftsjahr vollständig aufgelöst. Hier bestanden Personalaufwendungen und Schulungsaufwendungen für Triebfahrzeugführer und Zugbegleiter. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird jeweils zu 50 % von der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) und der Hessische Landesbahn GmbH (HLB) gehalten. Beide Gesellschafter haben der RegioTram GmbH Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1.750,0 T€ (i.V. 1.750 T€) gewährt, welche unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,33 Mio. € aus, welcher mit dem bestehenden Verlustvortrag von 3,86 Mio. € und nach Abzug des Stammkapitals von 50,0 T€ zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 4,14 Mio. € führt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird gemäß § 268 Abs. 3 HGB entsprechend auf der Aktivseite ausgewiesen. Der Wiedergewinn der derzeitig betriebenen Verkehrsleistung für weitere 10 Jahre bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2033 sichert der RTG nicht nur einen Weiterbestand über diesen Zeitraum sondern versetzt die Gesellschaft auch in die Lage, während der neuen Verkehrsvertragslaufzeit, den bis zum Ende der derzeitigen Verkehrsvertragsdekade ansteigenden "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" langfristig auszugleichen sowie eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften. Gleichzeitig wird sich die Liquiditätslage der Gesellschaft kurz- wie auch langfristig deutlich verbessern. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. 785,4 T€ (i.V. 617,2 T€) betreffen in der Hauptsache ungewisse Verbindlichkeiten aus Personalkosten (251,9 T€), ausstehenden Rechnungen/Abrechnungen (419,1 T€) sowie Rückstellungen gegenüber dem Versicherungsverband HDN (86,8 T€). Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG, Kassel und Hessische Landesbahn GmbH, Frankfurt a. M.) betragen insgesamt 4,00 Mio. € und setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,25 Mio. € sowie aus Verbindlichkeiten für eine Darlehensgewährung in Höhe von 1,75 Mio. € zusammen. Die Gesellschafter besichern durch bestehende und qualifizierte Rangrücktrittserklärungen, dass keine insolvenzrechtlich bedeutsame Überschuldung vorliegt. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Nordhessischen Verkehrsverbund NVV in Höhe von 1,6 Mio. € aus Abrechnungen des alten Verkehrsvertrages enthalten, die in der Bilanz als kreditorische Debitoren ausgewiesen werden. Des Weiteren bestehen noch Verpflichtungen aus der abzuführenden Lohn- und Kirchensteuer sowie Umsatzsteuer aus Vorjahren in Höhe von insgesamt 75,6 T€ und übrige Verbindlichkeiten von 1,3 T€. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt 36,62 Mio. € und betreffen vorwiegend Erlöse aus der Erbringung von SPNV-Leistungen auf den Strecken RT 1, 4 und 5 in Höhe von 33,27 Mio. €. Der Betrag der Umsatzerlöse ist um die Summe aus Minderungen und Vertragsstrafen (0,32 Mio. €, i. Vj. 0,38 Mio. €) reduziert dargestellt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. 104,7 T€ beinhalten im Wesentlichen Entlastungsbeträge im Rahmen der Energiepreisbremse (89,3 T€). Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen Der Materialaufwand in Höhe von insgesamt 28,08 Mio. € enthält im Wesentlichen die Trassennutzungskosten (10,38 Mio. €), die Miet- und Instandhaltungsaufwendungen für die Triebzüge (11,25 Mio. €), Stationspreise (2,50 Mio. €), die Treibstoffbeschaffungskosten (1,06 Mio. €), Kosten für Fahrstrom (1,17 Mio. €) und Reinigungskosten (0,28 Mio. €). Der Personalaufwand i.H.v. 6,50 Mio. € (i.V. 6,16 Mio. €) betrifft im Wesentlichen das Zugpersonal. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 2,33 Mio. € beinhalten die Umlagen der Gesellschafter (0,52 Mio. €), Verkaufsprovisionen (0,08 Mio. €), Fort- und Weiterbildungskosten (0,16 Mio. €), sonstige Personalnebenkosten (0,11 Mio. €), Mieten (0,20 Mio. €), Versicherungen (0,42 Mio. €) sowie Werbekosten (0,26 Mio. €) als Hauptpositionen enthalten. Zinserträge Zinserträge wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 22,6 T€ (Vorjahr 2,8 T€) realisiert. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (105,4 T€) werden im Wesentlichen Zinsen für die von den Gesellschaftern gewährten Darlehen ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen auf Grundlage des Verkehrsvertrags. Hierbei ergeben sich bis zum Ende der Laufzeit jährliche Aufwendungen u. a. im Bereich der Miete der Fahrzeuge in Höhe von rund 6 Mio. € pro Jahr. Zahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 132 Mitarbeiter, davon 6 Minijobber, beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Thomas Wolf (hauptberuflicher Geschäftsführer) und Herr Heiko Lindner, Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG ab 01.06.2023. Herr Dr Olaf Hornfeck war als Geschäftsführer bis zum Ablauf des 31.05.2023 bestellt. Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Abschlussprüfer-Honorare Das Honorar für die Abschlussprüfung beläuft sich auf 12,0 T€. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 331.261,49 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Kassel, den 28.05.2024 RegioTram Gesellschaft mbH Die Geschäftsführung Thomas Wolf Heiko Lindner
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RegioTram Gesellschaft mbH, Kassel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RegioTram Gesellschaft mbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RegioTram Gesellschaft mbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir weisen auf die "sonstigen Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage" sowie "Voraussichtliche Entwicklung und Abschätzung der Chancen und Risiken" des Lageberichts hin, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag sowie das Verhältnis der bestehenden und zu bedienenden Verbindlichkeiten zum bestehenden Vermögen der Gesellschaft führen zu grundsätzlichen bestandsgefährdenden Risiken, wie der Überschuldung oder drohenden Zahlungsunfähigkeit. Unter Annahme der bestehenden Fortbestehensprognose der Gesellschaft, wie sie sich aus der Kurz- und Mittelfristplanung, der Liquiditätsvorschau (Zahlungszeitpunkte und Bedienung) sowie den Verpflichtungserklärungen der Gesellschafter aus den Alt-Verkehrsverträgen und der Wiedervergabe der Verkehrsleistung bis 2033 ergibt, ist eine positive Fortführungsprognose der Gesellschaft unter den gegebenen Unsicherheiten anzunehmen und plausibel. Wie zuvor und im Anhang (sonstige Angaben) und im Lagebericht (Abschnitt Vermögens- und Finanzlage sowie die voraussichtliche Entwicklung und Abschätzung der Risiken und Chancen) dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten (u. a. Wiedergewinn der Verkehrsleistung), dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen kann. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht für das Berichtsjahr 2023 sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplaten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 29. Mai 2024 HTW
Wirtschaftsprüfung GmbH
Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer REGIOTRAM GESELLSCHAFT MBH, KASSELDie Gesslschafterversammlung hat am 19.06.2024 beschlossen den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 331.261,49 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss für das Jahr 2023 wurde am 19.06.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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