Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 5290
Vorher
gemeinnützige St.Fidelis Jugendhilfe Gesellschaft mbH
Eingetragen
14.11.2005
Branche
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur ErziehungAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: 1. Zweck der Gesellschaft ist a) die Forderung der Jugendhilfe, b) die Forderung der Erziehung, der Volksund Berufsbildung, c) Die Forderung des Wohlfahrtswesens, d) die Verfolgung mildtatiger Zwecke, die darauf gerichtet ist, Personen selbstlos zu unterstutzen, die infolge ihres korperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder sich in einer Lage der wirtschaftlichen hlilfebedürftigkeit befinden e) die Verfolgung kirchlicher Zwecke. Der Zweck der Gesellschaft wird insbesondere verwirklicht durch i. den Betrieb und die Unterhaltung van Wohnheimen, Tages- und Wohngruppen urn Beschäftigung, Therapie, Begleitung, heilpädagogische Betreuung und Forderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Erziehung im Rahmen der Jugendhilfe sicherzustellen, ii. den Betrieb und die Unterhaltung von Grund-, Hauptschul- und Forderschulzug zur Bildung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, iii. Beratung, Unterstützung und Hilfe für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, iv. Prävention für junge Menschen in Bezug auf gesellschaftliche Integration, auf Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen, von Solidarität und Subsidiarität, v. Vertretung von Interessen der Menschen, die die Dienste, Leistungen und Angebote der Gesellschaft in Anspruch nehmen, soweit sie sich nicht selbst vertreten können und diese Vertretung nicht ablehnen, vi. Hilfeleistung für Menschen in jeder geistigen und leiblichen Not im Sinne von § 53 AO, vii. Förderung, Schulung, Aus-, Fort- und Weiterbildung der Personen, die sich hauptund ehrenamtlich für den Unternehmensgegenstand engagieren, viii. Beschaffung von Mitteln und deren Weiterleitung an andere steuerbegünstigte Körperschaften im Rahmen des § 58 Nr.1 AO, welche diese Mittel unmittelbar für die steuerbegünstigten Zwecke dieser Satzung verwenden. 2. Die Gesellschaft darf sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch einer Hilfsperson im Sinne des § 57 Abs.1 Satz 1 Abgabenordnung bedienen, soweit die Gesellschaft ihre Aufgaben nicht selbst wahrnehmen kann oder will. 3. Die Körperschaft verfolgt ihre steuerbegünstigten Zwecke nach § 57 Abs. 3 AO auch dann unmittelbar, wenn sie satzungsgemäß durch planmäßiges Zusammenwirken mit mindestens einer weiteren Körperschaft, die im Übrigen die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllt, einen steuerbegünstigten Zweck verwirklicht. Das planmäßige Zusammenwirken beinhaltet folgende unterstützende Dienstleistungen: die Abordnung/Gestellung von Mitarbeitenden, hauswirtschaftlicher, technischer, EDV-, Qualitätsmanagement-, Overhead- und Verwaltungsdienstleistungen, Konzernumlagen sowie die Überlassung von bebauten und unbebauten Grundstücken und die Lieferungen von Waren aller Art. Die Körperschaft kooperiert dabei mit ihrer Gellschafterin Theresia-Hecht-Stiftung, deren Beteiligungsgesellschaften und den Immakulataschwestern vom Seraphischen Apostolat Kloster Brandenburg/lller e. V., Dietenheim, im Unternehmensverbund Theresia-Hecht-Stiftung. 4. Über ihre Zwecksetzung versteht sich die Gesellschaft als Lebens- und Wesensäußerung der Katholischen Kirche, der sie zugeordnet ist. Sie dient mit diesem Zweck der kirchlich-caritativen Aufgabenerfullung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Willburger
seit 20.1.2022
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

St. Fidelis gGmbH

Dietenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten
Geschäftsjahr
EUR

Gesamt
Geschäftsjahr
EUR

Einzelposten
Vorjahr
EUR

Gesamt
Vorjahr
TEUR

A. Anlagevermögen

234.660,00

199

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

0,00

0

II. Sachanlagen

234.660,00

199

B. Umlaufvermögen

2.575.105,09

2.398

I. Vorräte

10.378,18

12

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.083.521,76

1.222

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

481.205,15

1.104

C. Rechnungsabgrenzungsposten

69.965,32

60

Summe Aktiva

2.879.730,41

2.597



PASSIVA

Einzelposten
Geschäftsjahr
EUR

Gesamt
Geschäftsjahr
EUR

Einzelposten
Vorjahr
EUR

Gesamt
Vorjahr
TEUR

A. Eigenkapital

1.921.337,30

1.887

I. Gezeichnetes Kapital

200.000,00

200

II. Kapitalrücklage

1.300,000,00

1.300

III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag

386.593,90

381

IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

34.743,40

6

B. Sonderposten aud Zuweisungen und Zuschüssen zur Finanzierung des Anlagevermögens

28.782,00

36

C. Rückstellungen

247.374,20

310

D. Verbindlichkeiten

681.006,91

363

E. Rechnungsabgrenzungsposten

1.230,00

1

Summe Passiva

2.879.730,41

2.597

ANHANG

1. Allgemeine Angaben
Die St. Fidelis gGmbH mit Sitz in 89165 Dietenheim wird beim Registergericht Ulm unter der HRB 5290 geführt.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB.

Bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Personalaufwand dem Materialaufwand aufgrund seiner Bedeutung in einem Dienstleistungsunterneh­men vorangestellt. Diverse Posten wurden gemäß § 265 Abs. 5 HGB zur besseren Erläuterung anderweitig gefasst, benannt, untergliedert oder ergänzt.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Angaben der auf die Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung ange-

wandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ange­setzt und soweit abnutzbar um planmä­ßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhn­lichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis zu EUR 1.000,00 (Netto) werden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskos­ten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Un­ternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert aus­gewiesen. Das Niederstwertprinzip gemäß § 253 (4) HGB wurde beachtet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert ange­setzt.

Die eingegangenen Investitionszuschüsse werden erfolgsneutral zum Nennwert in den Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlage­vermögens eingestellt. Die Auflösung erfolgt abschreibungsanalog. Die im Zuge der Vermögensüberträge vom Rechtsvorgänger zu Buchwerten übernommenen Sonderposten werden gleichermaßen fortgeführt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Ver­pflichtungen. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafterin in Höhe von EUR 1.350.000,00. Die Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Wesentliche Posten der Rückstellungen sind Rückstellungen für Resturlaub/Mehrarbeit (TEUR 152). Die Gesellschaft hat mittels einer Wertguthabenvereinbarung i. S. d. § 7 b SGB IV ein Wertkontomodell eingerichtet. Zur Rückdeckung von Wertguthaben und Sicherstellung der gesetzlich geforderten Werterhaltungsgarantie schließt die Gesellschaft als Versicherungsnehmer mit der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG einen Rahmenvertrag zur Rückdeckung betrieblicher Wertguthaben (Wertkonto Plus) ab. Die Verpflichtungen aus Wertguthaben entsprechen dem Aktivierungswert (Guthaben bei der Bayern-Versicherung, TEUR 81) und werden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert, so dass sich kein Ausweis in der Bilanz ergibt.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin in Höhe von EUR 360.146,58. Die Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten mit Laufzeiten bis zu einem Jahr.

Aus dem Miet- Pachtvertrag für die bebauten Grundstücke bestehen finanzielle Verpflichtungen pro Jahr von rund TEUR 876.

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Köln. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtung wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Während der Zeit der Beschäftigung der Arbeitnehmer besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die einerseits aus einer Versicherungsrentenverpflichtung und andererseits aus einer Versorgungsrentenverpflichtung besteht. DieBerechnung erfolgt auf die umlagepflichtigen Gehälter bei einem Umlagesatz von 6,0 %,zuzüglich Angleichungsbeitrag, der ab dem Jahr 2020 über 6 Jahre erhoben wird.Gemäß Schreiben der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der DiözesenDeutschland, Anstalt des öffentlichen Rechts, vom 15.11.2023 ergibt sich eine Barwertdifferenz als Bemessungsgrundlage für den Angleichungsbetrag von TEUR 27.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der nicht in der Bilanz ausgewiesenenVerbindlichkeiten aus Versorgungszusagen schätzen wir aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine neue Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns derzeit nicht vor.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 64,64 Vollkräfte (Vorjahr 65,31 Vollkräfte). Hiervon sind der überwiegende Teil im pädagogischen und betreuerischen Bereich tätig, der Rest in den Bereichen Hauswirtschaft, Haustechnik und Verwaltung.

5.2 Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Geschäftsführer ist:

Herr Alexander Paul, Beruf gem. Tätigkeit als Geschäftsführer, Senden

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsfüh­rer verzichtet.

Aufsichtsrat sind:

Herr Hans-Dieter Beller (Vorsitzender)

Sr. M. Josefine Lampert (stellv. Vorsitzender)

Herr Jörg Allgayer

Herr Walter Hummler

Herr Günther Wall

Herr Wolfgang Dangel (ab März 2023)

Der Aufsichtsrat ist ehrenamtlich tätig.

5.3 Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die von der Gesellschaft genutzten Gebäude werden überwiegend von einem nahe stehenden Unternehmen gepachtet. Der Pachtzins richtet sich in der Regel nicht nach der lokalen Marktmiete, sondern nach einer vergütungssatzgerechten Kalkulation unter Einbeziehung von öffentlichen und nichtöffentlichen Zuschüssen. Die so zustande gekommene Pacht beträgt gesamt TEUR 736. Weiterhin ist in den Pachtverträgen geregelt, dass die Gesellschaft die Schönheitsreparaturen übernimmt.

Nicht hier aufgeführt werden Geschäfte, für die es keinen Markt gibt, wie eine Umlage oder selbstlose Zuwendungen.

5.4 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

BBezüglich der Investitionskostenvereinbarung für die Wohngruppe St. Fidelis war ein

Schiedsstellenverfahren anhängig, da keine Einigung auf dem Verhandlungsweg zustande

kam. Im Februar 2024 konnte dann jedoch doch noch eine gütliche Einigung

erzielt werden, sodass das Schiedsstellenverfahren ohne Verhandlung abgeschlossen

werden konnte.

Daneben ergaben sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

5.5 Ergebnisverwendung

Laut Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung wird im Folgejahr, vorbe­haltlich der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung, der Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Dietenheim, den 11. April 2024

gez. Alexander Paul

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 25. Juni 2024

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