Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 410941
Eingetragen
4.9.1980
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Betrieb von Reparaturwerkstätten und Servicestationen für Fahrzeuge, der Handel mit Fahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör sowie die Vermietung und der Transport von PKW und Nutzfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Tobias Ganter
seit 8.1.2026
Geschäftsführer
Philipp Kurze
seit 11.4.2024
Prokura
Michael Larisch
seit 30.8.2023
Prokura
Tobias Dräger
seit 19.2.2021
Prokura
Manuel Disch
seit 19.2.2021
Prokura
Thomas Wolff
seit 26.5.2017
Prokura
Prokura
Prokura
Sascha Kammerdiener
seit 21.1.2016
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kestenholz Automotive Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kestenholz Holding AG
Switzerland
3.750.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
7.69%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kestenholz GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

KESTENHOLZ GMBH, FREIBURG I. BR.

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Hauptgeschäftstätigkeit ist der Verkauf und die Vermittlung von neuen PKW und Nutzfahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, smart, Fuso, sowie der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen aller Marken, hauptsächlich aber der im Neuwagensegment aufgeführten Marken.

Eine weitere Hauptgeschäftstätigkeit ist die komplette Servicedienstleistung für die oben genannten Marken und für Mercedes Benz Omnibusse, also Wartung, Reparatur, Unfall-Instandsetzung, Lackierung und der Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör, Reifen und Schmiermittel.

Weitere Geschäftsfelder sind die Vermittlung von Finanzdienstleistungen, Leasing und Finanzierungen, KFZ-Versicherungen, sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

2. Struktur der Gesellschaft

Die Kestenholz GmbH ist der deutsche Teil der im Automobilhandel tätigen Schweizer Unternehmensgruppe, der Kestenholz Automotive Holding AG mit Sitz in Pratteln/Schweiz. Die Gesellschaft betreibt ihre Aktivitäten in angemieteten Räumen in den Centern Freiburg im Breisgau, Center Freiburg im Breisgau-Nord sowie in den Centern Lörrach, Bad Säckingen und Weil am Rhein.

3. Zweigniederlassungsbericht

Der Standort Weil am Rhein wird in Form einer Zweigniederlassung betrieben. Hier arbeiten 50 Mitarbeiter und der Betrieb ist vollständig auf die Leistungen für Nutzfahrzeuge ausgerichtet, die ihm von den Standorten Bad Säckingen und Lörrach zugeführt werden. Die Center Bad Säckingen, Lörrach und Breisgau-Nord werden in Form von Zweigniederlassungen betrieben. Hier arbeiten jeweils 20 bis 40 Mitarbeiter und die Betriebe sind vollständig auf die Leistungen für PKW Service und Verkauf ausgerichtet.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85,0 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das PKW-Neuwagengeschäft 2023 entwickelte sich laut Kraftfahrt-Bundesamt mit 2,84 Millionen Neuzulassungen und einer Veränderung von +7,3 % über dem Vorjahresniveau. Dominant bei den Neuzulassungen bleiben Autos mit Benzinmotoren unter der Haube. Die Otto-Triebwerke kommen auf einen Neuzulassungsanteil von 34,4 % und gewinnen zum Vorjahresniveau 1,8 Prozentpunkte. Der Anteil der Diesel sank um 0,7 Prozentpunkte auf 17,1 %. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2023 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Fahrzeuge mit Hybridantrieb erreichten einen Anteil von 29,5 %, darunter die Plug-in-Hybride mit einem Anteil von 6,2 %. Elektro-Pkw konnten einen Anteil von 18,4 % ausweisen.

Laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts entfielen 67,1 % der Neuzulassungen auf den gewerblichen Bereich (+12,4 %), für 32,8 % (-1,9 %) waren Privatkunden verantwortlich.

Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2023 überwiegend gestiegene Neuzulassungszahlen.

Unter den Premiumanbietern lag die Marke Mercedes-Benz bei den Neuzulassungen 2023 auf dem deutschen Markt mit +13,7 % zum Vorjahr vor Porsche +12,0 %, VW mit +7,9 % und BMW mit +11,2 %. VW bleibt dennoch mit 18,2 % und 519.089 Einheiten weiter auf Platz 1 in der Zulassungsstatistik. Auf Platz 2 folgt wie im Vorjahr dann bereits Mercedes-Benz mit 277.352 Einheiten, vor Audi (246.880 Einheiten) und BMW (233.160 Einheiten).

Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik zeigte für die Lastkraftwagen einen Zuwachs von +14,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zugmaschinen verzeichneten einen Zugang um 8,4 %, die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) um +0,3 % und die Kraftomnibusse um +12,5 %. Die Anzahl neu zugelassener Krafträder (222.046/-0,8 %) lag im Jahr 2023 knapp unter Vorjahresniveau. Der relative Marktanteil von Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen auf dem Gesamtmarkt war 2023 35,86 %.

B. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Das Geschäftsjahr 2023 war wesentlich geprägt durch das vom Hersteller eingeführte Agenturmodell VDZ. Neue Anwendungen, neue Prozesse und veränderte Richtlinien im Umgang mit den Kunden. Preissteigerungen im Zuge von inflationsbedingten Kostenkompensationen, die einheitliche Preisstrategie durch den Hersteller führten dazu und der Kauf und die Integration eines Autohauses in Freiburg i. Br. führten dazu, dass der Umsatz um +7,1 % gesteigert werden konnte.

Mit einem EBIT von 4,0 % (Vorjahr: 3,0 %) haben wir unter den gesetzten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der weltweit anhaltenden Lieferengpässe ein über den Erwartungen liegendes, sehr gutes Gesamtergebnis erreicht, das uns angesichts der vorgenannten Unsicherheiten sehr zufrieden stellt.

1. Absatzbereiche

Die Absatz-, Umsatz- und Ertragslage der verschiedenen Sparten stellt sich wie folgt dar:

Neuwagengeschäft

Insgesamt lag der Absatz 2023 von Neuwagen PKW Mercedes-Benz und Smart knapp über unseren Erwartungen, dennoch 12 % über Vorjahr. Die Absatzziele NFZ Trapo und LKW wurden erreicht und liegen deutlich über Vorjahresniveau. Durch veränderte Rahmenbedingungen durch das neue Agenturmodell VDZ hat sich der Anteil zwischen Vorführwagenumsatz und Provisionsumsatz aus Neuwagen massiv verschoben.

In Summe lag der Spartenumsatz im Neuwagengeschäft bei 42.917 TEUR (Vorjahr: 45.583 TEUR).

Gebrauchtwagengeschäft

Der Gebrauchtwagenabsatz mit einem Spartenumsatz von 58.633 TEUR, lag deutlich über dem zu erwarteten Ziel-Niveau und 12,7 % über Vorjahr.

Servicegeschäft

Im NFZ-Reparaturgeschäft konnte das gesetzte Umsatzziel mit einer Zielerreichung von 105 % erreicht werden.

Nach einer schwachen Startphase im PKW-Reparatursegment aufgrund von Lieferengpässen im Ersatzteilbereich hat sich das Geschäft ab dem 2. Quartal gesteigert.

Der Erlös aus Reparaturleistungen und sonstigen Dienstleistungen mit 25.521 TEUR konnte zum Vorjahr deutlich um 12,1 % gesteigert werden. Entsprechend hat sich auch das Ersatzteilgeschäft entwickelt und mit einem Gesamterlös von 24.238 TEUR mit +16,4 % über Vorjahresniveau abgeschlossen.

2. Einkauf

Als Vertragspartner der Mercedes-Benz AG, Daimler Truck AG und smart Europa GmbH treten wir im Segment Neufahrzeuge als Absatzmittler für die Marken Mercedes-Benz, smart und Fuso auf. Die Dienst- und Vorführwagen sowie unsere Ersatzteile und Zubehörartikel werden direkt vom Hersteller bezogen. Somit sind wir sowohl im Einkauf wie in der Vermarktung an die vertraglichen Rahmenbedingungen des Herstellers gebunden.

3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei einer Abschreibung von 3.121 TEUR Investitionen in Höhe von 15.536 TEUR und Abgänge von 14.807 TEUR verbucht. Neben den Geschäfts- und Vorführwagen wurden Investitionen in Technische Anlagen und Betriebs-/Geschäftsausstattung in Höhe von 847 TEUR vorgenommen.

4. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Personalstärke von 405 Mitarbeitern 2022 ist auf 428 im Jahr 2023 durch die Integration und Verschmelzung der ehemaligen Auto-Weber GmbH gestiegen.

Die Entlohnung der Arbeitnehmer richtet sich sowohl bei den Angestellten als auch bei den gewerblichen Mitarbeitern nach dem Tarifvertrag des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg. Die Personalkosten von 26.410 TEUR im Jahr 2022 sind 2023 durch die Erweiterung am Standort Freiburg und die jährliche Tariferhöhung auf 29.076 TEUR gestiegen.

Die Personalkosten sind die zweitgrößte Position auf der Ausgabenseite und haben eine große Auswirkung auf das Geschäftsergebnis.

Es wurden 2023 mit hohem finanziellem Engagement zahlreiche Schulungsprogramme und teamfordernde Maßnahmen mit dem Fokus Mitarbeiterqualifizierung und Mitarbeiterbindung durchgeführt.

Unter anderem besteht seit Jahren eine Kooperation mit der Schweizer Hotelfachschule S.H.L. Luzern, in der unsere Mitarbeiter über einen Zeitraum von mehreren Monaten das Trainingsprogramm "James" durchlaufen. Hier werden mit Erfolg Standards der Spitzenhotellerie im Umgang mit Kunden vermittelt.

Die Einbindung des Personals in die vorhandene Philosophie des Familienunternehmens Kestenholz ist eines der sozialen Ziele des Unternehmens.

5. Umweltschutz

Für die Kestenholz GmbH ist aktiver Umweltschutz selbstverständlich.

Durch den Einsatz einer elektronisch gesteuerten Gebäudeleittechnik werden Strom- und Erdgasverbrauch optimiert. Bei Kestenholz kommt Ökostrom zum Einsatz. Die gesetzlichen Umwelt-Anforderungen aus den Bereichen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Lagerung von wassergefährdenden und brennbaren Stoffen, Lagerung von und Umgang mit Gefahrstoffen, Abwasserbehandlung und -reduzierung werden eingehalten und unterliegen einer permanenten Kontrolle.

Wir führen alle Alt- und Reststoffe getrennt dem vorgeschriebenen Recyclingkreislauf zu und sorgen so für eine möglichst umweltgerechte Entsorgung.

Alle anfallenden Werkstattabfälle und Fahrzeugaltteile werden über das herstellergesteuerte System MeRSy Recycling Management für Mercedes-Benz und smart der industriellen Wiederverwertung zugeführt.

Der in der Gesellschaft immer wichtiger werdende Umweltschutz wird bei Kestenholz anhand intern und extern durchgeführter Audits sichergestellt.

Nachhaltigkeit bedeutet für Kestenholz als Familienunternehmen, dauerhafte Werte für alle Anspruchsgruppen zu schaffen: für Kunden, Mitarbeitende sowie für Geschäftspartner und die Gesellschaft als Ganzes. Die ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung gehen dabei Hand in Hand und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Jahr 2023 wurde zum ersten Mal das Umweltmanagementsystem ISO 14001:2015 erfolgreich umgesetzt und eingeführt.

6. Elektromobilität

Im Thema Elektromobilität ist die Kestenholz GmbH mit den Produkten der Mercedes-Benz AG und der smart Europe GmbH sehr stark im Markt vertreten. Mit der Marke Mercedes-EQ sind wir in diesem Segment starker Vertreter in unserem Verkaufsgebiet. Inzwischen kann das Portfolio Mercedes-Benz EQ in jedem Segment elektrifizierte Alternativen anbieten. Damit macht Mercedes-Benz einen entscheidenden Schritt in eine klimaneutrale Zukunft. Dabei bietet EQ ein umfassendes elektromobiles Ökosystem aus Produkten, Services, Technologien und Innovationen. Das Spektrum reicht von Elektrofahrzeugen über Wallboxen und Ladeservices bis hin zum Home-Energiespeicher.

In einer Kooperation mit dem Hersteller forcieren wir den weiteren Ausbau der Elektromobilität.

Der smart 1 im 1.Quartal 2023 wurde das erste Fahrzeug des Gemeinschaftsunternehmens smart Automobile Co. Ltd. Sie ist ein 50/50 Joint Venture zwischen der Mercedes-Benz AG und der Geely Automobile Group Co. Ltd., welche 2019 gegründet wurde. Die smart Europe GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der smart Automobile Co. Ltd. und wurde gegründet, um zukünftige smart Fahrzeuge auf dem europäischen Markt anzubieten, zu verkaufen und zu betreuen.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr auf 48.267 TEUR reduziert. Dies betrifft auf der Aktivseite insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände um 687 TEUR.

Der Vorratsbestand an Fahrzeugen und Ersatzteilen wurde dagegen erhöht. Aufgrund der Integration des neuen Betriebes in Freiburg erhöhte sich der Bestand um 239 TEUR.

Durch die Reduzierung der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote auf 30,7 % und 15.398 TEUR verbessert werden.

Auf der Passivseite konnten durch das konsequente und kontinuierliche Zahlungsmanagement die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag deutlich reduziert werden.

2. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist stabil. Die Finanzierung des Fahrzeugbestandes erfolgt im Wesentlichen über Kredite des Herstellers. Wir verfügen über ausreichende Kreditlinien. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Forderungen werden möglichst innerhalb der von uns gesetzten Zahlungsziele vereinnahmt.

3. Ertragslage

Der Jahresumsatz konnte von 2022 EUR 142 Mio. um +7,1 % auf EUR 152 Mio. gesteigert werden.

Während die Neu- und Vorführwagenumsätze um -5,9 % gesunken sind, stieg der Umsatz im Werkstatt- und Ersatzteilbereich um 15,7 %.

Die Aufwendungen aus dem Erwerb von Fahrzeugen und Ersatzteilen, sowie für bezogene Fremdleistungen folgen der Umsatzentwicklung und stiegen von EUR 97 Mio. auf EUR 100 Mio.

Der konstant gebliebene Umsatztrend und der verbesserte Bruttogewinn 1 hat sich positiv auf das Ergebnis niedergeschlagen.

Die Personalkosten haben sich durch tarifvertragliche Anpassungen und des Zuwachses des Personalstamms durch die Verschmelzung der ehemaligen Auto-Weber GmbH um 10 % erhöht.

Die extremen Energiepreiserhöhungen im Zuge des Ukraine Kriegs und der damit verbundenen Inflationssteigerung, führten zu einer Kostensteigerung in allen Funktionskostenbereichen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend durch die Verschmelzung und Integration der ehemaligen Auto-Weber GmbH entstanden.

Als Folge der vorgenannten Sachverhalte schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 2.849 TEUR (Vorjahr: 2.560 TEUR).

D. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen der Kestenholz GmbH zählen neben strategischen und operativen Vorgaben auch finanzielle Kenngrößen. Zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren, die von der Kestenholz GmbH zur operativen Steuerung herangezogen werden, gehören im Wesentlichen Umsatzerlöse, der Cashflow und der Jahresüberschuss vor Steuern.

Neben den wichtigen Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklung spielen auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen eine Rolle für unseren unternehmerischen Erfolg.

Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass eine vielfältige Belegschaft die Innovationskraft unseres Unternehmens stärkt. Wir fördern aktiv die Vielfältigkeit unserer Führungskräfte, um eine integrative Kultur zu schaffen, die unsere Werte widerspiegelt und es jedem Mitarbeiter ermöglicht, sein Potenzial zu entfalten. Über eine strategische Nachfolgeplanung für unternehmenskritische Positionen stellen wir die Verwirklichung unserer ehrgeizigen Unternehmensziele sicher. Um den Erfolg der darauf bezogenen Maßnahmen zu messen, haben wir diese beiden Fokusthemen als nicht finanzielle Steuerungsgrößen eingeführt.

E. Prognosebericht

Bei den Neuzulassungen geht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) im kommenden Jahr von zirka 2,65 Mio. Einheiten aus und damit 200.000 Neuwagen weniger als im Jahr 2023.

Im Jahr 2023 ist durchgehend ein Rückgang bei den Auftragseingängen zu verzeichnen. Das wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der Neufahrzeugmarkt über das prognostizierte Maß hinaus auch ohne vom Hersteller induzierte Sondermaßnahmen aufnahmefähig sei.

Gestiegene Rohstoffkosten würden außerdem zu höheren Fahrzeugpreisen führen. Deshalb zögerten viele private Kaufinteressierte den Autokauf hinaus, weil deren real verfügbare Einkommen der Ausgabensituation nicht annähernd angepasst seien. Außerdem gebe es kein ausreichendes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen. Hinzu komme die weiter zunehmende Verunsicherung über den Kurs der Regierung bei der Verkehrs- und Klimapolitik.

Das Gebrauchtwagengeschäft wird sich nach Einschätzung des Verbandes auf etwa 6,4 Mio. Besitzumschreibungen einpendeln. Realistisch, berücksichtigt man, dass immer noch ein schwindender Teil der jüngeren Elektro- und Plug-in-Hybird-Zulassungen den deutschen Markt vor der Besitzumschreibung verlassen wird. Verglichen mit über sieben Millionen GW-Verkäufen im Jahr 2019 ergibt sich weiterhin ein Umsatzvolumen, das fehlt.

Das Jahr 2024 wird immer noch eine Art Übergangsjahr sein, das am Neu- wie Gebrauchtwagenmarkt mit Preisstabilität und Unterversorgung in wenigen Bereichen - vornehmlich Verbrenner -, aber auch mit verstärktem Wettbewerb und einer Tendenz zum Überangebot an elektrifizierten Antrieben (Vollhybride eingeschlossen) aufwarten wird. Restwerttechnisch wird es also kein vorteilhaftes Jahr.

Diese Einschätzung teilt auch die Geschäftsführung der Kestenholz GmbH. Gleichzeitig sehen wir uns auch vor den Herausforderungen der eigenen Um- und Ausbaupläne am Standort Freiburg i. Br., der Neuorganisation einer neuen IT-Struktur, die Integration und Erweiterung verbundener Unternehmen sowie der Problematik fehlender Fachmitarbeiter im Reparaturbereich.

Die Grundlage unserer Einschätzungen für das Jahr 2024 ist eine sukzessive Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere liegt unseren Erwartungen für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 die Annahme zugrunde, dass sich die Wirtschaft weiter von den extremen Energiepreiserhöhungen im Zuge des Ukraine Kriegs erholen kann. Außerdem gehen wir davon aus, dass die geringen Auftragsbestände aufgrund der Einführung VDZ durch entsprechende Gegenmaßnahmen seitens des Herstellers im Jahr 2024 ausgeglichen wird.

Wir gehen für das Jahr 2024 davon aus, dass sich die Wirtschaft auf Vorjahresniveau einpendeln wird.

Ob sich hier der Ukraine Konflikt oder Konflikt im Nahen Osten nachhaltig auf unsere Lieferbeziehungen zu Mercedes Benz oder auf unsere Kunden in Südbaden auswirkt bzw. sich weiterhin lediglich zeitliche Verschiebungen ergeben, können wir nicht absehen.

Wir gehen daher in unserer Planung für 2024 nicht von einem nachhaltigen Effekt aus und planen für das Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen von 134.215 TEUR, aus denen wir ein positives Jahresergebnis ähnlich dem im Vorjahr erwarten. Bei relevanten Veränderungen der Geschäftstransaktionen durch Liefereinschränkungen als Auswirkung des Ukraine-Krieges bei Mercedes Benz, die wir momentan als vernachlässigbar betrachten, werden wir jedoch kurzfristige Gegenmaßnahmen vornehmen.

F. Chancen- und Risikobericht

I. Chancenbericht

Mit der Produktvielfalt des Herstellers Mercedes-Benz AG, Daimler Truck AG und smart Europe GmbH sind wir in allen Bereichen sehr gut aufgestellt und können aktuelle Kundenbedürfnisse für Allrad, Hybrid, Elektro, AMG, Transporter, Lkw und Omnibusse befriedigen. Für 2024 sind zahlreiche Neueinführungen und Modellpflegen seitens des Herstellers gesetzt. Mit der Marke smart sind wir das erste Mal in der Lage, eine Baureihe komplett mit Elektro-Antrieb anzubieten.

Ein strategisches Ziel der Kestenholz-Gruppe ist die permanente Weiterentwicklung des Unternehmens. Nach dem positiven Jahr 2023 werden wir unsere Standorte und unsere Prozesse in enger Abstimmung mit dem Hersteller auf den sich immer stärker abzeichnenden digitalen Wandel und VDZ vorbereiten.

II. Risikobericht

1. Risikomanagement

Das Risikomanagement mit personellen Verantwortlichkeiten ist als grundlegendes Element der Geschäftspraxis im Unternehmen eingerichtet. Die Aufgaben bestehen in der Erkennung und in der Vermeidung von Ereignissen, die den Geschäftsverlauf negativ beeinflussen. Damit einher geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schärfung des Risikobewusstseins bei den Mitarbeitern.

Unser Risiko-Management-System gewährleistet, dass Risiken erkannt, an das Management kommuniziert und analysiert werden. Durch die unternehmerische Tätigkeit sind wir finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese betreffen Marktpreis-, Bonität-, Liquidität-, Währungsänderungs- und Zinsänderungsrisiken.

Die Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken werden durch eine offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen sichergestellt.

2. Risiken

Das Forderungsmanagement verzeichnet, trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber den Vorjahren, keine wesentliche Veränderung bei den Ausfällen. Ein Forderungsausfallrisiko existiert nahezu nicht, da die überwiegende Anzahl an Fahrzeugen erst nach Zahlungseingang ausgeliefert wird. Bonitätsrisiken werden durch entsprechende Bonitätsprüfungen weitgehend vorgebeugt.

Produktbezogene Technologierisiken können aufgrund der Innovationskraft der Automobilbranche nach heutigem Stand nahezu ausgeschlossen werden.

Ein Liquiditätsrisiko ist prinzipiell vorhanden, da durch Kunden bestellte Fahrzeuge zwischenfinanziert werden müssen und das Auftragsvolumen ansteigt. Mit der Mercedes-Benz Bank haben wir einen Partner, der zukünftiges Wachstum mit begleiten will.

Währungs- und Zinsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Risiken aus dem Verkauf von Fahrzeugen mit schadhafter Motormanagement-Software bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht, da der Hersteller der Fahrzeuge hier durch Software-Updates Abhilfe schafft und bisher alle Ansprüche gegen die Gesellschaft nicht durchgesetzt werden konnten.

Die IT-Netzwerksicherheit wird durch ein hoch komplexes Firewall-System gesichert. Das System deckt das gesamte Gefährdungs-Spektrum ab und gewährt einen optimalen Schutz. Gleichzeitig sorgt ein Berechtigungskonzept für die Abwehr von unberechtigtem Zugriff auf unsere Server und Systeme.

Im Zuge der durch die Automobilhersteller forcierten zunehmenden Digitalisierung im Autohaus gewinnt auch die IT-Sicherheit in Verbindung mit dem Datenschutz immer weiter an Bedeutung. Kestenholz ist durch die verwendeten Sicherheitssysteme auch hier zeitgemäß aufgestellt.

Der im Autohaus unvermeidbare Gebrauch umweltgefährdender Stoffe, die Nutzung der Lackieranlage, der Waschanlage und die Zwischenlagerung von Reststoffen stellen nicht unerhebliche Risiken für die Verschmutzung der Umwelt dar. Die Kestenholz GmbH sorgt durch die Installation und den Einsatz der entsprechenden technischen Schutzvorrichtungen, Ölabscheider, Filter- und Absaugeinrichtungen, sowie die permanente Schulung der Mitarbeiter für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zur Vermeidung von Umweltschäden.

Für uns können sich die Risiken, die sich aus dem weiteren Ukraine Konflikt ergeben, zum einen nachteilig auf die Absatzentwicklung und die Vertriebsprozesse auswirken, und zum anderen zu erheblichen Beeinträchtigungen der Service-Werkstatttätigkeiten führen.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Management der Forderungen und der Verbindlichkeiten. Finanzielle Risiken bestehen hauptsächlich im Forderungsbestand. Konsequentes und kontinuierliches Debitorenmanagement erkennt die Einzelrisiken und steuert die Maßnahmen zur Risikominimierung. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten für den Fahrzeugbestand. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Die hohe Beschäftigungsquote in der Gesamtwirtschaft und insbesondere in Südbaden führt zu einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Kestenholz in diesem Wettbewerb zu sichern, fordern wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität von Kestenholz als Arbeitgeber und bemühen uns, Fachkräfte langfristig an die Gesellschaft zu binden. Die eigene Ausbildung junger Mitarbeiter/innen ist hierzu ein probates Mittel; die Ausbildungsquote beträgt 19,3 %.

5. Gesamtaussage

Als Ergebnis der Risikobetrachtung kann festgehalten werden, dass keine Risiken erkennbar sind, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

 

Freiburg i. Br., am 26. Februar 2024

Thomas Kestenholz

Volker Speck

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

KESTENHOLZ GMBH, FREIBURG I. BR.

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 22.218.493,98 23.078.281,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 787.812,00 1.475.488,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.588,00 169.500,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 703.224,00 1.305.988,00
II. Sachanlagen 21.425.531,98 21.597.643,98
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 394.775,98 378.229,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.496.484,00 1.687.912,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.277.077,00 4.250.374,00
4. Geschäfts- und Vorführwagen 15.099.695,00 15.269.128,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 157.500,00 12.000,00
III. Finanzanlagen 5.150,00 5.150,00
1. Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 25.934.772,71 28.426.414,72
I. Vorräte 14.168.672,00 13.850.938,13
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.958,52 18.665,03
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 115.312,74 38.077,90
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.033.400,74 13.794.195,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.981.595,81 10.390.787,34
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.870.600,27 9.395.983,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.386,85 152.998,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.095.608,69 841.805,03
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.784.504,90 4.184.689,25
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 114.049,32 90.569,94
48.267.316,01 51.595.266,64

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 15.398.040,37 14.549.376,13
I. Gezeichnetes Kapital 3.750.000,00 3.750.000,00
II. Gewinnvortrag 8.799.376,13 8.238.966,05
III. Jahresüberschuss 2.848.664,24 2.560.410,08
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.469.724,32 4.027.261,12
1. Steuerrückstellungen 1.239.914,32 1.037.066,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.229.810,00 2.990.195,12
C. VERBINDLICHKEITEN 28.399.551,32 33.018.629,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.855.778,81 21.069.321,67
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 302.855,08 426.158,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.655.059,48 9.746.080,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133.828,44 23.030,53
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.452.029,51 1.754.038,34
48.267.316,01 51.595.266,64

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 151.859.003,82 141.825.388,60
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 77.234,82 12.580,89
3. Gesamtleistung 151.936.238,64 141.837.969,49
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.612.106,64 2.007.431,78
5. Materialaufwand -100.291.724,31 -96.740.528,31
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -94.879.388,41 -91.253.683,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.412.335,90 -5.486.844,34
6. Rohergebnis 53.256.620,97 47.104.872,96
7. Personalaufwand -29.076.201,94 -26.410.122,89
a) Löhne und Gehälter -24.501.142,54 -22.230.684,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.575.059,40 -4.179.438,78
8. Abschreibungen -3.120.901,67 -2.848.795,99
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.916.339,92 -13.492.340,58
10. Betriebsergebnis 6.143.177,44 4.353.613,50
11. Erträge aus Beteiligungen 12.548,00 7.525,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.031,31 6.130,41
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.061.471,73 -437.728,03
14. Finanzergebnis -1.042.892,42 -424.072,62
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.189.128,14 -1.299.618,90
16. Ergebnis nach Steuern 2.911.156,88 2.629.921,98
17. Sonstige Steuern -62.492,64 -69.511,90
18. Jahresüberschuss 2.848.664,24 2.560.410,08

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

KESTENHOLZ GMBH, FREIBURG I. BR.

I. Allgemeine Angaben

Die Kestenholz GmbH, mit Sitz in Freiburg i. Br., wird beim Amtsgericht Freiburg i. Br. unter der Handelsregisternummer HRB 410941, geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB).

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht. Zur Gliederung des Sachanlagevermögens wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und eine zusätzliche Postenbezeichnung "Geschäfts- und Vorführwagen" eingefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB vorgenommen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der vorsichtig geschätzten Nutzungsdauern vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei immateriellen Vermögensgegenständen wird eine lineare Abschreibung von maximal fünf Jahren vorgenommen, beim Anlagevermögen wird eine Nutzungsdauer von drei bis 21 Jahren unterstellt. Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben, da ab diesem Zeitraum eine Veränderung der Kundenstruktur erwartet wird.

Selbständig nutzbare, bewegliche Anlagegüter i. S. des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Wenn es sich um eine Ersatzbeschaffung handelt, wird das Anlagegut im Jahr des Zugangs ausgebucht.

Vorführfahrzeuge werden, trotz überwiegend kurzer Haltedauer im Vermögen der Gesellschaft, im Anlagevermögen der Gesellschaft ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen nicht im Anlagevermögen erfasst. Die Veräußerungserlöse werden bei den Umsätzen und die Restbuchwerte im Wareneinsatz ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Für defekte, ungängige und technisch veraltete Vorräte werden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. In die Herstellungskosten wurden ausschließlich direkt zurechenbare Kosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wie auch Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Betreibung der Außenstände pauschal mit 1 % wertberichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden anhand der Abzinsungszinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden, sofern vorhanden, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet.

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche der hier ausgewiesenen Posten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 247) enthalten.

3. Sonstige Rückstellungen

Aufgliederung der sonstigen Rückstellungen:

2023 2022
Personalbezogene Rückstellungen 1.990.060,00 1.832.168,05
Verkaufsbezogene Rückstellungen 916.000,00 844.277,07
Sonstige Rückstellungen 323.750,00 313.750,00
TOTAL 3.229.810,00 2.990.195,12

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach den folgenden Restlaufzeiten auf:

(in TEUR) 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre Besicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.856 20.878 978 106 Grundschulden und Abtretung Außenstände Globalzession
(Vorjahr 21.069 19.910 1.159 462
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 303 303 0 0
(Vorjahr 426 426 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.655 4.655 0 0
(Vorjahr 9.746 9.746 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 134 134 0 0
(Vorjahr 23 23 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.452 1.452 0 0
(Vorjahr 1.754 1.754 0 0
Summe 28.400 28.400 0 0
(Vorjahr 33.019 33.019 0 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 23) enthalten.

Entstandene Forderungen aus dem mit dem Hersteller vereinbarten Inkassogeschäft für Neuwagen in Höhe von TEUR 4.379 (Vorjahr: TEUR 5.374) wurden mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.908 (Vorjahr: TEUR 11.810) saldiert, da sich gleichartige, gegen dieselben Personen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten nach § 387 BGB aufrechenbar gegenüberstehen (Aufrechnungslage).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden außerdem erstmalig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen den Hersteller in Höhe von TEUR 2.161 mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert.

Postenbezeichnung 2023 vor Änderung
(TEUR)
2023 nach Änderung
(TEUR)
AKTIVA B. II. Nr. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.032 7.871
PASSIVA C. Nr. 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.816 4.655

Die Saldierung erfolgt fortan, da sich gleichartige, gegen dieselben Personen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten nach § 387 BGB aufrechenbar gegenüberstehen (Aufrechnungslage).

In der Konsequenz werden im laufenden Geschäftsjahr entstandene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen den Hersteller in Höhe von TEUR 2.161 sowie mit dem Hersteller vereinbarten Inkassogeschäfte für Neuwagen in Höhe von TEUR 4.379 mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.908 saldiert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.004 (Vorjahr: TEUR 1.393) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 35) enthalten.

Im Übrigen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt, aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich 2023 2022
Neufahrzeuge/Vorführwagen 42.916.961,10 45.583.012,25
Gebrauchtwagen 58.633.092,13 52.047.438,66
Teile+Zubehör 24.238.010,22 20.825.220,78
Werkstatt 18.573.764,38 16.117.583,09
Übrige 7.497.175,99 7.252.133,82
TOTAL 151.859.003,82 141.825.388,60

2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Vertrieb in Höhe von EUR 149.967,29 (Vorjahr: EUR 150.614,77) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 14.168,92 (Vorjahr: EUR 12.828,36) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 20.174,64 (Vorjahr: EUR 8.703,63) enthalten.

Daneben beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im laufenden Jahr Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von TEUR 763. Diese resultieren aus der rückwirkenden Verschmelzung eines zum 1. Januar 2023 erworbenen inländischen Unternehmen auf die Kestenholz GmbH.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen ohne Umsatzsteuer TEUR 4.635 (Vorjahr: TEUR 4.176), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 3.857 (Vorjahr: TEUR 3.466).

Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden die Mindestlaufzeiten der Verträge berücksichtigt.

Aus dem Verkauf von Fahrzeugen bestehen branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen von Leasingfahrzeugen und ggfs. aus Finanzierungen:

Jahr von bis TEUR
2024 2028 106.629

Gemäß § 613a BGB sind Altersvorsorgeverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern auf die Kestenholz GmbH, Freiburg i. Br., übergegangen (sog. Past Service), wobei jedoch eine Freistellungsvereinbarung durch die Daimler AG besteht. Mit wirtschaftlichen Belastungen ist somit nicht zu rechnen. Diese Verpflichtungen wurden zum Betriebsübergang in eine rückgedeckte Unterstützungskasse überführt (sog. Future Service), für die ebenfalls die Daimler AG für den Zeitraum von weiteren zehn Jahren die Beiträge zur Rückdeckungsversicherung übernimmt. Eine Inanspruchnahme aus einer Subsidiärhaftung der Kestenholz GmbH, Freiburg i. Br., ist nach bisheriger Kenntnis nicht zu erwarten. Gemäß Abschluss der Unterstützungskasse zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die zu diesem Stichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen der Allianz-Pensions-Management e.V. (Unterstützungskasse) auf TEUR 2.044 (Vorjahr: TEUR 2.189). Diesen Verpflichtungen steht ein Vermögen der Allianz-Pensions-Management e.V. von insgesamt TEUR 2.044 (Vorjahr: TEUR 2.189) gegenüber, sodass zum Abschlussstichtag keine Unterdeckung im Sinne des Art. 28 Abs. 2 EGHGB besteht.

2. Bestellobligo

Aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit Investitionsvorhaben erwartet die Gesellschaft finanzielle Belastungen in Höhe von rund TEUR 1.200.

3. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB.

4. Angabe zu Geschäftsführungsorganen

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Geschäftsführern der Kestenholz GmbH bestellt:

Herr Thomas Kestenholz, Lupsingen / Schweiz

Herr Stephan Kestenholz, Lupsingen / Schweiz (bis 30. August 2023)

Herr Volker Speck, Münstertal

Die Berufsbezeichnung der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung. Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

5. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Kestenholz Automotive Holding AG, Pratteln/Schweiz. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen dieses Mutterunternehmens betrachtet. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

6. Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt 2023 TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 49), davon für Abschlussprüfung TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 28), für Steuerberatung TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 13) und für sonstige Dienstleistungen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 8).

7. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte 346 332
- davon sind weiblich 69 66
- davon sind männlich 277 266
Auszubildende 82 73
TOTAL 428 405

8. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Freiburg i. Br., am 26. Februar 2024

Thomas Kestenholz

Volker Speck

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.028.442,40 37.539,92 0,00 172.169,63 893.812,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.063.819,53 0,00 0,00 0,00 4.063.819,53
5.092.261,93 37.539,92 0,00 172.169,63 4.957.632,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.347.244,44 71.952,39 0,00 0,00 1.419.196,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.850.370,92 0,00 0,00 0,00 2.850.370,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.742.418,60 846.881,44 23.318,61 538.950,41 7.073.668,24
4. Geschäfts- und Vorführwagen 16.852.692,49 14.410.458,31 0,00 14.095.596,18 17.167.554,62
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.000,00 168.818,61 -23.318,61 0,00 157.500,00
27.804.726,45 15.498.110,75 0,00 14.634.546,59 28.668.290,61
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.150,00 0,00 0,00 0,00 5.150,00
5.150,00 0,00 0,00 0,00 5.150,00
32.902.138,38 15.535.650,67 0,00 14.806.716,22 33.631.072,83
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 858.942,40 112.442,42 162.160,13 809.224,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.757.831,53 602.764,00 0,00 3.360.595,53
3.616.773,93 715.206,42 162.160,13 4.169.820,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 969.014,46 55.406,39 0,00 1.024.420,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.162.458,92 191.428,00 0,00 1.353.886,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.492.044,60 835.687,55 531.140,91 2.796.591,24
4. Geschäfts- und Vorführwagen 1.583.564,49 1.323.173,31 838.878,18 2.067.859,62
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.207.082,47 2.405.695,25 1.370.019,09 7.242.758,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.823.856,40 3.120.901,67 1.532.179,22 11.412.578,85
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.588,00 169.500,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 703.224,00 1.305.988,00
787.812,00 1.475.488,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 394.775,98 378.229,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.496.484,00 1.687.912,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.277.077,00 4.250.374,00
4. Geschäfts- und Vorführwagen 15.099.695,00 15.269.128,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 157.500,00 12.000,00
21.425.531,98 21.597.643,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
5.150,00 5.150,00
22.218.493,98 23.078.281,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kestenholz GmbH, Freiburg i. Br.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kestenholz GmbH, Freiburg i. Br., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kestenholz GmbH, Freiburg i. Br., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lörrach, den 22. März 2024

LOEBA Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Karl Schultze M.I.Tax, Wirtschaftsprüfer

Klaus Wasna, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 12. Juni 2024 festgestellt.

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