Carl Stahl Technocables GmbH

Tobelstraße 2, 73079 Süßen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 732801
Eingetragen
26.11.2015
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Herstellung und Weiterverarbeitung sowie Vertrieb von Stahlseilen, von Komponenten und Zubehörteilen sowie die Entwicklung von neuen Werkstoffen und Fertigungsund Konfektionierungsverfahren in diesem Bereich. Die Gesellschaft ist ermächtigt, andere einschlägige Artikel in ihr Produktions- und Vertriebsprogramm aufzunehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Markus Köhler
seit 19.1.2017
Prokura
Hans-Joachim Frank
seit 19.1.2017
Prokura
Hansjörg Hummel
seit 26.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwenger GmbH & Co. KG

Süßen

Konzernabschluss zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Carl Stahl Gruppe, Süßen

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

3. Umwelt- und Mitarbeiterbelange

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Ertragslage

4. Finanzlage und Vermögenslage

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Carl Stahl Gruppe bekennt sich in ihrem Selbstverständnis zu ihrer über 140jährigen Geschichte und Struktur als international tätiges Familienunternehmen mit Sitz in Süßen.

Dabei ist das Handeln der Firmengruppe weltweit an ethischen Grundsätzen ausgerichtet. Statt nach kurzfristigem Gewinn zu streben, verfolgen die Familienmitglieder das Ziel, langfristigen und nachhaltigen Erfolg zu generieren. Hierfür haben die Familienmitglieder für sich folgendes Wertefundament definiert: Leistung, Toleranz, Bodenständigkeit, Verantwortung und Zusammenhalt. Verantwortliches Verhalten drückt sich für die Unternehmerfamilie Carl Stahl unter anderem in einer verlässlichen Partnerschaft für Mitarbeitende und Zulieferer aus. Ebenso bekennen sich die Familienmitglieder dazu, durch ihr unternehmerisches Tun einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Die Unternehmerfamilie hat in 2022 für stabile, zukunftsfähige rechtliche Strukturen gesorgt. Sämtliche bisher von Familienmitgliedern gehaltenen Anteile wurden in die Muttergesellschaft Schwenger GmbH & Co. KG eingebracht. Dies sichert den Inhabern weiterhin ausreichend Einfluss, ohne den Spielraum des operativen Managements einzuschränken.

Die Carl Stahl Gruppe ist ein Unternehmen mit internationaler Kompetenz für innovative und zukunftsweisende Lösungen im Materialhandling und in artverwandten Bereichen. Sie ist an 76 Standorten weltweit tätig. Verschiedene in- und ausländische Carl Stahl Gesellschaften bieten Seminare zur Aus- und Weiterbildung und zu den aktuellen Themen der Seil- und Hebetechnik sowie der Sicherheitstechnik an.

2. Forschung und Entwicklung

Die im Jahr 2020 durchgeführte Dezentralisierung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat dazu geführt, dass nicht nur noch schneller auf die Anforderungen des Marktes reagiert werden kann, sondern durch die Produktions- und Kundennähe auch noch mehr innovative Ideen entstehen.

Der Bereich Sondermaschinenbau wurde im I. Quartal 2023 in die Schwenger GmbH & Co. KG verlagert.

3. Umwelt- und Mitarbeiterbelange

Die Erwartungen der Kunden, die gesetzlichen Vorschriften und die eigenen Wertvorstellungen bestimmen das Handeln der Carl Stahl Gruppe. Für den Erhalt einer intakten Umwelt fühlt sich das Unternehmen verantwortlich. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Das 2021 eingeführte Job-Rad-Modell hat viele Mitarbeiter dazu bewegt auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit auf das Fahrrad umzusteigen und entlastet so die Umwelt.

Durch das Nutzen von Home-Office wurde sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Umwelt ein Mehrwert geschaffen. Der oftmals lange und zeitintensive Weg zur Arbeit entfällt an den Home-Office-Tagen.

Besprechungen, die effizient über Teams abgewickelt werden können, ersetzen lange und zeitaufwendige Geschäftsreisen. Dies trägt zu einer Entlastung der Mitarbeiter und der Umwelt bei.

Die Carl Stahl Holding GmbH setzt sich mit dem Thema effiziente Energieverwendung auseinander und ist nach DIN EN 16247 Teil 1 zertifiziert. An dem Standort in Süßen wird ein modernes Energieerfassungssystem eingesetzt, mit dem Energiefresser identifiziert werden. Entsprechende Einsparungsmaßnahmen werden nachfolgend eingeleitet.

Bei den Bestandsbauten wird geprüft, ob Fotovoltaikanlagen getauscht oder neu installiert werden können. Im Jahr 2022 wurde in allen Bereichen untersucht, wo und wie sich Energie einsparen lässt. Die geänderten Abläufe haben zu wesentlichen Energieeinsparungen geführt.

Bei Instandsetzungen wird nach umweltfreundlichen und energiesparenden Alternativen gesucht und diese, wann immer es geht, eingesetzt.

Bei Neubauten wird auf eine hohe Energieeffizienz geachtet. Die Gebäude werden, wenn möglich, mit Fotovoltaikanlagen versehen oder mit Wärmepumpen ausgestattet

Das Achten auf Umweltbelange, der sparsame Umgang mit Ressourcen und ein umweltbewusstes Handeln jedes Mitarbeiters ist auch zukünftig ein wichtiges Thema des Carl Stahl Konzerns.

Mitarbeiter:

Nicht nur im Bereich der Ausbildung, sondern generell haben sich die Anforderungen an Arbeitgeber und die Arbeitsstelle verändert. Mehr denn je spielen heute "weiche" Faktoren wie ein angenehmes Arbeitsklima, Respekt und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben bei der Auswahl des Arbeitgebers eine große Rolle.

Ebenso ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein immer wichtigerer Gesichtspunkt bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz und der richtigen Firma.

Mitarbeiter zu halten, für das Unternehmen zu begeistern und neue Mitarbeiter zu finden, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Carl Stahl Gruppe.

Aus diesem Grund wurden in mehreren Beteiligungen Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich mit neuen Arbeitsmodellen auseinandersetzen und Möglichkeiten zur Umsetzung in der Carl Stahl Gruppe entwickeln.

Der bereits begonnene Prozess mit flexiblen Arbeitszeiten, Home-Office und Mitarbeiterförderungsprogrammen wird weiterverfolgt und ausgebaut.

Aktuell beschäftigt die Carl Stahl Gruppe deutschlandweit rund 29 Auszubildende und duale Studenten. Neben der Theorie sind eine Einführungswoche zu Beginn der Ausbildung, praxisorientierte Projekte, Weiterbildungen, gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge feste Bestandteile der abwechslungsreichen Ausbildung bei Carl Stahl. Bei Messen oder künftig auch immer mehr bei Online-Veranstaltungen wird die Carl Stahl Gruppe als Ausbilder vorgestellt.

Mit neuen Angeboten und einem betrieblichen Gesundheitsmanagement wird auf die Erhaltung der Gesundheit der Carl Stahl Mitarbeiter geachtet. Es werden Sportkurse angeboten, die Vorgesetzten erhalten regelmäßige Vorträge, in denen ihnen vermittelt wird, wie sie die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern, stärken und erhalten können.

Die Corona-Maßnahmen konnten im Jahr 2022 immer mehr reduziert werden. Die Rückkehr zur Normalität war für viele Mitarbeiter sehr wichtig. Die Carl Stahl Gruppe hat die Lockerungen sorgfältig geprüft und nur umgesetzt, wenn keine Gefahr für die Mitarbeiter zu erkennen war.

In Zeiten des Home-Office können die Mitarbeiter an Onlineschulungen teilnehmen. Diese neue Art der Weiterbildung hat sich in der Praxis sehr gut bewährt. Es können mehr Seminare besucht werden, da der Anfahrtsweg entfällt.

Die arbeitstechnischen Sicherheitsunterweisungen wurden teilweise an einen externen Anbieter vergeben. Die Unterweisungen werden Online in Selbstschulungen durchgeführt und dokumentiert. Die Vorgesetzten stehen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung. Dieses Pilotprojekt wird ausgeweitet, sollte es sich bewähren.

Regelmäßige betriebliche Weiterbildungen und Unterstützung der Mitarbeiter in ihrer individuellen Entwicklung sind eine Selbstverständlichkeit für unsere Unternehmensgruppe. Jeder Mitarbeiter erhält die Möglichkeit zur Weiterbildung, die seinen Fähigkeiten und seinem Engagement entspricht. Dabei gelten für alle Mitarbeiter dieselben Bedingungen, die auf menschlicher Achtung und gegenseitigem Vertrauen basieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland

Im Jahr 2022 waren die Nachwirkungen der Coronakrise noch deutlich spürbar, als mit dem Ukrainekrieg eine weitere dramatische Krise Deutschland und die Welt erschütterte.

Die Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Rohstoffen, Halbfertigprodukten und Handelswaren nahmen nochmals dramatisch zu. Engpässe bei der Versorgung mit Energie führten zu erheblichen Schwierigkeiten in den verschiedensten Bereichen. Durch die Verknappung der Rohstoffe wurden die Produktionsmöglichkeiten beschränkt. Die Produktionskosten wurden durch die Verteuerung in allen Bereichen in die Höhe getrieben.

Auch die weitere Verschärfung des Arbeitskräftemangels beschwerte die Arbeit in allen Bereichen.

Trotz all dieser Umstände waren die meisten Unternehmen überausgelastet. Diese Überauslastung trug zu einer weiteren Verteuerung bei, da dadurch auf dem Markt oft höhere Preise zu erzielen waren.

Durch die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen, die ab Dezember wirkten, ging die Inflation etwas zurück. Insgesamt betrug die Inflationsrate 2022 7,8 %.

Für das Jahr 2023 wird von einer Inflationsrate von 6,4 % ausgegangen. Die Kernrate (ohne Energiekosten und ohne Lebensmittelkosten) wird voraussichtlich von 4,8% auf 5,8% steigen, Die hohen Lohnsteigerungen, die zu erwarten sind, tragen zu einer weiteren Preis- und Kaufkraftsteigerung und damit zu einem Inflationsdruck bei.

Die konjunkturelle Entwicklung der Haushalte wird durch das durch die Inflation verminderte Realeinkommen sinken. Erst ab der zweiten Jahreshälfte 2023 dürfte die Kaufkraft wieder zunehmen.

Die Baukonjunktur sank durch die hohen Baupreise und den massiven Anstieg der Zinsen. Diese Auswirkungen waren bereits Ende 2022 spürbar. Diese Entwicklung wird sich vorerst fortsetzen.

Das Verarbeitende Gewerbe nimmt hohe Auftragsbestände aus dem Jahr 2022 mit in das Jahr 2023. Wenn die Lieferengpässe überwunden sind, sollte das Verarbeitende Gewerbe deutlich expandieren.

Die gesamtwirtschaftliche Leistung wird im ersten Quartal 2023 um ca. 0,4% gegenüber dem 3. Quartal 2022 zurückgehen. Die deutsche Wirtschaft gerät in eine technische Rezession. Beginnend mit dem 2. Quartal 2023 dürfte sich die Gesamtwirtschaft wieder erholen und zulegen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahr 2022 um 1,8 %. Für das Jahr 2023 rechnen wir damit, dass das Bruttoinlandsprodukt etwas schrumpft. Für 2024 rechnen wir mit einem erneuten Zuwachs in Höhe von 1,6%.

Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte, wenn auch verspätet, durch Zinserhöhungen auf die hohe Inflation. Im Jahr 2022 wurde der Leitzins für Hauptrefinanzierungsgeschäfte wie folgt geändert.

Am 27.07.2022 um 0,5 %, am 14.09.2022 um 0,75%, am 02.11.2022 um 0,75% auf 2% und zum 21.12.2022 um 0,5%. Insgesamt betrug die Zinserhöhung 2022 2,5%. 2023 wurde der Leitzins bereits am 02.02.2023 und am 16.03.2023 jeweils um weitere 0,5% erhöht. Am 04.05.2023 wurde der Leitzins mit Wirkung zum 10.05.2023 erneut um 0,25% erhöht. Der Leitzins beträgt aktuell 3,75%. Weitere Zinserhöhungen sind geplant. Mit diesen Maßnahmen soll die starke Inflation eingedämmt werden. Da die Inflation aber zu großen Teilen aus dem Angebotsmangel resultiert, werden die Zinserhöhungen nur teilweise zur Eindämmung der Inflation beitragen.

Euroraum und Weltwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Winterhalbjahr 2022/2023 leicht geschrumpft. Für das Jahr 2023 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6% gerechnet, für 2024 mit 1,7%. Zuerst werden die Versorgungslücken auf der Angebotsseite und die damit verbundenen Kosten zu einer Einschränkung der Produktion führen. Durch das geringere Realeinkommen wird es zu einer verminderten Nachfrage der privaten Haushalte kommen, die die Wirtschaftsleistung beeinträchtigen wird. Durch öffentliche Investitionen und einem Rückgang der Inflation, wird aber auch im Euroraum mit einem, wenn auch bescheidenen Aufschwung gerechnet.

Die Wirtschaft in den USA expandierte Ende 2022, nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den ersten beiden Quartalen 2022 gesunken war. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Exporte.

Die FED konnte im Jahr 2022 trotz mehreren Zinserhöhungen die Inflation nicht wirklich eindämmen.

Da das verfügbare Einkommen schrumpfte, ging die Verbrauchernachfrage zurück. Die steigenden Zinsen erschwerten Investitionen deutlich, der Wohnungsmarkt geht schon länger zurück. Mit einem Rückgang der Inflation wird Mitte 2023 gerechnet.

Das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten von Amerika wird von 1,9% im Jahr 2022 auf 0,9% im Jahr 2023 zurückgehen, bevor es im Jahr 2024 auf ca. 1,5% steigt.

In China expandierte die wirtschaftliche Tätigkeit erst im dritten Quartal 2022 deutlich. Das lag an teilweisen Rücknahmen der Coronarestriktionen.

Insgesamt ist in China das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 bereinigt um 3,40% gestiegen. Ein weiterer Anstieg war durch die strenge Covid-19 Politik nicht möglich. Da die Beschränkungen jetzt aufgehoben sind, wird es zu einem voraussichtlichem Anstieg des Bruttoinlandprodukts um 4,5% im Jahr 2023 und 4,8% im Jahr 2024 kommen.

Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt in der Welt im Jahr 2022 um 2,8% gestiegen. Für das Jahr 2023 wird ein geringerer Anstieg von ca. 1,60% und für 2024 um 2,6% erwartet.

Der Welthandel wird voraussichtlich 2023 etwas schrumpfen und im Jahr 2024 um ca. 4,0% wachsen.

2. Geschäftsverlauf

In den letzten Jahren wurde die Carl Stahl Gruppe konsequent umstrukturiert. Durch die dadurch gelungene Straffung des Unternehmensaufbaus und durch den unermüdlichen Einsatz aller konnte die Planung für das Jahr 2022 in vielen Konzernbereichen weit übertroffen werden.

Beteiligung Hebetechnik

In der Beteiligung Carl Stahl Hebetechnik GmbH bietet der Carl Stahl Konzern in Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Partnern ein umfangreiches Komplettprogramm hochwertiger Produkte. Kundenspezifische Lösungen und Services für den sicheren und effizienten Transport von Waren und Gütern. Produkte und Lösungen des Bereichs Hebetechnik verbessern die Produktionsprozesse in den Unternehmen und erhöhen dabei die Arbeitsplatzergonomie. Zudem beschäftigt sich die Beteiligung Hebetechnik weltweit in allen Industriezweigen und Arbeitsumgebungen damit, Personen vor dem Risiko eines Absturzes zu schützen. Die Beteiligung Hebetechnik bietet in Zusammenarbeit mit den international führenden Herstellern und Marken das weltweit umfangreichste Programm von Absturzschutzsystemen und von persönlichen Absturzschutzausrüstungen an.

Ein umfangreiches Programm an Dienstleistungen, die Carl Stahl Services, runden das Produktprogramm dabei ab und sind inzwischen wesentlicher Wachstumsmotor für die weitere Entwicklung der Beteiligung. Neben dem Prüf- und Reparaturservice und einem umfangreichen Angebot an Fachseminaren und spezifischen Kundenunterweisungen gibt es hier auch zahlreiche digitale Geschäftsmodelle.

Das Jahr 2022 stand ganz im Zeichen eines intensiven Ausbaus der Zusammenarbeit mit den Vertriebs- und Servicestandorten der Carl Stahl Nord und Carl Stahl Süd GmbH. Die verbesserte Zusammenarbeit hat sich sowohl in den Vertriebs- als auch Ergebniskennzahlen positiv bemerkbar gemacht. Im Jahr 2022 wurde zudem ein neuer fokussierter Markenauftritt geplant, der zum Jahresanfang 2023 seinen Weg in die Öffentlichkeit findet. Diese Entwicklungen gepaart mit strukturellen, digitalen und strategischen Impulsen und Schwerpunktsetzungen machen uns sehr optimistisch, die guten Ergebnisse in 2023 sogar noch leicht steigern zu können.

Hebetechnik Süd

Mit dem Geschäftsjahr 2022 verfolgte die Carl Stahl Süd GmbH nach 2 langen Pandemiejahren die Zielsetzung zurück zum Alltag zu kommen. Es wurden interne Ziele und Verbesserungsmaßnahmen vereinbart.

Die geopolitische Lage durch den Krieg in der Ukraine, beginnend im Frühjahr 2022, führte jedoch wieder zu einer herausfordernden, nicht vorhersehbaren Situation im Unternehmen.

Die bereits durch Covid-19 gestörten Lieferketten und die sich daraus ergebende Materialknappheit verschärfte sich durch den Krieg weiter. Dies führte zu sprunghaften Preissteigerungen in Rohstoff- und Materialpreisen. Zusammen mit der Energieknappheit ergab sich eine massiv steigende Inflation. Es kam dadurch zu enormen Gemeinkostensteigerungen.

Diesen Kostensteigerungen in fast allen Bereichen begegnete die Carl Stahl Süd GmbH sofort mit entsprechenden Maßnahmen, die konsequent umgesetzt wurden.

Auch in dieser Krise zeigte sich die Carl Stahl Süd GmbH extrem robust. Sie profitierte aus dem bereits während Covid-19 massiv aufgebauten Lagerbestand des Zentrallagers der Carl Stahl Hebetechnik GmbH. Des Weiteren wirkten die bereits in den letzten Jahren getroffenen strategische Entscheidungen wie der konsequente Auf- und Ausbau des Prüf- und Reparaturservices sowie Ressourcen im Vertrieb.

Betriebswirtschaftlich blickt die Carl Stahl Süd GmbH auf das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte zurück:

Mit einer weiteren Steigerung des Auftragseingangs in Höhe von 7 Mio. € gegenüber 2021, das entspricht 11,8%, konnte der Grundstein für ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsjahr gelegt werden. Der gesamte Auftragseingang in Höhe von 66,1 Mio.€ war der höchste Wert seit Firmenbestehen.

Der Umsatz stieg ebenfalls deutlich um 12,5%, damit wurde der Jahreszielplan 2022 erfüllt. Der Umsatz erreichte den höchsten Wert seit Bestehen der Carl Stahl Süd GmbH. Das geplante Wachstum spiegelt sich im Rekordergebnis des Unternehmens wider.

Die Umsetzung der neuen Führungskonstellation mit Christoph Rieger als operativem Geschäftsführer in der Carl Stahl Süd GmbH wurde erfolgreich abgeschlossen. Es gelang auch für unseren Standort Ottobrunn/München einen neuen Standortleiter einzustellen, der am 01.07.2022 seine Tätigkeit aufnahm.

Das Jahr 2022 stand ebenfalls für eine Strukturierung der strategischen Projekte, welche bereits teilweise umgesetzt wurden und gleichzeitig die Grundlage für die Zukunft bilden. Im Fokus stand auch die klare Wachstumsstrategie, welche konsequent umgesetzt wird. So wurden im Jahr 2022 in Summe 12 neue Planstellen im Bereich Prüf- und Reparaturservice (5), Fachberater (3), Konstruktion (2) sowie Auszubildende (2) geschaffen.

Für das Geschäftsjahr 2022 kann somit aus Sicht der Carl Stahl Süd GmbH ein zufriedenstellendes Gesamtfazit gezogen werden.

Der Ausblick auf 2023 ist aufgrund der bereits bewiesenen Widerstandsfähigkeit des Unternehmens positiv. Die mittlerweile gut eingeschwungene Kommunikationsstrategie, gepaart mit der im Jahr 2023 geplanten sichtbaren Markenneuausrichtung, wird das Unternehmen weiter voranbringen. Eine Konzentration auf die von uns beeinflussbaren Faktoren wird zu einer weiteren Optimierung der Standorte führen.

Wir sind davon überzeugt, unsere Unternehmensentwicklung durch die Nähe zum Kunden selbst gestalten zu können.

Betriebswirtschaftlich wollen wir das hohe Umsatzniveau bestätigen und mit 2% leicht ausbauen. Der Fokus liegt jedoch auf einer weiteren Steigerung des EBIT.

Hebetechnik Nord

Das Geschäftsjahr 2022 reihte sich in die Erfolgsbilanz der letzten Jahre ein.

Der Umsatz des Vorjahres wurde mit 26,7% übertroffen, der Planumsatz um 6,7% überboten.

Das Betriebsergebnis wurde zum wiederholten Mal optimiert und ist aktuell das beste in der Historie der Carl Stahl Nord GmbH.

Eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang war die Übernahme der CORFIL GmbH aus Bremerhaven und die Eingliederung dieser Gesellschaft per 01.01.2022.

Die Assimilation von einer reinen Handelsgesellschaft in eine Mischform mit einer signifikanten Service- und Vertriebsstruktur ist mit einer vorhersehbaren Personalfluktuation einhergegangen, welche zwischenzeitlich noch nicht vollständig wieder ausgeglichen werden konnte.

Darüber hinaus mussten betriebswirtschaftliche Entscheidungen der früheren Jahre korrigiert werden, was an diesem Standort zu einem negativen Betriebsergebnis führte.

Angesichts der nach wie vor in 2022 bestehenden Corona - Lage mit den damit einhergegangenen Infektionswellen lag der durchschnittliche Krankenstand im Unternehmen mit 5,79% (Vorjahr 3,73%) signifikant höher als in 2021 aber nur geringfügig schlechter als der in Deutschland mit 5,7% (Vorjahr 4,39%).

Unsere Kunden und unsere Mitarbeiter haben zwischenzeitlich gelernt, mit den Pandemie - Einschränkungen in unserer Arbeit und unseren Services umzugehen und neue Wege zu finden. Somit waren die aus Corona resultierenden Einschränkungen und Restriktionen nicht mehr so gravierend wie in den vorherigen Jahren.

Ab Februar 2022 war aber dafür durch den Ukraine-Krieg durchgängig im gesamten Geschäftsjahr eine große Verunsicherung am Markt zu beobachten, welche mit einer in diesem Maß noch nie festgestellten Erhöhung der Energie- und Materialpreise einherging.

Aufgrund unseres Geschäftsmodells, bei welchem sich ein Großteil unserer Dienstleistungen mit der Erfüllung von mehr oder weniger kurzfristigen Sonderwünschen unserer Kunden befasst, konnte aber auf diese Preissteigerungen zeitnah und flexibel reagiert und die Wertschöpfung auskömmlich gehalten werden.

Da die Lieferschwierigkeiten bei den unsererseits benötigten Vorerzeugnissen am gesamten Markt bestanden, war die Akzeptanz bei unseren Kunden für verlängerte Lieferfristen gegeben und hat zu keinem nennenswerten Umsatzverlust geführt.

In 2022 wurden neben der Geschäftsleitung die Standorte Berlin, Dresden, Hannover, Kiel, Leipzig, Reichenbach und Velten erfolgreich nach ISO 9001/2015 rezertifiziert.

Bei allen anderen Standorten der Carl Stahl Nord GmbH werden die Prozesse unserer QM - Matrix ebenfalls angewandt und umgesetzt.

Auf den Aufwand einer Auditierung wird jedoch bewusst verzichtet, da der Kundenkreis dieser Niederlassungen keinen Wert auf ein solches Zertifikat legt.

Für 2023 ist eine leichte Umsatzsteigerung geplant, die sich an den Prognosen der Bundesrepublik Deutschland orientiert. Da gleichzeitig die Personalkosten in der Größenordnung des Inflationskoeffizienten steigen werden, wird das Betriebsergebnis um ca. 1,5% bis 2% geringer ausfallen als im Jahr 2022.

Als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre hat sich der Bereich "Personal", und hier die Disziplinen -gewinnung, -entwicklung und bindung herauskristallisiert.

Hier wird unter anderem in 2023 seitens der Geschäftsführung ein signifikanter Schwerpunkt gesetzt, um für die zukünftigen Anforderungen optimal aufgestellt zu sein.

Beteiligung Technocables

Als eigenständige Beteiligung der Carl Stahl Gruppe profitiert die Carl Stahl Technocables GmbH von über 30 Jahren Know-how in der Seilproduktion und Konfektion.

Mit Weitblick entwickelt sich das Unternehmen fortwährend dynamisch weiter und behauptet so seine Position als Entwicklungslieferant für anspruchsvolle Seillösungen im Feinseilbereich. Innovative Entwicklungen, neueste Fertigungsmöglichkeiten und Prozesse garantieren die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte. Neue Materialien und Technologien ermöglichen Lösungen mit einem innovativen Mehrwert für eine Vielzahl von Anwendungen.

Die Entwicklung und Produktion mit eigener Seilerei am Standort Süßen sorgen durch kurze Wege für ständigen Kontakt zwischen den verschiedenen Abteilungen und damit für die Möglichkeit, Produkte von ihrer Entwicklung bis zur Fertigstellung zu begleiten. Maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen werden in engem Dialog mit den Kunden weltweit entwickelt. Mit einem umfangreichen Sortiment an konfektionierten Seilen, Bowdenzügen, Drahtseilmeterware sowie innovativen Abhängesystemen können eine Vielzahl von Kundenprojekten zeitnah umgesetzt werden. Bei allen Prozessen im Unternehmen wird ein besonderer Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt.

Die Produkte von Carl Stahl TECHNOCABLES liefern das, was die Kunden erwarten - hochwertige, zuverlässige und langlebige Produkte über alle Branchen hinweg.

Im Jahre 2016 wurde aus der Carl Stahl GmbH der Geschäftsbereich Technocables in eine eigenständige Beteiligung ausgegliedert. Weiterhin bestätigt sich, dass diese Maßnahme vollkommen richtig war und diese neue Organisation mehr Transparenz und Effizienz mit sich bringt. Generell werden die internen Prozesse ständig hinterfragt und optimiert. Kurze Wege, schnelle Entscheidungen und eine große Identifizierung der Mitarbeiter*innen mit dem Unternehmen sind Garanten für eine erfolgreiche Zukunft.

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von einer sehr großen Unsicherheit, ausgelöst durch die weltpolitischen Ereignisse. Ein Krieg mitten in Europa wirbelt alles durcheinander und treibt die Inflation in nicht mehr für möglich gehaltene Sphären. Ein Anstieg, den wir so seit 40 Jahren nicht mehr hatten. Steigende Energie- und Rohmaterialpreise verunsichern die Märkte und jeder spürt auch in seinem privaten Umfeld die Auswirkungen dieser schrecklichen Geschehnisse. Die Unterstützung unserer Mitarbeiter war und ist uns in dieser schwierigen Zeit extrem wichtig, deshalb haben wir den Kollegen, hauptsächlich in den unteren Lohngruppen, einen Inflationsbonus zukommen lassen. Wir werden auch in Zukunft weiterhin alle Mitarbeiter unterstützen, die Probleme, resultierend aus diesen Ereignissen, haben.

Es gibt auch viel Positives zu berichten. Wir konnten im Jahr 2022 neue Projekte im Bereich der Zukunftstechnologien entwickeln und umsetzen, der Produktionsanlauf dieser Neuentwicklungen ist für das 1. Quartal 2023 geplant. Darüber hinaus haben wir uns mit der Verarbeitung von neuen Werkstoffen beschäftigt. Wir erwarten die ersten Aufträge in diesem Bereich noch in diesem Geschäftsjahr. Dies war unter anderem nur durch die Schaffung einer neuen Stelle "Business Development" möglich. Diese Stelle konnte mit einem neuen, kompetenten und motivierten Mitarbeiter erfolgreich besetzt werden.

Mit dem Umzug in die eigene Teams Tenant Umgebung haben wir uns organisatorisch weiterentwickelt. Diese neue Organisation lässt uns in Zukunft noch flexibler und schneller auf Veränderungen reagieren. Die damit einhergehende Einführung der Teams Telefonie mit neuen Telefonnummern und neue Email-Adressen waren lediglich die logische Konsequenz aus dieser Umstellung.

Die für das Jahr 2022 erwartete Konsolidierung unseres Umsatzes auf dem Niveau von 2021 konnten wir trotz der widrigen Umstände erreichen. Wir sind auch mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. Wir haben wichtige Investitionen sowohl in Maschinen und Anlagen als auch in Personal, Marketing sowie in umfangreiche IT-Sicherheitsprojekte getätigt.

Den dramatisch steigenden Kosten begegnen wir mit einem langfristig angelegten Projekt der Produktivitätssteigerung im gesamten Unternehmen. Hierzu finden umfangreiche Schulungen aller Teamleiter sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung statt. Wir sind davon überzeugt, dass dies zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens entscheidend beitragen wird.

Den Umsatz für 2023 sehen wir, bei einer sich leicht abzeichnenden Rezession, auf einem ähnlichen oder etwas geringerem Niveau wie 2022.

Wir sehen uns für die Zukunft weiterhin gut aufgestellt.

Beteiligung Architektur

Die Beteiligung Carl Stahl ARC GmbH ist in drei Sparten aufgeteilt.

Sie konfektioniert in der Sparte Seilsysteme Edelstahldrahtseile und die zugehörigen Systemkomponenten für verschiedenste Architektur- und Ingenieuranwendungen auf der ganzen Welt.

Die größte Sparte, X-TEND, stellt Netze aus Edelstahldrahtseil her, die z.B. als Geländerfüllungen, Absturzsicherungen und zur Gestaltung von Fassaden dienen. Darüber hinaus eignet sich das Produkt X-TEND durch seine dreidimensionale Formbarkeit in besonderem Maß zum Bau von weitgespannten, großzügigen Volieren oder sonstigen Tiergehegen. In diesem Bereich konnten in der Vergangenheit verschiedene Projekte realisiert werden, die in Fachkreisen weltweit Anerkennung finden.

Die Sparte X-LED realisiert Medienfassaden und steuerbare Lichtinstallationen mittels eigens entwickelter LED-Module und ausgefeilter Steuerungstechnik. Hier konnten in den vergangenen Jahren erste Achtungserfolge erzielt und das Produkt am Markt etabliert werden.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden wieder zahlreiche Projekte im In- und Ausland mit Carl Stahl ARC Produkten realisiert und das geplante Umsatzziel wurde erneut übertroffen. Die Ertragsziele wurden nicht ganz erreicht, da die Kostensteigerungen aufgrund langer Projektlaufzeiten nicht immer 1:1 weitergegeben werden konnten.

Trotz der besonderen Umstände sind die Erwartungen für das Jahr 2023 weiter positiv. Stand heute ist davon auszugehen, dass die Umsätze aus 2022 nicht nur bestätigt, sondern im Jahr 2023 übertroffen werden.

Das Wachstum 2023 kommt im Wesentlichen aus der Sparte, X-LED, da sich hier Projekte aus 2022 in das Jahr 2023 verschoben haben. Die Umsätze in den anderen beiden Sparten schätzen wir als stabil und zumindest auf Vorjahresniveau ein.

Gefahr droht durch den Konflikt in der Ukraine und die daraus resultierenden Steigerungen bei Baukosten und Bauzinsen. Die bisher für uns eher geringen Folgen drohen mit jedem Tag, den dieser Konflikt andauert zu wachsen. Daher werden wir besonders den Auftragseingang beobachten um ggf. mit geeigneten Maßnahmen (Werbung / Akquise / Kurzarbeit) zu reagieren.

Beteiligung Federzüge und Balancer

Die Beteiligung Carl Stahl Kromer GmbH schloss das Jahr 2022 mit einem Umsatzplus in Höhe von 0,8% gegenüber 2021 positiv ab.

Zu Beginn des Jahres konnten durch die erhöhten Auftragseingänge überdurchschnittliche Umsätze erzielt werden. Diese haben sich gegen Ende des Jahres deutlich beruhigt. Die erhöhten Bedarfe wurden unter Hinzuziehen von zusätzlichen temporären Arbeitskräften in der Produktion und Montage bewältigt. Durch eine erhöhte Lagerbevorratung wurden zeitgleich die Lieferzeiten auf ein Niveau reduziert, welches den hohen Erwartungen und der in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen unserer Kunden mit uns entsprach.

Die geopolitischen Spannungen und die Verknappung der Energie haben zu erheblichen Preisanstiegen unserer energieintensiven Vormaterialien geführt. Die zusätzlich einsetzende hohe Inflation hatte ebenfalls eine negative Preiswirkung auf nahezu alle Rohmaterialien und Zukaufteile. Der Preisanstieg konnte nicht vollständig an unsere Kunden weitergegeben werden. Eine zu Beginn des Jahres durchgeführte Preisanpassung hat die enorme Entwicklung zwar gemildert, jedoch nicht vollständig aufgefangen.

Die Erwartung bzw. die Planung für das Jahr 2023 ist ambitioniert, jedoch aus heutiger Sicht nicht gesichert abzuschätzen. Die Corona-Pandemie ist von offizieller Seite als beendet erklärt, die restlichen Unsicherheitsfaktoren wie z. B. die Entwicklung der Situation in der Ukraine hingegen, machen eine sichere Prognose, bzw. eine realistische Abschätzung der weiteren Entwicklung nahezu unmöglich.

Wir sind trotz dieser Faktoren für die Zukunft zuversichtlich. Durch die getroffenen Maßnahmen aus der Vergangenheit sind wir sicher, den Erwartungen unserer Kunden und den Anforderungen unseres Marktes vollumfänglich entsprechen zu können.

Beteiligung Hubgeräte, Hebe- und Neigegeräte

Die Scherenhubtische sowie flexible und ergonomisch anpassbare Handhabungsgeräte unterschiedlichster Bauart machen die Arbeitsprozesse in den industriellen Produktionen effizienter und fördern zugleich die Mitarbeitergesundheit. Hochwertige sowie ergonomische anpassbare Hebe-, Neige- und Umfüllgeräte vereinfachen die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter durch eine maßgebliche Entlastung der Wirbelsäule und des Bewegungsapparats enorm. Damit erreicht man eine optimale Ergonomie am Arbeitsplatz.

Die Handhabungsgeräte zum Heben, Umfüllen, Kippen und Neigen von Behältern und Ladungsträger verschiedenster Ausführungen kommen bereits seit Jahrzehnten bei namhaften Automobilherstellern sowie deren Zulieferern und in zahlreichen anderen Industriebetrieben aller Größenordnungen zum Einsatz. Die Produkte werden größtenteils durch die eigene Konstruktions- und Entwicklungsabteilung auf die individuellen Kundenanforderungen nach dem neuesten technischen Stand angepasst und ausgelegt.

Das Jahr 2022 war wie auch schon die beiden vorherigen Jahre ein Jahr mit sehr großen Herausforderungen.

Unsere Hauptzielgruppe, die Hersteller und Zulieferer im Automotive-Bereich, befinden sich mit der Umstellung auf die Elektromobilität unverändert in einem massiven Transformationsprozess.

Darüber hinaus waren auch 2022 die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie mit der andauernden Wirtschaftskrise bei der Beschaffung für Anlagen und Geräte in der produzierenden Industrie wieder deutlich zu spüren.

Durch den seit 2019 um über 25% gesunkenen PKW-Absatz in Europa wurden geplante Investitionen unserer Kunden auch noch im Jahr 2022 oft verschoben oder teilweise Projekte auch komplett abgesagt.

Wir waren für das Jahr 2022 aufgrund der angepassten Unternehmens- und Kostenstruktur sowie der damit verbundenen strategischen Ausrichtung von der Realisierung unseres Umsatzplans und einem positiven EBIT ausgegangen.

Durch die deutlichen Einbrüche der Auftragseingänge und Umsätze im Automobilbereich bei andauernder Rezession sowie die spürbar verlängerten Lieferzeiten bei vielen Bauteilen und Komponenten durch die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten aufgrund der geopolitischen Konflikte mussten wir diese Planung jedoch wieder überarbeiten und anpassen.

Gleichzeitig sind aus diesen Gründen in fast allen Bereichen die Kosten durch die Inflation und die Verknappung von Materialien - insbesondere Elektronik- und Antriebsteile - deutlich gestiegen, was wir vertriebsseitig mit Preiserhöhungen für unsere Produkte größtenteils kompensiert haben.

Der Umsatz 2022 in diesem Bereich war gegenüber dem Vorjahr aufgrund der genannten Gründe und dem damit verbundenen Einbruch beim Auftragseingang um 88 T€, entspricht 2,5% niedriger.

Die Auftragslage hat sich im Frühjahr 2022 durch die Gewinnung einiger Großprojekte aus der Automotive-Branche verbessert.

Durch die längeren Lieferzeiten vieler Bauteile haben sich Aufträge zur Lieferung und Fakturierung in das 1. Quartal 2023 verschoben. Dadurch konnte geplanter Umsatz nicht mehr im Dezember 2022 fakturiert werden.

Wie schon 2021 praktiziert, sind auch 2022 in allen Geschäftsbereichen durch reduzierte Investitionspläne weitere Kosten eingespart worden. Geplante Investitionen wurden wie in den Vorjahren auch je nach Priorität gestrichen oder verschoben.

Bedingt durch die beschriebene Marktentwicklung im Einkauf wie auch im Vertrieb (längere Lieferzeiten, gestiegene Beschaffungskosten und fehlender Auftragseingang) sowie der nicht in gleichem Maße möglichen Kostenreduktion ergab sich für 2022 ein negativer EBIT von 6,5%.

Zum Jahresbeginn 2022 wurde - wie bereits 2021 geplant - die Warenwirtschaft auf die Bestandsführung über das ERP-System SAP umgestellt. Dadurch ist der Lagerbestand immer aktuell und der Wareneinsatz wird mit dem Warenausgang als Aufwand kostenseitig richtig gebucht.

Gleichzeitig werden im ERP-System mit den Bestandsbuchungen bzw. den Warenentnahmen auch alle Arbeitszeiten und externe Kosten in der Wertschöpfung auf den Fertigungsauftrag des zugehörigen Projekts gebucht.

Dadurch erfolgt zum Monats- und Jahreswechsel die korrekte Abgrenzung der 'Ware in Arbeit' (WIP). Das Betriebsergebnis wird damit unterjährig mit einer hohen Genauigkeit und Transparenz zur aktuellen Kostensituation ermittelt.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation bei Investitionsgütern im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Transformation in der Automotive-Branche werden wir uns auch 2023 auf die neuen Anforderungen in der Produktion unserer Kunden einstellen.

Unser Produktprogramm wird anhand der neuen Bedarfe und Prozesse stetig aktualisiert und optimiert sowie die technischen Komponenten und Baugruppen auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Diese Aufgabe wird auch 2023 für uns von großer Bedeutung sein, um die technischen und funktionellen Anforderungen der Kunden in Bezug auf die immer komplexere und stärker automatisierte Produktion in der Intralogistik zu erfüllen.

Die angepasste Ausrichtung im Vertrieb und Marketing hat sich bewährt, so dass wir unsere beratungsintensiven Produkte zielgerichtet bei unseren Kunden anbieten können. Als Erweiterung des Lieferprogramms sind wir seit Januar 2023 offizieller Händler für PALOMAT-Palettenmagazine in Deutschland.

Des Weiteren haben wir mit unserem langjährigen Kunden Fa. Tünkers Maschinenbau GmbH in Ratingen, der als Systemanlagenbauer für die Automotive-Branche (u. a. bei der VW Sachsen GmbH in Zwickau) mit selbstfahrenden Transportsystemen in der Intralogistik (FTS- oder AGV-Geräte) tätig ist, eine Händlerpartnerschaft vereinbart.

Hierbei wird die Fa. Tünkers in 21 Ländern als Händler in ihrem dortigen Standorten unsere Handhabungsgeräte zusammen mit ihren Produktionsanlagen vertreiben. Dazu gab es im Oktober zwei' Kick-Off'-Veranstaltungen per Online-Meeting, um unser Unternehmen und die Produkte vorzustellen.

Nach den weiter reduzierten Auswirkungen der Pandemie im Frühjahr / Sommer 2022 konnte neben der weiterhin digitalen Beratung unserer Kunden über Online-Kanäle auch die Reisetätigkeit durch unsere Fachberater im Vertrieb wieder vermehrt aufgenommen werden.

Die persönliche Kundenansprache in der Beratung und Projektierung vor Ort sowie als Aussteller auf der Fachmesse LogiMAT 2022 in Stuttgart, die nach 3 Jahren wieder stattfand, hat einen positiven Effekt im Vertrieb gehabt. Wir werden im April 2023 zusammen wieder als Aussteller auf dieser Messe mit unserer neuen Produktgruppe der PALOMAT-Palettenmagazine vertreten sein.

Wir haben für 2023 einen um 12% höheren Umsatz als im Vorjahr geplant. Wir werden weiterhin auf die dynamische Entwicklung der Kosten in allen Bereichen und die längeren Lieferzeiten reagieren und entsprechend durch unterjährige Anpassungen agieren. Durch diese Maßnahmen streben wir für 2023 wieder einen positiven EBIT an.

Die Sicherung und der Erhalt aller Arbeitsplätze haben für uns dabei größte Priorität.

In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung und der seit 2022 gestiegenen, geopolitischen Konflikte und deren negativen Auswirkungen auf die Märkte wird die weitere Geschäftsentwicklung und die nötigen Maßnahmen in allen Bereichen daran ausgerichtet werden.

3. Ertragslage

Umsatz und Rohertrag

Der Umsatz nach Erlösschmälerungen stieg im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 15,9% von 256.428 T€ auf 297.207 T€.

Die Umsatzerlöse stammen zu 57,8% aus Deutschland, zu 23,0% aus Europa und zu 19,2% aus der übrigen Welt. Die Gesamtleistung (ohne neutrales Ergebnis) stieg um 16,3% auf 300.777 T€. Die Materialaufwandsquote stieg, bedingt durch die starken Preisanstiege von 51,2% im Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 51,7%. Das Rohergebnis stieg um 14,9% auf 145.187 T€. Bezogen auf den Umsatz sank das Rohergebnis von 48,8% auf 48,3%.

Kosten und Ergebnis

Der Personalaufwand stieg um 9,7% auf 93.016 T€. Der Personalaufwand beträgt 30,9% der Gesamtleistung. Die Abschreibungen sanken von 6.266 T€ auf 5.181 T€. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 30,5 % von 22.961 T€ auf 29.961 T€.

Aufgrund des erhöhten Umsatzes stieg das Rohergebnis trotz des im Verhältnis zum Umsatz höheren Wareneinsatzes absolut um 18.827 T€. Das Betriebsergebnis stieg dabei um 4.716 T€. Im Jahr 2022 wurde ein Betriebsergebnis in Höhe 5,7% der Gesamtleistung erzielt, dies entspricht 17.029 T€ (Vorjahr 12.313 T€).

Das Finanzergebnis sank von -363 T€ auf -479 T€. Insgesamt konnte ein Unternehmensergebnis (vor neutralem Ergebnis und Betriebssteuern) von 16.550 T€ gegenüber 11.950 T€ im Vorjahr erzielt werden. Dies entspricht einer Erhöhung von 4.600 T€ gegenüber dem Vorjahr.

Das neutrale Ergebnis betrug 479 T€, im Vorjahr 1.867 T€. Die betrieblichen Steuern stiegen von -3.540 T€ auf -5.644 T€. Zusammen mit dem neutralen Ergebnis führte dies zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 11.385 T€. Der Jahresüberschuss beträgt damit 3,8% der Gesamtleistung.

4. Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 10,7% von 156.692 T€ auf 173.422 T€ gestiegen.

Das Anlagevermögen stieg um 10,3% von 40.512 T€ auf 44.693 T€. Die Vorräte stiegen aufgrund der Lieferengpässe durch den Ukrainekrieg und der dadurch bedingten höheren Lagerhaltung um 23,2% von 41.785 T€ auf 51.479 T€. Das übrige Umlaufvermögen - bestehend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen und flüssigen Mitteln - inklusive der Rechnungsabgrenzungsposten stieg um 3,8% von 74.395 T€ auf 77.250 T€.

Die Eigenkapitalquote stieg von 60,4% auf 60,7%.

Die Rückstellungen stiegen um 14,6% von 14.314 T€ auf 16.399 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 650 T€ von 19.032 T€ auf 18.382 T€. Dies entspricht 10,6% der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen Ende 2022 12.074 T€ bzw. 7,0% der Bilanzsumme, im Vorjahr 12.056 T€ und sind damit um 18 T€ angestiegen. Dieser Anstieg ist durch die erhöhte Lagerhaltung bedingt.

Die eingeräumten Kreditlinien übersteigen unsere durchschnittliche Inanspruchnahme bei weitem.

Die Liquidität des Unternehmens war gewährleistet und ist zukünftig gesichert.

Der Umsatz pro Vollzeitmitarbeiter betrug im Jahr 2022 173 T€ (im Vorjahr 154 T€).

Die Umsatzrendite beträgt 3,8%.

Der Rohertrag liegt T€ 18.827 über Vorjahr. Er ist aufgrund der Materialpreissteigerungen prozentual gesunken und beträgt jetzt 48,3%, im Vorjahr 48,8%.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank um 58 T€ auf 7.289 T€. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg um 1.926 T€ auf -8.332 T€. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug -6.187 T€ und ist damit um 1.479 T€ höher als im Vorjahr.

Der dynamische Verschuldungsgrad sank bedingt durch diese Faktoren Ende 2022 auf -0,9% (Vorjahr 1,2%).

Im Jahresdurchschnitt wurden, umgerechnet auf Vollzeitmitarbeiter, 1.717 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Besonderen Wert wurde und wird zukünftig auf die Qualifizierung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch gezielte Förderung und Weiterbildung gelegt. Die für den Einsatz erforderlichen Qualifikationen und Nachweise der Mitarbeiter werden vollumfänglich und aktuell erbracht. Im Bereich Hebetechnik wird momentan ein neues System für die sicherheitstechnischen Unterweisungen erprobt.

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung nutzen wir die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrentabilität, Rohertrag sowie den Cashflow.

Die Umsatzrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis Jahresüberschuss zu den Umsatzerlösen. Der Rohertrag ergibt sich aus dem Verhältnis Gesamtleistung abzüglich des Materialaufwands im Verhältnis zur Gesamtleistung.

III. Prognosebericht

Die für das Jahr 2022 erstellten Prognosen wurden durch den Krieg in der Ukraine auf den Kopf gestellt. Die dadurch bedingte Rohstoff- und Energieknappheit führte zu einem seit Jahrzehnten nicht dagewesenen Preisanstieg. Hohe zusätzliche Wareneinkäufe waren notwendig.

2023 sollen die hohen Warenbestände wieder gesenkt werden. Der Preisanstieg wurde mittlerweile gestoppt. Die Waren, die zu einem hohen Preis eingekauft wurden, müssen rechtzeitig abgesetzt werden.

Wir planen für das Jahr 2023 einen um ca. 10 % höheren Umsatz.

Den absoluten Rohertrag konnten wir im Jahr 2022 trotz des Kriegs in der Ukraine verbessern. Für 2023 planen wir eine weitere Steigerung des absoluten Rohertrags um rund 4% Dies ist überwiegend durch die ebenfalls geplante Umsatzsteigerung zu begründen. Einsparungen im Wareneinsatz zu erreichen, wird schwierig werden.

Die geplanten Kosten für das Jahr 2023 werden sich gegenüber dem Jahr 2022 um ca. 3,0% erhöhen.

Wir rechnen inflationsbedingt mit einer außergewöhnlichen Steigerung der Gehälter. Die Energiepreiskosten gehen langsam wieder zurück, liegen aber immer noch 25-30% über den Vorjahreskosten. Um die Energiekosten einzudämmen, setzen wir in allen Bereichen auf die im Jahr 2022 begonnenen Energiesparmaßnahmen. Die Energie- und Versorgungskosten machen 0,73% der Gesamtleistung aus (Plan 2023) und sind daher kein wesentlicher Kostentreiber. Wir werden sorgsam auf alle anderen Kosten achten, um die Steigerungen bei den Personalkosten etwas auszugleichen.

Die geplante Umsatzsteigerung soll sich auch auf das Ergebnis auswirken, sodass im Ergebnis vor Steuern bei einer gleichbleibenden Umsatzrendite eine absolute Verbesserung um rund 3,5% für das Jahr 2023 geplant ist.

Wir werden weiterhin in vielen Bereichen Home-Office anbieten. Das Arbeiten im Home-Office erwies sich in den letzten Jahren als sinnvoll und effektiv. Durch unsere gute technische Ausstattung ist kein Unterschied zwischen dem Arbeiten im Home-Office und dem Arbeiten im Büro spürbar.

Die täglichen Kennzahlen lassen uns weiterhin umgehend auf Auftragseinbrüche reagieren. Wir sind damit in der Lage uns sehr schnell an Marktveränderungen anzupassen oder bei negativen Entwicklungen gegenzusteuern.

Eine gute Liquidität war für uns schon immer ein wichtiges Thema. Bedingt durch den hohen Zinsanstieg werden wir die Bereiche Forderungsmanagement und Lagerhaltung weiter optimieren.

Wir haben unsere Kommunikation mit den Geschäftsführern der einzelnen Carl Stahl Gesellschaften weiter intensiviert und führen die verbesserte Kommunikation konsequent fort. Wir werden die Gesellschaften durch eine Ausweitung des Konzerncontrollings noch besser steuern und dadurch auf einzelne Veränderungen noch schneller reagieren können.

Der Ukrainekrieg war nach der Corona-Pandemie eine weitere schwere Prüfung für alle Unternehmen und die gesamte Weltwirtschaft. Diese Krisen beweisen, wie wichtig es ist, schnell und effizient reagieren zu können. Wir haben beide Krisen erfolgreich überwunden.

Wir werden auch die Herausforderungen, die das Jahr 2023 mit sich bringt gut bewältigen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die zentrale Risikobewertung ist in der Carl Stahl Gruppe direkt bei der Geschäftsleitung angegliedert. Ziel ist es, alle relevanten Risiken frühzeitig zu erkennen und diese nach Möglichkeit abzusichern, zu beseitigen oder zu minimieren. Durch eine schlanke Organisation kann sehr schnell auf aktuelle Geschehnisse reagiert werden. Das hat sich seit Beginn der Corona Pandemie erneut bewiesen. Auch auf die zunehmende Knappheit auf dem Beschaffungsmarkt wurde sehr schnell und effizient reagiert.

Branchenspezifische Risiken:

Durch den Einbruch einzelner Branchen können unseren Tochterunternehmen größere Umsatzverluste entstehen.

Dieses Risiko minimieren wir bzw. unsere Tochtergesellschaften durch einen weiteren Ausbau unserer Produktpalette und Erschließung neuer Vertriebsgebiete und Kundengruppen. Wir sind nicht von einzelnen Branchen oder Kunden abhängig. Das war auch während der Coronapandemie ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Wir werden daran arbeiten, mit unseren Produkten weiterhin einer breiten Kundenschicht einen höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Vor allem durch kundenspezifische Lösungen in allen Bereichen werden wir in den nächsten Jahren neue Kunden hinzugewinnen und die bestehenden Kundenbeziehungen weiter intensivieren und ausbauen.

Ertragsorientierte Risiken:

Der hohe Wettbewerbsdruck hat in der Branche weiter zugenommen. Wir analysieren permanent die veränderten Kunden- und Marktbedürfnisse, um unserem Anspruch als Innovationsgeber gerecht zu werden. Daher gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken eher gesunken sind.

Risiken, die momentan vor allem aus stark steigenden Rohstoffpreisen erwachsen, werden durch sehr gute und langjährigen Lieferantenbeziehungen und dem Abschluss von längerfristigen Lieferkontrakten abgefedert. Zusätzlich werden die Lagerbestände, wo sinnvoll und nötig, weiter aufgebaut.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Liquiditätsrisiken sind auf Grund unserer stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation nicht erkennbar. Kundenaufträge werden überwiegend in Euro abgewickelt. Aufträge in fremder Währung werden, wenn nötig, gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Liquiditätslage ist gut, auf Engpässe sind wir eingestellt und können schnell reagieren.

Wir haben ein besonderes Augenmerk auf die Liquidität gerichtet. Es wurden bereits verschiedenen Maßnahmen eingeleitet, die dazu führen werden, dass wir auch im Jahr 2023 nicht mit wesentlichen Belastungen durch die gestiegenen Zinsen rechnen müssen.

2. Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch gut strukturierte interne Abläufe sowie gezielte Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter um. Durch den regelmäßigen Informationsaustausch in den einzelnen Sparten, Standorten und Beteiligungen werden die in der täglichen Kundenbeziehung gewonnenen Erkenntnisse schnell an die Sparten, Standortleiter und Geschäftsführer weitergegeben. Diese berichten an die Geschäftsleitung in Süßen. Durch diese Kommunikation werden Chancen erkannt und schnell genutzt. Mit unserer Erfahrung und Zuverlässigkeit sowie einem hohen Maß an Qualitätsbewusstsein begegnen wir dem massiven Wettbewerbsdruck in der Branche.

Bedingt durch die Pandemie wurden viele neue Verfahrensweisen, Techniken wie Teams, Anforderungen und neue Abläufe etabliert, von denen wir auch in Zukunft profitieren werden. Wir sind darauf eingestellt, haben uns in den vergangenen Monaten stark weiterentwickelt und gehen diesen zukunftsfähigen Weg konsequent weiter.

3. Gesamtaussage

Als international tätiges Unternehmen sind wir einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens, insbesondere aus dem hohem Wettbewerbsdruck, werden im Führungskreis des Unternehmens regelmäßig beraten und in entsprechenden Maßnahmen umgesetzt. Durch eine zeitnahe Kennzahlenanalyse werden Entwicklungen erkannt und entsprechende Lösungen gefunden.

Unser internes Controlling ist weiter verfeinert worden und überwacht Chancen und Risiken entsprechend ihrer Tragweite und unterstützt die Geschäftsführung, sofern erforderlich, bei vorbeugenden Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Momentan erhält unsere Geschäftsleitung einen täglichen Risiko- und Krisenbericht, der die Auswirkungen der Corona-Krise zeigt.

Risiken, welche die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig beinträchtigen oder gefährden könnten, liegen derzeit nicht vor.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Unser Kundenstamm ist solvent und bonitätsstark. Mit einem Großteil der Kunden arbeiten wir seit einem längeren Zeitraum zusammen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet.

Ausfallrisiken: Der Carl Stahl-Konzern ist in verschiedenen Bereichen tätig und hat daher mit den unterschiedlichsten Kunden zu tun. Die Forderungsausfälle bewegten sich auch 2022 um das langjährige Mittel. Wo Forderungsausfälle zu befürchten sind, wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Die kurzfristige Finanzierung ist über Eigenmittel, Lieferantenkredite und Kontokorrentlinien gedeckt. Es sind Banklinien vorhanden, um saisonale und konjunkturelle Zahlungsstromschwankungen auszugleichen.

Wechselkursrisiken: Eine Abhängigkeit von Währungskursschwankungen besteht verkaufsseitig nur in geringem Maße zum Gesamtumsatz, einkaufsseitig besteht ein Wechselkursrisiko. Wenn nötig, werden diese Risiken abgesichert.

Konzern-Bilanz

Aktivseite

Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.292.028,95 1.206.514,23
2. Firmenwert 115.852,47 98.669,00
2.407.881,42 1.305.183,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 26.271.307,70 25.922.769,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.707.782,72 8.347.162,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.816.311,46 4.612.665,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.483.688,32 318.828,24
42.279.090,20 39.201.426,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 750,00 750,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.687,01 5.420,58
6.437,01 6.170,58
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.047.022,10 9.531.516,88
2. Unfertige Erzeugnisse 4.062.088,65 3.990.261,80
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 38.990.830,82 28.372.307,74
4. Geleistete Anzahlungen 511.359,46 1.335.657,84
5. Erhaltene Anzahlungen -2.132.175,95 -1.444.495,69
51.479.125,08 41.785.248,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.106.602,83 35.588.231,24
2. Sonstige Vermögensgegenstände 7.517.619,17 7.466.071,57
48.624.222,00 43.054.302,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.918.422,32 27.526.877,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.542.598,10 2.559.696,53
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.163.828,27 1.253.413,89
173.421.604,40 156.692.319,53

Passivseite

Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile Kommanditisten 1.000.000,00 63.000,00
II. Stammkapital Carl Stahl GmbH 0,00 1.400.000,00
III. Kapitalrücklagen 15.000.000,00 15.000.000,00
IV. Gewinnrücklagen 15.761.090,71 15.298.090,71
V. Gewinnvortrag 58.746.461,29 51.704.911,22
VI. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.906.804,27 -619.859,15
VII. Anteile der Minderheitsgesellschafter 1.496.668,33 1.467.495,09
VIII. Konzernjahresüberschuss 11.384.524,46 10.277.394,83
105.295.549,06 94.591.032,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.415.003,12 3.240.315,49
2. Steuerrückstellungen 1.165.487,91 468.814,66
3. Sonstige Rückstellungen 11.819.124,76 10.605.134,23
16.399.615,79 14.314.264,38
C. Verbindlichkeiten 18.381.735,69 19.032.347,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.073.854,97 12.056.395,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.804.833,68 9.109.757,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.131.339,82 5.980.870,13
50.391.764,16 46.179.371,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 952.675,39 1.050.651,31
E. Passive latente Steuern 382.000,00 557.000,00
173.421.604,40 156.692.319,53

Gewinn- und Verlustrechnung

Berichtsjahr
Vorjahr
1. Umsatzerlöse 297.206.700,15 256.428.309,44
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 926.131,23 761.064,56
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.891.374,43 4.545.701,41
304.024.205,81 261.735.075,41
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -145.901.417,10 -121.935.459,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.688.654,86 -10.424.561,49
-155.590.071,96 -132.360.021,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -77.917.684,14 -69.447.713,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen -15.098.499,10 -15.372.432,50
für Altersversorgung und für Unterstützung -93.016.183,24 -84.820.146,37
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.181.360,46 -6.265.815,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.729.312,33 -24.108.321,78
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 324.970,90 462.842,10
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -803.954,07 -826.278,07
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.233.123,23 -3.147.887,94
11. ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN 11.795.171,42 10.669.446,15
12. Sonstige Steuern -410.646,96 -392.051,32
13. KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS 11.384.524,46 10.277.394,83
14. davon Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter 293.573,01 110.389,21

Kapitalflussrechnung

2022
T€
2021
T€
Finanzmittelfonds 1.1.
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 1.1. 27.527 31.253
- jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.1. 0 -1.992
27.527 29.261
1. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss 11.385 10.277
Abschreibungen ./. Zuschreibungen (ohne Umbuchungen) 5.186 7.040
Veränderung Pensionsrückstellung 174 121
Cash-Flow nach DVFA/SG 16.745 17.438
Veränderungen der Bilanzposten (ohne liquide Mittel) durch
laufende Geschäftstätigkeit
kurzfristige Rückstellungen 1.213 -1.662
Vorräte -9.693 -10.665
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -5.518 -7.655
Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -582 1.536
übrige Aktiva 55 1.860
Verbindlichkeiten und übrige Passiva 3.894 5.696
Zinsaufwendungen/Zinserträge 478 363
Ertragsteuerzahlungen -4.536 -2.712
Ertragsteueraufwand/-ertrag 5.233 3.148
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 7.289 7.347
2. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 555 325
Auszahlungen für Investitionen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens -1.654 -1.668
Auszahlungen für Investitionen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -7.557 -5.526
Erhaltene Zinsen 324 463
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -8.332 -6.406
3. Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahl. aus Eigenkapitalherabsetz von anderen Gesellschaftern 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 1.600 2.301
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -4.983 -2.531
Gezahlte Zinsen -804 -826
Dividenden und Gewinngutschriften an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.000 -3.652
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -6.187 -4.708
4. Wechselkurs- und konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
Wechselkursdifferenzen und bewertungsbedingte Änderungen 1.859 1.943
Veränderung Minderheitenanteile/ andere konsolidierungskreisbedingte Änderungen 30 90
1.889 2.033
Finanzmittelfonds 31.12.
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 31.12. 24.918 27.527
- jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12. -2.732 0
22.186 27.527

Eigenkapitalspiegel

Summe
Kapitalanteile Kommanditisten
Stammkapital Carl Stahl GmbH
Kapitalrücklagen
Stand 01.01.2021 84.423.910,87 63.000,00 1.400.000,00 15.000.000,00
Konzernjahresüberschuss 2020 0,00
Konzernjahresüberschuss 2021 10.277.394,83
Währungsdifferenzen 3.538.366,58
Zuführung / Auflösung Rücklagen -3.652.246,69 0,00
Gewinnausschüttungen 0,00
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten 3.607,11
Veränderung wegen Entkonsolidierung 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 94.591.032,70 63.000,00 1.400.000,00 15.000.000,00
Stand 01.01.2022 94.591.032,70 63.000,00 1.400.000,00 15.000.000,00
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00
Konzernjahresüberschuss 2022 11.384.524,46
Währungsdifferenzen 2.503.776,85
Gewinnausschüttungen -3.127.984,07
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten -3.222,83
Einbringung von Anteilen -52.578,05 937.000,00 -1.400.000,00
Stand 31.12.2022 105.295.549,06 1.000.000,00 0,00 15.000.000,00
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag
Stand 01.01.2021 15.298.090,71 46.584.133,73
Konzernjahresüberschuss 2020 8.773.024,18
Konzernjahresüberschuss 2021
Währungsdifferenzen
Zuführung / Auflösung Rücklagen -3.652.246,69
Gewinnausschüttungen
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten
Veränderung wegen Entkonsolidierung
Stand 31.12.2021 15.298.090,71 51.704.911,22
Stand 01.01.2022 15.298.090,71 51.704.911,22
Konzernjahresüberschuss 2021 10.167.005,62
Konzernjahresüberschuss 2022
Währungsdifferenzen -22.886,57
Gewinnausschüttungen -3.127.984,07
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten
Einbringung von Anteilen 463.000,00 25.415,09
Stand 31.12.2022 15.761.090,71 58.746.461,29
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Anteile der Minderheitsgesellschafter
Konzernjahresüberschuss
Stand 01.01.2021 -4.158.225,73 1.378.010,57 8.858.901,59
Konzernjahresüberschuss 2020 85.877,41 -8.858.901,59
Konzernjahresüberschuss 2021 10.277.394,83
Währungsdifferenzen 3.538.366,58
Zuführung / Auflösung Rücklagen
Gewinnausschüttungen
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten 3.607,11
Veränderung wegen Entkonsolidierung 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 -619.859,15 1.467.495,09 10.277.394,83
Stand 01.01.2022 -619.859,15 1.467.495,09 10.277.394,83
Konzernjahresüberschuss 2021 110.389,21 -10.277.394,83
Konzernjahresüberschuss 2022 11.384.524,46
Währungsdifferenzen 2.526.663,42
Gewinnausschüttungen
Verrechnung Währungsdifferenzen Minderheiten -3.222,83
Einbringung von Anteilen -77.993,14
Stand 31.12.2022 1.906.804,27 1.496.668,33 11.384.524,46

Anhang

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Schwenger GmbH & Co. KG mit Sitz in Süßen ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRA 540935. Der Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des HGB aufgestellt. Zusatzangaben zu einzelnen Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir in den Anhang übernommen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst sämtliche Tochtergesellschaften unserer Gesellschaft. Die Schwenger GmbH & Co. KG führt die Bewertung der bisherigen Konzernmutter Carl Stahl GmbH (zwischenzeitlich firmierend als Carl Stahl Holding GmbH) fort. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt nach den für Personengesellschaften anwendbaren Regelungen. Die Schwenger GmbH & Co. KG war früher Schwestergesellschaft zur Carl Stahl Holding GmbH und hätte seit langen Jahren unter einheitlicher Leitung einen zum Konzernabschluss der Carl Stahl Holding GmbH bis auf den Kapitalausweis völlig identischen Konzernabschluss aufstellen können. Daher wurde von einer Neubewertung abgesehen.

Die PT Rigspek Perkasa, Batam/Indonesien, und die IT-Kompass GmbH, Süßen werden nach § 310 HGB anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen. An der PT Rigspek Perkasa ist noch ein weiterer Gesellschafter mit 50 % beteiligt. Wesentliche Leitungsfunktionen werden über die Ausübung der Befugnisse des Commissioners wahrgenommen. An der IT-Kompass GmbH, Süßen, ist noch ein weiterer Gesellschafter mit 50 % beteiligt. Die leitende Tätigkeit beruht auf den Befugnissen im Gesellschaftsvertrag und der tatsächlichen gemeinsamen Leitung am Sitz des Mutterunternehmens.

Die Lux Gelender GmbH, Köngen wurde im Geschäftsjahr erstkonsolidiert. Die Metall & Formteile Berger GmbH, Schlierbach wurde nach Beendigung der Liquidation im Handelsregister gelöscht. Auf die Einbeziehung in die Vollkonsolidierung der in 2022 neugegründeten Gesellschaft CLICABLE Sarl, Frankreich sowie der Carl Stahl for Industry Company, Saudi Arabien, wird nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da in 2022 kein wesentliches operatives Geschäft stattfand.

Einzelheiten sind aus der Aufstellung des Beteiligungsbesitzes ersichtlich. § 313 Abs. 3 HGB wurde angewandt.

Die Regelungen zur Equity-Bilanzierung (§§ 311, 312 HGB) wurden für die Juice d.o.o., Rijeka, angewandt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Schwenger GmbH & Co. KG führt die Bewertung der bisherigen Konzernmutter Carl Stahl GmbH (zwischenzeitlich firmierend als Carl Stahl Holding GmbH) fort. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt nach den für Personengesellschaften anwendbaren Reglungen. Sie war früher Schwestergesellschaft zur Carl Stahl Holding GmbH und hätte seit langen Jahren unter einheitlicher Leitung einen zum Konzernabschluss der Carl Stahl Holding GmbH bis auf den Kapitalausweis völlig identischen Konzernabschluss aufstellen können. Daher wurde von einer Neubewertung abgesehen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt wie bisher im Konzernabschluss der Carl Stahl Holding GmbH seit 2010 nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB). Bei Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wurde die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F) aufgrund der Übergangsregelung des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB beibehalten. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung gemäß § 301 HGB ein aktiver Unterschiedsbetrag entsteht, wird dieser einzelnen Vermögensgegenständen der Tochtergesellschaften insoweit zugeordnet, als deren Wert höher war als der Wertansatz im Einzelabschluss. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und ab dem Folgejahr auf vier Jahre abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge wurden nach ihrer Entstehungsursache beurteilt und innerhalb des Gewinnvortrages erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 308a HGB. Die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden mit dem Stichtagskurs umgerechnet, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Währungskurs des Geschäftsjahres. Unterschiedsbeträge wurden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Umrechnung in Euro bei Jahresabschlüssen in Fremdwährung erfolgte für die Bilanz zum Stichtagskurs, für die Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. Währungsdifferenzen wurden ergebnisneutral verbucht. Aus Vereinfachungsgründen wurden Erfolgsbeiträge aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Mutterunternehmen und ausländischen Tochterunternehmen im Konzernabschluss beibehalten.

Vermögensgegenstände wurden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip ist beachtet. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurde beachtet.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Für Bewertungsrisiken aus ausländischen Gesellschaften wurde Vorsorge getroffen. Abgeschriebene Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden ins Umlaufvermögen umgegliedert.

Vorräte bewerten wir zu durchschnittlichen Anschaffungskosten konzerneinheitlich unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Das Bestands- und Vertriebsrisiko berücksichtigen wir durch Abwertungen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen haben wir offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ein Disagio von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 13).

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen ist zur besseren Übersichtlichkeit zusammen mit den weiteren Pflichtangaben bei den Erläuterungen zur Konzernbilanz dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden jeweils in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist in folgendem Konzernanlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 1.1.2022
T€
Währungsdifferenzen 2022
T€
Zugang 2022
T€
Abgang 2022
T€
Umbuchungen 2022
T€
Stand 31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.800 18 1.721 356 53 6.236
2. Firmenwert 4.917 0 -67 0 0 4.850
9.717 18 1.654 356 53 11.086
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.356 415 1.211 249 -25 48.708
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.827 625 3.115 151 -7 32.409
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.029 -35 2.062 1.160 -28 17.868
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319 -4 1.169 0 0 1.484
93.531 1.001 7.557 1.560 -60 100.469
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1 0 0 0 0 1
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7 0 0 0 0 7
8 0 0 0 0 8
103.256 1.019 9.211 1.916 -7 111.563
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2022
T€
Währungsdifferenzen 2022
T€
Zugang 2022
T€
Abgang 2022
T€
Umbuchungen 2022
T€
Stand 31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.593 16 453 128 10 3.944
2. Firmenwert 4.818 -133 49 0 0 4.734
8.411 -117 502 128 10 8.678
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.433 72 1.013 79 -2 22.437
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.480 394 1.970 139 -4 22.701
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.416 -41 1.701 1.015 -9 13.052
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
54.329 425 4.684 1.233 -15 58.190
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
62.740 308 5.186 1.361 -5 66.868
Buchwerte
Stand 31.12.2022
T€
Stand 31.12.2021
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.292 1.206
2. Firmenwert 116 99
2.408 1.305
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.271 25.923
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.708 8.347
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.816 4.613
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.484 319
42.279 39.202
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1 1
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7 7
8 8
44.695 40.515

Das Gebot der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über Nutzungsdauern zwischen 4 und 15 Jahren abgeschrieben.

Unter den Assoziierten Unternehmen wurde die Juice d.o.o., Rijeka, (negativer Unterschiedsbetrag T€ 63) ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit TEUR 72 (Vorjahr TEUR 29). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit TEUR 540 (Vorjahr TEUR 484).

Der Eigenkapitalausweis erfolgt nach den Regelungen für Personengesellschaften. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Dabei wurde das Stammkapital der Carl Stahl Holding GmbH, die im Vorjahr noch Schwestergesellschaft war, aus Gründen größerer Übersichtlichkeit in den Bilanzposten "Kapitalrücklagen" einbezogen. Eine Einzelaufgliederung findet sich im Eigenkapitalspiegel.

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung wird gesondert ausgewiesen. Als historischer Kurs im Sinne des § 308a HGB kam der Kurs bei erstmaliger Aufstellung des Konzernabschlusses zum Ansatz. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Bei den inländischen Gesellschaften wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,78 % (Vorjahr 1,87 %) gerechnet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Ansatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt T€ 107 (Vorjahr T€ 27). Bei den ausländischen Tochterunternehmen erfolgte die Berechnung nach der Projected Unit Credit Method. Dabei kamen landesübliche Zinssätze zum Ansatz. Für der Anpassungspflicht unterliegende Zusagen wurde ein Rententrend von 0 % bis 2 % und ein Gehaltstrend von 0 % berücksichtigt. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 102. Teilweise wurden Versorgungszusagen mit Investmentfonds (Zeitwert T€ 323, Anschaffungskosten T€ 134) und Rückdeckungsversicherungen (Zeitwert T€ 195) kongruent rückgedeckt. Diese Zusagen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet. Als Rückstellung wurde jeweils das Maximum aus dem Zeitwert der Vermögensgegenstände und dem Erfüllungsbetrag der zugesagten garantierten Mindestleistung angesetzt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUCM). Es erfolgte eine Verrechnung mit Ansprüchen aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe des Erfüllungsbetrags von TEUR 519. Verpflichtungen aus Deferred-Compensation-Modellen nach US-Recht von TEUR 463 (Vorjahr TEUR 872) wurden im Berichtsjahr mit Deckungsvermögen (Deferred plan assets) in Höhe des Erfüllungsbetrags von TEUR 1.624 (Vorjahr TEUR 2.125) saldiert, hierbei wurde das Deckungsvermögen mit Anschaffungskosten bewertet. Der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag von TEUR 1.161 ist auf der Aktivseite in der Position aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Veränderung des EURIBOR bzw. NIBOR wurden entsprechende Swap-Geschäfte abgeschlossen. Es wurden Bewertungseinheiten (mikro-hedges) gebildet. Für Darlehen von TEUR 1.058 wurden Swap-Geschäfte über TEUR 1.058 abgeschlossen mit Laufzeiten zwischen 2026 und 2029. Die beizulegenden Zeitwerte betrugen TEUR 31, sie wurden auf der Grundlage von Deposit-Rates, Swap-Rates und Geldwertfutures aus der Zinsdifferenz der beteiligten Währungen und Spotkurse auf Grundlage der Bewertungsmitteilungen der Vertragspartner ermittelt. Gegenläufige Änderungen gleichen sich vollständig aus, weil Grundgeschäft und Sicherungsinstrument in allen wesentlichen Bedingungen (Laufzeit, Referenzzinssatz) übereinstimmen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wegen Miet- und Leasingverträgen (Jahresaufwand TEUR 5.699). Verpflichtungen aus Bürgschaften (TEUR 2.549) und Gewährleistungsverträgen (TEUR 3.816) bestehen vor allem konzernintern zur Besicherung bilanzierter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Risiko der Inanspruchnahme wird wegen der Bonität der Gruppe als gering angesehen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind über TEUR 16.454 durch Grundschulden besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten a-us Steuern von TEUR 2.659 (Vorjahr TEUR 1.217) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 800 (Vorjahr TEUR 525).

Restlaufzeiten
Verbindlichkeit Gesamtbetrag
bis zu einem Jahr
mehr als ein bis fünf Jahre
mehr als fünf Jahre
Sicherheiten
Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.381.735,69 11.816.943,17 4.471.187,94 2.093.604,58 18.381.735,69 Grundschulden
Vorjahr 19.032.347,55 3.406.991,75 10.515.793,46 5.109.562,34 19.032.347,55 Grundschulden
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.073.854,97 11.657.832,22 416.022,75 0,00 3.108.461,29 übliche Eigentumsvorbehalte
Vorjahr 12.056.395,99 11.952.851,94 103.544,05 0,00 3.108.461,29 übliche Eigentumsvorbehalte
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.804.833,68 9.804.833,68 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 9.109.757,47 9.109.757,47 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.131.339,82 9.376.085,24 755.254,58 0,00 0,00
Vorjahr 5.980.870,13 5.137.315,27 843.554,86 0,00 0,00
Gesamt 50.391.764,16 42.655.694,31 5.642.465,27 2.093.604,58 21.490.196,98
Vorjahr 46.179.371,14 29.606.916,43 11.462.892,37 5.109.562,34 22.140.808,84

Latente Steuern wurden wie im Vorjahr mit einem pauschal ermittelte Konzernsteuersatz von 27,725 % aus Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die sich ergebende Steuerbelastung wurde saldiert als passive latente Steuern von TEUR 382 (Vorjahr TEUR 557) ausgewiesen. Sie resultieren aus Aufrechnungsdifferenzen bei der Schuldenkonsolidierung (TEUR ./. 1.060) sowie gegenläufig aus der Zwischengewinneliminierung (TEUR 678).

Entwicklung der passiven latenten Steuern:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand zum Ende des Geschäftsjahres
TEUR
Aktive latente Steuern 503 175 678
Passive latente Steuern - 1.060 0 - 1.060

Auf eine Aktivierung latenter Steuern aus temporären Differenzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie Verlustvorträgen auf Ebene der Einzelabschlüsse wurde aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Der Konzern ist weltweit an 76 Standorten tätig, die unterschiedlichen steuerlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf lokale, regionale und nationale Steuern unterliegen. Daher ist eine Überleitungsrechnung von einer erwarteten auf eine effektive Konzernsteuerquote nicht praktikabel.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wenden wir das Gesamtkostenverfahren an.

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

TEUR
Hebetechnik 176.652
Weitere Geschäftsfelder 120.555
Insgesamt 297.207

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden geographisch bestimmten Märkten erzielt:

TEUR
Deutschland 171.768
übriges Europa 68.265
Nord- und Südamerika 29.203
Mittlerer und Ferner Osten 27.971
Insgesamt 297.207

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 265 (Vorjahr T€ 205).

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind für Altersversorgung T€ 778 (Vorjahr T€ 1.111).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im wesentlichen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Zuführungen zu Rückstellungen und Wertberichtigungen ausgewiesen. Es sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 239 (Vorjahr TEUR 79) enthalten.

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr TEUR 45) enthalten. Diese betreffen die Abzinsung der Pensionsrückstellungen.

Sonstige Angaben

Auf Angaben zu Geschäftsführerbezügen und Beiratsbezügen wird verzichtet, weil sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieser Organe feststellen lassen.

Im Jahresdurchschnitt waren nach Köpfen 1.786 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.082 Angestellte und 704 gewerbliche Arbeitnehmer, bei Umrechnung auf Vollzeitarbeitskräfte betrug die Arbeitnehmerzahl 1.717, davon 1.035 Angestellte und 682 gewerbliche Arbeitnehmer. Hiervon sind 206 Arbeitnehmer bei nach § 310 HGB konsolidierten Unternehmen beschäftigt.

Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Die Abschlussprüferhonorare betragen für Abschlussprüfung T€ 110.

Angaben zum Konsolidierungskreis einschließlich Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name, Sitz Anteil am Kapital
in %
Voll konsolidierte Unternehmen
Carl Stahl Holding GmbH Süssen 100%
Schwenger Verwaltungs- GmbH Süssen 100%
Carl Stahl Hebetechnik GmbH Süssen 100%
Carl Stahl Süd GmbH Süssen 100%
Carl Stahl Nord GmbH Velten 100%
Carl Stahl Cable Sàrl, Frankreich Barr 100%
Carl Stahl AG, Schweiz Siebnen 100%
Carl Stahl Hebetechnik GmbH, Österreich Eggendorf 100%
Carl Stahl A/S, Dänemark Frederica 100%
Carl Stahl Evita Ltd., England Rotherham 100%
Lifting Systems Solutions Ltd. Rotherham 100%
Carl Stahl S.A.R.L, Frankreich Souffelweyersheim 100%
Carl Stahl Tech Service, Polen Cychry 100%
CLICABLE Sarl, Frankreich Schiltigheim 100%
Carl Stahl Oy, Finnland Turku 100%
Carl Stahl AB, Schweden Jönköping 95%
NOPO Engineering s.r.o., Tschechien Hradec Kralove 100%
Carl Stahl Middle East L.L.C, Dubai U.A.E. Dubai 100%
Carl Stahl Lifting Equipment Industries LLC, Dubai U.A.E. Dubai 100%
Carl Stahl Safety & Security Consultancy LLC, Dubai U.A.E. Dubai 100%
Carl Stahl Lifting Equipment Trading LLC, Dubai U.A.E Dubai 100%
Carl Stahl American Lifting Inc., USA Waukesha 100%
Carl Stahl Craftsman, Enterpr.Priv.Ltd, Indien Coimbatore 70%
Carl Stahl Ningbo Co., Ltd, China Ning Bo 100%
Hangzhou Carl Stahl Imp. & Exp. Co. Ltd, China Hangzhou 100%
Carl Stahl Technocables GmbH Süssen 100%
Codica Sârl, Frankreich Barr 100%
Carl Stahl Sava Industries Inc., USA Riverdale 100%
Jordan Manufactoring LLC, USA Lafayette 100%
Carl Stahl ARC GmbH Süssen 100%
LUX GLENDER GmbH Köngen 70%
Carl Stahl Benelux B.V., Niederlande Zaandam 100%
Carl Stahl & spol, s.r.o., Tschechien Prag 100%
ARCHTEX s.r.o., Tschechien Brno 100%
Carl Stahl Hungaria Kft, Ungarn Dunaharaszti 100%
Carl Stahl DécorCable Innovations Inc., USA Chicago 100%
Carl Stahl Kromer GmbH Gottenheim 100%
Nordgreif GmbH Schenefeld 100%
Ventzki GmbH Eislingen 100%
Corfil Sârl, Frankreich Souffelweyersheim 99%
Anteilsmäßig konsolidierte Unternehmen
PT Rigspek Perkasa, Indonesien Batam 50%
IT-Kompass GmbH Süssen 50%
Carl Stahl for Industry, Saudi Arabien Süssen 50%
AT-equity
Juice d.o.o. Rijeka 25%

Dieser Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss nach § 264 Abs. 3 HGB für die Carl Stahl Holding GmbH, Süßen, die Carl Stahl Hebetechnik GmbH, Süßen, die Carl Stahl Nord GmbH, Velten, die Carl Stahl Süd GmbH, Süßen, die Carl Stahl ARC GmbH, Süßen, die Carl Stahl Technocables GmbH, Süßen, die Ventzki GmbH, Eislingen, die Carl Stahl Kromer GmbH, Süßen und die Nordgreif GmbH, Schenefeld. Er ist weiterhin befreiender Konzernabschluss nach § 264b HGB für die Schwenger GmbH & Co. KG, Süßen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt.

 

Süßen, den 12. Mai 2023

Schwenger Verwaltungs-GmbH

Brigitte Biffar

Beate Urbez

Wolfgang Schwenger

Bestätigungsvermerk des uanbhängigen Abschlussprüfers

An die Schwenger GmbH & Co. KG, Süßen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schwenger GmbH & Co. KG, Süßen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schwenger GmbH & Co. KG, Süßen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortung für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Ulm (Donau), den 19. Mai 2023

WAIBLINGER Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Jörg O. Waiblinger, Wirtschaftsprüfer

Anlage zum Bestätigungsvermerk: Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 16.06.2023 gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.