Wiedemann Holding Geschäftsführungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Bernhardt seit 25.10.2024 | Prokura |
Ingrid Pfanzelt seit 25.10.2024 | Prokura |
Christophe de Bary seit 18.5.2020 | Geschäftsführer |
Klaus Gnahm seit 4.3.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
RTS GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SENSOR-TECHNIK WIEDEMANN GmbHKaufbeurenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 2023Allgemeine wirtschaftliche Lage Das Jahr 2023 war geprägt von einer Mischung aus wirtschaftlicher Stabilität und erheblichen geopolitischen Herausforderungen und Spannungen. Die globale Wirtschaftsleistung hat sich 2023 auf etwa 3,1% Wachstum verlangsamt, unter anderem aufgrund der Belastungen durch den fortdauernden Ukraine-Krieg, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Lebenshaltungskosten durch die weiterhin hohe Inflationsrate. Trotz dieser negativen Einflüsse entwickelte sich das reale Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds besser als noch in der im Oktober 2023 veröffentlichten Prognose angenommen (IWF, Oktober 2023). Das lag unter anderem am Wirtschaftswachstum in den USA und in mehreren Schwellen- und Entwicklungsländern, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 stärker ausfiel, als erwartet, sowie an staatlichen Konjunkturmaßnahmen in China. Länder mit Rohstoffexporten konnten von den hohen Preisen profitierten, während importabhängige Länder unter Druck standen. Die steigende Wirtschaftsdynamik war nicht überall zu spüren; so fiel das Wachstum im Euroraum aufgrund der schwachen Verbraucherstimmung, der anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise, der Schwächephase des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der allgemeinen Unternehmensinvestitionen besonders gedämpft aus. Nachdem die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahresverlauf 2023 nahezu stagnierte, war sie zum Jahresende nach vorliegendem Datenstand rückläufig. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit im Vorjahresvergleich ein Rückgang des preisbereinigten BIP um 0,3 %. Die Inflationsrate in Deutschland lag 2023 durchschnittlich bei 5,9 % und damit etwas niedriger als im Vorjahr (7,9 %). Die geldpolitischen Reaktionen der Zentralbanken auf die hohe Inflation schwächten die wirtschaftliche Dynamik auch bei wichtigen Handelspartnern, was die außenwirtschaftliche Nachfrage spürbar belastete. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr, der sich über ein verringertes Arbeitsvolumen auch negativ auf die Wertschöpfung ausgewirkt haben dürfte. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau blickt laut VDMA auf ein durchwachsenes Jahr 2023 zurück. Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich ein Rückgang von ca. 1% (Q1: +2,5% bis Q4: -5,4%) und auch für das erste Halbjahr 2024 rechnet man mit weiter sinkenden Bestellungen um real ca. 10%. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro-Ländern mit 19 % deutlich heftiger aus als der Rückgang von 5 % aus den Nicht-Euro-Ländern. Zum Geschäftsjahresende 2023 konnte die Sensor-Technik Wiedemann GmbH einen Rückgang bei dem Auftragseingang für die kommenden Jahre feststellen. Die angebotsseitigen Engpässe der Vorprodukte und Rohstoffe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, verloren zunehmend an Bedeutung. Des Weiteren halten sich Kunden aktuell aufgrund hoher eigener Lagerbestände, verkürzter Lieferzeiten auf dem Beschaffungsmarkt und einem höheren Zinsniveau bei ihren Bestellungen zurück. Geschäftsverlauf Durch die Abnahme der Bauteilknappheit und aufgrund des hohen Auftragsbestandes entwickelte sich das Geschäftsergebnis der Sensor-Technik Wiedemann GmbH sehr positiv. Ohne Berücksichtigung des Umstandes, dass die Umsatzerlöse im Jahr 2022 (T€ 140.407) Kostenweiterbelastungen von Brokerware an Kunden von T€ 30.757 beinhalteten, sind auf den ersten Blick die Umsatzerlöse für das Jahr 2023 (T€ 135.353) um -3,6% gefallen. Wenn man den Umsatz 2022 um diese Kostenweiterbelastungen bereinigt, dann ergibt sich für das Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung um +23,4% von T€ 109.650 (Jahr 2022 bereinigt) auf T€ 135.353 (Jahr 2023). Auch die stark gefallenen Materialkosten von -21,0% (T€ 19.484) sind beeinflusst durch die Brokerware aus dem Jahr 2022. Der Personalaufwand erhöhte sich um +11,8% (T€ 3.589) durch Personalneueinstellungen von 29 Mitarbeiter*innen (ohne Auszubildende) sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von T€ 2.145 (Vj: T€ 2.639) betreffen hauptsächlich Maschinen, Werkzeuge, Prüfstände im Eigenbau und Prüfplätze sowie EDV-Geräte. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) stiegen die Aufwendungen im Jahr 2023 um T€ 3.491. Diese erhöhten sich vor allem durch Rückstellungen für Gewährleistungen von T€ +1.088 Fremdleistungen von T€ +708, Energiekosten von T€ +267, Versicherungen und Beiträge von T€ +190 und EDV-Aufwendungen von T€ +165. In Summe weist das betriebliche Ergebnis für 2023 ein positives Resultat von T€ +7.871 (Vj: T€ +1.759) und das ordentliche Unternehmensergebnis eine Erhöhung auf T€ +7.485 (Vj: T€ 1.525) aus. Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von T€ 5.870 (Vj: T€ 1.170). Die Geschäftserwartungen bei Bestands- und Neukunden sowie die Entwicklung der neuen Produktgenerationen werden mittel- bis langfristig positiv bewertet und werden das Ergebnis in diesem Zeitraum nachhaltig verbessern. Lage Die Gesellschaft ist nach wie vor solide aufgestellt. Basis hierfür ist das breite Produktportfolio, Investitionen in die Weiterentwicklung der Kernprodukte, das kontinuierlich erweiterte verfügbare Technologiespektrum, neue Systemlösungen und der wachsende Kundenstamm. Wichtige Produkt-Updates und Upgrades im Bereich Datentechnik stellen sicher, dass Sensor-Technik Wiedemann GmbH auch zukünftig den neuen Kundenforderungen gerecht wird. Mit Projekten zu Assistenzrechnern, Umfeldüberwachung und künstlicher Intelligenz im Rahmen von Förderprojekten und eigenen Entwicklungen wird sowohl die technologische als auch personelle Basis für das weitere Wachstum geschaffen. Die nachfolgenden Angaben der Kerngeschäftsfelder sind ohne die Sondereffekte durch Weiterbelastungen von Brokerwaren an Kunden aus dem Jahr 2022 dargestellt. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit des Geschäftsjahres 2023 mit dem Vorjahr 2022 erreicht. Das Geschäftsfeld der Steuerungssysteme entwickelte sich im Jahr 2023 außerordentlich erfreulich und konnte sich im Umsatz um +30,6% (T€ + 15.512) verbessern. Nach einer Umstellungsphase in den Jahren 2024 und 2025 für die neu entwickelte Steuerungsgeneration wird nachhaltiges Wachstum erwartet. Die Lösungswelt rund um die Digitalisierung profitierte von einem hohen Bestellüberhang und dies spiegelte sich an der Umsatzerhöhung von +31,7% (T€ 7.222) gegenüber dem Jahr 2022 wider. In dem durch Preisdruck gekennzeichneten Geschäftsfeld der Sensoren & Messsysteme konnte nur ein niedriges Umsatzwachstum von +1,3% (T€ +250) erreicht werden. Hier wird weiterhin verstärkt an der Akquise neuer Kunden und der Erschließung neuer Märkte gearbeitet. Der Preisdruck bleibt hier jedoch selbst in Nischenmärkten bestehen. Die bisherige Auftragsfertigung im Bereich der Medizintechnik erweist sich weiterhin als positiver Bestandteil des Gesamtportfolios und konnte den Umsatz geringfügig um T€ 931 (+7,2%) gegenüber Vorjahr 2022 steigern. Das Geschäftsfeld der Leistungselektrifizierung ist weiterhin technisch sowie kommerziell herausfordernd. Aber auch hier wurde im Jahr 2023 ein erfreuliches Umsatzwachstum von T€ 1.717 (+44,7%) erreicht. In Summe sieht sich Sensor-Technik Wiedemann GmbH gut für die Zukunft gerüstet. Die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebrachten Erweiterungen des Produktportfolios, die Investitionen in neue Produktgenerationen und die damit einhergehenden personellen und Maschinen-Investitionen werden in den folgenden Jahren zu Wachstum führen. Für das Jahr 2024 wird jedoch mit einem Umsatzrückgang in allen Kernbereichen ausgegangen. Grund dafür ist die derzeitige generelle Marktentwicklung und eine daraus resultierende Bestell- bzw. Kaufzurückhaltung der Kunden. Die Bilanzsumme stieg leicht um T€ 769 auf T€ 53.259(Vj: T€ 52.490). Gründe dafür sind unter anderem auf der Aktivseite der erhöhte Vorratsbestand (T€ +2.245) sowie die Reduzierung des Forderungsbestandes (T€ -2.305) und auf der Passivseite der Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, verbundenen Unternehmen, Familienangehörigen und Lieferungen und Leistungen T€ -4.409 sowie der sonstigen Verbindlichkeiten T€ -3.444. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich nur aufgrund der fast gleichbleibenden Bilanzsumme und des Bilanzgewinns auf 54,8 % (Vj.: 44,4%). Das Eigenkapital erhöhte sich nominell um T€ 5.870. Der Cashflow nach DVFA/SG erhöhte sich gegenüber 2022 um T€ +4.470 auf T€ +7.656 (Vj: T€ 3.186). Risikomanagement Durch das Forderungsmanagement werden die offenen Posten aktiv überwacht. Die Lagerbestände werden laufend durch eine stichpunktartige Inventur kontrolliert. Die Kostentransparenz in den Bereichen Geschäftsplanung, Kostenrechnung, Produkt- und Projektportfoliomanagement wurde durch den Ausbau des Berichts- und Reviewsystems transparenter gemacht. Mittelfristige und langfristige Produktionskapazitätsplanungen sowie daraus resultierende Maßnahmen wurden eingeleitet. Für mögliche Gewährleistungsfälle wurden vorsorglich Einzelgarantierückstellungen gebildet. Durch die Erfahrungen mit dem schwierigen Beschaffungsumfeld im Jahr 2022 wurden im Jahr 2023 weitere vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um eine zeitnahe und kostenoptimale Versorgung zu gewährleisten. Beispiele sind die weiterhin auf höherem Niveau gehaltenen Lagerbestände, die stärkere Einbindung und Verzahnung neuer Lieferanten in die Lieferketten und der enge Austausch mit Kunden für das globale Beschaffungsmarktumfeld. Weiterhin wird die Strategie verfolgt, Lieferquellen regional zu diversifizieren, um im Fall der Unterbrechung von Lieferketten flexibler auf Alternativen ausweichen zu können. Das Qualitätsmanagementsystem ist auf dem aktuellsten Stand der automotiven Normen (IATF 16949). Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Kernmärkte (Land- und Bauwirtschaft) der Sensor-Technik Wiedemann werden beeinflusst von den konjunkturellen Entwicklungen sowie der Investitionsbereitschaft der Kunden. Es gilt weiterhin, die geo- und wirtschaftspolitischen Ereignisse abzuschätzen und zu bewerten. Gleichzeitig sorgen gestiegene Zinsen und Energiepreise oder hohe Inflationsraten für eine Beeinträchtigung der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsaussichten. Nach einem guten Jahr 2023 ist die rückläufige Nachfrage im Jahr 2024 spürbar und die im Marktumfeld vorhandenen rezessiven Tendenzen signalisieren einen signifikanten Umsatz- und Profitabilitätsrückgang für das Jahr 2024. Die für Sensortechnik Wiedemann besonders wichtigen Bereiche der Landtechnik und Baumaschinen sind durch ihre gesellschaftlich systemrelevanten und stark innovativ geprägten Eigenschaften weiterhin eine gute Grundlage für positive und zukunftsorientierte Entwicklungsmöglichkeiten. Globale und langfristige Trends und Technologien führen dazu, dass der weltweite Bedarf an Land- und Baumaschinen nachhaltig steigt, hier insbesondere an hochautomatisierten und vernetzten Maschinen. Globales Bevölkerungswachstum treibt die notwendigen Infrastrukturbedarfe in Telekommunikations-netze, Schienen- und Straßenmodernisierungen und deren Ausbau sowie die notwendigen Versorgungsbedürfnisse weiter an. Gleichzeitig wird der Anstieg des Lohnniveaus die Automatisierung, Digitalisierung und Mechanisierung in Bau- und Landwirtschaft weiter vorantreiben. Mit dem Wissen, als Sensor-Technik Wiedemann GmbH gut aufgestellt zu sein, neue Geschäftsmodelle anzunehmen und belastbar im Markt zu etablieren, geben wir in einem hoch innovativen und langfristig überdurchschnittlich wachsenden Markt einen zukünftig positiven Geschäftsausblick.
Kaufbeuren, den 19. April 2024 gez. Sonja Wiedemann, Geschäftsführerin gez. Christophe de Bary, Geschäftsführer gez. Michael Otto, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang zum Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023der Sensor-Technik Wiedemann GmbH, KaufbeurenA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Sensor-Technik Wiedemann GmbH (Amtsgericht Kempten, HRB 1863) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft hat aus Gründen der Klarheit der Darstellung Vermerke, die wahlweise in den Anhang aufgenommen werden können, im Anhang dargestellt. Aufgrund der unternehmensspezifischen Besonderheit wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB für Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen der Wiedemann-Gruppe und Familienangehörigen gesonderte Posten in der Bilanz gebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Zahlen entsprechen dem Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB. Dieses Gliederungsschema entspricht den durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a) Bilanzierungshilfen und Ansatzwahlrechte Bilanzierungshilfen und Ansatzwahlrechte wurden von der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen. b) Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Sensor-Technik Wiedemann GmbH wurde entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Für Zugänge des Berichtsjahres wird die lineare Abschreibungsmethode verwendet. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Einkaufspreisen bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich zum Pflichtinhalt der steuerlichen Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken wurden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Laufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Erforderliche Währungsumrechnungen werden zum jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt der Erfüllung des Geschäftes vorgenommen. Zum Bilanzstichtag erfolgt der Abgleich mit den Devisenkassakursen. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel dargestellt. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 0 eine Restlaufzeit von über 1 Jahr (Vj. T€ 0). Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Satz beträgt 27,41 %. Eigenkapital Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Stammkapital lautet noch auf DM und beträgt DM 50.000,00. Rückstellungen für Pensionen Die Regelung des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zur Verlängerung des Zeitraums zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtung von sieben auf 10 Geschäftsjahre wurde angewandt. Der Unterschiedsbetrag, der sich zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergibt, ermittelt sich wie folgt:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. Projected Unit Credit-Verfahren ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB und somit der Möglichkeit der Verteilung des Zuführungsbetrages über einen Höchstzeitraum von 15 Jahren wurde nicht in Anspruch genommen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bilanziert. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. Die Rückstellungen betreffen u. a. Personalaufwendungen (T€ 1.744), Garantieleistungen (T€ 1.855 ) sowie Drohverluste (T€ 420). Verbindlichkeiten Die vertraglichen Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
Im Vorjahr waren die Restlaufzeiten wie folgt:
Die Verbindlichkeiten sind auch durch andere Pfandrechte wie z.B. Sicherungsübereignungen gesichert. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Brutto-Umsatzerlösen von insgesamt T€ 136.730 (Vj. T€ 141.343) entfallen T€ 50.391 (Vj. T€ 38.302) auf das Ausland und T€ 86.339 (Vj. T€ 103.041) auf das Inland. E. Sonstige Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB Zum 31.12.2023 bestand bei der Gesellschaft ein offenes Bestellobligo aus Investitionsvorhaben in Höhe von T€ 132. Die Verpflichtungen aus zum 31.12.2023 bestehenden Miet- und Leasingverträgen können nach ihrer voraussichtlichen Fälligkeit wie folgt eingeteilt werden: bis 1 Jahr: T€ 295; von 1 bis 5 Jahre: T€ 572; über 5 Jahre: T€ 36. Daneben bestehen Pachtverträge für Grundstücke, Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung; die jährliche Pacht beträgt insgesamt T€ 1.812 (Vj. T€ 1.720). F. Ergänzende Angaben Mitglieder der Geschäftsführung Sonja Wiedemann, Kaufbeuren, Geschäftsführerin Christophe de Bary, Deizisau, Geschäftsführer Michael Otto, Irsee, Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Frau Sonja Wiedemann ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Abschlussprüferhonorar Das für das Jahr 2023 berechnete Honorar teilt sich auf in:
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte die Gesellschaft neben den Geschäftsführern folgende Mitarbeiter, die Vorjahreszahlen sind in Klammern vermerkt:
Konzernzugehörigkeit Die Sensor-Technik Wiedemann GmbH wird in den Konzernabschluss der Wiedemann Holding GmbH & Co. KG einbezogen, die auch den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Angaben zu den Beteiligungsverhältnissen gem. § 285 Nr. 11 HGB
*) Für diese Gesellschaft liegt noch kein
Jahresabschluss vor.
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 5.869.500,79 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 23.298.826,23 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kaufbeuren, den 19. April 2024 gez. Sonja Wiedemann, Geschäftsführerin gez. Christophe de Bary, Geschäftsführer gez. Michael Otto, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sensor-Technik Wiedemann GmbH, Kaufbeuren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sensor-Technik Wiedemann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sensor-Technik Wiedemann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kaufbeuren, den 19. April 2024 ATG
gez. Dr. Huber, Wirtschaftsprüfer gez. Plötz, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.06.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. |
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