Golf Studio Berlin GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
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Franco Dr. Lucá seit 24.7.2019 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEF Group GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019DEF Group GmbH KonzernBerlin1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Überblick über die DEF Group Der DEF Group Konzern gehört nach Auffassung des Managements zur einem der führenden B2C-Anbieter für Street- und Urbanwear in Europa. Als Spezialversender wird unter der Domain www.def-shop.com der Onlineshop betrieben und erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit bei der meist männlichen Zielgruppe im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Die Nähe zur relativ jungen Zielgruppe verschafft der DEF Group einen unvergleichbaren, authentischen und besonderen Marktauftritt. Als Multichannel-Unternehmen agiert die DEF Group hauptsächlich im DACH-Markt. Zum 31.12.2019 waren in der Gruppe 258 Mitarbeiter beschäftigt, davon 111 in der Logistik. Nachfolgende Unternehmen stellen die wesentlichen Gesellschaften des DEF Group Konzerns dar:
Um die Komplexität durch die hohe Anzahl der Gesellschaften zu reduzieren und damit einhergehend den internen Aufwand zu verringern sowie die Transparenz zu erhöhen, hat sich die DEF Group zu einer Reduzierung der operativen Gesellschaften entschieden. In diesem Zusammenhang sollen Ende 2020 fünf operative Gesellschaften in die Defshop GmbH verschmolzen werden. 1.2 Technische Systeme eCommerce Plattform: DEF Group hat eine zentrale eCommerce Plattform, auf Basis derer der Onlineshop auf die jeweiligen Endkunden-Devices integriert verteilt werden kann. Das bedeutet, dass sowohl der Web Client, als auch der Mobile Client basieren auf der gleichen Basistechnologie. Auch die APP-Anwendung ist in der eCommerce- Plattform voll integriert. Als besondere Funktionalität der eCommerce-Plattform ist zudem die Multimandanten- sowie die Multi Currency-Fähigkeit zu erwähnen. D.h., der Onlineshop kann sowohl auf mehrere Mandanten als auch mehrere Länder skaliert werden. Forschung und Entwicklungskosten: Die Entwicklungskosten in der Gruppe beschäftigen sich im Wesentlichen mit der Webshop-Entwicklung. Hierzu werden zum Teil auch externe Dienstleister eingesetzt. ERP System: Aktuell werden zur Abbildung der organisatorischen Leistungsprozesse unterschiedliche Business-Applikationen genutzt, die über einen komplexen Schnittstellenansatz datentechnisch integriert sind. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen 2019 war für Deutschland in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung ein schwieriges Jahr: Lt. Statistischem Bundesamt wuchs die Wirtschaft lediglich um 0,6% gegenüber dem Vorjahr 1 , im Schlussquartal stagnierte sie sogar. Negativ tangiert wurde die Konjunktur vor allem durch den Außenhandel, aber auch durch internationale Handelskonflikte und die daraus resultierenden Risiken, die bei der exportorientierten deutschen Industrie deutliche Spuren hinterlassen haben. Des Weiteren haben die Auswirkungen des Strukturwandels in der Autoindustrie ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Ein Stillstand der deutschen Wirtschaft konnte lediglich durch die starke Nachfrage der Verbraucher und den Bauboom vermieden werden. Der private Konsum machte mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus. Trotz der schwachen Konjunktur wurde im vergangenen Jahr mit 45,3 Mio. Erwerbstätigen erneut ein neuer Beschäftigungsrekord erreicht (+ 400 Tsd.). 2 Diese Tendenz hat sich in der Eurozone ebenfalls bestätigt. Im Jahr 2019 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Länder der Währungsunion um 1,3 % gegenüber 1,9 % im Jahr 2018. 3
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_018_811.html
1.3 Branchenspezifische Entwicklungen Der Trend zum Online-Shopping auf Kosten des stationären Einzelhandels hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. wurde in 2019 ein Brutto-Umsatz i.H.v. EUR 72,6 Mrd. inkl. Umsatzsteuer erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von 11,6% gegenüber dem Vorjahr (EUR 65,1 Mrd.). 4 Die Handelsbranche befindet sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung in einem tiefgreifenden Wandel. Die Einflussfaktoren, die diese Tendenz begünstigen, sind u.a. technologischer Natur. Vor allem aber findet eine fundamentale Veränderung des Kaufverhaltens der Konsumenten statt. Der Online-Handel gewinnt an Attraktivität durch permanente Erreichbarkeit, große Warenauswahl, detaillierte Produktinformationen sowie vielfältige und flexible Zahlungsmöglichkeiten und günstige und inzwischen einfache Rücksendemöglichkeiten. Parallel zu der starken Entwicklung im Online-Handel, wächst ebenfalls der Bedarf an stationären Shops / Boutiquen für ein "persönliches" Einkaufserlebnis der Konsumenten. Der stationäre Einzelhandel verliert zwar weiter an Umsatz, jedoch ergeben sich durch den resultierenden Konsolidierungsprozess auch Chancen für kreative Konzepte. Online Händler, die originär aus dem Online-Bereich kommen, werden Filialen und Pop-up Stores als Erlebnisort nutzen, um so eine persönliche Beziehung und Kundenloyalität aufzubauen. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2019 2.1 Vermögenslage Der DEF Group Konzern hatte zum Ende des Geschäftsjahres 2019 eine Bilanzsumme von TEUR 121.035, die sich aufgliedert in Anlagevermögen mit 30,4% der Bilanzsumme (i. Vj. 38,1%), Vorräte 9,2% (i. Vj. 13,0%), Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzung 5,0% (i. Vj. 6,6%), sowie liquide Mittel 1,2% (i. Vj. 0,9%). Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt EUR 65,6 Mio. (i. Vj. EUR 46,2 Mio.). In den fertigen Erzeugnissen erfolgte eine Bestandsminderung auf EUR 10,8 Mio.(i. Vj. EUR 14,3 Mio.). Maßgeblich für den Rückgang sind geringere Umsätze in 2019, ein deutlich verbessertes Bestandsmanagement sowie eine gezieltere Beschaffung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern und Steuerforderungen. Investitionen erfolgten im Geschäftsjahr 2019 vor allem im IT-Bereich in die ERP-Systeme und App-Entwicklung (EUR 0,3 Mio.) sowie weiteren Investitionen in Mietereinbauten (EUR 0,2 Mio.) für das Lager in Ludwigsfelde. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.429 (i. Vj. TEUR 1.029). Relevante Inflations- und Wechselkurseinflüsse gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. 2.2 Finanzlage Aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 und den Vorjahren entstandenen Verluste besteht ein negatives Eigenkapital von EUR 65,6 Mio.(i. Vj. EUR 46,2 Mio.). Die DEF Group finanziert sich vornehmlich durch Bankdarlehen, die durch ein Bankenkonsortium gegeben wurden sowie über Gesellschafterdarlehen der Muttergesellschaft DEF Holding GmbH in einem Volumen von rund. EUR 37,4 Mio. Im Geschäftsjahr 2019 erhöhten sich durch weitere Darlehensgewährung der DEF Holding GmbH die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf EUR 78,3 Mio. (i. Vj. EUR 60,7 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen sind deutlich auf EUR 3,3 Mio. gesunken (i. Vj. EUR 6,3 Mio.). Wesentliche Posten sind Rückstellungen für Retouren (EUR 1,3 Mio.), Personal (EUR 0,4 Mio.) und Rückstellungen für drohende Verluste (EUR 0,2 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind signifikant auf EUR 5,9 Mio. gesunken (i. Vj. EUR 16,3 Mio.). Gründe sind ein Abbau des Lagerbestandes, geringere Aufwendungen und Verpflichtungen für Waren, Dienstleistungen und Marketing. Der Verbindlichkeiten-Spiegel ist dem Anhang zu entnehmen. Aufgrund weiterhin notwendiger Liquidität sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (DEF Holding GmbH) im Betrachtungszeitraum angestiegen. Die Finanzierung erfolgte über mehrere Darlehen der DEF Holding GmbH. Diese besitzen alle eine Laufzeit bis zum 31.12.2032 und sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Investitionen und Liquidität Der negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit hat sich von TEUR -9.355 auf TEUR -8.862 reduziert. Im Vorjahr waren im Ergebnis vor Steuern TEUR 5.348 nicht Cashflow wirksame Aufwendungen aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen und Wertberichtigungen im Umlaufvermögen enthalten. Des Weiteren waren im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf den Goodwill und selbst entwickelte immaterielle Vermögenswerte als rechnerisch positive Effekte enthalten. Positive Cashflow Effekte ergaben sich aus dem Abbau der Vorräte und Forderungen, die Folge der Neuausrichtung der Gesellschaft waren. So ergab sich ein positiver Zahlungsmitteleffekt in Höhe von TEUR 4.418 aus dem Abbau der Forderungen und Vorräte. Negative Cashflow Effekte ergaben sich aus der Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Rückstellungen. Nachdem im Vorjahr bedingt durch höhere Bestellmengen und die Ausnutzung von Zahlungszielen vermehrt auf die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zur Finanzierung zurückgegriffen wurde, hat sich im Geschäftsjahr 2019 durch die Bereitstellung neuer Mittel durch Gesellschafter die Situation wieder normalisiert (siehe Finanzierungscashflow) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen deutlich zurück. Investitionscashflow Der Mittelabfluss aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrug TEUR 322 (i. Vj. TEUR 1.936). Die Verringerung ist insbesondere der Finalisierung von Entwicklungsprojekten geschuldet. Im Bereich Sachanlagen wurden TEUR 217 (i. Vj. TEUR 2.222) investiert. Die Investitionen betrafen vornehmlich die Fertigstellung des Lagerausbaus in Ludwigsfelde, nachdem im Vorjahr der wesentliche Teil der Investitionen bereits getätigt wurde. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 9.801 (i. Vj. Mittelzufluss i.H.v. TEUR 21.012) war durch die Zuführung von Gesellschafterdarlehen i.H.v. EUR 8,63 Mio. geprägt sowie Kontokorrentkrediten in Höhe von EUR 3,1 Mio. Darüber hinaus gab es gegenläufige Zinszahlungen i.H.v. TEUR 1.246 (i. Vj. TEUR 1.648) und Tilgungen von langfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 700. Zum 31. Dezember 2019 verfügte die DEF Gruppe über Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.429 (i. Vj. EUR 1.029), der sich damit um TEUR 400 gegenüber dem Stichtagswert zum 31. Dezember 2018 erhöht hat. Darüber hinaus besteht eine Kontokorrentkreditlinie der Banken in Höhe von EUR 6,0 Mio. Zum Bilanzstichtag sind daraus EUR 5,9 Mio. in Anspruch genommen. Die Kontokorrentkreditlinie ist in 2020 nicht täglich fällig und wird daher nicht vom Finanzmittelfonds abgezogen. 2.3 Ertragslage Das Jahr 2019 war weiterhin geprägt von der Uneinigkeit der europäischen Union in außen- und innenpolitischen Fragen sowie den weiterhin vorhandenen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA, China und Europa. Des Weiteren waren die zähen Brexit-Verhandlungen und die daraus resultierende Ungewissheit ein bestimmendes Thema in Europa. Zudem führten die politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen in verschiedenen Ländern und Regionen weltweit zu einer Verunsicherung der Verbraucher. Im Folgenden wird erläutert wie sich der Konzern in dem beschriebenen Umfeld entwickelt hat. Der Konzern hat das EBITDA (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich der GuV Positionen 4. Materialaufwand, 5. Personalaufwand und 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen) für das operative Geschäft und den Konzernjahresüberschuss für die Konzernsteuerung im gesamten als finanzielle Leistungsindikatoren definiert. Im Vorjahr lag die Prognose für das EBITDA 2019 bei einer Bandbreite zwischen -2 und -6 Mio. EUR negativem EBITDA und einem Konzernjahresverlust von EUR 13-17 Mio. Das negative EBITDA konnte von EUR -17,4 Mio. im Vorjahr auf EUR -6.4 Mio. signifikant reduziert werden und somit wurde das untere Ende der EBITDA Prognose knapp verfehlt. Ursächlich dafür waren leicht schwächere Umsätze als erwartet und die rascher als angedacht erfolgten Maßnahmen zu Restrukturierung, die zu Einmalbelastungen aus Vertragsauflösungen führten. Im Folgenden wird die Entwicklung im Einzelnen dargestellt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein konsolidierter Umsatz i.H.v. TEUR 68.414 erzielt (i. Vj. TEUR 73.794 TEUR). Davon wurden mit Eigenmarken EUR 21,7 Mio. (i. Vj. EUR 20,7 Mio.) und mit Fremdmarken EUR 46,7 Mio. (i. Vj. EUR 53,1 Mio.) Umsatz erzielt. Wesentlicher Faktor für den Umsatzrückgang war die Fokussierung auf den erfolgreichen Turn-around durch die Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen als Aufsatzpunkt für ein in den Folgejahren wieder beabsichtigtes, gesundes Wachstum. Die Materialaufwendungen betrugen TEUR 35.352 (i. Vj. TEUR 45.158) was einer Materialaufwandsquote von 51,0% (i. Vj. 60,3%) entspricht. Die Aufgliederung des Umsatzes nach Ländern ist im Anhang dargestellt. Somit konnte die Rohertragsquote von 39,7% auf 49,0% gesteigert werden. Die Steigerung resultiert überwiegend aus geringeren Wertberichtigungen auf Warenbestände und der Auflösung von Rückstellungen auf Retouren und Drohverlustrückstellungen. Daneben erfolgte eine geänderte Einkaufs- und Warenportfoliostrategie, die sich durch einen höheren Eigenmarkeneinsatz (Steigerung von 28% in 2018 auf 32% in 2019) und geringere Rabattaktionen auszeichnete. Die Personalaufwendungen (Löhne und Gehälter inkl. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung) betrugen TEUR 11.385 (16,4 % vom Umsatz). Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2019 gering um 3% angestiegen. Ein in 2019 eingeleiteter Personalabbau und die damit verbundenen Einsparungen konnten sich im Jahr der Umsetzung nicht positiv auswirken, da dieser Effekt durch zu zahlende Abfindungszahlungen wieder kompensiert wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 29,1 Mio.) beinhalten als wesentliche Posten Werbeaufwand, Kosten der Warenabgabe, Fremdleistungen und Gebühren für Zahlungsanbieter. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 7 Mio. ist zum einen durch den Rückgang des Umsatzes und damit parallel gesunkener Kosten der Warenabgabe geschuldet. Zum anderen sind die Marketingausgaben deutlich gegenüber dem Vorjahr aufgrund von niedrigeren Internetwerbekosten und durch die Umstellung der Marketingstrategie hin zu einem Brand- und Reichweitenmarketing zurückgegangen. Damit verbunden konnte das Ratio von Marketingkosten zu Umsatz deutlich verbessert werden. In Summe konnte so das negative EBITDA um EUR 11 Mio. vermindert werden. Die Zinsaufwendungen sind auf EUR 6,5 Mio. (i. Vj. EUR 5,0 Mio.) angestiegen und resultieren aus höheren Gesellschafterdarlehen und den sich daraus ableitenden Zinsverbindlichkeiten. Die Abschreibungen sind um EUR 16,6 Mio. auf EUR 6,6 Mio. gesunken (i. Vj. EUR 23,2 Mio.). Hiervon entfallen EUR 4,5 Mio.(i. Vj. EUR 19,5 Mio.) auf Abschreibungen von Goodwill/Technologie. In Höhe von EUR 0,2 Mio. (i. Vj. EUR 3,0 Mio.) wurden außerplanmäßige Abschreibungen für Software und Lizenzen vorgenommen. In der Position Steuern sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 121 TEUR enthalten. Das Konzernjahresergebnis vor Steuern ist mit EUR -19,5 Mio. (i. Vj. EUR -45,6 Mio.) negativ, jedoch im Vergleich zum Vorjahr um EUR 26,1 Mio. verbessert. Wesentliche operative Gründe hierfür sind ein um 4,3 Mio. EUR gestiegener Rohertrag sowie um EUR 9 Mio. niedrigere Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und um EUR 7 Mio. niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen. 2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-/Finanz und Ertragslage Zusammenfassend betrachtet die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2019 und die wirtschaftliche Lage der DEF-Gruppe als verbessert gegenüber dem Vorjahr 2018. Der Fokus in 2019 lag auf der Konsolidierung der Strukturen sowie der Einleitung weiterer Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und Ausschöpfung von Einsparungspotentialen, um wieder zu einem gesünderen Verhältnis von Umsatz und Kosten zu gelangen. Durch zahlreiche Maßnahmen und Korrekturen der neu in 2019 installierten Geschäftsführung wurde der negative Trend aus 2018 gestoppt und signifikante Verbesserungen erzielt. So konnten beispielsweise viele in der Vergangenheit zu Ungunsten von DEF Group abgeschlossenen Verträge entweder aufgelöst oder mit neuen, besseren Konditionen nachverhandelt werden. Durch konsequentes Kostenmanagement sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich gesunken. Im Zuge der Optimierung der Einkaufskonditionen und Bereinigung des Produktportfolios konnte DEF Group die Materialaufwandsquote ebenfalls deutlich verbessern und somit trotz einem in 2019 verzeichneten Umsatzrückgang den Rohertrag deutlich steigern. Dennoch bleibt auch für die Zukunft eine Unsicherheit. Wirtschaftlich negative Entscheidungen der Vergangenheit belasten auch in den Folgejahren noch die Ertragslage. Die in 2018 und 2019 entstandenen hohen Verluste und finanziellen Belastungen aus in 2018 abgeschlossenen Verträgen haben die Finanzlage weiterhin erheblich belastet. In diesem Zusammenhang waren weitere Liquiditätszuflüsse durch den Hauptgesellschafter notwendig, die zu einem Anstieg der Verschuldung geführt haben. In der Folge ist die Gesellschaft in eine bestandsgefährdende Krise in 2018 geraten, in der sich die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt immer noch befindet. Auf Grund der positiven Entwicklung in 2019 und dem bisherigen Geschäftsverlauf in 2020 sind wir optimistisch, diese Krise zu überwinden und die in der Planung skizzierte positive Entwicklung realisieren zu können. Zur weiteren Ausführungen siehe Punkt 4. Prognosebericht. 2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren werden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der DEF Group verwendet.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren werden von der Geschäftsführung gesteuert. 3. Steuerung, Reporting und Chancen / Risiken der künftigen Entwicklungen Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie des DEF Group Konzerns. Risiken werden definiert als das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen kurzfristiger Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien negativ beeinflussen könnten. Unter Chancen werden interne und externe Entwicklungen operativer und strategischer Art verstanden, die genutzt werden können, um die geplanten Ziele zu erreichen. Die Steuerung der Chancen und Risiken werden in das Management- und Controlling-System als integraler Bestandteil aufgenommen. Ein nachhaltiges Projekt- und Changemanagement führt dazu, dass identifizierte Chancen und Gefahren nicht nur fortlaufend erkannt werden, sondern auch die Handlungsstrukturen und -prozesse aller Unternehmensbereiche definieren. Nach der negativen Entwicklung in 2018 wurde das Risikomanagement grundlegend überarbeitet. Die bisherige weitgehend rückwärtsgewandte Analyse wurde um eine zukunftsgerichtete Betrachtung erweitert. Finanzielle Auswirkungen von Verträgen und Entscheidungen werden vor Abschluss auf mögliche Risiken untersucht und bewertet. Risiken, die möglicherweise die Liquidität der Gesellschaft gefährden könnten, sollen dadurch vermieden oder vermindert werden. 3.1 Strategische und Marktrisiken Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Entwicklung des Konzerns hängt maßgeblich von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und der Konsumlaune sowie dem Konsumentenvertrauen ab. Eine gesamtwirtschaftliche Schwäche etwa wie die Corona Krise kann sich negativ auf das Kaufverhalten der Zielgruppe der DEF Gruppe auswirken und zu Umsatzeinbußen als auch erhöhten Warenbeständen führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos betrachtet der Konzern in der aktuellen Situation der Corona Pandemie als hoch bei einem mittleren Schadenpotenzial im einstelligen Millionenbereich. Dem Risiko begegnet die DEF Gruppe durch Marktbeobachtung und ein fortlaufendes Controlling der Lagerbestände, um dem Aufbau von etwaigen Überbeständen entgegenzuwirken. Wettbewerbsintensität und geringe Markteintrittsbarrieren Der Konzern ist einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Das stetige Wachstum im Online Handel bedeutet auch eine Intensivierung des Wettbewerbs. Es bestehen Risiken aus Markteintritten neuer Wettbewerber bzw. aus "schwächelnden" Marktbegleitern. Der aus neuen Wettbewerben resultierende Wettbewerb könnte zu einem Preiskampf führen, der die Rohertragsmarge insbesondere im Fremdmarkenbereich belasten würde. Das Risiko, dass sich in einem Nischenmarkt, in welchem wir aktiv sind, ein neuer Wettbewerber platziert, der die notwendige Finanzkraft besitzt, um den Markt neu zu regulieren wird als gering eingeschätzt. Vielmehr besteht die Möglichkeit, dass bestehende Wettbewerber, die wirtschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt sind, mit erhöhten Preisreduktionen ihre Marktposition kurzfristig verbessern wollen. Zudem setzt der Konzern auf "Eigenmarken", um dadurch die Austauschbarkeit zu verringern. Eine weitere Maßnahme zur Risikoreduktion stellt die Fokussierung auf Nischenmärke und Konzentration auf unser Kerngeschäft dar. Dem Risiko begegnet der Konzern durch spezielle Pricing-Modelle und einer zentral gesteuerten Beschaffungsorganisation. Zudem setzt der Konzern auf "Eigenmarken", um dadurch die Austauschbarkeit zu verringern. Veränderung der Kundennachfrage Generell steigt die Wechselbereitschaft der Kunden, die Schnelllebigkeit von Trends und die Gefahr der Substituierbarkeit im wettbewerbsintensiven Fashion-Handel. Dies gilt insbesondere in der vornehmlich jungen Zielgruppe der DEF Group. Den Eintritt des Risikos schätzt die DEF Group als mittelwahrscheinlich ein, die Auswirkungen jedoch als gering, da die DEF Group diesen Risiken durch den stark "Community" orientierten "Go-To-Market" Ansatz begegnet. Durch ständiges beobachten der Trends und Käufernachfrage und durch eine klare Ausrichtung des Markenportfolios auf seine Zielgruppen mitigiert die DEF Group die Kundennachfragerisiken. Dies bedeutet, dass durch Marketingaktivitäten und durch kontinuierlich ausgebaute Nutzung digitaler Medien die Markenbekanntheit von DEF Group in den relevanten Zielmärkten erhöht werden soll und ein unverwechselbarer Markenauftritt mit hohem Identifizierungspotenzial sichergestellt werden soll. 3.2 Operative Risiken IT-Risiken Die Bedeutung der Digitalisierung nimmt weiter zu. Wesentliche Risiken ergeben sich insoweit insbesondere aus den gestiegenen Anforderungen an die ERP-Systeme und die technischen eCommerce Plattformen. Die Komplexität von ERP-Systemen im Textil-Handel ist sehr hoch und anspruchsvoll. Die DEF Group unterliegt insoweit technologischen Herausforderungen, welche einerseits durch Investitionen in Zukunftstechnologie oder durch Standardlösungen behoben werden können. Als Online Händler ist eine Bedrohung durch Cyber-Angriffe ein wesentliches Risiko. Das Kundenvertrauen könnte eingeschränkt werden und zu sinkenden Umsätzen führen. IT-Risiken könnten auch zu Systemausfällen führen die Umsatzverluste zur Folge haben. Durch ständige Aktualisierung von Schutzmaßnahmen minimieren wir dieses Risiko. Rechtliche Risiken Im Rahmen unseres Geschäftsmodelles verarbeiten wir auch in großem Umfang personenbezogene Daten. Hierzu bestehen zahlreiche Gesetze und Regularien die bei Verstoß zum Teil erhebliche Strafen nach sich ziehen können. Trotz weitgehender interner Regelungen und dem Einsatz von Datenschutzbeauftragten kann ein Verstoß gegen einzelne Regelungen nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt werden die rechtlichen Risiken als Risiken mit geringen Auswirkungen eingeschätzt, die sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Einführung neuer Datenschutzrichtlinien in Deutschland und Europa erhöht haben. Risiken aus Logistikprozessen Die DEF Gruppe ist erheblich von Ihren Logistikpartnern und dem eigenen Großlager in Ludwigsfelde zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs abhängig. Naturkatastrophen wie Brände oder Überschwemmungen könnten neben dem Verlust der Vorräte und möglichen Personenschäden auch zu einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs führen. Zudem ist die fristgerechte Bearbeitung von Bestellungen und Retouren für das Kundenzufriedenheit und Kundenbindung von Bedeutung. Der Konzern reduziert dieses Risiko durch ein gezieltes Projektmanagement. Einkaufs- und Mengenrisiken Der Konzern verfügt insbesondere bei der Produktion von Eigenmarken über eine begrenzte Anzahl an Lieferanten und ist daher dem Risiko ausgesetzt, dass Lieferanten ausfallen oder ihre Ware zu schlechteren Konditionen anbieten. Ein Ausfall oder Preiserhöhungen würde sich daher negativ auf die Umsätze und auf die Rohmarge auswirken. Der Konzern begegnet dem Risiko durch den Aufbau von langfristigen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehung mit zuverlässigen Lieferanten. Ein weiteres Risiko besteht in der Disposition von Bestellungen. Fehleinschätzungen im Bedarf können einerseits zu einem hohen Anteil nicht lieferbarer oder ausverkaufter Produkte führen oder andererseits zu Überbeständen und einer hohen Kapitalbindung führen. Ein signifikanter Bestand an schwer verkäuflichen Produkten kann Wertminderungen bedingen, die sich mindernd auf das Geschäftsergebnis auswirken. Das Risiko des Eintritts wird als unvermeidbar angesehen, die finanziellen Auswirkungen auf den Konzern sind jedoch gering. Der Konzern hat das Ziel, sein Bestandsmanagement stetig zu verbessern und somit die Auswirkungen des Risikos zu reduzieren. 3.3 Liquiditätsrisiken Für die Unternehmensfortführung ist die Verfügbarkeit von frei verfügbaren liquiden Mittel notwendig, um den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. DEF Group verkauft regelmäßig Kundenforderungen an Zahlungsanbieter. Im Fall eines Zahlungsausfalls der Zahlungsanbieter könnte dies auch zu Verzögerungen der Auszahlung der veräußerten Forderungen an DEF Group führen, so dass DEF Group seinerseits seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann. Des Weiteren hat DEF Group mit seinen Finanzierungsgebern Kreditvereinbarungen geschlossen, die die Einhaltung bestimmter Kennziffern beinhalten (siehe Berichterstattung zu bestandsgefährdenden Risiken im Prognosebericht). Eine ausreichende Liquidität der DEF Group ist daher nach wie vor davon abhängig, ob die im mit den Banken abgestimmten, gesteckten minimalen Ziele erreicht und die vereinbarten Covenants eingehalten werden. Eine hiervon negativ abweichende Entwicklung könnte zu einem Liquiditätsengpass führen und stellt daher ein bestandsgefährdendes Risiko dar (siehe Berichterstattung im Prognosebericht hierzu). Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 davon aus, dass die minimalen Ziele des Geschäftsplans im Jahr 2020 und 2021 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht werden. Die im IBR attestierte positive Fortführungsprognose bestätigt, dass wir bei Realisierung der gesteckten minimalen Ziele (insbesondere Umsatzsteigerung und weitere Kostenreduktion) alle Verpflichtungen im Prognosezeitraum erfüllen können. Wir gehen davon aus, dass die Unternehmensfortführung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesichert ist. Die bestehenden wesentlichen Unsicherheiten mit Blick auf die Erfüllung der Ziele sind im Prognosebericht unter dem Absatz "bestandsgefährdende Risiken" näher erläutert Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung den Konzernabschluss unter Fortführungswerten aufgestellt. DEF Group begegnet den Liquiditätsrisiken durch eine revolvierende Cashflow Planung sowie dem Halten von Sicherheitsbeständen auf seinen Bankkonten und der Einrichtung von Betriebsmittelkreditlinien. 3.4 Chancen Aufgrund der klaren Marktpositionierung im "Urban Wear" Markt und der Marketing- und Vertriebsstärke der Defshop GmbH im Bereich des Social Media- und Performance Marketings ergeben sich für den DEF Group Konzern auch künftig weitere Wachstumspotentiale. Neben einer Umsatzsteigerung streben wir auch an, Effizienz-Potentiale zu nutzen. Diese werden definiert durch:
Die Digitalisierung des Handels sowie der Wandel des Konsumverhaltens und der Kundenerwartungen birgt grundsätzliche Chancen für den DEF Group Konzern. Die weltweite Krise durch das Coronavirus hat zu einer weiteren Stärkung des Onlinehandels geführt und wirkt bei der Verschiebung von Marktanteilen zugunsten Online als Katalysator. Auf Grund von Kontaktbeschränkungen und Unsicherheit der Bevölkerung hat der klassische stationäre Handel weitere Marktanteile an den Onlinehandel abgegeben, die - zumindest teilweise - nicht mehr zurückkehren werden. Durch die massiven Auswirkungen auf den klassischen stationären Handel ist auch von einem noch stärkeren Wandel der Innenstädte und einer Umwidmung von Flächen zu erwarten. Gerade in der Corona-Krise konnten die großen Anbieter wie beispielsweise der Amazon Marketplace noch einmal deutlich ihre Markstellung ausbauen. Auch große Fashion Onlineanbietern wie Zalando konnten sich während der Corona-Pandemie ihre Chance nutzen und erwarten in 2020 ein zweistelliges Wachstum. Bedingt durch die Corona-Krise sehen wir aus den angeführten Gründen für unser digitales Geschäftsmodell somit zukünftig Wachstumschancen, da sich der seit langem abzeichnende Trend hin zum Onlinehandel schneller vollziehen wird. Eine weitere Chance sehen wir in dem geplanten Wechsel von einem proprietären Webshop zu einem Standard-System. Diese Standard eCommerce Plattform wird den Webshop der DEF Group noch leistungsfähiger machen mit Blick auf die schnelle und einfache Implementierung von Features. Zudem erwarten wir Kosteneinsparungen durch insgesamt geringere Betriebskosten für die Standard eCommerce Plattform. Gleichwohl können sich durch die mit der Corona Krise verbundenen Rezession negative Auswirkungen auf die verfügbaren Einkommen und die Konsumneigung ergeben. Zu den damit verbundenen Risiken nehmen wir im Punkt 4.2 (Unterpunkt Gesamtwirtschaftliche Risiken Stellung). 4. Prognosebericht: Zukünftige Entwicklung und Ausblick Erwartete gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen für 2020: Die Coronavirus-Pandemie hat für alle Volkswirtschaften weltweit sehr schwerwiegende sozioökonomische Auswirkungen. Obwohl die EU und ihre Mitgliedstaaten rasch und umfassend reagiert haben, ist in 2020 mit einer Rezession historischen Ausmaßes zu rechnen. In der Frühjahrsprognose der EU-Kommission wird erwartet, dass die Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets in 2020 um 7,75% schrumpfen wird. 5 (Abruf im September 2020) Für Deutschland wird erwartet, dass das BIP in 2020 um 9,4% gegenüber dem Vorjahr sinkt. Experten sprechen mittlerweile von der größten Rezession in der Deutschen Geschichte. Für 2021 wird ein Wachstum von 3% prognostiziert. 6 (Abruf im September 2020) Erwartete Bedingungen im Onlinegeschäft: Laut Studie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) ist der Bruttoumsatz für den deutschen Online-Handel in 2019 auf EUR 72,6 Mrd. gestiegen (i. Vj. 65,1 Mrd.). Dies entspricht einem Wachstum von 11,6% gegenüber dem Vorjahr. 7 Auch die Corona-Krise konnte dem Wachstum des Onlinemarktes in Deutschland nichts anhaben. Lt. bevh. wurde im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von 9,2% verzeichnet. Nach einem Einbruch im 1. Quartal konnte vor allem im zweiten Quartal ein starkes Wachstum verzeichnet werden. Es wird vor allem beobachtet, dass sich der Onlinehandel beim "täglichen Bedarf" dauerhaft etabliert. 8 Die DEF Gruppe geht daher davon aus, dass der Onlinehandel auch im Gesamtjahr 2020 ein deutliches Wachstum verzeichnet. Die in 2019 unter einem neuen Management und Einbindung namhafter Berater initiierten umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen werden auch in 2020 weiterhin fortgeführt und in monatlichen Reportings überwacht mit dem Fokus, die Liquidität zu sichern, sowie die Effizienz der Organisation weiter zu erhöhen und damit wieder einen Weg in Richtung profitables und nachhaltiges Wachstum einzuschlagen. Im Geschäftsjahr 2020 wird der Schwerpunkt auf die Umsetzung der Eigenmarkenstärkung zur Margenoptimierung sowie die weitere planmäßige Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen gelegt. In diesem Kontext erfolgte in 2019 eine Refokussierung auf das Core Segment und die erneute Schärfung des Brand Profils. Durch die strategische Refokussierung auf das margenstarke Core-Marktsegment und Eigenmarken konnte der Rohertrag in 2019 wieder verbessert werden. Diese Maßnahmen werden begleitet durch die kontinuierliche Veränderung und Verbesserung operativer Prozesse. Im Bereich der Logistik werden durch die Optimierung im Lager, geänderte Sortimentspolitik und Wegeoptimierungen signifikante Effizienzsteigerung des Fulfillments von etwa 30% angestrebt. Parallel zur Neuausrichtung erfolgt eine gezielte Kostenkontrolle mit dem Ziel, wesentliche Werttreiber wie z.B. das Online-Marketing zu reduzieren und gleichzeitig die Generierung von Leads kostenseitig bestmöglich auszusteuern. Budgets werden nun sehr zielgerichtet und nur für relevante Werbekanäle eingesetzt. Im Fokus steht z.B. die Forcierung des Unpaid Traffic im Marketing-Mix. Diese und weitere Maßnahmen sollen zu einer deutlichen Kostenreduktion und Ertragssteigerung führen.
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https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_799
Die Planung für das Geschäftsjahr 2020 sieht vor, dass die Effekte der in 2019 gestarteten Restrukturierung und Neuausrichtung sich deutlich auf das EBITDA und den Konzernjahresüberschuss als finanzielle Leistungsindikatoren auswirken werden. So wird für 2020 für den finanziellen Leistungsindikator (EBITDA) die Erreichung des Break-Even bzw. ein positives EBITDA sowie ein Konzernjahresverlust von ca. EUR 13 Mio. erwartet. Des Weiteren ist geplant, dass keine weiteren Kreditaufnahmen im Planungszeitraum notwendig werden. Die strategischen und operativen Maßnahmen zeigen ihre Wirkung noch stärker in den Folgeperioden. Im Business Plan ist für 2020 ein Umsatz von ca. EUR 71 Mio. und für 2021 von ca. EUR 73 Mio. eingestellt. Dies entspricht einem CAGR von 3,7% (Core Online Marktwachstum: 8%). Ein wesentlicher Treiber ist der Ausbau des Eigenmarkenanteils von aktuell rund 30% auf 40%. Durch die Vorgabe von Mindestmargen, kontrollierte Rabattaktionen und Bestandssteuerung sowie der stärkeren Fokussierung auf die margenstärkeren Eigenmarken verbessert sich die Wareneinsatzquote um rd. 6%-Punkte bis 2021, was zu einem deutlichem Anstieg des Rohertrags führt. Bestandsgefährdende Risiken Zum 31. Dezember 2019 besteht im Konzern ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 65.618 und der Konzern verfügt über TEUR 1.429 liquide Mittel. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses haben sich die liquiden Mittel durch die fortlaufende Umsetzung der in 2019 begonnenen und mit den Gesellschaftern sowie Banken abgestimmten Kostensenkungsmaßnahmen (Reduktion von Personalkosten, Mietkosten sowie Werbekosten) durch Rückführung von Betriebsmittelkrediten leicht erhöht. Es erfolgte im Februar 2020 eine Änderung des Konsortialkreditvertrags mit an die Unternehmensplanung angepassten Kreditlinien sowie der Vereinbarung neuer, an die Unternehmensplanung angepasster Covenants. Die wesentlichen Covenant Kennzahlen sind Minimum EBITDA, Minimum Liquidität und Minimum wirtschaftliches Eigenkapital. Zudem sind im Februar 2020 weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,5 Mio. Euro eingezahlt worden. Die Nichteinhaltung von Covenants kann zu einer Kündigung der Finanzierung führen. Daher ist die Einhaltung der Covenants auf Basis der Planung für die folgenden Geschäftsjahre von höchster Bedeutung für die Gesellschaft. Auf Basis der neu aufgestellten Finanzierung verfügt der Konzern für das Geschäftsjahr 2020 und 2021 bei Einhaltung der Budgetplanung über ausreichende finanzielle Mittel und Kreditlinien, um den finanziellen Verpflichtungen des Konzern jederzeit nachzukommen. Der Konzern unterliegt jedoch wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Erreichung geplanter Umsatz- und Margensteigerungen sowie weiterer geplanter Kostensenkungen, deren Realisierung zwingend notwendig sind, um die Erreichung eines positiven Nettozahlungsmittelstroms sicherzustellen. Im Bereich der Umsatzsteigerungen ist insbesondere ein weiteres Wachstum im Onlinegeschäft entsprechend dem derzeit zu beobachtenden Trend zum steigenden Onlinehandel geplant. Die Unsicherheit besteht darin, dass die geplanten Umsatzsteigerungen sich zeitlich verzögern können, nicht im geplanten Umfang realisiert werden oder auch gar nicht eintreten könnten. Darüber hinaus sind Margensteigerungen durch einen veränderten Produktmix und einem höheren Anteil von Eigenmarken geplant sowie weiter verbesserte Lieferantenkonditionen. Unsicherheiten bestehen in Bezug auf die Durchsetzung von verbesserten Lieferantenkonditionen sowie der wahrgenommenen Attraktivität der Eigenmarke, welche das Erreichen der Margenverbesserung erschweren kann. Ein wesentlicher Treiber in Bezug auf Kostensenkungen ist die Neuordnung der IT-Shopinfrastruktur (IT Shop-System und Produktinformationssystem), sowie Kostensenkungen im facility Bereich (Mieten) und die Verbesserung von Lieferantenkonditionen. Die Verträge mit den externen Dienstleistern und Lieferanten sind derzeit teilweise noch in Verhandlung. Die Geschäftsführung begegnet den im vorherigen Absatz beschriebenen Unsicherheiten mit verschiedenen Maßnahmen. So ist ein dediziertes Projektmanagement & Controlling eingerichtet, um alle geplanten Projekte und Maßnahmen regelmäßig zu überwachen, zu steuern und gegebenenfalls frühzeitig Gegenmaßnahmen zu initiieren. Es erfolgt zudem ein monatliches Reporting zum Stand der Umsetzung der Maßnahmen an finanzierende Banken und Gesellschafter. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bezüglich der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Berlin, im September 2020 Dr. Franco Lucá, Geschäftsführer KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019DEF Group GmbHBerlinI. Gesetzliche Grundlagen und Konzernbilanzstichtag Die DEF Group GmbH, Berlin, ist unter Nummer HRB 234479 beim Registergericht München im Handelsregister eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel, wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 bis 314 HGB vorgeschriebenen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Das Mutterunternehmen sowie die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Abschlüsse auf den Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 aufgestellt. Hinweis zu bestandsgefährdenden Risiken: Zum 31. Dezember 2019 besteht im Konzern ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 65.618 und der Konzern verfügt über TEUR 1.429 liquide Mittel. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses haben sich die liquiden Mittel durch die fortlaufende Umsetzung der in 2019 begonnenen und mit den Gesellschaftern sowie Banken abgestimmten Kostensenkungsmaßnahmen (Reduktion von Personalkosten, Mietkosten sowie Werbekosten) durch Rückführung von Betriebsmittelkrediten leicht erhöht. Es erfolgte im Februar 2020 eine Änderung des Konsortialkreditvertrags mit an die Unternehmensplanung angepassten Kreditlinien sowie der Vereinbarung neuer, an die Unternehmensplanung angepasster Covenants. Die wesentlichen Covenant Kennzahlen sind Minimum EBITDA, Minimum Liquidität und Minimum wirtschaftliches Eigenkapital. Zudem sind im Februar 2020 weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,5 Mio. Euro eingezahlt worden. Die Nichteinhaltung von Covenants kann zu einer Kündigung der Finanzierung führen. Daher ist die Einhaltung der Covenants auf Basis der Planung für die folgenden Geschäftsjahre von höchster Bedeutung für die Gesellschaft. Auf Basis der neu aufgestellten Finanzierung verfügt der Konzern für das Geschäftsjahr 2020 und 2021 bei Einhaltung der Budgetplanung über ausreichende finanzielle Mittel und Kreditlinien, um den finanziellen Verpflichtungen des Konzern jederzeit nachzukommen. Der Konzern unterliegt jedoch wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Erreichung geplanter Umsatz- und Margensteigerungen sowie weiterer geplanter Kostensenkungen, deren Realisierung zwingend notwendig sind, um die Erreichung eines positiven Nettozahlungsmittelstroms sicherzustellen. Im Bereich der Umsatzsteigerungen ist insbesondere ein weiteres Wachstum im Onlinegeschäft entsprechend dem derzeit zu beobachtenden Trend zum steigenden Onlinehandel geplant. Die Unsicherheit besteht darin, dass die geplanten Umsatzsteigerungen sich zeitlich verzögern können, nicht im geplanten Umfang realisiert werden oder auch gar nicht eintreten könnten. Darüber hinaus sind Margensteigerungen durch einen veränderten Produktmix und einem höheren Anteil von Eigenmarken geplant sowie weiter verbesserte Lieferantenkonditionen. Unsicherheiten bestehen in Bezug auf die Durchsetzung von verbesserten Lieferantenkonditionen sowie der wahrgenommenen Attraktivität der Eigenmarke, welche das Erreichen der Margenverbesserung erschweren kann. Ein wesentlicher Treiber in Bezug auf Kostensenkungen ist die Neuordnung der IT-Shopinfrastruktur (IT Shop-System und Produktinformationssystem), sowie Kostensenkungen im facility Bereich (Mieten) und die Verbesserung von Lieferantenkonditionen. Die Verträge mit den externen Dienstleistern und Lieferanten sind derzeit teilweise noch in Verhandlung. Die Geschäftsführung begegnet den im vorherigen Absatz beschriebenen Unsicherheiten mit verschiedenen Maßnahmen. So ist ein dediziertes Projektmanagement & Controlling eingerichtet, um alle geplanten Projekte und Maßnahmen regelmäßig zu überwachen, zu steuern und gegebenenfalls frühzeitig Gegenmaßnahmen zu initiieren. Es erfolgt zudem ein monatliches Reporting zum Stand der Umsetzung der Maßnahmen an finanzierende Banken und Gesellschafter. II. Grundlagen des Konzernabschlusses 1. Angaben zum Konsolidierungskreis: Die DEF Group GmbH wurde am 29. Mai 2017 gegründet. Folgende Unternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der DEF Group GmbH, Berlin, einbezogen:
Die Tochtergesellschaften Defshop GmbH und Roadmap 1 GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2019 die Befreiung nach § 264 Abs.3 HGB in Anspruch. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden gemäß § 301 Abs. 1 HGB die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" unter dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Zwischenergebnisse aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen an in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen werden gegen die entsprechenden Vermögensgegenstände verrechnet, soweit die Vermögensgegenstände den Konzernkreis noch nicht verlassen haben. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen bzw. Ausleihungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Aufgrund von Konsolidierungsvorgängen erfolgte die Bildung eines passiven Steuerabgrenzungspostens in Höhe von 332 TEUR (VJ 453 TEUR). Die Verminderung um 121 TEUR im Geschäftsjahr ist als Steuerertrag in der in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Bewertung der temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Ertragssteuersatz des Mutterunternehmens (30 %). III. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde angewendet. Die Bilanzierung erfolgte zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten), sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Sofern die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen, wurden diese um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Von den zum 31.12.2018 aktivierten Entwicklungskosten von 349 TEUR wurden 86 TEUR planmäßig und 106 TEUR außerplanmäßig abgeschrieben. Der Bilanzwert zum 31.12.2019 beträgt 157 TEUR. Der Gesamtbetrag der Kosten für Forschung und Entwicklung betrug im Geschäftsjahr 892 TEUR. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 312 TEUR aktiviert (VJ. 152 TEUR). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften (Geschäfts- oder Firmenwert) wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren entspricht der erwarteten Nutzungsdauer. Es wird jährlich ein Impairment-Test zur Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes durchgeführt. Hierdurch ergab sich zum Bilanzstichtag keine außerplanmäßige Wertberichtigung (VJ 13,2 Mio. Euro). Der in der Bilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vollständig aus der Kapitalkonsolidierung. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Dabei bewegen sich die Bandbreiten der Nutzungsdauern zwischen 1 und 20 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 250 Euro wurden sofort im Aufwand erfasst, zwischen 250 Euro und 800 Euro werden diese im Berichtsjahr voll abgeschrieben und es wird deren Abgang unterstellt. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten (FIFO Methode), soweit nicht im Einzelfall ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist (Niederstwertprinzip). Zum Bilanzstichtag wurden Gängigkeitsabschreibungen in Höhe von 2.196 TEUR (VJ 4.599 TEUR) vorgenommen. Weitere Wertminderungen in Höhe von 459 TEUR, die das übliche Maß an Abschreibungen in der Gesellschaften überschreiten, wurden für nicht mehr verwertbare Lagerbestände aufgrund von auslaufenden Lizenzverträgen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalwert bewertet. Bei den Forderungen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zur Berücksichtigung des Zinsrisikos und des allgemeinen Ausfallrisikos, sofern erforderlich, Pauschalwertberichtigungen abgesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen enthalten voraussichtliche Nachzahlungen für vergangene Geschäftsjahre. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erfasst und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind dem mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, abgezinst. Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die in der Bilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren ausschließlich aus Konsolidierungsmaßnahmen. In den Jahresabschlüssen der Einzelgesellschaften sowie im Konzernabschluss wird von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, eine sich insgesamt ergebende steuerliche Entlastung nicht anzusetzen. IV. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände waren in Höhe von 206 TEUR erforderlich. Hierbei handelt es sich um Entwicklungskosten für selbst erstellte Software und Verwertungsrechte eines Films. Diese wurden zum Bilanzstichtag nicht mehr genutzt. Der DEF Group Konzern weist zum 31.12.2019 einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 31.886 TEUR aus welcher im Rahmen der Erstkonsolidierung 2017 entstanden ist. Im Geschäftsjahr 2019 wurde dieser planmäßig um 4.114 TEUR abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht notwendig (VJ 13.199 TEUR). Die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwertes wird zu jedem Bilanzstichtag geprüft. Die Prüfung basiert auf einer Bewertung der Geschäftsführung mittels eines Discounted Cash-Flow-Verfahrens auf Basis einer Ertragsplanung für die kommenden 5 Jahre. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschaftern stellen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Der Konzernabschluss weist zum 31. Dezember 2019 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 65.618 TEUR (VJ 46.242 TEUR) auf. Dieser resultiert aus dem Jahresfehlbetrag 2019 in Höhe 19.376 TEUR und dem Verlustvortrag aus Vorjahren (47.242 TEUR). Die Finanzierung durch die Banken und Gesellschafter ist sichergestellt. Erläuterungen hierzu siehe Punkt I. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung den Konzernabschluss unter Fortführungswerten aufgestellt. Die Gesellschafterdarlehen (72.668 EUR) sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. PASSIVA Das Eigenkapital hat sich wie im Eigenkapitalspiegel dargestellt entwickelt. Die Steuerrückstellungen enthalten die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen aus Vorjahren. Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2019
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen besteht Eigentumsvorbehalt. Zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 26,678 Mio. EUR sind das Vorrats- und Umlaufvermögen der DEF Group GmbH, sämtliche Anteile an den Tochtergesellschaften sowie das Vorratsvermögen der Defshop GmbH, der Roadmap 1 GmbH und der Defshop Primus GmbH sicherungsübereignet. Das Risiko der Inanspruchnahme der Sicherheit schätzt die Geschäftsführung als gering ein. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen langfristige Darlehensverbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Sie sind in voller Höhe den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer und Lohnsteuer, Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsanbietern aufgrund noch nicht ausgelieferter Bestellungen und Darlehen gegenüber Lieferanten und Dritten. Zu den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen siehe Ziff. VII Nr. 1. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns im Geschäftsjahr betragen 68.414 TEUR (VJ 73.794 TEUR). Sie wurden in folgenden Ländern erzielt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4 TEUR (VJ 15 TEUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 20 TEUR (VJ 9 TEUR). In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung enthalten:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 700 aus der Auflösung einer nicht mehr benötigten Drohverlustrückstellung für nicht genutzte Mietflächen enthalten. Der Grund für die Auflösung ist eine zwischenzeitlich erfolgte Auflösung des Mietverhältnisses. Unter den Zinsaufwendungen sind im Geschäftsjahr Zinsen aus Gesellschafterdarlehen Höhe von 5.207 TEUR (VJ TEUR 3.325). Diese stellen in gleicher Höhe Zinsen an verbundene Unternehmen dar. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind insgesamt latente Steuererträge von 121 TEUR (VJ 121 TEUR) aus der Reduzierung der passiven latenten Steuern enthalten. V. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Anforderungen des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.429 TEUR (VJ -1.029 TEUR) entspricht dem Bestand liquider Mittel in Höhe von TEUR 1.429. Da die bestehenden Betriebsmittelkredite eine feste Laufzeit von über einem Jahr haben, wurden diese nicht vom Finanzmittelfonds abgesetzt. VI. Angaben zum Eigenkapitalspiegel Aus dem Jahresabschluss der DEF Group GmbH ergibt sich aufgrund eines nicht gedeckten Fehlbetrages kein zur Ausschüttung zur Verfügung stehender Betrag. VII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB, bestanden in der Gruppe zum Stichtag 31.12.2019 wie folgt:
Außerbilanzielle Geschäfte Mit dem Zahlungsdienstleister Klarna AB, Stockholm (Schweden) besteht einen Vertrag über die Abtretung von Forderungen im Wege des echten Factorings. Die Kunden haben beim Online Kauf die freie Entscheidung der Zahlart. Entscheiden sich Kunden für eine Zahlart über Klarna tritt der Factoring Vertrag in Kraft. Dadurch wird ein zeitnaher Liquiditätszufluss erreicht. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 40.863 an die Klarna AB veräußert. 2. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 durchschnittlich 318 Mitarbeiter.
3. Geschäftsführung Thomas Groß, Diplom-Kaufmann, Leiblfing (ausgeschieden 07.05.2019) Andreas Büchler, Kaufmann, Berlin (ausgeschieden 17.09.2019) Alexander Büchler, Kaufmann, Berlin (vom 18.07.2019 bis 09.08.2019) Dr. Franco Lucá, Kaufmann, Aach (seit 24.07.2019) Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 4. Konzernabschluss Die DEF Group GmbH, München, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die DEF Holding GmbH, München, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 5. GewinnverwendungsvorschlagDer Gesellschafter des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzverlust der DEF Group GmbH auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2019 sind vom Abschlussprüfer für das Mutter- und die Tochterunternehmen folgende Honorare angefallen:
7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Markenlizenzvertrag mit dem Künstler "FLER" (Patrick Losensky) wurde zum 28.02.2020 beendet. Damit entfallen in Zukunft Umsätze aus der Kollektion um die ein bis zwei Millionen EUR. Es erfolgte im Februar 2020 eine Änderung des Konsortialkreditvertrags mit an die Unternehmensplanung angepassten Linien sowie der Vereinbarung neuer, an die Unternehmensplanung angepasster Covenants. Die wesentlichen Covenant Kennzahlen sind Minimum EBITDA, Minimum Liquidität und Minimum wirtschaftliches Eigenkapital. Zudem sind im Februar 2020 weitere Gesellschaftermittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro eingezahlt worden (für nähere Erläuterungen verweisen wir auf die Angaben zur Unternehmensfortführung am Beginn des Konzernanhangs und im Lagebericht im Prognosebericht unter Punkt "bestandsgefährdende Risiken").
Berlin, September 2020 Dr. Franco Lucá Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung 2019 DEF Group GmbH
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DEF Group GmbH, Berlin Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DEF Group GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DEF Group GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Entgegen der gesetzlichen Vorschriften (§§ 240 ff. HGB) wurde bei vier wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften, bei denen zum 31.Dezmber 2018 Warenbestände im bilanzierten Wert von 13,8 Mio. Euro lagerten, eine körperliche Bestandsaufnahme weder gem. § 240 HGB zum Abschlussstichtag (Stichtagsinventur) noch gem. § 241 Abs. 3 HGB innerhalb der letzten drei Monate vor oder der ersten zwei Monate nach dem Abschlussstichtag (vor- oder nachverlegte Stichtagsinventur) durchgeführt und auch kein anderes, nach §§ 240 f. HGB zulässiges Inventurverfahren angewandt. Die betreffenden Gesellschaften haben stattdessen eine körperliche Bestandsaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen und auf deren Grundlage den Bestand der Waren ermittelt. Dabei waren die Gesellschaften aus technischen Gründen nicht in der Lage, eine Rückrechnung auf den Abschlussstichtag vorzunehmen; vielmehr erfolgte die Ermittlung in unzulässiger Weise auf der Grundlage von Schätzungen. Weil wir auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand und die Bewertung gewinnen konnten, war das Vorhandensein und die Bewertung von Waren im Wert von 13,8 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 nicht hinreichend nachgewiesen. Wir können daher als Folgewirkung für das Geschäftsjahr 2019 nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Materialaufwand sowie dem Jahresergebnis hätten vorgenommen werden müssen. Der Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Konzernlagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt I. Gesetzliche Grundlagen und Konzernbilanzstichtag im Konzernanhang sowie die Angaben in den Abschnitten 2.2 "Finanzlage", 2.4 "Gesamtbeurteilung der Vermögens-/ Finanz- und Ertragslage", 3.3 "Liquiditätsrisiken" sowie 4. Prognosebericht "bestandsgefährdende Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Konzern ein negatives Eigenkapital in Höhe von 65,6 Mio. EUR ausweist und sich der Konzern in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Danach erfolgte im Februar 2020 eine Änderung des Konsortialkreditvertrags mit an die Unternehmensplanung angepassten Kreditlinien sowie der Vereinbarung neuer, an die Unternehmensplanung angepasster Covenants. Weiter wird ausgeführt, dass die Nichteinhaltung von Covenants zu einer Kündigung der Finanzierung durch die Banken führen kann. Daher ist die Einhaltung der Covenants auf Basis der Planung für die folgenden Geschäftsjahre für den Fortbestand der Gesellschaft von höchster Bedeutung. Die Einhaltung der Covenants hängt vom Erreichen der Geschäftsplanung sowie der darin enthaltenen Planung einer Umsatzsteigerung und der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen ab, deren Eintreffen nicht sicher sind. Daher besteht eine wesentliche Unsicherheit im Hinblick auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Fall des Verfehlens der Geschäftsplanung und einer dann möglichen Kreditkündigung durch die Banken. Wie in Abschnitt I. Gesetzliche Grundlagen und Konzernbilanzstichtag im Konzernanhang und in den Abschnitten 2.2 "Finanzlage", 2.4 "Gesamtbeurteilung der Vermögens- / Finanz- und Ertragslage", 3.3 "Liquiditätsrisiken" sowie 4. Prognosebericht "bestandsgefährdende Risiken" sowie unter dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. September 2020 Rödl
& Partner GmbH
gez. Hager, Wirtschaftsprüfer gez. Danesitz, Wirtschaftsprüfer |
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Veredlung von Holzwaren
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Bauträger für Wohngebäude
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Versteigerungsgewerbe im Einzelhandel mit ausgeprägtem Schwerpunkt
Versteigerungsgewerbe im Einzelhandel mit ausgeprägtem Schwerpunkt
Fernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Versteigerungsgewerbe im Einzelhandel mit ausgeprägtem Schwerpunkt
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Bauträger für Wohngebäude
Architekturbüros für Hochbau
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Großhandel mit Anstrichmitteln
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Uhren und Schmuck
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Herstellung von Büromöbeln
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Großhandel mit Textilien
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Online-Kommunikationsdienste
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Großhandel mit Tabakwaren
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen