Vesta GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Sterl seit 8.7.2016 | Prokura |
Klaus Fritzsche seit 12.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Christian Egger seit 12.1.2015 | Prokura |
Markus Fritzsche seit 12.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Uwe Dr. Rohr seit 12.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Robert Jungwirth seit 12.1.2015 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIPA SEEssenbach, Bundesrepublik DeutschlandJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023MIPA SEUnternehmen und wirtschaftliches UmfeldI. Darstellung der GesellschaftAls mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Essenbach in Niederbayern entwickeln, produzieren und vertreiben wir hochwertige Farben und Lacke sowohl am Hauptstandort als auch am Standort in Landshut. Es befanden sich in 2023 durchschnittlich 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Beschäftigungsverhältnis. Wir bieten aufeinander abgestimmte Systemlösungen und sind Partner für Kunden in allen Stufen des Lackierungsprozesses. Unser Sortiment umfasst Produkte für die Bereiche Auto, Industrie, Bau und Holz. Hierzu zählen Autolacke, industrielle Beschichtungen, Aerosole, Wand- und Fassadenfarben, Holzlacke sowie branchenspezifische Handelsprodukte. Der Vertrieb erfolgt an private Endverbraucher, professionelle Anwender und Groß- und Einzelhändler in über 100 Ländern. II. Entwicklung der GesamtwirtschaftDas Weltwirtschaftswachstum lag 2023 bei +3,9 %. Im historischen Vergleich war dies zwar ein moderates, aber in Anbetracht der Belastungen immer noch ein robustes Wachstum. Die konjunkturelle Entwicklung wurde in vielen Ländern durch die hohen Energiepreise, die stark gestiegenen Zinsen, die Kaufkraftverluste aufgrund der gestiegenen Inflation sowie die geopolitischen Krisen und Unsicherheiten belastet. Dies betraf vor allem die Industrie, während sich der Dienstleistungssektor an vielen Orten etwas erholte. Aufgrund der genannten Unsicherheiten war die Zinspolitik der Zentralbanken in 2023 weltweit von großer Bedeutung. Die Gegenmaßnahmen waren vor allem auf die Bekämpfung der hohen Inflation ausgerichtet ohne das Wirtschaftswachstum zu stark zu bremsen. Die deutsche Wirtschaft wurde im vergangenen Jahr von einer schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland gebremst. Nach drei Quartalen der Stagnation ging die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal um -0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück. Der gleiche Rückgang zeichnete sich auch über das Gesamtjahr ab (Vj. +1,9 %). Während die Auslandsnachfrage aufgrund der weltweit schwächelnden Industrieproduktion nachließ, dämpften wiederholte Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie hohe Inflationsraten die Binnennachfrage. Zwar verlangsamte sich der Anstieg der Verbraucherpreise seit Anfang 2023 fast durchgehend, was vor allem auf die rückläufigen Energiepreise zurückzuführen war, jedoch lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt immer noch bei 5,9 %. Immerhin hatten die hohen Lohnabschlüsse im Laufe des Jahres einen leichten Anstieg der Reallöhne zur Folge. Kompensieren konnten sie die vorangegangenen Kaufkraftverluste der Verbraucher jedoch nicht. Sowohl die Einkommens- als auch die Preisentwicklung führten zu einer anhaltenden Verunsicherung, die sich negativ auf die Kauflaune auswirkte und im Gesamtjahr zu einem deutlichen Rückgang des privaten Konsums führte. Der Anstieg der Nominalzinsen war zudem ein Anreiz zum Sparen, was zu einem weiteren Anstieg der ohnehin schon hohen Sparquote führte. Auch die Finanzierungskosten für private Haushalte und Unternehmen haben sich durch den Anstieg der Zinsen erhöht, was sich dämpfend auf die Investitionstätigkeit ausgewirkt hat. Insbesondere die Bauinvestitionen sanken aufgrund des schwachen privaten Wohnungsbaus deutlich. Gleichzeitig profitierten die Ausrüstungsinvestitionen wohl noch von den hohen Auftragsbeständen, die im Zuge der Erholung nach der Corona-Pandemie aufgebaut worden waren, und legten in der Summe zu. Die Exporte wurden dagegen durch die schwache Auslandsnachfrage belastet und konnten in 2023 mit 1.562 Mrd. EUR lediglich auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Außenbeitrag entwickelte sich jedoch positiv, da die Importe aufgrund der hohen Energiepreise und der schwachen Nachfrage der heimischen Industrie nach Vorleistungsgütern aus dem Ausland noch stärker zurückgingen. Mit einem Marktvolumen von gut 2,8 Mio. Neuzulassungen wuchs der deutsche Pkw-Markt im Jahr 2023 um +7,0 %. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019, in dem 3,6 Mio. Pkw in Deutschland neu zugelassen wurden, blieb der Markt jedoch um rd. -21,0 % zurück. Maßgeblichen Einfluss auf den Jahresverlauf hatte die zunehmende Verknappung von Vorprodukten in der Produktion, insbesondere die Verknappung von Halbleitern, die noch im Jahr 2022 die Märkte massiv nach unten verzerrte. Das Durchschnittsalter der zugelassenen Fahrzeuge ist auf 10,3 Jahre gestiegen (Vj. 10,0 Jahre). Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sank der Auftragseingang in der deutschen Maschinenbauindustrie in 2023 i. V. z. Vorjahr preisbereinigt um rd. -12,0 %. Die exportorientierte Branche spürte 2023 die Abschwächung der Weltkonjunktur, wodurch sich die Kunden mit Aufträgen zurückhielten. Eine insgesamt schwache weltweite Maschinennachfrage, höhere Zinsen und steigende Lohnkosten waren Hauptkomponenten der schwierigen Rahmenbedingungen. Mit 45,9 Mio. Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt erreichte die Beschäftigung trotz der konjunkturellen Schwächephase einen Höchststand. Ermöglicht wurde der Beschäftigungsaufbau vor allem durch Zuwanderung. Auch die Schaffung vieler zusätzlicher Stellen bei Bund, Ländern und Gemeinden in den Bereichen Gesundheit, Bildung und öffentliche Verwaltung wirkte sich positiv aus. Gleichzeitig nahm die Zahl der Arbeitslosen zu. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,7 % im Jahr 2023. Deutschland als größte Volkswirtschaft bremste auch das Wachstum in der Europäischen Union. Im Jahr 2023 stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um +0,4 % (Vj. +3,5 %), nachdem in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres eine technische Rezession nur knapp vermieden werden konnte. Das leichte Wachstum war in erster Linie auf die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie in den beiden vorangegangenen Jahren zurückzuführen. Negative Einflussfaktoren waren die sinkende Kaufkraft der privaten Haushalte, der Einbruch der Auslandsnachfrage, die drastische Straffung der Geldpolitik und die teilweise Rücknahme fiskalpolitischer Impulse. Auf den starken Rückgang der Energiepreise folgte eine breit angelegte und schneller als erwartete Abschwächung des Preisdrucks. Trotz des leichten Aufwärtsdrucks durch höhere Transportkosten im Zuge der Handelsstörungen im Roten Meer befand sich die zugrundeliegende Inflation weiterhin auf einem stetigen Abwärtspfad. Das Wirtschaftswachstum Frankreichs betrug in 2023 +0,9 % (Vj. +2,6 %). Das Pariser Wirtschaftsforschungsinstitut OFCE führte die Schwäche vor allem auf Probleme der Bauwirtschaft zurück, die unter den hohen Zinsen für Immobilienkredite litt. Zudem dämpfe die Inflation die Binnennachfrage. Auch Italiens BIP ist in 2023 um +0,9 % (Vj. +3,7 %) gestiegen. Das Wirtschaftswachstum in Italien wurde durch steigende Konsumausgaben und einen schnelleren Geldfluss aus dem EU-Konjunkturprogramm angekurbelt. Österreichs Wirtschaftsleistung schrumpfte im Jahr 2023 um -0,8 % und hat sich damit deutlich schwächer entwickelt als die Wirtschaft in der Eurozone. Besonders ausgeprägt war der Abschwung im Handel, in der Industrie und bei den Verkehrsdienstleistungen. Die hohe Inflation und die konjunkturelle Unsicherheit trugen dazu bei, dass die Bruttowertschöpfung im Handel um -5,5 % im Jahr 2023 sank. Polen blickt auf ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2023 zurück. Mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von mageren +0,2 % (Vj. +5,1%) lag das sonst so wachstumsstarke EU-Land sogar hinter dem Euroraum zurück. Für die polnische Wachstumsschwäche war in erster Linie eine Schwächephase der privaten Haushalte verantwortlich, die seit dem zweiten Halbjahr 2022 mit einem kräftigen Preisauftrieb und merklichen Reallohnverlusten konfrontiert waren. Während die ungarische Wirtschaft im Jahr 2022 noch ein Wachstum von i. H. v. +4,6 % verzeichnete, das vor allem vom staatlich geförderten privaten Konsum und von Großinvestitionen getragen wurde, rutschte das Land im Jahr 2023 in die Rezession. Zum wirtschaftlichen Abschwung trugen der Rückgang der Reallöhne, die Verlangsamung der Industriekonjunktur und der Rückgang der öffentlichen und privaten Investitionen bei. Der Rückgang des BIP im Jahr 2023 fiel mit -0,9 % aufgrund der schwachen Entwicklung im letzten Quartal etwas stärker aus als erwartet. In 2023 ist die rumänische Wirtschaft um +2,1 % und somit langsamer als im Vorjahr (+4,7 %) gewachsen. Grund dafür war die Konsumzurückhaltung aufgrund der hohen Inflation und der hohen Lebenshaltungskosten. Wachstumstreiber im Jahr 2023 waren insbesondere die Sektoren Bau, Information und Kommunikation, Landwirtschaft und Handel. Impulse gingen von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften aus, insbesondere von den USA. Die US-Wirtschaft expandierte 2023 insgesamt überraschend stark um +2,5 % (Vj. +2,1 %). Der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen wurden weiterhin von den umfangreichen fiskalpolitischen Impulsen der Jahre 2020 bis 2022 gestützt. Unter den Schwellenländern leistete China den größten Wachstumsbeitrag. Dort wuchs die Wirtschaft im Jahr 2023 um +5,2 % (Vj. +3,0 %), allerdings deutlich langsamer als in den Jahren vor der Pandemie. Insbesondere die anhaltenden Probleme im Immobiliensektor überschatteten die Erholung nach der Null-Covid-Politik. Nach dem Konjunktureinbruch infolge der Ukraine-Invasion hat sich die russische Wirtschaft im Jahr 2023 wieder erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um +3,6 % (Vj. -2,1 %). Auf die massive Ausweitung der Rüstungsproduktion dürfte ein großer Teil des BIP-Wachstums zurückzuführen sein. Die Produktion von Panzern und Munition kann jedoch kaum nachhaltiges Wachstum generieren. Nach Ansicht von Ökonomen weist die russische Wirtschaft daher Anzeichen einer Überhitzung auf, die in den kommenden Jahren in eine Stagnation oder sogar in eine Rezession münden könnte. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz ist im Jahr 2023 um +0,7 % gewachsen und damit langsamer als im Jahr 2022 (+2,1 %). Dieser Rückgang ist auf die Normalisierung der Wirtschaftslage nach der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Zudem belastete das schwierige internationale Umfeld die Auslandsnachfrage. Das Vereinigte Königreich ist in der zweiten Jahreshälfte mit zwei aufeinander folgenden Quartalen, in denen die Wirtschaftsleistung um -0,1 bzw. -0,3 % zurückging, in eine technische Rezession gerutscht. Insbesondere die Nachwirkungen der Kostenkrise bei den privaten Haushalten belasteten das britische Wachstum. III. Entwicklung der Lack- und FarbenindustrieDie Preise für Pigmente (insbesondere Titandioxid) stiegen in 2023 weiter an, da die Produktionskapazitäten in einigen Regionen eingeschränkt blieben und in vielen Sektoren die Nachfrage nach hochwertigen Lacken und Beschichtungen anstieg. Grundsätzlich war die Rohstoffentwicklung in der Lackindustrie von der technologischen Innovation und Integration nachhaltiger Materialien sowie der Reaktion auf globale Herausforderungen geprägt, weshalb der Fokus verstärkt auf dem Kostenmanagement lag. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland mengenmäßig rd. -3,0 % weniger Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben i. V. z. 2022 abgesetzt. Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben ist in 2023 i. V. z. 2022 inflationsbedingt um knapp +2,0 % auf 6,1 Mrd. EUR gestiegen. Hohe Energiekosten, der Krieg in der Ukraine und eine Wirtschaftspolitik, die den Herausforderungen nicht gerecht wurde, führten zu einer schwachen Konjunktur in der deutschen Farben- und Lackbranche. Bei den Bautenanstrichmitteln wurde in 2023 insgesamt ein mengenmäßiger Rückgang i. H. v. rd. -4,0 % verzeichnet. Während der Profimarkt in Deutschland mit -5,5 % deutlich rückläufig war, konnte sich der DIY-Markt leicht erholen und wuchs um rd. +1,0 %. Besonders starke Rückgänge gab es bei Fassadenfarben, Putzen und Holzschutzmitteln, die zwischen -6,0 % und -8,0 % verloren. Die Nachfrage nach Holz- und Möbellacken war im vergangenen Jahr mit einem Rückgang i. H. v. -10,0 % erneut sehr schwach. Wesentliche Ursachen für die Nachfrageschwäche im Bereich der Holz- und Möbellacke waren weiterhin die Zurückhaltung der privaten Verbraucher bei der Anschaffung von Möbeln und der Renovierung von Innenräumen und Parkettböden, des Weiteren der deutliche Rückgang der Neubauaktivitäten. Der Bereich Industrielacke umfasst ein breites Spektrum an Lacken für die industrielle Verarbeitung: von Beschichtungen für den Automobil- und Fahrzeugbau, für Anlagen und Maschinen bis hin zu Lacken für elektronische Bauteile. Die Herstellerzahlen waren auch 2023 hier naturgemäß an die Marktzahlen der industriellen Anwender gekoppelt. Bei den Industrielacken war 2023 insgesamt ein leichter Anstieg des Verbrauchs um +1,5 % in der Menge zu verzeichnen. Der Wert stieg preisbedingt um +6,7 %. Während sich mengenmäßig die Autolacke (+18,0 %), die Autoreparaturlacke (+2,0 %), der sonstige Fahrzeugbau sowie die Korrosionsschutzbeschichtungen positiv entwickelten, ging der Lackverbrauch in den übrigen Industriebranchen jeweils zurück, besonders ausgeprägt in der Holz- und Möbelindustrie mit einem Minus i. H. v. fast rd. -9,0 %. Die Exporte sind im Jahr 2023 wertmäßig um knapp -4,0 % (Vj. +5,8 %) auf 3,6 Mrd. EUR gesunken. In wichtigen europäischen Nachbarländern aber auch in China entwickelten sich die Abnehmerbranchen, vor allem die allgemeine Industrie, relativ schwach. Die Importe verzeichneten einen Rückgang i. H. v. rd. -8,0 % (Vj. +11,7 %) auf 1,3 Mrd. EUR. Die Druckfarbenindustrie musste einen Rückgang der Umsätze i. H. v. -14,0 % i. V. z. Vorjahr hinnehmen. Lage der GesellschaftI. Darstellung des GeschäftsverlaufsIm aktuellen Berichtsjahr waren Anzeichen zu erkennen, dass sich die durch Inflation, die COVID-19-Pandemie, Energiekrisen und des Krieges in der Ukraine verursachten Auswirkungen wieder etwas mildern. Der globale wirtschaftliche Ausblick war zwar durch Unsicherheit und Volatilität geprägt, jedoch konnte man sich auf die Herausforderungen einstellen und reagieren, so dass diese keinen spürbaren Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten. Der weiterhin kontinuierliche Ausbau der Produktionskapazitäten trug auch maßgeblich dazu bei, dass die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr i. V. z. Vorjahr erneut um +7,2 % gesteigert werden konnten. Investitionen konnten wie in den vergangenen Geschäftsjahren planmäßig realisiert werden. Somit konnte die MIPA SE das angestrebte Wachstum erreichen. Der deutliche Umsatzzuwachs sowie der Rückgang bei den Materialaufwendungen führten zu einer massiven Ergebnissteigerung i. V. z. Vorjahr auf rd. 7,7 Mio. EUR. II. Leistungsindikatoren der GesellschaftDie Gesellschaft strebt weiterhin die wirtschaftliche Unabhängigkeit an. Neben angemessener Liquidität und Bonität ist das kontinuierliche Wachstum oberstes Ziel. Um die wirtschaftliche Lage realistisch einschätzen und die Ziele erreichen zu können, liegt der Fokus auf den Steuerungsgrößen operatives Ergebnis (EBIT) und handelsrechtliches Jahresergebnis (EAT) sowie auf dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Investitionen sollen in Zukunft weiterhin überwiegend aus Eigenmitteln getätigt werden. Die Materialeinsatzquote betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr bei weiterhin hohen Beschaffungskosten an den Rohstoffmärkten rd. 60,0 %. Diese Kennzahl stellt neben dem operativen Cashflow unverändert einen der wichtigsten Leistungsindikatoren für den Unternehmenserfolg dar. Auf die beschriebenen Leistungsindikatoren wird unter Punkt eins, Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft, näher eingegangen. 1. Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft
Eine Umsatzsteigerung i. H. v. rd. +7,0 % wurde für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert. Mit einem Umsatzanstieg i. H. v. +7,2 % auf rd. 200,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verlief das abgelaufene Geschäftsjahr für die MIPA SE erneut sehr erfolgreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden In der Bundesrepublik Deutschland 45,9 % bzw. 91,9 Mio. EUR der erzielten Umsatzerlöse erwirtschaftet. Rd. 28,8 % bzw. 57,6 Mio. EUR des Gesamtumsatzes entfielen auf den Europäischen Wirtschaftsraum. Der Umsatz auf dem außereuropäischen Markt betrug 50,8 Mio. EUR. Der Exportanteil lag bei 54,1 % (Vj. 55,4 %) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um -1,3 Prozentpunkte gesunken. Mit einem Anteil von rd. 54,9 % am Gesamtumsatz war der Bereich Autoreparaturlacke auch im Geschäftsjahr 2023 der umsatzstärkste Geschäftsbereich der MIPA SE, während die Geschäftsbereiche Industrie und Non-Paints (Handelsware) mit Anteilen i. H. v. rd. 27,1 % bzw. rd. 8,8 % wie in den Vorjahren zu den bedeutendsten des Unternehmens zählten. Die Geschäftsbereiche Bau und Holz entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Wachstumsraten i. H. v. rd. +2,0 % bzw. rd. -19,2 % gegenüber dem Vorjahr und machten damit rd. 4,2 % bzw. rd. 3,2 % des Gesamtumsatzes aus. Eine Normalisierung der Preissteigerungen und Erholung der Lieferengpässe in der Lack- und Farbenindustrie führten auch bei der MIPA SE zu einem Rückgang der Materialaufwandsquote um -3,6 Prozentpunkte auf rd. 60,0 % und gleichzeitig zu einem um -1,5 % geringeren Materialeinsatz i. V. z. Vorjahr i. H. v. 119,0 Mio. EUR. Aufgrund der weiter gestiegenen Produktionsleistung erhöhten sich die Personalaufwendungen um +4,8 % auf 37,5 Mio. EUR. Die Personalaufwandsquote konnte jedoch aufgrund des deutlichen Anstiegs der Umsatzerlöse sowie des Rückgangs des Personalstands um -0,4 Prozentpunkte auf rd. 18,7 % gesenkt werden. Der u. a. umsatzbedingte Anstieg der Kosten der Warenabgabe um rd. +9,0 % war im Wesentlichen für die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rd. +5,6 % auf rd. 29,4 Mio. EUR verantwortlich. Die enorme Steigerung des Gewinns um rd. +171,3 % auf rd. 7,7 Mio. EUR war vor allem auf die Verbesserung der Materialaufwandsquote bei gleichzeitigem Rückgang des Materialeinsatzes zurückzuführen. Hier ist man nach einem für die MIPA recht schwachen Vorjahr wieder auf ein gutes Ertragsniveau zurückgekehrt. 2. Vermögenslage der Gesellschaft
Die Bilanzsumme erhöhte sich um +5,4 % von 120,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 127,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen waren einerseits Investitionen in das Sachanlagevermögen und andererseits der deutliche Anstieg des Eigenkapitals dafür verantwortlich. Aufgrund der deutlichen Steigerung des Jahresüberschusses und somit des Bilanzgewinns, erhöhte sich das Eigenkapital um rd. +7,8 %, wobei die Eigenkapitalquote um +2,3 Prozentpunkte auf 83,9 % (Vj. 82,0 %) gestiegen ist und sich der Verschuldungsgrad auf rd. 16,1 % (Vj. 18,0 %) verringert hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um +16,6 % auf rd. 6,0 Mio. EUR (Vj. 5,1 Mio. EUR). 3. Finanzlage der Gesellschaft
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 bei rd. 9,7 Mio. EUR. Des Weiteren betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit rd. -5,6 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rd. 525 TEUR. Der Mittelabfluss für Investitionen in das Sachanlagevermögen betrug rd. -4,4 Mio. EUR (Vj. -1,6 Mio. EUR). Am 31.12. der Berichtsperiode betrug der Finanzmittelfonds rd. 11,4 Mio. EUR (Vj. 6,8 Mio. EUR). Zusätzlich zu den finanziellen Mitteln stehen der MIPA SE ausreichend Kreditlinien bei langjährigen Finanzpartnern zur Verfügung. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein kontinuierliches Forderungsmanagement im Unternehmen gesteuert. Regelmäßig werden Bonitätsprüfungen durchgeführt, um potenzielle Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen. 4. InvestitionenPreise und Lieferzeiten bei Investitionsgütern haben in den letzten Jahren, speziell mit den Einflüssen im Rahmen der Corona-Pandemie und den Folgen des Russland-Ukraine-Krieges, spürbar zugenommen. Dies bedeutet im Einzelfall, dass man relativ lange auf die Auslieferung und Montage neuer Maschinen und Anlagen warten muss und zusätzlich recht hohe Preise für das Investitionsobjekt zu bezahlen hat. Getrieben durch die positive Geschäftsentwicklung mit einem stetigen Umsatzwachstum und damit korrespondierend, weiter steigenden Ausbringungsmengen, ist trotz dieser schwierigen Umstände eine kontinuierliche Ersatz- und Erweiterungsinvestition für uns unerlässlich, um diesen Trend weiter verfolgen zu können. Im Jahr 2023 wurden daher diverse kapazitätserhöhende und qualitätssichernde Projekte, die teilweise bereits im Vorjahr gestartet wurden, weiterverfolgt und zum Abschluss gebracht. Erwähnen möchten wir in diesem Zusammenhang speziell die weitere Umstellung im Bereich Produktion und Abfüllerei bezüglich Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0), sowie den weiteren Ausbau mit Großmischern und Hebe- und Verpackungsmaschinen. Im Frühjahr 2023 konnte mit den Arbeiten für den Neubau des Verwaltungsgebäudes mit Kantine in Essenbach gestartet werden. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Im Zuge der fortlaufenden Optimierung des Logistikprozesses ist das Hochregallager am MIPA Hauptsitz in Essenbach in 2023 erweitert worden. Weiterhin wurde in 2023 der neue Logistikbereich am Mipa Standort Landshut (MLA) fertiggestellt. Die neue Halle schafft gleichzeitig eine deutliche Erweiterung des bisherigen Logistikbereichs wie auch der Lagerkapazität für die in der Produktion benötigten Rohstoffe und Verpackungsmaterialien. Die Warenannahme durch neue Andockstationen wird deutlich erleichtert und verbessert. Die nun entstandene, direkte Verbindung an das bestehende Produktionsgebäude optimiert außerdem die Produktionsabläufe, den Materialfluss und die gesamte interne Logistik. Ein deutlicher Sprung aus vertrieblicher Sicht ist mit der Übernahme des Kundenstammes und des Lieferprogramms der Warnecke & Böhm GmbH gelungen. Mit Wirkung vom 01.01.2023 wurde der Geschäftsbetrieb übernommen und auf verschiedene Unternehmen der Mipa Gruppe verteilt, wobei ein Großteil des Produktsortiments wie auch die Marke WB Coatings durch die in Regensburg ansässige Feycolor GmbH weitergeführt wird. Die Fertigung der Produkte wird dabei in Zusammenarbeit der verschiedenen Mipa Produktionsstandorte je nach Produktbereich erfolgen. Die Übernahme bedeutet eine weitere Ergänzung des Kundenkreises und des Produktportfolios im Bereich industrieller Lacke, wobei auch zahlreiche Synergien mit bestehenden Mipa Produkten erfolgreich genutzt werden können. Durch die Übernahme ist der Fortbestand der Marke WB Coatings und des Geschäftsbetriebs von Warnecke & Böhm in Bayern sowie die weitere Versorgung der Kunden mit qualitativ hochwertigem Material gesichert. Die Investitionen in die Erweiterung der Gebäude sind nicht in der betrieblichen Investitionssumme enthalten, da diese i. d. R. von den jeweiligen Immobiliengesellschaften durchgeführt werden. Einige Objekte, wie z. B. ein Großteil des Fuhrparks oder auch die Flurförderzeuge, wurden, wie in den vergangenen Jahren, im Rahmen von Sale-and-lease-back-Vereinbarungen finanziert. Die übrigen Neuanschaffungen sind Bestandteil der Zugänge zu den Sachanlagen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 an den Standorten der MIPA SE in Essenbach und Landshut auf rd. 4,6 Mio. EUR. 5. Forschung und EntwicklungDie Chemikaliengesetzgebung in Europa sowie die Marktentwicklungen auf Herstellerseite erschweren die Situation bei den eingesetzten Materialien enorm. Um hier sowohl den gesetzlichen Vorgaben wie auch der Marktkonzentration auf Rohstoffseite zu entsprechen, sind vielfältige Maßnahmen in Forschung und Entwicklung unerlässlich, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Trotz herausfordernden Rahmenbedingungen hat die MIPA SE im abgelaufenen Geschäftsjahr etwa 5,4 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung investiert. Durchschnittlich 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 78) waren hierbei in diesem Bereich tätig, um die Entwicklung umwelt- und ressourcenschonender Produkte sowie lösemittelarmer und lösemittelfreier Lacksysteme kontinuierlich voranzutreiben. Die verschiedenen Entwicklungsprojekte in den einzelnen Laborbereichen konnten dabei planmäßig umgesetzt werden. 6. MitarbeiterIm Jahr 2023 betrug die Mitarbeiterzahl durchschnittlich 680 Beschäftigte, davon 28 Auszubildende. Dies entspricht einem Rückgang i. H. v. rd. -3,1 % gegenüber 2022 (702 Beschäftigte). Ein Sinken des Personalstandes ist für MIPA, obwohl auch bei uns die Automatisierung, speziell im Produktionsbereich, immer mehr Einzug hält, dennoch recht ungewöhnlich. Hier zeigt sich, wie hart der Wettbewerb um geeignetes Personal mittlerweile geworden ist. In unserer Region herrscht nahezu Vollbeschäftigung, was dieser Thematik nochmals zusätzliche Brisanz verleiht. Das Gebiet zwischen Isar und Donau, wie auch das Isartal von München bis Deggendorf mit angrenzenden Landkreisen ist geprägt vom Automobilbau und den Zulieferbetrieben. Weiterhin befinden sich in unserer Region viele solide aufgestellte und recht erfolgreiche Industriebetriebe, die neben vielen anderen Unternehmen ebenfalls um die Gunst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werben. Im Rahmen dieses Wettbewerbs war es uns im Geschäftsjahr 2023 nicht gelungen, alle offenen Stellen zu besetzen. Ebenso mussten Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Erst in 2024, mit zunehmender Schwäche der Deutschen Wirtschaft und speziell des Autobaus, ist wieder eine Stabilisierung bei den Bewerbungen, sowohl qualitativer wie auch quantitativer Art, zu spüren. 7. UmweltmanagementNachhaltigkeit steht bei der MIPA SE im Fokus. Dabei wollen wir ökologische Erfordernisse, ökonomisches Wirtschaften und soziale Aspekte miteinander verbinden. Mittels innovativen Handelns wollen wir langfristig Mehrwert für unsere Kunden sowie das Unternehmen schaffen. Geschäfte werden auf verantwortungsvolle Art und Weise geführt, um Umwelt und Klima zu schonen. Dieses verantwortungsvolle Handeln findet sich in der Strategie und den zahlreichen Projekten der MIPA SE wider. Wir erwarten, dass mit den Ressourcen Energie, Wasser und Rohstoffen sparsam und effizient umgegangen wird. Der Klimaschutz wird von MIPA SE als Nachhaltigkeitsziel anerkannt. Die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe und die Entwicklung umweltschonender Verarbeitungs- und Handlungsweisen werden daher von MIPA SE nachhaltig unterstützt. Der Standort Essenbach ist der Hauptsitz und der größte Produktionsstandort der Mipa Gruppe. Die dort produzierten Lacke und Beschichtungen tragen weltweit nicht nur zur Gestaltung, Verschönerung und Erneuerung von Objekten aller Art bei. Sie schützen diese Objekte auch vor Einflüssen wie Korrosion, Verwitterung und Verschleiß. Damit tragen Mipa Beschichtungen zur nachhaltigen Nutzung der lackierten Gegenstände bei. Umso wichtiger ist der MIPA SE der Nachhaltigkeitsgedanke auch in allen Bereichen des Unternehmens. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökonomie, Ökologie und Soziales sind tief in der Firmenkultur unseres mittelständischen Familienunternehmens verankert und sie werden laufend bei allen Prozessen und Entscheidungen beachtet. Die Säule der Ökologie ist in dem Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 dokumentiert. Die Schonung der Umwelt hat für die MIPA SE höchste Priorität und sie drückt sich in verschiedenen Dimensionen aus. Die Entwicklung und der Verkauf von Produkten, die Ressourcen schonen, für Verarbeiter unbedenklich sind und möglichst geringe Emissionen im Laufe des Lebenszyklus verursachen, sind weit über den gesetzlichen Rahmen hinaus eine verpflichtende Herausforderung für das Unternehmen. Alle Prozesse des Unternehmens von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Vertrieb werden ständig optimiert und so gestaltet, dass Umwelt und Anwohner rund um die Standorte geschützt werden. Verpackungen und Abfälle werden minimiert und geeigneter Entsorgung zugeführt, die nach Möglichkeit dem Kreislaufgedanken entsprechen. Im Rahmen eines Projekts zur Digitalisierung der Lieferscheine bei der MIPA SE konnten bereits mehr als die Hälfte aller Kunden auf digitale Lieferscheine umgestellt werden. Den entsprechenden Sendungen werden künftig also keine Lieferscheine in Papierform beigelegt, der Kunde erhält lediglich eine digitale Fassung per Email. Auf diesem Weg können schon jetzt jährlich mindestens 240.000 DIN-A4-Blätter eingespart werden. Maßgebliches Ziel ist es, in den nächsten Monaten die Lieferpapiere von weiteren Kunden zu digitalisieren, sodass wir mittelfristig ohne Lieferscheine in Papierform arbeiten können. Gleichzeitig soll das Projekt auf unsere Tochtergesellschaften ausgeweitet werden. Weiter ist in der Logistikabteilung die Sicherung von Klein- und Paketsendungen, die mittels Kurier-, Express- und Paketdiensten verschickt werden, umgestellt worden. Statt mit einem Umreifungsband aus Kunststoff, werden die Pakete nun mit einem umweltfreundlichen Nassklebeband verschlossen. Das Befestigungsband ist aus Papier mit verstärkten Fasern und kann über den Papierabfall vollständig recycelt werden. Mit dieser Maßnahme können wir jährlich etwa 2,0 Tonnen Plastik einsparen und gleichzeitig die Kosten um etwa 3,5 TEUR im Jahr reduzieren. Trotz der Investition in zwei neue Maschinen, die für das Anbringen des Klebebands benötigt werden, lohnt sich diese Anschaffung in mehrfacher Hinsicht. Darüber hinaus wurde eine weitere umweltfreundliche Lösung zum Ersatz des Verpackungsschaums eingeführt. Dieser musste zuvor beim Kunden gesondert entsorgt werden. Stattdessen werden jetzt Karopack-Polsterkissen aus Kartongenabfällen verwendet. Indem wir unsere Papierreste in Karopack-Containern sammeln, verwenden wir also unseren eigenen Abfall wieder als Verpackungsmaterial. Der Kunde hat die Möglichkeit, die Karopack-Kissen jederzeit weiterzuverwenden oder sie im Papierabfall zu entsorgen. Diese Maßnahme hat nicht nur deutliche ökologische Vorteile, sondern geht auch mit einer jährlichen Einsparung in Höhe von etwa 46 TEUR einher. So kann Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander vereint werden. Neben den Bemühungen im Bereich der Verpackung verfolgen wir auch in der Energieerzeugung ein ganzheitliches Konzept. So wurde im Frühjahr eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach von Werk 3 in Betrieb genommen. Der mit dieser Anlage erzeugte Strom wird direkt im internen Netzwerk genutzt, was zu einer effizienteren und umweltfreundlicheren Energieversorgung führt. Bereits für 2025 ist die Installation weiterer PV-Anlagen geplant. In 2023 wurde der MIPA SE die EcoVadis-Bronzemedaille als Anerkennung für die etablierten Nachhaltigkeitsstandards und das große Engagement für die Umwelt verliehen. Seit der Gründung im Jahr 2007 hat sich EcoVadis zum weltweit größten und vertrauenswürdigsten Anbieter im Bereich Nachhaltigkeitsbewertungen für Unternehmen entwickelt. Über 90.000 öffentliche wie private Unternehmen wurden bereits durch den Dienstleister zertifiziert. EcoVadis bietet eine evidenzbasierte Online-Plattform, die Ratings auf der Grundlage internationaler Nachhaltigkeitsstandards (z. B. ISO 26000) liefert. Die MIPA SE nimmt seit 2022 an dem Bewertungsprozess von EcoVadis teil. Dabei basiert das Rating auf 21 unterschiedlichen Kriterien, die in vier übergeordnete Themenbereiche gegliedert sind: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Die externe Bewertung stärkt die Glaubwürdigkeit unserer Nachhaltigkeitsbemühungen und festigt das Vertrauen in uns als zuverlässigen Partner. Der unabhängige Blick von EcoVadis ermöglicht es uns zudem, Fachkenntnisse und Erfahrungen zu nutzen, um uns kontinuierlich zu verbessern und mit anderen führenden Institutionen zu messen. Die fortlaufende Optimierung hoher Nachhaltigkeitsstandards ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Daher freuen wir uns, dass wir durch die EcoVadis-Auszeichnung in unseren Bemühungen noch weiter bestärkt werden. III. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft, wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche EntwicklungTrotz der anhaltenden Schwäche in Europa hat das Wachstum in China, Korea und den USA dem Welthandel im vierten Quartal 2023 zu einer Erholung verholfen. Die Entwicklung dürfte in 2024 durch Stabilisierung, jedoch mit weiterhin gedämpftem Wachstum geprägt sein. Die starke Abhängigkeit von den USA und China wird weiterhin bestehen. Seit Beginn der Überfälle auf Frachtschiffe im Roten Meer ist der Transit von Containerschiffen durch den Suezkanal stark zurückgegangen, die durchschnittliche Anzahl der Schiffe pro Tag hat sich zwischen Januar und Mitte April im Vergleich zum letzten Quartal 2023 etwa halbiert. Von der Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung sind fast 10,0 % des weltweiten Seehandels und fast ein Fünftel des Frachtaufkommens in der Hochseeschifffahrt betroffen. Für diese Frachtschiffe verlängert sich die Fahrtzeit zwischen Nordeuropa und Asien um rd. +30,0 %. Zur Erhöhung der Transportzeiten und -kosten trug auch die Trockenheit im Panamakanal bei. Insgesamt liegen die Frachtkosten immer noch über den Vergleichswerten des Vorjahres, was den Inflationsrückgang verlangsamen dürfte. Das moderate globale Nachfragewachstum und die anhaltende Ablieferung neuer Schiffe tragen jedoch bislang dazu bei, die Angebotsengpässe in Grenzen zu halten. Die Indikatoren für Engpässe in der Lieferkette haben sich bisher nur geringfügig verschlechtert und liegen unter dem Niveau von 2021 bzw. 2022. Sowohl die OECD als auch der IWF haben Mitte des Jahres vor diesem weiterhin gemischten, aber nicht völlig düsteren Hintergrund ihre Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum leicht nach oben korrigiert. Die OECD erhöhte ihre Prognosen für 2024 auf +3,1 %, der IWF revidierte seine Prognose für 2024 auf +3,2 %. Seit mehr als zwei Jahren ist es nicht mehr zu einer Belebung der deutschen Wirtschaft gekommen. Auf ein leichtes Plus in einem Quartal folgte in der Regel ein ebenso starker Rückgang im darauffolgenden Quartal. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona-Pandemie, Energiepreisschock und eine veränderte Rolle Chinas in der Weltwirtschaft setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck und zwingen Unternehmen, ihre Produktionsstrukturen anzupassen. Im internationalen Vergleich ist Deutschland besonders stark von diesen Veränderungen betroffen. Zum einen ist die Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials ungünstiger und die Alterung der Bevölkerung schneller. Zudem trifft der Strukturwandel insbesondere das produzierende Gewerbe, das in Deutschland einen deutlich höheren Anteil an der Wirtschaftsleistung aufweist. Energieintensive Industrien, die auf hohe Energiekosten reagieren, sowie der Maschinenbau und die Automobilindustrie, die sich neben Umstrukturierungen im Zuge der Dekarbonisierung und Digitalisierung auch einer zunehmenden Konkurrenz aus China ausgesetzt sehen, sind stärker betroffen als in anderen Ländern. Damit dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2024 stagnieren. Das Geschäft für die Lackindustrie wird auch 2024 schwierig bleiben - neben dem nach wie vor schwachen Markt für Bautenanstrichmittel wird sich auch das Umfeld für Industrielacke verschlechtern, allenfalls in der zweiten Jahreshälfte könnte sich die wirtschaftliche Lage in der Branche leicht aufhellen. Für 2024 prognostiziert der Branchenverband VdL insgesamt in der Menge einen weiteren Rückgang um -2,0 %. Der Inlandsumsatz wird nur leicht inflationsbedingt um +1,0 % auf 6,2 Mrd. EUR ansteigen. Die Exporte und Importe werden i. V. z. Vorjahr voraussichtlich zulegen, wodurch sich der Außenhandel wertmäßig voraussichtlich um rd. +2,0 % erholen wird. Im Bereich Bauten-Anstrichmittel prognostiziert der VdL für 2024 in der Menge eine weitere Abnahme um -2,5 %. Der Inlandsumsatz wird nur leicht zurückgehen und bei knapp 1,8 Mrd. EUR liegen. Für den Bereich Industrielacke wird in 2024 aufgrund des Auftragsmangels in einigen Abnehmerbereichen ein kleines Minus i. H. v. -0,5 % in der Menge erwartet. Preiseffekte wiederum sollen in diesem Bereich voraussichtlich zu einer Erhöhung der Inlandsumsätze um rd. +3,0 % in 2024 führen. Während für den Bereich des Autoserienlacks eine mengenmäßige Zunahme i. H. v. +5,0 % erwartet wird, soll der Bereich der Autoreparaturlacke in 2024 lediglich um +1,0 % steigen. Für den deutschen Markt erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA), dass der inländische Absatz von PKWs in 2024 um rd. -1,0 % zurückgehen und noch bei 2,8 Mio. Einheiten liegen wird. Das ist rd. ein Viertel weniger als im Jahr vor der Krise 2019. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Verkäufe von elektrisch betriebenen PKWs um rd. -9,0 % zurückgehen werden. Etwas stärker als der chinesische Markt (+1,0 %) dürften 2024 die Märkte in Europa (+4,0 %) und in den USA (+2,0 %) wachsen, was auf das schwache Vorjahresniveau zurückzuführen ist. Der globale PKW-Markt dürfte moderat um +2,0 % zulegen. Damit würde das Niveau des Jahres 2019 nahezu wieder erreicht. Die Bundesbank hat für 2024 einen deutlichen Rückgang der Inflationsrate von 7,2 % im Vorjahr auf 2,8 % prognostiziert. In den Inflationserwartungen ist die Normalisierung der Energiepreise sowie eine erwartete Stabilisierung der Lieferketten berücksichtigt. Eine gewisse Unsicherheit besteht nach wie vor im Anstieg der Tarifabschlüsse, der dadurch steigenden Kerninflationsrate und der zeitversetzten Wirkung der Zinspolitik der EZB. Weiterhin sind die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht zu prognostizieren. Seit mehr als einem Jahr bewegt sich die Konjunktur in Europa seitwärts. Jüngste Daten deuten jedoch auf eine leichte Erholung hin. Lohnerhöhungen auf den angespannten Arbeitsmärkten und steigende Realeinkommen bei rückläufiger Inflation dürften den privaten Konsum stützen. Die Finanzierung der Investitionen soll durch eine allmähliche Lockerung der Kreditkonditionen und der laufenden Auszahlung der Wiederaufbau- und Resilienzfazilitäten vereinfacht werden. Obwohl die Schocks der Vergangenheit und die restriktive Geldpolitik weiterhin nachwirken, stehen die Zeichen auf einer leichten Erholung. Die EU-Kommission erwartet für 2024 ein BIP-Wachstum i. H. v. +1,0 % in der EU und +0,8 % im Euroraum. In den USA wird das Haushaltsdefizit voraussichtlich hoch bleiben, wenn auch leicht zurückgehen. Die Kerninflation geht im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück, wenn auch nur in bescheidenem Tempo. Trotz des derzeit stabilen Zinsniveaus wird erwartet, dass eine mögliche Lockerung der Geldpolitik in der zweiten Jahreshälfte 2024 beginnen könnte. Längere Verzögerungen bei den erwarteten Leitzinssenkungen und die Verhängung zusätzlicher Handelsbeschränkungen zählen zu den Abwärtsrisiken. Wachstumstreiber sind u.a. ein über den Erwartungen liegendes Beschäftigungswachstum mit der Folge eines Anstiegs der Ausgaben der privaten Haushalte. Von der OECD bzw. vom IWF wird daher in 2024 für die USA ein BIP-Wachstum i. H. v. +2,6 % bzw. +2,7 % erwartet. Mit einem anhaltenden Rückgang der Bauvorhaben setzt sich in China die Anpassung im Immobiliensektor fort. Moderat, aber stetig steigen dagegen die Investitionen in Infrastruktur und verarbeitende Industrie. Das Konsumwachstum dürfte auf niedrigem Niveau stabil bleiben und sich kaum beschleunigen, solange das Vorsorgesparen wegen fehlender Reformen der Sozialversicherung auf hohem Niveau bleibt. Mit der Erholung der weltweiten Nachfrage und dem Ausbau des technologischen Know-Hows und der Wettbewerbsvorteile chinesischer Hersteller, dürften auch die Exporte wieder anziehen. Die Verbraucherpreisinflation dürfte sehr niedrig bleiben und die Erzeugerpreise weiter sinken. Eine Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums wird sowohl von der OECD (+4,9 %) als auch vom IWF (+4,6 %) in 2024 prognostiziert. Die konjunkturdämpfenden Effekte der restriktiven Geldpolitik lassen in Großbritannien allmählich nach. Ein robustes Reallohnwachstum dürfte die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte 2024 stützen. Die erwartete Lockerung der Geldpolitik dürfte die privaten Ausgaben ankurbeln. Dazu gehört auch ein moderater Anstieg der Investitionen der privaten Haushalte, da sich das Volumen der Hypothekenkredite zu erholen beginnt. Allerdings wird die anhaltende Preisinflation bei Dienstleistungen und die Steuerbelastung die Kaufkraft der privaten Haushalte weiterhin schmälern. Es wird erwartet, dass die schwache Auslandsnachfrage das Handelswachstum bremsen und die politische Unsicherheit die Unternehmensinvestitionen dämpfen wird. Im Jahr 2024 wird ein BIP-Wachstum i. H. v. +0,4 % von der OECD und i. H. v. +0,5 % vom IWF für Großbritannien erwartet. 2. Risiken und ChancenDie Risikofrüherkennung soll kontinuierlich potenzielle Schlüsselrisiken frühzeitig aufzeigen, um diese bewerten und analysieren zu können. Im Anschluss sollen entsprechende Gegenmaßnahmen ohne Verzögerung eingeleitet werden können. Die Minimierung aller versicherbaren Risiken findet über entsprechende Versicherungsverträge statt, die periodisch auf Basis der jährlichen Berichterstattung überprüft und im Bedarfsfall angepasst werden. Risiken Finanzielle Risiken Unsichere Rahmenbedingungen erfordern weiterhin eine permanente Überwachung potentieller Liquiditätsrisiken mittels Liquiditätskennzahlen. Die Gesellschaft wird auch im kommenden Geschäftsjahr versuchen die Risiken weiterhin zu beherrschen und die Gesamtliquidität kontinuierlich zu verbessern. Durch Einsatz des Mahnwesens und der permanenten Bonitätsprüfung kann das Forderungsausfallrisiko weiterhin minimiert werden. Unwesentliche Risiken aus der Währungsumrechnung ergeben sich aus dem Warenaustausch mit unserer Tochtergesellschaft in England. Informationstechnische Risiken Die IT-Risiken für Unternehmen haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Bedrohungen durch Cyberangriffe, Compliance- und regulatorische Risiken. technologische Risiken und menschliche Fehler, die zu Datenverlusten oder Betriebsausfällen führen können, sind in der aktuellen Geschäftswelt leider immer häufiger geworden. Die MIPA SE investiert in diesem Bereich weiterhin in eine umfangreiche Sicherheitsstrategie und entsprechende Maßnahmen. Wichtige Bestandteile sind regelmäßige Updates, Sicherheitsrichtlinien, Mitarbeiterschulungen, Datensicherungen und Simulationen von Notfällen sowie die permanente Überprüfung der IT-Systeme auf Schwachstellen. Beschaffungsrisiken Das nach wie vor hohe Niveau bei den Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten fordern die Produzenten in der Lack- und Farbenindustrie weiterhin heraus. Inflation, gestiegene Energiekosten und geopolitische Spannungen wirken sich weiterhin negativ auf die Produktions- und Transportkosten aus. Aufgrund der anhaltenden Krise wird das Level der globalen Versorgungslage weiterhin niedrig bleiben. Eine kontinuierliche Produktionsplanung, die Diversifikation der Einkaufsstrategien, ein effizienter Ausbau der Lagerbestände, die Digitalisierung von Prozessen, ein zuverlässiges Lieferantenmanagement und die Prüfung von Alternativen im Produktionsprozess können dazu beitragen, das Risiko von Lieferengpässen zu minimieren. Markt- und Branchenrisiken Nachfrageschwankungen bewältigen wir mit dem kontinuierlichen Ausbau unseres Produktportfolios und unserer Präsenz auf unseren Absatzmärkten sowie der weiteren Erschließung neuer Märkte. Die aufgrund des Klimawandels oder anderen Einflüssen entstandenen Auswirkungen auf das Geschäft, können somit abgeschwächt werden. Den bekannten Risiken begegnen wir mit dem strategischen Ausbau von Partnerschaften mit Zulieferern und Abnehmern. Produktionsbezogene Risiken Wesentliche Risiken stecken nicht nur in Preisschwankungen oder Versorgungsengpässen, sondern insbesondere auch in der Gefahr der Änderung von Vorschriften (z. B. REACH-Verordnung in der EU). Durch die Änderung entsprechender Vorschriften kann die Verfügbarkeit bestimmter Chemikalien eingeschränkt oder sogar verboten werden, was eine Erhöhung der Kosten zur Folge haben kann. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, liegt unser Fokus daher auf der Entwicklung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten sowie möglicher Ersatzstoffe für potenziell betroffene Rohstoffe. Personalrisiken Auf dem Arbeitsmarkt stellen der qualifizierte Fachkräftemangel und der Generationenwechsel nach wie vor ein ernstzunehmendes Risiko dar. Um die Attraktivität der MIPA SE i. V. z. anderen Arbeitgebern zu steigern und eine geringe Fluktuationsrate beizubehalten, bieten wir flexible Arbeitszeitmodelle, attraktive Vergütungssysteme, Zukunftsvorsorge sowie Weiterbildungsmöglichkeiten und diverse Komponenten moderner Arbeitsplatz- und Entlohnungsmodelle. Chancen Produkt- und Absatzchancen Eine im Bedarfsfall schnelle Substitution bedenklicher Rohstoffe kann das Ergebnis unserer intensiver Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sein und die Chancen auf die Minimierung von Produktionsausfallrisiken und Kundenverlusten erhöhen. Darüber hinaus sollen Innovationen für einen kontinuierlichen Ausbau des Produktportfolios sorgen. Mit Hilfe der Produktvielfalt soll die Zusammenarbeit mit Bestandskunden gesichert, Neukunden gewonnen und neue Märkte erschlossen werden. Die Auswirkungen negativer wirtschaftlicher, politischer oder umweltbedingter Ereignisse können auch aufgrund der geografisch breiten Ausrichtung abgemindert werden. Im Absatzmarkt außerhalb Deutschlands wurden in 2023 rd. 54,1 % (Vj. 50,4 %) der Umsätze generiert. Das Exportgeschäft soll als wesentliche Größe neben dem Inlandsabsatz auch in den kommenden Jahren weiterwachsen und für einen steigenden Gesamtumsatz sorgen. Beschaffungschancen Bestehende Lieferantenkontakte werden mit hoher Priorität gepflegt, um langfristige Partnerschaften zu erzeugen. Lieferengpässe und zusätzliche Mehrkosten sollen reduziert und im besten Fall komplett vermieden werden. Der Qualitätsanspruch soll durch ständige Überprüfung im Bereich der Rohstoffbeschaffung garantiert werden. Durch stetig steigende Einkaufsmengen bei langjährigen Partnern können Chancen genutzt werden, Rohstoffe zu niedrigeren oder zumindest kaum schwankenden Preisen zu beziehen. Diverse Steuerungsinstrumente können Hinweise liefern, Preissteigerungen zu minimieren und mit Hilfe der ausreichend hohen Liquidität handlungsfähig zu sein. Finanzielle Chancen Der hohe Bestand an Liquidität soll helfen, die in den letzten Jahren durch externe Faktoren erschwerte planmäßige Realisierung der Investitionsvorhaben zeitnah und bestenfalls ohne Bedarf an Fremdkapital zu ermöglichen. Aufgrund der Eigentümerstruktur und der weitgehenden Unabhängigkeit von Kapitalgebern soll auch zukünftig finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit zu nachhaltigem Wachstum beitragen. Sollte Fremdkapital zum weiteren Wachstum benötigt werden, können mit Hilfe der hohen Eigenkapitalquote und der damit verbundenen guten Bonität Kredite schneller und meist zu günstigeren Konditionen beschafft werden. Allgemeine Chancen MIPA SE legt als inhabergeführtes Familienunternehmen großen Wert auf eine schnelle und individuelle Kundenbetreuung. Flache Hierarchien geben die notwendige Flexibilität für kurze Entscheidungswege. Durch langfristige und verlässliche Zusammenarbeit wächst das Vertrauen unserer Kunden und Geschäftspartner in eine langfristige Partnerschaft. Die Sicherung regionaler Arbeitsplätze und langfristiger Beschäftigungsverhältnisse steht stets im Vordergrund. Sie verbessert die Produktivität, Mitarbeiterbindung und verringert die Fluktuation. Gesamtaussage Die MIPA SE wurde im vergangenen Geschäftsjahr mit zahlreichen Unsicherheiten konfrontiert. Durch die permanente Fokussierung auf diese Risiken wurden Gegenmaßnahmen schnell gefunden und effizient eingeleitet. Die daraus entstandenen Chancen, wie beispielsweise die Sicherung und der Ausbau der Marktposition wurden in 2023 erneut genutzt. Das Geschäftsjahr konnte wieder äußerst erfolgreich abgeschlossen werden. 3. Prognose der laufenden GeschäftstätigkeitDie Rahmenbedingungen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland, wie auch der nach wie vor spürbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine stellen sich weiterhin als recht herausfordernd dar. Zumindest im Bereich Materialversorgung hat sich eine gewisse Normalisierung hinsichtlich Preisen und Verfügbarkeiten eingestellt, wenn auch die Lage, u. a. im Rahmen weiterer Marktverdichtung, herausfordernd bleibt. Auch die Personalsuche und -bindung bleibt in einer Region, die kaum erwähnenswerte Arbeitslosenquoten zeigt, weiter mühsam. Speziell in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat unser Unternehmen in der Vergangenheit seine Stärken am Markt zeigen und mit gegen den allgemeinen Trend gerichteten Entwicklungen spürbar Boden gegenüber anderen Marktteilnehmern gut machen können. Auch für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir trotz eines herausfordernden Umfelds mit weiterem Umsatzwachstum von mindestens +4,0 % und einem i. V. z. Vorjahr deutlich verbessertem Ertrag. Auch die Ausbringungsmengen sollen dabei ein angemessenes Wachstum zeigen. Die weitere Normalisierung des Preisniveaus auf dem Rohstoffmarkt wird sich positiv auf die Materialaufwandsquote und den Cashflow auswirken.
Essenbach, 18.12.2024 MIPA SE Markus Fritzsche, Vorstandsvorsitzender Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023MIPA SEA. VorbemerkungI. AllgemeinesDer Jahresabschluss der MIPA SE, Essenbach, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Firma MIPA SE mit Sitz in Essenbach, Am Oberen Moos 1, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Landshut unter der Nummer HRB 9854 registriert. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die Wertansätze in der Bilanz der MIPA SE zum 31.12.2022 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear innerhalb von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Den Abschreibungen der Sachanlagen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung waren im Wirtschaftsjahr nicht erforderlich. Die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Wert 250 EUR nicht überschreitet, wurden bisher gemäß § 6 Absatz 2 Satz 4 EStG im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgaben abgesetzt. Im Prüfungsjahr wurden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR als GwG aktiviert und sofort voll abgeschrieben (§ 6 Absatz 2 EStG). Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. UmlaufvermögenDie Waren werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In diese werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens eingerechnet. Im Geschäftsjahr wurden keine Abwertungen vorgenommen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wird mit 0,5 % (Vj. 0,5 %) bemessen. Im Übrigen sind die Forderungen und Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren und im Finanzergebnis ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Es wird das Barwertverfahren angewendet, das sich bezüglich der Berechnungssystematik an das steuerlich vorgeschriebene Teilwertverfahren des § 6a EStG anlehnt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre (Vj. 10 Jahre) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Aufgrund der bestehenden Pensionszusage ist kein Gehaltstrend zu berücksichtigen. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter wird grundsätzlich die vertraglich vereinbarte Altersgrenze berücksichtigt. Ebenso wird keine Fluktuation berücksichtigt.
Sonstige Rückstellungen und VerbindlichkeitenSonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungspositionenZum Bilanzstichtag werden sämtliche Fremdwährungspositionen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden auch die sich bis zum Stichtag ergebenden Gewinne aus Kursänderungen ergebniswirksam berücksichtigt. Latente SteuernBestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die potentielle Steuerlatenz (Aktive latente Steuern) aus der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beläuft sich bei einem realen Steuersatz i. H. v. 27,5 % auf 155 TEUR. Vom Ausweiswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. B. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in Anlage III Seite 11 dargestellt. (2) Vorräte
Der Rückgang der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus dem niedrigeren Preisniveau an den Rohstoffmärkten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen i. H. v. rd. 22,2 Mio. EUR und mit Beteiligungen i. H. v. rd. 610 TEUR sowie aus Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. rd. 15,2 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen i. H. v. rd. 1.018 TEUR und debitorische Kreditoren i. H. v. 647 TEUR sowie Forderungen aus Sale-and-lease-back-Vereinbarungen i. H. v. rd. 309 TEUR. (4) Eigenkapital Das Grundkapital beträgt 1.000.000,00 EUR. Es besteht aus 100.000 Stammaktien, die als nennbetragslose Stückaktien ausgegeben wurden. Die Stammaktien lauten auf den Namen. (5) Gewinnrücklagen
Ende 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge i. H. v. 7 TEUR (Vj. 32 TEUR). Diese sind ausschließlich auf den Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung zurückzuführen (§ 253 Abs. 6 HGB). (6) Rückstellungen
Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Durch die Verrechnung des Deckungsvermögens mit der Pensionsverpflichtung verringerte sich der Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände zum 31.12.2023 um rd. 1.013 TEUR. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen betrug rd. 1,9 Mio. EUR. Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherung entsprechen dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den Anschaffungskosten. Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Archivierung, Rückbauverpflichtungen, Urlaubsansprüche und Reklamationen sowie für Prüfungs- und Abschlusskosten. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent. (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit rd. 439 TEUR verbundene Unternehmen und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren i. H. v. 974 TEUR. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit 91,9 Mio. EUR auf das Inland, mit 57,6 Mio. EUR auf den Europäischen Wirtschaftsraum und mit 50,8 Mio. EUR auf außereuropäische Märkte. Im Bereich Autolack mit Schwerpunkt Autoreparatur wurden rd. 54,9 % des Gesamtumsatzes erzielt. Die Geschäftsbereiche Industrie und Non-Paints (Handelsware) gehören wie in den Vorjahren mit Anteilen i. H. v. rd. 27,1 % bzw. rd. 8,8 % zu den wichtigsten im Unternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich die Geschäftsbereiche Bau und Holz mit Wachstumsraten i. H. v. rd. +2,0 % bzw. rd. -19,2 % i. V. z. Vorjahr und machen somit rd. 4,2 % und rd. 3,2 % der gesamten Umsatzerlöse aus. (9) Sonstige betriebliche Erträge Die wesentlichen Positionen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Entnahme sonstiger Leistungen i. H. v. 468 TEUR (Vj. 427 TEUR) und die Versicherungsentschädigungen i. H. v. rd. 122 TEUR (Vj. 86 TEUR) sowie den periodenfremden Erträgen i. H. v. 72 TEUR (Vj. 98 TEUR). Die Erträge aus Kursdifferenzen betrugen 39 TEUR (Vj. 0 TEUR). (10) Materialaufwand
(11) Personalaufwand
Nicht als Personalaufwand erfasst sind die Beträge aus der Abzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) der Pensionsrückstellungen; sie sind im Zinsergebnis erfasst. Mitarbeiter
Von den im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten 680 Mitarbeitern befanden sich durchschnittlich 28 Mitarbeiter (Vj. 33) in Ausbildung. Davon waren 8 (Vj. 10) in Verwaltung und Vertrieb und 20 (Vj. 23) in Labor, Produktion und Lager eingesetzt. (12) Abschreibungen
(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Kosten der Warenabgabe, Raumkosten, Aufwendungen für Leasing, allgemeine Dienstleistungen sowie Reparaturen und Instandhaltungen. Die periodenfremden Aufwendungen betrugen 24 TEUR (Vj. 7 TEUR) und die Währungskursverluste 0 TEUR (Vj. 142 TEUR). (14) Beteiligungserträge Die Beteiligungserträge betreffen Gewinnanteile aus Mitunternehmerschaften i. H. v. 492 TEUR (Vj. 0 TEUR) und Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft i. H. v. 31 TEUR (Vj. 0 TEUR). (15) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinserträge betreffen Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen i. H. v. 332 TEUR (Vj. 195 TEUR). Des Weiteren ist mit 61 TEUR (Vj. 24 TEUR) der Nettoertrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen 16 TEUR nach Verrechnung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen 77 TEUR erfasst. Die Erträge aus der Abzinsung von Rückbauverpflichtungen betrugen 6 TEUR. (16) Aufwendungen aus Verlustübernahme Die Beteiligungsaufwendungen betreffen Verlustanteile aus Mitunternehmerschaften i. H. v. 183 TEUR (Vj. 0 TEUR). (17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen war im Wesentlichen der Zinsaufwand für langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten enthalten. (18) Sonstige Steuern Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Kfz-Steuern. D. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle VerpflichtungenBürgschaften nach § 251 HGB bestehen insgesamt i. H. v. 4,5 Mio. EUR. Sie wurden ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen für Kreditlinien und Liegenschaftskäufe abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 22,1 Mio. EUR. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Dienstleistungsverträgen. E. Sonstige Angaben(19) Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 872.023,81 EUR (Vj. 866.604,17 EUR). Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9b S. 3 HGB wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. (20) Vergütung des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 32.000,00 EUR. (21) Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz ist in der Anlage III Seite 12 dargestellt. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 3 HGB wurde für drei Gesellschaften angewandt. Für zwei dieser Gesellschaften wurde die Schutzklausel nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. (22) Aufsichtsrat Herr Berndt Fritzsche, Dipl. Kaufmann, Landshut Vorsitzender (Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der MIPA AG) Herr Rudolf Greiner, Rottenburg Steuerberater Herr Dr. jur. Marc Zattler, Landshut Rechtsanwalt (23) Vorstand Herr Markus Fritzsche, Dipl. Kaufmann, Landshut Vorstandsvorsitzender und Vertriebsvorstand Herr Klaus Fritzsche, Magister Artium, Landshut Vertriebsvorstand Herr Dr. Uwe Rohr, Dipl. Chemiker, Mirskofen Technischer Vorstand Herr Robert Jungwirth, Dipl. Betriebswirt (FH), Schierling Finanzvorstand (24) Vorschlag zur Behandlung des Bilanzgewinns Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. (25) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag haben sich keinerlei Sachverhalte ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben, noch sind Aspekte aufgetreten, die hinsichtlich Organisation und Personal den weiteren Geschäftsbetrieb maßgeblich beeinflussen würden oder in sonstiger Weise größere Auswirkungen auf das Unternehmen haben.
Essenbach, 18.12.2024 Der Vorstand Herr Markus Fritzsche Herr Klaus Fritzsche Herr Dr. Uwe Rohr Herr Robert Jungwirth MIPA SE Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11, 11a HGB für das Geschäftsjahr 2023
1) Angabe in TSD
1) Angabe in TSD Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MIPA SE, Essenbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MIPA SE, Essenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIPA SE, Essenbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die lageberichtsfremden Angaben in Tz. 9 "Umweltmanagement" des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter (https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie/) eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Landshut, den 02.04.2025 SL
Revision GmbH
Michael Schiekofer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der MIPA SE, bestehend aus den Herren Berndt Fritzsche (Vorsitzender), Rudolf Greiner sowie Dr. Marc Zattler, traf sich im Kalenderjahr 2023 zu zwei Sitzungen am 02.08.2023 und am 20.12.2023 in den Geschäftsräumen der MIPA SE in Essenbach. Neben diesen Sitzungen wurden den Aufsichtsräten ergänzende Quartalsinformationen digital übermittelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden hierbei über den aktuellen Geschäftsverlauf informiert, der Vorstand gab seine Einschätzung zur zukünftigen geschäftlichen Entwicklung, sowohl für die MIPA SE selbst, wie auch für die gesamte Gruppe ab. Ebenso wurden der aktuelle Stand der laufenden Investitionen wie auch zukünftige Investitionsvorhaben dargestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Berndt Fritzsche, wurde über diese Informationen hinaus durch laufende Teilnahme an den monatlichen Vorstandssitzungen über alle aktuellen Ereignisse und Projekte zeitnah und ausführlich informiert. Der aktuelle Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 inklusive des Lageberichts wurde vom Vorstand der MIPA SE aufgestellt. Die Einflüsse der Pandemie sind mittlerweile in den Hintergrund getreten, hingegen belastet der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowohl Energie- wie auch Materialpreise enorm. Die zum Teil dramatischen Preissteigerungen, die seit Sommer 2022 zu verzeichnen waren, haben spürbar auf den Ertrag gedrückt. Der MIPA SE ist es trotz schwierigem Umfeld auch in 2023 wieder gelungen, die positive Umsatzentwicklung, die nun bereits mehr als 30 Jahre andauert, weiter fortzuführen. Trotz deutlich überproportionalem Aufwand konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besteht Einigkeit hinsichtlich der Lage und der weiteren Entwicklung des Unternehmens sowie der gesamten Mipa Gruppe. Für die folgenden Geschäftsjahre ist der weitere Ausbau des Unternehmenssitzes in Essenbach wie auch des Produktionsstandortes in Landshut vorgesehen. Neben weiteren maschinellen und technischen Investitionen sollen auch Gebäudeerweiterungen dieses Vorhaben begleiten. Der Neubau des Verwaltungs- und Kantinengebäudes, sowie der Bau einer Versand- und Kommissionierhalle am Standort Landshut, die beide 2023 gestartet wurden, sind hier besonders hervorzuheben. Das Unternehmen sieht dies als klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Nach positiver Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags zur Ergebnisverwendung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SL Revision GmbH, Landshut, erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedankt sich der Vorsitzende beim Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das gezeigte, hohe Engagement und die trotz schwieriger Rahmenbedingungen erneut positiven Entwicklungen und Ergebnisse im Berichtsjahr.
Essenbach, 18.12.2024 MIPA SE Der Aufsichtsrat Berndt Fritzsche, Aufsichtsratsvorsitzender |
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