FaGo GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gödde GmbHKölnJahresabschluss zum 31. Dezember 2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Gliederung Inhalt 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Vermögenslage 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.5. Gesamtaussage 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Externe Risiken 4.1.2. Strategische Risiken 4.1.3. Operative Risiken 4.1.4. Personalrisiken 4.2. Chancenbericht 4.3. Gesamtaussage 5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlagen des UnternehmensAls Partner der weltweit tätigen Hoffmann Group ist die Gödde GmbH in ihrem Beratungsgebiet Marktführer im Bereich Großhandel mit Qualitätswerkzeugen und Betriebseinrichtungen. Die Partnerschaft innerhalb der Hoffmann Group ermöglicht Gödde u.a. den Zugriff auf ein weltweit tätiges Produktmanagement, professionellem Marketing und diversen zentral bereitgestellten digitalen Services und Diensten. Am Standort in Köln werden derzeit 220 Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Vertrieb von Qualitätswerkzeugen, Betriebseinrichtung und persönlicher Schutzausstattung. Des Weiteren werden Dienstleistungen rund um das Produktportfolio angeboten. Das Katalogsortiment umfasst über 90.000 Artikel, die Bevorratung erfolgt an zwei Lagerstandorten. Die Kundenstruktur im ausschließlichen B2B - Segment ist als überaus homogen zu bezeichnen. Gödde verfügt in seinem Beratungsgebiet, welches sich von Nordrhein-Westfalen, über Rheinland-Pfalz bis in das Saarland erstreckt, über einen aktiven Kundenstamm von über 8.500 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Die Verteilung über Großunternehmen sowie klein- und mittelständischen Betrieben bildet dabei eine gesunde Mischung. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDeutschland ist durch die Folgen der Corona-Krise tief in die Rezession gerutscht. Laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts ist die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent eingebrochen. Kalenderbereinigt ergab sich sogar ein Einbruch von 5,3 Prozent. Stärker war die Wirtschaft nur während der globalen Finanzkrise 2009 geschrumpft, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent sank. Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten. Für das Jahr 2021 wird eine deutlich positivere Entwicklung erwartet. Laut dem Bundesamt für Statistik liegt die aktuelle Gemeinschaftsprognose bei 4,9%. Dies zeigt sich auch im ifo Geschäftsklimaindex, welcher sich Februar 2021 auf 92,4 Punkte verbessert hat. Im Wesentlichen ist dies durch die, trotz anhaltender COVID-19 Maßnahmen, robuste Industriekonjunktur bedingt. Trotz der sich bessernden Aussichten bei positiven Prognosen muss jederzeit mit einer neuerlichen und kurzfristigen Verschlechterung der Wirtschaftslage gerechnet werden. Dies erzwingt für 2021 ein regelmäßiges Monitoring von Erträgen und Kosten. Die Hoffmann Group konnte ihre Marktführerschaft auch in 2020 verteidigen. 2.2. GeschäftsverlaufVor dem Hintergrund der COVID-19 Krise musste im Jahr 2020 statt des geplanten leichten Wachstums von ca. 1% ein Umsatzrückgang in Höhe von 18,3% verkraftet werden. Nach einem ersten Quartal, welches in seiner Entwicklung der Planung entsprach, kam es insbesondere in den Quartalen zwei und drei in der Folge des Lockdowns, zu erheblichen Umsatzrückgängen, die im weiteren Verlauf des Quartals 4 nicht mehr kompensiert werden konnten. Diese Entwicklung betraf durchgängig alle Branchen und Kundengruppen. Der Umsatzrückgang erfolgte in den Produktgruppen weitestgehend homogen. Lediglich der Bereich der persönlichen Schutzausrüstung konnte sein Niveau annähernd halten. Öffentlich zugängliche Informationen zu Wettbewerbern lassen den Schluss zu, dass diese im Bereich Handel gleich stark oder stärker und im Bereich der Zerspanungsanbieter stärker von diesen Entwicklungen betroffen waren als Gödde. Aufgrund des Umsatzeinbruchs und des damit einhergehenden Wegfalls von Arbeitsaufwand oder -möglichkeit, waren wir gezwungen, in den Monaten April bis Dezember 2020, zunächst für den überwiegenden Teil, später nur noch für einzelne Bereiche des Unternehmens Kurzarbeit anzuordnen. 2.3. Lage2.3.1. ErtragslageDie Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 516 TEuro sind gegenüber dem Vorjahr um 8,3% gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 13,2 % zurückgegangen, da wesentliche Kostenpositionen, wie Transport- und Verpackungskosten, umsatzabhängig sind. Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6,7 Millionen Euro (Vorjahr 7,2 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von ca. 7,5 %. 2.3.2. FinanzlageDie Finanzlage des Unternehmens ist als überaus stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus Mitteln des Konzernverbunds, das bisherige Darlehen von Unternehmen aus dem Gesellschafterkreis wurde im Berichtsjahr getilgt. Die Zahlungen der Lieferantenverbindlichkeiten erfolgen grundsätzlich unter Ausnutzung der gebotenen Skontomöglichkeiten. Durch unser überaus effektives Forderungsmanagement sind wir bislang in der Lage, die Forderungen überwiegend innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und größere Forderungsverluste zu verhindern. 2.3.3. VermögenslageDie Entwicklung der wesentlichen Kennzahl zur Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber den Vorjahreswerten im Geschäftsjahr um ca. TEuro 550 erhöht und begründen sich im Wesentlichen durch die Einführung eines CRM-Systems. Insgesamt hat die Gesellschaft im Berichtsjahr TEuro 411 in das Anlagevermögen investiert (Ein Teilbetrag von insgesamt TEuro 150 für das CRM-System wurde bereits im Jahr 2019 investiert) Zusätzliche Anschaffungen werden überwiegend über Leasingverträge abgewickelt, dies betrifft nahezu ausschließlich den Kraftfahrzeugbereich. Der Bestand der Vorräte stieg zum Stichtag um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenFür die interne Unternehmenssteuerung werden die folgenden Kennzahlen herangezogen:
Auch die erzielten monatlichen Umsatzerlöse werden als Leistungsindikatoren verwendet. Neben den finanziellen Leistungsfaktoren gibt es nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen, neben der Kundenzufriedenheit, insbesondere die Lieferfähigkeit, die Qualität und die Mitarbeiterzufriedenheit. Die Kundenzufriedenheit wird im direkten Gespräch unserer Gebietsverkaufsleiter fortlaufend thematisiert. Des Weiteren wird diese deutlich durch die Lieferbereitschaft beeinflusst. Als Lieferbereitschaft wird die Fähigkeit der vollständigen Lieferung einer Auftragsposition zum Wunschlieferdatum bezeichnet. Die Zielmarke von 99% konnte im Geschäftsjahr 2020 nicht durchgängig erreicht werden. Die Pandemie bedingten Produktionsengpässe und der erhöhte Bedarf an persönlicher Schutzausstattung haben hier besondere Anstrengung erfordert. Aufgrund gezieltem Lageraufbaus sollten negative Auswirkungen durch Lieferengpässe vermieden worden sein. Die Kennzahlen werden monatlich ausgewertet, um Fehlentwicklungen schnell erkennen und dementsprechend notwendige Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Im Rahmen eines zweitägigen Überwachungsaudits des TÜV-Rheinlands in 2018 wurde die Einhaltung der Forderungen der ISO 9001:2015 wiederholt bestätigt. Das ausgestellte Zertifikat hat eine Gültigkeit bis 2021. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit weiteren Partnern der Hoffmann-Group wurde im Jahr 2019 begonnen, das CRM-System neu aufzusetzen. Das System wurde im April 2020 in Betrieb genommen und hat sich bei geringem Schulungsbedarf bereits nach kurzer Zeit zu einem von allen Beteiligten akzeptierten und geschätztem Vertriebsinformations- und Steuerungssystem entwickelt. Das System stellt nun das zentrale Kommunikationsmedium für die Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche dar. 2.5. GesamtaussageTrotz der unerwarteten Umsatzrückgänge aufgrund der Corona-Pandemie wird die Vermögens- Finanz- und Ertragslage weiterhin als gut bewertet. 3. PrognoseberichtWie in den Vorjahren, aber insbesondere mit Blick auf die in 2020 gezeigte Krisenresilienz des Unternehmens, schätzen wir die mittel- bis langfristige Entwicklung des Unternehmens weiterhin als positiv ein. Eine neuerliche Potenzialanalyse auf Basis von Eurostat Daten und umfangreichen Kundenbefragungen hat das große Potenzial des adressierten Marktes und damit auch die Wachstumsmöglichkeiten des Unternehmens bestätigt. Entsprechend der Konjunkturprognosen ist ab Q2/2021 mit einer weiteren deutlichen Belebung des Marktes zu rechnen, da Investitionsrückstände und Einschränkungen in Lebensbereichen und Branchen zunehmend aufgelöst werden. Den grundsätzlichen Risiken des Handels begegnen wir weiterhin mit dem Ausbau des beratungsintensiven Produktportfolios - hier ist die Automation zu nennen - sowie der Aufnahme weiterer Geschäftsmodelle, hier ist connected manufacturing oder connected metrology zu nennen. Für das laufende Geschäftsjahr wurde ein Umsatzwachstum von 14% geplant. In der Umsatzplanung wird dabei davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation im Laufe des Jahres immer weiter verbessert und die pandemiebedingten gesellschaftlichen Einschränkungen durch eine effiziente Lock-Down- und konsequente Impfstrategien immer weiter zurückgefahren werden können. Das erste Quartal wird noch mit einem verhaltenen Wachstum geplant, während ab Frühsommer von einer deutlicheren Umsatzsteigerung ausgegangen wird. Als Beitrag für eine Eindämmung der Pandemie und zum Schutz unserer Mitarbeiter werden wir die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten (HomeOffice) wo möglich und sinnvoll anbieten. Begleitet wird dieses durch die Bereitstellung von Corona-Schnelltests für alle anderen Mitarbeiter und unser Bestreben, uns aktiv bei den Corona-Schutzimpfungen zu beteiligen. Zu erwarten sind in 2021 Risiken für die Lieferketten. Die anspringenden Bedarfe in den entwickelten Industrieländern verursachen derzeit Engpässe in den weltweiten Logistikketten und führen zu deutlich erhöhten Frachtraten und längeren Transportzeiten. Zeitgleich hat eine deutliche Teuerung bei den Rohstoffen eingesetzt, welche auf der Einkaufseite zu einem erhöhten Margendruck führen kann. Diesen Entwicklungen wird derzeit mit einer erhöhten Bevorratung am Standort begegnet. Im aktuellen Geschäftsjahr wird durch Einführung einer KI gestützten Scan2EDI Lösung die Produktivität des Vertriebes und des internen Rechnungswesens weiter verbessert. Durch den Ausbau von "self service" Angeboten soll ebenfalls die Produktivität aber auch die Kundenbindung erhöht werden. Gemeinsam mit den Führungskräften werden in Workshops ab März Maßnahmen entwickelt, um die Krisenresilienz des Unternehmens noch weiter zu stärken. Der Fokus liegt auf einer weiteren Flexibilisierung und Skalierbarkeit von Prozessen. Durch unsere gesunde Fixkostenstruktur können wir wieder mit einem zufriedenstellenden Ergebnis rechnen. Bei planmäßigem Verlauf wird der Jahresüberschuss um rund 5% unter dem Jahresüberschuss des Jahres 2020 liegen. Es ist uneingeschränkt davon auszugehen, dass wir auch zukünftig in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 4. Chancen- und Risikobericht4.1. Risikobericht4.1.1. Externe RisikenWeiterhin stellen die weltweiten Auswirkungen der COVID-19 Krise das größte wirtschaftliche Risiko für die Unternehmung dar. Hier sind insbesondere die Einschränkungen im Alltag sowie das Auftreten weiterer Mutationen als Risikotreiber zu sehen. Die konsequente und schnelle Umsetzung der Impfstrategie wird als Voraussetzung für eine positive Entwicklung gesehen. Nicht abschätzbar sind derzeit die Folgen der angepassten Insolvenzhandhabung durch die Bundesregierung. Durch die veränderten politischen Verhältnisse in den USA ist derzeit eine Normalisierung der transatlantischen Handelsbeziehungen vorstellbar, muss aber angesichts der jüngst angekündigten Erweiterung von Strafzöllen für Produkte aus der EU vorerst weiter kritisch gesehen werden. Die Zunahme an Sanktionen, welche durch die EU in Richtung Russland verhängt werden, lassen eine Normalisierung der Handelsbeziehungen auch künftig als unwahrscheinlich erscheinen. Weiterhin ist bei den meisten bestehenden Risiken derzeit keine Entspannung in Sicht. Hier sind weiterhin der sich verschärfende Handelsstreit zwischen China und den USA und die Folgen des politischen Machtkampfes im Nahen Osten zu nennen. Die durch die COVID-19 Krise noch expansiver gewordene Geldpolitik der EZB führt zu zunehmenden Übertreibungen an den Immobilienmärkten sowie den Finanz- und Rohstoffmärkten. Die Risiken aus dem Strukturwandel der Automobilindustrie müssen angesichts der rückläufigen Zulassungszahlen, trotz der hohen Investitionstätigkeit, weiterhin als hoch angesehen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich wegen des Austritts von Großbritannien aus der EU (BREXIT) sowohl für den Kundenstamm als auch für die Lieferketten der Gödde GmbH keine erhöhten Risiken erkennen. Die Auswirkungen auf die weitere Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien und deren Wirkung auf die EU werden mit Blick auf das Geschäftsfeld der Gödde GmbH ebenfalls als gering eingeschätzt. 4.1.2. Strategische RisikenStrategische Risiken bestehen weiterhin bzgl. der Erweiterung des Geschäftsmodells und der Anpassung der IT-Infrastrukturen an die sich wandelnde Vertriebsorganisation. Die noch in Entwicklung befindlichen neuen digitalen Angebote für unsere Kunden werden erst im Jahr 2021, also mit Verzögerung, in den Markt kommen. Hintergrund ist die bessere Anpassung der Angebote an die Kundenbedürfnisse. Begleitend hierzu wurde im Jahr 2020 mit dem Umbau des Vertriebes in eine omnichannelfähige Struktur begonnen. Hieraus entstehen Anforderungen an Prozesse und IT-Systeme, welche auf Group Ebene gelöst werden müssen. Sowohl die Bereitstellung digitaler Produkte wie auch die technologische Befähigung der neuen Vertriebsstruktur konnte noch nicht abgeschlossen werden und erfordert auch künftig einen hohen Ressourcenaufwand. Mit Blick auf das Handelsprogramm und die Positionierung der Hoffmann Group im Produktionsverbindungshandel (PVH) konnten durch zukunftsorientierte Programmanpassungen Risiken minimiert und weitere werkzeugseitige Grundlagen für ein Hoffmann Group Plattformmodell geschaffen werden. 4.1.3. Operative RisikenDer stete Ausbau des Katalogsortiments sowie die Aufnahme neuer Produktbereiche bedarf ausreichender Logistikkapazität. Die Sicherstellung ausreichender Lagerkapazität ist daher ein wesentliches Handlungsfeld. Die notwendige Kapazität konnte zwischenzeitlich bis über das Jahr 2025 hinaus, vertraglich sichergestellt werden. Aufgrund der immer noch laufenden Sortimentsumstellung im Bereich Betriebseinrichtung sowie durch die weitere Neuaufnahme von Artikeln, hat die Verbesserung der Produktivität und des Lagerumschlages im Logistikbereich weiterhin höchste Priorität. Mit der für 2021 geplanten Einführung einer Kundensegmentierung im Rahmen eines Omnichannel Konzeptes im Vertrieb müssen viele Prozesse je Kundensegment überprüft und angepasst werden. Hier ist mit Risiken in den administrativen Prozessen zu rechnen. 4.1.4. PersonalrisikenAufgrund unseres stetigen Wachstums und altersbedingtem Ausscheiden von langjährigen Mitarbeitern rechnen wir mit erhöhtem Personalbedarf. Die Rekrutierung von neuen qualifizierten Mitarbeitern ist zunehmend eine besondere Herausforderung. Wir verfolgen daher eine gezielte und vorausschauende Weiterbildungspolitik, die mit dafür sorgt, dass wir auch zukünftig genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung haben werden. Dafür nutzen wir schwerpunktmäßig das Hoffmann Group TrainingsCenter. Als ein sehr wichtiges Instrument zur Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern sehen wir die Übernahme von Auszubildenden an. Wir haben daher sowohl im kaufmännischen, technischen als auch logistischen Bereich ein erfolgreiches internes Ausbildungswesen für fünf verschiedene Ausbildungsberufe aufgebaut, und erreichen damit einen Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft von rund 10%. 4.2. ChancenberichtAls strategischer Partner der Hoffmann Group tragen wir mit einem erheblichen Anteil zum Erfolg der Hoffmann Group in Deutschland und Europa bei. Die Partnerschaft sichert uns u.a. den Zugang zu den Exklusivmarken "Garant" (Premiummarke) und "Holex", die aufgrund ihrer Qualität und des hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses ein Alleinstellungsmerkmal für uns darstellen. Darüber hinaus garantiert das von unserem Partner Hoffmann, München, betriebene Produktmanagement, die konsequente Weiterentwicklung der Produkte, des Produktportfolios sowie der Lieferantenbeziehungen. Das zentrale Marketing und die permanente Weiterentwicklung moderner Dienstleistungen helfen uns insgesamt bei der nachhaltigen Gewinnung von Marktanteilen. Dabei sind wir durch die aktive Mitarbeit bei der Entwicklung und Umsetzung strategischer Themen in der Lage, unsere Anforderungen frühzeitig einzubringen. Durch diese Einflussnahme reduzieren wir gleichzeitig das Risiko der Abhängigkeit. Unsere außergewöhnliche Lieferfähigkeit von 99% bei Katalogartikeln erweist sich als großer Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Marktbegleitern. Diesen Vorteil werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und hohes Maß an Qualität und Einsatzbereitschaft festigen. Unsere Produktstrategie bietet unseren Kunden stets die Möglichkeit, sich für seine Anforderungen und Ansprüche das am besten geeignete Produkt auszuwählen. 4.3. GesamtaussageAufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung möglicher finanzwirtschaftlicher Risiken gut gesichert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 5. Risikobericht über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, der darüber hinaus sehr breit gefächert ist und mit dem bereits eine mehrjährige Zusammenarbeit besteht. Unsere Verbindlichkeiten zahlen wir stets innerhalb der vertraglichen Konditionen und unter Nutzung von Skonto. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Bei Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns grundsätzlich über die Bonität unserer Kunden. Die Gesellschaft finanziert sich vollständig aus Mitteln aus dem Konzernverbund und von Unternehmen aus dem Gesellschafterkreis. Daher sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.
Köln, den 29.03.2021 Gödde GmbH Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gödde GmbH wurde auf der Grundlage des Gesellschaftsvertrages und den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in §267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gödde GmbH eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft Firmenname laut Registergericht: Gödde GmbH Firmensitz laut Registergericht: Köln Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Amtsgericht Köln Register-Nummer: HRB 51298 Das Gliederungsschema wurde im Anlagevermögen um den Posten "Genossenschaftsanteile" und im Eigenkapital um den Posten "Einlagen stiller Gesellschafter" erweitert. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 250,00 wurden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgaben gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter von Euro 250,01 bis Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die als Finanzanlagen gehaltenen Genossenschaftsanteile wurden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung erfolgte gemäß §255 Abs. 4 HGB mit dem beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennbetrag angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Rückstellungen Rückstellungen werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Rückstellungen für Pensionen werden dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst (§253 Abs. 2 S. 2 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 102.586,61 (Vj. Euro 90.316,44). Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 665.953,94 (Vj. Euro 620.712,19) sind überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen aus verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 7.432,75 (Vj. Euro 0,00) Forderungen gegen die Gesellschafterin enthalten. Aktive latente Steuern Durch die Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach §274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 20.772 ist gemäß §253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Aufgrund der bestehenden Rücklagen kommt die daraus resultierende Ausschüttungssperre nicht zum Tragen. Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen Der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. (Rechnungszinssatz 0,44%; durchschnittliche Restlaufzeit 1 Jahr; Gehaltssteigerung 0,00% p.a.). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige Rückstellungen
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände nach §285 Nr. 25 HGB beträgt TEUR 96. Für die Saldierung von Zinsaufwendungen aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Zinserträgen wurden folgende Werte ermittelt:
Der Wert der verrechneten Aufwendungen und Erträge nach §285 Nr. 25 HGB beträgt EUR 387. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von Euro 190 (Vj. Euro 0,00) um Verbindlichkeiten gegenüber der Gödde S.R.L. Dabei handelt es sich gleichzeitig um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 83.149 bestehen im Wesentlichen aus dem Handel mit Werkzeugen, Werkzeugzubehör und Betriebseinrichtungen im Inland. Davon entfallen TEUR 7.238 auf Lieferungen in das innergemeinschaftliche EU-Gebiet. Die Tätigkeitsbereiche unterscheiden sich nicht erheblich. Erläuterung der Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten. Bei den Erträgen handelt es sich um Erstattungen der Agentur für Arbeit für Mitarbeiter in Kurzarbeit einschließlich der Erstattung von Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung in Höhe von insgesamt TEuro 887. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 3.279. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
(Die Anzahl der Auszubildenden beträgt 21 und somit ist die Gesamtzahl der Arbeitnehmer im Durchschnitt 223.) Angaben zum Mutterunternehmen Die Gödde GmbH ist zum 31.12.2020 eine 100% Tochtergesellschaft der Oliver Gödde Beteiligungs-GmbH und wird in den Konzernabschluss einbezogen. Name: Oliver Gödde Beteiligungs-GmbH Sitz: Robert-Perthel-Straße 57-59, 50739 Köln Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger. Honorar für Abschlussprüfer Das Honorar der Abschlussprüfer beträgt TEUR 57 und gliedert sich wie folgt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Rahmen der weiterhin bestehenden Corona-Pandemie wurde der bis zum 10. Januar 2021 befristete Lockdown mehrmals nach dem Bilanzstichtag verlängert. Die Auswirkungen der noch andauernden Lockdown-Situation können nicht eingeschätzt werden. Gewinnverwendung Die Verwendung des Jahresüberschusses von TEUR 6.378 wird durch die Gesellschafterversammlung im Jahr 2021 entschieden. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 4.500 vorzunehmen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsleitung
Köln, den 29.03.2021 gez. Oliver Gödde gez. Frederik Bauersch gez. Jens Krakow Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gödde GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gödde GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gödde GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 14.04.2021 Overhage
und Overhage Partnerschaftsgesellschaft mbB
Martin Overhage, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020In der Gesellschafterversammlung vom 14.05.2021 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 festgestellt. Gewinnverwendungsbeschluss Die Gesellschafterversammlung hat am 14.05.2021 beschlossen, von dem Jahresüberschuss 2020 einen Betrag in Höhe von EUR 4.500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnungen vorzutragen. |
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