Reesink GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Voschepoth seit 17.4.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Reesink Duitsland B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CT Agro GmbHLippetalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CT Agro GmbH, Lippetal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CT Agro GmbH, Lippetal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CT Agro GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juli 2025 KPMG AG Hoffmann, Wirtschaftsprüfer Menke, Wirtschaftsprüfer Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2023(1) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der CT Agro GmbH („CT Agro“) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Zur besseren Übersicht sind vermerkpflichtige Angaben im Wesentlichen im Anhang enthalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen und in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB gilt die CT Agro als große Kapitalgesellschaft. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma CT Agro GmbH mit Sitz in Lippetal im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter der Nummer HRB 11150 eingetragen. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die dem Jahresabschluss zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer wurde für die erworbene Software ein Zeitraum zwischen drei und neun Jahren angesetzt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungskosten (Einzelkosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips sowie einer verlustfreien Bewertung. Der eingeschränkten Verwertbarkeit älterer Maschinen wurde durch entsprechende Wertabschläge Rechnung getragen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Übrigen erfolgt der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nennwert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten aktiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Aktive Latente Steuern werden aufgrund der Nutzung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht unter Beachtung des Realisationsprinzips bzw. des Imparitätsprinzips erfasst. (3) Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Anteilsbesitz Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen folgende Gesellschaften: 1. TOO CT Agro, Kokschetau, Kasachstan: Die Beteiligungsquote beträgt 100,0 %. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 19.103 (9.636.467.911,17 Kasachische Tenge) sowie einen Jahresüberschuss von TEUR 3.030 (1.528.283.042,85 Kasachische Tenge) aus. Die Werte wurden zum Bilanzstichtag zu einem Stichtagskurs von EUR/KZT 1/504,45 umgerechnet. 2. TOO CT Lift Equipment, Almaty, Kasachstan: Die Beteiligungsquote beträgt 75,0 %. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 81 (40.604.823,86 Kasachische Tenge) sowie einen Jahresüberschuss von TEUR 45 (22.875.455,64 Kasachische Tenge) aus. Die Werte wurden zum Bilanzstichtag zu einem Stichtagskurs von EUR/KZT 1/504,45 umgerechnet. 3. TOO CT Assembly, Petropawlowsk, Kasachstan: Die Beteiligungsquote beträgt 99,9 %. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 6.125 (3.089.687.170,93 Kasachische Tenge) sowie einen Jahresüberschuss von TEUR 2.040 (1.029.216.012,23 Kasachische Tenge) aus. Die Werte wurden zum Bilanzstichtag zu einem Stichtagskurs von EUR/KZT 1/504,45 umgerechnet. Die Angaben entsprechen den jeweiligen Reporting Packages für den Einbezug in den Konezrnabschluss der Royal Reesink B.V.. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 43.898 (Vorjahr: TEUR 15.836) beinhalten Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.068 (Vorjahr: TEUR 7.067) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.830 (Vorjahr TEUR 8.769). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Latente Steuern Temporäre Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern im Jahresabschluss 31. Dezember 2023 geführt hätten, bestehen beim Geschäfts- oder Firmenwert. Eigenkapital Das Stammkapital von TEUR 25 ist voll eingezahlt. Im Jahr 2014 wurde eine gesellschaftsvertraglich beschlossene Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 6.000 von der Gesellschafterin voll eingezahlt. Rückstellungen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.768 (Vorjahr: TEUR 6.789) beinhalten im Wesentlichen Nachlaufkosten im Zusammenhang mit ausgelieferten Maschinen in Höhe von TEUR 4.290 (Vorjahr: TEUR 3.679), Rückstellungen für Garantien in Höhe von TEUR 1.771 (Vorjahr: TEUR 1.598) sowie Rückstellungen für Tantieme in Höhe von TEUR 1.534 (Vorjahr TEUR 1.074). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht der übliche Eigentumsvorbehalt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 51.691 (Vorjahr: TEUR 17.051) beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführung sowie aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von in Höhe von TEUR 41.663 (Vorjahr: TEUR 15.903). Der verbleibende Betrag resultiert aus weiteren konzerninternen Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.254 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.774 (Vorjahr: TEUR 1.148). Die Besicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte in 2023 -wie auch in den Vorjahren- durch eine Garantie der Royal Reesink Holding, Apeldoorn, Niederlande, gegenüber CLAAS Global Sales GmbH, Harsewinkel. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen Die Umsätze werden ausschließlich in Kasachstan erzielt und resultieren aus dem Vertrieb landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen. Die Umsatzerlöse verteilten sich folgendermaßen:
Sonstige betriebliche Erträge Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 1.990 (Vorjahr: TEUR 2.142) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 1.068), um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 893) sowie sonstige periodenfremde Erträge aus Gutschriften für Vorjahre in Höhe von TEUR 1.853 (Vorjahr: TEUR 181). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendung aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 17). (4) Sonstige Angaben Beschäftigte Im Durchschnitt wurden im Berichtsjahr 55 Mitarbeiter beschäftigt (ausschließlich Angestellte). Davon wurden 48 Mitarbeiter innerhalb der Republik Kasachstan und sieben Mitarbeiter am Standort Lippetal beschäftigt. Haftungsverhältnisse Mit Datum vom 12. Mai 2015 wurden zwischen der CT Agro GmbH und der ABN AMRO Bank N.V. mit Sitz in Utrecht - Niederlande diverse Verträge zur Absicherung der Gruppenfinanzierung auf Ebene der Royal Reesink B.V. mit Sitz in Apeldoorn - Niederlande geschlossen. Diese wurden am 15. Oktober 2020, mit Hinweis auf die Verlängerung vom 8. November 2018, erneut verlängert und beinhaltet im Einzelnen:
Die daraus resultierenden bilanziellen Folgen sind unter „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ dargestellt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Haftung für die Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft war zu keiner Zeit gegeben und wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Royal Reesink und den betreffenden Tochterunternehmen als sehr gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen insbesondere für Büro- und Lagerplatzmieten in Höhe von TEUR 229. Sie entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Weitere Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für den Fuhrpark in Höhe von TEUR 26. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Jörg Voschepoth bestellt. Er übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus. Die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB - Angabe der Geschäftsführerbezüge - wurde in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 23.476 (Vorjahr: TEUR 21.288) wurde im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Gesellschafterin, die Reesink GmbH, Lippetal, abgeführt. Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss Die Gesellschaft gehört zum Konzern der börsennotierten Royal Reesink B.V. mit Sitz in Apeldoorn/ Niederlande und wird seit dem 31. Dezember 2013 in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Royal Reesink B.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss, der nach niederländischem Recht aufgestellt wird, ist beim Handelsregister Oost-Nederland unter der Nummer 08005560 hinterlegt. Darüber hinaus soll dieser Konzernabschluss, der als befreiend i.S.d § 291 Abs. 1 und 2 HGB angesehen wird, im elektronischen Bundesanzeiger unter dem Namen Reesink GmbH, Lippetal, veröffentlicht werden. Die CT Agro GmbH, Lippetal, ihrerseits stellt keinen Konzernabschluss auf, da die Voraussetzungen für die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 291 HGB erfüllt werden. Wesentliche Unterschiede zwischen einem nach niederländischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Konzernabschluss und einem Konzernabschluss nach HGB bestünden insbesondere in Bewertung und Ansatz latenter Steuern sowie der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Nachtragsbericht Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind mit Ausnahme der weiteren Entwicklung der Ukraine-Krise nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht.
Lippetal-Herzfeld, 21. Juli 2025 CT Agro GmbH Jörg Voschepoth, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231.) Grundlage des Unternehmens Beginn der Geschäftstätigkeit Die ehemalige CT AGRO GmbH mit Sitz in Neustadt in Sachsen war seit dem Jahr 2000 u.a. im Handel mit Landmaschinen in Kasachstan aktiv und unterhielt hierzu eine Repräsentanz in Astana (davor Nur-Sultan). Den Service und die Ersatzteilversorgung stellte sie über die eigene Tochtergesellschaft TOO CT Agro mit Sitz in Kokschetau, Kasachstan, sicher. Die Reesink Agricultural Equipment GmbH, Frankfurt am Main, ein Unternehmen der niederländischen Gruppe Royal Reesink B.V., Apeldoorn, Niederlande, hat dieses Geschäft im Rahmen eines Asset Deals im Januar 2014 übernommen und sich dann in CT Agro GmbH, mit Sitz in Lippetal, (im Folgenden kurz: „CT Agro") umbenannt. Im Rahmen dieses Asset Deals wurde auch die TOO CT Agro, Kokschetau, Kasachstan, (im Folgenden kurz: „TOO CT Agro") übernommen. Zum 1. Oktober 2016 kam eine neue Tochtergesellschaft, die „TOO CT Lift Equipment“ mit Sitz in Almaty, Kasachstan, hinzu, welche sich mit dem Vertrieb von Linde Gabelstaplern beschäftigt, diese wurde zum 31.03.2024 wieder verkauft. Zum 10. August 2018 wurde eine weitere Tochtergesellschaft, die „TOO CT Assembly“ (im Folgenden kurz: „CT Assembly") mit Sitz in Petropawlowsk, Kasachstan, gegründet, die Maschinen von der CT Agro GmbH kauft, importiert und im Land weiterverkauft. Produktpalette und Kundenstruktur Wir vertreten die deutschen Firmen Claas und Horsch auf dem kasachischen Markt und komplettieren unser Angebot mit der kanadischen Marke MacDon sowie den europäischen Marken Trioliet, Monosem, Fliegel und Lemken. So stellen wir den kasachischen Landwirten ein komplettes Programm von Traktoren, Saatmaschinen, Bodenbearbeitungsgeräten, Mähdreschern, Schwadmähern, Feldhäckslern, Pressen und Futtererntemaschinen für den Anbau und die Ernte von Getreide und Futterpflanzen zur Verfügung. Produkte für die Logistik auf den Betrieben wie Teleskoplader, Anhänger und Futtermischwagen runden unser Angebot ab. Unsere Endkunden sind im Wesentlichen große Ackerbaubetriebe, die hauptsächlich Sommerweizen, aber auch sonstiges Sommergetreide und Ölfrüchte und teilweise zusätzlich Milch und Fleisch produzieren. Im Juni 2021 hat CT Assembly mit dem Ministerium für Industrie und Infrastruktur einen Special Investment Contract (im Folgenden kurz: SIC) für ein Montageprojekt unterschrieben. Bei CT Assembly werden seit Sommer 2021 Mähdrescher des Typs TUCANO und dessen Nachfolger TRION samt Schneidwerken und Traktoren des Typs XERION, sowie Saatmaschinen des Typs SPRINTER von Horsch montiert. Seit dem Geschäftsjahr 2020 ist die CT Agro mit einer eigenen Sparte im Bereich Irrigation (zunächst mit dem Partner Valmount, seit 2023 mit der Firma Bauer, sowie im Bereich des Kartoffel- und Gemüseanbaus tätig. Partner sind hier die Firmen AVR, Kverneland und Simon. Struktur des Unternehmens und Geschäftsmodell Die CT Agro GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Reesink GmbH, Lippetal, und gehört damit zum Konzern der Royal Reesink B.V., Apeldoorn, Niederlande. Das Unternehmen finanziert sich über einen von der Reesink GmbH, Lippetal, organisierten Cash-Pool. Zudem bestand mit der Reesink GmbH, Lippetal, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der zum 31.12.2023 aufgehoben wurde. Die Landtechnik wird von den Herstellern bezogen und direkt nach Kasachstan gesendet, dort ggf. in einem Zolllager zwischengelagert oder direkt an Leasinggesellschaften und Endkunden geliefert, welche die Ware dann selbst verzollen. Aufgrund von Einfuhrumsatzsteuervorteilen bei den Endkunden und Leasinggesellschaften im Falle des Direktimports wird nur ein kleiner Teil der Waren von unserer eigenen Tochtergesellschaft TOO CT Agro, Kokschetau, Kasachstan, importiert und weiterverkauft. Die TOO CT Agro ist daher in erster Linie für den Service und die Ersatzteilversorgung im Land zuständig. Mähdrescher, Großtraktoren und Teile der Saatmaschinen werden von der CT Agro an die CT Assembly verkauft, diese werden dort montiert und an die Endkunden verkauft. Seit der SIC unterschrieben wurde, kann die TOO CT Assembly die im SIC berücksichtigten Produkte jährlich als lokaler Hersteller zertifizieren, sie bekommen nach einem Audit das Zertifikat CTKZ. Mit diesem Zertifikat können die Produkte von Zoll und Umsatzsteuer befreit an Endkunden und Leasinggesellschaften verkauft werden und die Kunden erhalten 10% zusätzliche Investitionssubventionen gegenüber importierten Maschinen. Die CT Assembly hat zudem die Möglichkeit, die bei der Einfuhr abzuführende Recyclinggebühr zurückzufordern. 2.) Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen Kasachstan hat mit seinen ca. 22 Mio. Hektar Ackerfläche (Quelle: Büro für nationale Statistik; Comtrade) ein großes Potential für landwirtschaftliche Maschinen, doch seit der Finanzkrise, die Kasachstan 2009 erreichte, wird nur unterproportional in neue Technik investiert, was zu einer zunehmenden Veralterung des Maschinenparks führt. Die hohen Kosten der Finanzierung lassen aktuell für viele Kunden größere Investitionen in neue westliche Technik nicht zu. Der kasachische Tenge (KZT) wurde lange Zeit von der kasachischen Nationalbank gestützt und stabil zum US-Dollar gehalten, so dass sich die für unsere Kundschaft wichtigen Preise für Weizen und anderes Getreide stabil zu dem in USD notierten Weltmarktpreis hielten. Dies wurde 19. August 2015 geändert, nachdem das Staatsbudget durch den Verfall der Öl- und Gaspreise immer stärker unter Druck geraten war. Der KZT wertete massiv ab, die Stützung des KZT zum USD endete. In der Folge fiel der Wert des KZT wöchentlich weiter ab, und der Wert halbierte sich bis zum Jahresende. Seither gibt es immer wieder deutliche Kursschwankungen. Im Jahr 2019 hielt sich die Währung stabil zwischen 420 und 435 KZT zu einem Euro, im Jahr 2020 gab es eine weitere Abwertung auf bis zu 520 KZT, nach einer leichten Aufwertung schwankte der Kurs zwischen 500 und 510 KZT, im Jahr 2021 wertete die Kasachische Tenge etwas auf und lag seitdem stabil zwischen 490 und 500 KZT zum Euro. 2022 war von einer anfänglich starken Abwertung auf 547 KZT zum EUR und anschließenden Schwankungen zwischen 456 KZT und 491 KZT zum EUR geprägt. 2023 lag die Schwankungsbreite in der ersten Jahreshälfte zwischen 500 und 492 KZTund pendelt sich in der zweiten Jahreshälfte auf einem Niveau von um die 500 KZT ein. (Quelle: www.onvista.de). Für die Landwirtschaft in Kasachstan ist Wasser ein limitierender Faktor, so dass die Ernteerträge von den Regenmengen in der Wachstumsperiode abhängen. Eine durchschnittliche Ernte liegt bei Weizen z.B. zwischen 1 und 2 Tonnen je Hektar. Gab es im Wirtschaftsjahr 2022 mit 21,9 Mio. t Getreide und Hülsenfrüchten noch eine der höchsten Ernten in den letzten 10 Jahren, liegt die Einschätzung für das Jahr 2023 bei nur 12,3 Mio. t Getreide. Hintergrund sind eine Dürre im Juni und übermäßige Regenfälle im Herbst 2023. Beide Faktoren beeinträchtigen auch die Qualität von Weizen und Gerste erheblich. In Kombination mit hohen Exporten aus Russland wirkt sich dies negative auf die Weizenexporte aus Kasachstan aus. (Quelle: fas.usda.gov) Als Folge ist eine deutliche Verschlechterung der finanziellen Lage der Agrarbetriebe zu erkennen und eine daraus resultierende Zurückhaltung bei weiteren Investitionen. Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung Als wichtigste finanzielle Leistungsindikatoren, die wir zur Steuerung unseres Unternehmens einsetzen, zählen neben den Umsatzerlösen das Ergebnis vor Gewinnabführung (aufgrund der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrages nutzen wir ab 2024 das Ergebnis vor Ertragssteuern als finanziellen Leistungsindikator). Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse insbesondere für die bei CT Assembly montierten Produkte deutlich gesteigert, was sich mit den Vorteilen der Produkte mit CTKZ Zertifikat begründen lässt, aber auch damit, dass die Produktverfügbarkeit zur Aussaat und Erntesaison deutlich besser war als beim Wettbewerb. Die größten Umsatzsteigerungen gegenüber 2022 gab es im Jahr 2023 bei den Mähdreschern (+EUR 22,4 Mio. oder +43%) und den Traktoren (+EUR 11,7 Mio. oder +38%). In anderen Produktgruppen zeigt sich bereits der negative Einfluss durch die schlechte Ernte, wie bei den Saatmaschinen für die kommende Saison (-EUR 0,4 Mio. oder -2%), den Teleskopladern (-EUR 1,0 Mio. oder -52%) sowie den Pressen (-EUR 0,5 Mio. oder -34%) und den Schwadern (-EUR 2,0 Mio. oder -23%). Die Geschäftsfelder Bewässerung, Kartoffel- und Gemüsetechnik sinken ebenfalls aufgrund der Witterungseinflüsse von 16,7 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 13,4 Mio. Euro im Jahr 2023. Durch eine gute Produktverfügbarkeit in Kombination mit im ersten Halbjahr noch hoher Investitionsbereitschaft bei den Kunden, gab es in allen sonstigen Produktgruppen eine Umsatzsteigerung. Der Gesamtumsatz ohne Nachlässe der CT Agro GmbH hat sich im Berichtsjahr 2023 um 20,1% oder 29,7 Mio. Euro auf 177,3 Mio. Euro gesteigert. Beschaffung Wie bereits dargelegt, beziehen wir unsere Maschinen von namenhaften Herstellern aus Europa und Kanada. Für das Wirtschaftsjahr 2023 gab es Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich und die Situation bei den Engpässen entspannte sich gegenüber den Vorjahren. Ertragslage Im Jahr 2023 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20,1 % oder TEUR 29.111. Nach TEUR 144.847 im Geschäftsjahr 2022 betrug er im Jahr 2023 TEUR 173.958. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung konnte von TEUR 21.288 im Vorjahr auf TEUR 23.476 gesteigert werden. Die Ergebnissteigerung resultierte im Wesentlichen aus der Umsatzsteigerung aufgrund der hohen Nachfrage. Im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wurde das Ergebnis letztmalig zum 31. Dezember 2023 an die Gesellschafterin, die Reesink GmbH, Lippetal, abgeführt. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 2.397 (Vorjahr: TEUR 3.475). Davon betreffen im Wesentlichen TEUR 289 Erträge aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 1.158), TEUR 93 Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (Vorjahr: TEUR 1.068, TEUR 44 Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 893) sowie TEUR 1.852 periodenfremde Erträge (Vorjahr: TEUR 180). Der Materialaufwand beläuft sich auf insgesamt TEUR 140.895 (Vorjahr: TEUR 117.296). Der Anstieg ist das Ergebnis des höheren Absatzvolumens. Das Margenergebnis (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt absolut TEUR 33.063 (Vorjahr: TEUR 27.550) und prozentual bezogen auf die Umsatzerlöse 19,01 % (Vorjahr: 19,02 %). Der Personalaufwand wird mit TEUR 3.198 (Vorjahr: TEUR 2.889) ausgewiesen. Er entfällt auf 48 Mitarbeiter in der Repräsentanz in Astana, Kasachstan, und sieben Mitarbeiter am Hauptsitz in Lippetal-Herzfeld. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 8.242 (Vorjahr: TEUR 6.771). Sie entfallen im Wesentlichen mit TEUR 5.283 auf Konzernumlagen (Vorjahr: TEUR 2.790), mit TEUR 260 auf Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen (Vorjahr: TEUR 169), mit TEUR 686 auf Marketingaufwand (Vorjahr: TEUR 298), mit TEUR 552 auf Reisekosten (Vorjahr: TEUR 411), mit TEUR 42 auf Rechts- und Beratungskosten (Vorjahr: TEUR 87) sowie mit TEUR 309 auf Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 1.229). Die Zinserträge aus konzerninternem Cash-Pooling betragen im Berichtsjahr TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 265). Die Zinsaufwendungen aus konzerninternem Cash-Pooling betragen im Berichtsjahr TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 90). Die Umsatzrendite (definiert als Verhältnis vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu Umsatz) beträgt 13,5 % (Vorjahr: 14,7 %). Auf der Beschaffungsseite sind die langfristigen Partnerschaften mit den Hauptlieferanten Claas, Horsch und MacDon. bedeutsam. Auf der Absatzseite ist durch die über 20-jährige Tätigkeit im kasachischen Markt ein Kundenstamm aufgebaut worden. Zudem sind im Bereich der Absatzfinanzierung langfristige Zusammenarbeiten mit zwei Finanzdienstleistern, der „AO KazAgroFinanz“ und der „TOO TechnoLeasing“ entstanden. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 88.206 (Vorjahr: TEUR 49.454). Die Eigenkapitalquote (definiert als Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme) beträgt 6,8 % (Vorjahr: 12,2 %). Die Eigenkapitalrendite (definiert als Verhältnis von Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Eigenkapital) beträgt 389,65 % (Vorjahr: 353,3 %). Die Gesamtkapitalrendite (definiert als Verhältnis von Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Gesamtkapital) beträgt 26,6 % (Vorjahr: 43,1 %). Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 32.535 (Vorjahr: TEUR 24.896). Sie bestehen hauptsächlich aus Traktoren, Saatmaschinen, Mähdreschern und Anbaugeräten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit TEUR 43.898 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 15.836). Sie resultieren aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 42.068 (Vorjahr: TEUR 7.067) und aus Forderungen, welche aufgrund der Refinanzierungsstruktur der Gruppe mit TEUR 1.830 (Vorjahr: TEUR 8.769) auszuweisen sind. Der Anstieg der Forderungen gegen verb. Unternehmen (aus Lieferungen und Leistungen) resultiert aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit der kasachischen Tochtergesellschaften. Zur Finanzierung des Asset-Deals und zur Stärkung unserer Eigenkapitalbasis hat unsere Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2014 TEUR 6.000 in eine Kapitalrücklage eingezahlt. Die Rückstellungen betragen zum Abschlussstichtag TEUR 8.768 (Vorjahr: TEUR 6.789). Sie bestehen insbesondere für Tantiemen, Garantien sowie für Nachlaufkosten im Zusammenhang mit ausgelieferten Maschinen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 51.691 (Vorjahr: TEUR 17.051) resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Cash Pool und Gewinnabführung, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.774 (Vorjahr: TEUR 1.148) sowie aus Verbindlichkeiten, welche aufgrund der Refinanzierungsstruktur der Gruppe mit TEUR 5.254 (Vorjahr: TEUR 0) auszuweisen sind. Finanzlage Die Finanzierung der CT Agro GmbH erfolgt unter anderem über ein konzerninternes Cash-Pooling. Der Finanzmittelbestand, bestehend aus jederzeit frei verfügbaren liquiden Mitteln, beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 409). Zusätzlich bestehen unterjährig Kreditlinien für Lieferantenkredite bei den wichtigsten Lieferanten. Unsere Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt. Die Investitionen des Jahres 2023 in Höhe von TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 348) erfolgten in das Sachanlagevermögen. Die Geschäftsentwicklung 2023 war insgesamt sehr zufriedenstellend und entsprach im Wesentlichen den ursprünglichen Erwartungen der Geschäftsführung und Gesellschafter. Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 174 Miound auch das erwartete Ergebnis von EUR 24 Mio. entsprach der Prognose des Vorjahres. 3.) Risikomanagement, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Unser Risikomanagement umfasst neben einer periodisch angepassten Ertrags- und Liquiditätsvorschau auch regelmäßig erstellte Monatsabschlüsse und die daraus abgeleiteten Abweichungsanalysen (Soll-/Ist-Vergleiche), aus denen relevante Daten für die Unternehmenssteuerung gezogen werden. Unsere kasachische Repräsentanz wird zudem durch regelmäßige Besuche der Geschäftsführung überwacht. Die Reihenfolge der Chancen und Risiken erfolgte sortiert nach Bedeutung für das Unternehmen. Wesentlichen Einfluss auf das Geschäft hat der Krieg in der Ukraine. Kasachstan hat sich bisher neutral gezeigt und ist trotz der Zollunion mit Russland und Weißrussland bisher nicht mit Sanktionen belegt worden. Es besteht allerdings das Risiko, dass bei einer Ausweitung des Konfliktes auch Kasachstan sanktioniert wird. Auch die Sanktionen gegen Russland und Weißrussland bergen Risiken für das Geschäft, da die gängigen Transportrouten über deren Territorien führen. Der Krieg und seine Folgen sind aktuell ein großes und nicht vorhersehbares Risiko für das Geschäft. Um dem Risiko von Sanktionsverletzungen vorzubeugen, wurde intern nochmal klargestellt, dass sich unser Vertriebsgebiet nur auf Kasachstan bezieht und wir unsere Produkte und Ersatzteile für unsere Kunden in Kasachstan beziehen. Auch auf die Verantwortung zur Unterbindung eines Weiterverkaufs aus Kasachstan in sanktionierte Gebiete ist aufmerksam gemacht worden und Maßnahmen wurden ergriffen. Wir stellen z.B. sicher, dass wir Maschinen nur an landwirtschaftliche Betriebe verkaufen und die Menge der Technik zu den vorhandenen Flächen passt. Ersatzteilangebote werden nur auf Basis von Maschinen auf dem Betrieb gemacht, als Referenz werden Maschinennummern genommen und mit unserer Datenbank abgeglichen. Diese Maßnahmen wurden mit dem Compliance Manager der Royal Reesink abgestimmt und in 2023 wurde ein entsprechendes Compliance Training durchgeführt. Der Bedarf an Landmaschinen sowie des zugehörigen After-Sales-Services ist in Kasachstan trotz eingangs beschriebener Probleme weiterhin gegeben. Die Endkunden versuchen, durch ihre Investitionen weiter die Dauer der zwei wichtigsten und zugleich zeitkritischsten Arbeitsphasen, die Aussaat und die Ernte, zu verkürzen. Im Vergleich zu Westeuropa dauert die Ernte in Kasachstan aber weiterhin fast doppelt so lange, was witterungsbedingt Risiken im Bereich der Qualität des Erntegutes mit sich bringt. Die Risiken des Geschäftes hängen im Übrigen auch eng mit der gesamtwirtschaftlichen Lage in Kasachstan zusammen. Kasachstan ist stark vom Ölpreis abhängig, so dass der aktuell nachgebende Ölpreis einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Lage im Land hat. Politisch war das Land lange weitgehend stabil. Im Januar 2022 weiteten sich Proteste gegen hohe Preise für Autogas in eine Revolte aus, die niedergeschlagen wurde. Seitdem hat sich die politische Lage im Land wieder stabilisiert. Die in allen Branchen anhaltende Knappheit an diversen Produktionsmaterialien birgt das Risiko von Zulieferproblemen bei unseren Lieferanten. Der Markt hat sich mittlerweile an das latent vorhandene Abwertungsrisiko des Kasachischen Tenge angepasst. Die staatliche Leasinggesellschaft KazAgroFinanz, Nur-Sultan, Kasachstan, bietet weiterhin langfristige Finanzierungen auf Tenge-Basis an, private Leasinggesellschaften, wie z.B. Techno Leasing, Nur-Sultan, Kasachstan, refinanzieren sich in Kasachstan, um ein vergleichbares Angebot stellen zu können. Währungsrisiken bzgl. des USD bestehen nur bedingt, da wir in USD eingekaufte Waren auch in USD an die Kunden weiterverkaufen. Unsere Tochtergesellschaften TOO CT Agro und TOO CT Assembly tätigen ihre Geschäfte in kasachischen Tenge, das Währungsrisiko wird durch eine Währungsindexierung bei der Preisstellung der Ersatzteile und der landwirtschaftlichen Technik gemindert. Das Risiko von Forderungsausfällen sehen wir insgesamt als beherrschbar an, da wir Zahlungsziele nur Kunden gewähren, mit denen wir eine langjährige Zusammenarbeit haben, die wir daher gut kennen und uns über fällige Forderungen regelmäßig vor Ort im persönlichen Gespräch austauschen. Dennoch zeigt sich die Situation in 2023 aufgrund der schlechten Ernte und der daraus resultierenden Liquiditätsengpässe bei Kunden als angespannter als in den Vorjahren. Das Vermarktungsrisiko hinsichtlich unserer Bestände erachten wir ebenfalls als gering, da unsere Bestände im Wesentlichen aus Produkten bestehen, die wir auch in den folgenden Jahren anbieten werden. Die Bestände der CT Agro GmbH sind im Wesentlichen jünger als 3 Jahre. Das Alter unserer Bestände wird fortlaufend überwacht und ggf. notwendige Wertberichtigungen gebildet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind momentan nicht zu erkennen. Insgesamt schätzen wir die genannten Risiken - vorbehaltlich nicht abschätzbarer Auswirkungen aus dem Ukraine-Konflikt - als gering ein. Das Montageprojekt mit den Lieferanten Claas und Horsch sowie die neuen Geschäftsfelder der Bewässerung sowie der Kartoffel- und Gemüsetechnik stellen Chancen für ein weiteres Wachstum des Unternehmens dar. Anfang 2020 wurde in Kasachstan analog zur Russischen Föderation eine Recyclinggebühr auf Mähdrescher und Traktoren eingeführt. Diese wurde aber zunächst durch eine Ausnahme für einige westliche Marken, u.a. auch Claas, außer Kraft gesetzt. Für russische Marken blieb diese allerdings in Kraft, so dass der Rat der Eurasischen Wirtschaftsunion die Republik Kasachstan aufgefordert hat, diese Benachteiligung der Hersteller der Partnerstaaten bis zum 7. Mai 2020 zu korrigieren. Nach einer Überprüfung wurde die Ausnahme wieder zurückgezogen, so dass die Gebühr nun für alle Mähdrescher und Traktoren gilt. Durch das in 2021 eröffnete Montagewerk ergeben sich für uns Chancen, für die dort montierten Maschinen eine Rückerstattung der Recyclinggebühr zu bekommen. 4.) Ausblick und Ergebnisentwicklung Die Struktur des Absatzmarkts in Kasachstan wird mit der steigenden Stückzahl der zu betreuenden Maschinen im Land weiter schrittweise ausgebaut. Die Eröffnung eines neuen Standortes in Astana und in Uralsk in West-Kasachstan tragen dem Rechnung und sorgen für eine Erweiterung des Netzwerkes. Für das Geschäftsjahr 2024 liegt der Fokus auf der Stabilisierung durch Reduzierung der noch hohen Bestände aufgrund der fehlenden Liquidität seitens der Kunden als Folge der schlechten Ernte. Insgesamt ist darauf hinzuweisen, dass die Schwankungen in einem Markt wie Kasachstan aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Schwankungen im Markt größer sind als bei vergleichbaren Unternehmen, die in Westeuropa tätig sind. Dies wird durch den unter Risiken beschriebenen Konflikt in der Ukraine weiter verstärkt. Nach den deutlichen Umsatzsteigerungen seit der Übernahme der CT Agro durch die Reesink-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 konnte der Umsatz auch im Geschäftsjahr 2023 weiter gesteigert werden. Im Jahr 2024 soll diese Position weiterhin ausgebaut werden. Hierzu sollen insbesondere das Montageprojekt, aber auch die neuen Geschäftsfelder, wie Bewässerungstechnik und Technik für den Anbau von Kartoffeln und Gemüse beitragen. Die Coronapandemie hat die Nachfrage in Kasachstan kaum beeinflusst, aufgrund der Umstellung auf das Homeoffice haben sich lediglich die Prozesse bei den Leasinggesellschaften etwas verlangsamt. Die Situation im Markt wird durch den Krieg und die Supply Chain Probleme instabiler, wir sehen uns aber aufgrund des Montageprojektes als gut aufgestellt. Für das Jahr 2023 ergab dies einen Umsatz in Höhe von EUR 174 Mio. und einem Ergebnis vor Gewinnabführung von EUR 23 Mio. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir aufgrund der schlechten Ernte 2023 in Kasachtan einen Umsatzrückgang von 27% und einen Ergebnisrückgang von 66 % verzeichnen müssen (basierend auf dem vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024). Für das Jahr 2025 erwarten wir aufgrund der besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder einen erheblichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Abschließend weisen wir darauf hin, dass die Prognosen aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika, den Handelskonflikten insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China sowie der Krise in der Ukraine und der daraus möglicherweise resultierenden globalen Auswirkungen nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet sind.
Lippetal-Herzfeld, den 21. Juli 2025 CT Agro GmbH Jörg Voschepoth, Geschäftsführer |
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