Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11028
Eingetragen
7.7.2003
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
die Fortführung des Geschäftsbetriebes der Gustav Klauke GmbH & Co. KG, Remscheid, nach deren Auflösung, deren Gegenstand die Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen aller Art, insbesondere Spezialzangen und elektrotechnischen Spezialartikeln sowie der Handel mit diesen Gegenständen ist. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere Geschäftszweige aufzunehmen, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten, sich bei anderen Unternehmen des In- und Auslandes zu beteiligen, Unternehmen zu erwerben und zu errichten sowie alle Geschäfte einschließlich von Interessengemeinschaftsverträgen einzugehen, die geeignet sind, die Geschäftszwecke der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nathalie Kerfs
seit 9.4.2024
Prokura
Ufuk Tasli
seit 12.12.2023
Prokura
Jean-Claude Wetzels
seit 25.8.2023
Geschäftsführer
Marc Vandevelde
seit 25.8.2023
Geschäftsführer
Sven Gentzen
seit 21.12.2021
Prokura
Axel Böhme
seit 2.11.2021
Prokura
Kevin Holohan
seit 13.10.2020
Prokura
Sabine Kübler
seit 7.7.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Emerson Process Management GmbH & Co. OHG
Germany
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gustav Klauke GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

AKTIVA

30.09.2022 30.09.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.311,00 239.366,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.442.914,53 2.612.393,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.472.561,00 7.325.808,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.832.764,00 3.160.897,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.674.290,95 693.567,09
13.422.530,48 13.792.665,62
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4.093.979,91 3.891.918,87
4.093.979,91 3.891.918,87
17.724.821,39 17.923.950,49
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.094.133,88 4.343.929,41
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.910.636,24 11.279.093,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.692.658,91 9.035.370,88
27.697.429,03 24.658.394,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.866.329,00 17.887.332,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.919.432,78 37.180.168,54
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.061.689,06 1.159.930,86
76.847.450,84 56.227.431,92
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.608,59 4.274,38
104.546.488,46 80.890.100,55
C. RECHNUNGSABGREZUNGSPOSTEN 379.083,10 465.099,85
122.650.392,95 99.279.150,89

PASSIVA

30.09.2022 30.09.2021
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 36.250.000,00 36.250.000,00
III. Gewinnvortrag 4.740.294,36 4.740.294,36
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
41.501.586,24 41.501.586,24
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.943.086,00 10.878.311,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.646.290,45 9.640.938,84
22.589.376,45 20.519.249,84
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.814.177,34 14.346.777,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.400.099,21 21.983.046,08
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.345.153,71 928.491,00
davon aus Steuern € 411.522,95 (i. Vj. € 355.197,21)
58.559.430,26 37.258.314,81
122.650.392,95 99.279.150,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/2022 2020/2021
1. Umsatzerlöse 156.675.724,23 144.342.442,66
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -466.714,60 2.789.502,98
3. Sonstige betriebliche Erträge 950.827,19 1.197.683,22
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 383.895,34 (i. Vj. € 249.096,24)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -67.282.731,30
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen -8.481.481,45 -75.764.212,75 -71.101.085,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -32.712.870,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -7.483.281,92 -40.196.152,59 -37.937.288,13
- davon für Altersversorgung € -1.339.692,94 (i. Vj. € -1.706.937,90)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.927.817,18 -3.459.477,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.265.918,37 -18.063.520,89
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € -702.653.31 (i. Vj. € -381.215,86)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.009,78 10.834,21
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.009,78 (i. Vj. € 10.834,21)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: € -217.267,00 (i. Vj. € -233.281,00) -217.267,00 -237.793,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.644,85 -7.325,86
11. Ergebnis nach Steuern 18.779.833,86 17.533.973,08
12. Sonstige Steuern -56.424,09 -55.587,10
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -18.723.409,77 -17.478.385,98
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Laut Gesellschafterbeschluss aus dem Jahre 2018 wurde ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr eingeführt. Sowohl das Berichtsjahr als auch das Vorjahr gehen vom 1. Oktober bis zum 30. September.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die davon-Vermerke zur Fristigkeit sowie Mitzugehörigkeit wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang gemacht.

Die Gustav Klauke GmbH führt ihre Gewinne an die Copeland Europe GmbH (vormals Emerson Climate Technologies GmbH, Berlin) ab. Der Gewinnabführungsvertrag wurde im Folgejahr mit Wirkung zum 28. Februar 2023 aufgehoben.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Gustav Klauke GmbH mit Sitz in Remscheid im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 11028 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 25 Jahren vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen werden erforderlichenfalls durchgeführt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen gem. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB und Kosten der allgemeinen Verwaltung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen, liquide Mittel und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen für Aufwendungen nach dem Stichtag enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,77 % (Vj. 1,97 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Aus der Berechnung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz und der Berechnung mit dem Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 954 (Vj. TEUR 1.404). Dieser Betrag unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre, welche so lange nicht zum Tragen kommt, als frei verfügbare Rücklagen in mindestens gleicher Höhe vorliegen. Zudem kommt aufgrund der Ergebnisabführung eine Ausschüttungssperre nicht zum Tragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungs¬verpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berück¬sichtigt, sofern aus¬reichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rück¬stellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlauf¬zeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung im Anlagenspiegel (auf der letzten Seite des Anhangs) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum 30. September 2022 ausgebucht, da die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres aufgelöst wurde.

Unter den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen werden in diesem Jahr zugekaufte Halbfabrikate im Umfang von TEUR 2.061 ausgewiesen, die im Vorjahr unter noch unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen wurden. Die Anpassung erfolgte, da der Ausweis an dieser Stelle sachgerecht ist. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht, wodurch die Vergleichbarkeit der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen Erzeugnisse nur bedingt gegeben ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

30.09.2022 30.09.2021
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.866.329,00 17.887.332,52
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.919.432,78 37.180.168,54
Sonstige Vermögensgegenstände 1.061.689,06 1.159.930,86
76.847.450,84 56.227.431,92

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 50.842 (Vj. TEUR 32.249) Forderungen für Cash-Pool-Konten enthalten sowie TEUR 5.077 (Vj. TEUR 4.592), die aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.061 (Vj. TEUR 1.160) sind TEUR 516 (Vj. TEUR 510) Forderungen gegenüber Arbeitnehmern und TEUR 328 (Vj. TEUR 438) Umsatzsteuerguthaben enthalten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gustav Klauke GmbH beläuft sich genau wie im Vorjahr auf TEUR 41.502.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Bonusverpflichtungen, Personalrückstellungen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Rechtsstreitigkeiten gebildet.

Bei der Berechnung der Gewährleistungsansprüche werden die Umsätze mit Werkzeugen der letzten 2 1⁄2 Jahre herangezogen. Hierauf wird eine Gewährleistungsrückstellung von 0,5 % gebildet. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre.

Vermögensgegenstände mit einem beizulegenden Rückkaufswert zum 30. September 2022 von TEUR 153 (Vj. TEUR 153), die als Insolvenzschutz für die Mitarbeiter in der Altersteilzeit dienen (Deckungsvermögen), werden mit den sonstigen Rückstellungen (Rückstellung für Altersteilzeit) verrechnet. Der Passivwert der Rückstellung für Altersteilzeit beträgt TEUR 397 (Vj. TEUR 238).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

30.09.2022 30.09.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.814.177,34 14.346.777,73
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.400.099,21 21.983.046,08
Sonstige Verbindlichkeiten 2.345.153,71 928.491,00
58.559.430,26 37.258.314,81

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind die Gewinnabführungen der Vorjahre mit TEUR 20.856 sowie die des Geschäftsjahres 2021/22 mit TEUR 18.723 an den Gesellschafter sowie Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen mit TEUR 1.821 (Vj. TEUR 1.127) enthalten. In den Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen sind TEUR 48 (Vj. TEUR 36) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten kreditorische Debitoren TEUR 2.043 (Vj. TEUR 573) und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer TEUR 412 (Vj. TEUR 355).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen
im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1.811
im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 1.608
im Geschäftsjahr 2025 und später in Höhe von 3.289

Das Bestellobligo beträgt zum 30. September 2022 TEUR 429.

Darüber hinaus sind keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat keine, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen außerbilanziellen Geschäfte abgeschlossen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen 38,3 % auf Inlandsumsätze, 29,6 % auf Umsätze innerhalb von Europa, sowie 32,1 % der Umsätze zu "Rest of the World (ROW)".

Die Umsatzerlöse entfallen zu 32 % auf lötfreie Kabelverbindungen, zu 66,1 % auf Werkzeuge für die Bereiche Sanitärtechnik, Elektrotechnik und Messtechnik und zu 2,0 % auf sonstige Umsatzerlöse.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 384 (Vj. TEUR 249). Ferner sind periodenfremde Erträge von TEUR 207 (Vj. TEUR 114) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden keine periodenfremden Aufwendungen (Vj. TEUR 344) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 703 (Vj. TEUR 381).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außerdem Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von TEUR 2.249 im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2021/22 sind TEUR 217 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit angefallen (Vj. TEUR 233).

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr war:

 

Timothy Reeves, Vice President and Controller,

Düsseldorf, Deutschland (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung)

(bis 19. Juli 2023)

In der Gesellschafterversammlung vom 19. Juli 2023 wurden

Marc Vandevelde, President Professional Tools Europe & Asia, Geetbets, Belgien (ab 19. Juli 2023)

Jean-Claude Wetzels, VP Operations & Supply Chain Professional Tools, Hergenrath, Belgien (ab 19. Juli 2023)

zu Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt.

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 606 (Gewerbliche Mitarbeiter: 357; Angestellte: 249). Hierin enthalten sind 36 Auszubildende.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 144 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag ein 100%iges Tochterunternehmen der Copeland Europe GmbH, Berlin (vormals Emerson Climate Technologies GmbH, Berlin), die wiederum zum Bilanzstichtag eine Tochtergesellschaft von Emerson Electric Co., St. Louis, Missouri, USA, ist. Emerson Electric Co. stellt den Konzernabschluss nach US-Rechnungslegung für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt und einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerks in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Der mit der Copeland Europe GmbH (vormals Emerson Climate Technologies GmbH) mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 877 B) am 4. Oktober 2018 abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 28. Februar 2023 durch die herrschende Gesellschaft aus wichtigem Grund gekündigt.

Das Cash Pooling wurde zum 1. April 2023 von der Copeland Europe GmbH (vormals Emerson Climate Technologies GmbH auf die Emerson Treasury Ireland UC, Dublin/Irland übertragen.

 

Remscheid, den 18. Juli 2024

Gustav Klauke GmbH

Marc Vandevelde

Geschäftsführung

Jean-Claude Wetzels

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

Gustav Klauke GmbH, Remscheid

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.10.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.871.575,50 96.122,68 0,00 0,00 2.967.698,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 841.447,87 0,00 0,00 0,00 841.447,87
3.713.023,37 96.122,68 0,00 0,00 3.809.146,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 13.426.147,58 15.480,00 22.111,95 0,00 13.463.739,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.999.042,93 970.317,12 164.142,50 970.288,91 27.163.213,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.464.270,84 308.141,44 126.668,49 82.908,35 11.816.172,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 693.567,09 1.293.646,80 -312.922,94 0,00 1.674.290,95
52.583.028,44 2.587.585,36 0,00 1.053.197,26 54.117.416,54
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.891.918,87 445.212,51 0,00 243.151,47 4.093.979,91
3.891.918,87 445.212,51 0,00 243.151,47 4.093.979,91
60.187.970,68 3.128.920,55 0,00 1.296.348,73 62.020.542,50
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2021 Zugänge Abgänge 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.632.209,50 127.177,68 0,00 2.759.387,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 841.447,87 0,00 0,00 841.447,87
3.473.657,37 127.177,68 0,00 3.600.835,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.813.754,05 207.070,95 0,00 11.020.825,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.673.234,93 1.830.848,62 813.430,91 20.690.652,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.303.373,84 762.719,93 82.685,35 8.983.408,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
38.790.362,82 2.800.639,50 896.116,26 40.694.886,06
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
42.264.020,19 2.927.817,18 896.116,26 44.295.721,11
Buchwerte
30.09.2022 30.09.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.311,00 239.366,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
208.311,00 239.366,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.442.914,53 2.612.393,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.472.561,00 7.325.808,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.832.764,00 3.160.897,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.674.290,95 693.567,09
13.422.530,48 13.792.665,62
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4.093.979,91 3.891.918,87
4.093.979,91 3.891.918,87
17.724.821,39 17.923.950,49

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

Grundlagen der Gesellschaft

Die Gustav Klauke GmbH mit Hauptsitz in Remscheid und einer Produktionsstätte in Bernsdorf gehört seit Juli 2018 verbunden durch gesellschaftsrechtliche Verknüpfungen zur Emerson Electric Co., St. Louis, Missouri, USA.

Emerson Electric Co. hat den weltweit tätigen Konzern in verschiedene Divisionen aufgeteilt. Die Gustav Klauke GmbH gehört zu dem Bereich Emerson Commercial und Residential Solutions.

Im Wesentlichen befindet sich die Gustav Klauke GmbH mit ihren Produkten im Elektro-Installations-Markt. Die GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Werkzeuge, Messgeräte und Testinstrumente, sowie elektrisches Verbindungsmaterial.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die Wirtschaftsindikatoren in Deutschland und den meisten großen westeuropäischen Ländern zeigten nach dem starken Abschwung im Sommer des Jahres 2020 eine starke Erholung, die sich bis weit in das Jahr 2022 erstreckte. Vor allem in der ersten Jahreshälfte des Geschäftsjahres blieb die Nachfrage in unserem Geschäft sehr stark, angetrieben durch starke Endmärkte im Gewerbe und Wohnungsbau, sowie die industrielle Produktionstätigkeit (siehe z.B. "EU Construction PMI" - "Europäischer Indikator für Baugewerbe").

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Indikatoren sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht verwendet.

Produktion

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde im Ein- und Zweischichtbetrieb gearbeitet. In Teilbereichen wurde auch dreischichtig gearbeitet.

Maschinenkapazitäten waren für das Umsatzvolumen ausreichend vorhanden.

In der Zweigniederlassung in Bernsdorf erfolgte im Berichtsjahr weiterhin die Komplettfertigung von Werkzeugen. Im folgenden Geschäftsjahr 2022/23 wurde die Betriebsstätte in Bernsdorf geschlossen und die Tätigkeiten in den Standort Remscheid verlagert.

Forschung und Entwicklung

Die Gustav Klauke GmbH hat ihre Investitionen in die Produktentwicklung weiterhin intensiviert, die sich über diverse Produktkategorien erstreckten: Im Bereich "Hydraulikwerkzeuge" wurde an innovativen Anwendungen gearbeitet. Im Bereich "Verbindungstechnik" für die Elektro- und Automobilbranche werden zahlreiche Projekte mit kurzfristigen und langfristigen Zielen verfolgt.

Im Berichtsjahr sind insgesamt Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 3,4 Mio € (Vorjahr: 3,6 Mio € ) angefallen.

Beschaffung

Im Beschaffungsbereich konnten weiterhin durch Prozessverbesserungen Einsparungen erreicht werden, die teilweise zur Kompensation der Inflation in Material und Lohnsteigerungen beitragen.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2021/22 sind Investitionen in Höhe von 3.1 Mio. € erfolgt, wovon der überwiegende Teil auf den Produktionsbereich entfällt.

Personal

Der Personalbestand Ende September 2022 betrug - ohne Geschäftsführer und Auszubildende - 564 Mitarbeiter, wovon 30 Mitarbeiter auf unsere Zweigstelle in Bernsdorf entfallen. Des Weiteren beschäftigte die Gesellschaft Ende September 2022 36 Mitarbeiter auf Leiharbeitsbasis. Ende 2021 betrug die entsprechende Mitarbeiterzahl 563 Mitarbeiter. Das Unternehmen beschäftigte Ende des Berichtsjahres 2022 41 Auszubildende.

Qualitätssicherung und Auditierungen

Es bestehen Zertifizierungen der Gustav Klauke GmbH ohne Abweichungen nach den gültigen Normen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015. Dies umfassen die Standorte Remscheid und Bernsdorf.

Ertragslage

Die prognostizierte Ergebnisplanzahl Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von 14,9 Mio. € konnte erreicht werden und auch die prognostizierten Umsatzziele in Höhe von 150,4 Mio. € wurden aufgrund einer höheren Nachfrage als auch durch Preissteigerungen übertroffen.

Umsatzerlöse / Auftragseingang

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde ein Umsatz in Höhe von 156,7 Mio. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einer Steigerung von 8,5% (Vj. 144,3 Mio. €) welche mengen-, aber auch preisbedingt war.

Das inländische Geschäft im Bereich Elektrotechnik stieg beispielsweise um 7%, das Auslandsgeschäft sogar um 6%. Das Automobilgeschäft wurde zunehmend über eine Schwestergesellschaft abgewickelt und reduziert sich um 67%. Im Bereich Sanitärtechnik verzeichneten wir einen Anstieg von 27%.

Der Auftragseingang konnte weiterhin stabilisiert werden und lag leicht über dem Vorjahr (124,6 Mio. € gegenüber 123,2 Mio. €).

Um Kostensteigerungen zu kompensieren, wurden diese über Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben. Durch starke Auslieferungen verringerte sich der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres um ca. 3 Mio. € im Vergleich zum Vorquartal. Der Auftragseingang konnte insgesamt leicht gegenüber dem Vorjahr zulegen, was in Teilen auch aus vollzogenen Preiserhöhungen resultiert.

Materialaufwand

Der Materialanteil, als Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung (definiert als Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen), ist mit 48,3% im Vergleich zum Vorjahr 47,9% leicht gestiegen.

Personalaufwand

Der Personalkostenanteil ist prozentual zur Betriebsleistung mit 25,2% zum Vorjahreswert von 25,6% stabil geblieben.

Abschreibungen

Die Abschreibungen des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/22 sind mit 2,9 Mio. € um 0,5 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Dies resultiert aus geringeren Zugängen im Geschäftsjahr 2021/22 als auch aufgrund von Vermögensgegenständen, die im Laufe des Jahres 2021/22 vollständig abgeschrieben sind.

Sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 19,3 Mio. € höher als im Vorjahr mit 18,1 Mio. €, wesentlich getrieben durch Restrukturierungsaufwendungen für Personal.

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 18,7 Mio. € (Vj. 17,5 Mio. €). Kostensteigerungen im Material- und Personalbereich konnten durch Preisanpassungen aufgefangen werden.

Vermögenslage

Die wichtigsten Positionen haben sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2020/21 zu 2021/22 wie folgt entwickelt:

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen liegt mit 13,4 Mio. € leicht unter dem Wert des Vorjahres (13,8 Mio. €). Die Finanzanlagen stiegen um 0,2 Mio. € auf 4,1 Mio. €.

Vorräte

Das Vorratsvermögen ist von 24,7 Mio. € auf 27,7 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Einkaufspreise zurückzuführen, aber auch höherer Materialvorhaltung, um eventuelle Engpässe überbrücken zu können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 19,9 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 17,9 Mio. €. Der Anstieg ergibt sich aus dem ähnlich gestiegenem Umsatzvolumen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit 55,9 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (37,2 Mio. €). Die Steigerung resultiert vorwiegend aus einem höheren Cash Pool Saldo.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögengegenstände betrugen zum Bilanzstichtag 1,1 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €).

Liquide Mittel

Bezüglich der liquiden Mittel siehe Finanzlage.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalquote verringert sich bei einer gestiegenen Bilanzsumme von 41,8% im Vorjahr auf 33,8% zum Bilanzstichtag. Die erhöhe Bilanzsumme ergibt sich im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Gewinnabführung für das Berichtsjahr (18.7 Mio. €). Zudem stehen die Gewinnabführungen für Vorjahre zum Bilanzstichtag noch aus (20,9 Mio. €). Den Verbindlichkeiten stehen vor allem höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen insbesondere aus dem Cash-Pooling gegenüber.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind von 10,9 Mio. € auf 11,9 Mio. € gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Erdienung höherer Anwartschaften und der laufenden Verzinsung.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 10,6 Mio. € um 1,0 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres und bestehen insbesondere aus Bonusrückstellungen, Personalrückstellungen, pauschalen Garantierückstellungen, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Entsorgungskosten und Abschlussprüfung. Die Steigerung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus einer gebildeten Rückstellung für Personalrestrukturierung.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 14,3 Mio. € geringfügig auf 14,8 Mio. € gestiegen, was im Wesentlichen auf höheres Einkaufsvolumen als Folge des leicht erhöhten Umsatzes zurückzuführen ist.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 22,0 Mio. € auf 41,4 Mio. € gestiegen. Hauptgrund hierfür ist eine ausstehende Gewinnabführung im Berichtsjahr. Zudem stehen zum Bilanzstichtag Gewinnabführung für Vorjahre noch aus.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 0,9 Mio. € auf 2,3 Mio.€ gestiegen.

Finanzlage

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt € 21 Mio. €

Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -21 Mio. € (einschließlich der Erhöhung der Forderungen aus dem Cash Pool)

Die liquiden Mittel sind weiterhin auf einem niedrigen Niveau, da die Gesellschaft in das Cash Pooling des Konzerns eingebunden ist und eigene Konten geschlossen worden sind. Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung aus Cash Pool in Höhe von 50,8 Mio. €. (i Vj. 32,2 Mio €)

Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen zur VFE-Lage sowie des im Ergebnis guten Geschäftsverlaufs beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage insgesamt als gut.

Prognosebericht, Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungV

Die Gustav Klauke GmbH hat auf Basis vorläufiger Jahresabschlusszahlen für das Geschäftsjahr 2022/23 Umsatzerlöse von 154 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern von 22 Mio. € erzielt.

Der europäische Markt für Elektroindustrie, in dem sich hauptsächlich unsere Kunden befinden, schwächt sich nach starkem Verlauf in der ersten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2022/23 etwas ab und stabilisierte sich im Folgejahr auf diesem Niveau. Wir sehen uns weiterhin mit unsicheren Nachfrageaussichten und rückläufigen Wirtschaftstrends konfrontiert. Die Planungen wurden dementsprechend angepasst.

Das wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin geprägt von höheren Energie- und Rohstoffpreisen, was zu einer Verlangsamung der Trends in unseren Schlüsselmärkten geführt hat und diese bisher beibehalten lässt. Wir gehen davon aus, dass dieses unbeständige Umfeld bis in das Jahr 2025 hinein anhalten wird. Infolgedessen erwarten wir für unser Geschäft, ohne Berücksichtigung von Preis- und Währungseffekten, kein signifikantes Volumenwachstum. Die Auswirkungen auf Umsatz und Rentabilität werden teilweise durch Preisanpassungen ausgeglichen.

Die Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2022/2023 im Zuge und Folge des Ukraine-Krieges sind gemäß unserer Einschätzung gering ausgefallen, gemessen an potenziellen Umsatzeinbußen. Strom- und Energiepreise sind bereits vor Ausbruch des Krieges für das Kalenderjahr 2022 fixiert worden, haben sich im Folgejahr erheblich erhöht, was durch Preisbremsen partiell aufgefangen werden konnte. Lieferkettenprobleme werden in folgenden Abschnitten weiter erörtert.

Auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung in den ersten acht Monaten des Jahres 2024 rechnen wir mit einem Umsatz i.H.v. 170 Mio. € und einem deutlich höheren Ergebnis vor Steuern als im Geschäftsjahr 2023, vor allem aufgrund positiver Nachfrageaussichten und damit einhergehenden Volumensteigerungen.

Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Gesellschaft weiter mit stabilen Umsatzerlösen und einem Ergebnis vor Steuern auf gleichbleibendem Niveau.

Trotz der herausfordernden Bedingungen sieht sich die Gesellschaft für die nächsten Jahre weiterhin gut positioniert und schaut positiv in die Zukunft.

Wir überwachen kontinuierlich sowohl die technischen als auch die geschäftlichen Risiken. Im Rahmen unseres internen Kontrollsystems werden unter anderem monatlich die Ist- und Planzahlen verglichen. So können Risiken in den Geschäftsprozessen rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Die Risiko- und Chancenbewertung wird zum Bilanzstichtag durchgeführt.

Ein Risikopotenzial besteht in der Entwicklung der Währungs- und Rohstoffpreise. Unser Hauptrohstoff ist Kupfer, das den Weltmarktbedingungen unterliegt, die für alle Wettbewerber gleichermaßen gelten. Der Kupferpreis ist im Laufe des Jahres 2021 erheblich gestiegen, was wir größtenteils durch Kupferzuschläge ausgleichen, und das verbleibende Risiko versuchen wir durch Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Im Verlauf des Jahres 2022 ist die Preisentwicklung wiederum deutlich nach unten gegangen und hat sich auf diesem Niveau bis Ende des Kalenderjahres 2022 bewegt. Wir beobachten ständig die Entwicklung des Euro-Wechselkurses, insbesondere gegenüber dem USD. Dieses Risiko wird als gering eingestuft, da sich unsere Einkäufe und Verkäufe in USD in etwa die Waage halten.

Längere Vorlaufzeiten und die Verfügbarkeit von Schlüsselkomponenten, wie beispielsweise Platinen, stellen ein Risiko für unser Geschäft dar, welches wir als gering einstufen. Zeitweise hatten wir in den vergangenen Jahren Produktionsausfälle oder -anpassungen aufgrund fehlender Materialien, jedoch mussten wir keine längeren Stillstände unserer Produktionslinien verzeichnen. Mitte 2023 hat sich die weltweite Knappheit an Elektronikkomponenten nachweislich beruhigt und wieder normalisiert. Wir arbeiten weiterhin eng mit unseren Hauptlieferanten zusammen und nutzen die globalen Lieferkettenressourcen von Emerson, um unsere Bemühungen bei der Beschaffung wichtiger elektrischer Komponenten für unsere Platinen zu unterstützen. Unsere Lieferanten und Industriequellen bestätigen diese Stabilisierung. Wir überwachen die Lieferungen weiterhin genau und passen unsere Produktionspläne dem verfügbaren Material an, um eine reibungslose Produktion sicherzustellen.

Das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Kunden ist als gering einzustufen, da wir aufgrund unseres breiten Produktportfolios verschiedene Unternehmen sowohl im Inland als auch in verschiedenen Exportmärkten beliefern und somit keine Abhängigkeit von Großkunden haben.

Ausfallrisiken von Forderungen werden durch stringente Prozesse und entsprechendes Forderungsmanagement auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten. Insgesamt werden die Ausfallrisiken derzeit als gering eingeschätzt.

Etwaige Liquiditätsrisiken werden frühzeitig erkannt und, insbesondere vor dem Hintergrund der Einbindung in das Cash Pooling des Konzerns, als gering eingeschätzt.

Chancen ergeben sich für das Unternehmen aus der Weiter- und Neuentwicklung von Produkten, der weiteren Marktdurchdringung, insbesondere in den globalen Wachstumsmärkten und aus weiterer Ausbreitung von Vertriebskanälen, sowie zusätzlichen Anwendungsgebieten für unsere Produkte.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und weltweit eröffnet unserer Firma, die auf hydraulische Werkzeuge und Verbindungstechnik spezialisiert ist, vielfältige Wachstumschancen. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen führt zu einer erhöhten Investition in Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekten. Unsere hochwertigen Produkte und Lösungen kommen wiederum bei Installation und Wartung dieser Energieinfrastruktur zum Einsatz.

Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken bekannt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gustav Klauke GmbH gefährden könnten. Sämtliche identifizierte Risiken stufen wir als gering ein. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Dank unserer innovativen Technologie und unserem umfassenden Fachwissen können wir Lösungen anbieten, die den Anforderungen der Branche gerecht werden. Hieraus ergeben sich Chancen für ein kontinuierliches Wachstum und den Erfolg unseres Unternehmens.

Zielgrößen für Frauenanteile in Führungspositionen

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft. In Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung, eine selbstbestimmte Zielgröße zu definieren, hatte die Gustav Klauke GmbH sich das Ziel gesetzt im Laufe der Geschäftsjahre 2020-2025 die Frauenquote auf der Geschäftsführungsebene bei 0% zu belassen, sowie diese in der ersten Führungsebene von 7% auf 15% und in der zweiten Führungsebene von 10% auf 20% zu steigern. Momentan ist die Quote in der ersten Führungsebene bei 29% und in der zweiten Führungsebene bei 20%. Somit haben wir unsere geplanten Ziele insoweit erreicht.

 

Remscheid, den 18. Juli 2024

Marc Vandevelde

Geschäftsführung

Jean-Claude Wetzels

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gustav Klauke GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gustav Klauke GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gustav Klauke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Zielgrößen für Frauenanteile in Führungspositionen" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in "Zielgrößen für Frauenanteile in Führungspositionen" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 18. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kis, Wirtschaftsprüfer

Deerberg, Wirtschaftsprüfer

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