Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 713977
Eingetragen
17.12.2015
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung im Schienenverkehr
Gegenstand
Vermittlung und speditionelle Abwicklung von Komplettdienstleistungen für die Mineralöl- und Chemieindustrie sowie sonstige logistische Dienstleistungen jeglicher Art mit besonderer Förderung der Schienentransporte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maurizio Scioscia
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Klaus Kölble
seit 17.12.2015
Geschäftsführer
Claus Josef Rütten
seit 17.12.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ChemOil Logistics AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ChemOil Logistics AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ChemOil Logistics GmbH

Weil am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsmodell

Die ChemOil Logistics GmbH (auch: ChemOil) agiert als Speditionsunternehmen im Schienengüterverkehr am Europäischen Markt. Die ChemOil Logistics GmbH ist sowohl im Einzelwagenladungsverkehr (WLV)- als auch im Ganzzugsverkehr tätig. Das Kundenportfolio besteht im Wesentlichen aus Unternehmen der Chemie- und Mineralölindustrie nördlich der Schweiz, primär aus Deutschland, zudem wird aktuell die Diversifizierung in andere Branchen hochgefahren. Die GmbH hat neu 3 Standbeine: Das eine große Produkt der ChemOil ist das ChemLink, ein Logistiknetz welches in Zusammenarbeit mit dem Mutterhaus, der SBB Cargo, verschiedene Chemiezentren in Europa für Wagenladungen (Wagengruppen, Einzelwagen) verbindet. Das 2. ebenso wichtige Standbein sind Ganzzüge primär als Mineralölzüge mit Kerosin, Benzin, Diesel, Heizöl oder Schweröl für grosse Player der weltweiten Ölindustrie ab primär deutschen Versandstandorten (Raffinerien). Darüber hinaus verkehren Ganzzüge aus Schüttgut-Bereichen wie Getreide, Zuckerprodukten, dieser Bereich wird zum Wachstumsgeschäft entwickelt und ausgebaut.

Bahnspeditionen wie die ChemOil Logistics GmbH, welche sich auf Chemie- und Öltransporte spezialisiert haben, gibt es in Europa nur wenige. Andere Bahnspeditionen sind oft auch in anderen Branchen tätig, sodass eine Aussage zur allgemeinen Branchenentwicklung nicht aussagekräftig für die ChemOil ist. Die eigene Diversifizierung läuft erst an. Die ChemOil Logistics GmbH ist weiter stark von der Entwicklung der Chemie- und Ölindustrie abhängig. Die Diversifizierung in andere Branchen mit ähnlichen logistischen Anforderungen läuft, aber ist natürlich noch nicht in gleichem Masse geschäftsbeeinflussend.

Die ChemOil Logistics GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der ChemOil Logistics AG, Basel (Schweiz), die wiederum eine Tochtergesellschaft der SBB Cargo AG (Schweiz) ist und somit Teil des SBB-Konzerns. Die ChemOil Logistics GmbH besitzt keine eigenen Räumlichkeiten und Geschäftsausstattung. Diese werden von der Muttergesellschaft ChemOil Logistics AG gemietet. Die Finanzbuchhaltung ist ebenfalls auf Mitarbeiter der ChemOil Logistics AG ausgelagert.

Geschäftsentwicklung

Mineralöl

Nach der Corona-Pandemie hat sich der Markt auf hohem Niveau eingependelt, der eigene Marktanteil bleibt ebenfalls hoch. Die Importe aus Deutschland und der deutsche Binnenverkehr machen inzwischen auch einen grossen Anteil unseres Gesamtmarkt aus, die allerdings anfälliger werden, da das deutsche Schienennetz immer mehr kurzfristige Störungen hervorbringt, die die Zeitplanungen der Kunden durcheinanderbringen, da immer enger geplant wird.

Chemie

Nach Corona bleibt die deutsche Industrie aufgrund der hohen Energiepreise sehr verhalten und ist teilweise von deutlichen Produktionseinbussen gekennzeichnet. Dies trifft die Branche aber sehr verschieden, DB als grösster Player hat deutliche Einbussen. ChemOil hingegen konnte sich gut behaupten, auch da einige Wettbewerber gravierende Leistungsprobleme haben, und die Kunden konkret verlagert, zwar selten dauerhaft aber doch immer wieder temporär, was bei ChemOil zu überwiegend gut ausgelastetes System führte. Im letzten Quartal nahm dies sogar deutlich zu, so dass sich sehr gute Mengen abzeichneten. Operativ wird es aber immer anspruchsvoller, die Züge zu steuern, da das deutsche Netz in immer schlechterer Verfassung ist und kurzfristige Störungen deutlich zunehmen. Dies hat auch zu zunehmendem Personaleinsatz geführt.

Drittverkehre in benachbarten Branchen (primär Getreide)

Der Ukraine-Krieg hat den Markt weiter in Atem gehalten, Volatilitäten nehmen weiter zu, Kunden versuchen sich abzusichern. Dies führt dazu, dass Kunden neue Wagen nachfragen, die ChemOil mit grossem Erfolg inklusive der Transporte verkaufen kann. Die Leistungen sind produktionell sehr anspruchsvoll, da sie fast alle auf Spotbasis mit sehr stark schwankenden Versandpunkten teilweise quer durch Europa laufen. Hier kann sich ChemOil durchaus in der Leistungsfähigkeit und Flexibilität behaupten. Die Volumen selbst hängen aber weniger von der Bahnleistung, sondern von der Quantität und Qualität der Ernte sowie von Importquoten und -steuern ab, so dass gute Leistung allein kein Garant für die Volumen ist.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 entwickelten sich die Leistungskennzahlen der ChemOil Logistics GmbH wie folgt:

Die Umsatzerlöse der ChemOil Logistics GmbH lagen im Geschäftsjahr bei 49.094 TEUR und somit über dem Vorjahr von 41.972 TEUR, und über dem Plan von 48.154 TEUR. Die Steigerung im Ist belief sich damit auf 7.122 TEUR oder +16,9 %.

Der Materialaufwand lag mit 42.217 TEUR leicht unter Budget (42.716 TEUR), jedoch über Vorjahr (36.968 TEUR); die Materialaufwandsquote in Relation zu den Umsatzerlösen ist mit 86,0 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 88,1 %). Dies liegt unter anderem auch daran, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr bei wenigen Kunden zusätzliche Nebenleistungen abgerechnet wurden, welche eins zu eins sich auf das Ergebnis niederschlagen.

Aufgrund der steigenden Umsatzerlöse und dem höheren Personalaufwand ist die Personaleinsatzquote mit 1,3 % gegenüber Vorjahr (1,4 %) praktisch unverändert.

Letztendlich schloss die ChemOil Logistics GmbH das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Rekord EBIT von 2.941 TEUR (Vorjahr: 1.189 TEUR, Budget 1.463 TEUR) ab. Dies ist nebst der zusätzlichen Akquise von Neukunden auch auf die bereits erwähnte Abrechnung von Nebenleistungen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss fiel mit 2.081 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um 1.237 TEUR höher aus (Vorjahr: 844 TEUR, Budget 977 TEUR).

Mitarbeiter

Der Personalbereich entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Per 31. Dezember 2023 beschäftigte die ChemOil Logistics GmbH zehn eigene Mitarbeiter (Vorjahr: Neun MA, davon drei leitende Angestellte). Die Personaleinsatzquote von 1,3 % hat sich gegenüber Vorjahr praktisch nicht verändert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der ChemOil war im Geschäftsjahr 2023 besser als im vorangegangenen Jahr.

Die Liquidität war jederzeit durch das eingerichtete Cash Pooling gesichert.

Im Einzelnen hat sich die Vermögens- und Kapitalstruktur wie folgt entwickelt:

Die kurzfristigen Forderungen enthalten im Jahr 2023 Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 7.094 TEUR (Vorjahr: 7.366 TEUR). Diese Forderungen betreffen mit 4.887 TEUR (Vorjahr: 2.297 EUR) Forderungen aus dem Konzern Cash-Pooling und im Übrigen vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Dritte sind um 2.320 TEUR auf 9.121 TEUR (Vorjahr: 6.801 TEUR) gestiegen. Der Anstieg ist auf das gestiegene Umsatz- und Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich um 3.984 TEUR auf 8.924 TEUR gesteigert (Vorjahr: 4.940 TEUR). Die Steigerung ist darauf zurückzuführen, dass die Fees und letzten Weiterverrechnungen von Bahnleistungen seitens der ChemOil Logistics AG zum Stichtag nicht fakturiert, sondern abgegrenzt wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten nahmen im Vergleich zum Jahr 2022 um 917 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) auf 1.009 TEUR zu. Anders als im Vorjahr wurden Leistungen bereits fakturiert, während diese im Vorjahr in den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen verbucht waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken im Vergleich zum Jahr 2022 um 5.611 TEUR (Vorjahr: 5.611 TEUR) auf 0 TEUR. Bei Letzteren ist der Rückgang auf die dargestellte fehlende Fakturierung im Geschäftsjahr und auf die vollständige Bezahlung der bestehenden Verbindlichkeiten zurückzuführen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Gesamtentwicklung als erfreulich.

Risikomanagement

Grundsätzlich ist die ChemOil Logistics GmbH in das Risikomanagement des SBB Konzerns eingebunden. Der Konzern identifiziert, bewertet und steuert in einem jährlich wiederkehrenden Prozess die wesentlichen Risiken. Ziel hierbei ist es Auswirkungen, welche sich negativ auf die Erfüllung unserer Leistungen, Anforderungen und Planwerte auswirken, rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen umzusetzen, um den Risiken entgegenzuwirken.

Die Durchführung des Prozesses erfolgt gemäß der Risk Policy SBB. Die ChemOil Logistics GmbH trifft bei der Bilanzierung und Bewertung Einschätzungen und Annahmen bezüglich der Zukunft. Um die Übereinstimmung des Jahresabschlusses mit den anzuwendenden Rechnungslegungsnormen und die Ordnungsmäßigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten, wirken interne Kontroll- und Steuerungssysteme.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird laufend überwacht und an den Konzern berichtet. Spitzen des Kapitalbedarfs werden durch das Konzerninterne Cash-pooling System ausgeglichen. Hierdurch wird dem Risiko begegnet, dass die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllen kann.

Forderungsausfall-, Kreditrisiken

Dem Risiko, dass Kunden ihre Vertragsverpflichtung nicht erfüllen können und dass es dadurch zu einem Vermögensschaden der ChemOil kommt, wird begegnet, indem für alle Kunden vor Geschäftsabschluss Bonitätsauskünfte eingeholt werden. Die Höhe der Bonität bestimmt die Zahlungsmodalität und den Abrechnungsintervall der mit dem Kunden vereinbart wird. Die von den Kreditinstituten vorgeschlagene Kreditempfehlung wird im Buchhaltungssystem erfasst. Monatlich wird geprüft, ob die offenen Forderungen die Kreditlimite überschreiten. Ist das der Fall werden Massnahmen eingeleitet.

Preisänderungsrisiken

Die ChemOil unterliegt dem Risiko, dass durch steigende Einkaufspreise der geplante Ergebnisbeitrag nicht erzielt werden kann.

Sowohl Kunden wie auch lieferantenseitig werden die Verträge für die gleiche Laufzeit abgeschlossen. In den meisten Fällen handelt es sich um Einjahresverträge. Kürzere Laufzeiten sind höchst selten. Die Schwierigkeit besteht darin, jedes Jahr auf ein Neues die Ein- und Verkaufspreise in den Verhandlungen mit den Parteien auf ein vernünftiges Niveau zu bringen.

Sonstiges

Am 18. September 2023 fand für die gesamte ChemOil das Aufrechterhaltungs-Audit für die ISO-Norm 9001:2018 statt. Das Audit wurde ohne Beanstandungen bestanden.

Ausblick auf 2024

Die Öl-Nachfrage wird in etwa konstant erwartet, da Diesel/Benzin zwar zurückgeht, aber Kerosin wieder deutlich ansteigt. Grosses Fragezeichen ist die Chemie-Entwicklung in Deutschland. Der ganze Markt verliert Menge, es ist unklar, ob/wie ChemOil sich weiter dem Trend entziehen kann. Entscheidend dafür ist eine gute Leistung und Lieferfähigkeit.

Mineralöl

Im Import wie auch im binnendeutschen Verkehr konnten alle Verträge gehalten, teilweise durch Insolvenzen von Mitbewerbern neue gewonnen werden, so dass die Relevanz dieses Teilmarktes steigt. Dennoch wächst der Markt natürlich nicht mehr.

Chemie

Auch hier konnten alle Verträge trotz erhöhter Preise gesichert werden, international sind die Mengen aktuell auf tiefem Niveau, aber ChemOil hält sich dort sehr gut aufgrund der Leistung. Es bleibt zu beobachten, wie sich die gesamte Konjunktur dort bei den hohen Energiekosten entwickelt und welche Auswirkungen das auf ChemOil hat.

Weitere Ganzzüge

Langfristig wird die Diversifikation eine immer grössere Bedeutung erlangen. Umso wichtiger ist, dass für 2024 einige positive Abschlüsse mit längerfristigen Verträgen in diesen Güterbereichen gesichert werden konnten. Die meisten davon sind mit Wagenanmietungen verbunden, was eine Längerfristigkeit garantiert. Das Marktsegment wird definitiv ausgebaut, regional wie auch auf weitere Branchen.

Allerdings sind alle 3 Marktsegmente massiv davon beeinträchtigt, wie sich insb. das deutsche Schienennetz entwickelt. Störungen hier haben massiven Einfluss auf die Lieferketten, und diese Störungen nehmen deutlich zu über die letzten Jahre. Gross-Baustellen in 2024 lassen diese Unsicherheiten weiter steigen, ohne dass ChemOil irgendetwas Konkretes dagegen unternehmen kann. Der gesamte Sektor ist betroffen und ausgeliefert. Letztlich können nur Kunden in diesen Problemen bestmöglichst mitgenommen und auf Beeinträchtigungen hingewiesen werden.

Im Jahr 2024 ist eine Überführung von Teilen des Geschäftsbetriebs an die Gesellschafterin geplant.

Für das Jahr 2024 erwarten wir daher Umsatzerlöse von rd. Mio. EUR 0,5 sowie ein deutlich geringeres Jahresergebnis.

 

Weil am Rhein, 16. August 2024

Die Geschäftsführung

Claus Josef Rütten

Maurizio Scioscia

Klaus Kölble

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 16.352.102,92 14.219.816,57
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.352.102,92 14.219.816,57
Summe Aktiva 16.352.102,92 14.219.816,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.781.877,40 2.701.221,26
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.676.221,26 1.831.904,96
III. Jahresüberschuss 2.080.656,14 844.316,30
B. Rückstellungen 9.787.041,73 5.226.199,23
C. Verbindlichkeiten 1.783.183,79 6.292.396,08
Summe Passiva 16.352.102,92 14.219.816,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.888.681,49 4.999.705,04
2. Personalaufwand 643.820,25 598.002,31
a) Löhne und Gehälter 466.205,28 442.819,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 177.614,97 155.183,19
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.304.030,60 3.213.399,83
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.286,33 48,58
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 724,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 483,00 233,19
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 859.690,90 344.477,37
7. Ergebnis nach Steuern 2.080.656,74 844.316,34
8. sonstige Steuern 0,60 0,04
9. Jahresüberschuss 2.080.656,14 844.316,30

Anhang

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ChemOil Logistics GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Weil am Rhein
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: B 713977

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wunden zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Langfristige Rückstelungen bestehen nicht.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Stichtagskurs gem. § 256a S.1 HGB umgerechnet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind wie im Vorjahr nicht vorhanden.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr gegen die Gesellschafterin.

Diese belaufen sich auf EUR 7.094.149,73 (Vorjahr: EUR 7.366.174,25) und betreffen mit EUR 2.158.870,55 (Vorjahr: EUR 5.018.899,58) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit EUR 4.886.602,18 (Vorjahr: EUR 2.296.597,80) sonstige Forderungen aus dem Konzern Cash-Pooling sowie mit EUR 50.677,00 (Vorjahr 50.676,87) sonstige Forderungen aus Abzugssteuern auf Lizenzgebühren.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen mit EUR 8.883.544,79 (Vorjahr: EUR 4.905.364,63) auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und mit EUR 21.113,10 auf Mitarbeiterboni (Vorjahr: EUR 16.644,00) und mit EUR 18.900,00 (Vorjahr: EUR 18.425,00) auf Rückstellungen für Prüfungskosten.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 5.610.911,14) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, wie im Vorjahr, in voller Höhe solche aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 6,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 9,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Claus Josef Rütten, Müllheim ausgeübter Beruf: Geschäftsführer der ChemOil
Logistics AG, Basel/CH
Herr Luca Aquilano, Möhlin/CH ausgeübter Beruf: Leiter Finanzen und Administration der
ChemOil Logistics AG, Basel/CH
Herr Klaus Kölble, Laufenburg ausgeübter Beruf: Leiter Logistik und IT der
ChemOil Logistics AG, Basel/CH

Da sämtliche Geschäftsführer Arbeitnehmer der ChemOil Logistics AG, Basel/CH sind, entfällt die Angabe zu den Organbezügen gemäß § 285 Nr. 9a HGB. Die Geschäftsführer beziehen keine Bezüge von der ChemOil Logistics GmbH.

Konzernzugehörigkeit

Die ChemOil Logistics GmbH wurde in den Konzernabschluss der SBB AG mit Sitz in Bern/Schweiz einbezogen (kleinster und größter Kreis). In Einklang mit den statutarischen Vorschriften in der Schweiz wird der Konzernabschluss nicht offengelegt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe in andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Weil am Rhein, 23. April 2024

Claus Josef Rütten

Luca Aquilano

Klaus Kölble

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ChemOil Logistics GmbH, Weil am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ChemOil Logistics GmbH, Weil am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ChemOil Logistics GmbH, Weil am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 16. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer

Elke Bernhardt, Wirtschaftsprüferin

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